Info Schule Hergiswil 1/2013

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1 Kompetent mit Neuen Medien umgehen 1 Angebote rund um die Schule 3 Spitalbesuch 4 Französisch-Austausch Wallis 5 Bigmatt 6 Märli 8 Skilager 10 LFBB/Musikschule 12 Lesenacht 14 Grobi/Ludo 15 Inhalt Kompetent mit den Chancen und Gefahren von digitalen Medien umgehen Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus geltenden Lehrplan, eingeführt werden. Die Schule bereitet unsere Kinder auf die zentralen Herausforderungen vor, mit denen sie in Berufs- und Lebenswelt konfrontiert sein werden respektive bereits konfrontiert sind. Dazu gehört auch das Leben in der Mediengesellschaft. Mit diesem Artikel will ich für die kommende Umsetzungsphase betonen, wie wichtig es für unsere Schule sein wird, dass wir sorgfältig mit den digitalen Medien umgehen und die Medienkompetenz unserer Schüler, Lehrpersonen und Eltern steigern. Peter Baumann Die Schule Hergiswil vor der nächsten Investition im Bereich ICT Digitale Medien wie Fernsehen, Videos, Computer, Handys, Spielkonsolen gehören zum Alltag unserer Kinder und Jugendlichen. Sie faszinieren, und sinnvoll eingesetzt, bereichern sie unseren Alltag. Es bestehen aber auch Gefahren. Die Schule Hergiswil hat seit der Einführung des Computers in der Schule vor vielen Jahren ihre Infrastruktur im ICT-Bereich kontinuierlich ausgebaut. Die nächste Investitionsphase unserer Geräte steht an. Diese wollen wir nutzen, um vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen aus den letzten Jahren und mit den veränderten technologischen Möglichkeiten ein zukunftsorientiertes Angebot zu schaffen. Anhand dieses Medien- und ICT-Konzepts soll auf allen Stufen eine vereinbarte und aufbauende Medienbildung, gestützt auf den Was heisst Medienkompetenz? Medienkompetenz bedeutet, bewusst und vor allem verantwortungsbewusst mit Medien umzugehen. Dazu gehört das Wissen, wie man seine Bedürfnisse nach Informationen und Unterhaltung mit Medien erfüllen kann, aber auch das Hinterfragen sowohl der Medien als auch des eigenen Medienkonsums. Medienkompetenz im Internetzeitalter umfasst neben dem technischen Wissen, wie digitale Medien bedient werden, nach wie vor die Fähigkeit, gut lesen und schreiben zu können. Zudem bedeutet ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien: vorsichtig sein mit persönlichen Daten im Internet, In- 1

2 2 Liebe Leserinnen und Leser Dieses Editorial schreibe ich einen Monat vor Erscheinungsdatum des «Hergiswilers» und es ist deshalb nicht tagesaktuell. In einer Tageszeitung wäre das Thema gegeben: Was machen wir mit unserer Grundstufe aufgrund des Regierungsratsentscheides? In diesen Märztagen gehen die politischen Wogen in Nidwalden hoch, und fast jeden Tag ist das Thema in den Medien. Geht es nach dem Willen des Regierungsrates, wird es die Grundstufe Hergiswil in naher Zukunft nicht mehr geben. Welche Konsequenzen sich daraus für unsere Eingangsstufe ergeben und wie sich die Schule und der Gemeinderat dazu stellen, darüber werden wir in der Sommerausgabe des «Hergiswilers» berichten. Zurzeit wird auch die zukünftige Erscheinungsform des Schulteils im «Hergiswiler» diskutiert. Bestimmt wird die Sommerausgabe noch in der heutigen Form erscheinen. Spätestens im nächsten Jahr werden die Schulthemen integriert erscheinen. Dabei ist es aber feste Absicht des Redaktionsteams und des Gemeinderates, dass regelmässig und ausführlich über die Schule informiert wird. Immer wichtiger und auch aktueller sind für uns elektronische Kommunikationsformen. Die Website der Schule wird neu, eine Schülerwebsite bzw. ein Blog soll zusätzlich mit starker Schülerbeteiligung entstehen. Zur Erinnerung: Bereits heute gibt es den ORS-Blog. Schauen Sie doch rein: blogspot.ch/ Die neuen ICT-Entwicklungen beschäftigen die Schule im negativen wie im positiven Sinn. Wie wir uns die Entwicklung der Medienkompetenz im Zusammenspiel von Eltern und Schule vorstellen, finden Sie im ersten Artikel. Viel Spass beim Lesen! Peter Baumann, Gesamtschulleiter Editorial formationen kritisch prüfen, Beachten von allgemeinen Umgangsregeln auch im Internet und sich regelmässig von digitalen Ablenkungen abschirmen. Von wem lernen Kinder und Jugendliche Medienkompetenz? Beim Erwerb technischer Kompetenzen wenden Jugendliche meist erfolgreich das Learning-by-Doing-Prinzip an: Lernen durch Ausprobieren und Handeln. Kinder und Jugendliche brauchen jedoch Unterstützung, damit sie das mediale Angebot kreativ, sicher und entwicklungsfördernd nutzen können. Vorbilder sind für sie Eltern, 10 goldene Regeln im Umgang mit digitalen Medien Begleitung ist besser als Verbote Kinder benötigen in digitalen Welten die Begleitung durch die Eltern. Reden Sie mit dem Kind über seine Erfahrungen mit digitalen Medien. Kinder brauchen medienkompetente Vorbilder Bezugspersonen sind für Kinder und Jugendliche Vorbilder im Umgang mit Medien. Überprüfen Sie deshalb Ihre eigenen Mediengewohnheiten. Lehrpersonen und Gleichaltrige. Befragungen von Kindern zeigen zudem, dass für sie die Eltern die wichtigsten Vermittler von Medienkompetenz sind. Auch Schulen sind für das Lernen mit und über Medien zentral. Digitale Medien gehören zu unserem Alltag Kinder und Jugendliche wachsen in einer vielfältigen Medienwelt auf. Sie spielen in ihrer Freizeit Computer- Games, informieren und vernetzen sich im Internet und kommunizieren via Handy mit ihren Freunden. Inzwischen haben über 80 Prozent der 12- bis Faustregel Kein Bildschirm unter 3 Jahren, keine eigene Spielkonsole vor 6, kein Internet vor 9 und kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12 Jahren. Beachten Sie Altersfreigaben für Filme (jugendundmedien.ch) und Computerspiele (pegi.ch). Bildschirmzeiten festlegen Bestimmen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie viel Zeit es pro Tag oder pro Woche vor Bildschirmen verbringen darf. Setzen Sie klare Grenzen, und achten Sie darauf, dass die Abmachungen eingehalten werden. Bildschirme sind keine Babysitter Sorgen Sie für Freizeitaktivitäten ohne digitale Medien. TV, PC und Spielkonsole nicht ins Kinderzimmer Platzieren Sie die Geräte in einem 19-Jährigen ein eigenes Smartphone und damit das Internet in der Hosentasche. Aber auch Kinder im Vorschulalter kommen immer früher in Kontakt mit digitalen Medien. Kritischen Umgang mit digitalen Medien lernen Eines ist sicher: Kinder einfach abzuschirmen, ist weder möglich noch sinnvoll. Die Neuen Medien sind in der Schule und am Arbeitsplatz Normalität, und sie helfen bei der Bewältigung vieler Aufgaben. Zudem bieten Medien vielfältige Entwicklungs- und Lernchancen. Gemeinschaftsraum. Behalten Sie Smartphones und Tablets im Auge. Schauen Sie genau, mit wem Ihr Kind chattet Onlinebekanntschaften sollten Kinder nur begleitet von Erwachsenen und an öffentlichen Orten treffen. Vorsicht mit privaten Daten im Net Sagen Sie Ihrem Kind, dass es keine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Alter und Telefonnummer weitergeben darf, ausser wenn es vorher mit Ihnen darüber gesprochen hat. Offene Gespräche sind besser als Filtersoftware Sprechen Sie mit Ihrem Kind altersgerecht über Sexualität und Gewalt. Eine Filtersoftware ist sinnvoll, garantiert aber keinen vollständigen Schutz.

