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1 Nr. 2 Diskussion Institut der deutschen Wirtschaft Köln Vom Land der IDEEN zum Land der Innovationen Wie Deutschland seinen wichtigsten Rohstoff besser nutzen kann

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3 Diskussion Institut der deutschen Wirtschaft Köln Vom Land der Ideen zum Land der Innovationen Wie Deutschland seinen wichtigsten Rohstoff besser nutzen kann Kapitel Inhalt Seite Einleitung und Überblick 2 1 Innovationswettbewerb: Wo steht Deutschland? 3 2 Die Arbeitnehmer: Heute eine Stütze, morgen ein Problem? 8 3 Die Unternehmen: Was falsch läuft 12 4 Der Staat: Mehr Gärtner, weniger Zaun 17 5 Wer teurer ist, muss besser sein: Warum Innovationen so wichtig sind 25 6 Innovationsfähigkeit: Wie Deutschland zu alter Stärke zurückfindet 26

4 Einleitung und Überblick Die Innovationslandschaft zeigt sich in der Bundesrepublik von zwei sehr unterschiedlichen Seiten: Einerseits werden in Deutschland so häufig wie in kaum einem anderen Land Ideen entwickelt und zum Patent angemeldet, andererseits werden außergewöhnlich viele Patente nicht zur Marktreife gebracht. Gemessen an internationalen Standards ist das Land nur noch Mittelmaß: Seine Jugendlichen sind schlecht geschult, die Mittelständler halten sich mit Forschung zurück, zu wenige Erfinder gründen einen Betrieb und vor allem mangelt es den Innovatoren schlicht an Geld, um ihre Projekte erfolgreich abzuschließen. diese Probleme anzugehen, werden in dieser Broschüre nach einer Analyse der Schwächen des Innovationssystems Vorschläge zu seiner schrittweisen Verbesserung unterbreitet. Dazu gehören die Einrichtung von beratenden und vermittelnden Innovationsforen, die Vergabe von Forschungsprämien an Unternehmen, ein Anreiz zu mehr Forschungstätigkeit über steuerliche FuE-Prämien und die Einrichtung eines Innovationspools zur Vergabe von Wagniskapital an Innovatoren. An einigen Stellen ist der Staat gefordert, die Rahmenbedingungen für Innovatoren zu verbessern. Trotz der Vielzahl bereits bestehender Programme, ist das deutsche Fördersystem weder effizient noch ausreichend. Viele Unternehmen lassen sich von den oft bürokratischen Bewerbungsverfahren oder auch schlicht von der Vielzahl an Programmen abschrecken. Hinzu kommt, dass der Staat seit Jahren immer weniger für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgibt, obwohl er sich in der Lissabon-Strategie verpflichtet hat, bis zum Jahr 2010 gemeinsam mit der Wirtschaft insgesamt 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts dafür zu verwenden. Weitere Defizite liegen im Bildungssystem und in der strengen Regulierung von Arbeits- und Produktmärkten. Nicht zuletzt die Ausgestaltung des Steuerrechts führt dazu, dass zu wenig Wagniskapital für die Finanzierung von Innovationsprojekten zur Verfügung steht. Um

5 1 Innovationswettbewerb: Wo steht Deutschland? Wie gesagt: Es hätte eine deutsche Erfolgsgeschichte werden können doch es kam anders. Denn das neue Audioformat stößt bei deutschen Unternehmen auf taube Ohren. Stattdessen greift der koreanische Elektronikhersteller Saehan zu und bringt 1998 den ersten kommerziellen MP3-Player auf den Markt. Es beginnt ein Siegeszug rund um den Globus. Heute steckt der fränkische Geistesblitz in Millionen tragbaren Musikgeräten und Handys. Für Teenager in Berlin, London, New York und Tokio gehören die kleinen, eleganten Player längst zur Grundausstattung. Jedes Jahr geben sie Milliarden für die Geräte aus. An deutschen Unternehmen fließen die Geldströme allerdings vorbei. Denn der Markt wird ausnahmslos von amerikanischen und asiatischen Herstellern beherrscht. Allein der Marktführer, der US-Konzern Apple, verkaufte 2005 fast 32 Millionen MP3-Player und setzte mit den Geräten und den dazugehörigen MP3-Songs fast 5 Milliarden Euro um. Es hätte eine deutsche Erfolgsgeschichte werden können, eine, wie sie früher Gottlieb Daimler oder Werner von Siemens geschrieben haben: Im Jahr 1987 entwickeln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen das MP3-Format. Die Software presst die Daten einer CD auf wenige Megabyte zusammen, sodass eine handelsübliche Festplatte Tausende von Liedern speichern kann. Drei Jahre später bauen die fränkischen Forscher das erste Musikgerät, das die MP3- Dateien abspielen kann. Jetzt ist alles da: die Idee, die Technik, ein fertiger Prototyp, einfach alles, was den Beginn einer guten Innovation ausmacht. Deutschland im Jahr 2006: Ein Land der verpassten Chancen! Es gibt allerdings auch Gegenbeispiele, die Mut machen. SAP ist so eins. Anfang der siebziger Jahre kündigen fünf deutsche Softwarespezialisten ihre Jobs bei IBM und gründen eine eigene Firma. In ein paar Mannheimer Büroräumen programmieren sie die weltweit erste betriebswirtschaftliche Standard-Software. Mittlerweile ist SAP mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden Euro der drittgrößte Softwarekonzern der Welt. Rund um den Globus arbeiten circa Beschäftigte für SAP, davon in Deutschland. Auch das ist Deutschland im Jahr 2006: Ein Land, das mit seiner Kreativität, seinen Ideen und seinem Mut weltweit Erfolge feiert! Wo steht Deutschland also wirklich im internationalen Innovationswettbewerb? Ist es seiner Zeit immer noch voraus, wie damals, als Gottlieb Daimler das erste Auto konstruierte und Felix Hoffmann Aspirin entwickelte? Oder spielt die Musik längst woanders, in Asien, in den USA und in Skandinavien? Diesen Fragen ging das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Roman Herzog Instituts nach. Die Wissenschaftler nahmen in 16 Industrienationen sämtliche Rädchen unter die Lupe, die bei Innovationsprojekten ineinandergreifen müssen, und teilten sie in vier Kategorien ein: den Bildungsstand der Bevölkerung, den Forschungsaufwand von Unter-

