Ausgabe 4 / Oktober Spiegel, 1. September 2011

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1 Mitteilungsblatt des BTV Bern der Verein für Sport + Freizeit Ausgabe 4 / Oktober 2011 B T V i n f o Obmann Walter Messerli Ahornweg Spiegel Telefon Inhaltsverzeichnis Editorial 1 Gesamtverein 3 Die Ecke der TK-Leiterin 3 Geräteturnen Knaben 5 Kunstturnen Knaben 7 Geräteturnen Mädchen 10 Kunstturnen Mädchen 11 Dienstagriege 13 Frauen 14 Seniorinnen 18 Männer Bürger / Berna 20 Montagriege 25 Korbball Damen 27 Vorschau 28 Gratulationen 33 Freud und Leid 34 Spiegel, 1. September 2011 Einladung zur 87. BTV Bern Veteranentagung Sonntag, 13. November 2011 Restaurant Kreuz, Dorfzentrum, 3123 Belp Der Vorstand des BTV Bern Veteranenbundes lädt alle Turnveteraninnen und Turnveteranen herzlich zur 87. BTV Bern Veteranentagung ein. Tagungsprogramm: Beginn: Uhr Apéro: Uhr (ab Uhr mit Partnerinnen und Partner) Mittagessen: Uhr, anschliessend Ehrung und gemütliches Beisammensein Traktanden: 1. Begrüssung, Appell, Wahl der Stimmenzähler 2. Protokoll der BTV Bern Veteranentagung vom 7. November Jahresbericht des Obmannes für das Jahr 2010/ Jahresrechnung 2010/2011, Revisorenbericht, Décharge-Erteilung 5. Jahresbeitrag des BTV Bern Veteranenbundes 2011/ Ehrung der verstorbenen Kameradinnen und Kameraden, Austritte und Begrüssung der neuernannten Veteraninnen und Veteranen 7. Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren 8. Anträge und Anliegen, Informationen der Obmannschaft 9. Verschiedenes Auf Wiedersehen an der 87. BTV Bern Veteranentagung in Belp! Wichtige Daten 35 Walter Messerli, Obmann

2 Spekulation oder Tatbestand? Ihre Immobilien-Spezialisten für Bewirtschaftung, Verkauf/Vermarktung und Bewertung H.P. Burkhalter+Partner AG Immobilien Management Könizstrasse 161 Postfach Liebefeld Tel Fax Bahnhofgässli 27 Postfach Saanen Tel Fax Tag und Nacht Tel Fax Zieglerstrasse 26, 3007 Bern Bestattungsdienst Erledigung aller Formalitäten 65 Jahre Erfahrung In- und Auslandtransporte René Kistler 3006 Bern Galgenfeldweg 1 Tel Fax

3 Evelyne Müller Belpbergstrasse 34E 3110 Münsingen Telefon Cora Sägesser Gewerbestrasse Bern Telefon Die Ecke der TK-Leiterin Cora Sägesser, TK-Leiterin Es ist eine Weile her, da haben sich einige Mitglieder des BTV an der Umfrage «ehrenamtliches Engagement, Verbundenheit und Zufriedenheit mit dem BTV» beteiligt. Es freut mich, euch heute eine erste kurze Zusammen fassung davon präsentieren zu können. Die Ergebnisse der Studie sollen massgeblich zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Vereinsarbeit dienen. Von den zirka 325 Mitgliedern über 18 Jahren haben 89 (männlich / weiblich) den Fragebogen beantwortet. Ich kann davon ausgehen, dass die restlichen 73% der Mitglieder mit der Vereinssituation zufrieden sind. Gesamthaft ist die Vereinssituation des BTV Bern als gut zu betrachten. Die meisten Mitglieder fühlen sich wohl und weisen eine enge Verbundenheit auf. Differenziert nach Geschlecht betrachtet, fühlen sich Frauen dem Verein gleichermassen verbunden wie die Männer. Eine Schwachstelle jedoch zeigt sich im Bereich Technik und der Bereitschaft zur gelegentlichen Mithilfe. Die Ausstattung mit Geräten und Materialien, sowie der Zustand der Sportanlagen können als verbesserungswürdig angesehen werden. In Bezug auf die Mitarbeitsbedingungen im BTV wird deutlich, dass die Mitarbeiter zufrieden bis sehr zufrieden sind. Differenziert nach Geschlecht, sind Frauen zufriedener als die Männer. Ausschlaggebend für die Mitarbeit ist vor allem der Gedanke, das Sportangebot im BTV zu realisieren, das soziale Miteinander zu unterstützen Quelle: Vereinsbezogene Auswertung der Mitgliederbefragung für den BTV Bern und die Ansicht, dass ehrenamtliche Mitarbeit einfach dazu gehört. Dies lässt auf gute soziale Kontakte schliessen, welche von Mitarbeitern auch als sehr wichtig eingestuft werden. Ein weiteres Defizit haben wir im Bereich aussersportliche Angebote, was die sozialen Kontakte noch mehr fördern könnte. Deshalb meldet euch an beim nächsten BTV Jassturnier, organisiert durch die Riege Unihockey! Die Umfrage wurde ausgewertet durch das «Institut für Sportwissenschaft Universität Bern». Im kommenden Frühjahr wird der Vorstand die Gelegenheit nutzen und Lösungen für die zum Glück wenigen Schwachstellen in einem Workshop erarbeiten. Bis dahin bedanke ich mich bei allen Mitgliedern mit ehrenamtlicher Tätigkeit und ebenfalls bei allen anderen Mitgliedern für ihr Vertrauen, ihre Motivation und ihre Geduld. Ich wünsche euch einen schönen, farbenfrohen Herbst und bis spätestens am BTV Unterhaltungsabend (jassen ist nicht meine Stärke). Cora 3

4 Sandro Nesci Telefon direkt: Immer mehr Kunden vertrauen uns auch Ihre persönliche Vorsorge an und Sie? Weitere Informationen unter Generalagentur Bern-Stadt, Ulrich Hadorn Bubenbergplatz 8, 3011 Bern Telefon , Telefax B03GA Bern Biel Chur Freiburg Lausanne Münsingen Solothurn Steffisburg Winterthur Zürich

