Neuer Mobiltelefonie-Anbieter

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1 Nr. 4 / Dezember 2014 InfoRetica Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn Periodico della Ferrovia retica Periodica da la Viafier retica Jubiläum Mitarbeiterfest Kommunikation Neuer Mobiltelefonie-Anbieter Albulatunnel Eine Nacht im Albulatunnel

2 Inhalt Info 6 Novitads aus der Direktion Diskussionen helfen uns Le discussioni ci aiutano Hans Amacker 8 Auf einen Blick Mitarbeiterfest 2014 Andy Mettler 10 Jubiläum Mitarbeiterfest und Pensioniertenfeier 2014 Simon Rageth 12 Kommunikation Neuer Mobiltelefonie-Anbieter für die RhB Marcel Fischer 14 Albulatunnel Eine Nacht im Albulatunnel Karin Bächer 16 Online Gesichter unterwegs in Graubünden Elisa Bontognali 17 Online Die RhB-Welt durch die Linse von Instagram-Stars Manuela Gallati 18 Güterverkehr Olympiareife Transportlogistik Wiro Capol 20 Verkauf Verkauf 2015: Schweizer Meistertitel verpasst Jolanda Picenoni 21 Rollmaterial Stetige Verbesserungen in kleinen Schritten Reto Jäger 22 Interview Die neue Hörspiel-CD Clà Ferrovia Werner Caluori 24 Personal Demografischer Wandel: Die RhB stellt aktiv die Weichen Nadine Tabbara 26 Aus-/Weiterbildung MIA bald startbereit Eric Wyss Impressum Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn, 7002 Chur; Redaktion: Simon Rageth (sr), Sandra Beeli (sb), rhb.ch; Manuela Gallati (mg), Karin Bächer (kb), Frontbild: «Mitarbeiterfest 2014», Fotograf Andy Mettler; Nächster Redaktionsschluss: 9. Februar 2015; Auflage: 3200 Exemplare, 4-farbig; Abonnement: Inland: CHF 50.00, Ausland: CHF 60.00; by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellen an gabe; Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Die Autoren dieser Ausgabe rot: RhB Mitarbeitende inklusive Pensionäre grau: externe Autoren Hans Amacker Florian Ambauen Karin Bächer Elisa Bontognali Gian Brüngger Werner Caluori Wiro Capol Dieter Dubkowitsch Marcel Fischer

3 Retica 27 Weiterbildung Eric Wyss 28 Jubiläum Lernendenanlass 2014 Chiara Herrmann 30 Ausbildung Nationaler Zukunftstag 2014 Chiara Herrmann 31 Ausbildung login Sozialwoche in Poschiavo Simon Flütsch 32 Ausbildung Neue Mitarbeitende bei login Landquart Chiara Herrmann und Erika Wismer 33 Jubiläum Süsse Versuchung auf schmaler Spur Karin Bächer 34 Wir stellen vor Meine ersten 200 Tage bei der RhB Dieter Dubkowitsch 35 BGM Im Fitnesszug von Chur bis St. Moritz Mike Wolter 36 Die Medienbahn Plötzlich spielt Heidi nur noch eine Nebenrolle Florian Ambauen 38 Die Medienbahn Tages-Anzeiger vom 22. September 2014 Redaktion 39 Damals, vor 30 Jahren RhB-Nachrichten 4 / Dezember 1984 Redaktion 40 Historischer Moment Ambulanzen per Bahn die Krankenwagen der RhB (Teil 1) Gian Brüngger 42 Bahnmuseum Eine neue Ära für die «la dama» beginnt Roman Sommer 43 Zahl des Quartals Redaktion 44 Das vierte Quartal Neues in Kürze Redaktion 48 Kunden-Rückmeldung Was unsere Kunden bewegt Redaktion 49 Nachgefragt Deine spontane Meinung Irene Gadient Adrian Flepp 50 Personalchronik Bewegendes im vierten Quartal Redaktion 51 Wettbewerb Hans gwüsst Hans Amacker Simon Flütsch Manuela Gallati Chiara Herrmann Reto Jäger Jolanda Picenoni Simon Rageth Roman Sommer Nadine Tabbara Erika Wismer Mike Wolter Eric Wyss

4 Editorial Editoriale Von Simon Rageth, Unternehmenskommunikation Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Was für ein RhB-Jahr liegt hinter uns. 125 Jahre alt ist unsere Arbeitgeberin geworden. Eingeläutet wurde das Jubiläumsjahr mit dem HCD-Spiel am 4. Januar, als 527 Mitarbeitende und Begleitpersonen den HC Davos zum Sieg über die Rapperswil-Jona Lakers anpeitschten. Im Mai dann öffneten wir die Tore in Landquart und über Gäste besuchten uns. Im Juni wurden Politiker und andere für die RhB wichtige Persönlichkeiten zu einem Anlass in die RhB-Werkstätte eingeladen und zum Schluss bedankte sich die RhB bei ihren Lernenden, Pensionierten und Mitarbeitenden für ihr Engagement mit den verschiedenen Festen. «Nebenbei» führten wir tausende von Besuchern ans eidgenössische Jodlerfest, begannen die Bauarbeiten am Albulatunnel, erweiterten mit Retica 30 unser Angebot, führten einen Relaunch unseres Internets durch, eröffneten die Kreuzungsstelle Capäls, reorganisierten das Catering auf den Zügen und und und Der ganz normale Wahnsinn eben. Doch inmitten dieser schönen Augenblicke setzte der Herzschlag der RhB Mitte August für einen Moment aus. Das Unglück bei Tiefencastel führte uns allen vor Augen, wie nahe Freud und Leid beieinander liegen. Doch auch an diesem traurigen Tag in der 125-jährigen Geschichte der RhB konnten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dank eingespielten Prozessen, mit grossem Engagement und dem nötigen Respekt diesem Schicksalsschlag in die Augen schauen und gemeinsam die RhB wieder auf das gewohnte Trassee bringen. Diese eingespielte Zusammenarbeit und dieses Engagement haben wir auch versucht, im Mitarbeiterfilm aufzuzeigen. Ein grosses Dankeschön gebührt den Mitarbeitenden, die sich bereit erklärten als Schauspieler mitzuwirken und mit viel Enthusiasmus zu einem unterhaltsamen Film beitrugen. Eine besinnliche Weihnachtszeit sowie einen gelungenen Start ins neue Jahr wünscht das InfoRetica Redaktionsteam Di Simon Rageth, Comunicazione aziendale Stimati collaboratori e collaboratrici, Per la FR questo che volge al termine è stato un anno epico. Il nostro datore di lavoro ha compiuto 125 anni. L anno dell anniversario è stato inaugurato con la partita dell HCD il 4 gennaio, quando 527 collaboratori e accompagnatori hanno incitato alla vittoria l HC Davos sui Rapperswil Jona Lakers. A maggio poi si sono aperte le porte di Landquart e abbiamo registrato oltre visitatori. A giugno politici e altri personaggi importanti per la FR sono stati invitati a un evento presso le officine FR e alla fine la FR ha ringraziato i suoi apprendisti, pensionati e collaboratori per l impegno dedicato alle varie feste. «Nel frattempo» abbiamo condotto migliaia di visitatori alla festa federale dello jodel, avviato i lavori di costruzione al tunnel dell Albula, ampliato la nostra offerta con Retica 30, effettuato un rilancio della nostra presenza Internet, inaugurato l incrocio di Capäls, riorganizzato il catering sui treni e molto altro ancora insomma la nostra normale e frenetica quotidianità. Tuttavia, a metà agosto nel mezzo di questi bei momenti, il cuore della FR ha smesso per un attimo di battere. La disgrazia di Tiefencastel ci ha mostrato palesemente come la gioia possa tramutarsi in dolore in un istante. Eppure anche in questo triste giorno nella storia ultracentenaria della FR, i collaboratori e le collaboratrici sono riusciti, grazie a procedure collaudate, con grande impegno e il dovuto rispetto a guardare negli occhi questo brutto colpo del destino e a riportare di nuovo in carreggiata la FR. Abbiamo cercato di rispecchiare questa ottima collaborazione e il grande impegno anche nel film dei collaboratori. Un grandissimo ringraziamento va a coloro che si sono resi disponibili a partecipare come attori e che hanno contribuito con molto entusiasmo alla realizzazione di un piacevole film. Il team della redazione di InfoRetica vi augura un piacevole periodo natalizio e un inizio d anno di successo 4

