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1 Frühjahr 2009 treff.punkt Buchhandlung Brigitte Salanda Fischerstiege 1 7, 1010 Wien, Tel.: Di: Uhr, Mi Fr: Uhr, Sa: Uhr a punkt a. Liebe Leserinnen, liebe Leser, willkommen bei treff.punkt a.punkt! Neun Jahre ist es her, dass ich die Buchhandlung a.punkt eröffnet habe, und ich will Ihnen allen für Ihre Treue danken es macht immer noch Spaß, Ihre Buchhändlerin zu sein. Unsere jüngsten Besucher kommen zwar noch auf den Schultern der Riesen oder im Kinder wagen, unter den etwas älteren gibt es aber bereits einige, die das Lesen spannender Geschichten entdecken, oder die Philosophie, die Politik, die Literatur. Wenn Sie die Leselust Ihrer Kinder, Enkel, Neffen und Nichten etc. unterstützen wollen, richten Sie Ihnen doch ein Konto bei uns ein. Ein Taschenbuch im Monat, das wäre doch ein Beitrag zum Aufbau einer Bibliothek: die Kinder suchen aus, Sie bekommen die Rechnung oder Sie setzen einen Betrag fest, der verbraucht werden kann. Wir bemühen uns für alle Alters gruppen um schöne Bücher, hier haben wir eine Auswahl der Neuerscheinungen des Frühjahrs 2009 getroffen, von der wir hoffen, dass Sie Ihr Interesse findet. Seit 49 Jahren am Buch, nehme ich gemeinsam mit Josef Mittendorfer und Eva Ribarits, gerne auch per Telefon oder , Ihre Bestellungen entgegen. Mit freundlichen Grüßen Ihre Brigitte Salanda LESE-LUST LESE-LUST Etel Adnan Der Herr der Finsternis Erzählungen Aus d. Engl. v. Chr. Dormagen Suhrkamp, 171 S., 20,40 Auf gerade einmal acht Seiten gelingt es der Autorin Etel Adnan in dieser Erzählung, mit den Worten des kleinen Jungen eine Familientragödie und die Geschichte einer ganzen Region zu erzählen. (...) Das lyrische Vermögen der Dichterin steht dabei nicht im Gegensatz zu ihrem politischen Bewusstsein. (...) Sie beschreibt immer wieder in eindrücklichen Bildern, was Krieg in den Seelen der Menschen anrichtet, wie er Heimat und Identität verändert. (Carsten Hueck, Deutschlandradio) Etel Adnan, Schriftstellerin und Malerin, wurde 1925 in Beirut geboren. Ihre Mutter war eine (christliche) Griechin aus Smyrna, ihr Vater ein (muslimischer) Syrer, ottomanischer Offizier und Stadtkommandant von Smyrna (heute Izmir)... Peter Altenberg Das Buch der Bücher von Peter Altenberg Zusammengestellt von Karl Kraus Wallstein, 3 Bde., 1006 S., 50,40 An seinem Grab versammelte sich vor 90 Jahren das Wien des Fin de Siècle: Egon Friedell, Arnold Schönberg, Adolf Loos, Karl Kraus und hunderte andere Freunde und Bewunderer nahmen Abschied von Peter Altenberg ( ). Peter Altenbergs Werk ist heute nur noch in wenigen schmalen Aus wahl - ausgaben greifbar. Mit dieser Edition erscheint zu seinem 150. Geburtstag am 9. März die umfangreichste Werkaus - gabe, die es je gab: Anhand von Arbeitsexemplaren ist hier die dreibändige Auswahl rekonstruiert, die ursprünglich Altenbergs Freund und Bewunderer Karl Kraus geplant hatte. Sie wird ergänzt durch einen Essay von Wilhelm Genazino sowie ein umfangreiches Nachwort und einen Stellenkommentar des Herausgebers Rainer Gerlach. John Banville alias Benjamin Black Der silberne Schwan Aus d. Engl. v. Chr. Schuenke Kiepenheuer & Witsch, 352 S., 20,60 Man erliegt dem zwielichtigen Charme Nachkriegs-Dublins und riecht förmlich den Zigarettenrauch und das irische Bier. (Times Literary Supplement) Dublin, 50er-Jahre. Als Billy Hunt, ein Freund aus Collegetagen, sich bei Quirke meldet, weil sich seine junge und hübsche Frau Deirdre angeblich das Leben genommen hat, kann Quirke den Ärger schon von Weitem riechen. Quirke, Pathologe und ehemaliger Trinker, ist jedoch kein Mann, der Problemen gerne aus dem Weg geht, und so ermittelt er auf eigene Faust. Angetrieben von der eigenen Ein - samkeit, dem schlechten Verhältnis zu seiner Tochter und von einer unstillbaren Neugier wird Quirke in einen Skandal hineingezogen, in dem sexuelle Ob - sessionen, Prüderie und Erpressung eine Rolle spielen. Ein fesselnder, atmosphärisch dichter, wunderschön geschrieben. (Guardian) Sybille Bedford Rückkehr nach Sanary Aus d. Engl. v. S. Ruschmeier SchirmerGraf, 420 S., 23,50 Bedford ( ) lebte als junges Mädchen mit ihrer Mutter und deren zweitem, italienischen Ehemann an der Côte d Azur, dem Zufluchtsort für viele europäische Künstler und Intellektuelle der Zeit. Alle ihre e und Reiseerzählungen schöpfen aus diesem biographischen Hintergrund. Die NZZ nennt ihre Prosa spritzig und humorvoll, assoziativ und sinnlich. Rückkehr nach Sanary ist ein autobiographischer : Ein exzentrischer Vater, der in einem Schloss seine mittelalterlichen Kunstschätze hütete, exzellenter Wein -

2 kenner war, aber sich lieber mit Esel und Schafen als mit Menschen umgab; eine schöne, hoch gebildete, extravagante Mutter, deren zwanzig Jahre jüngerer italienischer Liebhaber aussah wie von Botticelli gemalt... Antonio di Benedetto Zama wartet Aus d. Span. v. M. Bamberg Manesse, 384 S., 20,50 Antonio Di Benedettos großer Latein - amerika- ist die Chronik eines Scheiterns an den eigenen Ansprüchen. Ein Mann, dem eine glänzende Karriere vorgezeichnet schien, strandet in einem entlegenen Städtchen in der südamerikanischen Provinz... Thomas Bernhard Meine Preise Erstausgabe aus dem Nachlass. Mit Faksimiles Suhrkamp, 144 S., 16,30 Thomas Bernhard hat den Literatur - preiszirkus Zeit seines Lebens verabscheut. Er hat ihn gefürchtet und ge - hasst, und er hat über ihn gelacht, so gut es ging. Die Rituale der Preisver - leihung, die oft unsäglichen Grußworte und ahnungslosen Reden der Funktio - näre, die mittelmäßigen Streichquartette und die in der ersten Reihe schnarchenden Politiker und Honoratioren, die dünkelhaften Juroren und die selbstherrlichen Akademiepräsidenten, das ganze halbgebildete Schranzentum, das sich so oft wie möglich versammelt zum Zweck des Selbstgenusses mit den Mitteln der Dichterdemütigung all das hat Thomas Bernhard gehasst, und er hat es in einem Hass ausgekostet bis zur bitteren Neige. (Hubert Spiegel, FAZ) Götz Fritsch / Ruthard Stäblein (Hg.) Thomas Bernhard Siegfried Unseld Briefwechsel Hörverlag, CD-Box, 20,- Falls jemand auf ein letztes, unentdecktes Drama von Thomas Bernhard gehofft haben sollte: Hier ist es. Es heißt Briefwechsel und entstand zwischen 1961 und Bernhards Tod (...) Ruthard Stäbleins und Götz Fritschs dreieinhalbstündige Fassung (...) darf einen enormen dramaturgischen Ge winn verbuchen. (Wilhelm Trapp, NZZ) Hélène Berr Pariser Tagebuch Aus d. Franz. v. E. Edl Hanser, 320 S., 22,10 Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Hélène in ihrem 2 Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen. Als sie das Tagebuch 1943 wiederaufnimmt, legt sie Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus. Patrick Modiano hat Hélène Berr mit Simone Weil und Katherine Mansfield verglichen. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich. Melita Breznik Nordlicht Luchterhand, 250 S., 20,60 Einer Ärztin versagen die Kräfte: Die Arbeit in der Klinik macht ihr zu schaffen, und von der Liebe zu ihrem Ehemann ist nicht mehr viel geblieben. Sie entschließt sich, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und nach Norwegen zu gehen. Dort begegnet sie einer Frau in ihrem Alter, und eine große Freundschaft beginnt... Michel Butor Der Zeitplan Aus d. Franz. v. H. Scheffel Matthes & Seitz, 400 S., 27,70 Im Zeitplan schreibt der 1926 geborene Mitbegründer des Nouveau einen Kriminalroman ohne Verbrechen, in dem sich Revel, der Protagonist, auf die Suche nach der verlorenen Zeit begibt. Eine dunkle Allegorie der Moderne mit den literarischen Mitteln der Moderne. Der Aufenthalt eines jungen Franzosen in einer düsteren, apo kalyptischen Industriestadt im Nor - den Englands wird zu einem un heim - lichen Abenteuer in der beklemmen den Atmosphäre aus Verdacht und Angst. Mircea Cartarescu Nostalgia Aus d. Rumän. v. G. Csejka Suhrkamp, 450 S., 25,50 Gib, o Herr, Israel den Frieden / Einem, der achtzig Jahr auf dem Buckel hat und keine Zukunft auf Erden. Ich setze diese Eliot-Verse hierher und frage mich, wozu. Gewiß nicht als mögliches Motto zu irgendeinem neuen Buch, denn ich werde nie wieder eins schreiben. Was ich hier dennoch zu Papier bringe, hat in meinen Augen nicht das geringste mit Literatur zu tun. Literatur habe ich genug geschrieben. Sechzig Jahre lang tat ich nichts anderes. Doch möchte ich mir jetzt, am Ende angelangt, ein kühles Urteil nicht versagen: Was ich ab dem dreißigsten Lebensjahr schrieb, war nur noch peinliche Hochstapelei. So beginnt das Buch. Es erzählt von Kindheit und Jugend im Bukarest der sechziger- und siebziger-jahre, ist ein jäher gleißender Strahl am fahlen Firmament der europäischen Literatur. (Le Monde) Willa Cather Schatten auf dem Fels Aus d. Amerikan. v. E. Schnack Manesse, 416 S., 20,50 Die Wiederentdeckung einer großen amerikanischen Klassikerin ( ): In Schatten auf dem Fels wendet sich Willa Cather der faszinierenden Wildnis Kanadas zu. Mit berührender Anteilnahme und literarischem Feingefühl erzählt sie von einer französischen Einwandererfamilie gegen Ende des 17. Jahrhunderts, die auf dem Grauen Fels erst heimisch werden muss. Lucas Cejpek wo ist elisabeth? Sonderzahl, 160 S., 16,- Sie hat die Sekretärin gespielt. Natürlich perfekt. Besser als jede Sekretärin, die ihren Job aus Überzeugung macht, aus Not oder Verlegenheit. So wie sie die gute Tochter gespielt hat, die Schwester, die Freundin und die Geliebte. Elisabeth ist eine Schauspielerin, zum Glück. Wenn du immer jemand anderes bist, kommst du überall hin. Alles beginnt mit einem Telefonanruf: mit einer vergessenen Handtasche und einer Namensverwechslung. Wo und wer ist Elisabeth Cejpek? Für den Autor Lucas Cejpek beginnt eine Spurensuche, auch in der eigenen Biografie. Anhaltspunkte bilden dabei die Dinge, die Elisabeth zurückgelassen hat: eine Krokodil - ledertasche, eine Kinokarte für ce oder ein zyklamroter Lippenstift. Jedes einzelne Ding eröffnet ein eigenes Feld, das zu Ab- und Ausschweifungen führt. (...) Auf der Suche nach der Hauptfigur seines s wird das Buch für den Autor zu einem Puzzle, das sich nie zu einem ganzen Bild fügt... Philippe Claudel Brodecks Bericht Aus d. Franz. v. Chr. Seiler Kindler, 352 S., 20,50 Ein kleines Dorf im deutsch-französischen Grenzgebiet, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Außenseiter Brodeck lebt hier zurückgezogen mit seiner Familie. Als er eines Abends in das Wirtshaus geht, trifft er dort auf die Dorfgemeinschaft, die gerade kollektiv