5 Reto Marthaler Brunnenweg Münchenbuchsee Telefon Seelandmeisterschaft Geräteturnen in Kerzers vom 27./28. August 2011 Julian Morf (Samstag) / Annemarie Koller (Sonntag) Es war 5:30 Uhr, als mein Wecker klingelte die diesjährige Seelandmeisterschaft stand heute auf dem Programm. Nach einer amüsanten Hinreise und einem Gipfeli von der Festwirtschaft, ging es dann auch schon mit dem Einturnen los. Ich glaube, man sah uns sechs (Vincent, Fabian, Laurent, Christoph, Marc und mir) an, dass es noch früh war. Während wir langsam warm wurden und die Übungen grösstenteils durchgeturnt hatten, wurde aber auch das mit der Zeit besser. Um 8:30 Uhr war es so weit: «Riegeneinteiluuuuuuung!», hiess es. Eigentlich sprach alles für einen guten Wettkampf: Wir waren fit, hatten unsere Übungen im Kopf und etwas zu Essen im Magen. Die Musik ertönte, das Publikum applaudierte und wir marschierten in Zweier-Kolonne in die Halle. Wir starteten am Boden. Laurent war als erster dran. Er zeigte seine Übung mit mehr oder weniger perfekter Spannung, was sich auch auf sein Resultat auswirkte. Christoph war der Nächste. Auch er zeigte eine gute Übung. Fabian, der als nächstes an der Reihe war, fragte mich unmittelbar zuvor noch, wie denn die Übung aussehen würde. Ich erklärte es ihm und er turnte, doch dummerweise nicht so, wie es sein sollte. Somit war das Resultat leider auch nicht so perfekt. Vinny, Marc und ich zeigten nun noch, was wir konnten und ich denke wir können mit uns zufrieden sein. Weiter ging es mit den Schaukelringen. Auch hier konnten wir zeigen, was wir drauf haben. Marc wurde für seine Übung gar mit der Bestnote belohnt. Am Sprung und am Barren ging es mittelmässig weiter. Wobei auch zu erwähnen ist, dass die Kampfrichter diesmal besonders gut geschaut haben Team K5 Claudio Capelli bei der Medaillenübergabe Nun waren wir schon viele Stunden auf den Beinen. Ich persönlich hatte mittlerweile auch ziemlich Hunger bekommen. Es war ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir gleich den Wettkampf beendet haben würden. Ich glaube, den andern ging es nicht viel anders. Um 10:30 Uhr hatten alle ihre Übungen geturnt. Alle ausser mir. Wenn man als Letzter vorturnen muss und sich von all den Blicken irritiert fühlt, ist das Resultat wohl recht einfach zu erraten. Nach dem Aufzug und der knapp geglückten Stemme, hatte ich plötzlich ein Blackout, machte einen ziemlich improvisierten Abgang und landete leider nicht auf den Beinen. Fazit: Besonders am Barren und Reck müssen wir noch Gas geben, um ganz vorne mithalten zu können. Ich denke, dass jeder weiss, was er noch verbessern muss. Am Sonntag starteten die Knaben der K2-4. Julian Morf an den Schaukelringen Fabian Günther K3 Sprung Jaron bestritt seinen ersten Wettkampf im K4. Er hat seinen Einstieg in die neue Kategorie mit Bravour bestanden und sich gleich eine Auszeichnung geholt. Bravo! Von den weiteren Turnern im K2 (Mike Scotton und Fabrice Dupuis) und K3 (Günther Fabian) erturnte sich Mike eine Auszeichnung. Alle haben gute Leistungen gezeigt. Die Basis für eine starke nächste Wettkampfsaison 2012 ist gegeben, das Potential kann weiter ausgeschöpft werden. Mit Freude stellten wir fest, dass «unser» bester Kunstturner, Claudio Capelli, nach dem Wettkampf den Turnern als Ehrengast die Medaillen übergab. 5

6 Schweizer Meisterschaft im Geräteturnen Sie+Er, 17./ 18. September 2011 in Mendrisio Quelle: und Jana Köpfli und Oliver Bur auf den 2. Platz. Die Borellas begeisterten mit einer Pink- Panther-Bodenübung. «Ich habe die Musik gehört und gedacht, das gibt sicher eine gute Choreo», meinte Tina Borella, die strahlend nachschob: «Nach der Babypause im letzten Jahr hat es mich gereizt, wieder einzusteigen.» Die beiden sind regelmässig beim BTV Bern in der Halle als Leiter im Einsatz. Tina hat bei Bern-Berna (heute BTV Bern) das Kunstturnen erlernt. Silvio hat es als Kunstturner von Sion AG 13* sogar bis in die Nati B geschafft. Wie gratulieren ganz herzlich zum Schweizermeister-Titel! Tina und Silvio bei der gelungenen Pink-Panther-Bodenübung In der Sportanlage «Palestre Liceo cantonale» in Mendrisio fanden am Wochenende vom 17./18. September 2011 die Schweizer Meisterschaften Geräteturnen Sie+Er statt. Am Samstag holte das Turnpaar Tina und Silvio Borella den Titel im Geräteturnen Sie+Er Sie verwiesen damit das Titelvertei digerpaar Das stolze Sieger-Paar 6

7 Reto Marthaler Brunnenweg Münchenbuchsee Telefon SM Kunstturnen vom 3./ 4. September 2011 in Bellinzona Capelli vergibt SM-Mehrkampftitel Doppeltes Gold im Gerätefinal Guter Start am Pauschenpferd Glanzvolle Leistung am Boden Claudio Capelli startet als klarer Favorit in den Mehrkampf der Schweizer Meisterschaft im Kunstturnen. Zwei Tage zuvor hat er in der internen Qualifikation für die WM in Tokyo alle Konkurrenten mit drei und mehr Punkten distanziert. Der Start am Pauschenpferd gelingt ihm hervorragend. Zwar sind ein paar leichte Haltungsfehler zu bemängeln, doch Claudio kommt ohne Sturz durch sein anspruchsvolles Programm. Das Zittergerät hat er hinter sich. An den Ringen folgt eine solide Leistung. Der Capelli-Express scheint in Fahrt gekommen zu sein. Alles im grünen Bereich. Doch dann muss Claudio feststellen, dass Sieg und Niederlage manchmal nur hundertstel Sekunden auseinander liegen. Beim Sprunganlauf, wenige Meter vor dem Brett, werden Claudios Beine plötzlich schwach und aus einem Überschlag mit Doppelsalto wird innert kürzester Zeit ein einfacher Überschlag. Damit verschenkt er rund vier Punkte. Doch Claudio wäre nicht ein echter Kunstturner, wenn er jetzt einfach aufgeben würde. Den Barren und auch das Reck meistert er wieder mit Bravur auch wenn man ihm ansieht, dass der völlig missratene Sprung noch immer in seinen Gedanken präsent ist. Schlussendlich zeigt er dem begeisterten Publikum eine Bodenübung gespickt mit Höchstschwierigkeiten und einem perfekten Stand in seiner Schlussbahn. Doch freuen mag sich Claudio am Ende des Wettkampfes kaum. Wenige Minuten später an der Rangverkündigung wird klar: Claudio verpasst das Podest um 0.05 Punkte und wird vierter. Die jungen aufstrebenden Kunstturner Pablo Brägger, Lucas Fischer und Pascal Bucher haben die Gunst der Stunde genutzt und sich die Medaillen gesichert. Ein Blick auf die Rangliste zeigt, dass es Claudio bei einem normalen Sprungresultat auf jeden Fall zum Titel gereicht hätte. Doch da nützen Wenn und Aber wenig. Dieses Jahr hat es nicht gereicht. Umso mehr galt es die fünf Chancen am nächsten Tag zu nutzen und die eine oder andere Goldmedaille in den Gerätefinals zu erturnen. Doch auch da kam es nicht ganz so wie erwartet. Wiederum als Favorit stieg Claudio in den Final am Pferd und am Barren. An beiden Geräten musste er sich schlussendlich geschlagen geben. Am Pferd wurde er vierter. Am Barren resultierte die Silbermedaille. Demgegenüber war die Konkurrenz an den Ringen, Reck und Boden sehr gross. Überraschend wurde Claudio Schweizermeister an den Ringen und auch am Boden. Den Reckfinal beendete er auf dem 6. Rang. Herzliche Gratulation zu den beiden Schweizermeistertiteln! Es hätten mehr sein können, doch mit Blick auf die kommende WM muss dies rasch möglichst wieder vergessen werden. 7