3 1/2013 Info Schule Hergiswil Wichtig ist deshalb, dass Jugendliche Inhalte kritisch beurteilen lernen, mögliche Gefahren erkennen und wissen, wie sie sich schützen können. Eltern und Lehrpersonen übernehmen dabei eine bedeutende Begleitfunktion als vertrauensvolle Zuhörer, hilfsbereite Gesprächspartner und interessierte Mitlernende. Digitale Medien bieten nicht nur Chancen, sie bergen auch Gefahren Es ist wie immer im Leben wo sich Chancen bieten, liegen auch Gefahren. Internet kann süchtig machen, Kinder und Jugendliche können in sozialen Netzwerken gemobbt werden, ihre persönlichen Daten können missbraucht werden, es kann zu sexuellen Übergriffen kommen. «Wie kann ich mein Kind vor solchen Gefahren schützen? Wie viel Medienzeit in welchem Alter ist vernünftig?» Solche Fragen stellen sich Eltern und andere Betreuungspersonen zu Recht. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat dazu in seinem Jugendmedienschutzprogramm Regeln aufgestellt, die einen sicheren Umgang mit digitalen Medien erleichtern. Weitere Informationen für Eltern Beratungsangebote in Ihrer Nähe Jugend-, Familien- und Suchtberatung Kanton NW, Engelbergstrasse 34, 6371 Stans «Medienkompetenz Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Medien» als PDF auf Im Notfall: Elternnotruf , Veranstaltungen von Schule und Elternhaus Obwalden im 1. Halbjahr 2013 Jugendliche in der Krise Jugendsuizid und Depressionen im Jugendalter Welches sind gesunde depressive Reaktionen, die in der Pubertät auftreten können, und wann liegt eine Depression im Sinne einer Krankheit vor? Montag, 22. April, Uhr Mensa der Kantonsschule, Sarnen Kinderschutz sexuelle Übergriffe Kindsmissbrauch Der Vortrag zeigt auf und gibt Hinweise, wie wir mit Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und einem offenen Umgang mit Kindern und Jugendlichen dazu beitragen können, Kinder und Jugendliche zu stärken, sexuelle Übergriffe zu verhindern und zu bemerken. Donnerstag, 2. Mai, Uhr Pfarrhof, Kerns Agenten auf dem Weg «Wenn Jungen Männer werden» Dies ist ein sexualpädagogisches Projekt für Jungen zwischen 10 und 13 Jahren mit dem Ziel, die körperlichen Veränderungen in der Pubertät auf spielerische, coole, anschauliche Art kennenzulernen. Zum Workshop gehört vorgängig ein Elternabend. Elternabend: Freitag, 3. Mai, Uhr Kurstag: Samstag, 4. Mai, Uhr Peterhofsaal, Sarnen Mädchen Frauen Meine Tage (MFM), sexualpädagogisches Projekt für jährige Mädchen Dieser Workshop hat das Ziel, den weiblichen Zyklus und die körperlichen Veränderungen in der Pubertät auf spielerische, liebevolle, anschauliche Art kennenzulernen. Zum Workshop gehört vorgängig ein Elternabend. Elternvortrag: Montag, 13. Mai, Uhr Kurstag: Samstag, 18. Mai, Uhr Peterhofsaal, Sarnen Pubertät Wenn die Hormone verrückt spielen Welche Rolle spielen die Eltern im Prozess der Identitätsfindung? Wie entstehen aus verschiedenen Ansichten kreative Impulse, die zu neuen Ansichten führen? Dienstag, 21. Mai, Uhr Singsaal Schule Alpnach Je früher, desto besser! Essstörungen? Übergewicht? Sie erfahren von fachlicher sowie von direkt betroffener Seite, wie Sie die Zeichen einer beginnenden Essstörung bei Ihrem jugendlichen Kind, Schüler oder Lernenden erkennen und wie Sie an dieses Problem herangehen können. Dienstag, 25. Juni, Uhr Singsaal Schule Kerns Anmeldung Sabine De Col-Kohler Telefon Kosten, Anmeldeschluss und alle Informationen 3