6 nehmen und Staat, die Umsetzung von Ideen sowie die politischen Rahmenbedingungen. Die Innovationsbenchmark ermöglicht einen Leistungsvergleich der länderspezifischen Innovationssysteme und offenbart Ansatzpunkte für eine innovationsfördernde Politik. Die einzelnen Teilindikatoren wurden dabei multiplikativ miteinander verknüpft: Wenn ein Land in einem Teilbereich besonders gute, in einem anderen aber schlechte Werte aufweist, so wirkt die Schwäche in einem Bereich limitierend für das ganze Innovationsgeschehen. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sind gleichmäßige Anstrengungen in allen Teilbereichen des Innovationssystems notwendig. IW-Innovationsbenchmark 2006: Die USA geben den Ton an Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat eine Innovationsbenchmark entwickelt, um die Stärken und Schwächen des Umfelds für Neuentwicklungen in Deutschland im Vergleich zu 15 anderen Industrienationen beurteilen zu können. Die Benchmark besteht aus vier gleich gewichteten Teilindikatoren (Forschungsaufwand und Starthilfen, Humankapitalausstattung, Rahmenbedingungen sowie Umsetzung), die auf insgesamt 22 Einzelkennziffern aufbauen. Die Gesamtbenchmark nimmt einen Wert zwischen 0 (= schlechteste Performance) und 100 (= bester Wert bei allen Einzelkennziffern) an. USA 79,2 2,6 Schweden Vereinigtes Königreich Finnland 71,5 68,5 66,3 6,7 0,8 4,8 Dänemark 62,7 11 Frankreich Norwegen Japan 52,8 52,2 52,2 1,0 5,2 5,6 Irland Niederlande Deutschland Belgien 45,7 44,4 42,7 39,9 3,7 1,5 3,3 0,2 Spanien 33,2 1,2 Italien Portugal Griechenland 27,4 25,7 10,5 2,9-0,1 5,6 Veränderung der Punktzahl gegenüber 2004 Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

7 Innovation ist, wenn der Markt Hurra schreit Was sind Innovationen? Der deutsche Risikokapitalgeber Falk F. Strascheg gibt darauf eine einfache Antwort: Forschung ist die Umwandlung von Geld in Wissen. Innovation ist die Umwandlung von Wissen in Geld. Mit anderen Worten: Eine Idee, ein Patent, selbst ein fertiger Prototyp sind noch keine Innovationen. Vielmehr versteht man unter einer Innovation eine merkliche Neuerung, die tatsächlich umgesetzt wird das heißt: der Kunde muss das daraus entwickelte Produkt auch kaufen können. Die meisten Menschen denken bei Innovationen an bahnbrechende Neuerungen, wie die Erfindung des Computers oder des Flugzeugs. Solche radikalen Innovationen sind allerdings selten. Viel häufiger wird ein bestehendes Produkt schrittweise optimiert. Innovationen müssen jedoch nicht nur ein neues oder überarbeitetes Produkt hervorbringen, sondern können auch Herstellungsverfahren verbessern, sodass das Produkt schneller oder billiger gebaut werden kann. Diese sogenannten Prozessinnovationen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Sie zielen in der Regel darauf ab, Kosten zu senken, und helfen den Unternehmen, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Daneben gibt es auch immer wieder nichttechnische Innovationen wie etwa die Einführung der Just-in-Time-Produktion. In der Dienstleistungsgesellschaft werden diese Innovationen im Organisationswesen oder im Marketing von Produkten immer wichtiger. Denn ob der Kunde letztlich ein Produkt kauft, hängt eben nicht nur vom Produkt ab, sondern hat auch viel damit zu tun, wie der Service drum herum aussieht. Die Aufschlüsselung des Gesamtindikators auf seine Teilindikatoren zeigt, dass es nicht einen einzelnen besonders schlechten Indikator gibt, der Deutschland hemmt, sondern dass das Land überall nur noch Mittelmaß ist. Vor allem die Bildungsindikatoren stimmen bedenklich, denn gut ausgebildete Köpfe sind die Grundlage für Wohlstand in dem rohstoffarmen Land. Der Überblick über die verschiedenen Indikatoren belegt zudem, dass sowohl die politischen Rahmenbedingungen als auch das Marktumfeld für innovative Unternehmen in Deutschland relativ ungünstig sind. Nicht zuletzt bedingt durch die geringe Risikobereitschaft der Bevölkerung und die anhaltend schlechte Binnenkonjunktur finden nur wenige potenzielle Innovatoren den Mut, ein neues Unternehmen zu gründen. Der überregulierte Arbeitsmarkt hemmt die Möglichkeiten junger Unternehmen, gutes Personal einzustellen und bei Misserfolgen auch wieder zu entlassen. In der Folge unterbleiben auch produktivitätssteigernde Spillover-Effekte zwischen Neugründungen und der restlichen Wirtschaft.

