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1 4,50 Fr. 9,00 Online-Werbung I E-Commerce I Technik Anzeige AUSGABE 8/ APRIL 2013 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL Foto: Fotolia / Andrea Danti PC-VERKÄUFE Tablet Boom durch Windows Auf rund 14 Prozent schätzt das Marktforschungsinstitut Gartner den globalen Rückgang der PC-Verkäufe im 1. Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Statt PCs kaufen User offenbar verstärkt Tablets und Smartphones. Hauptgrund dafür laut IDC: Das aktuelle Microsoft- Betriebssystem Windows 8 wird wegen seiner Benutzeroberfläche von den Kunden nicht angenommen. fk VZ-NETZWERKE Aus für SchülerVZ Zum 30. April wird die Social Community SchülerVZ abgeschaltet. Die User -Zahlen lagen zum Schluss bei Eigentümer Vert Capital, der die VZ Netzwerke 2012 von Holtzbrinck kaufte, will jedoch die anderen Communitys StudiVZ und MeinVZ weiterbetreiben und durch eine neue Bildertauschplattform aufwerten. Name: VZ Fotobuch. fk Zu seinen besten Zeiten soll SchülerVZ fünf Millionen Nutzer gehabt haben Digitale Vermessung des Ichs Quantified Self: Warum User ihre eigenen Daten erfassen S.6 Vertical Networks Nischenanbieter schmieden Content-Allianzen S.14 Kaderschmiede Universität Hochschulen bieten attraktive Ausbildungswege für Karrieren in der digitalen Wirtschaft an teve Jobs war Studien- genau wie Sabbrecher, Steve Wozniak, mit dem zusammen Jobs 1976 Apple gründete. Bill Gates, Michael Dell und Mark Zuckerberg haben ebenfalls eines gemeinsam: Sie haben ihr Studium vorzeitig aufgegeben. Ein akademischer Grad galt lange Zeit als entbehrlich, wenn man eine Karriere in der digitalen Wirtschaft anstrebte. Apple- Mitbegründer Wozniak soll in einer Rede vor Studenten ein Studium gar als Zeitund Geldverschwendung bezeichnet haben. E-Commerce erreicht Uni Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachleuten in E-Commerce und Online Marketing ist jedoch nach wie vor groß. Eines hat sich indes geändert: Todsünde Relaunch Stefan Mues, Elaboratum GmbH S.46 Am Puls der Zeit: E-Business-Studiengänge an deutschen Hochschulen Anders als noch vor ein paar Jahren bieten Hochschulen und Universitäten heute im deutschsprachigen Raum eine breite Palette an Studiengängen an, in denen die Absolventen das Rüstzeug für einen erfolgreichen Start in die digitale Wirtschaft erwerben können. Studiengänge wie E-Commerce an der Fachhochschule Wedel oder Online Marketing an der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn Mobil verkaufen So machen Sie Ihren Webshop fit für den M-Commerce S.30 verzeichnen steigende Absolventenzahlen. Die Hoffnung der Branche auf einen schnellen Zufluss von Nachwuchs aus den Unis wird allerdings von einem Umstand gebremst: Nach der Umstellung vieler Studiengänge gemäß der Bologna- Reform sollte eigentlich ein kurzes Bachelor-Stu dium zum Regelabschluss werden. Doch aktuell entscheiden sich drei von vier Studierenden in Deutschland dafür, danach einen Master- Studiengang zu absolvieren. Und die Absolventen der E- Business-Studiengänge verhalten sich da nicht anders als Kommilitonen anderer Richtungen. Eine Übersicht über alle für die Online-Branche relevanten Studiengänge im deutschsprachigen Raum bietet der Hochschul ab Seite 33. fk Foto: Fotolia / Robert Kneschke DMEXCO 2013 IN KÖLN Mehr Erlebbarkeit wagen Die Online-Marketing-Messe Dmexco soll am 18. und 19. September 2013 unter dem Motto Turning Visions into Reality stattfinden. Die Messe-Macher Christian Muche und Frank Schneider fordern die Teilnehmer auf, die Potenziale sowie den konkreten Nutzen von Digital Business für Marketing und Media erlebbarer zu machen: Das Aushängeschild digital allein reicht nicht aus. fk MAGENTO Update für Shop Performance Eine deutliche Performance-Steigerung bei Suchanfragen im Shop, im Checkout-Prozess sowie bei der Indexierung neuer Produkte verspricht die neueste Enterprise-Version 1.13 der quelloffenen Shop-Software Magento. Das Update soll auch die Skalierbarkeit des Shops verbessern und so mit wachsenden Produktkatalogen Schritt halten. fk Lesen Sie uns auf dem ipad b sofort können Sie jede AAusgabe von INTERNET WORLD Business auch auf Ihrem ipad lesen und zwar bereits ab Freitagmittag vor Für Abonnenten gratis: ipad-edition der INTERNET WORLD Business ur Mailänder Designwoche Zhat der Web-Schuhhändler Zalando in der italienischen Metropole einen Pop-up Store eröffnet. Stationär präsentiert wurden rund Produkte des Webshops, darunter Marken wie Zalando Collection, Benetdem Erscheinungstermin der Print-Ausgabe. Die App dafür gibt es gratis im itunes App Store. Abonnenten können damit kostenlos alle Ausgaben seit Januar 2013 herunterladen. Um sich als Abonnent zu identifizieren, geben Sie vor dem ersten Heft-Download einfach die -Adresse an, die Sie beim Verlag hinterlegt haben. Wer kein Abonnent ist, bezahlt pro Ausgabe 4,49 Euro. Die ipad-edition bietet den vollen Inhalt des gedruckten Hefts, die Darstellung lässt sich vergrößern und verkleinern. Navigationselemente erleichtern den Überblick. Geladene Ausgaben bleiben auf dem ipad und lassen sich auch ohne Internet-Zugang lesen. red Zalando geht offline ton, Cheap Monday, Donna Karan, Diesel, French Connection und Guess. Anlass der Aktion war der zweite Geburtstag des italienischen Zalando-Webshops. Andere E-Commerce- Größen wie ebay haben bereits Pop-up Stores getestet. fk Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

2 AKTUELL 2 Internet World BUSINESS 15. April /13 In eigener Sache Internet World 2014 jetzt Aussteller werden Nach der Messe ist vor der Messe: Am 25. und 26. Februar 2014 wird sich auf dem Münchner Messegelände wieder alles um das Thema E-Commerce drehen. Auf der Internet World, der führenden E-Commerce-Messe in Deutschland, präsentierten sich dieses Jahr 300 Aussteller in zwei Messe hallen auf rund Quadratmetern. Bereits jetzt haben etwa 80 Aussteller für 2014 gebucht beziehungsweise ihre Standfläche reserviert. Sichern Sie sich bis zum 31. Mai 2013 fünf Prozent Rabatt bei der Standbuchung und dadurch Ihre Wunschpräsenz auf der Internet World 2014! Schwerpunktthemen der Messe werden auch im kommenden Jahr wieder E-Commerce, Multichannel, Online Marketing, Social Media, E-Payment, Usability und Technik des Internet sein. Begleitet wird die Messe außerdem von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Fachvorträge auf vier Bühnen, Speed Networking, Guided Tours, Preisverleihungen und vieles mehr. Parallel zur Messe findet darüber hinaus ein hochkarätig besetzter Kongress zu den Top-Trends im E-Commerce statt. Praxiserfahrene Referenten von bekannten Unternehmen präsentieren spannende Vorträge und aktuelle Case Studies in drei parallelen Panels. Weitere Informationen, Impressionen von der Messe 2013 und das Buchungsformular für die Aussteller für 2014 unter: Science Fashion Studie untersucht Einstellung der Nutzer zu technischen Innovationen im Modehandel irtuelle Spiegel, Crowdsourcing, Visu- Tagging oder Mass Customization Val heißen die neuen Trends im Online-Modehandel. Die ebay-studie zur Zukunft des Handels im Bereich Fashion hat untersucht, wie Verbraucher zu diesen technischen Innovationen stehen. Jeder vierte Internet-Nutzer kann sich demnach vorstellen, sich in Zukunft per Crowdsourcing an der Auswahl von Produkten für eine Kollektion zu beteiligen. 45 Prozent würden gern einmal einen virtuellen Spiegel benutzen, der dem Käufer ein bestimmtes Kleidungsstück in unterschiedlichen Ausführungen zeigt, ohne dass er sich dafür umziehen muss (vgl. Grafik). Zunahme der Trends Ein Großteil der Befragten geht ferner davon aus, dass diese Trends in Zukunft weiter zunehmen werden. So können sich 72 Prozent vorstellen, dass sich das sogenannte Visual Tagging noch mehr verbreiten wird. Visual Tagging ermöglicht es Konsumenten, ein Bild von einem Kleidungsstück hochzuladen, das sie in einer Zeitschrift, in einem Schaufenster oder auf der Straße entdeckt haben. Das Produkt wird dann automatisch in anderen Shops gesucht und dem User in ähnlichen Formund Farb varianten angezeigt. Jeweils 69 Prozent sind davon überzeugt, dass sich der virtuelle Spiegel und die virtuelle Anprobe (Augmented Reality) als neue Entwicklungen im Modebereich in Trends im Online-Modehandel Können Sie sich vorstellen, folgende Möglichkeiten in Zukunft zu nutzen? INTERNET WORLD Business 8/13 Zukunft durchsetzen werden. Knapp über die Hälfte der Befragten findet den Trend hin zum virtuellen Spiegel außerdem interessant, Frauen mit 58,6 Prozent allerdings mehr als Männer (47,4 Prozent). Auch die Bedeutung des Online und des Mobile Shoppings wird laut Studie weiter zunehmen. So gaben die Internet-Nutzer an, im Bereich Fashion gegenwärtig zu 63 Prozent im stationären Handel, zu 33 Prozent online und zu vier Prozent mobil per Virtueller Spiegel Virtuelle Anprobe Visual Tagging Mass Customization Crowd Sourcing Maßgefertigte Produkte 25 % 23 % 31 % 39 % 36 % 45 % Quelle: ebay / Die Zukunft des Handels. Stand: März 2013; Basis: n = 1.003; Mehrfachnennung möglich; Internet-repräsentative Struktur nach Alter (14 69 Jahre) und Geschlecht; Befragung durchgeführt von Marktforschungsinstitut Innofact Smartphone oder Tablet einzukaufen. Sie rechnen aber damit, dass sie in zehn Jahren nur noch die Hälfte der Artikel im Ladengeschäft (48 Prozent), dafür aber mehr im Internet (38 Prozent) und über den Mobile- Kanal (15 Prozent) einkaufen werden. Für die Studie wurden Konsumenten im Alter zwischen 14 und 69 Jahren vom Marktforschungsinstitut Innofact befragt. Befragungszeitraum war vom 15. bis 22. März tdz Foto: Fotolia / Bonninturina INTERNET WORLD Business 8/2013 Meinungen in diesem Heft TRENDS & STRATEGIEN Otto: Neuer Online Shop Das Projekt Collins soll junge Zielgruppen für den Hamburger Konzern erobern 4 Müsli aus allen Kanälen Mymuesli vergrößert sein Filialnetz und setzt auf Supermärkte und Gastronomie 5 Digitale Vermessung des Ichs Die Quantified Self -Bewegung gewinnt an Boden. Der gesamte Mensch könnte damit in Zukunft im Internet katalogisiert werden 6 MARKETING & WERBUNG Online statt Schweinebauch Der Lebensmittelhandel schichtet seine Werbeinvests massiv ins Internet um 8 Dornröschenschlaf beendet Lange hat es gedauert: Jetzt setzt sich das mobile Internet in jeder Beziehung durch 9 Bewertungen für SEO Merchant Quality Algorithm soll schlechte Online Shops im Ranking zurückwerfen 10 Belohnung für die Kunden Wie RWE eine Newsletter-Kampagne mit überraschend hoher Conversion Rate gelang 11 Interessengesteuert Nischenanbieter haben allein oft nicht genug Reichweite für die Vermarktung. Hier können Vertical Networks ins Spiel kommen 14 Serie: Medien im Umbruch (Teil 2) 32 Millionen Deutsche hören Radio übers Web 16 E-COMMERCE Plädoyer gegen Preisparität Die erfolgreichsten Multichannel-Händler in den USA verkaufen offline anders als online 20 F-Commerce floppt Für E-Commerce hat sich Facebook nicht bewährt 21 Mit angezogener Handbremse Von Online-Preiskämpfen, wie in anderen Handelssegmenten, ist die Autobranche weitgehend verschont geblieben bisher 22 Shop sucht neuen Besitzer Die Übernahme eines Webshops ist sowohl für Käufer als auch Verkäufer eine Herausforderung 24 Recht: Marken und New TLDs Das Trademark Clearinghouse soll bei Markenrechtsstreitigkeiten helfen 26 TOOLS & TECHNIK Adtech startet Marketplace Der Adserver-Anbieter hat eine eigene Supply- Side-Plattform für den Echtzeithandel entwickelt 28 Wie Mobile zu Offline führt Mit diesen Tools können stationäre Geschäfte vom aktuellen Mobile Boom profitieren 29 SPECIAL: MOBILE COMMERCE Auf dem Weg zu Mobile First. Trotz bisher geringen Umsatzes: Zugriffe auf Webshops über mobile Geräte steigen 30 Geld in der Fremde einsammeln Zahlungsausfälle im Auslandsgeschäft sind doppelt ärgerlich, weil das Mahnwesen international ungleich komplizierter ist 32 MENSCHEN & KARRIERE Universitäten rüsten auf Immer mehr Hochschulen bieten Studiengänge in E-Commerce und Online Marketing an 33 SZENE Returbo gewinnt den Rising Star E-Commerce-Profis trafen sich bei der BVH in Hamburg / Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels vergab einen Start-up-Preis 44 MEINUNG Gastkommentar: Todsünde Relaunch Warum der eigene Nutzer nicht mutwillig erschreckt werden sollte, erklärt Stefan Mues 46 RUBRIKEN Topkampagne: Back in the 80s mit Mini 18 Etats Marketing & Werbung 18 Rechtstipp: Fiktive Preisempfehlungen 26 Techniktipp: Individuelle Produktbeschreibungen 28 Etats Tools & Technik 29 Menschen & Karriere 36 Impressum 36 Termine 37 Stellenmarkt 38 Dienstleisterverzeichnis 40 Gehört / Feedback 46 Aric Austin, Geschäftsführer Sales der Media Group One, setzt bei einer Fusion auf das = 3 -Prinzip 15 Malte Krüger, Geschäftsführer von Mobile.de, hält den Neuwagenverkauf für den wichtigsten E-Commerce-Treiber 22 Tim Neugebauer, Mitgründer Das Medienkombinat, fordert von Webshop-Betreibern eine individuelle Mobile-Strategie 30 Holger Schneider, Otto Group und Fachhochschule Wedel, erklärt, was der Studiengang E-Commerce der Uni leisten soll 33 Jennifer Tamblyn, Verkaufskanal-Manager bei RWE, weiß, dass viele Kunden noch Wert auf persönlichen Kontakt legen 11 Marcus Tonndorf, Mehrfachgründer und Unternehmer, beziffert den Wert eines Nutzers für Google auf bis zu 700 Dollar jährlich 6 Armin Trunk, Geschäftsführer Estores, findet die Kaufpreisvorstellungen vieler Shop- Besitzer für Shops realitätsfremd 24 Alfons Winhart, Vorstand der PNO Inkasso AG, rät Inkassodienstleistern, Konditionen anzubieten, die sich auch rechnen 32

