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1 4,50 I FR. 9,00 E-COMMERCE I ONLINE-MARKETING I TECHNIK INTERNET WORLD Business AUSGABE 9/ APRIL 2014 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL TUEL Alibaba geht an die Börse Wie der Web-Gigant aus China wirklich tickt S. 20 Apple Die iwatch soll es richten Apple steht unter Druck: Zwar verdiente der Konzern im ersten Quartal 2014 mit 10,2 Milliarden US-Dollar rund dreimal so viel wie Google doch Analysten sind verschnupft, sie vermissen im Sortiment The next big thing aus Cupertino. Die Apple iwatch fürs Handgelenk könnte bereits Anfang Juni auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco gezeigt werden und wird sicher anders aussehen als diese Studie eines freien Designers. Top 10 der Mode-Websites Besucher der Traffic-stärksten Webseiten von Bekleidungshändlern in Deutschland in Mio. Zalando H&M 3,6 7,3 Foto: istock / Samarskaya Migranten als Zielgruppe Unbekannte für die Werbung 7,6 Millionen Ausländer leben in Deutschland. Viele von ihnen sind jung, kaufkräftig und nutzen das Internet vergleichweise intensiv. Dennoch erreicht die Werbebranche diese Menschen kaum S. 22 Das neue Gesicht von Google Mit massiven Investitionen verändert sich der Suchmaschinenkonzern radikal ls Amazon im Dezember 2013 ein A Video von einer Helikopterdrohne veröffentlichte, die ein Paket auf dem Luftweg ablieferte, schmunzelten viele Beobachter ob des vermeintlichen PR-Gags. Jetzt hat Google den Flugdrohnenhersteller Titan Aerospace übernommen und niemand lacht. Denn Google rüstet auf: Sieben Firmen aus dem Segment Industrie- und Militärroboter kaufte der Suchmaschinenkonzern allein im Dezember Dazu kamen in den letzten Monaten mehrere Unternehmen aus dem Bereich künstliche Intelligenz (KI). Der Heimautomatisierungs-Spezialist Nest war Google über drei Milliarden Dollar wert weltbekannte Robotik- und KI-Experten wie Raymond Kurzweil und Online-Payment ne-payment So zahlt Deutschland S. 32 Sebastian Thrun gehören inzwischen zum Top-Management in Mountain View. Das selbst fahrende Google-Auto, einst als persönliche Spielerei der Firmengründer belächelt, ist so gut wie serienreif. Hinter all diesen Aktivitäten steht ein Plan: Google möchte immer mehr in den Alltag der Menschen vordringen, ein Teil von ihm werden. Welche Strategie der Konzern dabei verfolgt, lesen Sie ab Seite 8. E-Commerce Online-Marketing Technik Foto: istockphoto o / Franck-Boston Anzeige Der Stellenmarkt für Internet-Fachkräfte S. 43 oder unter internetworld.de/stellenmarkt Atlas heißt dieser Militärroboter von Boston Dynamics, einer Google-Akquisition Bonprix Deichmann 1,6 Esprit 1,4 Mirapodo 1,1 Ernsting s Family 0,9 Nike 0,9 Fashion ID 0,8 Limango 0,8 2,9 Uneinholbar scheint der Vorsprung, den Mode- Retailer Zalando beim Traffic vor seinen Wettbewerbern im Netz hat Kunde sucht Erlebnis Die Einkaufswelt im stationären Flagship-Store einer Marke ist oft viel faszinierender als beim Pendant im Web. Doch manche Hersteller schaffen es, ihr Image auch online zu erhalten. S. 18 Whats App: Kein Facebook-Knick Auch nach der Übernahme durch Facebook wächst die weltweite Zahl der Whats-App-Nutzer ungebrochen weiter 100 Mio. 200 Mio. Schöne neue Fernsehwelt Flimmerkiste war gestern die jungen Zuschauer findet man bei Youtube & Co. Medienkonzerne reagieren auf das nonlineare Nutzungsverhalten und investieren in den Web-TV-Markt. S Mio. Offline nach online kopiert Der Nahrungsmittelkonzern Unilever spricht seine Gastro-Kundschaft im Web an ohne dabei seine Großhändler aus dem Geschäft zu drängen. Eine innovative Shop-Lösung macht es möglich. S. 34 INTERNET WORLD Business 9/14 September 2013; Unique Visitors via PC; Internetnutzer ab 6 Jahren. Quelle: Comscore / Statista Oktober 2012 April 2013 April 2014 INTERNET WORLD Business 9/14; Quellen: BI Intelligence Estimates, Whats App Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

2 Die neue For Digital Professionals E-COMMERCE MOBILE ONLINE MARKETING SOCIAL MEDIA TECHNIK SERVICE internetworld.de

3 INHALT 28. April /14 INTERNET WORLD Business 3 Inhalt SCHWERPUNKT Google rüstet auf Der Internet-Gigant verändert sein Gesicht 8 E-COMMERCE Alle gegen Zooplus Der hart umkämpfte Online-Heimtiermarkt 14 Kunde sucht Erlebnis Webshops, die inspirieren 18 Web-Gigant im Reich der Mitte Alibaba nimmt Kurs auf den Westen 20 ONLINE-MARKETING Unbekannte für die Werbung Marketer vernachlässigen die Migranten 22 Schöne neue Fernsehwelt Medienkonzerne investieren in Web-TV 24 Rekordwerte für Online Online-Spendings überholen TV in den USA 25 Hilfe für Social-Süchtige Coke lenkt den Blick aufs Wesentliche KNOW-HOW Serie, Teil 2: Erfolg mit Google Analytics Analytics weiter gedacht 30 TECHNIK So zahlt Deutschland Der Payment-Markt im Überblick 32 Offline nach Online kopiert Unilever integriert Großhandel im Web 34 Industrie glaubt an Cloud-Boom Kaum Investition in webbasierte Software 35 ERP-Lösung plus Shop Sage und epages präsentieren Webshop 36 RUBRIKEN Update 4 Pro & Contra: Ist der TKP überholt? 12 Dienstleisterverzeichnis 38 Personalien 42 Termine 42 Stellenmarkt 43 Impressum 44 Meinung: Big Data ist kein Buzzword 46 In eigener Sache Die digitalen Kanäle sind auch für B2B-Unternehmen unverzichtbar. Doch Online-Marketing funktioniert für den B2B-Sektor völlig anders als für Konsumenten. Die richtige Heransgehensweise vermittelt die Online B2B Conference. Die Fachkonferenz findet am 1. und 2. Juli im Münchner Lenbachpalais statt. Zwei Tage dreht sich alles um die Themen Online, Mobile und Social für den B2B-Sektor. Namhafte Experten zeigen, welche Online-Marketing- Strategien sie in ihren Unternehmen umsetzen. Best Practices aus den Online-Disziplinen SEO & SEA, -Marketing oder Leadgenerierung stehen ebenso auf der Agenda wie Impulsvorträge zu Content Marketing und Social Media im B2B-Segment. Mit dabei sind unter anderem Referenten von Apetito, Festool, Infineon, Krones, Lufthansa, Roland Berger, Siemens, T-Systems und Vattenfall. Die Fachkonferenz richtet sich an Marketingleiter, Online-Marketing Manager, E-Commerce-Leiter und Geschäftsführer aus mittelständischen Firmen und Großunternehmen mit B2B-Fokus. Foto: Fotolia / Violetkaipa Foto: Fotolia / Fotowebbox Foto: Fotolia / Christian Müller Leser der INTERNET WORLD Business erhalten mit dem Code OBC14iwb vergünstigte Tickets zum Preis von 750 statt 890 Euro (zzgl. MwSt). Weitere Informationen und Anmeldung unter Social Media Facebook: facebook.com/internetworld.de Google+: internetworld.de Newsletter: Menschen in diesem Heft Rasmus Giese Geschäftsführer von United Internet Media, wehrt sich gegen die These, der TKP sei überholt. Er hält ihn für das einzige Abrechnungsmodell, das Branding-Wirkung und crossmediale Vergleichbarkeit berücksichtigt. 12 Kai Hudetz Leiter des Instituts für Handelsforschung (IFH), glaubt, dass im hart umkämpften Online-Heimtiermarkt nur die Unternehmen überleben können, die beim Preis, der Leistung oder in einer Nische führend sind. 14 Cornelia Schmid Project Manager Intelligence bei Brainagency, beklagt, dass in den verfügbaren Markt-Media-Studien zu wenig differenziert nach dem Migrationshintergrund der Zielgruppen gefragt wird. 22 Simon Thun Chief Strategy Officer bei Saatchi & Saatchi Deutschland, ist überzeugt, dass Bewegtbildinhalte künftig zunehmend von Web-TV-Anbietern und weniger von Medienkonzernen bereitgestellt werden. 25 Martin Brahm Online Marketing Manager bei Unilever Food Solutions, erzählt, wie die B2B-Tochter des Lebensmittelkonzerns das indirekte Vertriebsmodell über den Großhandel ins Internet übertragen hat. 34 Klaas Bollhoefer Chief Data Scientist bei The unbelievable Machine Company, ist davon überzeugt: Wer Big Data jetzt verschiebt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit in Zukunft der Letzte, der davon profitiert. 46