8 Gaumenfreuden aus regionalen Produkten Bankette P Mahlzeitendienst Fondue Chinoise Partyservice Ins Kreuz Belp aus Freude am Genuss! Arnold Tännler und Kreuz-Team Weissensteinstrasse Bern Telefon Telefax IHR REISEBUERO IM HERZEN DER STADT! Wir vertreten alle renommierten Reiseveranstalter, reservieren günstige Flugtickets weltweit! Unsere Spezialitäten: Familien-Herbstplausch, Kanada, USA Kreuzfahrten und ein guter Service! Zeughausgasse, Marktgasse 32, 3011 Bern Tel , Fax , Mail: 8 Geschäftsführer: Martin Dubach

9 2. Kantonaler Athletiktest in Bern, 10. September 2011 Über 50 Kunstturner aus dem gesamten Kanton Bern haben sich in Bezug auf Kraft und Beweglichkeit anlässlich des 2. Kantonalen Athletiktest gemessen. Das Resultat fällt sehr positiv aus. Die Turner des BTV Bern haben 17 der insgesamt 24 möglichen Podestplätze gewonnen und stellen in sechs von neun Jahrgängen den Sieger. Herzliche Gratulation! Zudem ein grosser Dank an alle HelferInnen, Wertungsrichter und Betreuer. Der Test hat vom Ablauf her wenig zu wünschen übrig gelassen und wir haben in Rekordzeit in den wohlverdienten Feierabend starten können. Stefan Juker STV-Trainer I bestanden Stefan Juker hat erfolgreich die Ausbildung zum STV-Trainier I abgeschlossen. Dies ist für einen Vereinsleiter eine sehr hohe Ausbildung, welche in der Regel nur von professionellen Leistungszentrumstrainern in Angriff genommen wird. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen. Herzliche Gratulation und merci viu mau für dä riesig Isatz! Michael Martinolli als jüngster Turner (Jg. 2006) Mirio Schoder (Jg. 2004) Maik Lanz (Jg. 2004) Alex Moser (Jg. 2003) 9

10 Sarah Deppeler Attinghausenstrasse Bern Telefon Trainingslager in Ins vom 8. bis 13. August 2011 Estelle Vorpe Diese Trainingswoche war ein voller Erfolg! Mit vielen Fortschritten, keinen Verletzungen, unglaublicher Stimmung, sehr feinem Essen. Sogar ein Monti-Zirkus-Besuch konnte spontan organisiert werden, da der Zirkus neben der Turnhalle gastiert hat. Es wurde viel gelacht, vor allem am letzten Abend mit dem «Wetten dass...»-programm. Unsere Turnerinnen erstaunten uns mit sehr kreativen und sehr lustigen Wetten. Die ausführlichen Berichten der Turnerinnen sowie viele Fotos sind auf unserer Homepage aufgeschaltet: Astrid Schwerdtel ist Ersatz. In der Kategorie 7 turnen Anna Deppeler und Andrea Kienholz in der ersten Mannschaft. Fiona Schwerdtel und Corinne Styger in der zweiten Mannschaft. Und bei den Damen hat sich Estelle Vorpe qualifiziert. Wir wünschen allen Turnerinnen eine unfallfreie und erfolgreiche Vorbereitung und viel Glück und Spass an der Schweizermeisterschaft. Wir sind sehr stolz auf euch! Die Mannschaftschweizermeisterschaft findet am 5. und 6. November 2011 in Altdorf statt. Weiter Informationen werden laufend auf unserer Homepage aufgeschaltet: Qualifikation für die Schweizermeisterschaft vom 19./20. November 2011 in Bellinzona Jedes Jahr im November findet der Höhepunkt der Saison statt: die Schweizermeisterschaft. Und jedes Jahr freuen wir uns gewaltig auf diesen Event. Dieses Jahr aber noch ein bisschen mehr, denn es haben sich so viele BTV- Bern-Turnerinnen wie schon lange nicht mehr qualifiziert! Wir sind sehr stolz auf unsere 11 SM-Turnerinnen: In der Kategorie 5 sind Romina Mangione und Bess Schürch dabei. In der Kategorie 6 haben sich Carla Rentsch, Rahel Kämpf und Lisa Witschi qualifiziert. Oben vlnr: Romina Mangione, Bess Schürch, Anna Deppeler, Andrea Kienholz, Fiona Schwerdtel. Unten vlnr: Carla Rentsch, Rahel Kämpf, Lisa Witschi, Astrid Schwerdtel, Estelle Vorpe. Es fehlt: Corinne Styger 10