5 Info InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info Foto von Andy Mettler, swiss-image.ch 5

6 Novitads aus der Direktion Diskussionen helfen uns Le discussioni ci aiutano Von Hans Amacker, Direktor Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gibt es eine bessere Gelegenheit um Novitads Neuigkeiten auszutauschen als an einem Personalanlass, so wie Ende Oktober im Albulatunnel und in Pontresina? Ich habe viel gelernt. Positives, aber auch kritische Punkte. Das ist gut so. Nur mit einer offenen Diskussion von Themen, die einen stören, können wir diese beseitigen oder zumindest klären. Allen Kritikpunkten können wir aber nie gerecht werden. Es gibt immer wieder Punkte, die wir halt so und nicht anders lösen müssen. Wenn wir damit als Direktbeteiligte nicht einverstanden sind, braucht es dafür auch ein gewisses Verständnis. Was mir hingegen zu denken gegeben hat, war eine Aussage, wie man sie von Abstimmungen kennt: «Das nützt ja sowieso nichts, wenn ich etwas sage. Mein Chef setzt sich mit meiner Kritik nicht auseinander». Das kann ich gleich klarstellen: Das soll und darf es nicht geben, dies war und ist nicht die Art, wie wir bei der RhB mit Problemen umgehen. Was kann man machen, ausser die Faust im Sack was ich persönlich nicht gut finde? Durchbrechen Sie (für einmal) die Barriere! Machen Sie einen zweiten Anlauf, suchen Sie das direkte Gespräch, allenfalls auch mit dem Chef- Chef. Es gibt immer Wege, um Kritik anzubringen. Nun aber noch einmal zu den Personalanlässen. Es war wirklich toll und ich danke allen, die dabei waren und zur guten Stimmung und guten Diskussionen beigetragen haben. Ich hoffe, die Anlässe werden Ihnen immer in bester Erinnerung bleiben und wir sind doch alle froh, dass die Farbe Rot überall wieder im gewohnten RhB-Look leuchtet. Erst wenn man etwas nicht mehr hat, wird einem bewusst, was man daran hatte. Graue ALLEGRA s auf der Alp Grüm, graue Foulards am Schalter, ein trostloses Kassahäuschen am Vereina. Das ist nicht unsere RhB. Aber es ist nicht nur die Farbe, die für die RhB bedeutungsvoll ist, sondern auch das hat der Film symbolisch schön gezeigt das Teamwork über alle Geschäftsbereiche hinweg. Das hat mir am Film wirklich gut gefallen. Gleichzeitig bedanke ich mich noch einmal bei allen Organisierenden und guten Geistern, die zum Erfolg der Mitarbeitenden-Anlässe beigetragen haben. Dem HR-Team und allen Beteiligten aus diversen Geschäftsbereichen, auch für die Organisation des Anlasses in der Kaverne. Eine «Spinneridee» entwickelte sich in den letzten zwölf Monaten immer mehr zu einem unvergesslichen Erlebnis, das keine Wiederholung mehr haben kann, weil ab nächstem Frühling der Vortrieb im Albulatunnel II beginnt. Wir haben mit den Mitarbeitenden-Anlässen den Spagat geschafft zwischen stimmungsvoll, würdig und bescheiden sowie zwischen unterhaltsam und informativ. Ich bin auch froh, dass wir aufgrund des grosszügigen Sponsorings unsere Jubiläumsaktivitäten erfolgreich bestreiten konnten. Auch an dieser Stelle sei allen externen Donatoren ganz herzlich gedankt. Und zum Schluss doch noch Novitads: Das Finanzergebnis 2014 der RhB, wo mir grau oder schwarz lieber ist als rot, befindet sich auf Budgetkurs und ist damit schwarz. Das ist erfreulich und ich danke allen, die mit guten Ideen dazu beigetragen haben. Und das Budget 2015 sendet bereits klare Signale aus, dass wir mit Umsicht weiterarbeiten müssen. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres danke ich zusammen mit der gesamten Geschäftsleitung all jenen, die zum Gelingen beigetragen haben und mit grossem Engagement sowohl intern als auch extern die RhB gestärkt haben. Wir werden uns gerne daran erinnern. Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden schöne Festtage und alles Gute zum neuen Jahr. 6

