SÜDWESTTEXT. Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie. stay textile. Rentner sind gefragt. Seite 3

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1 SÜDWESTTEXT Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie HERAUSGEGEBEN VON SÜDWESTTEXTIL FEBRUAR 2014 NR. 77 Themen Verband + Industrie Sponsern statt speichern Seite 5 Foto: Rido Fotolia.com stay textile Rentner sind gefragt Seite 3 Bildung + Soziales Büromanagement reformiert Seite 7 Recht + Steuern Spindkontrolle nur im Beisein des Arbeitnehmers Seite 8 Partnerschaft mit Hindernissen Deutsche Textil- und Modebranche könnte stark vom Freihandel mit den USA profitieren Foto: bluedesign Fotolia.com Seit Juli 2013 verhandeln die EU und die USA über die Gründung einer transatlantischen Freihandelszone, die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Sollte es gelingen, Zölle und andere Barrieren im gemeinsamen Handel abzubauen, rechnet die EU-Kommission mit neuen Arbeitsplätzen und eine Steigerung der europäischen Wirtschaftsleistung um 120 Milliarden Euro pro Jahr. Was heißt das für die deutsche Textil- und Modebranche? Die USA zählen traditionell zu ihren größten Abnehmern. Unter den Indien will zollfreien Zugang Indien fordert von der EU zollfreien Zugang für seine Textilwaren. Das Land sieht sich durch die Vorzugsbehandlung der Konkurrenten Pakistan und Bangladesch benachteiligt. Mit den»wir wollen die gleichen Bedingungen wie Pakistan und Bangladesch.«Dr. Kavuru Sambasiva Rao, indischer Textilminister Ausfuhrzielen deutscher Textil- und Modehersteller außerhalb der EU belegen die USA Rang 3 nach der Schweiz und Russland. Betrachtet man ausschließlich Textilien, liegt der US-Markt sogar auf Rang 2. Gleichzeitig stoßen die Lieferungen auf hohe Zollmauern: 16 bis 17 Prozent auf textile Fertigwaren ist der übliche US-Zollsatz. Sind bestimmte Fasern wie Wolle oder feine Tierhaare im Spiel, steigt der Satz schnell auf 25 bis 30 Prozent. Fortsetzung Seite 2 Hauptabnehmern Deutschland und Großbritannien sei man bereits im Gespräch, berichtet der indische Textilminister Rao. Indien darf das Allgemeine Präferenzsystems für Entwicklungsländer (APS) nur teilweise nutzen und wird von Brüssel als zu groß für die Sonderbehandlung eingestuft. Nur für textile Fertigwaren aus Indien gewährt die EU Zollermäßigung. Für Garne und Stoffe fällt der volle Satz an. Die indische Reaktion war absehbar. Das APS wird zum politischen Belohnungssystem. Das macht die objektive Gleichbehandlung schwierig. Will die EU vor allem die schwächsten Länder fördern, sind Nullzölle für große, wettbewerbsfähige Textilländer stets kritisch zu hinterfragen. Ob Indien oder Pakistan Zollzugeständnissen der EU sollte zumindest auf mittlere Sicht die Marktöffnung der Handelspartner gegenüberstehen. Mit Indien verhandelt die EU seit sieben Jahren über ein Freihandelsabkommen. Silvia Jungbauer Zahl des Monats In einem Interview in der Textilwirtschaft bekannte Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbands textil+mode und Vizepräsidentin des Bundesverbands der deutschen Industrie, dass sie mit 18 liebend gerne Politikerin oder Filmprodu- zentin 18 geworden wäre. Als Unter- nehmerin und Kämpferin für die textilen Interessen kommt sie diesen Traumberufen schon sehr nahe. Die Textil- und Modeindustrie empfiehlt für die Berufsorientierung ihre Nachwuchskampagne Go Textile! und der Besucherrekord auf im Januar gibt ihr Recht. Eine gute Ausbildung und lebenslange Neugier sind wichtiger als materieller Besitz, rät die Präsidentin. Aktuell In Rechtsfragen rund um den Zoll kooperiert Südwesttextil ab sofort mit der Zollkanzlei Peterka. Die Hamburger Spezialisten beraten zu zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Fragen sowie zum Einfuhrumsatzrecht. Thomas Peterka ist Rechtsanwalt und Dipl.-Finanzwirt. Speziell zu Fragen des türkischen Zoll- und Außenwirtschaftsrechts berät Dipl.- Finanzwirt Abdulkarim Kuzucu. Die Kooperation umfasst ein Mandatsund Vergütungsangebot exklusiv für Verbandsmitglieder. Kontakt über

2 2 Verband + Industrie SÜDWESTTEXT FEBRUAR 2014 I NR. 77 Fortsetzung von Seite 1 Partnerschaft mit Hindernissen Das sind Belastungen, die den Export schnell unattraktiv machen können. Zudem sind sie weit entfernt von den gerne zitierten knapp 3 Prozent Durchschnittszoll der USA. Der klassische Verhandlungsbereich der Zölle birgt somit riesiges Potenzial. Dazu kommt die Chance, verschiedene Standards, Prüf- und Statistikmethoden anzugleichen. Mehr noch: Angesichts der Größenordnung der Liberalisierung dürfte es für einige Anbieter lohnend sein, die Konfektion innerhalb der EU wieder zu stärken. Schließlich profitiert vom Zollabbau nur, wer in der EU produziert. Deutscher Textil- und Bekleidungsexport in die USA (in Mio. ) * Quelle: Destatis, *geschätzt Vom Zollabbau profitiert nur, wer in der EU produziert. Textil Bekleidung Rolf J. Gemmersdörfer verstorben Völlig unerwartet ist am 5. Februar Senator h.c. Rolf J. Gemmersdörfer, Präsident und CEO der Hornschuch Group in Weißbach bei Heilbronn, im Alter von 61 Jahren verstorben. Er führte das traditionsreiche Unternehmen seit 1998 Doch die öffentliche Debatte um die Verhandlungen wird aktuell von ganz anderen Themen dominiert. Neben der Unterwanderung europäischer Lebensmittel- und Umweltstandards stehen Datenspionage und die Furcht vor Auswüchsen des Investorenschutzes im Vordergrund. Außerdem sorgt die Kultur von Verhandlungen hinter verschlossenen Türen für Unmut. Keine Frage: Ohne gemeinsame Standards und Werte kann Freihandel nicht funktionieren. Also ist für sämtliche Anliegen der gemeinsame Nenner herauszufinden. Das gilt auch für Chlorhühnchen und Fracking. Auch wenn sich inzwischen mancher fragt, wie groß die Gemeinsamkeiten eigentlich noch sind. Silvia Jungbauer Brüssels Ohr für KMU Die EU-Kommission will nun insbesondere mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit geben, sich zu den TTIP-Verhandlungen zu äußern. Durch direkte Gespräche mit den Firmen wollen die Beamten herausfinden, wo die Liberalisierung aus Sicht der Wirtschaft am effektivsten ansetzen kann. Auch die Textil- und Modebranche steht im Fokus. Die Stuttgarter Textilverbände wurden deswegen bereits von der Brüsseler Generaldirektion Handel kontaktiert. Firmen, die ihre Anliegen im Zusammenhang mit dem Exportmarkt USA bei der EU-Kommission vortragen möchten, sollten sich umgehend beim Verband melden und machte es in teils schwierigen Zeiten unter turbulenten Vorzeichen zum Marktführer auf dem Gebiet der Oberflächengestaltung. Die Nachricht hat uns alle zutiefst erschüttert und bestürzt, sagte Dr. Hans-Hinrich Kruse, Vorstandsvorsitzender der Konrad Hornschuch AG. Wir trauern um einen Menschen, dem die Nähe zu den Mitarbeitern und die feste Verbundenheit mit Hornschuch besonders am Herzen lagen. Dies prägte neben seinem außerordentlichen strategischen Weitblick, seinem Verhandlungsgeschick und seiner hoch engagierten Persönlichkeit sein Schaffen in der Führung unseres Unternehmens. Seit seinem Eintritt bei Hornschuch war Rolf Gemmersdörfer auch Mitglied des Vorstands von Südwesttextil und hat dabei Einfluss auf die industrie- und tarifpolitischen Geschehnisse der Textilindustrie genommen. Davon hat die gesamte Branche profitiert. Im Jahr 2007 wurde er aufgrund seines unternehmerischen Wirkens zum Senator h.c. im Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) ernannt. Darüber hinaus engagierte er sich im Beirat des Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Mosbach. Im März wäre der begeisterte Hochseeangler 62 Jahre alt geworden. Simone Diebold In Kürze In Frankreich ergeben sich für industrielle Kunden auf dem Energiemarkt sehr viele Veränderungen: So enden die staatlich regulierten Tarife für Gas zum 31. Dezember 2014 und am 31. Dezember 2015 die für Strom. Dies bedeutet für eine große Anzahl von Industriestandorten, dass sie einen Liefervertrag auf Marktbasis abschließen müssen. Die Anzahl der Industriekunden, die noch auf Basis regulierter Tarife versorgt werden, ist extrem hoch. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, frühzeitig aktiv zu werden und bereits jetzt mit der Vorbereitung der nötigen Aktionen zu beginnen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Mittel zur Auszahlung für die BMWi- Innovationsgutscheine (go-inno) freigegeben. Die Bereitstellung von Haushaltsmitteln ist erfolgt, obwohl aktuell infolge des Regierungswechsels die vorläufige Haushaltsführung gilt. Neue go- Inno-Verträge können geschlossen werden. Mehr unter Die deutsche Prevent Gaenslen & Völter GmbH mit Sitz in Metzingen ist ein Unternehmen der Prevent-Gruppe, das sich auf die Verarbeitung von Textilien spezialisiert hat. Der Gesellschafter hat sich nun dazu entschlossen, mit sofortiger Wirkung das Unternehmen in Textilfabrik Metzingen GmbH umzubenennen. Die Ansprechpartner in Deutschland, die Adress- und Bankdaten bleiben jedoch weiterhin dieselben. Die Bewerbungsphase für den Industriepreis 2014 ist gestartet: Zum neunten Mal sucht die Huber Verlag für Neue Medien GmbH auch in diesem Jahr nach auszeichnungswürdigen Industrieprodukten und -lösungen. Fortschrittliche Unternehmen mit besonders hohem ökonomischem, gesellschaftlichem, ökologischem oder technologischem Nutzwert stehen dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit. Bewerbungen werden in 14 Kategorien unter entgegengenommen.

3 FEBRUAR 2014 I NR. 77 SÜDWESTTEXT Verband + Industrie 3 stay textile laden Sie Ihre Experten ein In der Textil- und Bekleidungsindustrie sind knapp 30 Prozent der Mitarbeiter älter als 54 Jahre. In den rentennahen Jahrgängen, also in der Altersgruppe der 59- bis 63-Jährigen, sind es knapp 14 Prozent. Was tun, wenn dieses Erfahrungswissen die Unternehmen verlässt und der Kontakt zu den Fachkräften abzureißen droht? Experten Unternehmen stay textile Südwesttextil und Gesamtmasche haben eine Lösung: MASTERhora stay textile, das Internet-Netzwerk für aktive Ruheständler und Unternehmen. In Kooperation mit der neuen Social-Media-Plattform MASTERhora ist der stay-textile-campus entstanden, ein spezieller, geschlossener Mitgliederbereich für Textiler. Er bietet den in Ruhestand gehenden Experten und Ihnen, den Unternehmen, die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu bleiben, um sich im Bedarfsfall schnell wiederzufinden. Der stay-textile-campus ist dafür die zentrale Anlaufstelle: Experten können sich hier über fachspezifische Themen aus der textilen Welt informieren, finden Hinweise zu Veranstaltungen und können sich untereinander austauschen. Vor allem aber bekommen die Ruheständler Zugang zu Projektangeboten, die Sie dort ausschreiben, um Ihre Experten auch nach ihrem aktiven Berufsleben für einzelne Projekte einzubinden. Wir laden Sie als unser Mitglied dazu ein, das Angebot des stay-textile-campus zu nutzen und Ihren Fachleuten, die demnächst in den Ruhestand gehen oder dort schon angekommen sind, diesen Service anzubieten. Für die Anmeldung benötigen die Experten einen Gutschein. Diesen können die Mitgliedsunternehmen bei Südwesttextil für ein Jahr kostenfrei bestellen. Kontakt:

4 4 Verband + Industrie SÜDWESTTEXT Foto: Sergey Nivens Fotolia.com Termin vormerken Februar 2014 I Nr. 77 Granny to go Update Handelsvertreterrecht 27. März 2014, Filharmonie Filderstadt Foto: contrastwerkstatt Fotolia.com Jetzt anmelden unter oder Dr.-Rudolf-Eberle-Preis jetzt bewerben SONDERPREISTRÄGER 20 3: ANERKENNUNGEN 20 3: Orthobion GmbH Gottlieb-Daimler-Straße Konstanz Tel.: Fax: ARADEX AG Ziegelwaldstraße Lorch Tel.: Fax: Michael Koch GmbH Zum Grenzgraben Ubstadt-Weiher Tel.: Fax: GL GmbH Metall- und Werkstattechnik Nürtinger Straße Frickenhausen Tel.: Fax: allsafe JUNGFALK GmbH & Co. KG Gerwigstraße Engen Tel.: Fax: etifix GmbH Riedericher Straße Grafenberg Tel.: Fax: Das Land Baden-Württemberg schreibt in diesem Jahr bereits zum 30. Mal den Wettbewerb um den renommierten Innovationspreis des Landes, den Dr.-RudolfEberle-Preis, aus. Ab sofort können sich im Land ansässige kleine und mittlere AUSSCHREIBUNG Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von nicht 20 4 mehr als 100 Millionen Euro aus Industrie, Handwerk und technologischer Dienstleistung wieder mit beispielhaften Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen bewerben. Einsendeschluss ist der 31. Mai. Das Land vergibt in diesem Jahr Preise in Höhe von insgesamt Euro. Eine fachkundige Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft bewertet die Bewerbungen nach ihrem technischen Fortschritt, der besonderen unternehmerischen Leistung und dem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die Preise werden im Herbst verliehen. Einen Sonderpreis verleiht die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH in Höhe von Euro. Dieser richtet sich an junge Unternehmen aus Baden-Württemberg, die nicht älter als zehn Jahre sind und mit bis zu 100 Beschäftigten einen Umsatz von maximal zehn Millionen Euro erzielen. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es unter ATION BW INNOV 20 4 INNOVATIONSPREIS DES LANDES BADEN-WURTTEMBERG DR.-RUDOLF-EBERLE-PREIS Termin vormerken Jetzt anmelden unter oder Südwesttextil bietet seinen Mitgliedsunternehmen seit vielen Jahren die Dienstleistungen des Familienservices im Bereich der Kinderbetreuung und des Elder Care an. Nun kommt eine neue Dienstleistung hinzu. Ab sofort kann den Beschäftigten bei einem berufsbedingten Umzug ins Ausland bzw. vom Ausland nach Deutschland eine lebenserfahrene Familienbegleiterin zur Verfügung gestellt werden: Die Granny to go. Sie unterstützt Mitarbeiter, die für eine gewisse Dauer im Ausland tätig sind. Ein Umzug der kompletten Familie in ein fremdes Land stellt eine gewisse Herausforderung dar und kann mit Unsicherheit verbunden sein. Die Granny to go unterstützt deshalb die Familie in der Anfangsphase des Aufenthalts. Sie ist bei der Bewältigung des neuen Alltags behilflich und dient insbesondere den Kindern als Stütze bei Schularbeiten oder Freizeitaktivitäten. Auch für Familien, die bereits einige Zeit im Ausland leben, kann sie eine Bereicherung sein, da sie den Bezug zum Heimatland aufrechterhält. Wenn Mitarbeiter aus dem Ausland nach Deutschland kommen, kann die Granny to go unterstützen, indem sie die Familie bereits im Heimatland sprachlich und kulturell auf ihren Aufenthalt in Deutschland vorbereitet und mit Basisinformationen versorgt. Die Granny to go trägt insgesamt zum Erfolg des Umzuges und zur Zufriedenheit der Familie bei, sodass der Beschäftigte sich von Anfang an auf seine neue berufliche Herausforderung konzentrieren kann.

