unisono Jean Daetwyler: Dieses Jahr wäre er 100-jährig geworden! Trois postes à repourvoir au Comité central Nuova uniforme per «unisono»

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1 Jahrgang 15. Februar 2007 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik La revista svizra dal la musica instrumentala Le magazine suisse de musique pour vents La rivista svizzera di musica bandistica Jean Daetwyler: Dieses Jahr wäre er 100-jährig geworden! Trois postes à repourvoir au Comité central Nuova uniforme per «unisono»

2 Das klingende Haus am Bielersee Mitten in der gemütlichen Weingegend am linken Bielerseeufer gelegen und mit einer wunderschönen Sicht auf die St. Petersinsel und die Berner Alpen. Nutzen Sie unsere idealen Räumlichkeiten mit ihrer ganzen Infrastruktur für Ihre Probewochen Singwochenenden Kurse Seminare Weiterbildungsveranstaltungen Reservieren Sie sich Zeit und Raum, ganz einfach bei uns: Aarbergerhus Ligerz 2514 Ligerz Telefon Fax Internet Wir sind eine Jugendmusik mit ca.100 Jugendlichen welche in 4 Einheiten aufgeteilt sind. Einzelunterricht/ Spielgruppe/Aspirantenkorps und Orchester. Für die musikalische Leitung der drei Korps (kann auch gesplittet werden) suchen wir auf August 07 eine/n engagierte/n und motivierte/n Dirigentin/ Dirigenten welche/r das Potenzial der Musikanten voll ausschöpft und weiterentwickelt. Das Ziel sollen interessante Musikprogramme, Konzerte und erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen sein. Ihr frischer Charakter trägt zu einem lebendigen und abwechslungsreichen Vereinsleben bei. Unser Probetag ist der Donnerstag. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung. Jugendmusik Bezirk Affoltern Hugo Lang Chilefeldstr Merenschwand Tel.G Handy Musikgesellschaft Kleinwangen-Lieli Gesucht auf Herbst 2007 Dirigentin / Dirigent Wir sind ein Dorfverein, der aus ca. 30 motivierten Musikanten/-innen besteht. Wir sind eine Brass Band aus jungen und junggebliebenen Mitgliedern und spielen in der 3. Stärkeklasse. Unser Probetag ist der Donnerstag,Zusatzproben finden am Montag statt. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Walter Zimmermann-Egli, Bühlen 6277 Kleinwangen Musikgesellschaft Hornussen Wir suchen per 1. Mai 2007 oder nach Vereinbarung eine/einen Dirigentin oder Dirigenten Wir sind ein motivierter Dorfverein mit ca. 27 Mitgliedern, inkl. Tambourengruppe, und spielen in der 3./4. Stärkeklasse. Hauptprobetag ist der Montag, Zusatzproben am Donnerstag. Sind Sie initiativ und bereit, unseren Verein weiter zu entwickeln, freuen wir uns auf Ihre Anfrage oder schriftliche Bewerbung an unseren Präsidenten: Gottfried Herzog Mülihaldenweg Hornussen Tel Weitere Infos über unseren Verein unter: HARMONIEMUSIK ST.GALLEN-WEST Im Sommer dieses Jahres endet die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Dirigenten. Deshalb suchen wir auf den Herbst 2007 eine/n Dirigentin/Dirigenten Wir pflegen die Blasmusik in all ihren Formen.An unserem Neujahrskonzert begeistern wir unsere Zuhörer mit konzertanter Blasmusik und an unserem Jahreskonzert Ende April mit Unterhaltungsmusik. Die zurzeit 38 Aktivmitglieder sind es gewohnt, Kompositionen aus der 1./2. Stärkeklasse einzustudieren. Unser Probetag ist der Dienstag. Eventuelle Zusatz- und Registerproben werden nach Absprache durchgeführt. Sind Sie eine initiative Persönlichkeit, die es versteht, unsere Mitglieder zu fordern und zu motivieren, aber die Geselligkeit dabei nicht vergisst, dann würden wir Sie gerne kennen lernen. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung an unseren Präsidenten der Musikkommission: Daniel Frischknecht Blumenstrasse 35b 9403 Goldach Tel Wir sind ein motivierter Dorfverein mit rund 30 Leuten und spielen in der Besetzung Fanfare mixte in der 3./4. Stärkeklasse. Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung einen Dirigenten oder eine Dirigentin. Unser Probentag ist der Mittwoch (ein anderer Tag müsste abgeklärt werden). Bist Du interessiert oder hast noch offene Fragen? Ruf uns an, wir freuen uns. Melde Dich beim Präsidenten Jakob Nef Dürrhalde Urnäsch Tel oder Er nimmt auch die Anmeldungen entgegen. Wir sind ein disziplinierter, aktiver Dorfverein im Raum Chur. Infolge Demission und Wegzug ins Ausland unseres Dirigenten suchen wir auf Sommer 2007 eine/n Musikalische/n Leiter/in Unsere traditionellen Probentage sind Mittwoch und Freitag. Gerne erteilen wir nähere Auskünfte Tel tagsüber abends (Bruno Danuser,Vizepräsident) oder auf unserer Homepage: 2

3 Editorial unisono 3 Liebe Leserinnen und Leser Veränderungen gehören heute zur Tagesordnung! Kaum einer arbeitet ein Leben lang in seinem ursprünglich erlernten Beruf, in den Vereinen gibt es ein häufigeres Kommen und Gehen und auch die Dirigenten stehen nur noch sehr selten länger als zehn Jahre vor dem gleichen Korps. Wir können diese Tendenzen (ob gut oder schlecht) nicht aufhalten, sondern müssen uns den aktuellen Gegebenheiten stellen. Veränderungen Dies geht auch dem SBV nicht anders: Erst in der letzten Ausgabe von «unisono» mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Hans Luternauer sein Amt als SBV-Präsident niederlegen musste und auch die langjährige Partnerschaft mit Möbel Pfister Ende Jahr zu Ende gehen wird. Die personellen Lücken im Zentralkomitee werden sich hoffentlich bald wieder schliessen, wobei insbesondere die Suche nach neuen Finanzpartnern keine leichte Aufgabe darstellen wird. Ich bin trotzdem überzeugt, dass es unseren motivierten und stets aktiven Verbandsverantwortlichen gemeinsam mit neuen Kräften und der Solidarität der Blasmusikszene gelingen wird, den veränderten Herausforderungen optimal zu begegnen. Verändert in der Art der letztjährigen Promotionsnummer hat sich auch das optische Gesicht von «unisono». Damit ist die anvisierte Umsetzung zu einer vielschichtigen und abwechslungsreichen Zeitschrift zwar noch lange nicht abschliessend vollzogen, dennoch bietet uns das Layout neue attraktive Möglichkeiten. Damit wir diese aber wirklich ausschöpfen können, braucht es auch von Seiten der geschätzten Mitarbeiter einige Veränderungen. In eingesandten Beiträgen sollen nur noch Informationen und Mitteilungen stehen, die auch wirklich eine breite Schar von Blasmusikfreunden ansprechen können. Dazu benötigen wir attraktives und qualitativ hoch stehendes Bildmaterial, damit beim Leser das Interesse am Inhalt zusätzlich gesteigert wird. Dafür werden wir im Zuge der ersten redaktionellen Veränderung Berichterstattungen mit überwiegend örtlichem Charakter inskünftig vermehrt den regionalen Medien überlassen. Ich wünsche mir, dass auch Sie den vielen aktuellen Veränderungen positiv gegenüberstehen, und freue mich auf meine weitere Arbeit im Dienst der Schweizer Blasmusik! stefan schwarz, chefredaktor 04 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik 09 La revista svizra dal la musica instrumentala 19 Le magazine suisse de musique pour vents 27 La rivista svizzera di musica bandistica De nouveaux atours Ce numéro inaugure la mue d «unisono». En effet, votre revue préférée change sa présentation graphique pour adopter un lay-out proche de celui qui avait accompagné le numéro promotionnel diffusé au printemps passé. L ambition de cette nouvelle formule vise à offrir une forme encore plus attrayante pour décrire l actualité du monde des vents dans les régions, en Suisse et à l étranger. Cette couverture s entend aussi par un partage plus marqué entre les différentes cultures de ce pays. A preuve: la présente page où les trois rédacteurs se côtoient dans le même espace et s échangeront régulièrement la responsabilité de l éditorial le plus long. Plongez donc dans ce magazine revitalisé! Et bonne découverte. jean-raphaël fontannaz Nuova uniforme per «unisono» Con questo numero di «unisono» abbiamo operato una piccola grande rivoluzione. La rivista dell Associazione Bandistica Svizzera si presenta con una nuova grafica, che si avvicina a quella del numero promozionale distribuito nel maggio Le pagine di «unisono» sono ora più invitanti, i contenuti rimangono quelli dell attualità del mondo bandistico svizzero e internazionale, e una sensibilità maggiore alle regioni linguistiche del Paese è dimostrata dal fatto che i redattori condividono ora la stessa pagina per i loro editoriali. E non temete: non sarà sempre quello in tedesco il più lungo! Vi invitiamo alla lettura della nostra rivista così rinnovata, e non solo in italiano: provate a cimentarvi con il romancio a pagina 9 lara bergliaffa Impressum «unisono», Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik, Fachorgan des SBV Redaktion Deutschschweiz / In Memoriam Stefan Schwarz, Chefredaktor, Geissfluestrasse 12, 4514 Lommiswil, Tel , Fax , Rédaction romande Jean-Raphaël Fontannaz, cp 986, 3960 Sierre, Tel , windband.ch Redazione italiana Lara Bergliaffa, Via Rovio 11 B, 6826 Riva San Vitale, Tel.+Fax , Schweizer Blasmusikverband SBV / Asoociation suisse des musiques ASM / Associazione bandistica svizzera ABS / Uniun da musica svizra UMS ad interim Paul Häner, Vizepräsident, Steinrebenstrasse 43, 4153 Reinach, Tel , Geschäftsstelle SBV / Secrétariat ASM / Segretariato ABS Beat Bill, Postfach, 5001 Aarau, Tel , Fax , Musikkommission Blaise Héritier, Präsident, 1045 Ogens, Tel./Fax , Redaktionskommission ad interim Valentin Bischof, Leiter Ressort Kommunikation, Weiherweidstrasse 9, 9000 St.Gallen, Telefon , Fax , jugendmusik.ch Siegfried Aulbach, Schwalmerenweg 20, 3800 Interlaken, Tel. P , Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband BDV Theo Martin, Talstrasse 6, 2553 Safnern, Tel. G , P , Abonnementspreise jährlich (24 Nummern) Fr / Vereine Fr. 30. / Ausland Fr. 42. Adressverwaltung / Changements d adresses / Cambiamenti d indirizzo Eliane Zuberbühler, Tel , Inserate / Annonces / Inserzioni Peter Thomann, Tel , Fax , Druck Zollikofer AG, Fürstenlandstrasse 122, 9001 St.Gallen, Tel Inserateschluss / Délai pour les annonces publicitaires / Termine per gli annunci pubblicitari Nr. 5/2007: 23. Februar Nächster Redaktionssschluss / Délai pour les textes rédactionnels / Termine per i testi redazionali Nr. 5/2007: 24. Februar 2007 (erscheint am 15. März 2007). Zum Titelbild / En couverture / Foto di copertina Ab dieser Ausgabe hat das «unisono» ein neues Gesicht. Dès ce numéro, «unisono» arbore de nouveaux atours. A partire da questa edizione, «unisono» si presenta in una veste nuova. Foto: / Montage: Stefan Schwarz.