3 AKTUELL 3 Ende des Jugendwahns Facebook User werden immer älter: Ein Problem oder eine neue Entwicklungsstufe? ie Zeiten ewiger Jugend scheinen für Facebook Dvorbei zu sein. In den letzten Monaten ist die Zahl der jungen User auf der Social-Media-Plattform in vielen Industrieländern gefallen, dafür sind ältere Nutzer hinzugekommen, wenn auch nicht in gleichem Umfang. In Deutschland ergab eine Studie der Analysefirma Social Bakers wächst der Primus der Social Networks nur noch in der Gruppe der über 45-Jährigen. In den USA ist es sogar noch schlimmer: Hier sorgt nur noch die Gruppe der Rentner für Zuwächse. Ist Facebook für Jugendliche uncool geworden? Droht dem Netzwerk gar der Tod durch Vergreisung? Seriös in Anzug und Schlips. Auch Facebook-Gründer Marc Zuckerberg zeigt sich erwachsen Weder das eine noch das andere: Facebook hat kein Überalterungsproblem, es hat in der jungen Zielgruppe den Break-even Point erreicht. Es wird also erwachsen, beruhigt Tobias Schied, Managing Director der Agentur Tobesocial aus Stuttgart. Entscheidend für die Zukunft des Netzwerks sei vielmehr, dass Unternehmen in Facebook von der jungen sowie der älteren Zielgruppe wahrund ernst genommen, und auch verstanden werden. Dafür reiche es nicht aus, Facebook Ads und Gewinnspiele zu machen oder langweilige Posts zu veröffentlichen, so Schied. Vielmehr gehe es um echte Kommunikation mit den Konsumenten, um ihnen einen Mehrwert zu bieten. Hierfür ist eine langfristige und nachhaltige Social-Media- Strategie elementar, betont Schied. Hochspannung durch externe Verlinkung Auch für Markus Praetorius, Gründer und Geschäftsführer der Münchner Online-Strategie- Beratung Noeo, ist Facebook schon lange keine Community mehr, die Angst haben muss, dass Nutzer in ihr weniger Zeit verbringen oder die Anzahl der Seitenaufrufe zurückgeht. Mehr noch: Facebook ist kein Jugendmedium, sondern wesentlich breiter aufgestellt, so Praetorius. Zum Beispiel könnten Unternehmen auf der Nutzerdatenbank von Facebook eigene Anwendungen, Apps oder Communitys bauen ohne die Privatsphäre der User zu verletzen. Und sollten künftig Facebook-Anzeigen sogar auf externen Webseiten erscheinen wie das beim Like-Button bereits heute der Fall ist, könnte das Netzwerk für Vermarkter noch spannender werden. häb Höher. Schneller. Weiter. Die perfekte E-Commerce-Komplettlösung. plentymarkets lassen sich alle Prozesse des Online-Handels komfortabel organisieren, effizient steuern und in Echtzeit verwal ten. Michael Praetorius, Gründer von Noeo, München Unternehmen, die Facebook- Marketing als Kindergeburtstag mit Fanpage verstehen, haben das Potenzial der Plattform noch lange nicht ausgeschöpft oder sogar falsch verstanden. Die größte Chance für das Netzwerk liegt längst nicht mehr bei Jugendlichen, sondern wie im gesamten Web-Markt, in Deutschland vor allem bei den Silver Surfern. Bei einer älter werdenden Gesellschaft ist es entscheidend, ältere Zielgruppen perfekt adressieren zu können. Facebook-Anzeigen zeigen gut, was beim Targeting von Zielgruppen mög lich ist. Der ROI von Social Media macht sich in einer dauerhaften, anhaltenden Bindung zu Kunden bemerkbar. Martin Szugat, Geschäftsführer Snipclip, München Facebook ist so normal geworden wie . Die veränderte Altersverteilung auf der Plattform ist dabei nur ein Ausdruck dieser Entwicklung. Ebenso normal ist, dass Jugendliche sich ihre eigene (Online-)Welt kreieren, anstatt ihren Eltern zu folgen. Werbungtreibende müssen daher neben Facebook auch alternative Plattformen wie beispielsweise Tumblr oder Pinterest berücksichtigen. Das wiederum ist weder besonders neu noch besonders schlimm. Schließlich gilt auch für Social Media die altbekannte Marketingregel: Die Zielgruppe bestimmt das Medium. Das plentymarkets-prinzip: E-Commerce as a Service Peer Wörpel, Leiter Beratung Social Media, Pilot Hamburg Facebook wird erwachsen. Dies ist großartig. Schließlich haben wir damit die Chance, mit allen Zielgruppen in den Dialog zu treten. Social Media ist damit nicht länger das Privileg der Youngsters. Für den Werbemarkt ist die Erschließung älterer Zielgruppen nicht mit Veränderungen verbunden, die Targeting-Funktionen bleiben die gleichen. Die Ansprache und die Inhalte müssen allerdings zielgruppenadäquat sein. Spannend bleibt, wie die Silver Surfer Facebook mobil nutzen oder ganz anders damit umgehen. Sunil Bahl, Digital Strategist, Mindshare Der Alterungsprozess des durchschnittlichen Facebook- Nutzers kommt nicht wirklich überraschend, entspricht er doch dem gängigen Trend bei digitalen Medien: Wachstum kommt vor allem aus älteren Zielgruppen. Facebooks vorrangige Herausforderung ist es, sich in den (jüngeren) Kernzielgruppen auch gegen den Wettbewerb im mobilen Segment zu behaupten. Dazu tragen die jüngsten Design-Anpassungen zur Verbesserung des Engagements ebenso bei wie das neue,home (siehe Seite 28) für Android, um insbesondere die mobile Reichweite bei den Jüngeren zu erhöhen. Jetzt Demoversion unverbindlich testen:

4 TRENDS & STRATEGIEN 4 Internet World BUSINESS 15. April /13 MOBILES INTERNET Suchen, finden, hören Smartphones steigern die Web-Nutzung, so eine Umfrage der Münchner Marktforschung TNS Infratest. Demnach suchen mehr als die Hälfte der Befragten, 54 Prozent, deutlich häufiger und intensiver mit Online Services. Ähnlich viele, 53 Prozent, kontrollieren mobil öfter ihre sozialen Netzwerke und posten in Communitys. Mithilfe von Smartphones werden auch Routenplaner- und Mobilitätsdienste, die Fahrtmöglichkeiten und -zeiten nennen, stärker genutzt. Bei jüngeren Smartphone- Besitzern beobachteten die Marktforscher eine noch höhere Affinität zum mobilen Netz. Befragt wurden 610 Smartphone- Besitzer im Februar vs ALDI SÜD Online statt Print Lebensmitteldiscounter Aldi Süd macht es Lidl nach und setzt bei seiner Werbung jetzt vermehrt aufs Internet: Seit Anfang des Jahres ist das Unternehmen auf Facebook und hat dort mehr als Fans gewonnen. Parallel dazu wurde die Website neu gestaltet. Nicht zuletzt fährt Aldi Süd zurzeit testweise Kampagnen auf Web- Portalen und Marktplätzen wie ebay oder GMX. Vermutet wird, dass der Discounter seine Werbestrategie ändern und Print- Kampagnen zunehmend durch Internet- Werbung ersetzen wird. vs YAHOO / DROPBOX Service-Kooperation Noch mehr Mobilität: Yahoo hat gerade Summly übernommen, einen Nachrichtenaggregator für Smartphones. Zudem kooperiert der Portalbetreiber neuerdings mit dem Cloud-Datenarchiv Dropbox.com. User von Yahoo-Mail können seither Dateianhänge in s in der Cloud abspeichern und umgekehrt aus ihren Dropbox- Archiven größere Datenmengen versenden. Beide Maßnahmen geben Hinweise darauf, dass Yahoo seine Mobile-Strategie weiter forciert. Momentan verhandelt der Konzern über einen Kauf der französischen Video-Plattform Dailymotion.com. vs YOUTUBE Neue Einigkeit mit Musikern Youtube hat sich mit der Rechteverwertungsgesellschaft Sacem über Zahlungen an französische Musiker geeinigt. Damit darf die Video-Plattform deren Clips in 127 Ländern der Erde zeigen; was pro Aufruf eines Films fällig wird, wurde jedoch nicht bekannt. In Deutschland verhandelt Youtube noch mit der Gema. Sie fordert pro Video-Aufruf 0,375 Euro-Cent. Youtube hält das für zu teuer. Während der Verhandlungen bleiben laut Opendatacity.de rund 60 Prozent der beliebtesten Musik-Clips für deutsche Nutzer gesperrt. vs Anzeige Otto: Neuer Online Shop Projekt Collins soll junge Zielgruppen für den Hamburger Konzern erobern enn es um den Online-Handel geht, Wgibt Otto nicht nach. Zwar hat der Hamburger Konzern gerade den schwächelnden Online-Schuhladen Mirapodo.de unter das Dach der erfolgreicheren Spielzeug-Filiale Mytoys.de geschoben, um so Kräfte zu bündeln, doch schon schmiedet er neue Pläne: 300 Millionen Euro will er bis 2015 in diesen Bereich investieren. Mit dem Projekt Collins entsteht unter der Führung von Benjamin Otto, einem Urenkel des Firmengründers, ein Webshop, der 2014 starten soll. Laut Lebensmittelzeitung will Otto zudem in die Frühphasenfinanzierung von Start-ups einsteigen. Online ist notwendig, das zeigen die Zahlen. Während der Gesamtumsatz von Otto im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent wuchs, legten die Online-Erlöse um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu. Wir sind, erklärt Otto-Chef Hans-Otto Schrader, ein Hybrid mit stabilem Statio- Ottos E-Commerce-Sparte Online-Umsatz wächst, gesamt stagniert 10,1 5,5* 10,13 3, /9 2009/ / / /13 Konzernumsatz 11,4 4,8 11,6 Angaben in Milliarden Euro. * Online-Nachfrage. Umsatz dürfte bei 3,8 Mrd. Euro gelegen haben INTERNET WORLD Business 8/13 Quelle: Otto Group Gewinn mit Apps Apple hat mit dem App Store ein lukratives Nebengeschäft erobert s begann im April 2003 mit der Musik- itunes, mündete 2008 in den Ebörse App Store und ist heute ein profitables Geschäft: Seit zehn Jahren produziert Apple nicht mehr nur gefällige Computer und anderes Gerät, sondern verkauft auch Inhalte: Musik, Videos und Filme sowie seit dem Start des App Store noch Bücher, Zeitschriften und andere Medien. Apples Finanzfachkräfte beschreiben den App Tablets: 2012 wurden 23 Milliarden Apple Apps geladen 5,3 E-Commerce 11,8 5,7 Otto-Versand: Der Internet-Anteil steigt weiter an Gesamtkonzern: Kaum Wachstum Mehr wird s nicht: Seit Jahren stagniert der Umsatz im deutschen Einzelhandel. Nur im Internet boomt das Geschäft kein Zeichen für Neugeschäft, sondern für eine Verlagerung der Einnahmen in weitere, ausdifferenzierte Vertriebskanäle. Inzwischen lahmt auch der Internet-Handel. Ob auf diesem Feld in den nächsten Jahren weiterhin hohe zweistellige Wachstumsraten möglich sind, ist fraglich. Ottos Zahlen zeigen diese Entwicklung: Seit drei Jahren legt der Konzernumsatz nur marginal zu. Und: Stieg der Online-Anteil 2010/11 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent, so legte er 2012/13 nur um sieben Prozent zu. Otto ist mit 60 Marken im Handel aktiv und in Deutschland der größte Textilhändler. vs Store gerne als kleines Nebengeschäft, das gerade so kostendeckend arbeitet. Doch nach Ansicht von Horace Dediu, Gründer der Analyse-Plattform Asymco, ist das mehr als nur eine leichte Untertreibung: itunes und App Store schaffen inklusive Apples eigener Software eine Marge von 15 Prozent vom Bruttoumsatz, rechnet Dediu vor (http://bit.ly/witxpg). Das sind mehr als zwei Milliarden US-Dollar Profit pro Jahr. Insgesamt weist Apple für 2012 ein Geschäftsergebnis von knapp 60 Milliarden Dollar aus. Das Nebengeschäft verspricht zudem starkes Wachstum: In den letzten sieben Jahren hat es sich versiebenfacht. Allein 2012 wurden 23 Milliarden Dateien heruntergeladen, etwa zwei Drittel davon kosten Geld. Apple profitiert dabei nicht nur von Download- Einnahmen, sondern anteilig auch an Nutzungsgebühren. vs Foto: Fotolia / Pressmaster närumsatz, sinkendem Kataloghandel und stetig wachsendem Online-Handel. Das Internet spricht insbesondere jüngere, also neue Kunden an. Daher empfehlen sich die Hamburger jetzt im Fernsehen als Web-Händler. Außerdem investieren sie einen zweistelligen Millionenbetrag in Collins. Am neuen Shop arbeiten 50 Mitarbeiter, er soll Mode und Wohnen verbinden und Lifestyle liefern. Nebenbei überlegt Otto, künftig seine Investitionen breiter zu fächern. Durch eine Beteiligungsgesellschaft, vermutlich aber durch einen Inkubator, wie er gerade in vielen Konzernen aufgebaut wird, will Otto Start-ups schon bei der Gründung fördern. Der Konzern hat sich über Eventure Capital Partners bereits an 70 Firmen (etwa Groupon, Kaufda, 9flats) in aller Welt beteiligt. Zudem finanziert er maßgeblich den Berliner Inkubator Projekt A Ventures, bei dem Firmen wie Tirendo (Autoteile) oder Wine in Black entstehen. vs Neben 60 Multichannel-Marken setzt Otto auf Pure Player im Internet. Etwa auf: Smatch.com: Suchportal für Mode und Wohnen. Gegründet 2007, 15 Mitarbeiter Limango.de: Shopping Club, gegründet 2007, 150 Mitarbeiter Mytoys.de: Spielzeug-Shop, als Pure Player gestartet 1999, 14 Filialen, 450 Mitarbeiter Vitabote.de: Lieferdienst für Apotheken, gestartet 2011; 5 Mitarbeiter Yapital.com: Online bezahlen, in Gründung Amazon kauft Goodreads Goodreads.com: 36 Millionen Leser empfehlen und diskutieren hier ihre Lieblingsbücher mazon hat sich die Community Good- geschnappt. Der Kaufpreis Areads.com lag Schätzungen zufolge bei 150 bis 200 Millionen US-Dollar. Bei Goodreads diskutieren Leser Lektüretipps. Bislang verlinkte die Community auf diverse Buchhändler, nun führt sie direkt zu Amazon. Von den 36 Millionen Goodreads-Mitgliedern besitzen rund 30 Prozent ein Kindle- Lesegerät. Amazon erhofft sich einen Schub fürs Buchgeschäft, Konkurrenten befürchten indes eine Wettbewerbsverzerrung. Amazon erreicht im US-Buchmarkt einen Anteil von rund 27 Prozent. vs

