Planspiel E X P L A. Expertensystem zur Planung und Simulation von Unternehmensentscheidungen. Benutzer-Handbuch. Stand 1.

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1 Planspiel E X P L A Expertensystem zur Planung und Simulation von Unternehmensentscheidungen Benutzer-Handbuch Stand 1. Dezember 2006 Entwicklung und Copyright Gerhart-Hauptmannstraße 38, Pfullingen Fax: /

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis: 1. Zielsetzung und Arbeitsweise 1.1 Was ist EXPLA? 1.2 Wie arbeitet EXPLA? 1.3 EXPLA als Lehrwerkzeug/Planspiel 1.4 Struktur eines Markmodells 1.5 Wie arbeitet der Simulator? 1.6 Technische Angaben 2. Bedienung und Module 2.1 Einführung an einem Beispiel 2.2 Beschreibung der Module 2.3 Kurzbeschreibung Standardmodelle 2.4 Entscheidungshilfe für Unternehmen 3. Modellvariablen, Zusammenhänge 3.1 Allgemeine Festlegungen des Weltausschnittes durch Modellchef 3.2 Markt: Rohmaterialien und Teile 3.3 Markt: Maschinen (Arbeitsplätze) 3.4 Markt: Produkte 3.5 Unternehmen: allgemeine Daten 3.6 Unternehmen: Rohmaterialien und Einkaufteile 3.7 Unternehmen: Maschinen (Arbeitsplätze) 3.8 Unternehmen: Fertigprodukte 4. Verschiedene Verfahren 4.1 Arbeitsweise des Simulators 4.2 Durchführung eines Planspiels

3 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite Zielsetzung und Arbeitsweise 1.1 Was ist EXPLA? EXPLA ist eine Programmschale (Shell) zur Nachbildung eines Ausschnittes der realen Welt wie beispielsweise des Marktgeschehens im produzierenden oder Handels-Gewerbe. Die Programmschale (Shell) enthält eine Reihe von Programmteilen, die bei jeder Nachbildung vorkommen, wie beispielsweise die Beschreibung des Weltausschnittes sowie die Präsentation und Erklärung von Resultaten. Ausschnitt der Realen Welt Wissensbasen der Modellierung Fallbeispiele E X P L A Shell Berichtswesen Dialogsystem Simulationssystem Die Programmschale wird durch eine Wissensbasis ergänzt. Diese enthält ein Modell des gewünschten Weltausschnittes. Dieser wird beschrieben durch eine Reihe von Zustandsvariablen und den Zusammenhänge (Wirkpotentiale, Energetik) der Variablen. Diese Zusammenhänge sind teilweise mathematisch exakte Formeln, manchmal Tabellen, in einigen Fällen auch heuristische Regeln (fuzzy-regeln). Beispiele: Variable Marktpreis eines Produktes Variable Marktanteil des Produktes Formel Steuer als Funktion des Gewinns nach Steuergesetzgebung Tabelle Marktvolumen Regel Wirkung der Werbung auf den Marktanteil Im Rahmen der Wissensbasis kann ein Modelldesigner (im folgenden Modellchef genannt) beliebig viele Modelle "bauen", wobei er hier einen sehr großen Spielraum hat, um seine Vorstellung von der Modellierung der Welt zu formulieren. EXPLA enthält bereits eine Reihe vorgefertigter Modelle, die unterschiedliche Anwendungen abdecken. Beispiele: Investitionsmodell: Hier wird nur Kapital vorgegeben. Jeder Unternehmer muss damit zunächst einen Betrieb ausrüsten. Betriebsmodell: Hier werden bereits eingerichtete Betriebe vorgegeben. Brauereimodell: Hier werden operierende Brauereibetriebe vorgegeben usw.

4 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite Wie arbeitet EXPLA? Die Arbeitsweise von EXPLA kann am besten mit folgendem kybernetischen (= steuer/ regelungs-technischen) Modell beschrieben werden: Wissensbasis (x1) Beschreibung des Marktes der Produkte der Unternehmen Unternehmens- der Regelungen Berichtswesen (y) Entscheidungen der Ressourcen Modellzustand (x2) Modellgrafiken Modellreports Simulator y = f(x1,x2,t) Unternehmen Die Wissensbasis(x1) enthält eine Fülle von Variablen und Zusammenhängen, welche das Geschehen im Markt modellieren sollen. In Industrieanwendungen sind es: Produkte, Maschinenarten, Materialarten und Unternehmen. In Handelsanwendungen sind es: Waren, Geschäftsausstattungen, Unternehmen Die Unternehmen fällen Entscheidungen (x2). Sie legen die Produktion, den Produktpreis und die Marketinginstrumente fest. Der Simulator hat die Aufgabe, mit Hilfe der Wissensbasis und auf der Basis von unternehmerischen Vorgaben, die Auswirkungen zu simulieren. Die Arbeitsweise des Simulators kann als Funktion f(x1,x2,t) verstanden werden, welche aus den Vorgabedaten x1 und x2 den neuen Zustand y des Modells im zeitlichen Ablauf (t) errechnet. Das Berichtswesen(y) hat die Aufgabe, diverse betriebswirtschaftliche Reports über den Zustand der Unternehmen zu liefern. Es beschreibt über Erläuterungstexte und Grafiken die Zusammenhänge des Marktmodells. EXPLA verfolgt hier die Absicht, die Modellierung dem Benutzer vollkommen offen zu legen und ihm hier in der Gestaltung des Modells eigene Möglichkeiten zu geben. Beispiele für Reports sind: Bilanz,, G & V, Cash flow, Sozialbilanz, Herkunft, Verwendung der Mittel, Break even - Analyse Du-Pont - Schema, Kapazitätsauslastung usw.

