elements23 SCIENCE NEWSLETTER COATINGS SILIKOPON EF: Ein starkes Netzwerk gegen Rost

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "elements23 SCIENCE NEWSLETTER COATINGS SILIKOPON EF: Ein starkes Netzwerk gegen Rost"

Transkript

1 elements23 SCIENCE NEWSLETTER COATINGS SILIKOPON EF: Ein starkes Netzwerk gegen Rost INTERFACIAL TECHNOLOGIES Neue Stabilisatoren für PUR-Schäume: Energiesparen mit besseren Kühlschränken INORGANIC PARTICLE DESIGN Silicondichtmassen: Kieselsäuren für matte Eleganz DESIGNING WITH POLYMERS Kunststoffe für die Photovoltaik: Mit schlanken Solarzellen preiswert die Sonne anzapfen 1

2 EDITORIAL Energieeffizienz Dr. Alfred Oberholz Mitglied des Vorstandes der Evonik Industries AG Würden Sie einen Oldtimer fahren, der 40 Liter Benzin auf 100 Kilometer braucht? Wohl kaum. Anders verhält es sich beim Wohnen: Hunderttausende Wohnungen allein in Deutschland verbrauchen viel zu viel Energie. Doch es geht auch anders. Evonik hat in Düsseldorf eine Wohnanlage aus den Sechzigern modernisiert: mit Miniblockheizkraftwerk, Photovoltaikanlage, dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückge - winnung, Dreifachverglasung und Wärmedämmung. Der Primärenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr sank von 286 kwh auf 36,2 kwh und liegt damit unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung für Neubauten. Zur Energiegewinnung geht Evonik auch in die Tiefe: So sind wir an den drei Geothermieprojekten in Erding, Simbach-Braunau und Unterschleißheim beteiligt. Die in diesen Anlagen erzeugte Wärme von MWh pro Jahr reicht aus, um Einfamilienhaushalte zu versorgen. Damit ist Evonik Markt - führer in diesem Bereich. Auf der Hannover-Messe haben wir kürzlich einen handelsüblichen Golf V gezeigt, den wir mit Partnern um 371 Kilo leichter und effizienter gemacht haben. Von Evonik stammen eine um 16 Kilogramm leichtere Starterbatterie mit Lithium-Ionen-Technologie, Sandwich-Verbundwerkstoffe für Motorhaube, Dach, Heck - klappe, Türen, Innenraum und Kofferraum, Leichtlaufreifen mit Silica-Silan-Technologie und Motor- und Getriebeöle mit optimierten Öladditiven, die den Wirkungsgrad verbessern. Der Spritverbrauch sank von 5,7 auf 3,9 Liter pro 100 Kilometer, der CO 2 -Ausstoß verminderte sich um 32 Prozent auf 103 g/km. Beispiel Photovoltaik: In Kürze fahren wir in Rheinfelden eine Anlage zur Herstellung von Solarsilizium an, die gegenüber etablierten Verfahren 90 Prozent weniger Energie bei der Abscheidung braucht. Mit neuen Batteriekomponenten wollen wir außerdem die Lithium-Ionen-Technologie zur Speicherung regenerativer Energie nutzbar machen. Und auch wenn die Siliziumtechnologie die Photovoltaik auf absehbare Zeit dominieren wird, setzen wir uns mit Alternativen auseinander. Derzeit lotet das Projekthaus Functional Films & Surfaces aus, welchen Beitrag Evonik zu flexiblen Dünnschichtzellen leisten kann. Mit unserer Entwicklungsinitiative Appliance 2010 wollen wir gemeinsam mit Kunden die Energieef fi - zienz von Kühlschränken verbessern. Die nächste Generation soll um bis zu fünf Prozent weniger Energie verbrauchen, weil die Dämmschicht aus PUR-Hartschäumen noch besser isoliert. Der Weg dahin führt über spezielle Additive, die die PUR-Zellstruktur und damit die Wärmedämmung verbessern. Mit Projekten wie diesen sichern wir die Zukunft, weil die Versorgung mit Energie zentral ist für das Leben der Menschen, für das Florieren der Wirtschaft und, indem wir entsprechende Konzepte, Produkte und Technologien entwickeln, für das Florieren von Evonik. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre elements inhalt Das Titelbild zeigt einen PUR-Hartschaum. Seine Zellstruktur hat Einfluss auf die Energie - effizienz von Kühl - schränken (ab S. 12) COATINGS 4 SILIKOPON EF: Ein starkes Netzwerk gegen Rost INORGANIC PARTICLE DESIGN 10 Kooperation mit dem Institut für Partikeltechnik: Hochleistungselektroden für großformatige Lithium-Ionen-Batterien INTERFACIAL TECHNOLOGIES 12 Neue Stabilisatoren für PUR-Schäume: Energiesparen mit besseren Kühlschränken NEWS 17 Lizenz für HCN-Technologie an Akzo Nobel 17 Evonik koordiniert neues BMBF-Projekt INORGANIC PARTICLE DESIGN 18 Silicondichtmassen: Kieselsäuren für matte Eleganz COATINGS 22 Farbtupfer auf dem Meer: Silica sorgt für bunte Bootsrümpfe NEWS 25 Neuer Vertriebskanal für Homogenkatalysatoren 25 Stärkung des Exklusivsynthesegeschäfts DESIGNING WITH POLYMERS 26 Kunststoffe für die Photovoltaik: Mit schlanken Solarzellen preiswert die Sonne anzapfen NEWS 31 MaDriX: Verbundprojekt für gedruckte Elektronik gestartet 32 TERMINE UND IMPRESSUM 2 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

3 news +++ Erweiterung der Wasserstoffperoxid-Kapazität in Brasilien abgeschlossen Das Geschäftsgebiet Active Oxygens von Evonik Industries hat die Kapazitätserweiterung seiner Wasserstoffperoxid-Anlage im brasili a- nischen Barra do Riacho erfolgreich abgeschlossen. Durch den Aus - bau wurde die Wasserstoffperoxid-Kapazität der Anlage auf Jahrestonnen erhöht und eine Erweiterung bis zu maximal Tonnen möglich. Das Werk Barra do Riacho ist seit Mitte der 1990er Jahre in Betrieb. Die Fertigstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Re gion eine stetig wachsende Nachfrage nach Wasserstoffperoxid verzeichnet, so Dr. Alfred Oberholz, Mitglied im Evonik-Vorstand und verantwortlich für das Geschäftsfeld Chemie. Jetzt können wir den Bedarf unserer Kunden als verlässlicher, leistungsstarker Partner er heb lich besser abdecken. Diese Investition unterstreicht, dass wir unsere gute Position im Wasserstoffperoxid-Geschäft ausbauen wollen. Nach der erfolgreichen Anwendung der eigenen Evonik-Hoch - leistungstechnologie in Barra do Riacho soll diese entsprechend den Marktanforderungen demnächst auch an anderen Wasserstoffper - oxid-produktionsstandorten von Evonik eingesetzt werden entweder im kanadischen Gibbons oder in Mobile, Alabama. Im Gegensatz zum Neubau ermöglicht der Einsatz dieser Technologie eine effiziente und wirtschaftliche Erweiterung vorhandener Anlagen. +++ Kapazität für Weichmacheralkohole in Marl wird ausgebaut Evonik Industries baut am Standort Marl die Produktionskapazitäten für Oxo-Alkohole um Tonnen pro Jahr aus. Damit wird dort erstmals auch der Alkohol 2-Propylheptanol (2-PH) hergestellt, ein Ausgangsstoff zur Herstellung von Weichmachern für PVC unter anderem in Kabeln und Folien. Die Inbetriebnahme der 2-PH-Anlage ist für das 2. Halbjahr 2009 geplant. Angesichts des weltweit steigenden Bedarfs nach Weichma - chern ergänzt die neue 2-PH-Anlage das bereits bestehende Geschäft mit Isononanol (INA). Am Standort Marl verfügt Evonik bereits über INA- Kapazitäten von Tonnen pro Jahr und da - mit über die weltweit größte einzelne Produktionsanlage zur Her - stellung des Weich macheralkohols. Insgesamt wird Evonik damit zum größten Her stel ler von C9/C10-Weichmacher-Alkoholen in Europa. Dr. Klaus Engel, im Vorstand der Evonik zuständig für das Geschäftsfeld Chemie: Mit dieser Investition optimieren wir unseren Verbund in der C4-Chemie, bei der wir bereits heute über eine weltweit führende Position und langjähriges Know-how verfügen. Weichmacher verwandeln sprödes PVC in ein flexibles Material und ermöglichen dadurch den breiten Einsatz des Kunststoffes bei Kon sumgütern. Sie sind zum Beispiel ein Bestandteil von Fuß bo den - belägen, Kabelisolierungen, Planenstoffen und diversen Automobil - anwendungen oder Folien. Evonik produziert in Marl über 2-PH und Isononanol hinaus auch den PVC-Weichmacher VESTINOL 9 mit einer Kapazität von Tonnen pro Jahr. +++ Evonik-Joint-Venture nimmt in Korea weitere Kapazitäten für Wasserstoffperoxid in Betrieb Evonik Industries hat gemeinsam mit ihrem amerikanischen Joint- Venture-Partner Headwaters, South Jordan, Utah, eine deutlich er - weiterte Wasserstoffperoxidanlage im koreanischen Ulsan in Betrieb genommen hatte das Joint Venture die Produktion von der finnischen Kemira Oyi, Helsinki, erworben. Auf Basis Evonik-eigener Technologie konnte die Kapazität von ursprünglich Tonnen pro Jahr innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt werden. Mit dem Wasserstoffperoxid (H 2 O 2 ) aus Ulsan soll zum einen der koreanische Markt für H 2 O 2 bedient werden. Zum anderen wird das Joint Venture die koreanische SKC, Seoul, an deren Standort Ulsan direkt über den Zaun mit Wasserstoffperoxid beliefern. Dr. Thomas Haeberle, Leiter Geschäftsbereich Industrial Chemicals: Mit der In - be triebnahme der zusätzlichen Kapazitäten der Wasserstoffper oxid - anlage in Korea sind wir unserem Ziel, Wasserstoffperoxid erstmals in großen Mengen für die chemische Synthese zur Verfügung zu stellen, einen großen Schritt nähergekommen. SKC wird innerhalb der nächsten Monate eine der weltweit er sten Anlagen zur Produktion von Propylenoxid nach dem sogenannten HPPO-Verfahren in Betrieb nehmen. Wasserstoffperoxid ist neben Propylen der Ausgangsstoff, aus dem nach diesem kostengünstigen und umweltfreundlichen Prozess Propylenoxid hergestellt wird. Pro - py lenoxid ist ein Vorprodukt für Polyurethane, die z.b. in Armaturen und Polstern von Autos Verwendung finden. Evonik und Uhde, Dort - mund, haben das HPPO-Verfahren entwickelt und an SKC lizenziert. Durch die gemeinsame Entwicklung innovativer Technologien kön nen wir zusammen mit bewährten Partnern neue Geschäftsfelder erschließen wie hier die großtechnische Anwendung des Bleichund Oxidationsmittels Wasserstoffperoxid in der chemischen Syn - the se, erklärt Haeberle die Strategie von Evonik. Um diese Strategie langfristig abzusichern, arbeiten Evonik und Headwaters gemeinsam an einem neuen Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid nach der katalytischen Direktsynthese. elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 3

4 SILIKOPON EF Ein starkes Netzwerk gegen MARKUS HALLACK Rost ist allgegenwärtig und Korrosionsschutz eine permanente Herausforderung. Fachleute schätzen, dass ein Drittel aller Eisen- und Stahlprodukte, die weltweit in einem Jahr hergestellt werden, zum Austausch korrodierter Bauteile dient. Der volkswirtschaftliche Schaden ist also enorm. Allein für die Vereinigten Staaten von Amerika liegt er nach Angaben des Batelle-Instituts (Columbus, Ohio) bei 300 Milliarden Dollar pro Jahr, für Deutschland beziffert ihn das renommierte Karl-Winnacker- Institut der DECHEMA auf deutlich über 50 Milliarden Euro pro Jahr. Entsprechend wichtig ist der nachhaltige Korrosionsschutz mit geeigneten Mitteln und Methoden. Im Blickpunkt stehen dabei Systeme mit hoher Haltbarkeit und langer Lebensdauer, mit Farbechtheit und -beständigkeit, mit gleichermaßen guter Ökonomie und Ökologie wie die neuen Silicon-Epoxy-Hybridharze von Evonik. Gerade im Umweltschutz hat die VOC-Richtlinie (VOC steht für Volatile Organic Compounds) große Bedeutung erlangt. Sie soll die Emission flüchtiger organischer Lösemittel eingrenzen, weil sie an der Bildung des umwelt- und gesundheitsschädigenden troposphärischen Ozons des so genannten Sommersmogs be teiligt sind. Deutschland hat mit der Verordnung zur Be grenzung der VOC- Emissionen aus Farben und Lacken vom Dezember 2004 entsprechende Vorgaben der EU umgesetzt, die in ihrem Be reich Tonnen VOC pro Jahr einsparen will. Derzeit arbeiten unterschiedliche Industriezweige darunter Auto mobil-, Schie - nenfahrzeug- und Flugzeugbau da ran, den VOC-Anteil in Lackformulierungen bis 2010 auf 100 Gramm pro Liter zu drücken. Ähnliche Bestrebungen zur VOC-Beschränkung gibt es auch in anderen Ländern wie den USA. Hier sind Angaben über erreichte Einschränkungen oder Zielsetzungen schwierig, weil einige Staaten eigene Richtlinien hinsichtlich VOC erlassen ha - ben. Fachleute gehen aber davon aus, dass sich auf lange Sicht die strengste Richtlinie durchsetzen wird. Diese sieht derzeit für Europa und Nordamerika einen VOC-Anteil von 250 Gramm pro Liter vor. Vor diesem Hintergrund hat Evonik neue Bindemittelsys - teme mit hohem Feststoffgehalt entwickelt, die auf Silicon- Epoxy-Hybridtechnologie beruhen und sich gleichermaßen durch ihre Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit auszeichnen. Ursprünglich kamen Silicon- und Siliconkom bina - tions harze überall dort zum Einsatz, wo Hitzebeständigkeit er - forderlich ist. Weitere Eigenschaften sind die gute Witterungs - beständigkeit und die geringe Vergilbungsneigung. Einsatzfel - der sind der Aggregatebau, Auspuffanlagen für Automobile und Zweiräder sowie Kaminöfen und feuerfeste Beschichtungen. Bisher lag der Fokus auf reinen Siliconharzen bzw. Silicon- Polyester-Kombinationsharzen. Die Anwendungen lagen im mer im Bereich des hitzestabilen Korrosionsschutzes. Um die Pro - duktpalette zu erweitern, wurde mit dem neuen Silicon-Epoxy- Hybridbindemittel mehr Wert auf die Witterungsbe stän digkeit gelegt. Evonik kann hier seine Kernkompetenz ausspielen, um durch die gezielte Kombination verschiedener organischer Har - ze mit einem Siliconharz ein optimales und einzigartiges Eigen - schaftsprofil zu erzeugen. Grundharz mit Epoxid- und Alkoxygruppen Alle Siliconharze der Evonik-Marke Tego werden nach einem einheitlichen Reaktionsschema hergestellt. Dazu werden zu - nächst Harzvorprodukte mit definierter Molekulargewichts - ver teilung produziert, die als reaktive Gruppen praktisch keine SiOH-Gruppen, sondern nur noch SiOR-Gruppen tragen. Diese reagieren im Anschluss mit OH-funktionellen Verbindungen weiter zu einem Hybridharz, das sowohl Epoxid- als auch Al - koxygruppen enthält. Als Härter kommt ein Aminoalkoxysilan zum Einsatz. Des - sen Aminogruppe reagiert mit den Epoxidgruppen, die drei Alk oxygruppen reagieren unter Zuführung von Wasser bzw. unter dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit mit den Alkoxygruppen im Harz, wobei das Amin katalytisch wirkt. Wegen dieser Dop - pelvernetzung entsteht dabei ein Silicon-Epoxy-Hybrid grund - gerüst mit extrem hohem Vernetzungsgrad. Über die Variation der eingesetzten Siloxanvorprodukte und Polyole lassen sich auch Silicon-Epoxy-Hybridbindemittel (Markenname SILIKOPON ) mit einem Silicongehalt von 50 Pro zent herstellen. Die verwendeten aliphatischen Epoxide brin gen als Eigenschaften eine gute Korrosions- und Chemika - lienbeständigkeit mit. Die Alkoxysiloxane weisen dagegen eine gute UV-Beständigkeit auf und neigen wenig zum Vergilben. Beide Komponenten werden miteinander zu den neuartigen Hybridbindemitteln umgesetzt. Der Härter aus der Gruppe der Aminoalkoxysilane, der erst nachträglich bei der Applikation hinzugefügt wird, verstärkt wiederum die Schutzwirkung gegen Korrosion und Chemikalien. Auf analoge Weise hat Evonik bereits Systeme auf Basis aromatischer Epoxide geschaffen, die sich durch extreme Hitze be - ständigkeit auszeichnen und deshalb bevorzugt zur Beschich - tung von Auspuffanlagen für Zweiräder eingesetzt werden. Zudem haften sie sehr gut auf Stahluntergründen, so dass der daraus formulierte Lack selbst bei extremen Temperatur - >>> 4 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