5 8/ April 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 5 Zukauf und frisches Geld nline lernen das funktioniert multi- interaktiv, macht Spaß und Omedial, zieht neben den Paukenden zunehmend auch Investoren an: Gerade hat sich das Berliner Start-up Babbel, bei dem User Sprachen büffeln, zehn Millionen US- Dollar von Investoren wie Reed Elsevier Ventures (REV), Nokia Growth Partners und Kizoo gesichert. Damit sollen die Marktanteile in den USA und Kanada ausgebaut werden. Hier hatte Babbel vor Kurzem den Wett bewerber Playsay übernommen. Babbel ist rapide gewachsen, verzeichnet über 15 Millionen Nutzer und hat seit zwei Jahren einen positiven Cashflow, so Tony Askew von REV. Babbels Sprachlektionen gibt es für Smartphones, Tablets und für Computer, sie werden in 190 Ländern vermarktet. Das Unternehmen beschäftigt 170 Mitarbeiter. vs Online Sprachen lernen: Babbel liefert die Lektionen auf Tablets, Smartphones und PC eposito erweitert sein Geschäftsmo- Das Karlsruher Start-up bietet Rdell. seit 2011 eine App an, mit der Kunden Kassenbons per Smartphone scannen und in einem digitalen Archiv ablegen können, um Garantieansprüche geltend machen oder Abonnements verwalten zu können Verbraucher haben die App heruntergeladen, ein kleiner Teil bezahlt für Premiumdienste wie Erinnerungs- oder Kündigungsfunktionen knapp vier Euro im Monat. Doch nun hat Reposito seine Technik um einen Anschluss zu den Kassensystemen des Einzelhandels erweitert. Damit wird die App zum Kundenbindungs-Tool. Die Kasse druckt zwar weiterhin einen Bon, jetzt mit QR-Code, über den nach dem Scan alle Belegdaten direkt Müsli aus vielen Kanälen eine vierte Filiale hat Sder Müslihändler Mymuesli jetzt auf Stuttgarts Einkaufsmeile, der Königstraße, eröffnet. Zwei weitere Läden in Düsseldorf und Augsburg sind bereits in Vorbereitung, andere Ladengeschäfte werden gerade gesucht. Es macht einfach Spaß, Läden zu eröffnen, außerdem können Kunden dort unser Produkt mit allen Sinnen kennenlernen und probieren, erläutert Mitgründer Max Wittrock. Wir wollen in diesem Jahr mindestens noch sechs Filialen eröffnen, wenn wir geeignete Flächen finden. Mit dem Filialnetz, das Mymuesli in eigener Regie betreibt, differenziert das Unternehmen, das 2008 im Netz begann, seinen Vertrieb weiter aus und treibt die Markenbekanntheit voran: Seit 2010 werden die Mischungen auch in Supermärkten und in der Gastronomie vermarktet. Die Website bleibt tragende Säule unseres Geschäfts, erklärt Wittrock, der Mymuesli 2007 mit Hubertus Bessau und Philipp Kraiss gründete. Das Multichannel-Konzept muss sich rentieren. Die Einnahmen der Läden werden regelmäßig überprüft, das Konzept immer wieder hinterfragt. So Bon und Bindung Reposito wird vom Bon-Archiv zum Kundenbindungssystem Repositos Draht zum Kunden: Die mittels App gespeicherten Bon-Daten helfen Kunden und auch Händlern Mymuesli vergrößert Filialnetz und setzt auf Supermarkt und Gastronomie bei Reposito gespeichert werden. Händler von garantierelevanten und hochwertigen Waren können so nach einem Kauf ihre Kunden erneut ansprechen, ihnen weitere Angebote machen, erklärt Mitgründer Adrian Runte die Systematik. Elektronikhändler Euronics hat Reposito in seinen Filialen getestet und Kunden beispielsweise Zubehör angeboten oder mithilfe der verfügbaren Geo-Daten vom Smartphone auch Gutscheine zugeschickt, als sie in der Nähe waren (vgl. Ausgabe 13/2012). Reposito arbeitet an weiteren Marketingfunktionen, um auch Superund Drogeriemärkte für die App einzunehmen. Das System macht am meisten Sinn, wenn viele Händler teilnehmen, so Runte. Aber wir müssen darauf achten, dass Kunden nicht mit Angeboten zubombardiert werden. Noch erarbeitet man mit jedem Handelspartner eigene Strategien. Die Kosten der Services sind daher nicht standardisiert. Händler bezahlen monatliche Nutzungsgebühren im dreistelligen Bereich sowie Provisionen bei Kaufabschlüssen. Der Handel muss Beratungskompetenz und sofortige Verfügbarkeit stärker online bekannt machen, meint Runte. Diese Entwicklung wird uns weiteres Interesse bringen. vs Die Müslimischungen wurden zuerst übers Internet, dann über Supermärkte und jetzt auch in eigenen Filialen vermarktet lernen wir, wie das Ladengeschäft funktioniert, meint Wittrock. Die ersten Filialen in Passau, Regensburg und München arbeiten profitabel. Kunden können online bestellen und die Mischung abholen. Etwa jeden zehnten Euro nehmen die Passauer zurzeit über ihre Filialen ein. Mehr als die Hälfte der Einnahmen wird über die Website erwirtschaftet. Hier stehen neben Müsli noch Orangensaft-Abos sowie nach den Übernahme von Green Cup Coffee nachhaltig produzierter Kaffee im Angebot. Mymuesli veröffentlicht keinen Umsatz, dafür aber den Gewinn: Der summierte sich 2011 auf knapp 1,2 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. vs Noch mehr Geld für Auctionata it gut 13 Millionen Euro finanziert, Mstartete Ende 2012 das Online-Auktionshaus Auctionata. Jetzt stieg Earlybird als weiterer Investor ein und brachte 2,3 Millionen Euro mit: Auctionata verkauft Objekte aus Kategorien mit weltweiter Gültigkeit, bis hin zum Niveau eines Egon Schieles, sagt Christian Nagel von Earlybird. Dieses Segment deckt kein anderer Auctionata: Am 21. Juni kommt Egon Schieles Liegende Frau online unter den Hammer Online-Anbieter ab. Einmal pro Woche überträgt Auctionata per Livestream Auktionen. 250 Experten aus aller Welt schätzen den Wert der Lose. Interessenten können online mitbieten oder aber die Stücke zum Festpreis in einer Filiale kaufen. Auctionata ist in New York, Düsseldorf, Berlin, München und Wien präsent. Das Unternehmen, an dem auch Holtzbrinck, Eventure Capital Partners sowie der High- Tech Gründerfonds beteiligt sind, beschäftigt 100 Mitarbeiter. vs CROWDFUNDING Beliebte Anlage Crowdfunding etabliert sich für Verbraucher immer mehr als eigenständige Anlage gut für Gründer, die über die Plattformen Finanzierungen ausschreiben. In nur zehn Stunden sammelte beispielsweise Refined Investments das Start-up bietet Privatanlegern Anschluss an automatische Handelsplattformen Euro von 339 Anlegern ein: So schnell kam noch nie derart viel Geld beim Crowdfunding in Europa zusammen. Inzwischen gibt es auch erste Erfolgsmeldungen im Netz. Natürlich erweisen sich einige Investments als Pleiten, aber Anleger berichten auch über Renditen von bis zu 25 Prozent, wenn Investoren in Start-ups einstiegen. vs ALTRUJA.DE Online spenden Altruja hat sich in einer zweiten Finanzierungsrunde Kapital in ungenannter Höhe vom High-Tech Gründerfonds, von HP Capital und Mun-IC gesichert. Das Geld soll in die Internationalisierung und ins Marketing fließen. Das Start-up aus München bietet Organisationen Online und Mobile Tools, um Spenden direkt einzusammeln und Aktionen in soziale Medien zu integrieren. Neben monatlichen Nutzungsgebühren zwischen 29 und 129 Euro verlangt Altruja drei Prozent der Spendensumme für seine Services. vs REDIGI.COM Rückschlag vor Gericht Die Verkaufsplattform für digitale Medien, Redigi.com, ist im Streit gegen den Musikkonzern Capital Music vor einem US-Bundesbezirksgericht unterlegen. Damit darf die Plattform, auf der Nutzer Musikdateien von itunes oder E-Books verkaufen, keine Musikdateien mehr annehmen. Redigi.com prüft zwar, ob Verkäufer diese legal erworben haben, und sorgt für die Löschung aus Ablagen, doch dafür legt Redigi eine Kopie der Datei an. Dieses Vorgehen monierten die Richter. Redigi wird Berufung einlegen, um den Verkauf von gebrauchten Digitalmedien zu legalisieren. vs REBUY.DE Frisches Geld Gebrauchtwarenhändler Rebuy.de hat sich mehr Kapital von seinen Investoren gesichert. Das Unternehmen aus Berlin kauft gebrauchte Bücher, DVDs, Smartphones und Computer auf und setzte im Jahr 2012 rund 40 Millionen Euro um. Das Kapital wird insbesondere ins Marketing fließen: Der Markt ist hart umkämpft. Rebuy konkurriert mit Marktführer Momox oder Wirkaufens, zunehmend aber auch mit Händlern wie ebay und Amazon. vs LINGUEE.COM Neue Sprachen Die Suchmaschine und Übersetzungshilfe Linguee erweitert ihr Angebot um Französisch, Spanisch und Portugiesisch. Hier finden Nutzer die Übersetzung von Vokabeln und Vorschläge für Formulierungen gestartet verzeichnet Linguee seither eine Milliarde Zugriffe, mehr als die Hälfte davon aus dem Ausland. Das Unternehmen aus Köln vermarktet Premium-Services sowie Abonnements. vs

6 TRENDS & STRATEGIEN 6 Internet World BUSINESS 15. April /13 DATENHOHEIT FÜR DIE NUTZER Digitale Vermessung des Ichs Die Quantified Self -Bewegung gewinnt an Boden. Aufbauend auf der Selbstauswertung von Gesundheitsdaten, könnte der gesamte Mensch im Internet katalogisiert werden. Und: User könnten ihre Daten selbst vermarkten s ist ein bunter Haufen, der sich Ean einem kalten Januarabend im C-Base trifft. Zum Stelldichein im Berliner Hacker-Treffpunkt erscheinen Sportler, Entwickler, Techniker und Mediziner. Ihr gemeinsames Interesse: sie selbst. Die Gruppe ist Teil einer wachsenden Bewegung von Menschen, die akribisch mithilfe von Apps und Gadgets ihre Körperfunktionen messen und analysieren. Quantified Self heißt der aus den USA herübergeschwappte Trend. In über 50 Städten weltweit gibt es inzwischen Gemeinschaften von Vermessungsenthusiasten, unter anderem in Berlin, München und Hamburg, wo die Selbstbeobachter darüber sprechen, wie sich Nahrungsmittelaufnahme, Schlaf, Müdigkeit, Stimmung oder Herzfrequenz als Muster aufzeichnen und dieses optimieren lässt. Die Anhänger kommunizieren in Blogs, treffen sich regelmäßig auf Show & Tell Meetings. Einmal jährlich findet die Quantified Self Conference statt. Was auf den ersten Blick etwas schrullig wirkt, ist längst auch ein handfestes Businessmodell. Der Markt mit der Selbstauswertung boomt. Das eröffnet nicht nur große Chancen für die Pharmaindustrie, die zumindest in den USA schon heute mit Selbst-Tracker-Daten arbeitet. Schließlich helfen Informationen den Unternehmen, ihre Produkte zu verbessern. Das liegt durchaus in unserem Interesse, erklärt Florian Schumacher, einer der führenden Köpfe der deutschen Quantified Self -Bewegung. Sicheren Datenschutz vorausgesetzt kann er sich vorstellen, seine Erfahrungen mit Unternehmen zu teilen. Selbst gemessene Daten können für Versicherungen oder die Industrie wertvoll sein, man müsste natürlich sicherstellen, dass valide Messreihen erstellt werden und Fehlerquellen minimiert werden. Eine große Anzahl von Firmen hat sich zudem Index für die Gesundheit: Dacadoo analysiert den Menschen auf Herz und Nieren im Web und unterwegs Self Quantifier vermessen viele Quadratzentimeter ihres Körpers und generieren damit wertvolle Daten auf die Entwicklung von Geräten, Computerprogrammen und Smartphone Apps spezialisiert. Die Anwendungen reichen vom mobilen Schrittzähler über WLANfähige Blutdruckmessung und Seh- oder Hörtests bis zur Überprüfung von Muttermalen. Sie liefern Millionen und Millionen an menschlichen Daten-Bits, die im Netz mit Gleichgesinnten verglichen und geteilt werden. Der Markt für die mhealth- Dienstleistungen hat gemäß des Global Mobile Health Market Report die Phase der Kommerzialisierung erreicht. Dem Bericht des Berliner Beratungsunternehmens Research2guidance zufolge werden die Umsätze bis 2017 auf weltweit 26 Milliarden US-Dollar steigen. Zu denen, die von diesem Trend profitieren, gehört Peter Ohnemus. Der Schweizer Unternehmer ist Erfinder und CEO der Gesundheitsplattform Dacadoo.com, die er damals noch unter dem Namen Quentic 2010 gestartet hat. Gesundheitsdaten, so seine These, ließen sich analysieren wie Börsenkurse. Für seine Plattform, die sowohl online als auch als App verfügbar ist, hat er einen Health Score entwickelt. Wir sammeln hierfür möglichst viele Informationen über den Menschen wie sein Gewicht, Körpergröße, Blutdruck, Herzfrequenz und bilden darauf aufbauend eine übergreifende Kennziffer, die Auskunft über den Gesundheitsstatus gibt, so Ohnemus. Dacadoo lässt sich mit gängigen Messgeräten und Gesundheits-Apps verknüpfen. Der individuelle Wert, den ein Anwender hier erreichen kann, liegt zwischen 1 und Bei 1 sind Sie klinisch tot, bei sind Sie Superman, klärt Ohnemus auf. Der in Kooperation mit einem Professor des Massachusetts Institute of Technology entwickelte Health Score basiert auf Vergleichsdaten von über 70 Millionen klinischen Mannjahren. Unser Angebot richtet sich nicht an die Hardcore-Sportler. Wir wollen die breite Masse in Bewegung bringen, meint Ohnemus. Gamification virtuelle Wettkämpfe und Austausch mit anderen Anwendern ist deshalb ein wichtiges Element der Anwendung. Dacadoo setzt auf das Businessto-Business-to-Consumer-Modell. Partnerschaften mit Unternehmen schaffen den Kontakt zu deren Kunden. In Großbritannien kooperiert Dacadoo mit Nuffield Health. Der Anbieter von Fitness- und Wellness-Ketten bietet den Health score seinen Kunden parallel zum persönlichen Fitnessprogramm an. In Deutschland hat Dacadoo bereits Bündnisse mit der Telekom und der AOK Nord-Ost geschlossen. Versicherte erhalten von der Gesundheitskasse ein Jahr lang eine kostenlose Mitgliedschaft bei Dacadoo zahlende Benutzer haben die Schweizer auf diese Weise schon gewonnen. Ohnemus verhandelt mit weiteren Partnern. Die Krankenkassen haben großes Interesse daran, dass die Menschen Foto: Fotolia / Andrea Danti sich bewegen und gesund ernähren, denn wenn jeder Diabetes II, Herz- oder Knieprobleme bekommt, explodiert das Gesundheitssystem. Dass Krankenkassen mittelfristig auch mit monetären Zusatzanreizen locken könnten, liegt nahe. Ohnemus Vision: Wer seinen Healthscore optimiert, soll Beitragsrabatt bekommen. Big-Data-Spieß umdrehen In Großbritannien hat die Vorsorge mit technischen Hilfsmitteln bereits den Segen der Politik. Dort sollen Ärzte auf Anraten des Gesundheitsministeriums Smartphoneund Web-Anwendungen empfehlen. Doch auch hierzulande schaffen immer mehr Menschen ihre eigenen Datenarchive auf dem Smartphone und im Internet. Eine gute Ausgangsbasis, findet David Eicher. Inspiriert von der Quantified Self -Bewegung spinnt der Geschäftsführer der Münchner Webguerillas den Faden weiter. Big Data sei derzeit eines der großen Buzzwords in der Online-Marketing-Branche. Gleichzeitig gewinnt die,quantified Self -Bewegung deutlich an Fahrt. Warum dreht man den Big-Data- Spieß also nicht einfach um? Die Zukunft könnte Eichers Ansicht nach so aussehen: Die User erheben statistische Daten über sich selbst und verkaufen diese personalisierten Informationen an werbungtreibende Unternehmen. Damit liefern sie den Online Marketern eine solide Datengrundlage und profitieren gleichzeitig von Bei einem Wert von 1 sind Sie klinisch tot, bei sind Sie Superman. PETER OHNEMUS Gründer und CEO Dacadoo der eigenen Datenhoheit, so Eicher. Die Idee stammt aus einem Brainstorming der Münchner Agentur für Alternative Werbeformen. Um künftig die Influencer zu erreichen, glauben die Webguerillas, reichen die vorhandenen Informationen über Zielgruppen und Menschen nicht aus. Es brauche personalisierte Daten mit klaren Interessensprofilen. Die Informationen könnten nach bestimmten Themengebieten und Kategorien klassifiziert werden. Man könnte zudem unterscheiden nach selbst aufgezeichne-

