Social Media Warum Nutzer sozialer Netzwerke Interaktion bevorzugen SEITE 12

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Social Media Warum Nutzer sozialer Netzwerke Interaktion bevorzugen SEITE 12"

Transkript

1 dialog Das Magazin für Dialogmarketing Deutscher Dialogmarketing Verband e. V. Juni 2014 Customer-Journey Die Wege des Kunden bis zum Kauf verlaufen oft im Zickzack SEITE10 Social Media Warum Nutzer sozialer Netzwerke Interaktion bevorzugen SEITE 12 Digitaler Dialog Eine Studie attestiert Firmen Fortschritte beim Daten-Management SEITE 24 Anne M. Schüller und Michael Müller über den Kunden als Partner

2 EDITORIAL 3 Kunden wollen keine Ansprachen hören, sondern Gespräche führen Liebe Dialog-Leser, jeder weiß es: Die Rede vom Kunden als König ist eine Sonntagsrede sie hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Wir erfahren es fast täglich. Aber ist dies überhaupt der richtige Denkansatz? Wollen wir Untertan des Kunden sein oder gar das Gegenteil, Kunden, die uns untertan sind? Sicher nicht. Dieser monologische Ansatz verfehlt das Ziel. Patrick Tapp, Präsident des Deutschen Dialogmarketing Verbands DM Drogeriemarkt, der EDDI-Sieger dieses Jahres, versteht den Kunden seit jeher als Partner. Das impliziert Gleichwertigkeit. Das Unternehmen gibt, der Kunde nimmt und umgekehrt. Das Unternehmen erfüllt die Wünsche seiner Kunden und lässt sich dafür von ihnen bezahlen. Das klingt banaler, als es ist. Denn es setzt voraus, dass das Unternehmen die Wünsche seiner Kunden kennt die offenen und die verborgenen. DM versucht, sie vor allem im direkten Kontakt zu erfahren, nämlich mithilfe der Mitarbeiter im Geschäft. Dies betont DM-Marketer Michael Müller, einer der beiden Gesprächspartner in unserem Aufmacher-Interview. Partnerschaft sei viel mehr als bloße Orientierung am Kunden, sagt die Management- Beraterin Anne M. Schüller, unsere andere Gesprächspartnerin. Sie sei eine Fokussierung. Und sie bedeute auch, die Kunden kontinuierlich einzubeziehen und mitgestalten zu lassen. Das erfordert Mut sowie meist eine andere Haltung und Herangehensweise als die übliche. Aber die Kunden belohnen es: durch Loyalität und Weiterempfehlung beispielsweise. DM zeigt seit Jahren, wie erfolgreich dieser Weg ist. In Rankings zur Kundenzufriedenheit ist es stets unter den Ersten zu finden. Und im vergangenen Jahr hat die Kette erneut einen Rekordumsatz verbucht. DM ist gern Pionier: Es hat die Scanner-Kassen eingeführt. Und es geht mit der Zeit: Es hat Millionen Facebook-Fans. Von DM lernen lässt sich aber vor allem dies: Die Kunden wollen keine Ansprachen hören, sondern Gespräche führen. Eben Dialog statt Monolog. KONTAKT Deutscher Dialogmarketing Verband e.v. Hasengartenstraße Wiesbaden Telefon: 0611/ Telefax: 0611/ Internet: Redaktion: Ludger Kersting Telefon: 0611/ Anzeigen: Giuliano Fuchs Telefon: 069/

3 4 INHALT Trotz Internet und Apps ist Haushaltswerbung nach wie vor erfolgreich. Denn sie wirkt und ist kostengünstig. Wenn sie auch noch kreativ gestaltet ist, steigen ihre Chancen, beim Empfänger zu punkten. SEITE17 Für DM Drogeriemarkt ist Dialog nicht bloß ein Marketing-Instrument, sondern unverzichtbarer Teil der Unternehmensstrategie. Dies ist einer der Gründe für den Gewinn des EDDI am Vorabend der Co-Reach. SEITE 27 ddp 2014: Bei der Verleihung des Deutschen Dialogmarketing Preises 2014 in der Berliner Auferstehungskirche wurden12 Gold-, 22 Silberund 23 Bronzemedaillen vergeben. Ein Bericht in Bildern. SEITE 30 SPECIAL: DER KUNDE ALS PARTNER 6 Fokus Kunde Interview mit DM-Marketer Michael Müller und Management-Beraterin Anne M. Schüller 10 Customer-Journey Der Kunde entpuppt sich als komplexes und eigenwilliges Wesen 12 Facebook und Co Soziale Netzwerke eignen sich vor allem zum Austausch 14 Empfehlungs-Marketing Wie sich eine Kaffeemarke in der Zielgruppe ins Gespräch bringt 16 Human Resources Wenn eigene Mitarbeiter zu Markenbotschaftern werden MARKETING 17 Haushaltswerbung I Wie Kreativität Empfänger neugierig macht 18 Haushaltswerbung II Trends in der Sicht des Experten Rolf Schlosser 20 Studien Die wichtigsten Analysen im Überblick 22 Nachwuchs Die Demographie-Uhr tickt 23 Konjunkturbarometer Wirtschaftslage hat sich gut erholt LAB 24 Studie Digital Dialog Insights Mehr Professionalität beim Dateneinsatz INSIDE wissenschaftlicher Kongress zur Effizienz des Dialogs 27 EDDI-Sieger 2014 DM Drogeriemarkt gewinnt den begehrten Unternehmenspreis 28 Datenschutz Best Practice Guide überarbeitet 29 ddp 2014 Reformiertes Jury-Verfahren hat sich bewährt LEADS 30 ddp 2014 Impressionen von der Preisverleihung TIMER 32 Events Branchen-Termine für Dialogmarketer im Sommer und Herbst RECHT 34 Empfehlungs-Marketing Rechtlich keine einfache Sache IMPRESSUM HERAUSGEBER Deutscher Dialogmarketing Verband e.v. Patrick Tapp (v.i.s.d.p.), Präsident Hasengartenstraße14, Wiesbaden Telefon: 0611/ , Fax: 0611/ Internet: REDAKTION Ludger Kersting, Nanah Schulze Telefon: 0611/ , Fax: 0611/ SCHLUSSREDAKTION Joachim Thommes (ts) VERLAG Deutscher Fachverlag GmbH, HORIZONT Mainzer Landstraße 251, Frankfurt am Main Internet: Geschäftsführung: Angela Wisken (Sprecherin), Peter Esser, Markus Gotta, Peter Kley, Holger Knapp, Sönke Reimers Aufsichtsrat: Klaus Kottmeier, Andreas Lorch, Catrin Lorch, Peter Ruß Gesamtverantwortung HORIZONT: Markus Gotta Verlagsleitung: Peter Gerich Heinz Kort (Leitung Sales),Telefon: 069/ Giuliano Fuchs (Sales Manager) Tel.: 069/ Timo Liebe (Teammanager Media Services) Telefon: 069/ Vertrieb: Heike Koch (Ltg.) Telefon: 069/ Marketing Sales & Services: Boris Pawlenka (Ltg.) Redaktion HORIZONT Specials und Projekte: Dr. Jochen Zimmer (Ltg.) Gestaltung: Andreas Liedtke (Ltg.), Thomas Dahmen Gesamtleitung Printmedien-Services: Kurt Herzig Produktion: Hans Dreier (Ltg.) Logistik: Ilja Sauer (Ltg.) Zurzeit gültige Anzeigenpreisliste vom Erscheinungsweise: 4x jährlich. DDV-Mitglieder erhalten DIALOG zusammen mit HORIZONT im Rahmen ihrer DDV-Mitgliedschaft. DIALOG wird vom Deutschen Fachverlag im Auftrag des DDV produziert. TECHNISCHE GESAMTHERSTELLUNG Societäts-Druck, Kurhessenstraße 4-6, Mörfelden-Walldorf Gedruckt auf umweltfreundlich-chlorfreiem Papier. Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor demverlag das ausschließliche Verlagsrecht für die Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts. Diese Rechtsübertragung bezieht sich insbesondere auf das Recht des Verlages, das Werk zu gewerblichen Zwecken per Kopie (Mikrofilm, Fotokopie,CD-Rom oderandere Verfahren) zu vervielfältigen und/oder in elektronische oder andere Datenbanken aufzunehmen. Alle veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-Rom. ISSN X Gemäß 5 Absatz 2 des Hessischen Gesetzes über Freiheit und Recht der Presse in Hessen wird mitgeteilt: Gesellschafter der Deutscher Fachverlag GmbH sind: Herr Andreas Lorch, Frau Catrin Lorch, Frau Anette Lorch, Frau Britta Lorch sowie die Deutscher Fachverlag GmbH.

4 6 DIALOG SPECIAL 7 Der Kunde als Partner Gespräch mit Anne M. Schüller und Michael Müller Wir wollen die Bedürfnisse antizipieren So gut wie keine klassische Werbung, stattdessen Mailings, Payback und Events. Dazu eine Marke, die ein großes Versprechen gibt: Den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und zuallererst seine Bedürfnisse zu befriedigen nicht die des Unternehmens. Das Konzept scheint aufzugehen: DM Drogeriemarkt wächst von Jahr zu Jahr und lässt die Wettbewerber immer weiter zurück. Was lässt sich daraus lernen? Was kann noch optimiert werden? Darüber diskutieren DM-Marketer Michael Müller und die Management-Beraterin Anne M. Schüller. Ein Gespräch über Gefühle und Launen, Daten und den persönlichen Kontakt, Flexibilität und Super-Touchpoints. Und über die Regel. Anne M. Schüller, Da kommen eine Menge Daten zusammen. Was fangen Sie damit an? Müller: Wir wollen die Kundenbedürfnisse antizipieren. Das gelingt uns viel weniger über die Analyse der Daten als mithilfe unserer Mitarbeiter im Geschäft, die mit den Kunden sprechen. Hier und nur hier findet wirkliches One-to-one-Marketing statt. Wir können beispielsweise unsere Mailings noch so sehr auf kleine und kleinste Zielgruppen zuschneiden Unternehmensberaterin Foto: Peter Svec Kundenorientierung steht neuerdings auf der Fahne praktisch jedes Unternehmens, das auf sich hält. Meist ist es jedoch nur ein Etikett, das mit der Unternehmenspraxis nichts zu tun hat. Was unterscheidet die Kundenorientierung von einem partnerschaftlichen Verhältnis mit dem Kunden? Anne M. Schüller: Schon der Begriff Kundenorientierung drückt das Diffuse, das Ungefähre aus eigentlich bleibt jeder, der sich irgendwie am Kunden orientiert, orientierungslos. Der bessere Begriff ist Kundenfokussierung, denn damit ist gesagt, dass der Kunde im Brennpunkt aller Bemühungen eines Unternehmens steht. Das Unternehmen brennt für die Sache des Kunden, es richtet sich voll und ganz auf seine Erwartungen aus, es versucht, ihn glücklich zu machen. Was bedeutet Partnerschaft? Schüller: Vor allem, die Kunden kontinuierlich einzubeziehen und sie mitgestalten zu lassen. Ich spreche gern vom Mein Baby -Effekt: Niemand lässt das eigene Baby im Stich, weil jeder mit ihm emotional stark verbunden ist. Wenn sich Unternehmen so ihren Kunden widmen, haben sie ein partnerschaftliches Verhältnis zu ihnen. Auf dieser Basis werden die Kunden loyal, halten dem Unternehmen freiwillig die Treue und werden schließlich zu seinen Fürsprechern. Michael Müller: Genau so ist es. Es geht nicht um jährliche Kundenbefragungen und einmalige Maßnahmen, sondern darum, stets das Ohr am Kunden zu haben und seinen Bedürfnissen nachzukommen. Denn dann fühlt er sich ernst genommen, steht zum Unternehmen und wird es weiterempfehlen. Purer Aktionismus dagegen bringt nichts. Alles zu tun, was im Marketing machbar ist, führt nur zum Gegenteil: Der Kunde wendet sich ab. Manche Marketer meinen, die Kunden wüssten gar nicht, was sie wollen, vielmehr müssten die Unternehmen es ihnen erst sagen. Wie viel Wahrheit steckt in dieser Ansicht? Müller: Darin drückt sich eine gefährliche Überheblichkeit aus. Kunden sind keine Kinder, die man erziehen muss. Wer eine solche Haltung einnimmt, wird nie ein partnerschaftliches Verhältnis zu ihnen entwickeln können. Wir wollen unsere Kunden nicht formen und gängeln, sondern verstehen und bedienen. Wir wissen aber doch, dass der Mensch viel weniger von seinem Bewusstsein als von Unbewusstem bestimmt wird. Schüller: Das ist richtig. Aber damit lässt sich doch keine Bevormundung begründen. Natürlich bringen Kunden ihre Gefühle, Affekte und Launen in den Laden mit. Und die verändern sich manchmal von einer Sekunde auf die andere. Eben stößt mir etwas unangenehm auf und schon sehe ich die Welt nur noch grau in grau. Im nächsten Moment flirtet der Verkäufer mit mir und plötzlich erscheint alles rosarot und das Geld sitzt mir locker in der Tasche. Unternehmen sollten begreifen, dass ihre Kunden sehr verschieden sind und sich nichts vorschreiben lassen. Herr Müller, wie erfährt DM, was seine Kunden möchten? Müller: Am wichtigsten sind der Kontakt mit den Mitarbeitern in den Drogeriemärkten und die Betreuung durch unser Service-Center. Dazu kommen die Payback- Karte, Marktforschung, Facebook und Youtube, unsere Blogs und vieles mehr, worüber wir die Wünsche unserer Kunden erfahren. D Michael Müller, DM Drogeriemarkt Foto: DM

5 8 DIALOG SPECIAL 9 Foto: Peter Svec An den Super-Touchpoints können sich Loyalität und Mundpropaganda am besten entzünden. Wir wollen unsere Kunden nicht formen und gängeln, sondern verstehen und bedienen. Foto: DM ANNE M. SCHÜLLER, UNTERNEHMENSBERATERIN MICHAEL MÜLLER, DM DROGERIEMARKT sie bleiben immer Bestandteil einer Massenkommunikation. Ein Mailing kann ein Dialog-Instrument sein, aber es ersetzt nicht das persönliche Gespräch. Andere Behauptungen sind Hirngespinste. Wo liegen die Grenzen der Partnerschaft mit dem Kunden? Schüller: Das hängt von den Kunden ab. Fürs Internet gibt es die Regel, die besagt, dass 90 Prozent seiner Nutzer passiv bleiben, 9 Prozent werden ab und an aktiv, ein Prozent ist sehr engagiert und bringt sich gern ein. Das ist im Großen und Anne M. Schüller Die Spezialgebiete der selbstständigen Management-Beraterin, Autorin und Referentin sind Touchpoint-Management, Kundenloyalität und Empfehlungsmarketing. Zu diesen Themen hält sie Vorträge auf Kongressen und Veranstaltungen und führt Workshops durch. Sie hat elf Managementbücher geschrieben darunter Kunden auf der Flucht. Wie Sie loyale Kunden gewinnen und halten (2010) und Touchpoints: Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute (2012). Schüller ist Gastdozentin an der Universität St. Gallen, an der BAW Bayerische Akademie für Werbung und Marketing in München und am Management Center Innsbruck. In ihrem Touchpoint Institut bildet die 61-Jährige zertifizierte Touchpoint-Manager aus. Ganzen auf unser Thema übertragbar. Es gilt also, die Engagierten herauszufiltern und dann einzuladen, an der Verbesserung von Produkten mitzuwirken. Denn nur wer viel würfelt, würfelt auch Sechser. Das heißt, je mehr Ideen von den Kunden eingebracht werden, desto mehr Volltreffer sind darunter, die das Unternehmen tatsächlich voranbringen. Wo findet man die Mitmach- Kunden? Schüller: Am leichtesten sicherlich in den Foren und Communitys im Internet, in denen über die eigene Marke gesprochen wird. Oft hilft es auch schon viel, dort nur zuzuhören. Denn wenn die Kunden unter sich sind, sagen sie eher, was sie wirklich denken. Marktforscher wissen ein Lied davon zu singen, dass die Menschen gern genehme Antworten geben, wenn sie nach ihrer Meinung gefragt werden erst recht in einem persönlichen Gespräch. Wo suchen die DM-Kunden am liebsten Kontakt zum Unternehmen? Müller: Zuallererst in den DM-Märkten. Dann auf verschiedenen Wegen das lässt sich kaum verallgemeinern. Wir haben heute mehr als anderthalb Millionen Kunden, die via Facebook mit uns kommunizieren. Für andere hat dieser Kanal überhaupt keine Bedeutung, sie suchen den Kontakt eher in einem DM-Markt und dort vielleicht vermehrt zu bestimmten Mitarbeitern. Wir bemühen uns immer, dort präsent zu sein, wo unsere Kunden sind. Facebook standen wir anfangs skeptisch gegenüber, aber die Kunden wollten diese Plattform nutzen also haben wir sie ihnen angeboten. Und oft wird mehr als ein Weg gewünscht. Versuchen Sie, alle Touchpoints zu optimieren, oder beschränken Sie sich auf die wichtigsten? Müller: Unser Anspruch ist es, überall das Beste zu geben. Schüller: Aus Kundensicht gibt es durchaus Super-Touchpoints. An ihnen können sich Loyalität und Mundpropaganda am besten entzünden. Im Handel ist insbesondere die Kasse ein solcher Super-Touchpoint. Denn die Kasse ist der Ort des Schmerzes, an dem ich mich von meinem Geld trennen muss. Auf diesen Schmerz muss der Händler reagieren, indem er möglichst einprägsame, schöne Erlebnisse dagegenstellt. Hier muss der Händler das Beziehungskonto im Plus halten oder ins Plus bringen, denn hier entscheidet der Kunde, ob er wiederkommt oder nicht. Und wenn er begeistert ist, wird er das weitererzählen. Diese Super-Touchpoints gilt es zu identifizieren, denn sie zu optimieren lohnt sich am meisten. Müller: Die Kasse ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass man mit dem Verbessern nicht aufhören darf. Unsere Regel besagt, eine neue Kasse zu eröffnen, sobald drei Kunden in der Schlange stehen. Das klappt sehr gut, weil unsere Kolleginnen das verinnerlicht haben und viele Kunden nehmen es dankbar an. Aber manchen Kunden geht es hin und wieder zu schnell an der Kasse. Auch darauf müssen wir reagieren: Die Kassiererin darf also nicht drängeln und den Warenschacht füllen, während der Kunde davor noch am Einpacken ist. Flexibilität ist Trumpf? Müller: Genau. Wir dürfen uns nicht stoisch an einmal aufgestellte Regeln halten, sondern müssen uns immer wieder anpassen je nach Bedarf und Zielgruppe. Manche Berater meinen, ein Kunde brauche neben positiven Erfahrungen mit einer Marke auch negative. Und zwar wegen der Kontrastierung. Erst nach negativen Erlebnissen mit der Marke würden die positiven richtig wahrgenommen und geschätzt. Stimmen Sie zu? Müller: Wir ziehen es vor, wenn unsere Kunden keine negativen Erfahrungen bei uns machen. Schüller: Es wäre auch ein gefährliches Unterfangen, innerhalb einer Markenwelt negative Erlebnisse zu schaffen. Die Kunden sind sehr unterschiedlich: Was der eine noch lustig findet, stößt dem anderen übel auf. Manchmal genügt schon eine Kleinigkeit, und der Kunde kommt nie wieder. Das hat kein Unternehmen in der Hand, niemand könnte die Emotionen so austarieren, dass am Ende ein positiver Eindruck zurückbleibt. Welche Bedeutung kommt dem Customer-Relationship-Management zu? Schüller: CRM ist nötig, um Informationen über die Kunden zu haben das geht heute nicht mehr anders. Aber viele CRM-Programme sind lediglich technische Systeme und bei Mitarbeitern schon deswegen unbeliebt, weil sie sich anders als etwa gute Smartphones selten intuitiv bedienen lassen. Sie sind umständlich und kompliziert, werden als lästige Pflicht angesehen und schlecht gepflegt. Gelegentlich sogar manipuliert, um bestimmte Ziele verfolgen und interne Vorgaben erfüllen zu können. Unter solchen Voraussetzungen kommt es nicht zu einer zuverlässigen Datenbasis. Viele Manager scheint das wenig zu beeindrucken. Schüller: Leider. Das liegt an ihrer weit verbreiteten Zahlengläubigkeit. Sie gründen ihre Entscheidungen lieber auf eine einzige womöglich falsche Zahl als auf einen etwas ausführlicheren Bericht. So führt schlechter Input zu falschem Output und das CRM- Programm schadet mehr, als es nützt. Müller: Wir schauen tatsächlich weniger auf die nackten Zahlen, sondern mehr darauf, wie sie zustande gekommen sind und interpretiert werden können. Schüller: Ich bin auch DM-Kunde und habe eine Payback-Karte. Aber manchmal ist es mir zu mühsam, sie herauszukramen. Also werde ich öfter gar nicht erfasst. Oder ich werde als sporadischer Kunde eingeordnet, obwohl ich regelmäßig einkaufe. Oder die Produkte, die ich anstelle meiner Freundin kaufe, werden mir zugeschrieben. So ergeht es vielen anderen auch. Auf diese Weise entstehen völlig falsche Profile, die jedoch als Grundlage für Entscheidungen dienen. Das können nur falsche Entscheidungen sein. Müller: Wir wissen natürlich um diese Problematik. Wir versuchen mithilfe von Marktforschung, diese Fehlerquellen zu erkennen und die Zerrbilder zu korrigieren. Ich glaube, wenn fast jeder zweite Kunde, den wir anschreiben, auf ein Mailing reagiert, liegen wir nicht ganz falsch. Warum bevorzugt DM das Dialogmarketing? Müller: Die Streuverluste der klassischen Werbung sind einfach zu hoch. Wir setzen hin und wieder Zeitungsbeilagen ein, aber unser Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Dialogmarketing per Mailing. Adressierte Werbepost kommt bei unseren Kunden sehr gut an, weil es uns gelingt, auf zielgruppenspezifische Themen und Bedürfnisse einzugehen. Daneben arbeiten wir mit Payback, Kunden-Events und Online- Plattformen, also Instrumenten, über die wir unmittelbar erfahren können, was die Kunden wünschen. Schüller:Ich bin davon überzeugt, dass DM eine der wenigen Marken in Deutschland ist, die hauptsächlich von ihrer Reputation leben. Das erreicht man durch Markenaufbau und das permanente Einlösen des Markenversprechens. DM verspricht einen freundlichen Umgang mit Kunden und Mitarbeitern. Das goutieren die Kunden an der Kasse. INTERVIEW: JOACHIM THOMMES Michael Müller Der 52-Jährige ist Leiter Nationale Kommunikation von DM Drogeriemarkt in Karlsruhe. In dieser Funktion verantwortet er die Bereiche Dialogmarketing, Payback, Customer-Relationship-Management, Marktforschung, Kooperationen und Nachhaltigkeit. Der ausgebildete Schauwerbegestalter studierte Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Köln und promovierte im Fach Psychologie. Seit 2001ist er im Handel tätig, seit 2009 bei DM. Die Drogeriekette hat im vergangenen Geschäftsjahr hierzulande einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro erwirtschaftet, in Europa insgesamt 7,7 Milliarden. Die Hälfte der rund 3000 DM-Märkte befindet sich in Deutschland. Der Marketing-Etat beläuft sich auf circa 100 Millionen Euro.