5 COATINGS Rost Aliphatisches Epoxid Korrosionsschutz Chemische Widerstandsfähigkeit Die neuen Silicon-Epoxy-Hybridharze sind als Korrosionsschutz für Stahl, aber auch zum Beschichten von Holz, Beton oder Kompositwerkstoffen geeignet. Wesentliche Pluspunkte sind die schwere Entflammbarkeit und vor allem der niedrige Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen: Er liegt bei unter 100 Gramm pro Liter und schafft damit gegenüber bestehenden Systemen eine klare Verbesserung O SILIKOPON EF O R O CH CH 2 R 1 Si OR 4 R Alkoxy-Siliconharz 3 UV-Beständigkeit Geringe Neigung zur Vergilbung H 2 O -ROH H 2 N Si RO OR OR Härter Aminoalkoxysilan Korrosionsschutz Chemische Widerstandsfähigkeit R=Me oder Et Dynasylan Reaktionsschema zur Herstellung der Silicon-Epoxy-Hybridharze. Ein aliphatisches Epoxid und ein Alkoxy-Siliconharz reagieren mit OH-funktionellen Verbindungen zu einem Hybridharz, das sowohl Epoxid- als auch Alkoxygruppen trägt. Bei der Vernetzung mit einem Aminalkoxysilan reagiert dessen Aminogruppe mit den Epoxidgruppen und die Alkoxygruppen unter dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit mit den Alkoxygruppen im Harz elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 5

6 wech seln nicht delaminiert. Ein derartiges Bindemittelsystem ist hervorragend geeignet, um Lackformulierungen für Aus puff - an la gen von Kraftfahrzeugen und Triebwerken zu erstellen. Bei - de Applikationen müssen diese Materialeigenschaft aufweisen. Mit dem neuen Ansatz, aliphatische Epoxide zu verwenden, ermöglicht Evonik Formulierungen, die nur fünf Prozent Löse - mittel enthalten oder anders ausgedrückt 75 Gramm VOC pro Liter. Dieser Wert liegt deutlich unter den üblichen am Markt erhältlichen Systemen. Typischerweise besteht eine Lack formulierung zu über 60 Prozent aus SILIKOPON EF, der Härter zum Beispiel Dynasylan AMEO oder AMMO wird im Verhältnis 100:16 zugegeben. Das EF markiert im Übrigen eine deutlich flexiblere Version als der Vorgänger ED (extremely durable), der sehr hart eingestellt war. Einen ebenfalls hohen Anteil von mehr als 20 Prozent haben Pigmente. Die Mischun - gen bieten den Vorteil, dass sowohl die Herstellungsmaschinen als auch die Verarbeitungsmaschinen nur in sehr begrenztem Maß angepasst werden müssen. Das bedeutet nicht zuletzt auch große Kosteneinsparungen auf Seiten des Lackherstellers und des Lackverarbeiters. Ausgezeichnete Ergebnisse im Florida-Test In intensiven Versuchsreihen unter den in der Lackindustrie weltweit akzeptierten Florida-Bedingungen haben die neuen Beschichtungssysteme sehr gut abgeschnitten. Inzwischen liegen Daten aus über zwei Jahren Florida-Test vor. Sie zeigen insgesamt eine außergewöhnliche Glanzhaltung und Witterungs - beständigkeit. Die Vergilbung ist so gering, dass das menschliche Auge sie kaum wahrnimmt. Auch die Resultate beim Kor ro - sionsschutz sind hervorragend. Derartige Systeme sind aufgrund des niedrigen Lösemit tel - anteils auch für Ultra-High-Solid-Beschichtungen geeignet. Zudem haben die Entwickler erfolgreich demonstriert, dass sie Glanzhaltung gemessen unter einem Winkel von 60 Grad unter den harten Be dingungen des Florida-Tests: SILIKOPON EF zeigt im Vergleich zum Vorgänger SILIKOFTAL ED und zu einem handelsüblichen Vergleichsharz auch nach zwei einhalb Jahren eine außergewöhnliche Glanzhaltung SILIKOPON EF SILIKOFTAL ED Vergleichsharz Glanzhaltung in Prozent Monate Farbabstand Δ E, der die Veränderung der Farbe im Vergleich zur Ursprungsfarbe bzw. die Vergilbung beschreibt, im Florida-Test. Nach 30 Monaten ist die Ver gil - bung von SILIKOPON EF ebenso wie beim Vorgänger SILIKOFTAL ED so gering, dass sie mit dem bloßen Auge kaum wahrgenommen wird. Im Gegensatz dazu zeigt das handelsübliche Vergleichsharz eine sehr starke Vergilbung SILIKOPON EF SILIKOFTAL ED Vergleichsharz Farbabstand Δ E Monate 6 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

7 COATINGS auch als Easy-to-clean- und als Antigraffiti-Beschichtung ein - gesetzt werden können. Entsprechende Klarlacke wurden bereits formuliert. Die Trocknungsbedingungen sind vergleichbar mit denen von konventionellen Zweikomponenten- Polyurethan systemen, wobei die Trocknung in diesem Fall nicht nur von der Temperatur, sondern auch von der Luftfeuch - tig keit abhängig ist, weil die Alkoxyvernetzung als Hydroly se - reaktion abläuft. Über diese beiden Parameter lässt sich daher die Trocknung steuern. Insgesamt kann Evonik dem Markt eine große Varia tions - breite bei den Härtern zur Verfügung stellen. Für Epoxidharze kommen als Härter aminofunktionelle Silane zum Einsatz. Auf diesem Gebiet ist Evonik seit rund 50 Jahren unter dem Mar - kennamen Dynasylan aktiv. Für die Härtung der neuen Sys - teme kommen insbesondere AMEO (3-Aminopropyltriethoxy - silan) und AMMO (3-Aminopropyltrimethoxysilan) in Frage, die auch in einer 1:1-Mischung oder katalysiert mit Dibutyl - zinn dilaurat (DBTL) sowie mit Bismutverbindungen eingesetzt werden können. Die Härte des Lackfilms bleibt davon unbeeinflusst am Ende des Prozesses stellt sich unabhängig sowohl vom Härter als auch vom Katalysator immer der gleiche Wert ein. Das hat den Vorteil, dass der Härtungsvorgang entsprechend den jeweiligen Umgebungsbedingungen durch die Wahl des Härters und gegebenenfalls des Katalysators schneller oder langsamer eingestellt werden kann und dennoch immer zum gleichen Ergebnis führt ein deutlicher Pluspunkt gegenüber Zweikomponenten-PUR- Systemen. In Langzeitversuchen wiesen die Entwickler außerdem nach, dass SILIKOPON EF im Gegensatz zum Vorgänger ED nicht zur Versprödung neigt. Ein zusätzliches Kriterium ist die Trocknungsgeschwindig - keit. Das gilt insbesondere bei größeren Objekten, wie zum Beispiel Eisenbahnwaggons, die immer noch von Hand lackiert werden. Für einen guten Verlauf der Beschichtung darf der >>> Über den Härter (AMEO steht für 3-Aminopropyltriethoxysilan, AMMO für 3-Amino propyl - trimethoxysilan) und gegebenenfalls den Katalysator (DBTL steht für Dibutylzinndilaurat) lässt sich die Geschwindigkeit der Härtungsreaktion steuern. Auf die Endhärte des Lackfilms hat dies jedoch keinen Einfluss, wie die in der Abbildung dargestellte Pendelhärte zeigt ED AMEO 100:16 EF AMEO 100:16 EF AMEO/AMMO 100:14 EF AMEO/DBTL 100:18 EF AMEO/DBTL 100:14 Pendelhärte [n] Tage Abhängigkeit der Trocknungszeit von Härter (AMEO steht für 3-Aminopropyltriethoxysilan, AMMO für 3-Aminopropyltrimethoxysilan) und Katalysator (DBTL steht für Dibutyl zinndilaurat): Ob hohe Luftfeuchtigkeit oder extreme Temperaturen mit SILIKOPON EF lässt sich die Härtungsgeschwindigkeit den jeweiligen Erfordernissen anpassen ED AMEO EF AMEO EF AMEO/AMMO 100:14 EF AMEO/DBTL 100:18 EF AMEO/DBTL 100:14 Trocknungsgrad (Touch dry) 7 Gering Gut Stunden elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 7

8 Lack nicht zu schnell anziehen, sondern muss noch gut fließen, wenn der Lackierer wieder am Ausgangspunkt seiner Lackie rung angelangt ist. Auch diese Zeitspannen können durch die Variation von Härter-Katalysator-System den Notwendigkeiten angepasst werden. Andererseits gibt es auch Fälle, in denen große Werkstücke schnell staubtrocken oder sogar regensicher sein müssen, weil der Platz in der Lackiererei anderweitig benötigt wird. Ähnliches gilt für Trockendocks von Schiffen, wo schon aus Kos - tengründen jede Stunde zählt. Zudem geht es hier nicht um die Schönheit des Lacks, sondern um den effizienten Auftrag und einen sicheren Korrosionsschutz. Selbst so gravierende klimatische Unterschiede, wie sie beim Streichen einer Metallkon - struk tion im extrem kalten und trockenen Murmansk oder beim Beschichten eines Krans im heißen, feuchten Singapur herrschen, lassen sich mit der Neuentwicklung von Evonik überbrücken. Umweltverträgliche Lackformulierungen mit geringem VOC-Gehalt Mit den neuen SILIKOPON EF-Systemen stehen besonders umweltverträgliche Lackformulierungen zur Verfügung, die je nach verwendetem Pigment zu 70 bis 90 Prozent aus Produkten von Evonik bestehen. Der besondere Vorteil besteht in dem unerreicht niedrigen VOC-Gehalt, der unter 100 Gramm pro Liter liegt und damit gegenüber bestehenden Systemen eine klare Verbesserung schafft. Aber nicht nur auf Stahl, sondern auch auf verschiedenen Holzsorten macht SILIKOPON EF eine sehr gute Figur. Auch hier kann der VOC-Anteil auf unter 100 Gramm pro Liter gedrückt werden. Zudem verleihen entsprechende Anstriche Holz eine besondere Anmutung das Holz wirkt sehr lebendig und die Fachleute sprechen von einer brillanten Anfeuerung. Weitere Vorteile gerade beim Holz sind die schwere Entflamm - 8 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

9 COATINGS barkeit und die Abriebfestigkeit. Diese Eigenschaften erschließen hochwertige Anwendungen wie den Yacht- und Flugzeug - innenausbau, aber auch stark strapazierte Fußböden. Dabei sind diese Lösungen auch wirtschaftlich. Beim Flugzeug- und Yachtinnenausbau müssen heute noch bis zu sieben Schichten lackiert werden, bei den neuen Systemen würden maximal drei Aufträge reichen. Neue Möglichkeiten ergeben sich auch im schweren Kor ro sions schutz. So lässt sich hoch mit Zinkstaub gefülltes SILIKOPON EF als Zweikomponenten-Silicon-Epoxy-Primer einsetzen. Einige große Kunden arbeiten in Forschung und Entwicklung bereits an Kombinationen beider Systeme, um ein Optimum bei den Eigenschaften zu erreichen. Die anorganische Lösung auf Basis von Kieselsäureestern hat Vorteile bei der schnellen Trocknung und dem Korrosionsschutz der Beschich - tung. Die organische Alternative dagegen sammelt Pluspunkte bei einer besseren Haftung und einer höheren Flexibilität. For - mu lierungen auf der Basis von SILIKOPON EF vereinen beide Eigenschaften in einem Produkt. Grundsätzlich gilt: Die Einsatzchancen der neuen Lacke sind noch gar nicht endgültig ausgelotet. Fest steht bisher aber, dass SILIKOPON EF auf Metallen ebenso gut einsetzbar ist wie auf Beton oder Kompositwerkstoffen, also glasfaser- oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen. Diese sind von immer größerer Bedeutung bei Rotorblättern für Windkraftanlagen oder im Flugzeugbau. Hier kann ein einschichtiger Aufbau auch zur Ge - wichtseinsparung beitragen. Ein geringeres Gewicht ist auch immer ein Thema für die Automobilhersteller und dieser Be - reich gilt unangefochten als Champions League der Lackierer. Könnte gut sein, dass sie eines Tages auch SILIKOPON EF offen - steht. MARKUS HALLACK Jahrgang 1966 Markus Hallack ist Mit ar - beiter des Evonik-Ge - schäfts bereichs Coatings & Additives am Standort Hopewell, Virginia, USA, wo das Unternehmen ein technisches Kompetenz - zentrum für Coatings und Inks unterhält. Er arbeitet dort als Senior Technology Manager für Beschichtungsadditive und Spezialharze der Evonik-Marke Tego , Vielseitig: SILIKOPON EF sorgt bei Holz für eine brillante Anfeuerung, kann bei glas- und kohle - faserverstärkten Kunststoffen zur Gewichts ein - sparung beitragen, haftet auch auf Beton sehr gut und schützt Metall - konstruktionen zuver - lässig vor Korrosion elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 9

