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1 GeNiuS von GNS und GNS Systems Animator4-Roadshow tourte quer durch Deutschland Begleitend zum Release der ersten Animator4-Version veranstaltete GNS eine Roadshow in mehreren deutschen Städten. Den Einladungen folgten viele interessierte Anwender, um im ruhigen und stressfreien Ambiente eines gemütlichen Tagungshotels die Neuheiten von Animator4 kennen zu lernen. Fujitsu-Siemens stellte für diese Veranstaltung freundlicherweise eine Reihe von Arbeitsplatzrechnern zur Verfügung. Auf diesen Rechnern wurde Animator4 bereits vor Beginn der Veranstaltung von den interessierten Besuchern rege genutzt. dann Gelegenheit zum regen Meinungsaustausch zwischen Anwendern und Software-Entwicklern. Danach ging es gestärkt in die zweite Runde. Peter Weinert, einer der Entwickler von Animator4, präsentierte kurzweilig die komplett überarbeitete Oberfläche und erläuterte die Erweiterungen von Animator4 gegenüber Animator3. Den Abschluss jeder Roadshow bildete eine Diskussionsrunde, in der Fragen beantwortet und auch Vorschläge und Wünsche der Anwender aufgenommen wurden. Anschließend konnten die Teilnehmer das Gehörte an den zur Verfügung stehenden Rechnern selbst einmal ausprobieren. Die Veranstaltung wurde durchweg positiv aufgenommen. Interessenten, die nicht an einer der angebotenen Road shows teilnehmen konnten, finden entsprechende Informationen auf unserer Homepage im Downloads - Bereich unter Presentations. News GNS Systems wird mit dem CAE- Support von HBPO GmbH, dem Automobil zulieferer für Frontendsysteme, beauftragt. Beiträge Animator4-Roadshow tourte quer durch Deutschland Animator4 - die neue Animator-Generation Berücksichtigung der elastischen Werkzeugdeformation in INDEED Microsoft Windows HPC Server 2008 INDEED - V8.0.4 Abb. 1: Animator4 mit mehreren Ansichten (Views) Der offizielle Ablauf begann mit einer Präsentation des Unternehmens und seiner aktuellen Software-Produkte. Im Anschluss daran wurden die vielen Neuerungen von Animator4 vorgestellt. Während der Mittagspause bestand Christoph Kaulich, GNS mbh, 0 1/8

2 Produkte Animator4 - die neue Animator-Generation Anfang September 2008 hat GNS Animator4 veröffentlicht. Mit seiner komplett überarbeiteten Bedienoberfläche und einem erheblich erweiterten Funktionsumfang ist Animator4 der würdige Nachfolger des weltweit meistgenutzten Finite-Element-Postprozessors Animator3. Zur Verwaltung der Knopfleisten, Sessionfiles und Tastenkürzel, die jeder Anwender sich selbst aufbauen kann, steht in Animator4 ein einfach zu bedienender Dialog zur Verfügung. In einen zweistufigen Prozess aufgeteilt, werden intuitiv Arbeitsschritte erst als Aktion definiert und über Tastenkürzel erreichbar gemacht. Diese definierten Aktionen kann man danach frei in der individuell gestalteten Oberfläche positionieren und über verschiedene Toolbars ein- und ausschalten. Diese Arbeitsumgebung ist Crash-Codes wie LS-DYNA, PAM-CRASH und RADIOSS, den Statik-Solver Nastran und das universelle FEM-Programmpaket Abaqus. Das MKS-Programm MADYMO wird mit zwei verschiedenen Dateitypen unterstützt, und auch Preprozessorformate, z.b. von MEDINA oder Patran, können direkt eingelesen werden. Selbstverständlich bleibt auch die Animator-eigene Datenbank erhalten, die auch mit dem kostenlosen Powerpoint-Plugin oder Standalone-Player abgespielt werden kann. Beide Programme kann man auf der Homepage von GNS im Bereich Downloads/Animator Viewer kostenlos erhalten. Eine der am meisten verwendeten Funktionen, das Überlagern von Simulationsergebnissen mit Versuchsvideos, steht ebenfalls in Animator4 zur Verfügung (Abb. 1). Animator4 ist im Gegensatz zu Animator3 in der Lage, mehrere Verschiebungs- und Funktionsdatensätze gleichzeitig