4 4 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik Kürzlich wäre Jean Daetwyler 100 Jahre alt geworden: Ein Musikerschicksal geprägt von zwei Weltkriegen. Am 4. Juni 1994 verstarb der Schweizer Komponist, Dirigent und Chorleiter Jean Daetwyler 87-jährig in Sierre. Dieses Jahr hätte er also seinen 100. Geburtstag feiern können: Ein grosses Musikerleben, verknüpft mit den Wirren zweier schrecklicher Weltkriege. jean-raphaël fontannaz (adaption: kurt betschart) hans august daetwyler, dieser Name figuriert in der Geburtsurkunde, erblickt am 24. Januar 1907 als Sohn des August und der Elisa Frieda Vohrer in Basel das Licht der Welt. Bis zu seinem sechsten Lebensjahr leben die Daetwylers in der grenznahen Rheinstadt. Bereits seine erste Kindheit ist daher geprägt vom wütenden Ersten Weltkrieg findet sein Vater, er ist Confiseur von Beruf, eine neue Anstellung in der Schokoladenfabrik in Bulle und zieht mit seiner Familie ins Welschland. Diese zweisprachige Jugendzeit ist für Jeans späteres Lebensengagement in Sierre, an der Sprachgrenze zwischen dem frankofonen und dem deutschsprachigen Wallis, äusserst hilfreich. Studium der Posaune und erste Komposition Mit acht Jahren beginnt der junge Jean mit dem Violinspiel. Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges setzt er sein Studium bei Raphaël Radraux, einem kriegsversehrten Franzosen, fort. Radraux gewann nebenbei einen ersten Preis auf dem Kornett am Conservatoire de Paris. Er unterrichtet den jungen Jean Daetwyler auch auf der Zugposaune. «Es fehlen mir die echten Posaunen im Musikkorps von Bulle. Ich will diese Ventilposaunen mit ihrem dünnen Klang nicht mehr. Ich werde dich in der Zugposaune unterrichten und mit Sechzehn kannst du in die Fanfare eintreten», überzeugt der Mentor seinen Schüler. Im November 1919 schreibt der begabte Knabe seine erste Komposition: Ein Solo für Violine mit dem Tiltel «Souvenirs des montagnes de la Gruyère». Mit siebzehn versucht Daetwyler, entgegen dem Widerstand seines Vaters, ganz auf die Musik zu setzen. Mit den Worten «Ich will keinen Zigeuner in meiner

5 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik unisono 5 Daetwylers Art, mit Amateuren zu arbeiten «Während 40 Jahren, die ich La Gérondine, ein reines Amateurorchester, dirigierte, habe ich alle Schattierungen menschlicher Unzulänglichkeiten erlebt. Um damit umzugehen, brauchte es ein gutes Quäntchen Psychologie. Sich in die verschiedenen Charaktere hineinzufühlen, die Musikanten unterschiedlichen Alters und Lebensauffassung zu verstehen, war erstes Gebot. Ich musste mich zwingen, mir ihre Sorgen anzuhören, sie nicht vor den Kopf zu stossen und sie Schritt für Schritt besser kennenzulernen. Dies verlangt Auto rität denjenigen gegenüber, die geführt werden müssen, aber das richtige Mass an Druck den Kritischen, die Widerstand leisten, gegenüber». Mit diesen Worten beschrieb der Meister selbst seinen Umgang mit seinen Amateurbläsern von der La Gérondine. Ein langjähriger «Gérondin», Erno Schöpf, der selbst ein gutes Vierteljahrhundert unter Familie», überzeugt Vater Daetwyler seinen Filius jedoch, zuerst eine kaufmännische Lehre abzuschliessen schafft er das Handelsdiplom und anschliessend die Rekrutenschule als Trompeter in der Kaserne von Colombier. Daetwylers Stabführung musizierte, bestätigt: «Daetwyler arbeitete sehr psychologisch, er war stets sehr nahe bei seinen Musikern, vor allem bei den schwächeren. Bei schwierigen Stellen hat er diesen oft einfacher zu spielende Noten gesetzt oder er hat die Partitur mit einfacheren Passagen korrigiert». Und Schöpf präzisiert: «Er hat es stets vermieden, einen Mitspieler mit Worten oder Gesten zu verletzen». Auch verfügte Daetwyler über eine gute Prise Humor und Takt: Um niemanden zu verletzen, «verkaufte» er diese Vereinfachungen als äusserst wichtig für das ganze Ensemble. Auch schrieb er auf den Einzelstimmen nie eine zweite oder dritte Stimme. Für den Meister waren alles «erste Stimmen». Damit gab er diesen Parts mehr Wichtigkeit und motivierte gleichzeitig den Bläser für die gestellte Aufgabe. jrf/kb halten. Daetwyler schreibt dazu in seinen Memoiren: «Für einen ganzen Franc fehlen mir immer 95 Centimes». Unter anderem spielt er in einem Kino die Begleitmusik zu den damals üblichen Stummfilmen oder wird als Geiger lina Folly, genannt Duta. Ihr widmet er seine zweite Komposition für Solovioline mit dem Titel «Sérénade pour Duta». Er vermählt sich mit ihr 1933 während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in der Schweiz. Im selben Jahr schenkt sie ihm das erste Kind, Chantal, gefolgt von Monette (1938) und von Roland (1943). Im Juni 1937 erhält Jean Daetwyler an der Ecole César Franck die Diplome für Komposition als Orchesterdirigent, für Kontrapunkt und Fuge wie auch für gregorianischen Gesang. So kann der Schweizer Musiker in die Fussstapfen seiner Lehrer und Professoren treten, die die Schola Cantorum wegen grosser interner Schwierigkeiten laufend verlassen. Amateure haben richtig entschieden Düstere Wolken des Zweiten Weltkrieges ballen sich im Herbst 1938 über Europa zusammen. Jean Daetwyler entschliesst sich, in die Heimat zurückzukehren. Er antwortet auf ein Inserat im «L Instrumental», dem Vorgänger des «unisono» und bietet der Gérondine, Harmonie municipale de Sierre, seine Dienste als musikalischer Direktor an. Ausgewählt aus 25 Kandidaten, trifft er im Oktober 1938 in Sierre ein. In seinen Erinnerungen schildert er seine Ankunft in der Stadt der Sonne: «Der Präsident der Gérondine konfrontierte mich mit der Tat- «Das symphonische Poème in der volkstüm lichen Musik» Hartes Musikerleben in Paris Das Diplom in der Tasche und die Rekrutenschule absolviert, entschliesst sich Jean Daetwyler, sich ganz der Musik, zu widmen. In Paris besucht er zuerst das Conservatoire National supérieur und anschliessend La Schola Cantorum César Franck. Die Zeiten sind hart, kurz nach dem Krieg. Er lebt in Paris ohne finanzielle Unterstützung seitens der Eltern, er muss sich finanziell selbst über Wasser und Posaunist im Casinoorchester, im bekannten Folies-Bergères und im Theater Mogador, engagiert. Um nebst den Musikereinkünften noch etwas Geld zu verdienen, arbeitet Daetwyler unter dem Pseudonym Jean Devilliers für die Freiburger Zeitung «La Liberté» als Pariser Korrespondent. Diese Zusammenarbeit dauert vier Jahre, von 1932 bis Während seiner Pariser Zeit macht Jean die Bekanntschaft einer jungen Dame: Augusta Cé- Ein kritisches Genie Als Direktor der Stadtmusik und des Chors einer Region, in der die politischen Clans noch sehr stark agierten und ihre politischen Ansprüche geltend zu machen wussten, gelang Jean Daetwyler ein bemerkenswerter Spagat: War La Gérondine vollständig von den politisch radikalen Kräften beherrscht und beeinflusst, spielten andererseits beim gemischten Chor die starken konservativen Kräfte die Hauptrolle. Solche Grabenkämpfe waren sprichwörtlich, übrigens nicht nur im Wallis. So wurde ihm etwa beim Stellenantritt bei der Gérondine vom Präsidenten, der zugleich auch als Stadtpräsident von Siders amtete, ans Herz gelegt, «nur Schüler aus dem radikalen Lager zu unterrichten und Instrumente des Vereins nur an diese weiterzuvermitteln». Jean Daetwyler verstand es nicht nur, der ganzen Region Mittelwallis seinen musikalischen Stempel aufzudrücken, es gelang ihm ebenso, den politischen Husarenritt zwischen den beiden Lagern zu meistern. Anstatt sich über, nach heutigen Massstäben engstirnige, Einsichten zu ärgern, suchte der Maestro andere, neue Wege. Er gründete mit seiner Tochter Monette und mit Léon Monnier eine Folkloregruppe, «Les Zachéos», und einen Chor, politisch und konfessionell unabhängig und trotzdem von höchster musikalischer Qualität. Unter dem Namen «La Chanson du Rhône» studierte er ein Repertoire mit seinen eigenen Werken ein. Dieser Chor wurde weit über die Walliser Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Gleichzeitig unterrichtete er am Conservatoire de Sion, welches er 1949 mit Georges Haenni gründete, Harmonielehre und Kontrapunkt. Auf diese Weise gelang es Jean Daetwyler, die politischen Klippen zu umschiffen und trotzdem seiner musikalischen Berufung gerecht zu werden. jrf/kb

