Ich glaube an einen Gott, der Anfang und Ziel aller Dinge ist - jenseits der Zeit. der seine Schöpfung erhält und liebt - in der Zeit.

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1 Ich glaube an einen Gott, der Anfang und Ziel aller Dinge ist - jenseits der Zeit. der seine Schöpfung erhält und liebt - in der Zeit. der das Wohl und Glück aller Menschen will - überall. der Mensch geworden ist, um uns gleich zu sein - bis zum Tode. Ich glaube an einen Gott, der mich kennt und wie sein Kind liebt - ein Leben lang. der uns erlöst hat und nahe ist - in jedem Augenblick. der unser ewiges Glück will - über den Tod hinaus.

2 Wir glauben, dass Gott unser Vater ist. Er hat das Weltall erschaffen und unser Leben. Er lenkt die Geschichte und weiß um uns. Er ist auch mächtig, wo wir sein Wirken nicht wahrnehmen. Wir glauben, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde. Er lebte wie wir. Mit dem Vater verbunden zeigte er uns, wie man liebt. Er ist getötet und begraben worden. Aber wir wissen: Christus lebt, bei ihm endet alle Schuld. Mit ihm hat Gott uns ein neues Leben geschenkt. Auch der Tod kann uns nicht von ihm trennen. Wir glauben, dass Gott uns durch seinen Geist hilft. Durch ihn will er alle Menschen in einer Kirche sammeln und alle Völker zusammenbringen. Durch ihn gibt er uns Kraft zum Glauben und Mut, für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Sein Reich erwarten wir in Hoffnung.

3 Manchmal fürchte ich mich, fühle mich preisgegeben dem Schicksal, spüre keine Hand, die mich trägt und führt. Dann sagt mir der Glaube: Fürchte dich nicht, ich, der Herr, dein Gott, bin dein Schöpfer. Ich halte meine Hand über dir und unter dir, ich trage dich durch alles hindurch. Manchmal fürchte ich mich, fühle mich allein in Schuld und Entfremdung. Dann tritt Christus zu mir und sagt mir: Fürchte dich nicht, ich, der Herr, dein Gott, habe für dein Ungenügen genug getan. Deinen Tod habe ich aufgebrochen. Von dir ist Leben. Deinem Unrecht schaffe ich Recht. Deine Blöße wird von mir bedeckt. Dein Sterben verwandle ich in Auferstehen. Manchmal fürchte ich mich und fühle mich einsam inmitten aller Menschen. Dann erfasst mich der Geist, trägt Klarheit in meine Trübungen und sagt zu mir: Schau auf deine Schwestern und Brüder. Ich Gottes Geist bin bei dir. In Menschen, die mit dir denken und leben, die mit dir sorgen und verantworten, die dich stärken in Schwäche und dich entlasten von dem, was dich beschwert. Gegenwärtig bin ich der Geist in der Gemeinschaft der Glaubenden, in der Gemeinschaft der Hoffenden, in der Gemeinschaft der Handelnden, in der Kirche Jesu Christi, ihr vertraue dich an. Text: Peter Klever

4 Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen. Dieser Glaube ist für mich wie eine Brücke zum Leben; in eine sinnvolle Zukunft; zu den Menschen, die mir lieb und teuer sind; zu den Grenzen des Alltags; zu den Ufern der Geborgenheit und Sicherheit. Ich glaube an Jesus Christus seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn. Dieser Glaube ist für mich wie eine Brücke der Liebe: trotz meiner Isolierung; trotz meiner Ängste; trotz meiner Eigenarten; trotz meiner Enttäuschung. Ich glaube an den Heiligen Geist. Dieser Glaube ist für mich wie eine Brücke der Hoffnung: die alles Jammern über-brückt; die alles Zweifeln über-brückt; die alles Hasten über-brückt; die alles Zaudern über-brückt; die alles Anklagen über-brückt; die alles Verachtende über-brückt. Ja, Gott, ich glaube an dich und an deinen Sohn und an den Heiligen Geist. Und ich glaube an das Leben. Und an die Liebe und an die Hoffnung. Text: Peter Boekholt

5 Wir glauben an Gott, den Vater, der die Schöpfung uns anvertraut hat, damit wir von ihr leben. Wir glauben an Jesus Christus, seinen Sohn, der Blinden die Augen öffnete für Gottes gute Gaben, der Taube aufhorchen ließ, Lahmgewordene die ersten Schritte zu neuem Leben zeigte und Aussätzige eine heile Haut schenkte. Nur er kam nicht mit heiler Haut davon, das Kreuz war die Antwort, doch Gott durchkreuzte die Kurzsichtigkeit einiger Menschen: Er schenkte ihm Leben, das weiter sehen lässt als Menschen von sich aus zu sehen vermögen. Wir glauben an den Heiligen Geist, der Unruhe stiftet, damit wir nicht im alten Trott einrosten, der uns wachrütteln will, damit wir mit neuen Augen unser Leben sehen, der uns in seiner Kirche hält, trotz all ihrer Mängel. Das glauben wir, diesen Glauben feiern wir mit einem Mahl von Brot und Wein, in dem Gott in Jesus Christus uns verbindet zu seinen Töchtern und Söhnen, zu seiner Kirche.

6 Ich glaube, dass Gott die Welt in seinen Händen hält und mich nicht fallen lässt; und dass er mich geschaffen hat mit Haut und Haaren, meiner Sehnsucht, meinen Tränen, meinem Glück und meiner Liebe. Ich glaube, dass Jesus mit seinem Kreuz nicht am Ende ist, sondern uns befreit von Angst und Schuld bis zum heutigen Tag; und dass er mit seinem Leben ein Beispiel ist für Güte und Verständnis, und uns liebt immer und überall: damit wir einander Engel sind und keine Teufel werden. Ich glaube, dass Gott aus gleichgültigen Menschen lebendige Mitarbeiter macht; und dass er mit uns gegen die Ungerechtigkeit im Land aufsteht, und gegen das Leid der Welt sein Friedensprogramm setzt.

7 Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tag auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

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