zu verwalten. Dies erleichtert zum Beispiel bei der Arbeit mit NVH-Analysen den Umgang mit mehreren Subcases oder Frequenzantworten. Diese können durch einfaches Umschalten zwischen den Datensätzen verglichen werden. Ein Nachladen der Daten ist nicht mehr erforderlich (Abb. 2). Abb. 1: Video-Überlagerung, halbtransparentes Video vor einem Simulationsmodell Die neue Bedienoberfläche von Animator4 basiert auf dem Programmpaket Qt. Hierdurch wird ein identisches Erscheinungsbild der Oberfläche auf allen unterstützten Plattformen ermöglicht: Linux, Windows und HP-UX. Eines der Hauptziele bei der Entwick lung von Animator4 bestand in einer möglichst hohen Flexibilität der Benutzeroberfläche. So können sich Anwender schnell und einfach eine individuelle, ihrer Arbeitsweise optimal angepasste Oberfläche aufbauen. Dabei kann man sehr einfach zwischen einer Multidokument-Oberfläche, wie sie moderne Office-Programme besitzen, und einer Oberfläche mit frei beweglichen Fenstern, wie sie aus Animator3 bekannt ist, wechseln. mit Icons, Schiebereglern und Spinboxes so ergonomisch wie möglich gestaltet. Aber auch Freunde des Look- n -Feel von Animator3 können sich eine einfache Version der Oberfläche zusammenstellen. Natürlich beinhaltet Animator4 den kompletten Funktionsumfang seines Vorgängers. Die bewährte, einfach verständliche Kommandosprache wurde beibehalten. Dies bedeutet für alle Benutzer des Animator3, dass Sessionfiles, die häufig seit vielen Jahren genutzt und weiterentwickelt werden, auch nach dem Umstieg auf Animator4 uneingeschränkt verwendet werden können. Ebenso wurden alle direkten Schnittstellen, mittlerweile mehr als 15, übernommen und weiter ausgebaut. Die Schnittstellen umfassen alle wichtigen Viele wichtige neue Funktionalitäten des Animator4 resultieren aus der Integration von Kurvenschnittstellen aus Evaluator in Animator4. Diese ermöglichen nun auch den Import von Time- History-Daten aus LS-DYNA, PAM-CRASH, RADIOSS, Abaqus und Versuchsdaten im ISO-MME- und DIAdem-Format, sowie den Vergleich von Time-History-Daten und Animationen innerhalb von Animator4. Der bereits aus Evaluator bekannte so genannte Calculator steht jetzt auch in Animator4 zur Verfügung (Abb. 2). Damit können die eingelesenen Time-History-Kurven direkt in Animator4 analysiert und vielfältig modifiziert werden. Allgemeine mathematische Operationen sind dabei ebenso möglich wie Safety-relevante Berechnungen. So können mit dem Calculator z.b. spezielle Kennwerte - wie HIC oder VCC - auf Knopfdruck ermittelt werden. Natürlich erlaubt der Calculator auch das Filtern 2/8

3 Produkte (vom Programm aufgestellte) Randbedingungen verhindert. Der Vorteil des Penalty-Verfahrens liegt darin, dass keine zusätzlichen Gleichungen aufgestellt werden. Das zu lösende Gleichungssystem vergrößert sich bei Verwendung dieses Verfahrens also nicht, so dass ein negativer Einfluss des Kontaktes auf die Rechenzeiten ausbleibt. Der mögliche Nachteil gegenüber dem Verfahren der Lagrange-Multiplikatoren besteht in der geeigneten Wahl der Parameter, d.h. der lokalen Steifigkeiten, für die Penalty-Funktion. Abb. 2: Modalanalyse mit Responseauswertung und Calculator von Kurven mit Hilfe von SAE- und CFC-Filtern. Die und Formatierungsmöglichkeiten der Kurven sind in Animator4 vielfältig, und es ist geplant, diese im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung auszubauen. Mit Animator4-Version hielt die Auswertung von NVH-Ergebnissen Einzug. Animator4 stellt für NVH-Berechner ein zusätzliches Menü bereit, das es ermöglicht, Eigenwert-Analy sen auszuwerten, nachträglich mit einer Dämpfung zu versehen und zu überlagern. Außerdem steht seit Version ein Kurven- Interface für Nastran zu Verfügung, um Ergebnisse von modalen Frequency- Response-Analysen