4 Klassenausflug ins Kantonsspital Nidwalden Wir, die 2./3. Klasse von Ruth Marfurt, besuchten im Rahmen des M&U-Themas «Mein Körper» am 19. Februar 2013 das Kantonsspital Nidwalden. Die Kinder erhielten einen Einblick in verschiedene Bereiche des Spitals. In den folgenden Abschnitten erzählen Schülerinnen und Schüler von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Angela Niederberger, Praktikantin Im Spital war es cool. Wir gingen den Notfall anschauen. Mir hat es gefallen. Wir haben das Röntgen angeschaut. Ich habe fünf Kleber aufgeklebt bekommen, dass sie meinen Herzschlag messen und hören konnten. Ammon und Lilien haben den Daumen «gebrochen» und Sebastian und Andrea den Arm. Deshalb bekamen sie alle einen Gips. Es ist ein sehr gutes Spital, dort werden hoffentlich alle gesund! Gian Den Herzschlag messen Eine Frau hat mir den Herzschlag gemessen. Zuerst hat sie mir sechs Kleber mit Gel auf die Brust und auf den Bauch geklebt und mit Kabeln verbunden. Daneben hat es einen Bildschirm gehabt, auf dem man den Herzschlag gesehen hat. Sophia «Stuhl» Mit einem speziellen Stuhl konnten wir ein Kind ohne Probleme die Treppe runterbringen. Der Stuhl hatte unten eine Art «Raupe», die dem Sanitäter hilft, den Patienten ohne grosse Kraft nach unten zu bringen. Kim 4 Am Morgen bin ich zum Bahnhof gelaufen. Die ganze Klasse ist mit dem Zug nach Stans gefahren. Wir haben da das Kantonsspital besucht. Eine Frau, die im Spital arbeitet, hat uns vom Spital erzählt und uns alles gezeigt. Interessant war das Röntgengerät. Danach waren wir in einem Raum, wo die Frau mit einem Gerät dem Gian den Herzschlag gemessen hat. Weiter ging es zum Rettungsdienst. Im Auto war ein Erste-Hilfe-Koffer. Ich und Stefania haben den Koffer versucht zu heben, aber der war sehr schwer. Am Schluss hat uns die Frau eine Taschenlampe geschenkt. Es hat mir sehr gefallen und auch Spass gemacht. Laura Röntgen Ein Arzt hat uns Röntgenbilder von verschiedenen Körperteilen gezeigt. Einmal hat er einen Dreikönigskuchen geröntgt, und wir konnten den König sehen. Anju Krankenauto Im Krankenauto hat es viele Sachen, denn die sind alle sehr, sehr wichtig. Im Krankenauto hat es auch einen Stuhl, wo sich ein Arzt hinsetzen kann, damit der Patient nicht alleine ist. Ein paar Kinder durften auf die Trage liegen und wurden wie ein Patient ins Krankenauto gestossen. Stefania

5 1/2013 Info Schule Hergiswil Kanton Wallis Das Austauschprojekt ist angelaufen Im Herbst 2012 wurde ein neues Austauschprojekt zwischen Jugendlichen der Kantone Nidwalden und Wallis gestartet. Die Idee war, Tandems mit gemeinsamen Interessen zu bilden, das heisst ein/e Walliser Schüler/in mit einem/einer Nidwaldner Schüler/in in Kontakt treten zu lassen und einen Briefwechsel zu initiieren, der am Schluss zu einem Besuch im anderen Kanton führen soll. Für dieses Projekt, das auf Freiwilligkeit basiert, haben sich 22 Nidwaldner Schüler/ innen der 3. ORS angemeldet. Im November begannen die Tandems, Daten für die gegenseitigen Besuchswochen zu suchen und festzulegen. Seit Januar 2013 sind nun schon einige Schülerinnen und Schüler entweder ins Wallis gereist, um dort eine oder zwei Wochen an der Schule und in einer Gastfamilie zu verbringen, oder haben ihre Tandempartner in ihrer Schule und ihrem Zuhause empfangen. Um einen solchen Austausch durchführen zu können, braucht es nicht nur die Bereitschaft und die Begeisterung der Schüler/ innen, sondern auch die ihrer Eltern und Familien. Ebenfalls ist die Unterstützung der Schule und der involvierten Lehrpersonen nötig. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich auf den Austausch gut vorbereiten, um sich auf die Situation, die sie im anderen Sprachgebiet und in der Gastfamilie erwartet, einstellen zu können und gewisse Ängste vor dem Unbekannten zu überwinden. Dies ist bei den meisten Tandems sehr gut gelaufen. Während der Interviews mit den Schüler/ innen aus Nidwalden und dem Wallis sind viele positive Aspekte erwähnt worden. Der Austausch sei eine gute Gelegenheit, zu erfahren, wie es sei, in einer Gastfamilie zu leben und sich in einer unbekannten Umgebung zurechtfinden zu können. In einen anderen Schulalltag mit vielen Sprachbarrieren einzutauchen, sei auch interessant, fordere aber schon einiges an Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Sie bemerkten weiter, dass die sprachlichen Hürden, wenn der Kontext klar ist und ein Wörterbuch zu Hilfe genommen werden kann, gut zu überwinden seien. Generell wurden Schwierigkeiten mit dem hohen Sprechtempo festgestellt, die es nicht immer ganz leicht machten, dem Unterricht oder einer Konversation zu folgen. Die Lehrpersonen seien jedoch hilfsbereit. Den Eindruck, dass sie überall willkommen seien, nannten die Nidwaldner sowie die Walliser Schüler/innen. Die Lehrpersonen empfinden den Austausch nicht als zusätzliche Belastung, da der Schulalltag wie gewohnt weitergeht. Es gibt gewisse persönliche Faktoren, die einen Austausch erschweren können. Zum einen kann es sein, dass die familiäre Situation für die Schüler/innen so verschieden ist, dass es für sie schwierig ist, sich anzupassen. Zum anderen kommt es vor, dass die Schüchternheit und das Heimweh so viel Unbehagen bereiten, dass trotz grosser Bemühungen vonseiten der Gastfamilie diese nicht zu überwinden sind. Bei Austauschaktivitäten gibt es nie eine 100%ige Erfolgsrate. Grundsätzlich kann aber bis zum heutigen Zeitpunkt eine positive Bilanz gezogen werden, denn die Jugendlichen erleben hautnah, wieso sie Fran- zösisch beziehungsweise Deutsch lernen und dass das Kennenlernen einer anderen Kultur bereichernd sein kann. Durch den Austausch können sie nicht nur ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen entwickeln, sondern machen auch einen Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Katharina Fischer, ORS-Lehrerin Hergiswil und Kantonale Austauschverantwortliche (KAV) Rückmeldungen aus einer Woche im Wallis Ich war eine Woche in Sion und habe dort viele neue Erfahrungen gesammelt. Die Familie hat mich sehr nett aufgenommen. Am Anfang war es schwierig, mich mit ihnen zu unterhalten, aber mit der Zeit ging es ein bisschen besser. Laura Wyrsch Im Wallis war wunderschönes Wetter mit einem warmen Föhn. Die Schule war ein bisschen grösser, und sie hatte doppelt so viele Schüler wie wir. Meine Tandempartnerin musste immer den Bus nehmen, so wie die meisten Schüler dieser Schule. Die Schule begann später und endete früher. Sie haben weniger Tests und müssen für jede Lektion das Zimmer wechseln. Auch haben sie keine Garderoben, und die Schuhe müssen nicht ausgezogen werden. Mir hat es sehr gut gefallen, und ich habe vom Austausch auch ein bisschen profitiert. Chantal Suter 5