5 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite EXPLA als Lehrwerkzeug/Planspiel EXPLA kann eingesetzt werden: Zur Simulation des statischen und dynamischen Zustands eines Marktes. Zum Selbststudium wirtschaftswissenschaftlicher Begriffe und Zusammenhänge. Als Planspiel, bei dem mehrere Personengruppen die Rolle von Unternehmen einnehmen und im Spiel gegeneinander erlernen sollen, wie komplexe Entscheidungen diskutiert und getroffen werden und wie deren Auswirkungen sind. Lernziele sind: Erlernen von Begriffen, Konzepten, Modellen, Theorien der Betriebswirtschaft. Verständnis gewinnen für das Zusammenwirken der den Markt beschreibenden Größen. Training von Entscheidungsprozessen und Studium deren Auswirkungen. EXPLA als Planspiel EXPLA geht nicht von einem fertigen Marktmodell aus, obwohl für den Einstieg einige typische Modelle (Investitionsmodell, Betriebsmodell, Exportmodell) angeboten werden, sondern überlässt die Modellierung einem Modellchef, wobei dieser mehrere Detaillierungsstufen wählen kann. Das Marktmodell kann von ihm einfach oder komplex definiert werden. Er kann "no name" - Betriebe/Produkte definieren oder reale Betriebe nachbilden. Der Planspielablauf ist folgendermaßen beschreibbar: Schritt 1: Der Modellchef legt das Marktmodell fest (z.b.zahl der Unternehmen und Produkte) Beginn der ersten Spielperiode Schritt 2: Die beteiligten Unternehmen bestimmen ihre Strategien für die Simulationsperiode z.b.: Industriemodell: Maschinen-, Materialkauf Handelsmodell : Waren-, Geschäftsausstattung-Kauf Personaleinstellung, Preis-, Werbungs-Festlegung Schritt 3: EXPLA simuliert den Markt und berechnet die die Unternehmensdaten für das Ende der aktuellen Spielperiode Schritt 4: Die beteiligten Unternehmen werten die Ergebnisse aus und vergleichen das Resultat mit dem in Schritt 2 geplanten Resultat Zur nächsten Spielperiode

6 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite Struktur eines Marktmodells Es existieren folgende Teil-Märkte: Märkte für Rohmaterialien/Zulieferteile Märkte für Produktions-Maschinen Märkte für Personal Märkte für Produkte Die Märkte sind Inlands- oder Auslandsmärkte. Dabei tritt die Währungsproblematik auf. Die Unternehmen beziehen aus dem Rohmaterial-Markt Rohmaterial und aus dem Maschinen- Markt Maschinen und fertigen damit Produkte, die sie auf den Produktmärkten anbieten. Die Struktur der Produkte und der Fertigungsbedarf wird im Modell vorgegeben. Rohmaterial- Maschinen- Produktmärkte märkte märkte Unternehmen 1 Personalwesen Finanzwesen Grundstücke/Gebäude Personalbestand Maschinenbestand Rohmaterialbestand Fertigwarenbestand Bestand an Transporteinheiten Unternehmen U (U Anzahl Unternehmen) Bank Anlagen, Kredite Staat Steuer, Subvention Rohmaterialmärkte Die Rohmaterialien sind durch Variable wie Preise, Lieferbedingungen, Zahlungsmodalitäten gekennzeichnet. Das Modell kann so eingestellt werden, dass die Marktpreise konjunkturell schwanken dass die Unternehmen unterschiedliche Bedingungen bei der Materialbeschaffung haben. Maschinenmärkte Eine Maschine wird beispielsweise durch folgendes beschrieben: Investitions-, Desinvestitions-Kosten, Kapazität, Abschreibungszeit, benötigter Personalbedarf, Lieferzeit, Zahlungsmodalitäten. Produktmärkte Ein Produkt wird unter anderem durch folgende Größen beschrieben: Materialstruktur Kapazitätsbedarfsstruktur Produkt x Produkt x Material 1 Material 2 Material 3 Maschine 1 Maschine 2... Menge: 1 Menge: 2 Menge: 3... Kapazität 1 Kapazität 2...