8 Zusammengefasst sind die Ergebnisse des Innovationsbenchmarkings ernüchternd: Verdichtet man die Teilindikatoren zu einer einzigen Benchmark, dann landet Deutschland unter 16 Industrieländern lediglich auf Rang 11. Ganz oben rangieren die USA, Schweden und Großbritannien. Das Abschneiden mag zunächst überraschen, denn Deutschland hat unbestritten noch immer herausragende Stärken. Punkten können wir beispielsweise in der Hochtechnologie also in Wirtschaftszweigen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau oder der Chemie, die durchschnittlich 3 bis 8,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren. In diesen Branchen treiben deutsche Firmen immer wieder den Fortschritt voran, erschließen sich mit Nischenprodukten Marktlücken und trotzen mit Innovationen der preislich oft günstigeren Konkurrenz aus dem Ausland. Weil Deutschland in diesen Wirtschaftszweigen so gut aufgestellt ist, finden hier auch vergleichsweise viele Menschen einen Job. So arbeiteten im Jahr 2005 fast 9 Prozent aller Beschäftigten in einem Unternehmen, das Hochtechnologie fertigt. OECD-weit ist das der höchste Anteil. In Finnland und Großbritannien etwa produzieren nur rund halb so viele Arbeitnehmer Hochtechnologie. Diesen Stärken stehen aber mittlerweile unzählige Defizite gegenüber. Zu Beginn nur zwei Beispiele: Während die heimische Hochtechnologie Erfolge feiert, ist Deutschland im Bereich der Spitzentechnologie, die etwa von Biotech-Unternehmen und Chipherstellern gefertigt wird, nicht ganz so gut aufgestellt. Großen Nachholbedarf hat Deutschland zudem im Bereich der wissensintensiven Dienstleister wie den IT-Firmen und den Finanzdienstleistern. Experten sehen in diesen Wirtschaftszweigen jedoch die Jobmotoren der Zukunft schlechthin. Schon heute beschäftigen zum Beispiel die wissensintensiven Dienstleister in Skandinavien und Großbritannien bis zu jeden zweiten Arbeitnehmer. In Deutschland haben die Zukunftsbranchen dagegen erst jeden dritten Arbeitsplatz geschaffen. Ein ähnliche Mischung aus Licht und Schatten zeigt sich in puncto Ideenreichtum. So ist Deutschland zwar immer noch ein Land der Tüftler und Erfinder, aber viel zu wenige Patente werden tatsächlich umgesetzt die MP3-Technologie bildet da nur die Spitze des Eisbergs. Schätzungsweise jedes vierte Patent bleibt derzeit ungenutzt, wodurch dem Land nach Berechnungen des Verbandes Deutscher Ingenieure rund 8 Milliarden Euro an Wertschöpfung entgehen. Der zweite große Pluspunkt der Deutschen ist ihr Ideenreichtum. Je 1 Million Einwohner meldeten die Bundesbürger im Jahr 2003 gut 86 Patente beim Europäischen Patentamt sowie bei den Behörden in den USA und Japan an. Nur Schweden, Finnen und Japaner waren in dieser Disziplin noch aktiver. Auch in anderen Bereichen des Innovationsprozesses hakt es mittlerweile, wie die Innovationsbenchmark des IW Köln belegt: Innovative Betriebe finden kaum Ingenieure, Unternehmensgründern fehlt das Geld und die Förderprogramme des Bundes durchschauen nur noch Experten. Mit diesen Schwächen

9 Hochtechnologie: Wichtiger deutscher Arbeitgeber So viel Prozent der Beschäftigten arbeiten in Unternehmen, die diese Technologien oder Dienstleistungen anbieten Hochtechnologie Spitzentechnologie Wissensintensive Dienstleistungen Deutschland 8,8 1,7 33,4 Italien 6,3 1,1 29,8 Belgien 5,8 0,7 38,3 Schweden 5,4 1,1 47,8 Dänemark 5,3 1,0 42,8 Frankreich 5,2 1,2 36,3 Finnland 4,7 2,1 40,5 Spanien 4,6 0,5 22,7 Vereinigtes Königreich 4,5 1,1 42,4 Norwegen 3,4 0,5 45,7 Irland 3,3 2,7 33,9 Portugal 2,8 0,5 22,7 Niederlande 2,7 0,7 41,9 Griechenland 2,0 0,2 24,5 Hochtechnologie: Branchen, die 3,5 bis 8,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren; Spitzentechnologie: Branchen, die mehr als 8,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren; Wissensintensive Dienstleistungen: etwa Softwarehersteller; Stand: Quelle: OECD steht sich Deutschland selbst im Weg, denn die Krux im Innovationsgeschehen ist: Sobald ein Rädchen hakt, läuft der ganze Motor nicht mehr auf vollen Touren. Was nützen beispielsweise Patente, wenn sie weder Jobs noch Umsatz schaffen? Und wie sollen brillante Erfinder ihre Ideen umsetzen, wenn ihnen niemand finanziell unter die Arme greift? Deutschland muss daher seine Mängel in den Griff bekommen, um die Stärken wieder voll ausspielen zu können. Fangen wir mit der Analyse der Fehler, die die Benchmark des IW Köln offengelegt hat, dort an, wo alle Innovationen beginnen: in den Köpfen der Menschen.