einzulesen. Variablen ermöglichen seit Version das Erstellen von komplexen Sessionfiles. Dies erweitert im Zusammenspiel mit der eingeführten Tcl API die Einsatzmöglichkeiten von Animator4 im Bereich der automatischen Auswertungen. Tcl/ Tk wird in den folgenden Versionen auch die Möglichkeiten erweitern, die Oberfläche von Animator4 an die Bedürfnisse der Anwender anzupassen. Die neue Animator-Generation wird die tägliche Arbeit von Berechnungs- und Versuchsingenieuren weiter erheblich vereinfachen. Dies wird allen Anwendern von Animator3 den Umstieg auf Animator4 leicht machen. Christoph Kaulich, GNS mbh, Berücksichtigung der elastischen Werkzeugdeformation in INDEED Stand der Technik Die Blechumformsimulationssoftware INDEED ermöglicht es, das elastische Verhalten der Umformwerkzeuge zu simulieren und dessen Einfluss auf den Umformprozess zu berücksichtigen. Hierzu ist es notwendig, die Werkzeuge mit Hilfe dreidimensionaler Finite- Element-Modelle abzubilden. Für die Diskretisierung der 3D-Werkzeuge stehen dem Anwender in INDEED neben linearen 8-Knoten-Hexa-Elementen, ab der Programmversion auch 20-Knoten- Hexa-Elemente sowie 4-Knoten- und 10-Knoten-Tetra-Elemente zur Verfügung. Zur Beschreibung des wechselseitigen Kontaktes zwischen den Werkzeugen und der Platine kann der Anwender zwischen zwei Verfahren wählen: - Penalty-Verfahren Dabei werden die möglichen Durchdringungen zwischen zwei deformier - baren Körpern durch zusätzliche (vom Programm berechnete) lokale Steifigkeiten bestraft. - Verfahren der Lagrange-Multiplikatoren: Hier werden die oben genannten Durchdringungen durch zusätzliche In den Abbildungen 1a und 1b sind die Daten eines einfachen Beispiels für das Tiefziehen eines kugelförmigen Napfes aus einer kreisförmigen Platine zu sammengestellt. In Abbildung 1a sind die Wirkflächen der starren und in Abbildung 1b die 3D-Geometrien der deformierbaren Werkzeuge dargestellt. In beiden Fällen wird eine Anfangsblechhalterlast von ca. 2000kN aufgebracht, danach wird der Blechhalter fixiert. Der Gesamtziehweg beträgt 40mm. Die Abbildungen 2a bis 2c zeigen die Verteilung der Blechdickenänderung in der Platine. Im Falle der starren Werk- Abb. 1a: Wirkflächen der starren Werkzeuge Abb. 1b: 3D-Geometrien der deformierbaren Werkzeuge 3/8

4 Produkte Abb. 2a: Blechdickenänderung bei starren Werkzeugen Abb. 2b: Blechdickenänderung bei deformierbaren Werkzeugen Abb. 2c: Blechaufdickung bei deformierbaren Werkzeugen zeuge (Abbildung 2a) ist erkennbar, dass bedingt durch die Fixierung und die unendliche Steifigkeit des Blechhalters keine Aufdickungen der Platine unter diesem möglich sind, während im Falle des deformierbaren Blechhalters, trotz Fixierung, deutliche Aufdickungen im Blech entstehen (Abbildungen 2b und 2c). Diese lokalen Materialaufdickungen, die sich als Hinweis auf eine Tendenz zur Faltenbildung deuten lassen, können sich hier wegen der elastischen Nachgiebigkeit der Werkzeuge ausbilden. Neben der Evaluierung der Ziehbarkeit des Bauteils bietet eine solche Simulation auch die Möglichkeit, die Beanspruchungen (Deformationen, Reib- und Kontaktkräfte) in den deformierbaren Werkzeugen zu ermitteln, um diese als Grundlagen für deren Bemessung und Optimierung heranzuziehen. In den Abbildungen 3a und 3b ist beispielhaft die Verteilung der Dickenänderungen im Blechhalter und in der Matrize dargestellt. Abb. 3a: Dickenänderung im Blechhalter Abb. 3b: Dickenänderung in der Matrize Innovative Methoden zur Auslegung von Umformwerkzeugen im Fahrzeugbau (IMAUF) Ein weiterer Ansatz zur Berücksichtigung der elastischen Werkzeugdeformationen in der Umformsimulation mit INDEED wird im BMBF-Projekt IMAUF (www.imauf.de) verfolgt. Innerhalb des Rahmenkonzeptes Forschung für die