Diabetes mellitus und Sport OA Dr. Edmund Cauza

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1 Diabetes mellitus und Sport OA Dr. Edmund Cauza Das neue Auftreten der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hat in den letzten Jahrzehnten in den westlichen Ländern drastisch zugenommen. Wurden noch 1998 weltweit 120 Millionen Diabetiker geschätzt, wird im Jahr 2010 bereits mit 239 Millionen Patienten zu rechnen sein. Wenn man diese beängstigenden Zahlen auf Österreich umlegt, sind sieben bis acht Prozent der Bevölkerung an Diabetes erkrankt. Die Dunkelziffer dürfte jedoch noch viel höher sein. Ursachen für das rasche Fortschreiten dieser Erkrankung sind einerseits eine Fehlernährung und andererseits die fehlende körperliche Betätigung. Hat man früher noch besonders vom so genannten Alterszucker gesprochen, finden wir leider heute bei bereits Jugendlichen Übergewicht als Folge einer gestörten Lebensweise mit Überernährung und Bewegungsmangel. Dies kann bereits zu einem Auftreten eines Diabetes in frühen Jahren führen. Sport und Training sind zu wichtigen Maßnahmen in der Vorbeugung und Therapie des Diabetes geworden. Der menschliche Körper ist dazu geschaffen, betätigt zu werden. Wenn dies nicht geschieht, kann der Körper nicht mehr richtig funktionieren. Vergleichbar ist dies mit einem Fahrrad, das das ganze Jahr im Keller steht, und wenn man plötzlich eine längere Tour damit machen will unterwegs alles Mögliche ausfällt. Wenn man dagegen das Fahrrad das ganze Jahr über regelmäßig benutzt und pflegt, wird man von solchen Misslichkeiten verschont bleiben. Ähnlich dazu wird auch der menschliche Körper der niemals in Anspruch genommen wird, bei der plötzlichen Belastung streiken und zu Verletzungen und Erkrankungen neigen. Bereits beim Vorstadium des Diabetes dem metabolischen Syndrom (unter dieser Bezeichnung werden, verursacht durch die Insulinresistenz der verminderten Wirkung von Insulin an den körpereigenen Zellen, eine Reihe von Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Fettstoffwechselstörungen, erhöhte Harnsäurewerte und auch Bluthochdruck, zusammengefasst) sollte es unser Ziel sein unverzüglich einzugreifen. Bei der Insulinresistenz (Insulin-Unempfindlichkeit) passt der Insulin-Schlüssel zwar noch in das Schloss, die Zellen öffnen sich aber nicht mehr vollständig.

2 Die Ursache dieser Insulinresistenz liegt im Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel, zu wenig Entspannung und Vererbung. Als Folge der Insulinresistenz bleiben die Blutzuckerwerte hoch, die Zellen bekommen zu wenig Energie. In weiterer Folge muss unsere Bauchspeicheldrüse, in der die körpereigene Insulinproduktion stattfindet, dauernd eine Mehrleistung vollbringen, damit die verschlechterte Wirkung vom Insulin ausgeglichen werden kann. Irgendwann wird aber auch die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage sein, vermehrt Insulin zu produzieren, es wird zu einem Insulinmangel und damit zum Auftreten des Diabetes kommen. Wenn man davon ausgeht, dass diese typische Zivilisationskrankheit durch viele Jahre besteht und kontinuierlich in einen Diabetes übergehen kann, ist es durchaus verständlich warum diese Patienten bei der Diagnosestellung bereits schwere Gefäßverkalkungen aufweisen können.