10 2 Die Arbeitnehmer: Heute eine Stütze, morgen ein Problem? Wir können nicht gleichzeitig weniger werden, älter und auch noch dümmer. Edelgard Bulmahn, ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung Es mag banal klingen, aber an dieser Stelle muss es klar gesagt werden: Hervorragende Ideen entstehen nur in gut trainierten Gehirnen. Damit sind gar nicht mal nur die großen Stars der Forschungslandschaft gemeint. Vielmehr ist es wichtig, dass in den Unternehmen möglichst viele innovative Menschen arbeiten Beschäftigte, die in ihrer täglichen Arbeit sehen, wo sich etwas verbessern lässt, die neue Technologien offen annehmen und in den Forschungsabteilungen unkonventionelle Lösungen erarbeiten. Deutschland hat auf diesem Gebiet traditionell einiges zu bieten. Diese Stärke könnte das Land jedoch schon bald einbüßen. Denn die Jugendlichen, die in den kommenden Jahren ins Berufsleben einsteigen und peu à peu die älteren Generationen ersetzen, sind im internationalen Vergleich alles andere als exzellent ausgebildet. Die Personalabteilungen in den Unternehmen wissen das schon seit vielen Jahren, die Republik weiß es spätestens, seit die PISA-Studien für Schlagzeilen sorgten. In dem bislang letzten OECD-Vergleich aus dem Jahr 2003 landeten die deutschen Schüler unter 41 Ländern lediglich auf Rang 15. Ganz vorne standen kleine Nationen, die in den vergangenen Jahren viel in Bildung investiert haben und Deutschland mittlerweile überholen konnten etwa Finnland, Südkorea, die Tschechische Republik und Irland. Besorgniserregend für die Innovationsfähigkeit ist vor allem die mangelnde naturwissenschaftliche und mathematische Ausbildung der jungen Bundesbürger. So hinkten die deutschen 15-Jährigen bei der PISA-Studie 2003 mit ihrem Wissen über Physik, Biologie und Mathematik um rund ein halbes Schuljahr hinter den gleichaltrigen PISA-Gewinnern aus Finnland hinterher. Bei den Personalabteilungen deutscher Unternehmen bewerben sich jedoch nicht nur die schlechter geschulten Jugendlichen. Die Betriebe müssen auch unter weniger Hochschulabsolventen auswählen als in anderen Ländern. Im Jahr 2004 etwa hatten lediglich 20,6 Prozent der Bundesbürger im typischen Abschlussalter ein Studium erfolgreich beendet das sind nur 1,3 Prozentpunkte mehr als im Jahr Seit Langem schon stagniert diese sogenannte Akademikerquote. Dabei ist längst bekannt, dass sich die Industrieländer im Westen zunehmend auf hoch technisierte Produkte spezialisieren und deshalb immer mehr Akademiker benötigen. Andernorts wurde dieser Trend erkannt und es wurden die richtigen Schlüsse gezogen. Unter den jungen Finnen beispielsweise machen heute 48 Prozent ihren Hochschulabschluss 7,1 Prozentpunkte mehr als Die Schweiz steigerte ihre Akademikerquote in dem genannten Betrachtungszeitraum von 10,4 Prozent auf 26 Prozent, Italien von 18 Prozent auf 37 Prozent.

11 Hochschulabsolventen: Deutscher Techniker-Nachwuchs fehlt Von Erwerbspersonen hatten so viele einen mathematischen, technischen, natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss Deutschland USA Schweden Vereinigtes Königreich USA, Vereinigtes Königreich 2002: 2001; Vereinigtes Königreich 2004: Quellen: OECD; eigene Berechnungen Gerade die für die Wirtschaft so wichtigen MINT-Fächer Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften studieren in Deutschland viel zu wenige Jugendliche. Die Folge: Schon heute klagt jedes zweite Unternehmen, dass der Fachkräftemangel die Umsetzung von Innovationsprojekten behindere. Betroffen sind vor allem kleine und mittlere Betriebe, denen es schwerfällt, Spitzenkräfte für sich zu begeistern. Denn während die Global Player mit Prestige, großen Forschungsabteilungen und Arbeitsmöglichkeiten rund um den Globus locken, können Mittelständler den Hochschulabsolventen nur bescheidenere Angebote machen. Die Entscheidung der Jung-Akademiker zwischen Welt AG oder Schmidt GmbH, München oder Bergisch-Gladbach fällt daher oft zugunsten der renommierten Arbeitgeber aus. Fachkräftemangel: Jeder fünfte Betrieb hat Probleme So viel Prozent der Unternehmen sagen, die Verfügbarkeit von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Informatikern in ihrer Branche sei 4 sehr schlecht 22 schlecht 50 2 sehr gut mittelmäßig 22 gut Das Problem wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Schuld ist der demografische Wandel oder genauer gesagt: die geringen Geburtenraten. Sie sorgen dafür, Quelle: Befragung von Unternehmen im September 2006 durch den VDI

12 Patente: Eine Stärke der Routiniers So viel Prozent der Patente wurden von Erfindern in diesem Alter beim Europäischen Patentamt angemeldet unter 30 Jahren 2,7 31 bis 40 Jahre 31,4 41 bis 50 Jahre 27,2 51 bis 60 Jahre 32,0 61 bis 70 Jahre 6,3 über 70 Jahre 0,4 Stand: Quelle: Europäische Kommission dass in Deutschland immer weniger junge Menschen in die Unternehmen eintreten. Wenn es nicht gelingt, einen deutlich größeren Anteil eines jeden Jahrgangs in den Hochschulen auszubilden, dann werden auch immer weniger Nachwuchsakademiker an die Türen der Betriebe klopfen und der Wettbewerb um kluge Köpfe wird noch härter werden. Neben drohenden Fachkräfte-Engpässen bringt der demografische Wandel eine zweite große Herausforderung für innovative Unternehmen mit sich: die Alterung der Belegschaften. Heute kommen auf 100 Akademiker im Alter von über 45 Jahren rund 125 Akademiker im Alter zwischen 24 und 44 Jahren. Schon in wenigen Jahrzehnten werden die älteren Mitarbeiter allerdings in der Mehrheit sein. So könnten langfristig 100 älteren Akademikern nur noch 80 junge Kollegen mit Hochschulabschluss gegenübersitzen. Manche Experten warnen bereits vor den Auswirkungen auf den Innovationsstandort D: Den Unternehmen werde es künftig schwerer fallen, die älteren Belegschaften für neue Maschinen, neue Software oder andere Betriebsabläufe zu begeistern. Von den Mitarbeitern kämen wahrscheinlich weniger Verbesserungsvorschläge und generell nähme die Bereitschaft zur Veränderung ab kurz: die Unternehmen würden an Innovationsfähigkeit einbüßen. Hinter solchen Warnungen steht ein sehr negatives Bild des Alterns. Ältere Mitarbeiter werden pauschal als weniger leistungsbereit, weniger offen für Neues abgestempelt. Ob ältere Belegschaften tatsächlich nicht so innovativ sind wie jüngere, ist wissenschaftlich bislang nicht geklärt und muss kritisch hinterfragt werden. Vieles spricht jedenfalls für eine positivere Sicht. Die meisten Patente beispielsweise werden in Deutschland von Beschäftigten im Alter von über 50 Jahren angemeldet. 10

