Zukunftsforschung in der Logistik

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1 Zukunftsforschung in der Logistik Zukunftsforschung in der Logistik Ingrid Göpfert Wie keine andere Disziplin stand die Zukunftsforschung von ihren Anfängen bis in die Gegenwart hinein unter Akzeptanzdruck. Die Kritiker aus der Wissenschaft dichteten der Zukunftsforschung eine Art von Weissagung an und stellten ihre Wissenschaftlichkeit grundsätzlich in Frage. Skepsis meldeten zum Teil auch Vertreter aus der Unternehmenspraxis an, mit dem Argument, dass die rasanten Veränderungen im ökonomischen, technischen, gesellschaftlichen, sozialen und politisch-rechtlichen Umfeld die Ergebnisse der Zukunftsforschung vermutlich schnell obsolet oder unbrauchbar machen. Aktuell steht die Zukunftsforschung mitten in der Phase ihres verdienten wissenschaftlichen Durchbruchs mit hoher Praxisresonanz. Warum gerade in dieser Zeit? Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, Erderwärmung, verheerende Naturkatastrophen, Verknappung von Trinkwasser, die Krise im Euro-Raum und anderes mehr rücken die entscheidenden Fragen nach der langfristigen Zukunft unter allen gesellschaftlichen Akteuren in den Mittelpunkt des Interesses. Damit verändern und entwickeln sich auch die Einstellungen gegenüber der Zukunftsforschung weiter und die Akzeptanz steigt. Der vorliegende Aufsatz soll einen Beitrag für den sukzessiven, spürbaren Durchbruch der Wissenschaftsdisziplin Zukunftsforschung leisten. Hierzu werden zu Beginn die wichtigsten Eigenschaften der Zukunftsforschung auf den Punkt gebracht. Auf dieser Basis kann anschließend deren Anwendung in der Logistik diskutiert werden. Anhand einer Auswertung von über 50 Zukunftsforschungsstudien wird auch der bisherige Entwicklungsverlauf in der Logistik erkennbar. Als Anstoß für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Forschungsfelds Zukunftsforschung in der Logistik dient das Modell für das Generieren von Zukunftsbildern der Logistik. Dieses Modell unterstützt auch das Produzieren zukunftsfähiger Supply-Chain-Management-Konzepte. Wie es mit der Zukunftsfähigkeit der in der Praxis bereits angewandten Logistik- beziehungsweise 1

2 FOCUS-Jahrbuch 2012 Supply-Chain-Management-Konzepte (Just-In-Time, Global Sourcing, Efficient Consumer Response etc.) bestellt ist, das beantworten die Ergebnisse einer jüngsten empirischen Studie, die diesen Beitrag abrunden. 1 Zukunftsforschung als Wissenschaftsdisziplin Die Zukunftsforschung (synonym: futures research, futures studies) bildet eine relativ junge wissenschaftliche Disziplin. Erste Anfänge der Beschäftigung mit Fragen einer Zukunftsforschung gehen auf die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts in den USA zurück (vgl. Kreibich (1995)). Dort führte Flechtheim 1943 den Begriff Futurologie ein, womit er den entscheidenden Anstoß für die Herausbildung einer eigenständigen erfahrungswissenschaftlich basierten Zukunftsforschung gab (Kreibich (1995), Sp. 2817, vgl. Müller-Stewens (1988), Steinmüller (1995), S. 24). Zukunftsforschung ist eine anwendungsorientierte Wissenschaft. Angesichts der hohen und zunehmenden Dynamik der Umwelt steigt der Handlungsbedarf der Unternehmen zu einer aktiven Zukunftsgestaltung. Das Unternehmen, welches frühzeitig alternative Zukunftskonstellationen durchspielt und rechtzeitig Einfluss auf die Entwicklung des Umfeldes und auf die Entwicklung der Unternehmensinnenwelt nimmt, verfügt über den entscheidenden Zeitvorteil im weltweiten Wettbewerb. 1.1 Gegenstand, Ziele und Aufgaben Fünf Wesensmerkmale prägen den Gegenstand der Zukunftsforschung: Zukunftsforschung ist keine Zukunftsprophetie Auszugehen ist zunächst von der generellen Tatsache, dass man die Zukunft nicht vorhersehen und damit auch nicht vorhersagen kann (erstes Merkmal der Zukunftsforschung). Diese Einschätzung bildet den primären Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit der Zukunftsforschung bei allen ihren Vertretern (vgl. unter anderem Müller-Stewens (1988), Sp. 2919, Schimanski (1976), S. 7, siehe auch Hinterhuber (1996), S ). Wenn also die Zukunft nicht vorhersagbar ist, inwiefern macht es dann dennoch Sinn, eine Zukunftsforschung zu betreiben? Müller-Stewens antwortet darauf: 2