7 Di Hans Amacker, Direttore Stimati collaboratori e collaboratrici, Non c è forse un occasione migliore di scambiarsi le novità (novitads) che un evento del personale, come a fine ottobre nel tunnel dell Albula e a Pontresina? Io ho imparato molto. Tanti punti positivi ma anche punti critici. Ed è bene così. Solo discutendo apertamente sui temi problematici possiamo risolverli o quanto meno chiarirli. Tuttavia non potremo mai risolvere tutti i punti critici, ci saranno sempre problemi che dovremo affrontare in un determinato modo e non diversamente. Se noi, come diretti interessati, non siamo d accordo, è necessaria anche una certa comprensione. Ciò che invece mi ha lasciato perplesso, è stata la seguente e ricorrente affermazione: «Non serve a niente se dico qualcosa. Il mio capo non si confronta con le mie critiche». Una cosa posso metterla subito in chiaro: questo atteggiamento non deve e non può essere tollerato, poiché non è mai stato né sarà mai il modo in cui noi alla FR affrontiamo i problemi. Che cosa posso fare a parte reprimere la collera, cosa che personalmente non trovo affatto positiva? Buttate giù la barriera (per una volta)! Fate un secondo tentativo, cercate il dialogo diretto, eventualmente anche con il capo del capo. Ci sono sempre modi di esprimere una critica. Ora però torniamo agli eventi del personale. È stato davvero magnifico e vi ringrazio tutti per aver partecipato e contribuito all ottima atmosfera e alle interessanti discussioni. Mi auguro che questi eventi restino per voi dei bei ricordi siamo tutti davvero felici che il colore rosso sia tornato a risplendere nel consueto look FR. Soltanto quando si perde qualcosa, ci si rende davvero conto di ciò che si possedeva. ALLEGRA grigi sull Alp Grüm, foulard grigi allo sportello e una sconsolata cassa al Vereina. Questa non è la nostra FR. Ma non è soltanto il colore a rivestire un significato per la FR, come ha ben mostrato simbolicamente il film, bensì il lavoro di squadra tra tutti i settori operativi. Questo mi è davvero piaciuto molto del film. Al contempo ringrazio ancora una volta tutti gli organizzatori e le anime volenterose che hanno contribuito al successo degli eventi per i collaboratori. Grazie al team HR e a tutte le persone coinvolte nei vari settori operativi, anche per l organizzazione dell evento nella ca-verna. Un idea «pazza» si è tramutata negli ultimi dodici mesi sempre più in un esperienza indimenticabile che non potrà ripetersi perché a partire dalla prossima primavera inizierà l avanzamento nel tunnel dell Albula II. Con gli eventi dei collaboratori abbiamo creato un filo conduttore tra suggestivo, degno e modesto nonché tra divertente e informativo. Inoltre sono felice che grazie ai generosi sponsoring sia stato possibile sostenere con successo le attività previste per l anniversario. Anche in questa occasione desidero ringraziare di cuore i nostri donatori esterni. E infine altre «novitads»: il risultato finanziario per il 2014 della FR, dove preferisco il grigio o il nero al rosso, è allineato al budget e quindi, per fortuna, in territorio positivo. È un ottima notizia e ringrazio tutti coloro che hanno contribuito al risultato con delle buone idee. E il budget per il 2015 ci suggerisce già chiaramente che dovremo continuare a lavorare con prudenza. A conclusione di quest anno dell anniversario, a nome mio e di tutta la direzione ringrazio coloro che hanno contribuito alla buona riuscita e che hanno rafforzato la FR sia internamente che esternamente con grande impegno. Non lo dimenticheremo. Auguro a voi, alle vostre famiglie e ai vostri amici Buone Feste e Felice Anno Nuovo. InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info Herzliche Grüsse Cordiali saluti 7

8 Auf einen Blick Mitarbeiterfest 2014 Fotos von Andy Mettler, swiss-image.ch 8

9 InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info 9

10 Jubiläum Mitarbeiterfest und Pensioniertenfeier 2014 Genau Mitarbeitende haben am Mitarbeiterfest 2014 am 23., 24., 27. und 28. Oktober im Albulatunnel und im Hotel Kronenhof in Pontresina teilgenommen und auf 125 Jahre RhB gemeinsam angestossen. Tags zuvor trafen sich 373 ehemalige Mitarbeitende zur Pensioniertenfeier. Von Simon Rageth, Unternehmenskommunikation Gesamtunternehmerische Mitarbeiterfeste sind bei Bahnunternehmen nicht die Regel. Nur schon deshalb, da der Bahnbetrieb trotzdem stattfinden muss. Auch die Grösse mit über Mitarbeitenden stellt natürlich eine grosse Herausforderung dar. Deshalb hat die RhB auch 2014 auf das bewährte Konzept analog 2008 zurückgegriffen und vier Feste organisiert, damit grundsätzlich alle Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Teilnahme haben. Ein Fest dieser Grösse und in dieser Form bedarf präziser Vorbereitung. Bereits am 30. August 2013 wurde die Startsitzung von Projektleiter Eric Wyss durchgeführt. Die exakte und rechtzeitige Planung hat sich dabei bewährt. So wurde beispielsweise die minutengenaue Zeitplanung rund um die Kaverne im Albulatunnel an allen vier Abenden eingehalten. Zur erfolgreichen Durchführung dieser fünf Anlässe haben Mitarbeitende aus allen Geschäftsbereichen beigetragen. Herzlichen Dank! oben: Die Kaverne im Albulatunnel war eine faszinierende Überraschung. 10