10 KOOPERATION MIT DEM INSTITUT FÜR PARTIKELTECHNIK Hochleistungselektroden für großformatige TORBEN HÖFEL (IPAT, TU BRAUNSCHWEIG), DR. ANDRÉ MECKLENBURG, DR. ANDREAS SCHORMANN, DR. CLAUDIA VEIT Vor einem Jahr hat die Evonik Litarion GmbH, eine hundertprozentige Tochter von Evonik Industries, in Kamenz bei Dresden mit der Aufnahme des Produktionsbetriebs für die Serien ferti gung von Elek troden für großvolumige Lithium-Ionen-Batterien begonnen ein neuer Markt, der gerade im Ent stehen ist und mit Blick auf Hybridfahrzeuge und stationäre Speichersysteme attraktives Wachs tum verspricht. Konsequenterweise beschränkt Evonik sich nicht auf die reine Produk tion der neu entwickelten Elektroden, sondern sucht bereits nach Verbesserungs möglich keiten. Mit im Boot sind Hochschulpartner wie das Institut für Partikeltechnik der Technischen Univer sität Braunschweig. Fortschrittliche Energiespeicher auf Basis von Lithium- Ionen-Akkumulatoren dominieren schon heute den Bereich portabler Anwendungen mit über 99 Prozent. Für Mobiltelefone, Laptops, Kameras und Unterhal - tungs elektronik sind sie inzwischen unverzichtbar. Grund sätz - lich sind derartige Systeme dank ihrer hohen Energiedichte aber auch für viele andere Anwendungen geeignet. Dazu zählen insbesondere Kraftfahrzeuge mit Hybrid- oder Elektro an - trieb, Speichersysteme im industriellen Umfeld für elektrische Antriebe in Maschinen und Transporteinrichtungen (mobil und stationär) sowie Speicherbatterien für den industriellen und häuslichen Gebrauch, die mit regenerativ gewonnenem Strom aus Wind- und Solaranlagen gespeist werden. Zusätz - liche Einsatzmöglichkeiten ergibt der Markt für kabellose Werk zeuge, für Boote, Fahrräder und Scooter. Grundvor aus - setzung für Erfolge in diesen Segmenten ist die Weiterent - wicklung des Lithium-Ionen-Akkus in Richtung höhere Leis - tung, längere Lebensdauer, verbesserte Sicherheit sowie ge - ringere Kosten. Vor diesem Hintergrund hat die Evonik-Tochter Litarion am Standort Kamenz in Sachsen die Produktion von Hoch leis tungs - elektroden für großformatige Lithium-Ionen-Batteriesysteme aufgenommen, die von der am gleichen Standort ansässigen Li-Tec Battery GmbH & Co. KG in einem engen Produktions - ver bund hergestellt werden. Für die notwendige Weiterent - wick lung der Schlüsselelemente der Batterie ist es von essenzieller Bedeutung, die physikalisch-chemischen Zusammen - hänge nicht nur im gesamten Herstellungsprozess, sondern auch in den fertigen Elektrodenbändern selbst zu verstehen und weiter zu optimieren. Zu diesem Zweck kooperiert das Entwicklungs team von Evonik auch mit ausgesuchten Hoch - schul instituten. Eine Möglichkeit der Zusammenarbeit ist die Erstel lung von Studien- und Diplomarbeiten. So verfolgt Evonik mit dem renommierten Institut für Partikeltechnik (ipat) der Technischen Universität Braun - schweig ein Gemeinschaftsprojekt, das die Übertragung von Erkenntnissen aus physikalisch-chemischen Grundlagen unter - suchungen in die industrielle Praxis zum Ziel hat. Durch den Wissenstransfer zwischen Produktion und Hochschule unter der Koordination des Evonik-Servicebereichs Verfahrenstech - nik & Engineering war es beiden Seiten möglich, die bereits vorhandenen Erfahrungen des jeweiligen Partners zu nutzen. Das Institut für Partikeltechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade ist wie Evonik Mitglied der DFG-Pro jekt - initiative Funktionsmaterialien und Materialanalytik zu Li thi - um-hochleistungsbatterien. Es hat besondere Kompetenzen Bei der Serienfertigung von Elektroden für großvolumige Lithium- Ionen-Batterien in Kamenz wird eine Me - tall folie, der so genannte Stromsammler, mit wenigen Mikrometer großen Partikeln beschichtet. Zum Einsatz kommen z.b. Graphitpartikel für die Anode und Lithium- Metalloxidpartikel für die Ka thode; die fertige Schicht ist etwa 20 bis 200 Mikrometer dick 10 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

11 INORGANIC PARTICLE DESIGN Lithium-Ionen-Batterien auf den Gebieten Zerkleinern, Mischen und Dispergieren sowie Pulverhandling und -verdichtung. Die Ausstattung des ipat, die teils bereits länger vorhanden ist, teils im Rahmen der DFG-Projektinitiative zusätzlich beschafft wurde, erlaubt die Durchführung und Untersuchung des Herstellungsprozesses von Lithium-Ionen-Elektroden im Kleinmaßstab. Die Möglich - keiten reichen von der Materialvorbehandlung über die Disper - gierung der Suspensionen bis zur Beschichtung, Trocknung und Verdichtung der Elektrodenschichten. Entwicklungsziel: längere Lebensdauer der Elektroden Für die Analytik verfügt das ipat unter anderem über diverse Partikelgrößenmessgeräte bis in den Nanometerbereich, über Rheometer sowie über Geräte zur Messung von mikromechanischen Eigenschaften dazu gehören unter anderem ein Ras ter - kraftmikroskop und ein Nanoindenter, mit dem Härtemes sun gen und die Bestimmung von elastischen Eigenschaften mög lich sind. Speziell für die Ermittlung der mechanischen Fes tig keit und Beständigkeit von Elektrodenbeschichtungen, die einen bedeutenden Einfluss auf die zyklische und kalendarische Lebensdauer der Elektroden haben, entwickelt oder adap tiert das ipat derzeit verschiedene Methoden: die Nano in den tation, den Stirnabzugstest die gebräuchlichste und am weitesten entwickelte quantitative Methode zur Messung der Haft - festigkeit dünner Oberflächenschichten oder den Drei punkt - biegetest zur Messung der Verbund fes tig keit. Elektroden für Lithium-Ionen-Akkumulatoren bestehen aus wenigen Mikrometer großen Partikeln, z. B. Graphit par - tikel auf der Anode und Lithium-Metalloxidpartikel auf der Kathode. Diese sind auf einer Metallfolie, dem so genannten Strom sammler, in einer etwa 20 bis 200 μm starken Schicht gebunden. Wichtige Eigenschaften der Schicht sind das Flä chengewicht, die Schichthöhe und -breite, die Porosität so wie die Schichtkontur. Vor der Beschichtung müssen die Par tikel in einem Lösungsmittel zusammen mit einem Bindemittel dispergiert werden. Für die Beschichtung selbst stehen unterschied - liche Verfahren zur Verfügung, wobei die Auswahl unter anderem von der Gerätegröße Labor- oder Produktionsmaß - stab ab hängt. Die Rezeptur der Dispersion muss dem Be - schich tungs verfahren unter Einhaltung der gewünschten elektrochemischen Parameter der Elektroden angepasst werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Evonik und dem ipat wird zum Beispiel der Einfluss wichtiger For mu lie rungsund Dispergierparameter auf die geometrischen und physikalischen Eigenschaften unter anderem Höhe, Kontur und Po ro - si tät von Elektrodenschichten untersucht. Konkret wol len die Forscher folgende Fragen klären: Welchen Einfluss haben Rezeptur- und Disper gier para me - ter wie Feststoffgehalt, Dispergierzeit und -intensität, Tem pe - ratur und Vakuum auf die rheologischen Eigenschaften und die Stabilität der Dispersion für die Beschichtung? Wie verläuft die Schichterzeugung in der Produk tions an - la ge unter gezielter Variation der Dispersionseigenschaften, insbesondere der rheologischen Eigenschaften, und gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Beschichtungsverfahrens? Wie hängen die Porosität verschiedener Elektroden schich - ten und die elektrochemische Leistung des fertigen Produkts zusammen? Durch eine tiefer gehende Kenntnis dieser essenziellen Stru ktur-eigenschaftsbeziehungen der untersuchten Systeme ist es möglich, Elektrodenbänder noch besser auf die jeweilige An wendung abzustimmen und maßgeschneidert für den Kun - den herzustellen. Auf diese Weise sollen auch die Elek tro den zur weiteren Verbesserung der Lithium-Ionen-Batterien bei - tragen. Auch deshalb soll die Zusammenarbeit mit dem ipat, die sich schon jetzt bewährt hat, in Zukunft noch erweitert werden. Gemeinsam mit dem ipat untersucht Evonik Litarion beispielsweise die Schichterzeugung in der Produktionsanlage unter gezielter Variation der Dispersionseigen - schaften, insbesondere der rheologischen Eigen - schaften. Die Grafik zeigt, wie sich die Visko - si tät der Dispersion in Abhängigkeit von Feststoffgehalt und Temperatur ändert T= 20 C T= 35 C T= 50 C Viskosität [Pa s] Feststoffgehalt [%] ANSPRECHPARTNER DR. ANDRÉ MECKLENBURG Servicebereich Verfahrenstechnik & Engineering Evonik Degussa GmbH DR. ANDREAS SCHORMANN Produktionsleitung Evonik Litarion GmbH DR. CLAUDIA VEIT Elektrodenentwicklung Evonik Degussa GmbH elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 11

12 NEUE STABILISATOREN FÜR PUR-SCHÄUME Energiesparen mit besseren DR. CHRISTIAN EILBRACHT, DR. CARSTEN SCHILLER Mit der Entwicklungsinitiative Appliance 2010 hat Evonik gemeinsam mit Kunden die Energie - effizienz von Kühlschränken ins Visier genommen: Die nächste Generation von Kühlschränken soll um bis zu fünf Prozent weniger Energie verbrauchen, weil die als Dämmschicht eingesetzten PUR-Hartschäume noch besser isolieren. Die Stellschraube, an der die Evonik-Forscher dabei drehen, ist winzig, aber wirkungsvoll: Speziell entwickelte Additive, die am Hartschaum einen Anteil von weniger als ein Prozent haben, verbessern die Zellstruktur und damit die wärmedämmenden Eigenschaften. Je feinzelliger der als Dämmschicht in Kühlschränken eingesetzte PUR-Hartschaum ist, desto besser ist die Wärmeisolierung. Um die Feinzelligkeit zu überprüfen, wurde im Rahmen einer Entwicklungskooperation eine neue Methode zur zwei - dimen sio na len Visu a li sierung und Auswertung entwickelt, die erstmalig eine routine mäßige Analyse groß flächiger Hart schaum stoff e ermöglicht. Dabei handelt es sich um eine Kombi nation aus Mikro s kop und Digitalkamera, die unter spezieller Beleuchtung Aufnahmen des zuvor angefärbten Schaums macht. Eine maßgeschneiderte Softwarelösung bestimmt dann die Anzahl und die Größe der Zellen 12 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

13 INTERFACIAL TECHNOLOGIES Kühlschränken Allenfalls brauchbar zur Herstellung von Emmentaler- Käse-Imitationen, schrieben Mitarbeiter der Prüf stel - le, die 1941 ein Stück aufgeschäumtes Polyure than (PUR) untersuchen mussten. Inzwischen hat sich der Kunststoff, auf den Otto Bayer 1937 das Grundpatent er hielt, als wahres Verwandlungsgenie erwiesen. Das liegt nicht zuletzt an der Verfügbarkeit von unterschiedlichsten Polyolen und Isocyana ten den Grundchemikalien zur Herstellung von Polyure - than werkstoffen. In Gegenwart von Wasser und/oder physikalischen Treibmitteln und Verarbeitungshilfen werden sie un ter Einsatz von geeigneten Maschinen in einer Poly additions - reaktion zu den gewünschten Pro duk ten umgesetzt. Polyurethan jung durch Vielfalt Schon das Eigenschaftsspektrum zwischen hart und spröde bzw. weich und elastisch zeigt, welche Möglichkeiten in dem Material schlummern. Entsprechend vielfältig sind die An wen - dungen: Schuhsohlen oder Dichtungsmaterialien, Matratzen oder Fußbodenbeläge, Autositze, Montageschäume oder Wär - medämmplatten Polyurethane sind überall. Eine essenzielle Rolle spielen sie auch als Isoliermaterial in Kühlschränken, Kühl containern und im Industriebau. Hier wird der Polyure - than-hartschaum als Isolier- und Dämmschicht zwischen Deck - schichten aus Stahlblech, Aluminium oder Kunststoff eingesetzt, wobei der Schaum auch gleichzeitig die Verklebung der beiden Deckschichten zu einem Sandwich-Element und damit auch konstruktive Aufgaben übernimmt. Dieses Eigenschafts - profil macht den Polyurethanschaum zu einem nicht ersetzbaren Werkstoff im industriellen Kühl- und Gefriergerätebau. Additive für den optimalen Schaum Evonik entwickelt bereits seit Jahren unverzichtbare Additive, insbesondere Schaumstabilisatoren, die für die Produktion und die Optimierung der Eigenschaften von Schaumstoffen von herausragender Bedeutung sind. Die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich ermöglichen feinste Zellstrukturen, die die Wärmedämmung von Kühlschränken verbessern und somit auch einen indirekten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Schaum - stabilisatoren basieren auf organisch modifizierten Siloxanen, leiten sich also von einer Chemie ab, in der Evonik über ein breites Know-how verfügt. Geforscht und entwickelt wird dabei im Verbund: So erfolgen Synthese und anwendungstechnisches Screen ing von neuen oder weiterentwickelten Mole külen in Es sen, in Hopewell (Virginia, USA) und in Shanghai, die semiindustrielle Ausprüfung übernimmt dann das Labor am Standort in Hopewell. Unter der Bezeichnung Appliance 2010 hat Evonik nun eine Entwicklungsinitiative gestartet, die sich an ähnliche Projekte auf Kundenseite anlehnt. Konkret geht es dabei um den Kühl - schrank der Zukunft, der nicht zuletzt besonders ener gie spa - rend und umweltverträglich gestaltet sein muss. Unter suchun gen nach der Methode der Ökoeffizienzanalyse zeigen, dass schon jetzt neue Kühlschränke mit der Ener gie effizienzklasse A so viel Strom sparen, dass ihre Anschaffung gegenüber älteren Model - len (Stromverbrauch 330 kwh pro Jahr) nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. Mit geringen Mehr - kosten bei der Anschaffung kann durch einen solchen Kauf eine hohe Umweltentlastung erreicht werden, die sich durch den geringeren Stromverbrauch auch finanziell auszahlt. >>> Es ist erklärtes Ziel der Branche, die Wärme - leitfähigkeit von Polyurethan-Hartschaumsystemen für Kühl schrankanwendungen bis zum Jahr 2010 um bis zu zehn Prozent zu verbessern. Diese herausfordernde Aufgabe erfordert gemeinsame Anstrengungen von Systemhäusern und den Additivlieferanten. Die Wärmeleitfähigkeit von Hartschaumstof fen setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen: Wärme lei tung durch das Zellgas, Wärmeleitung durch die Poly mer matrix und Wärmestrahlung. Die beiden ersteren hängen von der chemischen Natur des Treibmittels und der Basisrohstoffe ab hierauf können die Systemhäuser bei der Formulierungsentwick lung Einfluss nehmen, müssen aber die Gege benheiten des Marktes beachten. Die Wärmestrahlung hängt dagegen von der Zell - struktur ab. Je feinzelliger der Schaum ist, desto weniger Wärmestrahlung kann durch ihn hindurchtreten. Hier ist der Ansatzpunkt der Additive von Evonik. Sie erlauben eine feinere Zellstruktur und werden dadurch einen wesentlichen Anteil zu der Reduzie rung der Ge samtwärmeleitfähigkeit beitragen Typische Wärmeleitfähigkeiten von PUR-Kühlschrank-Systemen Zellstrukturabhängiger Anteil Von Treibmitteln und Basisrohstoffen abhängiger Anteil der Wärmeleitfähigkeit 0 Bis zu 10 % Verringerung der Wärmeleitfähigkeit Beitrag der Additive von Evonik v Entwickungsziel für 2010 Markteinführung 2008 Aktuelle Systemgeneration v mw/m K elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 13