4 UPDATE 4 INTERNET WORLD Business 28. April /14 McDonald s macht mobil: Die Fastfood-Kette tüftelt an einer europaweiten Smartphone-App für Gutscheine. Die Nutzer können Vorlieben angeben, die Coupons werden darauf zugeschnitten. Auch das Wetter vor Ort soll sich auf die Auswahl der Gutscheine auswirken. App für Snacks Bislang bietet McDonald s in Deutschland nur eine App mit Restaurant- Locator an Neue Optik: Das Portal Meinestadt.de wurde einem grundlegenden Relaunch unterzogen. Wichtigste Neuerung: Durch Responsive Design passen sich die Seiten jetzt dem Smartphone an. Für lokale Werbekunden gibt es neue Werbeformate, z. B in Shopping-Guides. Relaunch Neue Funktionen und eine frischere Optik sollen die Reichweite weiter steigern Q&A Christin Schmidt, Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Ist Ostern für den E-Commerce das neue Weihnachten? Das Osterfest wirkt sich positiv aus. Zu diesem Anlass werden allerdings eher kleine Präsente gekauft, mit denen man die Familie und die Kleinen überrascht. Besonders beruflich stark eingebundene Personen oder junge Familien kaufen ihre Präsente gern und immer verstärkter im Netz. Welche Warengruppe hat am meisten profitiert? Besonders Lebensmittel konnten zum Osterfest im E-Commerce punkten. Delikatessen, Pralinen sowie Wein und Spirituosen wurden gern bestellt. Auch Spielwaren, Bücher und Kosmetikartikel wurden gern verschenkt und geordert. GEOLOCATION Facebook zeigt, wo die Freunde sind Nearby Friends -App: Auch für Werbungtreibende interessant Zwei Jahre hat die Entwicklung gedauert. Nun hat Facebook am Osterwochenende seine Geolocation-Option eingeführt. Damit können Mitglieder erkennen, wo sich gerade ihre Freunde aufhalten vorausgesetzt, auch diese haben die Funktion aktiviert. Die Nearby Friends -App zeigt auf einer Karte an, wo sich die Freunde gerade befinden. Wie andere Facebook-Features auch, ist die Software lernfähig. Die App registriert, an welchen Orten man sich gern aufhält, und wo man die meiste Zeit verbringt. Das wiederum ist für die Werbewirtschaft sehr interessant, die damit gezielt die User ansprechen kann. Nearby Friends ist vorerst nur in den USA verfügbar, soll aber nach und nach weltweit eingeführt werden. (hvr) Foto: Unternehmen QUARTALSZAHLEN Mobile bereitet Google Probleme Die zunehmende Nutzung von Smartphones und Tablets macht Google zu schaffen. Bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen zeigte sich, dass das Geschäft mit den Werbeerlösen schwieriger wird. Denn Werbungtreibende zahlen für einen Klick auf eine Werbeanzeige auf den kleinen, mobilen Bildschirmen weniger als auf dem PC, teilweise nur die Hälfte. Dadurch verdient Google an einem Klick auch immer weniger: Die Erlöse pro Klick gingen im Schnitt um neun Prozent zurück. Google hofft jetzt, dass die Suchfunktionen und die Darstellung auf den Screens der mobilen Geräte immer besser werden. Das Geschäft könnte trotzdem schwieriger werden, denn Medienberichten zufolge verhandelt der Internet-Konzern Yahoo gerade mit Apple. Yahoo will Google als vorinstallierte Suchfunktion auf iphone und ipad verdrängen. Sollte dies gelingen, würden Millionen Suchanfragen bei der Konkurrenz landen. Insgesamt verdiente Google im abgelaufenen Quartal trotzdem 3,45 Milliarden US-Dollar so viel wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz lag bei 15,4 Milliarden Dollar. (hvr) QUARTALSZAHLEN Netflix bereitet Start in Deutschland vor Derzeit verdichten sich Hinweise, wonach Netflix im September auch in Deutschland starten wird. Der Online-Streaming- Dienst ist bislang nur in den USA und einigen europäischen Ländern wie England, Irland und den Niederlanden zu empfangen. Er bietet dort den Usern die Möglichkeit, für eine monatliche Gebühr von etwa acht Euro aus House of Cards: Die Serie brachte Netflix viele neue User rund Filmen und Serien auswählen zu können. Seit 2013 produziert der Video-on-Demand-Anbieter Filme auch selbst, darunter die weltweit hochgelobte Politserie House of Cards mit Kevin Spacey. Solche Film-Highlights gelten auch als Grund dafür, dass die Kundenzahlen von Netflix kontinuierlich steigen. Weltweit hat der Anbieter 48 Millionen Abonnenten, Foto: Unternehmen allein in diesem Jahr kamen vier Millionen neue User hinzu. Bislang war es in Deutschland nur sehr eingeschränkt und mit technischen Tricks möglich, Netflix zu nutzen. Dies könnte sich ab Spätsommer nun ändern. (hvr) MOBILE SHOPPING Gap investiert 300 Millionen Die Modemarke Gap hat die Umrisse ihrer künftigen Digitalstrategie skizziert. Danach will der Textileinzelhändler aus Kalifornien in den nächsten drei Jahren rund 300 Millionen US-Dollar in Online investieren. Im ersten Schritt soll die Website auf Responsive Design umgestellt werden, damit sich der Online-Auftritt an sämtliche Screen-Größen anpasst. Im Anschluss soll das Mobile Business nach und nach ausgebaut werden. Es gehe darum, die zunehmende Nutzung des mobilen Internets zu monetarisieren, sagte Art Peck, Digital- Manager bei Gap, anlässlich eines Meetings mit Investoren. So sollen Kunden ab Juni in über Gap und Banana Republic Stores Produkte reservieren können. Zudem will Gap mit personalisierten Kundenangeboten experimentieren und dadurch das Online-Shopping über das Smartphone attraktiver machen. Auch die Lieferung ge- Fuelband geht die Luft aus Milliardensprung Der Sportartikler Nike will keine Wearables mehr produzieren. Dies bedeutet auch das Aus für das Fitness-Armband Fuelband. Die Gründe: Das Band verkaufte sich nicht besonders gut. Zudem gehört die Entwicklung von Fitness- Trackern nicht zum Kerngeschäft. Nike will die Entwicklung der Hardware seinem Kooperationspartner Apple überlassen. Die deutschen Fullservice-Internet- Agenturen haben im Geschäftsjahr 2013 erstmals über eine Milliarde Euro Honorarumsätze erlöst (1,055 Mrd.). Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter stieg auf , das ist ein Zuwachs von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Pro-Kopf-Umsatz lag im Schnitt bei Quelle: BVDW

5 INTERNET WORLD Business 5 Passende Sprüche: Jubelnde Fußball-Fans, eine schwangere Frau, ein verliebter Mann der Online-Händler Spreadshirt gibt sich bei seiner neuen TV-Kampagne emotional. Der Werbespot zeigt Menschen, die in ganz besonderen Momenten T-Shirts mit den dazu passenden Aufdrucken tragen Der TV-Spot von Spreadshirt soll auch im Web gepusht werden Die perfekte E-Commerce-Komplettlösung. wünschter Artikel in bestimmte Filialen soll bald möglich sein. Mit den Maßnahmen will Gap auch zu den Modeketten H&M und Forever 21 aufschließen, die für ihre junge Klientel ebenfalls mobiles Shopping forcieren. (hvr) Modemarke Gap: Viel Geld für den mobilen Shopper VERKAUFSGERÜCHTE Unister dementiert: Kein Verkauf geplant Die Internet-Firma Unister soll offenbar doch nicht verkauft werden. In einer Pressemitteilung haben Gesellschafter und Geschäftsführung entsprechende Spekulationen dementiert. Das Unternehmen, das Plattformen wie Ab-in-den-urlaub.de, Fluege.de oder Geld.de betreibt und vermarktet, befinde sich gerade in einer Restrukturierungsphase und solle für weiteres Wachstum fit gemacht werden, heißt es. Bereits in der Vergangenheit habe 28,5 % Ich konnte nicht mit der gewünschten Zahlungsart bezahlen Bestellvorgang war zu kompliziert, unübersichtlich Foto: Unternehmen Häufigster Abbruchgrund bei Online-Käufen: fehlende Zahlungsart 9,8 % 9,8 % Lieferkosten waren zu hoch Der Bezahlvorgang stellt beim E-Commerce eine Hürde dar INTERNET WORLD Business 9/14 Quelle: W3B Report. Basis: Webnutzer man Partner gesucht und werde dies auch in Zukunft tun. Dass es in einem solchen Prozess zu Medienspekulationen komme, sei nicht ungewöhnlich, ändere aber nichts an der Tatsache, dass Unister nicht zum Verkauf stehe, so die Mitteilung. Die Deutsche Türkei Zeitung hatte berichtet, dass die Bilanzzahlen von Unister für 2012 noch ausstehen. Nach dem Gesetz ist die Frist Ende 2013 abgelaufen. Auch die Unister-Tochter Opernpark Center GmbH in Leipzig blieb ihre Bilanzen für die Jahre 2009, 2010 und 2012 bis heute schuldig. Das Unternehmen soll auf einem Grundstück schräg gegenüber der Leipziger Oper die neue Unister-Zentrale mit Quadratmetern Nutzfläche errichten. Der Baubeginn wurde schon mehrfach angekündigt, die Gesellschaft war aller dings zum Jahresende 2011 bilanziell mit zwei Millionen Euro überschuldet. Laut Deutsche Türkei Zeitung hat das zuständige Bundesamt für Justiz die fehlenden Bilanzen inzwischen offiziell angemahnt und Ordnungsgelder angedroht. Dies bestreitet Unister allerdings gegenüber INTER- NET WORLD Business. Laut einer Pressemitteilung aus diesem Jahr schrieb das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 einen Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe. (dz/hvr) Social Media beim Europawahlkampf 95 von 99 Abgeordneten nutzen Social Media 82 nutzen Facebook 51 haben eine Facebook-Fanseite 62 nutzen Youtube 60 nutzen Twitter 24 nutzen Google + 24 AMAZON-SMARTPHONE Telefonieren ohne Touch Tech-Seite BGR: Erste Bilder des Amazon-Smartphones Jüngsten Branchengerüchten zufolge wird der Internet-Riese Amazon bereits im Juni sein neues Smartphone vorstellen. Der Verkauf ist offenbar ab September geplant. Die US-Tech- Seite BGR zeigt zudem erstmals ein Bild des neuen Smartphones, das einige bahnbrechende Funktionen haben soll. Die Site berichtet, dass das Handy über vier infrarotgesteuerte Kameras verfügt, die den Neigungswinkel des Kopfes zum Handydisplay berechnen und daraus 3-D-Effekte ableiten. Zudem werden Apps und Navigation des Phone nicht mehr über Touch oder Wischen, sondern vor allem über die Neigung des Geräts gesteuert. Wird beispielsweise eine App genutzt, erhält der User weitere Infos, wenn er das Handy bewegt. (hvr) INTERNET WORLD Business 9/14 Quelle: Pluragraph; Basis: 99 deutsche Europa-Parlamentarier Facebook ist den deutschen Abgeordneten in Straßburg vertraut, Twitter eher weniger 95 Foto: Screenshot Multichannel / Webshop Warenwirtschaft / Statistik Logistik / Fulfillment Payment / Faktura Cloud Hosting Softwarewartung Support / Beratung CRM Besuchen Sie uns. Auf den Shopware Community Days vom Mai 2014 in Ahaus!