6 10 DIALOG SPECIAL 11 Customer-Journey Bei der Analyse von Touchpoints steht der Kunde im Zentrum Die Wege des Kunden sind unerfindlich Franz-Rudolf Esch (l.), EBS Universität für Wirtschaft und Recht: Eine Reihe von Touchpoints lässt sich durch Marketing- Maßnahmen nicht direkt beeinflussen. Marco Kersch, AZ Direct: So genau wie möglich sagen, welcher Kanal oder Kanal-Mix wann der richtige ist. Eben hat sich der Kunde noch im Internet für einen alten Plattenspieler interessiert, jetzt kommt er vom Einkauf aus der Stadt zurück und hat ein neues Smartphone indertasche. Was ist passiert? Weshalb hat er vom einen abgelassen und sich dem anderen zugewandt? Welche Stationen hat er zurückgelegt, bevor er sich zum Kauf des Multimedia-Handys entschieden hat? Drei einfache Fragen, die jedoch nicht so leicht zu beantworten sind. Klar ist: Der Kunde ist ein komplexes, eigenwilliges und launisches Wesen. Klar ist auch: Demografische Zielgruppenanalyse und Mediaplanung helfen immer weniger, auch dann nicht, wenn sie mit etwas Soziologie unterfüttert werden. Die Zielgruppen zerfallen in immer kleinere Grüppchen und die werden immer unbeständiger. Und zu den tradierten Marketing-Instrumenten kommen zahlreiche dazu vor allem Online-Werkzeuge. In ihnen lässt sich beispielsweise mittels Cookies nachvollziehen, welche Berührungspunkte ein Kunde oder Interessent wann mit welchem Werbemittel oder Angebot hat. Das hilft zu analysieren, was die Kaufentscheidung beeinflusst. Ein bisschen. Denn die Erbsenzählerei an sich verrät nichts über Motive. Und der Kunde bleibt flatterhaft: Er informiert sich im Netz, kauft dann aber im Laden. Oder umgekehrt. Oder nur offline. Da jedoch gibt es keine Cookies. Allerdings möglicherweise Daten aus dem Customer- Relationship-Management (CRM). Wie lässt sich das alles zusammenbringen? Das ist die entscheidende Frage, findet Ron Warncke, Customer-Journey- Stratege bei Explido in Hamburg. Denn die Analyse der Kundenreise von der ersten Inspiration über die verschiedenen Berührungspunkte mit Marke und Produkt bis zum Einkauf könne ihre Vorteile gegenüber anderen Betrachtungsweisen nur dann entfalten, wenn sie einigermaßen vollständig ist. Insbesondere der Bruch zwischen Online und Offline, aber auch der Wechsel der Zugangsgeräte ins Internet durch denselben Nutzer macht den Experten zu schaffen. Während Warncke die Lücke vor allem mittels Marktforschung und Modellen schließen will, setzt Thomas Speicher, Head of Planning bei Denkwerk in Köln, mehr auf Kundenbefragungen, Fokusgruppen und Personas-Prototypen von Nutzern mit bestimmten Eigenschaften und einem konkreten Verhalten. Speicher ist allerdings davon überzeugt, dass sich nicht alles vorherbestimmen lässt: Die Unternehmen müssen auch mal abwarten, wie sich etwas entwickelt. Customer - Journey Empfehlung durch Bekannten vom Online-Händler mit Bestätigung und Liefertermin Recherche auf der Website des Unternehmens Bestellung bei einem Online-Händler Lieferung, Studium der Gebrauchsanleitung Recherche in Internet-Foren Anruf bei der Service- Hotline (weil die Gebrauchsanleitung nichts taugt) Erneute Empfehlung durch Bekannten Kontakte mit Bannern Besuch im Elektronikmarkt: Ansehen verschiedener Modelle, Gespräch mit dem Verkäufer, Preisvergleich per Smartphone Lesen von Prospekten Kunden sind wie eine wabernde Masse, die sich mal hierhin und mal dorthin bewegt. Franz-Rudolf Esch, Professor an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel bei Wiesbaden, geht noch einen Schritt weiter. Seiner Ansicht nach hat die Analyse der Customer-Journey hauptsächlich zwei Aufgaben: Sie soll das Verständnis der wichtigen Touchpoints verbessern. Und sie soll zeigen, dass es eine Reihe von Touchpoints gibt, die sich durch Marketing-Maßnahmen nicht direkt beeinflussen lassen. Dabei denkt Esch beispielsweise an die Mundpropaganda, die von Unternehmen zwar initiiert werden kann, deren Ausmaß und Wirkung sich aber kaum vorhersagen lassen. Ihr Einfluss auf Kaufentscheidungen betrage immerhin rund 50 Print wirkt auch bei Onlinern Prozent. Und 90 Prozent der Mundpropaganda fänden im realen Leben statt, ließen sich also besonders schlecht erfassen. Von solchen Überlegungen zeigt sich Marco Kersch, Mitglied der Geschäftsleitung von AZ Direct, unbeeindruckt. Er sieht die Sache von der praktischen Seite. Der Gütersloher Dienstleister führt im großen Stil CRM-Daten aus der Offline-Welt mit Tracking-Daten aus dem Internet zusammen. Unser Ziel ist es, Unternehmen so genau wie möglich zu sagen, welcher Kanal oder Kanal-Mix wann der richtige ist, sagt er. Denn so könnten sie ihre Marketing-Budgets effizienter einsetzen. AZ Direct kombiniert auch (Offline- wie Online-) Adressen aus seiner Datenbank mit anonymisierten Nachdem ich mich in Print-Werbemitteln (etwa Katalog oder Broschüre) informiert habe Durchschnittswert über die Branchen hinweg Bücher Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik Bekleidung Wohnaccessoires Nahrungsergänzungsmittel Kosmetik Möbel Gartenbedarf Wein Zahlen gerundet Skala von 0 = überhaupt keine Übereinstimmung bis 100 = sehr hohe Übereinstimmung Lesebeispiel: Der Kaufkanal Online erreicht im Durchschnitt einen Übereinstimmungswert von 35. In den Branchen Bekleidung, Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Bücher und Wohnaccessoires liegt dieser Wert höher, in den anderen niedriger. Basis: 1530 Onliner 10 Quelle: Customer-Journey-Typologie, AZ Direct 17 kaufe ich in einem Online-Shop kaufe ich in einem Geschäft vor Ort Konsumenten-Merkmalen aus einer anderen eigenen Datenbank. Genauer gesagt, lässt es sie vom TÜV Rheinland zusammenführen. So erfahre der Lettershop nicht, aufgrund welcher Merkmale die Adressen ausgewählt wurden und der Datenschutz sei gewährleistet, versichert Kersch JOACHIM THOMMES

7 12 DIALOG SPECIAL 13 Umfrage Dialog in sozialen Netzwerken Plattformen zum Austausch, nicht für Reklame Derzeit wird heftig darüber diskutiert, ob Werbung auf Facebook nach der Umstellung seines News-Feeds noch Sinn macht. Vielen Dialogmarketern erscheint diese Debatte eher befremdlich, sind soziale Netzwerke doch seit jeher vor allem Bühnen der Interaktion und des Dialogs, nicht aber Plattformen, die sich besonders gut für Push- Botschaften und Monologe eignen. Drei Fragen an fünf Experten: Warum sind Facebook und Co effektive Instrumente im Dialogmarketing, aber keine guten Medien für klassische Werbung? Was sind die wichtigsten Regeln für einen fruchtbaren Dialog auf Social- Media-Plattformen? Welche Bedeutung fürs Dialogmarketing kommt der Reichweite von sozialen Netzwerken zu? UMFRAGE: JOACHIM THOMMES STEFAN MAGIN, Creative Director GKK Dialog Group, Frankfurt: Soziale Medien bieten Menschen und Marken die Möglichkeit, sich unmittelbar auszutauschen und direkt zu kommunizieren. Das gesamte Konzept ist auf Dialog, Gespräche und Diskussionen ausgelegt. Unternehmen punkten in diesem Umfeld vor allem durch guten Service auf Augenhöhe mit den Nutzern sowie durch nutzbringende oder unterhaltsame Inhalte, die im Idealfall neue Interaktionen auslösen. Auch gute klassische Werbung kann diese Kriterien erfüllen. Dieselben wie in jedem anderen Service- und Kommunikationskanal: Seien Sie verbindlich, relevant und interessant. Das hängt davon ab, mit welchem (Haupt-)Ziel ein Unternehmen soziale Medien nutzt: Als Service-Kanal neben E- Mail, Telefon und Co entscheidet sowieso der Kunde, auf welchem Weg er kommuniziert. Als Media-Kanal bietet vor allem Facebook durch seine hohe Reichweite, die mobile Nutzung und immer wieder neue Targeting-Optionen ein erhebliches Potenzial. MICHAEL SCHIPPER, Geschäftsführer Schipper Company, Hamburg: Die Zukunft von Social Media ist eindeutig mobil. Und mobile Endgeräte werden zur Verlängerung des Körpers. Als Knotenpunkt der sozialen Interaktion sind sie emotional hochgradig relevant aber sie gehören zum privaten Lebensraum. Hier wird Werbung schnell aufdringlich. Selbstbestimmte Kontakte beantworten Begehrlichkeiten punktgenau. Aber unerwünschte Präsenz verletzt die Privatsphäre: Diese Werbung nervt. Zuhören. So nah wie über Social Media waren Marken ihren Kunden noch nie. Kenne Deinen Kunden! Antworten. Kunden wollen nicht ins Leere kommunizieren sie wollen Antworten. Dialog wirkt über Personalisierung. Nutze Dein Wissen! Mitnehmen. User sind im Interaktionsmodus sie sind auf Austausch gepolt. Dieses Momentum ist Potenzial für Verbindung. Aktiviere Deinen Kunden! Ihre immer noch wachsende Reichweite macht soziale Netzwerke für Kommunikation jeder Art scheinbar attraktiv. Aber es ist gefährlich, nur in die Breite zu denken. Menge zählt, Tiefe wirkt. Über Social Media integrieren Konsumenten Marken tief in ihr privates Leben. Zwischen diesen beiden Arten von Reichweite muss man differenzieren. Wer effizient kommunizieren will, muss genau wissen, welche Impulse besser digital gesetzt werden und welche analog. DETLEF RUMP, Geschäftsführer Rumpdialog, Hamburg: Natürlich ist Social Media dialogisch. Und so muss man es eben auch einsetzen. Diese Kanäle nur zu nutzen, um Botschaften abzusenden, wäre ja auch knatterdumm. Der Dialog zwischen Marken / Unternehmen und den Kunden / Interessenten ist so entscheidend wie noch nie. Social Media ist nicht immer die einzige Lösung und manchmal auch nicht die beste, aber es ist ein relevanter, den Dialog fördernder Kanal. a) Nutze Social-Media-Plattformen. Es wird so oder so über Deine Marke gesprochen. b) Es ist ein Dialog auf Augenhöhe. c) Hör genau hin! Lerne Deine Kunden und ihre Motivationen, Ängste und so weiter kennen. Hab Interesse an den Menschen und nicht nur an ihrem Geld. Schwer zu sagen. Zumal die Reichweiten doch sehr unterschiedlich sind. Es gibt Branchen und Themen, die in Social- Media-Kanälen enorme Fanzahlen erzielen. Letztlich ist aber die Qualität wie so oft entscheidend. Schaff ich es, mit meiner Community einen anhaltenden, involvierenden Dialog zu führen? Oder geht es nur um Wir sind auf Facebook und posten mal was? Das ist sinnlos. Genauso sinnlos, wie mittels Gewinnspielen in Kombination mit Fan-Gating die Fan-Zahlen der eigenen Seite hochzutreiben. KLEMENS SKIBICKI, Partner bei Convidera, Köln: Menschen verknüpfen sich in sozialen Netzwerken, um sich mithilfe von Statusmeldungen, Kommentaren und Gefällt mir -Klicks mit anderen Menschen auszutauschen über Alltägliches und Urlaub genauso wie über kaufrelevante Tipps und Warnungen vor Marken und Produkten. Dies entspricht eher der informellen Situation einer Gartenparty. Dort haben Werbeflyer & Co meist wenig verloren, nerven nur und werden weggeblockt. Grundregel ist es, mit dem Zuhören zu beginnen, also durch Monitoring-Systeme im ganzen Social Web oder wenigstens auf den eigenen Präsenzen zu analysieren, worüber die Nutzer sprechen. Erst dann weiß ich, was sie wirklich interessiert und habe über die passenden Inhalte eine Chance, in einen Dialog zu kommen. Bin ich dadurch nicht nur interessant, sondern auch noch nett, werden Nutzer gerne wiederkommen und sich mit mir unterhalten. Noch mal: Es gelten die Grundregeln eines Gartenparty-Dialogs, nicht die einer Werbekampagne. Die Reichweite wird ständig größer und bei den unter 30-Jährigen ist die Nutzungsquote sozialer Netzwerke nahezu 100 Prozent. Folglich ist es nur eine Frage der Zeit, bis soziale Netzwerke der dominante Dialog-Kanal schlechthin sein werden. ALEXANDER WINDHORST, Geschäftsführer Serviceplan One, München: Weil diese Plattformen erfunden worden sind, um sich auszutauschen, nicht um Reklame zu platzieren. Es liegt im Wesen eines Forums, one-to-one und nicht one-to-many zu kommunizieren. Wenn selbst die Bandenwerbung im Fußballstadion interaktiv wird weil das Spiel realtime von Usern kommentiert wird, ist es ein Anachronismus, ausgerechnet auf Facebook Werbung zu schalten. Relevanz: Nur, was wirklich für mich interessant ist, schau ich mir an und ertrage es überhaupt, wenn es mich zwischen den Posts meiner Freunde erreicht. Wenn nicht, ist es einfach Belästigung. Individualität: Eine Push-Botschaft für alle ist oldschool. Der User sollte zumindest das Gefühl bekommen, dass hier eine Marke mit ihm spricht, die einigermaßen zu ihm passt. Likeablility: Nur, was ich überraschend und neu finde, like und share ich auch. Das x-te Gewinnspiel für ein Ipad kommt austauschbar und beliebig daher. Facebook und Co sind toll, wenn man sie nicht als buchbares Medium, sondern als interaktive Mechanik einsetzt, um mit seinen Leuten zu reden. Immer aus einem Anlass oder Thema heraus, mit meinen Freunden, Fans oder auch Kritikern. Das sollten wir One-to-One-ler schlau und nicht einfach oneway nutzen.