6 6 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik sache, dass sie aus 25 Bewerbungen fünf in die engere Wahl genommen hätten. Vier waren schon hier, darunter habe es zwei valable Bewerbungen». Doch der Musiker, frisch angereist aus Paris, erschrickt keinesfalls. In seinem Innersten hat er trotzdem gewisse Zweifel; «Die Musiker der Gérondine erscheinen lässig und gelöst einer nach dem andern im Probelokal. Die sollen mich beurteilen?». Sie haben das Aussehen von Bauern, Weinhändlern oder Fabrikarbeitern, sie besitzen nicht im geringsten Ähnlichkeit mit Musikexperten. Doch die Gérondines wählen Daetwyler zu ihrem neuen Dirigenten, mit einer Probezeit, die Zusammenarbeit hält 40 lange Jahre. Daetwylers erste Blasmusikkomposition: Marignan 1939 erhält Jean Daetwyler den Auftrag, einen offiziellen Marsch für den Zentralwalliser Musikverband zu schreiben. Dieser soll hauptsächlich als Einzugs- und Empfangsmarsch für militärische Anlässe gebraucht werden. Noch nie zuvor hat Daetwyler einen Marsch komponiert, und er weiss nicht so recht, wie er diese Aufgabe anpacken soll. Er braucht etwas Besonderes, damit der Marsch beim Publikum gut ankommt. Mit der Idee, das Walliserlied ins Trio einzubauen, schafft er den Durchbruch als Komponist. Durch die vielen Aufführungen an Grossanlässen während der Kriegsjahre wird Marignan bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In Vergessenheit darob gerät fast die Tatsache, dass die Auftraggeber dem Komponisten das vereinbarte Entgelt zuerst nicht bezahlen Werkverzeichnis für Blasmusik (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Barrage Bubenberg Marsch Capriccio barbaro (1965) Concerto Concerto pour quatuor de saxophones et percuission avec harmonie Danse du Loetschental Karl der Kühne, symphonische Dichtung (1976) Konzertrhapsodie Libertas Marche des Alpes Marche rustique Marignan, Marsch (1939) Major Davel, symphonische Dichtung (1981) Morgarten 1315, Ouverture (1971) Poème et Fuge (1966) St. Jakob an der Birs, Ouverture (1966) Suworow (1975) Tanz ohne Tänzerin Walliser Melodien Um sein Werk «Bar - rage» zu kom ponieren, hat Jean Daetwyler eine Zeit lang als Hilfsarbeiter beim Bau der Grande Dixence mitgewirkt. wollten, weil der Marsch nicht dem sonst üblichen Strickmuster entsprach. Seine Werke vermehren sich mit der Zeit. Sie schockieren und provozieren durch ihre musikalische Kühnheit. Gleichwohl, Daetwyler schöpft seine Inspiration stets aus der Walliser Folklore. Seine Art, sich musikalisch auszudrücken, verfeinert sich Mal für Mal. Während des Krieges im Kader Mobilmachung eingeteilt, verbringt er 1941 einige Monate in Zinal, zuhinterst im Val d Anniviers. Die Landschaft und die Berge dort hinten inspirieren ihn zu seiner «Symphonie alpestre». In der Armee wie in Zivil versteht es Jean Daetwyler, sich rasch einzuleben. Er zeigt sich als geselliger und volkstümlicher Musiker. Es gelingt ihm, wichtige Beziehungen und Netzwerke zu knüpfen. Kaum in Sierre eingelebt, übernimmt er für den Verband Westschweizer Dirigenten die Durchführung der Delegiertenversammlung. Sein Vortrag am Schluss des geschäftlichen Teils steht unter dem Titel: «Das symphonische Poème in der volkstümlichen Musik». Es wird eine äusserst aufschlussreiche Präsentation, der Maestro unterstreicht damit die Wichtigkeit, die er dieser Musiksparte zuspricht wird Jean Daetwyler zum Direktor des gemischten Chores Ste-Cécile in Sierre ernannt. In jenen Kriegstagen sucht Radio Lausanne laufend Musik schweizerischen Ursprungs, wie der Wahlwalliser sie schreibt. Dies ist der Beginn einer langjährigen und fruchtbaren Zusammenarbeit des Radios mit Jean Daetwyler, der die Musik für zahlreiche Radiosendungen schreibt. Fortsetzung folgt

7 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik unisono 7 Stefan Millius bestätigt Titel am 4. Junior Slow Melody Contest Nach seinem Sieg des letzten Jahres in Sembrancher konnte sich der Oberwalliser Stefan Millius im Super-Finale des Junior Slow Melody Contest JSMC erneut in Szene setzen. Weitere Champion-Titel gingen an Valentin Duc und Thomas Bagnoud. jean-raphaël fontannaz (adaption: stefan schwarz) die 4. auflage des Junior Slow Melody Contest fand am 27. Januar in Turtmann VS statt. Viele interessierte Zuschauer verfolgten den Wettbewerb mit 275 Blechbläserinnen und Blechbläsern aus der ganzen Schweiz, welche in ihren Vorträgen in erster Linie ihr musikalisches Können zum Ausdruck brachten. Vier Siege für Chermignon Mit Ausnahme von Myriam Karlen (Cornet), welche einen Kategoriensieg ins waadtländische Rougemont brachte, blieben alle anderen Titel in Walliser Händen. Der Verein Ancienne Cécilia aus Chermignon stellte mit Valentin Duc (Euphonium), Thomas Bagnoud (Cornet), Anne Baras (Althorn) und Marine Barras (Euphonium) stolz gleich vier Sieger in verschiedenen Alterskategorien. Weitere Kategoriensieger waren Gabriel Murisier (Althorn), Kathleen Gaspoz (Cornet), Christelle Cretton (Cornet), Joël Pittet (Trompete) und Nicole Rittler (Cornet). Erwähnenswert ist, dass die Mehrheit der Kategoriensiege (sechs von zehn) von jungen Frauen erspielt worden sind! Super-Finale Am Ende des Nachmittages traten in einem emotionalen Super-Finale die 14 besten Solistinnen und Solisten des Tages gegeneinander an. Valentin Duc aus Chermignon gewann die Ausscheidung der Kategorie Minimes (bis 12 Jahre), und Champion der Kadetten (12 14 Jahre) wurde Thomas Bagnoud, der ebenfalls aus Chermignon stammt. Als Sieger der Junioren (15 19 Jahre) ging zum zweiten Mal der Oberwalliser Stefan Millius (Flügelhorn) aus St. German hervor, welcher die Kategoriensiegerin Marine Barras im Finale noch zu übertreffen wusste. Weitere Resultate sind im französischen Teil dieses Heftes zu finden. Die komplette Rangliste steht im Internet unter zum Download bereit. Die nächste Ausgabe des Junior Slow Melody Contest findet am 26. Januar 2008 in Châteauneuf-Conthey statt. Kompositionswettbewerb für 2. Schweizer Blasmusikfestival Mels 2008 Im Vorfeld des 2. Schweizer Blasmusikfestivals 2008 hat der Schweizer Blasmusikverband SBV einen internationalen Kompositionswettbewerb ausgeschrieben. Kürzlich hat die Jury die Preisgewinner bekannt gegeben. stefan schwarz kompositionswettbewerbe sind ein wichtiges Puzzleteil in der aktiven Förderung des helvetischen Blasmusikwesens. Durch das Schaffen neuer Werke kann der Stellenwert der Schweizer Blasmusik international gefestigt werden, was in der Vergangenheit verschiedene erfolgreiche Schweizer Komponisten eindrücklich demonstriert haben. Leider haben sich aber im Hinblick auf das 2. Schweizer Blasmusikfestival nur wenig einheimische Komponisten zur Teilnahme am Kompositionswettbewerb entschlossen, wodurch die Zielsetzungen des SBV nur beschränkt erreicht wurden. Aus der Jury Diese Tatsache schmälert hingegen die Qualität der eingegangenen Werke in keiner Art und Weise. Mit Interesse hat die aus Blaise Héritier (Präsident MK SBV), Major Christoph Walter (Chef Kaderausbildung Schweizer Militärmusik) und Peter Kleine Schaars (international anerkannter Arrangeur und Komponist) bestehende Jury die 20 eingegangenen Werke studiert. Jurypräsident Blaise Héritier berichtete, dass darunter durchschnittliche bis hervorragende Kompositionen unterschiedlicher Stärkeklassen zu finden waren, wobei viele Eingaben von ausländischen Wettbewerbsteilnehmern stammten. Neben anderen Kriterien wurden von der Jury die musikalische Idee des Werkes, der Charakter, der allgemeine Unterhaltungswert, die Qualität und Ausgeglichenheit der Instrumentation oder die technische Schwierigkeit bewertet. Die Gewinner Für die Höchstklassharmonien wusste das Werk «Three in one» des Östreichers Reinhard Summerer zu überzeugen. Der Posaunist aus Eichenberg/A ist ein ausgewiesener Klassikund Jazzmusiker, welcher neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer und freischaffender Musiker bereits mehrere erfolgreiche Kompositionen und Arrangements verschiedener Stilrichtungen geschaffen hat. In der 2. Klasse Harmonie konnte sich die Komposition «Opening» von Thomas Biasotto durchsetzen. Biasotto stammt aus Herisau und hat sich als Musiker bereits in jungen Jahren nicht nur in der Ostschweiz einen klingenden Namen geschaffen. Musikalisch ist er sehr vielfältig aktiv als Komponist, Arrangeur, Trompeter, Musiklehrer und Dirigent. Für die 3. Klasse (Harmonie/Fanfare/BB) machte das Werk «Crunchy Starter» von Marc Jeanbourquin aus Courtételle das Rennen. Der Romand ist ebenfalls ein begabter Musiker, der neben seinen Erfolgen als Dirigent auch als Bearbeiter und Komponist weiter von sich reden machen wird. Alle weiteren Kompositionen für die verbleibenden Klassen und Besetzungstypen werden vom SBV in Auftrag gegeben. Bereits heute kann man sich also auf interessante neue Unterhaltungsblasmusik am 2. Schweizer Blasmusikfestival in Mels freuen!

8 8 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik Solo-Champion Marco von Allmen aus Riehen überzeugte auf dem Drumset. Nordwestschweizerischer Solistenund Ensemble-Wettbewerb NSEW Am 16. November 2006 fand in Riehen BS der 7. Nordwestschweizerische Solisten- und Ensemblewettbewerb NSEW statt. 201 Solistinnen und Solisten sowie 30 Ensembles stellten sich dem Urteil einer professionellen Jury. Erstmals erspielte sich mit Marco von Allmen ein Schlagzeuger die Krone des «NSEW Champion». Der Preis des besten Ensembles ging an das Posaunenquartett Sliders light mit Miriam Jeger, Lukas Ammann, Toni Cueni und Rafael Vogt. hans-peter erzer die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer-/innen, Lehrpersonen und Gäste zeichnen ein erfreuliches Bild. Die kompetente Wettbewerbsorganisation, ideale und teilweise geradezu prachtvolle Räumlichkeiten sowie professionelle Juryberichte und Datenauswertung boten einen idealen Rahmen, Publikum und Mitwirkende vom Sinn eines Musikwettbewerbs zu überzeugen. Sicherlich wird die Instrumentendurchmischung in gewissen Kategorien den Verantwortlichen weitere innovative Schritte abfordern. Doch bei einem Wettbewerb, wo man Leistung abgesehen natürlich von der Zeitdauer des Vortrages sowieso nicht mit absoluten Masseinheiten, sondern nur in mehr oder weniger subjektiver Art beurteilen kann, lässt sich schlussendlich auch der Vergleich von «Querflöten und Fagotten» oder «Schlagzeugensembles und Bläserensembles» rechtfertigen. Letztendlich war es für alle Teilnehmenden die musikalische Zielsetzung, der Weg dorthin und das Wettbewerbserlebnis selber, was als persönlicher Gewinn zu werten ist. Somit sind im Grunde genommen nur Sieger hervorgegangen, auch wenn die Rangliste gute und bessere Plätze zu vergeben hatte! Weitere Bildimpressionen und die Rangliste sind auf der Website zu finden. Die nächste Austragung des NSEW findet am 15. Dezember 2007 in Frenkendorf statt. Finalsieger Solo-Champion Marco von Allmen, Riehen, Drumset Ensemble-Champion Sliders light, Posaunen-Quartett