11 Verena Trachsel (Präs.) Bündackerstrasse Bremgarten Telefon Mario Boschung (TK) Drosselweg 12b 3604 Thun Telefon Schweizermeisterschaften Kunstturnen, 3./ 4. September 2011 in Bellinzona Yasmin Trachsel ist Schweizermeisterin Amateurinnen Brigitte Boss Der Mehrkampf Frauen Amateure der Schweizer Meisterschaften Kunstturnen am Samstag, 3. September 2011 in Bellinzona, war für den BTV Bern ein Riesenerfolg. Yasmin Trachsel (Jg. 92) wurde als Schweizermeisterin mit der Goldmedaille gekrönt, und Kathrin Wurz belegte den guten 12. Rang. Yasmin absolvierte einen grandiosen Wettkampf. Nebst einem Doppelsalto rückwärts am Boden (als einzige Turnerin am Wettkampf) turnte sie auch zum ersten Mal an einem Wettkampf einen Doppelsalto Abgang am Barren. Sie belegte den 1. Rang an allen vier Geräten und gewann mit einem Vorsprung von 4 Punkten gegenüber Vera Schuler aus Obersiggenthal. Yasmin war schon nach den ersten drei Geräten 4 Punkte vor der Zweitplatzierten, was sie als besonders angenehm betrachtete. So konnte sie ihr letztes Gerät, den Schwebebalken, ohne Nervosität absolvieren, was ihr auch problemlos gelang. Am Sonntag, 4. September 2011, konnte Yasmin im Gerätefinal (zusammen mit den Eliteturnerinnen) am Pferdsprung nochmals 2 Sprünge turnen und wurde ausgezeichnete 5. Nur 4 Eliteturnerinnen zeigten einen besseren Sprung. Am Balken hat sie nur ganz knapp eine Teilnahme in den Gerätefinal verpasst und kam leider als Reserveturnerin nicht zum Einsatz. Mit dieser hervorragenden Leistung wäre Yasmin bei den Elite Turnerinnen sogar mit einem Diplom auf dem 8. Platz gelandet! Bravo Yasmin! Wir sind alle stolz auf dich. Kathrin Wurz (Jg 93) war mit ihrer Wettkampfleistung auch sehr zufrieden. Nachdem sie bei der Qualifikation im Juni den 34. Rang belegte, konnte sie 22 Plätze gutmachen und erkämpfte sich den hervorragenden 12. Rang. Und obwohl sie drei Tage vor dem Wettkampf an einer Grippe erkrankte, turnte Kathrin einen Wettkampf ohne Sturz und belegte sogar den 5. Platz am Barren. Tolle Leistung Katy! Schweizermeisterschaft Elite Jeannie Wurz, Beatrice Gerber, Brigitte Boss Bei den Elite Turnerinnen starteten am 3./4. September 2011 in Bellinzona Sarina Gerber (Jg 95) und Aline Boss (Jg 96) für den BTV Bern. Im Vergleich zu den Amateurinnen, wo 29 junge Frauen geturnt haben, zeigten bei der Elite nur 14 Turnerinnen ihre Übungen. Für Nationalkaderturnerin Sarina Gerber galt die SM zugleich als zweite WM-Qualifikation, was natürlich für zusätzliche Nervosität sorgte. So konnte sie den Sprung nicht in gestreckter Form ausführen, was den Ausgangswert massiv herabsetzte. Dafür gelang die schwierige Barrenübung mit 2 Flugelementen hervorragend bis auf den Abgang. Dieser Sturz kostete sie die Teilnahme am Gerätefinal. Am nächsten Gerät, dem Balken, stürzte sie dann gleich zweimal und dies bei Elementen, die sie sonst sicher steht. Nicht immer zahlt sich das harte, tägliche Training aus. Aber Sarina liess sich nicht beirren und konnte zum Abschluss ihre Bodenübung sauber zeigen, so dass sie sich doch noch für einen Gerätefinal qualifizieren konnte, wo sie den 6. Rang geholt hat. Der 9. Rang im Mehrkampf mit vier Zehntelspunkten hinter einem Diplom war dann doch eher eine Enttäuschung. Aber viel Zeit bleibt nicht, denn bereits am 10. September 2011 findet der Länderkampf gegen Deutschland und Rumänien in Erzingen statt. Wir wünschen Sarina, dass sie dort ihre Übungen durchturnen und sich den erhofften WM-Startplatz noch ergattern kann. Wir drücken dir alle die Daumen! Aline hat als einzige Nicht-Kader-Turnerin bei der Elite teilgenommen. Sie hat mit einer sehr guten Leistung am Barren begonnen und abgesehen vom Sturz am Balken, war der Wettkampf durchwegs positiv. Am Boden hat sie leider anstatt einer Doppelschraube nur einen Sarina Strecksalto gezeigt und ihre 1½ Schrauben abgebrochen. Sie steckte ihre grosse Enttäuschung weg und zeigte am Sprung einen hohen Tsukahara gebückt, welcher ihr eine verdient hohe Note einbrachte. Am Boden verschenkt sie mit 1.50 Punkte eine Platzierung Aline in den ersten 9 10 Rängen und musste sich an der Elite SM mit dem 12. Platz zufrieden geben. Aline ist jedoch weiterhin motiviert und wird am 17./18. September 2011 an einem internationalen Turnier in Stockholm hoffentlich zeigen was sie kann. Wir drücken dir die Daumen Aline. WIR SIND STOLZ AUF EUCH! 11

12 Interview mit Kunstturnerin Yasmin Trachsel, Schweizermeisterin Amateurinnen 2011 Frage: Wie hast du die Schweizermeisterschaft erlebt? Warst du nervös? Yasmin: Die 3 vorangehenden Wochen waren nicht einfach und das Training war sehr hart, da ich mich im Trainingslager 3 Wochen vor der SM am Nacken verletzt habe. Lange war nicht klar, ob und was ich turnen kann. Daher war der Erfolg an der SM auch eine positive Überraschung für mich. Am Tag x schliesslich habe ich eine Balance zwischen Nervosität und Gelassenheit gespürt. Mit jedem Gerät, das ich ohne Sturz durchgeturnt habe, konnte ich den Wettkampf mehr und mehr geniessen und fühlte mich mental gestärkt. F: Du hast letzten Frühling in Russland trainieren können. Welche Unterschiede zum Training in der Schweiz gibt es? Oder gibt es auch Gemeinsamkeiten? Y: Im April war ich in einem Trainingslager in Moskau mit dem RLZ-Team: Eine super Erfahrung! Es war sehr spannend zu sehen, wie die Turnerinnen in Russland trainieren und leben. Russland ist ja sozusagen ein «Turnmekka» und ich kann mir nun sehr gut vorstellen, wie die «Weltstars» es an die Spitze geschafft haben. (Wir trainierten in der Halle, wo zum Beispiel auch Ksenia Semenova trainiert). Auch das Trainer-Turnerinnen-Verhältnis ist sehr unterschiedlich zur Schweiz. Sport steht für die Turnerinnen dort an erster Stelle. Ich könnte sehr viel über Russland erzählen und bin froh, die Erfahrung gemacht zu haben. Doch im Allgemeinen bin ich froh in der Schweiz zu turnen. F: Warum ist dieser 1. Platz so speziell für dich? Schweizermeisterin Yasmin Trachsel Y: Der erste Platz bedeutet mir sehr viel, da ich nun seit 4 5 Jahren für diesen Titel trainierte. Ich sehe nun ein, dass sich mein Einsatz und mein Wille gelohnt haben! Es ist vor allem auch sehr schön zu sehen, wie viele Leute in meinem Umfeld sich mit mir freuen und ich kann mich an dieser Stelle nun auch endlich einmal bei allen bedanken für die super Unterstützung! Ein solcher Titel gibt natürlich auch Kraft und motiviert enorm, es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und auch Bestätigung, dass es sich lohnt nie aufzugeben. F: Du hast jetzt im September ein Medizinstudium an der Uni Bern angefangen. Wird es noch Platz fürs Kunstturnen in deinem Leben geben? Y: Nachdem ich ein solches Erfolgserlebnis erleben durfte, spüre ich einmal mehr das Feuer und die Freude am Turnen. Ich kann natürlich nicht einfach loslassen, dafür liebe ich es einfach zu fest!! Nachdem ich die Matura während der Wettkampfsaison nebenbei gemacht habe und den Numerus Clausus (Eintrittstest ins Medizinstudium) glücklicherweise bestanden habe, sehe ich auch positiv in meine Zukunft. Ich habe nun gerade meine ersten Vorlesungen hinter mir und bin begeistert vom Medizinstudium. Ich erhoffe mir, dass ich weiterhin so intensiv trainieren kann und bin der Überzeugung, dass der Sport mein Studium sicherlich auch positiv beeinflussen kann. 2 Vereinsanlässe. 19 neue Mitglieder. Eine Bank. B E K B B C B E Für ds Läbe. 12