6 UPDATE 6 INTERNET WORLD Business 28. April /14 World Wide Web Start-up Zimmerpflanzen oder die Balkonbegrünung: Start-ups liefern die Zutaten, erinnern an die Pflege, sorgen für Nachschub und zeigen, wie Kundenbindung geht. NEW YORK / USA Techcrunch Disrupt mit Hackathon vom 3. bis 7. Mai Am ersten Wochenende im Mai lädt das Tech-Blog Techcrunch zunächst Hacker und Programmierer ins Manhattan Center. Ab 5. Mai dann kommen Gründer dort mit Investoren zusammen. Aus ihren Reihen werden am 7. Mai sechs Startups mit dem Disrupt Cup ausgezeichnet und dürften noch besser mit Geldgebern verhandeln können. (vs) PEKING / CHINA Jumei drängt an die Börse Börsenkandidaten aus China: Vor Alibaba zieht es Jumei an die Wall Street. Der Coupon-Anbieter hat gerade den Börsenprospekt vorgelegt: Danach werden mit Coupons in China rund 10 Mrd. US-Dollar pro Jahr umgesetzt. Jumei erreichte 2013 mehr als 10 Mio. Käufer, erzielte Nettoerlöse von 483 Mio. und einen Gewinn von 25 Mio. US- Dollar. 49 Prozent der Bestellungen gehen mobil ein. (vs) Bunte Blumen auf dem Balkon, Farne, Ficus oder Drachenbaum in Büro und Wohnzimmer gleich drei Start-ups widmen sich dem Leben mit Pflanzen: Uns gingen ständig Pflanzen ein, weil wir das Gießen vergaßen oder zu viel Wasser gaben, beschreibt Philip Ehlers den Beginn von Evrgreen.de. DUBLIN / IRLAND Facebook will Bank werden https://www.facebook.com Evrgreen.de liefert Zimmerpflanzen und erinnert an Pflege Inzwischen liefert das Start-up Töpfe, Blähton und Pflanzen für Hydrokulturen. Per Mail und bald per App werden die Besitzer ans Gießen und Düngen erinnert. Die Mail ist wichtig, denn das Düngen wird oft vergessen, so Ehlers, und wir steuern damit weitere Verkaufsaktivitäten aus. Für seine effizienten Strukturen wurde Evrgreen 2013 mit dem Kopf schlägt Kapital -Gründerpreis ausgezeichnet. Wer auf dem Balkon Blumen oder Kräuter ziehen will, dem liefern Etagen-Erika.de oder Blumenkastenversand.de zum Blumentopf die Erde und passende Pflanzen frei Haus. Etagen-Erika bietet regionale Pflanzen, die auch den Winter überstehen. Der Blumenkastenversand setzt auf den Wechsel: Im Folgejahr kommt ein neuer Kasten mit Blumen und die gebrauchten Töpfe werden fürs kommende Jahr eingelagert. (vs) Google hat eine, Facebook will sie nun auch: eine Banklizenz, um das lukrative Feld der Finanzservices beackern zu können. Facebook hat sie gerade in Irland beantragt. Das ist Trend: Immer mehr Online-Konzerne arbeiten an Bezahlsystemen oder neuen Online-Finanzservices. Die Konkurrenz zu den Banken wächst. Für den Austausch zwischen Konten werden die Geldinstitute nach wie vor gebraucht. Aber wie lange eigentlich noch? (vs) MOBILE COMMERCE Nachholbedarf beim mobilen Shop-Design Große deutsche Online-Shops erfüllen zum Teil wichtige Basisanforderungen für Mobile Commerce noch nicht. Gerade bei der Fingerfreundlichkeit, der geräteübergreifenden Nutzung und bei Serviceangeboten besteht häufig Nachholbedarf. Das haben das E-Commerce-Center (ECC) Köln und die Bonner Agentur Anstrengungslos in ihrer Studie Mobile Web Commerce Benchmark herausgefunden. Sie untersuchten die mobilen Auftritte von zehn großen Online-Shops, darunter Amazon, Baur, Cyberport, Esprit und Tchibo. Für die Smartphone- Usability-Studie wurden 158 Kriterien in sechs Untersuchungsfeldern definiert. Nur drei mobile Auftritte, die Shops von Baur, Zalando und H&M, erreichten in der Geräteklasse Smartphones zufriedenstellende Beurteilungen. Typische Probleme sind zu kleine, zu dicht platzierte Bedienelemente, unzureichende oder abgeschnittene Produktinformationen oder Warenkörbe, die nicht geräteübergreifend nutzbar sind. Obwohl die Tablet-Nutzung stetig steigt, sind Shops, die für Tablet-Bildschirme optimiert sind, noch selten, lautet ein weiteres Studienergebnis. (is) AMAZON WASHINGTON D.C. / USA In den USA droht Ende der Netzneutralität US-Konzerne könnten künftig Internet-Inhalte gegen Aufpreis schneller durch ihre Netze leiten. Das würde das Ende der Netzneutralität in den USA bedeuten. Eine entsprechende Änderung der Regeln zur Netzneutralität hat die Telekommunikationsaufsicht FCC angekündigt. Bislang werden Daten in den Vereinigten Staaten gleich behandelt, zumindest auf der letzten Meile. Diese Praxis würde damit gekippt. Am 15. Mai will die FCC die neuen Regeln formell verabschieden. (vs) Mit Produktanzeigen gegen Google Google hat sie schon lange jetzt führt auch Amazon Produktanzeigen ein. Verkäufer können Pay per Click: Amazon bietet Händlern Produktanzeigen damit Produkte auf externen Webseiten direkt auf Amazon.de bewerben. Die Werbung wird bei den Suchergebnissen, auf den Produktdetailseiten und bei den Produktempfehlungen angezeigt, wann immer Besucher des Marktplatzes nach entsprechenden Stichworten suchen. Bezahlt wird nach dem Cost per Click - Modell. Je nach Produktkategorie unterscheiden sich die Preise. So zahlen Händler etwa für die BERLIN / DEUTSCHLAND 5. bis 8 Mai: Next und Republica Am 5. Mai startet die Berliner Woche für Onliner: Während der Ideenmesse Next präsentieren Gründer und Unternehmen im Congress Center ihre Einfälle für den digitalen Alltag. Ab 6. Mai diskutieren Netzaktivisten in der Station Kreuzberg Überwachungstechniken und den Schutz von Freiheiten im Internet. (vs) Kategorie Baumarkt zwischen 10 und 75 Cent, die Preisspanne in der Kategorie Musikinstrumente liegt zwischen 18 und 29 Cent und für Bürobedarf & Schreibwaren werden zwischen 11 und 83 Cent fällig. (tdz) DMEXCO Digitalgeschäft auf Quadratmetern Die Anmeldefrist für die Dmexco 2014 läuft am 30. April aus. Der Platz auf der Leitmesse für digitale Medien ist bereits knapp. Über 580 Aussteller aus dem In- und Ausland haben nach Angaben des Veranstalters Koelnmesse bereits gebucht. Insgesamt rechnet die Dmexco mit einer Belegung von über Quadratmetern in drei vollständig ausgelasteten Hallen. (vg)

7 Facelifting: Rund 24 Millionen Euro hat das neue Hightech- Studio der Tagesschau gekostet. Mit ihm nähert sich die Nachrichtensendung den Sehgewohnheiten der jüngeren Zuschauer an, die vom Internet geprägt sind: Icons und dazu ein Welthintergrund, der an Facebook erinnert. Neues Studio mit einer 17 Meter breiten Medienwand, auf der dreidimensionale Effekte möglich werden EUROPAS ERSTER MAGENTO HOSTING PARTNER HUFFINGTON POST Rang 153 in den Internet Facts ZALANDO Aus für Standort Marquardt Landgericht hat nun untersagt, im Bundesland Berlin mittels der Smartphone App Uber taxenähnlichen Verkehr zu betreiben. Das Sie trat an, eine völlig neue Art von Online-Journalismus zu etablieren. Ob der Mix der deutschen Huffington Post aus Blogging und Nachrichtenjournalismus von den Lesern angenommen wird, zeigt die erste Ausweisung in den Internet Facts der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung. Demnach erreichte das Portal im Februar 1,33 Millionen Unique User. Damit landet die HuffPo auf Rang Die HuffPo wird erstmals in den Internet Facts erfasst 153 aller Online-Angebote, und auf Platz 23 der Nachrichtenportale. Weit abgeschlagen hinter Bild.de (15,26 Mio.), Focus Online (10,91 Mio.) und Spiegel Online (10,7 Mio.). Immerhin aber konnte sich die HuffPo auf Anhieb vor etablierten Angeboten wie Eltern.de und Wirtschaftswoche Online platzieren. (vg) Der Online-Modehändler Zalando wird seinen erst 2012 in Betrieb genommenen Standort in Marquardt bei Potsdam zum Jahresende schließen. 50 bis 80 Mitarbeiter sind davon betroffen. Ein Teil von ihnen könne an den Standorten Brieselang oder Erfurt weiterarbeiten, so ein Unternehmenssprecher. Die Schließung stehe aber nicht in Zusammenhang mit den anstehenden Betriebsratswahlen. Erst kürzlich war Zalando wegen angeblich schlechter Arbeitsbedingungen in die öffentliche Kritik geraten. Eine auf RTL ausgestrahlte Undercover-Reportage über die Arbeit in einem Logistikzentrum des Unternehmens hatte einen Shitstorm ausgelöst. (vg) UBER Vorläufiges Fahrverbot in Berlin Der Limousinenservice Uber wird in Berlin ausgebremst: Das Landgericht hat eine einstweilige Verfügung gegen das amerikanische Start-up erlassen. Die Fehde angestoßen hat Richard Leipold, Vorsitzender der Berliner Taxivereinigung (BTV). Das Berliner Taxifahrer bremsen Limousinenservice Uber in Berlin aus Start-up, so die Interpretation Leipolds, verstoße gegen das Personenbeförderungsgesetz. Zum Schutz des Taxigewerbes dürfen Limousinenservices keine Fahrgäste spontan befördern. Anders als Taxifahrer müssen diese als Mietwagenunternehmen nach jeder Fahrt wieder zum Betriebssitz zurückkehren und von dort aus neue Aufträge annehmen. (vg) NEWS ONLINE Unseren topaktuellen News- Service zu den Themen E-Commerce, Online-Marketing und Tools & Technik finden Sie unter im Netz. Dort können Sie auch unsere zweimal täglich erscheinenden Newsletter bestellen. Top-Level-Domains (TLDs) Weltweit sind derzeit Die meisten TLDs enden auf.com Es wurden rund 112 Millionen vergeben. Top-Level-Domains (TLDs) registriert. Das sind 18,5 Millionen mehr als noch vor einem Jahr..cn: Weil in China das Geschäft mit Web boomt Unter den Domain- Endungen mit Länderkennung wachsen vor allem China und Tokelau besonders stark..tk: Weil die Domain kostenlos vergeben wird Quelle: Verisign Domain Report