5 FEBRUAR 2014 I NR. 77 SÜDWESTTEXT Verband + Industrie 5 Sponsern statt speichern China nimmt Abschied von seiner umstrittenen Politik der Baumwollreserven. Die Regierung verlegt sich auf die Subventionierung der Farmer. Ende Januar wurde der Schritt bekanntgegeben, der für die Baumwollwirtschaft weltweit von Bedeutung ist: China, größter Baumwollproduzent der Welt, setzt seiner staatlichen Reservepolitik ein Ende. Subventionen sollen richten, was die Politik des Hortens nicht erreicht hat Vorteile für die gesamte Baumwollwirtschaft des Landes. Das System wird zunächst in Chinas größter Baumwollregion Xinjiang getestet, um nach 2014 auf andere Provinzen ausgedehnt zu werden. Xinjiang steht für über die Hälfte der chinesischen Baumwollerträge. Doch der chinesische Baumwollverband CCA drängt bereits auf Beihilfen auch für andere Regionen. Würden staatliche Mittel nicht auch in Provinzen wie Shandong, Jiangsu oder Hebei gelenkt, drohe ein empfindlicher Produktionsrückgang, unkt die Organisation. Hinter vorgehaltener Hand Weltbaumwollreserven Jahresendbestände nach Ländern (in Million 480-lb bales, ein amerikanischer Ballen von 480 lbs. entspricht 217,7 kg) India China Rest of world Brazil Quelle: US Department of Agriculture (USDA) wird vermutet, dass sich Peking darum angesichts voller Läger wenig schert. In den letzten Jahren hat die Volksrepublik durch den Aufbau staatlicher Baumwollreserven dem Weltmarkt erhebliche Mengen der Faser entzogen. Die künstliche Verknappung sollte den chinesischen Farmern auskömmliche Preise gewährleisten. Begleitet von strengen Zollkontingenten ab Überschreitung einer bestimmten Einfuhrmenge fallen 40 Prozent Zoll an führte die Reservepolitik für chinesische Nachfrager zu Preisen über dem Weltmarktniveau. Zwar wurden hin und wieder Teile der Staatsreserven aufgelöst. Dabei kamen jedoch nicht immer die aktuell benötigten Fasertypen auf Markt. Niedrigere Beschaffungskosten sollen die Baumwollgarnproduktion in China wieder attraktiv machen. Hohe nationale Baumwollpreise hatten zu steigenden Garnimporten und zu Produktionsverlagerungen in andere Länder Asiens, aber auch in die Türkei und die USA geführt. In der Saison 2012/13 hat China 7,6 Millionen Tonnen Baumwolle produziert. Für die laufende Saison wird ein Rückgang von knapp 9 Prozent erwartet. Silvia Jungbauer Ausstellung Die Bedeutung des Textils in der modernen Kunst Kunst & Textil, wer da nur an Geknüpftes oder Gewebtes denkt, liegt falsch: Die Ausstellung führt eindrücklich vor Augen, was das Textile gleichermaßen als Material wie als Idee für die moderne Kunst bis heute bedeutet. Denn unübersehbar erhielt die Abstraktion wichtige Impulse aus der Verbindung von Kunst und Kunsthandwerk. Das Besondere und Reizvolle dieser Präsentation ist neben ihrer historischen Reichweite die multimediale und interdisziplinäre Ausrichtung. Nicht nur Kunstwerke aus Stoff, sondern auch Gemälde, die Stoffe abbilden, und Videoarbeiten stehen einander gegenüber. Exponate, die gewöhnlich in Völkerkundemuseen zu sehen sind, offenbaren in der Gegenüberstellung mit abstrakten Kunstwerken den gemeinsamen Ursprung kreativer Ideen im horizontalen und vertikalen Raster des Webstuhls. An rund 100 Werken von 69 Künstlern wird die Geschichte der modernen Kunst neu lesbar und sinnlich erfahrbar. Meisterwerke von Klimt bis Matisse, von Joseph Beuys bis Gerhard Richter und von Anni Albers bis Louise Bourgeois veranschaulichen dabei Anknüpfungspunkte für das Verständnis einer global vernetzten Kunst. Diese von Markus Brüderlin für das Kunstmuseum Wolfsburg konzipierte Ausstellung wurde für die Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation der beiden Museen adaptiert. Die Ausstellung wird gefördert von Südwesttextil und ist zu sehen vom 21. März bis zum 22. Juni Managerdelegation aus Ägypten Im Rahmen eines Trainingsprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums zur Außenwirtschaftsförderung kommt eine Delegation ägyptischer Führungskräfte im März für vier Wochen nach Deutschland. Acht Teilnehmer kommen aus dem Textil- und Bekleidungsbereich. Neben einem praxisorientierten Training von interkultureller Kompetenz bis zu Fragen des Marketings sieht das Programm Besuche bei Unternehmen vor, die Kontakte nach Ägypten suchen. Bis 23. März hält sich die Delegation in Baden-Württemberg auf. Die Teilnehmerliste und Details zum Trainingsprogramm sind bei Südwesttextil erhältlich. Interessierte Firmen können sich bis zum 6. März 2014 melden

6 6 Bildung + Soziales SÜDWESTTEXT Februar 2014 I Nr. 77 E-Learning der Trend in der beruflichen Bildung Neuigkeiten aus der Welt der digitalen Lernmedien Das stetig wachsende Interesse an IT-relevanten Bildungsthemen wird u. a durch die immer bedeutender werdende Learntec, die Internationale Fachmesse und Kongress für Lernen mit IT, deutlich. Anfang Februar zog es Fachbesucher nach Karlsruhe. Dieses Jahr interessierten sich die Besucher insbesondere für digitale Lernmedien, Tools und Technologien sowie für Bildungsmanagement. Eine Umfrage auf einer Tagung des Kuratoriums der deutschen Wirtschaft für gewerblich-technische Ausbildungsleiter Ende November verdeutlicht ebenfalls, dass das digitale Lernen ein bedeutender Trend auch in der beruflichen Bildung darstellt. Die Befragung zeigt, dass bereits 60 Prozent der teilnehmenden Unternehmen ihre Lehrlinge mit Formen des digitalen Lernens unterstützen. Weitere 23 Prozent planen, E-Learning im nächsten Jahr einzusetzen. Hauptgründe dafür, dass Firmen die elektronischen Tools nutzen, ist der Wunsch, Berufsanfänger individuell zu fördern und das Image des Ausbildungsbetriebes zu verbessern. Am beliebtesten sind Computer Based Trainings und Web Based Trainings sowie Blended-Learning-Konzepte und Simulationen. Zudem weisen insbesondere das Mobile Learning sowie virtuelle Klassenräume und Webinare ein großes Wachstumspotenzial auf. Weniger beliebt sind hingegen Serious Games und Social Media. Der häufigste Grund auf moderne Medien zu verzichten, sind Zweifel an der Kosten-Nutzen- Relation bzw. dem Mehrwert der Methoden. Aber auch Befürchtungen hinsichtlich der Selbstlernkompetenz der jungen Menschen oder der Medienkompetenz der verantwortlichen Personen spielen eine Rolle. Insgesamt sind 86 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass E-Learning in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der betrieblichen Berufsausbildung ist. Für einen besseren Überblick über Trends und Formen des E- Learnings ist hier ein Glossar mit den wesentlichen Begrifflichkeiten zusammengestellt: Foto: Trueffelpix Fotolia.com Blended Learning Blended Learning bezeichnet