3 Zukunftsforschung in der Logistik Die Zukunftsforschung hat also weniger die Aufgabe vorherzusagen, was sein wird, als was sein könnte (Müller-Stewens (1988), Sp. 2919, siehe auch Wagenführ (1970), S. 127ff., (1985), S. 578). Anliegen einer Zukunftsforschung kann es deshalb nicht sein, nur ein oder das (einzige) Zukunftsbild über die Logistik oder ein anderes Betrachtungsobjekt zu zeichnen, sondern es sind mehrere, denkbare, mögliche Zukunftsbilder zu entwickeln. Die Zukunftsforschung ist von der Zukunftsprophetie konsequent zu unterscheiden. Der Veränderungsprozess von der Gegenwart in die Zukunft steht im Vordergrund Im Mittelpunkt der Zukunftsforschung steht die zukünftige Veränderung des jeweiligen Untersuchungsobjekts. Das heißt, der Veränderungsprozess wird mit dem Ziel untersucht, diesen transparent zu machen, um so nachvollziehbare Zukunftsbilder entstehen zu lassen, als Basis für eine anschließende aktive Zukunftsgestaltung durch das Unternehmen beziehungsweise das Handlungssubjekt. Es handelt sich hierbei um ein weiteres wichtiges (zweites) Merkmal des Gegenstands der Zukunftsforschung, das in einem engen Zusammenhang mit dem Merkmal beziehungsweise der Eigenschaft steht, keine Zukunftsvorhersagen als solche treffen zu wollen/können. Steinmüller ist deshalb voll zuzustimmen, wenn er schreibt: Der Gegenstand der Zukunftsforschung ist nicht die Zukunft (auch nicht eine Vielheit von Zukünften ), sondern der Aspekt der Veränderung am jeweiligen Untersuchungsgegenstand (Steinmüller (1995), S. 22). Zukunftsforschung ist ein Vorausdenken in Alternativen Aus den ersten beiden Grundmerkmalen der Zukunftsforschung 1) Zukunft ist nicht vorhersagbar und 2) der Fokus liegt auf dem Veränderungsprozess leitet sich als weiteres und damit drittes Merkmal ab, dass die Zukunftsforschung durch ein Denken in Alternativen charakterisiert wird. Im Blickfeld stehen nicht die Zukunft, sondern mehrere, alternative Zukünfte des Untersuchungsobjektes, welche das Ergebnis der jeweils unterstellten Entwicklungen im Umfeld bilden (vgl. Bruckmann (1977), S. 18, de Jouvenel (1967), Wagenführ (1985), S. 571 f.). Die alternativen Zukünfte repräsentieren die möglichen, wahrscheinlichen und vorzuziehenden Zukünfte (Müller-Stewens (1988), Sp. 2920, siehe auch Kreibich (1995)). In der Regel wird sich jedes Handlungssubjekt, wie zum Beispiel das Unternehmen auf die Gestaltung der mit hoher Wahrscheinlichkeit vermut- 3

4 FOCUS-Jahrbuch 2012 lich eintretenden und vorzuziehenden Zukunft konzentrieren, ohne den Blick auf mögliche andere Entwicklungsverläufe zu verlieren. Zukunftsforschung erstreckt sich auf universale Anwendungsobjekte Ihrem Wesen nach erstreckt sich die Zukunftsforschung grundsätzlich auf alle Erscheinungsformen und Inhalte der realen Welt. Anwendungsobjekte sind zum Beispiel die Medizin ebenso wie die Ökonomie, Technik oder Soziologie und vieles andere mehr. In Abhängigkeit von dem konkreten Forschungsinteresse wird das Anwendungsobjekt abgegrenzt. Diese Tatsache des universalen Anwendungsobjekts, die wir als viertes Merkmal der Zukunftsforschung festhalten können, hat ernsthafte Konsequenzen für die Abgrenzung des Gegenstandes als Wissenschaftsdisziplin: Alles, was in den zahlreichen Wissenschaften sich mit Zukunft beschäftigt, würde in die Universalwissenschaft Futurologie (synonym: Zukunftsforschung I. G.) gehören (Wagenführ (1985), S. 571). Jedes Anwendungsobjekt beziehungsweise jede Wissenschaft nimmt aber zu Recht für sich in Anspruch, prognostische Aussagen beziehungsweise Zukunftsaussagen auf Basis der ihnen inhärenten Gesetze treffen zu wollen beziehungsweise zu können. Insofern zeigt sich bei einer so weiten Definition des Gegenstandes der Zukunftsforschung das Problem der Abgrenzung zu den anderen Wissenschaftsdisziplinen. Die Lösung gibt Wagenführ, indem er von dem Anspruch einer Universalwissenschaft abgeht und stattdessen die Zukunftsforschung als eine Methodenwissenschaft definiert. Futurologie ist daher eine noch im Werden begriffene Wissenschaft, wie Statistik,..., Futurologie ist der zusammenfassende Ausdruck für bestimmte Betrachtungsweisen, Methoden oder Verfahren, wie die Statistik. Beide Methodenwissenschaften können auf die verschiedensten Gegenstände oder Objekte angewendet werden (Wagenführ (1985), S. 571). Der Vergleich mit der Statistik fördert die Akzeptanz dieser Interpretation der Zukunftsforschung als eine Methodenwissenschaft. Das Zusammenspiel zwischen Zukunftsforschung und den anderen Wissenschaftsdisziplinen äußert sich darin, dass die methodischen Grundlagen für das Generieren von Zukunftsbildern durch die Zukunftsforschung erarbeitet und bereitgestellt werden und die inhaltliche Anwendung dieser Methoden dann vor allem von Seiten der jeweiligen Disziplin wahrgenommen wird. 4

5 Zukunftsforschung in der Logistik Dabei nimmt das Zusammenspiel den Charakter einer wechselseitigen Beziehung an, indem von der Methodenanwendung Rückschlüsse auf die Methodenentwicklung gezogen werden und andererseits die Qualität der Methoden die Qualität der inhaltlichen Zukunftsaussagen zum Beispiel über die Logistik beeinflusst. Zukunftsforschung trägt interdisziplinären Charakter Eng geknüpft an das Merkmal des universalen Anwendungsobjekts leitet sich schließlich fünftens die Eigenschaft der Zukunftsforschung als interdisziplinäre Wissenschaftsdisziplin ab. Dabei resultiert die Interdisziplinarität nicht allein aus dem disziplinenübergreifenden Anwendungsbereich der Zukunftsforschung, sondern insbesondere aus der notwendigen Berücksichtigung der Entwicklungseinflüsse zwischen den Wissenschaftsdisziplinen. Im Rahmen der Anwendung der Zukunftsforschung auf einen ausgewählten Bereich ist es die Aufgabe der Zukunftsforschung, die zahlreichen und vielfältigen Korrelationen zwischen dem Untersuchungsobjekt und anderen Disziplinen zu berücksichtigen. Bezogen auf die Logistik betrifft das zum Beispiel die Wechselbeziehung zu den Technik-, Rechts- als auch Politikwissenschaften. Definition der Zukunftsforschung Den Gegenstand der Zukunftsforschung bildet die Entwicklung, die produktive Anwendung und die Kontrolle von Methoden für eine systematische Untersuchung der langfristigen Veränderung und Neubildung unterschiedlichster Realitätsausschnitte, in deren Ergebnis alternative und vorzuziehende Zukunftsbilder als Voraussetzung für eine aktive Zukunftsgestaltung entstehen. Damit repräsentiert die Zukunftsforschung eine interdisziplinäre Methodenwissenschaft. Sie liefert das methodische Know-how beziehungsweise die methodische Basis für Zukunftsbetrachtungen in den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen. Darüber hinaus übernimmt die Zukunftsforschung das Management für zukunftsorientierte Untersuchungen. Letzteres gibt ihr als Methodenwissenschaft eine ganz besondere qualitative Prägung und ordnet sie ein in die Gruppe der management sciences. Ziele der Zukunftsforschung Das Hauptziel der Zukunftsforschung bezieht sich auf deren Beitrag zur Erhöhung der Effektivität und Effizienz bei der Durchführung und Umsetzung zukunftsorientierter Studien in den Wissenschaftsdisziplinen und in der Praxis, 5