3 einen Fremden ermordet hat. Dieser Fremde, von allen nur der Andere genannt, war ein weit gereister Gelehrter: Sein Wissen, seine Fähig - keiten und seine Andersartigkeit machte den Menschen Angst, schürte ihr Misstrauen, brachte sie gegen ihn auf. Friedrich Christian Delius die frau, für die ich den computer erfand Rowohlt, 256 S., 20,50 Konrad Ernst Otto Zuse ( ) war ein deutscher Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer (Zuse KG). Mit seiner Entwicklung des Z3 im Jahre 1941 gilt er als der Erfinder des modernen Computers. Friedrich Christian Delius erzählt in diesem, wie alles anfing mit der Computerei: vom Beginn des digitalen Zeitalters in einer kleinen Wohnung in Berlin-Kreuzberg bis in die Gegen-wart. Die Erfindung des Computers ist zugleich die Erfindung einer unmöglichen Liebe, denn: Beflügelt von seiner platonischen Fernliebe zu Ada Lovelace, der Tochter Lord Byrons, hat er am heimischen Wohnzimmertisch mit handgesägten Einzelteilen wahre Wunder vollbracht. Lizzie Doron Es war einmal eine Familie Aus d. Hebr. v. M. Pressler Suhrkamp, 150 S., 17,30 Tel Aviv, Anfang der neunziger-jahre: Helena, Elisabeths Mutter, ist gestorben. Während der Schiva, der sieben Trauertage, ist Elisabeth wieder in dem kleinen Viertel, in dem sie in den fünfziger und sechziger Jahren aufgewachsen ist, ein Viertel, in dem Überlebende der Shoah versuchten, sich ein neues Leben aufzubauen... Per Olov Enquist Ein anderes Leben Aus d. Schwed. v. W. Butt Hanser, 544 S., 25,50 Von einem, der als Sohn einer strenggläubigen Volksschullehrerin in einem Dorf in Schweden aufwuchs und zu einem der angesehensten europäischen Schriftsteller wurde. Enquist erzählt seine Lebensgeschichte: Er studierte in Uppsala, erlebte die RAF-Zeit in West- Berlin, schrieb in München als Journalist über die Olympiade und debütierte mit seinem Theaterstück am Broadway in New York. Wenn alles so gut ging, wie konnte es dann so schlimm werden? steht als Leitfrage über Enquists Biografie, die auch tief in die Alkohol - abhängigkeit und an den Rand des Todes führte. Was für eine Auto bio - grafie! Jan Böttcher in der SZ ist tief beeindruckt. Nicht nur, weil ihm Enquist hier offenbart, wie sehr seine e von persönlichen Erlebnissen geprägt sind. Böttcher liest den Text aristotelisch, als dreiteiliges kathartisches Unter - fangen eines Mannes, der in die eigenen Abgründe schaut. Der äußerlichen rasenden Vorwärtsbewegung (Reisen durch Mitteleuropa) entspricht ein innerer rückwärtsgewandter Blick Richtung Herkunft. Im dritten und letzten Teil be - gegnet Enquist dem Teufel Alkohol... (perlentaucher.de) Peter Esterházy Keine Kunst Erzählung Aus d. Ungar. v. T. Mora Berlin, 240 S., 22,70 Als ich beschloss, die Geschichte meiner Mutter zu schreiben, über ihre verblüffende, auf jeden Fall aber ungewöhn - liche Beziehung zum Fußball, wusste ich nicht, dass auch ich eine neue Geschichte haben würde hatte Esterházy vom Sterben seiner Mutter erzählt. Jetzt erweckt er sie wieder zum Leben. Fast jeden Tag sieht er sie, während er diese Erzählung schreibt... Michaela Falkner Kaltschweißattacken Residenz, 144 S., 14,90 Michaela Falkner erzählt vom Tod einer Liebe und sie macht gleichzeitig in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit den alltäglichen Schrecken eines Familiendramas erkennbar. Michaela Falkner gehört mit ihren Texten und Performances zu den herausragenden Vertreterinnen einer Avantgarde, die nicht mehr auf die überlebensgroßen Vorbilder der Wiener Gruppe referiert, sondern sich selbstbewusst Fragmente von Sprach- und Gesellschaftskritik einverleibt, und diese spielerisch-ironisch zu neuen Formen des literarischen Sprechens umformt. (Peter Zimmermann, Ö1 Ex Libris) Filmedition Suhrkamp Suhrkamp, DVD, je ca. 30,80 Der Entschluß steht fest, das KAPITAL nach dem Szenarium von Karl Marx zu verfilmen, notierte Sergej Eisenstein am 12. Oktober Den DVDs der neuen Reihe Filmedition Suhrkamp, abgekürzt fes, liegen umfangreiche Booklets mit Dokumentationen und Fotos bei. Essays bieten Hintergrund - informationen zur Entstehung der Filme. Bisher erschienen: fes1: Kluge, Eisensteins Kapital fes2: Brecht, Kuhle Wampe fes3: Beckett fes4: Interviews mit Bernhard fes5: Bourdieu fes6: Jugend ohne Gott Für 2009 sind geplant fes7: Frisch fes8: Trotta fes9: Derrida fes10: Kulterer Yasmine Ghata Die Târ meines Vaters Aus d. Franz. v. A. Spingler Ammann, 130 S., 18,50 Nach dem Tod seines Vaters erhält Hussein die Târ, die in der Familie seit Generationen an den ältesten Sohn weitergegeben wird. Doch unter Husseins Fingern will die doppelbauchige Laute ihre mystischen Akkorde nicht preisgeben. Seinen Anstrengungen zum Trotz bleibt sie ein bloßes Stück Holz ohne jede künstlerische Strahlkraft. Lastet ein Fluch auf Hussein? Welches Geheimnis birgt die Târ, das zu schwer wiegt, um sie erklingen zu lassen? Yasmine Ghata verflicht eine tragische Liebesgeschichte mit der Faszination der persischen Kultur. Ihre Erzählung verdient in doppeltem Maße die Bezeichnung Komposition. (Tanja Kasischke, MAZ) Die Autorin von Die Nacht der Kalligraphen erzählt mit der Eindringlichkeit einer alten Legende von Ekstase und Trance und von der Göttlichkeit der Musik. (FOCUS, ) Unter können Sie Klänge des Instruments herunterladen. 3

4 Anselm Glück Schatten abtasten Mit Zeichnungen v. A. Glück Jung und Jung, 160 S., Abb., 20,50 Schreiben macht Spaß und birgt viele Überraschungen. Zuerst hat man ein Blatt Papier und zum Schluss liegen viele Worte darauf und schlüpfen bei jeder Gelegenheit durch die Augen in den Kopf zurück. Wer schreiben mag, braucht nicht erst zu fragen. Zuerst fängt man an und wird nach und nach tüchtiger. Wer einmal mit dem Schreiben begonnen hat, merkt bald, wie viel Spaß es macht. (A.G.) Didier Goupil Castro ist tot! Haymon, 120 S., 14,90 Didier Goupil entwickelt seinen vor dem realistischen Hintergrund des modernen Kuba: Fidel Castro rüstet zu einer noch nie dagewesenen Verhaftungs welle. In nicht einmal einer Woche werden über 1500 Jahre Gefängnisstrafen verhängt. Unter den Verhafteten: Juan Valero, Journalist und Regimekritiker. In der Einzelhaft schaltet er jeden Morgen das Radio ein, in der Hoffnung, endlich die Nachricht vom Tod des greisen Líder Máximo zu vernehmen, doch nichts dergleichen. Stattdessen sterben nach und nach jene Musiker, die Juans Leben und dem der Kubaner den Rhythmus gegeben haben: Compay Segundo, Celia Cruz, Ibrahim Ferrer, Rubén González... Wassili Grossmann Tiergarten Erzählungen Aus d. Russ. v. K. Narbutovic Claassen, 336 S., 25,60 Im Berliner Zoo kümmert sich kurz vor Kriegsende ein Mann, der seine gesamte Familie verloren hat, aufopfernd um die arglosen Tiere. Wie in der Titelgeschichte hat Wassili Grossman in fast all seinen zwischen 1940 und 1963 entstandenen Erzählungen Tieren eine symbolische Rolle zugeteilt. Geprägt vom tiefen Glauben an die menschliche Güte, lässt Wassili Grossman auch auf kleinstem Raum ganze Lebenswelten entstehen und zeigt die große Kunst seines Erzählens. Peter Handke Bis daß der Tag euch scheidet oder Eine Frage des Lichts Suhrkamp, 53 S., 15,30 Aus dem Nachwort: Eine Antwort auf Das letzte Band von Beckett? Eher ein Echo. Ein Echo jetzt fern, im Raum und 4 auch in der Zeit, jetzt ganz nah an Herrn Krapp, dem einsamen Helden des Stücks von Samuel B. Ein Echo jetzt schwach und widersprüchlich, verzerrt, jetzt stark, verstärkt, vergrößert. Deshalb wage ich es, diesen Echo-Monolog ein Drama zu nen nen, ein sehr kleines Drama so wie Das letzte Band ein Drama ist, ein großes. Veit Heinichen Die Ruhe des Stärkeren Zsolnay, 320 S., 20,50 Aus der Süddeutschen Zeitung vom 24.2.: Dies ist keine Erzählung, sondern die wahre Geschichte eines ungelösten Kriminalfalles. So beginnt ein Artikel des Schriftstellers, den die Tageszeitung Il Piccolo abdruckte. Bereits seit Anfang vergangenen Jahres zieht ein anonymer Briefeschreiber den Kriminal-Autor in den Schmutz. In Schreiben an die unterschiedlichsten Persönlichkeiten wird er wegen pädophiler Neigungen verleumdet. Veit Heinichen stammt aus Baden- Württemberg. Er gründete 1994 den Berlin Verlag. Seit zwölf Jahren lebt er in Triest. Auf der Folie der Stadt entstehen seine Kriminalromane. Sein jüngster, sechster um den Polizei kom - missar Laurenti ist gerade unter dem Titel Die Ruhe des Stärkeren erschienen. Als streitbarer Intellektueller mischt sich Veit Heinichen regelmäßig in Auseinandersetzungen ein. Er wolle, so Veit Heinichen im Gespräch mit der SZ, durch seiner Veröffentlichung des Falls den Verleumder zu einer Reaktion zwingen. Entweder gibt er jetzt auf, oder er macht vielleicht einen Fehler. Aleksandar Hemon Lazarus Knaus, 352 S., 20,50 Dass der 1964 in Sarajevo geborene, seit 1992 in den USA lebende Aleksandar Hemon in Amerika als Genie Nabokov schen Zuschnitts gefeiert wird, findet Andreas Breitenstein in der NZZ völlig angemessen. Da der Rezensent der Meinung ist, dass Hemons e Die Sache mit Bruno und Nowhere Man nicht die verdiente Aufmerk - samkeit bekommen haben, hofft er, dass sich das mit dem vorliegenden Buch ändert. Denn das hält Breitenstein für nicht weniger als brillant. In seinem neuen folgt Aleksandar Hemon den Spuren eines ungelösten historischen Mordfalls. Dabei entdeckt sein Held Parallelen zwischen gestern und heute, begegnet einem verschollenen Freund und macht sich auf die Suche nach den eigenen Wurzeln in einem fernen Land. Was ihm diesen so fesselnd macht, ist nicht zuletzt die Verschränkung der Identitäten vom 1908 als angeblicher Anarchist umgebrachten ostjüdischen Lazarus Averbuch, dem bosnischstämmigen Schriftsteller Vladimir Brik und der biblischen Lazarus-Figur. (perlentaucher.de) Judith Hermann Alice Fischer, 192 S., 19,50 Richard hat gesagt, ich bräuchte drei Jahre. Das hat er einfach so gesagt, stell dir vor. Du brauchst drei Jahre, dann wird es bessergehen. Und stimmt das, sagte Alice. Keine Ahnung, sagte Margaret. Jetzt ist ein Jahr um, erst ein Jahr, ich bin weit entfernt davon zu ver-

