Risikomanagement für Gewerbebetriebe. Lars Rienermann, Prokurist

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1 Risikomanagement für Gewerbebetriebe Lars Rienermann, Prokurist Partner des BVBC e.v. seit 1996

2 Vorstellung modus GmbH Unabhängiger Versicherungsmakler seit fest angestellte Mitarbeiter + 1 Azubi ca Gewerbe- und Privatkunden, davon ca Bilanzbuchhalter/Controller sowohl Angestellte als auch Selbständige Gruppenverträge für BVBC-Mitglieder bereits seit 1996

3 Ziel des Vortrags Einblick in das Thema Risikomanagement aus versicherungstechnischer Sicht Mit Blick auf Ihr Unternehmen/Ihren Arbeitgeber Mit Blick auf Ihre eigene Person Denkanstöße liefern

4 Inhalte Risikomanagement Definition und Verlauf Die vier Betrachtungsebenen im Unternehmen Unternehmen Unternehmer als Key Person Humankapital Private Sphäre des Unternehmers

5 Definition Risikomanagement umfasst sämtliche Maßnahmen zur systematischen Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Kontrolle von Risiken.

6

7 Risikoverlauf - Übertragung auf konkretes Beispiel Fremdschäden aus dem Besitz eines Hauses/Grundstücks Erkennen: Schneefall/Glätte Bewerten/evaluieren: Eintrittswahrscheinlichkeit, potentielle Schadenhöhe Vermindern/verhindern: bauliche Maßnahmen?

8 Risikoverlauf - Übertragung auf konkretes Beispiel Fremdschäden aus dem Besitz eines Hauses/Grundstücks Selbsttragen: möglich/sinnvoll? Überwälzen: Dienstleister, Mieter, etc. Versichern: anderweitig mitversichert?, Auswahl eines geeigneten Konzeptes/Versicherers

9 Unternehmen Haftpflichtrisiken Gebäuderisiken Inventar-/Maschinenbruch-/Elektronikrisiken Betriebsunterbrechungsrisiken Kautions-/Kredit-/Bürgschaftsrisiken Transportrisiken KfZ-(Flotten)-Risiken Unternehmensspezifische Risiken, z. B. Entführungsrisiken o.ä.

10 Haftpflichtrisiko Beispiel: Beratungsunternehmen Erkennen: z. B. Vermögensschäden beim Kunden Evaluieren/bewerten: Buchungsfehler, Fristversäumnisse, fehlerhafte IT-Installation, Falschberatung Vermindern/verhindern: Qualitätsmanagement, standardisierte Beratungsprozesse, Auswahl geeigneter Software, Dokumentation

11 Haftpflichtrisiko Beispiel: Beratungsunternehmen Selbst tragen:? Überwälzen: z. B. Haftungsbegrenzung in AGB`s, Vertragsgestaltung mit Auftraggebern Versichern: Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, Versicherungssumme abgestimmt auf AGB`s!

12 Inventarrisiko Beispiel: Druckerei Erkennen: u.a. Feuerrisiko Bewerten/evaluieren: Eintrittswahrscheinlichkeit?, wenn Feuer dann ggf. Großschaden Vermindern/verhindern: Mitarbeiterschulungen, UVV, Sprinkleranlagen, Brandschutztüren, Aufteilung des Betriebes in Brandabschnitte,

13 Inventarrisiko Beispiel: Druckerei Selbst tragen:? Überwälzen:? Versichern: besonderes Augenmerk: Löschwasser; Betriebsunterbrechung (Ausweichgebäude, Maschinen, laufende Gehälter, etc.)

14 KfZ-(Flotten-)Risiken Bsp.: Fahrdienst, 1600 PKW`s Erkennen: Personen- und Sachschäden aus Verkehrsunfällen Bewerten/evaluieren: Eintrittswahrscheinlichkeit hoch, Kostenrisiko bei Personenschäden hoch Vermindern/verhindern: dokumentierte Fahrzeugübergaben, Fahrsicherheitstrainings, sofortige Schadenmeldung beim Fahrdienstleiter

15 KfZ-(Flotten-)Risiken Bsp.: Fahrdienst, 1600 PKW`s Selbst tragen: Sachschäden evtl., Personenschäden nein, ggf. SB? Überwälzen:? Versichern: KfZ-Haftpflicht ist Pflichtversicherung; weitere Themen: Kaskoschäden, Schäden an beförderten Personen, etc.