13 Kreativität ist also nicht zwangsläufig eine Domäne der Jüngeren. Das belegen auch andere Studien. Betriebsbefragungen zum Beispiel zeigen, dass ältere Mitarbeiter mehr Erfahrungswissen, Qualitätsbewusstsein und Loyalität mitbringen als ihre jungen Kollegen. Im Innovationsprozess kommen solche Stärken allerdings nur zur Geltung, wenn das Wissen auf dem neuesten Stand ist. Um mit ihrem ganzen Erfahrungsschatz Verbesserungsvorschläge zu machen, müssen ältere Beschäftigte beispielsweise darüber informiert sein, was technisch derzeit möglich ist. Gerade hier hapert es aber in Deutschland. Denn in die Jahre gekommene Mitarbeiter nehmen kaum an Weiterbildungen teil. Mit anderen Worten: Nicht die älteren Belegschaften bedrohen die Innovationsfähigkeit Deutschlands, sondern veraltetes Wissen! Leider haben das bislang nur wenige Betriebe verinnerlicht. So sagten in einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Jahr 2006 lediglich 24 Prozent der Unternehmen, dass künftig mehr über 50-jährige Beschäftigte in Weiterbildungen geschickt würden. Gut 36 Prozent waren der Meinung, es werde sich nichts ändern, und 33 Prozent gingen sogar von abnehmenden Weiterbildungsbemühungen aus. Hier muss dringend ein Umdenken stattfinden. Bislang stehen einem stärkeren Engagement allerdings auch die älteren Beschäftigten selbst im Wege. Viele von ihnen haben kaum Interesse daran, wenige Jahre vor der Rente noch einmal die Schulbank zu drücken und sich in neue Technologien einzuarbeiten. Deshalb besteht die Herausforderung für die Unternehmen darin, Weiterbildung: Kaum Interesse im Alter So viel Prozent der Bundesbürger in diesem Alter haben sich beruflich weitergebildet 19 bis 34 Jahre 35 bis 49 Jahre 50 bis 64 Jahre Quelle: BMBF 11

14 neue Formen der Weiterbildung zu unterstützen, die für etablierte Kollegen interessant sind. So möchten ältere Weiterbildungsteilnehmer beispielsweise nicht unbedingt an ihrer Persönlichkeit arbeiten, sondern handfeste praxisrelevante Inhalte lernen. Zudem müssen die Seminarleiter behutsam Hemmschwellen vor neuen Techniken abbauen und zuweilen das Lerntempo anpassen. 3 Die Unternehmen: Was falsch läuft Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts. Walter Scheel, ehemaliger Bundespräsident Sieben, acht Stunden Fahrt liegen hinter dem Lkw-Fahrer. Der Verkehr fließt träge dahin, vorbei an Feldern, Dörfern, Raststätten. Langsam geht die Sonne unter. Die Konzentration lässt nach, der Trucker wird müde, seine Augenlider fallen immer öfter nach unten. Plötzlich erschallt ein Signalton. Sein Fahrersitz vibriert und er wird im wahrsten Sinne des Wortes wachgerüttelt. Für die Rettung in letzter Sekunde sorgt das sogenannte Driver Attention System. Die Technologie wurde im September 2006 auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Hannover vorgestellt und soll in drei Jahren reif für den Markt sein. Der lebensrettende Einschlafwarner basiert auf einer kleinen Kamera, die ständig die Lidschläge des Fahrers analysiert. Gibt es Anzeichen für eine Übermüdung, löst das System Alarm aus. Entwickelt wurde der Hightech-Wecker vom Münchner Elektronikunternehmen Siemens. Jedes Jahr meldet der Konzern rund solcher Erfindungen zum Patent an. Die Ideenflut kommt nicht von ungefähr. Rund um den Globus tüfteln Siemens-Forscher an neuen Entwicklungen. Für die Arbeit der Wissenschaftler gab der Konzern allein im Geschäftsjahr 2004/2005 über 5 Milliarden Euro aus, fast 7 Prozent seines Umsatzes. Ähnliche Geschichten und Zahlen lassen sich praktisch zu allen deutschen Großunternehmen finden seien es Automobilhersteller wie Mercedes oder BMW, seien es Chemiekonzerne wie Bayer oder BASF. Keine Frage: Die Großunternehmen sind im Innovationsgeschehen Deutschlands nicht das Problem. Fast alle von ihnen betreiben Forschung. Und über 90 Prozent haben zwischen 2000 und 2003 erfolgreich ein neues Produkt auf den Markt gebracht oder ihre Herstellungsverfahren optimiert. Deutschlands Sorgenkinder sind jedoch die Mittelständler, die deutlich weniger forschen. Die Gründe für die Innovationsschwäche des Mittelstands sind vielfältig. Drei Hemmnisse stechen hervor: Wirtschaftliches Risiko. Konjunkturflaute, Konsumzurückhaltung, Geiz-ist-geil-Mentalität in einem solchen Umfeld finden Erfinder selten den Mut, sich mit ihren Ideen selbstständig zu machen. Daher verwundert es kaum, dass sich im Jahr 2005 lediglich 5,4 Prozent der 12

