TRAKTUELL. der neue VolvO FH16 INTERNATIONALE TRANSPORT REVUE IBC 2012 IM GESPRÄCH VOLVO FH. Volvo Trucks. Driving Progress

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1 INTERNATIONALE TRANSPORT REVUE PICK-UP AWARD TRAKTUELL IBC 2012 Die International Bus Challenge 2012 exklusiv bei TRAKTUELL S. 34 IM GESPRÄCH Mag. Markus Wildeis, Country Manager der Fiat Group S. 16 VOLVO FH Die erste Ausfahrt mit dem jungen Schweden rund um Göteborg S. 22 Erscheinungsort Wien Verlagspostamt 1200 Wien P.b.b. Einzelverkaufspreis Euro 4, GZ 08Z M der neue VolvO FH16 Volvo Trucks. Driving Progress

2 TransporTguide 2013 Das handbuch für die transportwirtschaft. neu! Erscheinungsort Wien Verlagspostamt 1200 Wien P.b.b. GZ 02Z M Einzelverkaufspreis 20, Das Handbuch für die Transportwirtschaft TransporTguide Fuhrparkmanagement Sicherheit Infos für Unternehmer 2013 Fuhrpark Service/Werkstatt Anbieterverzeichnis Aktuelles rund um die Transportwirtschaft Infos für Unternehmer fuhrpark fuhrparkmanagement service/werkstatt sicherheit anbieterverzeichnis auflage Stück erscheinungstermin 12/2012 Der TransporTguide 2013 ist Ihr ständiger Begleiter im täglichen Einsatz als kompetenter Ratgeber und umfassendes Nachschlagewerk für Transportunternehmen, Werkverkehr, Fuhrparkbetreiber, Speditionen, Behörden und Botendienste. KonTaKT florian engel sonja mach herausgeber/verlag WEKA-Verlag GmbH Dresdner Straße Wien

3 IMPRESSUM EDITORIAL I 18. Jahrgang, Druckauflage 1. Halbjahr 2012: Exemplare Liebe Leserin, lieber Leser! Medieninhaber und Verleger: WEKA-Verlag Gesellschaft m.b.h., Dresdner Straße 45, 1200 Wien, Tel , Fax Herausgeber: Dipl.-Bw.(FH) Kurt Skupin, M.B.A. Geschäftsführer: Dipl.-Bw.(FH) Kurt Skupin, M.B.A., Dipl.-Bw. Reiner Gebers, B.A., M.B.A., Dipl.-Kfm. Werner Pehland Verlagsleiterin: Mag. Marina Colombini TRAKTUELL ist offizielles Mitglied der LogCom. Chefredakteur: Florian Engel (CvD), , Redaktion: Egon Allgäuer, Eckhard Boecker, Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Mag. Sabine Gruber, Dr. Werner Loos, Karlheinz Mutz, Dr. Helmut Tober, Mag. Karin Tober, Wolfgang Tschakert, Andreas Übelbacher Objektleitung: Mag. Karin Tober, , Beratung und Verkauf: Andreas Übelbacher, , Sonja Mach, , Anzeigenverrechnung: Monika Berger, , Martina Edermayer, , Produktion: Gerhard Schartmüller, Tel , Art Direction: Karl Peherstorfer Grafik: Gaby Tully Lektorat: Monika Maurer Fotos: Falls nicht anders angegeben, WEKA-Verlag GmbH Das Österreichische Umweltzeichen Druck: Berger, für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686 Ferdinand Berger & Söhne GmbH Horn Abonnements: Kundenservice, Tel , Erscheinungsweise: 10 x pro Jahr Erscheinungsort: Wien Anzeigenpreise: lt. aktuellem Anzeigentarif. Es gelten die Allgemeinen Geschäfts bedingungen des Österreichischen Zeitungsherausgeberverbandes. Einzelpreis Inland: 4, inkl. 10 % MwSt. Jahresbezugspreis Inland (10 Ausgaben): 30, inkl. Porto und 10 % MwSt. Jahresbezugspreis Ausland (10 Ausgaben): 45, inkl. Porto Allgemeines: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Gast kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechts gesetz, sind vorbehalten. Bankverbindung: Bank Austria BLZ 12000, Konto /00 Firmenbuchnummer: FN82687 z, Handelsgericht Wien UID-Nr.: ATU Gerichtsstand: Wien Verlagspostamt: 1200 Wien Die Wahl ist entschieden. Barack Obama bleibt eine weitere periode Präsident des angeblich mächtigsten Landes der Welt. Es wurde auch Zeit, dass dieser Super-Tuesday endlich über die Bühne geht und die Staaten wieder aus ihrem Wahlkampfkoma erwachen. Das Leben wird für Obama nicht unbedingt leichter nach seinem Sieg. Die Weltwirtschaftslage ist weiterhin angespannt und die amerikanische in Wahrheit besonders prekär. Auch wenn man die Haus- und Hof-Agenturen ununterbrochen ausschickt, um die europäische Wirtschaft und insbesondere den Bankensektor zu schwächen. Man mag jetzt von dem Finanzsystem und seinen Auswirkungen auf die Realwirtschaft halten, was man will, aber eine vorsätzliche Schwächung Europas auf internationaler Basis, nur um die amerikanische, Situation gegenüber China zu verbessern kann auf Dauer nicht gut gehen. Das haben die wachstumsverwöhnten Chinesen bereits erkannt und stärken ihren zweitwichtigsten Absatzmarkt Europa bereits durch Direktinvestitionen. Auch im Nutzfahrzeugbereich, indem sie nach und nach Fahrzeughersteller aufkaufen bzw. sich wenigstens mit Finanzspritzen an europäischen Unternehmen beteiligen oder sogar neu gründen. Das könnte einem jetzt Angst machen oder aber man sieht den Kreislauf, der sich wieder einmal schließt, denn auch das chinesische Wachstum passiert nicht nur im eigenen Land, sondern ist genauso abhängig von der Entwicklung in Europa und den USA. Nach dem kleinen Exkurs wieder zurück zu Obama, der sich nun daranmachen kann, sein Land wieder auf Vordermann zu bringen und sich dann nicht mehr nur noch mithilfe von Ratingagenturen gegen Good Old Europe und den gefährlichen Euro zur Wehr setzen kann. Dieser Euro ist aber nicht mehr lange gefährlich, wenn er weiterhin totgeredet wird. Hier müssen wir Europäer uns selbst an der Nase nehmen und die Stimmung auf dem Kontinent wieder ins Positive kehren. Denn so schlecht ist die Situation absolut nicht, auch wenn gerade die Lkw-Produktion gedrosselt wird. Gerade in Österreich glänzen wir aktuell durch unsere vergleichsweise niedrige Arbeitslosenrate. Also Ärmel hoch und zur Motivation das Porträt auf Seite 26 lesen. Noch etwas in eigener Sache. Ich möchte mich ganz herzlich bei der Truck of the Year-Jury bedanken, die mich einstimmig als einzigen Vertreter für Österreich gewählt hat. Mein besonderer Dank gilt Dr. Helmut Tober für sein Vertrauen und die jahrzehntelange Arbeit in der Jury! Seine ausführliche Kolumne dazu finden Sie wie immer auf Seite 6. Herzlichst, Ihr Florian Engel Florian Engel Chefredakteur UNSER COVER ZEIGT DEN NEUEN VOLVO FH16 INTERNATIONALE TRANSPORT REVUE 2013 PICK-UP AWARD TRAKTUELL Neue Maßstäbe bei Premium-Lkw W W W. F I R ME N F L OT T E. AT IBC 2012 IM GESPRÄCH VOLVO FH Die International Bus Challenge 2012 exklusiv bei TRAKTUELL S. 34 Mag. Markus Wildeis, Country Manager der Fiat Group S. 16 Die erste Ausfahrt mit dem jungen Schweden rund um Göteborg S. 22 Erscheinungsort Wien Verlagspostamt 1200 Wien P.b.b. Einzelverkaufspreis Euro 4, GZ 08Z M Am 5. September 2012 wurde in Göteborg/Schweden der neue Volvo FH zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der neuen Volvo FH Modellreihe setzt Volvo Trucks bei Premium-Lkw neue Maßstäbe. Dies gilt für alle wesentlichen Parameter: Kraftstoffeffizienz, Zuverlässigkeit, Ergonomie, Handling, aktive und passive Sicherheit sowie Zeitsparfunktionen. Der Volvo FH ist ein Lkw, bei dem der Fahrer ganz im Mittelpunkt steht. Eine Philosophie und ein Konstruktionsprinzip mit großer Wirkung: Die Rentabilität der Transportunternehmen wird erhöht. der neue VolvO FH16 714_AZ_VOL_FH16_Titel_TRA_210x216_at_RZ.indd 1 trak11_12_s01.indd trak11_12_s02-05.indd 3 Volvo Trucks. Driving Progress : :01:10 Mehr Informationen unter :07:09