9 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik unisono 9 Auszug aus der Rangliste: Kategorie A, Holzblasinstrumente 8 klassiert Name Punkte 1. Dominique Steiner, Oboe Jérôme Petital, Saxophon 96 Kategorie A, Hohes Blech 6 klassiert 1. Carmen Thommen, Cornet Nicolas Sutter, Trompete 92 Kategorie A, Tiefes Blech 12 klassiert 1. Ulrich Sulser, Waldhorn Silvio Maurer, Alt-Horn Thomas Suter, Posaune Samuel Diethelm, Posaune 83 Kategorie B, Holzblasinstrumente 8 klassiert 1. Cheyenne Häni, Blockflöte Stefanie Bossard, Querflöte 91 Benedikt Boner, Saxophon 91 Kategorie B, Hohes Blech 14 klassiert 1. Gregor Kälin, Trompete Sabine Kuhn, Cornet Chantal Borer, Cornet Kilian Erbacher, Trompete Christine Nussbaumer, Cornet 85 Kategorie B, Tiefes Blech 12 klassiert 1. Michael Mengisen, Waldhorn Balthasar Dietsche, Waldhorn Michael Gächter, Waldhorn 86 Ivo Müller, Posaune 86 Gorjan Slokar, Waldhorn 86 Kategorie B, Mallets 7 klassiert 1. Roland Jakober, Marimbaphon Aaron Wälchli, Marimbaphon Claire Litzler, Marimbaphon 90 Kategorie B, Drumset 6 klassiert 1. Marco von Allmen, Drumset Aaron Messmer, Drumset 92 Kategorie C, Holzblasinstrumente 4 klassiert 1. Nicole Hunziker, Querflöte 93 Kategorie C, Hohes Blech 12 klassiert 1. Cristian Philipp Graesslin, Trompete Benjamin Thürig, Cornet Melanie Ziegler, Cornet Mario Schär, Trompete 88 Kategorie C, Tiefes Blech 17 klassiert 1. Stefan Kühndorf, Tuba Pascal Deuber, Waldhorn Jérôme Müller, Euphonium Daniel Joss, Waldhorn Luciano Dauer, Waldhorn 91 Kategorie C, Mallets 6 klassiert 1. Jessica Raas, Marimbaphon Mario Müller, Marimbaphon 92 Kategorie C, Fellinstrumente 2 klassiert 1. Maximus Michel, Timpani 88 Kategorie C, Drumset 2 klassiert 1. Philip Schenker, Drumset 83 Kategorie D, Holzblasinstrumente 9 klassiert 1. Maximilian Schneider, Klarinette Nicolai Kossack, Querflöte Jacob Dietsche, Fagott 88 Kategorie D, Hohes Blech 25 klassiert 1. Joël Bieli, Cornet Manuel Guntern, Cornet Jasmin Grolimund, Cornet Tomy Ziegler, Cornet Jonathan Ehrsam, Cornet 85 Annelis Nussbaumer, Cornet 85 Joël Sigfried, Trompete 85 Kategorie D, Tiefes Blech 19 klassiert 1. Samuel Willimann, Waldhorn Christoph Altmann, Waldhorn Simon Kissling, Waldhorn Michael Honegger, Waldhorn Erik Mayr, Waldhorn 89 Michael Sackmann, Waldhorn 89 Jeremy Siegfried, Posaune 89 Kategorie D, Mallets, 7 klassiert 1. Dominik Burgherr, Marimbaphon Niclas Kiss, Marimbaphon Tobias Vonder Mühli, Marimbaphon 89 Kategorie D, Fellinstrumente, 2 klassiert 1. Nicolas Tschumi, Kleine Trommel 90 Kategorie D, Drumset, 7 klassiert 1. Micha Raas, Drumset Manuel Henz, Drumset Dominik Wingeier, Drumset 89 Ensembles Kategorie I 9 klassiert 1. Sliders light Trio M-MS Prattler Percussion Project 93 Ensembles Kategorie II 10 klassiert 1. Quatromboni Flying Sticks Mallet Express Schlagzeug-Ensemble 6 Allschwil 92 Ensembles Kategorie III 9 klassiert 1. M&M&M s Swisssticks Jung Brasser s Koblenz 88 Part Rumantscha Appel allas musicas romontschas Ils 29 d avrel 2006 ei la nova revista svizra dalla musica instrumentala vegnida publicada per l emprema gada sco numera da promoziun. Egl avegnir duei quella gasetta da musica buca mo esser presenta cun entgins exemplars obligatoris per mintga societad da musica; igl ei previu che mintga musicanta e mintga musicant survegni quella nova revista persunalmein a casa. Ils iniziants ed editurs da quell emprema numera han investiu bia energia en quei project. Robert Casanova La nova gasetta «unisono» cuntegn era entginas bunas midadas e nus sustenin quella idea en favur dallas societads da musica ed en favur da scadina musicanta e scadin musicant. Ch il lungatg romontsch era buca presents en l emprema ediziun ha fatg surstar nus. Pli baul havevan nus in «Encarden romontsch» ch ei lu svanius tut alla metta. Nus havein denton buc acceptau quella situaziun ed havein reagiu energicamein. E quei cun success. El futur vegn igl «unisono», La revista svizra da la musica instrumentala, era a cuntener ina part romontscha («Part rumantscha»). L entschatta ei gia dada. Mo nus stuein era far il nies, sche nus lein esser presents cun nies lungatg romontsch. Perquei appelleschel jeu tut las musicas romontschas d inoltrar a nus rapports da giubileums, rapports da fiastas da musica, davart la scolaziun da musicantas e musicants giuvens e.a.v. sco era ulteriurs artechels en connex cun la musica instrumentala. Per la coordinaziun dils artechels en La revista svizra da la musica instrumentala stun jeu bugen a disposiziun. L adressa senumna Las musicas da lungatg tudestg e talian san secapescha inoltrar artechels en lur lungatg. Per las uniuns cantunalas stat plinavon in supplement a disposiziun, dil qual nus savein far diever e nua che tut ils treis lungatgs cantunals vegnan ad esser presents. In informaziun detagliada davart las novas structuras dall Uniun svizra da musica suonda a caschun dalla radunonza da delegai che ha liug ils 31 da mars 2007 ad Ardez. Jeu animeschel aunc ina gada da scriver mintgaton per la gasetta da musica. Nossa cultura ei biala ed indispensabla. Jeu giavischel a tuts bia plascher e perseveronza cun la lavur en favur da nossa musica instrumentala.

10 10 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik Die Danish Concert Band wird in diesem Sommer bereits zum zweiten Mal am Jungfrau Music Festival Interlaken konzertieren. Konzert-Highlights und Meisterkurse am 5. Jungfrau Music Festival 2007 Dieses Jahr findet bereits das 5. Jungfrau Music Festival in Interlaken und Thun statt. Neben einem attraktiven Galaprogramm wurden als zweite Standsäule des Festivals die Workshops weiter ausgebaut. So wird neben dem Dirigiermeisterkurs mit Baldur Brönnimann auch ein Meisterkurs für Euphonium mit Thomas Rüedi durchgeführt. Als Konzerthöhepunkt wird Andreas Spörri mit einer 100-köpfigen Massed Band für sinfonischen Brass-Sound sorgen, um sich dann nach über zwölf Jahren als Dirigent der Swiss Army Brass Band zu verabschieden. das jungfrau music festival soll in erster Linie zu einem Fest der Blasmusik in all ihren Erscheinungsformen werden. Mit Konzerten für jeden Geschmack für Fachleute wie Musikliebhaberinnen und -liebhaber gleichermassen wollen die Organisatoren ein breites Publikum ansprechen. Big Band der Bundeswehr Am 16. und 17. Juni wird das Festival mit zwei Konzerten der Big Band der deutschen Bundeswehr eröffnet, die sich in verschiedensten Stilrichtungen musikalisch ausdrücken kann. Sobald die Bühne vom Rampenlicht erstrahlt ist, gelingt es Bandleader Michael Euler und dem sympathischen Orchester in den Uniformen der deutschen Streitkräfte sehr schnell, das Publikum mit einer perfekt arrangierten Show in seinen Bann zu ziehen. Ob Staatsbesuch, Benefizkonzert, Tanzgala, Presseball, Ball des Sports, Kanzler- oder Bundespräsidentenfest die Big Band der Bundeswehr sorgt bei jedem Anlass für den richtigen musikalischen Rahmen. Danish Concert Band Die Danish Concert Band wurde 1968 gegründet und besteht aus 70 Musikern zwischen 15 und 50 Jahren. Das Orchester hat Galakonzerte Jungfrau Music Festival 2007 Samstag, 16. Juni 2007 Big Band der Bundeswehr (D), Schadausaal Thun Sonntag, 17. Juni 2007 Big Band der Bundeswehr (D), Kursaal Bern Mittwoch, 11. Juli 2007 Danish Concert Band, Kursaal Interlaken Donnerstag, 12. Juli 2007 La Banda de Santiago de Cuba, Kursaal Interlaken Freitag, 13. Juli 2007 Konzertabend mit int. Höchstklassorchestern, Kursaal Interlaken Samstag, 14. Juli 2007 Swiss Army Brass Band Massed Band, Kursaal Interlaken Vorverkauf Bestellungen via oder Telefon Allgemeine Auskünfte Geschäftsstelle Jungfrau Music Festival, Postfach 79, 3800 Interlaken Tel , Detailprogramm viele internationale Wettbewerbe gewonnen und unternimmt in jedem zweiten Jahr eine ausgedehnte Europatournee, welche es bereits vor zwei Jahren einmal ans Jungfrau Music Festival geführt hat. Dirigent Jorgen Misser Jensen wird es auch am 11. Juli wiederum gelingen, das Publikum mit seiner Danish Concert Band zu begeistern. La Banda de Santiago de Cuba 1898, am Ende des Unabhängigkeitskriegs, gründete eine kleine Gruppe von Musikern in Santiago de Cuba eine Blechmusik. Die ganze Entwicklungsgeschichte der kubanischen Musik durch die Jahrzehnte lässt sich aus dem Repertoire der Banda ablesen, welches von den so genannten Danzones über die