11 Geprüft wurde übrigens auch die Durchführung der Feste im Bergrestaurant Marguns oberhalb St. Moritz, auf Muottas Muragl oder auch gänzlich im Albulatunnel. Schlussendlich hat aber, weil es dem Motto des Jubiläumsjahres «faszinierend anders» am meisten entspricht, das Hotel Kronenhof in Pontresina das Rennen gemacht, welches die Saison ausschliesslich für die RhB um gut eine Woche verlängert hatte. In der Kaverne wurde der Mitarbeiterfilm erstmals aufgeführt. Die Aufnahmen dazu wurden von April bis August gedreht. Nicht weniger als 41 Mitarbeitende sind im Film zu sehen. Und dies wie Direktor Hans Amacker in seiner Ansprache es nannte mit oscarreifen Leistungen. Den Mitarbeiterfilm sowie Impressionen zum Fest finden Sie im Intranet unter: Für Mitarbeitende > Mitarbeiterfest. Der Film zeigt anhand eines fiktiven Problems, dem Fehlen der Farbe Rot, was es braucht, um das Angebot der RhB zu kreieren: Nur durch ein Zusammenspiel aller Mitarbeitenden, durch Teamwork über alle Geschäftsbereiche hinweg, gelingt es uns Tag für Tag und dies seit 125 Jahren für faszinierende Momen te für unsere Kunden zu sorgen. Auch für Unterhaltung war gesorgt: Ob die Music Star Gewinnerin 2007 Fabienne Louves, Schlagersänger und Gewinner des «Grand Prix der Volksmusik 2009» Stefan Roos, der international auftretende Hackbrett-Künstler Nicolas Senn, Music Star Teilnehmer Sandro Dietrich oder die «Men in Orange» sie sorgten jeden Abend für Stimmung. Pensioniertenfeier An der Pensioniertenfeier vom 22. Oktober liessen sich nicht weniger als 373 ehemalige Mitarbeitende der RhB blicken. Zeit um gemeinsam Erlebnisse von früher wieder aufleben zu lassen war sowohl bei der Anfahrt, als auch vor Ort genügend vorhanden. Auch die Pensioniertenfeier fand im Hotel Kronenhof statt. Als musikalische Unterhaltung wurde das Alphorn-Ensemble Engiadina St. Moritz rund um Hans Peter Danuser aufgeboten. InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info MIO MEN IN ORANGE Tag für Tag ganz in Rot (nach Helene Fischer - Atemlos) Wir fahr n durch Alpendörfer unseres Lands, Das ist unser Job, wie uns allen bekannt, oho, oho Wir pflegen unsre Gäste, haben faire Preise. Süsses auf dem Zug, wie auf ner Wunder-Reise, oho, oho Wo der coole Zug auch fährt, Bilder die man stets behält Und die Fahrt hat es gezeigt, das ist unsere Zeit. Tag für Tag ganz in Rot Bis der letzte Zug einrollt. Tag für Tag reibungslos Eure Arbeit ganz grandios! Tag für Tag ganz in Rot Eure Leistung, tadellos Zeigt, was in euch allen steckt, super Einsatz von euch Cracks Ihr gebt immer Gas, immer gute Noten Alles was wir sind, sind wir dank euch Wir sind fest verwurzelt, irgendwie natürlich Macht nur weiter so und bleibt bei uns Lasst uns ernten nun, was ihr sät auf dem Feld Besorgen heute schon, was morgen fehlt, oho, oho Sind wir völlig süchtig, Zug für Zug ganz verrückt Bringt eure Ideen und die Kunden entzückts, oho, oho Alles was er wünscht, ist da, grosse Klasse wow, ganz klar Ja uns haut es hin und weg, ihr Leute seid perfekt. Tag für Tag ganz in Rot Eure Leistung, tadellos Zeigt, was alles in euch steckt, super Einsatz von euch Cracks Ihr gebt immer Gas, immer gute Noten Alles was wir sind, sind wir dank euch Wir sind fest verwurzelt, irgendwie natürlich Macht nur weiter so und bleibt bei uns Tag für Tag Mut gehört zu unsrem Tun. Tag für Tag ganz in Rot Eure Leistung, tadellos Zeigt, was alles in euch steckt, super Einsatz von euch Cracks Ihr gebt immer Gas, immer gute Noten Alles was wir sind, sind wir dank euch Wir sind fest verwurzelt, irgendwie natürlich Macht nur weiter so und bleibt bei uns Tag für Tag links: Songtext «Tag für Tag ganz in Rot» von Men in Orange (MIO). oben: Christian Florin, Piotr Caviezel und Markus Barth als «Men in Orange». rechts: Das Küchenteam arbeitete während fünf Tagen auf Hochtouren. Zahlen und Fakten zu den Festen Sandwichs wurden verteilt Flaschen Mineralwasser wurden getrunken Bananen wurden verspiesen «normale» Menüs wurden gekocht Äpfel wurden verzehrt Biberli wurden verteilt Mitarbeitende nahmen am Mitarbeiterfest teil 373 Pensionierte besuchten die Pensioniertenfeier 74 Vegi-Menüs wurden bestellt 41 Mitarbeitende sind im Film zu sehen 24 Extrafahrten mit Postauto und Taxi wurden durchgeführt 12 Extrazüge verkehrten für die Hin- und Rückreise 9 glutenfreie Menüs wurden gegessen 5 Anlässe wurden durchgeführt 1 Jubiläum hat stattgefunden 11

12 Kommunikation Neuer Mobiltelefonie-Anbieter für die RhB Die RhB wechselt ihren Mobiltelefonie-Anbieter und kommuniziert neu über das Netz von Sunrise. In den kommenden Wochen wird die Umstellung implementiert. Infos zum Ablauf und über die Vorteile des Wechsels werden an dieser Stelle erläutert. Von Marcel Fischer, Projektleiter Informatik Bei der im dritten Quartal 2014 durchgeführten Ausschreibung zur Mobiltelefonie erhielt die Sunrise Communications AG den Zuschlag. In Zukunft kommunizieren Handys, Tablets und Notebooks der RhB über das Netz von Sunrise. Die technischen Mobiltelefonie-Abonnemente und die Festnetz-Telefonie sind nicht Teil dieses Vertrages. Die RhB handelte mit dem neuen Vertragspartner ein attraktives Flatrate-Angebot aus, welches jährlich mehrere Hunderttausend Franken an Kommunikationskosten einspart. Auch die Mitarbeitenden profitieren vom neuen Vertrag. Innerhalb der Schweiz fallen für die private Nutzung bei Telefongesprächen und beim Datenvolumen keine Gebühren mehr an. Gespräche und SMS sind in alle Schweizer Netze unlimitiert inklusive. Mit der Daten Flatrate steht jedem Mitarbeitenden ein Volumen von 1 GB pro Tag mit hoher Geschwindigkeit (bis zu 100 MBit/s mit 4G bzw. bis zu 42 MBit/s mit 3G) zur Verfü- 12

13 gung. Das ist doppelt so viel, wie vorher für den ganzen Monat zur Verfügung stand. Und selbst wenn diese Menge überschritten wird, wird nur für diesen Tag die Geschwindigkeit reduziert. Am nächsten Tag ist die volle Geschwindigkeit wieder verfügbar. Zudem offeriert Sunrise interessante Mitarbeiter-Rabatte auf ihre Produktpalette. Beachten Sie dazu den Info-Kasten auf dieser Seite. Weitere Informationen finden Sie auch im Intranet unter: Für Mitarbeitende > Mitarbeiteraktionen. «NewMobile RhB» Alle neuen Handy-Bestellungen werden ab sofort mit Sunrise Abo ausgeliefert. Innerhalb des Projektes «NewMobile RhB» werden zwischen Oktober 2014 und Ende März 2015 nahezu 2000 Handy-Abos zu Sunrise überführt. Dies erfolgt in Abstimmung mit dem Projekt «ELAZ» (Neue Zugbegleiter Geräte) bis Mitte Dezember 2014 und dem Projekt «Smartphone Ersatz» (Ersatz Lokpersonal- und Outdoor-Telefone) im März Der Wechsel für die Besitzer von iphone 4 und iphone 5 erfolgt grösstenteils in den Wochen 4 und 5 im Januar Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Datenabos für ipad und Notebooks gewechselt. Die Rufnummern der Sprach-Abos ändern sich dabei nicht. Rechtzeitig vor der Umstellung erhalten alle Teilnehmer einen persönlichen Portierungsbrief mit den Angaben zur Migration und die neue SIM-Karte. Fünf Arbeitstage vor der bevorstehenden Migration und am Migrationstag werden die Teilnehmer mittels SMS nochmals erinnert. Nach der Migration erhalten sie eine Bestätigung per SMS. An den Standorten Landquart, Chur und Samedan ist an den Migrationstagen die Sunrise-Crew vor Ort und unterstützt ratsuchende Mitarbeitende. Sunrise Mitarbeiteraktion Alle RhB-Mitarbeitenden profitieren bei Sunrise von einem exklusiven Rabatt von 20 Prozent auf den monatlichen Grundgebühren des privaten Handy-Abos. Ausserdem erhalten sie einen zusätzlichen Rabatt von 10 Prozent auf allen monatlichen Grundgebühren, wenn Sie gleichzeitig eines von den Sunrise Home Produkten (Internet, Festnetz, TV) beziehen. Und das Beste: Bis zu vier weitere Personen aus dem gleichen Haushalt können von diesem Angebot profitieren. Wie Sie von diesem Angebot profitieren können, erfahren Sie im Intranet unter: Für Mitarbeitende > Mitarbeiteraktionen. InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info Adieu Natel Die geläufigen Begriffe «NATEL» und «COMBOX» sind geschützte Bezeichnungen von Swisscom. Sie dürfen von den anderen Mobilfunkanbietern nicht verwendet werden. Das Wort «NATEL» bezeichnete ursprünglich als Abkürzung das «Nationale Autotelefonnetz» der damaligen PTT. Sunrise verwendet stattdessen die Begriffe «Handy» und «Sprachmailbox». Der Begriff «Handy» war bei Einführung des digitalen Netzes (Natel-D) als Bezeichnung für Mobilfunkgeräte noch gänzlich unbekannt. Er ist erst viel später von Deutschland her in die Deutschschweiz eingesickert. Obwohl «Handy» sehr englisch tönt, wird dieser Begriff ausserhalb des deutschen Sprachraumes nicht verwendet und normalerweise auch nicht verstanden. In der welschen Schweiz hat sich «mobile», in der italienischsprachigen «telefonino» als Bezeichnung für Mobiltelefone etabliert. 13