6 FOCUS-Jahrbuch 2012 den es zu maximieren gilt. Aus dem Hauptziel heraus leiten sich nachfolgende wichtige Einzelziele weiter ab, an deren Erfüllungsmaß die Qualität der Zukunftsforschung konkret zu messen ist: Erreichen eines optimalen Verhältnisses von Qualität (Aussagequalität), Zeitbedarf und Kosten der Zukunftsstudien, Problemadäquanz des Managements von Zukunftsstudien einschließlich der Zukunftsforschungsmethoden; das heißt mit anderen Worten, dass das Management und die Methoden auf das jeweilige konkrete Untersuchungsobjekt passen müssen, umfassende Umsetzung der Ergebnisse aus Zukunftsstudien in Strategien der Handlungssubjekte (bezogen auf das Unternehmen also in Unternehmensstrategien), hoher Anteil einer aktiven und innovativen Gestaltung der wünschenswerten und vorzuziehenden Zukünfte. Aus der Definition des Gegenstands und der Ziele ergeben sich die Aufgaben der Zukunftsforschung. Aufgaben der Zukunftsforschung Zu den Aufgaben gehören vor allem (vgl. hierzu auch die Auflistung zentraler Aufgaben der Zukunftsforschung bei Müller-Stewens (1988), Sp f.): das Prozessmanagement zur Durchführung und Umsetzung von Zukunftsstudien/-projekten. Es beinhaltet hauptsächlich die Projektplanung (inhaltlicher und zeitlicher Ablauf unter anderem untergliedert in Projektschritte), die Organisation des arbeitsteiligen Prozesses (wer macht was) und die Projektkontrolle. die Neu- und Weiterentwicklung von Zukunftsforschungsmethoden. Während in den Anfängen der Zukunftsforschung quantitative Methoden dominierten, vollzieht sich gegenwärtig ein Wandel zu Gunsten qualitativer Methoden. die Schulung sowie das Training der Anwendung von Zukunftsforschungsmethoden. Das schließt die Vermittlung und Diskussion der Einsatzcharakteristika (Anwendungsvoraussetzungen und -grenzen) jeder einzelnen Methode ein. die Unterstützung bei Entwurf und Interpretation alternativer Zukunftsbilder. Bezogen auf die Logistik heißt das, dass die Vertreter der Wissenschaftsdisziplin Zukunftsforschung die Logistiker unterstützen. Inso- 6

7 Zukunftsforschung in der Logistik fern sind die Bilder über die möglichen und vorzuziehenden Zukünfte das Ergebnis eines interdisziplinären Prozesses. die beratende Begleitung bei der Einführung der Ergebnisse von Zukunftsstudien beziehungsweise der Umsetzung der vorzuziehenden Zukunftsbilder. die Auswertung der Ergebnisse und Erfahrungen bei der praktischen Methodenanwendung. Die Informationen finden Eingang in die Neu- und Weiterentwicklung der Zukunftsforschungsmethoden. Die Abbildung 1 fasst Wesensmerkmale, Ziele und Aufgaben der Zukunftsfor- Göpfert_abb_01 schung zusammen. Wesensmerkmale, Ziele und Aufgaben der Zukunftsforschung Wesensmerkmale der Zukunftsforschung keine Zukunftsprophetie Fokussierung auf den Veränderungsprozess Denken in Alternativen universaler Anwendungsbereich Interdisziplinarität Ziele der Zukunftsforschung Hauptziel Erhöhung von Effektivität und Effizienz zukunftsorientierter Studien in den Wissenschaftsdisziplinen Einzelziele Optimales Verhältnis von Qualität, Zeitbedarf und Kosten der Zukunftsstudien Problemadäquanz des Managements von Zukunftsstudien umfassende praktische Umsetzung des Zukunftswissens hoher Anteil aktiver/innovativer Zukunftsgestaltung Aufgaben der Zukunftsforschung Management der Zukunftsforschungsprojekte Neu- und Weiterentwicklung von Zukunftsforschungsmethoden Schulung und Methodentraining Unterstützung bei Entwurf und Interpretation alternativer Zukunftsbilder Beratende Begleitung bei der Umsetzung vorzuziehender Zukünfte Auswertung der Ergebnisse/Erfahrungen bei der Methodenanwendung Abbildung 1 7