11 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik unisono 11 Conga, die charakteristische Polonaise der Santiagueros bis zum heute so populären Salsa reicht. Seit 1974 führt Alcides Castillo Penaver das Orchester. Viele wichtige Persönlichkeiten der kubanischen Musik starteten ihre Karriere in der Banda Municipal, welche am 12. Juli auch die Schweizer mit ihrer Musik bezaubern wird. Abschiedskonzert von Andreas Spörri Während am 13. Juli internationale Blasorchester auftreten, findet am 14. Juli das Abschlusskonzert des Festivals im Kursaal Interlaken statt. Das Projekt «Sinfonischer Brass Sound Massed Band» mit über 100 Musikern wird der Höhepunkt der fünften Auflage des Jungfrau Music Festival sein. Die Band wird unter anderem die Ouvertüre «1812», Op. 49 von Peter Iljtsch Tschaikowsky oder «Wellingtons Sieg» darbieten. Nach diesem Projekt wird Andreas Spörri nach zwölf Jahren erfolgreicher Arbeit die Leitung der Swiss Army Brass Band abgeben. Meisterkurs für Dirigieren Vom 9. bis 14. Juli findet in Interlaken bereits der 5. Meisterkurs für Dirigentinnen und Dirigenten statt. Mit Baldur Brönnimann konnte wiederum ein anerkannter Dirigent und Pädagoge als Leiter gewonnen werden. Zwölf Dirigentinnen und Dirigenten werden Gelegenheit haben, während einer Woche unter der Leitung dieses Künstlers zu arbeiten. Bestimmt werden sie wertvolle Anregungen für ihre zukünftige Tätigkeit mit nach Hause nehmen. Weitere interessierte Dirigentinnen und Dirigenten haben die Möglichkeit, dem Kurs als Zuhörerinnen und Zuhörer zu folgen. Auch diese Art des Kursbesuchs ermöglicht wertvolle Erkenntnisse und Anregungen. Während zweier Tage werden mit einem Ensemble Kammermusikwerke erarbeitet und an zwei weiteren Seminartagen wird die Danish Concert Band als Lehrgangsorchester zur Verfügung stehen. Mit diesem hervorragenden Profiorchester werden Standardwerke geprobt. Meisterkurs für Euphonium Thomas Rüedi gibt während des 5. Jungfrau Music Festival 2007 vom 11. bis 13. Juli einen internationalen Meisterkurs für Euphonium. Für aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Einzel- und Klassenlektionen erteilt. Auch hier ist eine passive Teilnahme als Zuhörer während des ganzen Meisterkurses möglich. Der Kurs richtet sich an Studenten, Berufsmusiker oder fortgeschrittene Amateurmusiker. Die Anzahl der aktiven Teilnehmer ist auf 12 Personen begrenzt. 25. Schweizerisches Blaukreuzmusikfest 2007 Am 2. und 3. Juni 2007 findet das Schweizerische Blaukreuzmusikfest zum ersten Mal in Frauenfeld statt. 16 Musiken aus der Deutsch- und Westschweiz treffen sich dort zum frohen Spiel und gemütlichen Beisammensein. zum 25. mal treffen sich die schweizerischen Blaukreuzmusiken zu ihrem Verbandsfest, welches in der Regel alle drei Jahre stattfindet. Wie bei anderen Festen stehen auch hier die Vorträge eines Selbstwahlstückes und der Marschmusik sowie das Pflegen der Kon takte der verschiedenen Korps im Vordergrund. Ein Anliegen des Festes ist es aber auch, die Institution des Blauen Kreuzes wieder in Erinnerung zu rufen. Blaukreuzmusiken sind das «Spiel» der internationalen Institution. Blaukreuzmusiken Das Blaue Kreuz ist eine 1877 in Genève gegründete christliche Organisation, die alkoholabhängigen Menschen und ihren Familien Hilfe anbietet und Prävention betreibt. Blaukreuzmusiken als teil des Werkes sind christlich soziale Musiken, deren Mitglieder aus Freude an der Musik dabei sind. Bei den Blaukreuzmusiken finden auch schwächere Bläser platz. Es ist den Vereinen wichtig, dass suchtgefährdete Menschen in den Musiken Halt finden können. Blaukreuzanlässe finden alkoholfrei statt eine Verpflichtung zur Abstinenz besteht jedoch nicht. Der Schweizer Blaukreuzmusikverband wurde 1923 gegründet, welcher seit 1925 Mitglied des Schweizer Blasmusikverbandes ist. Schon früher fanden in unregelmässigen Abständen Treffen von Blaukreuzmusiken statt, wobei damals hauptsächlich Westschweizer Formationen antraten. Musik bewegt auch in Frauenfeld Mit dem kommenden Fest in Frauenfeld stellt sich die jüngste Blaukreuzmusik als Organisatorin zur Verfügung. Zwei Wochen vor dem Eidgenössischen Turnfest findet Anfang Juni das Jubiläumsfest unter dem Motto «Musik bewegt» statt. 16 Blaukreuzmusiken mit zirka 400 Musikantinnen und Musikanten werden in der Thurgauer Hauptstadt erwartet. Bereits am Freitagabend stimmen Musiken aus der Nähe mit Platzkonzerten auf das Ereignis ein. Das Blaukreuzmusikfest soll ein Fest der Musiken und des Blauen Kreuzes sein aber nicht nur. Auch die Bevölkerung soll miteinbezogen werden und von den vielfältigen Angeboten profitieren zu können. Weitere Informationen sind im Internet auf den Seiten sowie zu finden. Die junge Blaukreuzmusik Frauenfeld stellt sich als Organi - satorin des 25. Schweizerischen Blaukreuzmusikfestes vom Juni 2007 zur Verfügung.

12 12 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik Die Probe das zentrale Ereignis im Vereinsalltag Auf den Maestro-Seiten des letzten «unisono» wurde auf das BDV-Seminar 2007 hingewiesen, welches die Probe als zentrales Ereignis im Vereinsalltag thematisiert. Der interessante Anlass mit Referent Urs Heri und der Regional Brass Band Bern findet am 3. März 2007 im Militärmusik-Saal der Kaserne Bern statt. 70 proben, 1 saalkonzert, ein Dutzend Ständchen. So oder ähnlich lautet bisweilen die Jahresbilanz bei Musikvereinen. Ist die Probe langweilig, ist das Vereinsleben langweilig. Auf die Planung und Durchführung von Proben ist deshalb hohe Sorgfalt zu legen. Urs Heri wird in seinem Referat verschiedene Facetten des Themas beleuchten, angefangen bei der lang-, mittel- und kurzfristigen Probenplanung bis zum detaillierten Aufbau einer Probe. Verschiedene Probenmodelle werden ebenso besprochen wie die Vorbereitung des Dirigenten und die effiziente Probenarbeit. Urs Heri wird praktische Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung weitergeben, über spezielle Situationen an Proben und den Einsatz von Hilfsmitteln sprechen. Die 1986 gegründete Regional Brass Band Bern wird am BDV- Seminar 2007 zu sammen mit ihrem Dirigenten Daniel Bichsel für klingenden Anschauungsunterricht sorgen. Referat von Urs Heri Der Referent Urs Heri wurde in Solothurn geboren. Nach Studien an der Universität Bern (Mathematik) folgte die musikalische Ausbildung. Er erlangte Diplome in Klarinette, Dirigieren und Saxophon und absolvierte Weiterbildungen und Meisterkurse bei internationalen Fachleuten. Urs Heri ist Vorstandsmitglied des Schweizer Blasmusik-Dirigentenverbandes BDV und Mitglied der Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbandes SBV. Seit 1993 dirigiert er die MG Harmonie Rain LU und seit 2005 die Harmoniemusik der Stadt Zug. Daneben ist er als Musiklehrer, Musikschulleiter, Komponist und Kammermusiker tätig. Anschauungsunterricht mit Daniel Bichsel Nach der Pause kann die praktische Probenarbeit von Daniel Bichsel mit der Regional Brass Band Bern erlebt werden. Wie machen es andere? Welche Möglichkeiten wählen Kollegen, um ein technisches, intonatorisches oder musikalisches Problem zu lösen? Wie wird eine Atmosphäre kreiert, um konzentriert, motiviert und dennoch entspannt arbeiten zu können? Genaues Hinhören und Beobachten wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erlauben, über die eigene Arbeit nachzudenken und sich für die weitere Probenarbeit mit dem eigenen Verein inspirieren zu lassen. RBB-Dirigent Daniel Bichsel wurde in Prêles geboren und liess sich von Pascal Eicher für die Blechblasmusik begeistern. Weitere Informationen sind im Internet unter zu finden oder bei Lydia Stöckli Marbet (Telefon ) erhältlich. BKMV: Veteranenvereinigung Landesteil Mittelland Die 50. Tagung der Veteranenvereinigung Landesteil Mittelland des Bernischen Kantonal-Musikverbandes BKMV findet am 11. März 2007 ab 10 Uhr in der Mehrzweckanlage in Lyssach statt. Kameraden, die aus irgendeinem Grund von ihren Vereinen nicht angemeldet worden sind, melden sich bitte bis 23. Februar 2007 bei Fred Brönnimann in Frauenkappelen (Telefon ). JBBFO-Musiklager vom 4. bis 11. August 2007 Das Jugend Brass Band Forum Ostschweiz führt dieses Jahr zum 17. Mal ein Musiklager durch, das wie in den vergangenen Jahren am Landwirtschaftlichen Berufsbildungszentrum Arenenberg in Salenstein TG stattfinden wird. Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren, die ein Blechinstrument oder Schlagzeug spielen. Das JBBFO wird aufgeteilt in eine A- und eine B-Band. Die Literatur der A-Band entspricht der 1./2. und jene der B-Band der 2./3. Stärkeklasse. Für die Leitung der A-Band hat Armin Bachmann zugesagt und für die B- Band konnte Ueli Kipfer verpflichtet werden. Nach intensiven Registerund Gesamtproben finden zum Abschluss des Lagers drei Konzerte statt. Wer zum ersten Mal am Lager teilnehmen will, muss vorgängig eine Aufnahmeprüfung ablegen, in welcher nebst der Darbietung eines Aufgaben- und Selbstwahlstückes auch Tonleiterkenntnisse und Grundlagen der Musiktheorie gezeigt werden müssen. Die Prüfung findet für die Bläserinnen und Bläser am Samstag, 31. März 2007, um Uhr im katholischen Pfarreizentrum in Weinfelden TG, für die Perkussionisten gleichentags um 9.30 Uhr in Henggart statt. Anmeldeschluss ist der 20. Februar Anmeldeformulare sind erhältlich bei Erika Maag in Nussbaumen unter oder Telefon Telefon Weitere Informationen finden sich zudem auf der eigenen Homepage Frühlingserwachen bei «unisono» Leserbrief von Niklaus Konrad, Präsident MV Alpenrösli Wängi Als Pflichtabonnent musste unser Verein bisher 12 Exemplare des «unisono» beziehen, was Fr kostete. Zusammen mit dem regulären Jahresbeitrag über den kantonalen Verband von Fr pro Mitglied belastete dies unseren Verein für 43 Mitglieder mit insgesamt Fr Mit dem neuen Beitrag von 21 Franken wären dies mit Fr dann Fr mehr, was Fr pro Mitglied ausmacht. Wie im Rundschreiben vom 6. April 2006 an alle Präsidenten richtigerweise geschrieben, gibt es nun endlich bei allen Musikantinnen und Musikanten ein Frühlingserwachen. Denn was im Rundschreiben berichtet wurde, dass die Mehrkosten für die einzelnen Vereine zwischen 10 und maximal 300 Franken pro Jahr betragen würden, verträgt sich nicht mit den neuen Angaben. Momentan lesen nur 8 von unseren 43