5 stehen, wie er das gemeint hat. Drei Jahre. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr und davon, wie das Leben ist, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht... Gerhard Jaschke Weltbude Sonderzahl, 224 S., 18,- Der Witz ist der, man will immer höher hinaus und hinauf und ist dann endlich einmal die angestrebte Spitze erreicht, kommen andere weit höhere Spitzen ins Blickfeld, die nun klarerweise auch erobert werden wollen. So hört das Steigen nicht auf, der Kampf nimmt kein Ende. Mit diesem Streben ist man ständig beschäftigt. Und so weiter, sagt man sich vor Abraham B. Jehoschua Freundesfeuer. Aus d. Hebr. v. R. Achlama Piper, 480 S., 23,60 Amotz hatte kein gutes Gefühl dabei, seine Frau allein auf die Reise zu schikken. Es war noch sehr früh am Morgen, als er vom Flughafen zurück nach Tel Aviv fuhr. Er dachte an Daniela und ihren Schwager Jirmi, den sie nun in Afrika besuchen würde, um mit ihm den Tod seines Sohnes zu betrauern. Vielleicht kam Jirmi deshalb nicht zurück nach Israel. Weil er dort seinen Sohn verloren hatte, der an der Grenze im Freundesfeuer des eigenen Kamera den getötet worden war... Viktor Jerofejew Russische Apokalypse Aus d. Russ. v. B. Rausch Berlin, 304 S., 22,70 Sie wissen, dass in unserem Land ein Staatsstreich stattgefunden hat? Was heißt hier: wann? Das genaue Datum zu nennen, ist unmöglich, denn es gab ja keins. Es war einfach so, dass irgendwie Wind aufkam, der Himmel sich zuzog und Regen einsetzte. Da haben Sie den ganzen Staatsstreich. Einer der wichtigsten Chronisten dieser turbulenten und erschreckend faszinierenden vergangenen Jahrzehnte Russlands (Die Zeit) schreibt in diesen Essays von den vielen Gesichtern Russlands. Daniel Kehlmann Ruhm Ein in neun Geschichten Rowohlt, 224 S., 19,40 Noch bevor Ebling zu Hause war, läutete sein Mobiltelefon. Jahrelang hatte er sich geweigert, eines zu kaufen, denn er war Techniker und vertraute der Sache nicht. Wieso fand niemand etwas dabei, sich eine Quelle aggressiver Strahlung an den Kopf zu halten? Aber Ebling hatte eine Frau, zwei Kinder und eine Handvoll Arbeitskollegen, und ständig hatte sich jemand über seine Unerreichbarkeit beschwert. So hatte er endlich nachgegeben, ein Gerät erworben und gleich vom Verkäufer aktivieren lassen. Wider Willen war er beeindruckt: Schlechthin perfekt war es, wohlgeformt, glatt und elegant. Und jetzt, unversehens, läutete es... Noémi Kiss Was geschah, während wir schliefen Aus d. Ungar. v. A. Relle Matthes & Seitz, 224 S., 20,40 Eine junge Frau auf der Suche nach Identität und Halt, und doch getrieben von der Lust am Exzess, der Lust, Grenzen zu überschreiten und ihr Leben zu riskieren. Diese Erzählungen schlagen ein wie ein Blitz. Sie sind mit einem solchen sprachlichen Furor geschrieben und zugleich so zart und fein, dass der Leser hin- und hergerissen ist zwischen der brutalen Direktheit des Gegenstands und seiner subtilen Formulierung. (Nicola Kuhn, Tagesspiegel) Alfred Kubin Die andere Seite Jubiläumsausgabe Mit 51 Zeichnungen u. e. Nachw. v. Josef Winkler Suhrkamp, 311 S., 25,70 Eines Tages erhält der Erzähler überraschend Besuch, der ihm verkündet: Claus Patera, absoluter Herr des Traumreichs, beauftragt mich als Agenten, Ihnen die Einladung zur Übersiedelung in sein Land zu überreichen. Er folgt dieser Einladung und kommt in einen Überwachungsstaat... Alfred Kubin ( ) schrieb seinen ersten und einzigen während einer Schaffenskrise in nur zwölf Wochen. Die andere Seite, erschienen 1909, übte großen Einfluss auf die expressionistische Literatur aus. Joseph Kyselak Skizzen einer Fußreise durch Österreich Hgg. u. m. e. Nw. von Gabriele Goffriller Jung und Jung, 440 S., Abb., 25,- Obwohl seine Erzählung zu den originellsten Werken der Reiseliteratur des österreichischen Biedermeier zählt, war der Grund von Kyselaks Berühmtheit ein anderer: Auf seinen Wanderungen pflegte er seinen Namen in großen Buchstaben aus schwarzer Ölfarbe zu hinterlassen einige dieser Signaturen existieren noch heute. Im Sommer 1825 bricht der junge Wiener Josef Kyselak zu einer Wanderung auf, die ihn durch Österreich, Bayern, Südtirol und Slo scher Natursehnsucht, Wissensdurst und seinem weißen Wolfshund Duna, erforscht Kyselak Burgen und Ruinen, sucht nach Sehenswürdigkeiten wie dem letzten Versteck Andreas Hofers, beschreibt liebreizende Plätze und vollbringt dabei alpinistische Höchst leistungen. Aben - teuerlich ist die zu Wasser bewältigte Heimreise nach Wien, interessant und berührend die Schilderungen von Menschen, denen er begegnet. Erstmals seit seiner ersten Veröffentlichung 1829 wird nun das seit Langem vergriffene Buch ungekürzt publiziert. Sibylle Lewitscharoff Apostoloff Suhrkamp, 245 S., 20,40 Sibylle Lewitscharoffs neuer ist die bissige, rabenschwarze und erzkomische Abrechnung einer Tochter mit dem Vater und seinem Bulgarien. Heute bin ich in besserer Stimmung, das Herumgefahrenwerden bekommt mir. Auch nehme ich gern mit der Rückbank vorlieb, weil ich mein Gift lieber von hinten einstreue. Zwei Schwestern. Die eine auf der Rückbank, die andere auf dem Beifahrersitz: Sie sind unterwegs im heutigen Bulgarien... Recht eingenommen ist in der NZZ der Rezensent Paul Jandl für den, den er als große Komödie des Hasses beschreibt. Im Mittelpunkt sieht er die Abrechnung einer Tochter mit ihrem toten Vater sowie ihrem Herkunftsland Bulgarien, und zwar in Form einer ununterbrochenen Suada. Allerdings ist das Buch für ihn nicht nur eine satirische Schilderung einer Familiengeschichte, sondern auch ein Werk, das das Hässliche auch als politische Signatur eines Jahrhunderts sieht. Jandl bescheinigt Lewitscharoff eine Genauigkeit und einen sprachlichen Furor, die in der deutschen Literatur einzigartig seien. (perlentaucher.de) Ignacio Martinez de Pisón Milchzähne Aus d. Span. v. S. Martin Hoffmann und Campe, 386 S., 20,60 Ergreifend, amüsant und zuweilen tragisch (La Nueva Espana) ist der des 1960 in Zaragoza geborenen ciers: Als Raffaele Cameroni eines Tages die liebevoll verwahrten Milch - 5

6 zähne seiner Söhne entsorgt, ist es um die Ehe zwischen ihm und Isabel endgültig geschehen. Dabei hatte alles so gut angefangen, 1937, als Raffaele als italienischer Soldat nach Spanien kam, um im Bürgerkrieg auf der Seite der Nationa - listen zu kämpfen. Nach dem Krieg bleibt er und versucht, seine italienische Vergangenheit hinter sich zu lassen, aber die holt ihn unerbittlich ein. Inge Merkel Der rote Rock Ein nachgelassenes Fragment Hgg. v. Jochen Jung Jung und Jung, 78 S., 17,- Als Inge Merkel 2006 in Mexiko starb, hinterließ sie ein inhaltvolles Konvolut mit einzelnen Kapiteln und Entwürfen zu einem neuen : Es sind Seiten von Intensität und Phantastik, die die Autorin ganz auf der Höhe ihrer Möglichkeiten zeigen. Es ist kein leichtes Leben, das hier aufscheint, aber mit der wunderbaren Erfindung des Comes, eines engelhaften Lebensbegleiters, der uns allen zur Seite steht, hat Inge Merkel eine Gestalt erdacht, die zwar nicht Schutz und Trost garantiert, aber dafür jene Wahrnehmung und Aufmerk sam - keit, aus der auch die Kraft des bewahrenden Erzählens kommt. Lydia Mischkulnig Macht euch keine Sorgen Zwölf Heimsuchungen Haymon, 112 S., 15,90 Ungeschminktheit gehört zu Mischkulnigs größten poetischen Tugenden. Sie ist eine rücksichtslose Schreiberin was Helmut Gollner über Lydia Mischkulnigs Umarmung schrieb, gilt auch für ihren neuen Erzählband. Wenn die sorgfältig geplante Abschiedschoreographie eines Pärchens am Bahnhof in Unordnung gerät, weil der Zug auf sich warten lässt wenn ein Abzeichen am Jackett einer Toten die Frau in der Wäscherei in Verwirrung stürzt oder wenn... Dann sind wir in der literarischen Welt von Lydia Mischkulnig angekommen. Terézia Mora Der einzige Mann auf dem Kontinent Luchterhand, 320 S., 20,60 Umgeben von globalen Wirtschafts - katastrophen macht sich ein Mann daran, sein Lebensidyll zu verteidigen, auch wenn er schon längst zugeben müsste, dass die Firma, für die er arbeitet, zusammengebrochen ist und seine Ehe vor dem Aus steht... Terézia Mora wurde 1971 in Ungarn geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den 6 renommiertesten Übersetzerinnen aus dem Ungarischen sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Er - zählungsband Seltsame Materie, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie mit vielen Preisen ausgezeichnet erschien der Alle Tage, der von der Kritik ausnahmslos gelobt wurde. Meja Mwangi Big Chiefs Aus d. Engl. v. Th. Brückner Hammer, 280 S., 20,70 Meja Mwangi gibt seiner Stadt und seinen Protagonisten keine Namen. Er wählt für seinen die Form der Parabel, denn was er erzählt, scheint wiederholbar. Es trifft die Ereignisse in Ruanda, findet Parallelen in Somalia, in Zimbabwe und in der jüngsten Ge - schichte Kenias. Eine Parabel auf die Gier nach Macht und die Kraft des Mitleids: Vor den Toren einer afrikanischen Groß - stadt, in einer Grube, die für den Müll ausgehoben wurde, leben die Aus - sortierten der Gesellschaft in Hunger und Elend. In einer Hütte sitzt ein blinder Alter, der sich erinnert, wie alles be - gann... Cees Nooteboom Nachts kommen die Füchse Erzählungen Aus d. Niederl. v. H. Beuningen Suhrkamp, 152 S., 20,40 Wo sind eigentlich die Toten? All die Menschen, die wir gekannt, vielleicht geachtet, gar geliebt haben, wo sind sie hin? In seinen neuen Erzählungen führt uns Nooteboom in die Gegenwart der Vergangenheit und überschreitet die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits. Stewart O Nan alle, alle lieben dich Aus d. Amerikan. v. Th. Gunkel Rowohlt, 416 S., 20,50 Jürgen Brocan (NZZ) hat sich von Stewart O'Nans neuem völlig aufsaugen lassen. So realitätsnah und intensiv findet er das Szenario, so präzise und scharfsichtig die Beschreibung des amerikanischen Alltags, dass er das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Erzählt wird (...) die Geschichte eines Verschwindens: Die junge Kim Larsen scheint sich eines schönen Sommer - tages in Luft aufgelöst zu haben. Die Familie ist ratlos, organisiert Such - aktionen und wartet mit schwindender Hoffnung auf ein Lebenszeichen. Nicht die Gründe für Kims Verschwinden stehen bei O'Nan im Fokus des Interesses, sondern das, was diese Leerstelle mit denen macht, die mit der Ungewissheit leben müssen. Kims Vater zum Beispiel, der sich plötzlich nutzlos vorkommt, oder ihre Mutter, die im Gegenteil in erstaunlichem Aktivismus aufblüht. (perlentaucher.de). Subtil und großartig findet Ulrich Baron (Die Zeit) diesen Generationenroman ; unaufdringlich und unaufgeregt, aber gerade darum sehr bewegend nennt die Geschichte Alexander Müller (FAZ); Rezensent Christoph Schröder (SZ) ist beeindruckt von diesem ungeheuer präzise erzählten. Géza Ottlik Die Schule an der Grenze Aus d. Ungar. v. Ch. Ujlaky Eichborn, 528 S., 32,90 Über die nachtschwarze Seite der erzieherischen Disziplin. Die Schule an der Grenze erschien erstmals drei Jahre nach dem ungarischen Aufstand von 1956 und galt als literarische Sensation: Der wegweisende für die jungen ungarischen Autoren wie Péter Esterházy oder Peter Nádas. Inhalt: Die Jungs sind zehn Jahre alt, erleben die ersten Wochen in der Kadettenschule. Von einem Augenblick auf den anderen müssen sie erfahren, dass alles, was sie zu Individuen macht, was sie im Schoß ihrer Familien geprägt hat, an diesem Ort keine Gültigkeit mehr hat. Agda Bavi Pain Am Ende der Welt Edition Zwei Aus d. Slowak. v. M. Kraetsch Wieser, 243 S., 14,80 Es geht hier um jenes Leben, das sich hinter oder besser unter den renovierten Fassaden der Plattenbausiedlungen an der Peripherie von Bratislava und Kosice abspielt. In diesen Mikrokosmos schmieriger, zwielichtiger Bars und Puffs, die nach den Wendejahren als Begleit - erscheinung des Siegeszugs des Kapitalismus über den realen Sozialis - mus entstanden sind, kehrt Robi nach einem Gefängnisaufenthalt zurück... (Edgar Schütz, Falter) Edo Popovic Die Spieler Aus d. Kroat. v. A. Bremer Voland & Quist, 224 S., 20,50 Der Außenseiter Boris gerät unter Verdacht, einen Angriff auf die amerikanische Botschaft in Zagreb vorbereitet zu haben. Mladen Folo, unfreiwilliger Chef der dubiosen Abteilung für Kulturterrorismus, der Sensations journalist Miro