8 14 DIALOG SPECIAL 15 Empfehlungs-Marketing Melitta setzt auf Mundpropaganda Eine Kaffeebohne wird zum Ereignis Was haben Blaubeerfrischkäse und Bakterien-Luftfilter gemeinsam? Bingo: Das Gros der Welt hat nicht auf sie gewartet. Das gilt auch für eine Novität wie die nussig-weich schmeckenden, am Vulkan Barú in Panama gereiften Kaffeebohnen. Die Nachfrage danach lässt sich aber schaffen mit einer involvierenden Wordof-Mouth-Kampagne. Um Einkaufsentscheider auf den Geschmack der Bella Crema Selection des Jahres 2014 (jener am Vulkan gewachsenen Bohne) und ihrer Espresso-und-Co- Schwestern zu bringen, hat der Kaffeeröster Melitta die Konsumgöttinnen auf den Plan gerufen. In der gleichnamigen Online- Community und auf den Fan-Seiten im Social Web initiierte die Frankfurter Agentur Connected eine Empfehlungs-Marketing- Kampagne. Erklärtes Ziel: die Marke Bella Crema innerhalb der anvisierten Frauenzielgruppe positiv ins Gespräch zu bringen. Melitta wollte Probierkontakte knüpfen und sich in der Folge Nutzerrezensionen verdienen, zudem Kommentare und geteilte Inhalte. Im Fokus stand eine unter bald Bewerbern ausgewählte Testgruppe von 2000 Nutzern beziehungsweise Besitzern von Kaffeevollautomaten, darunter maximal 20 Prozent bisherige Melitta-Anhänger beziehungsweise -verwender. Die ausgewählten Frauen erhielten ein umfangreiches Paket: neben sonstigen Bella-Crema- Proben auch mehrere Packungen der Jahresselektion 2014 alles zum Testen und Weitergeben. Zusätzlich verlosten die Kampagnenmacher unter den abgelehnten Bewerberinnen 1000 Probierpäckchen der vulkangereiften Jahresbohnenedition. Mit diesen Zusatzgaben hat Melitta weitere Probierkontakte generiert, damit Good Will Nicole Böhmke, Melitta: Word-of- Mouth ist wichtiger Baustein im Marketing-Mix. Nicola Hofmann, Connected: Mit Zusatzgaben Sympathien erzeugt. signalisiert und so Sympathien erzeugt, kommentiert Nicola Hofmann, Geschäftsführerin von Connected. Zum Zuge kamen neben der Plattform Konsumgöttinnen.de das Facebook-Pendant und die einschlägigen Präsenzen auf Twitter, Google Plus, Pinterest und Instagram. Ein Aktions-Blog setzte die Produkt- Benefits ( Arabica-Qualität und Geschmacksvielfalt von mild bis kräftig ) in Szene und aktivierte potenzielle Bewerber. Wer am Test-Panel teilnehmen wollte, trug sich in ein Formular ein und legte dort seine Kaffeegewohnheiten offen. Es folgten der Versand der Testpakete an das Test-Panel und die Good-Will -Gruppe. Schließlich starteten weitere Aktivitäten, um das Involvement der Tester zu heben. Kniffligstes Moment: Die Anvisierten sollten nicht nur Bella Crema selbst probieren, sondern auch animiert genug sein, um Kaffeebohnenproben an Freunde, Verwandte und Kollegen weiterzugeben. Nutzer führten Gespräche im Social Web, verfassten Testberichte und luden Fotos hoch auf Konsumgöttinnen.de, auf Bewertungs- und Shopping-Portalen sowie in den Blogs. Psychologischer Treibstoff: Fühlt sich eine Verbraucherin erst einmal wie eine Expertin, gerät eine Kaffee-Selektion des Jahres zu einem berichtenswerten Ereignis. Allerdings braucht diese Bereitschaft immer wieder redaktionelle Anstupser auch in Gestalt von Erinnerungs-Mails an die bekannten Tester. Im Melitta-Projekt moderierte und kontrollierte die Connected-Redaktion das Feedback, um Gesprächsanlässe über kleine Aktionen und Gewinnspiele loszutreten, Nutzer-Posts zu provozieren und die virale Verbreitung weiter anzukurbeln. Die Marke Bella Crema profitierte unter anderem von den Rezensionen und ihrem Einfluss auf den Qualitätsfaktor der organischen Suche: Die Testberichte leisten einen entscheidenden Beitrag zu einem besseren Google-Ranking und beeinflussen Verbraucher, die auf Produktsuche sind, erklärt Hofmann. Connected geht in ihrer Hochrechnung davon aus, dass die Aktion durch virale Effekte insgesamt mehr als Gespräche initiierte. 98 Prozent der Test-Nutzer goutierten Bella Crema mit gut oder sehr gut ; 88 Prozent bewerteten ihre Erfahrungen mit der Marke als sehr positiv. Zwei Drittel der Tester schmeckte die Selektion des Jahres laut eigenem Bekunden besser als die jeweilige bisherige Stamm-Kaffeesorte. 87 Prozent gaben an, die Markenfamilie wahrscheinlich auch in Zukunft weiterzuempfehlen. Laut Connected-Statistik fanden mehr als initiierte Kaufimpulse statt. Laut einer zusätzlichen Befragung haben 90 Prozent der Testerinnen Bella Crema erneut gekauft. Connected geht davon aus, dass im Durchschnitt neun Freundinnen,Verwandte und Kollegen, denen die Frauen im Test Bella Crema ans Herz gelegt haben, die Kaffeesorte tatsächlich gekauft haben. Die Zahlen dienen Strategen und Kampagnenmachern aber allenfalls als Näherungswerte. Die Krux: Die punktgenaue Abverkaufsmessung findet mangels A/B- Test-Möglichkeiten praktisch keinen Einsatz. Wer möchte schon auf Aktionen im übrigen Marketingmix verzichten, nur um Empfehlungsmarketing und seine Wirkung auf den Abverkauf methodisch sauber zu belegen? Interessant wird Word-of-Mouth, wenn die dazugehörigen Kampagnen Rückschlüsse auf die Tiefe von Empfehlungen zulassen und Auskunft darüber geben, ob eine Kampagne Sales-orientiert genug gearbeitet hat. Auch Melitta hat längst eigene Vorstellungen davon, warum Marken wie Bella Crema Empfehlungs-Marketing brauchen: Word-of-Mouth-Kampagnen sind zu einem wichtigen Baustein in unserem Marketing-Mix geworden, sagt Nicole Böhmke, Senior Product Manager Ganze Bohne des Unternehmens. Melitta habe keine Scheu, seine Produkte von Verbrauchern testen und beurteilen zu lassen. Die sehr guten Bewertungen der getesteten Produkte sprächen für sich. Zudem messe der Kaffeeröster regelmäßig positive Veränderungen etwa bei der Marken-Sympathie und dem Net Promoter Score, der die Weiterempfehlungsbereitschaft als Kennziffer darstellt. Und ganz nebenbei liefern uns die Tester wichtige Insights, die uns helfen, unsere Produkte stetig zu optimieren, so Böhmke. KRISTINA SCHREIBER

9 16 DIALOG SPECIAL DIALOG MARKETING 17 Fallstudie Per Empfehlungs-Marketing zu neuen Mitarbeitern Auszubildende werden zu Markenbotschaftern Haushaltswerbung Kreativität sorgt für Aufmerksamkeit Bierdeckel und Türhänger buhlen um Kunden Die Zeiten, in denen sich Unternehmen vor Bewerbungen von potenziellen Werbemitteln Nachwuchskräften kaum retten konnten, sind vorbei. Buhlten früher die Bewerber um die Stellen, müssen heute die Unternehmen aktiv werden. Insbesondere Auszubildende in technischen Berufen sind heiß begehrt. Große Marken haben den Vorteil, von ihrer Bekanntheit zu profitieren. Denn bei den Bewerbern herrscht oft der Wunsch, gerade bei ihnen eine Anstellung zu finden und den Namen in ihrem Lebenslauf vorweisen zu können. Wenn diese Unternehmen dann auch noch mit einem attraktiven Standort punkten können, ist die Bewerberzahl meist hoch. Doch was ist mit den Unternehmen, die überwiegend im B-to-B-Bereich tätig und der breiten Masse unbekannt sind? Und die womöglich auch nicht in einer der begehrten Großstädte angesiedelt sind? Wie schafft man es, junge Leute auf diese Arbeitgeber aufmerksam zu machen und zu einer Bewerbung zu bewegen? Die GKK Dialog Group, Frankfurt, hat sich dieser Herausforderung gestellt und für Lenze, einen der führenden Antriebs- und Automatisierungs-Hersteller mit Hauptsitz in Aerzen im Weserbergland, eine aufmerksamkeitsstarke und vor allem sympathische Kampagne entwickelt. Sie setzt vor allem auf die eigenen Mitarbeiter, denn sie sind die überzeugendsten Markenbotschafter für Lenze. Der Gedanke hinter der Kampagne Das Land der Bewegung ist einfach: Lenze treibt mit Schmitt ist Account Die Autorin Stefanie seinen Produkten Maschinen an Manager bei der und bringt sie in Bewegung. Dies GKK Dialog Group, soll mit auffälligen Aktionen und Frankfurt. und einer passgenauen Ansprache der Auszubildenden vermittelt werden. Nicht nur die Produkte von Lenze bringen Dinge in Bewegung, sondern auch das Arbeitsumfeld, die Leistungen und Angebote sorgen für Dynamik sowohl für physische als auch geistige. Auch die Region mit ihren Möglichkeiten, den eigenen Bewegungsdrang auszuleben, wurde einbezogen. Zum Dreh- und Angelpunkt der Kampagne wurde der Facebook-Auftritt sozusagen die imaginäre Hauptstadt des Landes der Bewegung. Auf der Facebook-Seite berichten die Auszubildenden als Lenze Bewegungskomitee von ihrer Arbeit, dem Angebot des Unternehmens und den Vorteilen, Bürger dieses Landes zu werden. Die Azubis werden zu Markenbotschaftern und überzeugen durch sympathischen, natürlichen und vor allem unzensierten Content rund um Lenze. Unterstützt wird dies durch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, die immer in Verbindung mit Bewegung stehen Facebook ist der Dreh-und Angelpunkt für das Land der Bewegung. beispielsweise durch die Teilnahme der Mitarbeiter an lokalen Sportveranstaltungen. Lenze steht für Bewegung und die Mitarbeiter tragen dies kontinuierlich nach außen. So wird deutlich, dass eine Ausbildung bei dem Motoren- und Getriebehersteller alles andere als langweilig ist, vielmehr voller dynamischer Impulse steckt. Wenn die potenziellen Bewerber durch die Maßnahmen neugierig geworden sind, sind auch die weiteren Informationen ganz im Sinne der Kampagnen-Idee gehalten. So bekommen Schüler auf den Sportevents oder auf Jobmessen den passenden Faltplan, der sie über das Angebot und die Leistungen im Land der Bewegung informiert und sie auffordert, ebenfalls Bürger dieses Landes zu werden. Dass der Mix aus einer starken Kampagnen-Idee und der Einbindung der eigenen Mitarbeiter funktioniert, zeigen die Ergebnisse: Über 10 Prozent der Bewerbungen werden mittlerweile über Facebook generiert. Die Anzahl der Online-Bewerbungen konnte um 30 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert werden. Foto: Vera Hermes Trotz Smartphone-Apps, Social Media und all den anderen digitalen Verlockungen: Die seit rund sieben Jahrzehnten praktizierte Haushaltswerbung ist nach wie vor erfolgreich. Prospekte sind gelernt, wirken und sind kostengünstig, lautet eine der Kernaussagen des EHI Marketingmonitors Handel Für den Handel sei der Prospekt das Abverkaufsmedium Nummer 1, zu dem keine Alternative in Sicht sei, so die Forscher vom EHI Retail Institute, Köln. Und so landen immer mehr Flyer, Kataloge, Handzettel, unadressierte und teiladressierte Werbung in den Briefkästen in zahlreichen Regionen samstäglich noch dazu die Verbundwerbung Einkauf aktuell. Nicht zu vergessen die kostenlosen Anzeigenblätter. Laut der Studie Haushaltswerbung in Deutschland 2012 der Deutschen Post, Bonn, finden viele Empfänger die Werbung, die sie in der Post haben, gut: Vier von fünf Befragten würden immer wieder in Anzeigen, Broschüren oder Prospekte hineinschauen. Und erreiche die Haushaltswerbung erst einmal den heimischen Küchentisch, bleibe sie dort auch in der Regel ein paar Tage liegen und werde von mehreren Menschen gelesen. Echte Fans das sind gut 23 Prozent warten insbesondere auf die Werbung der Lebensmittelhändler, um sich über Angebote zu informieren und Preise zu vergleichen. Der Studie zufolge betreibt fast ein Viertel aller Unternehmen in Deutschland Haushaltswerbung. Der Markt belief sich auf 7 Milliarden Euro und somit etwa 9 Prozent des gesamten Werbekuchens. Daran dürfte sich in den vergangenen eineinhalb Jahren wenig geändert haben nach wie vor sind die Briefkästen voll. Zu voll, meinen manche und nutzen deshalb den Bitte keine Werbung -Aufkleber. Die Zahl der sogenannten Werbeverweigerer liegt seit Jahren stabil bei 22 Prozent. Aufschlussreich ist ein Blick auf ihre regionale Verteilung: Während in vielen Großstädten oft über die Hälfte der Haushalte keine Direktwerbung im Briefkasten haben will, sind es in ländlichen Gebieten Fast ein Viertel aller Unternehmen betreibt Haushaltswerbung. D

10 18 DIALOG MARKETING 19 Interview zur Haushaltswerbung Der Prospekt ist der Impulsgeber Katja Heil, Armin Diehl: Der Mindestlohn ist derzeit das beherrschende Thema. Martin Jacobi, Egro Direktwerbung: Viele Kunden wollen exklusiver, intelligenter und individueller werben. Herr Schlosser, die Haushaltswerbung hat in den vergangenen Jahren technisch einen großen Sprung gemacht: Kleinräumigere Verteilung, ausgefeilte Geomarketing-Methoden und eine immer feiner segmentierte Zielgruppenbestimmung machen es möglich. Was ist in Ihren Augen der wichtigste Erfolgsfaktor? Rolf Schlosser: Natürlich muss man seine Daten zusammenhaben und nutzen, aber viel wichtiger ist das korrekte Verteilen selbst. Was nützt uns das schönste Geomarketing, wenn der Verteiler nicht richtig läuft? Seitdem die Neukundenansprache mithilfe adressierter Werbung vor ein paar Jahren vom Gesetzgeber deutlich erschwert wurde, boomt die Haushaltswerbung. An manchen Tagen landen in einigen Regionen mehr als zehn Prospekte beim Verbraucher. Ist der Briefkasten damit nicht zu voll? Nein. 70 Prozent der Menschen wollen Haushaltswerbung bekommen, weil sie sie als wichtige Information empfinden. Viele sind sogenannte harte Nutzer sie warten auf die Prospekte und gehen damit in den Einzelhandel. Der würde gewaltige Verluste verzeichnen, wenn er seine Angebote nicht wöchentlich und anlassbezogen über Haushaltswerbung bekannt machen könnte. Ist die Akzeptanz der Haushaltswerbung an bestimmte Zielgruppen geknüpft? Es gibt eine leichte Tendenz zu Älteren und zu Familien, die eingeschränkte finanzielle Mittel haben. Welche Auswirkungen wird die Einführung des Mindestlohns auf die Haushaltswerbung haben? Mit Einführung des Mindestlohns wird Haushaltswerbung auf jeden Fall teurer werden, weil sich die verfügbare Arbeitszeit pro Monat und Mitarbeiter verkürzen wird. Ich vermute, dass es außerdem zu einer weiteren Zentralisierung kommt. Kleine mittelständische Haushaltswerber vor Ort, die begrenzte regionale Gebiete bedienen, werden möglicherweise aussterben. Machen Online- Prospekt-Portale der gedruckten Haushaltswerbung Konkurrenz? Ich sehe das nicht so. Aber da scheiden sich die Geister. Was ist denn mit Rolf Schlosser, 64, den Online-Anbietern? ist Inhaber und Geschäftsführer von VWF-Consulting, Beerfelden im Odenwald. Von denen hört man doch gar nichts mehr. Es gibt immer eine Online-affine Zielgruppe, aber die Masse der Menschen schaut nicht in den Computer und sucht nach Prospekten. Was gut funktioniert, ist die Verbindung von Print und Online. Der Prospekt ist der Impulsgeber, Online dann der Business-Macher. INTERVIEW: VERA HERMES vielfach weniger als 10 Prozent. Weil die Haushaltswerbung bei den Werbungtreibenden so beliebt ist, geht es nun auch im Briefkasten verstärkt darum, die Aufmerksamkeit des Empfängers zu gewinnen. Die Folge? Haushaltswerbung wird kreativer: Viele Kunden wollen exklusiver, intelligenter und individueller werben. Außerhalb des Mainstreams, an ausgewählten Tagen, zu bestimmten Zeiten, sagt Martin Jacobi, Geschäftsführer von Egro Direktwerbung, Obertshausen bei Offenbach. Wer kreativ ins Auge fallen will, hat die Wahl zwischen etlichen Sonderwerbeformen: Türhänger und Überformate, Post-its und die sogenannten Hello-Flyer, die aus dem Briefkasten heraushängen, heben sich von der herkömmlichen Direktwerbung ab. Hoch im Kurs stehen derzeit auch Bierdeckel. Die kommen immer dann besonders gut an, wenn sie zur Werbebotschaft passen etwa wenn Obi zur Grillvorführung einlädt oder die Dirndl-Schneiderin im Vorfeld des Oktoberfests für ihre Kleider wirbt. Auch wenn das örtliche Reisebüro mit dem Spruch Ihre Schuhe für den nächsten Badeurlaub Flipflops oder der heimische Optiker Brillenputztücher in die Briefkästen stecken lässt, ist Aufmerksamkeit so gut wie garantiert. Doch auch, wer beim einfachen Prospekt bleibt, kann viel dafür tun, dass seine Botschaft ankommt. Das fängt beim lesefreundlichen Layout an und hört bei der Papierauswahl noch lange nicht auf. Hauptverteiltage für Haushaltswerbung sind Mittwoch und Samstag. Weil auch die Deutsche Post montags keine Prospekte verteilt, ist Montag der Tag mit der geringsten Postmenge. Wer also nicht mit zig anderen Sendungen konkurrieren will, platziert seine Werbebotschaft am Wochen- Souveränität und Leidenschaft vorn Typologie der Nutzer von Haushaltswerbung Distanzierte Kritiker: Abwehrendes Verhalten, überdurchschnittlich viele Werbeverweigerer Neutrale Beobachter: Gelegentliche Nutzung von Haushaltswerbung Sporadische Bedarfsdecker: Selektive Nutzung, vor allem zur Unterstützung bei größeren Anschaffungen Ergebnisse einer clusteranalytischen Segmentierung aus der Studie Haushaltswerbung in Deutschland 2012, basierend auf zahlreichen Statements über Haushaltswerbung. Quelle: Studie Haushaltswerbung in Deutschland 2012, MRSC / Evolution / Deutsche Post DHL anfang. Das ist naturgemäß teurer, weshalb vor allem Unternehmen mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen diesen Service nutzen so finden sich im Hamburger Speckgürtel derzeit montags oft edel gestaltete Prospekte von Immobilienmaklern im Briefkasten. Standard für erfolgreiche Haushaltswerbung ist die mittlerweile ausgefuchste Zielgruppensegmentierung und der Einsatz von Geomarketing. Das reduziert die Streuverluste erheblich und führt zu kleineren Auflagen. Zahlreiche Werbekunden verlängern ihre Haushaltswerbung ins Internet: Mithilfe von QR-Codes, dem Verweis auf Online- Shop oder Web-Gewinnspiel leiten sie die Nutzer auf ihre Internet-Seite. Einige gehen dazu über, ihre Prospekte ausschließlich im Web anzubieten. Zum Beispiel bei Kaufda. Die Internetplattform zeigt Prospektwerbung im stationären und mobilen Web. Laut Anteile in Prozent Souveräne Werbenutzer: Nutzen vielfältige Medien zur Kaufinformation, Haushaltswerbung allerdings am stärksten Leidenschaftliche Leser: Discountaffin, möchten sich inspirieren lassen, nehmen sich regelmäßig Zeit für die Angebote Angebotsfixierte Jäger: Schnäppchenjäger, scannen Haushaltswerbung nach Angeboten auch unabhängig vom täglichen Bedarf Für den Handel ist die Haushaltswerbung unverzichtbar dem seit 2011 zu Axel Springer gehörenden Unternehmen sind bei Kaufda über stationäre Einzelhandelsgeschäfte aus deutschen Städten und Gemeinden vertreten. Die neue Konkurrenz sorgt bei den Direktwerbern für Innovationen: Das Unternehmen Armin Diehl Direktwerbung in Schwaig bei Nürnberg zum Beispiel, das in der Region nach eigenen Angaben jährlich 250 Millionen Prospekte verteilt, bietet seinen Kunden einen neuen Service: Auf dem Portal Wunschwerbung.de werden die Prospekte für 5,50 Euro pro eingestelltem PDF auch online gezeigt. Laut Marketingleiterin Katja Heil ist Armin Diehl damit der einzige Direktverteiler, der Prospekte sowohl online als auch offline an die Empfänger bringt. Mehr noch als das Internet treibt die Direktwerbeprofis aber ein ganz anderes Thema um: Der Mindestlohn ist derzeit das beherrschende Thema, sagt Heil, es ist klar, dass er kommen wird, aber niemand weiß ganz genau wie. Inhaber Armin Diehl plant deshalb einen Workshop mit Kollegen aus der Branche, um gemeinsam zu klären, wie sich die Anbieter am besten vorbereiten können. Auszuloten gibt es manches. So werden Zusteller bislang pro Stück und nicht pro Zeit bezahlt. Die Umstellung erfordert einen erheblichen Kontroll- und Verwaltungsaufwand. In Städten ohne nennenswerte Steigungen verteilen sich Prospekte schneller als in bergigen Dörfern. Unternehmen wie Impuls Direktwerbung im thüringischen Untermaßfeld analysieren deshalb derzeit mithilfe von Geomarketing die Laufwege und damit die Prospektmenge, die ein Zusteller pro Stunde bewältigen kann. Geschäftsführerin Sylvia Pakusa sagt: Wir machen uns Sorgen um die Umsetzung des Mindestlohns und dass in der Folge unsere Kunden keine Direktwerbung mehr machen werden. Sie befürchtet, dass wahlweise die Dienstleistung teurer wird oder Unternehmen schließen müssen. Wie es für die großen und kleinen Unternehmen der Branche weitergeht, wird man wohl erst in gut einem Jahr abschätzen können. Die Haushaltswerbung selbst wird sicherlich weiter genutzt werden insbesondere für den Handel ist sie unverzichtbar, für viele andere Wirtschaftszweige ist sie ein guter Weg, um auf sich aufmerksam zu machen. VERA HERMES

