Die Behandlung des akuten Harnwegsinfekts.

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1 DRÖSEMEYER, S., M. M. KOCHEN, M. MATEJCZYK und E. HUMMERS-PRADIER: Die Behandlung des akuten Harnwegsinfekts. Welche Antibiose wie lange? internist. prax. 46, (2006) Hans Marseille Verlag GmbH München Die Behandlung des akuten Harnwegsinfekts Welche Antibiose wie lange? S. DRÖSEMEYER, M. M. KOCHEN, M. MATEJCZYK und E. HUMMERS-PRADIER Abteilung Allgemeinmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover und Abteilung Allgemeinmedizin der Universität Göttingen Einleitung Die Harnwegsinfekte sind ein häufiger Beratungsanlass in hausärztlichen Praxen. Frauen im geschlechtsaktiven Lebensalter und in der Postmenopause sind davon besonders häufig betroffen, viel seltener Männer oder Kinder. Nicht alle der Betroffenen suchen überhaupt einen Arzt auf. Zur Planung des Vorgehens muss anhand der Anamnese zwischen unkomplizierten und komplizierten Harnwegsinfekten unterschieden werden. Frauen ohne besondere Risikofaktoren oder Begleiterkrankungen leiden definitionsgemäß an unkomplizierten Harnwegsinfekten; hier brauchen schwere Verläufe oder Komplikationen nicht befürchtet zu werden. Komplizierte Harnwegsinfekte liegen bei Personen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf oder Folgeschäden vor, d. h. bei Personen mit relevanten (die Infektabwehr beeinträchtigenden) Vor- oder Begleiterkrankungen oder mit anatomischen oder funktionellen Abnormalitäten (Tab. 1). Harnwegsinfekte bei Männern und Kindern sind grundsätzlich als kompliziert zu betrachten. Unkomplizierte Harnwegsinfekte Bei unkomplizierten Harnwegsinfekten empfehlen hausärztliche Leitlinien eine empirische Kurzzeittherapie mit Antibiotika (1, 2). Eine körperliche Untersuchung vor Therapiebeginn ist bei eindeutigen Symptomen in der Regel nicht notwendig (1), sollte aber bei geriatrischen Patienten, bei gestörter Kommunikation und bei Verdacht auf Pyelonephritis (Flankenschmerz und/oder Fieber) stattfinden. Harnwegsinfektion bakterielle Infektion Antibiotika Medikamentresistenz Die empirische Behandlung aller Patientinnen mit typischen Symptomen ist vertretbar. Eine Teststäbchenuntersuchung des frischen Harns auf Nitrit kann jedoch die Anzahl unnötiger Antibiotikabehandlungen reduzieren, wenn nur bei positivem Nitrittest sofort behandelt wird. 725

2 Ein negatives Ergebnis schließt einen Harnwegsinfekt allerdings nicht sicher aus. Bei symptomatischen Patientinnen mit negativem Nitrittest kann zur Vermeidung einer unnötigen Antibiotikagabe eine Harnkultur angelegt und das Ergebnis abgewartet werden, falls die Patientin diesem Vorgehen zustimmt (3). Erfolgt die Auswahl eines Antibiotikums empirisch, so müssen die Wirksamkeit gegen die typischen Erreger (meist Escherichia coli, seltener Proteus mirabilis, Staphylococcus saprophyticus, Enterokokken oder andere [4]) und ein möglichst niedriges lokales Resistenzniveau beachtet werden. Nach internationalen Empfehlungen sollte die Resistenzrate nicht mehr als 20% betragen (5, 6). Bevorzugt sollten Schmalspektrumantibiotika eingesetzt werden, um die weitere Resistenzentwicklung aufzuhalten. In den letzten Jahren wird die empirische Behandlung von Harnwegsinfekten durch weltweit steigende Resistenzraten typischer Erreger gegen bisher empfohlene Antibiotika wie Trimethoprim bzw. Cotrimoxazol (regional bis zu 33% Resistenz) sowie gegen ältere Cephalosporine erschwert (6, 7). Auch Fluorchinolone (Norfloxacin, Tab. 1 Komplizierende Faktoren Männliches Geschlecht Alter 12 Jahre Gravidität Harnabflussstörungen (funktionell, anatomisch, neurologisch) Urolithiasis Zustand nach Harnwegsoperation Dauerkatheter Niereninsuffizienz, Zystennieren Diabetes mellitus Immunsuppression 726 Ciprofloxacin), die bisher gut wirksame Reserveantibiotika waren, zeigen steigende Resistenzraten (8 10), sind aber als