7 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite 1-5 Marktvolumen und seine Schwankung Dieses gibt an, welche Produktmenge der Markt in einer Periode aufnimmt. Diese Produktmenge kann konstant gewählt werden, aber auch folgenden Einflüssen unterliegen: Lebenszyklus des Produktes Damit lässt sich ein Markt beschreiben, bei dem ein neues Produkt eingeführt wird oder bei dem ein Produkt ausklingt oder ein etabliertes Produkt. Konjunktureinfluss Die Nachfrage kann hier einem Trend, einer periodischen Schwankung oder auch einem Zufallseinfluss unterworfen sein. Sonderbedingungen für einzelne Unternehmen (Heimmarkt, Auslandsmarkt) Elastizitätsbedingung gegenüber den Marktpreisen. Die Unternehmen werden durch eine Vielzahl von Variablen modelliert. Beispiele: Grundstücke und Gebäude (Größe, Kosten, Abschreibungen) Personal (Bestand Verwaltung/Vertrieb, Produktion, Kosten, Einstellungs-, Entlassungskosten und Verzögerungen) Maschinen(Kosten, Abschreibungen, Bestände) Rohmateriallager (Kosten, Wert, Schwund) Fertigprodukte (Preise, Lagerkosten, Deckungsbeitrag) Transportwesen (Kapazitäten, Kosten) Kasse/Bank ( Bestand, Zinsen, Steuern, Anlagen ) Anlagen und Beteiligungen Die Unternehmen fällen Entscheidungen über Ankauf von Grundstücken und Gebäudeausweitung Einstellungen, Entlassungen von Personen Anordnung von Überstunden, Kurzarbeit, Kauf und Verkauf von Maschinen, Aufbau und Abbau von Transportkapazität, Disposition des Rohmaterialbestandes, Festlegung der Produktionsmenge und des Preises, Festlegung der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Marketing, Service, Vertrieb Festlegung von Beträgen über Beschaffung von Information von anderen Unternehmen Geldanlagen und Beteiligungen bei anderen Unternehmen Zahlungsmodalitäten Aufnahme von Krediten Der Staat gibt den Unternehmen folgende Größen vor: Steuersatz Abschreibungsregelungen maximaler Verschuldungsgrad Das Unternehmen scheidet aus dem Markt aus, wenn sein Eigenkapital entsprechend einer im Modell definierbaren Verschuldungsrate aufgebraucht ist. Der Staat führt ein Staatskonto, auf das alle Steuern gebucht werden, vergibt Anleihen oder Subventionen. Die Bank ist mit folgenden Größen beteiligt: Zinsregelungen für Geldanlagen Zinsregelungen für Kredite je nach Verschuldungsgrad

8 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite Wie arbeitet der Simulator? Der Simulator ist ein Inferenz( Schlussfolgerungs)- Algorithmus, der aufgrund der Wissensbasis über den Markt und der vorgegebenen Modelldaten und Unternehmensentscheidungen u.a. errechnet, ob die Produktion möglich ist, beispielsweise: ob die Zahl der Maschinen für die gewünschte Produktion reicht, welche Kosten einem Unternehmen entstehen, welche Marktanteile ein Unternehmen aufgrund seines Produktvolumens, seiner Lagerbestände und Aufwendungen bekommt, und wie das Betriebsergebnis ist. (Bilanz, Gewinn, Verlust, Deckungsbeiträge, Unternehmenskennzahlen) Perioden und Modelldaten Simulator Wissensbasis des Modells Dazu führt der Simulator eine Beschreibung des Marktes und aller Unternehmen pro Periode, um bei einer Simulation einer neuen Periode Effekte wie Abschreibung, Verkauf alter Maschinen, Nachhall, Zahlungseingänge, Zahlungsausfälle berücksichtigen zu können. Der Simulator berücksichtigt bei seinen Entscheidungen alle vergangenen Perioden. Beispielsweise muss er bei der Berechnung der Wirkung der Werbemittel die in den vergangenen Periode eingesetzten Mittel berücksichtigen. Es ist möglich, die Zeit zurückzuschalten und die Zukunft auf der Basis angenommener Entscheidungen zu simulieren.