8 SCHWERPUNKT 8 INTERNET WORLD Business 28. April /14 Google auf neuen Pfaden Innerhalb nur eines Monats übernahm der Konzern sieben Robotik-Firmen Google will zur wichtigsten Schnittstelle des Nutzers zur Welt werden Das Unternehmen investiert verstärkt in Gesundheitsprojekte Google rüstet auf Humanoide Roboter, künstliche Intelligenz und ein weltumspannendes Netz der Such- und Werbekonzern Google verändert radikal sein Gesicht tlas ist ein harter Typ. Mit 185 Zentimeter Körpergröße entspricht er dem A Gardemaß der US Marines, und sein Gewicht von 150 Kilo ist nicht etwa die Folge ungesunder Ernährung, sondern der Tatsache geschuldet, dass sein Aluminium-/Titanskelett 14 Hydrauliksysteme, vier optische Kameras, ein Lasersystem und einen Hochleistungscomputer trägt. Der humanoide Roboter wurde von Boston Dynamics im Auftrag der Militär-Forschungsbehörde DARPA entwickelt. Im Moment testet Atlas für die US-Streitkräfte neuartige Schutzanzüge für Soldaten, doch er kann mehr: Demnächst soll er in einem Wettbewerb der DARPA zeigen, dass er Menschen bergen, Fahrzeuge besteigen und diese auch fahren kann, und zwar selbstständig. Beschuss mit leichter Munition hält Atlas schon heute aus auf einem Bein stehend, und ohne dabei umzufallen. Boston Dynamics wurde im Dezember 2013 vom Suchmaschinenkonzern Google übernommen. Steigt die Internet Company, deren Motto offiziell nach wie vor Don t be evil lautet, jetzt in die Rüstungsproduktion ein? Sieben Roboter-Firmen in nur einem Monat Daran habe man kein Interesse, hieß es in einem ersten Statement aus Mountain View, doch ein Blick in den Lieferkatalog Google-Akquisitionen seit September 2013 Flexy Core App, die Android-Devices schneller macht Schaft, Inc. Humanoide Roboter SEPTEMBER 2013 OKTOBER 2013 DEZEMBER 2013 Bump Mobile App, die Datenaustausch zwischen Handys vereinfacht Flutter Bewegungserkennungssoftware Industrial Perception Bilderkennungssysteme und Roboterarme Redwood Robotics Roboterarme

9 28. April /14 INTERNET WORLD Business 9 Wo Internet- Pioniere investieren Bezos Expeditions Mit dem Geld des Amazon-Gründers Jeff Bezos barg das Unternehmen die Motoren der Saturn-V-Rakete aus dem Atlantik, die 1969 die ersten Menschen zum Mond brachte. legte eine Flotte selbst fahrender Google-Autos 2012 unfallfrei zurück Quelle: Google Google will nicht einfach eine Firma kaufen, sie wollen ein Team, das Dinge weiter treibt. Tony Fadell, Mitbegründer Nest werden weltweit bis 2020 ans Internet angeschlossen sein, schätzt das Marktforschungsunternehmen Gartner der Google-Neuerwerbung trägt nicht gerade dazu bei, diesen Verdacht zu entkräften. Boston Dynamics baut seit Jahren Militärroboter, die bereits heute bei den US-Streitkräften eingesetzt werden, um Minen zu räumen, unbekanntes Terrain aufzuklären oder als mechanisches Muli die Ausrüstung von Soldaten durch unwegsames Gelände zu tragen. Und: Boston Dynamics ist nicht der einzige Spezialist für Menschmaschinen, den der Suchkonzern übernommen hat. In nur einem Monat kaufte Google mit Schaft, Industrial Perception, Redwood Robotics, Meka Robotics, Bot & Dolly und Holomni ein ganzes Netzwerk aus Firmen zusammen, die entweder auf den Bau von humanoiden Robotern oder auf Roboterkomponenten spezialisiert sind. Holomni zum Beispiel baut sogenannte Omniwheels, spezielle Räder, in deren Laufflächen Walzen eingebaut sind, die eine Bewegung des Rades in alle Richtungen zulassen. Industrial Perception hat Roboterarme im Programm und entwickelt außerdem Systeme zur Bilderkennung und -verarbeitung künstliche Roboteraugen also. Und Meka Robotics stattet seine Blechkameraden mit mechanischen Händen aus, die auf Druck reagieren, quasi fühlen können. Künstliche Menschen brauchen künstliche Intelligenz (KI) und auch auf diesem Feld ist der Suchmaschinenpionier bereits seit Jahren aktiv machte Google- Chef Larry Page Raymond (Ray) Kurzweil zum Director of Engineering. Eine spannende Personalie, denn der 66-Jährige gilt als einer der Vordenker der KI erfand er die Kurzweil Reading Machine, die gedruckte Texte lesen und in gesprochene Sprache verwandeln konnte. Der Autor und Futurologe, der unter anderem von US-Präsident Bill Clinton für seine herausragenden Arbeiten geehrt wurde, initiierte 2002 die Wette One long Bet : US- Dollar für den ersten, der vor dem Jahr 2029 einen Computer präsentiert, der den Turing-Test besteht (er überprüft, ob ein Computer in seinem Interaktionsverhalten einem Menschen ebenbürtig ist). Es könnte sein, dass der von Kurzweil ausgelobte Preis quasi im Haus bleibt, denn im Januar 2014 kaufte Google für 275 Millionen US-Dollar Deepmind Technologies. Die 75-Mann-Firma in London ist eine der führenden Entwicklungsschmieden im Bereich der KI. Wer den Konzern lediglich als Spezialisten für Internet-Suche und Online-Werbung sieht, hat Mühe, diese Investitionen einzuordnen. Doch der US-Autor Jeremy Wilson sieht Anzeichen für einen Fünfjahresplan, den sich der Konzern verordnet hat, seitdem Firmengründer Larry Page wieder auf dem Chefsessel sitzt. Glaubt man Wilson, verfolgt Google in den nächsten fünf Jahren folgende Ziele: 1. Die wichtigste Schnittstelle des Nutzers zur Welt werden Hier ist Google schon weit gekommen: Die Dominanz der Suchmaschine über das Internet ist erdrückend, Youtube beherrscht den Video-Kanal, mit Produkten wie Chromecast wird jetzt auch der Fernseher in Angriff genommen. Android hat sich mit einem weltweiten Marktanteil von 80 Prozent zum wichtigsten Betriebssystem für Smartphones, Tablets und Wearables entwickelt, Google-Produkte wie Maps und Google Now etablieren sich zunehmend als unverzichtbare Assistenten für den Alltag. Mit Google Glass schickt sich der Konzern an, das Thema Personal Interface auf eine neue Ebene zu heben. Und wen die Datenbrille heute schon schaudern lässt, der muss jetzt ganz tapfer sein: Bereits 2012 hat Google ein Patent angemeldet, das die Glass-Technik in eine Kontaktlinse integrieren soll. 2. Qualität und Reichweite des Internets verbessern Der Erfolg von Google basiert auf seinen zahlreichen kostenlosen Produkten, die das Internet besser nutzbar machen, angefangen bei der Suche bis hin zu Übersetzungsprogrammen, Blog-Plattformen und Cloud-Speichern. Der nächste Schritt zielt auf die Reichweite des Netzes, denn zwei Drittel der Welt sind immer noch offline. Mit dem Fibre-Programm treibt Google bereits heute die Breitbandvernetzung von Kommunen voran. Und das Projekt Loon geht noch weiter: Tausende von mit Minisendern bestückte Gasballons sollen in der Stratosphäre um die Erde schweben und so auch in entlegene Gegenden der Welt einen Internet-Zugang bringen. Eine spezielle Technik soll den Ballons kontrolliertes Steigen und Sinken ermöglichen, sodass verschiedene Luftströmungen sie dahin treiben, wo sie gerade gebraucht werden. Klingt futuristisch, aber ein Roboter, der sehen und Auto fahren kann, ist dies nicht minder. 3. Das Heim beherrschen Drei Milliarden US-Dollar legte Google für das Start-up Nest auf den Tisch. Das 280-Mann-Unternehmen, gegründet von Tony Fadell (dem Entwickler des ipod- Konzepts), hat derzeit exakt zwei Produkte im Portfolio: ein programmierbares Heizungsthermostat und einen Feuermelder beide sind via Smartphone kon- Maker Bot Industries Ebenfalls mit Mitteln aus der Bezos- Familienstiftung arbeitet einer der Pioniere im Bereich 3-D-Druck. Maker-Bot-Drucker bringen das Druckverfahren in den breiten Markt. SpaceX Elon Musk gründete das Unternehmen 2002 mit einem Teil des Erlöses aus dem Paypal-Verkauf. Heute ist SpaceX weltweit führend im Bau von Raumtransportern. Meka Robotics Humanoide Roboter Autofuss Werbung und Design Holomni Räder für Roboteranwendungen Bot & Dolly Roboter- Kamerasysteme Boston Dynamics Militär- und Industrieroboter