8 FOCUS-Jahrbuch Zukunftsforschungsmethoden Unter der Kategorie Zukunftsforschungsmethoden werden alle Methoden zusammengefasst, die den Prozess einer langfristigen wissenschaftlichen Vorausschau maßgeblich unterstützen. In der Literatur trifft man auf unterschiedlichste Gliederungsversuche (zu Gliederungssystematiken siehe Bruckmann (1977), Gehmacher (1971), S. 22, Tietz (1975), Steinmüller (1995), Wagenführ (1970), (1985), S. 574). Aus den Vorschlägen aufzugreifen ist die zunächst grobe Unterscheidung nach quantitativen und qualitativen Methoden (siehe Abbildung 2). Bei den quantitativen Methoden handelt es sich um mathematisch-statistische Verfahren. Dagegen beruht die Problemlösung bei qualitativen Methoden auf einem intuitiven und/ oder diskursiven Vorgehen. Das intuitive Vorgehen beinhaltet das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts oder eines komplizierten Vorgangs (Duden, Das Fremdwörterbuch, (1990), S. 362, vgl. Ackoff/Emery (1975), S ). Den Gegensatz dazu bildet das diskursive Vorgehen basierend auf Theorien oder Erklärungsmodellen. Es geht von einer Vorstellung zur anderen mit logischer Notwendigkeit fortschreitend (Duden, Das Fremdwörterbuch, (1990), S. 191). In der Problemlösungs- Göpfert_abb_02 praxis ergänzen sich beide Vorgehensweisen. Systematik der Zukunftsforschungsmethoden Zukunftsforschungsmethoden Quantitative Methoden Qualitative Methoden Abbildung 2 Intuitive Methoden Diskursive Methoden Die bis in die 1970er Jahre dominierenden quantitativen, auf Vergangenheitsdaten basierenden Zukunftsforschungsmethoden wie die Zeitreihenverfahren stießen immer stärker auf ihre Grenzen infolge der zunehmenden Komplexität, das heißt der wachsenden Kompliziertheit und Dynamik der Anwendungsbereiche dieser Forschung. Zu den quantitativen Methoden gehören: Zeitreihen- und Regressionsansätze (Trendextrapolation) sowie ökonometrische Modelle. 1 Ackoff/Emery definieren Intuition als das ohne Rückgriff auf Herleitung oder Schlussfolgerung erhaltene Wissen (Ackoff/Emery (1975), S. 115). 8

9 Zukunftsforschung in der Logistik Qualitativ-intuitive Verfahren sind die Delphi-Technik und die intuitive Konfrontation. Aus der Gruppe der qualitativ-diskursiven Methoden bildet die Szenariotechnik die wohl am häufigsten angewandte Methode, weiterhin zählen die historische Analogie, die Technologiefolgenabschätzung, das Zukunftsseminar sowie die Zukunftswerkstatt dazu. 2 Die verschiedenartigen Methoden unterstützen zumeist ausgewählte, spezifische Phasen des Zukunftsforschungsprozesses. Abbildung 3 unterstreicht, dass als einzige die Szenariotechnik als eine Komplexmethode nahezu alle Phasen des Gesamtprozesses durchdringt. Weiterhin verdeutlicht die Abbildung 3, dass im Rahmen von Zukunftsforschungsprozessen in der Regel auf mehrere Methoden zurückzugreifen Göpfert_abb_03 ist (Methodenpluralismus) 3. Methodenunterstützung des Zukunftsforschungsprozesses Zukunftsforschungsprozess Erklärungsmodell formulieren Zukunfts - projektion Synthese Zukunftsbilder Ergebnisse umsetzen Zeitreihen- und Regressionsansätze Ökonometrische Modelle Delphi-Technik Brainstorming Normative Verfahren Szenario-Technik Morphologische Verfahren Historische Analogie Technologiefolgenabschätzung Zukunftsseminar Abbildung 3 2 Zu einer ausführlichen inhaltlichen Vorstellung dieser Instrumente siehe Göpfert (2012), S So auch die Einschätzung von Wagenführ: Nur eine Mehrzahl von Verfahren, also ein Methodenpluralismus führt uns in der futurologischen Theorie und Praxis weiter (Wagenführ (1970), S. 35). Zur Kombination von Delphi- und Szenariotechnik in der Logistik siehe von der Gracht (2008). 9

10 FOCUS-Jahrbuch Anwendung der Zukunftsforschung für die Logistikpraxis Die Anfänge einer systematischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Anwendung der Wissenschaftsdisziplin Zukunftsforschung in der Logistik gehen auf die 1990er Jahre zurück und stehen im Zusammenhang mit der Profilierung des 1992 an der Philipps-Universität Marburg neu eingerichteten Logistik-Lehrstuhls (siehe Göpfert (1997, 1999a, 1999b, 1999c, 1999d), Jung (1999)). Damit war der Anstoß gegeben für eine konsequente Orientierung der Forschungsaktivitäten in diesem jungen attraktiven Forschungsfeld. Wertvolle Impulse brachte die Entwicklung der damals ebenfalls noch jungen Disziplin Logistik einschließlich des Supply-Chain-Managements in diese Forschung ein. Dieses fruchtbare Wechselspiel zwischen den Disziplinen wird auch perspektivisch die Zukunftsforschung in der Logistik beflügeln. 2.1 Logistik und Supply-Chain-Management als Anwendungsobjekt Die Wissenschaftsdisziplin Logistik gliedert sich in die Makrologistik (volkswirtschaftliche beziehungsweise gesamtwirtschaftliche Perspektive) und in die Mikrologistik (betriebswirtschaftliche beziehungsweise einzelwirtschaftliche Perspektive). Beide Perspektiven sind eng miteinander verknüpft. So hängen zum Beispiel die jeweiligen Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistiksysteme der Unternehmen und Netzwerke von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Verkehrsinfrastruktur usw.) ab; umgekehrt geben die betriebswirtschaftlichen Logistikerfordernisse die Richtung für die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen vor. Das heutige Verständnis der betriebswirtschaftliche Logistik Was ist Logistik? bildet das Ergebnis eines imposanten Entwicklungsprozesses über mehrere Phasen (siehe Abbildung 4). Wurden in den Anfängen unter Logistik ausschließlich die Prozesse des räumlichen Transfers sowie der Überbrückung zeitlicher Dissonanzen im Material- und Warenfluss (Transportieren, Umschlagen Lagern) subsumiert auch als TUL-Logistik bezeichnet, so hat sich der Gegenstand der betriebswirtschaftlichen Logistik seitdem quantitativ und qualitativ deutlich erweitert zu einer umfassenden Führungskonzeption. Logistikdefinition Die Logistik ist eine moderne Führungskonzeption zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten 10