13 DIENSTAGRIEGE Stephan Schwindl Wiesenstrasse Ostermundigen Telefon Farbenfrohe Septembergedanken der Dienstagsriege Stephan Schwindl Der Herbst ist da und der Sommer vorbei! Tja, der Sommer hat uns einen neuen Hallenbelag beschert. Nach den Sommerferien, als das erste Training stattfand und wir einen Blick in die Halle riskierten, waren wir geblendet. Ohne Sonnenbrille die Halle zu betreten wäre gefährlich. Ein Foto vom neuen Hallenboden hab ich nicht und sowieso, ein schwarz-weisses Bild kann auch nicht annähernd diese Farbenpracht wiedergeben. Der Boden ist in einem satten Hellblau gehalten. Darauf sind in den unterschiedlichsten Farben, die verschiedensten Felder aufgetragen. Da müssen wir Trainierenden uns komplett neu orientieren! Was schwarz war, könnte jetzt rot sein oder aus orange wurde grün und Weiss ist auch nicht mehr das, was es mal war. Und das in unserem Alter! Wo wir uns doch in all den Jahren sooo an den alten Belag gewöhnt hatten und schon blind wussten, wo und wie jedes Feld markiert war. Aber fragt mich ja nicht, welche Farbe die Markierungen hatten, also etwas war schwarz und etwas war gelb und etwas war? Sehen wir es als Alzheimertraining, respektive dagegen und nicht dafür. Es aktiviert unsere Sinne und belebt das Hirn zwecks der Neuorientierung. Ob es auch unseren Körper belebt, werden wir dann in einer Langzeitstudie, sprich Wintersaison, feststellen und das Ergebnis im nächsten Jahr auswerten. Konnte z.b. das Training ohne Sonnenbrille durchgeführt werden? Gab es Fehlgeleitete durch die neue Markierung? Oder wurden durch den farbenfrohen Belag Nebenwirkungen ausgelöst, wie Kopfschmerzen, geistige Verwirrung oder Schaum vor dem Mund? Wir werden in ein paar Monaten mehr wissen. Denn durch das herrliche Wetter, vor allen am Dienstagabend, wurden alle Trainings seit den Sommerferien bis dato draussen durchgeführt und somit fand noch kein einziges Hallentraining statt. Auf den Herbst hin wird die Halle für uns zu einem total neuen Erlebnis in der Wintersaison führen. Dieses Jahr fand nach dem Training sogar mal wieder ein Aareschwimmen statt, und da wurden wir doch in den letzten Jahren nicht gerade verwöhnt. Von der Beteiligung in den Trainings ausgehend haben doch ein paar Dienstagsriegeler die schönen Abende anders genutzt (Badi, Biergarten etc). Zum Glück hat es im Sommer noch andere Plauschfussballer auf dem Platz. So konnten wir, wenn unser Aufmarsch gering ausfiel und unsere Mitplatzbenutzer auch mit Personalsorgen geplagt waren, uns zusammen tun und einen schönen Fussballabend verbringen. Aber eigentlich wäre das ja nicht der Sinn, dass wir auf andere angewiesen sind, um einen Fussballabend oder einen ordentlichen Trainingsbetrieb durchzuführen. Soli, das wär s mal fürs Erste. Im nächsten Bericht probiere ich dann mal, diesen mit ein paar Bildern auf zu lockern. Euer Riegeleiter 13

14 FRAUEN Katrin Stahl Impasse des Mésanges Dompierre Telefon Wold Gymnaestrada Lausanne Juli 2011 Annemarie Koller Erlebnisse der Frauen (Brigitte Stöckli, Katrin Stahl, Anita Läderach, Annemarie Koller) aus der Grossgruppe. Jede Stunde, jeder Tag an der Gymnaestrada ist ein Erlebnis für sich selbst. Wie im Leporello beschrieben, dominiert die Magie der Farben, der Bewegungen, der Musik und des sitzen nach der erfrischenden Dusche gut gelaunt an einer Festbank in der Turnhalle beim Frühstück. Der Frühstücksraum ist schon gut belebt von all den anderen TurnerInnen unserer Grossgruppe aus der ganzen Schweiz. Selbstverständlich wird nicht nur «buredütsch», schriftdeutsch, sondern auch französisch gesprochen. Das Beaulieu ist schon gut belebt. Wir müssen uns unsere Plätze für die Bühnenvorführung der Südafrikaner richtig erkämpfen. Unglaublich, was uns da geboten wird. Neben traditionellem afrikanischen Tanz, springen junge Männer Seil: auf einem Bein, das Seil unter einem Bein durch, Doppelsprung Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Nach der Vorstellung rennen wir in die gegenüberliegende Halle, um eine Schweizergruppe bestaunen zu können, denn schliesslich ist auch ein wenig Patriotismus angesagt. Nach dem tosenden Applaus stürmen wir in die Halle nebenan, um einem getanzten Märchen aus Australien beizuwohnen. Da nun schon wieder Mittag ist, stellen wir uns an einem Stand an, um mit unserem WG-Geld (Coupon anstelle von Bargeld) eine Hotel Gymnaestrade Turnens eine Weltgymnaestrada. Begegnungen und Gemeinschaftserlebnisse zählen zu den zentralen Elementen dieser Veranstaltung. Mit Eindrücken von einem Tag der Vorführungen versuche ich, den nicht Gymnaestrada-Kundigen nahe zu bringen, was Gymnaestrada bedeutet. Dienstag, der 12. Juli 2011 ist der erste Tag unserer Grossgruppenvorführung. Um sieben Uhr morgens raschelt und tuschelt es rund herum aus den Schlafsäcken, die wir in einem Schulzimmer in einer Schule nahe am Place de la Riponne auf Matten ausgerollt haben. Eine gewisse Nervosität breitet sich aus. Die Schlafsäcke sind schnell verlassen und wir Gestärkt machen wir uns anschliessend am Anschlagbrett im Eingang der Schule schlau, wann wir uns wo für die Vorführung einfinden müssen. Unsere Leiterinnen geben uns noch genaue Anweisungen dazu, dann sind wir, wie die anderen Gruppen, frei in unserem Tun und Lassen. Vor dem Verlassen des Schulhauses konsultieren wir auf dem iphone das Wetter. Heute sieht es gut aus: sonnig und heiss. Das heisst, viel trinken, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencrème nicht vergessen. Trotzdem packen wir den Regenschutz ein. Wir besuchen zwei, drei Bühnenvorführungen im Beaulieu von Lausanne. Ein kurzer Fussmarsch von 20 Minuten führt uns dorthin. Unterwegs treffen wir auf Portugiesen, Kanadier, Australier und Südafrikaner, die alle den gleichen Zielort, anstreben. Ein Sprachen- und Farbengemisch macht sich auf den Strassen von Lausanne breit. Die Trolleybusse sind auch vollständig besetzt, denn mit der Festkarte ist das Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis. Neben all den Turnern in Trainingsanzügen versuchen sich einige Herren mit Massanzug und Aktenkoffer einen Sitzplatz im Bus zu ergattern, denn schliesslich befindet sich Lausanne neben der Gymnaestrada auch im Alltag. Schlafzimmer Wurst zu kaufen. Vom WG-Geld bleibt nicht mehr viel übrig. Das Leben in der «Gymnaestrada-Stadt» ist teuer. Nun wird es Zeit, unsere Unterkunft heimzusuchen, um unsere Utensilien (Ball mit Hülle) sowie unsere Vorführkleider zu packen. Eine Stunde vor der Vorführung müssen wir uns auf einem Fussballtrainingsfeld hinter dem Olympischen Stadium Pontaise einfinden. Anita und ich dürfen neben dem Fahnenträger Roland beim Einmarsch die mit Blumen geschmückten Hörner tragen. Daher machen wir uns zum Eingang unter der Haupttribüne auf, um die Hörner und letzte Anweisungen entgegenzunehmen. Die Nervosität steigt. Am Himmel haben sich schwarze Wolken auf- 14