empirische Therapie derzeit noch am wirksamsten (3). Ebenfalls empfehlenswert ist Nitrofurantoin, das Harnwegsantibiotikum mit der niedrigsten Resistenzrate in Deutschland (10). Die oft gefürchteten Nebenwirkungen von Nitrofurantoin sind bei einer niedrig dosierten Kurzzeittherapie nicht häufiger als schwere Nebenwirkungen anderer Antibiotika auch (11). Trimethoprim bleibt trotz steigender Resistenzen oft in vivo noch wirksam (5). Die fixe Kombination mit einem Sulfonamid (Cotrimoxazol) bietet keinerlei Vorteile, auch kein günstigeres Wirkungsspektrum, verursacht aber häufiger (zum Teil schwere) unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Die empirische Therapie unkomplizierter Harnwegsinfekte sollte trotz der kritischen Resistenzlage möglichst mit Schmalspektrumantibiotika, z. B. Trimethoprim oder Nitrofurantoin, begonnen werden, da diese häufig eine gute klinische Wirksamkeit zeigen und weil beim Einsatz von Breitspektrumantibiotika (wie z. B. Fluorchinolonen) zunehmende Resistenzen drohen. Zusammengefasst heißt das: Patientinnen mit akuten unkomplizierten Harnwegsinfekten sollten als Mittel der Wahl mit Trimethoprim oder Nitrofurantoin behandelt werden (4, 10); Fluorchinolone sind eine Alternative, Oralcefalosporine der 3. Generation Mittel der Reserve. Eine Kurzzeittherapie von 3 Tagen ist ebenso effektiv wie eine längere Behandlung, verursacht aber weniger unerwünschte Wirkungen (12, 13). Bei anschließender Beschwerdefreiheit ist eine Kontrolle überflüssig, da eine asymptomatische Bakteriurie keine Behandlungsindikation ist. Nur bei Persistenz oder Wiederauftreten der Beschwerden sollte sich die Patientin erneut vorstellen (2). Bei einer akuten unkomplizierten Pyelonephritis sind Fluorchinolone (Ciprofloxacin, Norfloxacin) oder Oralcefalosporine der 3. Generation Mittel der Wahl (4). Bei typischem Erscheinungsbild (Flankenschmerz und Fieber) und Leukozyturie sollte die antibiotische Therapie empirisch begonnen werden. Zuvor muss eine Harnkultur (mit Resistenztestung) angelegt werden, nach der ge-

3 gebenenfalls die antibiotische Therapie korrigiert werden kann. Die Behandlung sollte insgesamt 14 Tage dauern. Bei atypischem Verlauf (z. B. Rezidiv) wird die sonographische Untersuchung der Nieren und Harnwege empfohlen (1). Rezidivierende Harnwegsinfekte Viele Frauen leiden unter rezidivierenden Harnwegsinfekten. Bei Rückfällen eines bereits antibiotisch behandelten unkomplizierten Harnwegsinfekts innerhalb von 14 Tagen wird eine Therapie mit Trimethoprim oder Nitrofurantoin mg/d für 10 Tage empfohlen (1). Neuinfektionen nach mehr als 14 Tagen werden wie ein Erstinfekt behandelt. Patientinnen mit Neigung zu rezidivierenden Harnwegsinfekten können versuchen, durch allgemeine Maßnahmen ein Wiederauftreten zu verhindern; z. B. durch ausreichende Trinkmenge (~2 l/d), regelmäßige Entleerung der Blase, Miktion nach Geschlechtsverkehr, Vermeidung von Intimsprays u. ä., Vermeiden von Scheidendiaphragmen und Spermiziden, Vermeiden von Unterkühlung (1, 2). Eine Behandlung mit Akupunktur kann die Infektquote möglicherweise ebenfalls senken (14). Bei mehr als 2 Rezidiven/Jahr kann eine antibiotische Langzeitprophylaxe mit Trimethoprim oder Nitrofurantoin 1 50 mg/d für mindestens 6 Monate erwogen werden, alternativ kann bei Auftreten typischer Symptome auch eine Eigenbehandlung empfohlen werden. Bei Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr sollte die Patientin danach einmalig 100 mg Trimethoprim einnehmen (2). Komplizierte Harnwegsinfekte Bei Frauen mit relevanten Vor- oder Begleiterkrankungen (Tab. 1), Männern und Kindern, die definitionsgemäß an komplizierten Harnwegsinfekten leiden, werden immer eine Harnkultur und eine gezielte Therapie nach Antibiogramm empfohlen, gegebenenfalls auch weitergehende Diagnostik (1, 2). Bei Symptomen eines Harnwegsinfekts und dem gleichzeitigen