4 INHALT NEWS 06 DIE KOLUMNE von Dr. Helmut Tober 06 WEITER AUF WACHSTUMSKURS Schmitz Cargobull hat die Fahrzeugproduktion um mehr als 19 % gesteigert 07 GUTES QUARTAL Paccar ist mit dem Ergebnis des dritten Quartals zufrieden 07 FÜHRUNGSWECHSEL Dieter Schölling wird neuer Direktor Nutzfahrzeugreifen DACH bei Goodyear Dunlop ÖSTERREICH-TEST. Endlich ist es so weit und wir können den neuen Mercedes-Benz Actros nach vielen Ausfahrten im Ausland auch über unsere TRAKTUELL-Österreich-Test- Strecke bewegen. Das Ergebnis ist beachtenswert NEUER WERKSTOFF Das neue Material von Lanxess eignet sich für Tanks von Erdgas-betriebenen Fahrzeugen 08 FH IN ÖSTERREICH Die neue Modellreihe wurde hierzulande eingeführt 08 ERDGAS BEIM LKW Die steirische Hirschmugl GmbH ist auf diesem Gebiet ein echter Vorreiter 09 LEHRLINGSEVENT Scania Österreich lud seine Lehrlinge zu einer informativen und motivationsfördernden Veranstaltung INTERVIEW. Mag. Markus Wildeis, Country Manager Fiat Group Automobiles, im Gespräch mit Dr. Helmut Tober. 09 TRUCK OF THE YEAR Alle Motoren der Kandidaten kamen vom gleichen Hersteller JAHRE Pappas feierte das Jubiläum seines Nutzfahrzeug-Zentrums mit zwei Neumodell-Präsentationen 11 FACHGRUPPENTAGUNGEN der Wiener und OÖ Transporteure FINALE Die seit mehreren Monaten tourende Friends on the road Show feierte einen gelungenen Abschluss FAHRZEUGE 16 INTERVIEW mit Mag. Markus Wildeis, Country Manager Fiat Group Austria 18 ENDLICH IN DER HEIMAT ERFAHREN der Mercedes-Benz Actros im Österreich-Test 22 EINE FRAGE DES GEFÜHLS TRAKTUELL konnte die erste Ausfahrt mit dem neuen Volvo FH unternehmen 24 FÜR JEDEN ETWAS Fahreindrücke zu den Modellreihen der leichten Klasse von Daimler DIE IAA IST NOCH LANGE NICHT VORBEI. Auch auf dem Bus-Sektor hat die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover unzählige Neuheiten parat gehalten, die unser Experte Wolfgang Tschakert übersichtlich zusammengefasst hat AUS LEIDENSCHAFT Ein etwas anderes Porträt einer (Transport-)Unternehmer Familie 28 DESIGNSTUDIE Ganz im Sinne der Kraftstoffeinsparung steht eine Nfz-Studie von Renault Trucks 28 MEHR EINSATZFELDER Die dritte Achse der neuen Version Unimog U x6 hat das Einsatzspektrum ausgedehnt

5 INHALT 29 SONDERMODELL Volkswagen hat den neuen Multivan Life herausgebracht 30 SCHAULAUFEN IM NORDEN Die Omnibushersteller lockten auf der IAA mit auf- und anregenden Exponaten 31 AERODYNAMISCH Die neue Setra ComfortClass 500 senkt den Kraftstoffverbrauch mithilfe der Aerodynamik 34 INTERNATIONAL BUS COMPETITION 2012 Irisbus Crossway vs. MAN Lion s Regio und Scania OmniExpress der ausführliche Testbericht 42 KIPPER IM FOKUS Baumeisterkipper von Meiller werden speziell den Baustelleneinsätzen angepasst 43 GELUNGENER AUFTRITT Goldhofer zieht ein positives Nutzfahrzeugmesse-Resümee 43 TOLLER ERFOLG Über so viele Interessierte am IAA-Messestand freute man sich bei Doll 22 DER NEUE VOLVO FH. Die Schweden fahren ein dichtes Programm und können den Launch des neuen FH nach der einjährigen Verzögerung kaum mehr erwarten. Wir sind den jungen Schweden bereits gefahren. FUHRPARKMANAGEMENT 44 AN DIE SPITZE GESPART Sevilla war Austragungsort des ersten internationalen Finales der Optifuel Challenge 45 DIE RECHTS-KOLUMNE von Eckhard Boecker: Verkehrs- und Bußgeldrecht in Österreich und Deutschland 46 WINTERREIFENPFLICHT Was ist für Lkw-Lenker in Bezug auf die Winterreifenpflicht zu beachten? 46 TEAM -WORK MIT ÖSTERREICH Die deutsche Top Service Team KG dehnt ihr Netzwerk auf Österreich aus 47 VERGLEICHSTESTS BESTANDEN Die Spedition H. Janits vertraut bei der Bereifung auf Goodyear und Dunlop 48 INVESTITIONEN Eska Reifendienst hat ein zweites Zentral lager für Lkw-Reifen in Bayern eröffnet 48 BLICK IN DIE ZUKUNFT FleetBoard führt neue Dienstleistungen für den schweren Verteilerverkehr ein 49 KOLUMNE von Karlheinz Mutz: Flottenmanagement beginnt bei einem Lkw 26 UNTERNEHMER AUS LEIDENSCHAFT. Das oberösterreichische Transportunternehmen Schlager bewegt viel mehr als nur Güter, sondern Menschen. Ein etwas anderes Unternehmerporträt. PARTNER 50 FIRMENJUBILÄUM Batterienhersteller Banner wird diesen Herbst ZUSAMMENARBEIT NEU Deutz, Bosch und Eberspächer werden ihre Zusammenarbeit neu ordnen 50 SAUBERE SEITEN Der neue Katalog für Industrie und Gewerbe von hollu ist da 50 KLARER SIEGER Im aktuellen TÜV Report für Nutzfahrzeuge belegen die MAN-Lkw ausnahmslos Spitzenplätze 34 INTERNATIONAL BUS CHALLENGE Exklusiv für Österreich haben wir an der IBC 2012 teilgenommen und lassen drei Überland-Busse im direkten Vergleich gegeneinander antreten