14 Die Chemie für den Schaum Bei Schaumstabilisatoren handelt es sich um Polydimethylsiloxan-Polyether-Copolymere, die zur Gruppe der Silicontenside gehören. Sie erfüllen trotz ihres geringen Gewichts - anteils von weniger als ein Prozent an der Gesamtformulierung gleich mehrere Aufga - ben. So erleichtern sie das Mischen der unterschiedlichen Bestand teile, indem sie die Grenz flächenspannung herabsetzen. Eine intensive Vermischung der Kompo nen ten ist Voraussetzung für einen gleichmäßigen Reak tionsverlauf und die Bildung eines ho mo - genen Werkstoffs. Si O Si O CH 3 CH 3 n Chemische Struktur der als Stabilisator für PUR-Hartschäume genutzten Polydime - thylsiloxan-polyether- Copolymere Die Verringerung der Oberflächenspannung begünstigt zudem auch die Nukleierung der Schaumzellen, weil die Bildung kleiner Gasbläschen aus der in den Rohstoffen gelösten Luft gefördert wird. Die Anzahl dieser Gasbläschen ist entscheidend für die Fein zelligkeit des entstehenden Schaums. Die wichtigste Aufgabe des Stabilisators ist die Stabilisierung des Schaums gegenüber dem Aufplatzen von Zellwänden, das zur Ver - gröberung des Schaums und zum Verlust an Volumenaus b eute, im Extremfall auch bis zum vollständigen Kollaps des Schaums, führen würde. Auch hierbei ist die außergewöhnliche Ober flächen aktivität von Silicontensiden das entscheidende Wirk prinzip mit siliconfreien Tensiden gelingt die Stabilisierung in der Regel nur unzureichend. Nach dem Aushärten der Polyurethanmatrix ist die Schaum struktur fixiert und der Stabilisator hat seine Aufgaben erfüllt. Die Synthese der Polydimethylsiloxan-Polyether-Copolymere voll zieht sich in zwei Schritten. Zunächst erfolgt eine Gleich ge wichtsreaktion, bei der oligomere Sili con bau steine in polymere Silicone H 3 C CH 3 CH 3 CH 3 CH 3 überführt werden. Im zweiten Schritt werden aus Ethylen- und Propy len oxid hergestellte Polyether an diese Sili con inter me di - Si O Si CH 3 CH 2 CH 3 ates geknüpft. CH 2 CH 2 O C 2 H 4 x O Die neueste Gene ra tion der Hart - schaumstabilisatoren von Evonik weist eine besondere geometrische Anordnung dieser Polyether am Siloxan rücken auf, die verbesserte Eigenschaften ermöglicht. Der Silo - C 3 H 6 y xan bestandteil garantiert die hohe Ober flä - OR m chenaktivität, der Polyetherbe stand teil sorgt dagegen für eine ausreichende Verträg lich - keit mit bzw. Löslichkeit in den übrigen Komponenten der Poly - urethanformulierung. Aus der grundsätzlichen Reaktionsführung lässt sich eine hohe strukturelle Vielfalt ableiten. Variationsmöglichkeiten bieten das Mole kulargewicht des Copolymers sowie das Verhältnis von Siloxan zu Polyether. Das Molekulargewicht beeinflusst die Mobilität und Verfügbarkeit der Moleküle an der Oberfläche. Stabilisatoren mit einem hohen Molekulargewicht sind daher besser geeignet für wenig katalysierte Systeme, die einen hohen Bedarf an physikalischer Stabilisierung haben. Andererseits sind Stabilisatoren mit geringerem Moleku lar - gewicht besonders geeignet für schnelle, hoch katalysierte Syste - me, in denen die chemische Vernetzung wesentlich zur Stabilität während der Verarbeitung beiträgt. Weitere Stellschrauben sind das Verhältnis und die Anordnung von Ethylen- bzw. Propylen oxid im Polyether sowie auch die verwendete Endgruppe am Polyether. Beide haben starken Einfluss auf die Löslichkeit der Pro dukte in den Rohstoffen und auf deren Wirksamkeit. Die Herstellung von Polyurethan-Hart - schaum aus den flüssigen Rohstoffen erfolgt mit Hilfe von Hoch druck-ver - schäumungsanlagen. Damit bei der Aus prü fung von Additiven keine ganzen Kühlschränke ausgeschäumt werden müssen, gibt es Laborhohl formen wie die so genannte Boschlanze oder Brett - form. Die Formen sind temperaturkontrolliert und ermöglichen die Herstel - lung von Hartschaumprüf körpern, die Rückschlüsse auf das Schaumverhalten unter den realen Produktionsbedin - gun gen erlauben. Diese Versuche zeigen im Übrigen auch deutlich, dass das unterschiedliche Fließen des Schaums in Abhän gigkeit vom Schaum - stabilisator erfolgt. So lassen sich Fließhöhe, aber auch Fließstörungen, die nach dem Aufschneiden der Prüf körper erkennbar sind, durch angepasste Stabilisatoren deutlich beeinflussen 14 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

15 INTERFACIAL TECHNOLOGIES Mit Hilfe der neuen Zellstruktur-Ana - lysemethode lässt sich die positive Wirkung der optimierten Schaumstabilisatoren und Nukleierungsmittel von Evonik auf die Feinzelligkeit von Poly - urethan-hartschaumstoffen sichtbar machen: Die linke Abbildung zeigt eine mikroskopische Aufnahme der Zell - struktur eines aktuellen Schaum systems für Kühlschrankanwen dun gen; die rechte Abbildung zeigt bei gleichem Vergrößerungsfaktor einen mit dem gleichen Polyurethansystem erhaltenen Schaumstoff, wobei jedoch die Standard- Additivierung gegen die neuen Additive von Evonik ausgetauscht wurde Nach Berechnungen des Wuppertal Institutes könnte durch den Austausch von Kühlgeräten, die mehr als zehn Jahre alt sind, gegen durchschnittliche Geräte der Energieeffizienzklasse A der Stromverbrauch in deutschen Haushalten dies sind etwa 130 Terawattstunden um circa 2,5 bis 4,0 Prozent reduziert wer den. Ziel der gemeinsamen Entwicklungsarbeiten von Evonik und seinen Kunden ist es nun, bis zum Jahr 2010 nochmals eine deutliche Effizienzsteigerung von Kühlgeräten zu realisieren. Für jeden Kühlschrankhersteller eine eigene Lösung Alle Arbeiten im Rahmen von Appliance 2010 werden in engs - tem Kontakt mit Kunden durchgeführt, wobei neben den sys - tem spezifischen Kundenanforderungen insbesondere auch regionale Unterschiede der großen Märkte Europa, USA und Asien im Fokus stehen. So werden zum Beispiel in Europa be - vor zugt Pentan-Isomere als Treibmittel verwendet, während in den USA insbesondere 1,1,1,3,3-Pentafluorpropan (HFC- 245fa) zum Einsatz kommt. Die größten Abnehmer dieser Polyurethanadditive von Evonik sind die führenden multinational operierenden Chemieun ternehmen, die sowohl als Erzeuger eines zentralen Roh - stoffes (Diphenylmethandiisocyanat [MDI]) im PUR-Markt agie ren als auch als so genannte Systemhäuser fungieren. Dabei liefern sie den Kühlschrankproduzenten fertig vorformulierte Polyurethansysteme, bestehend aus der Mischung aus Poly olen und Additiven (A-Komponente) und dem Isocyanat (MDI, B-Kom ponente). Evonik unterstützt die Systemhäuser dabei, in dividuell zugeschnittene Lösungen für einzelne Kühl schrankhersteller zu finden. Als Schlüsselerfolgsfaktor für Evonik hat sich hier das breite anwendungstechnische Know-how, gepaart mit intensiven Entwicklungsnetzwerken mit allen führenden Sys temhäusern, erwiesen. Dadurch kann das Unternehmen Kun denbedürfnisse frühzeitig erkennen und schnell kreative Ansätze für kundenorientierte Lösungen entwickeln. Der frühzeitige Einstieg von Evonik als Additivlieferant in den Entwicklungsprozess ermöglicht es, gemeinsam mit den Sys temhäusern Synergien zu nutzen und Wege zu beschreiten, die sich nur bei gleichzeitiger Optimierung von Polyol- >>> elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 15

16 For mu lierung und Schaumstabilisator eröffnen. Die hohe Kompe tenz in der Siliconchemie dient Evonik hier als Basis, mit deren Hilfe maßgeschneiderte Schaumstabilisatoren wie nach dem Bau kastenprinzip aufgebaut werden können, die den individu ellen Anforderungen unterschiedlichster Poly ure - than-schaum systeme gerecht werden. Kühlschränke fit für die Zukunft machen Die Wärmeleitfähigkeit Lambda (λ) des eingesetzten Dämm - stoffs gilt als wichtigste Größe bei der Herstellung von Kühl - schränken, denn sie liefert das Bewertungskriterium für die isolierende Wirkung. Als Herausforderung hat sich die gesamte Branche und damit auch Evonik das Ziel gesetzt, den λ-wert um bis zu zehn Prozent zu verbessern. Grundsätzlich gilt: Je feinzelliger der Schaum, desto besser ist die Wärmeisolation. Die Zellstruktur lässt sich in hohem Maße über die Wahl und die Gestaltung der Additive insbesondere des Schaumstabilisators beeinflussen. So leisten die Additive einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen einer maximalen Energieeffizienz. Doch nicht nur die Feinzelligkeit des Schaums bestimmt die Energieeffizienz, auch dessen gleichmäßige und störungsfreie Verteilung ist von entscheidender Bedeutung. Bei der Kühl - schrankproduktion werden die Blechaußenhaut und die Kunst - stoffinnenhaut des Kühlschrankkabinetts in Stützformen fi - xiert. In den dazwischen freibleibenden Raum wird die flüssige Polyurethan-Reaktionsmischung meist nur an einer einzigen Stelle eingespritzt. Der entstehende und expandierende Schaum muss komplexe Fließwege zurücklegen, die ihn me - cha nisch beanspruchen und schädigen können, bis er den Hohl - raum in der Wandung ganz ausfüllt und ausgehärtet ist. Jede Fehlstelle, jede Störung kann zur Ausbildung von Wärme brü - cken führen, die die Isolationswirkung des Gesamtsystems vermindern. Deshalb ist die Verbesserung der Fließfähigkeit auch ein wichtiger Ansatzpunkt für den Additivhersteller. Mit Schaumstabilisatoren eines neuen, innovativen Struk - turtyps ist es Evonik gelungen, Feinzelligkeit und Fließverhal - ten gleichermaßen zu adressieren. Diese Substanzen ermöglichen eine besonders wirkungsvolle Absenkung der Ober - flächen spannung der Polyurethan-Reaktionsmischung, was einerseits die Entstehung der Schaumzellen (Nukleierung) fördert, d. h. den Schaum feinzelliger macht, und andererseits den expandierenden Schaum effektiv stabilisiert, d. h. die Fließ - fä hig keit verbessert und Schaumstörungen minimiert. Trotz der großen Erfolge, die Feinzelligkeit durch optimierte Schaumstabilisatoren zu verbessern, sind diesem Weg auch Grenzen gesetzt, da sich die Oberflächenspannung nicht beliebig weit absenken lässt. Auch deshalb hat Evonik zusätzliche Anstrengungen unternommen, um die heterogene Nukle ie rung durch Nutzung eines neuartigen Feststoffkonzepts zu unterstützen. Ein solches zusätzliches Nukleierungsmittel könn te die Keimzahl und damit die Feinzelligkeit noch weiter erhöhen. Evonik hat hierfür jetzt eine Lösung gefunden und zum Patent angemeldet. Stabilisatoren für Polyurethanschäume sind wichtige For - mulierungsbestandteile, die eine rationale Produktion oft erst ermöglichen, in jedem Fall aber wesentlichen Anteil an der Sys - Der Schnitt durch eine Kühlschrankfront zeigt, welche komplexen Fließwege die Polyure - than-reaktionsmischung zurücklegen muss, die meist nur an einer einzigen Stelle eingespritzt wird temoptimierung haben. Die neuen Silicontenside zeigen dies deutlich vor allem im Zusammenspiel mit der zusätzlichen Nukle ierung durch ausgewählte Feststoffe. Sie verbessern die Pro duktivität und senken die Kosten. Dank der vielen Stell - schrauben, die im System enthalten sind, und dem tiefen an - wen dungstechnischen Verständnis der Struktur-Wirkungsbe - ziehungen von Evonik lassen sich auf Basis der engen Ent wick - lungspartnerschaften kundenspezifische Lösungen nach dem Baukastenprinzip erzeugen. Evonik leistet mit dieser Spezialität auch einen Beitrag zum Umweltschutz gemäß dem Motto: kleine Menge, große Wirkung. Bei einem Anteil von unter einem Prozent im Gesamtsystem sicherlich eine zutreffende Aussage. DR. CHRISTIAN EILBRACHT Jahrgang 1969 Christian Eilbracht ist im Evonik-Geschäftsbereich Con sumer Specialties als Technical Director global verantwortlich für Entwicklung und Anwendungstechnik von Polyurethanadditiven. Nach Chemiestudium und Pro motion 1997 an der Universität Dortmund mit Schwer punkt Festkörperchemie startete er seine berufliche Laufbahn bei Hoechst im Bereich Hochtempera - tur supra leitung. Anschließend wechselte er zur Clariant in den Bereich Pigmente und Additive, wo er sich mit For schung und Entwicklung von Flammschutzmitteln für Thermoplaste und Polyurethanschäume beschäftigte wechselte er zu Evonik Industries , DR. CARSTEN SCHILLER Jahrgang 1973 Carsten Schiller arbeitet im Evonik-Geschäftsbereich Consumer Specialties als Technical Manager Rigid Foam Development in der Anwendungstechnik der Produkt - linie Polyurethanadditive. Zu seinen Aufgaben gehören Produktentwicklung, technischer Kundenser vice und technisches Key Account Management. Nach Chemie - studium an der Universität Hamburg und Pro motion an der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2003 forschte er an der Universität Duisburg-Essen an resorbierbaren Bio - materialien, bis er Anfang 2005 zu Evonik Industries kam , 16 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