Vorliegen komplizierender Faktoren sollte grundsätzlich eine körperliche Untersuchung als Ergänzung zur Labordiagnostik durchgeführt werden (1, 2). Eine sonographische Untersuchung ist sinnvoll bei häufigen Rezidiven ( 2 Infekte pro Jahr), bei Verdacht auf Urolithiasis und bei Verdacht auf Restharn. Eventuell ist eine ergänzende Überweisung zu einem Urologen sinnvoll. Kinder, Männer mit rezidivierenden Harnwegsinfekten, Patienten mit bekannter Urolithiasis oder mit rezidivierenden Pyelonephritiden sollten grundsätzlich von einem Urologen untersucht und mitbehandelt werden (1, 2). Komplizierte Harnwegsinfekte können durch eine Vielzahl an Erregern verursacht werden. Escherichia coli ist seltener auslösend, andere Erreger wie Proteus mirabilis, sonstige Enterobacteriaceae, Pseudomonas aeruginosa, Enterokokken oder Staphylokokken kommen häufiger vor (4). Wegen der Vielzahl der möglichen Erreger und der Gefahr einer Multiresistenz sollte grundsätzlich vor der antibiotischen Therapie eine Kultur mit Antibiogramm angelegt werden. Begonnen wird die antibiotische Therapie auch hier empirisch, unter Berücksichtigung der geschätzten Resistenzlage. Mittel der Wahl sind neben allen bereits genannten (Trimethoprim, Nitrofurantoin, Fluorchinolone) auch Oralcefalosporine der 3. Generation (z. B. Cefuroxim, Cefpodoxim, Ceftibuten, Cefixim), die gute Wirksamkeit im gramnegativen Bereich zeigen (4,10). Die Therapiedauer beträgt mindestens 7 Tage, je nach Risikofaktor auch länger. Bei schwerer Krankheitssymptomatik, z. B. bei hohem Fieber, sollte die Therapie (nach Harnprobengewinnung für die bakteriologische Untersuchung) sofort mit einem Breitspektrumantibiotikum begonnen werden; auch eine stationäre Behandlung ist zu erwägen. 727

4 Diagnose Häufigste Erreger Mittel der Wahl Unkomplizierter Escherichia coli 75 85% Trimethoprim Harnwegsinfekt Proteus mirabilis 10 15% Nitrofurantoin (nur Frauen!)* Staphylokokken 5 15% Norfloxacin, Ciprofloxacin Dauer der empirischen Andere Erreger selten Therapie: 3 Tage** Akute unkomplizierte Escherichia coli 70 85% Ciprofloxacin, Norfloxacin Pyelonephritis Proteus mirabilis 10 18% Cefalosporine der 3. Generation Dauer der Therapie: Andere Erreger selten 14 Tage*** Komplizierter Escherichia coli 30 50% Nach Antibiogramm Harnwegsinfekt Proteus mirabilis 10 15% Dauer der Therapie: Sonstige Entero- Beginn gegebenenfalls Je nach Grund- bacteriaceae 10 20% empirisch mit: Nitrofurantoin, erkrankung mindestens Pseudomonas aerug. 5 10% Ciprofloxacin, Norfloxacin 7 Tage**** Enterokokken 10 20% Cefalosporine der 3. Generation Staphylokokken 10 20% Tab. 2 Empfehlungen zur Therapie von akuten Harnwegsinfekten bei Erwachsenen * Alternativen: Cefalosporine der 2. oder 3. Generation, Aminopenizillin ** Kontrolle bei Beschwerdefreiheit nicht erforderlich *** Bei typischem klinischem Bild (Flankenschmerz, Fieber) sollte die Therapie empirisch begonnen werden, zuvor in jedem Fall eine Harnkultur angelegt werden. Nach Erhalt des Antibiogramms muss gegebenenfalls die Antibiotikatherapie angepasst werden **** Immer eine Kultur/Antibiogramm anlegen! Bei schwerer Krankheitssymptomatik eventuell stationäre Behandlung Eine Übersicht über die häufigsten Erreger von Harnwegsinfekten sowie die Antibiotika der Wahl und die Behandlungsdauer gibt Tab. 2. Schwangere sollten nach einem Harnwegsinfekt regelmäßig kontrolliert werden, da eine asymptomatische Bakteriurie bei ihnen zu einer Pyelonephritis mit nachfolgender Frühgeburt führen kann und daher behandelt werden sollte. Dauerkatheter führen stets nach wenigen Tagen zu einer Bakteriurie, die jedoch nur beim Auftreten von Symptomen behandlungsbedürftig ist. Nur bei etwa 30 50% der Männer mit typischen Symptomen ist ein Harnwegsinfekt nachweisbar, häufiger in höherem Lebensalter. Teststäbchen sind wenig aussagekräftig, resistente Erreger relativ häufig (16); es sollte daher immer eine Kultur angelegt werden. Wenn der Zustand des Patienten es zulässt, sollte erst nach Vorliegen des Antibiogramms behandelt werden. Bei Männern mit Rezidivinfekten 728