11 20 DIALOG MARKETING 21 Studien Lesetipps für Dialogmarketer Entscheider scheuen das Risiko Zögerlich. Wie sehr sich Marketer zurzeit gefordert fühlen, zeigt eine Untersuchung von Adobe Systems auf, die ursprünglich in den USA, danach auch in Großbritannien, Frankreich und Deutschland durchgeführt wurde. Ihr zufolge finden gut zwei Drittel der Befragten in den drei europäischen Ländern, dass sich das Marketing in den vergangenen zwei Jahren stärker verändert hat als in den fünf Jahrzehnten davor. Über die Hälfte geht davon aus, dass sich ihre Rolle im Lauf der kommenden zwölf Monate verändern wird, drei Viertel erwarten dies in den nächsten drei Jahren. Knapp drei Viertel glauben, sie müssten sich neu erfinden, um in Zukunft erfolgreich zu sein. Als Dreh- und Angelpunkte haben die Marketer vor allem die zunehmende Zahl an Kanälen und Plattformen zur Zielgruppenansprache ausgemacht. Dazu kommen veränderte Sichtweisen aufs Kunden-Engagement und neue Technologien, mit deren Hilfe die Effektivität des Marketings überprüft werden kann. Als wichtigste Werkzeuge im digitalen Marketing betrachten die Befragten soziale Netzwerke noch vor Online-Werbung und Mobile Marketing. Kein gutes Zeugnis stellen sie ihren Unternehmen bislang vor allem in diesen Punkten aus: Personalisierung der Kommunikation, Targeting, Response-Management, Content- Management, Erfolgsmessung und Social-Media-Marketing. Offenbar meint die Mehrheit der Marketer jedoch, nicht sie selbst, sondern andere sollten vorangehen: 47 Prozent erklären, es sei mehr Mut zum Risiko nötig, aber 60 Prozent haben vor, alles beim Alten zu belassen. TS Name der Studie: Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent Themselves, European Edition Herausgeber: Adobe Systems, München Erscheinungsdatum: 14. Mai 2014 Befragter Personenkreis: Marketingexperten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien Befragte Personen: 351, davon 100 in Deutschland Preis: Zusammenfassung in Englisch kostenlos Weitere Informationen: Kunden-Feedback kommt kaum an Lücken zwischen Theorie und Praxis in der Einschätzung von Marketern Instrument Bedeutung Umsetzung Differenz Management des Kunden-Feedbacks Personalisierung und Targeting Content-Management Erfolgsmessung Social Marketing Kreativität und Innovation Digitale Werbung Cross-Channel-Marketing Planung des Mediamix E-Commerce Public Relations Markenaufbau Events N = 351 Befragte Angaben in Prozent beziehungsweise Prozentpunkten (bei der Differenz) Quelle: Adobe Systems Neuland. Viele Unternehmen unterschätzen nach wie vor die Bedeutung von Online-Kanälen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Steria Mummert Consulting. Ihr zufolge sagen 71 Prozent der befragten Entscheider, dass für die Kundenberatung die Filiale, das Fachgeschäft und der persönliche Kontakt am wichtigsten sind. Den eigenen Internet-Auftritt nennen dagegen nur 30 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Verkauf: 71 Prozent der Befragten finden den herkömmlichen Verkauf am besten, nur 29 Prozent die eigene Website. Offensichtlich bleibe der sogenannte Ropo-Effekt ( Research online, Purchase offline beziehungsweise Research offline, Purchase online ) oftmals unberücksichtigt, kritisieren die Berater. Kunden träfen ihre Kaufentscheidungen heutzutage jedoch häufig kanalübergreifend. So recherchierten sie beispielsweise im Internet, kauften dann aber bei einem stationären Händler 24 und umgekehrt. 24 Tatsächlich sind der Studie zufolge der Internet-Auftritt und die Filiale des Anbieters 19 zur Erstinformation gleich 16 wichtig. Lediglich wenn eine intensive Beratung nötig ist, 15 suchten Kunden eher den persönlichen Kontakt jedenfalls bei Dienstleistungen und höherpreisigen Produkten. Auch der Einkauf finde noch eher im 8 Laden als im Internet statt. Bei 2 Dienstleistungen sei das Verhältnis 90 zu 75 Prozent, bei höherpreisigen Produkten 90 zu 76 Prozent, bei günstigeren 56 Produkten jedoch nur noch 82 zu 77 Prozent. TS Name der Studie: Potenzialanalyse Customer-Centricity- Management Herausgeber: Steria Mummert Consulting, Hamburg Erscheinungsdatum: 7. Mai 2014 Befragter Personenkreis: Fach- und Führungskräfte von Unternehmen ab 100 Mitarbeitern, zusätzlich Endkunden ab 18 Jahren Befragte Personen: 125 / 1000 Preis: k.a. Weitere Informationen: Misstrauisch. Nur jeder zwanzigste Deutsche glaubt, dass seine persönlichen Daten in sozialen Netzwerken gut aufgehoben sind. Damit bilden die sozialen Netzwerke das Schlusslicht unter den 23 von der Initiative Markt- und Sozialforschung abgefragten Institutionen und Wirtschaftszweigen. Kurios: Sogar die ausländischen Geheimdienste schneiden etwas besser ab, sie erreichen fast 7 Prozent Zustimmung. Miserabel der Wert für die Werbeagenturen: Sie liegen mit knapp 8 Prozent Zustimmung auf dem drittletzten Platz. Nicht gerade schmeichelhaft fallen die Beurteilungen von Suchmaschinen-Betreibern, Handy-Herstellern, -Providern und Telefongesellschaften aus: Sie Marketer setzen auf Communitys Welche Maßnahmen haben Sie im Vergleich zum Vorjahr verstärkt? Aufbau von Communitys in Social Media Kundendialog per Daten-Analyse Neuorganisation von Marketing-Abteilungen Entwicklung von Apps und mobilen Kampagnen Neubewertung von Rollen im Marketing Einstellung von Mitarbeitern mit digitalem Know-how Investitionen ins Mobile Marketing Display-Werbung Public Relations Events Einstellung von Mitarbeitern mit Know-how in Personalisierung Einstellung von Mitarbeitern mit Know-how im Mobile Marketing n = 351 Befragte Angaben in Prozent Quelle: Adobe Systems Bessere Kontakte Was hat Ihnen das Social-Media-Marketing gebracht? Kontakte gesteigert Besucherzahlen erhöht Loyale Fans erschlossen Einsichten in den Markt geliefert Leads erzeugt Suchmaschinen-Ranking verbessert Geschäftspartnerschaften vertieft Marketing-Aufwand reduziert Verkauf angekurbelt n = 2887 Befragte; Angaben in Prozent Quelle: Social Media Examiner landen allesamt am unteren Ende des Rankings. Oberhalb des Mittelwerts von 44 Prozent stehen dagegen beispielsweise Kirchen und Vereine sowie Finanzämter, Banken und Sparkassen. Die Spitzenplätze nehmen Polizei, Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser ein. TS Name der Studie: Vertrauen in Datenschutz Herausgeber: Initiative Markt- und Sozialforschung, Berlin Erscheinungsdatum: 19. Mai 2014 Befragter Personenkreis: Bundesbürger ab 14 Jahren Befragte Personen: 1000 Preis: kostenlos Weitere Informationen: Kontaktfreudig. Fast 2900 Marketer, vornehmlich in den USA, haben sich für den Social Media Marketing Industry Report 2014 befragen lassen, wie sie es mit den sozialen Netzwerken halten. Wichtigste Ergebnisse: Positive Folgen eines Engagements in den Communitys lassen sich zwar nicht so recht messen, aber doch feststellen. So verbessert Social- 92 Media-Marketing den Kontakt zu Nutzern und Kunden auf vielfältige Weise. Neun von zehn Befragten geben an, es sei wichtig fürs Geschäft. Die Hälfte meint auch eine Ankurbelung des Verkaufs zu bemerken. Im Vergleich zum Vorjahr sind fast überall Fortschritte zu verzeichnen. TS Name der Studie: Social Media Marketing Industry Report 2014 Herausgeber: Social Media Examiner, Poway / Kalifornien (USA) Erscheinungsdatum: 19. Mai 2014 Befragter Personenkreis: Marketer in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Indien Befragte Personen: 2887 Preis: kostenlos Weitere Informationen:

12 22 DIALOG MARKETING 23 Aus- und Weiterbildung Interview mit Reinhard Pranke, DDV-Vizepräsident Bildung und Forschung Spannende und vielfältige Jobs in unserer Branche Konjunkturbarometer Keine spürbaren Veränderungen bei Neueinstellungen Wirtschaftslage hat sich deutlich erholt Viele Unternehmen beklagen seit Jahren, dass sie keinen qualifizierten Nachwuchs fürs Marketing finden. Besonders hart trifft es offensichtlich die Dialogmarketer. Woran liegt das? Reinhard Pranke: Ganz einfach: Unsere Branche ist leider nicht so bekannt, wie wir uns das wünschen. Deshalb ist es unser aller Hausaufgabe, nach außen zu kommunizieren, welche spannenden und vielfältigen Jobs die Dialogmarketing-Branche zu bieten hat. Ist die Brisanz des Nachwuchsmangels immer allen bewusst? Das ist sehr unterschiedlich. Schaut man in die Agenturszene, so entdeckt man immer wieder kreative Ansätze zur Anwerbung von Nachwuchskräften. Auch die größeren Unternehmen sind schon recht aktiv, beispielsweise über Kooperationen. Für kleinere Firmen ist es sicher schwieriger, Nachwuchs zu finden, aber sie müssen sich immer vor Augen führen: Die Demographie- Uhr tickt. Der DDV hat im vergangenen Jahr eine neue Nachwuchsinitiative ins Leben gerufen. Ihr Kern: Sechs Events mit Marketing-Praktikern in einer Community. Wie funktioniert dieses Format und wie könnte es weiterentwickelt werden? Der DDV verfolgt mit diesem Vorhaben zwei Ziele. Zum einen sollen die Nachwuchskräfte im Dialogmarketing Studierende wie auch Berufsanfänger frühzeitig auf unseren Verband und seine Ziele aufmerksam werden. Zum anderen wollen wir an den Marketing-Hotspots Menschen sehen, die sich dem Dialogmarketing ernsthaft verschrieben haben. Derzeit werten wir die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr aus. Foto: Boris Trenkel Reinhard Pranke, 64, war bis 2014 Bereichsvorstand Marktliberalisierung bei der Deutschen Post in Bonn. Ich denke, dass wir eine Reihe von Anpassungen vornehmen werden. Eines aber ist klar: Das Interesse an einem lebendigen Dialogmarketing-Nachwuchs wir haben dafür den Namen Dialog Natives gewählt muss von allen Gruppen des Verbands getragen werden. Bereits vor Jahren hat der DDV Dialog-Stipendien eingeführt. Wie sind die Erfahrungen mit diesem Förderinstrument? Wir kommunizieren die Möglichkeit eines Stipendiums über verschiedene Kanäle wie Stipendien-Datenbanken und erhalten jedes Jahr rund zwei Dutzend Bewerbungen. Besonders erfreulich finde ich, dass wir immer wieder Interessierte dabei haben, die sonst niemals ein solches Studium aufnehmen könnten. Dialogmarketing ist kanalübergreifend. Inwieweit spiegeln die jetzigen Studienmöglichkeiten das wider? Ich glaube, dass alle unterschiedlichen Studienangebote eines gemeinsam verfolgen, nämlich ein breites Grundlagenwissen im Marketing zu vermitteln. Eine gewisse Spezialisierung ist angesichts der vielfältigen Dialogmarketing-Kanäle unvermeidlich. Natürlich dürfen dabei das Wissen um crossmediale Ansätze und die Bereitschaft dazu nicht zu kurz kommen. Ein Blick in die Zukunft: Wie wird die Aus- und Weiterbildung im Dialogmarketing im Jahr 2030 aussehen? Die Komplexität der Rahmenbedingungen, denen sich das Marketing gegenübersieht, wird deutlich wachsen. Neben ökologischen und soziologischen Faktoren ist dafür die rasante Entwicklung der Kommunikationstechnologien verantwortlich. Dialogmarketing wird eine zentrale Rolle bei Marketing-Entscheidungen bekommen. Rasch wechselndes Käuferverhalten erzwingt intelligente Kundenbindungsprozesse und flexible Marketing-Entscheidungen. Dies erfordert eine erhöhte Dialogbereitschaft. Aus- und Weiterbildung im Dialogmarketing wird darauf ausgerichtet sein, die Studierenden in die Lage zu versetzen, durch die verschiedenen Marketing-Instrumentarien sehr schnell Veränderungen im Marktumfeld zu adaptieren. INTERVIEW: LUDGER KERSTING Die wirtschaftliche Situation der Mitglieder des Deutschen Dialogmarketing Verbands (DDV) hat sich verbessert. Das hat das jüngste Konjunkturbarometer des DDV ergeben. 42 Prozent der Teilnehmer geben an, ihr Umsatz sei 2013 gestiegen 2012 waren es lediglich 31 Prozent. Bei 30 Prozent ist er immerhin konstant geblieben (2012: 20 Prozent). Ebenfalls deutlich niedriger als im Vorjahr ist mit 23 Prozent die Anzahl derjenigen, deren Umsatz gesunken ist (2012: 35 Prozent). Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr fallen allerdings verhalten aus. Auch wenn zwei Drittel der Umfrageteilnehmer glauben, dass die Entwicklung positiv verlaufen wird, so ist doch gut ein Fünftel davon überzeugt, das Geschäftsjahr werde weniger zufriedenstellend abgeschlossen werden. Auf die Zahl der Mitarbeiter hat sich die verbesserte Konjunktur des vergangenen Jahres nicht ausgewirkt. 45 Prozent Restriktionen machen Sorgen der DDV-Mitglieder geben an, sie sei konstant geblieben,17 Prozent sogar, sie sei gesunken (Vorjahr: 13 Prozent). Nur 28 Prozent der Befragten haben das Mitarbeiterteam aufgestockt (Vorjahr: 35 Prozent). Das Einstellungsverhalten dürfte sich nach Einschätzung der Unternehmen auch 2014 nicht spürbar ändern. Die Mehrheit (56 Prozent) gibt an, der Status bleibe konstant. Immerhin ein Viertel hat sich jedoch vorgenommen, weitere Mitarbeiter einzustellen. Patrick Tapp, Präsident des DDV, bewertet die Ergebnisse so: Die Unternehmen sind bezüglich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung extrem unsicher. Angesichts der drohenden Belastungen im Datenschutz, beim Verbraucherschutz und etwa durch den Mindestlohn ist das auch kein Wunder. Diese Unsicherheiten spiegelten Welches sind Ihrer Ansicht nach zurzeit die größten Herausforderungen für das Dialogmarketing? Zunehmende Restriktionen, wie sie aktuell etwa durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung drohen Erfolgreiche Vernetzung des Kundendialogs über alle Kanäle Kommunikation der Vorteile des Dialogmarketings für den Verbraucher Suche nach qualifiziertem Nachwuchs / War for talents Unsicherheit bei den Auftraggebern aufgrund zunehmender Restriktionen Umgang mit Big Data Kommunikation der Effizienz des Dialogmarketings Kommunikation der Bedeutung des Dialogmarketings für das Online-Marketing Skala: 1 (keine Herausforderung) bis 10 (sehr große Herausforderung) Quelle: DDV 6,0 6,0 6,8 6,6 6,6 6,4 6,3 7,5 sich selbstverständlich auf dem Arbeitsmarkt wider. Unternehmen seien nicht bereit, in neue Mitarbeiter zu investieren, wenn sie nicht abschätzen könnten, wie stabil ihre Umsätze sind. Tapp weiter: Das ist eine fatale Situation vor allem für die Mitarbeiter, die unter Umständen mehr Arbeit mit weniger Leuten stemmen müssen. Die geplante EU-Datenschutz-Grundverordnung belastet die Branche sehr. Nach den größten Herausforderungen für die Dialogmarketer befragt, liegt die Antwortoption Zunehmende Restriktionen, wie sie aktuell etwa durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung drohen an erster Stelle. Die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Branche für das zurückliegende Jahr entspricht in der Bewertung der DDV- Mitglieder dem Niveau des Jahres Prozent beurteilen das Geschäftsjahr 2013 als eher zufriedenstellend, 5 Prozent als sehr zufriedenstellend. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr sieht deutlich positiver aus: 5 Prozent glauben, dass die Entwicklung der Gesamtbranche sehr zufriedenstellend ausgehen wird (Vorjahr: ein Prozent). Das Konjunkturbarometer des DDV erhebt seit mehr als einem Jahrzehnt jährlich die wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedsunternehmen und greift in der Befragung zusätzlich aktuelle Herausforderungen und Trends auf. An der aktuellen Bestandsaufnahme haben sich 106 Unternehmen beteiligt. Das sind 18 Prozent der befragten Mitglieder (ohne Hochschulen und Personenmitgliedschaften). DIA