3 Zirka 80-90% aller Diabetiker sind Patienten mit Diabetes Typ 2. Die Ursachen für die Entwicklung des DM 2 liegen in der bereits erwähnten Kombination von exogenen Faktoren (Stress, Übergewicht und Bewegungsmangel) als auch einer genetischen Komponente. Die unterschiedliche der Krankheitsentstehung von Diabetes 1 oder 2 sind in der Tabelle 1 zusammengefasst. Tabelle 1:Unterschiede zwischen Diabetes mellitus Typ 1 und 2 Diabetes mellitus Typ 1 Schädigung der Bauchspeicheldrüse Fehlende eigene Insulinproduktion Insulintherapie notwendig Meist jüngere Patienten Diabetes mellitus Typ 2 Fehlernährung, Bewegungsmangel Häufig ältere Patienten Verlust an Muskelmasse Vermehrte Insulinfreisetzung Insulinresistenz erhöhter Blutdruck und Gefäßverkalkungen Metabolisches Syndrom Voruntersuchungen: Am Beginn jeder sportlichen Aktivität sollte eine medizinische Gesamtuntersuchung stehen um eine chronische bzw. akute Erkrankung ausschließen zu können. Gemäß den Empfehlungen der Amerikanischen Gesellschaft für Sport Medizin sollte bei allen Personen über 35 Jahre zu Beginn einer sportlichen Trainingsperiode ein Belastungstest (am häufigsten Ergometrie) durchgeführt werden, um eine mögliche Herzkrankheit, bzw. ein abnormes Blutdruckverhalten zu erfassen. Zusätzlich sollten bei Patienten mit Diabetes folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Augenärztliche Begutachtung: Um eine Erkrankung der Netzhaut ausschließen zu können (da bei einer kontinuierlichen, kraftvollen Trainingstherapie eine Einblutung bzw. Netzhautablösung möglich wäre) ist eine Augenhintergrund Untersuchung zu empfehlen. Bei Patienten mit Zeichen einer Durchblutungsstörung der Beine (ziehende Beinschmerzen beim Gehen die nach kurzen Geh- Pausen wieder verschwinden, kalte Füße, herabgesetzte

4 oder fehlende Fußpulse) sollte eine Ultraschall Untersuchung der Beingefäße durchgeführt werden. Bei Nervensystemveränderungen: Die Überprüfung ob eine Nervensystemveränderung (Neuropathie) vorliegt, wie beginnendes Kribbeln, eine fehlende oder beeinträchtigtes Berührungs-, Schmerz- oder Temperaturempfinden ist nach Durchführung einer Nervenleitgeschwindigkeit möglich. Bei Vorliegen einer Nierenerkrankung (Nephropathie) liegen keine spezifischen Empfehlungen vor. Jedoch ist bei Vorhandensein eines beginnenden Eiweißverlustes im Harn (dieser kann mit einer einfachen Harnstickmessung (Mikroalbuminmessung) festgestellt werden) oder bei Vorliegen einer höhergradigen Nierenerkrankung, wird die Leistungsfähigkeit der Probanden eingeschränkt sein - was wiederum zu einer Selbstlimitierung des Aktionspotentials führt. Wird bei der Eingangsuntersuchung bereits einer dieser diabetischen Spätschaden festgestellt, muss das folgende Trainingsprogramm dieser Veränderung entsprechend modifiziert werden. Trainingsformen: Welche Trainingsform ist nun bei Diabetiker besonders wirksam? Die am Besten untersuchte Trainingsform beim Diabetiker stellt das a: Ausdauertraining dar. Die meisten positiven Effekte des Ausdauertrainings sind neben einer Verbesserung des Kohlehydratstoffwechsels, eine Abnahme der Insulinresistenz und Verbesserung im Fettstoffwechsel. In den meisten rezenten Studien wurde eine Verbesserung des Langzeitblutzuckerwertes (HbA1C) von durchschnittlich 10-20% des Ausgangswertes bei Diabetes mellitus Typ 2 Patienten gemessen. Die besten Effekte wurden immer durch eine zusätzliche Kalorien Reduktions- Diät erzielt (als einfache Praxisempfehlung wäre z.b. eine Kalorien-Reduktion von 300kcal pro Tag, dies würde zum Beispiel das Weglassen einer Wurstsemmel bedeuten). Ausdauertraining ist besonders bei übergewichtigen Patienten mit Diabetes von größter Wichtigkeit. Durch regelmäßiges Training kann der Körper seine verfügbare Energie steigern und eine günstige Veränderung der Körperzusammensetzung mit einer Reduktion des Fettanteiles erreichen.