14 Albulatunnel Eine Nacht im Albulatunnel Der Bau des Albulatunnels II wird erst in einem Jahr in Angriff genommen. Doch bereits jetzt herrscht in Preda Nacht für Nacht emsiges Treiben: Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Von Karin Bächer, Unternehmenskommunikation Fotos von Jano Felice Pajarola, Karin Bächer und Gilbert Zimmermann Es ist eine sternenklare Novembernacht. Der Schnee hat sich einer weissen Decke gleich über das Albulatal ausgebreitet. Die frischverschneiten Tannen werfen gespenstige Schatten, in deren Schutz einige Hirsche weiden. Der Schnee funkelt und glitzert im milchigen Licht des Vollmondes. Eine idyllische Ruhe liegt über Preda. Doch die Stille trügt Unweit des Dorfes, einige hunderte Meter im Berg, geht es laut zu und her. Seit August 2014 werden in Nachtschichten 12 Querverbindungen vom Albulatunnel I zum künftigen Albulatunnel II gesprengt. Es sind Vorbereitungsarbeiten für die Umnutzung des Albulatunnels I als Sicherheitstunnel. Auch diese Nacht wird wieder gesprengt. Um Uhr wird es umtriebig am Bahnhof Preda. Von allen Seiten her strömen orange gekleidete Arbeiter zum Bahnhofshäuschen, der Bauzug aus Samedan rollt an. Arbeitsbeginn. Ein kurzes Briefing seitens der Bauführung, dann heisst es: Alle Mann an Bord! Langsam setzen sich 383 Tonnen in Bewegung. Kleinbagger, Schuttmulden, Sprengstoff, Zementsilo, Wassertank, Rohre, diverses Werkzeug, ein Mannschaftscontainer alles wird mit zwei Schienentraktoren in den Tunnel gebracht. Der Zug gewinnt schnell an Tempo, die Lichter des Bahnhofs Preda werden kleiner und kleiner. Verschmelzen zu einem rot leuchtenden Punkt, einem funkelnden Stern am Horizont. Als ob man auf einem Raumschiff unterwegs ist. 35 Arbeiter machen sich diese Nacht an die Arbeit. Viel Zeit bleibt ihnen nicht. In weniger als sechs Stunden muss der Tunnel wieder freigegeben werden. Die Lokführer Zegna Schmid und Menn Capadrutt setzen die Arbeitsgruppen an den entsprechenden Baustellenplätzen ab. Dann heisst es: Keine Zeit verlieren! Tunnelmeter Nicola D Andrea und seine Kollegen bringen Metallgitter mittels Spritzbeton an die Tunnelwand. Stabilisieren so das Gewölbe. Das Auftragen des Betons ist Knochenarbeit. Die Apparatur wiegt schwer, die Luft ist staubig, ein Regen aus Betonpartikel prasselt auf die Arbeiter. Trübt die Sicht, findet seinen Weg trotz Schutzanzug in Mund, Nase und Augen. Tunnelmeter Sprengmeister Mario Sposato verbindet die Zündschnüre der einzelnen in den Berg gebrachen Sprengladungen. Nebenan legt Corrado Fancetti Holzbohlen zwischen die Gleise aus, drei weitere Kollegen montieren eine Matte vor den Spreng- Der Zug hält Rundum eine surreale, dunkle Einöde, es ist feucht und kalt. Eine Mondlandschaft. Ein eisiger Wind zieht durch den Tunnel, überall gluckst, blubbert und tropft es. Das Wasser sucht und findet seinen Weg durch alle Gesteinsschichten. Nagt an der Bausubstanz. Der Berg lebt, macht einen Neubau nötig. Bis zu dessen Inbetriebnahme wird der alte Albulatunnel teilsaniert, um weiterhin einen sicheren Betrieb zu garantieren. 14