13 24 DIALOG LAB 25 Digital Dialog Insights 2014 Studie offenbart Stärken und Schwächen Gestiegene Professionalität beim Einsatz von Daten Eine Kluft zwischen Theorie und Praxis bei der integrierten Kommunikation, Zurückhaltung der Werbungtreibenden bei der Segmentierung von Zielgruppen, aber Fortschritte beim Daten-Management dies sind drei der wichtigsten Ergebnisse der Digital Dialog Insights Die Studie ist ein Gemeinschaftswerk der Hochschule der Medien, Stuttgart, und von United Internet Dialog, Karlsruhe. Der DDV ist Kooperationspartner. Ernüchtert zeigen sich die Studienautoren in puncto integrierter Kommunikation. Zwar meinen zwei Drittel der Befragten, die Marketing-Wirkung lasse sich durch eine kanalübergreifende Analyse und Optimierung des Kampagnenerfolgs erheblich verbessern. Aber nur ein Drittel glaubt, dass tatsächlich etwas in dieser Richtung getan werde. Ob dies an mangelndem Know-how, technischen Problemen oder unzureichendem Budget liegt, lässt die Untersuchung offen. Die Mehrzahl der Befragten attestiert den verschiedenen Spielarten des Online-Targetings eine gleiche oder bessere Wirkung im Vergleich zu 2012, als eine Vorgängerstudie veröffentlicht wurde. Insbesondere das Targeting, das auf dem Nutzerverhalten basiert, und das Targeting auf der Grundlage eigener CRM-Daten haben in den Augen der Befragten zugelegt. Die Studienautoren sehen darin ein Indiz für die durchweg gestiegene Professionalität im Daten-Management der Unternehmen. Wenige Untergruppen sind die Regel Wie viele Zielgruppen-Segmente differenzieren Werbungtreibende Ihrer Branche nach Ihrer Einschätzung im Durchschnitt? Zahl der Zielgruppen- Segmente Bis 5 Mehr als Angaben in Prozent Quelle: Digital Dialog Insights Bessere Nutzung von CRM-Daten Wie hat sich die Wirkung von Targeting Ihrer Ansicht nach von 2012 bis heute verändert? 1 Besser geworden Gleich geblieben Schlechter geworden Weiß nicht Demografisches Targeting 57 Behavioral Targeting Angaben in Prozent; CRM = Customer-Relationship-Management 46 Predictive Targeting Ein genauerer Blick auf die eingesetzten Instrumente verrät: Neben Re-Targeting mithilfe von Cookies und Tracking-Pixeln werden vor allem von Providern vorkonfigurierte Targeting-Segmente genutzt, für die üblicherweise Profil-Daten herangezogen werden. Leistungsstarkes, aber aufwendigeres Adress-Matching ist dagegen weniger verbreitet. Wenn es doch verwendet wird, werden Eins-zu-eins-Verfahren bevorzugt, für die die Erlaubnis der Nutzer vorliegt. Beim Vergleich der digitalen Disziplinen zeigt sich eine Vorliebe der Befragten für eher verkaufsfördernde Kanäle wie und Suchmaschinen-Marketing. Ihnen werden weite Verbreitung und großes Potenzial bescheinigt. Noch mehr Vermögen wird lediglich vom Mobile Marketing erwartet. Dass die Optimierung des Quelle: Digital Dialog Insights Re- Targeting 57 Targeting auf Basis eigener CRM-Daten Targeting mit Daten Dritter Marketings mithilfe von Daten insgesamt noch am Anfang steht, verdeutlicht die eher geringe Untergliederung von Zielgruppen: Die Hälfte der Unternehmen definiert nach Ansicht der Befragten 6 bis 20 Segmente, ein Drittel komme mit noch weniger aus. Die Studie basiert auf der Auswertung eines Online-Fragebogens, den im Mai 102 Online- Fachleute aus den Bereichen Produktion, Handel und Dienstleistung ausgefüllt haben. Die Teilnehmer rekrutieren sich aus dem Experten-Netzwerk der Hochschule der Medien oder vertreten Unternehmen, die digitales Marketing auf Plattformen von United Internet Dialog betreiben. Drei Viertel dieser Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von mehr als einer Million Euro, 17 mehr als 2 Milliarden Euro. JOACHIM THOMMES SVEN BERNHARDT, DIRECTOR E-COMMERCE BREUNINGER, STUTTGART: Multichannel bedeutet mehr, als einmalig eine Marketing-Kampagne aufzusetzen. DANIEL REBHORN, GESCHÄFTSFÜHRER DICONIUM, STUTTGART: Die Umfrageergebnisse sind geradezu schockierend die daten-getriebene Optimierung in Marketing und E-Commerce steht erst am Anfang. HARALD EICHSTELLER, PROFESSOR AN DER HOCHSCHULE DER MEDIEN, STUTTGART: Man kann eine deutliche Professionalisierung in puncto Know-how, Personal und Systemen feststellen. GREGOR WOLF, GESCHÄFTSFÜHRER EXPERIAN, HAMBURG: Es freut mich, dass die Verwendung eigener CRM-Daten in der digitalen Marketing- Kommunikation zunehmend akzeptiert wird. RASMUS GIESE, GESCHÄFTSFÜHRER UNITED INTERNET DIALOG, KARLSRUHE: Viele Unternehmen haben noch erheblichen Optimierungsbedarf bei der wirkungsvollen Nutzung ihrer Daten. ERIK MEIERHOFF, STRATEGIECHEF RAKUTEN DEUTSCHLAND, BAMBERG: Der Kunde unterscheidet immer weniger zwischen den verschiedenen Kanälen.

14 26 DIALOG INSIDE wissenschaftlicher Kongress Symposium am 1. Oktober 2014 in Mainz Effizienz des Dialogs als Leitthema EDDI Dialogmarketing-Preis geht an DM Drogeriemarkt Vom Kunden her denken können Der wissenschaftliche interdisziplinäre Kongress des DDV hat sich als das zentrale Event für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis des Dialogmarketings etabliert: Bereits zum neunten Mal wird das Symposium stattfinden. Gastgeber am 1. Oktober 2014 ist Heinrich Holland, Professor an der Fachhochschule Mainz, in deren Aula sich Wissenschaftler und Praktiker zum Austausch treffen werden. Das Leitthema lautet Effizienz des Dialogs. Der Kongress wurde 2006 vom jetzigen DDV-Präsidenten Martin Nitsche und den im Plenum Bildung und Forschung zusammengeschlossenen Hochschullehrern im DDV initiiert und hat sich zum Ziel gesetzt, einmal jährlich aktuelle Forschungsprojekte zum Dialogmarketing zu präsentieren und ein Diskussionsforum zu schaffen. Dabei soll auch die Vielfalt der Forschungsansätze aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Soziologie, Jura, Medizin, Kommunikationswissenschaften und Journalismus präsentiert werden. Darüber hinaus verfolgt der DDV das Ziel, den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Hochschulen und die Kontakte zwischen Wissenschaft Foto: Roland Artur Berg / DDV und Praxis zu fördern. Für Konstanz sorgt auch Tagungsleiter Heinz Dallmer, der seit 2006 dabei ist. Die günstigen Teilnahmegebühren von 50 Euro für Studenten bis 400 Euro für Nicht-Mitglieder des DDV werden wieder durch das Engagement zahlreicher Sponsoren ermöglicht. In den Gebühren ist der Bezug des Tagungsbands Dialogmarketing Perspektiven bereits enthalten. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr bei Professor Holland an der Fachhochschule Mainz tagen werden. Er ist einer der am meisten profilierten Wissenschaftler im Dialogmarketing, hat sich mit der Disziplin seit vielen Jahren in Forschung und Von Anfang an dabei: Tagungsleiter Heinz Dallmer. Lehre beschäftigt und unserer Branche viele wertvolle Impulse gegeben, erklärt DDV- Vizepräsident Reinhard Pranke. Holland ist seit 2004 Mitglied der Hall of Fame des DDV, Akademieleiter der Deutschen Dialogmarketing Akademie und Mitglied der Jury des Alfred Gerardi Gedächtnispreises. Feierlicher Höhepunkt des Kongresses wird die Preisverleihung des Alfred Gerardi Gedächtnispreises 2014 sein. Noch bis zum 30. Juni können Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Akademien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Abschlussarbeiten in den vier Kategorien Dissertation, Master, Bachelor und Diplomarbeit Akademien einreichen. Ausgewählt werden die vier Preisträger von einer mit Praktikern und Hochschullehrern besetzten Fachjury. Am 1. Oktober erhalten die vier Gewinner ihre Urkunden und einen Scheck in Höhe von jeweils 2000 Euro. Für alle Teilnehmer gibt es Kurzvorträge der Gewinner über ihre Arbeiten. Weiterführende Informationen zur Teilnahme sowie zu den eingereichten Arbeiten seit dem Start des Wettbewerbs im Jahr 1986 finden Interessenten auf der Website des Awards. Wer sich für die Einsichten und Ergebnisse des 8. Wissenschaftlichen Kongresses im Herbst vergangenen Jahres interessiert, kann sie im Tagungsband Dialogmarketing Perspektiven 2013/2014 nachlesen. Die im Gabler Verlag erschienene Publikation (280 Seiten) enthält eine Sammlung aller Referate, die auf der Tagung gehalten wurden, weitere interessante Artikel und ein Kapitel über die Gewinnerarbeiten des Alfred Gerardi Gedächtnispreises. DIA Der EDDI, der angesehene Unternehmenspreis des Deutschen Dialogmarketing Verbands (DDV), geht in diesem Jahr an DM Drogeriemarkt. Bei der feierlichen Übergabe der Gewinnertrophäe im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg lobte DDV-Präsident Martin Nitsche am Vorabend der Co-Reach das Unternehmen für seinen langfristigen und innovativen Einsatz im crossmedialen Dialogmarketing. Nitsche: DM ist ein in jeder Hinsicht würdiger Gewinner des EDDI, denn der Dialog ist für das Unternehmen nicht bloß ein Marketing-Instrument, sondern ein unverzichtbarer Teil der Unternehmensstrategie. Das Unternehmen habe sich den Dialog auf die Fahnen geschrieben und das Prinzip der dialogischen Führung mitgeprägt. Die Liste der seit 1993 mit dem EDDI ausgezeichneten Unternehmen liest sich wie das Who is Who der starken Marken: Ford, ING-Diba, Otto, Coca-Cola, Deutsche Lufthansa, Procter & Gamble, Galeria Kaufhof, BMW, Focus und American Express heißen beispielsweise die Sieger der vergangenen Jahre. Alle 20 bisherigen EDDI-Preisträger eint, dass sie nachhaltige Erfolge im crossmedialen Dialogmarketing aufzuweisen haben, systematisch Innovationen eingeführt und Pionierleistungen erbracht haben. Wer einen EDDI gewinnt, führt in der Regel bereits seit Jahrzehnten fruchtbare Kundendialoge, die dann in gute Ergebnisse münden. Nominiert wird der jeweilige Preisträger von den Mitgliedern des Deutschen Dialogmarketing Verbands. Sie bewerten ihren Favoriten nach seinen Leistungen in den vergangenen fünf Jahren anhand der Kriterien Dialogmarketing-Strategie, inhaltliche und gestalterische Integration, crossmediale Umsetzung sowie Kundenzentrierung. Auf der Basis der Mitgliedervoten kürt eine Jury aus erfahrenen Dialogmarketern den Preisträger. In diesem Jahr waren zehn Juroren unter Vorsitz von Kay Peters, Professor an der Universität Hamburg, an der Entscheidung beteiligt. Für Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der Nürnbergmesse, ist der EDDI ein wichtiger Gradmesser, denn erfolgreiches crossmediales Dialogmarketing sei auch für die Nürnbergmesse von großer Bedeutung. In einer Zeit, in der man angesichts der Fülle an Kommunikationsmöglichkeiten mit Kunden sehr schnell den Überblick verlieren kann, liefert mir der EDDI einen wirkungsvollen qualitativen Filter, gibt mir Orientierung in der Vielfalt und regt mich an, Neues auszuprobieren, erklärt Rättich. Nitsche hob in seiner Laudatio hervor, dass der neue Preisträger bereits Mitte der 90er Jahre als einer der ersten Händler überhaupt begonnen hatte, in seinen Filialen Adressen zu generieren und anzureichen. DM habe allein im vergangenen Jahr 50 Millionen Briefe an seine Kunden geschickt. Man kann sagen: DM hat seine Ohren auf allen Kanälen offen, hört seinen Kunden überall zu, um eben vom Kunden aus denken zu können, sagte der DDV-Präsident weiter. Fixstern bleibe dabei stets der Dialog in den Filialen. Was der frisch gekürte Preisträger vom Dialogmarketing hält, verrät Michael Müller, Leiter der Nationalen Kommunikation des Karlsruher Unternehmens, im Aufmacher-Interview dieser DIALOG-Ausgabe (Seiten 6 9): Die Streuverluste der klassischen Werbung sind einfach zu hoch. Wir setzen bei DM hin und wieder Zeitungsbeilagen ein, aber unser Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Dialogmarketing per Mailing. Adressierte Werbepost kommt bei unseren Kunden sehr gut an, weil es uns gelingt, auf zielgruppenspezifische Themen und Bedürfnisse einzugehen. Daneben arbeiten wir mit Payback, Kunden- Events und Online-Plattformen, also Instrumenten, über die wir unmittelbar erfahren können, was die Kunden wünschen. LUDGER KERSTING

15 28 DIALOG INSIDE 29 Datenschutz Best Practice Guide neu aufgelegt Dialog-Stipendien DDV übernimmt Gebühren ddp mal Edelmetall vergeben Mit der Kreation und dem Ergebnis punkten Der DDV hat im Juni 2014 seinen Best Practice Guide zum Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) neu aufgelegt. Der vom Arbeitskreis Datenschutz des Verbands erstellte Leitfaden gibt auf der Grundlage einer aktuellen pragmatischen Auslegung der datenschutzrechtlichen Vorschriften eine Orientierungshilfe für die Praxis und ist ab sofort im DDV-Shop (www.shop.ddv.de) erhältlich. Das BDSG schreibt seit 2009 für die Verwendung von Daten zu Zwecken des Marketings und Adresshandels grundsätzlich die Einwilligung der betroffenen Personen vor. Jeder Grundsatz hat aber Ausnahmen und so ist es auch beim Einwilligungsvorbehalt. Die Ausnahmen tragen vor allem den Besonderheiten des postalischen Dialogmarketings Rechnung sie sind für die Praxis bekanntlich unerlässlich. Das Datenschutzrecht enthält weitere Regelungen, die für das Dialogmarketing von besonderer Bedeutung sind wie beispielsweise das Widerspruchsrecht. Für die Einbindung von Dienstleistern im Weg der sogenannten Auftragsdatenverarbeitung greifen detaillierte Anforderungen an die Vertragsgestaltung. In die Neuauflage einbezogen sind auch die im Dezember 2013 vom Düsseldorfer Kreis herausgegebenen Anwendungshinweise zur Verwendung personenbezogener Daten für werbliche Zwecke. Die Hinweise sind von besonderer Bedeutung für die Praxis, denn das Gremium ist der Arbeitskreis der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder. Soweit die Positionen der Aufsichtsbehörden in wichtigen Punkten von denen des DDV abweichen, weist der Best Practice Guide darauf hin. Die Empfehlungen des Best Practice Guide ersetzen keine juristische Beratung. Der DDV wird sich auf der Grundlage des Guides weiterhin an der Diskussion beteiligen und der Gefahr einer übertriebenen bürokratischen Auslegung der Vorschriften entgegenwirken. Dies gilt besonders für die von Brüssel geplante europäische Datenschutzreform. DIA Der DDV ermöglicht jungen, überdurchschnittlich begabten und engagierten Nachwuchskräften durch ein Stipendium den Zugang zu einem berufsbegleitenden Studium. Konkret fördertderverband durch die Übernahme der Studiengebühren die Ausbildung zum Fachwirt Dialogmarketing DDV, Fachwirt Online-Marketing und Fachwirt Social Media an der Deutschen Dialogmarketing Akademie DDA sowie die Ausbildung zum Fachwirt Dialog- und Online-Marketing an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing BAW. Das Angebot richtet sich besonders an Nachwuchskräfte, die erste berufliche Erfahrungen im Dialogmarketing erworben haben und diese mit einer Weiterbildung ergänzen wollen. Für den Studienstart im Herbst endet der nächste Bewerbungsschluss an der DDA am 31. Juli Bewerbungsschluss für die Studiengänge an der BAW, die jeweils Ende Januar/Anfang Februar starten, ist der 30. November. Die besondere Eignung muss nachgewiesen werden. Über die Vergabe entscheidet eine Kommission. Ihre Entscheidungen sind vertraulich, nur die Zusagen an Stipendiaten werden veröffentlicht. Die Vergabekommission setzt sich wie folgt zusammen: Reinhard Pranke, DDV-Vizepräsident Bildung und Forschung, Jens Frühling, Deutsche Bank, Robert Bidmon, Forschungszentrum Direktmarketing Universität München, und Heinrich Holland, Professor an der Fachhochschule Mainz. DIA Bewerbungsformulare: Rubrik Themen/Weiterbildung auf 12 Goldmedaillen, 22 Silber- und 23 Bronze-Trophäen sowie 19 Auszeichnungen so liest sich die Bilanz des Deutschen Dialogmarketing Preises Zum dritten Mal in Folge hat Wunderman den Titel Agentur des Jahres gewonnen vor Serviceplan, und GKK Dialog Group. Den Preis in der Königsklasse Best in Show verlieh die Jury diesmal an Leo Burnett s Social-Media- Kampagne #ZeroFollower für den Fiat 500 Abarth. Mit 353 ist die Zahl der eingereichten Arbeiten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent gestiegen, auf die Shortlist kamen insgesamt 76 Beiträge. Beim ddp 2014 kam ein neues Juryverfahren zum Einsatz. Die Jury bewertete in einer ersten Runde in getrennten Gruppen nur Strategie und Ergebnis einerseits, kreative Idee und Umsetzung andererseits. Jury-Vorsitzender Michael Koch, GKK Dialog Group: Der ddp hat zu seiner alten Größe zurückgefunden. Die neue Positionierung, die gleichberechtigte Bewertung von Kreation und Effizienz, ist vom Markt anerkannt worden. Das neue Jurierungsverfahren habe die Feuerprobe bestanden. ddp 2014 der Medaillenspiegel Agentur Platz Punkte gesamt Patrick Tapp, Präsident des DDV, bilanzierte: Der Deutsche Dialogmarketing Preis unterwirft sich nicht dem Diktat der künstlichen Trennung von Kreation und Effizienz. Er ist in der Lage, die Werbewirklichkeit tatsächlich abzubilden. Denn wer Werbung wirklich gerecht bewerten will, muss beide Faktoren gleichrangig bewerten. In den Branchenkategorien schnitten die Dienstleistungen mit einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze besonders gut ab. Ebenfalls gut platzierte sich die Kategorie Credentials mit einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze gab es für Beiträge gemeinnütziger, gesellschaftlicher und kultureller Organisationen. Jurorin Simone Wastl, Deutsche Post: Alle prämierten Kampagnen dieser Kategorie haben einen starken emotionalen Zugang zum Empfänger geschaffen vom Herz ins Hirn. Sehen lassen kann sich auch die Bilanz der Kategorie Automobilindustrie, die mit jeweils einmal Gold, Silber und Bronze auf dem Siegertreppchen vertreten war. Gold Silber Bronze Auszeichnung Wunderman Serviceplan gkk Dialog Group Saint Elmo s Leo Burnett Scholz & Friends Berlin Publicis Group Wirz Wietlisbach Dialog Grabarz & Partner Werbeagentur JWT Group Germany Wertung: Gold: 4 Punkte, Silber: 3 Punkte, Bronze: 2 Punkte, Auszeichnung: 1 Punkt, Best in Show: + 2 Punkte Best in Show Quelle: DDV Bei den Medienkategorien gab es in diesem Jahr ebenfalls eine Neuerung: Erstmals wurde in der Kategorie Mailings nach Auflagen bis oder über getrennt gewertet. Die Preise bei den kleineren Auflagen: Einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Bei den höheren Auflagen gab es einmal Silber und einmal Bronze. Sehr erfolgreich schnitt die Medienkategorie Audio / Video mit einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze ab. Juror Walter Plötz, Defacto Kreativ: Für mich war Audio / Video das Spektakel des ddp Jeder der Preisträger wurde der neuen Ausrichtung gerecht und punktete sowohl bei der Kreation als auch im Ergebnis. Aus dem Vollen geschöpft wurde auch in der Spezialkategorie Kundenbindung. Einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze lautet hier die Bilanz. Bei der D-A-CH-Kategorie, in die für den deutschen Raum gestaltete Arbeiten aus dem Ausland eingereicht werden können, war beim ddp 2014 die Schweizer Agentur Wirz Wietlisbach Dialog mit einmal Gold, einmal Silber und einer Auszeichnung besonders erfolgreich. Auch beim Junior Creative Award kam es in diesem Jahr zu einer Veränderung: Erstmals wurde der Nachwuchs mit einem realen Projekt betraut: der Entwicklung einer Kampagne zur Generierung von Patenschaften für das Kinderhilfswerk Child Fund Deutschland. Gold holte sich das Juniorenteam von Geometry Global. Zu den Gewinnern sagte der stellvertretende Jury- Vorsitzende Detlef Rump, Rumpdialog: Alle drei ausgezeichneten Arbeiten sind exzellent. Die Junioren haben bewiesen, dass sie kreative Ideen und technisches Grundverständnis für das medial Machbare haben. DIA