7 8/ April 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 7 ten Leistungsdaten und nach Streaming-Daten, die aufgrund der User Journey im Netz erfasst wurden, präzisiert Eicher. Jeder User könnte daraus Einzeldaten freigeben. Bestimmte Firmen oder Branchen könnte er nach Bedarf ausschließen. Wenn ein Unternehmen wissen will, wer hinter dieser Zielperson steckt, muss es zahlen, bevor es die Identifizierung bekommt. Sarah Winkelmann, Head of Data Analytics bei Annalect, der Spezialagentur für Online Marketing der Omnicom Media Group, findet den Gedanken aus Sicht der Werbungtreibenden interessant aber auch nicht neu. Es ist ja tatsächlich gängige Praxis, dass User für die kostenlose Nutzung von Diensten bezahlen, entweder indem sie ihre Daten abgeben wie bei Payback oder Werbung akzeptieren. In der Vergangenheit seien allerdings bereits einige solcher Dienste gescheitert, insbesondere, wenn das Bezahlen für Daten zu direkt stattgefunden habe. Enliken geht deshalb einen subtileren Weg. Das New Yorker Start-up lässt den Anschluss ans Web: Pulsmesser übertragen ihre Daten per WLAN oder Kabel AOK mobil vital: Moderne technische Hilfsmittel für die Vorsorge, um Krankheitskosten zu sparen Konsumenten die Wahl: Cash oder Datenfreigabe. Wer die Inhalte auf bestimmten Webseiten lesen möchte, soll künftig entscheiden können, ob er dafür Geld bezahlt oder aber seine Daten tracken lässt. Damit will das 2012 gegründete Unternehmen eine neue Art von Paywall etablieren. Noch gibt es keine festen Vereinbarungen mit Publishern. Für Stephan Noller, CEO der Open-Targeting-Plattform Nugg Ad, sind solche Projekte aber die Zukunft des Internet: Dienste wie Enliken setzen gezielt auf die Nutzer, die tatsächlich den Spieß umdrehen und als Souveräne ihrer Daten agieren. Das ist dann ein fairer Deal zwischen Online-Industrie und User, von dem alle Seiten profitieren. Bedarf für solche Daten haben die Werbungtreibenden durchaus, bestätigt Matthias Oschatz, Leiter Data Driven Advertising & Technology bei der Media-Agentur Pilot. Das derzeit vorhandene Datenmaterial und die Targeting-Ansätze reichen nicht aus, weil Kaufabsichten nicht direkt vom User geäußert, sondern in der Regel indirekt über das Surfverhalten durch Technologien abgeleitet werden. Eine persönliche Aussage der Nutzer zu aktuellen Kaufabsichten oder Markenaffinitäten, wenn diese denn stimmen, hätte einen hohen Wert für werbungtreibende Unternehmen und deren Agenturen. Zudem könnten Negativausschlüsse in der Werbung Berücksichtigung finden, die sonst niemals durch das Surfverhalten ermittelbar wären. Relevanz bekommt das Thema aber nur dann, wenn diese Daten in ausreichender Menge und Qualität für die Kampagnenaussteuerung vorliegen, lautet das Fazit seitens Pilot. Eicher setzt hier auf die Macht der Crowd. Social-Media- Kanäle verbunden mit dem monetären Anreiz sorgen von selbst für die nötige kritische Masse, hofft der Oberste der Webguerillas. Auf die Eigendynamik des Netzes baut Eicher auch, was die Programmierung einer solchen Plattform betrifft: Die Idee könnte von einem Start-up oder als Open-Source-Lösung wie Wikipedia umgesetzt werden. Ich glaube, es gibt aktive User, die sich mit Elan auf so ein Thema stürzen würden. Vermarktung der Einkaufsliste Ein solcher ist Marcus Tonndorf. Das Projekt, an dem der schwedischstämmige Unternehmer und Mehrfachgründer gerade arbeitet, könnte Eichers Vorstellungen entsprechen. Tonndorfs Plattform, Arbeitstitel Primal Shield, soll Konsumenten und Werbungtreibende zusammenbringen. Nutzer können sich dort registrieren und ihre Kaufpräferenzen angeben. Das funktioniert im Prinzip wie ein Vendor Relationship Management. Sie haben einen Account und können da ihre persönliche Shopping-Liste abspeichern. Ob es um eine Reise geht, eine neue Kamera oder aber ein Fitness-Abo User können alles offenlegen, wofür sie individuelle Angebote erhalten wollen. Die Unternehmen wiederum wenden sich gegen ein Entgelt direkt an die potenziellen Kunden. Kommt es zum Kauf, erhält der Nutzer einen Teil Der Wert eines Users beträgt für Google bis zu 700 Dollar pro Jahr. MARCUS TONNDORF Mehrfachgründer und Unternehmer des Entgelts, welches das Unternehmen für seine Adresse bezahlt hat. Kauft der Kunde nichts, bekommt er auch kein Geld. Damit vermeidet Tonndorf, dass Nutzer, die nur Kaufinteresse vortäuschen, für ihre Daten bezahlt werden. Gleichzeitig aber macht er den Menschen zum Herr über seine eigenen Daten: Es ist in jedem Fall besser, als im Netz unsichtbar getrackt zu werden und per Retargeting und anderen Online-Marketing-Technologien verfolgt zu werden, findet Tonndorf. Außerdem ist es billiger, als seine Daten im Gegenzug für einen Fre -Account freizugeben. Tonndorf rechnet vor: Der Wert eines Users beträgt für Google bis zu 700 Dollar pro Jahr, abhängig vom Nutzerprofil. Im Gegenzug dafür, dass sie ihre persönlichen Daten verkauft haben, erhalten die Nutzer lediglich freie Services wie Gmail, die Google dann noch einmal mehr Informationen liefern. Ein Prototyp der Plattform ist bis Ende Mai geplant. Ende 2013 soll eine marktfähige Version online gehen. Bereits jetzt ist Tonndorf im Gespräch mit Investoren, bisher finanziert der Unternehmer sein Projekt aus der Privatschatulle nicht die schlechteste Motivation für eine baldige Monetarisierung. vg Interview Ende des Statistendaseins Alle Macht den Usern: Online-Nutzer verkaufen ihre persönlichen Daten gegen Entgelt weiter. Wie stellen Sie sich das vor? David Eicher: Ende des Statistendaseins, ab heute bin ich Hauptdarsteller. In der Praxis heißt das, der User lässt sich nicht mehr von Cookies tracken und mit Werbung bespielen, er bestimmt selber, welche Angebote er bekommt. Ich stelle mir eine Bewegung vor, die ein eigenes Portal entwickelt, das alle persönlichkeitsrelevanten Daten aggregiert und diese an die Industrie vermarktet, und zwar genau in dem Umfang, in dem das vom User gewollt ist und gegen ein entsprechendes Entgelt. Jeder User erfasst dabei seine Daten selbst, indem er sie eingibt oder ein Tracking Tool mitlaufen lässt. Die Daten werden zentral verwaltet und dann weiter an Media-Agenturen oder Dialogagenturen vermarktet. Datenschützer gehen aber davon aus, dass bereits viel zu viel über uns bekannt ist Eicher: Jeder von uns hinterlässt Spuren im Netz und gibt freiwillig auch Informationen preis an Unternehmen und Dienste, deren Verkettungen auf den ersten Blick nicht ganz deutlich werden. Man muss sich schon genau durch alle AGBs wühlen, um zu erfassen, dass ein Service oder eine App in Wirklichkeit von der Industrie gesponsert wird, die die Daten dann auch für sich nutzt. Man wird als Nutzer in der Tat völlig transparent. Bestes Beispiel sind Fitness oder Healthcare Apps, die die Gesundheit, die Fitness, ja oft sogar die Lebensplanung aufzeichnen. Nehmen Sie mal die Nike Running App, da geht es vordergründig um Sportartikel, aber natürlich will Nike damit vor allen Dingen Erkenntnisse sammeln, wer für welches Produkt geeignet ist und wo sich Cross- Selling-Potenzial ergibt. Man kann sich aber mit einem anonymen Profil anmelden Eicher: Genau, und hier beginnt es für unser Modell interessant zu werden. Denn wenn der Nutzer ohnehin schon bereit ist, all seine Daten zu erfassen und weiterzugeben, warum nicht gleich noch eins David Eicher, Geschäftsführer der Münchner Webguerillas GmbH, Agentur für alternative Werbung oben drauf setzen und auch seine Identität preisgeben? Das wäre die Kirsche obendrauf, denn all die aggregierten Daten schaffen ja nur eine Annäherung, nie aber den direkten Kontakt zu genau dem User, der genau die Produkte und Dienstleistungen nachweislich haben will. Die Unternehmen könnten immer noch Geld dabei sparen, denn einen qualifizierten Kontakt zu schaffen ist teurer. Was könnte ein User verdienen? Eicher: Die User würden ihr Geld vom Vermarkter erhalten, der wiederum vom Unternehmen bezahlt wird. Das Pricing richtet sich dann nach der Art, der Menge, der Aktualität, dem User-Status und dem Privatstatus der Informationen ähnlich wie das heute schon bei der Vermarktung von Leads gehandhabt wird. Nehmen wir an, es gäbe 50 Persönlichkeitskategorien mit jeweils zehn Angaben. Jede einzelne dieser Angaben kostet das Unternehmen 50 Cent. Es gäbe eine Gebühr, das System zu nutzen: Sagen wir einmalig 50 Euro pro Jahr. Und jede Kategorie zu nutzen, koste obendrein fünf Euro. Somit gäbe es eine Reihe möglicher Erlösquellen und am Ende vielleicht ein gutes Zubrot für User. Wie lässt sich die breite Masse gewinnen? Eicher: Ich glaube, das Ganze könnte an Fahrt gewinnen, wenn die ersten 100 Euro über den Tisch gegangen sind. Wenn die Menschen merken, dass man damit Geld machen kann und das twittern, bloggen, auf Facebook posten, dann kommen weitere Menschen, dann wird die kritische Nutzermasse sicher schnell überschritten. INTERVIEW: VERA GÜNTHER

8 MARKETING & WERBUNG 8 Internet World BUSINESS 15. April /13 CRITEO Mobile Testläufe Big Data und Mobile: Die beiden Trends verbindet Criteo und hat hierzu lande die ersten Testläufe mit auf (anonymisierten) User-Daten basierenden Kam pagnen auf mobilen Endgeräten gestartet. Erste Ergebnisse erwartet Alexander Gösswein, Criteo Deutschland Managing Director, in etwa zwei Monaten. Mit dem Schritt in die mobile Welt erklimmt das Unternehmen aus Frankreich die nächste Entwicklungsstufe. Groß und berühmt (und berüchtigt) ist Criteo mit Retargeting geworden. Es folgte die Weiterentwicklung ins datenbasierte Real-Time-Geschäft. Inzwischen bezeichnet sich Criteo selbst als weltweiten Marktführer für Performance Display Advertising und betreut mehr als Kunden mit Büros in über 30 Ländern. häb OMNICOM MEDIA GROUP GERMANY Resolution für Real-Time Die großen Agenturnetzwerke formieren sich für die Zukunft des Data-driven Media Business: Jetzt bündelt die Omnicom Media Group Germany (OMD/PHD) ihre Services in den Bereichen Search, Social Advertising, Mobile und Display Programmatic Buying Die Agenturmarke Resolution zählt wie Analect Solution zur Analect Group unter der neuen Marke Resolution. Die Themen Data, Analytics, Technology und Tracking werden unter der Marke Annalect Solutions zusammengefasst. OMGG-COO Peter Kuhlmann: Wir werden auch in Zukunft verstärkt in die Bereiche Data Analytics und Technology investieren. Bereits heute sei OMGG führend, was das Handling und die Umsetzung von Real-Time- Kampagnen angeht. häb OMS Ab jetzt auch mobil Die OMS steigt in die mobile Vermarktung ihres Portfolios, genauer gesagt der Tageszeitungen ein. Vom Start weg sind 50 Partner mit dabei, darunter die mobilen Websites von Kölner Express, Hamburger Morgenpost, Neue Osnabrücker Zeitung, Rheinische Post und Stuttgarter Zeitung. Werbekunden erreichen laut OMS-Geschäftsführer Matthias Wahl junge und hoch gebildete Early Adopter bundesweit mit einer monatlichen Reichweite von Unique Usern. Weiter profitierten Werbekunden von einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Reichweite, die im Laufe des Jahres kontinuierlich ausgebaut werde. häb Anzeige Online statt Schweinebauch Der Lebensmittelhandel schichtet seine Werbeinvests massiv ins Netz um etzt also auch Edeka: J Wir lieben Internet heißt in Anlehnung an den Werbeclaim Wir lieben Lebensmittel die neue Devise für die Werbung des deutschen Lebensmitteleinzelhandel-Primus. Anfang April ging die neue Website des Händlers mit etlichen neuen Features on Air. Die Suche nach regionalen Angeboten ist nun einfacher und moderner geworden, die Rubrik Neu im Sortiment präsentiert neue Eigenmarkenartikel und mithilfe einer Suchfunktion lässt sich das gesamte Sortiment nach Schlagwörtern und nach Marken wie Gut & Günstig durchsuchen. Hinzu kommt eine Rezeptsuche, die nicht nur Vorschläge liefert, sondern auch zu bestimmten Zutaten Ideen liefert. Außerdem sind wöchentliche Ernährungs- Specials inklusive Beratung und BMI- Rechner usw. verfügbar. Der Schwerpunkt liegt hier ganz auf Branding im Netz und mit der interaktiven Kommunikation will der Konzern seine Kompetenz bei Beratung und Lebensmitteln dokumentieren. Rewe und Lidl haben sich in der Vergangenheit im Netz (inklusive Social-Media- Plattformen) auch kräftig aufgehübscht. Hübsch für die Big Screens wei Jahre hat der alte Auftritt gehalten, Zjetzt musste ein neuer her: Das Spektrum der unterschiedlich genutzten Bildschirmgrößen sowie die Aufbereitung von Content hin zu mehr Bild und Variabilität hat sich den letzten Jahren deutlich verändert, meint Jan Oetjen, Geschäftsführer von Web.de und GMX.de. Und bekanntermaßen geht auch bei Werbungtreibenden der Trend zur großflächigen, exklusiv belegbaren Sonderwerbeintegration im Internet. Vor diesem Hintergrund wurde der Auftritt von GMX.de auf den Big Screens PC und Laptop einem umfassenden Relaunch unterzogen. Wesentlichste Änderungen: im Vergleich zum alten Auftritt eine übersichtlichere Kacheloptik, mehr redaktionelle und flexibler gestaltbare Inhalte, eine opulentere Bildsprache sowie eine variierbare Spaltenzahl. Das heißt: Wird die Seite mit dem Cursor zusammengeschoben, verringert sich die Spaltenzahl von vier auf bis zu zwei Spal- GMX präsentiert opulente Optik und optimierte Werbeflächen Auch Discounter Aldi sorgt mit seiner Internet-Offensive für Furore. Allerdings in puncto Werbung. Auf reichweitenstarken Portalen wie ebay, Web.de oder GMX bewirbt das Unternehmen aus Mühlheim massiv seine Tagesbeziehungsweise Wochen angebote. Testmärkte sind hier bislang Bayern und Baden-Württemberg. Strohfeuer oder Dauerbrenner? Vor allem die klassischen Medien verfolgen die Aktivitäten von Aldi mit Argusaugen. Bekanntermaßen haben die Tageszeitungen kräftig unter den Budgetumten beziehungsweise passt sich dynamisch dem Browser-Sichtbereich an. Ebenfalls immer im sichtbaren Bereich also sticky sind die Login-Leiste (Fre , Pro Mail, Top Mail) sowie die fest platzierten Formate wie beispielsweise das Billboard und das Medium Rectangle im oberen Teil der Site. Redaktionell (Stichwort qualitative Umfelder ) wird GMX ebenfalls aufgewertet: Wichtige Meldungen erhalten Mehr Raum: Links der alte, unten der neue Auftritt getreu der Devise: Weniger ist mehr Appetitlich: Lebensmittelhändler entdecken das Internet, bestücken es mit Inhalten und lassen auch Werbegelder fließen schichtungen der Handelsketten zu leiden. So hat Lidl seine Werbeinvestments laut der Marktforscher von Ebiquity vergangenes Jahr in den Tageszeitungen gegenüber 2011 um sechs Prozent auf 32 Millionen Euro heruntergefahren, Aldi um 32 Prozent auf 25,5 Millionen und Edeka um 6,4 Prozent auf 18,5 Millionen Euro. Da bleibt es spannend zu sehen, wie die Tests von Aldi ausgehen. Denn so viel steht fest: Wirkt Werbung im Netz, dann wird Aldi dort bleiben und die anderen werden folgen. häb auf der neuen Homepage eine größere Präsenz, redaktionelle Services werden nach und nach ausgebaut. So werden etwa Module wie ein Newsticker oder ein Finanzmodul bereitgestellt, für den Sommer sind weitere Individualisierungsmöglichkeiten geplant. Auch an die Vermarktung wurde gedacht: Wir wollen die Attraktivität von Online als Werbemedium durch eine langfristige Akzeptanz von Werbung bei den Usern sicherstellen, stellt Oetjen klar. Um der Werbeblindheit (sogenannte Wearout-Effekte) bei Usern entgegenzuwirken, ist der neue Auftritt etwa flexibler, was die Platzierung von Werbung betrifft. Weiter sind die Werbeflächen so positioniert, dass Wirkungskennziffern wie Position, Größe und Clutter-Index unverändert bleiben (Clutter beschreibt die Überfrachtung einer Seite mit Werbung). Größter Wert wurde natürlich auch auf die Sichtbarkeit der Werbemittel gelegt. Im Spätsommer sollen weitere Werbeformen dazukommen. häb