6 14 Jahre Musical Hergiswil gehen zu Ende 6 Von Willi Tell bis zu Katja und Bernardo: In 14 Jahren Bigmatt Production haben 642 Schülerinnen, Schüler und Externe mitgewirkt und Besucher in die Welt des Musicals entführt. Ein Rückblick aus aktuellem Grund. Am 7., 8. und 9. Juni geht das vorläufig letzte Musical über die Bühne. Von Thomas Vaszary 2013: «Katja und Bernardo», die Hergiswiler Rock- und Rapversion von «West Side Story». Die Anfänge des Musicals Hergiswil gestalteten sich Ende der 90er-Jahre eher zufällig. Aus einer Projektwoche 1997 zum Thema Gewalt an der ORS Hergiswil entwickelt sich Theaterspielen mit einem Theaterpädagogen quer durch alle drei Klassen der Oberstufe damals noch ohne öffentliche Aufführung. Im Schuljahr 1999/2000 entsteht zusammen mit Stansstad aus den anfänglich eigenständigen Wahlfächern Plus mit Theater, Sport + Tanz, Gestalten und Bandmusik spontan das erste Musical mit 47 Schülerinnen und Schülern. Es ist die Geburtsstunde der Bigmatt Production, die sich auf die Fahne geschrieben hat, mit konsequenter Arbeit talentierte Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 16 Jahren auf der Bühne weiterzubringen. Max Frischs «Wilhelm Tell für die Schule» wird zur ersten Eigenproduktion «Willi Tell Mega Star» umgeschrieben. Lieder wie «Titelgschicht» von Subzonic oder «Kiosk» von Polo Hofer entführen die Zuschauer während zweier ausverkaufter Aula-Aufführungen in die moderne Welt der erfolglosen Zürcher Journalistin Gessler auf den Spuren der Sängerin Willi Tell aus Altdorf. Fester Bestandteil des Programms Im zweiten Jahr 2001 entstehen der Film «Eifersucht» und das Musical «Die Lüge von Crackman City» mit der Computerfigur Super-Mario. Jetzt erfasst die Macher Thomas Winter (Regie, Drehbuch und Texte), André Gosswiler (Musik und Liedertexte) und Ursula Rohner (Bühne und Gestaltung) das Musical-Fieber. Es folgt die erste grosse Produktion «Har Haare Hair» mit Probetagen und Probewochen, über 50 ORS-Jugendlichen und drei ausverkauften Vorstellungen im Loppersaal. Mit im Team sind nun auch Judith Fischer, Choreografie, Ruth Marfurt, Maske, Urs Schmid, Technik, und Externe wie die damalige ORS-Schülerin Katja Sieger als Schauspielerin und Bandmitglied oder Marco Ellenberger, der sich heute noch um die Lichtarbeit kümmert. Weitere folgen über die Jahre hinweg (siehe Box). Seither wird immer derselbe Ablauf durchgespielt: Das Stück entsteht in den Osterferien, Texte, Musik, Choreografie und Bühnenbild werden festgelegt, bevor im neuen Schuljahr die Proben mit allgemeinen Theatergrundlagen starten, gefolgt von Vocalcoachings durch André Gosswiler und Castings für Theater und Gesang im November. Geprobt wird bis in den Frühling. Im ersten Semester stehen wöchentlich 45 Minuten zur Verfügung, im zweiten Semester 90 Minuten. Zirka sechs Probe-Halbtage in der Freizeit kommen hinzu sowie eine intensive Probewoche von Sonntag bis Sonntag kurz vor den Aufführungen mit dabei auch die externen Musiker der Liveband. Am längsten dabei ist René Brun am Bass. Grosse Unterstützung In den 14 Jahren haben sich drei Räume mit Requisiten gefüllt. Thomas Winter: «Dies war nur dank der Unterstützung des Schulrates, der Kulturkommission, der Lehrer und Hauswarte möglich.» Ein Blick in die Räume lässt die Musicals für einen Moment wiederauferstehen: «Show ohne Grenzen» (2003), «Sister Act 1» mit dem Gospelchor Stans als Nonnen verkleidet (2004), «Blues Brothers Gang» (2005), die zweite selbst geschriebene Produktion «Dreamland» (2006), «Sister Act 2» (2007), die Grossproduktion «Railstarexpress» mit allen Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen der ORS (2008), «Rock den Dschungel» (2009), die dritte Eigenproduktion «Musig-Gschichte us der Schwiiz» (2010), «VAnz der TAmpire» (2011), «The show must go on» (2012) und das vorläufig letzte Schulmusical «Katja und Bernardo» (2013). Durchhaltewillen der Jugendlichen Regisseur Thomas Winter erinnert sich an einige Höhepunkte in den 14 Jahren und an den Willen der Schülerinnen und Schüler: «Als wir Leiter mit den Jugendlichen das Musical «Sister Act» vorgängig in Bremgarten besuchten und die Halbprofis spielen sahen, waren die Jugendlichen enorm inspiriert und sagten, dass sie es besser machen wollten. Unglaublich. Sie haben es besser gemacht.» Das Bühnenbild bei «Blues Brothers Gang» habe aus einem alten, umgebauten Fiat von Lehrerkollege Stefan Joller bestanden, erinnert sich Winter. «Einen Amerikaner-Schlitten hatten wir um knappe fünf Zentimeter nicht durch die Grossmatttüren auf die Bühne gebracht. Da spritzten wir Jollers Fiat um und machten ein Cabrio daraus.» Die grösste Produktion war «Railstarexpress», eine Adaption von «Starlight Express», ein Einjahresprojekt der gesamten Schule auf und hinter der Bühne nach dem Loppersaal wieder zurück in der heimeligen Aula-Arena. Die Produktion «Musig-Gschichte us der Schwiiz» schrieb Winter gar komplett selber. In «The show must got on» wurde erstmals ein multimediales Bühnenbild eingesetzt. «Jedes Jahr hat seine eigenen kleinen Geschichten», sagt Winter und prophezeit: «Dies wird auch bei «Katja und Bernardo» wieder so sein.» Üben, üben, üben Der Erfahrungsschatz der Jugendlichen wie Leiter ist gross: Theaterspielen, Texten, Projektgestaltung, Singen und Solo-Gesang, Musik-Arrangements, Tanzen, Choreografie, Schminken/Maske, Bühnenbau und -gestal-