9 Zielsetzung und Arbeitsweise Seite Technische Angaben zu EXPLA EXPLA läuft auf den Betriebssystemen, auf Anfrage auch unter Linux. Windows95, 98, Windows-NT, 2000, ME EXPLA- lässt folgende Datenmengen zu: Zahl der beteiligten Unternehmen (U= 1-32) Zahl der Rohmaterialien (R= 1-32) Zahl der Maschinenarten (M= 1-32) Zahl der Produkte (Teilmärkte) (P= 1-32) (Die Anzahl ist zusätzlich beschränkt durch den verfügbaren Speicher.) EXPLA beschreibt das Geschehen mit ca. 500 Variablen zur Marktmodellierung ca. 50 Variablen für Unternehmensentscheidungen ca. 250 Variablen für Markteinstellung Wenn mehrere Produkte/Waren oder Maschinen/Geschäftsausstattungen vorhanden sind, kann die Variablenanzahl sich um einiges erhöhen. Die Präsentation des Modells kann in mehreren Detaillierungsstufen eingestellt werden: für Anfänger für Fortgeschrittene für Spezialisten EXPLA zeichnet sich durch hohe Flexibilität in der Modellierung aus. Im Gegensatz zu den meisten sog. Planspielen wird nicht eine bestimmte Situation vorgegeben, sondern die Welt kann nach eigenen Vorstellungen modelliert werden. EXPLA zeichnet sich durch volle Dialogorientierung aus. Es zeichnet sich durch eine hohe Bedienerfreundlichkeit und Funktionalität aus. EXPLA unterstützt den Benutzer durch einen ausgefeilten Informationsdienst, durch viele Grafiken zur Erläuterung der Zusammenhänge, durch ein ausgefeiltes Reportwesen, durch ein reichhaltiges Handbuch. EXPLA ist sehr schnell, der Simulator errechnet aus den Entscheidungsdaten die neue Marktsituation bei gängigen Rechnern im Sekundenbereich. EXPLA existiert in mehreren Ausbaustufen: EXPLA-E = Einstiegsversion Sie ist gedacht für die diejenigen, welche ein Planspiel durchführen möchte, ohne eigene Modelle entwerfen zu wollen. Hier ist kein Modelldesign möglich, nur vorgefertigte Modelle sind nutzbar. Die Funktionalität ist in verschiedenen Leistungen eingeschränkt: Unternehmen können ihre Entscheidungen nur eingeben, nicht Auswirkungen simulieren Reportwesen (nicht alle Reports verfügbar) EXPLA-V = Vollversion Diese Version ist gedacht für denjenigen, der eigene Modelle machen möchte. Die Funktionalität in der Modellverwaltung ist voll verfügbar. Es können eigene Standardmodelle gemacht werden. Unternehmen können simulieren.

10 Bedienung und Module Seite Bedienung und Module 2.1 Einführung an einem Beispiel Im folgenden Ablauf wird die Vollversion benutzt. Nach dem Starten von EXPLA-V unter WINDOWS erscheint der folgende Bildschirm: Sie müssen einen Berechtigungscode wählen. Geben Sie beispielsweise 1 ein und klicken Sie auf <OK> Wie wähle ich ein Modell? Klicken Sie den Menüpunkt "Modelle" an und Sie erhalten folgenden Bildschirm:

11 Bedienung und Module Seite 2-2 Neues Modell Klicken Sie den Menüpunkt "Neues Modell" an. Wenn Sie das Planspiel für eine Planspielgruppe neu einrichten wollen, müssen Sie zunächst ein Verzeichnis angeben, in welches die Unternehmensdaten gespeichert werden sollen. Der Verzeichnisname muss den Windows- Konventionen genügen und muss mit der Kennung prj enden (prj steht für Projekt). Sie können den Vorschlag MODELL00.PRJ durch einen eigenen Namen überschreiben. Das Verzeichnis wird nun von EXPLA erzeugt. In das Verzeichnis muss ein Standardmodell übernommen werden. Sie erhalten bei OK folgenden Schirm: Klicken Sie hier auf Option 1, weil Sie eines der vorhandenen Standardmodelle übernehmen wollen. Bei der Option 2, wird nur der Datenrahmen in der Datenbank bereitgestellt. Das Modell muss dann selbst gemacht werden. Sie erhalten jetzt eine Auswahl:

12 Bedienung und Module Seite 2-3 Die Zahl der angezeigten Standardmodelle kann in Ihrer Version anders sein. Klicken Sie auf ein Standardmodell in der Listbox und betätigen Sie dann OK. Sie können im folgenden Formular noch die Zahl der Unternehmen verändern. Dazu wählen Sie in Neue Unternehmenszahl den gewünschten Wert, der auf die Planspielgruppe angepasst ist. Wenn Sie beispielsweise mit 8 Gruppen spielen, sollte hier 8 stehen. Sie können noch in Währungsfaktor die Werte der Geldeinheiten ändern. Die Zahlen sind aufeinander abgestimmt und bedeuten Euro. Wenn Sie also eine Umrechnung auf Dollar vornehmen wollen, könnten Sie die Umrechnung mit ca. 0,9 machen. Im unteren Gitter Nr/Unternehmen/ Berechtigung sollte für jedes Unternehmen eventuell der vorgeschlagene anonyme Eintrag durch einen sprechenden Namen ersetzt werden. Bestätigen Sie jetzt mit OK und Sie erhalten folgenden Ablaufschirm.