7 Dragoner und der Polizeispitzel Märzhase verstricken ihn in ein Netz aus Politik, Polizei und Medien. Nach seinem Generationenporträt Ausfahrt Zagreb-Süd und der persönlichen Lebensbilanz Kalda folgt mit diesem Krimi eine Abrechnung Popovics mit einer Gesellschaft, in der Gewalt und Betrug an der Tagesordnung sind. Edo Popovic erzählt auf jener diskreten Höhe, auf der Können sich nicht mehr beweisen muss. (Der Spiegel) Xiaolong Qiu Blut und rote Seide Oberinspektor Chens 5. Fall. Aus d. Engl. v. S. Hornfeck Zsolnay, 384 S., 20,50 Mit Blut und rote Seide hat Qiu Xialong einen spannenden, analytischen und eloquent geschriebenen Einblick in komplexe Zusammenhänge verfasst. Denn mit und neben dem Hauptstrang der Erzählung gibt es kluge Anmerkungen und Einsichten in den politischen und kulturellen Wandel Chinas der letzten fünfzig Jahre. Qiu gelingt dies ohne oberlehrerhafte Attitüde oder moralisch erhobenem Zeigefinger, er führt seine Figuren mit Charme und großer Anteilnahme durch den, so dass am Ende deutlich wird, dass sowohl die Kulturrevolution wie der parteilich geförderte Kapitalismus eins gemein haben: es gibt zu viele Opfer, die auf der Strecke bleiben. Dank Chen Cao, seinen Freunden und Mitarbeitern wird aber wenigstens ein paar von ihnen Gerechtigkeit widerfahren. (Jochen König in: Matt Beynon Rees Ein Grab in Gaza Omar Jussufs zweiter Fall Aus d. Engl. v. K. Modick Beck, 356 S., 19,50 Die Alltagsbeschreibungen dieses harten Krimis erklären das Leben in Gaza besser als alle Nachrichten. (Nora von Westphalen) Matt Beynon Rees lebt seit 1996 in Jerusalem und leitete jahrelang das Nahostbüro des amerikanischen Nachrichtenmagazins Time. Als sich im Frühjahr 2004 bewaffnete palästinensische Milizionäre in der Geburtskirche in Bethlehem verschanzt hatten, bis israelische Truppen die Kirche stürmten, gab er seinen Job auf. Zu sehr nagte an ihm das Gefühl, im Nach richten ge - schäft nicht das Eigentliche abbilden zu kön nen, die Geschichten zu sehr in Schwarz- Weiß malen zu müssen, (...) da - bei ist hier alles in kaum unterscheidbaren Grautönen gehalten. (A. Rühle, SZ) Mordecai Richler Der Traum des Jakob Hersch Liebeskind, 592 S., 25,50 Die lang erwartete Neuauflage von Mordecai Richlers legendärem Buch über die Abenteuer eines neurotischen Filmregisseurs. Ein vielschichtiger, respektloser und komischer, der vielen schon heute als Klassiker der englischsprachigen Gegenwartsliteratur gilt. Im Jahre 1967, als in England mindestens 18% der Bevölkerung unter dem Existenzminimum vegetierten, erhält Jakob Hersch, aus dem Hause David, Pfund dafür, dass er einen Unterhaltungsfilm NICHT inszeniert. Bislang ging es für ihn stets aufwärts: von der engen St. Urbain Street im jüdischen Getto von Montreal hoch bis in die weltläufigen Intellektuellenkreise Londons. Doch dann wird ihm vorgeworfen, sich an einem deutschen Au-pair- Mädchen vergangen zu haben, nach Auffassung der britischen Ordnungs - behörden eine ebenso bizarre wie unbotmäßige Art der Vergangen heits - bewältigung. Jiang Rong Der Zorn der Wölfe Aus d. Chines. v. K. Hasselblatt Goldmann, 704 S., 25,70 Der Autor wurde 1946 in der südchinesischen Provinz Jiangsu geboren meldete er sich freiwillig zum Arbeitseinsatz in der Mongolei, wo er elf Jahre verbrachte. Der Zorn der Wölfe, an dem er sechs Jahre lang schrieb, sorgte auf Anhieb international für Furore und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Inhalt: Der chinesische Student Chen Zhen wird während der Kulturrevolution in den 60er Jahren in die Innere Mongolei geschickt. Dort soll er das Leben der nomadisierenden Viehzüchter kennenlernen. Sofort ist er völlig in den Bann gezogen von dieser ihm gänzlich unbekannten und archaischen Welt. An der Seite Bilgees, seines alten mongolischen Lehrers, trotzt er Schneestürmen und sengender Hitze, und er erhält Einblick in die alten Mythen und Traditionen des mongolischen Volkes. Vor allem aber macht Chen Zhen die Bekanntschaft mit den Wölfen... Herbert Rosendorfer / Kay Voigtmann Der Gnadenbrotbäcker Das Bilderbuch der Unberufe Folio, 96 S., Abb., 19,50 In 27 Prosaminiaturen entfaltet Herbert Rosendorfer sein phantastisch-ironisches Panorama unwahrscheinlicher Berufe. Da finden sich so entlegene Berufe wie der Gnadenbrotbäcker, der Gauseppl, der Holzbischof, der Unsittenstrolch, der Kalauer, der Freiluftist, der Wortbeugel oder der Kippenberger. Ähnlich wie in historischen Gildebüchern, verankert der Autor seine Figuren in phantastischen Chroniken. Kay Voigtmanns skurrile Illustrationen geben den Unberufen ihr wahres phantastisches Bild. Verena Roßbacher Verlangen nach Drachen Kiepenheuer & Witsch, 384 S., 20,60 Verena Roßbacher, geboren 1979 in Bludenz, schreibt ersten. Die eigentümliche Atmosphäre des s verleiht ihm die Aura des Besonderen. Verena Roßbacher ist eine Meisterin solcher schleichenden Übergänge von der Normalität in komplette Verwirrung. Dazu setzt sie mit sprachlicher Könner - schaft die personale Perspektive und den inneren Monolog ein, so dass kein Blick von außen auf die autistischen Figuren fällt. Einig aber dürfte man sich über die Tatsache werden, dass hier ein ganz und gar ungeheuerliches Buch vorliegt. (Richard Kämmerling, FAZ) Inhalt: Hierher kommen sie alle: Das Kaffee - haus Neugröschl zieht die Originale der Stadt besonders an, obwohl oder gerade weil der Inhaber es nach Gutdünken öffnet und schließt und auch gern mal zur Autowerkstatt erklärt. Seine Aus - hilfskellnerin Klara, das geheimnisvolle Zentrum des s, fasziniert die unterschiedlichsten Männer und bewirkt die erstaunlichsten Metamorphosen... 7

8 Philip Roth Empörung Aus d. Amerikan. v. W. Schmitz Hanser, 208 S., 18,40 Er revoltiert ein einziges Mal, und er bezahlt dafür mit seinem Leben. Marcus Messner beginnt 1951 sein Studium am konservativen College von Winesburg in Ohio. Während der Koreakrieg ins zweite Jahr geht, durchlebt Marcus eine Geschichte, die von Unerfahrenheit handelt, von Widerstand, Sex, Mut und Irrtum. Wider Willen wird Marcus zum Rebellen, gegen seine Kommilitonen, aber auch gegen seinen Vater und er bleibt hartnäckig bis zum bitteren Ende. Philip Roth schreibt mit 75 Jahren besser denn je. Einmal mehr gelingt es ihm, in einer Nußschale ein typisch amerikanisches Milieu in all seinen Facetten darzustellen. (Manfred Pabst, NZZ) Roths Bücher strotzen vor Intelligenz, sie sind voll narrativer Ironie, sie haben Drive. Das alles ist in den 200 Seiten in bewundernswerter Weise enthalten. (Peter Michalzik, FR)... gleicht einem Nachruf auf die Ära Bush dicht gefügt wie eine klassische Novelle und unaufhaltsam wie eine Schicksalstragödie. (Gustav Seibt, SZ) Zwei Jahre, 200 Seiten, das ist kurz, aber da ist alles drin. (Peter Michalzik, FR) Szilárd Rubin Kurze Geschichte von der ewigen Liebe Aus d. Ungar. v. Andrea Ikker Rowohlt, 192 S., 18,40 Dieser erzählt auf amüsante und dramatische Weise von einer Amour fou. Attila und Orsolya können voneinander nicht lassen. Sie lieben und sie hassen sich. Und trennen sich schon vor der Hochzeit und dann wieder in der Hochzeitsnacht, um schließlich ihr Leben lang getrennt vereint zu sein. Der 1927 geborene ungarische Schriftsteller Szilárd Rubin hat vor mehr als 40 Jahren dieses Buch geschrieben. Als dieser 1963 zum ersten Mal erschienen ist, war er bestimmt wie ein Meteor oder ein Marsbewohner. Eine so aufmerksame Analyse der düsteren Seite des Ichs ist in der ungarischen Literatur einzigartig. (Péter Esterházy). Seit der kürzlichen Wiederveröffentlichung durch den Literaturverlag Magvetö wird das Buch von Schriftstellern und von der ungarischen Literaturkritik einhellig gefeiert: Ein völlig überraschendes, aus dem Nichts kommendes Buch. Ein Wunder, schrieb etwa der Kritiker József Keresztesi. 8 Zyta Rudzka Doktor Josefs Schönste Aus d. Poln. v. E. Kinsky Ammann, 300 S., 23,50 Ich war die Schönste von Haupt - sturmführer Mengele. Als sie Doktor Josef zum ersten Mal gegenüberstand, war die kleine Czechna zwölf Jahre alt. Und noch heute als Greisin betont sie, wie sehr der Lagerarzt von ihrer Schönheit fasziniert war: Wissen Sie denn nicht, wen Sie vor sich haben? entgegnet sie empört einem Verehrer im Altersheim, vor Ihnen sitzt Miss Auschwitz. Jetzt teilt Frau Czechna ihr Schicksal mit Herrn Henoch, Frau Benia und Herrn Leon, sie alle sind dreifach gefangen: im Heim, in ihren gebrechlichen Körpern und in ihren Lebens - geschichten. Im trostlosen Alltag der Seniorenresidenz werden ihre Erinnerungen an die Kindheit immer greifbarer... Die Autorin dieses Buches ist in Warschau geboren. Als Psychologin hat sie beste Einblicke in Seniorenunterkünfte, und wie es dort zugeht. Die Geschichte bleibt bis zur letzten Zeile authentisch. (Claudine Borries, literatur.de) Salman Rushdie Die bezaubernde Florentinerin Aus d. Engl. v. B. Robben Rowohlt, 448 S., 20, : In den Palast Akbars im indischen Fatehpur Sikri kommt ein junger, blonder Mann, der behauptet, er sei den ganzen Weg um Afrika herum aus der Stadt Florenz im fernen Europa angereist. Rushdies ist randvoll mit Geschichten: über die Liebe, über Macht und Verrat, über Städtebau, die christliche Seefahrt, italienische Städtepolitik, orientalische Küche, Folter, Gärten, Kleidung, Kunst. Warlam Schalamow Über Prosa Aus d. Russ. v. G. Leupold u. m. e. Nachw. v. Jörg Drews Matthes & Seitz, 120 S., 13,20 Der Band enthält Reflexionen über das Schreiben. Denn um das Unerhörte der Lagererfahrung vermitteln zu können, entwickelte Warlam Schalamow eine einzigartige literarische Sprache. Er wollte den Leser hineinziehen in den Lageralltag, und die Differenz zwischen Erlebtem und Erzähltem so gering wie möglich halten, um so nahe wie möglich an der Wahrheit zu bleiben: Er wollte einzig authentische Literatur schaffen, eine paradoxe nicht-literarische Literatur, eine Anti-Literatur. Für das Unsag - bare der Lager-Erfahrung sollte eine neue, unerhörte Schreibart entstehen. (Ralf Dutli, Literaturen) Christoph Schlingensief So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein Tagebuch einer Krebserkrankung Kiepenheuer & Witsch, 256 S., 19,50 Ich habe lernen müssen, auf dem Sofa zu liegen und nichts andres zu tun, als Gedanken zu denken. Arnold Stadler Einmal auf der Welt. Und dann so Fischer, 432 S., 20,60 An der Straße von Wien nach Paris liegt das Dorf, aus dem Arnold Stadlers Held kommt. Hier wurde er geboren, ohne dass er wüsste, warum. Eines Tages kriegt er den letzten Spielkameraden, das geliebte Ferkel Frederic, als Wurstsuppe vorgesetzt. Jetzt weiß er: Wer hier lebt, setzt sich, sobald es geht, in freundlichere Gegenden ab. Doch weder im Süden Amerikas noch als Priester-Seminarist in Rom will man ihn. Er geht nach Freiburg und hält sich als Grabredner über Wasser. Zuhause wird der Hof verkauft, was den Verlust der Heimat und das Ende der Kind - heitsträume endgültig besiegelt. Wer da nicht den Verstand verliert, beginnt zu dichten. In grundlegend überarbeiteter und erweiterter Fassung erscheint Arnold Stadlers berühmte autobiographische Trilogie in einem Band: Ich war einmal, Feuerland und Mein Hund, meine Sau, mein Leben. Thomas Stangl was kommt Droschl, 184 S., 19,- Der spielt im Jahr 1937 beziehungsweise in den 70er-Jahren. Die Sache hat nur einen Haken: Stangl glaubt nicht an die Zeit, wie wir sie kennen. Als Erzählessay hat Sibylle Kramer in der Frankfurter Rundschau Stangls Debüt bezeichnet, und das trifft es ziemlich gut: Als plotgetrieben kann man auch Was kommt beim besten Willen nicht bezeichnen. Statt Handlungs - stränge zu entwickeln und zu verknüpfen, arbeitet Stangl mit Konstellationen und Korrespondenzen, mit Zooms und Freeze Frames Verfahren also, die Momente aus dem Fluss der Zeit schneiden. (Klaus Nüchtern, FALTER)