16 30 DIALOG LEADS 31 Traumhochzeit in Berliner Kirche Effizienz trifft Kreation: Unter dem Motto Ja, ich will trafen sich Ende Mai Deutschlands beste Dialogmarketer zur Verleihung des Deutschen Dialogmarketing Preises 2014 (ddp) in Berlin. Die Gäste des ausgebuchten Events in der Auferstehungskirche in Friedrichshain wurden zu Trauzeugen eines Juryverfahrens, in dem Kreation und Effizienz der Arbeiten nicht in einem Durchgang bewertet wurden. Alexander Mazza moderierte die Vergabe von 12 Goldmedaillen, 22 Silber- und 23 Bronzetrophäen. Fotos: Boris Trenkel Prominente Trauzeugen (v.l.n.r.): Moderator Alexander Mazza, Jury-Vorsitzender Michael Koch, Jurorin Simone Wastl vom Hauptsponsor Deutsche Post und die DDV-Präsidenten Martin Nitsche und Patrick Tapp. Außergewöhnlicher Veranstaltungsort: die Auferstehungskirche in Berlin-Friedrichshain. Bei 12 Gold-Teams wurde es auf der Kirchenbühne ein wenig eng. Einmal Gold, einmal Silber und Witziger Einfall: Für die Social- Junior Creative Award: Child-Fund-Deutschland-Geschäftsführerin Antje eine Auszeichnung gingen an die Media-Kampagne #ZeroFollower Becker (r.) freut sich auch über den Sieg von Geometry Global. Links: Schweizer Agentur Wirz Wietlis- wurde das Team von Leo Burnett Moderator Alexander Mazza. Jury-Vorsitzender Michael Koch will im kommenden Jahr Juroren im Einklang: Rudolf Jahns (l.) und Strahlender Gewinner: Alexander Windhorst bach Dialog in der D-A-CH-Katego- unter anderem mit Best in Show die 400er Marke bei den Einreichungen knacken. Matthias Berndt vor der Shortlist. von Serviceplan One präsentiert dem Publi- rie, vertreten durch Jörg Bewers- ausgezeichnet. Im Bild: Creative kum die beiden Gold-Trophäen (Kategorie dorf (l.) und Stefan Dätwyler. Director Jörg Hoffmann. Medien sowie Audio / Video). Jury-Vorsitzender Michael Koch (l.) und Vor Beginn der Preisverleihung: Nach- Jury-Ehrenvorsitzender Claus Mayer sind wuchskreative begutachten die Shortlist- zufrieden mit dem neuen Bewertungs- Grenzenloser Jubel: Wunderman wurde zum dritten Mal als Agentur des Jahres gekürt. Arbeiten in der Ausstellung. Genießen die besondere Atmosphäre der Location: ddp-gäste in der Auferstehungskirche. verfahren.

17 32 DIALOG TIMER 33 Kongresse, Messen, Seminare Branchen-Events im Sommer und Herbst Juni 2014 EDDI-Night zur Eröffnung der Co-Reach Am Vorabend der Co-Reach wird das Geheimnis um den Sieger des EDDI 2014, den Unternehmenspreis des Deutschen Dialogmarketing Verbands (DDV), gelüftet. Die feierliche Ehrung findet im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg statt. Die Keynote kommt von Zukunftsforscher und Autor Pero Micic. 25./26. Juni 2014 Co-Reach in Nürnberg Unter neuem Namen trifft sich das Who is Who der Dialogmarketing-Branche auf der Co-Reach (den früheren Mailingtagen) im Messezentrum Nürnberg. Mehr als 7000 Marketingverantwortliche diskutieren hier mit Vertretern von Direktmarketing-Agenturen, Adressanbietern, Druckereien sowie Verpackungs- und Logistik- Dienstleistern ihre Strategie für einen nachhaltigen Kundendialog und lassen sich von Best-Practice-Beispielen inspirieren. Die Aussteller präsentieren Trends rund ums Crossmedia-Marketing und widmen sich Themen wie Datenschutz und Kundenzufriedenheit, Customer-Relationship-Management und Mobile Advertising. Abgerundet wird die Messe durch zahlreiche Vorträge so stellt etwa BVB-Marketingchef Carsten Cramer die Marketingaktivitäten des Fußballclubs vor. Der DDV ist Partner der Messe und mit einem eigenen Stand vertreten. 10./11. September 2014 Dmexco in Köln Die Dmexco ist internationale Leitmesse und Kongress für die gesamte digitale Wirtschaft. Mit ihrer Kombination aus Messe und Konferenz steht sie für innovatives und zukunftsweisendes Marketing im Zentrum eines globalen Wachstumsmarkts. Der DDV ist auf der Dmexco, die in diesem Jahr am 10. und 11. September in Köln stattfindet, mit einem Stand vertreten. 22., 23. und 30. September 2014 Solution Forum Dialogmarketing 2014 Beim Solution Forum Dialogmarketing stellen Vertreter der Absatzwirtschaft und des Management Forums der Verlagsgruppe Handelsblatt zusammen mit Branchenexperten in Köln, Frankfurt und Berlin aktuelle Trends und Facts des Dialogmarketings vor. Auf die Teilnehmer warten ein intensiver Wissenstransfer und ein Networking mit hochkarätigen Referenten. Der DDV ist Kooperationspartner. Mitglieder erhalten 15 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr Oktober wissenschaftlicher Kongress für Dialogmarketing Der inzwischen 9. wissenschaftliche interdisziplinäre Kongress für Dialogmarketing des DDV findet in diesem Jahr an der Fachhochschule in Mainz statt. Die Tagung beschäftigt sich mit aktuellen Forschungsansätzen aus den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Im Rahmen des Kongresses wird auch der Alfred Gerardi Gedächtnispreis (AGGP) verliehen. Mit ihm werden jährlich die besten Abschlussarbeiten zu Dialogmarketing-Themen von Universitäten und Hochschulen ausgezeichnet Oktober 2014 CRM-Expo in Stuttgart Die parallel stattfindenden IT & Business (Fachmesse für IT-Solutions), DMS Expo (Leitmesse für Enterprise-Content-Management) und CRM Expo (Leitmesse für Kundenbeziehungsmanagement) bilden zusammen die komplette Unternehmens-IT ab. Das umfassende Ausstellungsangebot sowie ein hochkarätiges Rahmenprogramm zu den Kernbereichen Enterprise-Resource-Planning (ERP), Customer-Relationship-Management (CRM), Enterprise-Content-Management (ECM) und Output-Management richten sich an IT-Verantwortliche und Entscheider. Die drei Fachmessen bieten eine Plattform für den Austausch zwischen Branchenführern und Fachpublikum Oktober 2014 DDV-Basisschulung Datenschutz im Unternehmen Im Herbst bietet der DDV in Frankfurt seine nächste Basisschulung zu Datenschutz im Unternehmen: Anforderungen der DDV-Qualitäts- und Leistungsstandards an. Der Workshop richtet sich an alle Mitarbeiter aus Dialogmarketing- Unternehmen, die in der Praxis mit Fragen des Datenschutzes umgehen müssen sowie insbesondere an Mitarbeiter von Mitgliedern des Councils Directmail Services und des List Councils. Referent ist Ulrich Wuermeling, Kanzlei Latham & Watkins. 29./30. Oktober 2014 Neocom 2014 in Düsseldorf Die Neocom findet in diesem Jahr wieder im Areal Böhler in Düsseldorf statt. Sie versteht sich als Leitveranstaltung für E-Commerce und Multichannel-Handel. Mehr als 100 nationale und internationale Top-Manager und Branchenexperten werden in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erwartet. Der DDV ist Kooperationspartner und mit einem Stand vertreten.

18 34 DIALOG RECHT Empfehlungs- s BGH: Auch Tell-a-friend benötigt eine Einwilligung Welcher Empfehlung traut man mehr als der eines Freundes? Ihr liegt schließlich eine persönliche Beziehung zu Grunde, die Vertrauen schafft. Daraus hat sich als Marketingstrategie im Online-Bereich die Tell-a-friend -Funktion entwickelt: Unternehmen bieten Nutzern auf ihrer Internet-Präsenz an, über eine Eingabemaske eine Empfehlung an Freunde und Bekannte zu versenden. Rechtlich wird über diese Funktion seit jeher gestritten, bietet sie (vermeintlich) doch die Möglichkeit, einen potenziellen Kunden über den Umweg des Freundes direkt werblich anzusprechen ohne die ansonsten für das -Marketing erforderliche, vorherige ausdrückliche Einwilligung im Sinne des 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Nach unterschiedlichen Urteilen von Instanzgerichten hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt den Spielraum für die Funktion massiv eingeschränkt. Erstmals befasste sich das Oberlandesgericht Nürnberg 2005 mit der Funktion. Auf diese Weise versendete s seien Werbung im Sinne des 7 UWG. Diese Werbung beruhe allerdings auf dem autonomen Entschluss eines Dritten und sei dem Unternehmen daher nicht zuzurechnen. Etwas anderes gelte dann, wenn über die reine Produktempfehlung hinaus Anpreisungen gemacht würden. Das Landgericht Berlin bejahte 2009 dagegen eine Zurechnung mit der Begründung, dass das Unternehmen die entsprechende Eingabemaske bereitstelle und die Versendung so initiiere. Eine solche Kontaktaufnahme bedürfe der vorherigen Einwilligung des Adressaten. Dass dies auch beim Freundefinder von Facebook notwendig ist, hat das Landgericht Berlin 2012 ergänzt. Diese Funktion ermöglichte es, Einladungen an im Adressbuch des Nutzers hinterlegte -Adressen zu versenden, wobei Erstellung und Versand der s durch Facebook erfolgte. Allein die Auswahl der - Adressen durch den Nutzer führe nicht zu der nötigen Einwilligung. Im vergangenen Jahr hat der BGH dann einen Schlussstrich gezogen: Werbung durch elektronische Post (wie s) sei ohne Einwilligung des Adressaten stets eine Die Autorin unzumutbare Belästigung für die Tell-a- ist Rechtsanwältin Dr. Beatrice Brunn friend-funktion gelte bei Bird & Bird, nichts anderes. Unternehmen würden Hamburg. damit einen eigenen Zweck verfolgen, nämlich Dritte auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Die Veranlassung durch Dritte ändere deshalb nichts an der Zurechenbarkeit. Maßgeblich sei, dass der Versand der Empfehlungs-Mails auf die gerade zu diesem Zweck zur Verfügung gestellte Weiterempfehlungsfunktion des Unternehmens zurückgeht und das Unternehmen beim Empfänger einer Empfehlungs-Mail als Absender erscheint. Praxistipp: Derzeit sollte statt der eigenen Absenderadresse die des Dritten beim Ang ten erscheinen und die Empfehlung nicht übermäßig werblich, sondern neutral gehalten werden. Auch wenn der BGH dies als Umgehung ansehen könnte, wird dadurch ein Kernvorwurf beseitigt. Darüber hinaus sind derartige Beanstandungen ohnehin die Ausnahme im Regelfall freut sich der Adressat über die Empfehlung. URTEIL DES MONATS Vorsicht bei Werbung im Autoreply Eine Autoreply- (also eine , mit der dem ursprünglichen Absender automatisch mitgeteilt wird, dass die eingegangen oder der Adressat gerade abwesend ist) stellt eine unzumutbare Belästigung für den Empfänger dar, wenn sie neben der Empfangsbestätigung Werbung enthält. So hat jedenfalls das Amtsgericht Stuttgart-Bad Canstatt geurteilt (Urteil vom Az.: 10 C 225/14). Der Kläger kündigte seine Mitgliedschaft bei einer Versicherungsgesellschaft per Mail und bat um eine Bestätigung. Die Beklagte bestätigte den Eingang der Mail durch eine automatische Antwort und wies im Abspann unter Übrigens auf Service-Leistungen hin. Weitere s des Klägers sowie die Abmahnung des Prozessbevollmächtigten des Klägers wurden ebenfalls mit einer Autoreply beantwortet. Das Amtsgericht stellte fest, dass es sich beim Mitteilungsteil im Abspann um Werbung handele, da auf einen ausschließlich für Kunden eingerichteten Service hingewiesen und damit Leistungen anpriesen wurden. Da der Kläger nicht in die Zusendung von s mit auch werbendem Charakter eingewilligt habe, liege ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Klägers vor. Bereits der Versuch, ein Produkt oder Leistungen zu bewerben, sei dafür ausreichend.

19

Wie sexy muss eine Marke für Social Media sein? Der erfolgreiche Social Media-Start von claro

Wie sexy muss eine Marke für Social Media sein? Der erfolgreiche Social Media-Start von claro Wie sexy muss eine Marke für Social Media sein? Der erfolgreiche Social Media-Start von claro Wir helfen Unternehmen, Social Media erfolgreich zu nutzen Unser Social Media Marketing Buch für Einsteiger

Mehr

Whitepaper PIM 360 - Kapitel 3 How PIM pimps Social Commerce. Von Michael Fieg, Christian Farra & Benjamin Rund

Whitepaper PIM 360 - Kapitel 3 How PIM pimps Social Commerce. Von Michael Fieg, Christian Farra & Benjamin Rund Twitter, Facebook & Co sind in aller Munde. Von Non-sense bis Mega-Hype liegen die Meinungen weit auseinander, welche Bedeutung die Microblogging-Dienste im E-Commerce und Multi-Channel Handel haben. Bereits

Mehr

SOCIALMEDIA. Mit Social Media-Marketing & mobilen Services sind Sie ganz nah bei Ihren Kunden. ERFOLGREICHE KUNDENBINDUNG IM WEB 2.

SOCIALMEDIA. Mit Social Media-Marketing & mobilen Services sind Sie ganz nah bei Ihren Kunden. ERFOLGREICHE KUNDENBINDUNG IM WEB 2. SOCIALMEDIA Analyse ihres Internet-Portals MIT FACEBOOK & CO. ERFOLGREICHE KUNDENBINDUNG IM WEB 2.0 Social Media Marketing mit Facebook, Google+ und anderen Plattformen Social Gaming für Ihren Unternehmenserfolg

Mehr

Content Marketing. Teil 3

Content Marketing. Teil 3 Content Marketing Teil 3 DVR: 0438804 Mai 2013 Business-to-Business-Content Marketing Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, welche Rolle Content Marketing innerhalb des B-to-B-Marketings spielen kann.

Mehr

Social Media Monitoring Den Kunden zuhören. Teil II. Gründe für die Analyse der Social-Media-Kommunikation

Social Media Monitoring Den Kunden zuhören. Teil II. Gründe für die Analyse der Social-Media-Kommunikation Social Media Monitoring Den Kunden zuhören Teil II Gründe für die Analyse der Social-Media-Kommunikation 4. Social Media Kommunikation als Marktforschungstool DVR: 0438804 August 2015 Zu keinem Zeitpunkt

Mehr

Aufgepasst hier verrate ich Ihnen mein Geheimnis

Aufgepasst hier verrate ich Ihnen mein Geheimnis Seite 1 von 5 Aufgepasst hier verrate ich Ihnen mein Geheimnis Verdienen Sie jetzt 250,- Euro und mehr am Tag ganz nebenbei! Auch Sie können schnell und einfach mit Binäre Optionen Geld verdienen! Hallo

Mehr

SOCIAL MEDIA MARKETING. Alexander Brommer

SOCIAL MEDIA MARKETING. Alexander Brommer SOCIAL MEDIA MARKETING Alexander Brommer AGENDA Was ist Social Media? Was ist Social Media Marketing? Warum lohnt sich Social Media Marketing? (Ziele) Xing und Facebook Möglichkeiten und Tipps Beispiele

Mehr

Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins

Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins Gabriel Beck Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins Die Nutzerzahlen von Facebook steigen unaufhörlich (siehe Nutzerzahlen bei facebook Marketing)-

Mehr

INFORMATION UND INSPIRATION WAS TREIBT DEN KUNDEN ZUM KAUF?