15 lichen der Grossgruppenvorführung, während Katrin und Brigitte unsere Zuschauerfrauen verabschieden. Sie müssen leider schon wieder auf den Zug. Wir haben uns riesig gefreut, dass sie unserer Vorstellung beigewohnt sind. Gymnaestrada-Zuschauer getürmt, die von zuckenden Blitzen durchbrochen werden. Nein, das darf nicht sein. Wir haben so lange und intensiv geübt, jetzt wollen wir auch unser Können zeigen. Bei Gewitter würde die ganze Vorstellung aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. (Ein Stadion ist wie ein Blitzableiter!) Noch ist das Gewitter auf der anderen Seeseite und es erreichen uns erst einige wenige Regentropfen. Die Geräteturn-Mädchen der Flaachtaler, von denen das jüngste erst sechsjährig ist, singen das Lied «Oh du guldigs Sünneli», damit die schwarzen Wolken verscheucht werden. Siehe, es hat gefruchtet. Die Sonne lacht auf einmal wieder in ihrer ganzen Grösse. Der Fahnenträger und wir Hornträger stellen uns nun vor den Seniorinnen auf. Diese bewundern die schönen Blumen in den Hörnern und halten uns abermals zum langsameren Gehen an. Die Musik ertönt, die Gruppe vor uns geht. Das Herz pocht schneller, die Nerven sind mehr als angespannt. Petra, eine unserer Technikverantwortlichen, steht beim Eingang mit feuchten Augen. Bitte nicht, denn so ist die ganze Beherrschung dahin. Nun stehen wir mit Fahne und Hörnern vor unseren Seniorinnen mit dem Blick auf die blauen und roten TurnerInnen sowie auf das Publikum. Der Fahnenmarsch ertönt. Gut durchatmen, Schritt links, nach vorne schauen auf das Publikum, in dem unsere «Fans», unsere Turnerinnen der Frauengruppe des BTV Bern sitzen und immer lächeln. Trotz gutem Willen sowie viel Lächeln kullern die Emotionen in Tränenform über die Wangen. Da stehen wir nun, vormarschiert in Mitten einem riesigen Feld von TurnerInnen, überwältigt von der Grösse, dem Raum des Stadions und den vielen Zuschauern. Die anschliessende Vorführung läuft wie ein Film ab. Glücklich, dass alle ihre Plättchen gefunden haben, die Vorstellung gut gelungen ist, verlassen wir das Stadion. Gelungen heisst, dass die geturnten Bilder Damit ist es auch schon Abend geworden. Wir drängen uns in den nächsten Bus, der uns fast vors Schulhaus fährt. Unterdessen hat uns in unserem Auftrag der Volontär im Schulhaus freundlicherweise in einem guten lokalen Speiserestaurant einen Tisch zum Nachtessen reserviert. Wir gönnen uns eine Dusche, eine kurze Ruhepause mit Telefonaten zu unseren zu Hause Geblieben. Anschliessend pilgern wir fürs Nachtessen mit Sandra und Petra zum besagten Restaurant. Als Überraschung aus Südafrika wohnen Therese, Dani, Sämi und Lukas Baum dem Dessert bei. Sie haben sich, wie könnte es auch anders sein, den Südafrikanischen Abend angesehen und nur geschwärmt davon. Todmüde und erfüllt vom Tag kriechen wir in unserer Unterkunft in unsere Schlafsäcke. Nicht zu vergessen vor dem Schlafen ist der obligate Bauchweh-Sirup (Prune, Williams oder Zwätschge, spendiert von Pole Dysli). Heiteres Froschessen deutlich ersichtlich waren. Grossgruppen leben von Bildern, die wie ein Plakat anzusehen sind und nicht eigentlich von hervorragenden Leistungen einzelner Turner. Anita, der Fähndrich und ich deponieren unsere Utensilien wieder bei den Verantwort- So war jeder Tag anders und doch gleich. Die ganzen Tauschaktionen der Kleider mit den Turnern der anderen Ländern, das Frisieren der Norwegerinnen, die Eröffnungsveranstaltung und die Schlussfeier sind seitenfüllende Erlebnisse. Wen das Gymnaestrada-Fieber einmal gepackt hat, den lässt es schlecht los. Meet the Magic! als Motto trifft den Nagel auf den Kopf für die Gymnaestrada. 15