Produktion von morgen wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das oben genannte FuE-Verbundprojekt IMAUF unter dem Förderkennzeichen 02PU2000 gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA), Bereich Produktion und Fertigungstechnologien (PFT), betreut. Das Projekt wurde am begonnen und besitzt eine Laufzeit von drei Jahren. Ziel des Projektes ist es, Innovationen aus den FuE-Bereichen Blechumformung, rechnergestützte Simulationsmethoden, Plasmabeschichtungstechnik und Oberflächenmodifizierung zusam menzuführen, in produzierenden Unter nehmen der Automobilindustrie zu erproben und in entsprechende Qualifizierungskonzepte zu überführen. Damit soll eine Verringerung der Herstellzeiten und -kosten bei gleichzeitiger Verlängerung der Standzeiten der Umformwerkzeuge sowie eine Verbesserung der Herstellbarkeit der Blechformteile erreicht werden. Die Zielgruppe dieses Projektes sind in erster Linie Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie sowie des Werkzeug- und Anlagenbaus. Partner in diesem Projekt sind die Daimler AG, die Dynamore GmbH, das Technologiezentrum für Oberflächentechnik Rheinbreitbach GmbH (TZO), die ThyssenKrupp Stahl AG, die Volkswagen AG, die Fraunhofer- Institute IWM und SCAI, das Institut für Umformtechnik der Universität Stuttgart (IFU), das Forschungszentrum Karlsruhe sowie die GNS mbh. Einer der Projektschwerpunkte ist das Teilprojekt TP1 elastisches Werkzeug, bei dem die (elastische) Wechselwirkung zwischen Blech, Werkzeug und Maschine, sowohl in der Simulation als auch im Experiment, untersucht und abgeglichen werden soll. Damit soll eine deutliche Verbesserung der Herstellbarkeit und der Werkzeugkonstruktion erreicht werden. Ein ausführlicher Beitrag zu aktuellen Projektergebnissen wird in der nächsten von GeNiuS erscheinen. Koutaiba Kassem, GNS mbh, 4/8

5 Dienstleistungen Microsoft Windows HPC Server 2008 Einfache Komplettlösung Mit dem Windows HPC Server 2008 bietet Microsoft eine Softwareinfrastrukturlösung für den Einsatz in sehr rechenintensiven Anwendungsbereichen. Zu den möglichen Anwendungsgebieten gehören z.b.: Simulation in der Automobil- und der Luft-/Raumfahrtindustrie Konvertierung von Konstruktionsdaten Berechnung von photorealistischen Bildern Abb. 1: Bestandteile des Microsoft Windows HPC Server 2008 Windows HPC Server 2008 ist für AMD x86_64 oder Intel EM64T Prozessortechnologie verfügbar und beinhaltet einen kompletten Satz an Funktionsmodulen für den Einsatz in Berechnungsumgebungen jeglicher Größe. Dieser Artikel besteht aus zwei Teilen, in denen diese Softwarelösung detailliert beschrieben und erläutert wird. Der erste Teil in dieser adressiert folgende Themenbereiche: Überblick über Windows HPC Server 2008 Einrichtung eines Cluster-Systems Überblick Das Microsoft MPI ist eine Implementierung, die auf MPICH2 basiert. Der Job Scheduler erlaubt das Einreichen und die Manipulation über Kommandozeile, über eine grafische Benutzeroberfläche und über eine Programmierschnittstelle. Die Cluster Management Tools ermöglichen die komplette Einrichtung, Konfiguration und Überwachung eines Clusters. Außerdem steht eine umfangreiche Sammlung von weiteren Systemen und Wie in Abbildung 1 dargestellt, besteht Windows HPC Server 2008 aus zwei Hauptkomponenten, dem Windows Server 2008 in der HPC Edition und dem Microsoft HPC Pack Windows Server 2008 unterstützt die bereits erwähnte 64-bit Hardware. Über Net- Direct, Microsofts neue Remote Direct Memory Access Schnittstelle, werden High Performance Interconnects wie z.b. Myrinet oder Infiniband unterstützt. Das HPC Pack 2008 besteht aus folgenden Teilkomponenten: Microsoft MPI Job Scheduler Cluster Management Tools Abb. 2: Microsoft Komponenten zur Ergänzung von Windows HPC Server /8