15 Bundesbürger im Alter von 18 bis 64 Jahren an die Gründung eines Unternehmens trauten, während etwa in den USA 12 Prozent und in Irland fast 10 Prozent den Sprung in die Selbstständigkeit wagten. Nach Jahren schwacher Konjunktur haben allerdings auch die etablierten deutschen Unternehmen Angst, auf neu entwickelten Produkten sitzen zu bleiben. Und die Befürchtungen der deutschen Manager sind gar nicht mal unbegründet. Studien zeigen, dass von vier Entwicklungsprojekten im Schnitt nur eines dem Betrieb Geld einbringt. Großunternehmen kommen mit einer solchen Ausfallquote besser zurecht. Sie investieren gleichzeitig in eine Unmenge von Ideen und hoffen, dass eine Erfindung genügend Geld abwirft, um die Ausgaben für die gescheiterten Vorhaben zu begleichen. Diese Rechnung können Mittelständler nicht aufmachen, da sie in der Regel nur wenige Forschungsprojekte finanzieren. Ein einziger Fehlschlag bedeutet für sie unter Umständen das Aus. Daher überlegen es sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vor allem kleine Unternehmen sehr genau, ob sie den Sprung ins kalte Wasser wagen und eine neue Idee vorantreiben. Fehler im Management. Zum wahrscheinlich größten Brainstorming aller Zeiten bat der amerikanische Softwarehersteller IBM im Sommer Rund Mitarbeiter und Kunden aus 75 Ländern konnten 72 Stunden lang im Internet ihre Ideen platzieren. Mit dem gigantischen Innovation Jam wollte IBM herausfinden, welche Produkte und Dienstleistungen im globalen Wettbewerb bestehen können. Aus allen Vorschlägen wurden herausgefiltert, 31 davon will IBM nun weiterverfolgen darunter Ideen zum Aufbau digitaler Lager für private Foto- und Musikdateien sowie für Mobiltelefone, die als digitale Geldbörsen benutzt werden können. Die weltumspannende Ideenschmiede von IBM war zwar selbst für Großunternehmen ungewöhnlich, aber im Grunde gehen alle Konzerne in einem kleineren Rahmen ähnlich vor. Spontane Erfindungen wie in den fünfziger Jahren, als Artur Fischer praktisch über Nacht den weltweit ersten Plastikdübel konstruierte (vgl. Kasten Seite 14), sind heute selten. Stattdessen folgen die Großen bei ihrer Suche nach neuen Produkten und Verfahren einem klar strukturierten Weg: Ideen der Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer werden systematisch gesammelt, ausgewertet und dem Management vorgelegt. Anschließend werden die Marktchancen ausgelotet, potenzielle Abnehmer befragt, Machbarkeitsstudien erstellt und ein Prototyp entwickelt. Mit diesem Prozess versuchen die Konzerne, die Kreativität ihrer Mitarbeiter so weit wie möglich anzuzapfen. Gleichzeitig vermeiden sie es, lange Zeit ein totes Pferd zu reiten, also viel Geld in eine Technologie ohne Zukunft zu investieren. 13

16 Vom Fotoblitz zum Geistesblitz: Wie Artur Fischer den Plastikdübel erfand und begeistert sich spontan dafür, dann wird sie vielleicht umgesetzt ansonsten bleibt alles beim Alten. Dadurch läuft das Unternehmen jedoch Gefahr, dass viele gute Vorschläge unentdeckt bleiben. Ein Blitzgerät für Fotoapparate in einen Geistesblitz umzuwandeln dieses Kunststück gelang Artur Fischer im Jahr Der schwäbische Unternehmer und Tüftler produzierte in den fünfziger Jahren Metalldübel. Eines Tages kam ein Handelsvertreter zu ihm, klagte über die geringe Nachfrage nach starren Dübeln und bat Fischer, eine Alternative zu entwickeln. Einige Jahre zuvor hatte Artur Fischer ein Foto-Blitzgerät erfunden, das zum Teil aus Polyethylen bestand. Nun erinnerte sich der umtriebige Schwabe an den damals noch kaum bekannten Werkstoff. Er nahm einen Polyethylenstift, feilte Kerben in den Rand, bohrte ein Loch hinein und sägte die Spitze auf, damit sich der Dübel im Loch spreizen konnte. Das Prinzip funktionierte. Der Plastikdübel war geboren und schon eine Woche später konnte Fischer seine Erfindung in Serie produzieren. Mittlerweile fertigen die Fischer-Werke täglich rund 7 Millionen Dübel. Riesige Brainstormings können Mittelständler natürlich nicht initiieren. Das Schlimme ist aber: Viele KMU kennen nicht mal einen einfachen strukturierten Innovationsprozess. Geradezu schockiert berichten Unternehmensberater, die kleine Betriebe auf Herz und Nieren untersucht haben, wie viel dort dem Zufall überlassen wird: Erfährt der Chef irgendwie von einer guten Idee Auch machen sich zu wenige Mittelständler darüber Gedanken, ob es überhaupt Kunden für das neue Produkt gibt, was sich potenzielle Abnehmer wünschen und ganz wichtig: ob sie tatsächlich die Ersten sind, denen diese Idee eingefallen ist. Das mag überraschend klingen, denn eigentlich sollte man meinen, solche Erkundigungen stünden am Anfang eines jeden Projekts. Tatsächlich werden aber zwei von drei abgelehnten Patentanmeldungen zurückgeschickt, weil die Idee nicht wirklich neu ist. Der ganze Aufwand, den das Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt betrieben hat, war damit umsonst. Fachleute schätzen den volkswirtschaftlichen Schaden solcher Doppel- und Nacherfindungen in Deutschland auf bis zu 15 Milliarden Euro pro Jahr. Ein weiterer Hemmschuh ist die mangelnde Bereitschaft vieler Mittelständler, mit anderen Unternehmen zu kooperieren. Dahinter steht oft die Sorge, im Verlauf der Zusammenarbeit wichtige Betriebsgeheimnisse preisgeben zu müssen. Im Einzelfall mag diese Befürchtung begründet sein vielfach überwiegen jedoch die Vorteile: So können gerade Mittelständler in gemeinsamen Projekten lernen, wie große Betriebe Innovationen managen, oder sie können zusammen Labors unterhalten, die für kleine Betriebe allein nicht finanzierbar wären. 14