17 news +++ Lizenz für HCN-Technologie an Akzo Nobel Evonik Industries hat über sein Tochterunternehmen Evonik Röhm GmbH mit Akzo Nobel Functional Chemicals B.V., Amersfoort, ein Abkommen zur Lizenzierung seiner Cyanwasserstoff-Herstel lungs - technologie auf Basis des Andrussow-Verfahrens geschlossen. Akzo Nobel wird diese Technologie für die Herstellung von Chelatisie - rungs agenzien, die beispielsweise bei der Produktion von Seifen und Reinigungsmitteln Anwendung finden, in einer Anlage im World - scale-maßstab am Standort Ningbo Chemical Industry Zone (NCIZ) in China nutzen. Evonik stellt Akzo Nobel im Rahmen der Lizenzver - gabe ein umfangreiches Technologiepaket zur Verfügung, das unter anderem die Beratung von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Anlage umfasst. Evonik blickt bei der Herstellung von Cyanwasserstoff (HCN) auf über 50 Jahre Erfahrung zurück. Für drei der vier industriell verwendeten Direktsyntheseverfahren das Andrussow-, das BMAund das Formamid-Verfahren liegt umfangreiches Know-how vor. Das Andrussow-Verfahren ist das verbreitetste Direktsynthe se - verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff. Dabei wird ein Ge - misch aus Ammoniak und Methan bei über Grad Celsius an einem Platinnetz als Katalysator umgesetzt. Die Abwärme aus der Kühlung des Reaktionsaustrags wird genutzt, um Dampf zu erzeugen. Dieser Prozess stellt heute die wichtigste Methode zur großtechnischen Herstellung von Cyanwasserstoff dar. Wir stellen unserem Partner umfangreiches Wissen und einen großen Erfahrungsschatz zur Verfügung und ermöglichen ihm so ein schnelles Erreichen des Marktstandards hinsichtlich Sicherheit, Ökologie und Ökonomie bei der Herstellung von Cyanwasserstoff, betonte Gregor Hetzke, Leiter des Geschäftsbereichs Performance Polymers von Evonik. Evonik betreibt weltweit mehrere Anlagen zur Produktion von Cyanwasserstoffen und besitzt neben dem Technologiewissen auch umfangreiches Betreiber-Know-how. Die Prozesse wurden seit der Inbetriebnahme der ersten Anlage in den fünfziger Jahren kontinuierlich optimiert. Das Unternehmen hat verschiedene Patente zur Herstellung von Cyanwasserstoff nach dem Andrussow-Verfahren angemeldet. Dazu zählen neueste Entwicklungen, beispielsweise der Einsatz von mit Sauerstoff angereicherter Luft bei der Synthese, wodurch sich eine deutliche Kapazitätserhöhung erreichen lässt. +++ Evonik koordiniert neues BMBF-Projekt Evonik Industries koordiniert in seinem Science-to-Business-Center Nanotronics das neue Projekt Industrielle Sol-Herstellung und Beschichtung von flexiblen Trägersubstanzen mit nanoskaligen Sol- Gel-Materialien (SolGel) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). An dem Projekt arbeiten neben Evonik die FH Südwestfalen, das Partikelinstitut der TU Braun schweig sowie die Firmen Ystral GmbH, Ballrechten-Dottingen, und SUNCoat GmbH, Zittau. Das am 1. Januar 2008 gestartete und auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt wird vom BMBF innerhalb des Rahmenkon - zepts Forschung für die Pro duktion von morgen gefördert und vom Projektträger Forschungs zentrum Karlsruhe betreut. Die Sol-Gel-Technologie ist ein innovatives Verfahren für die Her stellung von dünnen, funktionellen Beschichtungen auf unter - schied lichen Substraten. Sol-Gel-Beschichtungen zeichnen sich durch hohen Kratz- und Abriebschutz unter Beibehaltung der substratspezifischen Flexibilität aus. Zusätzliche Eigenschaften wie Temperatur- und Chemikalienresistenz, Easy-to-clean, Antigraffiti und Wärmereflexion können entsprechend den Kundenanforde run - gen eingestellt werden. Anwendungsbereiche sind unter anderem der Schutz von Möbeloberflächen, die Ausrüstung von selbstklebenden Folien für die Folierung von Fahr zeugen, schmutzabweisende und schweißbeständige Kunstleder ober flächen und der UV-Schutz von textilen Geweben. Die Projektarbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung von industriellen Verfahren und Anlagen zur Oberflächenbeschichtung von flexiblen bahnförmigen Trägersubstraten wie Kunststofffolien, Poly estergewebe und Textilien mit nanoskaligem Sol-Gel-Material. Ziel ist es, Produkten neue, bisher unerreichte Oberflächeneigen - schaf ten zu ge ben. Dadurch sollen die Wertschöp fung der Pro duk te und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig verbes- sert werden. Die Übertragung von Dispergierung, Sol-Produktion und Applizierung des Be schich tungsmaterials auf bahnförmige Trä - ger substrate in den industriellen Produktionsmaßstab stellt den Schwer punkt des Projekts dar. Die Partner besitzen alle für die Erreichung der Ziele erforderlichen Kompetenzen in den Bereichen Dispergier tech nik, Verfahrens - tech nik und Prozesstechnik und können auf Vorarbeiten und um - fang reiches Know-how zurückgreifen. Evonik verfügt über Erfah - run gen bei der Entwicklung und Pro duk tion von Materialien und der Überführung in Dispersionen sowie bei der Beschichtung von Sub - stra ten. Die FH Südwestfalen verfügt über spezielle Kenntnisse, technische Einrichtungen und qualifiziertes Personal bei der Herstellung und Entwick lung neuartiger Materialien und ihrer Ver arbeitung zu na no skalierenden Schichten und Schichtsystemen. Das Institut für Par tikel technik der TU Braunschweig erforscht seit mehr als 20 Jah - ren die Zerkleinerung und Dispergierung von Mikro- und Nanopar - ti keln sowie den Aufschluss von Mikroorganismen. Ystral ist seit mehr als 30 Jahren auf dem Gebiet der Misch- und Dispergier technik tätig und stellt sowohl Maschinen als auch komplette Anla gen her. Die Firma SUNCOAT GmbH besitzt langjährige Erfah rungen in der Beschichtungstechnologie. Die Maschinenplattform für die Applika - tion des Sols auf Foliensubstrat steht hier zur Verfügung. Als Unter - auftragnehmer ist die EHA-Spezialmaschinenbau GmbH an dem Pro - jekt beteiligt. Sie ist Entwickler und Her stel ler von Maschinen und Anlagen für die Beschichtung von bahnförmigen Trägerstoffen und ein hochspezialisierter Anbieter von Sonder lösungen. Zentraler Punkt der Ergebnisverwertung des Projekts wird die Bereitstellung eines Verfahrens im industriellen Maßstab sein, mit dem flexible bahnförmige Substrate mit einem nanoskaligen Material auf Sol-Gel-Basis beschichtet werden können. elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 17

18 Silicondichtmassen: DR. JÜRGEN MEYER, DR. MARIO SCHOLZ Mattierte Oberflächen liegen nicht nur im Trend, sondern haben auch den Vorteil, blendfrei zu sein. Ein neu entwickeltes Mattierungsmittel von Evonik macht es möglich, transluzente und pigmentierte Silicondichtmassen ohne Qualitätseinbußen zu mattieren. Anwen dungsgebiete sind elektronische LCD-Displays, aber auch Dehnungsfugen auf Wegen und Terrassen aus Naturstein oder Fugen von Duschkabinen. Da Silicondichtmassen gute Beständig - keit gegen Wasser und hohe Elastizität aufweisen, kommen sie insbesondere im Sanitärbereich, in Küchen, an Fens - tern und im Außenbereich, aber auch in elektronischen Displays zum Einsatz 18 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

19 INORGANIC PARTICLE DESIGN Kieselsäuren für matte Eleganz Mattierte Oberflächen sind für den Betrachter an - genehmer und bisweilen sicherer als glänzende Flä chen. Beispielsweise unterdrücken matte Sili - con ab dichtungen an elektronischen LCD-Dis - plays von Hinweistafeln, Handys oder Taschenrech nern störende Licht reflexe, so dass die Displays besser ablesbar sind. Modische Gesichtspunkte kommen ins Spiel, wenn es da rum geht, in Ter ras senbelägen aus Naturstein matte Dehnungs fugen anzubringen, die im Sonnenlicht nicht glänzen und sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Seit Kurzem steht für derartige Anwendungen von transluzenten und pigmentierten Silicondichtstoffen ein neues Mat tie - rungsmittel zur Verfügung, eine speziell granulierte und hydrophobierte pyrogene Kieselsäure, die Evonik unter dem Namen VP AEROPERL R806/30 vermarktet. Schon geringe Mengen als Zugabe zu Formulierungen, die die pyrogene Kieselsäure AEROSIL 150 als Thixotropierungsmittel enthalten, bewirken einen bemerkenswerten Mattierungseffekt bei kalt vernetzenden Siliconpolymeren. Dabei bleibt die Lichtdurchlässigkeit der vernetzten Dichtmasse erhalten und das Fließverhalten der Dichtmasse ändert sich kaum. Mattierungsmittel verändern Oberflächeneigenschaften Glanz und Glanzlosigkeit sind visuelle Eindrücke, die bei der Betrachtung einer bestimmten Oberfläche entstehen. Dabei spie len der Einstrahlwinkel des Lichts und die Beschaffenheit der Oberfläche eine entscheidende Rolle. Glatte Oberflächen reflektieren die Lichtstrahlen gerichtet und es gilt das Refle xi - onsgesetz, wonach Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel ist. Für das menschliche Auge erscheint eine solche Oberfläche glänzend. Raue, unebene Oberflächen dagegen streuen das reflektierte Licht in alle Richtungen, so dass der Betrachter sie als matt wahrnimmt. Lichtreflexion an glatten und rauen Oberflächen. Glatte Oberflächen reflektieren die Lichtstrahlen gerichtet sie glänzen. Raue Oberflächen dagegen streuen das reflektierte Licht in alle Richtungen, so dass sie matt erscheinen Glänzend Mattiert Um glatte, glänzende Oberflächen in matte zu verwandeln, kommen Mattierungsmittel zum Einsatz. Sie enthalten Teil - chen, die aufgrund ihrer sich im Mikrometerbereich bewegenden Größe verhindern, dass sich glatte Oberflächen ausbilden. Auf die übrigen physikalischen und chemischen Eigenschaften des zu mattierenden Materials haben sie idealerweise keinen Einfluss. Die von Natur aus glänzenden Silicondichtstoffe ließen sich bislang nur durch Zusatz entweder von Gemischen aus Fett säu - ren, Fettsäureestern und Polybutadien oder von großen Men gen an Spezialkreiden mattieren. Beide Verfahren haben den Nach - teil, dass sie die gewünschten Eigenschaften der Silicon dicht - masse maßgeblich beeinflussen. Eine schnelle Vernetzung und eine gute Lagerstabilität sind damit nicht mehr gewährleistet. Mattierungsmittel auf Basis von Kieselsäuren, wie sie zur Mat tierung von Farben und Lacken eingesetzt werden, sind für Silicondichtmassen aufgrund ihres Wassergehalts ungeeignet. Wasser bzw. Luftfeuchtigkeit sind erst dann erwünscht, wenn die Silicondichtmasse aus der Kartusche appliziert wurde, da sie die Vernetzungsreaktion in Gang setzen und halten, bis das Fugenmaterial ausgehärtet ist. Findet die Vernetzung durch Spuren von Wasser bereits in der Kartusche statt, kann die Mas se nicht mehr in die Fuge gespritzt werden. Das neu entwickelte Mattierungsmittel VP AEROPERL R806/30 des Evonik-Geschäftsbereichs Inorganic Materials macht es erstmals möglich, transluzente und pigmentierte Sili - condichtmassen nicht nur ohne Qualitätseinbußen, sondern sogar mit teilweise verbesserten mechanischen Eigenschaften zu mattieren. Während die anderen Typen der noch jungen AEROPERL -Produktgruppe hydrophil sind und als Träger für Katalysatoren, Wirkstoffe, Öle und Kosmetika eingesetzt werden, handelt es sich bei der neuen Produktvariante um ein hy - drophobiertes Granulat. Die Herstellung des Eduktes für VP AEROPERL R806/30 basiert auf dem AEROSIL -Prozess: Bei der Hochtemperatur - hydrolyse von Siliziumtetrachlorid in einer Knallgasflamme bildet sich Siliziumdioxid in Form von sehr kleinen Primär teil - chen. Diese aggregieren und agglomerieren unter Ausbildung des dreidimensionalen Netzwerks der pyrogenen Kieselsäure AEROSIL. Durch Sprühgranulierung entsteht daraus ein Granulat aus kugelförmigen Teilchen, die mehrere Mikrometer groß sind. Diese Teilchen sind jedoch noch hydrophil, weil sie auf ihrer Oberfläche Silanolgruppen tragen. Durch einen kontinuierlichen Nachbehandlungsprozess werden die Silanolgruppen mit einem entsprechenden Hydrophobierungsmittel umgesetzt und in Trimethylsilylgruppen überführt. Das auf diese Weise hergestellte hydrophobe, pyrogene Kieselsäuregranulat nimmt deutlich weniger Feuchtigkeit auf als hydrophile AEROSIL - Typen und ist deshalb, und aufgrund seiner definierten Teil - chengröße, für die Mattierung von Silicondichtmassen bestens geeignet. >>> elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER 19

20 Die Rasterelektronenmikroskopaufnahme von VP AEROPERL R806/30 zeigt die gleichmäßige Teilchengrößenverteilung im Mikrometerbereich Lichtmikroskopische Aufnahme einer Silicondichtung ohne VP AEROPERL R806/30 Lichtmikroskopische Aufnahme einer Silicondichtung mit VP AEROPERL R 806/30 (100 Prozent bezogen auf AEROSIL 150) Wie viel matt ist matt genug? Die Eignung des hydrophoben Kieselsäuregranulats als Mattie - rungsmittel für Silicondichtstoffe testeten die Entwickler in einer Reihe von Experimenten. Sie bestimmten den Restglanz, die Lichtdurchlässigkeit die Transluzenz und die Oberflä - chen rauigkeit der Vulkanisate. Außerdem ermittelten sie das rheologische Verhalten und die thixotropen Eigenschaften. Das thixotrope Verhalten von Silicondichtstoffen verhindert beispielsweise, dass die Fugenmasse ausläuft oder Nasen bildet, weil sie sich im Ruhezustand nach dem Auspressen verfestigt. Für ihre Testreihe stellten die Wissenschaftler die Sili con - dichtmassen nach einer Standardformulierung zusammen: 62,4 Prozent Siliconpolymer, 24,6 Prozent Siliconöl, 4,0 Prozent Vernetzer, 1,0 Prozent Haftvermittler, 0,01 Prozent Katalysator und 8,0 Prozent AEROSIL 150 als Thixotropie rungsmittel. Den Anteil des Mattierungsmittels variierten sie, indem sie einen Teil des Thixotropierungsmittels durch VP AEROPERL R806/30 ersetzten. Auf diese Weise konnten sie direkt den Einfluss des Mattierungsmittels auf die rheologischen Eigen - schaften der Silicondichtmasse und auf die optischen und me - cha nischen Eigenschaften des Vulkanisats bestimmen. Die mattierende Wirkung des hydrophoben Kieselsäure - granulats bestimmten sie mit einem Reflektometer. Es zeigte sich, dass geringste Zusätze von VP AEROPERL R806/30 den Restglanz sehr deutlich verringern. Die Transluzenz der Vulka - ni sate änderte sich dabei nur geringfügig. Messungen der Oberflächenrauigkeit durch Abtasten der Oberfläche mit einem Hommel-Tester bestätigten die Ergeb nis - se der Restglanzmessungen: Ohne Zusatz des Mattierungs - mittels ist die Oberfläche glatt. Mit steigender Konzentration nimmt die Aufrauung der Oberfläche deutlich zu. Diesen Zu - sam menhang zwischen der Konzentration an Mattierungs - mittel und Oberflächenrauigkeit spiegeln auch Aufnahmen mit dem Lichtmikroskop wider. Ohne VP AEROPERL R806/30 zeigt das lichtmikroskopische Bild eine ebene und glatte Ober - fläche. Mit zunehmendem Mattierungsmittelanteil wird die Oberfläche vermehrt durch kugelförmige Gebilde aufgeraut. Ein weiterer Pluspunkt von VP AEROPERL R806/30 ist, dass es die mechanischen Eigenschaften von Silicondichtmassen verbessert, weil es nicht nur als Mattierungsmittel, sondern auch als Verstärkerfüllstoff wirkt. Üblicherweise setzen Silicon - dicht stoffhersteller als Füllstoff AEROSIL 150 ein, das eine spezi fi sche Oberfläche von 150 m 2 /g besitzt. Effizienter wäre Optische Eigenschaften der vernetzten Silicondichtmassen: Schon bei Zusatz von 0,8 Prozent VP AEROPERL R 806/30 verringert sich der Restglanzwert um 75 Prozent im Vergleich zur Formulierung mit reinem AEROSIL 150. Die Transluzenz ändert sich dabei nur unwesentlich Reflexion [bei 20 ] Transluzenz [DE] % 50% 20% 10% 0% Menge an AEROSIL 150, die durch das Mattierungsmittel VP AEROPERL R 806/30 ersetzt wurde Viskosität der Silicondichtmasse in Abhängigkeit von der Konzentration an VP AEROPERL R 806/30. Durch den Zusatz von AEROPERL zu einer Stan dard formulierung mit acht Prozent AEROSIL 150 erhöht sich erwartungs - gemäß die Viskosität, da das AEROPERL gleichzeitig auch als Verdickungsmittel wirkt. Dieser Effekt kann jedoch kompensiert werden, wenn die Menge an AEROSIL 150 entsprechend reduziert wird Viskosität Pa s % 50% 20% 10% 0% Menge an AEROSIL 150, die durch das Mattierungsmittel VP AEROPERL R 806/30 ersetzt wurde 20 elements23 EVONIK SCIENCE NEWSLETTER