16 Die Dienstag-Frauen an der Gymnaestrada in Lausanne am 12. Juli 2011 Marlis Stahl Die Gymnaestrada in der Schweiz. Das muss man gesehen haben. Der ursprüngliche Plan war, auch den Schweizer Abend zu besuchen. Aber oha lätz Marianne s Telefonieren und Internet-Surfen fruchtete nichts und als Marlis am ersten offiziellen Billettverkaufstag in die Stadt rannte, hiess es: Ausverkauft! Eigenartig: einerseits wurde allgemein sehr wenig Werbung für diesen Weltsportanlass betrieben und anderseits sollte es keine Billette mehr geben. sich, einmal die einen, einmal die anderen obsiegend. Schliesslich beruhigte sich der Kampf und in Weiss löste sich alles in Minne auf. Es hielt niemand mehr auf den Sitzen und die Standing Ovation war nur die Folge davon. Mittlerweile war es sehr heiss geworden. In den Wasserbecken des Beaulieu tummelte sich wer nur konnte. Wir wollten aber noch das Suisse Gym Team bestaunen, wo auch Männer aus dem BTV mitturnten. Wie schon früher war es eine gemischte Gruppe, nämlich mit Frauen, Kindern und eben den Männern. Eine kraftvolle Angelegenheit, die mit viel Freude und Begeisterung dargeboten wurde. Nach der Essens- und vor allem Trinkens- Pause stiegen wir hinauf zum eigentlichen Ziel, der Pontaise, wo die Grossgruppenvorführungen stattfanden. Wir richteten uns vorne rechts in der Haupttribüne ein, fast zuvorderst, denn auf dieser Seite sollten die Männer/Frauen, darunter unsere vier Turnerinnen, auftreten. Noch während der schönen Darbietung Portugals zogen plötzlich nichts Gutes verheissende Wolken auf. Der Himmel verfinsterte sich, und nein, das darf nicht wahr sein fielen einige Regentropfen. Die drei Reihen vor uns leerten sich bereits. Was nun? Abwarten. Programm Portugal fertig, im Hintergrund Blitz und Donner, aber kein Regen mehr. Wie durch ein Wunder das war wirklich nett von der himmlischen Regie wanderte der Gewitterknäuel in die andere Richtung ab. Und zu den Klängen des Fliegermarsches zogen sie ein, die vielen Turnenden aus der ganzen Schweiz. Jungturnerinnen mit Schlitten und Skiern marschierten zu verschiedenen Geräten und zeigten ihre Kür, die SeniorInnen traten mit Turnbändeli auf, später mit und ohne Gilets. Immer neue Formen ent- Nun, wir einigten uns, dann zumindest die Grossgruppenvorführungen zu besuchen, auf die sich Turnerinnen aus unserer Riege seit Monaten mit Fleiss und Schweiss vorbereitet hatten. Marianne Aebersold übernahm die Organisation und führte ein munteres Trüpplein worunter einige Aktiv-Gymnaestrada- Erprobte nach Lausanne. Bei schönstem Wetter bestiegen wir den Zug. Die Fahrt gegen die Romandie ist immer wieder abwechslungsreich. Doch als wir nach dem Tunnel in üblicher Manier den Grandvaux und den Léman bestaunen wollten, waren wir doch ein bisschen enttäuscht. Über dem See lag eine Dunstwolke. Das sollte sich bald ändern, und wie. Per Bus ging s im gewohnten Lausanner Auf und Ab hinauf zum Beaulieu (Comptoir). Schon am Eingang trafen wir vertraute Gesichter aus dem BTV. Fast wie per Zufall betraten wir eine der nächstliegenden Hallen und wurden bereits mit zwei anspruchsvollen Darbietungen überrascht. Das Kribbeln, das einigen aus früheren Gymnaestraden bekannt war, kam auf und als die Westschweizer Gruppe mit einem absolut gekonnten, athletisch-tänzerischen und choreografisch hochstehenden Programm aufrückte, brach die ganze Begeisterung aus. Wir sassen auf der Stirnseite der Halle und bekamen so mit, in welchem Tempo sich die Turnerinnen und Turner abwechslungsweise hinter dem Vorhang umziehen mussten. Da stand zuerst eine herrliche Fee mit Zauberstab und einem süssen Mädchen als Trabantin auf einem Podest. Weiss und Schwarz, Gut und Böse begegneten Abkühlung Beaulieu 16

17 Der Schweizer Auftritt war zugleich das Finale der Grossgruppen. Wir verliessen die Pontaise, genossen von dort noch den Blick auf die Stadt und den See. Nach einem kurzen Rundgang durch Ouchy am See, ging s wieder hinauf zum Bahnhof und mit vielen fröhlichen Eindrücken und Sonne auf der Haut fuhren wir nach Bern zurück. Vielen Dank, Marianne, für deine Betreuung. A propos: In vier Jahren findet die Gymnaestrada in Helsinki statt. Die Reise dürfte etwas länger dauern, aber: wer war noch nie in Helsinki? Hm, mal sehen Tor standen, strikte Reihen, ein Durcheinandergehen, sich bildende und auflösende Kreise, eben eine Augenweide. Die Gruppe der Plusport mit fröhlichen gelben Regenschirmen begeisterte ebenso wie am Schweizer Abend zuvor, wie Berichten zu entnehmen war. Es fehlten auch nicht die Hornusser und Schwinger, um so das Bild der traditionsreichen Schweiz darzustellen. Vorne rechts bewegte sich nun die Gruppe Frauen/ Männer, rot und blau gekleidet. Ein verstecktes Zuwinken unserer Turnerinnen, um zu zeigen, dass auch sie uns entdeckt hatten. Diese Nummer gefiel natürlich ebenfalls, denn aus den schwarzen und weissen Bällen football! wurden nach mehr oder weniger stressigem Abziehen der Hüllen plötzlich gelbe Bälle, die wie Sonnen leuchteten. Es zeigte sich wieder einmal, wie man mit Farben arbeiten kann. Wie ein Kaleidoskop entstanden immer wieder neue Bilder. Zuletzt traten dann noch «unsere» Ehrendamen auf, diesmal mit gefüllten Hörnern (siehe Bild Seite 22 der BTVinfo 3/2011). Wie anschliessend zu vernehmen war, hing die Durchführung der Darbietung an einem seidenen Fädelchen, denn hätte sich das Gewitter über der Pontaise entladen, hätte man der Gefährlichkeit wegen die Turnenden nicht aufs Feld geschickt. Wir gratulieren allen Mitmachenden zu ihren schönen Vorstellungen und danken ihnen, dass sie die monatelangen Vorbereitungen auf sich genommen haben. 17