eine Lernform, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von traditionellen Präsenzveranstaltungen und modernen Formen von E-Learning anstrebt. Das Konzept verbindet die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen mit den sozialen Aspekten der Face-to- Face-Kommunikation sowie ggf. dem praktischen Lernen von Tätigkeiten. Bei dieser Lernform werden verschiedene Lernmethoden, Medien sowie lerntheoretische Ausrichtungen miteinander kombiniert. Blended Learning zielt als Lernorganisation darauf ab, durch die geeignete Kombination verschiedener Medien und Methoden deren Vorteile zu verstärken und die Nachteile zu minimieren. Besonders wichtig ist, dass die Präsenzphasen und Online-Phasen funktional aufeinander abgestimmt sind. Durch die vorurteilsfreie Nutzung des optimalen Mediums im jeweiligen Schritt des Lernprozesses stellt Blended Learning die universellste Lernorganisationsform dar. MOOC Der Begriff Massive Open Online Course (MOOC) bezeichnet eine spezielle Form von Onlinekursen mit einer theoretisch unbegrenzten Teilnehmerzahl. MOOCs kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren und Gemeinschaften bilden können. Zu unterscheiden sind dabei xmoocs von cmoocs. Während erstgenannte im Wesentlichen auf Video aufgezeichnete Vorlesungen mit einer Prüfung darstellen, beruhen cmoocs auf der Idee des Konnektivismus und haben eher die Form eines Seminars oder Workshops. Virtual Classroom Der Begriff Virtuelles Klassenzimmer (engl. Virtual Classroom ) bezeichnet eine Form von E-Learning, bei der räumlich getrennte Lehrende und Lernende synchron oder asynchron zusammenarbeiten. Sie treffen sich im Internet auf einer Lernplattform zum Gruppenlernen oder laden sich die Aufgaben auf ihren Heimcomputer herunter. Web Based Training Web Based Training (WBT) stellt eine spezielle Form des E-Learning dar. Dabei wird WBT durch die Verwendung von netzbasierten Diensten als Weiterentwicklung des Computer Based Training (CBT) verstanden. Im Gegensatz zum Computer Based Training werden Lerneinheiten nicht auf einem Datenträger verbreitet, sondern von einem Webserver online mittels Internet oder Intranet abgerufen. Die Einbettung ins Netz bietet vielfältige weiterführende Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion des Lernenden mit den Mitlernern. Wenn das WBT von einem Dozenten moderiert wird, liegt moderiertes WBT (mwbt) vor. Im mwbt werden , News, Chats, Materialarchive und Diskussionsforen vom Dozenten mit dem WBT verknüpft und Lernende werden durch den Dozenten zur Nutzung angeleitet und motiviert. Zusätzlich können datenintensive Audio- und Videosignale live gestreamt über synchrone Konferenzplattformen verbreitet werden. Serious Games Serious Games sind Computeranwendungen im Stil von PC-Games, mit denen man auf spielerische Weise lernen kann. Christine Schneider Zeugnisse Ausweisung des DQR-Niveaus Foto: Gina Sanders Fotolia.com Bei der schrittweisen Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR) soll die Zuordnung eines Abschlusses zum jeweiligen DQR-Niveau ab Januar 2014 auf den Zeugnissen der beruflichen Bildung ausgewiesen werden. Dadurch soll die Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen verbessert und die hohe Qualität der deutschen Berufsbildung im Ausland sichtbar gemacht werden. Da der DQR lediglich als Übersetzungsinstrument dient, hat die Ausweisung des DQR-Niveaus keine tarif- und besoldungsrechtlichen Auswirkungen und ersetzt nicht das bestehende System der Zugangsberechtigungen im deutschen Bildungssystem.

7 Februar 2014 I Nr. 77 SÜDWESTTEXT Bildung + Soziales 7 Büromanagment reformiert Neuordnung des Ausbildungsberufs vollzogen Mitte Dezember letzten Jahres ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (Grundverordnung) sowie die Erprobungsverordnung im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Sie tritt zum 1. August 2014 in Kraft. Somit können ab sofort Ausbildungsverträge für den neuen Ausbildungsberuf abgeschlossen werden. Die Erprobungsverordnung ( Verordnung über die Erprobung abweichender Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen in der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung ) enthält die ab Inkrafttreten und vorerst bis zum 31. Juli 2020 gültigen Vorschriften zur gestreckten Abschlussprüfung und zur Zusatzqualifikation. Alle weiteren Regelungen finden sich in der Grundverordnung ( Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement ). Die in der Grundverordnung genannten Regelungen zur Zwischen- und Abschlussprüfung sind durch die Erprobungsverordnung außer Kraft gesetzt. Beide Foto: schmaelterphoto Fotolia.com Verordnungstexte sowie den Rahmenlehrplan stehen unter zum Download zur Verfügung. Was ist neu am Ausbildungsberuf? Der neue Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement fasst künftig die bisherigen Berufsbilder der Bürokaufleute, der Kaufleute und Fachangestellten für Bürokommunikation zusammen und schafft eine gemeinsame Ausbildungsgrundlage für Industrie, Handel, Dienstleistung, Handwerk und öffentlichem Dienst. Das neue Berufsprofil ist gekennzeichnet durch Büro- und Geschäftsprozesse, die kaufmännische und bürowirtschaftliche Pflichtqualifikationen abdecken. Durch die Auswahl von zwei der zehn möglichen Wahlqualifikationen werden diese ergänzt. Wahlqualifikationen mit einer Dauer von jeweils fünf Monaten sind in folgenden Bereichen möglich: Auftragssteuerung und -koordination; kaufmännische Steuerung und Kontrolle; kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen; Einkauf und Logistik; Marketing und Vertrieb; Personalwirtschaft; Assistenz und Sekretariat; Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement; Verwaltung und Recht sowie öffentliche Finanzwirtschaft. Vor allem die beiden Letzteren richten sich spezifisch an Ausbildungsbetriebe im Öffentlichen Dienst. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei Teilen als gestreckte Abschlussprüfung erfolgen. Die klassische Zwischenprüfung entfällt. Der erste Teil der Prüfung erfolgt zur Mitte der Ausbildung und umfasst die ersten 15 Monate. Innovativ ist in Teil 2 eine neuartige, mündliche Prüfungsgestaltung, die einen in den Wahlqualifikationen vom Auszubildenden selbst erarbeiteten Report zum Ausgangspunkt für ein Fachgespräch macht und einen besonderen Praxisbezug in der Prüfung sicherstellen soll. Neben dieser Variante ist die gängige Stellung von praxisbezogenen Fachaufgaben durch den Prüfungsausschuss möglich. Die Prüfung soll bis 2020 einer wissenschaftlichen Evaluation durch das Bundesinstitut für Berufsbildung unterzogen werden. Christine Schneider Seminare Bildungswerk Nicht textile Ausbildungsberufe ergänzen die Seite AUFGEPASST nicht textile ausbildungsberufe Informieren Sie sich auf Go Textile!, die Nachwuchskampagne der Textil- und Bekleidungsindustrie, informiert auf ihrer Internetplattform über die textil- und bekleidungsspezifi schen Ausbildungsberufe der Branche, wie beispielsweise den Modeschneider oder Produktionsmechaniker. Doch neben diesen Berufen bietet die Textil- und Bekleidungsindustrie auch eine Vielzahl an nicht-textilen gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungen, wie z. B. Industriekaufmann, Mechatroniker oder Fachinformatiker. Über diese Ausbildungsmöglichkeiten möchte Go Textile! informieren und hat unter der Rubrik Ausbildung zehn nicht-textile Berufe aufgenommen und beschreibt deren Ausbildung, Anforderungen und Chancen. Diese erste Auswahl kann jederzeit erweitert werden. Bitte hierzu an Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil. Business Skills für DH-Studierende 28. bis 29. März 2014, Haus Bleibach Veränderungen brauchen Führung 2. bis 3. April 2014, Haus Steinheim Effiziente Besprechungen und Sitzungen 3. April 2014, Haus Reutlingen

8 8 Recht + Steuern SÜDWESTTEXT FEBRUAR 2014 I NR. 77 Spindkontrolle nur im Beisein des Arbeitnehmers Nur in Ausnahmefällen spricht das BAG von einer Notwehrsituation des Arbeitgebers Der Arbeitgeber muss erhebliche Pflichtverletzungen und erst recht keine Straftaten seiner Arbeitnehmer dulden. Problematisch ist jedoch häufig die Frage, wie der Arbeitgeber genug Beweise sammeln kann, um einen etwaigen Verdacht zu erhärten. Heimliche Überwachungsmaßnahmen werden in der Öffentlichkeit zu Recht kritisch gesehen. Zusätzlich kann die Verwertung von Informationen, die durch eine solche Maßnahme gewonnen wurden, vor Gericht unzulässig sein. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit der Frage beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen der Arbeitgeber den Spind eines Arbeitnehmers durchsuchen darf. Ein Verkaufsmitarbeiter stand schon seit Längerem im Diebstahlsverdacht. Zur Klärung wollte der Arbeitgeber den Spind des Mitarbeiters auf etwaiges Diebesgut überprüfen. Der Mitarbeiter war am besagten Tag in seiner Abteilung, der Spind befand sich in einer anderen Räumlichkeit. Im Beisein eines Betriebsratsmitglieds ohne den Arbeitnehmer zu verständigen öffnete der Geschäftsleiter den verschlossenen Spind des Arbeitnehmers und durchsuchte ihn. Dabei wurde vom Arbeitnehmer entwendete Damenunterwäsche entdeckt. Einer angeordneten Taschenkontrolle entzog sich der Arbeitnehmer indem er vorzeitig das Recht kompakt Arbeitsrecht Kündigung Betriebsgelände verließ. Der Arbeitgeber hat unverzüglich Anzeige wegen Diebstahls bei der Polizei erstattet. Eine Hausdurchsuchung blieb erfolglos. Gegen Uhr durchsuchte der Geschäftsleiter den Spind des Klägers erneut in Gegenwart eines Betriebsratsmitglieds. Dabei waren die Wäschestücke nicht mehr aufzufinden. Die Firma hat den Arbeitnehmer fristlos gekündigt. Die Vorinstanzen haben der Klage stattgegeben. Auf die Revision der Firma wurde vom BAG zwar die Vorinstanz aufgehoben und die Sache zurückverwiesen, die Aufhebung erfolgte aber mehr aus formalen Gesichtspunkten (offene Fragen bei der Betriebsratsanhörung). Frage: Bedarf die Kündigung in den ersten sechs Monaten einer Betriebsratsanhörung? Antwort: Der Kündigungsschutz greift erst nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit. Der Betriebsrat muss dennoch gehört werden. Das Bundesarbeitsgericht hat in einem Urteil vom Dezember 2013 bestätigt, dass für die Anhörung im ersten halben Jahr geringere Anforderungen genügen. Es reicht die subjektive Vorstellung des Arbeitgebers, z. B. dass der Betroffene nicht ins Team passt. Abzuraten ist von Begründungen, deren Inhalte regelrecht nach Details rufen, z. B. bringt nicht die erforderliche Leistung. Die relevanten Gesetzestexte finden sich im Mitgliederbereich unter Im Kern hat das BAG die prozessuale Verwertung von Beweismitteln, die in einer in Abwesenheit und ohne Einwilligung des Arbeitnehmers durchgeführten Kontrolle Kontrollen eines verschlossenen Schrankes ohne Beisein des Arbeitnehmers sind nicht gerechtfertigte Eingriffe in dessen Privatsphäre. Foto: edarchinyan Fotolia.com erlangt worden sind, abgelehnt. Das BAG hat ausgeführt, dass eine solche (Spind-) Kontrolle heimlich erfolgt sei und ohne Einwilligung des Arbeitnehmers. Nur in Ausnahmefällen spricht das BAG von einer Notwehrsituation des Arbeitgebers, die eine solche Kontrolle erforderlich mache und die entsprechende Beweismöglichkeiten im Prozess eröffne. Im Allgemeinen ist aber davon auszugehen, dass solche Kontrollen eines verschlossenen Schrankes, welcher dem Arbeitnehmer auch zur Privatnutzung überlassen worden ist, als nicht gerechtfertigter Eingriff in seine Privatsphäre zu charakterisieren sind. Für die Praxis ist es also dringend zu empfehlen, die Einwilligung des Arbeitnehmers einzuholen oder diesen bei der Öffnung des Schrankes hinzuziehen. An dem vorstehenden Ergebnis ändert sich laut BAG auch dadurch nichts, dass der Betriebsrat bei der Öffnung des Spindes hinzugezogen wurde. Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht bleibt bestehen, beispielsweise auch dann, wenn eine entsprechende Erklärung des Arbeitnehmers durch Arbeitsvertrag oder schriftliche Erklärung hinterlegt worden ist. Im Allgemeinen wird der Arbeitnehmer der Öffnung des Schrankes zustimmen, die Hinzuziehung des Betriebsrats ist immer empfehlenswert. Sollte sich der Arbeitnehmer weigern, ist es durchaus das Recht des Arbeitgebers, wegen des Diebstahlverdachts die Polizei hinzuziehen. Letzteres dürfte aber mit Sicherheit aus den geschilderten Gründen die Ausnahme sein. Etwas Ähnliches dürfte auch in dem weitaus häufigeren Fall gelten, wenn private s mit belastendem Inhalt entdeckt werden. Wenn die Durchsuchung des PCs, Laptops, Handys ohne Einwilligung des Arbeitnehmers und in dessen Abwesenheit erfolgt ist, dürfte es ausgehend von den vorstehenden Grundsätzen unzulässig sein, diese Erkenntnis für eine Kündigung heranzuziehen. Allerdings ist nach herrschender Meinung zu unterscheiden, ob eine private - Nutzung erlaubt war (dann gilt das Vorstehende) oder ob grundsätzlich am besten per Betriebsvereinbarung die private Nutzung der vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Möglichkeiten/Hardware unzulässig war. Nur im letztgenannten Fall ist eine Durchsuchung auch in Abwesenheit des Arbeitnehmers und ohne dessen Einwilligung möglich und zulässig. Besonderes Augenmerk ist bei derartigen Kündigungen auf die Betriebsratsanhörung zu legen. Es existiert ein entscheidender Unterschied zwischen einer Verdachtsund einer Tatkündigung. Der Arbeitgeber muss also bereits in der Anhörung deutlich machen, ob er kündigt, weil er den Tatvorwurf für bewiesen erachtet, oder, ob er sich auf einen auf Indizien basierenden Verdacht stützt. Im Falle einer reinen Tatkündigung muss der Arbeitgeber den Vorwurf dann auch lückenlos beweisen können. Nicht wenige Gerichte versuchen bereits hier die Kündigung zum Ende zu bringen. Nach Auffassung aller Gerichte muss der Betriebsrat in solchen Fällen richtigerweise zu beidem gehört werden, also sowohl zur Tatkündigung als auch zum entsprechenden Verdacht. Zur Verdachtskündigung gehört natürlich zwingend die Anhörung des betroffenen Arbeitnehmers. Emil Schelb