5 Dieser positive Effekt des Ausdauertrainings spiegelt sich in einer Verbesserung des Fettstoffwechsels. Im Gesamt-Cholesterin-Bereich ist nur ein bescheidener Einfluss möglich. Jedoch bei der Auftrennung in das schlechte und gute Cholesterin zeigt sich eine Abnahme der für die Gefäßverkalkung verantwortlichen schlechten LDL-Cholesterins und ein Anstieg des auf die Gefäße positiv wirkenden HDL-Cholesterins. Zusätzlich kommt es zu einer Verbesserung der Triglyzeridwerte. Als zusätzliche Veränderung kommt es zu einer andauernden Reduktion des Blutdruckes. Im Gegensatz zu einer medikamentösen Therapie hält der blutdrucksenkende Effekt auch an den trainingsfreien Tagen an. Durch die Gewichtsreduktion, Veränderung der Körperzusammensetzung, Verbesserung der Leistungsfähigkeit,.. wird auch ein positiver psychologischer Effekt erzielt. Einige Studien konnten diese beeindruckenden Ergebnisse jedoch nicht bestätigen. Als häufigste Ursache wurden ein zu geringes, bzw. auch zu intensives Trainingsprogramm, eine zu kurze Trainingsdauer(<3Monate) oder fehlende kontinuierliche Trainingsteilnahme gesehen. b: Krafttraining: Es sind nur wenige Daten über die Auswirkung von Krafttraining bei Diabetes mellitus zum jetzigen Zeitpunkt vorhanden. Da die Muskulatur zu dem Hauptverbraucher von Blutglukose zählt, profitieren Menschen mit Diabetes Typ 2 auch besonders von körperlichen Betätigungen die die Muskulatur verändern. Die Muskelzelle stellt außerdem eine Hauptrolle bei der Entstehung der Insulinresistenz beim Typ 2 Diabetes dar. Zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr kommt es zu einem 40% Rückgang der Muskelmasse der durch Krafttraining aufgehalten, bzw. deutlich verringert werden kann. Die Effekte von Kraftttraining auf Stoffwechsel- Parameter waren bisher sehr kontroversiel. Waren in älteren Studien noch keine, bzw. nur sehr geringe Veränderungen im Kohlehydratstoffwechsel und bei der Insulinresistenz zu sehen, zeigen die Ergebnisse der rezenten Arbeiten deutliche Verbesserungen sowohl der Blutzucker- als auch Fettstoffwechselparameter. Zusätzlich wurde eine Reduktion des Gesamtfettgehaltes und eine Verbesserung des Blutdruckverhaltens bewiesen. In einer von unserer Studiengruppe durchgeführten Untersuchung an 40 Typ 2 Diabetes Patienten, bei denen je 20 Patienten

6 entweder Ausdauer- oder Krafttraining für den Zeitraum von 4 Monaten absolvierten, konnte die Vorteile des Krafttrainings nachgewiesen werden (siehe Tabelle 2). Der positive Einfluss von Ausdauer als auch Krafttraining auf den systolischen als auch diastolischen Blutdruck in unserer Studie ist in Tabelle 3 zu sehen. Tabelle 2: Auswirkungen von Ausdauer- und Krafttraining auf Stoffwechselparameter nach 4 Monaten Trainingsdauer: Zucker HbA1C, Langzeitzucker Gesamt- Cholesterin HDL- gutes Cholesterin 10.5 LDL- schlechtes- Cholesterin Triglyzeride ,4-1,6 1-0,4-5 -4,6-5, , ,5-40 Erklärung: Blauer Balken : Reduktion in Prozent nach 4 Monaten Krafttraining. Gelber Balken : Reduktion in Prozent nach 4 Monaten Ausdauertraining

7 Tabelle 3: Auswirkung von Ausdauer- und Krafttraining auf Blutdruckverhalten mm/hg ,7 119,3 Blutdruckveränderung 82,3 76,3 141,2 121,8 87,1 74,4 RR syst prä RR syst post RR diast prä RR diast post RR syst prä RR syst post RR diast prä RR diast post Erklärung: Blauer Balken :Veränderung von Blutdruck nach 4 Monaten Krafttraining. Gelber Balken :Veränderung von Blutdruck nach 4 Monaten Ausdauertraining RR syst prä = Blutdruck systolisch vor dem Training RR syst post =Blutdruck systolisch nach dem Training RR diast prä = Blutdruck diastolisch vor dem Training RR diast post = Blutdruck diastolisch nach dem Training Zusätzlich zu den bereits genannten Vorteilen konnte bereits nach 4 Monaten Krafttraining eine Zunahme der Muskelmasse gemessen werden. Dies wurde in einer exakten Messung der Bein und Beckenmuskulatur mit einer Computertomographie gezeigt.

