HÖRVERMÖGEN UND DIABETES

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1 HÖRVERMÖGEN UND DIABETES Die Hörexperten

2 EINLEITUNG Methodik Internationale Quellen aus der Literatur wurden herangezogen, um eine Reihe internationaler klinischer und Laborstudien zur Bewertung der möglichen negativen Auswirkungen von Diabetes auf das Hörvermögen und die Hörgeräte-Versorgung zu analysieren. Projektarbeitsgruppe Diese Untersuchung ist das Ergebnis einer Studie der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema, durchgeführt von: Elizabeth P. Helzner, PhD Assistenzprofessorin für Epidemiologie, School of Public Health, Brooklyn, NY, USA; Wouter Vinck, MD, PhD Endokrinologe Wilrijk, Belgien; Andrzej Zarowski, MD HNO Wilrijk, Belgien; Tom Cammaert, MD HNO Gent, Belgien; Florence Lucieer, MD Nijmegen, Niederlande; Jaap Meeuwis, MD HNO Rotterdam, Niederlande; Cor Stengs, MD HNO Rijnstate, Niederlande; Mark Laureyns Amplifon Centre for Research and Studies (CRS) Mailand, Italien. INHALTSVERZEICHNIS 01 Soziales Szenario und Epidemiologie 3 02 Die Beziehung zwischen Hörverlust und Diabetes 9 03 Diabetische Cochleopathie Die Folgen für die Hörgeräte-Versorgung Schlussfolgerung 27 Diese Publikation wurde durch die freundliche Unterstützung von Amplifon ermöglicht. 1

3 Vorwort Die Prävalenz von Typ-2-Diabetes nimmt Jahr für Jahr aufgrund der weltweit ansteigenden Häufigkeit von Übergewicht weiter zu. Gemäß dem IDF Diabetes Atlas wird es bis 2035 weltweit voraussichtlich 55 % mehr Diabetes-Patienten geben. Der Hörverlust ist immer noch eine wenig beachtete Komplikation von Diabetes, obwohl mehrere Metaanalysen deutlich gezeigt haben, dass Diabetes das Risiko hierfür verdoppelt. Neben der diabetischen Retinopathie (Augenkomplikation) und der diabetischen Neuropathie (Nervenkomplikation) sollte die diabetische Cochleopathie (die das Innenohr betrifft) ernst genommen und Hörtests im Rahmen der Nachsorgeuntersuchung von Diabetikern systematisch durchgeführt werden. 01Soziales Szenario und Epidemiologie Dieses Konsenspapier stellt aktuelle Forschungsergebnisse zusammen und betont, wie wichtig es ist, bei der Anamnese vor jeder Hörgeräte-Versorgung auch Diabetes zu berücksichtigen. 2 3

4 02 01 Soziales Szenario und Epidemiologie Untersucht von Elizabeth P. Helzner, PhD, Assistenzprofessorin für Epidemiologie, School of Public Health, Brooklyn, NY, USA. Laut der International Diabetes Federation (IDF) leiden weltweit 382 Millionen Patienten an Diabetes. Diese Zahl wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich um 55 % erhöhen und könnte bis Millionen erreichen. Die Prävalenz von Diabetes nimmt mit dem Alter zu: Tatsächlich wird gemäß einer Studie von Narayan et al. die Prävalenz bei Menschen über 75 Jahre um 8,76 %, bei Menschen zwischen 45 und 64 Jahren um 4,3 % und bei Menschen im Alter von 20 bis 44 Jahren um 1,09 % steigen Diese Verteilung ist auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat berichtet, dass die durchschnittliche Prävalenz von Diabetes in Europa insgesamt bei 6,4 % liegt. Jedoch reichen die Schätzungen je nach Land von der niedrigsten Prävalenz in Island (3,3 %) und Schweden (4,4 %) bis zur höchsten Prävalenz in Zypern (9,5 %) und Portugal (9,8 %) [5]. Details auf Seite 7 (Grafik 3) In den USA reicht die Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes je nach Bundesstaat von 5,9 % in Vermont bis zu 11,3 % in Mississippi [6]. Details auf Seite 7 (Grafik 4) Alle bisher vorgestellten Daten wurden altersangepasst, da die Prävalenz von Diabetes mit dem Alter zunimmt. Narayan et al. [7] untersuchten die altersabhängige Prävalenz von Diabetes und prognostizierten seine zukünftige Prävalenz. Wie in Grafik 5 zu erkennen, wird die Prävalenz von Diabetes in höheren Altersgruppen bis 2030 voraussichtlich deutlich zunehmen Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes 2013 und 2035 Prävalenz von Diabetes in Bezug zur Altersgruppe 2010 Diabetes (Diabetes mellitus) ist eine chronische Krankheit, die auftritt, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert (ein Hormon, das den Blutzucker reguliert) oder wenn der Körper das von ihm produzierte Insulin nicht effektiv verwerten kann. Das allgemeine Sterberisiko von Diabetikern ist mindestens doppelt so hoch wie bei Gleichaltrigen ohne Diabetes [1]. Basierend auf Daten des National Health Interview Survey in den USA [2] ist die Prävalenz des diagnostizierten Diabetes von 1,6 Millionen Menschen bzw. 0,58 % der Weltbevölkerung im Jahr 1958 bis auf 21,1 Millionen Menschen bzw. 6,95 % im Jahr 2012 gestiegen haben Wild et al. [3] geschätzt, dass bis 2030 bei 30,3 Millionen Menschen bzw. 8,3 % der US-amerikanischen Bevölkerung Diabetes diagnostiziert werden wird. Diese Entwicklung ist weltweit zu beobachten. Der IDF Diabetes Atlas von 2013 [4] schätzt, dass die Zahl der Menschen mit diagnostiziertem Diabetes weltweit 2013 bei 382 Millionen lag. Diese Zahl wird bis 2035 voraussichtlich um 55 % auf 592 Millionen steigen. Prävalenz von Diabetes in den USA Grafik 1: Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes in den USA: ( National Health Interview Survey - CDC, USA) [2]. Afrika Europa Süd- und Mittelamerika Westpazifik Südostasien Nordamerika Naher Osten und Nordafrika WELT Zahl der Personen mit diagnostiziertem Diabetes 2013 und 2035 Millionen Afrika Europa Süd- und Mittelamerika Westpazifik Südostasien Nordamerika Naher Osten und Nordafrika Grafik 2: Allgemeine Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes 2013 und 2035 (IDF Diabetes Atlas 2013) [4]. Die Prävalenz von Diabetes variiert deutlich je nach Kontinent. Die niedrigste Prävalenz ist in Afrika, die höchste in Nordamerika, im Nahen Osten und in Nordafrika zu finden. Prävalenz von Diabetes in Bezug zur Altersgruppe 2030 Grafik 5: Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes in Abhängigkeit der Altersgruppe im Jahr 2010 (oberer Bereich) und Schätzung für 2030 (unterer Bereich) ( Impact of Recent Increase in Incidence on Future Diabetes Burden, Narayan et al.) [7]. Bisher haben wir die Prävalenz von Diabetes im Allgemeinen beschrieben. Es gibt jedoch mehrere Diabetes-Varianten. Gemäß dem Diabetes-Datenblatt der WHO [1]: ist Typ-1-Diabetes eine relativ seltenere Variante der Krankheit, die sich durch eine fehlende Insulinproduktion auszeichnet. 4 5