11 Zukunftsforschung in der Logistik (Güter-, Informations- und Finanzflüsse) in unternehmensweiten und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungssystemen. Die Logistikdefinition repräsentiert als State of the Art die dritte Entwicklungsphase im Lebenslauf der Logistik. Durch die Logistik-Brille sehen wir Wertschöpfungssysteme als Systeme von Objektflüssen zwischen Lieferanten, Produzenten, Händlern und Kunden. Die Logistiker erforschen Wertschöpfungssysteme in ihrer Eigenschaft als Objektflusssysteme beziehungsweise Fließsysteme. Die Worte eines Logistikleiters veranschaulichen das eindrucks- Göpfert_abb_04 voll: Wir wollen keine Bestände managen, sondern Flüsse. Entwicklungsphasen der Logistik Dritte Entwicklungsphase Logistik als Führungslehre Führungsansatz: Logistische Führung des Unternehmens Supply-Chain-Management als Bezeichnung für das unternehmensübergreifende Logistikmanagement Zweite Entwicklungsphase Erweiterung des Logistikgegenstandes um Führungsaktivitäten: ganzheitliche Koordination des Material- und Warenflusses im Leistungssystem Abbildung 4 Erste Entwicklungsphase Logistik als Funktionenlehre Funktionale Spezialisierung auf die Aktivitäten der räumlichen und zeitlichen Gütertransformation (Transferaktivitäten) In die dritte Entwicklungsphase fällt die Geburt des Supply-Chain-Managements. Übersetzungen beziehungsweise Synonyme für Supply Chain sind Lieferkette, Versorgungskette, Logistikkette und logistics network (vgl. unter anderem Klaus (1998), S , Kotzab (2000), S. 32, Pfohl (1997), S. 582 f., Stölzle (1999), S ). The supply chain, which is also referred to 11

12 FOCUS-Jahrbuch 2012 as the logistics network, consists of suppliers, manufacturing centers, warehouses, distribution centers, and retail outlets, as well as raw materials, work-in-process inventory, and finished products that flow between the facilities (Simchi- Levi et al. (2000), S. 1). Die Bezeichnung Supply-Chain-Management hat sich für die unternehmensübergreifende Logistikdimension in der Praxis und Wissenschaft mehrheitlich durchgesetzt. Supply-Chain-Management repräsentiert eine qualitativ neue Entwicklungsstufe im Lebenszyklus der Logistik. Der Neuheitsgehalt bezieht sich vor allem auf die logistische Integration von kooperierenden Unternehmen zur zusätzlichen (über das unternehmensinterne logistische Optimierungspotenzial hinausgehenden) Erschließung unternehmensübergreifender Erfolgspotenziale. 2.2 Logistische Zukunftsstudien im Überblick In der von Göpfert und Wellbrock in 2011 durchgeführten Analyse wurden 47 logistische Zukunftsstudien untersucht (vgl. Göpfert/Wellbrock 2011). Konform mit der historischen Entwicklung der Logistik besitzen Zukunftsstudien im Bereich der Makrologistik und TUL-Logistik (insbesondere die Entwicklung des Transports sowie der einzelnen Verkehrsarten) eine lange Tradition, während Zukunftsstudien im Bereich des Supply-Chain-Managements erst nach dem Jahr 2000 zu finden sind. Das Jahr 2000 damit die Jahrtausendwende kann auch als zeitlicher Wendepunkt für eine insgesamt festzustellende spürbare Belebung der Zukunftsforschung in der Logistik ausgemacht werden. So war die Anzahl der logistischen Zukunftsstudien zum Zeitpunkt des Erscheinens der 1. Auflage des von dem Marburger Logistik-Visionsteam 4 verfassten Fachbuches Logistik der Zukunft Logistics for the Future in 1999 vergleichsweise leicht überschaubar. Insofern kann die seitdem erreichte vertiefte Beschäftigung mit logistischen Zukunftsfragen als sehr erfreulich interpretiert werden. Für die Anwendung der Zukunftsforschung in der Logistik kann damit ein Durchbruch identifiziert werden, was auch die Wissenschaftsdiziplin Zukunftsforschung salonfähig 4 Das Logistik-Visionsteam wurde 1996 im Zuge der Profilbildung des Lehrstuhl für ABWL und Logistik an der Philipps-Universität Marburg institutionalisiert mit dem Ziel, die Zukunftsforschung in der Logistik als ein bis dahin unbearbeitetes logistisches Forschungsfeld in der Logistik-Forschungslandschaft fest zu etablieren. In diesem Team entwickeln Vorstände, Geschäftsführer und Logistik-Führungskräfte aus Industrie, Handel und Logistikdienstleistung (Vertreter aller Supply-Chain-Akteure) gemeinsam mit dem Lehrstuhlteam Logistiksysteme der Zukunft einschließlich neue Supply-Chain-Management-Konzepte. Für den Erfolg spricht u.a. die bereits 6. Auflage des Fachbuches Logistik der Zukunft Logistics for the Future, (Göpfert, I. (Hrsg.). 12

13 Zukunftsforschung in der Logistik macht. Tabelle 1 gibt einen Überblick exemplarisch ausgewählter Zukunftsstudien im Bereich der Makrologistik. Göpfert_tab_01 Exemplarisch ausgewählte Zukunftsstudien im Bereich der Makrologistik Infrastruktur, Mobilität, Transport, Verkehr Institut/Verfasser Titel Acatech (2006) Mobilität Perspektiven für den Verkehr von Morgen. Schwerpunkt Straßen- und Schienenverkehr. ACI (2011) Global Traffic Forecast Report ADAC [Albrecht et al.] Mobilität im Jahr Trends, Herausforderungen und Lösungsstrategien. (2003) Ankerbold Inter. Ltd. et al. Vision Final Report. (2003) Arthur D. Little Future of Mobility The Automotive Industry in Upheaval? [Winterhoff et al.] (2009) BMVBS (2001) Verkehrsprognose 2015 für die Verkehrswegeplanung. DLR et. al. (2005) CONstrained Scenarios on AViation and Emissions CONSAVE BMW (2011) Delphi Expert Panel Consumption and Mobility ERRAC (2007) Strategic Rail Research Agenda European Commission European Energy and Transport. Trends to (2003) Fraunhofer ISI (1998) Delphi 98-Studie. Befragungen zur globalen Entwicklung von Wissenschaft und Technik. Ifmo (2008b) Ost-West-Güterverkehre Analysen, Prognosen und verkehrspolitische Herausforderungen für Deutschland und ausgewählte europäische Länder. Ifmo (2010) Zukunft der Mobilität. Szenarien für das Jahr Zweite Fortschreibung. OECD (2006) Infrastructure to Telecom, Land Transport, Water and Electricity. OECD (2007) Infrastructure to Volume 2. Mapping Policy for Electricity, Water and Transport. Shell Deutschland Oil GmbH (2009) SMI/EBS (2010) VDA (2008) Tabelle 1 Shell PKW-Szenarien bis Fakten, Trends und Handlungsoptionen für nachhaltige Auto-Mobilität. The Future of Aviation 2025 Global Scenarios for Passenger Aviation, Business Aviation and Air Cargo. Agenda Mobilität Beiträge der Automobilindustrie zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik. Makrologistische Studien werden oft durch politische Auftraggeber (zum Beispiel Europäische Kommission, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) initiiert als wichtige Voraussetzungen für die langfristige Verkehrspolitik in Bezug auf die nationalen, europäischen und globalen Verkehrsinfrastrukturen (Straße, Schiene, Luft, Wasserwege), Informations- und Kommunikations- 13