8 c: Kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining: Eine weitere sehr wichtige Trainingsempfehlung besteht in einer Kombination aus Kraftund Ausdauertraining. Bei dieser Kombination ist sowohl eine Verbesserung von Herz- Kreislauf Funktion als auch eine Verbesserung der Muskelkraft und Muskelmasse zu erwarten. Diese Trainingsform wurde bisher nur in sehr kleinen Patientengruppen und von kurzer Dauer bei Diabetiker untersucht. Da die oben genannten Verbesserungen bei Diabetes Typ 2 Patienten sehr wichtig sind, dürfte diese Trainingsform eine optimale Kombination darstellen. Die Wirksamkeit eines kombinierten Trainings ist zurzeit Gegenstand einer Untersuchung die wir an Diabetes Typ 2 Patienten (zwischen Lebensjahr und unter oraler antidiabetischer Therapie) durchführen. Die kostenlose Teilnahme von DM 2 Patienten an diesem Projekt ist nach Anmeldung jederzeit möglich. Trainingsempfehlungen: Wie sollte nun ein korrekt durchgeführtes Training ablaufen? Wie auch bei jedem Medikament muss Training richtig dosiert sein. Wenn man einen medizinischen Effekt mit körperlichem Training erzielen will, gibt es ähnliche Probleme. Wird zu wenig trainiert wird der gewünschte Effekt ausbleiben, wird übertrainiert ist ebenfalls

9 eine Überforderung möglich, die im Extremfall zu schwerwiegenden Folgen (schwere Hypoglycämie (Unterzuckerung bis hin zum diabetischen Koma) führen kann. Da der Begriff körperliche Bewegung ein sehr vielschichtiger ist (von Gartenarbeit bis Marathonlauf) und von jedem anders verstanden wird, ist es wichtig ihn richtig zu definieren. Wenn es sich bei einer sportlichen Tätigkeit um eine ärztlich empfohlene körperliche Bewegung handelt, sollte man lieber von medizinischer Trainingstherapie sprechen. Beim zu empfehlenden A: extensiven aeroben Ausdauertraining ist eine exakte Quantifizierung des Trainings mit 4 Messgrößen zu empfehlen. 1: Intensität 2: Dauer 3: Häufigkeit 4: Wöchentliche Trainingsnettozeit ad 1: Die Intensität der Belastung: Dies ist die während eines Trainings angewandte Belastung bezogen auf die individuelle maximale Leistungsfähigkeit, d.h. jene Leistung die man nach maximaller Belastung z.b. am Fahrradergometer ermittelt hat. Der Schwellenwert ist dabei 50% wobei beim extensiven Ausdauertraining ein Intensitätsbereich von 55%-70% anzustreben ist. Die Trainingsherzfrequenz lässt sich am Besten durch einen Pulsfrequenzmesser kontrollieren (z.b.: POLAR ). ad 2: Die Belastungsdauer: Unter Belastungsdauer versteht man die Zeit in der ein Training wirksam mit ausreichender Intensität ausgeübt wird. Zu Trainingsbeginn muss eine Dauer von mindestens 10 Minuten erreicht werden (die Aufwärmzeit ist nicht inkludiert) und ist mit Fortdauer der Trainingsperiode nach oben offen. Dauert das Training mit richtiger Intensität kürzer, kann kein gewünschter Trainingseffekt erzielt werden. ad 3: Häufigkeit: Unter Häufigkeit versteht man die Anzahl der Trainingseinheiten die pro Woche mit richtiger Intensität und Dauer durchgeführt werden. Auch hier gibt es wieder ein Mindestmaß, nämlich 2 Trainingseinheiten pro Woche. Sollte auch hier das Minimum von 2mal pro Woche nicht erfüllt werden, wird der gewünschte Trainingseffekt ausbleiben. Mit fortlaufender Trainingsdauer kann die Häufigkeit auf 3-4/ Woche erhöht werden. ad 4: Wochentrainingszeit: unter der wöchentlichen Nettotrainingszeit (WTNZ) versteht man die Summe der Trainingszeiten, die innerhalb einer Woche mit richtiger Intensität (als mit