6 NEWS l KURZ & AKTUELL KOMMENTAR Liebe Leserin, lieber Leser, diesmal möchte ich mich zur Abwechslung in eigener Sache melden. Als ich im Jahr 1967, also vor nunmehr 45 Jahren begann, mich mit dem Bereich des automobilen Journalismus zu beschäftigen, da war die Welt vor allem im Nutzfahrzeugbereich noch eine ganz andere. Da schlugen wir uns mit lauten, stinkenden Lastern herum, die nur mit großem Kraftaufwand zu fahren waren, da sie meist Dr. Helmut Tober keine Servolenkung und auch keine synchronisierten Getriebe hatten. Die Entwicklung zu modernen Fahrzeugen stand noch in den Kinderschuhen. In diesen 70er-Jahren wurden gegen Ende des Jahrzehnts Überlegungen reif, die Entwicklung der Lkw und Busse nicht nur zu beobachten, sondern herausragende Neuerungen auch auszuzeichnen und journalistisch zu begleiten. Im Rahmen meiner internationalen bzw. weltweiten Kontakte zu den Herstellern und zu den journalistischen Kollegen in den diversen Ländern stieß ich auf Pat Kenneth, der in England seinerzeit nicht nur Chefredakteur eines renommierten Blattes war, sondern der auch die Idee hatte, die Entwicklung der Lastwagen durch eine Auszeichnung zu honorieren bzw. zu begleiten. Und durch den Titel Truck of the Year jährlich auszuzeichnen. Damit kam ich in den engeren Gründungskreis der nachmaligen, schlagkräftigen und anerkannten Organisation zusammen mit führenden Journalisten aus England, Holland, Belgien, Dänemark und Deutschland. Innerhalb weniger Jahre etablierte sich der Kreis und erweiterte sich, um schließlich 25 anerkannte Nutzfahrzeugjournalisten aus 25 europäischen Ländern sowie aus Russland und der Türkei zu umfassen. Es blieb also bis heute ein exklusiver Club, der nur jeweils ein Mitglied und ein Nutzfahrzeugmagazin aus einem Land hat. Ich war von Anbeginn das exklusive Mitglied für Österreich mit der Internationalen Transportrevue, als deren langjähriger Chefredakteur ich auch wirkte. Nach meinem Wechsel in die Chefredaktion von TRAKTUELL nahm ich diese Funktion als Jurymitglied mit und habe dann in der Folge die ITR mit TRAKTUELL verschmolzen und zum Nutzfahrzeug-Leitmagazin in Österreich gemacht. Im Lauf der Jahre zeichnete es sich auch ab, dass durch die rasante Entwicklung am Transportersektor auch eine gesonderte Auszeichnung für Transporter erforderlich wurde und so haben wir im Jahr 1981 den Titel International Van of the Year ins Leben gerufen. Ich habe diese Funktion als Juror auch für Österreich zusätzlich wahrgenommen. Nicht zuletzt auch vor diesem Hintergrund habe ich das Flottenmagazin firmenwagen erfunden, das seit dem Jahr 1994 das bestimmende Organ im Bereich Firmen- und Flottenkunden in Österreich ist. Der Transportermarkt selbst hat sich prächtig entwickelt, zumal gerade hier noch viel mehr als bei den schweren Trucks seit den 80er-Jahren permanent eine Vielzahl an Neuerscheinungen auf den Markt kam. Früher waren es vornehmlich VW, Mercedes und Ford. Doch in der Folge traten auch viele andere Hersteller auf den Plan und so wurde auch die VOY-Auszeichnung zusehends begehrter und ist es bis heute geblieben. Ich erinnere nur an die Wahl für 2013, wo sich der neue Ford Transit ein spannendes Rennen mit dem Mercedes Citan und dem Dacia Dokker (!) lieferte. Es ist also nichts unmöglich. Und schließlich kam im Vorjahr noch ein neuer Titel hinzu. Nämlich der des International Pick Up of the Year, den 2011 mit Bravour der neue VW Amarok gewann und für 2013 der neue Ford Ranger auf dem Podest steht. Wir sind also hier umfassend mit dabei. Nach über 40 Jahren im Nutzfahrzeugbusiness und rund 35 Jahren als Jurymitglied der genannten drei Auszeichnungen ITOY, IVOY und IPOY ziehe ich mich jetzt aus dieser vorderen Position zurück und gebe das Szepter an die jüngere Generation weiter. Das heißt also: Ab nun sind als Jurymitglieder für Österreich für den Titel Van of the Year und Pick Up of the Year Mag. Karin Tober als stv. Chefredakteurin von firmenwagen und Redakteurin von TRAKTUELL sowie für den Titel Truck of the Year Florian Engel als Chefredakteur von TRAKTUELL innerhalb der Organisation zuständig. Ich wünsche beiden viel Erfolg bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit und bin sicher, dass sie durch ihr Fachwissen und Kenntnis der Branche sowie die guten internationalen Kontakte bald voll in dieses Geschäft hineinwachsen werden. In diesem Sinn verabschiede ich mich für heute mit besten Grüßen als Ihr Dr. Helmut Tober Schmitz Cargobull weiter auf Wachstumskurs In einem stark volatilen Markt hat die Schmitz Cargobull AG die Fahrzeugproduktion um mehr als 19 % auf Fahrzeuge gesteigert. ERFOLGREICH Ulrich Schümer, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG Foto: Cargobull Der Umsatz wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 (1. April 2011 bis 31. März 2012) sogar um 29 % auf 1,638 Mrd. Euro. Wir haben in einem nach wie vor unterschiedlich wirtschaftlich geprägten Umfeld unsere Marktführerschaft ausgebaut, zieht Ulrich Schümer, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG, Bilanz. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnen wir wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Volatilität der europäischen Märkte mit einem Side-Step auf etwa Fahrzeuge, erklärt Schümer. In den Folgejahren stehen die Zeichen dann wieder auf Wachstum. Das Investitionsvolumen in Maschinen, Entwicklung und Weiterbildung wird 2012/2013 deutlich steigen und soll in den Folgejahren auf ähnlichem Niveau gehalten werden. Für das Geschäftsjahr 2012/2013 prognostiziert der Vorstandsvorsitzende einen Umsatz von etwa 1,6 Mrd. Euro. Als wichtige Säule der Unternehmensstrategie und auch als Umsatztreiber haben sich die Service-Gesellschaften etabliert. Ersatzteilversorgung, Full-Service und Wartung, Trailer- Telematik, Gebrauchtfahrzeughandel sowie Finanzierung aus einer Hand tragen mit soliden Erlösen zum positiven Gesamtergebnis des Konzerns bei. Für die Zukunft will das Unternehmen das Tor nach Asien öffnen: In Kooperation mit dem führenden chinesischen Lkw-Hersteller Dongfeng sollen bereits ab 2014 in der Region Wuhan Fahrzeuge für den chinesischen Markt produziert werden

7 l LKW-Aufbauten, l Gebrauchtfahrzeuge l Umfassender l Ersatzteilservice l Über KURZ & AKTUELL l NEWS Gutes Quartalsergebnis für Paccar Paccar veröffentlicht laut eigenen Angaben ein gutes Ergebnis für das dritte Quartal Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatz von 3,82 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn betrug 233,6 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis des dritten Quartals spiegelt die aufgrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen niedrigeren Bestellungen in der Lkw-Industrie Nordamerikas und Europas wider, erklärt Mark Pigott, Vorstandsvorsitzender und CEO. Die Paccar- Händler und -Kunden haben von der guten Auftragslage im Transportgeschäft in Nordamerika und Europa profitiert, was sich in einem starken Ersatzteilgeschäft und einem guten Service-Geschäft widerspiegelt, ebenso wie in einer hervorragenden Performance von Paccar Financial Services. UMSATZ Lanxess: Neuer Werkstoff für Erdgastanks Erdgas liegt als Treibstoff im Trend. Nicht nur wegen seiner Umweltfreundlichkeit, sondern vor allem auch wegen des günstigeren Preises. Man kommt mit einem bestimmten Betrag doppelt so weit wie mit Benzin. Lanxess hat jetzt ein neues Hightech-Polyamid 6 Durethan entwickelt, mit dem sich Tanks für Erdgas-betriebene Fahrzeuge leichter und kostengünstiger fertigen lassen. Der bei extremer Kälte superzähe Thermoplast ist für das Extrusionsblasformen von Inlinern für diese Hochdruckbehälter maßgeschneidert. Das Resultat sind Kunststofftanks, die nur ein Viertel des Gewichts von reinen Stahltanks auf die Waage bringen, was das Pkw-Gesamtgewicht um bis zu 7 % senkt. Dadurch ergibt sich zusätzlich ein niedrigerer CO 2 -Ausstoß. Ein deutscher Autohersteller will diese Tanks schon in Kürze einsetzen. Der mit Xperion serienreif entwickelte Erdgashochdrucktank hat alle Prüfungen bestanden, die die europäische Fahrzeugnorm ECE R 110 für Antriebssysteme mit komprimiertem Erdgas vorsieht. Dazu zählen u.a. Druckpulsstationstests mit mehr als Lastwechseln und Falltests aus 1,8 m Höhe. ht ERDGASTANK Führungswechsel bei Goodyear Dunlop Dieter Schölling ist seit Oktober als Direktor Nutzfahrzeug reifen Deutschland, Österreich und Schweiz bei Goodyear Dunlop. NFZ-REIFEN DERENDINGER Neue Geschäftsführung Jean-Pierre Studer, Geschäftsführer der Derendinger Handels GmbH, wird Leiter des Projekts NKW-Synergien auf Stufe SAG und gab damit die Geschäftsführung per 1. November 2012 ab. Er bleibt aber weiterhin Leiter der Matik Handels GmbH. Bruno Weidenthaler, jahrelang als Regionalleiter bei Derendinger tätig, folgte Studer als Geschäftsführer. Er hat die Leitung des Geschäftsbereichs von Rupert Kohaupt übernommen, der in Zukunft als Sales Director Nutzfahrzeugreifen Emerging Markets in der Europazentrale von Goodyear Dunlop in Brüssel tätig sein wird. Der 49-jährige Dieter Schölling ist bereits seit 1995 im Unternehmen und war zuletzt Sales Director Replacement Consumer Nord im Pkw-Reifen-Bereich. Während seiner Zugehörigkeit zu Goodyear Dunlop hatte er verschiedene Führungspositionen inne und wird in seiner neuen Rolle das gesamte Nutzfahrzeugreifengeschäft des Konzerns, zu dem die Produktgruppen Lkw-, Farmund OTR-Reifen sowie runderneuerte Lkw-Reifen gehören, für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz verantworten und leiten. Dieter Schölling Foto: Goodyear Dunlop Jean-Pierre Studer bleibt weiter an der Matik-Spitze Kohaupt wird in seiner neuen Position als Sales Director Nutzfahrzeugreifen Emerging Markets in Brüssel den weiteren Ausbau des Geschäftserfolgs in den sogenannten Wachstumsmärkten vorantreiben. BESTE QUALITÄT IN PRODUKTION UND SERVICE Anhänger und Sattelanhänger in den Bereichen Kipper, Tieflader, Plateau, Kühl/Koffer, Tank, Holz/Rungen und BDF/Container zum günstigen Preis Mietfahrzeugpool mit allen Marken und Online-Shop 145 Servicepartner in Europa sorgen für schnelle Reparatur Wilhelm Schwarzmüller GmbH Telefon +43(0)7713/800-0 A-4785 Freinberg, Hanzing 11 Telefax +43(0)7713/