15 Disentis/ Mustér Landquart Chur Klosters Arosa Davos Scuol-Tarasp Thusis Filisur Zernez Preda St.Moritz Campocologno Tirano ort. Schutz für Gleis und Fahrleitung. Dann ist alles bereit. Drei, zwei, eins 25 Kubikmeter Granit werden mit einem gewaltigen Knall zu Schotter. Eilig wird der Kleinbagger angefahren, die Schaufeln geholt Spurenbeseitigung. Tunnelmeter Unter der Leitung von Gaetano Sainato wird die Löschwasserleitung verlegt. 144 Meter weit kommen sie in der Regel pro Nacht. Ausser der Albulatunnel hält mal wieder eine Überraschung bereit Wie etwa existierende Leitungen, die auf keinem Plan verzeichnet sind und den ganze Zeitplan über den Haufen werfen. «Die Arbeitsverhältnisse im bestehenden Albulatunnel sind nicht einfach», erklärt der Bauleiter Ahmed Sellami. Aufgrund Geologie, Platzverhältnisse und anspruchsvoller Projektierung. Aufgrund klimatischer Bedingungen anderseits. «Kälte und konstanter Durchzug lassen das Arbeiten im Stollen ziemlich schnell ungemütlich werden». Das Tragen der Schutzkleidung und des Selbstretters bringen einen schnell ins Schwitzen. Beides ist jedoch unabdingbar, die Sicherheit der Arbeiter hat oberste Priorität. Dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, darauf achtet unter anderem Thomas Gabathuler, Rangierbegleiter von der Gleis AG. Im Tunnel eine anspruchsvolle Aufgabe: Die engen Platzverhältnisse erschweren die Übersicht, es sind viele Arbeiter unterwegs, viele Maschinen im Einsatz, Nebel, Staub und Abgase trüben die Sicht. «Unser Arbeitsalltag im Tunnel ist nie gleich. Jede Nacht ist anders, bringt andere Arbeiten mit sich, andere Gefahren.» Einen hohen Zeitdruck bringt das Arbeiten im Tunnel ebenfalls mit sich. Der Zeitplan pro Nachtschicht ist eng. Fehler kann man sich keine erlauben. Jede noch so kleine Verzögerung hat Auswirkungen auf den Bahnbetrieb. Auch der Qualitätsdruck ist enorm. Trotz dem Druck ist die Arbeitsatmosphäre ruhig. Alle sind hochkonzentriert. Die Enge im Tunnel verlangt bestens koordinierte Abläufe, Wachsamkeit und Präzision. Zu schnell ist etwas passiert. Gesprochen wird wenig im Tunnel, jeder Handgriff sitzt auch ohne Absprache. Das Team ist routiniert und bestens organisiert. Als ob es seit Jahren in dieser Konstellation arbeiten würde. «Die Arbeitergruppen sind seit Mai 2014 am Albula täglich zusammen im Einsatz, sind mittlerweile sehr gut eingespielt», so Ahmed Sellami. «So gut, dass das gewünschte Arbeitstempo mittlerweile erreicht wurde.» «Viele haben auch bereits Erfahrungen im Untertagbau. Das trägt sicherlich dazu bei, dass alles so reibungslos funktioniert», ergänzt Oberbauleiter Gilbert Zimmermann. «Bis jetzt konnten wir den Tunnel am Morgen immer zeitgerecht freigeben, ohne Betriebsstörung und unfallfrei. Ich habe wirklich grosse Hochachtung vor der Leistung, die die Arbeitenden jede Nacht erbringen». Auch heute Nacht kann der Zeitplan bestens eingehalten werden. Um 5 Uhr sind die Arbeiten erledigt. Schichtende. Die Lokführer bringen alle Arbeiter mit dem Bauzug wieder nach Preda. Müdigkeit macht sich langsam breit. Auch Menn Capadrutt freut sich auf den Dienstschluss: «Nachteinsätze sind nicht zu unterschätzen, mit der Zeit gehen sie ziemlich an die Substanz.» Dennoch mag Menn die Arbeit im Stollen: «Die Baudienstwoche ist für mich eine willkommene Abwechslung zu den «normalen» Diensten. Jede Arbeitsnacht ist anders; von interessant, streng bis langweilig ist alles vorhanden». Als der Bauzug zurück Richtung Samedan rollt, beginnen sich die weissen Berggipfel in der Morgensonne rot zu verfärben. Die letzten Sterne erlöschen. Friedliche Stille ist in Preda wieder eingekehrt. Als ob alles nur ein Traum gewesen ist. InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info 15

16 Online Gesichter unterwegs in Graubünden Als wir im Frühjahr Facebook-Fans erreichten, war uns klar: Wir möchten uns auf ganz besondere Weise bei unserer Community bedanken mit einer eigenen Lokomotive. Von Elisa Bontognali, Marketing Kommunikation & E-Business Die Kommunikation auf dem wahrscheinlich bekanntesten sozialen Netz - werk «Facebook» ist schnell, direkt und interaktiv. Und genau diese Interaktion gefällt uns und unseren Fans sehr. Es ist Ende 2013 und das Erreichen der Fan-Marke rückte immer näher. Es entstand die Idee, dies zu feiern. Im Januar 2014 startete die Aktion «RhB-Fan-Lok» und bis Ende Juni nahmen unserer Fans mit ihrem Facebook-Profilbild teil. Hier begann die Aufgabe unseres Grafikers, der die Profilbilder zusammenstellte und eine originelle, farbige und auffallende Folie für die Lokomotive gestaltete. Als im September auf Facebook wieder von der Fan-Lok die Rede war, war uns klar, wie treu unsere Fans sind: Von ihrer Seite kamen Vermutungen und mögliche Hypothesen über das Modell der beklebten Lokomotive und scheinbar sichere Behauptungen, auf welcher Strecke diese verkehren wird. Uns blieb an dieser Stelle wenig zu sagen, sie schienen bestens informiert zu sein! Zwischen den verschiedenen Kommentaren von begeisterten, freudigen aber auch ungeduldigen Fans rückte die Realisierung der Lokomotive immer näher. Anfang November sollte sie laut Werkstatt einsatzbereit sein. Aber bereits einige Tage davor hiess es: «Die Fan-Lok ist seit gestern im Engadin unterwegs». Es ist doch schön, wenn gewisse Sachen früher fertig sind als geplant. Auch unsere Facebook-Freunde sind von dieser Vorverlegung alles andere als enttäuscht und überfluten uns mit positiven Kommentaren und Nachrichten. Begeisterung herrscht. Seit Ende Oktober verkehrt diese neu beklebte Lok auf dem RhB-Netz und weckt bei jedem Halt Interesse. Viele Fans sind sogar auf Lok-Jagd, um das eigene Profilbild zu finden. Die Suche fällt aber nicht immer leicht und die häufigste Nachricht an uns lautet deswegen: «Wo ist die Lokomotive gerade? Und wo finde ich mein Foto?» Es ist erstaunlich, wie diese Geste, eine Lokomotive mit Fan-Fotos zu bekleben, unsere Community berührt hat. Und auch wir selbst haben uns wie kleine Kinder gefreut, als wir vor kurzem bei einem Teamausflug zufällig die Lokomotive am Bahnhof Chur stehen sahen. Mittlerweile zählt die RhB-Facebook-Seite bereits über Fans. Es fehlen nur noch wenige Tausend Likes, um die nächste Stufe von Fans zu erreichen. Wir haben die Ideenmaschine bereits angeworfen. P.S. Haltet eure Augen offen, bald wird es ein Making Of der Fan-Lok geben! 16