10 einer Traininsherzfrequenz von mindestens 50% der max. Leistungsfähigkeit), mit richtiger Dauer (mindestens 10 Minuten) und ausreichender Häufigkeit (also mindestens 2x/Wo) absolviert worden sind. Sollte nur eine der 3 Voraussetzungen nicht erfüllt worden sein(z.b.: man konnte diese Woche aus beruflichen Gründen nur einmal Trainieren, auch wenn man dies dann doppelt solange, bzw. besonders intensiv durchgeführt hat), wird der gewünschte Trainingseffekt ausbleiben. Wird jetzt eine angemessene Wochentrainingszeit 6-8 Wochen eingehalten so ist der maximal mögliche Effekt erreicht und es kann bei Beibehaltung dieses Trainingsprogrammes keine weitere Steigerung der Leistungsfähigkeit erzielt werden. Sollte eine weitere Steigerung der Leistungsfähigkeit angestrebt werden ist eine Erhöhung der wöchentlichen Nettotrainingszeit um 25-50% notwendig (würde eine Erhöhung der Trainingszeit um 5min/ pro Trainingseinheit entsprechen). Dies kann dann solange durchgeführt werden bis entweder die individuell angestrebte Leistungsfähigkeit erreicht wird, bzw. die für sportliche Tätigkeit verfügbare Zeit erschöpft ist. Eine weitere Regel in der Sportmedizin ist die Angemessenheit des Trainings: Man muss bei der wöchentlichen Nettotrainingszeit darauf achten, dass eine ausreichende Erholungs- und Regenerationszeit eingehalten wird. Allgemein gilt, ist die wöchentliche Nettotrainingszeit gering, ist nur eine geringe Regenerationszeit notwendig, ist sie hoch bedarf es einer längeren Erholungsphase. Als abschließende Regel sollte die notwendige Ganzjährigkeit des Trainings erwähnt werden. Jede Unterbrechung der Trainingsphase, bzw. reduzieren der wöchentlichen Nettotrainingszeit hat eine Verminderung, bis den Verlust der erreichten Leistungsfähigkeit zur Folge.

11 In einer von uns an 17 Diabetes Typ 2 Patienten durchgeführten Untersuchung, konnten wir die Wichtigkeit der Fortführung einer Trainingstherapie zeigen. In dieser Studie absolvierten alle Patienten entweder ein 4 monatiges Kraft- oder Ausdauertraining. Danach beendete ein Teil der Patienten das Training, die übrigen Patienten setzen das Training fort. Jene Patienten die Ihr Training fortsetzten konnten zusätzlich zu den bereits nach 4 Monaten erreichten Verbesserungen, eine weitere Verbesserung sämtlicher Stoffwechselparameter erzielen. Jene Patienten die Ihr Training nach 4 Monaten beendeten, konnten Ihre bereits erzielten Verbesserungen nicht halten- im Gegenteil nach 4 Trainingsfreien Monaten verschlechterten Sie sich im Vergleich zu den Ausgangswerten. Dies bestätigt, dass die regelmäßige Fortführung des Trainings nie vergessen werden sollte.

12 B: Krafttraining: Auch bei der Durchführung eines Krafttrainings müssen, damit eine Verbesserung der Muskelkraft und Erhöhung der Muskelmasse erreicht werden, gewisse Regeln eingehalten werden. Ebenso ist auf Intensität, Dauer und Häufigkeit zu achten. Eine praktikable Trainingsempfehlung wie Sie in unserer Studie durchgeführt wurden, möchte ich folgendermaßen beschreiben. Wird Krafttraining an Fitnessgeräten durchgeführt, sollte zuerst eine Aufwärmphase von 10 Minuten mit leichten Gewichten erfolgen. In den ersten 2 Wochen kann das Trainingsgewicht für jeden Muskel so gewählt werden, dass sich die Muskulatur an die neue Bewegung gewöhnen und die Übungen korrekt (am besten nach Anweisung durch einen Trainer) durchgeführt werden kann. Danach sollte für jeden trainierten Muskel die Trainingsgewichte so gewählt werden, dass Wiederholungen bei der gleichen Übung möglich sind (man nennt dies einen Satz). Wenn mehr als 15 Wiederholungen möglich sind, soll das Trainingsgewicht gesteigert werden. Insgesamt soll pro Woche und pro Muskel 3 Sätze (also Wiederholungen) durchgeführt werden. Mit fortlaufender Zeit und Gewöhnung an die Fitnessgeräte kann die Anzahl der Sätze/pro Woche/ für jeden einzelnen Muskel auf 4-6 erhöht werden. Um ein ausgewogenes Krafttraining durchzuführen, sollten mindestens 6 Muskel (Schulter und Brust, Bauch und Beine) trainiert werden.