13 Bedienung und Module Seite 2-4 Das Standardmodell ist übertragen worden und die Datenbank modell00.prj kann benutzt werden. Bestätigen Sie diese Meldung mit OK und drücken Sie dann auf die Taste Beenden. Sie stehen nun wieder im Menü und sehen in der unteren Zeile des Schirms, dass das Modell gewählt wurde.

14 Bedienung und Module Seite 2-5 Auswahl eines bereits eingerichteten Modells Ist das Planspiel bereits eingerichtet, genügt es, wenn Sie Ihr oben eingerichtetes Verzeichnis anwählen. Wählen Sie in "Modelle" den Unterpunkt "Wahl Modell". Danach erhalten Sie folgenden Bildschirm: Wenn mehrere Modelle bereits eingerichtet wurden, enthält die Anzeige alle Verzeichnisse. Durch Klick auf ein Verzeichnis und danach auf <OK> wählen Sie das Modell aus.

15 Bedienung und Module Seite Wie gebe ich Entscheidungen ein? Klicken Sie auf den Menüpunkt "Unternehmen". Sie erhalten folgenden Schirm: Im Gitter dieses Schirms sehen Sie die Entscheidungsgrößen. Sie haben eine Kurzbezeichnung (Var), eine Beschreibung und weitere Daten. Unter diesen ist der Modellwert jetzt wichtig. Beispielsweise enthält die Größe N00 die Bestellmenge für Rohmaterial mit dem aktuellen Wert 400'000,00 RE (Rohmaterialeinheiten). Die Zeile Q01 steht für den Preis des Produktes. Er beträgt derzeit 3,7 GE/FP(Geldeinheiten pro Fertigprodukt). Die Angaben in der Spalte Dim sind also die Dimension (RE=Rohmaterialeinheiten, MA=Maschinen, PE=Personal, FP=Fertigprodukte, GE=Geldeinheiten). Wenn in der Spalte nichts eingetragen ist, handelt es sich bei den Werten um Texte oder Anzahlen. Wenn Sie nun einen Wert verändern wollen, dann müssen Sie in der Spalte Modellwert auf die Zeile doppelklicken. Machen Sie das beispielsweise bei N00. Es öffnet sich ein Matrixformular mit folgendem Aussehen: Für jedes Unternehmen und für jeden Rohstoff kann hier ein Wert eingegeben werden. Nachdem Sie das getan haben, können Sie das Formular mit Beenden schließen. Das vorige

16 Bedienung und Module Seite 2-7 Formular wird wieder sichtbar. Beachten Sie jetzt die Spalten u r m p. Sie enthalten Zahlen, welche den aktuell in der Anzeige gewählten Index des Unternehmens, des Rohstoffes, der Maschine(m), des Produktes(p) angeben. Sie können den Index verändern, in dem Sie am Kopf des Formulars die entsprechenden Editierbox einstellen und auf Anzeige klicken. Im mittleren Feld des Formulars sehen Sie die Angabe "Periode". Sie enthält den Wert 0. Dies ist der erste Entscheidungszeitpunkt (Ende Jahr 0). Die ersten Entscheidungen werden immer im Jahr 0 (für Jahr 1), die nächsten Entscheidungen im Jahr 1 (für Jahr 2) usw. eingegeben. Klicken Sie jetzt auf Beenden. Expla stellt Ihnen jetzt folgende Frage. Beantworten Sie diese Frage für alle Unternehmen durch Klick auf Ja. Das System registriert dadurch, dass alle Entscheidungen gültig sind, und dass das Modell von Periode 0 zu Periode 1 fortgeschaltet werden kann. Am Ende kommt die Bestätigung, dass alle Entscheidungen da sind. Sie können jetzt entscheiden, ob sie direkt zur Simulation weitergehen wollen oder die Simulation später machen wollen. Wenn Sie mit Nein antworten, können Sie die Simulation über das Menü Simulation aufrufen. Antworten Sie jetzt mit Klick auf Ja.