INFORMATION UND INSPIRATION WAS TREIBT DEN KUNDEN ZUM KAUF? INFORMATION UND INSPIRATION WAS TREIBT DEN KUNDEN ZUM KAUF? Reinhard Scheitl, 18.06.2015 EIN BLICK IN DIE USA? STUDY JOURNEY RETAIL SHOPS NEW YORK DAS ZIEL IST NICHT VERKAUFEN, SONDERN Kundenbedürfnisse

Mehr

Gezielte Mikrokampagnen Neue Kunden. Neugeschäft. Die komfortable Komplettlösung für anliegenfokussiertes Vertriebsmarketing

Gezielte Mikrokampagnen Neue Kunden. Neugeschäft. Die komfortable Komplettlösung für anliegenfokussiertes Vertriebsmarketing Gezielte Mikrokampagnen Neue Kunden. Neugeschäft. Die komfortable Komplettlösung für anliegenfokussiertes Vertriebsmarketing www.expalas.de Digital Service Engineering Frankfurt am Main Telefon +49-69-71670771

Mehr

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit nur vier Schritten Ihr Zielgruppenmarketing effizienter gestalten und direkt bei Ihren zukünftigen Kunden landen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit nur vier Schritten Ihr Zielgruppenmarketing effizienter gestalten und direkt bei Ihren zukünftigen Kunden landen. Bei der stetig wachsenden Zahl von Konkurrenten wird ein kundenorientiertes Marketing immer wichtiger, um zielgerichtet auf spezifische Zielgruppen einzugehen. Der Trick besteht darin, eine Sehnsucht zu

Mehr

Wie Sie mit Twitter neue Leads einsammeln

Wie Sie mit Twitter neue Leads einsammeln Wie Sie mit Twitter neue Leads einsammeln 10.03.2015 Worauf es ankommt, bisher unbekannte Kontakte via Twitter für sich zu begeistern Genau wie andere soziale Netzwerke ist auch Twitter eine gute Gelegenheit,

Mehr

Erfolgreich werben: Marke, Kommunikation und Kanäle

Erfolgreich werben: Marke, Kommunikation und Kanäle Erfolgreich werben: Marke, Kommunikation und Kanäle Koblenz, 15.11.2014 1 Erfolgreich werben: Marke, Kommunikation und Kanäle Ablauf Erfolgreich werben: Marke, Kommunikation und Kanäle - Meine Positionierung,

Mehr

Social-Media-Guide Auch das Titelbild ist für einen ersten Eindruck von der Seite entscheidend. Der Künstler und Komiker Otto Waalkes setzt auf Humor: www.facebook.com/ OttoWaalkes Ein weiteres gutes Beispiel

Mehr

Familienurlaub goes Web 2.0 Trends & aktuelle Entwicklungen im Online Marketing

Familienurlaub goes Web 2.0 Trends & aktuelle Entwicklungen im Online Marketing Familienurlaub goes Web 2.0 Trends & aktuelle Entwicklungen im Online Marketing Thomas Hendele Hotelfachmann & Tourismusfachwirt (IHK) seit 3 Jahren selbstständig seit 8 Jahren beratend tätig seit 10 Jahren

Mehr

Social Media Marketing. Treffen Sie Ihre Kunden in sozialen Netzwerken. Besser ankommen mit dmc.

Social Media Marketing. Treffen Sie Ihre Kunden in sozialen Netzwerken. Besser ankommen mit dmc. Social Media Marketing Treffen Sie Ihre Kunden in sozialen Netzwerken. Besser ankommen mit dmc. Social Media Marketing bei dmc Social Media sind eine Vielfalt digitaler Medien und Technologien, die es

Mehr

Fail! Was Anbieter aus der Reisebranche in sozialen Netzwerken falsch machen...und wie man es richtig macht!

Fail! Was Anbieter aus der Reisebranche in sozialen Netzwerken falsch machen...und wie man es richtig macht! ITB Berlin, 6.3.2013 Fail! Was Anbieter aus der Reisebranche in sozialen Netzwerken falsch machen......und wie man es richtig macht! Björn Tantau Head of Social Media www.trg.de bjoern.tantau@trg.de Agenda

Mehr

1 LIFE Report 8 UMFRAGEN IM AUFTRAG DER DEUTSCHEN TELEKOM. Wie das Handy zur Geldbörse wird. Report

1 LIFE Report 8 UMFRAGEN IM AUFTRAG DER DEUTSCHEN TELEKOM. Wie das Handy zur Geldbörse wird. Report 1 LIFE Report 8 UMFRAGEN IM AUFTRAG DER DEUTSCHEN TELEKOM Wie das Handy zur Geldbörse wird Report 02 LIFE Report 8 Mobile Payment 2014 bereits Alltag: Hierzulande sieht das jeder Dritte so vorn: Die Amerikaner

Mehr

Crossmedia-Marketing

Crossmedia-Marketing Crossmedia-Marketing Alle Disziplinen vereint! Verbundwerbung Print to Online and Mobile Beilagenmarketing Blog-Marketing SEM, SEO, SMO E-Mail-Marketing Web-Entwicklung Web-Analyse Beratung Konzeption

Mehr

MOBILE GUTSCHEINE sehr geeignet für Neukundengewinnung, Freunde- Werben- Freunde,

MOBILE GUTSCHEINE sehr geeignet für Neukundengewinnung, Freunde- Werben- Freunde, Ihre komplette lokale Marketing & Werbung Lösung MOBILE COUPONS effektiv für Neukundengewinnung und Kundenbindung. Coupons sind zeitlos und immer beliebt. Meistens als Rabattangebote mit Deals wie z.b.:

Mehr

Marketing für Jungunternehmer

Marketing für Jungunternehmer Husum, 07. September 2012 Marketing für Jungunternehmer Jenni Eilers corax gmbh Agentur für Kommunikation und Design Marketing für Jungunternehmer 2 Machen Sie etwas Neues! Kaum eine Gründung oder erfolgreiche

Mehr

Wie man über Facebook seine Zielgruppe erreicht

Wie man über Facebook seine Zielgruppe erreicht Wie man über Facebook seine Zielgruppe erreicht Informationsveranstaltung ebusiness-lotse Oberschwaben-Ulm Weingarten, 12.11.2014 Mittelstand Digital ekompetenz-netzwerk estandards Usability 38 ebusiness-lotsen

Mehr

Online Marketing...3 Suchmaschinenoptimierung...4 Suchmaschinenwerbung...5 Newsletter Marketing...6 Social Media Marketing...7 Bannerwerbung...

Online Marketing...3 Suchmaschinenoptimierung...4 Suchmaschinenwerbung...5 Newsletter Marketing...6 Social Media Marketing...7 Bannerwerbung... Online Marketing...3 Suchmaschinenoptimierung...4 Suchmaschinenwerbung...5 Newsletter Marketing...6 Social Media Marketing...7 Bannerwerbung...8 Affiliate Marketing...9 Video Marketing... 10 2 Online Marketing

Mehr

Marketingkommunikation B2B im Mittelstand. Wahrnehmung schaffen für fertigungsnahe Betriebe und IT

Marketingkommunikation B2B im Mittelstand. Wahrnehmung schaffen für fertigungsnahe Betriebe und IT Marketingkommunikation B2B im Mittelstand Wahrnehmung schaffen für fertigungsnahe Betriebe und IT Zielsetzung des Workshops Marketing - Marketingkommunikation Welche Marketinginstrumente gibt es / welche

Mehr

Word of Mouth Marketing München, 16. Oktober 2014

Word of Mouth Marketing München, 16. Oktober 2014 Word of Mouth Marketing München, 16. Oktober 2014 WORD-OF-MOUTH MARKETING Empfehlungsmarketing-Kampagnen sind ein extrem authentisches und interaktives Marketing-Tool, das Konsumenten motiviert, über ihre

Mehr

Leitfaden zum Social-Media-Start

Leitfaden zum Social-Media-Start Leitfaden zum Social-Media-Start für kleine und mittelständische Unternehmen Pia Lauck, Mai 2012 Leitfaden zum Social-Media-Start Pia Lauck S.2 Social Media Einstieg für KLM Social Media ist in aller Munde.

Mehr

Social Media. Neue Kanäle als Chance. Ein Pocketguide für Swisscom Geschäftskunden

Social Media. Neue Kanäle als Chance. Ein Pocketguide für Swisscom Geschäftskunden Social Media Neue Kanäle als Chance Ein Pocketguide für Swisscom Geschäftskunden Social Media als Chance 2 Social Media verändert die Unternehmenskommunikation radikal. Vom Verlautbarungsstil zum Dialog

Mehr

Marketing auf Facebook Social Media Marketing

Marketing auf Facebook Social Media Marketing Marketing auf Facebook Social Media Marketing Marketing auf Facebook ist nur eine Möglichkeit des Social Media Marketing (SMM). Facebook-Seiten ( Pages ) sind dabei das Standardinstrument, um auf Facebook

Mehr

become one Agentur für digitales Marketing und Vertrieb www.explido.de

become one Agentur für digitales Marketing und Vertrieb www.explido.de become one Agentur für digitales Marketing und Vertrieb www.explido.de Agentur für digitales Marketing und Vertrieb explido ist eine Agentur für digitales Marketing und Vertrieb. Die Experten für Performance

Mehr

Qualitativ, Individuell und Strategisch - #LikeChessPlay. Ihr Ansprechpartner für die internationale Social Media Kommunikation.

Qualitativ, Individuell und Strategisch - #LikeChessPlay. Ihr Ansprechpartner für die internationale Social Media Kommunikation. Qualitativ, Individuell und Strategisch - #LikeChessPlay Ihr Ansprechpartner für die internationale Social Media Kommunikation. Unsere spezielle Spieltricks 1. Unsere Kundschaft profitiert von dem ideenreichen

Mehr

Marktstudie. Web 2.0 im Marketing von KMU. www.socialmash.de

Marktstudie. Web 2.0 im Marketing von KMU. www.socialmash.de Marktstudie Web 2.0 im Marketing von KMU Hintergrund Die Erhebung wurde Im August 2007 über einen Online-Fragebogen auf dem Blog SocialMash durchgeführt. Rund 100 kleine und mittelständische Unternehmen

Mehr

MultiChannelMarketing

MultiChannelMarketing MultiChannelMarketing INTELIGENTE KAMPAGNEN UND ABLÄUFE AUF MEHREREN MEDIENKANÄLEN VEREINT Mehr Erfolg durch System & auswertbare Workflows Nutzen Sie unser Wissen.um Ihre Prozesse und Aufgaben schneller

Mehr

Virables a hubert burda media company. Viral Video Distribution

Virables a hubert burda media company. Viral Video Distribution Virables a hubert burda media company Viral Video Distribution 1 Was ist virale Video Distribution? Wir geben Ihrem Video den nötigen Schub Bei der viralen Video Distribution (manchmal auch Viral Seeding

Mehr

whitepaper Der Kunde ist multimedial Multichannel-Service ist Pflicht Wie Sie die Customer Experience auf allen Kanälen sicherstellen

whitepaper Der Kunde ist multimedial Multichannel-Service ist Pflicht Wie Sie die Customer Experience auf allen Kanälen sicherstellen Der Kunde ist multimedial Multichannel-Service ist Pflicht Wie Sie die Customer Experience auf allen Kanälen sicherstellen Multichannel lautet die Herausforderung im Kundenservice, und zwar in Echtzeit.

Mehr

Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis. Wie Perfomance Marketing und Mobile das Kaufverhalten der Verbraucher verändern. tradedoubler.

Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis. Wie Perfomance Marketing und Mobile das Kaufverhalten der Verbraucher verändern. tradedoubler. Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis Wie Perfomance Marketing und Mobile das Kaufverhalten der Verbraucher verändern tradedoubler.com Performance Marketing-Kanäle für Mobilgeräte führen in ganz Europa

Mehr

Wie verdienst Du Geld mit Facebook, Twitter, Xing & Co ohne Geld auszugeben?

Wie verdienst Du Geld mit Facebook, Twitter, Xing & Co ohne Geld auszugeben? Agenda 1 Ziele dieses Trainings 2 3 4 5 Wie machst Du das Internet zu einer Kontaktmaschine? Wie machst Du andere schnell und sicher auf Deine Online Boutique aufmerksam? Wie verdienst Du Geld mit Facebook,

Mehr

Kunden gewinnen mit Fallstudien

Kunden gewinnen mit Fallstudien Seite 1 Content Marketing Guide 1 Kunden gewinnen mit Fallstudien Doris Doppler 2012 Doris Doppler. Alle Rechte vorbehalten. web: www.textshop.biz www.ddoppler.com mail: office@textshop.biz Das Werk einschließlich

Mehr

Content Marketing Deluxe Viel mehr Traffic mit hochwertigen Inhalten. Björn Tantau Senior Manager Inbound Marketing tantau@testroom.

Content Marketing Deluxe Viel mehr Traffic mit hochwertigen Inhalten. Björn Tantau Senior Manager Inbound Marketing tantau@testroom. Content Marketing Deluxe Viel mehr Traffic mit hochwertigen Inhalten Björn Tantau Senior Manager Inbound Marketing tantau@testroom.de Hochwertiger Content ist das Fundament jedes erfolgreichen Online-Projekts

Mehr

Content Marketing mit Kundenreferenzen

Content Marketing mit Kundenreferenzen CONOSCO Agentur für PR und Kommunikation Klosterstraße 62 40211 Düsseldorf www.conosco.de, e-mail: info@conosco.de Telefon 0211-1 60 25-0, Telefax 0211-1 64 04 84 Content Marketing mit Kundenreferenzen

Mehr

Vom Customer Relationship Management (CRM) zum Social Customer Value Management (SCVM)

Vom Customer Relationship Management (CRM) zum Social Customer Value Management (SCVM) Prof. Dr. Heike Simmet Hochschule Bremerhaven Vom Customer Relationship Management (CRM) zum Social Customer Value Management (SCVM) Die Nutzung des Customer Relationship Managements (CRM) als übergreifende

Mehr

Hand aufs Herz: Wie online ist Ihr Unternehmen?

Hand aufs Herz: Wie online ist Ihr Unternehmen? Hand aufs Herz: Wie online ist Ihr Unternehmen? Testen Sie Ihre Website in wenigen Schritten doch einfach mal selbst! Hallo! Mein Name ist Hans-Peter Heikens. Als Online Marketing Manager und Social Media

Mehr

Einsatz sozialer Medien zum Fördereraustausch

Einsatz sozialer Medien zum Fördereraustausch Einsatz sozialer Medien zum Fördereraustausch Deutscher Fundraising-Kongress 2014 Klemens Karkow Über Jona Freiberufler NPO-Online Marketing - pluralog.de Online-Marketing NABU Bundesverband Gründer Pluragraph.de

Mehr

1,63 Mio. potenzielle Bewerber 2. 310.000 Job- & Ausbildungsangebote. 11.000 lokale Stellen- & Lehrstellenmärkte. 2 Apps für die Stellensuche INHALT

1,63 Mio. potenzielle Bewerber 2. 310.000 Job- & Ausbildungsangebote. 11.000 lokale Stellen- & Lehrstellenmärkte. 2 Apps für die Stellensuche INHALT STELLENMARKT 2015 INHALT Das Unternehmen 5 Der Stellenmarkt 7 Recruiting auf allen Kanälen 8 Mehr als nur ein Stellenmarkt 11 Effizient rekrutieren 12 1,63 Mio. potenzielle Bewerber 2 1 310.000 Job- &

Mehr

10 Wege, wie Sie Ihr Social Media Monitoring ausbauen können

10 Wege, wie Sie Ihr Social Media Monitoring ausbauen können 10 Wege, wie Sie Ihr Social Media Monitoring ausbauen können Folgende Fragen, die Sie sich zuerst stellen sollten: 1. Welche Social-Media-Monitoring-Plattformen (SMM) schneiden am besten ab? 2. Ist dafür

Mehr

RECRUITING & EMPLOYER BRANDING SOCIAL MEDIA MIT PROF. DR. HEIKE SIMMET HOCHSCHULE BREMERHAVEN

RECRUITING & EMPLOYER BRANDING SOCIAL MEDIA MIT PROF. DR. HEIKE SIMMET HOCHSCHULE BREMERHAVEN RECRUITING & EMPLOYER BRANDING MIT SOCIAL MEDIA Was heißt Employer Branding? Employer Branding ist die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung zur Positionierung eines Unternehmens als

Mehr

MEDIAPLANUNG II DAS W&V EXTRA IN AUSGABE 39/2015

MEDIAPLANUNG II DAS W&V EXTRA IN AUSGABE 39/2015 MEDIAPLANUNG II DAS W&V EXTRA IN AUSGABE 39/2015 MEDIAPLANUNG II DAS W&V EXTRA IN AUSGABE 39/2015 2 THEMENVORSCHAU AUSGABE 39/2015 MEDIAPLANUNG II - das W&V EXTRA als eigenständiges Heft eingeheftet in

Mehr

Das Ende der klassischen Handelskommunikation und Werbung?

Das Ende der klassischen Handelskommunikation und Werbung? Die (Mobile) Social Media Revolution Das Ende der klassischen Handelskommunikation und Werbung? Ludwigsburg, 24.04.2012 Prof. Dr. Klemens Skibicki Mit wem haben Sie zu tun? Klemens Skibicki Da ist etwas

Mehr

5 Tipps zum Unternehmensblog

5 Tipps zum Unternehmensblog 5 Tipps zum Unternehmensblog Ein Unternehmensblog kann der Homepage Traffic und somit Neukunden und Leads bringen und dadurch das Online Marketing unterstützen. Wann sich eine Investition lohnt, und was

Mehr

Statusreport: Interne Unternehmenskommunikation. Eine Eigenstudie der SKOPOS VIEW

Statusreport: Interne Unternehmenskommunikation. Eine Eigenstudie der SKOPOS VIEW Statusreport: Interne Unternehmenskommunikation Eine Eigenstudie der SKOPOS VIEW Vorwort. 1 Kommunikation ist mehr als nur über etwas zu sprechen. Der VIEW Statusreport gibt Aufschluss darüber, wie dieses

Mehr

Social Media. Mehr Wissen, mehr Kunden, mehr Umsatz und nie mehr einsam!

Social Media. Mehr Wissen, mehr Kunden, mehr Umsatz und nie mehr einsam! Social Media Mehr Wissen, mehr Kunden, mehr Umsatz und nie mehr einsam! MANDARIN MEDIEN Business Websites E-Commerce Performance Marketing Video & Animation Mobile Application Fakten: 500+ Projekte 20

Mehr

Nutzung von sozialen Netzen im Internet

Nutzung von sozialen Netzen im Internet Nutzung von sozialen Netzen im Internet eine Untersuchung der Ethik-Schüler/innen, Jgst. 8 durchgeführt mit einem Fragebogen mit 22 Fragen und 57 Mitschüler/innen (28 Mädchen, 29 Jungen, Durchschnittsalter

Mehr

5 Faktoren für das Erfolgsrezept Kampfkunst Marketing

5 Faktoren für das Erfolgsrezept Kampfkunst Marketing 5 Faktoren für das Erfolgsrezept Kampfkunst Marketing (augustin company) Die Frage des Jahres: Warum haben Anzeigen und Vertriebe, welche erfolgreich waren, aufgehört Kunden zu gewinnen? Wir hatten einige

Mehr

EHI-Studie PR im Handel 2015

EHI-Studie PR im Handel 2015 EHI-Studie PR im Handel 215 Empirische Studie zu Bedeutung, Strategie, Themen und Trends Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, die Kommunikation mit der Öffentlichkeit wird immer komplexer. Es ist längst

Mehr

www.werbetherapeut.com ebook edition

www.werbetherapeut.com ebook edition www.werbetherapeut.com ebook edition Die perfekte Website lockt Käufer in Ihren Laden! Die perfekte Website lockt Käufer in Ihren Laden! von Alois Gmeiner Sie besitzen einen Laden und haben noch keine

Mehr

Indeed Studie zur mobilen Jobsuche in Deutschland 2014

Indeed Studie zur mobilen Jobsuche in Deutschland 2014 Indeed Studie zur mobilen Jobsuche in Deutschland 2014 Einleitung Das Internet hat viele Bereiche unseres Lebens verändert, so auch die Jobsuche. Mit dem Aufkommen der ersten Online- Stellenbörsen Ende

Mehr

SOCIAL MEDIA TRENDMONITOR 2013. Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web

SOCIAL MEDIA TRENDMONITOR 2013. Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web SOCIAL MEDIA TRENDMONITOR 2013 Kommunikationsprofis, Journalisten und das Web Social Media-Trendmonitor Inhalt Untersuchungsansatz Themenschwerpunkte Ergebnisse Seite 2 Untersuchungsansatz Der Social Media-Trendmonitor

Mehr

GDI Fachandels Seminar Kunden gewinnen - Tag 2

GDI Fachandels Seminar Kunden gewinnen - Tag 2 Inhaltsverzeichnis GDI Fachandels Seminar Kunden gewinnen - Tag 2...1 Texten...1 Dramaturgie: 4 P...1 Ein hervorragendes Beispiel ist das folgende Ing-Diba Mailing...2 Unser 4P Brief an die Persona der

Mehr

Social Media ist nicht nur Facebook und darum haben wir jetzt auch ein Blog!