10 SCHWERPUNKT 10 INTERNET WORLD Business 28. April /14 Google in der Analyse Jeremy Wilson, Analyst und Autor So mancher wird sich schon auf den Tag freuen, an dem ihm Roboter im C3-PO-Style auf dem Bürgersteig begegnen, die Pakete austragen. (C3-PO hieß der golden glänzende, humanoide Roboter in Star Wars ) Rob Enderle, Tech Analyst Wofür interessiert sich Google gerade? Für so ziemlich alles, was mit Soft- oder Hardware zu tun hat. Sie investieren in Firmen, aber in den meisten Fällen geht es darum, die Mitarbeiter zu gewinnen. Frank Gillett, Forrester Research Google hat Nest gekauft, um mehr über diese Welt zu lernen, in der immer mehr Informationen zur Verfügung stehen, zu denen Maschinen einen Zugang haben. Brian Proffitt, Tech Analyst Google könnte die eigene digitale Kartensoftware mit den Home-Automation-Produkten von Nest verknüpfen und so den Grundriss einer Wohnung ermitteln. Mehr als ein Steckenpferd: Google-Gründer Sergey Brin (l.) und Larry Page (r.) mit Eric Schmidt (hinten) im Autonomous Car trollierbar und mit dem Internet vernetzt. Mit Akquisitionen wie dieser zeigt Google, dass man nicht nur die Bildschirme im Haushalt dominieren möchte, sondern auch möglichst viel vom Rest. Google Verwaltungsratschef Eric Schmidt kommentiert den Nest-Kauf mit den Worten: Wir wetten auf die Zukunft, und ich bin sehr gespannt, wie es ausgeht. Glaubt man den Marktforschern von Gartner, wartet hier ein Riesenmarkt auf seine Erschließung. Bis 2020 sollen demnach mehr als 26 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein knapp vier pro Kopf der Weltbevölkerung und auf diesen will Google in irgendeiner Form vertreten sein. Dazu zählt auch das selbst fahrende Google-Auto. Es kommt ohne Fahrer aus und darf in einigen wenig bevölkerten US-Bundesstaaten bereits auf öffentlichen Straßen fahren. Dieses Projekt wurde in der Vergangenheit oft als persönliche Spielerei der Google-Gründer abgetan, doch nach der Akquisition der Home-Automation-Firma Nest erscheint es in einem neuen Licht. Für die Projektleitung wurde kein Geringerer als Sebastian Thrun verpflichtet. Der in Solingen geborene KI-Experte leitete das Team hinter Stanley, einem Volkswagen-SUV der Stanford University, der 2005 im Rahmen der X-Challenge der Rüstungsbehörde DARPA eine Strecke von mehr als 130 Meilen durch die Mojave-Wüste zurücklegte ohne menschliche Hilfe. Nach Ansicht von Experten sind die selbst fahrenden Autos von Google nahezu serienreif. Die Fähigkeit, automatisch zu lenken, zu bremsen und Abstand zu halten, bringt heute ohnehin schon fast jedes Oberklasse-Auto mit, wenn man bei der Bestellung die entsprechenden Kreuzchen in der Ausstattungsliste gemacht hat. Über die optimale Strecke und die aktuelle Verkehrslage informiert Google Maps. Und Google sammelt fleißig Erfahrungen: Allein 2012 legten die Autonomous Cars des Konzerns mehr als Kilometer im öffentlichen Straßenverkehr zurück ohne einen einzigen Unfall. Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt wird deshalb auch nicht müde, Roboterautos als Beitrag zur Verkehrssicherheit anzupreisen. Letzte Hürde ist die Klärung juristischer und ethischer Fragen: Wer haftet, wenn das Auto einen Unfall baut und wie soll es in Echtzeit entscheiden, ob es in einer konkreten Situation lieber einen Fußgänger überfährt oder mitsamt Insassen gegen einen Baum knallt? 4. Ausweitung des Einflusses auf den Kaufprozess Hier nähern wir uns wieder dem Bereich, den wir derzeit als Googles Tätigkeitsfeld wahrnehmen: Werbung und Verkauf im Netz. Schon heute bekommen konkrete Verkaufsangebote und Produktvergleiche einen immer breiteren Raum auf der Google-Startseite. Doch die Pläne in Mountain View gehen viel weiter. So könnte in Zukunft der Klick auf ein Produkt in einer Anzeige eine Bestellung für ein kostenloses Taxi auslösen, das den kaufwilligen Konsumenten abholt und in den Laden bringt, wo er sich den gewünschten Artikel ansehen und mitnehmen kann. Das ist zwar heute noch Zukunftsmusik aber ein entsprechendes Patent hat Google bereits eingereicht. Und wenn man sich eine Flotte selbst fahrender Autos vorstellt, dann erscheint ein solcher Service auch nicht mehr unbezahlbar. Unbemannte Fahrzeuge könnten generell die Auslieferung übernehmen und Roboter wie Atlas das Paket bei Bedarf ohne Murren in den vierten Stock tragen. Dass Google das Payment via Digital Wallet und die Identifikation per Fingerprint-Sensor übernimmt, ist da fast schon eine Selbstverständlichkeit. 5. Leben verbessern und Leiden lindern Lange Zeit wurden die Aktivitäten in diesem Bereich zwischen Philanthropie der Gründer und PR eingeordnet. Eine Vorhersage über Ort, Zeit und Stärke einer drohenden Grippewelle lässt sich beispielsweise durch intelligente Auswertung der weltweiten Google-Suchanfragen erstellen: Wo viele Menschen nach Grippemedikamenten suchen, da tritt die Krankheit offenbar akut auf. Zurzeit beteiligt sich Google am Genomics Project, das Forschungsdaten über das menschliche Erbgut weltweit verfügbar machen soll investierte der Konzern 3,7 Millionen Dollar Wagniskapital in ein Start-up namens 23andme, das die ethnische Herkunft von Menschen anhand von DNA-Proben ermittelt. In jeden Bereich des Lebens eindringen Doch auch hier hat sich Firmengründer Page höhere Ziele gesetzt kündigte er Calico an ein Forschungsprojekt, das den menschlichen Alterungsprozess erforschen und damit verbundene Krankheiten heilen soll. Außerdem investierte der Konzern in verschiede Start-ups, die medizinische Diagnosen und Dienstleistungen über das Internet anbieten. Kleiner Baustein in diesem System: der Prototyp einer Kontaktlinse, die über Biosensoren aus der Tränenflüssigkeit den Blutzuckerspiegel bestimmt und die Behandlung von Diabetes verbessert. Google will sich Die biologische Evolution ist zu langsam für die menschliche Rasse Raymond Kurzweil Director of Engineering, Google Google-Akquisitionen seit September 2013 Nest Raumthermostate und Rauchmelder Impermium Internet-Sicherheit JANUAR 2014 Bitspin Alarm-App Timely Deepmind Technologies Künstliche Intelligenz

11 28. April /14 INTERNET WORLD Business 11 immer stärker in das Beratungsgespräch zwischen Arzt und Patient einbringen. Dabei dürften Produkte wie das Videoconferencing-Tool Google Hangouts, aber auch die Datenbrille Google Glass eine wichtige Rolle spielen. Google ist nicht der einzige Internet- Konzern, der auf Produktdiversifikation setzt. So ist etwa Amazon inzwischen weit mehr als ein Online-Buchhändler. Der E-Commerce- Gigant gehört zum Beispiel zu den führenden Anbietern von Cloud Services, und Amazon- Gründer Jeff Bezos investiert in vielen Bereichen: Dazu gehört der Kauf der Washington Post ebenso wie Venture Capital für den 3-D-Druck- Pionier Maker Bot. Doch kein anderer fährt einen solch allumfassenden Ansatz wie Google-Gründer Page. Für seine Vision, in alle Lebensbereiche der Menschen vorzudringen und sich damit quasi unentbehrlich zu machen, ist er ständig auf der Suche nach kreativen Köpfen. Diese Visionäre ins Boot zu holen, ist oft nur über den Kauf ihrer Unternehmen möglich. Die Diversifikation ist darüber hinaus eine Antwort auf gesättigte Märkte: In den USA und Europa stößt Googles Marktmacht zunehmend an wirtschaftliche und kartellrechtliche Grenzen und in Venture Capital wurden 2013 in US-Start-ups im Gesundheitssektor investiert Quelle: Wall Street Journal wichtigen Emerging Markets wie China und Russland haben andere, lokale Player die Nase vorn. Dazu kommt, dass das Anzeigengeschäft im Internet schwieriger wird. Zwar verdiente Google im 1. Quartal 2014 bei 15,4 Milliarden Dollar Umsatz fast 3,5 Milliarden Dollar. Doch die Gewinnsteigerung von nur drei Prozent enttäuschte die Analysten: Der Aktienkurs gab nach Bekanntgabe der Zahlen nach. Dagegen stiegen etwa die Wagniskapital-Investitionen in US-Unternehmen im Bereich Healthcare im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 8,63 Milliarden US-Dollar. Und alle sieben Roboterschmieden, die Google im Dezember 2013 übernahm, dürften zusammen kaum mehr gekostet Im Payment versprechen alle Anbieter Lösungen aus einer Hand. Aber wie viele davon haben eine eigene Bank? Als eines der führenden Unternehmen für das Payment setzt die Wirecard AG auf eine klare Positionierung: Die Kombination von Zahlungsabwicklung und Bankdienstleistungen. Weil wir über eine eigene Banklizenz verfügen, bieten wir alle internationalen Kreditkartenakzeptanzen und alle relevanten E-Cash-Verfahren an über eine einzige Plattform. Tatsächlich aus einer Hand. haben als die drei Milliarden, die der Konzern für die Nest-Übernahme ausgab oder mit anderen Worten: weniger als Google in einem Quartal verdient. Frank Kemper internetworld.de/fk Unser Portfolio Zahlungssysteme Risikomanagement Bankservices Unsere Keyfacts 20,8 Milliarden Euro Transaktionsvolumen 85 Services für Payment und Risk Management Kunden Slick Login User-Authentifizierung und Login

12 12 INTERNET WORLD Business 28. April /14 Ist der TKP überholt? PRO CONTRA Beim Tausend-Kontakt-Preis werden Nutzer abgerechnet, die das Werbemittel eventuell gar nicht gesehen haben ost per Click ist tot, ertönte vor Jahren C der Schlachtruf der Premiumvermarkter im Bereich Online. Die zunehmende Akzeptanz von Online-Werbung als Branding-Medium sowie die aufkommende Diskussion über die Customer Journey und den Wirkungsbeitrag der einzelnen Medien bis zum letzten Klick haben dazu geführt, dass die Performance-orientierte Abrechnung infrage gestellt wurde. Mit Aufkommen der Reichweitenmessung im Internet, der MA Online und den Internet Facts, etablierte sich der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) zunehmend auch in der Online- Werbung. Schließlich ist der TKP eine gelernte Währung, die traditionelle Kennzahl der Werbebranche. Er drückt aus, wie viel es kostet, um Leser, Radiohörer, Fernsehzuschauer oder Webnutzer mit einem Werbemittel zu erreichen. Der TKP macht die crossmediale Abrechnung vergleichbar. Und mit ihm wird es möglich, die Branding-Leistung abseits des Klicks zu würdigen. Ob diese Leistung jedoch tatsächlich bei den abgerechneten Nutzern angekommen ist, ob das Werbemittel wahrgenommen wurde einen Nachweis gibt es nicht. Nur zusätzliche Befragungen könnten das belegen. Foto: Fotolia / Faithie Das aber widerspricht all dem, was Online eigentlich zu leisten vermag: Im Web ist es im Gegensatz zu anderen Werbekanälen möglich, die Interaktion der Nutzer mit einem Werbemittel in Echtzeit zu messen: Klicken sie darauf? Wie lange beschäftigen sie sich damit? Leiten sie es weiter? Angetrieben von dem in den letzten Jahren aufgeflammten Streit um Auslieferung und Sichtbarkeit der Werbemittel gerät nun auch die TKPbasierte Abrechnung in die Kritik. Für Steffen Hopf, Deutschland-Chef bei Yahoo, ist jedenfalls klar: Der TKP hat sich jetzt schon überlebt. Eine Ansicht, die Rasmus Giese, Geschäftsführer bei United Internet Media, nicht nachvollziehen kann. Hier diskutieren beide das Für und Wider der unterschiedlichen Modelle. (vg) Pro & Contra Steffen Hopf Managing Director & Country Commercial Director, Yahoo Deutschland, München de.yahoo.com KEINE SICHTGARANTIE Rasmus Giese Geschäftsführer United Internet Media, München GLEICHE WÄHRUNG Der TKP hat sich im Prinzip heute schon überlebt Im Prinzip hat sich der TKP heute schon überlebt. Online-Werbung muss einen anderen Anspruch haben: Interaktion und Engagement sind Maßstäbe, an welchen erfolgreiche Zielgruppenansprache gemessen werden muss. Natürlich wissen wir um Werbeeffekte, die allein bei Sichtkontakt entstehen. Doch ist der TKP nicht einmal hier die richtige Währung. Keiner kann sagen, was der Nutzer gerade im Blick hat. Selbst wenn die Seite mehrere Minuten geöffnet war, eine Garantie hat ein Kunde nie. So sollten wir grundsätzlich vom Tausend-Kontaktchancen- Preis sprechen, das gilt für alle Kanäle! Cost per Share, Cost per Like, Cost per Favourite: Das sind Währungen, die alle Player im Markt anspornen, relevante Werbeinhalte zu schaffen. Relevanz wäre mehr denn je die Messlatte für digitale Werbung. Denn nur, wenn Werbung relevant ist, wird sie vom Nutzer wie Inhalt konsumiert. Nicht zuletzt werden Wachstumsbereiche wie Native Advertising Mediawährungen verändern und damit die Diskussion zwischen Kunde, Agentur, Publisher und Vermarkter, wer welchen Beitrag zu einer erfolgreichen Kampagne leisten muss, beeinflussen. Diskussionen wie die um Sichtbarkeit wären obsolet. Online-Werbung hätte endlich Währungen, die dem Alleinstellungsmerkmal des Kanals Rechnung tragen und die Qualität eines Werbemittelkontakts messen zum Vorteil für alle Parteien. Die Aussage meines Yahoo-Kollegen verwundert mich, denn es gibt keinerlei Anzeichen für das Ende des Tausend-Kontakt-Preises (TKP). Ganz im Gegenteil beobachten wir einen starken Trend zu aufmerksamkeitsstarken Premium- und Sonderplatzierungen und damit zu TKP-basierten Werbeformen. Die Vermarkter er- Es gibt keinerlei Anzeichen für das Ende des TKP, im Gegenteil zielen hiermit ihr größtes Wachstum und haben sicher kein Interesse daran, diese Werbeformen Performance-basiert abzurechnen. Zwar gibt es vereinzelte gegenteilige Initiativen, die meisten Werbungtreibenden und Agenturen arbeiten jedoch weiterhin mit dem klassischen Brand-Funnel, der das Branding (TKP) als zwingenden Schritt vor dem Abverkauf vorsieht. Diejenigen, die die Marke nicht kennen, werden sie auch kaum kaufen. Daher benötigen große Marken auch große Auftritte. Diverse Studien belegen die immensen Wirkungsvorteile von großflächigen exklusiven Werbeformaten. Gerade durch Innovationen wie die Intermedia-Datei der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) wird der Wettbewerb zwischen den Mediengattungen um die Branding-Budgets noch einmal zunehmen. Gerade großflächige Werbeformate werden dann zukünftig mehr in Konkurrenz stehen zu TV, Print und Plakat. Hier wird es wichtig sein, mit der gleichen Währung zu arbeiten und die gleiche Sprache zu sprechen: also Tausend-Kontakt- Preis (TKP) und Gross Rating Point (GRP).