9 8/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 9 Dornröschenschlaf beendet Lange hat es gedauert: Jetzt setzt sich das mobile Internet in jeder Beziehung durch obile nimmt weiter Fahrt auf. Laut Maktuellem Mobile Report 2013/1 der Unit Mobile Advertising (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) wurden 2012 bereits 62 Millionen Euro in mobile Werbung investiert. Für das laufende Jahr prognostiziert der Verband einen Anstieg um 70 Prozent auf 105 Millionen Euro (Grafik). Damit folgen die Spendings den Reichweiten der mobilen Internet-Nutzung: 21,30 Millionen Nutzer, das sind 30,3 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren, sind laut den aktuellen Mobile Facts 2012-II der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) inzwischen im mobilen Internet unterwegs. Die Anzahl der Unique Mobile User in Deutschland hat sich damit seit der ersten Erhebung 2010 beinahe verdoppelt. Fast jeder Sechste nutzt dabei das mobile Netz schon lieber als das klassisch-stationäre Internet. Die Studie Mobile Media Consumption Report des Werbenetzwerks Inmobi wiederum hat sich dem Thema Werbung gewidmet. Demnach wurden bereits 57 Prozent der Befragten ( User in 14 Märkten) durch mobile Werbung auf neue Produkte aufmerksam. Eine Case Study des MAC zur Einführung des Leibniz Choco Crunchy -Kekses kommt zum selben Ergebnis: Die gestützte Werbeerinnerung wurde durch die mobile Kampagne um 17,3 Prozent erhöht. Das Plus bei der Web-Kampagne lag bei 13 Prozent. häb Bildschirm to go: Die Nutzung des mobilen Internet steigt, die Werbeinvests ebenfalls. Und: Mobile-Werbung wirkt Foto: Fotolia / Mpfphotography Mobile Bruttowerbeerlöse Umsätze Mobile Display Ads und Apps Angaben in Mio. Euro 35, , % Explosion I: Trotz enormen Wachstums fließen 2013 aber nur 0,1 Milliarden Euro in Mobile Quelle: Unit Mobile Advertising / Nielsen INTERNET WORLD Business 8/13 105, Reichweiten mobiler Webseiten Nettoreichweiten pro Monat (Agof/Mobile Facts 2012-II) Gutefrage.net Bild.de Spiegel Online Focus Die Welt Web.de Deutsche Telekom Chefkoch.de VodafoneE Live Gmx.de 4,44 Mio. Unique Mobile User 4,04 20,9 % + 46,0 % 19,0 % + 13,8 % 2,76 2,13 1,97 12,9 % + 6,15 % 10,0 % + 26,0 % 9,2 % + 24,7 % 1,83 1,79 1,78 1,70 1,64 8,6 % + 14,4 % 8,4 % + 17,0 % 8,4 % + 39,1 % 8,0 % + 38,2 % 7,7 % + 11,6 % Wachstum zu Mobile Facts Basis: ungew. Fälle, gew. Fälle 100,0 % Explosion II: Die Reichweiten der mobilen Webseiten gehen durch die Decke. Primus Gutefrage.net erreicht knapp 21 Prozent der mobilen Surfer INTERNET WORLD Business 8/13 Quelle: Agof Mobile Mobile Bruttowerbeerlöse nach Branchen Die Top Spender 2013 nach Wirtschaftszweigen Kraftfahrzeugmarkt Telekommunikation Dienstleistungen Medien Sonstige Werbung Finanzen Computer und Büro Handel und Versand Energie Körperpflege 11,747 10,792 7,636 5,410 4,937 4,572 4,065 2,686 1,604 1,520 Angaben in Mio. Euro Die Autobauer fahren vor: Fast 12 Millionen Euro ließ sich die Pkw-Branche ihre werblichen Testfahrten im mobilen Web kosten INTERNET WORLD Business 8/13 Quelle: BVDW Taylor Swift: Dirty Dancing im Netz Von Bewegtbild bis Real-Time Bidding: Die Sneaker-Kultmarke Keds startet 360-Grad-Online-Kampagne m Kultfilm Dirty Dancing tanzte sich Idie Hauptdarstellerin Frances Baby Houseman (alias Jennifer Grey) in einem weißen Paar Keds Champion in die Herzen von Millionen Fans. Jetzt geht die Sneaker-Kultmarke aus den USA in Deutschland und England mit der Grammy-Gewinnerin Taylor Swift in die Online-only-Werbeoffensive. Zum Einsatz kommen Bewegtbild, aufmerksamkeitsstarke Display-Werbemittel auf großen Portalen und auch Social Media. Großen Wert hat die zuständige Media-Agentur Brainagency auf die zielgruppengenaue Aussteuerung (weibliche Fashionitas zwischen 16 und 24 Jahren) der Kampagne gelegt. User, die beispielsweise auf Youtube Taylor Swift suchen, bekommen ein Pre-Roll mit dem Keds- Jung, weiblich, trendig: Die Zielgruppe von Keds gibt s am ehesten im Netz. Das Motto: Sei mutig bis zu den Sohlen Clip eingespielt, erläutert Brainagency- Geschäftsführer Markus Stautner. Weitere Bausteine bilden Real-Time Bidding und Retargeting. Stautner: Laut unseren Erfahrungen erzeugt Real-Time Bidding in Kombination mit Retargeting eine hervorragende Wirkung bei einem einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Kunden. Für die Kreation von Braveheart ist Gürtlerbachmann in Hamburg zuständig. sg Samsung setzt auf Smartclip martclip konnte erneut einen dicken SFisch an Land ziehen und vermarktet ab sofort die digitale Werbeplattform Ad Hub von Samsung in über 19 Ländern. Ad Hub regelt die gesamte Ausspielung von Bewegtbildwerbung auf sämtlichen Internet-fähigen Geräten des TV-Geräte- Weltmarktführers wie Smartphones, Tablets und eben Smart-TV-Geräten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Werbungtreibende können so ihre gewünschten Zielgruppen plattformübergreifend (Stichwort Multiscreen) ansprechen regional wie auch global. Smartclip-CEO Jean- Pierre Fumagalli: Innerhalb unseres Connected-TV-Netzwerks liefert die Partnerschaft mit Samsung signifikante Skaleneffekte für unsere Kunden. Im digitalen Marketing-Mix können Werbetreibende jetzt Connected TV hinzufügen und so ihre Konsumenten auf allen vier Bildschirmen gleichzeitig erreichen. häb

10 MARKETING & WERBUNG 10 Internet World BUSINESS 15. April /13 GOOGLE ANALYTICS Tool für Customer Journey In den USA ist es bereits seit Ende 2012 für ausgewählte Nutzer verfügbar, jetzt soll das Attribution Modeling Tool auf breiterer Front gestartet werden. Diese Funktion von Google Analytics erlaubt die grundsätzliche Erfassung von Customer Journeys und die darauf aufbauende Zuweisung von Werbemitteln auf verschiedene Marketingkanäle. Von ersten Testern aus den USA wird die Funktion als recht rudimentär beschrieben, da sie bisher nur die Analyse von Aktionen über die vergangenen 30 Tage erlaubt (Lookback Window). Es wird aber erwartet, dass Google die Zeitspanne in Kürze auf 90 Tage ausweitet, was der Lebensdauer der meisten Tracking- Maßnahmen eher entsprechen würde. fk AFFILIWELT Whitelabel-Netzwerk Die Performance-Agentur Active Performance bietet für das von ihr im Jahr 2012 übernommene Affiliate-Netzwerk Affiliwelt künftig auch eine Whitelabel-Lösung an: Werbungtreibende oder Agenturen, die Affiliate-Netzwerk in der eigenen CI: Ein (fiktives) Gestaltungsbeispiel bei Affiliwelt gelistet sind, können sich ein Partnerprogramm-Portal mit eigenem Look and Feel erstellen, um Interessenten an ihrer Marke auf Affiliate-Werbemöglichkeiten hinzuweisen. Die komplette technische Abwicklung übernimmt Active Performance. Für den Merchant oder für die Agentur entstehen über die branchenübliche 30-Prozent-Fee auf die an die Affiliates ausgeschütteten Provisionen hinaus keine weiteren Kosten. fk OPTIVO Wissensplattform für Der Berliner -Marketing-Dienstleister Optivo hat eine Online-Wissensplattform für -Marketing gestartet. Optivo Companion soll Anwendern des Optivo- Software-Tools Broadmail einen direkten Zugang zu wertvollen Informationen und Experten-Tipps rund um effektives und zeitgemäßes -Marketing liefern. Dieses Angebot ergänzt den bereits bekannten -Marketing-Blog Campfire. Die neue Online-Wissensplattform richtet sich nach Angaben des Unternehmens sowohl an Einsteiger als auch Profis. Der Zugang erfolgt über das Broadmail-Interface und ist für Kunden kostenfrei. fk Anzeige Bewertungen für die SEO Merchant Quality Algorithm soll schlechte Shops im Ranking zurückwerfen S chlechte Kundenbewertungen auf Plattformen wie Ciao, Qype und Yelp schrecken potenzielle Käufer ab das ist eine Binsenweisheit. Doch folgt man der Ankündigung von Google-Manager Matt Cutts, kommt es noch dicker: Im Rahmen der SEO-Konferenz SXSW in Austin/Texas kündigte der Herr über den geheimen Google- Suchalgorithmus an, dass die Qualität von Webshops künftig verstärkt in deren Suchmaschinenranking einfließen wird. Bestes Ergebnis für den Nutzer Der Merchant Quality Algorithm soll Bewertungen auf der eigenen Seite, aber auch solche, die in Bewertungsportalen oder Handelsplattformen abgegeben werden, analysieren und schlecht bewertete Shops durch Rückstufung im Rating bestrafen. Googles Absicht dahinter lautet wie immer: Der User soll auf seine Suchanfrage hin das beste Ergebnis erhalten und ein Shop mit lobenden Erwähnungen sei nun mal besser als einer mit schlechten Urteilen. Wann der Algorithmus in Deutschland greift, steht noch nicht fest. Experten rechnen mit Mitte des Jahres. Borja Carrion, Business Development Manager beim Münchner Büro des Performance-Spezialisten icrossing, geht davon aus, dass Google neben Bewertungs- Sternen auch bewertende Texte analysieren kann. In welchem Verhältnis Sterne und Text gewichtet werden, ist indes noch Motivation auf der Spur Studie untersucht Beweggründe für Bezug von Newslettern egionale Unterschiede bei der Nut- von und Social Networks Rzung belegt die Studie Global Executive Summary 2013 des Marketing-Technologieanbieters Exact Target. So haben in Deutschland, wie anderswo auch, neun von zehn Webusern Newsletter abonniert, doch lediglich 39 Prozent sind Fans eines Unternehmens auf Facebook, nur sieben Prozent folgen einem Unternehmen auf Twitter. In Brasilien indes liegt der Anteil der Facebook-Fans bei 77 Prozent, der der Twitter-Follower bei 26 Prozent. Bei den Bewertungen entscheiden zukünftig über das Suchmaschinen-Ranking eines Webshops mit nicht bekannt. Angesichts dieser Aussichten empfiehlt Carrion Shop-Betreibern, den Merchant Quality Algorithm als Anlass zu nehmen, sich dem Thema Bewertungen eingehender zu widmen. Viele Online-Händler wissen gar nicht, wo Kunden sie überall bewerten, berichtet der 27-Jährige und rät deshalb dazu, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Dazu sollten sich Website-Betreiber unbedingt bei Plattformen wie Ciao.de, Dooyoo.de, Kelkoo.de, Shop- Auskunft.de oder Qype.com anmelden. Accounts bei ebay und Amazon sollten ebenfalls nicht fehlen. Der nächste Schritt ist eine Warum deutsche Nutzer Newsletter abonnieren Informationen über Sonderangebote und Rabatte Updates für ein Produkt oder einen Service Vorabinformation über neue Produkte Giveaways oder Gratisproben erhalten Motiven für das Abonnieren eines Newsletters liegt für die Deutschen das Abgreifen eines Werbegeschenks als Motiv relativ weit hinten: Nur 28 Prozent der Befragten gaben dies an. In Frankreich (40 Prozent) und Großbritannien (44 Prozent) sind Werbegeschenke dagegen das zweitwichtigste Argument für den Bezug. Eine Erkenntnis gilt für alle Länder: Die Erwartung, etwas zu sparen über einen Rabatt oder ein Sonderangebot ist ein starkes Motiv, einem Unternehmen zu folgen, egal auf welchem Kanal. fk Ein Werbegeschenk als Trigger für eine Newsletter-Anmeldung zieht in Deutschland weniger stark als in anderen Ländern. In Frankreich und Großbritannien stehen Giveaways und Gratisproben höher im Kurs INTERNET WORLD Business 8/13 Quelle: Exact Target Global Executive Summary % 28 % Borja Carrion arbeitet als Business Development Manager bei icrossing 39 % 45 % Mehrfachnennung möglich offensive Auseinandersetzung mit negativen Bewertungen mit dem Ziel, die Urheber zu einer Rücknahme zu bewegen. Wenn ein Kunde Sie negativ bewertet hat, können Sie versuchen, Kontakt mit ihm aufzunehmen und nach dem Grund für die schlechte Bewertung zu fragen. Bei der Kontaktaufnahme seien die Bewertungsportale behilflich, weiß Carrion, der selbst früher bei Ciao gearbeitet hat. Die Portale haben selbst Interesse daran, Fake-Bewertungen zu verhindern weil eine zu hohe Betrugsquote schnell auch ihre eigene Reputation beschädigt. Nummer gegen Fakes Telegate startet Local Coupons it einer Kooperation mit dem Loca- Based Service Around Me will Mtion die Münchner Telegate AG kleinen und mittelständischen Kunden einen digitalen Zugang zur Laufkundschaft eröffnen. Über die eigenen Smartphone-Apps der Online-Branchenbücher com und Klicktel.de sowie das Angebot von Around Me können Gewerbetreibende kurzfristig mit Rabattangeboten werben und ihr Geschäft so bei Bedarf ankurbeln. Telegate-Chef Elio Schiavo erklärt das Funktionsprinzip: Über die App rufen potenzielle Foto: Fotolia.com / Do-Ra Hat ein Händler Zweifel an der Echtheit einer Bewertung, kann er die Plattform darum bitten, den bewertenden Autor nach der Rechnungsnummer des Kaufs zu fragen, auf den sich die Kritik bezieht. Als heilendes Trostpflaster für verstimmte Kunden empfiehlt Carrion ein probates Mittel: einen Einkaufsgutschein. fk Rabatte hier und jetzt: Around Me App Kunden Aktionen auf, die sie in diesem Moment interessieren und die sich in ihrer unmittelbaren Nähe befinden. Vor Ort im Ladengeschäft zeigen sie dann lediglich ihr Mobiltelefon vor, um dadurch in den Genuss der Sonderangebote zu kommen. MIRJAM MÜLLER

11 8/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 11 W CASESTUDY Belohnung für die Kunden Wie dem Energieversorger RWE eine Newsletter-Kampagne mit überraschend hoher Conversion Rate gelang ie hoch ist Ihr Energieverbrauch pro Monat? Kunden des Strom-, Gas- und Wasserversorgers RWE finden auf diese Frage eine Antwort im Web. Über das Internet-Kundenportal können sie nicht nur ihren aktuellen Abrechnungsstatus überprüfen, sie können auch Zählerstände übermitteln, ihre persönlichen Daten ändern und von einem Strom- oder Gastarif in einen anderen wechseln. Für den Essener Versorgungskonzern hat das Self Service Tool natürlich einen Windkraft spielt im RWE-Mix noch keine große Rolle, ist aber gut fürs Image Vorteil: Jeder Kunde, der sich selbst im Internet behilft, entlastet die Mitarbeiter im Callcenter. Ohne große Erwartungen 2012 startete die RWE Vertrieb AG sie bündelt die Vertriebsaktivitäten des Konzerns gemeinsam mit dem Berliner mehrstufige -Kampagne mit unterschiedlichen Ansprachen. Außerdem wurde ein besonderes Incentive ausgelobt, eine limitierte Version des sogenannten Smart Home Starter Sets. Mit diesem Set lassen sich ausgesuchte Stromverbraucher, aber auch Heizungsventile -Marketing-Dienstleister Optivo programmgesteuert an- und aus- eine mehrstufige Newsletter-Kampagne. Das Ziel: RWE-Bestandskunden dazu zu bewegen, sich beim Online-Kundencenter anzumelden. Jennifer schalten, auf Wunsch sogar per App auf dem iphone. Entwickelt und vertrieben wird das System von der RWE Effizienz GmbH, Tamblyn, bei RWE die als Partner an der verantwortlich für den Verkaufskanal Online, ging ohne größere Erfolgserwartungen Kampagne mitwirkte. Mit dem Smart Home Set, so lautete eine Argumenta- an tionslinie in den s, dieses Projekt heran: behalten die RWE- Wir hatten eine solche Kunden die volle Aktivierungskampagne noch nie gemacht und beschlossen daher, alles als Erfolg zu betrachten, was über einer Umwandlungsrate von drei Prozent Wertvolle Prämie: Das RWE Smart Home Set Kontrolle über ihre Energiekosten genau wie durch das Online- Kundenportal. Andere Headlines zielten direkt auf den Geldbeutel der liegt. Umwandlungsrate, das bedeutet in diesem Fall: Anteil der Empfänger, die nach Erhalt des Newsletters das tun, was der Absender beabsichtigt hat. In diesem Fall also eine Registrierung im Online- Kundenportal. Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeitete Optivo für das Essener Unternehmen eine Kundschaft ab, etwa: Sie wollen Strom, Zeit und bares Geld sparen? In insgesamt drei Stufen wurden die Kunden angesprochen, zwischen den einzelnen Aussendungen lagen jeweils vier Tage. Welche Mail der Kunde als Nächstes bekam, hing davon ab, wie er auf die vorausgegangenen reagiert hatte. Auch verschie- Steckbrief Der Konzern: Die RWE AG gehört zu den fünf größten Versorgungsunternehmen in Europa produzierte der Konzern rund 278 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Kohle und über 300 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Gas. Kunden: Rund 16,4 Millionen Strom- und 7,7 Millionen Gaskunden (2012) Ertrag: 53,2 Mrd. Euro Umsatz, 1,3 Mrd. Euro Nettoergebnis (2012) Erste Stufe: Mit unterschiedlichen Claims wurden die Kunden angesprochen Foto: RWE dene Platzierungen der Elemente wurden getestet. Eine wichtige Rolle bei der Aktivierung spielte das bereits erwähnte Smart Home Set. Gegenüber der Variante, die RWE im Internet und im Einzelhandel für rund 330 Euro anbietet, war dieses Set in Funktion und Lieferumfang zwar reduziert, aber dennoch eine recht hochwertige Prämie für eine solche Aktion. Kosten statt Neugier In Split-Tests zeigte sich, dass Appelle an die Neugierde und den Spieltrieb der Kunden ( RWE Smart Home kostenlos die Zukunft testen ) weniger stark wirkten als reine Finanzanreize ( Das Kundenkonto Online: jetzt noch Willkommens- Geschenk sichern! ). Es zeigte sich auch, dass Öffnungs- und Klickraten mit jeder Versandstufe zunahmen, von anfangs rund 49 Prozent Öffnungs- und 17 Prozent Klickraten bis hin zu 70 Prozent Öffnungsund über 24 Prozent Klickrate bei der dritten Mail mit der zugkräftigen Erinnerung an das Willkommensgeschenk. Am Ende konnten die Projektpartner eindrucksvolle Zahlen vorweisen: Die Kampagnen-Öffnungsrate lag bei über 70 Prozent, die effektive Klickrate bei 35 Prozent. Das bedeutet, dass jeder dritte Empfänger in der geöffneten Mail irgendein Element angeklickt hat. Und die Conversion Rate belief sich schließlich auf elf Prozent fast viermal so viel wie am Anfang erwartet. Eine Rolle dabei spielte sicherlich auch die hochwertige Mitmachprämie in Form des Heimautomatisierungs-Kits. Doch für die RWE-Vertriebsverantwortliche Tamblyn war die Aktivierung der Teilnehmer für das Online-Kundenportal nur ein möglicher Nutzen der Kampagne. Ihr geht es auch darum, RWE als Premiumanbieter mit innovativen Ideen darzustellen und das Thema Smart Home im Markt präsenter zu machen. fk Zweite Stufe: Eher ins Detail geht diese Nachfass-Mail, die hohe Öffnungsraten erzielte Interview Jennifer Tamblyn, Verkaufskanal- Manager bei der RWE Vertrieb AG Vielen Kunden ist persönlicher Kontakt sehr wichtig Frau Tamblyn, Sie wollten Ihre Kunden mit der mehrstufigen Newsletter-Kampagne dazu bewegen, sich in Ihrem Online-Kundenportal zu registrieren. Dazu haben Sie ein sehr hochwertiges Incentive eingesetzt. Wie verhalten sich da Aufwand und Nutzen? Jennifer Tamblyn: Ja, das Incentive ist in der Tat hochwertig. Das Smart Home Set zum Fernsteuern von Energieverbrauchern im Haus, das wir in der Mailing-Aktion angeboten haben, war allerdings eine kleinere Version als das Starterpaket aus dem Shop. Dieses hat eine Anschlussmöglichkeit von fünf Geräten und ein Heizkörperthermostat statt zweien. Einerseits haben wir natürlich den Nutzen, unseren Kunden die Internet-Nutzung schmackhaft zu machen, zum anderen wollen wir auch das Thema Smart Home im Markt präsent machen und uns so als Energiedienstleister und -berater positionieren. Warum ist Ihnen das so wichtig? Tamblyn: Als Energieversorger haben wir auch die Verantwortung, dem Kunden zu zeigen wie er Energie effizient und bewusst nutzen kann. Die Kampagne war alles in allem eine gelungene Zusammenarbeit zwischen der RWE Vertrieb AG und der RWE Effizienz GmbH, der Gesellschaft, die für den Smart-Home-Vertrieb zuständig ist. Sie hatten ursprünglich damit gerechnet, dass drei Prozent aller Mail-Empfänger konvertieren. Jetzt sind es elf Prozent geworden. Wollen Sie über kurz oder lang alle Ihre Kunden ins Online-Portal bringen? Tamblyn: Es ist schön, wenn wir unsere Kunden von den Vorteilen des Online-Kundenportals überzeugen können. Den Online-affinen Kunden wollen wir den Weg und die Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen. Vielen ist, auch je nach Anliegen, nach wie vor der persönliche Kontakt sehr wichtig. Insgesamt wollen wir unsere Kunden gezielter ansprechen. Dies geht weit über den Versand von Newslettern hinaus. INTERVIEW: FRANK KEMPER