5 01 Ohne tägliche Insulingabe führt Typ-1-Diabetes schnell zum Tod. Typ-2-Diabetes resultiert aus einer Insulinresistenz. Ungefähr 90 % der Diabetiker weltweit leiden an Typ-2- Diabetes. Dies ist größtenteils die Folge eines zu starken Übergewichts und fehlender körperlicher Bewegung. Gestationsdiabetes tritt bei bis zu 5 % aller Schwangerschaften auf. Er setzt typischerweise um die 24. Schwangerschaftswoche ein. Dies geschieht, wenn die Insulinfunktion blockiert wird, wahrscheinlich durch Hormone, die von der Plazenta produziert werden. Dieser Typ Diabetes verschwindet normalerweise wieder nach der Geburt. Jedoch haben Frauen, die an einer Schwangerschaftsdiabetes litten, ein um das mindestens 7-fach erhöhtes Risiko, später in ihrem Leben Typ-2-Diabetes zu entwickeln, im Vergleich zu Frauen, bei denen die Schwangerschaft normal verlief [8]. Typ-1-Diabetes Frese und Sandholzer [9] haben vor Kurzem die Prävalenz von Typ-1-Diabetes in Europa beschrieben. Ihre Daten (Health at a Glance: Europe 2012 OECD) lassen auf große regionale Unterschiede bei der Prävalenz von Typ-1- Diabetes schließen. Genetische Faktoren erklären vermutlich viele der regionalen Unterschiede bei der Prävalenz [10]. Details auf Seite 7 (Grafik 6) Onkamo et al. [11] haben 37 Studien analysiert, die in 27 Ländern zwischen 1960 und 1996 zu der Entwicklung von Typ-1-Diabetes durchgeführt wurden. Sie stellten eine allgemeine erhöhte Inzidenz von 3 % pro Jahr fest. Bei 24 von 37 Populationen war dieser Anstieg signifikant. Eine etwas aktuellere Literaturstudie von Patterson et al. [12] kam zu dem gleichen Ergebnis ein Anstieg von 3,4 % pro Jahr im ersten Zeitraum ( ) und ein Anstieg von 3,3 % pro Jahr im zweiten Zeitraum ( ). Typ-2-Diabetes Einer der wichtigsten Faktoren, die zur schnellen Zu nahme von Typ-2-Diabetes führen, ist Übergewicht. Mokdad et al. [13] zeigten, dass das Risiko für Typ-2-Diabetes 7,4-mal höher bei Erwachsenen mit einem BMI (Body Mass Index) über 40 im Vergleich zu Erwachsenen mit einem normalen BMI (zwischen 18,5 und 24,9) ist. In den USA kontrollieren die Zentren für Krankheits kontrolle und Prävention (Centers for Disease Control and Prevention) regelmäßig die Daten für Übergewicht und Diabetes für die einzelnen Bundesstaaten. Diese Daten dokumentieren die zunehmende Epidemie beider Gesundheitsprobleme: Die meisten Bundesstaaten mit einer hohen Prävalenz von Übergewicht weisen ebenfalls eine hohe Diabetes- Prävalenz auf. Die Behandlung chronischer Krankheiten (NCD Kontrolle nicht übertragbarer Krankheiten) besitzt nun sehr hohe Priorität in den Gesundheitsprogrammen der EU, der Weltgesundheitsorganisation und der Vereinten Nationen. Die vier häufigsten chronischen Krankheiten (Herz- Kreislauf-Erkrankung, Krebs, Atemwegserkrankung und Diabetes) machen 86 % aller Todesfälle aus [14-17]. Patienten mit Typ-2-Diabetes haben fast eine doppelt so hohe Mortalitätsrate wie Menschen ohne Diabetes [18]. Demzufolge hat die Prävention von Typ-2-Diabetes im öffentlichen Gesundheitswesen hohe Priorität. Typ-2- Diabetes kann bis zu einem gewissen Maß durch eine Prävalenz von Diabetes in Europa Schweden Luxemburg Belgien Griechenland Italien Großbritannien Niederlande Deutschland Frankreich Dänemark Slowakische Rep. Finnland Spanien Österreich Ernährungsumstellung, mehr körperliche Bewegung und reduzierten Alkoholkonsum vermieden werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen führt nicht nur zu einer Abnahme von Diabetes, sondern senkt auch die Raten für andere allgemeine chronische Krankheiten [19]. Grafik 3: Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes in unterschiedlichen europäischen Ländern ( Diabetes prevalence and incidence in Health at a Glance: Europe 2012 OECD) [5]. Prävalenz von Diabetes in den USA Bulgarien Malta Estland Slowenien Polen Zypern Portugal EU22 Island Norwegen Kroatien Schweiz Türkei Altersangepasste Prävalenz von Übergewicht und diagnostiziertem Diabetes bei US-amerikanischen Erwachsenen ab 18 Jahren Übergewicht (BMI 30 kg/m 2 ) Keine Daten Grafik 4: Prävalenz von diagnostiziertem Diabetes in den USA nach Bundesstaat ( Diabetes Report Card 2012, National Center for Chronic Disease Prevention and Health Promotion) [6]. Prävalenz von Typ-1-Diabetes im Vergleich zur Diabetes-Prävalenz insgesamt Typ-1-Diabetes Diabetes insgesamt Diabetes Keine Daten Türkei Italien Schweiz Spanien Griechenland Frankreich Polen Island Slowakische Republik Luxemburg Portugal Österreich Grafik 6: Prävalenz von Typ-1-Diabetes im Vergleich zur Diabetes-Prävalenz insgesamt in Europa. Beachten Sie die großen regionalen Unterschiede für Typ-1- Diabetes (von 0,02 % in der Türkei bis 0,43 % in Finnland) ( The Epidemiology of Type 1 Diabetes Mellitus, Frese and Sandholzer) [9]. Belgien Niederlande Deutschland Dänemark Großbritannien Norwegen Schweden Finnland CDC s Division of Diabetes Translation. National Diabetes Surveillance System abrufbar auf 6 7

6 Quellenangaben 1. Weltgesundheitsorganisation, Faktenblatt Diabetes Nr. 312, überarbeitet im Oktober 2013, abgerufen am auf 2. CDC (Centers for Disease Control and Prevention) National Health Interview Survey Diabetes, abgerufen am auf 3. Wild, S., Roglic, G., et al. Global prevalence of diabetes: estimates for the year 2000 and projections for Diabetes Care. 2004; 27 (5): Onlineversion des IDF Diabetes Atlas, International Diabetes Federation, 2013, 159 p, aufgerufen am auf 5. OECD Organization for Economic Co-operation and Development, Health at a Glance: Europe 2012 Diabetes prevalence and incidence, OECD Publishing, aufgerufen am auf 6. National Center for Chronic Disease Prevention and Health Promotion Division of Diabetes Translation. Diabetes Report Card p, aufgerufen am auf 7. Narayan, K.M., Boyle J.P., et al. Impact of recent increase in incidence on future diabetes burden U.S., Diabetes Care. 2006; 29 (9): Bellamy, L., Casas, J.P., et al. Type 2 diabetes mellitus after gestational diabetes: a systematic review and metaanalysis. Lancet. 2009; 373: Frese, T., Sandholzer, H. The epidemiology of type 1 diabetes mellitus, in Escher, A.P. and Li, A. Eds. Type 1 Diabetes 2013 Intech Open Science p 1 20, aufgerufen am auf 10. Thomson, G., Valdes, A.M., et al. Relative predispositional effects of HLA class II DRB1-DQB1 haplotypes and genotypes on type 1 diabetes: a meta-analysis. Tissue Antigens. 2007; 70 (2): Onkamo, P., Väänänen, S., et al. Worldwide increase in incidence of Type I diabetes the analysis of the data on published incidence trends. Diabetologia. 1999; 42: Patterson, C.C., Gyürüs, E., et al. Trends in childhood type 1 diabetes incidence in Europe during : evidence of non-uniformity over time in rates of increase. Diabetologia. 2012; 55: Mokdad, A.H., Ford E.S., et al. Prevalence of obesity, diabetes, and obesity-related health risk factors, JAMA. 2003; 289: European Coalition for Diabetes (ECD) and EU Diabetes Working Group (EUDWG) Press Release The European Parliament adopts crucial diabetes resolution calling on the Commission and Member States to address the growing diabetes epidemic, aufgerufen am auf: PressReleaseMar12%20EP%20resolution.pdf 15. OECD The Diabetes Epidemic and its impact on Europe. Report on the European Leadership Forum Copenhagen (2012) 44 p. aufgerufen am auf: 16. WHO First Global Ministerial Conference on Healthy Lifestyles and Non Communicable Disease Control (Moskau, April 2011), aufgerufen am auf: ncds.pdf 17. UN (United Nations) Political Declaration of the UN High-Level Meeting on the Prevention and Control of Noncommunicable Diseases (NCDs). (2011) 2 p, aufgerufen am auf: rfiles/key%20points%20of%20political%20declaration.pdf 18. Mulnier, H.E., Seaman, H.E., et al. Mortality in people with Type 2 diabetes in the UK. Diabet Med. 2006; 23 (5): Tuomilehto, J., Lindström, J., et al. Prevention of type 2 Diabetes Mellitus by changes in lifestyle among subjects with impaired glucose tolerance. N Engl J Med. 2001; 344 (18): Die Beziehung zwischen Hörverlust und Diabetes 8 9