17 Innovationskooperationen: Deutscher Mittelstand winkt ab So viel Prozent der Unternehmen kooperieren bei Innovationen mit anderen Unternehmen oder Wissenschaftsinstituten 10 bis 49 Beschäftigte 50 bis 249 Beschäftigte 250 und mehr Beschäftigte Finnland Dänemark Schweden Frankreich Vereinigtes Königreich Deutschland Spanien Italien Stand: Quellen: Eurostat; eigene Berechnungen Schlechte Finanzierungsmöglichkeiten. Innovationsprojekte verschlingen viel Geld. Schon in der Startphase müssen Werkstoffe eingekauft werden, die Mitarbeiter warten auf ihre Löhne, für Büroräume oder Labors werden Mieten fällig. In der zweiten Phase kommt es dann noch dicker. Patentanwälte verlangen Honorare, das Patentamt stellt Gebühren in Rechnung, teure Marktstudien müssen durchgeführt werden und, und, und. Große Unternehmen finanzieren diese Ausgaben aus dem eigenen Kapital oder den laufenden Einnahmen. Kleine Firmen und vor allem Unternehmensgründer haben solche finanziellen Möglichkeiten nicht. Gerade zu Beginn kommt bei ihnen meistens kein Geld in die Kasse, weil das Produkt nur als Idee auf dem Papier steht und noch nicht über die Ladentheken der Geschäfte geht. Viele Innovatoren greifen daher zunächst auf eigene Ersparnisse und Geld aus öffentlichen Fördertöpfen zurück. In der Startphase geht das noch gut. Aber spätestens wenn der Prototyp fertig ist, beginnen die Probleme. An staatliche Gelder kommen die Erfinder dann nur noch sehr schwer heran. Auch die Ersparnisse sind zu diesem Zeitpunkt meist schon dahingeschmolzen. Die Innovatoren müssen sich daher auf die Suche nach privaten Finanziers machen und jetzt tritt das Projekt in die kritischste Phase ein, denn Banken vergeben Kredite nur gegen Sicherheiten. Die können aber viele Start-up-Unternehmen nicht bieten. Teure Maschinen zum Beispiel, welche die Bank 15

18 im Falle einer Insolvenz zu Geld machen könnte, gibt es nicht. Alles, was ein Erfinder vorzuweisen hat, ist seine Idee. Wenn die floppt, steht er mit leeren Händen da und die Bank sieht ihr Geld nie wieder. Die Geldhäuser haben sich daher praktisch komplett aus der Kreditfinanzierung von Innovationsprojekten verabschiedet. Das ist in Deutschland nicht anders als in den USA, Großbritannien oder Skandinavien. Weltweit sind Erfinder daher auf Wagniskapitalgeber angewiesen. Im Unterschied zu klassischen Banken machen diese Beteiligungsfonds ihr Engagement nicht davon abhängig, ob beleihbare Sicherheiten vorliegen, sondern schauen einzig und allein auf die Ertragschancen. Das Problem für kleine Unternehmen in Deutschland ist aber: Hierzulande steht wesentlich weniger Wagniskapital zur Verfügung als in anderen Ländern. So konnten junge deutsche Firmen im Jahr 2005 lediglich auf Risikokapital in Höhe von 0,06 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zurückgreifen. In Großbritannien belief sich das sogenannte Venture Capital dagegen auf fast 0,4 Prozent des BIP und in Schweden auf 0,3 Prozent. Wagniskapital: Wenig Geld für deutsche Gründer Wagniskapitalinvestitionen in Prozent des Bruttoinlandsprodukts Deutschland Frankreich Schweden Vereinigtes Königreich ,028 0,043 0,017 0, ,029 0,060 0,110 0, ,045 0,051 0,039 0, ,071 0,073 0,056 0, ,134 0,128 0,189 0, ,190 0,228 0,215 0, ,132 0,090 0,408 0, ,063 0,082 0,260 0, ,033 0,114 0,152 0, ,049 0,103 0,241 0, ,057 0,100 0,299 0,367 Quelle: Eurostat 16