Grenzflächenaktive Additive von OMG Borchers

Grenzflächenaktive Additive von OMG Borchers Grenzflächenaktive Additive von OMG Borchers Borchi Gol Grenzflächenaktive Additive Produkteigenschaften und Einsatz der oberflächenaktiven Substanzen Borchi Gol Borchi Gol LA 1: Polysiloxan-Additiv für

Mehr

H.C. Carbon GmbH. Technologie Produkte Anwendungen

H.C. Carbon GmbH. Technologie Produkte Anwendungen GmbH Technologie Produkte Anwendungen Das Unternehmen Die GmbH ist Spezialist auf den Gebieten Schichtmaterialien und Dispersions- Spezialitäten mit über 30-jähriger Erfahrung in der Herstellung und Anwendung

Mehr

WACKER erweitert Technical Center in Korea und eröffnet neues Schulungszentrum für Silicon- und Polymeranwendungen

WACKER erweitert Technical Center in Korea und eröffnet neues Schulungszentrum für Silicon- und Polymeranwendungen Wacker Chemie AG Hanns-Seidel-Platz 4 81737 München, Germany www.wacker.com PRESSEINFORMATION Nummer 9 WACKER erweitert Technical Center in Korea und eröffnet neues Schulungszentrum für Silicon- und Polymeranwendungen

Mehr

Kompetenz für Tribologie und Chemie

Kompetenz für Tribologie und Chemie Kompetenz für Tribologie und Chemie Tribologie So läuft alles wie geschmiert Mit medias -T bestimmen Sie schnell und zuverlässig den passenden Schmierstoff für Ihre Anwendung Normalerweise ist guter Kontakt

Mehr

Gut benetzt ist halb beschichtet

Gut benetzt ist halb beschichtet Seite/Page: 1 Gut benetzt ist halb beschichtet Der Trend geht zu lösungsmittelfreien Produkten, wie wasserbasierten Beschichtungen. Diese zeigen jedoch häufig unzureichende Benetzungseigenschaften. Silikontenside

Mehr

Damit liegen Sie. richtig

Damit liegen Sie. richtig Blockweichschäume aus MDI: Damit liegen Sie richtig Damit liegen Sie richtig Damit liegen Sie richtig MDI-Blockweichschäume aus Polyurethan-Rohstoffen: Hochelastisch (HE) Viskoelastisch (VE) HE und VE

Mehr

Leichtbau. Henkel AG & Co. KGaA Seite 1

Leichtbau. Henkel AG & Co. KGaA Seite 1 Leichtbau Produktion von Hochleistungskomponenten mit nachhaltigen Klebstofflösungen Ressourceneffizienz und die Verringerung von CO2-Emissionen sind globale Megatrends und eine der Hauptaufgaben unserer

Mehr

WIR INVESTIEREN IN LEISTUNGSFÄHIGKEIT. www.leuna-harze.de

WIR INVESTIEREN IN LEISTUNGSFÄHIGKEIT. www.leuna-harze.de WIR INVESTIEREN IN LEISTUNGSFÄHIGKEIT. WIR INVESTIEREN IN UNSERE LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND IN DIE UNSERER KUNDEN. Leistung Je mehr Leistung wir unseren Kunden bieten, desto leistungsfähiger agieren sie auf

Mehr

PFT Profiles produziert avancierte Kohlenstoff- und Glasfaserprofile und ist auf dem Gebiet der hochwertigen Pultusionstechniken

PFT Profiles produziert avancierte Kohlenstoff- und Glasfaserprofile und ist auf dem Gebiet der hochwertigen Pultusionstechniken SEHR AVANCIERTE UND HOCHWERTIGE PRODUKTIONSTECHNIKEN IM EIGENEN HAUS ENTWICKELTE, HOCHWERTIGE PULTRUSIONSTECHNIK EIGENE PRODUKTIONSHALLE UND FORSCHUNG IN DRONTEN PFT Profiles produziert avancierte Kohlenstoff-

Mehr

gute Gründe für Audi Energie. Audi Vorsprung durch Technik

gute Gründe für Audi Energie. Audi Vorsprung durch Technik gute Gründe für Audi Energie. Audi Vorsprung durch Technik Viel Spaß mit Effizienz. Fortschrittliche Mobilität, sportliches Fahren und Effizienz. Genießen Sie alle Annehmlichkeiten, die Sie von Audi kennen

Mehr

TU Bergakademie Freiberg Institut für Werkstofftechnik Schülerlabor science meets school Werkstoffe und Technologien in Freiberg

TU Bergakademie Freiberg Institut für Werkstofftechnik Schülerlabor science meets school Werkstoffe und Technologien in Freiberg TU Bergakademie Freiberg Institut für Werkstofftechnik Schülerlabor science meets school Werkstoffe und Technologien in Freiberg PROTOKOLL Modul: Versuch: Physikalische Eigenschaften I. VERSUCHSZIEL Die

Mehr

EUROPEAN COATINGS SHOW 2015: WACKER präsentiert innovative Binde- und Hydrophobierungsmittel für Gipsanwendungen

EUROPEAN COATINGS SHOW 2015: WACKER präsentiert innovative Binde- und Hydrophobierungsmittel für Gipsanwendungen Wacker Chemie AG Hanns-Seidel-Platz 4 81737 München, Germany www.wacker.com PRESSEINFORMATION Nummer 1 EUROPEAN COATINGS SHOW 2015: WACKER präsentiert innovative Binde- und Hydrophobierungsmittel für Gipsanwendungen

Mehr

Virtuelles Wasser. In dieser Bilanz gehört Deutschland zu den Top-Ten der Nettoimporteure von virtuellem Wasser.

Virtuelles Wasser. In dieser Bilanz gehört Deutschland zu den Top-Ten der Nettoimporteure von virtuellem Wasser. Virtuelles Wasser Virtuelles Wasser Ob in Lebensmitteln, Autos, Rosen oder Getreide Wasser verbirgt sich in fast allen Produkten. Den Wert, der angibt, wie viel Wasser nötig ist, um diese Produkte herzustellen,

Mehr

DER ZOTEFOAMS UNTERSCHIED

DER ZOTEFOAMS UNTERSCHIED DER ZOTEFOAMS UNTERSCHIED Weitere Informationen finden Sie auf www.zotefoams.com ZOTEFOAMS PLC, 675 Mitcham Road, Croydon, Surrey, CR9 3AL, UK Tel: +44 (0) 20 8664 1600 Fax: +44 (0) 20 8664 1616 email:

Mehr

SONNENSPAREN MIT KLIMASCHUTZ-FAKTOR: PHOTOVO LTAIK

SONNENSPAREN MIT KLIMASCHUTZ-FAKTOR: PHOTOVO LTAIK SONNENSPAREN MIT KLIMASCHUTZ-FAKTOR: PHOTOVO LTAIK BRINGEN SIE IHR GELD AUF DIE SONNENSEITE! Ihre Vorteile: Herzlich willkommen bei NERLICH Photovoltaik! Photovoltaik ist eine nachhaltige Investition in

Mehr

Key-Words: Niedertemperatursynthese, Nanopartikel, Mikrowellen, Intermetallische Verbindungen

Key-Words: Niedertemperatursynthese, Nanopartikel, Mikrowellen, Intermetallische Verbindungen Metalle aus der Mikrowelle Eine leistungsstarke Methode Key-Words: Niedertemperatursynthese, Nanopartikel, Mikrowellen, Intermetallische Verbindungen Mit dem mikrowellenunterstützten Polyol-Prozess ist

Mehr

Modulare Kühl und Tiefkühlzellen Für jede Kühlanforderung die optimale Kühlzelle

Modulare Kühl und Tiefkühlzellen Für jede Kühlanforderung die optimale Kühlzelle Modulare Kühl und Tiefkühlzellen Oberflächen aus Stahlblech mit Polyester Beschichtung weiß, lebensmittelecht. Dämmschicht Polyurethan Hartschaum mit Cyclopentan, maßgenau und FCKW frei geschäumt. Verbindung

Mehr

Der Erfolg hat viele Väter. Wenn es um Ihr Vermögen geht, genau zwei.

Der Erfolg hat viele Väter. Wenn es um Ihr Vermögen geht, genau zwei. Die Bank der Vermögensverwalter Der Erfolg hat viele Väter. Wenn es um Ihr Vermögen geht, genau zwei. Ihr unabhängiger Vermögensverwalter und die V-BANK. »Die Bedeutung unabhängiger Ver - mögensverwalter

Mehr

HUBERLAB. AG Industriestrasse 123 4147 Aesch T 061 717 99 77 F 061 711 93 42. info@huberlab.ch www.huberlab.ch

HUBERLAB. AG Industriestrasse 123 4147 Aesch T 061 717 99 77 F 061 711 93 42. info@huberlab.ch www.huberlab.ch HUBERLAB. AG Industriestrasse 123 4147 Aesch T 061 717 99 77 F 061 711 93 42 info@huberlab.ch www.huberlab.ch Unverzichtbar zertifizierte Spitzenklasse für den Reinraum Die Kontamination von Produkten

Mehr

Naheliegend, sauber, effizient Fernwärme in Duisburg.

Naheliegend, sauber, effizient Fernwärme in Duisburg. Naheliegend, sauber, effizient Fernwärme in Duisburg. Neue Energie für Ihr Zuhause. Seit Jahren arbeiten die Stadtwerke Duisburg AG und die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH erfolgreich zusammen. Diese

Mehr

cooltexx Vliesstoffe für die Kühl- und Schmiermittel-Filtration

cooltexx Vliesstoffe für die Kühl- und Schmiermittel-Filtration cooltexx sauber clean Vliesstoffe für die Kühl- und Schmiermittel-Filtration cooltexx Immer die richtige Wahl Im Bereich der Kühl- und Schmiermittel-Filtration bietet Ihnen Freudenberg mit cooltexx für

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 31. März 2014 6. Mai 2014, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 31. März 2014 6. Mai 2014, 10:00 Uhr 6. Mai 2014 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 6. Mai 2014, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Im Jahr 2014 stellen wir zwei

Mehr

Chemische Verbrennung

Chemische Verbrennung Christopher Rank Sommerakademie Salem 2008 Gliederung Die chemische Definition Voraussetzungen sgeschwindigkeit Exotherme Reaktion Reaktionsenthalpie Heizwert Redoxreaktionen Bohrsches Atommodell s Elektrochemie:

Mehr

[ FAQ zur RIMUVA-Reinigungsfolie ]

[ FAQ zur RIMUVA-Reinigungsfolie ] [ FAQ zur RIMUVA-Reinigungsfolie ] A Abziehen Anwendungsgebiet Ausrüstung Aussenanwendung Nach vollständiger Trocknung kann die Folie durch vorsichtiges Abziehen entfernt werden. Gründliche und wasserfreie

Mehr

Alles aus einer Hand Instandhaltung Analyse Modernisierung Betriebsunterstützung

Alles aus einer Hand Instandhaltung Analyse Modernisierung Betriebsunterstützung Alles aus einer Hand Instandhaltung Analyse Modernisierung Betriebsunterstützung Alles aus einer Hand Instandhaltung Analyse Modernisierung Betriebsunterstützung Hitachi Zosen Inova Ihr zuverlässiger Partner

Mehr

Professionelle Lösungen für die industrielle Lackierung. Spies Hecker näher dran.

Professionelle Lösungen für die industrielle Lackierung. Spies Hecker näher dran. Das PercoTop System. Professionelle Lösungen für die industrielle Lackierung. Spies Hecker näher dran. PercoTop : die Lösung für Ihr Neugeschäft. Industrielackierungen. Immer mehr Betriebe nehmen die Lackierung

Mehr

Ihr kompetenter Partner für innovative Ideen START

Ihr kompetenter Partner für innovative Ideen START Ihr kompetenter Partner für innovative Ideen START Mit innovativen Ideen, umfassendem Know-how und perfekter Umsetzung sind wir als inhabergeführtes seit mehr als 45 Jahren erfolgreich am Markt. Als Fertigungsspezialisten

Mehr

Einsatz ionischer Flüssigkeiten als Elektrolyt in Lithium-Ionen. Ionen-Zellen. I. Mertens, P. Schulz, P. Wasserscheid (FAU)

Einsatz ionischer Flüssigkeiten als Elektrolyt in Lithium-Ionen. Ionen-Zellen. I. Mertens, P. Schulz, P. Wasserscheid (FAU) Einsatz ionischer Flüssigkeiten als Elektrolyt in Lithium-Ionen Ionen-Zellen S. Wennig,, G. Topalov,, B. Oberschachtsiek,, A. Heinzel (ZBT) I. Mertens, P. Schulz, P. Wasserscheid (FAU) 23.05.2012 5. Workshop

Mehr

Hybrid-Technologien mit technischen Kunststoffen

Hybrid-Technologien mit technischen Kunststoffen Hybrid-Technologien mit technischen Kunststoffen Rochus Hiekisch 1 Engineering Polymers made by Ticona 2 Ticona Globales Unternehmen mit Kundennähe Führender globaler Hersteller von technischen Kunststoffen

Mehr

ENGEL auf der Chinaplas 2012 in Shanghai

ENGEL auf der Chinaplas 2012 in Shanghai ENGEL auf der Chinaplas 2012 in Shanghai Schwertberg/Österreich Februar 2012. Meet the experts heißt es vom 18. bis 21. April am Messestand von ENGEL auf der Chinaplas 2012 im Shanghai New International

Mehr

Max-Buchner-Forschungsstiftung Forschungsprojekt 2506. Bericht für den Förderzeitraum vom 01.07.2004 bis 30.06.2005

Max-Buchner-Forschungsstiftung Forschungsprojekt 2506. Bericht für den Förderzeitraum vom 01.07.2004 bis 30.06.2005 Max-Buchner-Forschungsstiftung Forschungsprojekt 2506 Bericht für den Förderzeitraum vom 01.07.2004 bis 30.06.2005 Produktformulierung mittels Sprühtrocknung mit überlagerter Absorption und Reaktion Dipl.-Ing.