17 Bedienung und Module Seite Simulation Das System simuliert jetzt den Markt und schaltet ihn auf Periode 1 fort. Dabei werden alle Modellvariablen, welche aufgrund der Modelleinstellung berührt sind, auf neue Wert gesetzt. Beispielsweise ist dies der Absatz, der Umsatz, der Gewinn, der Lagerbestand, die offenen Rechnungen usw. Die Variablen sind in der Modelldatenbank geändert. Am Ende meldet sich expla mit folgender Nachricht: Bestätigen Sie die Nachricht mit OK. Sie erhalten eine Frage, ob Sie direkt zur Anzeige des Standardreports Bilanz weitergehen wollen. In der Systemeinstellung ist vermerkt, dass die Bilanz der Standardreport ist. Es können jedoch beliebige andere Reports hier gewählt werden. Wenn Sie direkt zur Bilanz wechseln wollen, klicken Sie auf ja, sonst können Sie die Bilanz auch über den Menüpunkt Berichte/Standardreports/Bilanz auswählen. Klicken Sie auf <Nein>. Die Berichte sollen über das Menü gewählt werden.

18 Bedienung und Module Seite Wie wähle ich Berichte aus? Wählen Sie den Menüpunkt "Berichte". EXPLA stellt diverse Reports zur Verfügung. Sie sehen in der ersten Auswahl Standard- Reports und dahinter alle Standardreports, welche im System vorgefertigt sind und mitgeliefert werden. In der zweiten Zeile gibt es die Möglichkeit Benutzerdefinierte Reports. Über eine Skriptsprache kann jeder Benutzer diese Reports selbst erstellen. Wechseln Sie zum Standardreport Bilanz. Sie erhalten nun folgende Liste:

19 Bedienung und Module Seite 2-10 Durch Wahl des Unternehmens und der Periode können Sie die Berichte für alle Unternehmen und alle Periode einfordern. Wählen Sie beispielsweise die Periode 0, dann sehen Sie, dass sich die Bilanz gegenüber der Vorperiode aufgrund der Simulation geändert hat. Mit dem Menüpunkt Reportwahl oder den Pfeilen -> <- können Sie der Reihe nach die anderen Berichte anfordern. Mit Drucken auf Drucker ausgeben. Wählen Sie dazu im Formular Einstellungen Ausgabe die entsprechenden Einstellungen.

20 Bedienung und Module Seite Wie gebe ich Entscheidungen für die nächste Periode ein? Schritt wiederholen! Wie kann ich eine Periode zurückschalten / fortschalten? Im Menüpunkt "Simulation" kann mit "Test Entscheidung/Fortschalten" zur nächsten Periode fortgeschaltet werden. Dabei wird überprüft, ob alle Entscheidungen eingegeben worden sind. Mit "Ohne Test Fortschalten" entfällt diese Überprüfung. Mit "Rückschalten Modell" wird zu einer beliebigen Periode zurückgeschaltet. Dabei gehen die Entscheidungseingaben verloren, es sei denn, sie werden exportiert (s.u.) und später eingespielt: "Entscheidungen einspielen". Wählen Sie Rückschalten Modell. Sie werden aufgefordert, die gewünschte Zielperiode einzugeben. Der Vorschlag ist 0, weil es ja nur eine Periode gibt. Achten Sie bitte darauf, dass die beiden unteren Checkboxen Mit Export.. und Ablaufanzeige nicht angekreuzt sind. Klicken Sie auf OK. Das Modell ist jetzt auf Periode 0 zurückgeschaltet. Sie sehen das in der Fußzeile des Hauptformulars. Dort steht jetzt wieder Periode 0.

21 Bedienung und Module Seite Wie stelle ich Ergebnisse mehrere Variablen zusammen? Die Berichte sind Verdichtungen der einzelnen Modellvariablen, die bei der Simulation berührt werden. Wenn man sich für die einzelnen Werte interessiert, besteht die Möglichkeit, mit der Berichtssprache eigenen Reports zu machen. Im Menüpunkt "Ergebnis" gibt es allerdings Programme, mit denen man auf recht allgemeine Art eine Auswahl treffen kann. Zum Studium dieser Auswahl sollten Sie zunächst mehrere Perioden simulieren. Dies geschieht so, dass Sie den Menüpunkt Simulation/Ohne Test fortschalten anwählen. Stellen Sie nun in diesem Formular das Feld Fortschalten bis Periode z.b. auf den Wert 6. Das System simuliert dann von der aktuellen bis zur 6. Periode, ohne, dass neue Entscheidungen eingegeben werden. Dies führt natürlich mit Sicherheit zum Ruin der Firmen. Das System simuliert nun Periode für Periode und speichert die Ergebnisse in der Modelldatenbank, so dass sie angezeigt werden können. Wählen Sie jetzt folgenden Menüpunkt. Sie erhalten dann wieder das übliche Anzeigeformular der Modellvariablen. Wir wollen nun die Einstellung der Modellvariablen Q01=Preis pro Fertigprodukt anzeigen lassen. Dazu wählen Sie aus dem Menü Suchen/über Nummer.