13 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik unisono 13 Akzentuierters Profil in Planung! Seit einigen Monaten arbeitet Schweizer Radio DRS an der detaillierten Profilierung der DRS Musigwälle. Dabei wird auch diskutiert, ob weitere Volksmusiksendungen von DRS 1 auf die DRS Musigwälle verschoben werden sollen. Mitte Januar 2007 hat sich die Programmleitung DRS 1/DRS Musigwälle mit Spitzenvertretern der Volksmusikszene getroffen und diese über die strategischen Absichten informiert. Christian Messerli ist der neue Leiter der DRS Musigwälle, wel che den Laienmusikverbänden unseres Landes inskünftig zusätzlichen Platz zur Verfügung stellen möchte. jahrelang übte die Musikredaktion von DRS 1 den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Die DRS Musigwälle ergänzt DRS 1 seit ihrer Lancierung 1996 mit einem vielfältigen Repertoire, das von Schweizer Volksmusik über französische Chansons, italienische Canzoni, volkstümliche Schlager, Big-Band-Sound, Blasmusik, Musicals bis hin zu Filmhits reicht. Morgens, mittags und abends übernimmt die DRS Musigwälle Informationssendungen aus der SR- DRS-Palette. Auch Raritäten aus dem Archiv wie z.b. Hörspiele, Cabaret-Aufnahmen und Originaltöne von Zeitzeugen aus über 80 Jahren Radiogeschichte werden dem Publikum zugänglich gemacht. Jedem sein Radio Die Schweizer Volksmusik hat im Programm der DRS Musigwälle einen hohen Stellenwert. Seit einigen Monaten arbeitet Schweizer Radio DRS daran, das Profil der DRS Musigwälle weiter zu akzentuieren. Der Prozess ist erfolgreich, dies zeigt sich unter anderem in der positiven Entwicklung der Hörerzahlen. Auch ohne Verbreitung über UKW hören heute täglich über Personen das Programm und sie benoten es gut. Schweizer Radio DRS ist überzeugt, dass die DRS Musigwälle ihr Potenzial weiter ausschöpfen und der Volksmusik sowie den an Volksmusik interessierten Hörerinnen und Hörern das passende Programm bieten kann. Zurzeit beschäftigt sich Schweizer Radio DRS mit der Frage, ob in Zukunft weitere Volksmusiksendungen von DRS 1 auf die DRS Musigwälle verschoben und ihnen dort mehr Platz eingeräumt werden soll. Die Überlegungen sind Bestandteil der Strategie von Foto: SR DRS (Severin Nowacki) Schweizer Radio DRS «Jedem sein Radio: DRS 1, DRS 2, DRS 3, DRS Musigwälle und Virus». Vertreterinnen und Vertreter der grössten Laienmusikverbände wie Verband Schweizer Volksmusik VSV, Eidgenössischer Jodlerverband EJV und Schweizer Blasmusikverband SBV wurden anlässlich einer Infoveranstaltung im Radiostudio Zürich im Detail über die Absichten ins Bild gesetzt. Ausbau des DAB-Netzes Mit der Vollendung des Ausbaus des DAB- Netzes in den nächsten zwei Jahren sind zudem die Voraussetzungen für den qualitativ hoch stehenden Empfang der DRS Musigwälle geschaffen. Dieser Schritt erfolgt abgestimmt zur Abschaltung des Mittelwellensenders Beromünster Mitte 2008; damit wären denn auch die empfangstechnischen Voraussetzungen für die Platzierung der Volksmusik auf der DRS Musigwälle erfüllt. Das Programm wird über DAB (Digital Audio Broadcasting) nämlich über Kabel, Satellit und Internet empfangbar sein. aktiven Mitgliedern die Zeitschrift, die anderen sind nichtaktive Ehrenmitglieder. Dies bedeutet, dass 80% die Zeitschrift im Abfall deponieren würden. Sollen nun wirklich die Mitglieder Fr. 8. ausgeben für etwas, was sie gar nicht wollen? Ich frage mich wirklich, wem das neue Verteilkonzept mehr dienen würde, dem Mitglied oder dem Verleger. Unter diesen Gesichtspunkten kann unser Verein nur «nein» zum neuen Konzept sagen, obwohl im einsprachigen Musterheft gute Ansätze zu sehen waren. Leyland Band on Tour in Switzerland Vom 30. Mai bis 3. Juni 2007 tourt die Leyland Band mit ihrem Direktor Russell Gray auf Einladung durch die Schweiz. Organisiert wurde diese Konzertreihe von Hanspeter Adank, welcher zudem auf die Unterstützung von Yamaha Music Schweiz zählen durfte. Die 1946 gegründete Leyland Band ist eine der aktivsten und erfolgreichsten Bands in England. Das grosse musikalische Repertoire der Band beinhaltet beinahe alle Stilrichtungen, was als eines der herausragendsten Merkmale der Band gilt. Viele namhafte Gastsolisten sind schon mit der Leyland Band aufgetreten und viele CDs zeugen von der Vielseitigkeit der Band. Dirigent Russell Gray ist in der Schweiz spätestens seit seinem grossartigen Erfolg mit der Wallberg Band am Swiss Open 2005 und seinem Engagement bei der NJBB kein Unbekannter mehr. Er und die Band freuen sich darauf, in der Schweiz vor zahlreichem Publikum zu konzertieren. Die Konzerte finden statt am 30. Mai in Rafz ZH, am 31. Mai in Rickenbach LU, am 1. Juni in Buckten BL, am 2. Juni in Landquart GR und am 3. Juni bei einem Farewell-Brunch im Hotel Wallberg in Volketswil. Informationen und Tickets sind beim Musikverlag Adank unter Telefon oder erhältlich. Wettbewerbsgewinner aus «unisono» 22/2006 Die Wettbewerbsfrage im «unisono» 22/2006 lautete, mit welchem Mitgliederbeitrag der SBV seinen Mitgliedern inskünftig ein vielfältiges Gesamtpaket an Dienstleistungen anbieten will. Fritz Bösiger aus Sissach wusste mit «21 Franken» die richtige Antwort. Er gewinnt einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Franken von Möbel Pfister. Herzlichen Glückwunsch! Musik Haag AG neu auch in St. Gallen Per 3. Januar 2007 ist in St. Gallen eine weitere Filiale der Musik Haag AG eröffnet worden. Mit diesem Ausbau steht in der Ostschweiz in

14 14 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik Pfister sei Dank! Die zentrale Adressverwaltung des SBV gab in letzter Zeit immer wieder zu Diskussionen Anlass. All jene Vereine, die sich trotz Skepsis zu diesem zukunftsweisenden Schritt durchgerungen haben, durften Ende letzten Jahres ein attraktives Geschenk von Möbel Pfister entgegennehmen. im dezember durften viele Blasmusikvereine in der Schweiz ein Paket in Empfang nehmen, dessen Begleitbrief von der Leiterin «Pfister A LA CARD» und von SBV-Kommunikationschef Valentin Bischof gezeichnet worden war. Da rin bedankten sich die langjährigen Partner bei jenen Vereinen, welche ihren Adressstamm in die zentrale Adressverwaltung des SBV haben einfliessen lassen, und überliessen den Mu sikantinnen und Musikanten der entsprechenden Formationen ein praktisches Geschenk. In einem schmalen Etui, das in jeder No tenmappe oder in jedem Instrumenten koffer Platz hat, findet sich ein Bleistift sowie ein mehrfarbiger Leuchtstift. Dank diesen Hilfs mitteln werden es die Dirigenten in Zukunft vielleicht etwas einfacher haben, da sie defini tiv davon ausgehen können, dass ihre Musikantinnen und Musikanten nun wirklich auch Schreibzeug zur Hand haben, um notwendige Einträge in den Noten machen zu können. Mit einem sympat hischen Geschenk bedankten sich Mö bel Pfister und der SBV bei jenen Vereinen, die ihre Adressdaten in die zentrale Datenbank des SBV eingetragen haben. Die sympathische Geste beweist, dass die direkte Zusammenarbeit mit Sponsoren und die punktuelle Weitergabe der Verbandsadressen durchaus auch positive Aspekte hat. Gerade in der heutigen Zeit sind Synergien zwischen Partnern immer wichtiger und bringen erst dann den gewünschten Effekt, wenn beide Seiten direkt oder indirekt voneinander profitieren können. Wie im letzten «unisono» bereits angetönt, wird die bald 20-jährige Zusammenarbeit mit Möbel Pfister per Ende Jahr zu Ende gehen. Deshalb ist es jetzt noch umso wichtiger, dass der SBV den gesuchten neuen Partnern entsprechende Gegenleistungen für das erwünschte Sponsoring bieten kann. In diesem Sinne hoffen die Verantwortlichen, dass sich noch viele weitere Vereine dazu entschliessen werden, ihre Mitgliederdaten in der zentralen Datenbank zu deponieren. In der heutigen Werbeflut wird nämlich auch eine ab und zu eingehende Botschaft eines SBV-Partners dem einzelnen Mitglied nicht negativ auffallen. sts Ergänzung zum Hauptgeschäft in Kreuzlingen und zu der Filiale in Wil ein weiteres Spezialhaus für Blasinstrumente zur Verfügung. Die Filialen in Wil und St. Gallen sind jeweils am Nachmittag geöffnet. Beide Standorte verfügen über ein komplettes Sortiment an Blasinstrumenten, Zubehör, Noten und Verbrauchsmaterial. Somit werden lange Bestellzeiten verhindert und der Kunde kann direkt bedient werden. Eine grosse Auswahl an Mietinstrumenten zu sehr günstigen Kondi tionen, kurze Reparaturzeiten und die optimale Beratung durch das Fachpersonal ergänzen die Kompetenz bei der Musik Haag AG. Lehrlinge bei Meister Franz Monschau Um die Tradition des Blasinstrumentenbauers sowie die des Blasinstrumentenreparateurs aufrechtzuerhalten und damit auch in Zukunft Gewähr für fachmännische Arbeit zu garantieren, widmet sich die Musik Haag AG ebenfalls intensiv der Ausbildung dieser Berufe. Zurzeit absolvieren zwei Lehrlinge ihre Ausbildung unter der Aufsicht von Meister Franz Monschau. Nebst den bekannten Posaunen, Trompeten und Flügelhörnern, welche in Handarbeit in Kreuzlingen gefertigt werden und auf der ganzen Welt bei namhaften Solisten, aber auch in regionalen Musikvereinen anzutreffen sind, werden exzellente Reparaturen und Umbauten von Matthias Gubler und Severin Lauper ausgeführt. Im Hauptgeschäft und in den Filialen wird die Kundschaft von ausgewiesenen Fachkräften beraten und bedient. Die Geschäftsleitung über die gesamte Musik Haag AG hat Marco Weber inne, welcher die Fäden von Kreuzlingen aus zieht. Delegiertenversammlung GKMV Die diesjährige Delegiertenversammlung des Graubündner Kantonal Musikverbandes GKMV findet am Samstag, 31. März 2007, ab 10 Uhr in Ardenz statt. Die Delegierten haben die entsprechenden Einladungen mit ausführlicher Traktandenliste erhalten. 3. Preis für Pius Haefliger am «Coup de vents» Am Kompositionswettbewerb Coup de vents in Lille gewann der Japaner Toshio Mashima den «Grand-Prix des conseils généraux du nord et du Pas-de-Calais» mit der Komposition «La Danse de Phenix: Impressions de Kyoto». Den zweiten Platz (Prix Henri-Selmer Paris) sicherte sich der Amerikaner Mark Ilstofte mit «Ballistic Etude No. 3: Panic!». Den dritten von der Sacem gestifteten Preis gewann der Schweizer Pius Haefliger mit seinen «Chicago Pictures».