7 1/2013 Info Schule Hergiswil Das Team Thomas Winter, Texte, Regie und Produktionsleitung, 14 Jahre André Gosswiler, musikalische Leitung, Arrangements, Vocalcoaching, 14 Jahre Ursula Rohrer, Grafik, Gestaltung, Bühne, 14 Jahre Urs Schmid, Soundtechnik, 12 Jahre Judith Fischer, Choreografie, 10 Jahre Ruth Marfurt, Maske, 10 Jahre Katja Sieger, Schauspiel, Band, 10 Jahre Marco Ellenberger, Licht, 9 Jahre René Brun, Band, 8 Jahre Christoph Stöckli, Band, 7 Jahre Adi Odermatt, Technik, Band, 7 Jahre Brigitte Käser, Bühne, 7 Jahre Yolanda Muff, Kostüme, 6 Jahre Stefan Joller, Bühne, 6 Jahre Otti Leuthold, Band, 5 Jahre Christian Keiser, Licht, 5 Jahre Cyrill Gladek, Technik, 5 Jahre Alle Flyer der 13 Musicals ohne 2013 tung, Sound- und Lichtinstallationen, Flyerproduktion und Werbung. Letztlich ist es wie überall: üben, üben, üben. Es gebe viele Auf und Ab und immer wieder Schreckmomente, wenn kranke Jugendliche mit 38 Grad Fieber auf der Bühne stünden, so Winter, und er fügt hinzu: «Doch wir hatten Glück und in 14 Jahren nie einen Ausfall.» Allerdings müssen die Leiter gelegentlich auch streng sein und es, wenn nötig, mal krachen lassen. Thomas Winter: «Mein Lieblingsspruch ist Jahr für Jahr derselbe: Ich will vom Publikum einen Satz nicht hören, «Jö, isch das härzig gsi.» Aufführungen: 7., 8., 9. Juni, jeweils Uhr in der Aula Grossmatt Reservationen unter musical-hergiswil.com 7

8 «Seelennahrung und Kraftfutter für Kindergehirne» 8 So lautet die Überschrift eines Artikels von Prof. Dr. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg, der in der Zeitschrift «figura» im Februar 2010 erschienen ist. Dieser Artikel traf mich wie ein Blitz und liess mich nicht mehr los. Gemäss Hüther brauchen Kinder für eine möglichst optimale Entwicklung ihres Gehirns in erster Linie Beziehungsfähigkeit. Um diese zu erwerben und zu verbessern, benötigen sie unsere Hilfe, denn Kinder lernen (wie auch wir Erwachsene) am besten, wenn sie emotional berührt werden. Und genau das geschieht während einer Märchenstunde. Kinder, die sonst zappelig und unruhig sind, finden Ruhe und hören konzentriert zu. Sie identifizieren sich mit den Märchenfiguren, und in ihrem Gehirn prägen sich innere Bilder ein, die mit einer positiven Bewertung verknüpft sind. So werden sie mit alten Volksmärchen, dem symbolischen Rollenspiel im Anschluss, dem Spiel mit den selbst hergestellten Figuren und/ oder dem Malen zur Vertiefung auf zauberhafte Weise gestärkt. Ängste und Sorgen werden vertrieben, die Kinder fühlen sich mutiger, ruhiger und zuversichtlicher. Dabei spielt die Atmosphäre beim Erzählen von Märchen eine äusserst wichtige Rolle. Kinder brauchen eine achtsame Begleitung. Ein Rekorder oder ein Videogerät kann auf Fragen oder Überforderung eines Kindes nicht eingehen. Das Kind wird womöglich in Angst und Schrecken versetzt. Solche Verunsicherung oder gar traumatisierende Erfahrung kann sich höchst schädigend auf die gesunde Entwicklung des Kindes auswirken. Seine Wahrnehmung wird gestört, und die Neugier und das Vertrauen in seine Selbstwirksamkeit schwinden. «Märchenstunden sind die höchste Form des Unterrichtens», erklärt Gerald Hüther, und damit wurde für mich klar: Erzähle Märchen, wann und wo immer sich eine Gelegenheit findet! Denn Märchen begeistern und faszinieren mich seit meiner Kindheit, und mir wird zunehmend noch bewusster, welch unermesslichen Schatz wir aus diesem Kulturgut schöpfen können. So entstand das Märchenprojekt Als SHP (schulische Heilpädagogin) werde ich oft von Kindern der Grundstufe gefragt: «Wann darf ich mal mit dir arbeiten?» Eine Frage, die mich immer wieder nachdenklich stimmt, denn was soll ich dem Kind antworten? Mit dem zusätzlichen Diplom als Figurenspieltherapeutin und dem Zertifikat als Märchenerzählerin suchte ich schon seit längerer Zeit nach Möglichkeiten, diese wertvollen Ressourcen vermehrt in meine Arbeit an der Schule einbringen zu können. Der Wunsch nach einem geeigneten Angebot reifte und darf nun im laufenden Schuljahr erstmals umgesetzt werden. So sehen die Märchenstunden aus Die Klassenlehrpersonen der Grundstufe suchen mit mir einen geeigneten Zeitraum, in dem ich während sechs Doppellektionen den Kindern im 2. und 3. Grundstufenjahr Märchen erzähle und diese mit Rollenspielen, wie ich sie bei Elisa Hilty kennen und schätzen gelernt habe, vertiefe. Einziges Requisit, das die Kinder von zu Hause mitbringen, ist ein Tuch. Die Kinder machen es sich mit dem Tuch bequem. Ein paar Klänge eines Instruments (Kalimba oder Klangschale) leiten zum Märchen über. Ich erzähle das Märchen in Mundart und beende es mit ein paar weiteren Klängen. Nach einer kurzen Stille setzen sich die Kinder auf ihre Plätze zurück. Auf meine Frage «Was hat dir am besten gefallen?» spielt jedes Kind ein paar Klänge auf dem Instrument und erzählt. Danach sucht es sich die Rolle, die es gerne spielen möchte. Es können beliebig viele Hänsel und Gretel, Rapunzel, Zauberer, Hexen usw. mitspielen. Die unbesetzten Rollen übernehme ich. Mit dem vorhandenen Mobiliar und den Tüchern gestalten die Kinder die wichtigsten Örtlichkeiten: Höhle, Berg, Schloss, Häuschen Kinder, die nicht spielen wollen, vertiefen das Märchen mit einer Zeichnung in einem andern Raum. Ich beginne, das Märchen nochmals zu erzählen und überlasse die Geschichte möglichst weitgehend dem Spiel der Kinder. Dabei biete ich meine Hilfe an, wo es nötig ist, greife jedoch möglichst nicht korrigierend ein. In der Grundstufe Matt stellten die Klassenlehrpersonen während des Projekts mit jedem Kind eine Figur her. Eine Figur, in die das Kind schlüpfen kann und die es fortan hoffentlich noch lange und unterstützend