7 Die Beziehung zwischen Hörverlust und Diabetes Untersucht von Elizabeth P. Helzner, PhD, Assistenzprofessorin für Epidemiologie, School of Public Health, Brooklyn, NY, USA. lärminduziertem Hörverlust bei älteren Menschen liegen, der potenziell eine Beziehung zwischen Diabetes und Hörverlust in dieser Gruppe verdeckt. Diabetische Patienten haben unabhängig von ihrem Alter ein doppelt so hohes Risiko (2,15-mal höher), einen Hörverlust zu erleiden, wie nicht diabetische Patienten (Metaanalyse von Horikawa et al. 2013). Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Patienten mit Typ-2- Diabetes ein deutlich höheres Risiko hatten, zumindest eine leichte Form des Hörverlusts im Vergleich zur zu erleiden. Prävalenz von Hörverlust bei Typ-2-Diabetes vgl. mit nicht diabetischen Patienten in 6 Studien Nicht diabetisch Diabetisch Prävalenz von Hörverlust bei diabetischen und nicht diabetischen Probanden in 13 Studien Nicht diabetisch Diabetisch Prävalenz des Hörverlusts in % Grafik 2: Die Prävalenz des Hörverlusts in % für jede Teilgruppe in sechs von 18 Studien, die in die Metaanalyse von Akinpelu et al. [15] aufgenommen wurden. Beachten Sie, dass die Prävalenz des Hörverlusts in allen Studien außer einer deutlich höher in der Teilgruppe mit Diabetes ist [9]. Das Risiko für eine Hörbehinderung war 1,91-mal höher bei Patienten mit Typ-2-Diabetes als bei den n (nicht diabetische Probanden). Die diabetische Gruppe zeigte ein schlechteres Hörvermögen bei allen Frequenzen, am deutlichsten jedoch bei 6000 und 8000 Hz. Außerdem waren die akustisch evozierten Hirnstammpotenziale in der diabetischen Gruppe deutlich verzögert. Die erste bekannte Publikation zur Beziehung zwischen Diabetes und Hörverlust ist ein Fallbericht über die Hörbehinderung in Kombination mit dem einsetzenden diabetischen Koma, der von Jordao im Jahr 1857 geschrieben wurde. Davor hatten sich Diabetesforschungen auf die lebensbedrohlichen Komplikationen der Krankheit konzentriert. In den 90er-Jahren wurden mehrere Studien zur Beziehung zwischen Diabetes und Hörverlust durchgeführt, die jedoch keine eindeutigen Ergebnisse lieferten. Diabetes und Hörverlust In letzter Zeit hat die deutliche Zunahme der Diabetes- Prävalenz zu vielen umfangreichen Längsschnittstudien zu den Risikofaktoren von Diabetes geführt haben Horikawa et al. [1] eine Metaanalyse der veröffentlichten Studien zur Beziehung zwischen Diabetes und dem Risiko der Hörbehinderung durchgeführt. Sie fanden 3169 Zitate: 355 potenziell relevante Studien wurden ausführlicher untersucht und letztendlich wurden 13 Studien ( Teilnehmer und 7377 Fälle) in die Analyse aufgenommen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass unabhängig von ihrem Alter diabetische Patienten ein 2,15-mal höheres Risiko hatten, einen Hörverlust zu erleiden, als nicht diabetische Patienten. Der Zusammenhang war deutlicher bei Patienten bis 60 Jahre (Odds Ratio: 2,61) als bei Patienten, die älter als 60 Jahre waren (Odds Ratio: 1,51). Der deutliche Zusammenhang bei jüngeren im Vergleich zu älteren Erwachsenen könnte an der höheren Prävalenz von Prävalenz des Hörverlusts in jeder Teilgruppe in % (Dalton* wurde vom Herausgeber korrigiert) Grafik 1: Die Prävalenz des Hörverlusts in % für jede Teilgruppe (graue Balken: nicht diabetisch/blaue Balken: diabetisch) in den 13 Studien, die in die Metaanalyse von Akinpelu et al. [1] aufgenommen wurden. Beachten Sie, dass die Prävalenz des Hörverlusts in allen Studien außer einer deutlich höher in der Teilgruppe mit Diabetes ist [9]. Die Ergebnisse von Dalton et al. [4]* wurden vom Herausgeber korrigiert. Typ-2-Diabetes und Hörverlust Im März 2004 haben Akinpelu et al. [15] eine systematische Überprüfung und Metaanalyse zu dem Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und Hörverlust durchgeführt. Sie ermittelten 2666 Titel zu diesem Thema. Davon wurden 67 Studien ausführlicher untersucht: 18 wurden in die Metaanalyse aufgenommen. Panchu [16] führte eine Studie mit Probanden zwischen 35 und 55 Jahren durch und stellte einen signifikant erhöhten Hörverlust bei den diabetischen Probanden (DM Typ 2) im Vergleich zu einer fest (Grafik 3). Gemäß der Metaanalyse von Akinpelu et al. [15] hatten Menschen mit Typ-2-Diabetes ein um 1,91-mal höheres Risiko, eine zu mindest leichte Hörbehinderung im Vergleich zu gesunden Probanden zu entwickeln

8 Auswirkung von Diabetes mellitus auf die Hörschwelle Durchschnittlicher Hörverlust für jede Gruppe und Standardabweichung (Fehlerbalken) in db Frequenz in Hz Diabetes Grafik 3: Auswirkung des Typ-2-Diabetes mellitus auf die Hörschwellen in db Grafik basiert auf Panchu [16] Hörschwellen in dbhl (Fehlerbalken = 1 Standardabweichung) Blaue Linie: 41 Probanden mit Diabetes im Alter von 35 und 55 Jahren Graue Linien: 41 normal hörende Kontrollprobanden, angepasst an Alter und Geschlecht. Typ-1-Diabetes und Hörverlust Wir sind auf keine systematische Überprüfung oder Metaanalyse zur Beziehung zwischen Typ-1-Diabetes und Hörverlust gestoßen, jedoch wurden mehrere Fall-Kontrollstudien durchgeführt. Pessin et al. [17] haben 40 Probanden mit Typ-1-Diabetes im Vergleich zu einer angepassten mit 20 Probanden untersucht. In dieser Stichprobe waren die Hörschwellen signifikant höher in der diabetischen Gruppe als in der, und das bei allen Frequenzen (250, 500, 1000, 2000, 4000 und 8000 Hz). Darüber hinaus trat der Hörverlust häufiger bei Patienten mit einer hohen Plasma-Glukose-Konzentration auf. Bei acht Ohren in der diabetischen Gruppe mit einem normalen Audiogramm waren die akustisch evozierten Hirnstammpotenziale verzögert haben Mozaffari et al. [13] eine Studie veröffentlicht, in der sie 80 nicht ältere Probanden