17 Online Die RhB-Welt durch die Linse von Instagram-Stars Fünf internationale Instagram-Stars sind der Einladung der RhB gefolgt und haben am ersten Oktober-Wochenende die schönsten Punkte entlang der UNESCO Welterbestrecke besucht. Die dabei entstandenen Bilder haben sie mit ihren insgesamt Followern geteilt und ein grosses Echo ausgelöst. Von Manuela Gallati, Marketing Kommunikation & E-Business Seit Anfang 2014 ist die RhB mit einem eigenen Profil auf der Plattform Instagram aktiv (siehe Kasten). Was mit Bildern von einigen RhB-Mitarbeitenden begann, wird nun laufend ausgebaut und intensiver genutzt. Ein erster Schritt war das Instagram-Wochenende Anfang Oktober. Fünf ausgewählte Instagram-Stars aus den Kernmärkten Schweiz, Deutschland, Italien, England und Niederlande, mit je einer ganz eigenen Bildsprache und Zehntausenden von Followern, besuchten auf Einladung der RhB die Bündner Berge. Während des dreitägigen Programms entdeckten sie die schönsten Punkte entlang der UNESCO Welterbestrecke so zum Beispiel den Kreisviadukt Brusio, Alp Grüm, den Lago di Poschiavo oder den Landwasserviadukt. Als Abschluss fand am Sonntag, 5. Oktober, ein sogenanntes Instameet statt, bei dem sich verschiedene Instagram User treffen, um sich kennenzulernen und gemeinsam zu fotografieren. Insgesamt begaben sich 15 Personen auf Fotopirsch zwischen Preda und Bergün. Grosses Echo in der Community Die Aktion hat ein grosses Echo ausgelöst: Die während des Wochenendes entstandenen Bilder haben von der Instagram Community bis zu Likes und 200 Kommentare erhalten. «Die Südostschweiz» druckte eine ganzseitige Reportage inklusive Anriss auf der Frontseite. Und die Anzahl der Follower des RhB-Accounts ist innerhalb eines Monats von etwas mehr als 500 auf über 850 gestiegen. Die Teilnehmer sind durchs Band begeistert von dem Wochenende. «Das Insta meet mit der RhB war eine tolle Erfahrung», meint etwa Naomi Meran aus Zürich. «Es war von A bis Z super organisiert». Das Video zum Anlass sowie alle während des Wochenendes entstandenen Bilder sind unter zu finden. InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info oben: Alp Grüm, festgehalten von Robert McGuinness aus England. mitte: Die verschiedenen Instagrammer auf gemeinsamer Fotopirsch zwischen Bergün und Preda. unten: Phil Yisrael aus den Niederlanden lichtet den Landwasserviadukt ab. Instagram Instagram ist eine kostenlose Foto- und Video-Sharing-App, mit der man Fotos und Videos erstellen und durch Filter verschönern kann, um sie anschliessend mit seinen Followern zu teilen. In Anlehnung an die Kodak Instamatic und Polaroid-Kameras haben mit Instagram gemachte Fotos und Videos eine quadratische Form. Instagram ist eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform und ermöglicht es, Fotos auch in anderen sozialen Netzwerken zu verbreiten. 17

18 Güterverkehr Olympiareife Transportlogistik St. Moritz soll wieder zum Zentrum des internationalen Skisprungsportes werden. Bevor jedoch das Olympiaschanzenprojekt mit Kosten von 11,5 Mio. Franken umgesetzt wird, muss der seit 50 Jahren im Betrieb stehende Wurftaubenschiessstand saniert werden. Mittendrin statt nur dabei ist der Güterverkehr der RhB. Von Wiro Capol, Produktmanager Güterverkehr Am 24. November 2013 hat sich der St. Moritzer Souverän für einen Bruttokredit von 11,5 Mio. Franken und eine Zonenplan änderung zur Erstellung einer neuen Olympiaschanzenanlage entschieden. Bevor diese neue Skisprunganlage entstehen kann, muss jedoch der Boden bei der Anlage saniert werden. Um den seit 50 Jahren genutzten Schiessstand herum ist der Boden stark mit Bleirückständen verunreinigt. Obwohl gemäss dem Amt für Natur und Umwelt Graubünden (ANU) kein direkter Zusammenhang zwischen dem Bau der Olympiaschanze und der Sanierung des Schiessstandes besteht, will die Gemeinde St. Moritz den belasteten Boden vor der Umsetzung des Bauprojektes «Olympiaschanze» sanieren. Die neue Anlage soll nicht auf einem belasteten Boden zu stehen kommen. Ausschreibung des Projekts Die Erneuerung der Olympiaschanze ist ein langjähriges Projekt der Gemeinde St. Moritz. Anfang August 2014 erfolgte die Ausschreibung des Bauamtes St. Moritz für die Sanierungsarbeiten Wurftaubenschiessstand / Olympiaschanze St. Moritz mit Unternehmerleistungen. Für die Sanierung des mit Blei- und polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belasteten Bodens müssen ungefähr m 3 Erdmaterial abgetragen und entsorgt werden. Schicht um Schicht wird abgetragen und je nach Verschmutzungsgrad in einer Bodenwaschanlage, Deponie, Reaktordeponie oder thermischen Anlage entsorgt. oben: Erste Schichtabtragungen bei der Olympiaschanze St. Moritz haben Anfang Oktober 2014 begonnen. unten: Vortransport per LKW und Umschlag auf den Bahnwagen im Güterumschlagszentrum Samedan (GUZO). rechts: Umlad der 20 Open-Top-Container mit dem Reach Stacker im Freiverlad Landquart. Firma Eberhard Recycling AG Die 1989 gegründete Eberhard Recycling AG ist eine Spezialistin für Altlastsanierungen. Sie hat 1993 mit der Inbetriebnahme der Bodenwaschanlage ESAR in Rümlang einen Meilenstein in der Altlastsanierung gesetzt. Seit damals konnten etliche Millionen Tonnen kontaminierte Boden- und Rückbau-Stoffe mit einem Wiederaufbereitungsgrad von über 95 Prozent behandelt und wieder in den Stoffkreislauf eingebunden werden. Da bereits im Frühjahr 2015 mit den Bauarbeiten der neuen Olympiaschanzenanlage begonnen werden soll, hat das Bauamt St. Moritz einen engen Zeitplan für diese Sanierungsarbeiten festgelegt. Die Firma Eberhard Recycling AG hat deshalb bereits im Vorfeld der Ausschreibung den Kontakt mit der Bündner Güterbahn gesucht, um die enorme Transportmenge von m 3 belastendem Erdmaterial rasch und effizient ab dem Oberengadin nach Rümlang oder Birsfelden Hafen transportieren zu können. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Transportvarianten mit ACTS-Conta- 18