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14 14 Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG VERTIKALE NETZWERKE Interessengesteuert Nischenanbieter haben allein oft nicht genug Reichweite für die Vermarktung. Hier kommen Vertical Networks ins Spiel nter einer Million Unique User geht Uüberhaupt nichts. Sagen zumindest die meisten Mediaplaner. Gemeint ist damit die erforderliche Mindestreichweite, die Internet-Seiten erzielen sollten, um für Werbungtreibende und Vermarkter interessant zu sein. Während die magische Millionengrenze für große Portale kein Problem ist, stellt sie kleine Nischenanbieter und Special-Interest-Seiten vor große Herausforderungen. Die Nische macht s Genau an diesem Punkt setzen vertikale Netzwerke (Vertical Content Networks) an. Sie bündeln und vermarkten verschiedene Webseiten nach speziellen Themen (zum Beispiel Sport, Mode, Unterhaltung) oder demografischen Aspekten (Frauen, Männer, Alter) unter einem Dach. Die Internet-Portale stammen aus dem Midund Longtail-Bereich, also aus den Netz- Nischen den mittelgroßen und kleinen Websites und Blogs. Und gerade dieser Mid- und Longtail gewinnt sowohl für User als auch für die Werbewirtschaft immer stärker an Bedeutung. Denn das Surfverhalten der Internet-Nutzer beweist schon länger, dass immer mehr Menschen themenspezifisch nach Informationen im Web suchen und sich eher für spezielle Portale als große Generalisten entscheiden. Ein Trend, der für vertikale Netzwerke von Vorteil ist und den Werbungtreibende in ihren Mediaplänen berücksichtigen müssen. International der Pionier für solche Vermarktungsformen ist Glam Media, ein US-amerikanischer Vertical-Network- Betreiber, der 2002 gegründet wurde. Mit Glam Media Deutschland besitzt er auch hierzulande einen Ableger, der 2008 als Joint Venture mit der Burda-Tochter Burda Cross Media gestartet wurde. Zum Portfolio von Glam Media Deutschland gehören das Männer-Portal Brash.de, Glam.de, das sich an Frauen richtet, und Fantasticzero.de, das alle Gaming Fans ansprechen will. Neben Glam Media bilden Netzathleten Media, 2007 in München gegründet, und Media Group One die Big Three der Vertical-Network-Betreiber in Deutschland. Sie alle verzeichnen laut Agof eine Reichweite zwischen 8,5 und 12 Millionen Unique Usern im Monat (siehe Tabelle). Media Group One vereinte bislang unter seinem Dach die Töchter SnackTV und Vertical Network Media. Im Zuge einer Neuausrichtung wurden die beiden Bereiche Video und Vertical jetzt verbunden, Der Druck auf Vermarktungsformen wie Vertical Networks wird definitiv steigen. TIMUCIN GÜZEY Head of Digital, Carat Deutschland Foto: Xxxxxxxxxxx neu entstanden sind die drei Mega-Verticals Entania.com für Unterhaltung, Fabalista.com für Frauen und Zolanis.com für Männer (siehe auch Interview rechts). Reichweite, Reichweite, Reichweite Die Vorteile solcher Netzwerke fasst Ingo Schwab, Unit Director Digital bei der Agentur Crossmedia, zusammen: Verticals aggregieren Reichweite und ermöglichen somit günstigere Einkaufskonditionen. Für Schwab stellen sie damit auf den ersten Blick vor allem eine Alternative zu den klassischen Themen-Channels der Premiumvermarkter dar. Die Frage, ob sich ein Planer oder Kunde für einen Themen-Channel oder ein Vertical entscheidet, lässt sich für den Agentur-Mann pauschal nicht beantworten, da dies vom Ziel, der Zielgruppe und der Strategie der jeweiligen Kampagne abhänge. Das bestätigt auch Timucin Güzey, Head of Digital bei Carat Deutschland. Breite Zielgruppen könnten in der Regel über konventionelle Targeting-Formen auf Flächenvermarkter deutlich kosteneffizienter angesteuert werden. Aber, sagt Güzey: Vertical Networks sind als Alternative für die Mediaplanung umso interessanter, desto spezifischer sie ihre Leistung auf die jeweiligen Themen und Zielgruppen bündeln können. Werbungtreibenden bieten Verticals nach Schwab themenrelevante Reichweite zu günstigen Preisen sowie breitere Integrationsmöglichkeiten. Peter Lauck, Geschäftsführer Netzathleten Media, ergänzt: Auch Nischenangebote, die bis dato bei Werbekunden nicht im Fokus stehen, aber zum Relevant Set der Zielgruppe gehören, finden somit Beachtung. Konkret eignen sich vertikale Netzwerke laut Mediaplanern aufgrund ihrer hohen Nutzeraktivität vor allem für Werbekampagnen, die auf den Branding-Faktor setzen und Reichweite, Awareness (Markenbewusstsein) oder Image (Markenbild) aufbauen wollen kurz: für Unternehmen, die ihre Marke mit Display- und Gemeinsam stark: Vertikale Netzwerke bündeln die Kräfte reichweitenschwacher Webseiten Foto: Fotolia / blobbotronic Banner-Werbung aufmerksamkeitsstark in Szene setzen möchten. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Vertical Networks ist nach Carat-Experte Güzey die Auswahl und Qualität der damit verbundenen Websites. Diese sollten transparent definiert sein und hinsichtlich der Bewertungskriterien eine entsprechende Qualität aufweisen. Hier können für Güzey Verticals punkten vor allem im Vergleich zu Blind Networks zum Beispiel, die dem Werbekunden die konkreten Websites, die zum Portfolio gehören, nicht offenlegen: Verticals bieten den Vorteil, dass man tendenziell kleinere, aber thematisch sehr affine Seiten bündeln und konsolidiert belegen kann. Verticals auf dem Prüfstand Die zahlreichen unterschiedlichen Seiten vertikaler Netzwerke können aber auch zum Problem werden, wie Arne Wendte, Director Digital Planning bei OMD Düsseldorf, erklärt: Verticals stellen in der Wahrnehmung vieler Kunden immer noch ein nicht darstellbares Risiko für ihre Marke dar, da auf Vertical Networks Inhalte von einer Vielzahl von Seiten aggregiert werden. So entsteht das Gefühl, dass man für diese Platzierungen die Kontrolle über das Umfeld aufgibt. Für den Mediaplaner Schwab von Crossmedia kann es dabei im schlechtesten Fall sogar passieren, dass eine Platzierung hinsichtlich der Qualität (Content, Layout) weniger Strahlkraft hat und eine markenkonforme Integration schwieriger umzusetzen ist. Vertikale Netzwerke sind zudem auch schon länger nicht mehr die einzige Möglichkeit, die anvisierte Zielgruppen anzusprechen. Eine Alternative neben den klassischen Themen-Channels von Pre- Die wichtigsten vertikalen Netzwerke in Deutschland im Überblick Jedes Vertical Network bündelt bestimmte Themen und richtet sich an spezielle Zielgruppen Vertical-Network-Betreiber Verticals (mit Zielgruppe/Themengebiet) Vermarkter Gehört zu Reichweite (Unique User) Axel Springer AG Gofeminin.de (Frauen) Eigenvermarktung (Axel Axel Springer AG 5,1 Millionen Unique User* Springer Media Impact) Glam Media Deutschland Brash.de (Männer) Fantasticzero.de (Entertainment: Spiele) Glam.de (Frauen) Eigenvermarktung Hubert Burda Media Holding Gesamt-Reichweite: 12,1 Millionen Unique User* Mairdumont Media Media Group One Netzathleten Media Discover-outdoor.com (Outdoor: Sport, Reisen) 4trips.de (Reisen) Entania.com (Entertainment: Filme, Spiele) Fabalista.com (Frauen: Stars, Gesundheit, Style) Zolanis.com (Männer: Auto, Wissen, Business) (Sportvertical.de) Businessandmore.de (Business) Entertainweb.de (Entertainment) Gesuendernet.de (Gesundheit, Wellness) Netzathleten.de (Sport) Planetoftech.de (Männer, Technik) Worldsoffood.de (Kochen, Lebensmittel) Eigenvermarktung Mairdumont Media Discover-outdoor.com: 1,3 Millionen Unique User* 4trips.de: 1,9 Millionen Unique User* Eigenvermarktung (Fremdvermarktung²) Media Group One Entania.com: 4,4 Millionen Unique User* Fabalista.com: 5,7 Milllionen Unique User* Zolanis.com: 2,7 Millionen Unique User* IP Deutschland Mediengruppe RTL Deutschland Gesamtreichweite: 8,5 Millionen Unique User* Sevenone Media Sixx.de (Frauen) Eigenvermarktung Pro Sieben Sat1 Media AG 3,0 Millionen Unique User* Vertical Techmedia AG Vertical Techmedia (IT, Technik) Eigenvermarktung Vertical Techmedia AG 4,9 Millionen Unique User* INTERNET WORLD Business 8/13 ² Angebot der Sportvertical Marketing GmbH *Agof Internet Facts / Comscore Quelle: eigene Recherche (Auswahl)

15 8/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 15 Das Vertical Fabalista.com, das von Media Group One betrieben wird, konzentriert sich auf Themen für Frauen miumvermarktern ist beispielsweise Real- Time Bidding (RTB). Für die Mediaplaner sind Verticals allerdings nicht davon bedroht. Verticals stellen keine direkte Konkurrenz zu RTB-Angeboten dar, denn Real-Time-Platzierungen werden weniger zur Buchung themenrelevanter Seiten genutzt, sondern bislang vor allem als Performance-Instrument betrachtet, so Schwab: Darüber hinaus erlaubt RTB lediglich die Buchung von Bannern, während Verticals häufig auch andere Integrationsmöglichkeiten bieten. Fest steht laut Güzey aber, dass sich Verticals anstrengen müssen, um im zunehmend von Automatisierung getriebenen Online-Werbemarkt bestehen zu können: Die Vorzeichen aus digital weiterentwickelten Märkten wie UK oder USA zeigen einen deutlichen Trend in Richtung von RTB-basierten Modellen auf in welcher Form und Geschwindigkeit hierzulande, wird sich noch zeigen. Aber der Druck auf andere Vermarktungsformen wie zum Beispiel Verticals Networks wird definitiv steigen. Canon can und Verticals auch Wie Verticals in der Praxis zum Einsatz kommen, zeigt ein Fallbeispiel von Netzathleten Media. In Zusammenarbeit mit Canon wurde ein Werbemittel für den Druckerhersteller kreiert, mit dem verschiedene Zielgruppen für mehrere Produktserien gleichzeitig angesprochen werden konnten. Die Lösung nannte sich Canon-Konfigurator und war in ein Microspecial eingebettet, das über die Netzathleten-Verticals Planet of Tech und Business & More ausgespielt wurde. Damit wurden Vertical-übergreifend sowohl Technikbegeisterte als auch Geschäftsleute angesprochen. Fuhren User mit der Maus über den Expandable Skyscraper Banner, öffnete sich dieser und es erschien die Frage: Welcher Drucker passt zu mir? Es folgten vier Fragen, nach deren Beantwortung passende Drucker vorgeschlagen wurden. Die Fragen halfen auch bei der Einteilung in verschiedene Zielgruppen (gewerbliche Kunden und Privatleute). sg Wir setzen bei der Fusion auf das = 3 -Prinzip Der Vertical-Network-Betreiber Media Group One richtet sich neu aus und verbindet ab sofort die Angebote der beiden Töchter Vertical Network Media und SnackTV Media. Aric Austin, Geschäftsführer Sales, erklärt die Gründe. Warum haben Sie sich entschlossen, Ihre Bereiche Vertical und Video zu vereinen? Aric Austin: Vertical Network Media und SnackTV sind zwei starke Unternehmen, die ihr eigentliches Potenzial aber noch nicht richtig ausschöpfen. Daher haben wir uns entschlossen, unsere Angebote zu verbinden. Wir setzen dabei auf das = 3 -Prinzip also das gemeinsame und daher volle Entfalten der Kräfte und Möglichkeiten. Was sind die Vorteile dieser Fusion? Austin: Einer der größten Vorteile ist die Vereinfachung für unsere Kunden und Partner sowohl dem Namen nach als auch von der Orientierung und Ausrichtung her. Denn die Erfahrung zeigt, dass die Botschaft von Vertical Networks in einer inzwischen ziemlich großen Vermarkterlandschaft möglichst klar und simpel sein muss vor allem wenn man nicht in den Top 10 der Agof Interview Aric Austin, Geschäftsführer Sales, Media Group One in München steht. Und gerade beim Thema Übersichtlichkeit hatten wir in der Agenturenwelt bislang einige Probleme. Außerdem schaffen wir uns selbst damit einen völlig neuen USP (Anm.: Unique Selling Proposition = Alleinstellungsmerkmal), der uns gegenüber Wettbewerbern einen deutlichen Vorteil verschafft: SnackTV liefert Premium-Content, also Video-Clips, und wir streuen diese in unseren Partner-Pool, der aus etwa 800 Publishern besteht. Was unterscheidet Sie als Vertical-Network-Betreiber von Wettbewerbern? Austin: Wir bündeln Video und Verticals unter einem Dach. Glam Media oder Netzathleten beispielsweise sind im Gegensatz dazu nur auf Display fokussiert, sie haben kein eigenes Video-Produkt. Anbieter wie Smartclip oder Clipkit sind wiederum reine Video-Abrufplattformen. Kunden wollen es sich in dieser Beziehung aber natürlich einfach machen und einen Anbieter, der alles vereint. INTERVIEW: SUSANNE GILLNER