mit Diabetes (9 Typ 1 / 71 Typ 2) mit einer angepassten mit 80 Probanden verglichen haben. Das Risiko für eine Hörbehinderung war in der diabetischen Gruppe 3,5-mal höher als in der. Die höhere Prävalenz des Hörverlusts war im Wesentlichen identisch mit der Prävalenz von Typ-1- und Typ-2-Diabetes haben Malucelli et al. [18] eine Studie zur Prävalenz der Hörbehinderung bei Patienten mit Typ-1-Diabetes mellitus durchgeführt. Sie verglichen 30 Probanden mit Prävalenz des Hörverlusts DM Typ 1 DM Typ 2 Grafik 4: Die Prävalenz des Hörverlusts zwischen Patienten mit Diabetes und. Beachten Sie, dass die Prävalenz des Hörverlusts in beiden Teilgruppen mit Diabetes höher ist und dass es keine Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes gibt (Mozaffari et al.) [13]. Typ-1-Diabetes (13 weibliche, 17 männliche Probanden) mit einer angepassten mit 30 Probanden. Bei den Diabetikern waren die Hörschwellen signifikant höher als bei denen der bei 250, 500, , , , und Hz für beide Ohren. Fukuda et al. [19] haben eine Studie durchgeführt, bei der sie die Hörschwellen von 30 Kindern (durchschnittlich 10 Jahre alt), die an Typ-1-Diabetes litten, mit einer altersangepassten, nicht diabetischen verglichen. Die diabetischen Kinder hatten signifikant höhere Hörschwellen bei 250, 500, 2000, 3000, 4000, 6000, und 8000 Hz. Jedoch gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen bezüglich der Sprachaudiometrie, der Hochfrequenzaudiometrie und der otoakustischen Emissionen (Aktivität der äußeren Haarzellen im Innenohr). Schlussfolgerung 2010 hat die Weltgesundheitsorganisation im Faktenblatt Diabetes [20] die folgenden Gesundheitsfolgen von Diabetes beschrieben: Erhöhte Blutzuckerwerte sind eine häufige Folge von unkontrolliertem Diabetes, die mit der Zeit das Herz, die Blutgefäße, die Augen, Nieren und Nerven schädigen können. Einige Gesundheitskomplikationen durch Diabetes umfassen: Die diabetische Retinopathie ist eine signifikante Ursache für die Erblindung und tritt als Folge einer anhaltenden, akkumulierten Schädigung der kleinen Blutgefäße in der Retina auf. Nach 15 Jahren Diabetes entwickeln ungefähr 10 % der Patienten eine schwere Beeinträchtigung ihres Sehvermögens. Die diabetische Neuropathie bezeichnet Nervenschädigungen infolge von Diabetes und betrifft bis zu 50 % der Diabetiker. Allgemeine Symptome sind Kribbeln, Schmerzen, Taubheits- oder Schwächegefühle in den Füßen und Händen. Kombiniert mit einer reduzierten Durchblutung erhöht die Neuropathie in den Füßen das Risiko für Fußulcera und mögliche Beinamputationen. Diabetes gehört zu den führenden Ursachen für Nierenversagen; % der Diabetiker sterben an einem Nierenversagen. Diabetes erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle; 50 % der Diabetiker sterben an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (vorwiegend Herzinfarkt und Schlaganfall). Beachten Sie, dass die Auswirkungen auf das Hörvermögen überhaupt nicht erwähnt werden. In ihrem Artikel von 2009 hat Bainbridge [21] die Forschungsergebnisse zur Beziehung zwischen Diabetes und Hörverlust zusammengefasst. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die hohe Prävalenz der Hörbehinderungen bei Diabetikern bei der routinemäßigen Überweisung zur Audiometrie berücksichtigt werden muss. Der US-amerikanische Bundesstaat North Carolina hat 2011 damit begonnen, die o. g. Empfehlung umzusetzen. Dowd [22] beschreibt diese Empfehlung in ihrer Arbeit: Aufgrund der hohen Prävalenz von Diabetes in North Carolina, der Folgen des Hörverlusts und der Verbindung zwischen Diabetes und Hörverlust hat das Zentrum für Diabetesprävention und -kontrolle in North Carolina Hörtests in seinen strategischen Plan für 2011 für Diabetes- Aufklärungsprogramme in North Carolina aufgenommen. April Reese, Leiter der Niederlassung, hat daran mitgewirkt, Hörtests bei Diabetikern in das Aufklärungsprogramm für Diabetes mit aufzunehmen. Der neue Plan fordert eine bessere Untersuchung und Behandlung von Diabetes, indem Gesundheitsfachleute ermuntert werden, den Richtlinien der American Diabetes Association zu folgen und Mund- und Gehöruntersuchungen im Rahmen der Grundbewertung für Diabetiker mit aufzunehmen. Der North-Carolina-Plan fordert ein stärkeres Bewusstsein für seltenere Begleiterkrankungen in Verbindung mit Diabetes, unter anderem Hörverlust und Schlafapnoe. Die vorhandenen Forschungser gebnisse stützen die Schlussfolgerung, dass Hörverlust als eine Komplikation von Diabetes anerkannt werden sollte. Die Bewertung und Behandlung von Hörproblemen in Zusammenhang mit Diabetes sollte zu einer Standardkomponente der Diabetesversorgung werden. Es gibt überzeugende Belege in von Experten geprüften Studien und Metaanalysen, die eine Beziehung zwischen Hörvermögen und Diabetes mellitus, vor allem Typ-2- Diabetes, unterstützen. Weitere Forschungen sind erforderlich, um die Rolle von Typ-1-Diabetes bei Hörbehinderungen zu verdeutlichen. Nichtsdestotrotz stützen die bestehenden Forschungsergebnisse die Schlussfolgerung, dass der Hörverlust nicht länger eine zu wenig beachtete Komplikation von Diabetes bleiben sollte. Die Bewertung und Behandlung von Hörproblemen in Zusammenhang mit Diabetes sollten zu einer Standardkomponente der Diabetesversorgung werden

9 Quellenangaben 1. Horikawa, C., Kodama, S., et al. Diabetes and risk of hearing impairment in adults: a meta-analysis. J Clin Endocrinol Metab. 2013; 98: Minami, Y., Minami, Y., et al. [Hearing impairment in diabetics (author s translation)]. Nihon Jibiinkoka Gakkai Kaiho. 1977; 80 (4): Marumo, K., Fujii, S., et al. Clinical studies on hearing impairment in diabetic patients. J Jpn Diabetes Soc. 1984; 27: Dalton, D.S., Cruickshanks, K.J., et al. Association of NIDDM and hearing loss. Diabetes Care. 1998; 21 (9): Huang, W. Characteristics of hearing loss in type 2 diabetic patients. Chin J Clin Rehab. 2004; 8: Helzner, E.P., Cauley, J.A., et al. Race and sex differences in age-related hearing loss: the Health, Aging and Body Composition Study. J Am Geriatr Soc. 2005; 53: Sakuta, H., Suzuki, T., et al. Type 2 diabetes and hearing loss in personnel of the Self-Defense Forces. Diabetes Res Clin Pract. 2007; 75: Mitchell, P., Gopinath, B., et al. Relationship of type 2 diabetes to the prevalence, incidence and progression of agerelated hearing loss. Diabet Med. 2009; 26: Aladag, I., Eyibilen, A., et al. Role of oxidative stress in hearing impairment in patients with type two diabetes mellitus. J Laryngol Otol. 2009; 123: Sousa, C.S., Castro Júnior, Nd., et al. Risk factors for presbycusis in a socio-economic middle-class sample. Braz J Otorhinolaryngol. 