6 Dienstleistungen Einrichtung Bei der Einrichtung und Konfiguration eines Clusters muss zwischen drei relevanten Systemtypen unterschieden werden: dem Head Node, der den Cluster verwaltet, den Compute Nodes, auf denen die eigentlichen Berechnungen durchgeführt werden und den Clients, von denen aus ein Anwender Jobs einreicht und überwacht. Abb. 3: Windows HPC Server 2008 Administrations-Konsole Diensten von Microsoft zur Verfügung, um beliebige HPC-Infrastrukturen aufzubauen. In Abbildung 2 ist ein Überblick der verfügbaren Komponenten dargestellt. Neuigkeiten Der Windows HPC Server 2008 enthält eine Reihe neuer Eigenschaften. Zu diesen gehören u.a. folgende: High-Availability-Services für Head Node unter Verwendung von iscsi Neue Admininistrations-Console auf Basis von Microsoft System Center Support für Open Grid Forum HPC- Basic Profile Performanceverbesserungen im Microsoft MPI Network Direct Schnittstelle für Remote Direct Memory Access Power Shell Kommandozeilenschnittstelle für Cluster Management Auf dem Head Node und den Compute Nodes muss für die Verwaltung von relevanten Job- und Systeminformationen Microsoft SQL Express oder SQL Server mitinstalliert werden. Alle drei oben erwähnten Systemtypen benötigen zur Anzeige von grafischen Oberflächenelementen das Microsoft.NET Framework 3.0. Im Gegensatz zu Head und Compute Nodes können Clients auch unter anderen Betriebssystemen laufen (Windows XP Professional, Windows XP Professional x64 Edition, Windows Vista, Windows Server 2003) Ein Cluster wird durch integrierte Wizards in folgenden Schritten eingerichtet: Einrichtung des Head Nodes, inkl. Active Directory und DHCP Konfiguration des Netzwerks Erstellung von Node Templates Erstellung eines Images für Compute Nodes Einrichtung von Compute Nodes über Image Verteilung Einrichtung von Usern und User Gruppen Die Cluster-Einrichtung wird über die in Abbildung 3 dargestellte Administrations-Konsole gesteuert. Mit dem in Abbildung 4 gezeigten Network Configuration Wizard können notwendige Einrichtungen des Netzwerks vorgenommen werden. Es gibt fünf unterschiedliche Netzwerktopologien, die durch eine entsprechende Menüführung eingerichtet werden können. Abb. 4: Network Configuration Wizard Topologie 4 ist für größere HPC-Umgebungen typisch. In dieser haben alle Knoten Zugang zum Firmennetzwerk 6/8

7 Dienstleistungen Weitere Themenbereiche Im zweiten Teil dieses Artikels werden in der nächsten des GeNiuS die Themenbereiche Ressourcen-Management, Administration des laufenden Cluster-Systems und Nutzung des Cluster-Systems durch den Anwender beschrieben und erläutert. Jan Martini, GNS Systems GmbH, Abb. 5: Menü für die Erstellung von Node Templates und sind untereinander noch mal mit einem einfachen und einem Hochleistungsnetzwerk verbunden. Das Hochleistungsnetzwerk bietet Anwendungen Kommunikationswege mit sehr niedriger Latenz und sehr hoher Bandbreite. Einzelne Compute-Knoten werden auf Basis eines definierten Musters, dem Node Template, eingerichtet. Über das in Abbildung 5 gezeigte Menü werden Name und Beschreibung des Templates eingegeben. Über das in Abbildung 6 gezeigte Menü kann ein bereits vorab erstelltes Betriebssystem-Image zur Verwendung auf den Nodes ausgewählt werden. Verfügbare Node Templates werden anschließend verwendet, um ausgewählte Compute Nodes nach genau diesem Muster einzurichten. Anwender, die auf einem Cluster rechnen dürfen, werden über einen Menü gesteuerten Vorgang eingerichtet. Außerdem können Anwender hiermit unterschiedlichen Gruppen zugeordnet werden. Mittels der in Microsoft Windows grundsätzlich vorhandenen Methoden gibt es ein umfangreiches Rechte- und Rollen-System, mit dem der Zugriff auf Anwendungen, Ressourcen und Informationen zielgenau gesteuert werden kann. Abb. 6: Menü zur Auswahl eines Betriebssystem-Images 7/8