9 1/2013 Info Schule Hergiswil begleiten darf. Das Herstellen der Figuren erwies sich als zeitlich aufwendig. Sicher finden sich für die Zukunft aber Möglichkeiten, damit sich der Aufwand in Grenzen hält und auch noch genügend Raum für das Spiel mit den fertigen Figuren bleibt. Den Klassenlehrpersonen danke ich an dieser Stelle ganz herzlich für ihr grosses Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit. Einige Aussagen von Kindern «Mmmhhh, mis Tüechli schmöckt am beschte, wie mis Mami!» «Chunnsch wieder es Märli go verzelle?» «Weles Märli verzellsch hüt?» «Mier hed am beschte gfalle, wo de Fuchs am schwarze Güggel de Chopf abbisse hed!» «Mier hed am beschte gfalle, wo s ghürate hend!» «Mier hed am beschte gfalle, wo sich s Rumpelstilzli abenandgrisse hed!» «Mier hed am beschte gfalle, wo d Häx im Ofe hed müesse verbrönne!» «Mier hed d Krischtallchugele am beschte gfalle!» «Ich wett am liebschte jede Tag vom Morge bis am Abig Märli lose und spiele!» Fazit Zum Abschluss des Projekts machte ich mit den Kindern ein kleines Interview mit folgendem Resultat: Auf einer Skala von 1 (hat mir gar nicht gefallen) bis 10 (hat mir am besten gefallen) wurden sowohl die Märchenstunden als auch das Herstellen der Figur von den befragten Kindern durchschnittlich mit 9,6 bewertet. Eine grosse Mehrheit der Kinder wünschte sich mehr Märchen. Die meisten davon möchten am liebsten jeden Tag Märchen hören und spielen. Die andern wünschten sich wöchentliche Märchenstunden. Nur ganz wenige wünschten sich keine weiteren Märchen. Folgende Aussage eines Mädchens gebe ich an dieser Stelle sehr gerne als Anregung weiter: «Ich möcht, dass mier s Mami oder de Papi jede Abig es Märli verzellt!» Inzwischen haben schon drei Abteilungen der Grundstufe am Projekt teilgenommen. In zwei weiteren Abteilungen sind die Märchenstunden nach Ostern geplant. Diese Stunden mit den erwartungsvollen, strahlenden und aufmerksamen Augen der Kinder, der gespannten Stille während der Erzählung, dem Eifer in den Rollenspielen und der Begeisterung an den eigenen Figuren bleiben für mich unvergesslich. Und so hoffe ich fest, dass dieses Märchen- und Figurenspielangebot einen festen Platz in der Schule finden wird. Denn ich bin voll und ganz davon überzeugt «Märchen- und Figurenspiel sind ein Zaubermittel, das ein Kind stillsitzen und aufmerksam zuhören lässt, seine Fantasie beflügelt, seinen Sprachschatz erweitert, es befähigt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Gefühle zu teilen, sein Vertrauen stärkt und es mit Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen lässt.» Den ganzen Artikel von Prof. Dr. Gerald Hüther können Sie lesen unter: Luzia Stalder, SHP Figurenspieltherapeutin Märchenerzählerin 9

10 Skilager 2013 «Wildhaus» Rückblick 10 In der ersten Februarwoche 2013 fand das Skilager der Schule Hergiswil zum sechsten Mal in Wildhaus statt. Mit dabei waren 74 Kinder, 13 Leiter, viele Ideen und unser Lagerleiter René Blättler, der alles jederzeit im Griff hatte. Die ganze Woche hatten wir traumhafte Schneeverhältnisse, es war nicht kalt, jedoch häufig etwas windig. Das strahlende Gesicht der Kinder war ein schöner Ersatz zum mageren Sonnenschein während der Woche. Am frühen Sonntagmorge, den 3. Februar 2013 es war noch dunkel auf dem Adlerparkplatz, startete der Countdown. Alle Kinder (3. Klasse bis 3. Oberstufe) wurden pünktlich um 6.45 Uhr von den Eltern gebracht und stiegen schon bald in die Cars ein. Die einen oder anderen waren noch müde, doch bereits um Uhr kamen wir im Skigebiet an und konnten auf die Skier/ Boards gehen. Das Gepäck wurde von ein paar Auserwählten ins Lagerhaus transportiert, da wir mitten auf der Skipiste hausten. Die Zuteilungen der Gruppen war einmal mehr unproblematisch und für die 66 Skifahrer / 8 Boarder der Weg frei, die ganze Woche zusammen zu verbringen. Am Sonntagabend standen für die 46 Primarkinder und 28 ORS-Schüler die Zimmer bereit, und schon jetzt war für uns Leiter klar, dass alles problemlos ablaufen wird. Die routinierten Kinder nahmen uns viel ab, und jederzeit konnten wir ihre Hilfe in Anspruch nehmen. Somit musste auch kein Kind wegen Heimweh nach Hause geschickt werden. Jedoch mussten wegen der starken Grippe am Dienstag zwei Kinder von den Eltern abgeholt werden, da diese schon seit zwei Tagen nicht mehr auf der Piste waren. Unter der Woche fanden die erprobten Anlässe statt. Die Lottospiele (danke an die Gönner), unser Gamsalpspiel (ein Orientierungslauf auf Skiern in gemischten Gruppen von Klein bis Gross). Ein Höhepunkt war das Skirennen, wobei der Sieger nicht die schnellste Zeit fahren musste, sondern die Differenz beider Läufe gemessen wurde. Herzliche Gratulation an Chantal Suter, welche zwischen den beiden Läufen eine Differenz kleiner als eine Zehntelsekunde aufwies. Auch das Nachtschlitteln auf dem «Füdlibob», umgeben von Fackeln, war wieder ein einmaliges Bild. Natürlich mit kleinen «Wehwehchen» verbunden, wovon wir auch heute noch sprechen. Besonders erwähnen möchte ich die hervorragende Kreativität der Kinder. Jedes Zimmer musste unter der Woche einen Werbespot (Thema nicht vorgegeben) auf Video machen. Unglaublich, was hier alles rauskam und vor allem wie die Kinder sich bedankten und den Humor auf neuzeitliche Art vermittelten. Nebst Skifahren war es den Kindern auch möglich, mit den Big Foots und Snowblades die Pisten unsicher zu machen. Vom Morgen bis am Abend wurden wir im Lagerhaus auch immer bestens verköstigt, zum Zvieri gab es sogar noch etwas Süsses. Ein spezieller Dank geht an das gesamte Leiterteam unter der Führung von René, der diese grosse Verantwortung bereits zum siebten Mal übernahm und souverän umsetzte. Wir alle (Fabio Hafner, Mirjam Dettwiler, Hedy und Hansueli Spirig, Cornelia Blättler, Marcel Erni, Thomas Bucher, Reto Wigger, Daniel Stadler, Sepp Kaiser, Claudia Oliveira und Margrit Ellenberger) waren stolz, dabei sein zu können, und genossen die Tage sehr. Nochmals herzlichen DANK an die Kinder, die wir alle ins Herz zumindest für diese Woche geschlossen hatten. Im kommenden Jahr werden wir wieder nach Wildhaus fahren, und die zweite Fasnachtswoche, also vom 2. bis 7. März 2014, ist fest im Kalender notiert. Hoffentlich wieder mit so vielen engagierten, unkomplizierten und kreativen Kindern, die mit uns diesen Spass teilen wollen. Die Tradition lebt weiter, nicht zuletzt dank der grosszügigen Unterstützung der Gemeinde Hergiswil, ohne deren Zusage ein Skilager gar nicht möglich wäre. Einen speziellen Dank auch an die Eltern, die der Lagerleitung ihr grosses Vertrauen abermals geschenkt haben. Jürg J. Spieler