2009; 75: Cheng, Y.J., Gregg, E.W., et al. Three decade change in the prevalence of hearing impairment and its association with diabetes in the United States. Prev Med. 2009; 49: Uchida, Y., Sugiura, S., et al. Diabetes reduces auditory sensitivity in middle-aged listeners more than in elderly listeners: a population-based study of age-related hearing loss. Med Sci Monit. 2010; 16: PH63 PH Mozaffari, M., Tajik, A., et al. Diabetes mellitus and sensorineural hearing loss among non-elderly people. East Mediterr Health J. 2010; 16: Bamanie, A.H., Al-Noury, K.I. Prevalence of hearing loss among Saudi type 2 diabetic patients. Saudi Med J. 2011; 32: Akinpelu, O.V., Mujica-Mota, M., et al. Is type 2 diabetes mellitus associated with alterations in hearing? A systematic review and meta-analysis. Laryngoscope. 2014; 124: Panchu, P. Auditory acuity in type 2 diabetes mellitus. Int J Diabetes Dev Ctries. 2008; 28 (4): Pessin, A.B.B., Martins, R.H.G., et al. Auditory evaluation in patients with type 1 diabetes. Ann Otol Rhinol Laryngol. 2008; 117 (5): Malucelli, D.A., Malucelli, F.J. et al. Hearing loss prevalence in patients with diabetes mellitus type 1. Braz J Otorhinolaryngol. 2012; 78 (3): Fukuda, C., Pereira, L.D., et al. Hearing in children with type 1 diabetes mellitus. J Endocrinol Metab. 2012; 2 (6): Weltgesundheitsorganisation, Faktenblatt Diabetes Nr. 312, überarbeitet im Oktober 2013, aufgerufen am auf 21. Bainbridge, K. Hearing impairment an under-recognized complication of diabetes? Diabetes Voice. 2009; 54 (1): Dowd, K.R. Could hearing loss be the link between diabetes and depression? N C Med J. 2011; 72 (5): Cochleopathie Diabetische 14 15

10 Diabetische Cochleopathie Florence Lucieer, MD Nijmegen, Niederlande. Geprüft von Wouter Vinck, MD, PhD Endokrinologe Wilrijk, Belgien, Jaap Meeuwis, MD, HNO Rotterdam, Niederlande, Andrzej Zarowski, MD, HNO Wilrijk, Belgien, Tom Cammaert, MD, HNO Gent, Belgien. Knöcherne Cochleawand Scala vestibuli Scala media Tektorialmembran Basilarmembran Scala tympani Abbildung 1: Aufbau der Hörschnecke (Cochlea) Spiralganglion Einleitung Am 1. Januar 2011 war bei Menschen in den Niederlanden Diabetes mellitus diagnostiziert. Dies ent spricht 4,8 % der niederländischen Bevölkerung % hatten Typ-1-Diabetes und % Typ-2-Diabetes [1]. Zu den Komplikationen gehören Probleme mit den großen Blutgefäßen im Körper (makrovaskuläre Schädigung: ischämische Herzkrankheit, zerebrovaskuläre und periphere atherosklerotische Komplikationen), Veränderungen in den kleinen Gefäßen (mikrovaskuläre Schädigung), die zu Nierenversagen und Erblindung führen, sowie Nervenschädigungen im peripheren Nervensystem (Neuropathie), die für chronische Schmerzen und Fußulcera verantwortlich sind [2 4]. Mehrere Forschungsprojekte haben einen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Diabetes nachgewiesen [2, 4, 5]. Jedoch ist der Hörverlust als Komplikation von Diabetes noch wenig bekannt. Diese Literaturstudie beschreibt die Histopathologie der diabetischen Cochleopathie. Corti-Organ Cochlea- Abzweigung von N VIII Anatomie Die Cochlea ist ein schneckenförmiger Hohlraum im knöchernen Labyrinth des Innenohrs. Bei Menschen besitzt sie 2 ¾ Windungen. Die zentrale Säule der Cochlea ist der Modiolus. Dieser schneckenförmige Hohlraum unterteilt sich in drei Kammern: die Scala vestibuli (Vorhoftreppe), die Scala media (Schneckengang) und die Scala tympani (Paukentreppe). Die Reißner-Membran liegt zwischen der Scala vestibuli und der Scala media, während die Basilarmembran die Scala media von der Scala tympani trennt. Das Hauptorgan des Gehörs, das Corti-Organ, liegt auf der Basilarmembran innerhalb des Schneckengangs und beherbergt die inneren und äußeren Haarzellen. Die Spiralganglionzellen sind mit den Nervenfasern der Cochlea verbunden [6 7] (Abbildung 1). Blutzufuhr Die Blutzufuhr für die Cochlea kommt aus der Arteria cerebelli inferior anterior [6 8] und strömt durch die Arteria spiralis modioli und die Cochlea-Abzweigung der Arteria vestibulocochlearis [5, 8, 9]. Ein Kapillarsystem befindet sich in der Stria vascularis und in der Basilarmembran [6, 7, 9]. Histologische Veränderungen Mehrere histologische Veränderungen werden in der Cochlea bei Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes beobachtet, die vor allem das Gefäßsystem betreffen. Mehrere histologische Veränderungen werden in der Cochlea bei Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes beobachtet, die vor allem das Gefäßsystem betreffen. Typ-1-Diabetes Bei unterschiedlichen Studien wurde eine Verdickung der Gefäßwände der Basilarmembran und der Gefäße der Stria vascularis in allen Windungen bei Patienten mit Typ- 1-Diabetes mellitus beobachtet [10]. Außerdem kann eine Atrophie der Stria vascularis in allen Windungen [10] mit einem Verlust der äußeren Haarzellen beobachtet werden [10, 11]. Ein Verlust der Zellen des Ligamentum spirale wurde ebenfalls festgestellt [10]. Typ-2-Diabetes Mehrere Studien haben Typ-2-Patienten in zwei Gruppen unterteilt: Die eine Gruppe wurde mit Insulin und die andere mit oralen blutglukosesenkenden Mitteln behandelt. Diese wurden mit einer nicht diabetischen verglichen. In der Insulingruppe waren die Gefäßwände der Basilarmembran und die Gefäße der Stria vascularis in allen Windungen signifikant dicker (6,97 µm) als bei der (3,77 µm) [5, 12] (Grafik 1). Durchschnittliche Wanddicke der Gefäße der Stria vascularis Wanddicke der Gefäße der Stria vascularis in µm Diabetisch (Insulin) Basal Mitte Apikal Cochlea-Windung Grafik 1: Durchschnittliche Wanddicke der Gefäße der Stria vascularis (VSV) in jeder Windung (Fukushima et al.) [12]. In der Gruppe, die glukosesenkende Mittel erhalten hat, waren die Wände der Gefäße der Stria vascularis ebenfalls signifikant dicker als in der, vor allem in der basalen Windung der Hörschnecke (5,08 µm) [5, 12]. Neben den vaskulären Veränderungen wurde eine Atrophie der Stria vascularis in den unteren basalen, unteren mittleren, oberen mittleren und apikalen Windungen der Hörschnecke in der Insulingruppe und vor allem in der unteren mittleren Windung (keine Veränderungen in der apikalen Windung) in der Gruppe beobachtet, die glukosesenkende Mittel erhalten hatte [12]. Es wurde außerdem ein signifikanter Verlust der äußeren Haarzellen, vor allem in den unteren und oberen basalen Windungen [12], jedoch kein Verlust der inneren Haarzellen festgestellt [12]. Gefäßwandverhältnis % Gefäßwandverhältnis in der A. spiralis modioli (Schläfenbein) DM Typ 1 1 DM Typ 2 (Insulin) DM Typ 2 (Oral) 2 Grafik 2: Gefäßwandverhältnis (Durchschnitt) in der A. spiralis modioli im Schläfenbein, rechte und linke Seite kombiniert (Kariya et al.) [5]. Vergleich von Typ-1- und Typ-2-Diabetes mellitus Eine signifikante Verdickung der Cochlea-Gefäßwand wurde im Vergleich zur sowohl bei Patienten mit Typ-1-Diabetes als auch bei Patienten mit Typ-2-Diabetes beobachtet. Diese war bei den Patienten mit Typ-2-Diabetes ausgeprägter als bei den Patienten mit Typ-1-Diabetes. Auch war die Verdickung der Gefäßwand stärker bei der mit Insulin behandelten Typ-2-Diabetes-Gruppe als bei Typ- 1-Diabetes [5]. Dieser letztgenannte Unterschied könnte sich durch die Tatsache erklären lassen, dass bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, die mit Insulin behandelt werden, die Krankheit weiter fortgeschritten ist [5]. Audiologische Veränderungen Mehrere Studien berichten von einem sensorineuralen Hörverlust bei Diabetespatienten [2, 12, 13 16]. Mehrere Forschungsprojekte haben einen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Diabetes Typ 1 und Typ 2 nachgewiesen