14 FOCUS-Jahrbuch 2012 netze (zum Beispiel das europäische Satellitennavigationssystems Galileo), Verkehrsprojekte (unter anderem das TEN-Projekt Transeuropäisches Verkehrsnetz), staatliche Anreize für die Technologieforschung (unter anderem im Bezug auf die Elektromobilität) und für eine nachhaltige Mobilitätssicherung. Ältere Studien wenden zumeist quantitative Zukunftsforschungsmethoden an, insbesondere die Zeitreihenanalyse einschließlich der Trendextrapolation. Die Wende von der einstigen Dominanz quantitativer Verfahren hin zu vorwiegend qualitativen Methoden (hauptsächlich die Szenariotechnik und das Delphiverfahren) zeigt sich inzwischen auch in den makrologistischen Studien. Ursächlich dafür ist die stark ausgeprägte und zunehmende Komplexität und Dynamik in den ökonomischen, technischen, politischen, sozialen und ökologischen Umweltbereichen, die auf die zukünftige Entwicklung der Makrologistik einwirken. Diese Vielfalt und Dynamik abzubilden, können rein quantitative Methoden allein nicht länger leisten. Auf Grund ihrer längeren Tradition können die frühen Studien im Bereich der Makrologistik auch als Vorläufer für die Studien im Bereich der Mikrologistik eingestuft werden (vgl. Göpfert/Wellbrock (2011), S. 207). Hier geht es nicht um die Fundierung der staatlichen Politik sondern der Unternehmenspolitik beziehungsweise Netzwerkpolitik (Netzwerk als strategischer Zusammenschluss kooperierender Unternehmen). In Tabelle 2 ist eine Auswahl mikrologistischer Zukunftsstudien zusammengestellt. Diese beruhen erwartungsgemäß nahe durchweg auf qualitativen Zukunftsforschungsmethoden, was im Allgemeinen auch für die hier tabellarisch nicht explizit aufgenommenen, jedoch untersuchten Studien zutrifft (vgl. Göpfert/Wellbrock (2011), S. 207). Fragt man nach der inhaltlichen Breite und den Scherpunkten, so ist zu konstatieren, dass prinzipiell die klassischen Subsysteme der betriebswirtschaftlichen Logistik die Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik Anwendungsobjekte bilden. Studien über die Zukunft der Ersatzteillogistiksysteme oder Entsorgungslogistiksysteme sind dagegen kaum nachweisbar, obgleich im Zuge eines nachhaltigen Wirtschaftens diese Schwerpunkte an Bedeutung gewonnen haben. Konform mit der Herausbildung der neuen, gestärkten Rolle der Logistikdienstleister in Supply Chains erkennbar als 3PL (Third Party Logistics Provider der Logistikdienstleister als dritte Partei neben Hersteller und Händler auf glei- 14

15 Zukunftsforschung in der Logistik cher Augenhöhe) oder LLP (Lead Logistics Provider) beziehungsweise Kontraktlogistikdienstleister rückten Logistikdienstleister verstärkt in das Visier der Zukunftsforschung (siehe unter anderem die in der Reihenfolge der Tabelle 2 zu Göpfert_tab_02 erst angeführten Studien), (vgl. Göpfert/Wellbrock (2011), S. 207). Exemplarisch ausgewählte Zukunftsstudien im Bereich der Mikrologistik Institut/Verfasser Titel Logistikdienstleistungen Deutsche Post AG (2009) Delivering Tomorrow. Kundenerwartungen im Jahr 2020 und darüber hinaus. Eine globale Delphistudie. Deutsches Verkehrsforum Endbericht zur Delphi-Studie Der Transportmarkt im Wandel. et al. (2002) SMI/EBS (2008) Future of Logistics 2025 Global Scenarios. Supply-Chain-Management APICS [Melnyk et al.] (2007) CCZeLOG (2010) Supply-Chain-Management 2010 and Beyond. Mapping the Future of the Strategic Supply Chain. Zukunftsszenarien der Logistik-Industrie, neue Produkte & Prozesse, Enabling Technologies. CSCMP et al. (2010) Supply Chain of the Future. CSCMP Annual Global Conference GCI et al. (2008a) The Future Supply Chain Serving Consumers in a Sustainable Way. GCI et al. (2008b) The Future Value Chain Succeeding in a Volatile Market. IBM (2009) The Smarter Supply Chain of the Future. Global Chief Supply Chain Officer Study. Universität Marburg [Jung] (1999) Ogden et al. (2005) PTV AG (2010) SMI/PWC (2009) SMI/PWC (2010a) SMI/PWC (2010b) TU München [Wildemann] (1997) TU München/Stiftung Industrieforschung e.v. (2010) Tabelle 2 Zukunftsforschung in der Logistik. Konzeptioneller Entwurf und Konkretisierung am Beispiel der deutschen Automobilindustrie. Supply Management Strategies for the Future. A Delphi Study. Logistik der Zukunft. Transportation & Logistics Volume 1: How will Supply Chains Evolve in an Energy-constrained, Low-carbon World. Transportation and Logistics Volume 2: Transport Infrastructure Engine or Hand Brake for Global Supply Chains. Transportation and Logistics Volume 3: Emerging Markets New Hubs, New Spokes, New Industry Leaders? Trends in der Distributions- und Entsorgungslogistik. Ergebnisse einer Delphi- Studie. Delphi Studie. Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsnetzwerke in der Zuliefererindustrie. Im Ergebnis dieses Reviews einschlägiger logistischer Zukunftsstudien kann konstatiert werden: Die Gliederung in makrologistische und mikrologistische Studien schließt zugleich ein, dass die Ergebnisse aus diesen Studien gegenseitig Eingang finden. Zum Beispiel geben Zukunftsbilder über globale Produktionsnetze der Automobilhersteller wertvolle Impulse für gesamtwirtschaftliche, glo- 15