13 Die Themen-Guides der Internet World Business Mobile Internet Guide 2014 Beilage INTERNET WORLD Business 11/14 vom Druckunterlagenschluss Aus- und Weiterbildung Guide 2014 Beilage INTERNET WORLD Business 15/14 vom Bewegtbild Guide 2014 Beilage INTERNET WORLD Business 18/ Buchen Sie jetzt Ihren Werbeauftritt! Bleiben Sie 1 Jahr lang präsent! E-Commerce Guide 2014 Beilage INTERNET WORLD Business 22/14 vom Anzeigenberatung: Juliane Roschke Telefon 0 89/ , Fax 0 89/

14 E-COMMERCE 14 INTERNET WORLD Business Alle gegen Zooplus Die Margen im Online-Heimtiersegment wachsen nicht in den Himmel. Im Markt tummeln sich trotzdem diverse Player, die an ihr Alleinstellungsmerkmal glauben Nur Preis- oder Leistungsführer sowie Nischenbesetzer haben Chancen Kai Hudetz leitet das Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln er der Platzhirsch im Online-Heimtiermarkt ist, steht eigentlich fest: W Mit Umsätzen in Höhe von 129,4 Millionen Euro allein in Deutschland hält der Online Pure Player Zooplus knapp zwei Drittel der Anteile im 400 Millionen Euro schweren Markt der Tierbedarfsversender. Die restlichen 270 Millionen Euro teilt eine Vielzahl kleinerer Wettbewerber unter sich auf. Allein auf der ersten Suchergebnisseite von Google kämpfen bei der Eingabe des Suchbegriffs Hundefutter 15 unterschiedliche Anbieter von Amazon bis Zooroyal um die Gunst des Tierbesitzers. Auf der zweiten Seite folgen elf weitere Marktteilnehmer. Sie alle setzen darauf, dass sich die Anteile im Heimtiermarkt weiter Richtung Internet verschieben werden. Denn zurzeit fließt nur etwa jeder zehnte Euro, der mit Hundefutter, Katzenstreu, Vogeltränken oder Aquarienfiltern verdient wird, über das Internet in die Kassen der Händler. Rund zwei Drittel des Umsatzes mit Heimtierfertigfutter sahnt noch immer der Lebensmitteleinzelhandel ab. Bei Zubehör und Bedarfsartikeln hält der Fachhandel 81 Prozent Umsatzanteil. Doch Branchenbeobachter gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren weitere zehn Prozent des stationären Geschäfts ins Internet abwandern werden. Der Kampf um die 22 Millionen deutschen Haustierbesitzer im Web wird vor allem an der Preisfront ausgetragen. Die großen Investoren setzen auf Verdrängung. Und mit Services wie Versandkostenfreiheit allein ist die Schlacht nicht Zooplus AG Launch: 1999 Investoren: Hauptanteilseigner ist das Medienunternehmen Burda mit seinen Beteiligungsgesellschaften E-Petworld GmbH (Hundeland.de/ Katzenland.de) Launch: Januar 2012 Investoren: gestartet von Venture Stars, gefördert von Point Nine Capital, Mountain Super Angel, Blumberg Capital Finanzierungssumme: im siebenstelligen Bereich Heimtier-Fertignahrung ist in Deutschland ein 3,9- Milliarden-Euro-Markt. 20 Prozent davon könnten mal ins Web fließen mehr zu gewinnen, kritisiert der E-Commerce-Chef einer deutschen Bau- und Gartenmarktkette, der namentlich aber nicht genannt werden will. Sinken die Preise weiterhin, wird vielen preisgetriebenen Unternehmen die Puste ausgehen, so seine Prognose; doch davon ist laut Fressnapf-Chef Torsten Toeller auszugehen. Obwohl das Unternehmen stationär europäischer Marktführer für Heimtierbedarf ist, tut es sich online schwer, gegenüber Zooplus aufzuholen. 50 Millionen Euro E-Commerce-Umsatz stellte Toeller Anfang 2013 für das Gesamtjahr in Aussicht. Peanuts im Vergleich zum Gesamtumsatz in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Steine legen der Franchise-Kette beim Online-Ausbau vor allem die Handelspartner in den Weg, die mehr oder weniger laut über die Preisstrategie im Webshop maulen. Doch wer auf dem Markt bestehen will, kommt an wettbewerbsfähigen Preisen nicht vorbei. Zumal die Burda- Tochter Zooplus mit ihrer Kampfpreisstrategie mittlerweile die Profitabilitätsgrenze überschritten hat: Im Geschäftsjahr 2013 stand vor Steuern ein Plus von 3,8 Millionen Euro in den Büchern hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 2,6 Millionen Euro erzielt. Profitiert hat Zooplus vor allem von seinen treuen Kunden, die teure Investitionen ins Marketing überflüssig machen. Wir gewinnen Marktanteile, lautet die Botschaft von Zooplus-Finanzchef Andreas Grandinger an die Konkurrenz. Denn die muss tief in die Tasche greifen, um gegen etablierte Player mit 15 Jahren Marktvorsprung und den ewig währenden Konkurrenten Amazon anzukommen und Tierbesitzer auf sich aufmerksam zu machen. Hohe Kundenakquisekosten Wer mit wem: Tier-Start-ups und ihre Investoren Wunschfutter.de Launch: 2011 Investoren: TRM Beteiligungsgesellschaft Finanzierungssumme: einmal siebenstellig, einmal sechsstellig Zooroyal Launch: 2004, im März 2012 Fusion mit Futterland durch den Einstieg von Dumont Venture Investoren: Dumont Venture, Wecken & Cie, KfW, seit März 2014 Mehrheitsbeteiligung durch Rewe Group Finanzierungssumme: siebenstellig So schätzt der europäische Hundespezialist Schecker seine Akquisekosten für einen Neukunden je nach Gewinnungsweg auf 30 bis 40 Euro. Abhängig von der Warengruppe erreichen Kunden beim zweiten bis dritten Kauf einen positiven Deckungsbeitrag. 1,18 Euro kostet laut Google Keyword Planner derzeit ein Klick auf eine Keyword-Anzeige für Hundefutter bei Google. Und wer sich dort von der Konkurrenz abheben will, investiert Meinestrolche.de Launch: Oktober 2011 Investor: 100-prozentige Tochter von Klingel K-New Media Petshop.de Launch: 2003 Investor: bis Oktober 2013 Novavision, danach erfolgte die Trennung wegen Umstimmigkeiten über Ausrichtung und Finanzierung Petobel Launch: 2013 Investor: Epic Companies Foto: Fotolia / Fotowebbox