11 Lärmbelastung In der Literatur wird von einer Korrelation zwischen Lärmbelastung und Hörverlust bei Diabetespatienten berichtet. Studien zu Streptozotocin-induziertem Diabetes bei Ratten und Mäusen ergaben eine verzögerte Wiederherstellung nach der Lärmbelastung und einen signifikanten Anstieg des permanenten Hörverlusts [4, 8], vor allem bei 4 und 8 khz [8]. Diese Korrelation wurde bei Diabetespatienten bestätigt, die in einer geräuschvollen Umgebung leben/ arbeiten [8, 15, 17, 18]. Diabetespatienten scheinen anfälliger für lärminduzierten Hörverlust zu sein. Dies könnte auf die beeinträchtigte Wiederherstellung nach lärminduzierten Verletzungen zurückgeführt werden [4, 8] (Grafik 3). Diabetespatienten scheinen anfälliger für lärminduzierten Hörverlust zu sein. Dies könnte auf die beeinträchtigte Wiederherstellung nach lärminduzierten Verletzungen zurückgeführt werden. Wiederherstellung nach lärminduzierten Verletzungen (Mäuse-ABR-Daten 4 khz) ABR-Schwellenveränderungen (db) Baseline Tag 1 Tag 3 Tag 5 Tag 7 Tag 14 Wiederherstellung nach lärminduzierten Verletzungen (Mäuse-ABR-Daten 8 khz) ABR-Schwellenveränderungen (db) Baseline Tag 1 Tag 3 Tag 5 Tag 7 Tag 14 Grafik 3: Die Wiederherstellung nach lärminduzierter Verletzung war bei diabetischen Mäusen bei 4 und 8 khz im Vergleich zur signifikant beeinträchtigt. ABR = akustisch evozierte Hirnstammpotenziale (Fujita et al.) [8]. Neben dem Hörverlust wurden histologische Veränderungen während der Lärmbelastung beobachtet: Die Durchblutung DM DM der Hörschnecke war in den ersten beiden Tagen der Lärmbelastung bei diabetesinduzierten Mäusen im Vergleich zur signifikant verringert [8]. Kausalmechanismus Eine deutliche Ursache der diabetischen Cochleopathie wurde nicht gefunden, jedoch wurden mehrere Hypothesen formuliert, die den sensorineuralen Hörverlust bei Diabetespatienten erklären. Einige Autoren haben vorgeschlagen, dass die Gefäßbeeinträchtigungen, wie zum Beispiel die Verdickung der Cochlea-Gefäßwände und die verminderte Durchblutung der Hörschnecke, die zugrunde liegende Ursache des sensorineuralen Hörverlusts sein könnten 5, 12]. Andere wiederum haben argumentiert, dass der Hörverlust nicht vollständig durch die Gefäßfunktionsstörungen erklärt werden kann. Freie Sauerstoffradikale waren ebenfalls an der Funktionsstörung der äußeren Haarzellen der Cochlea sowie am sensorineuralen Hörverlust beteiligt [5]. Eine Parallele zur diabetischen Retinopathie Die Verdickung der Basilarmembran und die Veränderungen der Durchblutung wurden sowohl bei der diabetischen Retinopathie als auch bei der diabetischen Cochleopathie beschrieben 19 21]. Bei der diabetischen Retinopathie entspricht die Verdickung der Gefäßwände der mangelnden kapillaren Autoregulation, der gestörten Kommunikation zwischen Endothelzellen und Perizyten und einer unzureichenden Zellinteraktion 19, 21, 22]. All diese vaskulären Veränderungen führen zusammengenommen zur Störung der Blut-Retina-Schranke und zu einer verminderten Retinafunktion 23]. Bei Diabetespatienten wird eine Veränderung der Retinadurchblutung, die im frühen Stadium der Krankheit reduziert ist, beobachtet [19, 21]. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Gefäße erweitert, was zu einer erhöhten Retinadurchblutung führt [19]. Schlussfolgerung Die epidemiologischen Daten belegen den sensorineuralen Hörverlust sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes. Histologische Veränderungen werden beschrieben, die zwischen dem zugrunde liegenden Krankheitsprozess und dem Auftreten des Hörverlusts stattfinden können. Weitere Forschungen sind erforderlich, um zu bestätigen, dass der sensorineurale Hörverlust nicht auf Störfaktoren zurückzuführen ist. Außerdem würden diese weiteren Forschungen uns helfen, unsere Kenntnisse der genauen Kausalmechanismen, die für die beobachteten histologischen Veränderungen verantwortlich sind, zu erweitern. Quellenangaben 1. Hoe vaak komt diabetes mellitus voor en hoeveel mensen sterven eraan? Nationaal Kompas Volksgezondheid, Bainbridge, K.E., Hoffman H.J., et al. Diabetes and hearing impairment in the United States: audiometric evidence from the National Health and Nutrition Examination Survey, 1999 to Ann Intern Med. 2008; 149 (1): Diagnosis and classification of diabetes mellitus. Diabetes Care. 2013; 36 Suppl 1: S67 S74 4. Wu, H.P., Hsu, C.J., et al. N-acetylcysteine attenuates noise-induced permanent hearing loss in diabetic rats. Hear Res. 2010; 267 (1-2): Kariya, S., Cureoglu, S., et al. 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13 Die Folgen für die Hörgeräte-Versorgung Mark Laureyns, Amplifon Centre for Research & Studies (CRS), Mailand, Italien. Flecken, die hautfarben, rot oder rotbraun sein können. Normalerweise verschwindet diese Hautstörung von selbst, eine Behandlung ist also nicht unbedingt erforderlich. Jedoch kann die Funktionsstörung zusätzliche Probleme in Kombination mit einem individuell angepassten Hörgerät oder einer Otoplastik schaffen. die Form des Audiogramms herangezogen wird. Daher sollte die Empfehlung von Chartrand übernommen werden, während der Anamnese systematisch die Vorgeschichte von Diabetes abzufragen. Auswirkungen von Diabetes auf die Hörschwellen (Panchu, P. 2008) Hautmanifestationen bei Diabetes Diabetische Gruppe Durchschnittlicher Hörverlust für jede Gruppe und Standardabweichung (Fehlerbalken) in db Frequenz in Hz Diabetische Gruppe Es gibt sehr wenige Publikationen zu Protokollen für die Hörgeräte-Versorgung und die speziellen Erwägungen für Patienten mit diabetesbezogenem Hörverlust. Chartrand [1] fasst die Erwägungen in Bezug auf die Hörgeräte-Versorgung bei Diabetespatienten wie folgt zusammen: Erhöhte Überempfindlichkeit gegenüber dem Material von Otoplastiken aufgrund der Gewebeschädigung