9 Michael Stavaric Böse Spiele Beck, 155 S., 15,40 Ein Mann, der Ich-Erzähler, liebt eine Frau, die mit einem anderen Mann zusammenlebt und mit ihm ein Kind hat, was nichts daran ändert, dass sie sich immer wieder treffen und nacheinander verzehren. Aber da gibt es auch noch die andere Frau, die den Ich-Erzähler vergöttert und alles für ihn tun würde, aber auch alles von ihm verlangt. Die Erste fordert, ihren Mann Robert zu töten, damit es endlich zu irgendeiner Entscheidung kommt, die andere droht mit einem Clan-Krieg, wenn er ihre Liebe verrät. Alle spielen gemeinsam das Spiel von Liebe und Begehren, Lüge und Verrat. Stavaric kommt mit dem Minimum an Handlung aus, die dennoch Spannung erzeugt. (...) Hier geht es nicht mehr um Geschlechterkampf, hier geht es visionär um die letzten Tage der Paarheit (...) Alle vier Protagonisten sind sich selbst entfremdet, bis zum Pathologischen. (...) Und doch gibt es in diesem verzweifelten und grausamen Buch lyrische Töne, wunderbare poetische Beschreibungen, ja, anhand der anderen Frau breitet Stavaric sogar ein Landidyll aus, das an keiner Stelle kitschig wirkt. (Dante Andrea Franzetti, Der Standard) Ljudmilla Ulitzkaja Daniel Stein Aus d. Russ. v. G.-M. Braungardt Hanser, 496 S., 25,60 Gedächtnisprotokolle, Telegramme, Zeitungsberichte, Vorträge. All dies ist überzeugend zu einem montiert, in dem Geschichte und Religion einander durchdringen und in den die einzelnen Lebensgeschichten zielbewusst verwoben sind. (G. Zeillinger, Die Presse) Als Jude organisierte Daniel Stein die Flucht aus einem Ghetto in Polen. Er war Dolmetscher bei der Gestapo, Partisan und Mitarbeiter des NKWD. Dreimal wurde er zum Tode verurteilt, jedes Mal überlebte er. Er konvertierte und ging nach Israel, wo er als Mönch eine Ge - meinde nach Vorbild der ersten Christen gründete. Er starb bei einem Unfall, der vermutlich ein getarntes Attentat war. In dem Porträt dieses Idealisten spiegelt sich das 20. Jahrhundert... Karl Valentin Sämtliche Werke in 9 Bänden Piper, 4000 S., i. Schub., 30,80 Die Originalausgabe des Wortakrobaten statt um 470,- jetzt zu einem einmaligen Sonderpreis. Kurt Vonnegut Der taubenblaue Drache Erzählungen Aus d. Amerikan. v. H. Rowohlt Kein & Aber, 288 S., 20,50 Leidenschaftlich und witzig schreibt Kurt Vonnegut ( ) in diesen erstmals auf Deutsch erscheinenden Geschichten über Gott, die Liebe, Krieg und Karl Marx. Übersetzt hat Harry Rowohlt. David Wagner Spricht das Kind Droschl, 144 S., 18,- Über das Glück, Vater und Kind zu sein: David Wagner geht den kleinen Ritualen und Abläufen auf den Grund, die das Kind tagtäglich vorführt. In ihnen spiegeln sich die Moden der unmittelbaren Gegenwart, aber auch die Kindheit des Vaters und sogar der Großeltern. Und so wie ich, das mag man mir ja vorwerfen, nicht erwachsen werden will, so wollen meine Eltern nicht aufhören, Eltern zu sein. Wollen nicht loslassen, wollen nicht Großeltern sein. Walter Benjamins berühmtes autobiographisches Buch steht im Hintergrund dieses Skizzenbuchs. Herbert J. Wimmer kühlzack & flexer aggregat Sonderzahl, 510 S., 29,- Hat er bei früheren Büchern noch mit dem begriff experimentiert, wird diesem letztendlich altmodischen Text - genre nun endgültig Adieu gesagt. Mit aggregat meint Wimmer eine einheit (= oeuvre), die durch anhäufung / zusammenfügung / verknüpfung / vereinigung / verdichtung / verloopung / collage / montage einzelner, relativ selbständiger teile entsteht. Vladimir Zarev Familienbrand Aus d. Bulgar. v. Th. Frahm Deuticke, 768 S., 26,70 Vladimir Zarev, den nicht nur Dimitré Dinev als einen der wichtigsten Autoren in Bulgarien ansieht, erzählt eine Familiengeschichte. Petruniza, eine Witwe, lebt mit ihren Kindern in Widin, einer verschlafenen Kleinstadt am Unterlauf der Donau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird auch Widin in den Strom der Politik gerissen; in diesen unruhigen Zeiten suchen die Brüder Weltschev ihr Glück auf unterschiedliche Weise: Panto macht Karriere als Bankier, Ilija als Fabrikant und Ausbeuter. Christo, der sich für den Sozialismus begeistert, wird zum Helden wider Willen, und Jordan will eine Kirche bauen, einen Ort der Buße, doch es wird eine Raststätte, ein Ort der Muße für Sünder aller Art. Die Zukunft aber, die kann nur Jonka erkennen, die als Einzige in der Familie hellseherische Fähigkeiten hat. Ein großes Epos aus Bulgarien im 20. Jahrhundert. Juli Zeh Corpus Delicti Ein Prozess Schöffling, 240 S., 20,50 Juli Zeh entwirft das Science-Fiction- Szenario einer Gesundheitsdiktatur im Jahr Sie zeichnet ein System, das alle und alles kontrolliert. Gesundheit ist zur höchsten Bürgerspflicht geworden. Buchstäblich über jeden Schritt seiner Bürger ist der Staat informiert: über ein festes Sportpensum ebenso wie die Abgabe von Schlaf- und Ernährungs - berichten. Wie weit kann und wird der Staat individuelle Rechte einschränken? Gibt es ein Recht des Einzelnen auf Widerstand? Der Plot: Mia Holl ist eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird der Protagonistin ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. 9

10 LYRIK LYRIK E. E. Cummings was spielt eigentlich der leierkasten? Die frühen Sonette Zwspr. Aus d. Engl. v. G. Plessow Engeler, 155 S., 17,20 Das Buch versetzt uns zurück an seine Anfänge, in die späten 10er- und die frühen 20er-Jahre des 20sten Jahrhunderts, als die Moderne noch dabei ist, modern zu werden. Wie lustvoll Cummings mit der Form des Sonetts spielt und dabei all das entwickelt, wofür er geliebt und bewundert wird, zeigt dieser Band. Jean Daive Unter der Kuppel Aus d. Franz. v. A. Baumgartner Engeler, 216 S., 19,20 Was sah, was dachte Paul Celan auf seinen Spaziergängen durch die Straßen von Paris im Mai 68? Was bedeutete ihm das Deutsche und Deutschland? Wie übersetzte er seine eigenen Gedichte ins Französische? Wie schrieb er, womit, wann und wo? Wie erlebte er die psychiatrische Klinik, die Trennung von seiner Frau Gisèle, den Umzug in eine neue Wohnung? Jean Daives Zeugnis macht Celans schwierigen, zunehmend verschatteten Lebensweg lesbar, er begleitet ihn im Gang ihrer Gespräche entlang der in jener Zeit geschriebenen Gedichte. Mahmoud Darwish Der Würfelspieler Gedichte Zwspr. Arab./Dt. Übersetzt v. A. Karasholi A1, 92 S., 13,20 In der NZZ schreibt der jordanische Schriftsteller Fakhri Saleh in seinem Nachruf: Während mehr als vier Dekaden war Darwish nicht nur eine Ikone der Palästinenser; er galt als der größte lebende Dichter arabischer Sprache schlechthin und als einer der bedeutendsten Innovatoren der arabischen Lyrik... Vielleicht zum ersten Mal in der neueren Geschichte haben arabische Könige und Präsidenten den Tod eines Lyrikers beklagt. Hans Magnus Enzensberger Rebus Gedichte Suhrkamp, 120 S., 20,40 De rebus quae geruntur sagt der alte Lateiner, Das Trara rundumadum alias Die Wichtigmacher Den 80. Ge burtstag hat H.M.E. am 11. November Elfriede Gerstl Lebenszeichen Gedichte, Träume, Denkkrümel Droschl, 60 S., Abb., 14,- Mit Illustrationen von Heinrich Heuer, Angelika Kaufmann und Herbert Wimmer Nora Gomringer Klimaforschung Mit Audio CD Voland & Quist, 90 S., CD, 15,40 Eine Dichterin, die singt, psalmodiert und sich von ihrer Sprachverzückung zu rhapsodischen Versen hinreißen lässt: So etwas hat die kleine deutschsprachige Lyrik-Welt schon lange nicht mehr erlebt. (...) Nora Gomringer, die 1980 im saarländischen Neunkirchen geborene Tochter Eugen Gomringers, des legendären Urahnen der experimentellen Poesie, ist ein gewaltiges Stimmtalent. (Michael Braun, BZZ) André Heller (Hg.) Liebesgedichte an Frauen Mit e. Nachw. v. E. Heidenreich Insel, 160 S., 8,20 André Heller hat für den vorliegenden Band die schönsten Liebesgedichte von Männern an Frauen und von Frauen an Frauen ausgewählt. Ottó Tolnai Göttlicher Gestank Gedichte Zweispr. Ungar./Dt. Aus d. Ungar. von Z. Gahse Korrespondenzen, 160 S., 21,90 Orpheus vom Lande, so bezeichnet Ottó Tolnai sich oft in seinen Gedichten. Mit großem Atem besingt er seine nähere Umgebung, die Vojvodina, die Kargheit ihrer Landschaft, ihre dörflichen Bewohner. Ein einfacher Besenstiel wird zur glänzenden Achse des Alls, ein verlorener Handschuh zum Geschlechts - teil eines Engels. Alltag und All, Derbheiten und Poesie finden in Ottó Tolnais Sprechgesang leichtfüßig zueinander, um sich als zwei Seiten ein und derselben Medaille zu erweisen. In Erinnerung an Elfriede schöner tot sein ein baum werden vögel zu gast haben das wär was worauf man sich freuen könnte Elfriede Gerstl mein papierener garten Literaturverlag Droschl, Graz ESSEN ESSEN Viola Raheb / Marwan Abado Zeit der Feigen Die arabische Küche von Bethlehem bis Damaskus Mandelbaum, 200 S., Abb., 24,90 John Dickie Delizia! Die Italiener und ihre Küche Geschichte einer Leidenschaft Fischer, 448 S., Abb., 23,60 Der Historiker, Journalist und Autor von Cosa Nostra. Die Geschichte der Mafia schreibt eine Kultur- und Liebes ge - schichte über die Italiener und ihr Essen. Gerd W. Sievers Friaul genießen 200 authentische Rezepte und Lokal tipps Brandstätter, 160 S., Abb., 19,90 Christoph Wagner / Adi Bittermann Kronländer Kochbuch. 450 altösterreichische Rezepte Prag, Krakau, Budapest, Triest Pichler, 550 S., Abb., 37,- Manfred Thomas