16 Unternehmer als Key Person D & O (directors & officers) Straf-Rechtsschutz Arbeitsunfähigkeit Berufsunfähigkeit Schwere Krankheit Invalidität Tod

17 D & O Beispiel: AG Versichert sind die Organe der AG bzw. dessen Mitglieder Innenhaftung: z. B. Ansprüche von Anteilseignern gegen das Unternehmen (z. B. Sorgfaltspflichtverletzungen) Außenhaftung: z. B. Ansprüche von Kunden, Lieferanten, Aufsichtsbehörden, oftmals Insolvenzverwaltern

18 Risiko Schwere Krankheit Bsp.: 2 GGF in einer GmbH Erkennen: Herzinfarkt,Schlaganfall, Krebs, Psyche, etc. Bewerten/evaluieren: kann jeden treffen, welche (finanziellen) Folgen entstehen für das Unternehmen? vermindern/verhindern: gesund leben, Stress vermeiden,

19 Risiko Schwere Krankheit Bsp.: 2 GGF in einer GmbH Selbst tragen: wie lange halten die Kapitalreserven des Unternehmens? überwälzen: Personaldienstleister? versichern: Einmalzahlung mit Summe x zu Gunsten des Unternehmens, (Beiträge als Betriebsausgaben absetzbar, Leistung muss versteuert werden)

20 Risiko Tod, Bsp.: 2 GGF in einer GmbH erkennen: trifft uns alle irgendwann Bewerten/evaluieren: finanzielle Gesichtspunkte, z. B. Verpflichtungen aus Darlehen, ggf. Suche und Einarbeitung eines Nachfolgers, etc. Vermindern/verhindern:?

21 Exkurs - Notfallregelungen Was passiert, wenn ich nicht mehr selbstbestimmt entscheiden kann bzw. wenn ich sterbe? Testament/Erbvertrag Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Betreuungsvollmacht

22 Exkurs - Notfallregelungen Testament/Erbvertrag (Ostmann Gewürze) Vorsorgevollmacht: ganze oder teilweise Geschäftsunfähigkeit, Vollmacht für wirtschaftliche Entscheidungen; keine Vorsorgevollmacht vorhanden = automatisch gerichtliches Betreuungsverfahren; Ehepartner/Angehörige nicht automatisch bevollmächtigt

23 Exkurs - Notfallregelungen Patientenverfügung: medizinische Anweisungen, z. B. lebensverlängernde Maßnahmen gewünscht, etc.; zentrales Register mit Zugriffsmöglichkeit der Krankenhäuser 24 h/tag erreichbar Betreuungsverfügung

24 Risiko Tod Bsp.: 2 GGF in einer GmbH selbst tragen: wirtschaftlich abhängig von Rücklagen etc. Überwälzen: geht nicht Versichern: i.d.r. Risikolebensversicherung

25 Schwierigkeiten bei der Absicherung Absicherungswunsch ist da aber die Risiko- /Gesundheitsprüfung ist ein Problem Lösungen: Anonyme Vorabanfragen bei mehreren Versichern einzelne Anbieter bieten immer mal wieder Absicherungen ohne/mit vereinfachten Gesundheitsfragen an!!!

26 Humankapital Betriebliche Altersversorgung Betriebliche Krankenversicherung Betriebliche Unfallversicherung Betriebliche BU/EU Auslandsreisekrankenversicherung

27 Humankapital Keine Produkte zum Risikomanagement im vorherigen Sinne, dennoch aber ggf. wichtig zur Mitarbeiterbindung oder Erhöhung der Chancen auf eine schnelle Rückkehr des Mitarbeiters nach einer Erkrankung an seinen Arbeitsplatz (z. B. bkv)

28 Private Sphäre des Unternehmers Private Haftpflichtrisiken Hausrat Wohngebäude KfZ Unfall Krankheit, Berufsunfähigkeit, Pflege Langlebigkeit

29 Biometrisches Risiko Langlebigkeit Erkennen: Reichen meine Einnahmen im Rentenalter? Bewerten/evaluieren: Planung der zukünftigen Einkünfte nach Art/Höhe/Zuverlässigkeit Vermindern/verhindern: kürzer Leben keine wirkliche Alternative

30 Biometrisches Risiko Langlebigkeit Selbst tragen: Konsumverzicht im Alter? Überwälzen: zusätzliche lebenslange Einnahmen schaffen, z. B. durch Vermietung o.ä. Versichern: wie auch immer geartete Rentenprodukte zahlen garantiert lebenslang!

31 Fazit: Packen Sie Ihre Themen an! Regelung der für Sie bzw. Ihr Unternehmen elementaren Themen ist wichtig und dringlich! Bei der Analyse und ggf. der Absicherung der Risiken kompetente Ansprechpartner einbinden! Im Versicherungsbereich stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne mit Rat und Tat zur Seite!

32 Partner des BVBC e.v. seit 1996 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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