9 Februar 2014 I Nr. 77 SÜDWESTTEXT Recht + Steuern 9 BAG beschränkt Zustimmungsverweigerung des Betriebs Versetzungen können leichter durchgesetzt werden Immer wieder erleben Arbeitgeber unangenehme Überraschungen bei Einstellungen und Versetzungen: Nach dem sie sich mit dem Bewerber geeinigt haben, verweigert der Betriebsrat die Zustimmung zur Einzelmaßnahme. Insbesondere bei Einstellung besteht dann das Risiko, dass sich der Bewerber anders orientiert. Glücklicherweise ist der Betriebsrat in seiner Ablehnung nicht vollkommen frei, sondern an die gesetzlich vorgegebenen Gründe gebunden. Schwierigkeiten bereiten dabei immer wieder der Grund Besorgnis der Benachteiligung eines im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmers oder des betroffenen Arbeitnehmers selbst. Hierzu hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) im Oktober letzten Jahres entschieden, dass grundsätzlich immer eine zweistufige Prüfung durchzuführen ist. Zunächst ist zu prüfen, ob ein entsprechend qualifizierter Widerspruch vorliegt. Eine Begründung, die offensichtlich auf keine der gesetzlichen Verweigerungsgründe Bezug nimmt, ist schließlich unbeachtlich. Wird die Verweigerung auf die Verletzung einer Rechtsvorschrift gestützt, dann muss diese angedeutet werden. Soweit eine Benachteiligung Foto: drubig-photo Fotolia.com eines im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmers behauptet wird, müssen entsprechende Tatsachen angegeben werden. Sind diese formellen Voraussetzungen gewahrt, dann ist auf der zweiten Stufe zu prüfen, ob tatsächlich ein tragfähiger Widerspruchsgrund vorliegt. Dabei hat das BAG für den Zustimmungsverweigerungsgrund der Benachteiligung des betroffenen Arbeit- nehmers festgestellt, dass dieser wirkungslos bleibt, wenn der betroffene Arbeitnehmer mit der Maßnahme einverstanden ist. Das Zustimmungsverweigerungsrecht diene ausschließlich der Wahrung seiner Interessen. Dieser Schutzzweck laufe ins Leere, wenn der betroffene Arbeitnehmer gegen seinen Willen geschützt wird. Es reiche jedoch nicht aus, sollte der Mitarbeiter die Maßnahme lediglich hinnehmen. Zukünftig kann der Zustimmungsverweigerungsgrund durch eine ausdrückliche Einverständniserklärung des Mitarbeiters entkräftet werden. Hierzu soll es nach der Entscheidung des BAG auch bei einer Versetzung ausreichen, wenn sich der betroffene Arbeitnehmer auf die neue Position beworben hat. Hinsichtlich der Benachteiligung anderer Beschäftigter ist ergänzend festgestellt worden, dass ein zur Verweigerung der Zustimmung berechtigter Nachteil erst dann vorliegt, wenn im Betrieb beschäftigte Arbeitnehmer Rechtsansprüche verlieren bzw. eine rechtserhebliche Anwartschaft besteht. Diese neue Entscheidung ist zu begrüßen. Allerdings dürfte eine Einverständniserklärung des betroffenen Mitarbeiters nicht ausreichen, um den Widerspruch auf der ersten Stufe als vollkommen unbeachtlich anzusehen. Das hat zur Folge, dass trotz der Beschränkung des Widerspruchsrechtes im Zweifel ein zeit- und kostenaufwändiges Zustimmungsersetzungsverfahren durchzuführen ist. Insoweit empfiehlt sich eine pragmatische Lösung mit dem Betriebsrat. Nathan Binkowski Befristungsgrund Ein Sachgrund für eine befristete Einstellung kann darin liegen, dass die Stammkraft innerhalb des Unternehmens vorübergehend anderweitig eingesetzt wird. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einer aktuellen Entscheidung klar gestellt und damit neben der vollständigen Verhinderung der Stammkraft einen weiteren Befristungsgrund bestätigt. Voraussetzung für die Wirksamkeit einer solchen Befristung ist jedoch, dass die eingestellte Ersatzkraft tatsächlich unmittelbar den Arbeitsplatz der abgeordneten Stammkraft übernimmt oder jedenfalls eine auf diesem Arbeitsplatz eingesetzte andere Stammkraft vertritt. Eine weitere Voraussetzung für die Wirksamkeit der Befristung ist, dass der Arbeitgeber beim Abschluss des befristeten Vertrages berechtigterweise mit einer Rückkehr der Stammkraft rechnen durfte. Diese sogenannte Rückkehrprognose muss der Arbeitgeber darlegen und beweisen können. Im Zuge dieses zu entscheidenden Sachverhalts hat sich das Gericht auch erneut zur Frage geäußert, wann eine Mehrfachbefristung einen eigentlich dauerhaften Bedarf und damit einen Rechtsmissbrauch darstellt. Zwar sucht man auch hier konkrete zeitliche oder zahlenmäßige Grenzen vergeblich, jedoch benennt das BAG ausdrücklich Umstände, die gegen die Annahme eines Rechtsmissbrauchs sprechen. Hierzu zählen Unterbrechungen der Befristungskette und die Heranziehung unterschiedlicher Befristungsgründe. Für die Praxis ist zu empfehlen, mit Mehrfachbefristungen weiterhin sensibel umzugehen, da die Rechtsprechung von der Herstellung von Rechtsklarheit noch meilenweit entfernt ist. Boris Behringer Aktuelle Steuer-Nachrichten In der Februarausgabe der Steuernachrichten wird kurz auf das Gesetz zur Anpassung des Investmentsteuergesetzes und anderer Gesetze an das AIFM Umsetzungsgesetz, welche noch nicht abgeschlossen sind, eingegangen. Ebenso wird das Gesetz zur Änderung des Handelsgesetzbuches erläutert, welches im Oktober verkündet wurde. Es zielt darauf ab, die Regelungen des EHUG-Ordnungsgeldverfahrens in drei Bereichen zu modernisieren: Senkung der Mindestordnungsgelder für Kleinst-Kapitalgesellschaften und kleine Kapitalgesellschaften Verschulden und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand Einführung eines Verfahrens zur Erreichung einer einheitlichen Rechtsprechung in Ordnungsgeldverfahren Hintergrund: Mit dem Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) im Jahre 2006 wurden grundlegende Änderungen bezüglich der Durchsetzung der Offenlegungspflicht vorgenommen. Mit dem EHUG wurde dem Bundesamt für Justiz die Durchsetzung der Offenlegungspflichten übertragen. Die aktuelle Ausgabe der Steuernachrichten kann als pdf-datei im Mitgliederbereich von Südwesttextil heruntergeladen werden.