11 KULTUR-GESCHICHTE KULTUR-GESCHICHTE Markus Bauer In Rumänien Auf den Spuren einer europäischen Verwandtschaft Transit, 180 S., 17,30 Aus dem Inhalt: *Die Moldau: kreative Quelle der rumänischen Kultur; *Zeichen und keine Wunder: was vom shtetl blieb; *Das Dorf und die Stadt: die letzten Bauernaufstände in Europa; *Kriegsende: über das unheimliche Verschwinden einer ganzen Armee; *Emigration als Konstante: Rumänien und seine Schriftsteller und Künstler; *Mythen und offene Wunden: über den heutigen Umgang mit der Geschichte; *Land der Minderheiten: Schwaben, Sachsen, Ungarn und andere. Ulla Berkéwicz Vielleicht werden wir ja verrückt Eine Orientierung in vergleichendem Fanatismus Weltreligionen, 130 S., 10,30 Amos Oz: Dieses außergewöhnliche Buch sollte von jedem gelesen werden, der nicht versteht, warum wir in die gegenwärtigen Krisen geraten konnten und was uns in Zukunft erwartet. Ulla Berkéwicz spürt den Christentum, Islam und Judentum innewohnenden Ge - mein samkeiten und der bei allen vorhandenen Tendenz zur Selbstaufgabe des Einzelnen nach. Ihre Analyse verbindet die Autorin mit Erlebtem und Erzähltem. Edith Binderhofer Die Stunde Solomons Europäisches Forum für Frauen Brandes & Apsel, 200 S., 20,50 Wie leben europäische Frauen in vom Islam geprägten orientalischen Ländern? Was schätzen sie an ihrem Leben dort? Was stört, was vermissen sie? Die Autorin hat zehn Frauen unterschiedlichen Alters, die aus dem deutschsprachigen Raum Europas wegzogen, um in arabischen Ländern, Iran und in der Türkei heimisch zu werden, nach ihren Lebensgeschichten befragt. Philipp Blom Der taumelnde Kontinent Europa Hanser, 536 S., 26,70 In den rund 15 Jahren zwischen der Weltausstellung von 1900 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs durchlebte Europa einen Taumel, der Alltag, Kunst, Wissenschaft und Politik erfasste. Das moderne Europa entstand: Und niemand ahnte, dass der Erste Weltkrieg seine Errungenschaften erst einmal zunichtemachen sollte... Angela Gutzeit in der FR ist beeindruckt nicht nur angesichts der Materialfülle, die der Autor in seinem Buch verarbeitet hat, sondern auch von dem forschen Gestus, mit dem der junge Historiker Philipp Blom antritt, Geschichts schrei - bung und Literatur stilistisch elegant und temperamentvoll zu vermischen. José Casanova Europas Angst vor der Religion Berlin University Press, 180 S., 20,50 Nicht die Religionen sind ein Problem für Europa, sondern die Annahme, dass nur säkulare Gesellschaften demokratische Gesellschaften sein können. Es ist ein europäischer Mythos, dass aus den Religionskriegen des 16. und 17. Jahrhunderts der säkulare Staat entstanden sei. Gegen Immigranten gerichteter, fremdenfeindlicher Nativismus, konservative Verteidigung christlicher Kultur und Zivilisation, säkularistische antireligiöse Voreingenommenheit, liberalfeministische Kritik am muslimischen patriarchalischen Fundamentalismus und Angst vor islamistischen Terror - netzwerken werden überall in Europa willkürlich zu einem anti-muslimischen Diskurs verschmolzen. Robert Fleck Die Biennale von Venedig Eine Geschichte des 20. Jahrhunderts Philo, 200 S., 14,40 Wie weit ist der Weg von Giaccomo Grossos Gruppensex-Gemälde der ersten Exposizione von 1895 zu Maurizio Cattelans Skulptur des vom Meteoriten niedergeschmetterten Papstes Johannes Paul II. auf der 49. Biennale 2001? Karl-Markus Gauß Die fröhlichen Untergeher von Roana Unterwegs zu den Assyrern, Zimbern und Karaimen Zsolnay, 160 S., 18,40 In Schweden traf Gauß auf selbstbewusste junge Assyrer, verfolgte Christen aus dem Orient... Im abgelegenen Ge - birge in Norditalien begegnete er den letzten Zimbern, lebensweisen Unter - gehern, die die älteste Form des Deutschen sprechen... Und er war in Litauen bei den geheimnisvollen Karaimen, von denen sich die einen für Angehörige eines verlorengegangenen jüdischen Stammes halten und die anderen es strikt ablehnen, etwas mit dem Judentum zu tun zu haben... Wolfgang Geier Europabilder Begriffe, Ideen, Projekte aus 2500 Jahren Promedia, 160 S., 13,90 Seit über zwei Jahrtausenden entstehen die unterschiedlichsten Bilder über Europa. Von mythischen Vorstellungen reicht die Palette über geographischethnische und kulturell-religiöse bis hin zu politisch-staatlichen Ideen. Emily Hahn Shanghai Magie Reportagen aus dem New Yorker ebersbach, 160 S., 19,50 Als Emily Hahn 1935 nach Shanghai kommt, hat sie sich als Buchautorin und Journalistin mit ihren Reportagen für den New Yorker längst einen Namen gemacht. Trotz unruhiger Zeiten, kriegerischer Auseinandersetzungen und der japanischen Besetzung des Landes, ist es die stürmischste Zeit ihres Lebens. Oft ironisch, mit feinem Humor und untrüglichem Gefühl für die Dramaturgie ihrer Geschichten lässt Emily Hahn den Leser teilhaben an dem Lebensgefühl. Jennifer Higgie Bedlam Aus d. Engl. v. M. Mohr Parthas, 200 S., 18,50 Im Juli 1842 begleitet der junge Maler Richard Dadd dem Mäzen Sir Thomas Phillips auf einer Reise durch Europa und den Nahen Osten. Dadd soll die Sta tio - nen der Reise für Sir Thomas in Bildern festhalten: Venedig, Athen, Konstan tin - 11

12 opel, Jerusalem, Alexandria. Doch schon bald beginnt sich Dadd seltsam zu benehmen. Er hört Stimmen und wähnt sich schließlich unter dem Einfluss des Gottes Osiris. Von der Reise nach Lon - don zurückgekehrt, glaubt er in seinem Vater die Verkörperung des Teufels zu erkennen und schneidet ihm mit einem Rasiermesser die Kehle durch. Dadd wird in das psychiatrische Kranken haus Bedlam gebracht. Dort entsteht unter anderem sein berühmtestes Gemälde, Der Meisterstreich des hexenden Holzfällers. Jennifer Higgies fiktives Reisetagebuch ist ein poetischer. Adolf Holl Wie gründe ich eine Religion Residenz, 144 S., 17,90 Haarausfall schon seit Jahren. Buddha ist im Wald verschwunden, Jesus in die Wüste gegangen, Mohammed in der Höhle gehockt. Bitte ganz kurz schneiden. Wie kurz? Wie eine Glatze. Ich bin dabei, eine Religion zu gründen, so beginnt das Buch. Mystik kommt im essayistisch gehaltenen Bändchen Holls ebenso vor wie das Fernsehen, Ludwig Wittgenstein und Patienten der Wiener Nervenheilanstalt am Steinhof. Martin Hose / Christoph Levin (Hg.) Metropolen des Geistes Insel, 250 S., 25,50 Die Beiträge dieses Bandes zeigen anhand der großen Städte des Alter - tums, von Rom bis zum chinesischen Chang an, dem heutigen Xi an, die gegenseitige Bedingtheit von Geist und Metropole: Wie und warum entstand das geistige Zentrum Babylon, inwiefern war die in Alexandria anzutreffende Vielfalt der Kulturen Voraus setzung für das Aufblühen der Geistes wissen - schaften, unter welchen Be dingungen entstand in Jerusalem die alttestament - liche Literatur? Alexander von Humboldt Zentral-Asien Hgg. v. Oliver Lubrich Fischer, 1216 S., Abb., 80,20 Nach seiner Expedition durch das spanische Amerika ( ) unternahm Alexander von Humboldt eine zweite Weltreise durch das russische Asien (1829). In einer Mischung von Forschungsbericht und Reiseeindrücken entwickelt Humboldt hier ein neues Konzept der Raumbeschreibung. Asie centrale erschien zuerst 1843 in französischer Sprache und 1844 in der einzigen deutschen Übersetzung von Wilhelm Mahlmann, die nun vervollständigt, neu bearbeitet und mit dem 12 Original abgeglichen wurde. Ergänzt ist der Band mit Humboldts handschriftlichen Reisenotizen, Zeichnungen und Abbildungen der Objekte aus seinen Sammlungen in den Bereichen Mineralogie, Botanik, Zoologie sowie Ethnologie und Philologie, die hier zum ersten Mal erschlossen sind, ebenso wie seine russischen Aufzeichnungen und das asiatische Kartenwerk. Alexander von Humboldt Die Entdeckung der Neuen Welt Hgg. v. Julius Ludwig Insel, 1250 S., 100,80 Die Entdeckung der Neuen Welt ist neben dem Kosmos das Hauptwerk Alexander von Humboldts. Es bildet den Schlußstein seiner Amerikabücher, in denen er mit epischem Schwung seine große Amerikareise ( ) auswertet. Zum erstenmal seit der Erstveröffentlichung vor 170 Jahren liegt das Werk nun wieder auf deutsch vor zusammen mit dem zugehörigen prächtigen Atlas von Humboldts eigenen und der von ihm erwähnten Karten. Zwei großformatige Bände im Schuber, eine bibliophile Edition. William M. Johnston Der österreichische Mensch Kulturgeschichte der Eigenart Österreichs Böhlau, 336 S., 35,- Das neue Buch von William M. Johnston, Autor des Klassikers Österreichische Kultur- und Geistesgeschichte, untersucht die Eigenart des Österreichertums anhand bekannter wie auch unbekannter Texte des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Buch enthält radikale Neuinterpretationen der Hauptfiguren der österreichischen Literatur wie Hugo von Hofmannsthal, Hermann Bahr, Rainer Maria Rilke und Robert Musil. Bea Lundt Europas Aufbruch in die Neuzeit Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte Primus, 160 S., Abb., 35,90 Der Aufbruch in die Neuzeit was änderte sich im Denken, Handeln und Fühlen der Menschen um 1500, welche Kontinuitäten zum Mittelalter gab es und was ist das Neue und Moderne an der Neuzeit? Barocke Sinnenfreude auf der einen Seite und tiefe Gläubigkeit auf der anderen, Forscherdrang und die Gräuel des Dreißigjährigen Krieges große Gegensätze prägen diese Epoche. Fritz Mauthner Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande Hgg. v. L. Lütkehaus Alibri, 4 Bde., S., 156,- Das umfassende Archiv atheistischen Denkens von Mauthner ( ) in einer sorgfältigen Neuausgabe. Yehudi Menuhin Unvollendete Reise Lebenserinnerungen. Originalausgabe Piper, 464 S., 13,40 Man erfährt hier ebenso, wie sein Privat - leben aussah, von den jugendlichen Träumen, der Menschheit Frieden zu bringen, den Illusionen, die Völker durch Musik zu versöhnen, und von der großen Begabung zur Freundschaft. Jürgen Osterhammel Die Verwandlung der Welt Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts Beck, 1568 S., 51,30 Eine differenzierende Universalge - schichte ist also möglich! staunt Urs Hafner in der NZZ: Eindrücklich hält ein narrativer Spannungsbogen das Werk zusammen (...) Gleichzeitig hat es, aufgrund der Unmenge an verarbeiteter Forschungsliteratur wie auch der thematischen Breite, den Charakter eines Handbuches. Der Autor bietet wesentlich mehr als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industriali - sierung oder Kolonialismus. Die Heraus - bildung unterschiedlicher Wissens - gesellschaften, das Verhältnis Mensch- Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.