5 oder zusätzlichen komplizierenden Faktoren wird die Mitbehandlung durch einen Urologen empfohlen (1). Empirical, short course antibiotic treatment is recommended for uncomplicated urinary tract infections. First choice drugs are nitrofurantoin, trimethoprim, and to some extent fluoroquinolones. Regional resistance patterns must be considered when choosing an antibiotic. Zusammenfassung Der vorliegende Artikel soll eine praktische Hilfestellung und schnelle Orientierung zur Frage der Behandlung akuter Harnwegsinfekte, vor allem auch zur Wahl und zur Dauer einer antibiotischen Therapie geben. Harnwegsinfekte sind ein häufiger Beratungsanlass in der hausärztlichen Praxis. Frauen sind davon viel häufiger betroffen als Männer. Hausärztliche Leitlinien empfehlen eine Differenzierung in unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfekte. Unkomplizierte Harnwegsinfekte werden empirisch mit einer antibiotischen Kurzzeittherapie behandelt; Mittel der Wahl sind: Nitrofurantoin, Trimethoprim und gegebenenfalls Fluorchinolone. Bei der Auswahl des Antibiotikums muss die regionale Resistenzlage berücksichtigt werden. Komplizierte Harnwegsinfekte bedürfen zusätzlicher Diagnostik und gezielter Antibiose nach Antibiogramm. DRÖSEMEYER, S., M. M. KOCHEN, M. MATEJCZYK and E. HUMMERS-PRADIER: The treatment of the acute urinary tract infection which antibiotic how long? Summary: This article offers practical guidance and quick orientation concerning the treatment of acute urinary tract infections, in particular the choice of an antibiotic and treatment duration. Urinary tract infections are a common reason for consulting in general practice. Women are more often affected than men. General practice guidelines recommend distinguishing uncomplicated and complicated urinary tract infections. Complicated urinary tract infections require an urine culture and specific antibiotic therapy. Key words: Urinary tract infection bacterial infection anti-bacterial agents antibiotics drug resistance Literatur 1. Hummers-Pradier E, Kochen MM. DEGAM-Leitlinie Nr. 1»Brennen beim Wasserlassen«. Z Allg Med 2000; 76: Hummers-Pradier E, Kochen MM. Urinary tract infections in adult general practice patients. Br J Gen Pract 2002; 52: Hummers-Pradier E, et al. Management of urinary tract infections in female general practice patients. Fam Pract 2005; 22: Vogel F, et al. Rationaler Einsatz oraler Antibiotika bei Erwachsenen. Chemotherapie Journal (Paul-Ehrlich- Gesellschaft für Chemotherapie e.v.) 2002; 11: Gupta K, Hooton TM, Stamm WE. Increasing antimicrobial resistance and the management of uncomplicated community-acquired urinary tract infections. Ann Intern Med 2001; 135: Gupta K. Emerging antibiotic resistance in urinary tract pathogens. Infect Dis Clin North Am 2003; 17: Davey P, et al. Not so simple cystitis: How should prescribers be supported to make informed decisions about the increasing prevalence of infections caused by drug-resistant bacteria? Br J Gen Pract 2000; 50: Goettsch W, et al. Increasing resistance to fluoroquinolones in escherichia coli from urinary tract infections in the netherlands. J Antimicrob Chemother 2000; 46: Lautenbach E, et al. Fluoroquinolone utilization in the emergency departments of academic medical centers: prevalence of, and risk factors for, inappropriate use. Arch Intern Med 2003; 163: Hummers-Pradier E, et al. Antibiotic resistance of urinary pathogens in female general practice patients. Scand J Infect Dis 2005; 37: Reeves DS. A perspective on the safety of antimicrobials used to treat urinary tract infections. J Antimicrob Chemother 1994; 33:

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