16 MARKETING & WERBUNG 16 Internet World BUSINESS 15. April /13 SERIE: DIGITALISIERUNG (TEIL 2) Radio in Bits und Bytes 32 Millionen Deutsche hören Radio übers Internet, zumindest gelegentlich. Das Web hat das klassische Radio aber nicht verdrängt, sondern ganz im Gegenteil neue Zielgruppen erschlossen: Der Markt für Audio wird größer Web-Radio: Ein Medium viele Zugangswege Unter dem Begriff Web-Radio subsumieren sich die unterschiedlichsten Angebote und Zugangswege. Den größten Teil nehmen die Simulcast-Angebote ein. Hierzu gehören die Angebote der klassischen UKW-Sender inklusive deren digitaler Ausstrahlung. Ausschließlich über das Internet senden hingegen die sogenannten Webcast-Anbieter, die auch Web- only genannt werden. Aggregatoren sind Plattformen, die Web-Radio-Sender (sowohl Simulcast und Webcast) auf ihren Websites bündeln. Hinzu kommen Online-Streaming-Dienste wie Spotify, Simfy oder Napster, die sich aber klar als Musikanbieter mit Personalisierungs- und Community-Funktionen positionieren. Sie werden auch als Smart Radio bezeichnet. s war ein großer Tag, als an Heiligabend E1906 das erste öffentliche Radio-Programm über den Äther ging. Die erste Sendung, von Brant Rock im US-Staat Massachusetts ausgestrahlt, bestand aus einem vorgelesenen Bibeltext, Grammophonmusik und dem live auf Violine gespielten Lied O Holy Night. Dass ein oder gar mehrere Radio-Geräte bald in jedem Haushalt stehen würden, das Radio gar irgendwann aus jeder Hosentasche dudelt, hätten sich die faszinierten Zuhörer damals sicher nicht träumen lassen. Hörfunk ist zum Multichannel-Medium geworden. Nach wie vor wird der gesamte Radio-Markt mit weitem Abstand vom klassischen Kanal dominiert. Allerdings sind mittlerweile alle klassischen UKW- Wellen auch digital empfangbar, und das macht deutlich, wie die beiden Distributionswege immer mehr verschmelzen, erklärt Thorsten Peters, Geschäftsführer der Mediaagentur Pilot in Hamburg. Radio über alle Kanäle Die Hörer von heute rufen zunehmend auch über andere Endgeräte Audio-Inhalte im Internet ab zu Hause über PC und WLAN-Radio oder Tablet, unterwegs per Smartphone-App. Insbesondere die Radio-Apps sind wesentliche Wachstumstreiber der Web-Radio-Nutzung, bestätigt Florian Ruckert, Geschäftsführer des Radio-Vermarkters RMS. Bei vielen Web- Radio-Angeboten liegt die Nutzung auf mobilen Endgeräten bereits bei über 50 Prozent, immer selbstverständlicher schalten Menschen das Smartphone auch zu Hause als Internet-Radio ein sei es in der Dockingstation, mit Kopfhörern oder einfach so, frei herumliegend Internet-basierte Radio-Angebote zählte Goldmedia in seinem BLM Webradiomonitor Dazu gehören Webonly-Programme ebenso wie die etablierten UKW-Marken, die ihre Radiostreams live über den Browser oder Radio-Apps übertragen. Insgesamt zeigen alle Ergebnisse, dass Sender, die erfolgreich sein wollen, neben vielen programmlichen Basics auch die Vorgabe erfüllen müssen, auf allen technischen Verbreitungswegen präsent zu sein, sagt Wolfgang Sauer, Marketingleiter BR Media. Und das allein schon deshalb, weil etwa 85 Prozent der Web-Radio-Nutzung von den klassischen UKW- Programmen erzielt werden. In den vergangenen zwei Jahren sind die Nutzerzahlen für alle Internet-basierten Hörfunkangebote um 117 Prozent gewachsen. Laut Angaben des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft (BVDW) hören mehr als 32 Millionen Bundesbürger zumindest gelegentlich Radio im Netz. Alle Internet-basierten Radioangebote können über die unterschiedlichsten Endgeräte abgerufen werden: Gängige Wege sind PC und WLAN-Radio. Starke Zuwachsraten hat darüber hinaus die Nutzung via Smartphone. Radio über alle Kanäle: Internet-Radio ist über die unterschiedlichsten Plattformen abrufbar Die Hörer müssen sich im Überangebot der Internet-basierten Angebote allerdings erst einmal zurechtfinden. Aggregatoren wie Radio.de, Surfmusik.de oder Tunein.com, die mittels umfangreicher Clusterungen und Beschreibungen zu den inhaltlichen Angeboten den Zugriff auf die gewünschten Sender deutlich vereinfachen, haben in dem Wirrwarr ihre Nische gefunden. Immerhin 15 Prozent der Zugriffe auf Web-Radio-Angebote, schätzt Goldmedia, werden 2013 über Aggregatoren stattfinden. Für Werbungtreibende bieten sie effiziente Möglichkeiten zur zielgruppenspezifischen Aussteuerung mit belastbaren Media-Kennziffern, so Thorsten Peters. Allein Radio.de verfügt über einen Datenpool von über registrierten Nutzern. Regen Zulaufs im Netz erfreuen sich auch Streaming-Dienste wie Napster, Spotify, Simfy oder Deezer. Die Web-Radio-Anbieter und auch die Vermarkter sehen allerdings keine Konkurrenz oder Kannibalisierung der Angebote. Der Markt für Audio wird tatsächlich größer, stellt Florian Ruckert fest. In allen bislang durchgeführten Studien haben wir festgestellt, dass die Web-Radio-Nutzung weitgehend komplementär zur klassischen Radionutzung verläuft, betont der RMS-Chef. Im Endeffekt gibt es zwei Motive, warum jemand Web-Radio hört. Zum einen, weil er in der jeweiligen Situation gerade nicht über den klassischen Weg Radio empfangen kann, zum Beispiel Medien im Umbruch: Konvergenz und Fragmentierung Die Medienlandschaft wächst zusammen, die Nutzergewohnheiten ändern sich. Außenwerbung, Radio, Print und TV müssen eine neue Digitalstrategie entwickeln und sich insbesondere auf die Verknüpfung mit Online einstellen. Die Serie von INTERNET WORLD Business zeigt, welche Wege die klassischen Mediengattungen einschlagen, um mit der fortschreitenden Medienkonvergenz Schritt zu halten. Folge 1: Außenwerbung Ausgabe 7/2013 Folge 2: Radio Ausgabe 8/2013 Folge 3: Print Ausgabe 9/2013 Folge 4: TV Ausgabe 10/2013 Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter herunterladen. Geben Sie einfach den Webcode ein. weil er gerade unterwegs ist, oder aber weil der Hörer über Web-Radio etwas zusätzlich erhält, was über UKW gar nicht im Angebot war. Spezielle Nischenprogramme fallen etwa darunter, oder Sender, die sich normalerweise in einem Verbreitungsgebiet gar nicht empfangen lassen. Beide Motive verlängern die Nutzungsdauer und vergrößern die Nettoreichweite Eintrittsgeld statt Werbung: Spotify wirbt für seinen werbefreien Online-Streaming-Dienst insgesamt, so Ruckerts Fazit. Dabei ergänzt sich die Nutzung im Tagesablauf: Die Prime Time im Web-Radio liegt zwischen 16 und 22 Uhr, die höchste UKW- Nutzung findet am Morgen statt. Durch die aus der Online-Werbung bekannten Mechanismen wie Targeting und Capping können Kampagnen nach unterschiedlichen Parametern wie Endgeräten, Musik-Genres, demografischen Daten, vom User verwendeten Betriebssystemen, zeitlichen Aspekten, bestimmten thematischen Umfeldern oder spezifischen Musikfarben ausgerichtet werden. Als neueste Spielart bietet Laut.fm in Kooperation mit Fotos (v. l. n. r und o. n. u.): Shutterstock; Fotolia / Serggod; Fotolia / Mipan; Fotolia / Sven Kamin

17 8/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 17 dem Vermarkter AS&S zudem das Konzept des Mood-Targeting an, mit dem Werbebotschaften sogar auf die Stimmung der laufenden Songs romantisch, rasant, fröhlich oder traurig abgestimmt und dann direkt in diesem Umfeld ausgespielt werden können. Dabei werden die wichtigsten Songs im Laut.fm-Titelpool mit Mood-Tags versehen. Der Ad Server erkennt dann vollautomatisch, welche Stimmung auf einem Sender gerade vorherrscht, und spielt bei passender Mood den entsprechenden Spot ein, so Laut.fm- Geschäftsführer Rainer Henze. Internet-Radio etabliert sich, doch lange hinkten die Werbeeinnahmen gewaltig hinterher scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein. Bei Radio Energy waren die Werbeplätze im Web-Radio etwa schon Anfang November für den Rest des Jahres ausverkauft begann etwas schleppend. Seit etwa vier Wochen ziehen aber besonders die Cross-Media-Buchungen wieder deutlich an. Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser Trend über das Vorjahresniveau hinaus weiter fortsetzt, sagt Caroline Grazé, Head of Online & New Business bei Radio Energy. Für 2013 gilt es nun, das vermarktbare Inventar zu erhöhen. Wir eruieren gerade die Möglichkeiten, auch Abrufe aus dem Ausland zu monetarisieren, so Grazé. Radio auf Smart TV Weitere Werbemöglichkeiten ergeben sich über Apps. Die My Energy Dating App ist seit Januar online und bringt Hörer in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Neue Verbreitungswege erschließen will Energy mit seiner Präsenz auf Smart-TV. Bis Ende Juni werden unsere internationalen Web-Radio-Kanäle auf allen wichtigen Endgeräten verfügbar sein, verspricht Grazé. Für den Start stehen die Streams der internationalen Radiomarke im Vordergrund. Audiospots werden serverseitig geolokalisiert ausgegeben, ebenso wie die in der App enthaltenen Display-Banner und Video-Prerolls. Im weiteren Verlauf von 2013 liegt der Fokus dann darauf, den Content weiter auszubauen und dadurch noch mehr Vermarktungsinventar zu schaffen Auch der Radiovermarkter RMS denkt über eine Erweiterung der zunächst stark begrenzten Werbeflächen nach, um der Nachfrage gerecht zu werden, so Florian Um den Erfolg von Web-Radio-Kampagnen nachzuweisen, hat der Audiovermarkter RMS gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Nielsen ein neues Analyse-Tool entwickelt, mit dem Web-Radio-Kontakte bei Konsumenten technisch messbar sind. Das Instrument Nielsen Webradio Brand Effect dient der Analyse der Werbewirkung von Web-Radio-Kampagnen. Als Pilot Case diente die von der Düsseldorfer Media-Agentur Zenith geplante Web-Radio- Kampagne für Das Örtliche lief der Audio spot auf den Plattformen Radio.de, Rautemusik.fm, Aupeo.de sowie dem Fußballradio 90elf.de. Innerhalb eines Zeitraums von September bis Dezember 2012 waren die Spots in sechs Flights von je einer Woche on Air. Das neue Instrument Nielsen Webradio Brand Effect stützt sich im ersten Schritt auf den Datenpool aus dem Nielsen-Netview-Panel, das Personen umfasst, die repräsentativ für die deutsche Internet-Nutzerschaft sind. Die Dating per Radio-App: Energy bringt Singles zusammen und schafft Werbeinventar im Web Nielsen Webradio Brand Effect misst Werbewirkung von Web-Radio Panel-Messung ergab, dass aus dem Kreis derer, die einen gemessenen Kontakt mit der Kampagne im Web-Radio aufwiesen, 17 Prozent die Website besucht hatten. Zum Vergleich: Im Panel-Durchschnitt waren es im Zeitraum der Kampagne lediglich acht Prozent der Nutzer, die auf die Website gingen. Der daraus ermittelte Werbeeffekt, der eindeutig der Web-Radio-Kampagne zugerechnet werden kann, liegt bei 9 Prozentpunkten eine Verdoppelung im Vergleich zu den deutschen Webusern. Auch die klassischen Werbewirkungsparameter spontane Bekanntheit und Werbeerinnerung konnten klar gesteigert werden. Ein weiteres Kampagnenresultat: Die Download-Quote der App ist bei den Befragten mit Kontakt und bewusster Wahrnehmung der Kampagne nahezu dreimal so hoch. Zudem ist bei Personen mit Werbekontakt ein zukünftiger Download der App deutlich wahrscheinlicher als bei Personen ohne Kontakt (vgl. Grafik). Ruckert. Wir haben im Jahr 2012 einen Bruttoumsatz im hohen siebenstelligen Bereich erzielt. Dabei konnten wir sowohl Bestandskunden entwickeln als auch viele neue Kunden zur Belegung des Kanals bewegen. Die Liste der Werbekunden, die im vergangenen Jahr auf den von RMS vermarkteten Internet-Sendern geworben haben, liest sich in der Tat wie das Who s Who der Mediaspender: Telekommunikationsanbieter wie Telekom, Vodafone und Samsung teilen sich die Werbeplätze mit Automobilherstellern wie Peugeot und Citroen oder Handelsunternehmen wie Toom und Rewe. Mit Sony kehrte zuletzt ein abtrünniger Markenartikler ins Radio zurück. Der Unterhaltungselektronikhersteller warb auf Laut.fm für seine MDR1- Kopfhörer. Da passt das Produkt einfach hervorragend zur Rezeptionssitua tion. Wir wissen, dass fast 30 Prozent der Hörer Laut.fm auch über Kopfhörer genießen, sagt Rainer Henze. Die Kampagne sei ein schöner Erfolg für Web-Radio insgesamt: Sony hat seit fast fünf Jahren keine Radio- Werbung mehr gemacht. Mit dafür verantwortlich, dass Web-Radio nun langsam auch bei den Werbekunden Fuß fasst, sind auch die marktforscherischen Aktivitäten, mit denen Sender und Vermarkter die Nutzung und Wirkung von Web-Radio belegen. Zahlreiche Case Studies sollen die Akzeptanz von Web-Radio steigern. Die Werbewirkung von Web-Radio misst das neue Instrument Nielsen Webradio Brand Effect, das RMS mit dem Marktforschungsinstitut Nielsen entwickelt hat (siehe Kasten unten). Von einer Audio-Konvergenzwährung, einer Erhebung also, die Hörer von Web- Radio und klassischem Radio unter einen Hut bringt, ist der Markt noch meilenweit entfernt. Eine gemeinsame Währung Case Study: Das Örtliche Signifikant höhere Download-Quote bei Hörern des Web-Radiospots 3,6 % Vorreiter: Die Sendergruppe Energy gehört zu den ersten Radio-Anbietern auf Smart TV Lautsprecherhersteller Teufel warb mit einem Audiospot und Response-Banner im Web-Radio 183 % 10,2 % Habe sie schon heruntergeladen ohne Recognition 40 % 21,9 % 30,6 % Download ist sehr/ eher wahrscheinlich mit Recognition Quelle: Nielsen Netview; Stand: März 2012; Basis: n = 621 INTERNET WORLD Business 8/12 muss aufschlüsseln, wie sich die Reichweiten kumulieren, welche Überschneidungen es zwischen klassischem und Web-Radio gibt und wie viel wirklich zusätzliche Nettoreichweite dadurch entsteht, erklärt Matthias Mroczkowski, Geschäftsführender Gesellschafter beim Web-Radio- Vermarkter Audimark. Korrekte Web-Währung Die eigens gegründete Taskforce IP Audio bereitet derzeit die Nutzungsmessung von Web- Radios vor. Die Runde wurde von der Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse (Agma) ins Leben gerufen; in ihr sucht das Radiolager in der Agma zusammen mit Vertretern des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) und Web-Radio-Anbietern nach korrekten Leistungsdefinitionen auf Basis von Logfile-Analysen. Umfangreiche Tests mit dem Ziel eines gemeinsamen Standards zur Logfile-Auswertung wurden inzwischen abgeschlossen. Die gemessenen Daten sollen zunächst Umfang und Dauer der Web-Radio-Nutzung pro Kalendermonat und durchschnittlichem Tag dokumentieren. Christiane Korch, Ressortleitung Radio bei der Agma, kündigt an: Es ist vorgesehen, dass wir im letzten Quartal 2013 zusammen mit Marktpartnern in die Testphase gehen. Ab 2014 könnte die Agma dann erstmals Messdaten von Web-Radios auf Logfile- Basis vorlegen. Korch stellt allerdings klar: Diese Zahlen werden zwar die Web- Radio-Nutzung dokumentieren, aber zunächst nicht direkt mit den personenbasierten Daten der Radio-MA (Anm.: MA = Media-Analyse) vergleichbar sein. Die von Planern dringend geforderte Konvergenzwährung kann also noch dauern, weshalb Audimark bereits mit eigenen Daten aufwartet. Ende 2012 erschien der dritte Web-Radio-Test. Der liefert zwar ebenfalls keine Datenkonvergenz für klassisches und Internet-basiertes Radio, ergänzt die technische Meldung der Online- Zugriffe aber um eine Panel-Befragung, die Aufschluss über die Demografie der Web-Radio-Hörer im Vergleich zur Gesamtbevölkerung gibt. Auch die Audimark- Erhebung kommt zum Schluss: Die demografische Struktur von Web-Radio nähert sich immer stärker der Gesamtbevölkerung an. Und die wird ja bekanntlich immer Internet-affiner. vg