13 Ingrid Pfluger-Schindlbeck (Hg.) Aserbaidschan Land des Feuers 5000 Jahre Geschichte und Kultur im Kaukasus Reimer, 294 S., Abb., 30,70 Katalog zur Ausstellung im Ethno - logischen Museum Berlin Baltasar Porcel Das Mittelmeer. Eine stürmische Reise durch Zeiten und Kulturen Aus d. Katalan. v. K. Brandt Transit, 400 S., 25,50 Dieses Buch könnte sowohl als Kulturgeschichte wie als Reiseführer beschrieben werden, es ist aber weit mehr als das: die Figuren, die die Landschaft dieses Buchs bevölkern, stehen symbolisch für die Welle der Humanität, die das Mittelmeer immer wieder in Bewegung gehalten hat. Mit diesen Worten beginnt Baltasar Porcel die Reise: Homer und die Renaissance-Künstler, das Venedig der Dogen und Suleiman der Prächtige, Karthago und Granada und von da nach Malta und Jerusalem, Christopher Columbus, die Straßen von Marrakesch und die grünen Küsten von Mallorca. Baltasar Porcel gilt als einer der wichtigsten und produktivsten Autoren Spaniens. Er wurde bekannt als Lyriker und erfolgreicher cier, gleichzeitig aber auch als unkonventioneller Historiker des Mittelmeerraums. Susanne Rode-Breymann (Hg.) Musikort Kloster Kulturelles Handeln von Frauen in der frühen Neuzeit Böhlau, 304 S., mit CD, 41,10 In der Frühen Neuzeit war das Kloster einer der Orte, der Frauen neben einer religiös-spirituellen Lebensweise auch die Möglichkeit einer professionellen Ausbildung bot. Das galt für das Komponieren und die Musikpraxis wie für andere kulturelle Bereiche. Zum Teil haben sich die kompositorischen ebenso wie die literarischen und kunsthandwerklichen Arbeiten der Frauen erhalten. Richard Rorty / Gianni Vattimo Die Zukunft der Religion Weltreligionen, 120 S., 10,30 Die Philosophen Richard Rorty und Gianni Vattimo, die als Vertreter einer dezidierten Metaphysikkritik nicht gerade in Verdacht stehen, dem Christentum das Wort zu reden, stellen die Frage nach der Zukunft der Religion. In Texten und einem Gespräch gehen sie von der Beobachtung aus, dass die Meta physik - kritik mitnichten zum Verschwinden der Religion geführt hat. Der Tod Gottes gehört der Vergangenheit an, die Religion nicht. Hazel Rosenstrauch Wahlverwandt und ebenbürtig Caroline und Wilhelm von Humboldt Eichborn, 320 S., 30,90 Verdanken wir das Ideal einer humanistischen Erziehung dem Alltag einer außergewöhnlichen Beziehung? Wilhelm von Humboldt: der große Reformer des Bildungswesens, der Diplomat, der Ästhet, der dem Wesen der Antike auf der Spur war, der Sprach-Philosoph, der Goethe- und Schiller-Freund. Seine Persönlichkeit ist nicht denkbar ohne seine Frau, Caroline von Dacheröden, Mutter seiner fünf Kinder, in den Hauptstädten Europas zu Hause: eine Partnerin, die ihm an Weltneugier, Bildung, Kunstsinn und an tätiger Humanität ebenbürtig war. Mithu M. Sanyal Vulva Die Enthüllung eines unsichtbaren Geschlechts Wagenbach, 240 S., Abb., 20,50 Eine kulturgeschichtliche Pionierarbeit für Leser jeden Geschlechts: Mithu Sanyal sucht nach der Geschichte der Vulva und stößt in vergessenen Quellen auf fast sakrale Wertschätzung ebenso wie auf hasserfüllte Diffamierung. Sie erzählt von Baubo, die in der griechischen Mythologie die Menschheit durch die Enthüllung ihres Genitales rettete, findet zahlreiche explizite Darstellungen selbst in der mittelalterlichen Kunst, geht auf gewaltsame Verstümmelungen ebenso wie auf die Mode der Vagnialverjüngung ein, untersucht Schleiertanz und Striptease sowie die subversiven Performancekünstlerinnen Valie Export oder Annie Sprinkle. Ernst Strouhal Umweg nach Buckow Bildunterschriften. Edition Transfer Springer, 446 S., 41,10 Christian Reder, Herausgeber der Reihe Edition Transfer: Durch ihre Stimmungen wiedergegebene Leichtig keit liefern Strouhal s fein gesponnene Erzählungen, die immer wieder auf die so lang dominierenden großen Er zähl ungen an - spielen, aktualisierte Aufent haltspunkte für ein Begreifen des Ge schehens, gerade weil Einzelheiten und Frag men - tarisches wichtig genommen werden. Alles Weitere bleibt offen. Umweg nach Buckow enthält eine Vielzahl von Essays Ernst Strouhal s aus den letzten Jahren, die sich der Themen Literatur, Spiel, Kunst, Politik und Reise annehmen. Auf unterschiedliche Art und Weise tragen die Texte, die sich programmatisch als Bildunterschriften verstehen, dem zusehends beliebigen iconic turn in den Medien und Kulturwissenschaften Rechnung, und reflektieren diesen kritisch. 2 der 36 Bildunterschriften sind in Zusammen arbeit entstanden mit Brigitte Felderer und Horak. Galsan Tschinag Der singende Fels Schamanismus, Heilkunst, Wissenschaft Unions, 240 S., 17,40 Galsan Tschinag und Klaus Kornwachs Schamane und Technikphilosoph tauschen sich unter der Gesprächsleitung von Maria Kaluza aus. Wolfgang Ullrich Raffinierte Kunst Übungen vor Reproduktionen Wagenbach, 160 S., Abb., 23,60 Nachdem Ullrich in mehreren Büchern die Entleerung des Kunst begriffs kritisch betrachtet hat, ist er diesmal voll des Lobes er würdigt die Reproduktion, die häufig eine Weiter entwicklung und Vollendung des Originals ermöglicht. Florian Werner Die Kuh Leben, Werk und Wirkung Nagel & Kimche, 240 S., 20,50 So wir nicht umkehren und werden wie die Kühe, so kommen wir nicht ins Him - melreich. Wir sollten ihnen nämlich Eins ablernen: das Wiederkäuen. (Friedrich Nietzsche) Trotz des leicht satirelnden Titels hat Florian Werner kein humoristisches Werk vorgelegt, sondern ein faktenreiches und dabei kurzweilig formuliertes Sachbuch. (K. Granzin, TAZ) Es ist die schlaue, literarisch unterfütterte Kultur - geschichte eines Tieres, das wir völlig zu Unrecht dumm nennen. (C. Schröder, FR) 13

14 INNEN-WELTEN INNEN-WELTEN Jon G. Allen / Peter Fonagy (Hg.) Mentalisierungsgestützte Therapie Das MTB-Handbuch. Konzepte und Praxis Klett, 470 S., 51,30 Mit Mentalisierung beschreibt man 1. das Wissen um die mentalen Beweggründe des eigenen Verhaltens, 2. die Fähigkeit, das Verhalten anderer durch Einbeziehung ihrer Absichten, Emotionen, Einsichten, Grundhaltungen kurz: ihrer mentalen Zustände zu interpretieren und adäquat darauf zu reagieren. Die Mentalisierungsfähigkeit ist ausschlaggebend für die Organisation des Selbst und für die Regulierung der Affekte. Sie wird im Kontext früher Bindungsbeziehungen erworben. In diesem Band erläutern renommierte Forscher und Praktiker erstmals die Anwendungsmöglichkeiten für etablierte Behandlungsmethoden und verschiedenste klinische Einsatzbereiche. Emil Angehrn / J. Küchenhoff (Hg.) Die Vermessung der Seele Konzepte des Selbst in Philosophie und Psychoanalyse Velbrück, 300 S., 30,80 *Buchheim, Wie und warum existieren Seelen nach Aristoteles? *Renz, Rationalismus mit und ohne Grenzen; *Hühn, Hegel im Lichte der Kritik Kierkegaards; *Bernet, Die Heraus - forderung der Neurowissenschaften; *Hell, Zur Naturalisierung der Sub - jektivität; *Henningsen, Vom Nutzen der Neurobiologie für die Erforschung der Seele; *Pauen, Das Problem des Selbst in den Neurowissenschaften und der Philosophie des Geistes; *Angehrn, Selbstsein und Selbstverständigung; *Boothe, Die narrative Mitteilung als Seelensprache; *Welsen, Die Figuration des Selbst im Spannungsfeld zwischen Kraft und Sinn; *Warsitz, Konstruktion und Dekonstruktion des Selbst; *Borens, Die Unabschließbarkeit der Subjekt - konstitution; *Küchenhoff, Die Grenzen des Selbst: der Andere und der Körper. Sergio Benvenuto Perversionen Sexualität, Ethik und Psychoanalyse Turia + Kant, 200 S., 18,- Benvenuto verfolgt einige fundamentale Etappen des psychoanalytischen Denkens zurück (von Freud zu Masud Khan und Lacan) und schlägt vor: Die Per ver sionen werden als ein ethisches Scheitern des sexuellen Lebens verstanden. In ihren unterschiedlichen Formen (Exhibitionis - mus, Voyeurismus, Masochismus, Sadismus, Fetischismus, Pädophilie...) bezeichnet die Perversion nämlich ein gescheitertes Verhältnis zum anderen als Subjekt des Begehrens und der Lust. Benvenuto folgt darin klinischen Fällen der Analysepraxis, aber auch Filmen, geschichtlichen Ereignissen und Experi - menten der sozialen Psychologie, en und philosophischen Werken. Irene Berkel (Hg.) Postsexualität Zur Transformation des Begehrens Psychosozial, 230 S., Abb., 25,60 Der Band versammelt Beiträge aus Philosophie, Kultur-, Sexual- und Filmwissenschaft, aus Psychoanalyse und Kunst, die das Auftauchen postsexueller Erscheinungen vor dem Hintergrund der religiösen, historischen, sozioökonomischen und psychosexuellen Ent wick - lungen beleuchten. Wilfred R. Bion Raster und Zäsur Zwei Abhandlungen Aus d. Engl. v. E. Vorspohl Brandes & Apsel, 80 S., 12,40 Bion entwickelte den Raster als Instrument, das dem Analytiker dabei helfen kann, die in der Analysesitzung angestellten Beobachtungen aufzuzeichnen und auszuarbeiten. In Zäsur sondiert Bion die Beziehung zwischen der physiologischen und der psychischen Geburt zurückgehend auf eine Bemerkung Freuds. Er erkundet die Möglichkeit, dass eine pränatale, basale Sensibilität auch nachgeburtlich erhalten bleibt und das spätere psychische Leben beeinflusst. Tomas Böhm / Suzanne Kaplan Rache Zur Psychodynamik einer unheimlichen Lust und ihrer Zähmung Psychosozial, 250 S., 30,80 Das Motiv der Rache findet sich in der psychologischen Verknüpfung von Vorurteilen, Verfolgung, Rassismus und Gewalt. Die Autoren liefern deutliche und beunruhigende Fallbeispiele aus dem Alltag unserer Zeit und stellen Theorien vor, die zum besseren Verstehen von Opfern und Tätern beitragen können. Karl Heinz Brisch / Th. Hellbrügge (Hg.) Wege zu sicheren Bindungen in Familie und Gesellschaft Prävention, Begleitung, Beratung und Psychotherapie Klett, 380 S., 38,- Wie können Krippen, Kindergärten, die Schule und die Familie Kindern sichere Bindungen vermitteln und was kann dabei falsch gemacht werden? International renommierte Forscher und Kliniker stellen die neuesten Erkenntnisse zur Entwicklung der kindlichen Bindung unter den heutigen Bedingungen in Familie und Gesellschaft vor. Gerhard Burda Religion und Differenz Derrida, Lacan Sonderzahl, 199 S., 18,- Bertrand Cramer / F. Palacio-Espasa Psychotherapie mit Müttern und ihren Babys Kurzzeitbehandlung in Theorie und Praxis Psychosozial, 400 S., 41,10 Im Laufe gemeinsamer Kurztherapien, deren Technik anhand von Fallgeschichten vorgestellt wird, lassen sich oft bedeutsame Veränderungen erreichen. Auswirkungen und Grenzen dieser Therapien werden anhand von Evaluationsstudien zu den therapeutischen Veränderungen und anhand der Diskussion der Therapieindikation und des Scheiterns von Therapien dargestellt. Christine Diercks / Sabine Schlüter (Hg.) Die großen Kontroversen der Psychoanalyse Sigmund Freud-Vorlesungen 2007 Mandelbaum, 300 S., 24,80 Sigmund Freud Alfred Adler Otto Rank Sándor Ferenczi Wilhelm Reich Anna Freud Melanie Klein. Die großen Kontroversen in der Psychoanalyse waren das Jahresmotto der Sigmund Freud-Vorlesungen Dieser Band thematisiert jenen Streit, der auch die Geschichte der Psychoanalyse von Anfang an durchzieht. Thomas Diercks / Werner Strik Biologische Psychopathologie Kohlhammer, 240 S., 50,40 Dieses Buch gibt einen Überblick über die aktuellen Methoden in der psychiatrisch orientierten Hirnforschung. Anita Eckstaedt Der Struwwelpeter. Dichtung und Deutung Eine psychoanalytische Studie Sonderausgabe Insel, 228 S., 15,40 14