22 Bedienung und Module Seite 2-13 Geben Sie in der Eingabe den Wert Q01 ein oder auch den zugehörigen Langtext Preis pro Fertigprodukt (klein/groß spielt keine Rolle). Das System verzweigt in der Tabelle auf diese Zeile. Klicken Sie dann auf die Taste Abbruch. Das System zeigt die gewählte Zeile. Sie können auf die Spalte Modellwerte klicken und sehen, dass die Preise der Unternehmen unterschiedlich sind.

23 Bedienung und Module Seite 2-14 Nun können Sie den Menüpunkt Histo wählen. Sie erhalten das zugehörige Histogramm, in welchem alle Preise aufgeführt sind.: Da die Preise unterschiedlich sind, muss nun auch der Unternehmenszustand unterschiedlich sein. Diesen Zustand können Sie z.b. an der Variablen Gewinn/Verlust ablesen. Suchen Sie dazu diese Variable mit dem Suchmenü und zeigen Sie diese wie oben an.

24 Bedienung und Module Seite 2-15 Wählen Sie nun die weitere Möglichkeit, die berechneten Werte auf der Periodenskala anzuzeigen. Dies geschieht über folgendes Menü Es meldet sich ein Formular, welches oben 6 Eingabefelder bietet. In diese Felder können Sie die gewünschten Variablen eintragen und daneben den entsprechenden Index angeben. Statt die Variablen von Hand einzutragen, können Sie auch im unteren Gitter blättern und die Variable übernehmen. Dies geschieht so, dass man zuerst mit der Maus auf das gewünschte Eingabefeld klickt und dann mit Doppelklick im Gitter die eingestellte Zeile übernimmt. Wie vorher, können Sie auch über Nummer oder Matchcode eine Variable zunächst suchen. In diesem Formular wurde nun die Variable G27=gewinn/Verlust nach Steuern ausgesucht, um sie für die Unternehmen 1,2,3,4 gegenüber zu stellen. Die Gegenüberstellung geschieht über den Menüpunkt Übersichten

25 Bedienung und Module Seite 2-16 oder über Grafik. Man sieht hier die Entwicklung in Perioden. Übrigens besteht auch die Möglichkeit, diese Daten auf Datei auszugeben, um sie beispielsweise in EXCEL zu übertragen.

26 Bedienung und Module Seite 2-17 Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, in den Berichten die Entwicklung der Daten anzuzeigen. Beispielsweise können Sie im Menüpunkt Berichte/Standard-Reports/Bilanz den Menüpunkt Grafik aufrufen und sie erhalten die Entwicklung der Bilanzsumme: Wie verlasse ich EXPLA? Das Kreuzfeld oben rechts anklicken. Danach meldet sich wieder die Berechtigungsabfrage. Hier klicken Sie auf Ende.. Der letzte Stand des Modells bis zu den simulierten Perioden bleibt in der Modelldatenbank erhalten und kann beim nächsten Start wieder mit Wahl Modell aufgerufen werden.

27 Beschreibung der Module Seite Beschreibung der Module In diesem Kapitel wird die Aufgabe der einzelnen Module für die Vollversion EXPLA-V im Detail beschrieben. In den EXPLA-Versionen EXPLA-D=Demo, EXPLA-E=Einstieg können einzelne dieser Module fehlen Modulgruppe Modelle Diese Modulgruppe dient der Verwaltung und Auswahl von Modelldatenbanken. Kritische Programmteile sind dem Modellchef vorbehalten. Die Einzel-Module sind: Neues Modell In dieser Betriebsart wird eine Modelldatenbank erzeugt. Sie dient dazu, um alle Daten aufzunehmen, welche zur Durchführung eines Planspiels nötig sind. Wahl Modell In dieser Betriebsart wird eine vorhandene Modelldatenbank ausgewählt, welche die Marktmodell- und Unternehmensdaten enthält. Verzeichnis Modelle In dieser Betriebsart kann ein Verzeichnis der Modelldatenbanken ausgegeben werden. Löschen Modell In dieser Betriebsart kann eine Modelldatenbank gelöscht werden. Mehrere Modelle löschen In dieser Betriebsart kann eine ganze Gruppe von Modelldatenbanken gelöscht werden. Verzeichnis Standardmodelle Sie finden hier eine Reihe von Modellen, die als Grundlage übernommen werden können. Beispiele: fh_einstiegsmodell.std = Einstiegsmodell Dieses Modell enthält 16 Unternehmen, 1 Produkt, 1 Maschine und 1 Rohmaterial. Das Modell ist so aufgebaut, dass alle Werte leicht im Kopf nachvollziebar sind. fh_betriebsmodell.std = Ausgangssituation eines Betriebsmodells In diesem Modell ist bereits eine bestimmte Ausgangssituation vorgegeben. fh_brauerei.std = Brauereimodell In diesem Modell wird ein Getränkemarkt vorgegeben. Standardmodelle löschen Sie können hier Standardmodelle löschen, wenn Sie diese nicht benötigen. Umwandeln in Standardmodell Diese Funktion erlaubt es Ihnen, ein selbst erstelltes Modell in die Gruppe der Standardmodelle aufzunehmen. Entladen/Laden Datenbank Mit diesem Dienstprogramm können Sie die aktuelle Datenbank auf eine ASCII- Hilfsdatei entladen und wieder laden. Dadurch entstehen folgende Möglichkeiten: Übernahme in eine Modelldatenbank anderer Größe: Sie haben eine Modelldatenbank mit einem bestimmten Mengengerüst erstellt und wollen das Mengengerüst ändern. Dazu wird