Social Media ist nicht nur Facebook und darum haben wir jetzt auch ein Blog! MediaAnalyzer Newsletter April 2011 Ostern steht vor der Tür und die Schokoladenosterhasen haben schon lange den Weg in die Supermarktregale gefunden. Aber welche werden gekauft? Der Schmunzelhase oder

Mehr

SOCIAL MEDIA AGENTUR INGO MARKOVIC

SOCIAL MEDIA AGENTUR INGO MARKOVIC SOCIAL MEDIA AGENTUR INGO MARKOVIC DIE AGENTUR Wir sind eine inhabergeführte Agentur und haben uns auf die Beratung und Betreuung von Privatpersonen, Personen des Öffentlichen Lebens und lokalen Unternehmen

Mehr

Fachbericht. Social Media Marketing, Content Marketing, Mobile und eine fragmentierte Medienlandschaft - 5 Marketing-Trends

Fachbericht. Social Media Marketing, Content Marketing, Mobile und eine fragmentierte Medienlandschaft - 5 Marketing-Trends Social Media Marketing, Content Marketing, Mobile und eine fragmentierte Medienlandschaft - 5 Marketing-Trends der kommenden Jahre. An diesen Trends kommen Marketer in naher Zukunft kaum vorbei aufbereitet

Mehr

Social Media. Die neuen Kundenbeziehungen

Social Media. Die neuen Kundenbeziehungen Geheimwaffe Kommunikation Social Media Die neuen Kundenbeziehungen Referent: Stefan Plaschke Internetmarketing- Berater- und Trainer Copyright Plaschke-Consulting, 2013 WAS IST SOCIAL MEDIA? Auch Web 2.0,

Mehr

FACEBOOK UND XING ERFOLGREICH EINSETZEN

FACEBOOK UND XING ERFOLGREICH EINSETZEN 1 MESSBAR MEHR ERFOLG FACEBOOK UND XING ERFOLGREICH EINSETZEN DER SCHNACK FÜR ZWISCHENDURCH! 21.05.2012 GESTATTEN: MANDARIN MEDIEN 2 DAS SIND WIR Webprojekte erfolgreich umsetzen, ist eine Disziplin mit

Mehr

Ihre Kunden binden und gewinnen!

Ihre Kunden binden und gewinnen! Herzlich Willkommen zum BWG Webinar Ihr heutiges Webinarteam Verkaufsexpertin und 5* Trainerin Sandra Schubert Moderatorin und Vernetzungsspezialistin Sabine Piarry, www.schubs.com 1 Mit gezielten Social

Mehr

Der Weg zur Zielgruppe

Der Weg zur Zielgruppe MentoringIHK Köln Der Weg zur Zielgruppe Michael Schwengers kleine republik Agentur für Öffentlichkeit kleine republik Agentur für Öffentlichkeit gegründet im Juli 2010 Zielgruppe: NPOs und nachhaltig

Mehr

Werbung nervt! aber nicht immer und überall!

Werbung nervt! aber nicht immer und überall! MediaAnalyzer Newsletter Juli 2011 Wie denken Sie eigentlich ganz privat über Werbung? Fühlen Sie sich häufig genervt oder meistens doch eher gut informiert? Gefällt Ihnen Werbung auf Plakaten besser als

Mehr

Seminare und Workshops

Seminare und Workshops ---> www.b2bseminare.de/marconomy Seminare und Workshops für Marketing, Kommunikation und Vertrieb Jetzt buchen! www.vogel.de Erfolgsfaktor Wissen! Die marconomy-akademie bietet für 2015 wieder eine große

Mehr

Social Media der neue Treiber im E-Mail-Marketing?

Social Media der neue Treiber im E-Mail-Marketing? Social Media der neue Treiber im E-Mail-Marketing? Twitter, Facebook, Youtube und Co sind in aller Munde und Computer. Der Hype um das Thema Social Media ist groß - zu Recht? Was können die sozialen Kanäle

Mehr

Regionales Stadt-Shopping-Konzept

Regionales Stadt-Shopping-Konzept Regionales Stadt-Shopping-Konzept das Internetportal für das lokal ansässige Business Ihr regionales Einkaufsvergnügen Der Online-Marktplatz für den lokalen Einzelhandel Auf ShoppingBonn.de kann der in

Mehr

Medienwerkstatt für Kommunen, Schulen und freie Träger der Jugendhilfe. esberger@i-gelb.com

Medienwerkstatt für Kommunen, Schulen und freie Träger der Jugendhilfe. esberger@i-gelb.com Medienwerkstatt für Kommunen, Schulen und freie Träger der Jugendhilfe esberger@i-gelb.com Grundlagen Online Kommunikation Webseite als Grundlage Online-Maßnahmen Ständige Optimierung Blogs, Pressebereich,

Mehr

SOCIAL MEDIA: MANAGEMENT, ERFOLGSMESSUNG UND KENNZAHLEN

SOCIAL MEDIA: MANAGEMENT, ERFOLGSMESSUNG UND KENNZAHLEN SOCIAL MEDIA: MANAGEMENT, ERFOLGSMESSUNG UND KENNZAHLEN SOCIAL MEDIA FORUM HOTEL 2014 REFERENT: STEFAN PLASCHKE MARKETING IM WANDEL! Das Marketing befindet sich in einer Lern- und Umbruchphase. Werbung

Mehr

SOCIAL MEDIA WERDEN SIE PARTNER IM DIALOG MIT IHREN ZIELGRUPPEN! PORTALE & BRANCHENVERZEICHNISSE SCHAFFEN SIE KONSISTENZ UND PRÄSENZ IM NETZ!

SOCIAL MEDIA WERDEN SIE PARTNER IM DIALOG MIT IHREN ZIELGRUPPEN! PORTALE & BRANCHENVERZEICHNISSE SCHAFFEN SIE KONSISTENZ UND PRÄSENZ IM NETZ! BE PART OF IT DentalMediale Kommunikation SOCIAL MEDIA WERDEN SIE PARTNER IM DIALOG MIT IHREN ZIELGRUPPEN! PORTALE & BRANCHENVERZEICHNISSE SCHAFFEN SIE KONSISTENZ UND PRÄSENZ IM NETZ! BLOG SETZEN SIE THEMEN

Mehr

7 klassische Fehler beim XING-Marketing

7 klassische Fehler beim XING-Marketing Social Media ist in aller Munde und immer mehr Menschen nutzen große Plattformen wie Facebook oder XING auch für den gewerblichen Bereich und setzen hier aktiv Maßnahmen für Marketing und Vertrieb um.

Mehr

TrustYou Analytics. Reputations-Management für Hotels und Hotelketten

TrustYou Analytics. Reputations-Management für Hotels und Hotelketten TrustYou Analytics Reputations-Management für Hotels und Hotelketten 06.12.2010 TrustYou 2010 1 Wissen Sie, was über Ihr Hotel im Internet gesagt wird? Im Internet gibt es mittlerweile Millionen von Hotelbewertungen,

Mehr

Social Media Einfluss auf das Kaufverhalten im Internet

Social Media Einfluss auf das Kaufverhalten im Internet Werbung Blogs User Generated Content Markenführung Management Dialog PR Perspektiven Community Kundenbindung Bewertungen Social CRM Marketing Interessenten Wikis Interaktion Chat Akzeptanz Social Media

Mehr

Kommunikation einer Marke fürs 21. Jahrhundert. Dunja Riehemann 12.11.2010

Kommunikation einer Marke fürs 21. Jahrhundert. Dunja Riehemann 12.11.2010 Kommunikation einer Marke fürs 21. Jahrhundert Dunja Riehemann 12.11.2010 Agenda Das Unternehmen Netviewer Gesamtmarketingstrategie Kommunikationsziele Kampagnenansatz und-maßnahmen Marketinginstrumente

Mehr

E-Business is E-Motional Business. Social Media, Google & Co. E-Marketing Formeln zum Erfolg

E-Business is E-Motional Business. Social Media, Google & Co. E-Marketing Formeln zum Erfolg E-Business is E-Motional Business Social Media, Google & Co. E-Marketing Formeln zum Erfolg Kurzvorstellung Martin Schmitz E-Marketing-Manager bei marc ulrich Die Marketingflotte Bewohner des www, Netzaktivist

Mehr

Online Marketing ohne SPAM!?

Online Marketing ohne SPAM!? infomantis GmbH Osnabrück Geschäftsführer Jörg Rensmann Online Marketing ohne SPAM!? Agenda kurze Vorstellung Ist - Situation Alternativen? Zusammenfassung Anhang Vorstellung Jörg Rensmann www.xing.com/profile/joerg_rensmann

Mehr

Bildbeispiel. Marketing Trends im Handel. Ergebnisse der EHI-Marktforschung Marketing Forum 2012 Marlene Lohmann. Forschung Konferenzen Verlag Messen

Bildbeispiel. Marketing Trends im Handel. Ergebnisse der EHI-Marktforschung Marketing Forum 2012 Marlene Lohmann. Forschung Konferenzen Verlag Messen Bildbeispiel Marketing Trends im Handel Ergebnisse der EHI-Marktforschung Marketing Forum 2012 Marlene Lohmann Forschung Konferenzen Verlag Messen Teilnehmer, Methode Gesamt: 55 Teilnehmer, alle Branchen,

Mehr

Effektiv Sales Leads generieren mit Video

Effektiv Sales Leads generieren mit Video Effektiv Sales Leads generieren mit Video...mit internen Ressourcen und online Präsentationen Reto Huber VidMa Video Marketing MAI 2012 B2B Marketing wurde in den letzten Jahren immer effektiver wenn es

Mehr

Social Business/Media 2015

Social Business/Media 2015 Social Business/Media 2015 Social Business Social Media im Bereich B2B - Storytelling auf den Punkt - Heiko Henkes Manager Advisor, Cloud & Social Business Lead Heiko.Henkes@experton-group.com 2 Social

Mehr

Social Media Marketing

Social Media Marketing Social Media Marketing Relevanz für die Analysen-, Bio- und Labortechnik? Vortrag im Rahmen des Laborforums, 12.05.2011 Felix Beilharz, Deutsches Institut für Marketing Großartige Unternehmen konkurrieren

Mehr

DAS INBOUND MARKETING SPIEL. Eine Spielanleitung www.need-for-lead.com

DAS INBOUND MARKETING SPIEL. Eine Spielanleitung www.need-for-lead.com DAS INBOUND MARKETING SPIEL Eine Spielanleitung www.need-for-lead.com Vorwort Leads das ist die Währung, die wirklich zählt. Denn aus Leads werden im besten Fall Kunden. Und die wertvollsten Leads sind

Mehr

Social Media Basics wer, was, wofür, wie viele?

Social Media Basics wer, was, wofür, wie viele? Social Media Basics wer, was, wofür, wie viele? Prof. Dr. Michael Bernecker The ROI of Social Media is: your business still exists in 5 years. Socialnomics DIM Deutsches Institut für Marketing Prof. Dr.

Mehr

Erfahrungsbericht: Social Media bei MWB

Erfahrungsbericht: Social Media bei MWB Erfahrungsbericht: Social Media bei MWB Referent: Jochen Mulfinger Dipl.-Betriebswirt (FH) MWB Wirtschaftsberatung Weipertstraße 8 10 74076 Heilbronn www.w-beratung.de Tel. (07131) 7669-310 Social Media

Mehr

Neukunden gewinnen, Bestandskunden binden

Neukunden gewinnen, Bestandskunden binden Wissen, was bewegt Neukunden gewinnen, Bestandskunden binden mit strategischem Online Marketing Fakten Silver Media Gründung: 2007 Größe: 36 Mitarbeiter Standort: Fürth Leistungen: Leadgenerierung, E-Mail

Mehr

Blogmarketing, Storytelling - die moderne PR Worauf kommt es beim Storytelling an?

Blogmarketing, Storytelling - die moderne PR Worauf kommt es beim Storytelling an? Blogmarketing, Storytelling - die moderne PR Worauf kommt es beim Storytelling an? Albin Sikman Geschäftsleiter ICA 1 AGENDA AGENDA WAS IST BLOG MARKETING? Ein Blog (Abk. für Web Log) ist ein elektronisches

Mehr

Ihr Online Marketing Fahrplan. Anleitungen Checklisten Empfehlungen Verbessern Sie Ihr Marketing, Vertrieb & Kundenservice

Ihr Online Marketing Fahrplan. Anleitungen Checklisten Empfehlungen Verbessern Sie Ihr Marketing, Vertrieb & Kundenservice Ihr Online Marketing Fahrplan Anleitungen Checklisten Empfehlungen Verbessern Sie Ihr Marketing, Vertrieb & Kundenservice Am Puls der Zeit bleiben TREND Das Käuferverhalten ändert sich hin zu: Käufer suchen

Mehr

go strong 6,85 Mio. Unique User, 18 Mio. Visits, 95 Mio. PI.

go strong 6,85 Mio. Unique User, 18 Mio. Visits, 95 Mio. PI. 12 Gründe für first Ob Desktop oder Mobile, ob Communities oder innovative Formate wir sind First Mover in allen Bereichen: Seit über 16 Jahren begleiten wir Frauen durch ihren Alltag, sprechen Themen

Mehr

Zeitungswerbung wirkt vor Ort

Zeitungswerbung wirkt vor Ort Zeitungswerbung wirkt vor Ort Trotz längerer Ladenöffnungszeiten und Online-Shopping 24/7 kaufen die meisten Deutschen nach wie vor am liebsten am Wochenende ein und nicht rund um die Uhr. Die morgendliche

Mehr

Wie schafft Social Media eine positive Kundenerfahrung?

Wie schafft Social Media eine positive Kundenerfahrung? Wie schafft Social Media eine positive Kundenerfahrung? 15. November 2012 / CX7 Gaetano Mecenero Social Media Manager Positive Kundenerfahrung Emotionale Bindung Zufriedene, loyale Kunden Begeisterte Botschafter

Mehr

IHRE VISIONEN NEHMEN GESTALT AN!

IHRE VISIONEN NEHMEN GESTALT AN! IHRE VISIONEN NEHMEN GESTALT AN! Unternehmensberatung Strategisches Marketing Werbeagentur ÜBER UNS Warum beziehungsweise? Am Anfang stand die Idee vom Mensch sein... inmitten einer Gesellschaft, in der

Mehr

40 Tipps, wie kleine Unternehmen erfolgreich in Social Media starten

40 Tipps, wie kleine Unternehmen erfolgreich in Social Media starten 40 Tipps, wie kleine Unternehmen erfolgreich in Social Media starten Sie wollen mit Ihrem Unternehmen in Social Media aktiv werden, doch sind Social- Media-Anfänger? Unsere Tipps bringen kompakt auf den

Mehr

LOKALES ONLINEMARKETING DER ZUKUNFT Jeder vierte Werbeeuro fließt ins Onlinemarketing - aber rechnet sich das auch?

LOKALES ONLINEMARKETING DER ZUKUNFT Jeder vierte Werbeeuro fließt ins Onlinemarketing - aber rechnet sich das auch? LOKALES ONLINEMARKETING DER ZUKUNFT Jeder vierte Werbeeuro fließt ins Onlinemarketing - aber rechnet sich das auch? Patrick Hünemohr Geschäftsführer der GREVEN Mediengruppe, Köln Wer wir sind, und wer

Mehr

Social Media Karriere

Social Media Karriere Social Media Strategy Blogger Relations Monitoring Social Publishing Trending Influencer identifizieren Engagement Social Media Newsroom Online Campaigning Contentmanagement Viral Marketing Machen Sie

Mehr

www.iq-mobile.ch Marketing on Tour, 25.10.2011, Zürich.

www.iq-mobile.ch Marketing on Tour, 25.10.2011, Zürich. Marketing on Tour, 25.10.2011, Zürich. Eva Mader Director Sales & Creative Technologist. 5 Jahre Erfahrung im Marketing (Telco, Finanz). 3 Jahre Erfahrung in einer Werbeagentur. Expertin für Crossmedia

Mehr

Kundenzentrisches Banking - mit Hilfe von Social Media

Kundenzentrisches Banking - mit Hilfe von Social Media Kundenzentrisches Banking - mit Hilfe von Was versteht man unter kundenzentrischem Banking? Problem: Banken haben heutzutage mit stagnierenden Märkten, starkem Wettbewerb und einer sinkenden Kundenloyalität

Mehr

Pinterest ist das neue Bilder-basierte Social Media Netzwerk, mit dem man seine Interessen mit anderen teilen kann.

Pinterest ist das neue Bilder-basierte Social Media Netzwerk, mit dem man seine Interessen mit anderen teilen kann. Pinterest Facts & Figures Pinterest ist das neue Bilder-basierte Social Media Netzwerk, mit dem man seine Interessen mit anderen teilen kann. Quelle: http://techcrunch.com/2012/02/07/pinterest-monthly-uniques/

Mehr

Mein Laden im Netz. Mit und ohne Online-Shop im Internet verkaufen. Karsten Höft Projektleiter ecommerce

Mein Laden im Netz. Mit und ohne Online-Shop im Internet verkaufen. Karsten Höft Projektleiter ecommerce Mein Laden im Netz Mit und ohne Online-Shop im Internet verkaufen Sichtbar und aktiv im Web Das ebusiness-praxisforum Ruhr 2015 Agenda Überblick Hinweis: Diese Vortragsversion entspricht nicht der originalen

Mehr

IHR ERFOLG LIEGT UNS AM HERZEN.

IHR ERFOLG LIEGT UNS AM HERZEN. Apps Homepages SEO Google Social Media Das Örtliche Das Telefonbuch Gelbe Seiten Adressbücher Beratung & Full Service IHR ERFOLG LIEGT UNS AM HERZEN. REGIONAL STARK Bei uns stehen Sie im Mittelpunkt.

Mehr

Wer sind wir? Wir sind ihre werbeagentur

Wer sind wir? Wir sind ihre werbeagentur WERBEAGENTUR Wer sind wir? Wir sind ihre werbeagentur Wir sind Company Lifting ein Team von Marketingexperten, Grafikern und Webdesignern mit fundierter Erfahrung und vielen Ideen. Wir nehmen jeden Auftrag

Mehr