im Ohrkanal Tendenz zu Fehlbildungen im Ohrkanal Überdurchschnittliche Inzidenz der abnormalen Wahrnehmung des Lautheitsanstiegs Gleichgewichtsstörungen (Schwindel, Benommenheit) können bei Diabetikern vorhanden sein Patienten mit Diabetes zeigen eine höhere Inzidenz von zentralen auditiven Verarbeitungsstörungen. Er empfiehlt dringend, dass Diabetes systematisch in die Anamnese aller Hörgeräte-Kandidaten aufgenommen wird. Er behauptet ebenfalls, dass in diesem Fall das Ermitteln des Problems bereits die halbe Lösung ist und dass die Rehabilitation unter Berücksichtigung dieser Aspekte verbessert werden kann. Obwohl diese Beobachtungen richtig sein können und höchstwahrscheinlich auf seinen persönlichen Erfahrungen basieren, zitiert er in seinem Artikel keine Studien oder Belege, die diese Behauptung unterstützen. Hautprobleme und Otoplastiken Die Prävalenz von Hautproblemen ist bei Diabetes sehr hoch und betrifft laut einer Übersicht über neun Studien zwischen 95,4 % und 64 % der Patienten (Grafik 1). Leider haben die meisten dieser Studien keine verwendet. PavloviĆ et al. [2] haben eine junge Gruppe (Alter zwischen 2 und 22 Jahren) von 212 Patienten mit Typ-1-Diabetes untersucht und mit einer entsprechenden von 142 Probanden verglichen; 68 % der Diabetespatienten zeigten mindestens eine Hautstörung. Dieser Wert war signifikant höher als in der (26,5 %). Daher sollte bei der Hörgeräte-Versorgung bei Diabetespatienten auf Hautinfektionen oder andere Manifestationen geachtet und das Material der Otoplastik oder der Druck und Hautkontakt mit dem Hörgerätgehäuse berücksichtigt werden. Eine angemessene Lösung dieser Probleme kann die Verwendung von nicht allergenen Materialien für die Otoplastiken, von offenen Silikonkuppeln bei einer offenen Hörgeräte-Versorgung und von schmaleren Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten, die den Druck und den Kontakt mit der Haut reduzieren, sein. Ein disseminiertes Granuloma anulare kann an den Ohren auftreten, vor allem in der Helix und der Ohrmuschel. Diese Hautkrankheit verursacht erhabene Papeln oder ringförmige % der Hautmanifestationen Grafik 1: Übersicht über Studien zur Prävalenz von Hautmanifestationen bei diabetischen Patienten. Eine Studie [2] hat eine entsprechende verwendet. Abnormaler Lautheitsanstieg und Kompression bei Hörgeräten Mehrere Studien haben die Audiogramme (Hörverlust bei unterschiedlichen Frequenzen) von Probanden mit und ohne Diabetes bewertet. Panchu [11] hat 41 Patienten mit Typ-2-Diabetes im Alter zwischen 35 und 55 Jahren untersucht und mit einer im Geschlecht und Alter angepassten, gesunden, nicht diabetischen verglichen. Sugimoto et al. [12] haben 43 Probanden mit einem durchschnittlichen Alter von 58 Jahren (SD: 15 Jahre) untersucht. Die eine Hälfte wies diabetisch bezogene Nervenstörungen auf, die andere Hälfte nicht. Cayönü et al. [13] haben 83 Probanden mit Typ-2-Diabetes im Alter zwischen 65 und 89 Jahren untersucht und mit 80 nicht diabetischen und altersangepassten Kontrollprobanden verglichen (Grafik 3). Die Grafik zeigt, dass Diabetes zu höheren Schwellen bei höheren Frequenzen führt. Da die typische Audiogrammform nicht von den Audiogrammen abweicht, die bei Probanden mit nicht diabetischem, altersbedingtem Hörverlust beobachtet wurden, ist es nahezu unmöglich anzunehmen, dass der Hörverlust eine Folge des Diabetes ist, indem einfach nur Diabetische Patienten könnten eine überdurchschnittlich abnormale Wahrnehmung des Lautheitsanstiegs aufgrund der höheren Hörschwellen bei hohen Frequenzen aufweisen. Auswirkungen von Diabetes mellitus auf Hörschwellen des schlechteren Ohrs (Sugimoto, S. et al. 2013) Durchschnittlicher Hörverlust für jede Gruppe und Standardabweichung (Fehlerbalken) in db Frequenz in Hz Diabetische Gruppe Auswirkungen von Diabetes mellitus auf Hörschwellen des rechten Ohrs (Cayönü, M. et al. 2014) Durchschnittlicher Hörverlust für jede Gruppe und Standardabweichung (Fehlerbalken) in db Frequenz in Hz Diabetische Gruppe Grafik 3: Durchschnittliches Audiogramm (Hörverlust in dbhl) und Standardabweichung, dargestellt durch die Fehlerbalken für drei Studien. Oben: die jüngste Probandengruppe (35 55 Jahre); Mitte: eine etwas ältere Probandengruppe (durchschnittlich 58 Jahre SD: 15 Jahre); unten: die älteste Probandengruppe (65 89 Jahre) (Panchu [11], Sugimoto et al. [12], Cayönü et al. [13])

14 Da die Hörschwellen bei hohen Frequenzen bei Diabetes höher sind, ist es eine natürliche Folge, dass eine Verstärkung (abnormaler Lautheitsanstieg) normalerweise vorhanden ist. Das bedeutet, dass bei der Kompressionseinstellung von Hörgeräten besondere Sorgfalt geboten ist. Unzureichende Wiederherstellung nach Lärmbelastung Wie in Teil 3 dieses Konsenspapiers beschrieben, ist in Tierexperimenten die Wiederherstellung nach Lärmbelastung sehr viel schlechter, wenn Diabetes induziert wird [14, 15] (Grafik 4). Deshalb ist es wichtig, die maximale Ausgangsleistung des Hörgeräts bei einem Pegel einzustellen, die weitere Schäden an der Hörschnecke verhindert. Wenn Probanden aufgrund einer nur leichten Hörbehinderung nicht mit Hörgeräten versorgt werden, sollten sie sich professionell in Bezug auf einen persönlichen Hörschutz beraten lassen, den sie tragen sollten, wenn sie lauten Geräuschen (bei der Arbeit, in der Freizeit usw.) ausgesetzt sind. Mehrere Studien belegen, dass die Wiederherstellung des Hörvermögens nach Lärmbelastung bei diabetischen Patienten schlechter ist. Wiederherstellung nach lärminduzierten Verletzungen (Mäuse-ABR-Daten 8 khz) ABR-Schwellenveränderungen (db) Baseline 1 Std. Tag 1 Tag 2 Tag 4 Tag 7 Tag 14 Erholung nach lärminduzierter Verletzung (Ratten-DPOAE-Daten 8,8 khz) DPOAE-Schwellenveränderungen (db) DM Baseline 1 Std. Tag 1 Tag 2 Tag 4 Tag 7 Tag 14 Grafik 4: Die Wiederherstellung nach lärminduzierter Verletzung war bei diabetischen Ratten bei 4,4 und 8,8 khz im Vergleich zur signifikant beeinträchtigt. DPOAE = distorsiv produzierte otoakustische Emissionen (Wu et al.) [15]. DM Gleichgewichtsprobleme Kalyani et al. [16] beobachteten ein signifikant erhöhtes Risiko (Odds Ratio: 1,75) für Stürze, Benommenheit oder Gleichgewichtsprobleme, wenn Diabetes diagnostiziert wurde. Höhere Inzidenz von zentralen auditiven Verarbeitungsstörungen Mehrere Studien zu akustisch evozierten Hirnstammpotenzialen (BAEP) bei diabetischen Patienten zeigen im Vergleich zu einer verzögerte Peak-III- und Peak-IV-Latenzen, selbst bei Probanden mit normalem Hörvermögen [17 20]. Dies weist auf die Auswirkungen der diabetischen Neuropathie (Nervenstörungen) auf das Hörvermögen hin und erhöht die Wahrscheinlichkeit für auditive Verarbeitungsstörungen. Andere