8 NEWS l KURZ & AKTUELL Neue FH-Modellreihe erstmals in Österreich Am 17. und 18. Oktober 2012 präsentierte Volvo die neue FH-Modellreihe erstmals in Österreich. Im Congress Schladming wurde die Produkteinführung gefeiert und mit einer fulminanten Show unter dem Motto grenzenlos inszeniert. Knapp 700 geladene Gäste waren anwesend. Wir sind stolz, nach dem erfolgreichen Launch-Event unserer Muttergesellschaft in Göteborg nun die neuen Trucks unseren Kunden in Österreich erstmals präsentieren zu dürfen, sagt Herbert Spiegel, Geschäftsführer der Volvo Austria. An zwei Tagen hatten Transportunternehmer, die Fachpresse und Mitarbeiter von Volvo Trucks die Gelegenheit, sich von den ausgestellten Fahrzeugen begeistern zu lassen und die zahlreichen neuen Produktfeatures rundum die Fahrzeuge hautnah zu erleben. Grenzenlos verdeutlicht, dass der neue Volvo FH weltweit im Einsatz sein wird und seine innovative, bahnbrechende Technik vorhandene Grenzen in der schweren Nutzfahrzeugbranche überschreitet. Die Show zeigte die emotionale Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Inszeniert wurde der Traum von einem jungen Mädchen und einem Riesen dem neuen Volvo FH. Unter seinem harten Mantel steckt ein Herz voll Leidenschaft, getrieben von der Sehnsucht nach grenzenloser Weite. Die Musik zur Show wurde von Erwin Kiennast und Norman Weichselbaum komponiert. Der Live-Act wurde von der jungen Kiddy Contest-Finalistin 2011 India Callender gesungen. Begleitet wurde sie von der Violinistin Antonia Gregoriew und Iris Camaa auf den Percussions. Die mobilés, eine achtköpfige Schauspielergruppe aus Köln, untermalte die Geschichte mit eindrucksvollem Schattentanz. GRENZENLOS Die Einführung des neuen Volvo FH in Österreich wurde mit einer fulminanten Show gefeiert Foto: Volvo Die lokale Produkteinführung fand im Congress Schladming statt. Das Veranstaltungszentrum in der Steiermark wurde von dem Architekten-Team Riepl Riepl Ende 2011 eröffnet. Während der FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2013 dient das Gebäude als Mediencenter für Journalisten aus aller Welt. Die ersten neuen Lkw der Volvo FH Modelle werden im Frühling 2013 an österreichische Kunden ausgeliefert. Nachrüstbares Sparpaket In Zeiten der steigenden Dieselpreise werden alternative Treibstoffe immer attraktiver. Erdgas setzt sich beim Pkw erst langsam durch und ist beim Lkw noch eher die Ausnahme. Die Hirschmugl GmbH aus dem steirischen Gralla ist hier echter Vorreiter. Flüssiggas beigemischt zum Diesel haben bereits einige Unternehmen wie Jöbstl oder auch McDonald s Österreich erkannt und setzen bei der Umrüstung ihrer Lkw auf die Kompetenz von Anton Hirschmugl und seinem Team. In nur zwei Tagen sind die Trucks umgerüstet und fahren dann mit einer Mischung aus Diesel und Gas, wobei sich für den Unternehmer die Kostenersparnis durch den günstigeren Gaspreis als auch durch den geringeren Verbrauch aufgrund des höheren Brennwerts ergibt. Wegen des jüngsten Erfolges einer bundesweiten Verordnung und der damit einhergehenden Abnahmefähigkeit in jedem Bundesland EVENT FACTS Hirschmugl gibt Gas! Info-Tag Lkw-Umrüstung auf Gas-Betrieb Wann: ab Uhr Wo: Hirschmugl GmbH, Gewerbepark Nord 1, A-8431 Gralla Hirschmugl-Kunde Christoph Jöbstl hat bereits seit über einem Jahr auf Gasbetrieb umgebaute Fahrzeuge im Linienverkehr im Einsatz hat sich Anton Hirschmugl mit seinem Systempartner Freetron und den Flüssiggas Spezialisten von Flaga dazu entschlossen am einen Tag der offenen Tür zum Thema Erdgas im Lkw zu veranstalten. Wir werden zwei Fahrzeuge vor Ort haben, die für Probefahrten zur Verfügung stehen, damit Interessenten den Unterschied zwischen Diesel- und Gasbetrieb selbst erleben können nämlich keinen. Es ist im Normalbetrieb nämlich kein Unterschied zu bemerken. Erfahrungen von Fahrern haben eher gezeigt, dass sich der Durchzug aus dem Drehzahlkeller heraus besser anfühlt, ist der umtriebige Unternehmer und Falstaff-Winzer Anton Hirschmugl vom Gasumbau überzeugt. fe

9 KURZ & AKTUELL l NEWS Erster Lehrlingsevent von Scania Von 10. bis 11. Oktober lud Scania Österreich an die 100 kaufmännische und technische Lehrlinge aller Scania- Betriebe nach Saalfelden/Salzburg ein. Hintergrund dieser außergewöhnlichen Initiative: aktive Wertschätzung und Respekt von Scania gegenüber seinen Auszubildenden. Um dem Mangel an guten Fachkräften bereits im Vorhinein entgegenzuwirken, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter selbst in unseren eigenen Betrieben auszubilden, erklärt Scania Österreich Direktor Christian Teichmann. Der Lehrlingsevent war organisatorisch in zwei Teile gegliedert. Am ersten Tag stand der Spaßfaktor ganz oben. Im ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum Saalfelden konnten die jungen Lehrlinge verschiedene Aktivitäten durchlaufen, angefangen von Fahrtechnikübungen AUSBILDUNG LEIDENSCHAFT FÜR TRAILER Espresso aufbrühen Öffnen der Plane mit QUICK LOCK 30 sec. 20 sec. Bis zu 4% Kraftstoffersparnis! Etwa 100 Scania-Lehrlinge nahmen beim ersten Lehrlingsevent in Saalfelden in Salzburg teil Foto: Scania mit dem Pkw bzw. dem Moped über Kartfahren bis hin zum Überschlagssimulator. Am zweiten Tag gab Christian Teichmann verschiedenste Informationen über den Konzern an die Lehrlinge weiter und stand für Fragen Rede und Antwort. Weiters wurden die einzigarti- Truck of the Year: Motoren vom gleichen Hersteller Infos: Tel / gen Chancen, die den Lehrlingen bei Scania im internationalen Umfeld offenstehen, aufgezeigt z.b. Schnuppern bei einem Servicebetrieb im Ausland. Auch der Karriereschritt vom Kfz-Mechaniker zum Werkstattleiter ist keine Seltenheit. Den Abschluss bildete die Wahl zum Jugendvertrauensrat, in den vier Lehrlinge gewählt wurden. Der Jugendvertrauensrat ist Ansprechpartner für alle Scania- Lehrlinge, wenn es um die Themen Arbeiten und Ausbildung geht, und kommuniziert direkt mit dem Betriebsrat. Fliegl QuickLock Traktuell 105x148_4c.indd WECHSEL In der vorigen Ausgabe haben wir umfangreich über den Truck of the Year 2013 berichtet. Hier noch eine Ergänzung dazu. Im Wettbewerb standen ja bekanntlich der Iveco Stralis HI-WAY Euro 6, der Mercedes Antos, der Ford Cargo und der Mitsubishi bzw. Fuso Canter 4 x 4. Gewonnen hat ganz deutlich der Stralis, der Cargo ist auf Platz drei gekommen und der Canter 4 x 4 auf Platz vier. Gewonnen hat der Stralis u.a. deshalb, weil es Fiat Industrial geschafft hat, die Euro 6-Norm lediglich mit Hi-eSCR zu erfüllen ohne aufwendige EGR-Architektur. Bemerkenswert ist aber der Umstand, dass von FPT auch die Motoren für den Ford Cargo sowie den Fuso Canter 4 x 4 kommen. Also sind Motoren von Fiat Industrial bereits in drei Modellen des Wettbewerbs eingebaut. Der Ford Cargo hat einen 10,3 l Cursor 10-Motor und der Canter einen 3.0 l F 1 C-Motor, der sich übrigens schon lange im Iveco Daily bewährt. So wird also das Versprechen von Ford, im kommenden Jahr auch einen Motor mit Euro 6 zur Verfügung zu haben, dank des Zugriffs auf FPT-Motoren realisiert werden können. ht n TOY Neuer Geschäftsführer bei DAF Trucks Austria Dr. Patrik Heher ist neuer Managing Director bei DAF Trucks Austria und DAF Trucks Schweiz. Er folgt in dieser Position Ing. Michael Schäffner, der mit 1. November 2012 seine neue Aufgabe im Paccar Netzwerk als Managing Director von Paclease Deutschland begonnen hat. Dr. Patrik Heher Foto: DAF Patrik Heher begann seine Karriere im Volkswagen-Konzern in Wolfsburg, wo er in verschiedenen Positionen in Verkauf und Marketing tätig war. Der 42-jährige promovierte Handelswirt wechselte 2006 zu DAF Trucks, wo er zunächst als Verkaufsleiter für DAF Trucks Österreich verantwortlich zeichnete. Später wurde sein Verantwortungsgebiet auf die Schweiz ausgeweitet. Mit Dr. Heher gewinnt DAF einen Geschäftsführer mit einem breiten betriebswirtschaftlichen Background und jahrelanger DAF-Erfahrung