15 28. April /14 INTERNET WORLD Business 15 Auswahlkriterien für Online-Tierbedarfsversender Gute Qualität der Produkte Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Präferierte Zahlungsmethoden vorhanden INTERNET WORLD Business 9/14 Quelle: ECC 2014, Basis: > Konsumenten idealerweise noch in TV-Kampagnen zum Markenaufbau. Investoren haben gut zu tun, da die Millionen nachzuschieben, so der anonyme E-Commerce-Leiter der Gartenfachmarktkette. Der 2013 gegründete Tierbedarfsversender Petobel glaubt an den Geschäftserfolg durch massive Werbeinvestitionen. Das Start-up hat beim Pro-Sieben-Sat1- Inkubator Epic Companies Marktanteile gegen Medialeistung eingetauscht. Ein zweistelliger Millionenbetrag Brutto-Mediavolumen ist allein für das erste Halbjahr 2014 geplant. Das erinnert schon fast an den TV-Werbedruck, mit dem sich Zalando binnen kürzester Zeit seine Markenbekanntheit von 95 Prozent erkaufte. Man muss schnell groß werden. Wer das nicht schafft, wird aufgekauft oder muss Insolvenz anmelden, kommentiert Petobel-Chef Alexander von Fritsch. Um schnell Marktanteile zu gewinnen, eifert der Petobel-Manager nicht nur in Sachen Werbung, sondern auch in Sachen Internationalisierung dem Vorbild Zalando nach: Seit Januar ist Petobel in Österreich aktiv, weitere europäische Märkte sollen folgen. Epic-CEO Mato Peric ist mit der Entwicklung seines jungen Schützlings zufrieden: Der Tiernahrungsversender sei eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen, das er je erlebt habe. Die Davids im Online-Heimtiermarkt haben gegen die großen Goliaths im Geschäft eigentlich nur eine Chance: Entweder sie sind Preisführer oder Leistungsführer oder sie schaffen es, in einer Nische zu skalieren und sich zu professionalisieren, skizziert IFH-Chef Kai Hudetz. Ein Blick in den Markt zeigt, dass viele Start-ups vor allem in der 60,5 % 33,4 % 58,1 % 34,8 % 53,4 % 37,2 % Kostenlose Lieferung (ab Mindestbestellwert) 51,4 % 38,9 % Offenlegung aller Kosten 49,0 % 40,9 % Ausführliche und informative Produktbeschreibungen 45,9 % 41,2 % Einfache Einlösemöglichkeiten eines Gutscheins 44,3 % 43,9 % Intuitiver und schneller Bestellprozess 42,2 % 48,0 % Ausreichend großes Sortiment 41,2 % 48,3 % Unkomplizierte Retourenabwicklung 41,2 % 46,6 % Absolut wichtig Sehr wichtig Die Produktqualität ist den deutschen Herrchen und Frauchen in einer Online-Zoohandlung wichtiger als der Preis Hundeland.de setzt auf ein Online-Beratungs-Tool, das das Gespräch im Fachhandel imitiert Nische ihr Heil suchen, weil der Markt um die Preisführerschaft für sie rentabel kaum zu gewinnen ist. Sie setzen auf solvente Frauchen und Herrchen, denen kaum etwas für ihren Liebling zu teuer ist. Ein Beispiel ist der Edelanbieter Wunschfutter.de: Das Dortmunder Start-up setzt auf individuell gemixtes Hundefutter. Jede der High-End- Chargen mit für Tiere mit Allergien geeigneten und von Tierärzten entwickelten Futterrezepturen erhält eine eigene ID beziehungsweise einen QR-Code. So haben Kunden es leicht, ihre konfigurierte Spezialmischung erneut zu kaufen. Die Chancen, mit unserem Konzept eine hohe Kundenbindung zu erzielen, sind hoch, wenn der Kunde seine Mischung binnen 24 Stunden erhält und wir die Futterqualität halten, so Wunschfutter-Chef Tobias Heitmann, dessen Unternehmen seit 2012 von der TRM Beteiligungsgesellschaft finanziert wird. Eine ebenfalls exklusive Nische lotet Dog s Finest von Vie Vital aus. Die Hamburger, die viel Wert auf Beratung legen, sind 2013 mit auf Passform geschneiderten, hochwertigen Mänteln für Windhunde gestartet. Einziger Haken: Über klassische Wege wie Anzeigen oder Dialogmarketing erreichen Sie nicht unbedingt nur Windhundebesitzer, berichtet Geschäftsführer Helge Jans. So kostet ein Neukunde unter den Windhundefreunden bei Dog s Finest je nach Gewinnungsweg bis zu 100 Euro. Bei rund 30 Euro pro Mantel muss ein Neukunde schon ordentlich einkaufen, damit sich die Akquise lohnt. Darum kooperieren die Hamburger auch mit Händlern aus dem Wohnbereich Englischer Landhausstil und expandieren produktseitig in weitere edle Hundehalterzielgruppen. Mit mehr Service als bei Zooplus & Co. wollen indes die Portale Hundeland.de und Katzenland.de punkten. Ein ernährungswissenschaftlich fundierter Futterfinder spuckt aus dem Sortiment des Betreibers epet World die geeignetsten Produkte aus. Es ist fatal, Kunden mit immensen Auswahlmöglichkeiten in Online-Shops zu überfordern. Unser Tool skaliert das persönliche Beratungsgespräch aus dem stationären Fachhandel, erklärt epet-world-chef Denis Skorobogat. Investoren glauben an das Alleinstellungsmerkmal: Erst im Dezember schossen die Kapitalgeber Point Nine Capital, Mountain Super Angel und Blumberg eine siebenstellige Summe zu. Teil-Exits und Insolvenzen Ein Teil-Exit ist den im Online-Heimtiermarkt aktiven Investoren erst vor einigen Wochen geglückt: Zooroyal, finanziert von Dumont Venture und Wecken & Cie, das im März 2012 mit Futterland fusionierte, hat Mitte März seine Mehrheitsanteile an den Handelskonzern Rewe abgegeben. Die Beteiligung an dem mit einem Jahresumsatz von fünf Millionen Euro eher kleinen Fisch erfolgte in Form eines Anteileverkaufs von Altgesellschaftern und einer gleichzeitigen Kapitalerhöhung. Wir steigen damit in eine der am stärksten wachsenden Kategorien im deutschen und europäischen Lebensmittelhandel ein, erklärte Lionel Souque, im Rewe- Group-Vorstand zuständig für E-Commerce. Chancen sieht er trotz starken Wettbewerbs aufgrund von Synergien zwischen Zooroyal und dem Online- sowie stationären Geschäft der verschiedenen Rewe-Vertriebslinien. Dennoch wird sich der Markt weiter konsolidieren. So musste Anfang 2014 die Tengelmann- Beteiligung Canimix, die ebenfalls individuell zusammengestelltes Tierfutter verkaufte, zwei Jahre nach dem Launch die Pforten für immer schließen. Begründung: Zu wenig Kundenzuspruch für einen rentablen Betrieb. Doch die Marktteilnehmer hoffen weiter auf mehr lukrative Übernahmen und auf wenig Konkursanmeldungen. Kristina Schreiber/dz Der deutsche Heimtiermarkt in Zahlen Haustierverbreitung in Deutschland Hundebesitzer: 9,78 MIO. Katzenbesitzer: 8,72 MIO. Nagetiere: 2,53 MIO. Vögel: 1,97 MIO. Gesamtumsatz über Fach- und Lebensmitteleinzelhandel ,9 MRD. EURO Umsatz Heimtierfertignahrung 2,97 MRD. EURO Davon Hunde: 1,2 MRD. EURO Davon Katzen: 1,54 MRD. EURO Davon Kleintiere: 124 MIO. EURO Davon Fische: 60 MIO. EURO Davon Ziervögel: 47 MIO. EURO Umsatz Zubehör: 953 MIO. EURO Wichtigster Vertriebsweg für Heimtierfertignahrung: Lebensmitteleinzelhandel mit einem Umsatzanteil von 65 % Wichtigster Vertriebsweg für Bedarfsartikel und Zubehör: Fachhandel mit einem Umsatzanteil von 81 % Online-Umsätze im Heimtiermarkt: 400 MIO. EURO (Quelle: IVH und ZFF, Stand: April 2014)

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18 E-COMMERCE 18 INTERNET WORLD Business 28. April /14 Produktinszenierung in den Online-Shops von Protest, Burberry und New Yorker: Inspiration statt Conversion Kunde sucht Erlebnis Der stationäre Flagship-Store und der Online-Shop einer Marke bieten selten die gleiche Einkaufswelt. Wer will schon in einem supereffizienten Warenlager shoppen? ie Modemarke Esprit investiert in die D Umgestaltung ihrer stationären Stores. Warme Farben und Materialien sowie vielfältige Produktinszenierungen nach Themengebieten wie Business, Sommer oder Casual vermitteln dem Kunden ein wohnliches, fast schon privates Ambiente. Eigens für die Stores entwickelte Möbelstücke schaffen einen Loft-Charakter. Die aktuelle Kampagne im Hippie-Style unterstützt das stationäre Erlebnis. Ganz anders der Online-Store: In ihm herrscht Gleichförmigkeit auf breiter Front: Kästchenbilder akkurat aneinan- dergefügt auf nüchtern weißem Grund, mit Photoshop eingekleidete Model Composings ohne jeglichen optischen Kontext, kühles Technokratenlayout statt emotionaler Anziehungskraft. Eine Marke, zwei völlig unterschiedliche Auftritte. Zu schade, denn die digitale Marken- Shopping-Welt zielt damit am Bedürfnis der Käufer nach Erlebniswelten vorbei, die ihren Alltag auch online bunter machen und aufwerten könnten. Derzeit bieten viele Markenplattformen leider nur einen nüchternen Bedarfskauf an. Wo bleibt die Freude, das Erlebnis beim Kauf? Normann Copenhagen: Produkte großflächig inszeniert Der dänische Design- und Interieurspezialist Normann Copenhagen bietet vollflächige und umfassende Produktinszenierungen und schafft eine gute Balance zwischen emotionalem Produktzugang und nüchternem Kaufabschluss im Check-out. Die Produktzugänge sind nach Themen geordnet (Blue Gifts, Drinks, Get Organized), die sich daran orientieren, wie Menschen einkaufen. Um das Erlebnis komplett zu machen, bindet der Shop auch die Designer ein, die hinter den angepriesenen Produkten stehen. Differenzierung ist im E-Commerce mehr noch als im stationären Handel eine Frage des Überlebens: Die schnelle Online- Vergleichbarkeit heizt den Preiskampf an. Um mit Online-Giganten wie Zalando, Amazon, ebay und Co. mithalten zu können, eifern die Markenhersteller den großen E-Commerce-Playern nach und gestalten ihre Shops ähnlich wie diese, obwohl sie ganz andere Voraussetzungen mitbringen. Das Ergebnis ist fatal und zudem langweilig: Ein Marken-Online- Shop gleicht dem anderen. Kopieren oder sich unterscheiden Wer diese Eintönigkeit aufbrechen will, um die Unverwechselbarkeit seiner Marke zu stärken, muss sich um Themen wie Produktinszenierung und alternative Produktzugänge kümmern und, wie beispielsweise Zara oder Burberry, einzigartige Features und Multichannel-Angebote entwickeln. Der Shop muss die Kunden begeistern und Erlebnisse schaffen, die nachhaltige positive Effekte auf die Marke und die Absätze in allen Vertriebskanälen zeitigen. Für Marken ist es interessant, mit Standards zu brechen und das Kundenerlebnis zu optimieren, indem sie online