Mehr

Verschiedene feste Stoffe werden auf ihre Leitfähigkeit untersucht, z.b. Metalle, Holz, Kohle, Kunststoff, Bleistiftmine.

Verschiedene feste Stoffe werden auf ihre Leitfähigkeit untersucht, z.b. Metalle, Holz, Kohle, Kunststoff, Bleistiftmine. R. Brinkmann http://brinkmann-du.de Seite 1 26/11/2013 Leiter und Nichtleiter Gute Leiter, schlechte Leiter, Isolatoren Prüfung der Leitfähigkeit verschiedener Stoffe Untersuchung fester Stoffe auf ihre

Mehr

NEWSLETTER DER SCHRÉDER GROUP N 40 2010

NEWSLETTER DER SCHRÉDER GROUP N 40 2010 NEWSLETTER DER SCHRÉDER GROUP N 40 2010 LEISTUNGSSTARKE PHOTOMETRISCHE 1 LED-ENGINES Schréder hat 2 photometrische Konzepte ausgearbeitet, um allen Anwendungsbereichen in der Stadt- und StraSSenbeleuchtung

Mehr

iglidur J200 für eloxiertes Aluminium iglidur J200 Telefax (0 22 03) 96 49-334 Telefon (0 22 03) 96 49-145 extreme Lebensdauer auf eloxiertem Alu

iglidur J200 für eloxiertes Aluminium iglidur J200 Telefax (0 22 03) 96 49-334 Telefon (0 22 03) 96 49-145 extreme Lebensdauer auf eloxiertem Alu J200 für eloxiertes Aluminium extreme Lebensdauer auf eloxiertem Alu niedrige Reibwerte niedriger Verschleiß für niedrige bis mittlere Belastungen 28.1 J200 für eloxiertes Aluminium Der Spezialist für

Mehr

ALLE FACETTEN DES DOKUMENTENMANAGEMENTS

ALLE FACETTEN DES DOKUMENTENMANAGEMENTS ALLE FACETTEN DES DOKUMENTENMANAGEMENTS Glasklar drucken mit Systemen von Konica Minolta KOMPLETTLÖSUNGEN FÜR KIRCHLICHE EINRICHTUNGEN DER BESONDERE SERVICE FÜR BESONDERE KUNDEN Für die speziellen Bedürfnisse

Mehr

Skalierbare, nachhaltige elektrische Energiespeichersysteme Batterie 2.0

Skalierbare, nachhaltige elektrische Energiespeichersysteme Batterie 2.0 Skalierbare, nachhaltige elektrische Energiespeichersysteme Batterie 2.0 Koordination: Prof. Dr. Ulrich S. Schubert (CEEC Jena und FSU Jena) Prof. Dr. Michael Stelter (CEEC Jena, FSU Jena und FhG IKTS)

Mehr

Stimulationstechniken und ihre Auswahlkriterien in der Geothermie

Stimulationstechniken und ihre Auswahlkriterien in der Geothermie Stimulationstechniken und ihre Auswahlkriterien in der Geothermie Sebastian Pfeil 1 Allgemeine Informationen Gesteinstyp Karbonat Sandstein Mineralogie Ton Pyrit Temperatur Bohrlochsgeomertie Open Hole

Mehr

Guck mal, Energiewende! Eine Ausstellung über smarte Energielösungen in der HafenCity

Guck mal, Energiewende! Eine Ausstellung über smarte Energielösungen in der HafenCity Guck mal, Energiewende! Eine Ausstellung über smarte Energielösungen in der HafenCity Willkommen in meinem smarten Zuhause. Ich bin Paul. Gemeinsam mit meinem Hund Ben lebe ich in einem Smart Home. Was

Mehr

Ratgeber Umweltschonende und energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen. Waschmaschinen

Ratgeber Umweltschonende und energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen. Waschmaschinen Ratgeber Umweltschonende und energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen Waschmaschinen 1. Wann lohnt sich ein neues Gerät? 2. Was besagt das EU-Energielabel? 3. Welche Energieeffizienzklasse sollte ich wählen?

Mehr

3M Fluortenside. Netzmittel. für die Farben- und Lackindustrie

3M Fluortenside. Netzmittel. für die Farben- und Lackindustrie 3M Fluortenside Netzmittel für die Farben- und Lackindustrie 3M Fluortenside für Farben und Lacke Auf schwer zu lackierenden, unpolaren Oberflächen führen Verunreinigungen zu Schäden auf der Lackoberfläche

Mehr

Wie viel Energie verbrauchen wir wirklich? Zahlen zum Bedarf. Josef Jochum

Wie viel Energie verbrauchen wir wirklich? Zahlen zum Bedarf. Josef Jochum Wie viel verbrauchen wir wirklich? Zahlen zum Bedarf Universität Tübingen Physikalisches Institut Kepler Center for Astro and Particle Physics -Einheit kwh z.b.: Heizlüfter-1000 W eine Stunde laufen lassen

Mehr

Polyurethan- Grundprodukte für Blockweichschaumstoffe: Lupranat Lupranol Lupraphen Elastoflex W

Polyurethan- Grundprodukte für Blockweichschaumstoffe: Lupranat Lupranol Lupraphen Elastoflex W Polyurethan- Grundprodukte für Blockweichschaumstoffe: Lupranat Lupranol Lupraphen Elastoflex W Über Polyurethane von BASF BASF Polyurethanes GmbH, Lemförde, Deutschland Portfolio BASF entwickelt, produziert

Mehr

Kühlschränke und Gefriergeräte

Kühlschränke und Gefriergeräte Ratgeber Umweltschonende und energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen Kühlschränke und Gefriergeräte 1. Wann lohnt sich ein neues Gerät? 2. Was besagt das EU-Energielabel? 3. Welche Energieeffizienzklasse

Mehr

Home Energy Storage Solutions

Home Energy Storage Solutions R Home Energy Storage Solutions NUTZEN SIE DIE KRAFT DER SONNE Durch Photovoltaikanlagen (PV) erzeugter Solarstrom spielt eine größere Rolle bei der Stromversorgung als je zuvor. Solarstrom ist kostengünstig,

Mehr

HANNO. Für jede Anwendung der richtige PU-Schaum. Montageschäume. Die breite Produktpalette

HANNO. Für jede Anwendung der richtige PU-Schaum. Montageschäume. Die breite Produktpalette HANNO Für jede Anwendung der richtige PU-Schaum Montageschäume für Heimwerker und Profis Die breite Produktpalette der HANNO PU-Schäume bietet eine große Auswahlmöglichkeit je nach gewünschter Anwendung.

Mehr

Analysieren und Prüfen von Werkstoffen und Bauteilen für extreme Einsatzbedingungen

Analysieren und Prüfen von Werkstoffen und Bauteilen für extreme Einsatzbedingungen Analysieren und Prüfen von Werkstoffen und Bauteilen für extreme Einsatzbedingungen Ausgehend von der Erfahrung des Materials & Components Testhouse im Space Bereich werden unterschiedlichste Prüfungen

Mehr

STARKE BAUTEILE VON DER NATUR INSPIRIERT. Faserverbund-Technologie mit thermoplastischen Kunststoffen

STARKE BAUTEILE VON DER NATUR INSPIRIERT. Faserverbund-Technologie mit thermoplastischen Kunststoffen STARKE BAUTEILE VON DER NATUR INSPIRIERT Faserverbund-Technologie mit thermoplastischen Kunststoffen OKE GROUP VON DER NATUR INSPIRIERT! STARKE BAUTEILE MIT LEICHTIGKEIT PRODUZIERT Die Natur verfolgt bei

Mehr

PinCH eine neue Software für mehr Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in der Industrie

PinCH eine neue Software für mehr Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in der Industrie PinCH eine neue Software für mehr Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in der Industrie Wettbewerbsfähigkeit stärken und Klima schützen Steigende Energiekosten und Lenkungsabgaben führen dazu, dass

Mehr

DGZfP-Jahrestagung 2007 - Vortrag 09. Thomas WILLEMS, Christoph KRINGE, Chemetall, Frankfurt

DGZfP-Jahrestagung 2007 - Vortrag 09. Thomas WILLEMS, Christoph KRINGE, Chemetall, Frankfurt DGZfP-Jahrestagung 27 - Vortrag 9 Vergleich der Eigenschaften von fluoreszierenden, wasserabwaschbaren, Eindringmitteln auf (ARDROX 972X Serie) mit traditionellen, fluoreszierenden, wasserabwaschbaren

Mehr

Smart Metering aus der Sicht des Gebäudes

Smart Metering aus der Sicht des Gebäudes Smart Metering aus der Sicht des Gebäudes März 2011 Welche Medien sind im Gebäude wichtig? Wärme häufig fossil erzeugt meist 1 Erzeuger viele Räume / Nutzer Elektrizität grössere und kleinere Verbraucher

Mehr

Das Unternehmen. Unsere Leistungen

Das Unternehmen. Unsere Leistungen WIR STELLEN UNS VOR Das Unternehmen Die NFS Netfonds Financial Service GmbH mit Sitz in Hamburg wurde im Jahr 2004 gegründet. Sie ist Pionier unter den produktanbieterunabhängigen Finanzdienst leistern

Mehr

Thermische Isolierung mit Hilfe von Vakuum. 9.1.2013 Thermische Isolierung 1

Thermische Isolierung mit Hilfe von Vakuum. 9.1.2013 Thermische Isolierung 1 Thermische Isolierung mit Hilfe von Vakuum 9.1.2013 Thermische Isolierung 1 Einleitung Wieso nutzt man Isolierkannen / Dewargefäße, wenn man ein Getränk über eine möglichst lange Zeit heiß (oder auch kalt)

Mehr

Erftgymnasium der Stadt Bergheim. Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II

Erftgymnasium der Stadt Bergheim. Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II Erftgymnasium der Stadt Bergheim Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II Als Fortführung des Unterrichts in der Sekundarstufe I wird Schülerinnen und Schülern ein anwendungs-

Mehr

Ressourceneffizienz bei Volkswagen Impulsvortrag im Rahmen des Nationalen Ressourcenforums 12. Nov. 2014, Berlin

Ressourceneffizienz bei Volkswagen Impulsvortrag im Rahmen des Nationalen Ressourcenforums 12. Nov. 2014, Berlin Ressourceneffizienz bei Volkswagen Impulsvortrag im Rahmen des Nationalen Ressourcenforums 12. Nov. 2014, Berlin Dr. Stephan Krinke Leiter Umwelt Produkt, Volkswagen AG Die Konzern-Umweltstrategie Bestandteil

Mehr

360 denken und handeln. Eine Initiative von ANKER-TEPPICHBODEN zum Thema Nachhaltigkeit.

360 denken und handeln. Eine Initiative von ANKER-TEPPICHBODEN zum Thema Nachhaltigkeit. 360 denken und handeln Eine Initiative von ANKER-TEPPICHBODEN zum Thema Nachhaltigkeit. Für die umwelt. die menschen. die zukunft. Verantwortung für Mensch und Umwelt gehören seit jeher zum Selbst verständnis

Mehr

Wenn der Füllstoffanteil steigen soll

Wenn der Füllstoffanteil steigen soll Netz und Dispergieradditive für reaktive Kleb und Dichtstoffe Wenn der Füllstoffanteil steigen soll Netz und Dispergieradditive dienen dazu, entweder die Viskosität zu senken oder den Füllstoffanteil anzuheben

Mehr

DER CLEVERE 3D-AUFKLEBER. gefahrstofffrei UV-beständig wetterfest DAS GELBE VOM EI

DER CLEVERE 3D-AUFKLEBER. gefahrstofffrei UV-beständig wetterfest DAS GELBE VOM EI DER CLEVERE 3D-AUFKLEBER gefahrstofffrei UV-beständig wetterfest DAS GELBE VOM EI DAS GELBE VOM EI HERAUSRAGENDE QUALITÄT FÜR IHREN EFFEKTVOLLEN AUFTRITT Zugegeben - Kunstharz beschichtete Aufkleber sind

Mehr

DIE BEDEUTUNG DER UNTERGRUNDTEMPERATUR BEIM BESCHICHTEN VON BETONBAUTEILEN UND ZEMENTESTRICHEN MIT REAKTIONSHARZEN

DIE BEDEUTUNG DER UNTERGRUNDTEMPERATUR BEIM BESCHICHTEN VON BETONBAUTEILEN UND ZEMENTESTRICHEN MIT REAKTIONSHARZEN Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg Seite 1/7 DIE BEDEUTUNG DER UNTERGRUNDTEMPERATUR BEIM BESCHICHTEN VON BETONBAUTEILEN UND ZEMENTESTRICHEN MIT REAKTIONSHARZEN Dipl.-Ing. Norbert Glantschnigg

Mehr

ELLOR GRAPHITE FÜR DIE FUNKENEROSION. Eine weite Palette von Graphitqualitäten, von Universal- bis zu mikrokörnigen Graphiten.

ELLOR GRAPHITE FÜR DIE FUNKENEROSION. Eine weite Palette von Graphitqualitäten, von Universal- bis zu mikrokörnigen Graphiten. ELLOR GRAPHITE FÜR DIE FUNKENEROSION Eine weite Palette von Graphitqualitäten, von Universal- bis zu ikrokörnigen Graphiten. 2 ELLOR Graphite zur Herstellung Ihrer Elektroden Vielfältige Anwendungen Graphitherstellung

Mehr

Kevin Ney Niklas Herde

Kevin Ney Niklas Herde Lithium-Batterien Kevin Ney Niklas Herde Lena Musiolik Inhaltsverzeichnis h i Funktionsweise einer Batterie Das Galvanische Element Entwicklung Besonderheiten der Lithium-Ionen-Batterie Lithium als Element

Mehr

(01) 16.10.2013; 08:19; A1/A2:

(01) 16.10.2013; 08:19; A1/A2: BASF TOTAL Petrochemicals, LLC Port Arthur, Texas, USA BASF Total Petrochemicals LLC ist ein Joint Venture zwischen BASF und Total Petrochemicals & Refining USA, Inc. Der Standort in Port Arthur betreibt

Mehr

safety & protection Sicherheit & Umweltschutz Camfil Farr - clean air solutions

safety & protection Sicherheit & Umweltschutz Camfil Farr - clean air solutions safety & protection Camfil Farr Kategorie Sicherheit & Umweltschutz Camfil Farr - clean air solutions Anwendungsgebiet: Sicherheit und Umweltschutz Umweltschutz Bei vielen Herstellungsprozessen kann gesundheitsschädliche

Mehr

Remeha HRe - Kessel Z E R T I F I E R T I Z. Technische Daten

Remeha HRe - Kessel Z E R T I F I E R T I Z. Technische Daten Remeha HRe - Kessel ZERTIFIZIERT Z E R T I F I Z I E R T Technische Daten Remeha HRe - Kessel 100 % Kondensationskraftwerk 64 % 36 % Stromerzeugende Heizung Erdgas 100 % 57 % 51 % 6 % Verluste 70 % 13

Mehr

100 % grüner Strom aus Österreich.