13 Auch Leistungssport ist mit der Diagnose Diabetes mellitus möglich. Gary Hall, ein Diabetes mellitus Typ 1 Patient konnte bei den olympischen Sommerspielen in Sydney sowohl eine Goldmedaille als auch einen Weltrekord in der Staffel erschwimmen. Olympiasieger Olympische Spiele Sydney Gary Hall Goldmedaille 50m Freistil Weltrekord Mannschaft 4x100m Lagen Körperliche Aktivität beim Typ I- Diabetiker: Selbstverständlich darf und soll ein Typ 1 Diabetiker sämtliche sportliche Aktivitäten wie bereits für Diabetes Typ 2 Patienten erwähnt durchführen, solange eine gute Stoffwechselkontrolle gewährleistet ist. Die Möglichkeit das therapeutische Regime (die meisten sporttreibenden Typ 1 Diabetiker absolvieren eine funktionelle Insulintherapie) jederzeit verändern zu können erlaubt fast jede sportliche Aktivität mit unterschiedlichster Intensität. Eine sehr wichtige Rolle spielt die Selbsterkenntnis und eine genau durchgeführte BZ-Dokumentation bei jedem einzelnen Individuum. Durch die individuell unterschiedlichen Reaktionen des BZ-Spiegels auf unterschiedliche körperliche Belastungen bei jeden Einzelnen ist durch eine genaue Dokumentation ein Lernen und Verbessern der BZ-Werte möglich. Als häufigste Komplikation steht die Hypoglykämie, die während aber auch mehrere Stunden nach der körperlichen Belastung auftreten kann, im Vordergrund. Deshalb sollte beim Typ 1 Diabetiker folgende Faustregeln beachtet werden:

14 Bei BZ< 100mg/dl eine Extra Broteinheit (BE) vor Sportbeginn. Bei BZ zw mg/dl kann die Sportfähigkeit als gegeben angesehen werden Bei BZ > mg/dl sollte man den Harn mit einem Harnstick auf Ketone untersuchen. Ist Harnketon positiv sollte die sportliche Aktivität verschoben werden, sowie zunächst Insulin verabreicht werden Bei BZ-Werten über mg/dl (= Zustand des Insulinmangels) kommt es beim Training zu einer Zunahme des BZ-Spiegels und Zunahme der Ketonkörper im Blut mit Gefahr des Ketoazidotischen Komas. Um den Körper vor dem Training nicht unnötig zu belasten, sollten Sie auf üppige Mahlzeiten verzichten. Für Sportler ist es empfehlenswert, eine der körperlichen Aktivität angepassten leicht verdauliche Kost zu sich zu nehmen. Die großen Hauptmahlzeiten sollten mindestens 3 Stunden zurückliegen. Ist eine sportliche Aktivität von hoher Intensität, bzw. längerer Dauer(>60min) geplant, sollten folgende zusätzliche Broteinheiten eingenommen werden. Bei BZ 80mg/dl zusätzlich 3-4BE Bei BZ von mg/dl 2 BE Wird eine Sportliche Aktivität für einen längeren Zeitraum geplant ist eine Reduktion der Insulintherapie zu empfehlen (sowohl im Basal- als auch im Bolus Insulinbereich [30-60%]) Auch während (vor allem länger dauernder) sportlicher Betätigung als auch danach sind BZ- Kontrollen durchzuführen (auch nach dem Sport wird vermehrt Glucose im Muskel aufgenommen, Vorsicht vor nächtlichen Hypoglykämien nach Sport). Ähnlich Empfehlungen sind auch beim Insulinpflichtigen Typ 2 Diabetiker anzuwenden. Diesen Effekt der vor allem auf das Verbrauchen der Glykogenspeicher im Muskel zurückzuführen ist, haben wir nach dem Wien Marathon im Mai 2002 gemessen. Bei insgesamt 6 Diabetikern wurde eine sogenannte permanente Blutzuckermessung durchgeführt. Bei diesem Blutzuckermonitoring erhielt jeder Patient in der Nacht vor dem Marathonlauf einen Sensor in das Fettgewebe verabreicht, durch den alle 5 Minuten eine Blutzuckerbestimmung vorgenommen werden konnte. Der Sensor wurde am Morgen nach dem Marathonlauf entfernt und ausgewertet. Mit dieser Messung konnten wir nachweisen, dass nach einem ausgedehnten sportlichen Ereignis, wie ein Marathonlauf, es zu nächtlichen Unterzuckerungen (Hypoglykämien) ohne Auftreten von Warnsymptomen kommen kann.

15 BZ- Profil BZ-Werte (mg/dl) Mai Mai :00 AM 4:00 AM 8:00 AM 12:00 PM 4:00 PM 8:00 PM 12:00 AM Zeit (Stunden) Erklärung: Das Blutzuckerprofil einer Typ 1 Diabetikerin während des Marathons (Startzeit war 9.00 am 26.Mai) und die Hypoglykämische Stoffwechsellage in der Nacht nach dem Marathon (lila Linie)

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