19 Der Mangel in Deutschland hat viel mit den steuerlichen Rahmenbedingungen zu tun. Wagniskapitalgesellschaften unterliegen zum Beispiel der Gewerbesteuer einer Steuer, die im Ausland gänzlich unbekannt ist. Zudem kennt der deutsche Fiskus weniger Gnade mit jungen Unternehmen: In der Regel machen Gründer in den ersten Jahren Verluste. Wenn die magere Zeit vorbei ist und unterm Strich endlich Geld in der Kasse bleibt, können die Start-ups bei ihrer Steuererklärung allerdings nur einen Teil der anfänglichen Verluste von den Gewinnen abziehen. Die Folge: In Deutschland müssen junge Unternehmen schon sehr früh Steuern zahlen. Daher sind sie in den Augen vieler Wagniskapitalgeber weniger attraktiv als Anlageziele in anderen Ländern. Die Bundesregierung hat kürzlich versprochen, die steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern. Es ist zu hoffen, dass sie damit Erfolg hat. Denn was auf den ersten Blick wie ein einfaches Detail im sowieso schon kaum durchschaubaren deutschen Steuerdschungel daherkommt, entpuppt sich bei näherem Hinschauen als gravierende Schwäche. So scheitern viele Innovationsprojekte hierzulande, weil die Unternehmen auf halbem Weg von der Erfindung bis zur Markteinführung keine Geldgeber finden. Deutschland ist daher noch immer ein Land der Ideen. Im internationalen Vergleich bringt es aber viel zu wenige Innovationen tatsächlich in die Regale der Geschäfte. 4 Der Staat: Mehr Gärtner, weniger Zaun Es darf nicht sein, dass man für eine pfiffige Idee keinen Kredit bekommt, wohl aber für das Grundstück seiner Großmutter. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und ehemaliger Bundesminister für Forschung und Wissenschaft Auch Sprachbilder können Innovationen sein. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Kurzem bewiesen: Der Staat, so die promovierte Physikerin, müsse Gärtner sein und nicht Zaun. Gärtner? Zaun? Nun gut, man weiß, was gemeint ist und auf dem weiten Feld der Innovationen hat die Forderung allemal ihre Berechtigung. Um im Bild zu bleiben: Der Staat muss säen, damit das Land ernten kann. Das beginnt bei der Bildungspolitik und geht weiter beim Arbeitsmarkt. Regelmäßig kritisieren Fachleute aus aller Welt, die deutschen Regelungen seien zu starr und unzuverlässig. In einer Rangliste der Weltbank beispielsweise landet der hoch regulierte deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2006 unter 175 Staaten auf Platz 129 direkt hinter Ländern wie Pakistan und Moldawien. Vor allem die hohe Rechtsunsicherheit ruft immer wieder Kritik hervor. So sind viele Finessen des Kündigungsschutzes nicht im Gesetz geregelt, sondern ergeben sich allein aus der Rechtsprechung. Für die Unternehmen ist dieser Wirrwarr aus Aktenzeichen jedoch nur schwer zu durchschauen. Jede fünfte Entlassung werde daher in langen und teuren Verhandlungen vor Gericht geklärt, schätzen Experten. 17

20 Die Probleme im Arbeitsrecht wiegen für innovierende Unternehmen umso schwerer, da ihre Forschung mit viel Unsicherheit behaftet ist. Wenn sich beispielsweise Projekte nach einiger Zeit als technologische Sackgasse oder Millionen-Euro-Grab entpuppen, sind die Unternehmen darauf angewiesen, sich möglichst unkompliziert von den Mitarbeitern trennen zu können. Das klappt, wie gesehen, in Deutschland jedoch alles andere als reibungslos. Viele Firmen lassen daher die Finger von radikalen Neuerungen und entwickeln lieber bestehende Produkte schrittweise weiter. Auf diese Weise sind sie eher auf der sicheren Seite, sodass Ausgaben- und Personalplanungen weniger Risiko in sich bergen. Neben Reformen in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt muss die Politik noch auf einem anderen Feld säen: der Forschungsförderung. Öffentliche Finanzspritzen benötigt etwa die Grundlagenforschung, deren bahnbrechende Erfindungen immer wieder einmal die Tür zu völlig neuen, lukrativen Wirtschaftszweigen aufstoßen, wie der Nano- oder Biotechnologie. Weil sich die Forscher bei ihrer Arbeit nicht daran orientieren, ob man mit den Ergebnissen eines Tages Geld verdienen kann, investieren die Unternehmen nur sehr wenig in Grundlagenforschung. Öffentliche Mittel sind in diesem Bereich daher unentbehrlich. Darüber hinaus muss der Staat Unternehmensgründern unter die Arme greifen, denn wie beschrieben haben die jungen Start-up-Firmen ab der ersten Minute Probleme, private Geldgeber zu finden. Am Anfang können sie nur eine Idee vorweisen und für die geben selbst Wagniskapitalgesellschaften kaum Geld. Ohne die öffentlichen Finanzspritzen würden daher viele neu gegründete Unternehmen schon früh aufgeben. In der zweiten Phase haben die Betriebe auf ihrer Suche nach Finanziers wenigstens einen Prototyp im Gepäck, mit dem sich Wagniskapitalgeber begeistern lassen. Da in Deutschland jedoch kaum Risikogelder bereitstehen, sollte der Staat nicht nur die Rahmenbedingungen hierfür ändern, sondern zunächst auch in dieser Phase des Innovationsprozesses Hilfen anbieten. Nun kann man der Politik kaum vorwerfen, all diese Bereiche nicht zu fördern im Gegenteil: Seit Langem finanziert der Staat beispielsweise die Arbeit der Hochschulen, Max-Planck- Institute und der Fraunhofer-Gesellschaft. Zudem existiert eine Unmenge an Fördertöpfen für Unternehmensgründer und Betriebe, die nach neuen Produkten und Verfahren forschen. Das Problem ist jedoch: In den vergangenen Jahren hat der Staat sein Engagement immer weiter zurückgefahren. So stammten 1995 noch 38 Prozent aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland aus staatlichen Budgets mittlerweile sind es dagegen nur noch 30 Prozent. 18

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