19 Disentis/ Mustér Landquart Chur Klosters Arosa Davos Scuol-Tarasp Thusis Filisur Zernez St.Moritz Campocologno Tirano iner wie auch 20 Open-Top-Container geprüft. Neben dem Transport mit der RhB und weiter mit Normalspurbahnwagen von SBB Cargo AG oder ACTS AG wurde auch die Abholung der Behälter per LKW im Güterumschlagszentrum Landquart in Betracht gezogen. Detailplanung nach Auftragsvergabe Mitte September 2014 ist die Auftragsvergabe der Gemeinde St. Moritz an die Firma Eberhard Recycling AG erfolgt und es konnte mit der Detailplanung der Transportlogistik gestartet werden. Die Firma hat sich für den Einsatz von 20 Open-Top-Container entschieden, welche auf dem Schienenweg transportiert werden. In einem ersten Schritt werden insgesamt 24 Stück der 20 Open-Top-Container benötigt, welche einen Tagesumlauf von sechs Behältern sicherstellen können. Damit ist es möglich, täglich 150 Tonnen kontaminiertes Erdmaterial ab dem Oberengadin abzutransportieren und zu entsorgen. Als Gesamtsystemverantwortlicher im kombinierten Verkehr kümmert sich der RhB-Güterverkehr auch um den Vortransport per LKW auf der Strasse zwischen der Baustelle und dem Güterumschlagszentrum Samedan. Bei der Evaluation wurden bei diesem Transport gewisse Punkte abgeklärt, wie zum Beispiel die Tragfähigkeit der Strassenbrücke zwischen der Kantonsstrasse und der Zufahrtsstrasse zur Baustelle sowie aufgrund der vorhandenen Strassenbrücken auch die Gesamthöhe der LKW inklusive Container. Nachdem mit den Firmen Pinggera Transporte AG und Martin Conrad Transport AG zwei geeignete Strassenunternehmer für den Vortransport gefunden wurden, begann die Planung der Bahntransporte von RhB und SBB Cargo AG. Schnittstelle GUZ Landquart Die zentrale Schnittstelle bei der Planung der Logistikkette ist der Umschlag von täglich sechs beladenen und leeren 20 Open-Top-Container im Güterumschlagszentrum Landquart. Glücklicherweise konnte in diesem Sommer der Reach Stacker im Freiverlad Landquart seinen Betrieb aufnehmen. Dieser Verkehr ist prädestiniert, um diese Umschlagsmöglichkeit von Container ab RhB- auf den Normalspurwagen wie auch umgekehrt in grösserem Umfang vorzunehmen. Die zeitliche Planung spielte dabei eine grosse Rolle, damit die beladenen Container rasch auf der Normalspur weiter befördert wurden. Start der Transporte Mitte Oktober sind die ersten Transporte von kontaminiertem Erdmaterial in 20 Open-Top-Container gestartet. Sie werden je nach Wetterlage bis Anfang Dezember 2014 fortgeführt. Ziel der Firma Eberhard Recycling AG ist es, möglichst viel Material bereits diesen Herbst zu entsorgen, damit im Frühjahr die Baustelle termingerecht übergeben werden kann. Mit diesen Transporten ist es der Bündner Güterbahn möglich, ihre Transporteffizienz wieder einmal unter Beweis zu stellen und auch wichtige Umsätze im sechsstelligen Bereich zu generieren. Olympische Ziele von St. Moritz Gleich nach Übergabe des Geländes an die Gemeinde wird mit dem Bau der neuen Olympiaschanzenanlage begonnen. Bereits im Winter 2015/16 sollen dann die ersten Continentalcup-Springen stattfinden. Ab Winter 2016/17 wird St. Moritz dann wieder im Weltcup-Springen dabei sein. Der Wurftaubenschiessbetrieb wird im Jahr 2016 wieder aufgenommen und ist gemäss geltendem Baurechtsvertrag bis im Jahr 2022 möglich. Dies gemäss ANU GR jedoch nur noch mit bleifreier Munition und umweltfreundlicheren PUK-Scheiben (Polycyclischer aromatischer Kohlewasserstoff). InfoRetica Nr. 4 / 2014 Info 19

20 Verkauf Verkauf 2015: Schweizer Meistertitel verpasst Im diesjährigen RAILplus Mystery Check wurden unter anderem alle RhB Bahnhofverkaufsteams sowie auch der Railservice anonym geprüft. Trotz einer intensiven Vorbereitungsphase reichte es leider nicht für den Schweizer Meistertitel. Von Jolanda Picenoni, Leiterin Vertrieb Graubünden Die Ergebnisse des RAILplus Mystery Check 2014 sind bekannt. Erneut haben acht Partnernbahnen von RAILplus daran teilgenommen, so auch die RhB. Diesmal partizipierten alle 20 RhB-Bahnhofverkaufsteams inklusive Railservice. Insgesamt wurden die RhB-Bahnhöfe zwischen August und Oktober Mal von Testpersonen geprüft. Diese Checks erfolgten anonym am Schalter, am Telefon sowie per . Die RhB erreichte den 5. Gesamtrang, Sieger wurde BDWM. Gesamtwertung RAILplus Mystery Checks BDWM Transport 2. Die Zentralbahn 3. aare seeland mobil 5. Rhätische Bahn Teilergebnisse RAILplus Mystery Checks 2014 Schalter Telefon 1. aare seeland mobile 1. Die Zentralbahn 1. BDMW 2. BDMW 2. aare seeland mobile 2. Appenzeller Bahnen 3. Matterhorn Gotthard Bahn 3. BDMW 3. Die Zentralbahn 7. Rhätische Bahn 5. Rhätische Bahn 4. Rhätische Bahn Trotz vielen intensiven Trainings (siehe Bild Verkauf 2015 RhB Trainingsfeld) während der vergangenen Monaten hat es uns zum Schweizer Meistertitel nicht gereicht. Die RhB Verkaufsmitarbeitenden haben sich stark eingesetzt, doch die Mannschaft wuchs nicht über sich hinaus. Vor zwei Jahren belegten wir den 4. Rang und im 2010 fanden wir uns als Schlusslicht auf dem letzten Rang wieder. Nach einer klaren Leistungssteigerung in der ersten Phase (ab 2011) wurde in der Fortsetzung (ab 2013) die positive Entwicklung nicht in der gleichen Konsequenz gesteigert. Die Partnerbahnen arbeiteten ebenfalls aktiv an der Optimierung ihrer Dienstleistungsprozesse, um ihre Resultate zu steigern. Mehr Leidenschaft ist gefragt Unsere Zielvorgabe «Die RhB hat 2015 das beste Verkaufsteam aller Schweizer Bahnen und begeistert mit Verkaufsstärke, Kompetenz und Enthusiasmus» haben wir leider nicht erreicht. Da die «RAILplus-Schweizer-Meisterschaft» nur alle zwei Jahre stattfindet, stellten wir uns bereits im Herbst 2014 der Herausforderung, um den Pokal mitzuspielen. Zahlreiche Testergebnisse fielen positiv und sehr erfreulich aus, und darauf lässt sich aufbauen. Doch wir verkauften nicht immer meisterlich und leidenschaftlich genug. Was anderen RAILplus Bahnen teilweise besser gelang. Einige «Spielerinnen und Spieler» riefen ihre Topleistungen im RhB-Alltag nicht optimal ab. Als Folge davon schlossen einzelne RhB-Bahnhöfe sehr unterschiedlich ab. Die Detailauswertungen pro Bahnhof werden mit den einzelnen Leiterinnen und Leitern Verkauf/Bahnhof besprochen und die nötigen Massnahmen mit ihnen in Angriff genommen. Das Verkaufsfeuer entfachen Die RhB-Verkaufsmitarbeitenden wachsen über sich hinaus, sobald ein interner oder externer Verkaufscoach bzw. der eigene Vorgesetzte ihnen über die Schulter schaut. Verbesserungspotenzial stellen wir vor allem bei der Implementierung in den Berufsalltag fest. Da «brennt» das Verkaufsfeuer noch zu wenig. Up- und Crosssellings finden zu selten statt. Die RhB-Verkaufsmannschaft bleibt dran und trainiert auch im kommenden Jahr intensiv weiter. Niederlagen gehören zum (Sport)-Alltag; wichtig ist daraus zu lernen und daraus gestärkt wieder aufzustehen. Wir sind überzeugt, dass in der RhB-Verkaufsmannschaft noch Potenzial steckt und sie die Schweizer Meisterschaft gewinnen kann sofern jeder einzelne Spieler seinen Teil dazu beiträgt. 20

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