18 MARKETING & WERBUNG 18 Internet World BUSINESS 15. April /13 er wünscht sich nicht, der grauen WEintönigkeit zu entfliehen und den Tag bunter zu gestalten? Alltag aus, Farbe an!, fordert BMW in seiner Mini-Kampagne und verpasst dem Aktionsmodell Brick Lane markante Farbklekse im 80er-Jahre Neon. Das hippe und schrille Image des City- Flitzers findet sich auch in der gesamten Back in the 80s Mein Mini-Trip BMW überzeugt mit einer Kampagne in grellen Farben Eine crossmediale Kampagne wie aus einem Guss, bei der die Farbgebung von TV über Print bis Web alle Kanäle umklammert, hat BMW für den Mini Brick Lane entwickelt. Vorgestellt von: Matthias Riedle, Geschäftsführer bei Explido Webmarketing in Augsburg Neonfarben hat BMW für sein Aktionsmodell wiederentdeckt Besondere Beachtung verdient das Webgame Lumo Beat Steckbrief Auftraggeber: BMW AG, Müchen Auftrag: Imagekampagne für das Mini-Sondermodell Brick Lane Agentur: Sassenbach Advertising, München Internet: Launch: Januar 2013 Werbekampagne wieder. Die ist wirklich crossmedial angelegt: von TV über Print und Radio bis ins Web. Headlines wie Das neue Jahr treibt s bunt, Garantiert mit künstlichem Farbstoff, Leuchtet jedem ein oder Wir haben die wichtigsten Stellen farbig markiert zieren die lobenswerten Print- und Online-Anzeigen und setzen den Kampagnen-Slogan Bekennen Sie Farbe! konsequent um. Besondere Beachtung verdient hier das Webgame Lumo Beat, ein ebenso einfaches wie cooles Gedächtnisspiel. Schade nur, dass Usern weder das Spiel noch der Brick Lane -Konfigurator als App oder Facebook-Spiel zur Verfügung stehen. Es hätte einen Zusatzreiz für Fans bedeutet, ihren Highscore immer wieder zu toppen. Ich freue mich hier über grelle Giveaways wie neonfarbene Schnürsenkel und Promotion Cards. Insgesamt bleibt Mini dem Werbeslogan Not normal treu und setzt sich mit den Designoffensiven für absolute Individualität ein. Das Styling des Mini ist ein klares Statement für jeden passionierten Fahrer. Man darf gespannt sein, welche Ideen für Paceman, Clubman und Co. die Straßen noch farbenfroher machen werden. Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen Auftraggeber Auftrag Dienstleister Astra Promotion-Kampagne Wer wird Milieunär? inklusive Aktionen auf Facebook und der Website für die Carlsberg-Marke Philipp und Keuntje Bellybutton Internationale Online-Marketing-Kampagnen für den Webshop Mediaby Columbus Leasing Congstar Deutsches Milchkontor Eckes-Granini Entwicklung einer Online-Strategie für das Schwesterunternehmen inklusive eines neuen Internet-Auftritts Internet-Kampagne Netzlochalarm! mit verschiedenen Online- Werbemitteln sowie Social-Media-Maßnahmen Digitale Lead-Agentur; Entwicklung verschiedener Webseiten und Social-Media-Maßnahmen; Betreuung des Mobile Marketing Below-the-Line-Maßnahmen und Social-Media-Aktivitäten zur aktuellen Launch-Kampagne für das neue Getränk Die Limo Columbus Interactive Fork Hi-Res Flächenbrand / Berger Baader Hermes Haymarket Vermarktung der Webseiten Prreport.de und Druck-medien.net Business AD Huss-Verlag Vermarktung der Webseiten Logistik-heute.de und Logistra.de Business AD Auftraggeber Auftrag Dienstleister Meliá Hotels Betreuung des internationalen SEA-Etats und des Affiliate Marketing Netzeffekt Mercedes- Benz Review Europaweite Kampagne mit dem Claim Die neue Kraft am Bau für den neuen Baustellen-Lkw Arocs inklusive Web Specials Digitalkampagne für das Fashion Label inklusive Werbefilm, der auf der Website sowie den Social-Media-Kanälen geschaltet wird BBDO Proximity Parasol Island O2 Betreuung des Affiliate-Marketing-Etats Explido Panasonic Europaweite Kampagne für die Produktserie Weiße Ware in mehr KKLD als 20 Ländern unter anderem mit Online- und Print-Maßnahmen Toyota Adaption der internationalen Kampagne für den deutschen Markt inklusive TV-Spot und Online Bannern für das Modell Verso Saatchi & Saatchi Düsseldorf Wetter.com Vermarktung des Mobile-Auftritts für das Wetterportal Sevenone Media Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an Führung erneut verteidigt Wieder schaltet ebay die teuerste Online-Werbekampagne des Monats ie schon in den vorangegangen bei- Monaten Dezember und Januar, Wden führte ebay auch im Februar 2013 das Ranking der Top-Werbungtreibenden im Web deutschlandweit an. Der Werbedruck des Konzerns aus Kleinmachnow lässt allerdings ein bisschen nach: Investierte ebay im Dezember 2012 noch rund 7,65 Millionen Euro, waren es im Januar 2013 etwas weniger, nämlich 6,93 Millionen Euro. Im Februar nun lag das Budget, mit dem ebay seine Web-Auktionen bewarb, nur noch bei 6,35 Millionen Euro. host Der Top-Online-Werber im Februar: ebay Top-Werbungtreibende im Februar 2013 ebay investierte wie schon im Januar deutschlandweit am meisten Geld in Online-Werbung Produkt Firma Feb. 2013, Mio. Euro INTERNET WORLD Business 8/13 Zeitraum: Feb. 2012, Mio. Euro ebay Internet-Auktion ebay International, Kleinmachnow 6,35 0,82 Deutsche Post AG Image Deutsche Post AG, Bonn 5,11 0,28 Sky Pay-TV Sky Dt. Fernsehen, Unterföhring 3,21 1,88 Microsoft Image Allgemein Microsoft Deutschland, Unterschleißheim 2,84 0,34 Google.de Google Germany, Hamburg 2,60 0,00 Criteo Image Criteo, Paris 2,02 0,05 Ikea Möbelhäuser Ikea Deutschland, Hofheim 1,66 1,17 Google Image Google Germany, Hamburg 1,65 0,01 Media Markt Techn. Kaufhäuser Media-Saturn-Holding, Ingolstadt 1,63 2,74 Adscale Image Adscale, München 1,61 0,50 Quelle: 2013 Nielsen Media Research GmbH

19 Die Konferenz für Trends im Online Marketing Hamburg 05. Juni 2013 Düsseldorf 11. Juni 2013 Frankfurt 19. Juni 2013 München 03. Juli 2013 Suchmaschinenmarketing: Neue Entwicklungen von Google und Co. kennen und für sich nutzen Performance Marketing: Neuerungen bei Google Adwords -Marketing: Kunden gezielt, persönlich ansprechen Trends: Von Augmented Reality bis Second Screen Social Media: Dialog statt Marketing Kampagnen: Richtige Umsetzung und Steuerung, Best-Practices Die Referenten (Auswahl): Jetzt anmelden! Internet World Business-Leser zahlen nur 189, * statt 249, * Ihr Code: OMF13iwb Yunfeng Cui, Executive Director Commercial Solutions, G+J Media Sales Susanne Fittkau, Geschäftsführerin, Fittkau & Maaß Consulting GmbH Tom Kedor, Geschäftsführer, MOTOR-TALK.de Helge Ruff, Geschäftsführer, SchlagerPlanet Gert-Jan van Wijk, Department Head of Advertising, mobile.de Advertising * alle Preise zzgl. MwSt. Information und Anmeldung: Sponsoren: Veranstalter: Präsentiert von:

20 E-COMMERCE 20 Internet World BUSINESS 15. April /13 NOTEBOOKSBILLIGER.DE Auf nach Düsseldorf Eigentlich ist Notebooksbilliger.de-Chef Arnd von Wedemeyer eigenem Bekunden zufolge ein Online-Mensch. Trotzdem eröffnet er in Bälde eine weitere stationäre Filiale nach München. Der Standort liegt im Düsseldorfer Stadtteil Flingern, Kreuzung Erkrather Straße / Werdener Straße in einer B-Lage schräg gegenüber einer 2010 eröffneten Saturn-Filiale. Im Frühjahr soll der Laden in Betrieb genommen werden, ab dann werden auch Düsseldorfer Online-Kunden in den Genuss kommen, ihre per Internet bestellte Ware noch am selben Tag nach Hause geliefert zu bekommen. Verhandlungen über zwei weitere Ladenimmobilien laufen noch. dz ADIDAS Virtuelle Anprobe im Shop Eine Größe größer steht Ihnen besser? Die virtuelle Anprobe Fits.me hilft weiter Adidas setzt künftig auch auf virtuelle Umkleidekabinen, um die Retourenquoten zu senken. Über die Software des britischen Unternehmens Fits.me, die als Software as a Service -Lösung angeboten wird, können Kunden anhand von Ankleidepuppen mit den eigenen Maßen sehen, wie das gewählte Kleidungsstück in der entsprechenden Konfektionsgröße am eigenen Körper aussehen würde. Dadurch sollen unangenehmen Überraschungen vor dem heimischen Spiegel ausbleiben. dz LESHOP Ende der Umsatzstagnation Leshop scheint seine Stagnationsphase überwunden zu haben: Im ersten Quartal 2013 lagen die Umsätze des Schweizer Online-Lebensmittelversenders, der einst als Vorzeigeunternehmen in Sachen Web- Lebensmittelhandel gepriesen wurde, 7,3 Prozent über denen des Vorjahres. Für das gesamte Jahr kalkuliert die Tochter des Schweizer Handelsriesen Migros mit einem Plus von drei Prozent auf 155 Millionen Schweizer Franken. Der Anteil der Bestellungen via Smartphone sowie Tablet habe sich gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 27 Prozent verdoppelt. Der Drive-Pilotstandort werde im Schnitt von 150 Kunden täglich genutzt und habe im ersten Quartal eine Million Franken Umsatz erzielt. Die Zahl der Neukunden stieg um 35 Prozent auf dz Anzeige Plädoyer gegen Preisparität Die erfolgreichsten Multichannel-Händler in den USA verkaufen offline anders als online SA Deutschland: 13 : 0. USo lautet das traurige Fazit einer Analyse der Strategieberatung SMP, die sich anschaute, wie viele Crosschannel-Händler mit Wurzeln im Stationärgeschäft es in den USA und Deutschland unter das letztjährige Ranking der Top-30-Web-Händler geschafft haben. Das Ergebnis ist bitter: Während in den USA 13 traditionelle Händler mit stationären Wurzeln kräftig im Ranking der oberen 30 mitmischen darunter beispielsweise Walmart, Macy s, Kohl s, Toys R Us, Nordstrom, Barnes & Noble, Walgreens oder Saks ist es in Deutschland kein einziger. Und: Von den Top-30-Crosschannel-Händlern haben zwölf ihren Online- Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent oder mehr gesteigert. Kunden erwarten attraktive Preise Doch woran liegt es, dass die US-Handelsketten im Web so viel erfolgreicher agieren können als die deutschen? SMP warf einen genaueren Blick auf die Materie und erfuhr Erstaunliches: Mehr als acht von zehn Crosschannel-Unternehmen in den USA und Kanada verzichten nämlich darauf, online und stationär die gleichen Preise anzubieten. Die in Deutschland als wichtiger Erfolgsfaktor für den Online-Multichannel-Handel beschworene Preisparität der Vertriebskanäle ist in den USA also Makulatur. Im Gegenteil: Die US-Handelskette Macy s weist auf der Website unter Macys.com unter dem Link Pricing Policy explizit ayfair.com, ein US-Online-Einrich- der im vergangenen Jahr Wtungsshop, Umsätze in Höhe von 600 Millionen US- Dollar erzielte, will sich vor allem mittels neuer Shop-Technologien über die Milliardengrenze katapultieren. Weil die User bei mehr als fünf Millionen verfügbaren Produkten im Shop schnell die Übersicht verlieren können, ist die neueste technische Errungenschaft von Wayfair ein Pinterestähnliches Clipboard. Damit ist es Käufern möglich, Bilder aus allen Ecken der Website hineinzuziehen, auf diese Weise Einrichtungskombinationen zu testen und sie auf jede weitere besuchte Seite im Shop mitzunehmen, wo sie am unteren Ende des Screens eingeblendet werden. Diese Bilder können auch mit Freunden geteilt oder auf Pinterest gepinnt werden. Ziel sei es, die Käufer zu inspirieren und natürlich zum Kauf zu motivieren. In Zukunft sollen auch professionelle Einrichtungsberater im Auftrag von Wayfair entsprechende Clipboards mit Ein- In den USA sind 13 MC-Händler unter den Top 30, in Deutschland null Wayfairs Dilemma Fünf Millionen Produkte des Shops wollen erst einmal gefunden werden richtungsvorschlägen anlegen, die Kunden im Anschluss direkt per Mausklick bestellen können. Eine neue Farbsuche soll außerdem die Produktauffindbarkeit im Shop erleichtern. Im Unterschied zu anderen Farbsuchen bietet Wayfair die Möglichkeit, auch Farbschattierungen anzuwählen und dazu passende Vorschläge zu erhalten. dz Wairfair.com sucht nach neuen Wegen, fünf Millionen Produkte auffindbar zu machen darauf hin, dass Macys.com und die stationären Läden getrennt voneinander operieren und daher auch die Preise in beiden Kanälen differieren können. Und doch schaden sich die Unternehmen mit dieser Strategie nicht, wie die SMP-Analyse weiter zeigt. Ihr zufolge verzeichnen nämlich gerade die Crosschannel-Händler, die auf Preisparität verzichten, im Internet die höchsten Zuwächse: So liegt der Anteil der Crosschannel- Anbieter, die online und offline gleiche Preise anbieten, bei Unternehmen mit einem Online-Wachstum von über 20 Prozent bei nur acht Prozent, während er bei Unternehmen mit einem Online-Wachstum unter 20 Prozent bei 28 Prozent liegt. Ähnliche Verhältnisse zeigen sich bei der Sortimentsgestaltung: Nur 17 Prozent der Unternehmen, die online stärker als 20 Prozent wachsen, setzen auf gleiche Sortimente, bei weniger schnell wachsenden Multichannel-Händlern sind es 22 Prozent. Wollen deutsche Stationärhändler online signifikant wachsen, müssen sie attraktive Preise und Sortimentsgrößen im Internet anbieten selbst wenn es Konflikte mit dem Stationärgeschäft gibt, meint SMP- Partner Fritze von Berswordt. dz Pricing und Sortimentsgestaltung im Multichannel-Handel Wachstumsstarke Unternehmen im Vergleich zu wachstumsschwachen Unternehmen Gleiche Preise (online/offline) Gleiches Sortiment (online/offline) Elf von zwölf Top Performern bieten online und offline unterschiedliche Preise an INTERNET WORLD Business 8/13 8 % Foto: Fotolia / Rcx Unternehmen mit Online- Umsatzwachstum größer 20 Prozent (n = 12) 17 % Unternehmen mit Online- Umsatzwachstum kleiner 20 Prozent (n = 18) Gleiche Preise (online/offline) Gleiches Sortiment (online/offline) 22 % 28 % Quelle: SMP Research Zooplus setzt auf Hybris Bislang entwickelte Zooplus seinen Shop inhouse. In Zukunft verlässt sich der Tierfutterversender auf das technische Knowhow von Hybris. Grund ist der Wunsch, eine stärkere Verknüpfung von Web-, Mobile- und App-Angebot zu erhalten. Der anspruchsvolle, moderne Kunde erwartet heute ein einheitliches Einkaufserlebnis, das ihm jederzeit und an jedem Touchpoint konsistente und vor allem relevante Informationen bereitstellt, sagt Michael Hubrich, Country Manager Deutschland bei Hybris. Die neue IT-Landschaft wird im Backend auf dem SAP-ERP-System und im Front end auf der Hybris B2C Commerce Suite aufbauen. Im Frühjahr beginnt die Implementierungsphase. Zooplus hat seine Umsätze im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 129 Millionen Euro gesteigert. Für 2014 steht ein Umsatz von über 500 Millionen Euro auf dem Plan. Das profitable Ergebnis soll nun von Jahr zu Jahr signifikant und überproportional gesteigert werden. dz

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