28 Beschreibung der Module Seite 2-19 die Modelldatenbank mit diesem Programm auf eine ASCII-Datei (im Zeichenformat) exportiert und nach Veränderung der Modellgrenzen wieder importiert. Übernahme von Modelldatenbanken in neue Programmversionen Sie können bei Veränderung der Modellvariablen infolge einer neuen Programmversion die bisher erstellten Modelle beibehalten. Dazu müssen Sie mit der alten Programmversion die Modelle exportieren und nach Installieren der neuen Version die Modelle importieren. Übergabe/Übernahme Datenbank In erster Linie dient diese Funktion dazu, bei Durchführung eines Planspiels die Datenbank an die Teilnehmer zu übertragen. In dieser Betriebsart können Sie den Stand eines Marktmodells auf eine Sicherungsdatenbank übertragen, um später von diesem Ausgangszustand aus weiterzuarbeiten. Weiter können Sie auch eine Modelldatenbank in eine vorhandene kopieren Modulgruppe Design (nur Vollversion) In diesem Modul hat der Modellchef die Möglichkeit, das Marktmodell zu beschreiben. Er kann im Rahmen des Weltausschnittes die Modellvariablen setzen, andere verdecken und die Wirkungen anzeigen lassen. Bearbeiten In diesem Programm können Sie als Modellchef das Marktmodell nach Ihren Vorstellungen einstellen. Beispielsweise werden die Zahl der Unternehmen, Produkte, Maschinen festgelegt. In späteren Simulationsperioden können die meisten Parameter situationsbedingt modifiziert werden. Das Programm erlaubt die Eingabe statistischer Einflüsse, die im Simulationsablauf insofern berücksichtigt werden, als bestimmte Marktgrößen (z.b. Marktvolumen eines Produktes) automatisch in jeder Periode verändert werden. Übersichten Mit diesem Programm können Sie die Daten des Modells als Tabelle am Bildschirm oder am Drucker sichten. In der Druckliste haben Sie beispielsweise auch die Möglichkeit, Erfassungsfelder für die Definition verschiedener Marktmodelle vorzugeben. Export für Fremdsysteme Mit diesem Programm können Sie die Daten des Modells auf eine Textdatei exportieren. Die Datei hat ein bestimmtes Format, so dass sie in ein Fremdsystem importiert werden kann, um beispielsweise weitere Auswertungen vornehmen zu können oder die Daten mit einem Standardgrafik-Paket anzeigen zu können. Änderung der u,r,m,p-grenzen In diesem Modul können Sie die Grenzen einer Modelldatenbank nachträglich verändern. Dies ist zum Beispiel nötig, wenn die Zahl der Unternehmen nachträglich verändert werden soll. Ändern Menge, Gruppe In diesem Programm kann die Festlegung der Mengen für die einzelnen Modellvariablen und der Gruppen vorgenommen werden. Die Einstellung wird auf Platte in einer gesonderten Datei explamen.txt gespeichert. Mengen steuern die Sichtbarkeit der Variablen Gruppen steuern die Zusammenfassung von Variablen bei der Ausgabe von Übersichten am Bildschirm oder Drucker.

Inhalt. 1. Idee der Modellierung. 2. Modellierung in EXPLA. 3. Einführung in die Bedienung. 4. Durchführung eines Übungsbetriebes. 5.

Inhalt. 1. Idee der Modellierung. 2. Modellierung in EXPLA. 3. Einführung in die Bedienung. 4. Durchführung eines Übungsbetriebes. 5. Lehrerfortbildung 25.8.2007 Seite 1 Inhalt 1. Idee der Modellierung 2. Modellierung in EXPLA 3. Einführung in die Bedienung 4. Durchführung eines Übungsbetriebes 5. Arbeitsblätter 6. Simulator, Marktzusammenhänge

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