10 NEWS l REPORTAGE Pappas feierte 25 Jahre Nutzfahrzeug-Zentrum Am 19. Oktober feierten 300 geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik in Wien und Niederösterreich das 25-jährige Bestehen des Nutzfahrzeug-Zentrums Pappas Wiener Neudorf. Bei einem Sektempfang in der Spenglerei konnten die Gäste sowohl das Arbeitsumfeld als auch die Produkte der Pappas Gruppe aus den Jahren 1987 und 2012 erleben. Der Vorstand der Georg Pappas Automobil AG Friedrich Lixl bot einen Überblick über die Unternehmensgeschichte der letzten 25 Jahre. Bernhard Denk, Geschäftsführer von Mercedes-Benz Österreich, präsentierte im An- Der neue Citan wurde anlässlich der Jubiläums-Gala erstmals in Österreich vorgestellt schluss daran den neuen Citan und den neuen Antos. Ein Fachvortrag des Russian Machines-Vorstandes Siegfried Wolf zum Thema automotive Wirtschaft rundete das vielfältige Abendprogramm ab, das mit einer klassisch-jazzigen Darbietung von Benjamin Schmid auf einer Stradivari aus dem Jahr 1731, begleitet von Piano und Kontrabass, ein kulturelles Highlight bot. Durch den Abend führte die bekannte Ö3-Moderatorin Kati Bellowitsch und für die kulinarischen Genüsse sorgte Star-Gastronom Toni Mörwald. Als besondere Gäste exklusiv mit dabei: der neue Citan und der neue Antos von Mercedes- Benz, die anlässlich des Jubiläums erstmals in Österreich präsentiert wurden. JUBILÄUMS-GALA KOMPETENZZENTRUM Vor mittlerweile 25 Jahren als Kompetenzzentrum für das umfangreiche Mercedes-Benz Nutzfahrzeugprogramm gegründet, entwickelte sich das Pappas Nutzfahrzeugzentrum in Wiener Neudorf im Lauf Abendprogramm: Benjamin Schmid geigte auf einer Stradivari aus dem Jahr 1731 auf Fotos: Pappas Moderatorin Kati Bellowitsch mit dem Vorstand der Georg Pappas Automobil AG Friedrich Lixl der Jahre zur Institution im ostösterreichischen Raum. Auf m² vertreiben und servicieren die Experten von Pappas die gesamte Fahrzeugpalette vom Schwer-Lkw über Transporter der Marken Mercedes-Benz und Fuso Canter bis hin zum Alleskönner auf vier Rädern, dem Unimog. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot wurde in den vergangenen Jahren laufend erweitert: 1998 wurde beispielsweise das cash & drive Transporter Center eröffnet und 2006 mit TruckStore, dem Geschäftskonzept für das umfassende Angebot an gebrauchten Lkw, nochmals deutlich erweitert. Auch baulich hat sich das Nutzfahrzeugzentrum Wiener Neudorf vergrößert. Im Jahr 1998 wurde eine neue Transporter-Auslieferungshalle gebaut, und 2001 erfolgte die Vergrößerung des Annahmebereichs für die Werkstätte. Pappas Wiener Neudorf war der erste eigenständige Nutzfahrzeugbetrieb in der Pappas Gruppe und wurde damit zum Vorbild für weitere Betriebe, denn auch in der Steiermark (Zettling) und in Salzburg (Eugendorf) gibt es mittlerweile eigenständige Pappas Nfz-Standorte. Am Standort Wiener Neudorf sind aktuell 220 Mitarbeiter beschäftigt, davon 45 Lehrlinge. Das langjährige Bestehen und der Erfolg von Pappas Wiener Neudorf liegen nicht zuletzt in der treuen Kundschaft begründet

11 DIE TRANSPORTEURE l NEWS Handbremsen für modernen und leistungsfähigen Transport lösen Trotz der Tatsache, dass für eine florierende Wirtschaft ein leistungsfähiges und funktionierendes Transportwesen unerlässlich ist, wird es den heimischen Transporteuren zunehmend schwieriger gemacht, diese wichtigen Aufgaben zu erfüllen, sieht der Fachgruppenobmann der oberösterreichischen Transporteure, Franz Wolfsgruber, seine Branche vor einem zunehmend steileren Berg an Herausforderungen. Bei der Fachgruppentagung im neueröffneten Pappas-Zubau in Linz-Wegscheid forderte der Spitzenvertreter der OÖ Transportwirtschaft deshalb einerseits von den politisch Verantwortlichen realistische und erfüllbare Rahmenbedingungen, von der breiten Öffentlichkeit aber auch entsprechendes Verständnis für die Notwendigkeit des Lkw auf der Straße ein. Kein Transporter ist zum Selbstzweck unterwegs, sondern erfüllt einen Auftrag, um das zu bringen, was wir täglich brauchen. Bei der Erfüllung ihrer Transportaufgaben werden den heimischen Frächtern gleich mehrfach Klötze vor die Räder geworfen. Bei derzeit neutraler Konjunkturentwicklung beurteilen die rund oberösterreichischen Transportunternehmer und ca. 900 Kleintransporteure vor allem die Kosten- und Preisentwicklung sehr kritisch. Wolfsgruber: Die Dieselpreise ziehen davon. Mittlerweile investieren wir bei einem 40-Tonnen-Sattelzug im Fernverkehr jährlich mehr als Euro in den Tank, das sind bereits 30 Prozent der Gesamtkosten. Andererseits gelingt es uns aber kaum, diese Kostensteigerungen weiterzugeben, weil Preisanpassungen am Markt nur schwer realisierbar sind. FGT OÖ MÖST-RÜCKVERGÜTUNG GEFORDERT Lösungsansätze sieht Wolfsgruber hier abgesehen von Eigeninitiativen wie Spritsparcoachings für die Lkw-Lenker in der Aufnahme von Treibstoff-Anpassungsklauseln in die Frachtverträge. Noch effizienter wäre allerdings eine variable MÖSt-Rückvergütung, lautet eine klare Forderung der Branchenvertretung. Kostentreiber sind neben den ständig steigenden Dieselpreisen aber auch die oftmals sehr willkürlich verhängten Lkw-Fahrverbote und Verkehrsbeschränkungen, bei denen Wolfsgruber einen regelrechten Wildwuchs ortet: Diese bedingen Umwegverkehre und damit verbunden mehr Kosten und mehr Emissionen. Ganz abgesehen davon leidet dadurch auch die wirtschaftliche Standortqualität Lkw-freier Regionen, gibt Wolfsgruber Kommunalpolitikern im Hinblick auf Steuereinnahmenentfall zu bedenken. Einerseits Verkehrsbeschränkungen, andererseits Mautpflicht auf zunehmend mehr Straßen, wie die Ausdehnung auf bestimmte Bundesstraßen in Deutschland zeigt. Unter dem Deckmantel der Ökologisierung dreht hier die Politik ständig und kräftig an der Steuerschraube, Oberösterreichs Fachgruppenobmann Franz Wolfsgruber (2.v.l.) mit seinen beiden Stellvertretern Wolfgang Schneckenreither (l.) und Franz Danninger (2.v.r.) sowie Verkehrs-Sparten- und Fachgruppengeschäftsführer Christian Strasser (r.) Fotos: Engel; cityfoto kritisiert Wolfsgruber eine nachteilige Verschiebung der Euroklassen in den Mautkategorien. Belohnungen für Transportunternehmen, die in umweltfreundliche Euro 6-Fahrzeuge investieren, wie in Oberösterreich durch das Wirtschaftsressort des Landes, sind leider die Ausnahme. HANDLUNGSBEDARF, UM NACHWUCHS ANZUWERBEN Damit aber nicht genug, ist die heimische Transportwirtschaft auch zusehends gefordert, die für die Bewältigung ihrer Transportaufga- (v.l.) Auch Spartenobmann Alexander Klacska, Mr. Ehren- Würth Harald Winkler und Franz Schätz von Mercedes-Benz ließen sich die größte Fachgruppentagung des Jahres nicht entgehen (v.l.) Echte Oberösterreich konnte Franz Danninger mit Egon Schwarzmüller und Verkaufsleiter Ernst Baumberger begrüßen Hausherr Pappas Linz Direktor Helmut Salinger und Wolfgang Herzer sind höchst zufrieden mit dem Besucheransturm zur Fachgruppentagung im neuen Gebrauchtwagenzentrum von Pappas Linz FOR DIESEL LPG FOR DIESEL LPG ENGINES ENGINES Auf dem Hoebelchen 1 D Wonsheim Tel: +49 (0) Fax: +49 (0)