18 Heidi Esseiva Landhausweg Bern Telefon Elisabeth Bachmann Fuhrenstrasse Schliern Telefon World Gymnaestrada 2011 aus Sicht der Teilnehmer der Seniorengruppe Schweiz Vreni Aeschlimann 138 Seniorinnen und Senioren aus der ganzen Schweiz (10 aus dem TBM, davon 1 aus dem BTV) unterstützt von den GETU Modis Flaachtal nahmen Anfangs 2010 die Choreographie der Vorführung zum Thema Schweizer Brauchtum in Angriff. werden musste in den verbleibenden sechs Monaten. Das Gymnaestradakribbeln war aber definitiv da. Anfangs Mai an einem Sonntag, war die Hauptprobe mit Frauen/Männer, GETU und Seniorengruppe in Olten angesagt. Die Seniorengruppe nahm die Gelegenheit Senioren, Samstag Vorführung an der Schlussfeier. Wir hatten nebst diesen Pflichtauftritten Zeit, uns in den Hallen des Beaulieu und bei den Stadtvorführungen wunderschöne turnerische Darbietungen von GymnastInnen aus aller Welt anzuschauen, wobei sich auch die Seniorengruppe 2011 mit GETU Flaachtal inkl. LeiterInnen Seniorinnen TBM Am Anfang wurde verbandsweise geturnt und die verschiedenen «Cherli» im Hirn gespeichert. Schon bald stand der erste Zusammenzug mit den Verbänden aus dem Oberaargau, Luzern, Basel etc. vor der Tür. Da wurde gefeilt und verbessert bis zum Umfallen. Unser fünfköpfiges Leiterteam brauchte einiges an Energie und Geduld. Doch was da im Entstehen war, durfte sich sehen lassen. Gegen Ende 2010 kamen zusätzlich zu unserer Vorführung, die mittlerweile gut im Kopf und in den Beinen verankert war, noch 3 weitere Elemente dazu, die den Rahmen bilden sollten. Das heisst, das Gelernte nicht vergessen und das Neue speichern. Turnen vor 100 Jahren, das hiess als erstes Thema Leibesübungen, Einmarsch zum Fliegermarsch mit weissen Turnleibchen und Turnbändel im Stechstritt und turnen der Leibesübungen wie anno dazumal. Weiter, das Intro das wir zusammen mit den Frauen/Männer und den Getu Modis turnten und zum Schluss das Finale mit den Schweizer «Tüechli». Anfangs 2011 war der erste Gesamtzusammenzug der Seniorengruppe in Andelfingen. Der erste Eindruck war gut, obschon an vielen Übungen noch der Feinschliff gemacht wahr und turnte am Samstag in Däniken die ganze Vorführung nochmals intensiv durch. Am Sonntagabend dann die Gewissheit es kommt gut. Am aargauischen Kantonalturnfest galt es dann ernst, die ganzen Vorführungen wurde vor Publikum geturnt und das Fazit, wir waren gerüstet für Lausanne. Gleichzeitig erhielten wir unsere offiziellen Kleider und waren mit dem Virus «Meet the Magic» der Slogan der Gymnaestrada infiziert. Am 9. Juli 2011 endlich World Gymnaestrada. Die TBM Frauen fuhren mit dem Zug nach Lausanne. In unserer Unterkunft im Schulhaus Vieux Moulin mit eigenem Freibad unweit vom Stadion Pontaise war die gesamte Seniorengruppe und die GETU Modis untergebracht, was zu einer guten Atmosphäre unter dem Motto «wir ziehen alle am gleichen Strick» beitrug. Sonntag. Tag der Eröffnungsfeier. Ein eindrücklicher, farbenfroher Anlass mit dem Einmarsch von Schweizer TurnerInnen und über 50 Nationen. Ab Montag ging es für uns Schlag auf Schlag. Training für die Vorführung, Dienstag Vorführung, Mittwoch Training für die Schlussfeier, Donnerstag Vorführung, Freitag Training für die Schlussfeier nur für Schweizergruppen sehen lassen konnten. An diesem grössten Breitensportanlass ist sehr viel Leistungssport auf hohem Niveau zu sehen. Einfach eine Augenweide zum Zuschauen. Wir alle nehmen sehr viel Schönes, Positives und Eindrückliches von unserer Heim-Gymaestrada (inkl. 1½ jähriges Training) nach Hause und schwelgen in Erin nerungen. Die nächste Gymnaestrada wird 2015 in Helsinki, Finnland, durchgeführt. Ich wünsche mir, dass von unserem Verein ein paar Senioren mitmachen werden. Gelegenheit zur Feuertaufe wäre das Eidgenössische Turnfest in Biel

19 SENIORINNE-REISLI, Zischtig, 6. Septämber 2011 Ilse Weyeneth Ds Dori Knoll het ou das Jahr wie alli andere früechere Jahr es Schuelreisli parat gmacht und es minutiös genaus Programm ufgestellt. Pünktlech hei sech alli wie abgmacht am Bahnhof ds Bärn bim Träffpunkt iigfunde und di erschti Etappe het üs uf Burgdorf zum Zmorge Gaffee u Gipfeli gfüert. Mit em Zug isch es nachhär witer gange Richtig Solothurn. Dert hei mir e gueti Stund Zyt gha für die schöni Stadt aazluege u gmüetlech gäge d Schiffländti z'loufe. Pünktlech isch ds Schiff iitroffe u het üs nach Altreu gfüert. Wie vorgseh hett's dert im Restorant zum grüene-n-aff Zmittag gä. D'Störch hei leider ihri Näschter scho Richtig Süde verlah gha. Hei si ächt dänkt bi dene Seniorinne gits äuä nümme i ds Bei zbisse?!! Wenigschtens uf üsem Reiseprogramm het's e schöne Storch gha! Aber ou ohni Störch hei mer vor oder nachem Dessert e gäbige Rundgang gmacht. Es isch ja so e schöne Sunnetag gsi. E Schwanefamilie het üsers Brot gschetzt u dr Aablick vo de Störch ersetzt. U scho isch z'schiff wieder zur Abfahrt parat gsi für üs zu-n-ere abwächsligsriche Fahrt uf dr Aare bis uf Biel z'füere. Bi däm sunnige Wätter hett me die grüeni Flusslandschaft so richtig chönne gniesse. U de hets haut ono viel z'ploudere gä! Ganz am Schluss heimer no ufmerksam chönne beobachte wie-n-es zue und här geit, wenn ds Schiff dür d'schlöise fahrt. Um di sächsi simer de im Bielerhafe aacho u per Bus oder ds Fuess a Bahnhof gange. Vo Biel het üs d'sbb i churzer Zyt uf Bärn bracht. No einisch es härzlechs Merci a ds Dori für di perfekti Organisation und ou dr Elisabeth, wo immer gluegt het, dass ou ds Letschte vo dene achzähni da isch. An alle Seniorinnen (aktiv und passiv) BTV/KV Bitte notiert Euch folgendes Datum: Dienstag, 13. Dezember 2011 Wir feiern Weihnachten im Restaurant Burgernziel, Bern. Damit alle daran teilnehmen können, meldet Euch bei Heidi Esseiva, Landhausweg 9, 3007 Bern, Tel um zu gegebener Zeit ein Formular zu erhalten. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme. 19

20 Peter Schluep Brunnenhofstrasse Bolligen Telefon Hans Bürgin Sonnhalde Ittigen Telefon Bergwanderung Ittingen Seerücken und Grenzweg im Schaffhausischen vom 25./ 26. August 2011 Erwin Ruf «Geits no!» hat wohl mancher Männer riegeler gedacht, als er die Einladung zur traditionellen Bergwanderung in Händen hielt. Eine Bergwanderung in der näheren und weiteren Umgebung von Schaffhausen. Fehlen da nicht die Berge? Hat unser bewährter Wanderleiter Peter Schluep bei der Planung ein falsches Landkartenblatt erwischt? Nun, schön der Reihe nach: Bahn und Postauto brachten die Hopfenernte Kartause Ittingen achtzehnköpfige Reisegruppe via Frauenfeld nach Warth. In der nahen Kartause Ittingen stärkten wir uns erst einmal mit Kaffee und Gipfeli. Es blieb auch noch genügend Zeit die gepflegten Gartenanlagen und die für ein Kartäuserinnen Kloster typischen Häuschen, so wie das extra für uns in Gang gesetzte riesige Wasserrad von rund acht Metern Durchmesser zu besichtigen. Hopfenblüten Kurz nach Aufbruch vom beschaulichen Ort, trafen wir auf eine Gruppe Männer, die mit der Hopfenernte beschäftigt war. Wer erwartete, dass die an den langen Ranken hängenden Hopfenzäpfchen an Ort und Stelle von den Stauden abgelesen werden lag falsch. Nein, die ganzen ein paar Meter 20

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