11 1/2013 Info Schule Hergiswil 11

12 LFBB Das Primarschulorchester der Musikschule Hergiswil im Höhenflug Das Primarschulorchester unter der neuen Co-Leitung von Esther Weiss und Yvo Wettstein ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der Musikschule Hergiswil. Mit derzeit 43 mitwirkenden Kindern ist es in ständigem Wachstum. 12 Ziel des Ensembles ist es, durch gemeinsames Musizieren Orchestererfahrung zu sammeln, seine musikalischen Fähigkeiten mit anderen Kindern zu teilen, neue Musik kennenzulernen und tolle Konzerte zu erleben. Das Orchester ist eine wichtige Ergänzung zum Einzelunterricht, in welchem Kinder unter anderem das nötige Know-how fürs Orchester erlernen. Für die Bläser- und Schlagzeugsektion ist es zudem die Vorbereitung für die CCY (Jugendmusik) unter der Leitung von Stefan Grüninger. Im LFBB können alle Kinder mitwirken, die ein Instrument spielen. Blockflöte, Geige, Cello, Gitarre, Akkordeon, Schwyzerörgeli, Klarinette, Saxofon, Trompete, Horn, Klavier, Keyboard, Schlaginstrumente; ab dem 2. Spieljahr bis hin zur 6. Primarschulklasse sind alle willkommen. Im LFBB werden pro Schuljahr zwei Konzertprojekte erarbeitet. Jedes Jahr findet ein Probewochenende bzw. jedes zweite Jahr ein Musiklager auf der Flüeli-Ranft statt. Dieses Lager bedeutet für viele DAS Highlight! Das grosse Orchester und die neue Co- Leitung waren erstmals am erfolgreichen Fasnachtskonzert vom 30. Januar 2013 zu hören. An diesem Konzert beteiligten sich neben dem LFBB eine Klasse der Volksschule, (2./3. Klassen von Ruth Marfurt und Janine Baumann), die Grossmattschränzer (Guggenmusik der ORS) und die CCY (Jugendmusik). 90 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 20 Jahren erarbeiteten zusammen ein Fasnachtsprojekt und musizierten gemeinsam. Wir schätzten diese Zusammenarbeit mit der Volksschule, CCY und ORS-Schülern sehr. Diese Zusammenarbeit möchte das LFBB auch in den nächsten Jahren intensiv pflegen. Die Schüler werden so von der Volksschule und der Musikschule zum Musizieren animiert. Der Übergang vom LFBB ins CCY wird ebenfalls vereinfacht. Jahresprojekt «Schneewittchen» Nun steht das Jahresprojekt «Schneewittchen» an. Mitmachen werden etwa 120 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 20 Jahren. In den wöchentlichen Proben und am kommenden Probeweekend wird an der Aufführung gefeilt. Wir führen das Märchen «Schneewittchen» musikalisch und zirzensisch auf. Die Geschichte erzählt die Schauspielerin Lisa Gretler (Pfannenstil Chammer Sexdeed). Zusammen mit dem LFBB werden Schülerinnen und Schüler der Zirkusschule Tortellini sowie der Musikschulen Hergiswil und Malters an diesem Projekt mitwirken. Es würde uns sehr freuen, wenn wir Sie an einer der beiden Aufführungen im Loppersaal begrüssen dürften! Ihr Musikschulleiter Rangit Shorter

13 1/2013 Info Schule Hergiswil Konzerte «Schneewittchen» Freitag, 31. Mai 2013, um Uhr im Loppersaal Samstag, 1. Juni 2013, um Uhr im Loppersaal Anmeldeschluss LFBB Schuljahr 13/14 Mittwoch, 15. Mai 2013 (mit dem Musikschulanmeldetalon) Beginn LFBB Schuljahr 13/14 Freitag, 30. August 2013, Uhr Esther Weiss und Ivo Wettstein Aktivitäten der Musikschule, die man nicht verpassen sollte! Instrumentenparcours, Samstag, 20. April 2013, ab 9.00 Uhr im Loppersaal Probeweekend LFBB, 24. bis 26. Mai 2013 Projekt LFBB, 1./2. Juni 2013, Loppersaal, «Schneewittchen» Abschlussvortragskonzert, Montag, 17. Juni 2013, ab Uhr in der Aula Interne Klassenvortragskonzerte sowie weitere Anlässe werden rechtzeitig im «Blitz» sowie auf der Homepage der Schule Hergiswil publiziert. Für Beratungen stehe ich als Leiter der Musikschule nach wie vor allen Interessierten gerne zur Verfügung: oder Telefon Zögern Sie nicht, und kontaktieren Sie mich! 13