12 NEWS l DIE TRANSPORTEURE ben erforderliche Anzahl an Lenkern ans Steuer zu bekommen. Unattraktive Bedingungen, schlechtes Image und die demografische Entwicklung schlagen in einem dramatischen Rückgang bei den C/E- Führerscheinabsolventen zu Buche, bedauert Wolfsgruber und ortet dringenden Handlungsbedarf, denn angesichts der Gütertransportprognosen benötigt die Branchen dringender denn je qualifizierte Fachkräfte für morgen. Mit der österreichweit durchgeführten Roadshow Lkw Friends on the road wurden bereits Aktivitäten gesetzt, um junge Leute für die abwechslungsreiche Tätigkeit in der Transportbranche zu begeistern. In diese Richtung werden auch Berufsfahrer-Ausbildungsmodelle angedacht. Sie sollen auch mit dazu beitragen, die Zukunft der Branche zu sichern. Wolfsgruber: In diesem Sinne kämpfen wir als Branchenvertreter nicht nur für ein attraktives Berufsbild und gebührende Akzeptanz in der Öffentlichkeit, die das Miteinander in den Vordergrund stellt, sowie um faire Rahmenbedingungen, die uns zukunftsorientiert Perspektiven sichern. Neu-TGX-Dyn-2_ _:EURO :25 Seite 1 Transportbranche steht hinter Eine erfolgreiche Fachgruppentagung der Wiener Transporteure fand am Samstag, 29. September im Hotel Hilton Vienna Danube statt. Mehr als 200 Teilnehmer informierten sich nicht nur über die neuen Produkte und Dienstleistungen der Kooperationspartner, sondern auch über das in Diskussion stehende Fahrverbot für ältere Lkw (Euro 1). FGT WIEN In der prominent besetzten Podiumsrunde wurden betriebswirtschaftliche, logistische und ökologische Aspekte intensiv diskutiert. Nach der zweiten Diskussionsrunde zum Thema Friends on the road Wir bringen, was Sie täglich brauchen!, war klar, dass die gesamte Transportbranche hinter dieser Marketingoffensive der Fachgruppe Wien bzw. des Fachverbandes EURO 6 KOMMT. EFFIZIENZ BLEIBT

13 DIE TRANSPORTEURE l NEWS Friends on the road steht. Komm.-Rat Wolfgang Herzer freute sich gemeinsam mit dem Präsidenten der LogCom Komm.-Rat Ing. Nikolaus Glisic über 16 neue Wiener Mitglieder, die ihre Fahrzeuge im Friends on the road - Design in Zukunft auf Tour schicken werden. (v.l.) Komm.-Rat Wolfgang Herzer und Komm.-Rat Ing. Nikolaus Glisic Ausgezeichnet besucht war die Fachgruppentagung der Wiener Transportunternehmer im Wiener Hilton Danube Fotos: Florian Wieser DER NEUE MAN TGX IN EURO 6. Effizienz ist ein starker Antrieb für uns und unsere Kunden. Wer heute im Fernverkehr erfolgreich unterwegs sein will, muss bei der Transportleistung einen Gang höher schalten und bei den Kosten auf die Bremse treten. Dafür steht der neue MAN TGX in Euro 6: Erhalt der bekannten Nutzlastvorteile von MAN Nutzfahrzeugen, maximale Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit sowie die von unabhängigen Fachmagazinen ermittelten Bestwerte beim Kraftstoffverbrauch - das bringt Sie zuverlässig an Ihr Gewinnziel. Und fährt mit perfekt abgestimmten Dienstleistungen neue Erfolge für Sie ein. Informieren Sie sich bei Ihrem MAN-Partner oder unter Engineering the Future since MAN Truck & Bus

14 NEWS l DIE TRANSPORTEURE Im Zentrum der Wiener Innenstadt unweit der Luxusflaniermeile Kohlmarkt wirbt die Friends on the road Tour für die Leistungen des Lkw in unser aller täglichen Leben Das große Finale Ein intensives Jahr des Fachverbandes Güterbeförderung findet im Finale der Friends on the road Roadshow 2012 einen gelungenen Höhepunkt. Die Location für das Finale der Friends on the road Tour auf dem Wiener Michaelerplatz und das noch dazu am Nationalfeiertag, der abertausende Besucher auf den benachbarten Heldenplatz und damit in die Innenstadt lockt, war von den Verantwortlichen rund um Obmann Wolfgang Herzer und Geschäftsführer Peter Tropper ausgezeichnet gewählt. Wie gelangen all die Güter des täglichen Bedarfs in die Regale der Geschäfte? Das und mehr vermittelt der Fachverband durch die Kampagne Friends on the road nun schon seit Jahren erfolgreich und fördert dadurch nachhaltig das Image des Lkw in der Bevölkerung. Die von April bis Oktober 2012 mit einer großen Show-Bühne, einer Kinder-Ecke, einem zum On the road-café umgewandelten Lkw und vielen weiteren Attraktionen durch ganz Österreich getourt ist und die Bevölkerung über die unverzichtbare Rolle der Transporteure in unserem Wirtschaftskreislauf informiert. Der Startschuss fiel am 27. März 2012 im Wiener Augarten und machte auch bei Großveranstaltungen wie dem Linzer Stadtfest oder sogar dem Wiener Donauinselfest Station. ROADSHOW 2012 DIE MESSAGE Ohne Lkw ist unser gewohntes Leben nicht vorstellbar. Insgesamt rund österreichische Transporteure und Kleintransporteure Auch der Hauptpreis, ein neuer VW up! wurde beim Tourfinale verlost garantieren mit rund österreichischen Arbeitsplätzen den schadstoffarmen und effizienten Transport der Güter des täglichen Bedarfs und halten damit den Wirtschaftskreislauf im Land aufrecht. Mit der Marke FRIENDS on the road soll auf diese Leistungen aufmerksam gemacht werden. An insgesamt rund 30 Tagen Roadshow haben sich bereits hunderte Besucher über die Leistungen der FRIENDS on the road informiert, zahlreiche Show-Acts, Spiel und Spaß für die ganze Familie rundeten das Programm ab. fe Wolfgang Herzer gratuliert Publikumsmagnet Simone zum gelungenen Auftritt auf der Lkw-Bühne Auch Waterloo konnte den Massen am kühlen 26. Oktober ordentlich einheizen

15 DIE TRANSPORTEURE l NEWS Fachverband und Nutzfahrzeugindustrie ziehen an einem Strang und beweisen, dass man gemeinsam etwas bewegen kann Das Interesse, den Lkw hautnah zu erleben, war bei der Bevölkerung enorm v.l. Seinen ersten Auftritt unter Iveco Flagge hatte auch Vinzenz Karall, neuer Produktmanager bei Iveco Austria, mit Angelika Stadler, Marketing, und den beiden Geschäftsführern Karl-Martin Studener und Martin Stranzl In meiner Welt zählt Planungssicherheit. Und mein Krone Service. Hitzige Gespräche über aktuelle Entwicklungen im Transportsektor sind nicht nur zwischen Ulf Schmid, Troll Transport, Dr. Christian Pesau, GF Industriellenvereinigung Ausschuss Nutzfahrzeuge, und Mag. Franz Weinberger, MAN, entbrannt Ein Krone Service kennt keine Grenzen. Weder zeitliche, noch geografi sche. Genau darum heißt er: Euro Help 24. Egal wo, egal wann, egal welche Schwierigkeit Sie haben. Krone Euro Help24 bietet Ihnen überall in Europa und rund um die Uhr kompetente Ansprechpartner in kompetenten Partnerwerkstätten. So sorgen wir dafür, dass eines niemals auf der Strecke bleibt: Ihre Planungssicherheit. Die Dienste des Schnell-Karikaturisten Reini Buchacher nahm auch Mag. Gottfried Vallant, Marketing Mercedes-Benz, mit seiner Tochter gern in Anspruch