10 10 Technik + Umwelt SÜDWESTTEXT Februar 2014 I Nr. 77 Neues von Reach Weitere Beschränkung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) Die Verordnung (EU) Nr. 1272/2013 ist Ende 2013 in Kraft getreten und gilt ab dem 27. Dezember Die neuen Regelungen gelten somit nicht für Erzeugnisse, die vor dem 27. Dezember 2015 erstmals in Verkehr gebracht wurden. Bis Ende 2017 sollen die beschlossenen Grenzen nochmals überprüft werden. Die Verordnung ändert den Anhang XVII der REACH-VO hinsichtlich des Grenzwertes für PAK in Bestandteilen von Verbraucherprodukten. Davon betroffen sind Erzeugnisse mit Bestandteilen aus Kunststoff oder Gummi, worunter unter anderem auch Bekleidung, Schuhe, Handschuhe und Sportkleidung fallen. Ab dem 27. Dezember 2015 muss für Bestandteile (z.b. Knöpfe, Griffe) von Produkten solcher Art ein Grenzwert von 1 mg/kg* eingehalten werden, wenn dieser Bestandteil aus Kunststoff oder Gummi besteht und bei AFBW Veranstaltungskalender normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung unmittelbar, länger oder wiederholt für kurze Zeit mit der menschlichen Haut oder der Mundhöhle in Berührung kommt. (Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 Nummer 50 Spalte 2 Absatz 5). Nach dem neuen Absatz 6 gilt für Kinderspielzeug und Babyartikel ein Grenzwert von 0,5 mg/kg. Silvia Jungbauer März JEC Composite Show Gemeinschaftsstand Paris, Frankreich 19. März AG Textile Techniken Organobleche ITV Denkendorf 20. März 3. Fachkongress Composite Simulation Veranstalter: VDC Fellbach und AFBW 26. März AG Technische Textilien Abstandstextilien Veranstalter: AFBW und Cluster TechTex Neckar-Alb 26. März Faserverbundkunststoffe im Bauwesen Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften *Die deutsche Fassung ist fehlerhalt: Es wird ein Grenzwert von 0,1 mg/kg statt 1 mg/kg im Absatz 5 des Beschränkungseintrags 50 genannt. Das BMU setzt sich bei der Europäischen Kommission für eine Korrektur der deutschen Sprachfassung ein. Schwabenlandhalle, Fellbach IHK Reutlingen ZHAW Winterthur 27. März AG Faser/Matrix/Interface Recycling ITV Denkendorf 1. April AG Hochleistungsfasern ITCF Denkendorf 2. April Parlamentarischer Abend Forschungskuratorium Textil Berlin April Hannover Messe Hannover 30. April AG Smart Textiles ITV Denkendorf Mai Spinnerei-Kolloquium ITV Denkendorf Foto: M. Schuppich - Fotolia.com ITV Denkendorf 08. Mai 6. Cluster-Forum Baden-Württemberg Haus der Wirtschaft, Stuttgart 14. Mai Leichtbau-Kongress Leichtbau BW GmbH, AFBW, CCeV, LBZ BW 15. Mai Einweihung High Performance Fiber Center ITCF Denkendorf 21. Mai AG Composite Simulation Veranstalter: VDC Fellbach und AFBW 22. Mai AG Textile Techniken Innovative Verbindungstechnik Neue Messe Stuttgart ITCF Denkendorf Fellbach ITV Denkendorf Termine Gatex-Seminar Vom 17. bis 21. März veranstaltet die Gatex das Seminar Textiles Grundwissen für Kaufleute und Auszubildende. Es richtet sich an Mitarbeiter in den kaufmännischen Abteilungen von Textilund Bekleidungsunternehmen, im Textilmaschinenbau, in Zulieferfirmen und im Einzelhandel. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Entstehung von Textilien und können so deren Qualität besser bewerten und bei Bedarf fachkundiger beraten. Weitere Informationen und Anmeldung unter 21. Bodenseeforum Am 5. und 6. Mai findet in Schloss Marbach (Öhningen) das 21. Bodenseeforum Personalmanagement der Wirtschaftskammer Vorarlberg und des Bildungswerkes der Baden- Württembergischen Wirtschaft e.v. statt. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Thema HR zwischen Innovation und Funktionalität. Das Programm verbindet wissenschaftliche Theorien mit Erfahrungen aus der Praxis und möchte neue Impulse setzen. Neben einer theoretischen Einordnung des Themas werden auch Best Practices für innovatives Personalmanagement präsentiert. Mehr unter Denkendorfer Kolloquium Am 7. und 8. Mai veranstaltet das ITV Denkendorf das Kolloquium Garn- und Flächenerzeugung. Unter dem Titel Strukturwandel durch Innovation und Flexibilität verbindet es erstmalig die Themenschwerpunkte Spinnerei, Weberei und Strickerei in einer Veranstaltung. Entlang der textilen Wertschöpfungskette gibt es Berichte über neue Produktionsverfahren und Produktinnovationen, die den veränderten Produktions-, Umwelt- und Wettbewerbsbedingungen Rechnung tragen. Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Textilmaschinenbau und der Textilproduktion mit den Bereichen Faserherstellung, Spinnerei, Weberei und Maschentechnologie. Programm und Anmeldung unter

11 Februar 2014 I Nr. 77 SÜDWESTTEXT Technik + Umwelt 11 Agrotextilien aus nachwachsenden Rohstoffen Arbeitsgruppe entwickelt ein zu 100 Prozent erneuerbares Insektenschutznetz Abnehmende Erdölressourcen und steigende Ölpreise einerseits sowie die Kyoto-Vereinbarungen zu Treibhausgasen, Umweltverschmutzung und Klimawandel andererseits bilden gegenwärtig das Spannungsfeld, in dem sich unsere erdölbasierte Wirtschaft neu positionieren muss. Dabei kommt der Entwicklung und Verwendung von biobasiertentreibstoffen aber auch von biobasierten Polymeren eine wichtige Bedeutung zu insbesondere wenn es gelingt, leistungsfähige Polymere für unterschiedliche Einsatzzwecke zu entwickeln. Technologisch-wirtschaftliche Studien sagen in diesem Zusammenhang speziell den Agrotextilien gute Entwicklungschancen auf einem schnell wachsenden Markt voraus. Gegenwärtig wird dieser Markt noch überwiegend mit Produkten aus Polyolefinen bedient, welche in Europa mehr als 200 kto/jahr ausmachen. Biobasierte Polymere, auch in Kombination mit natürlichen Fasern, können hier eine interessante Alternative eröffnen, vor allem dann, wenn die biologische Abbaubarkeit der Produkte an die jeweilige Anwendung angepasst werden kann. Weitere intrinsische Eigenschaften der Biopolymere wie z.b. hohe Lichtechtheit Netz zum Schutz von Nutzpflanzen vor Insektenbefall. Foto: Qyzz Fotolia.com oder geringe Brennbarkeit können dabei die technologischen Vorteile und die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich begünstigen. Vor diesem Hintergrund wurde von der EU-Kommission ein Verbundprojekt (no ) mit dem Kurztitel BioAgroTex gefördert, das von einem Konsortium aus europäischen Forschungsinstituten und Industriepartnern bearbeitet wurde. Die generelle Aufgabenstellung darin lautete, ein Material und einen Prozess zu entwickeln, mittels derer Multifilamentgarne, Monofile oder Bändchen hergestellt werden können, die sich zu Gestricken, Geweben oder Vliesen verarbeiten lassen. Im