8 Tipps & Tricks Termine International Supercomputing Conference (ISC) 2009 Europas führende internationale Konferenz und Ausstellung für Supercomputing. Datum: Juni 2009 Veranstaltungsort: Congress Center Hamburg Teilnehmer: GNS Systems GmbH als Mitaussteller von Microsoft 7. VDI-Tagung Fahrzeugsicherheit Innovativer Kfz-Insassen- und Partnerschutz Datum: Oktober 2009 Veranstaltungsort: Maritim Hotel Berlin Teilnehmer: GNS mbh GNS mbh Am Gaußberg Braunschweig Telefon: Fax: GNS Systems GmbH Am Gaußberg Braunschweig Telefon: Fax: Impressum Erscheinungstermin: Juni 2009 Herausgeber: GNS Systems GmbH Verantwortlich: Jan Martini Redaktion: Anette Tröger Layout: Anette Tröger Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Alle Markennamen sind in der Regel eingetragene Warenzeichen der entsprechenden Hersteller 02/2008 oder Organisationen. INDEED - V8.0.4 Wenn eine Simulation vorzeitig kontrolliert abgebrochen werden soll, z.b. eine Simulationsvariante im Rahmen einer automatischen Optimierungsschleife, die eindeutig zu einer Verschlechterung der Zielfunktion führen wird, hat man in INDEED die Möglichkeit, in einer Datei namens SIGNAL verschiedene Abbruchsignale zu hinterlegen. Diese Datei muss im selben Verzeichnis wie der entsprechende Datensatz stehen. In dieser Datei kann eines der folgenden Abbruchsignale enthalten sein: - STOP <INKI> beendet die Simulation zum Ende des Inkrementes <INKI>. Es findet keine zusätzliche Sicherung von Daten statt. - SAVE <INKI> erzwingt eine RESTART- zum Ende des Inkrementes <INKI>. Die Simulation läuft weiter. - QUIT <INKI> beendet die Simulation zum Ende des Inkrementes <INKI>, wobei vorher eine RESTART- Sicherung erfolgt (SAVE + STOP). Mit Hilfe einiger verdeckter Parameter können verschiedene Optionen von INDEED soweit aufbereitet werden, dass diese graphisch dargestellt werden können. Hierdurch wird eine zusätzliche Kontrolle über einige vom Programm (intern) berechnete Kraft- oder Verschie bungsrandbedingungen ermöglicht. - Programmdefinierte Sickenlastverteilung: Die aus der zum aktuellen Zeitpunkt wirkenden Ziehleistenlast Sickenverlauf Knotenkräfte Abb. 1: Verteilung der Sickenlasten auf die angrenzenden Knoten berechnete Kraftverteilung an den angrenzenden Knoten kann visualisiert werden (Abb. 1). Dafür muss in der Option <PROJIZIERTE LINIEN> ein vierter Parameter mit dem Wert 1 an das Ende der Parameterzeile angefügt werden. Die entsprechenden n stehen in Dateien mit Namen beadf_<inki>.t53. Beispiel: PROJIZIERTE LINIEN, 1, 1.0,, 1, - Programmdefinierte Kontakt-Randbedingungen: Die zum aktuellen Zeitpunkt in Kontakt befindlichen Flächen der Platinenoberfläche können visualisiert werden (Abb. 2). Hierbei werden nur die Oberflächenfacetten der Platine dargestellt, bei denen alle zugehörigen Knoten sich gleichzeitig in Kontakt befinden. Ist das für eine Facette nicht der Fall, so werden die sich im Kontakt befindenden Knoten als freie Knoten in die Geometrieausgabedateien geschrieben und als solche dargestellt. Dafür muss in der Option <KONTROLLE> der erste Parameter den Wert 2 aufweisen. Gleichzeitig muss in der Option <POSTDATEN> die skalare Postgröße <KONTA> ausgewählt worden sein. Die entsprechenden n stehen in Dateien mit Namen conta_<inki>.t52. Beispiel: Oberseite Unterseite Abb. 2: Kontaktflächen und freie Kontaktknoten auf der Platine POSTDATEN,1, SKALAR,1, KONTA, KONTROLLE, 2, Koutaiba Kassem, GNS mbh, 8/8

GeNiuS von GNS und GNS Systems 1/2007 FETI-INDEED - Teil 2 Verteilte Umformsimulation auf Compute- Clustern Im ersten Artikel über FETI-INDEED in der vorangegangenen von GeNiuS wurde die FETI-Methode zunächst

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