100 % grüner Strom aus Österreich. 100 % grüner Strom aus Österreich. Für unser Warmwasser ist nur der reinste Strom gut genug. Für meinen Eiskaffee ist nur der reinste Strom gut genug. Für meine Biosemmeln ist nur der reinste Strom gut

Mehr

VCI Dialog Nanomaterialien am Arbeitsplatz

VCI Dialog Nanomaterialien am Arbeitsplatz VCI Dialog Nanomaterialien am Arbeitsplatz Frankfurt, 19.01.07 Nanogate AG Michael Jung Agenda 1. Tätigkeitsfeld Nanogate 2. Einstufung Gefährdungsklassen 3. Nachweisverfahren zur Eingruppierung der GK

Mehr

Ultraschnelle elektrische Speicher auf Basis von Nanodiamantkompositen

Ultraschnelle elektrische Speicher auf Basis von Nanodiamantkompositen Projektverbund Umweltverträgliche Anwendungen der Nanotechnologie Zwischenbilanz und Fachtagung, 27. Februar 2015 Wissenschaftszentrum Straubing Ultraschnelle elektrische Speicher auf Basis von Nanodiamantkompositen

Mehr

HEIZLEISTUNG BEGINNT BEIM ESTRICH.

HEIZLEISTUNG BEGINNT BEIM ESTRICH. HEIZLEISTUNG BEGINNT BEIM ESTRICH. MAN LESE UND STAUNE: DER RICHTIGE ESTRICH KANN DIE WÄRME EINER FUSSBODEN- HEIZUNG BIS ZU 50 % BESSER LEITEN. Heizkosten sparen beginnt unterm Boden. Entscheidend dafür

Mehr

Es gibt immer eine bessere Verbindung.

Es gibt immer eine bessere Verbindung. Es gibt immer eine bessere Verbindung. Die Welt von morgen ist geklebt. Flugzeuge werden geklebt. Kühlschränke, Tablets und Satelliten. Autos. Brücken. Hochhäuser. Soundanlagen. Energie- und Gebäudetechnik.

Mehr

MIT VISPLANUM IN DIE ZUKUNFT EIZUNGSERSATZ HEIZUNGSOPTIMIERUNG PHOTOVOLTAIKANLAGE OLARTHERMIE THERMOGRAFIE FÖRDERBEITRÄGE GEBÄUDESANIERUNG

MIT VISPLANUM IN DIE ZUKUNFT EIZUNGSERSATZ HEIZUNGSOPTIMIERUNG PHOTOVOLTAIKANLAGE OLARTHERMIE THERMOGRAFIE FÖRDERBEITRÄGE GEBÄUDESANIERUNG MIT VISPLANUM IN DIE ZUKUNFT EIZUNGSERSATZ HEIZUNGSOPTIMIERUNG PHOTOVOLTAIKANLAGE OLARTHERMIE THERMOGRAFIE FÖRDERBEITRÄGE GEBÄUDESANIERUNG Die Visplanum GmbH Die Visplanum GmbH bietet zukunftsweisende

Mehr

Neue Entwicklungen bei niedrigen Temperaturen Warm Mix Asphalt

Neue Entwicklungen bei niedrigen Temperaturen Warm Mix Asphalt Neue Entwicklungen bei niedrigen Temperaturen Warm Mix Asphalt Auszüge einer Präsentation der EAPA Martin Vondenhof / Mike Southern *European Asphalt Pavement Association Temperaturabgesenkter Asphalt

Mehr

Gesunde Bauten- Dichtung und Wahrheit

Gesunde Bauten- Dichtung und Wahrheit Gesunde Bauten- Dichtung und Wahrheit Reto Coutalides BAU- UND UMWELTCHEMIE Beratungen + Messungen AG, Zürich Tel. +41 (0)44 440 72 11 Fax +41 (0)44 440 72 13 www.raumlufthygiene.ch Quelle: Zürichsee Zeitung,

Mehr

ZuhauseKraftwerk und SchwarmDirigent Hardware und Betriebssystem für die Energiewende.

ZuhauseKraftwerk und SchwarmDirigent Hardware und Betriebssystem für die Energiewende. ZuhauseKraftwerk und SchwarmDirigent Hardware und Betriebssystem für die Energiewende. Die Zukunft der Energie ist erneuerbar. Schon heute produzieren erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse

Mehr

Kältetechnologien in Deutschland Energetische, ökologische Analysen

Kältetechnologien in Deutschland Energetische, ökologische Analysen Kältetechnologien in Deutschland Energetische, ökologische Analysen Berliner Energietage 2013 Berlin, 15. Mai 2013 1 Gliederung Ziele des Projekts Anwendungen der Kältetechnik Kälteerzeugung und Emissionen

Mehr

Die einzelnen Radpid- Prototyping-Verfahren im Detail

Die einzelnen Radpid- Prototyping-Verfahren im Detail Was ist? bedeutet übersetzt: schneller Modellbau und ist ein Überbegriff für die verschiedenen Technischen Verfahren, welche zur schnellen Fertigung von Bauteilen verwendet werden. Der Ausgangspunkt sind

Mehr

Biogasanlage Eggertshofen bei Pulling

Biogasanlage Eggertshofen bei Pulling Biogasanlage Eggertshofen bei Pulling Im Prinzip werden in einer Biogasanlage die Vorgänge im Kuhmagen nachgeahmt. Auch die Temperaturen sind fast gleich. Je besser die Nahrung ist, umso mehr Milch gibt

Mehr

Wir beleuchten nachhaltig.

Wir beleuchten nachhaltig. Wir beleuchten nachhaltig. 2 Einführung Das Original AURA THE ORIGINAL LONG LIFE LIGHT 3 Es ist an der Zeit, Ihre Zukunft nachhaltig zu beleuchten. Wenn es um Umweltschutz geht und darum, die begrenzten

Mehr

LOPEC 2014: PolyIC stellt Anwendungen für die Branchen Haushaltsgeräte, Mobile-Geräte, Automobil und Verpackungstechnik in den Mittelpunkt

LOPEC 2014: PolyIC stellt Anwendungen für die Branchen Haushaltsgeräte, Mobile-Geräte, Automobil und Verpackungstechnik in den Mittelpunkt PRESSEMITTEILUNG : 20. Mai 2014 LOPEC 2014: PolyIC stellt Anwendungen für die Branchen Haushaltsgeräte, Mobile-Geräte, Automobil und Verpackungstechnik in den Mittelpunkt In der letzten Mai-Woche findet

Mehr

Area 1 Mikro- und Nanotechnologien: Projektergebnisse CoolComputing

Area 1 Mikro- und Nanotechnologien: Projektergebnisse CoolComputing Area 1 Mikro- und Nanotechnologien: Projektergebnisse CoolComputing Gefördert vom Area 1 Mikro- und Nanotechnologien Kurzbeschreibung Area 1: Im Rahmen des Spitzenclusters Cool Silicon beschäftigen sich

Mehr

Individuell verformte Werkstücke automatisch bearbeiten. In-Prozess Scannen. Adaptive Bearbeitung. System-Integration BCT

Individuell verformte Werkstücke automatisch bearbeiten. In-Prozess Scannen. Adaptive Bearbeitung. System-Integration BCT Individuell verformte Werkstücke automatisch bearbeiten. In-Prozess Scannen Adaptive Bearbeitung System-Integration BCT BCT Automatisierte Bearbeitung individuell verformter Werkstücke. BCT GmbH ist ein

Mehr

3 / 3. Biogasanlagen für die Landwirtschaft. Planung Realisierung Inbetriebnahme Betrieb Service

3 / 3. Biogasanlagen für die Landwirtschaft. Planung Realisierung Inbetriebnahme Betrieb Service 3 / 3 Biogasanlagen für die Landwirtschaft Planung Realisierung Inbetriebnahme Betrieb Service ++ Wegen der vielfältigen ökonomischen und ökologischen Vorteile schaffen sich viele Landwirte mit einer Biogasanlage

Mehr

Kassette. flexible building. sustainable thinking.

Kassette. flexible building. sustainable thinking. Kassette flexible building. sustainable thinking. flexible building. sustainable thinking. ALUFORM goes green: Investieren und Bauen mit Verantwortung für die Zukunft Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit und

Mehr

Nachhaltig produzieren für zukunftsweisendes Bauen. Wir denken grün. Hörmann übernimmt Verantwortung für unsere Umwelt und für unsere Zukunft

Nachhaltig produzieren für zukunftsweisendes Bauen. Wir denken grün. Hörmann übernimmt Verantwortung für unsere Umwelt und für unsere Zukunft Nachhaltig produzieren für zukunftsweisendes Bauen Wir denken grün Hörmann übernimmt Verantwortung für unsere Umwelt und für unsere Zukunft Wir nehmen die Verantwortung an Zukunft im Blick Als Familienunternehmen

Mehr

HARTING Ha-VIS econ Ethernet Switches Vielseitig. Kompakt. Effizient.

HARTING Ha-VIS econ Ethernet Switches Vielseitig. Kompakt. Effizient. HARTING Ha-VIS econ Ethernet Switches Vielseitig. Kompakt. Effizient. HARTING Ha-VIS econ Switches Unsere Switches passen überall. Besonders zu Ihren Herausforderungen. Die Netzwerke in modernen Produktionsanlagen

Mehr

Der Schmelzpunkt von Salzen

Der Schmelzpunkt von Salzen Der Schmelzpunkt von Salzen Vergleich die Smp. der Salze (links). Welche Rolle könnten die Ionenradien bzw. die Ladung der enthaltenen Ionen spielen? Der Schmelzpunkt von Salzen ist i.d.r. sehr hoch. Er

Mehr

Behaglichkeit durch Wärmedämmung. Austrotherm Bauphysik

Behaglichkeit durch Wärmedämmung. Austrotherm Bauphysik Austrotherm Bauphysik Behaglichkeit durch Wärmedämmung Ω Wärmedämmung von Baustoffen Ω Grundlagen zur Wärmeleitfähigkeit Ω Raumklima und Wärmespeicherung Das lässt keinen kalt. www.austrotherm.com Wärmedämmung

Mehr

Lifeline advanced Deep Cycle AGM Batterien

Lifeline advanced Deep Cycle AGM Batterien Lifeline advanced Deep Cycle AGM Batterien Strom an Bord fast wie aus der Steckdose... AGM ist heute... GEL und Säure war gestern! AGM steht für Absorbed Glass Mat in Glasfasermatten gebundener und auslaufsicherer

Mehr

Chemie Klausur #1 12.2

Chemie Klausur #1 12.2 Chemie Klausur #1 12.2 Chemisches Gleichgewicht Ein chemisches Gleichgewicht liegt bei allen Reaktionen vor, die umkehrbar sind. Dabei wird bei bestimmten Bedingungen vor allem die Synthese (Erstellung)

Mehr

Anti-Soiling-Beschichtung Mehr Leistung und weniger Verschmutzung für Solarmodule

Anti-Soiling-Beschichtung Mehr Leistung und weniger Verschmutzung für Solarmodule Anti-Soiling-Beschichtung Mehr Leistung und weniger Verschmutzung für Solarmodule Effizienter Schmutzschutz für Photovoltaik Photovoltaik- und Solarthermie-Module unterliegen aufgrund von Umwelteinflüssen

Mehr

Neueröffnung Ausstellungsraum «Solarenergie»

Neueröffnung Ausstellungsraum «Solarenergie» INSIDE Nr. 1 I 2010 Aktuelle Informationen der Gemeindewerke Erstfeld Seite 2 Neueröffnung Ausstellungsraum «Solarenergie» am Freitag und Samstag, 23./24. April 2010 Wir laden Sie herzlichst ein, mit uns

Mehr

KLIMASCHUTZ BEGINNT BEIM PAPIER

KLIMASCHUTZ BEGINNT BEIM PAPIER KLIMASCHUTZ BEGINNT BEIM PAPIER JEDES JAHR VERBRAUCHT DEUTSCHLAND RUND 800.000 TONNEN DRUCK- UND BÜROPAPIER. DAMIT KÖNNTE CHRISTO DEN REICHSTAG 100.000-MAL EINPACKEN. RECYCLINGPAPIER ODER FRISCHFASER MIT

Mehr

Photovoltaikanlage an der Geschwister-Scholl-Schule

Photovoltaikanlage an der Geschwister-Scholl-Schule Photovoltaikanlage an der Geschwister-Scholl-Schule Marco Schifano Leonardo Ferreira Riad Abu-Sukhon Selcuk Karahan Eine Präsentation der neuen AG Energie Team Definition der Photovoltaik Gebiet der Physik,

Mehr

BayFOR auf der Intersolar Europe 2013 Die EU-Forschungsprojekte LARGECELLS und POCAONTAS

BayFOR auf der Intersolar Europe 2013 Die EU-Forschungsprojekte LARGECELLS und POCAONTAS BayFOR auf der Intersolar Europe 2013 Die EU-Forschungsprojekte LARGECELLS und POCAONTAS 19. bis 21. Juni, Neue Messe München Halle B2, Stand B2.130, Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ Kompetente Unterstützung

Mehr

Emissionsreduzierung in Industrie und Infrastruktur wird hauptsächlich durch Energieeinsparung erreicht Siemens Media Summit

Emissionsreduzierung in Industrie und Infrastruktur wird hauptsächlich durch Energieeinsparung erreicht Siemens Media Summit Emissionsreduzierung in Industrie und Infrastruktur wird hauptsächlich durch Energieeinsparung erreicht Siemens Media Summit Dr. Dieter Wegener CTO I&S Weltweite Treibhausgas-Emissionen Industrie & Infrastruktur

Mehr

Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland

Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland Studie im Auftrag der NABU Bundesgeschäftsstelle - Kurzfassung - Henning Wilts, Nadja von Gries, Bettina Rademacher,

Mehr

6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto

6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto 6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto Quelle Photon, 4/2007 6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto Quelle Photon, 4/2007 6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto Vergleich Jahresertrag Regenerativer Energie

Mehr

Schwenkbiegemaschine TURBObend

Schwenkbiegemaschine TURBObend RAS Reinhardt Maschinenbau GmbH Perfekt geeignet für alle Dach- und Wandprofile! Entwickelt für Klempner, Bauspengler und Metallbauer überzeugt die durch schnelle Wangen- und Anschlagbewegungen. Viele

Mehr

2. Chemische Reaktionen und chemisches Gleichgewicht

2. Chemische Reaktionen und chemisches Gleichgewicht 2. Chemische Reaktionen und chemisches Gleichgewicht 2.1 Enthalpie (ΔH) Bei chemischen Reaktionen reagieren die Edukte zu Produkten. Diese unterscheiden sich in der inneren Energie. Es gibt dabei zwei

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2014 4. November 2014, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2014 4. November 2014, 10:00 Uhr 4. November 2014 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 4. November 2014, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Auf fünf Punkte gehe

Mehr

3fach klimafreundlich. SILVERSTAR TRIII - 3fach isoliert ist 3fach besser

3fach klimafreundlich. SILVERSTAR TRIII - 3fach isoliert ist 3fach besser 3fach klimafreundlich SILVERSTAR - 3fach isoliert ist 3fach besser 3fach verglast 3fach klimafreundlich Der Klimawandel ist Realität. Das Thema beschäftigt die Menschen auf dem ganzen Globus. Doch blosse

Mehr