Rahmen dieses Vorhabens hat eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Centexbel (B), ITCF Denkendorf (D), Tecnaro (D), Texinov (F), DS Fibres (B) und Bonar (B) ein zu 100 Prozent erneuerbares Produkt entwickelt, das einen ersten erfolgreichen Einsatz in der Praxis in Form eines Textils zum Schutz von Nutzpflanzen vor Insektenbefall absolviert hat. Basierend auf einem Rohstoff bestehend aus Polymilchsäure (PLA) mit Zusätzen zur Verbesserung der Extrudierbarkeit, der Zähigkeit und des Kristallisationsverhaltens sowie Additiven zur Hydrolysestabilisierung wurde zunächst eine Rezeptur entwickelt, mit der ein schmelzspinnbares Compound in Granulatform hergestellt wurde. Als Nächstes galt es, einen Extrusions-Wickel-Prozess zu finden und zu optimieren, mit dem ein lagerstabiles und zu flächigen Textilstrukturen weiterverarbeitbares Garn erzeugt werden kann. Dies gelang über ein Spinn- Streck-Verfahren (FDY-Prozess), mit dem ein Monofilgarn mit einem Titer von 22 dtex und einer Geschwindigkeit von maximal 3000 m/min auf Spulen gewickelt wurde. Aus dem so erhalten Garn konnte auf einer konventionellen Wirkmaschine ein Insektenschutznetz hergestellt und bei einem Industriepartner in einem ersten Feldversuch getestet werden. Die dabei erzielte Wirksamkeit und die textilen Eigenschaften waren so gut, dass die Firma MDB Texinov begonnen hat, dieses Produkt unter den Namen FILBIO PLA und ULTRAVENT PLA zu vermarkten. ITCF Denkendorf Textile Beiträge zur Energiewende erschienen Die Energiewende ist in aller Munde, doch noch hakt es an vielen Stellen. Neben einer gesamtpolitischen Umsetzung, fehlt es oft noch an praktischen und wirtschaftlichen Alternativen, um den entscheidenden Sprung hin zu regenerativen Energien zu schaffen. Die Textilwirtschaft als einer der innovativsten Zweige sieht in dem Großvorhaben jedoch eine echte Chance, mit alternativen und zum Teil ungewöhnlichen Lösungen zum Gelingen der Energieträgerumstellung beizutragen. Die Broschüre energie textil, gemeinsam herausgegeben vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie und dem Forschungskuratorium Textil e. V. wirft ein Schlaglicht auf zum Teil noch weitgehend unbekannte textile Beiträge zur Energiewende und zur Energieeinsparung strikt entlang des Untertitels nachhaltig & wirtschaftlich. Zum Download unter Neu aufgelegt: Praxisgerechte Lösungen Version Eine Gefährdungsbeurteilung und ihre Dokumentation stehen an? Die neue Ausgabe der Software Praxisgerechte Lösungen (Version 4.0.0) hilft dabei, schnell und einfach eine Gefährdungsbeurteilung für das Unternehmen zu erstellen und zu dokumentieren. Unterstützt wird der Nutzer durch eine Objekt-Datenbank mit ca. 700 Musterobjekten (z. B. zu Gefahrstoffen oder Maschinen). Durch die Verknüpfung mit Betriebsanweisungen, Filmen, Explosionsschutzdokumenten, Prüflisten und Unterweisungshilfen sind die Musterobjekte für den betrieblichen Gebrauch sehr gut vorbereitet. Durch Verknüpfungen in das Regelwerk lassen sich Gesetze, Vorschriften etc. leicht finden. Die CD-ROM kann unter bestellt werden (Webcode Medienshop, Bereich Multimedia ) oder per mit Bestellnummer CD 003.

12 12 Zu guter Letzt SÜDWESTTEXT FEBRUAR 2014 I NR. 77 Internationales Wintercamp 2014 Kreative Lernspiele im Schnee. Mitte Januar fand das diesjährige Wintercamp in der Schweiz statt. Die Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich in Landquart, um die letzten Kilometer zur Unterkunft gemeinsam zurückzulegen. Die Neugier und Erwartungen auf fünf gemeinsame Tage waren groß. Wie in jedem Jahr waren auch diesmal wieder drei Südwesttextiler mit von der Partie. Nach der Bewerbung und der Auslosung, die erforderlich wurde aufgrund der zahlreihen Rückmeldungen, hatten ein Mädchen und zwei Jungs das Glück in die Schweizer Berge fahren zu können. Das abwechslungsreich gestaltete Programm mit einem Mix aus Lernen und Freizeit, ließ die Zeit in Sur En bei Scoul schnell vergehen. Fast zwei Tage arbeiten die Jugendlichen motiviert und engagiert am Thema Lernen lernen. Das Seminar unter der Leitung von Reto Wambach forderte und förderte die Teilnehmer entsprechend ihren Bedürfnissen und Anforderungen. Die Firmenpräsentationen und das textile Quiz waren ein weiterer Bestandteil im Arbeitsprogramm der Azubis im Wintercamp. Daneben bildeten ein Turnier im Eisstockschießen sowie ein nächtlicher Orientierungslauf einen angenehmen Ausgleich. Bei guten Schneeverhältnissen kamen die Auszubildenden beim Snowboarden, Skifahren oder Rodeln am individuellen Wintersporttag außerdem auf ihre Kosten. Das Ergebnis ist auf dem Facebookprofil von Go Texile! zu sehen. Christine Schneider Unter 26 Bewerbern hat Südwesttextil diese drei Azubis ausgelost: Marc Junker, Badenia Bettcomfort Evi Cathrin Häußler, Margarete Steiff Alexander Schneider, Johnson Controls Roth Frères INSITU-Technologie Alexander Schneider von Johnson Controls und Evi Cathrin Häußler von Margarete Steiff überzeugten mit ihren kreativen Firmenpräsentationen. Fotos: Swiss Textiles Kleiderfarbe auf Knopfdruck Zitat Das blaue oder das rote Kleid? Wer sich nicht entscheiden kann und das nötige Kleingeld hat, dürfte bald schon an einem Abend beides tra gen können: Die britische Designe rin Amy Rainbow Winters stellte auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ein blau schimmerndes Kleid vor, das auf Knopfdruck die Farbe wechseln kann. Wenn Ihnen nach Lila ist, ist das Kleid lila, sagte Winters. Und wenn es später rot sein soll genüge ein weiterer Knopfdruck am Ärmel. Winters arbeitet mit Technologieexperten zusammen und hat in den Stoff optische Fasern einarbeiten lassen, die als Lichtleiter fungieren. Kleidung mit optischen Fasern kos tet rund Euro, je nach Design ist die Grenze nach oben offen. Foto: K.- P. Adler Fotolia.com Quelle: Badische Neueste Nachrichten»Wissen Sie, wo man hier Ski leihen kann?«kommentar von Skip John Jahr jr. jr., Enkel des gleichnamigen Verlegers John Jahr senior, nach dem Olympia-Aus des deutschen Curling-Teams, das acht von neun Vorrunden-Begegnungen verloren hat. Impressum Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e. V. Kernerstraße Stuttgart Postfach Stuttgart Telefon Telefax Internet Präsident Georg Saint-Denis Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop Verantwortlich für Inhalt und Layout Simone Diebold Gestaltung Druck Gress-Druck GmbH, Fellbach Auflage Exemplare Der Bezug der Südwesttext ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

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