19 28. April /14 INTERNET WORLD Business 19 Tipps die gleiche emotionale Botschaft senden wie im stationären Handel. Zudem ist die Conversion Rate interpretierbar: Es geht nicht nur darum, aus Besuchern Käufer zu machen. Für Marken kann Conversion auch bedeuten, den Kunden so lange wie möglich auf der Seite verweilen zu lassen und zu unterhalten, um die Identifikation mit der Marke zu stärken oder ihn zum Besuch eines stationären Stores zu bewegen. Das unterstützt auf lange Sicht den Umsatz in allen Kanälen. Nutzerorientierung statt Technik Meistens konzentrieren sich Markenhersteller, die einen Online-Shop als Vertriebskanal etablieren, zuerst auf Technik und Prozesse. Sie nehmen ihren Shop aus dem Backend heraus wahr. Die Sichtweise des Endkunden klammern sie dabei aus. Marken- und Nutzerorientierung heißt, den Spagat zwischen zwei Extremen zu wagen: Eine optimale Usability verlangt, einen Shop danach auszurichten, was als gelernt und gewohnt vorausgesetzt werden darf. Die Marke hingegen will sich ungewöhnlich und einzigartig präsentieren. Sich wegen der Conversion Rate ausschließlich auf die Usability zu konzentrieren, führt sicher in eine Sackgasse und zu standardisierten Oberflächen. Hier stellen sich folgende Fragen: Kaufen Kunden Produkte nur aufgrund der guten Bedienbarkeit des Shops? Was ist mit der Faszination, die eine Marke auf Menschen ausüben kann? Welchem Zweck dient Design im E-Commerce? Man denke an die Wochenendbummler in den Innenstädten. Sie haben meistens noch keinen konkreten Kaufwunsch, sondern lassen sich inspirieren. Das muss auch ein Online-Shop leisten können. Designer sollten Emotionen nicht der Usability opfern, beides muss Hand in Hand gehen, um Kaufimpulse zu wecken. Umso mehr, als die heutigen Konsumenten nicht mehr digital unerfahren sind. Die meisten finden sich auch in einem extravagant gestalteten Shop zurecht. Unverwechselbares Design geht über visuelle Oberflächenelemente weit hinaus und umfasst auch intelligente Mikro-Interaktionen, wie sie etwa der niederländische Snowboard-Bekleidungsspezialist Protest geschickt einsetzt. Bei ihm entwickelt der Kunde während seines Shop-Besuchs durch Animation der Bedienflächen ein Gefühl von Dynamik. Marke und Konsument verbinden Esprit: Stationär edel, online langweilig Esprit inszeniert seine Läden meisterhaft. Von der Inspiration in der Fläche ist online nicht viel zu spüren. Nichts verbindet das Erlebnis im Geschäft mit dem im Online-Shop. Das Design eines Shops ist die zentrale Schnittstelle zwischen dem Unternehmen beziehungsweise der Marke und dem Kunden, es erfüllt eine Brückenfunktion für beide Seiten. Es darf deshalb nicht mit der Bestellbestätigung per Mail enden; die Interaktion zwischen Marke und Konsument geht weiter. Ein Online-Store ist nicht einfach eine virtuelle Dependance, sondern ist das digitale Flaggschiff der Marke. Der Kunde trennt nicht mehr zwischen digitalen und stationären Erlebnissen. Wie solche No- Line-Inszenierungen funktionieren, zeigt Burberry. Die Designermarke bietet beispielsweise reale Modenschauen als Video im Online-Shop an, und die gezeigten Kleidungsstücke sind sofort per Mausklick bestellbar. No-Line heißt, möglichst viele Inhalte und Service-Angebote über alle Medien hinweg zu spielen. Es heißt, das Erlebnis im stationären Store digital anzureichern und umgekehrt die Welt des Shops mit dem Laden zu verknüpfen. Die Gestaltung der stationären Stores muss sich im Online-Flagship-Store spiegeln und anders herum. Das zu lösen, ist die große Herausforderung. Marken und Händlermarken müssen individuelle Wege gehen. Es gibt hier kein Patentrezept. Dafür brauchen Designer und Auftraggeber Mut zum Experiment und zur Andersartigkeit. Ansonsten geht der Shop schnell in der Masse des Überangebots unter und am Ende hat Amazon ohnehin den besseren Preis. Tim Böker und Sebastian Bomm, Usability-Designer und Geschäftsführer der E-Commerce- und Webdesign-Agentur Kommerz. PULL&BEAR (INDITEX): Inspiriert kaufen Auch die Marke Pull&Bear des spanischen Modeproduzenten Inditex besticht durch lange Bilderstrecken mit direktem Zugang zu Produkten und zur Kaufoption. Der Online-Shop bietet eine große Vielfalt an Seitentypen und eine hohe Geschwindigkeit auch bei vielen Produktdaten. Den Nutzern stehen verschiedene Ansichtsmöglichkeiten auf Kategorieseiten zur Verfügung. Die Designer haben die Browser- Fläche voll ausgenutzt und zeigen die Produkte in einem lebensechten Umfeld, statt sie freizustellen. Der Online- Shop findet eine gute Balance zwischen Standard (Conversion Rate) und Inspiration. Big Picture Die Startseite muss mit einem einzigartigen Aufbau überraschen und den Nutzer in eine andere Welt entführen. Erst dann kommt der Aufbau des Shops an die Reihe. Storytelling Nutzen Sie kleine visuelle Details und erzählen Sie damit Geschichten! Dies gilt für alle Ebenen des Shops, auch die Produktlisten. Vielfältige Zugänge Bei Burberry etwa kann der Besucher direkt aus dem Video der Laufsteg-Show heraus kaufen. Setzen Sie das Produkt in einen passenden emotionalen Kontext und ermöglichen Sie dann den direkten Zugang zum Kauf! Navigation im Fluss Natürlich muss der Kunde sich jederzeit zurechtfinden, doch liegt die Betonung dabei auf spielend. Die Navigation darf nicht wichtiger werden als die Inhalte. Storys sollten alternative Wege zum Produkt eröffnen und den Kunden aus dem Inspirationsmodus heraus direkt zum Kauf animieren. Echte Interaktion Die Shop-Gestaltung sollte sich daran orientieren, wie Beratungs- und Verkaufssituationen im stationären Geschäft im Idealfall ablaufen. Information durch Bilder Große und viele Produktbilder setzen Kaufimpulse und senken die Retourenquote. Emotional und rational Emotionale Inszenierung schafft die Voraussetzung zum Kauf. Je näher der Kunde der Kasse kommt, umso wichtiger werden harte Informationen, um seine Entscheidung abzusichern aber eben erst im Kaufzusammenhang.

20 E-COMMERCE 20 INTERNET WORLD Business 28. April /14 Alibaba-Headquarter in Hangzhou südwestlich von Shanghai Vor dem Börsengang auf Einkaufstour Mio. USD für einen 18-Prozent-Anteil am Kurznachrichtendienst Weibo (China) Mai 2013 Rund 200 Mio. USD für 28 Prozent an Kartendienst Autonavi Beteiligung an Reiseanbieter Qyer.com (China) Übernahme Cloud-Speicherdienst Kanbox (China) Okt Okt Mio USD für Beteiligung am Shopping-Club Shoprunner (USA) 50 Mio. USD für Anteil an Mobile- Suche Quixey (USA) Mio USD für Komplettübernahme Autonavi (China) Mio. USD für 60 Prozent an Filmund TV-Produktion China Vision Media Group (China) Mio. USD für Beteiligung an Tango, einem Mobile-Messagingdienst (USA) Mio. USD für rund 25 Prozent an Kaufhauskonzern Intime Retail (China) Web-Macht im Reich der Mitte Mit Marktplätzen ist Alibaba gewachsen. Jetzt macht sich Chinas Internet-Riese durch den Börsengang bekannt: Seine Strategie könnte das Marktplatzgeschäft verändern und für mehr Kundennähe sorgen ormal ist das nicht: Eigentlich beginnt Nder Einkaufsbummel von Unternehmen, nachdem sie sich an der Börse Kapital besorgt haben. Doch Alibaba, das demnächst zehn Prozent seiner Aktien an die Wall Street bringt, kauft schon seit Monaten munter ein Unternehmen nach dem anderen. Seit Frühjahr 2013 hat Chinas größter Internet-Konzern mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben und wächst damit rasant: Im Vergleich zum Vorjahr stieg 2013 der Umsatz um 62 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 282 Prozent auf 3,65 Milliarden Dollar. Und eine Abschwächung ist nicht abzusehen. Alibaba hat Mittel für weitere Investitionen, bräuchte die 15 bis 16 Milliarden Online-Giganten im Vergleich US-Dollar, die der Börsengang einbringen kann, nicht. Doch der Web-Gigant aus China macht einiges anders als seine Konkurrenten. Im Westen konzentrieren sich Online-Unternehmen auf einen Markt, sagt Lu Gang, Analyst der Marktforschung Tech Web. In China wollen sie, wenn sie wachsen, möglichst jeden Winkel des alltäglichen Lebens erreichen. Alibaba richtet seine Geschäfte deshalb strikt an den Kunden aus. Bedürfnisse werden schnell erkannt und mit Services beantwortet: Marktplätze flankierte Alibaba beispielsweise mit Finanzdienstleistungen, gerade entert der Konzern das mobile Netz und setzt mit den Übernahmen der Handelskette Intime Retail sowie Gegründet Gründer Ma Yun und Team Jeff Bezos Aktueller Börsenwert ca Mrd. USD 145,3 Mrd. USD Mitarbeiter Anzahl Kunden/Heimatmarkt 300 Mio. 237 Mio.* Marktabdeckung Heimatmarkt ca. 80 % ca. 75 % Umsatz 2013 rd. 8 Mrd. USD rd. 75 Mrd. USD** Wert verkaufter Waren pro Jahr*** 245 Mrd. USD 100 Mrd. USD * Zahl der aktiven Kundenkonten 2013 ** inkl. vermitteltem Umsatz aus Marktplatz *** laut Schätzungen INTERNET WORLD Business 9/14 Quelle: Unternehmen, Internet Retailer, Wikipedia des Kartendienstes Autonavi auf Multichannel und regionale Vernetzung. Alibaba macht dieselben Geschäfte wie ebay, Amazon oder Paypal, entwickelte dafür aber eigene Strategien: Mit der Bekanntheit des Riesen gewinnen diese auch für den Westen an Bedeutung. Wachtumsmotor Vertrauen Die Geschichte von Alibaba begann 1999 in Hangzhou: Dort bastelte Gründer Ma Yun mit 17 Freunden Homepages für Firmen. Als Mitarbeiter im Außenhandelsministerium entdeckte der frühere Englischlehrer die Segnungen des Internets und das weltweite Interesse an günstigen Produkten aus China für eigene Geschäfte. Mit umgerechnet US-Dollar Startkapital baute die Truppe eine Kontaktbörse für Firmen aus Ost und West auf. Aus dieser Keim zelle wurde das weltgrößte B2B-Portal. Auf Alibaba finden Großabnehmer heute rund 1,5 Milliarden Produkte made in China und zunehmend auch aus anderen Ländern. Effizienz bei der Suche ist durch Kategorien, Filter und einen ausgeklügelten Produkt- und Anbietervergleich gewährleistet. Mit dem Messenger Trademanager handeln Partner Konditionen individuell aus. Für Vertrauen beim globalen Gründerteam: Ma Yun (li.) mit Mitgründern und ersten Mitarbeitern Handel sorgen außerdem Alibaba-Inspektoren, die bei Bedarf die Qualität und Zuverlässigkeit der Lieferanten prüfen. Im Streitfall wirkt Alibaba als Mediator. Alibaba wächst mit Investorengeld aus Japan und den USA unter anderem von Softbank und Yahoo. Drei Jahre nach Gründung arbeitet das Start-up profitabel. Etwa zur selben Zeit startet ebay in China und Alibaba ergänzt sein B2B-Portal um den Marktplatz Taobao. Wie beim US- Konkurrenten treffen hier Händler auf Verbraucher. Anders als ebay verzichtet Taobao aber auf Auktionen und Provisionen: Chinesen kennen beides nicht, sind generell misstrauisch und sparsam. Während ebay im Reich der Mitte mühsam

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