16 FOCUS-Jahrbuch 2012 bale Verkehrsszenarien; ebenso fließen die Erkenntnisse letzterer in die Modellierung zukünftiger Produktionslogistiksysteme ein. Darin kommt unter anderem das Merkmal der Interdisziplinarität der Zukunftsforschung voll zum Tragen. Ein wesentlicher Kritikpunkt richtet sich aber an die Qualität der Zukunftsforschungsstudien. Phase eins des Zukunftsforschungsprozesses Aufstellung eines Erklärungsmodells über die Zusammenhänge zwischen Anwendungsobjekt (zum Beispiel die Supply Chain) und dessen Einflussfaktoren wird meistens nur rudimentär wahrgenommen und teilweise übersprungen. Infolgedessen muten die Auswahl der relevanten Einflussfaktoren auf die Logistik sowie die Übertragung der Umweltszenarien auf die Logistikinnenwelt eher zufälligem Charakter an. Da ein solches wissenschaftliches Erklärungsmodell (einschließlich dessen Applikationen auf den jeweils konkreten Gegenstand von Zukunftsstudien) eine ausschlaggebende Voraussetzung für mehr Wissenschaftlichkeit einer Zukunftsorientierten Logistik bildet, kann diese als eine Basisherausforderung eingestuft werden. Der nächste Gliederungspunkt skizziert das impulsgebend. 2.3 Modell für das Generieren von Zukunftsbildern der Logistik Diese Basisherausforderung anzunehmen geht einher mit der Entwicklung einer Logistik- beziehungsweise Fließsystemtheorie. Es muss gelingen, mehr Licht in das in Abbildung 5 skizzierte Beziehungsgeflecht zu bringen. Dazu sind Erkenntnisse zu gewinnen über: die Beziehungen zwischen den Elementen innerhalb des Logistiksystems, die Beziehungen zwischen den Logistiksystemelementen und den relevanten Einflussgrößen aus dem Logistikumfeld. Voraussetzung bilden dabei Kenntnisse über die Beziehungen zwischen den Einflussgrößen auf die Logistik. Ein erster Schritt in Richtung der notwendigen Wissensgenerierung wird mit dem Modell zur Beschreibung, Erklärung und Prognose von Logistiksystemen gegangen. Das Modell bildet reale Logistiksysteme vereinfacht ab. Es repräsentiert ein heuristisches Verfahren für die Entwicklung einer Logistiktheorie. Der Wert des Modells liegt in der systematischen Deutung des skizzierten Beziehungsgeflechts der Logistik. 16

17 Zukunftsforschung in der Logistik Göpfert_abb_05 Entwicklung einer Logistik- bzw. Fließsystemtheorie Logistikinnenwelt 1? 2? Logistikumfeld 3? 1 interne Vernetzungsanalyse 2 Wirkungsanalyse zwischen Umweltbedingungen und den Elementen und Beziehungen des Fließsystems 3 externe Vernetzungsanalyse entnommen aus Göpfert (2005), S. 86 Abbildung 5 Göpfert_abb_06 Modell zur Beschreibung, Erklärung und Prognose von Logistiksystemen Gebilde und Prozess-Struktur Kontextfaktoren Effektivität und Effizienz entnommen aus Göpfert (2005), S. 88 Abbildung 6 Dem Modell liegen wechselseitige Beziehungen zwischen Kontextfaktoren (situative Einflussgrößen), Gebilde- und Prozessstruktur und Systemeffektivität und -effizienz zu Grunde. Insofern übernimmt das Unternehmen beziehungsweise Netzwerk in Bezug auf die Entwicklung seines Logistik-Umfeldes eine agierende, proaktive Rolle. Die zukünftige Entwicklung des Umfelds ist, wenn auch in engen Grenzen, von dem Unternehmen beeinflussbar und gestaltbar. Damit kann das Unternehmen 17

18 FOCUS-Jahrbuch 2012 oder Netzwerk die zu einem erstrebenswerten Logistik-Zukunftsbild passenden externen Rahmenbedingungen zielgerichtet mitentwickeln. Zum Beispiel betrifft das die Einflussnahme auf die Entwicklung verkehrspolitischer Rahmenbedingungen für optimale Güterverkehrslösungen. Das Modell soll eine Basis für die aktive Zukunftsgestaltung der Logistik geben. Zusätzlich sind für die Prognose der Einflussfaktoren die Methoden der Zukunftsforschung heranzuziehen. In der Regel nimmt die aktive Zukunftsgestaltung der Logistik ihren Ausgang bei der Systemeffektivität und -effizienz. Von den Effektivitäts- und Effizienzzielen leiten sich dann die Anforderungen an die Entwicklung der Kontextfaktoren und an die Gebilde- und Prozessstruktur ab. Die Logistiksystemeffizienz bildet ein Maß für die Wirtschaftlichkeit des Systems. Sie wird in Form von Output-Input-Relationen (zum Beispiel Kosten für ein bestimmtes Lieferserviceniveau) gemessen. Über die Effizienz hinausgehend misst die Effektivität das Niveau der Logistiksystemziele in Beziehung zu einem Vergleichszustand sowie dem Zielerreichungsgrad. Kommen wir zur Beschreibung und Abbildung der Struktur von Logistiksystemen. Erstens sind die Eigenschaften herauszufinden, die eine Logistiksystemstruktur wesentlich prägen (Strukturdimensionen). Aus der Vielzahl der Eigenschaften von Wertschöpfungssystemen sind die für den Objektfluss charakteristischen und wesentlichen Eigenschaften auszuwählen. Anschließend sind zweitens geeignete Maße für die Operationalisierung der Strukturdimensionen zu finden. Mit der Struktur von Logistiksystemen erfassen wir sowohl die Gebildestruktur (die Anordnung der Systemelemente, zum Beispiel die Verteilung der Produktions- und Lagerstandorte) als auch die Prozessstruktur (die Abläufe innerhalb der Gebildestruktur, zum Beispiel eine Just-in-Time-Anlieferung). 5 Die Auswahl der Strukturdimensionen muss beide Strukturaspekte berücksichtigen. Als Strukturdimensionen haben sich bewährt: die Arbeitsteilung/Spezialisierung (Verteilung der Supply-Chain- Management-Aufgaben auf die Mitgliedsunternehmen des strategischen Netzwerks; Logistik-Outsourcing an Logistikdienstleister...), die Kooperation und Koordination (Was sind die effizienten Formen der 5 Vgl. Horváth (1998), S