15 Suchen Sie eine neue Herausforderung? Der Schweizer Blasmusikverband mit seinen rund Musikantinnen und Musikanten, in über 2000 Vereinen zusammengeschlossen, ist der grösste kulturelle Verband der Schweiz. Die Leitung dieses Verbandes erfordert breites blasmusikalisches Wissen und viel Freude an Organisationsund Repräsentationsarbeit. Zur Ergänzung des 11-köpfigen Zentralkomitees aus allen Landesteilen der Schweiz und zur Besetzung der frei werdenden Positionen suchen wir drei neue Zentralkomiteemitglieder Sie verfügen über eine umfassende Erfahrung in der Mitwirkung oder Führung eines Musikverbandes und sind bereit, die zeitlichen Anforderungen zu erfüllen, sind gleichzeitig wort- und schriftgewandt wenn möglich auch in einer zweiten Landessprache, dann sind Sie vielleicht unsere zukünftige Kollegin oder unser neuer Kollege. Es freut uns sehr, wenn sich interessierte Damen und Herren bewerben. Wenn Sie diese herausfordernde und verantwortungsvolle Führungsposition reizt, dann richten Sie Ihre Bewerbung bis spätestens am 15. März 2007 an den Schweizer Blasmusikverband Paul Häner Vizepräsident Steinrebenstrasse Reinach, welcher gerne auch weitere Fragen beantwortet (Telefon privat oder Natel ). Zusätzliche Informationen finden Sie auch im Internet unter Zentralkomitee Schweizer Blasmusikverband Tenté(e) par un nouveau défi? Avec près de musiciennes et musiciens, au sein de plus de 2000 sociétés, l Association suisse des musiques est la plus grande institution culturelle de la Suisse. La direction de cette association nécessite de présenter de grandes connaissances dans la musique des instruments à vent et d avoir de la satisfaction dans les tâches d organisation et de représentation. Pour compléter son comité central de 11 personnes issues des différentes régions du pays et pourvoir au remplacement des postes prochainement vacants, nous cherchons trois nouveaux membres Vous attestez déjà d une vaste expérience dans un comité ou dans la présidence d une société de musique et vous êtes disposé(e) à consacrer le temps nécessaire que les exigences impliquent. Simultanément, vous écrivez et vous vous exprimez avec aisance si possible aussi dans une seconde langue nationale. Vous êtes alors sûrement notre futur(e) collègue. Mesdames, Messieurs, nous nous réjouissons d ores et déjà de votre prochaine candidature. Si ce défi d occuper un poste à responsabilités suscite votre intérêt, nous vous prions d adresser votre lettre de postulation au plus tard pour le 15 mars 2007, Association suisse des musiques à l attention de M. Paul Häner vice-président Steinrebenstrasse Reinach, qui se tient, par ailleurs, à votre entière disposition pour tout renseignement complémentaire (téléphone privé ou mobile ). Vous trouvez également toutes informations utiles sur notre site internet Comité central, Association suisse des musiques Cerca una nuova sfida? L Associazione Bandistica Svizzera, con i suoi circa musicanti facenti parte di più di 2000 società, è la più grande associazione culturale della Svizzera. La direzione di questa associazione richiede una vasta conoscenza in campo bandistico e predisposizione a un lavoro organizzativo e di rappresentanza. Per completare il Comitato Centrale di 11 membri provenienti da tutta la Svizzera e occupare i posti vacanti, cerchiamo tre nuovi membri del Comitato Centrale Lei può offrire una vasta esperienza nella direzione o nell organizzazione di una società musicale, è pronta/o a mettersi a disposizione per il tempo necessario e ha facilità nell espressione orale e scritta, possibilmente anche in una seconda lingua nazionale? Forse è la nostra o il nostro futura/o collega. Saremmo felici di ricevere le candidature di persone interessate di entrambi i sessi. Se lei ha i requisiti per adempiere a questo stimolante incarico di responsabilità, invii la sua candidatura entro il 15 marzo 2007 all Associazione Bandistica Svizzera Paul Häner, vicepresidente Steinrebenstrasse Reinach. Paul Häner risponde volentieri alle sue eventuali domande (telefono privato oppure natel ). Può trovare ulteriori informazioni sul nostro sito internet Il Comitato Centrale dell'associazione Bandistica Svizzera 15

16 16 unisono Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik jugendmusik.ch Jahresbericht des Präsidenten Zusammen mit über 1200 Zuhörern sitze ich im ausverkauften Kursaal Interlaken. Auf der Bühne das Blasorchester des Verbandes Bernischer Jugendmusiken unter der Leitung von Marco Aebersold. Mein Blick schweift durch die grossen Fenster in den Kursaalpark, zu den alten Bäumen, von welchen immer wieder die bunten Blätter durch die Luft wirbeln. Die Gedanken gehen zurück ins Frühjahr Mit grosser Betroffenheit mussten wir miterleben, wie der eigentliche Promotor des nun aufspielenden Orchesters, Jürg Blaser, für uns alle unerwartet schnell von uns gegangen ist. Jürg als Freund und langjähriger Weggefährte fehlt und wird uns noch lange fehlen. karl zumbühl, zentralpräsident sjmv Veranstaltungen Schweizer Jugendmusikverband März/Mars/Marzo Jugendmusik Steffisburg: Jahreskonzert, Steffisburg (Aula Schönau) Jugendmusik Steffisburg: Jahreskonzert, Steffisburg (Aula Schönau) Schweizer Jugendmusikverband: Delegiertenversammlung, Baden (Kurtheater) Weitere Jugendmusiktermine finden Sie unter ein pfadiheim in aarau ist die Klause, in welche sich der Zentralvorstand des Schweizer Jugendmusikverbandes im April zu einer zweitägigen Klausur zurückzieht. Erste Ansätze für ein neues Leitbild werden disku-tiert, die Abteilung Musik erhält mit Marc Mehmann einen neuen Leiter, das kommen-de Schweizer Jugendmusikfest Solothurn 2008 ist ein weiteres Thema für intensive Diskussionen. Der wohl wichtigste Entschluss war aber sicher die Stärkung der Geschäftsstelle. Sigi Aulbach als deren Leiter wird in einem ersten Schritt als Ge- schäftsstellenleiter eingesetzt, wenn auch aus finanziellen Gründen nur in einem sehr bescheidenen Rahmen. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb!) hat sich der neue Leiter mit hunderten von Ideen für die Weiterentwicklung unseres Verbandes an die Arbeit gemacht. Direkte Kontakte mit wichtigen Partnern wie jugend+musik, der Militärmusik oder dem Schweizer Musikrat sind nur einige Stichworte seiner grossartigen Arbeit. Dafür gebührt ihm, aber auch allen übrigen Kolleginnen und Kollegen ein gros-ses Dankeschön. Gastgeber des Schweizer Jugendmusikfestes Mit grösster Freude durften wir im Herbst zur Kenntnis nehmen, dass die Jugendmusik der Stadt Solothurn am 14./15. Juni 2008 Gastgeber des Schweizer Jugendmusikfestes sein wird. Wir freuen uns, mit dem OK für unsere Mitglieder ein weiteres, grosses Jugendmusikfest organisieren zu dürfen. Wir bedanken uns auch bei der Bevölkerung des Kantons Solothurn, die uns durch die Abstimmung zum neuen Rauchergesetz eine rauchfreie Umgebung ermöglicht, was bestens zu unserem Präventionslabel jugend musik.ch/praeventiv passt. Partnerschaften sind wichtige Stützen bei der Entwicklung unseres Verbandes. Im vergangenen Jahr durften wir mit Musik Ruh und Schlagzeugshop Glanzmann die Partner-schaftsverträge erneuern. Neu dürfen wir die Kolping-Krankenkasse im Kreise

17 Die Schweizer Zeitschrift für Blasmusik unisono 17 der Jugendmusikförderer begrüssen. Diesen Partnern gebührt ein herzlicher Dank für ihr Engagement. Partnerschaftlich sind aber auch die Beziehungen zu vielen anderen Verbänden. Wir sind dankbar, dass solche Beziehungen in gegenseitiger Achtung heute als selbst verständlich angesehen werden und so zu einer aktiven Förderung des Jugendmusik wesens beitragen. Als besonders wichtig betrachten wir die aktive Mitarbeit bei jugend+musik. jugend+musik vereint Or ganisationen, welche sich für das Musi zieren von Kindern und Jugendlichen enga gieren, und verleiht ihnen damit mehr Gewicht bei Politik und Gesellschaft. Eine wichtige Stütze für unseren Verband sind aber auch das Bundesamt für Kultur und das Bundesamt für Sozialversicherungen, wo man im Rahmen der engen Möglichkeiten immer wieder ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat. Gemeinsam mit dem Schweizer Blasmusikverband ist der Schweizer Jugendmusikverband Träger des Nationalen Jugendblasor-chesters. Jedes Jahr bietet dieses Orchester eine willkommene Herausforderung für jugendliche Musiker/-innen aus der ganzen Schweiz. Mehr erfahren Sie unter Freiwilligenarbeit Ein Schlagwort in der Politik! Immer wieder hört man, wie wichtig in der heutigen Zeit die Freiwilligenarbeit sei. Ohne diese würde eigentlich gar nichts mehr funktionieren. Richtig! Alle in unseren Sektionen leisten enorm wichtige oft unterschätzte Arbeit zum Wohle der Jugend und der Allgemeinheit. Den tausenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Jugendmusiken, Protokollführern/-innen, Uniformenund NotenverwalterInnen, Musik lehrern/-innen, Dirigenten/-innen usw. kann man am besten danken, wenn man Interesse an ihrer Arbeit zeigt. Es nützt nichts, wenn Politiker von wertvoller Freiwilligenarbeit reden, aber bei Jahreskonzerten mit Abwesenheit glänzen. Zeigen wir, dass uns diese Arbeiten tatsächlich wichtig sind, und besuchen wir die Anlässe der Kinder und Jugendlichen. Nur so können wir ihre Musizierfreude unterstützen und dazu beitragen, dass Musizieren nicht nur ein Hobby für die Jugend sondern eines fürs Leben wird. Der Schweizer Jugendmusikverband wünscht Ihnen im Jahr 2007 tausende unvergesslicher Melodien. showband.ch sucht DICH! Warum DU dabei sein solltest Wir bieten DIR als jungern Musiker, als junger Musikerin die Gelegenheit, neue Wege zu gehen. Sei dabei, wenn showband.ch an Anlässen im 2008 dem Publikum mächtig einheizt, und das nicht nur mit Pauken und Trompeten. Bei uns stehen nämlich artistische Tanzeinlagen, fetzige Trommelsoli und packende Bandpassagen auf dem Programm. Während intensiven Probeweekends wirst DU nicht nur Freude am bewegten Musizieren haben, sondern auch neue Freunde aus der ganzen Schweiz gewinnen. Das darfst DU nicht verpassen! Melde DICH online an! Also: Wenn DU ein Teil von diesem innovativen und einmaligen Musikprojekt sein willst, dann leg deine Trommelschlegel, dein Saxophon oder Piccolo auf die Seite und logg DICH ein auf Da findest DU nämlich nicht nur die aktuellsten News über uns, sondern auch das Online- Anmeldeformular, welches es nicht erwarten kann, von DIR bis zum 31. März ausgefüllt zu werden. Falls DU Fragen hast und noch mehr über showband.ch wissen willst, dann kontaktiere uns über CH. Wir freuen uns auf DICH! Einladung zur 77. Delegiertenversammlung Datum: Samstag, 17. März 2007 Zeit: Uhr Ort: Baden (Kurtheater) Traktanden: Gemäss Statuten vom 25. April 1999 Bemerkungen: Die Unterlagen zur DV werden den Sektionen im Verlaufe des Februars in schriftlicher Form zugestellt. Entschuldigungen richten Sie bitte bis 18. Februar an die Geschäftsstelle des SJMV (Schweizer Jugendmusikverband, Schwalmerenweg 20, 3800 Interlaken) oder per an Invitation à la 77 e Assemblée des délégués Date: Samedi, 17 mars 2007 Heure: heures Lieu: Baden (Kurtheater) Ordre du jour: Selon les statuts du 25 avril 1999 Remarques: Les documentations de l AD seront envoyées aux sections par écrit au cours du mois février. Les excuses sont à envoyer au Secrétariat de l ASMJ (Schweizer Jugendmusikverband, Schwalmerenweg 20, 3800 Interlaken) ou par avant le 18 février. Der spannende Mix aus Tanz, Rhythmus und Musik machts aus. Bild:

18 MUSIKGESELLSCHAFT OBERDIESSBACH Wir suchen auf April 2007 oder nach Vereinbarung eine/einen Dirigentin/Dirigenten Unser Dorfverein besteht aus 35 motivierten Aktivmitgliedern aller Altersstufen. Wir spielen in der 3. Stärkeklasse in Brass-Band-Besetzung. Unser Probetag ist der Donnerstag. Zusatz- oder Registerproben finden am Dienstag statt. Sind Sie eine initiative Persönlichkeit, die es versteht, unsere Mitglieder zu fordern und zu motivieren, aber auch die Geselligkeit schätzt, dann würden wir Sie gerne näher kennen lernen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage oder schriftliche Bewerbung an unseren Präsidenten: Andreas Linder Alpenweg Oberdiessbach Tel Weitere Infos über uns unter Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung eine/n MUSIKALISCHE/N LEITER/IN für unsere Jungmusig Gurmels. Wir sind eine Harmonie-Band mit ungefähr 25 Mitgliedern. Probetag ist der Donnerstag, dies kann aber auch geändert werden. Weitere Infos bei Yolanda Schneuwly Dürenbergstrasse Gurmels Fundgrube Internet: Musikprogramme: Noten schreiben mit PrintMusic, PC und Mac. Günstige Updates von Finale und Sibelius, Noten-Scannen, Lernprogramme, Gehörbildung, Audio-Zubehör Zu verkaufen zu Preisen von vorgestern: Tromp. Holton lackiert, Tromp. Conn lackiert, Tromp. Amati Bnsv lackiert, Cornet Getzen Capri versilbert. Tel Günstig zu verkaufen: 2 Occasions-B-Bässe mit Futteral. Tel Zu verkaufen: Cornet Besson Sovereign, Modell 928 versilbert. Sehr guter Zustand. VP Fr Tel od Zu verkaufen: Euphonium Yamaha YEP 842S Professional. Einwandfreier Zustand mit neuem Original-Koffer. VP Fr (Neupreis Fr ) Tel oder Zu verkaufen: 1 Doppelwaldhorn F/B 801 GA Hans Hoyer tot. revidiert durch Spada, ab 97 nicht mehr in Gebrauch. Tel , Gute Werbung beginnt mit einem Inserat! 18

19 Le magazine suisse de musique pour vents unisono 19 Navigation musicale à la recherche de Moby Dick L Harmonie lausannoise présente le 3 mars «Achab» dans sa traduction française en première mondiale! L histoire déclamée par le comédien Eörs Kisfaludy, le capitaine Achab, et les œuvres captivantes interprétées par l Harmonie lausannoise vont transporter le public bien au-delà des mers patricia jomini ce spectacle musical fascinant emmènera l auditeur en croisière et lui fera vivre un fabuleux périple à travers les mers, sur le navire du célèbre capitaine Achab, inlassable chasseur de la baleine Moby Dick. Cette croisière étonnante débutera naturellement par l embarquement au port des voyageurs et des marins. Avec la pièce «Godspeed» de Stephen Melillo qui décrit l agitation du port, le public est invité à larguer les amarres du monde mouvementé dans lequel il évolue pour se diriger vers la plénitude et le calme de l océan Traversée musicale Au cours de la traversée, les voyageurs découvriront des îles verdoyantes et le chant magnifique des forêts luxuriantes («Aurora» de Thomas Doss), la puissance de l océan («Noah s Ark» de Bert Appermont) ainsi que les airs insouciants des créatures les plus belles de l océan, les sirènes («Celtic Child» de Bert Appermont). Mais toutes les beautés de ce monde n apaisent en rien l obsession du capitaine Achab... Toute sa vie tourne autour d un mal qu il a nommé Moby Dick, cette baleine qu il traque depuis des années. Avec l œuv re «Achab» de Stephen Melillo, pièce maît resse et point d orgue du concert, le capitaine Achab entraînera tout l équipage à la poursuite furieuse et désespérée de Moby Dick... Aussi en Valais Le roman «Moby Dick», de l écrivain américain Herman Melville, est l un des chefsd œuvre de la littérature du 19 e siècle. Bien qu il soit toujours difficile d apporter une vision nouvelle d une œuvre aussi connue, le compositeur Stephan Melillo y est parvenu en plaçant sous son microscope l âme du capitaine, d où le titre de sa pièce «Achab». Cette œuvre musicale n est pas simplement une histoire récitée, mais une véritable pièce de théâtre dramatique, interprétée pour l occasion par le renommé et talentueux L Harmonie lausannoise en formation de concert. Eörs Kisfaludy dans le rôle du capitaine Achab. L embarquement a lieu le samedi 3 mars 2007 à 20h30 à la Salle Paderewski du Casino de Montbenon à Lausanne. La carte d embarquement est vendue au prix de 20 francs, de 15 pour les enfants de moins de 16 ans, les étudiants et AVS. Les places peuvent être réservées sur le site Internet Bon vent! L Harmonie lausannoise va encore redonner cette prestation à Chalais (VS) où elle est invitée lors de l Amicale du Rawyl le 4 mai prochain.

20 20 unisono Le magazine suisse de musique pour vents Un meneur artistique aux talents multiples Jean Daetwyler: une formidable force de conviction. Jean Daetwyler aurait eu cent ans (2 e partie et fin). Mort le 4 juin 1994 à Sierre, à l âge de 87 ans, Jean Daet - wyler aurait fêté son centenaire le 24 janvier passé. Sa composition la plus connue reste «Marignan» qui, tel un arbre proéminent, cache une forêt de quelque 600 œuvres musicales. Suite du portrait d un musicien très polyvalent. jean-raphaël fontannaz Prix rhodanien et Général Guisan En 1947, Jean Daetwyler est lauréat du Prix rhodanien de la musique qui lui est remis par le général Henri Guisan en personne. L idée lui vient alors d organiser les Fêtes du Rhône en Valais. C est fait l année suivante à Sierre. A cette occasion, le compositeur fonde la Chanson du Rhône, un chœur mixte qui donnera plus de 1000 concerts à travers l Europe et dont le répertoire est composé exclusivement de ses œuvres, soit plus de 300 chansons. Il travaille là en prédilection avec le «préfetpoète» Aloys Theytaz qui sera son parolier préféré. Le compositeur fait aussi la connaissance de Roland Müller, cinéaste amateur. Un trio se forme, qui va illustrer la vie culturelle sierroise: Roland Müller pour les images, Aloys Theytaz pour le texte, Jean Daetwyler pour la musique. Médaillé olympique Dans la foulée des Jeux olympiques d hiver de 1948 à St-Moritz (GR), le CIO a pour la première fois l idée de développer un programme culturel. A côté des médailles décernées aux sportifs, le Comité olympique décerne une médaille à un artiste qui a chanté la beauté et la valeur du sport. Jean Daetwyler envoie à Londres sa «Ski-Symphonie» que lui a inspirée son expérience au Détachement de haute montagne pendant la mob et qui est primée. Il devient ainsi médaillé olympique! Dans le même registre, il composera plus tard la «Cantate pour les Championnats du monde de ski», qui auront lieu en 1987 à Montana-Crans et où les skieurs suisses connaîtront le plus grand triomphe de leur histoire. Interdit d exécution de ses œuvres La renommée du compositeur s accroît. La radio diffuse de plus en plus souvent ses œuvres. Ce qui vaut au compositeur quelques jalousies. Les harmonies de Sion, Martigny et Monthey se plaignent et s annoncent pour enregistrer des ouvertures de Rossini ou Wagner. «La Radio eut le mauvais goût de répondre qu elle possédait déjà toutes ces œuvres en version d orchestre originales et dirigées par Furtwängler, Weingartner ou Toscanini. Si ces célèbres harmonies voulaient bien exécuter des pas redoublés de compositeurs suisses, elle les enregistrerait consciencieusement, mais pas autre chose. Ce fut un beau tollé!» Conséquence: on accusa la Radio de méconnaître les vraies valeurs et les Gérondins d être incapables de jouer autre chose que du Daetwyler. Le président de la société, qui est aussi celui de la ville de Sierre, s alarme: les pièces de son directeur doivent être mises à l index. Durant plusieurs années, sur ordre du président de la société, Daetwyler aura l interdiction de faire interpréter une seule de ses compositions par la Gérondine. Ouverture à d autres musiques A l automne 1951, une dizaine d années après avoir conduit l harmonie radicale La Villageoise, Jean Daetwyler reprend la direction de l autre fanfare de Chamoson, l Avenir conservatrice. Il Bibliographie: Jean Daetwyler, «Croches et anicroches en pays valaisan», Editions Monographic, Sierre Erno Schöpf, «Sou - venirs d un Gé rondin», Sierre

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