16 FAHRZEUGE l INTERVIEW Fiat hat das breiteste Mag. Markus Wildeis: Fiat hat schon seit Langem nur Euro 5-Motoren Mit Mag. Markus Wildeis, Country Manager Fiat Group Austria, Wien, sprach Dr. Helmut Tober. Sie haben es im ersten Halbjahr bei Transportern bis 2 t auf rund 5,5 Prozent Marktanteil gebracht. Das ist etwa die Hälfte von Auch bis 3,5 Tonnen ist Fiat in einem gestiegenen Markt hinter den Zahlen von Wie ist das zu erklären? Ich meine, diese Frage kann man nicht so ohne Weiteres nach den reinen Statistikzahlen beantworten. Man muss da schon die Kirche im Dorf lassen und auch berücksichtigen, wenn in einem Jahr große Flottengeschäfte gemacht werden, die dann das langfristige Bild verzerren. Das ist auch bei anderen Marken so. Wir als Fiat betreiben bevorzugt das klassische Händlergeschäft mit der Zielgruppe Klein- und Mittelbetriebe, weil wir dadurch eine langfristige Kundenbindung haben. Das drückt sich auch in unserer kontinuierlichen Entwicklung aus. Das ist natürlich eine schwierigere Aufgabe als in einem Stück ein paar hundert Fahrzeuge zu verkaufen. Wir haben heuer unser Händlergeschäft stärker als bisher unterstützt und haben eine Steigerung von 45 Prozent in diesem Bereich zu verzeichnen. Wir haben ein flächendeckendes Netz von Fiat Professional Händlern. Wie ist es dann um das Flottengeschäft bestellt? Wie gesagt, haben wir uns heuer nicht so darauf fokussiert wie in früheren Jahren. Wir haben wieder einige Flottendeals in Vorbereitung. Da werden wir uns also wieder stärker engagieren. Wie viele Nutzfahrzeughändler haben Sie in Österreich? Wir haben ein spezialisiertes Fiat Professional Händlernetz mit eigenen Vertriebs- und Serviceverträgen bzw. eine eigene Nutzfahrzeugdivision, die sich um dieses Programm vom Marketing über den Verkauf bis zum Service kümmert. Insgesamt haben wir 104 Fiat Professional Händler, also deutlich mehr als andere Marken, die nur spezielle Schwerpunktstandorte für ihre Transporter vorweisen können. Jeder Gewerbekunde kann sich also kurzfristig bei einem anstehenden Mobilitätsbedürfnis an jeden dieser Betrieb wen- Fiat Doblo XL mit Hochdach und langem Radstand Fotos: Fiat Fiat will jetzt auch stärker die kleineren Klassen forcieren

17 INTERVIEW l FAHRZEUGE Transporterangebot den und wird dort mit Vorführ- oder Ersatzfahrzeugen bedient werden. Das funktioniert ausgezeichnet. Wo liegen die Schwerpunkte bei den Modellen? In den letzten Jahren ist der Schwerpunkt eindeutig beim Ducato gelegen, einem Modell, das sich auch nach etwa fünfjähriger Bauzeit noch unverändert gut im Markt schlägt infolge seiner Qualitäten wie Sparsamkeit, hohem Transportvolumen und Komfort sowie dauerhafter Haltbarkeit. Wir haben nicht wenige Kunden, die ihre Ducato innerhalb von zwei bis drei Jahren auf Kilometer hochfahren und noch immer damit zufrieden sind. Wir wollen aber jetzt auch stärker die kleineren Klassen forcieren, zumal wir ja das wahrscheinlich umfangreichste Transporterprogramm am Markt haben. Vom kleinen Fiorino über den Doblo und den Scudo bis zum Ducato eben. Infolge der Reichhaltigkeit der diversen Versionen wie kurzer und langer Radstand, Normal- und Hochdach, Doppelkabine, Pritsche (auch beim kompakten Doblo), vielfältige Motorisierungen und schließlich auch Erdgasantrieb. Fiat Professional ist bei Kastenwagen unter vier Metern mit dem Fiorino die Nummer eins und auch der Doblo war in den letzten drei Jahren immer unter den ersten Drei im Segment. Das neueste Modell ist der Doblo XL mit Hochdach und langem Radstand. Das kann kein Mitbewerber in diesem Segment anbieten. Ebenso wie die konkurrenzlose Doblo Pritsche. bevorzustehen, nachdem der Hype mit dem Elektroantrieb vorbei ist. Was bietet Fiat da seinen Kunden? Wir bieten bei leichten Nutzfahrzeugen die breiteste Erdgaspalette am Markt an. Vom Fiorino über den Doblo und letztlich den Ducato verfügen wir über Erdgasmodelle in allen Gewichtsklassen und mit allen Ladekapazitäten. Es gibt inzwischen bereits über 170 Erdgastankstellen in Österreich, daher keine Versorgungsprobleme mehr und unsere Fahrzeuge haben einen bivalenten Antrieb, sodass sie eben mit Benzin weiterfahren, wenn man gerade eine Gastankstelle übersehen hat. Die Reichweiten betragen also um die 500 Kilometer. Faktum ist weiters, dass der Erdgasantrieb deutlich billiger zu Buche steht. Und da die Gastanks unter dem Boden angebracht sind, bleibt der Laderaum unverändert groß wie bei einem Dieseltransporter. Wir haben jetzt auch einen 120 PS starken Turbomotor mit Gasantrieb, also auch Leistung ist genug vorhanden. Erdgas ist zurzeit die einzig gangbare alternative Antriebstechnologie und in puncto Umweltfreundlichkeit und Sparsamkeit unschlagbar. Nicht zuletzt muss ich sagen, ist die Förderlandschaft für den Erdgasantrieb in Österreich sehr unterschiedlich und undurchsichtig, die Höhe, die Laufdauer etc. ändern sich von Tag zu Tag. Da müsste einmal eine Einheitlichkeit geschaffen werden, um den Kunden Sicherheit zu geben. Wie läuft die Kooperation mit Iveco Austria? Wir arbeiten mit der Iveco Austria sehr gut zusammen. Es gibt schließlich eine Reihe von Synergien. Wir nutzen auch die Vorteile des großen Fiat Konzerns. Was die Modelle betrifft, ist es so, dass dort, wo der Ducato aufhört, eben der Daily anfängt. Das macht durchaus Sinn. Und da kann man sich wechselseitig mit den Kunden ergänzen. Fiat hat ein gutes Angebot an Erdgasautos. Es scheint eine Renaissance dieses Antriebs

18 FAHRZEUGE l SCHWERE KLASSE Der neue Mercedes-Benz Actros Euro 6 ist nicht nur Truck of the Year 2012, sondern hat nun endlich auch den Weg nach Österreich zum intensiven Test geschafft Endlich in der Heimat erfahren Lange hat es gedauert, bis Mercedes-Benz den Truck of the Year 2012 nach Österreich entsandt hat damit wir ihn auf unserer Haus- und Hof-Strecke selbst erfahren können. Jetzt ist es endlich soweit und wir schicken einen neuen Actros Euro 6 auf unsere 535 Kilometer lange Österreich-Rundfahrt. Es ist mit Sicherheit einer der interessantesten Österreich-Tests der vergangenen Jahre. Die Produktlebenszyklen beim Lkw sind ja doch in Dekaden zu messen, da kommt es also nicht so oft vor, dass man selbst als viel gereister Tester die Chance bekommt, ein vollkommen neues Fahrzeug auf seinem Weg in die Serienproduktion begleiten zu können. Wir hatten ja schon mehrmals die Gelegenheit den neuen Actros von Mercedes-Benz zu fahren, zuerst in Spanien, die Vorserienautos, dann in Deutschland beinahe serienreife Modelle und zuletzt die große Fahrt von Bilbao nach Lyon. Diese ersten Eindrücke waren ja durchwegs positiv, doch die spannende Frage ist immer jene, wie sich ein Lkw auf der Heimstrecke schlägt, auf der man jede Kurve, jeden Hügel und jeden Anstieg mit unzähligen Trucks bereits gemeistert hat. Dann hat man Ö-TEST sich bei Daimler auch noch rund ein Jahr Zeit gelassen bis man den ersten Testwagen auf die Reise und damit auch nach Österreich geschickt hat. Dieses Verhalten schürt natürlich die Gerüchteküche. Haben Sie Schwierigkeiten mit dem Verbrauch? Oder mangelt es gar wie beim Vorgänger an der Technik? Die Wahrheit ist wohl, dass man sich in Stuttgart einfach nur ganz sicher sein wollte, dass alles perfekt läuft, bevor man das jüngste Baby hinaus in die weite Welt zu kritischen Journalisten schickt. Dafür hat man sich im Endeffekt nicht lumpen lassen und gleich einen Actros 1845 nach Euro 6-Abgasnorm auf die Runde geschickt. Außerdem hat der Test- Actros auch schon den vorausschauenden Tempomaten Predictive Powertrain Control an Bord, der mit Sicherheit als die Innovation dieses Jahrzehnts in die technischen Geschichtsbücher eingehen wird. Das Fahrzeug wird intelligenter, egal, ob der Fahrer besonders erfahren, voll konzentriert oder motiviert ist dank perfekten Zusammenspiels von Gas, Bremse, EcoRoll und Getriebesteuerung, als Reaktion auf die vom GPS gelieferten Topografie-Daten, ist (in diesem Fall der Actros, ähnliche Systeme gibt es auch bei anderen Herstellern) überall zu Hause. Das System hilft aktiv mit, das Gelände optimal zu nutzen und möglichst ökonomisch mit jedem Tropfen Diesel umzugehen. Dazu aber später noch etwas mehr. SCHLÜSSELFRAGE Unzählige Male haben wir den neuen Actros betrachtet, mittlerweile auch schon recht häufig auf heimischen Autobahnen angetroffen, und vielleicht schon die Lieblingsfarbe gefunden. Die Farbe ist überhaupt die Schlüsselfrage des markanten Designs des neuen