19 Zukunftsforschung in der Logistik Zusammenarbeit?, Wo bei welchen Prozessen liegen ungenutzte Standardisierungspotenziale?...), die Konfiguration beziehungsweise Standortverteilung (optimale Standorte für Produktion und Distributionszentren; Netzstruktur der Material- und Warenflüsse: Rastersystem oder eher via Hub and Spoke...), die Entscheidungsdelegation und -dezentralisation (Wieviel Entscheidungskompetenz erhalten die Kooperationspartner?...) 6. Unter Kenntnis von Strukturdimensionen wird es möglich, Zukunftsszenarien über die Entwicklung der Einflussfaktoren (Umweltszenarien) theoretisch fundiert, systematisch und nachvollziehbar auf die Logistiksysteme beziehungsweise Supply Chains zu übertragen. Die auf diesem Wege entworfenen Zukunftsbilder über Logistiksysteme und Supply Chains beispielsweise im Jahre 2030 werden auf eine wissenschaftliche Basis gestellt. Zukunftsbilder als Ergebnisse der Zukunftsforschung in der Logistik sind Motor für Innovationen. Diesen Aspekt aufgreifend rundet der folgende Gliederungspunkt den Gesamtbeitrag ab. 2.4 Zukunftsfähigkeit der Supply-Chain-Management-Konzepte Untersuchungen über die Zukunftsfähigkeit von Supply-Chain-Management-Konzepten (SCM-Konzepte) Just-In-Time (JIT), Just-In-Sequence (JIS), Kanban usw. sollten Bestandteil der Zukunftsforschung in der Logistik sein. Erhärtet wird diese Forderung durch den Tatbestand, dass die Geburtsstunde von JIT und Kanban auf die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreicht. Eine erste Studie legen Göpfert und Wellbrock vor (vgl. Göpfert/Wellbrock (2012a, 2012b)). In die Beurteilung der Zukunftsfähigkeit fließen die Untersuchung des gegenwärtigen Zielerreichungsgrades der SCM-Konzepte (In welchem Maße tragen die Konzepte zur Zielerreichung in Supply Chains bei?), die Untersuchung der zukünftigen Herausforderungen an das Supply-Chain-Management sowie die abgleichende Untersuchung, ob und inwieweit die gegenwärtigen SCM-Konzepte die zukünftigen Herausforderungen bewältigen können. Im Ergebnis lässt sich der Innovationsbedarf ableiten. Die schriftliche Befragung ging an die Top-100-Unternehmen aus zehn ausgewählten Wirtschaftsbereichen. Davon haben 111 Unternehmen geantwortet, 6 Zur Vertiefung siehe Göpfert (2005), S und die dort zitierte Literatur. 19

20 FOCUS-Jahrbuch 2012 was einer Rücklaufquote von 11,1 Prozent entspricht. 7 Für eine bessere Übersicht liegt den untersuchten SCM-Konzepten eine sich auf das Supply-Chain-Operations-Reference-Modell (SCOR-Modell; vgl. Supply Chain Council 2008) stützende Gliederung vor in: Planungs- und Steuerungskonzepte: Available to Promise (ATP Verfügbarkeitsprüfung), Capable to Promise (CTP Machbarkeitsprüfung), Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR), Kanban, Third Party Logistics Provider (3PL) und Lead Logistics Provider (LLP). Beschaffungskonzepte: Just-In-Time (JIT), Just-In-Sequence (JIS), Supplier Relationship Management (SRM), Sourcingkonzepte (zum Beispiel Single Sourcing, Modular Sourcing, Global Sourcing). Produktionskonzepte: Collaborative Engineering (CE), Postponement (PP), Value Added Partnership (VAP). Distributionskonzepte: Quick Response (QR), Continuous Replenishment (CR), Efficient Replenishment (ER), Vendor Managed Inventory (VMI), Konsignationslager (KON), Cross Docking (CD), Efficient Consumer Response (ECR), Customer Relationship Management (CRM). Optimisten in Sachen Zukunftsfähigkeit von SCM-Konzepten werden mit dem Blick auf den gegenwärtigen Zielerreichnungsgrad dieser Konzepte bereits stark eingebremst. Gemessen für die wichtigsten Zielkategorien (Endkundennutzen, Kosten-, Zeit-, Qualitäts- und Flexibilitätsvorteile in einer Punkteskala von 1: Zielerreichung sehr gering bis 5: Zielerreichung sehr groß liegt selbst der durchschnittliche Wert der am höchsten bewerteten Zielkategorie Realisierung von Kostenvorteilen nur bei 3,4 Punkten (siehe Tabelle 3). 7 Branchenverteilung der Studienteilnehmer: Unternehmensberatungen 18 Prozent; Chemie, Pharma und Health Care 14 Prozent; Automobilindustrie 13 Prozent; Handel 12 Prozent; Textil-, Leder- und Bekleidungsindustrie 9 Prozent; Logistikdienstleister 9 Prozent; Nahrungs- und Genussmittelindustrie 7 Prozent; Anlagen- und Maschinenbau 6 Prozent; Metallerzeugung und -verarbeitung 6 Prozent; Elektrotechnik, Elektronik und Optik 5 Prozent. Die Beschäftigtenzahl lag in knapp 40 Prozent der Unternehmen bei mehr als Beschäftigten. 20

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