Studien haben keine signifikanten Unterschiede ergeben 21]. Richerson et al. [22] haben die Reaktionszeiten bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mit denen von nicht diabetischen Probanden verglichen. Sie fanden signifikante Unterschiede bei den Reaktionszeiten auf die Plattformbewegung, bei der diabetische Patienten schlechter abschneiden, jedoch keine Unterschiede bei der auditiven Aufgabe, bei der die Probanden eine Taste drücken mussten, wenn sie ein Glockensignal über Kopfhörer hörten. Obwohl viele Studien in die Richtung möglicher zentraler auditiver Störungen als Folge der diabetischen Neuropathie weisen, müssen weitere Forschungen diese Hypothese bestätigen. Schlussfolgerungen Hautinfektionen und disseminiertes Granuloma anulare sind als Krankheiten, die die Ohrmuschel betreffen, be stätigt, so dass es beim Hörverlust bei diabetischen Patienten ratsam ist, ein dünnes Röhrchen und Silikon kuppeln bei der offenen Hörgeräte-Versorgung zu verwenden. Wenn dies keine Option ist, sollten unbedingt nicht allergene Materialien für die Otoplastiken verwendet werden. Um weitere Schädigungen der Cochlea zu vermeiden, ist es wichtig, die maximale Ausgangsleistung des Hörgeräts sorgfältig einzustellen. Die höheren Hörschwellen bei hohen Frequenzen, die zu einem engen dynamischen Bereich führen, und ex pe rimentelle Nachweise, dass die Wiederherstellung nach lärminduzierten Schwellenwechseln sehr viel schlechter bei diabetischen Patienten ist, deuten darauf hin, dass die Kompression und maximale Ausgangsleistung bei Hörgeräten sorgfältig ange passt werden müssen. Bei diabetischen Patienten mit normalem Hörvermögen sollte eine Beratung bezüglich persönlicher hochwertiger Hörschutzsysteme in Anspruch genommen werden. Gleichgewichtsprobleme treten häufiger bei diabetischen Patienten auf. Da der Hörverlust ein Risikofaktor für vermehrte Stürze darstellt, ist es wichtig, die Hörfähigkeit zu verbessern. Mehrere Studien bestätigen verzögerte BAEPs bei diabetischen Patienten, was zu der Schlussfolgerung führt, dass die diabetische Neuropathie eine große Rolle bei der diabetischen Cochleopathie einnimmt. Demzufolge kann die Wahrscheinlichkeit für zentrale auditive Verarbeitungsstörungen erhöht sein. Stützende Beweise fehlen zurzeit jedoch noch. Gleichgewichtsprobleme treten häufiger bei diabetischen Patienten auf. Da der Hörverlust ein Risikofaktor für vermehrte Stürze darstellt, ist es wichtig, die Hörfähigkeit zu verbessern. Quellenangaben Da die Form des Audiogramms nicht dabei hilft, die diabetische Cochleopathie zu erkennen, und es Indikationen gibt, dass diese Erkrankung eine spezielle Hörgeräte- Versorgung erfordert, sollte die auditive Anamnese routinemäßig auch Diabetes berücksichtigen. Weitere Studien sind erforderlich, um zentrale auditive Verarbeitungsstörungen zu bewerten und die Folgen der diabetischen Cochleopathie und ihre Auswirkungen auf die Hörgeräte-Versorgung zu untersuchen. Die Anwendung von Hörgeräten ist eine sehr kosteneffiziente Behandlung in Bezug auf die verbesserte Lebensqualität [23 25], da sie zu einer vermehrten sozialen Interaktion, einem höheren Sicherheitsgefühl, dem Erleben der eigenen geistigen Gesundheit und Selbstvertrauen führt [24, 26, 27]. Hörgeräte sollten daher empfohlen werden. Die Diabetes- Anamnese macht jedoch eine spezielle Hörgeräte-Versorgung erforderlich. Es gibt Indikationen, dass die dia betische Cochleopathie eine spezielle Hörgeräte- Versorgung erforderlich macht. Eine auditive Anamnese sollte routinemäßig auch Diabetes beinhalten. 1. Chartrand, M.A. Diabetes mellitus and hearing. Audiology Online, Juli 2003, aufgerufen am auf: 2. Pavlović, M., Milenković, T., et al. The prevalence of cutaneous manifestations in young patients with type 1 diabetes. Diabetes Care. 2007; 30 (8): Verma, G.C., Subhash C., et al. Prevalence of cutaneous manifestations of diabetes mellitus. 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16 Schlussfolgerung Es gibt überzeugende Belege in von Experten geprüften Studien und Metaanalysen, die eine Beziehung zwischen der Hörfunktion und dem Diabetes mellitus, vor allem Typ-2- Diabetes, unterstützen. Die Ergebnisse aktueller Studien lassen vermuten, dass ein beeinträchtigtes Hörvermögen nicht nur häufiger bei älteren Menschen und bei Menschen mittleren Alters mit Diabetes auftritt, sondern auch junge Diabetiker stärker als Nicht-Diabetiker betrifft. Diabetes verdoppelt das Odds Ratio, einen Hörverlust zu entwickeln. Metaanalysen jedoch bestätigen die Tatsache, dass die Hörbehinderung eine zu wenig beachtete Komplikation der Krankheit ist. In der Literatur wird von einer Korrelation zwischen Lärmbelastung und Hörverlust bei Diabetespatienten berichtet. Diabetespatienten scheinen anfälliger für lärminduzierten Hörverlust zu sein. Dies könnte auf die beeinträchtigte Wiederherstellung nach lärminduzierten Verletzungen zu rückgeführt werden. Aus diesen Gründen sollten Menschen mit Diabetes nachdrücklich aufgefordert werden, sich einer Nachsorgeuntersuchung zu unterziehen, um einen Hörver lust schnell zu erkennen. Auch sollten Hausärzte auf mögliche Hörbehinderungen bei Patienten mit Diabetes achten. Hörtests sollten systematisch im Rahmen der Nach sorgeuntersuchung bei Diabetespatienten durch ge führt werden. Da der Hörverlust mit einer Abnahme der kognitiven Fähigkeiten, Depression, Stürzen, verminderter sozialer Inter aktion und Lebensqualität in Beziehung steht, sollte eine frühe Versorgung mit Hörgeräten empfohlen werden. Die diabetische Cochleopathie erfordert ernsthafte Be ach tung als Forschungsthema, um unsere Kenntnisse der genauen Pathophysiologie der beobachteten histologischen Veränderungen zu erweitern und die zugrunde liegende Ursache des diabetesbezogenen Hörverlusts zu ermitteln. Eine geringe Hörschwelle sollte bei allen Diabetespatienten aufrechterhalten werden. Bei diabetischen Patienten mit normalem Hör ver mögen sollte eine Beratung bezüglich persönlicher hoch wertiger Hörschutzsysteme in Anspruch genommen werden. Aufgrund der möglichen negativen Folgen eines unbehandelten Hörverlusts für die Lebensqualität eines Menschen sollte die Hörbehinderung routinemäßig von Diabetespatienten und ihren Ärzten angesprochen werden. Bei der Anpassung von Hörgeräten ist es wichtig, über die Diabeteserkrankung informiert zu sein, um einen speziellen Versorgungsplan sowohl für die Hörgeräte- Anpassung als auch für die Empfehlung eines Hörschutzes erstellen zu können. Die Anwendung von Hörgeräten ist eine sehr kosteneffiziente Behandlung in Bezug auf die verbesserte Lebensqualität und sollte daher empfohlen werden. 28

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