19 SCHWERE KLASSE l FAHRZEUGE Gestartet wird per Knopfdruck Hightech wo man hinsieht: Das Actros Cockpit ist einwandfrei gelungen, alle Bedienelemente sind genau dort, wo man sie sucht, die Druckpunkte jedes Schalters optimal gewählt und die großen Lenkstockhebel liegen perfekt in der Hand Sterns. Das Rot unseres Testwagens kontrastiert ganz gut mit den schwarzen Löchern des Kühlergrills, der dunklen Scheibe und dem tief liegenden Maul, das zusätzlich Luft zum Kühler schaufelt. Noch intensiver wird das Spiel mit den dunklen Elementen je heller die Lackierung wird, also Silber und Weiß stehen ihm recht gut. Hingegen bei Schwarz kommt praktisch nur noch der große Mercedes-Stern zur Geltung. Das mit 2,30 Metern schmälere Stream- Space Fahrerhaus macht seinem Namen alle Ehre und unterstreicht das dynamische Design des Actros zusätzlich, das mit der großflächigen Seitenverkleidung und den aerodynamisch wertvollen Windabweisern vollendet wird. Ebenfalls ein wesentlicher Punkt der Aerodynamik des Actros ist seine verstellbare Abdeckung des Kühlergrills, die nur Luft durch den Kühler schickt, wenn diese auch tatsächlich benötigt wird. Im Normalfall bleiben die Lamellen geschlossen und leiten die Luft aerodynamisch optimal links und rechts am Fahrzeug vorbei und nicht durch den Motorraum hindurch. Eine absolute Spezialität, die man von außen leider kaum sieht, in dieser Form aber einzigartig am Markt ist. Vor dem Einstieg führen wir mit dem Multifunktionsschlüssel noch schnell die Abfahrtskontrolle durch, ehe wir über vier bequem abgestufte Tritte, plus einen weiteren kleinen Schritt ins Fahrerhaus selbst, den Aufstieg bewältigen. ANGEKOMMEN Kaum ist man oben angekommen, geht die Designdiskussion in die nächste Runde. Technik affine Fahrer fühlen sich in dem coolen Style Line Fahrerhaus sofort wohl. Gerade Linien, viel Silber und Chrom, Armaturen, die einer Schweizer Armbanduhr Konkurrenz machen, sowie die zeitgemäße Schlüsselaufnahme und der schlichte Startknopf lassen das Herz höher schlagen und zeigen an, dass es sich hier um ein Arbeitsgerät für Profis handelt. Ebenfalls sofort fällt der ebene Fah- TECHNISCHE DATEN Sehr übersichtlich sind auch die Uhren mit einem zentralen Display, das hier gerade den Arbeitsbereich des vorausschauenden Tempomaten Predictive Powertrain Control anzeigt. Die grünen Ziffern +4 und -6 geben den Geschwindigkeitsbereich an, mit dem PPC oberhalb bzw. unterhalb der gesetzten Geschwindigkeit arbeiten darf um möglichst viel Kraftstoff zu sparen rerhausboden ins Auge sowie die großzügigen Platzverhältnisse zwischen den Sitzen, die sich durch den hochklappbaren Beifahrersitz nochmals erweitern lassen. Mehr als ausreichend ist bereits im StreamSpace Fahrerhaus die Stehhöhe mit 197 Zentimetern zwischen den Sitzen. Das obere Komfortbett mit 750 mm Breite und zwei Metern Länge punktet in erster Mercedes-Benz Actros 1845 LS 4x2 SZM n Kabine: StreamSpace L-Fahrerhaus, 2,30 m, ebener Boden n Motor: OM471 LA, R6-Motor, Euro 6 SCR, cm³, 330 kw/449 PS bei U/min, Nm bei U/min n Getriebe: Mercedes PowerShift 3, 12 Ganggetriebe G , Übersetzung 14,93 1,00 n Achsübersetzung: i = 2,61 n Reifen: VA: 355/50 R 22,5; HA: 315/70 R 22,5 n Bremsen: Scheibenbremsen rundum mit EBP, ABS, ASR, aufgeladene Dekompressionsbremse, Sekundär-Wasser-Retarder n Gewicht: kg Dieselgas/LPG/Autogas FLAGA Dieselgas sparen beim Fahren Dieselgas für LKWs LPG (Betriebs-)Tankstellen Autogas für Flotten, Taxis und Individualverkehr FLAGA Gmbh, 2100 Leobendorf bei Korneuburg, Flagastraße 1, Tel , aga.at, www. aga.at

20 FAHRZEUGE l SCHWERE KLASSE Das absolut auffälligste Merkmal des neuen Actros ist sein riesiger, gelochter Kühler LOSGEFAHREN Jetzt aber zum entscheidenden Kriterium eines Österreich-Tests dem Fahren! Schon kurz nach dem Start fällt auf, dass der OM 471 in seiner Euro 6-Ausführung besonders leise im Stand vor sich hinsäuselt. Lösen wir also die Feststellbremse per kühlem Hebel im Armaturenbrett, drehen das kleine Wahlrad am rechten Lenkstockhebel auf D und legen los. Die Übersicht ist gut, Sitzposition optimal und das weit verstellbare Lenkrad genau da, wo man es haben will. Die Powershift 3 arbeitet präzise, überspringt Gänge und bringt uns in Kombination mit der ansprechenden Leistung von 330 kw/ 449 PS des 12,8 Liter großen Reihensechszylinders trotz 40 Tonnen Gesamtzuggewicht zügig auf Geschwindigkeit. Gleich bei der Autobahnauffahrt in Auhof auf die A1 Richtung Westen spürt man die Nm Drehmoment, die ordentlich Schub an die Hinterachse liefern. Die Motorelektronik steigert das maximale Drehmoment im 12. Gang noch um weitere 200 Nm um unnötige Schaltvorgänge in Steigungen zu verhindern. Ein Tropfen auf den heißen Stein? Weit gefehlt, einige knackige Anstiege, die normalerweise nach dem 11. Gang verlangen, werden locker im 12. genommen. Gerade in Kombination mit dem Tempomaten PPC, der ja vor Anstiegen zusätzlich noch die Geschwindigkeit anhebt, um mit möglichst viel Schwung in den Berg zu gehen, stimmt das Paket perfekt zusammen. Den knackigen Anstieg am Knoten Zusätzliche Bewegungsfreiheit schafft die hochklappbare Sitzfläche des Beifahrers Der Beifahrerraum dient als Büro oder Essplatz Auch die Sitze des Actros haben ein neues Design verpasst bekommen, leider hat man es wieder verabsäumt die Sitzfläche für den Langstreckengebrauch auszulegen. Hier könnte man sich an fast allen Mitbewerbern ein Beispiel nehmen Linie durch die 110 mm dicke Multizonen- Kaltschaummatratze, auf der wir ja bereits in Spanien und Frankreich das Vergnügen hatten. Zahlreiche Ablagen und Staufächer im Armaturenbrett, den Türen, überkopf oder auch unter dem Bett organisieren die zahlreichen Dinge des persönlichen Bedarfs und bieten bereits in diesem schmäleren Fahrerhaus genügend Platz auch im internationalen Fernverkehr. Wer es etwas geräumiger haben will, bestellt die 2,5 Meter breite Kabine. Hervorragend hingegen ist die kompakte Anordnung der zahlreichen Einstellmöglichkeiten Steinhäusl nimmt der Actros zum Beispiel mit guten 71 km/h im 10. Gang. Gerade im Betrieb mit PPC wird die Fahrt extrem entspannt Beschleunigen, Rollen, Bremsen, Rollen, Beschleunigen alles geht so mühelos und fließend ineinander über, dass man sich tatsächlich nur noch auf den Verkehr und das Lenkrad konzentrieren muss. Kaum einmal, dass man den Tempomaten vor dem PPC manuell in die Pause geschickt hätte, um die nächste Talfahrt noch früher und vor allem ohne Treibstoffeinsatz zu beginnen. Ebenso zur Entspannung trägt die neue Richtungsstabilität des Actros bei, die vor allem im Vergleich zum bewährten MP3 eine neue Dimension an Präzision bekommen hat, allerdings im Wettbewerbsumfeld immer noch nicht die absolute Spitze markiert. Die Entspannung wird leider durch ein großes Manko getrübt, das uns schon bei den allerersten Testfahrten mit den Daimler Vorständen in Spanien aufgefallen ist, wo wir es aber noch auf die Vorserie geschoben haben: die Sitze. Zahlreiche Verstellmöglichkeiten, Lendenunterstützung, Seitenführung etc. wären eigentlich die perfekten Voraussetzungen für eine gelassene Ausfahrt über mehrere Tage und tausende Kilometer. Doch weit gefehlt, denn bereits nach dem anspruchsvollen Anstieg auf den Semmering und der daraufhin folgenden langen Abfahrt Richtung A9 machen sich erste Druckstellen am Sitzfleisch bemerkbar. Man könnte meinen, dass der Schreibtischtäter und Tastaturakrobat hier vielleicht überempfindlich reagiert, steht aber mit seiner Empfindung nicht allein da

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