14 Lesenacht der Klasse d Vom 22. auf den 23. November hatten wir unsere Lesenacht. Wir durften in der Schule schlafen. Um Uhr trafen alle mit ihrem Gepäck in der Schule ein. Wir bereiteten unsere Schlafplätze vor, die Mädchen im Zimmer vier und die Knaben im Zimmer drei. Nachdem alles bereit war, spazierten wir gemütlich in die GROBI. In der Bibliothek las uns Frau Niederberger die Geschichte der «Spaghettifrau» vor, und anschliessend lösten wir ein Kreuzworträtsel; dabei konnte man Bücherpreise gewinnen. Zum Abschluss las uns Frau Niederberger noch eine weitere Geschichte, und um halb zehn Uhr machten wir uns auf den Rückweg in die Schulzimmer. In der Schule plauderten wir noch mit den Jungen und genossen ein «Bettmümpfeli», das uns Eltern spendiert hatten; dazu gab es Ice-Tea. Jetzt machten wir uns fürs Bett bereit. Wir zogen Trainer oder Pyjama an und putzten uns die Zähne. Endlich konnten wir lesen aber es wurde auch viel geplaudert! Bei den Mädchen lasen die 3./4.-Klässler den 2.-Klässlern vor. Einige Mädchen hatten Heimweh, und ein Mädchen wurde um halb zwölf Uhr von seiner Mama abgeholt. Deshalb schliefen wir erst sehr spät. Und wir erwachten am nächsten Morgen nicht so früh. Wir zogen uns an und räumten unsere Schlafplätze auf, dann endlich gab es im Singsaal ein sehr feines Morgenessen. Es gab: Weggli, Gipfeli, Brot, Orangensaft, Schoggimilch, feine Konfitüren und Cornflakes «mmmh»! (Danke allen Eltern, die etwas dazu beigesteuert haben.) Im Schulzimmer schauten wir uns anschliessend den Film «Deep Blue» an, und nach der Pause hatten wie Schule. Am Mittag ging es mit Sack und Pack nach Hause. Es hat mir ausgezeichnet gefallen, aber ich war danach sehr müde! Ronja 14

15 Neues aus der GROBI Neues Gesicht Seit Januar dieses Jahres ist die Hergiswilerin Anita Odermatt mit einem kleinen Pensum in der Schulbibliothek angestellt. Das «neue Gesicht» wird vielen bereits bekannt sein, da Anita Odermatt seit mehreren Jahren für die Ludothek arbeitet und diese im Team führt. Nach der Einarbeitungsphase übernimmt sie montags die öffentliche Aus- Ludothek leihe von bis Uhr. Ich wünsche ihr viel Freude an der neuen Tätigkeit. Bücher für die Jüngsten Die GROBI beteiligt sich seit längerer Zeit am landesweiten Projekt «Buchstart Schweiz». Alle Kinder sollen früh Zugang zu Büchern haben und somit in ihrer Sprachentwicklung gefördert werden. Junge Familien erhalten von ihrem Kinderarzt / der Mütterberaterin einen Gutschein für ein Paket, das drei Bücher für Kleinkinder enthält und in der GROBI bezogen werden kann. Neu wird es ab April 2013 in der GROBI eine «Hol-bring-Kiste» für Pappbilderbücher geben. Jede und jeder kann ausgediente Bilderbücher mit starken Kartonseiten (sog. Pappbilderbücher) in die GROBI bringen und sich ebenso aus der Kiste bedienen. Ein Ausleihen ist nicht nötig, da die Bücher bei den Kleinsten meistens über längere Zeit benötigt und auch stark beansprucht werden. Die Idee ist, dass Familien mit Kleinkindern möglichst unkompliziert und günstig zu Büchern kommen. Wer sich dafür interessiert, erhält in der GROBI gerne Auskunft. Buchprojekt an der GS Im vergangenen Schuljahr hat die Mutter eines Grundstufenschülers ihren Traum eines eigenen Kinderbuches verwirklicht. «Ruk findet seine neuen Freunde» stammt aus der Feder von Sandra Jost und wurde von der Grundstufenklasse ihres Sohnes mithilfe der Lehrpersonen illustriert. Das Buch kann in der GROBI sowohl ausgeliehen als auch gekauft werden. Mehr Infos: Spielabende 1/2013 Info Schule Hergiswil Öffnungszeiten der GROBI Montag, bis Uhr Donnerstag, bis Uhr Bücher für die «Grössten» «bookstar.ch» heisst ein schweizerisches Leseförder-Projekt für Jugendliche. Verschiedene Gruppen Jugendlicher aus der ganzen Schweiz lesen Bücher und bewerten diese. Die zwanzig bestbewerteten schaffen es auf die Website. Erstmals nimmt die GROBI mit fünf ORS-Schülern und -Schülerinnen und einer Studentin aus Hergiswil als Jury an diesem Projekt teil. Seit Dezember lesen die Jugendlichen aufgeteilt 45 verschiedene Jugendromane und bewerten diese. Ende März werden wir unsere Empfehlung der Top 20 abgeben und somit auch wieder Lesetipps von Jugendlichen für Jugendliche bereithalten können. Einen erlebnisreichen Bücherfrühling wünscht Ihnen Yolanda Niederberger, Leiterin GROBI Im Dezember 2012 haben wir wieder neue Gesellschaftsspiele für Gross und Klein eingekauft. Rondo, Wollmilchsau, Baumhausparty, Drachenritter, Flossen hoch, sind nur einige der neuen Spiele! Die Spiele können ab sofort ausgeliehen werden. Damit das Sortiment und die Auswahl an Spielen und Spielsachen stets attraktiv ist und auch bleibt, werden wir auch im Frühling wieder neue Spiele einkaufen. Öffnungszeiten und Kontakt Montag und Donnerstag Uhr Während den Schulferien geschlossen Während den Öffnungszeiten können Sie uns direkt in der Ludothek erreichen: Telefon Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch in der Ludothek, es lohnt sich! Auch im neuen Jahr finden wieder vier Spielabende statt. Neu wird der Spielabend auch zweimal an einem Freitag durchgeführt. Alle, die gerne spielen, sind herzlich eingeladen mitzuspielen. Der Spielabend beginnt um Uhr in der Ludothek und ist kostenlos. Vor dem Spielabend ist die Ludothek jeweils ab Uhr geöffnet, und es können Spiele ausgeliehen werden. Spielabende 2013 Mittwoch, 29. Mai 2013 (Dog) Freitag, 30. August 2013 Freitag, 25. Oktober 2013 (Dog) Die Daten finden Sie auch immer in der Gemeindespalte des «Nidwaldner Blitzes» und im «Pfarrblatt». 15

16 J+S-Kindersport Der vereinsübergreifende Kindersport bewegt! Alle 5- bis 10-Jährigen sind willkommen! Quirlige, Laute und auch Schüchterne schwingen, springen, rutschen, fahren, raufen und balancieren. Spielen, sich mit Gleichaltrigen messen, Hindernisse überwinden und dabei Spass haben sind die Ziele unserer Sportangebote. 16 Bewegt sich Ihr Kind noch zu wenig? Anmeldung: Vreni Poletti Weitere Informationen:

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