15 Die Nervenärztin und Psychoanalytikerin Anita Eckstaedt geht in diesem Klassiker der psychoanalytischen Deutung, der zum Heinrich-Hoffmann-Jubiläum in einer Sonderausgabe vorgelegt wird, den Bedingungen für die weltweite Wirkung dieses wohl bekanntesten Kinderbuches aller Zeiten auf den Grund. Die verschiedenen Struwwelpeter- Figuren haben Sündenbockfunktion; sie sind Negativprojektionen jenes einen Kindes, das Heinrich Hoffmann war. Yesim Erim Klinische Interkulturelle Psychotherapie Ein Lehr- und Praxisbuch Kohlhammer, 240 S., 40,10 Die Zahl der Migranten, die als Patienten psychosoziale Einrichtungen aufsuchen, nimmt beständig zu. Ziel dieses Werkes ist, über die kulturelle Prägung psychischer Symptombildung, interkulturelle kollektive Übertragungsmechanismen, die Lebenswelten von Migranten und den besonderen ethnosoziokulturellen Hintergrund der größten Migranten - gruppen zu informieren. Michael Ermann Psychoanalyse in den Jahren nach Freud Entwicklungen Kohlhammer, 120 S., 17,50 Die USA, London und Paris entwickelten sich zu den neuen Zentren. Von dort gingen ganz neue Entwicklungen aus, die den klassischen Freud grundsätzlich erneuerten. Das Ergebnis waren die Ich-Psychologie und die Neopsycho - analyse in den USA, die Objektbe - ziehungstheorie in England und die strukturalistische Psychoanalyse in Frankreich. Das Buch zeichnet diese Entwicklungen in den Jahren nach und würdigt die beteiligten Persönlichkeiten und ihre Konzepte. Es endet mit einem Blick auf die Nachkriegsentwicklung in Deutschland und Österreich, die nur mühsam wieder Anschluss an die internationalen Strömungen gewann. Egon Fabian / B. Dulz / Ph. Martius Stationäre Psychotherapie der Borderline-Störungen Schattauer, 192 S., 30,80 Erstmalig werden mit diesem Buch erfolgreiche Konzepte für die stationäre Therapie von Borderline-Störungen zusammengefasst. Die Autoren beschreiben anschaulich und praxisnah ihre jeweiligen Behandlungs schwerpunkte und gehen detailliert auf die spezifischen Therapieangebote ein, abhängig von der Schwere und den Besonderheiten der Störungen. Jörg Michael Fegert / A. Streek-Fischer u.a. Adoleszenzpsychiatrie Psychiatrie und Psychotherapie der Adoleszenz Schattauer, 896 S., 122,40 Die spezifischen Problemfelder und Störungen der Adoleszenz wurden bisher weder in der Kinder- und Jugend - psychia trie noch in der Erwachsenen - psychiatrie ausreichend berücksichtigt. Die Adoleszenzpsychiatrie schließt diese Lücke: Das Handbuch gibt einen umfassenden Einblick in die Ent wicklungs bedingungen dieser Lebens phase und erläutert ausführlich die relevanten Störungsbilder sowie die Besonderheiten im therapeutischen Umgang mit adoleszenten Patienten. Antonio Ferro Psychoanalyse als Erzählkunst und Therapieform Aus d. Italien. v. K. Laermann Psychosozial, 250 S., 30,80 Der Autor betrachtet die Psychoanalyse aus zwei Blickwinkeln: als eine Form der Literatur, also als eine Reihe von Erzählungen, die zwischen Patient und Analytiker entstanden sind, und als eine Therapie oder auch Kur von seelischem Leid. Das Buch ergründet den Zusammenhang von Narrationen und Deutungen innerhalb der analytischen Sitzung sowie den Begriff des Charakters, wie er in der Literatur und in diversen psychoanalytischen Modellen gebraucht wird. Ein zentraler Teil des Buches ist dem Thema Sexualität und Kinderpsychoanalyse gewidmet. Sigmund Freud / Nikolaj J. Ossipow Briefwechsel E. u. R. Fischer, H.-H. Otto u. H.-J. Rothe (Hg.) Brandes & Apsel, 249 S., 30,80 Freud schreibt an Jung: Der Russe ist ein prächtiger Kerl, klarer Kopf, ehrlich überzeugter Anhänger. Nikolaj J. Ossipow ist der erste russische Psychoanalytiker und der erste, der das Schicksal der Emigration durchlebt. So spiegelt die Erstveröffentlichung des Briefwechsels mit Sigmund Freud neben dem persönlichen Schicksal Ossipows auch ein kaum bekanntes Kapitel der psychoanalytischen Bewegung in Mittelund Osteuropa wider. Patrizia Giampieri-Deutsch (Hg.) Geist, Gehirn, Verhalten Sigmund Freud und die moderne Wissenschaft Königshausen & Neumann, 176 S., 25,80 Günter Gödde Traditionslinien des Unbewußten Schopenhauer Nietzsche Freud Neuausgabe Psychosozial, 660 S., 51,30 Thomas Hegemann / C. Oestereich Einführung in die interkulturelle systemische Beratung u. Therapie Auer, 128 S., 13,40 In einer multikulturellen Gesellschaft können die Menschen immer weniger davon ausgehen, dass ihr Gegenüber die gleichen Vorstellungen über die Welt hat oder gleiche Werte und Haltungen vertritt. Auch professionelle Beratung und Psychotherapie müssen sich auf ethnische und kulturelle Veränderungen einstellen. Thomas Hegemann und Cornelia Oestereich stellen in dieser 15

16 Einführung kompakt und übersichtlich die Grundlagen und Besonderheiten der interkulturellen systemischen Arbeit dar. Hans Hopf Angststörung bei Kindern und Jugendlichen Diagnose, Indikation, Behandlung Brandes & Apsel, 240 S., 25,60 Eva Illouz Die Errettung der modernen Seele Therapien, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe Suhrkamp, 400 S., 27,60 Wir leben in einer durchpsychologisierten Gesellschaft. Selbsthilfegruppen schießen wie Pilze aus dem Boden, Beziehungsratgeber erzielen gigantische Auflagen. Ehekrisen löst man nicht mehr in den eigenen vier Wänden, sondern in der Praxis eines Paartherapeuten... In ihrem neuen Buch untersucht die israelische Soziologin Eva Illouz, wie sich der therapeutische Diskurs auf unser kulturelles und emotionales Leben auswirkt. Therapien und die Kultur der Selbsthilfe, so eines ihrer Ergebnisse, verändern den emotionalen Stil einer Gesellschaft und machen das Leben nicht leichter, sondern im Gegenteil komplizierter. Angela Mauss-Hanke (Hg.) Internationale Psychoanalyse Band 4 Ausgew. Beiträge aus dem The International Journal of Psychoanalysis Psychosozial, 310 S., 30,80 Seit 2006 erscheint (bislang im Verlag edition diskord) jährlich eine deutsche Auswahl besonders herausragender Beiträge renommierter Autoren. Diese Beiträge werden von den Mitgliedern des Herausgeberbeirats ausgewählt und ins Deutsche übersetzt. Der Beirat setzt sich aus namhaften Analytikern aus Deutschland, England, Österreich und der Schweiz zusammen (Michael Diercks, Wien). Der 4. Band enthält Beiträge von Antonino Ferro, Richard H. Fulmer, Robert D. Hinshelwood, Riccardo Lombardi, Angela Mauss-Hanke, Evelyne Sechaud, Roosevelt M. Smeke Cassorla, Laurence S. Spurling, John Steiner, Richard Taffler und David Tuckett. 16 Franz Kaltenbeck / Peter Weibel (Hg.) Sigmund Freud Immer noch Unbehagen in der Kultur? diaphanes, 224 S., 20,50 Die Beiträge behandeln Widersprüche, Ambivalenzen und Konflikte der Kultur sowie ihre wirtschaftlichen, sexuellen, politischen, ästhetischen und literarischen Aspekte. Mit Beiträgen von Jacques Aubert, Bernard Baas, Jean Bollack, Pierre-Henri Castel, Edmond Couchot, Hubert Damisch, Monique David-Menard, Daisuke Fukuda, Nicole Gabriel, Franz Kaltenbeck, Genevieve Morel, Claus-Dieter Rath, Anne-Lise Stern und Peter Weibel. André Karger (Hg.) Trauma und Wissenschaft Psychoanalytische Blätter, Band 29 Vandenhoeck, 150 S., 20,50 Kritische Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit neurowissenschaftliche Erkenntnisse über Trauma die gesellschaftliche wie auch die therapeutische Haltung gegenüber den Opfern extremer Gewalt verändern. Anna Koellreuter (Hg.) Wie benimmt sich der Prof. Freud eigentlich? Psychosozial, 330 S., 33,90 Eine junge Ärztin begibt sich 1921 zu Freud in Analyse. In einem Tagebuch hält sie fest, was sie bewegt. Inspiriert von diesen Aufzeichnungen machen sich PsychoanalytikerInnen und GeschichtsforscherInnen Gedanken zu Freud und seiner Arbeitsweise. Mit Beiträgen von Thomas Aichhorn, Karl Fallend, Ernst Falzeder, John Forrester, Lilli Gast, André Haynal, Rolf Klüwer, Anna Koellreuter, Sebastian Krutzen - bichler, Bernhard Küchenhoff, Ulrike May, Juliet Mitchell, Paul Parin, Pierre Passett, Claudia Roth, August Ruhs, Anne-Marie Sandler und Rolf Vogt. Joachim Küchenhoff / R. Mahrer Klemperer Psychotherapie im psychiatrischen Alltag Schattauer, 368 S., 41,10 Grundlagen und Praxis der Psycho - therapie und Beziehungsarbeit in einem Werk; Zahlreiche ausführliche klinische Beispiele illustrieren Probleme und adäquate Interventionen im psychiatrischen Alltag; Therapeutische Haltungen für spezifische Situationen (z.b. Erstkontakt, Umgang mit Angehörigen oder Patienten aus anderen Kulturen); Empfehlungen zur Krisenintervention (u.a. Selbstschutz des Therapeuten, Aggressivität, Suizidgefährdung). Helmut Kuntz Imaginationen Heilsame Bilder als Methode und therapeutische Kunst Klett, 260 S., 28,70 Das Buch beantwortet sowohl methodisch-theoretische Fragen als auch praktisch-anwendungsbezogene Probleme, wie: Welche Klienten profitieren von Imaginationstherapie? Wie wirken Imaginationen? Welche Chancen, Risiken und Kontraindikationen sind zu beachten? Wie werden Standard- Übungen zur Heilkunst? Jacques Lacan Der individuelle Mythos des Neurotikers oder Dichtung und Wahrheit in der Neurose Turia + Kant, 94 S., 15,- Das Übereinanderlegen des Freud'schen Falls des Rattenmanns und einer Episode aus Goethes Jugend, seiner Leidenschaft für die schöne Friederike, ermöglicht es, die Formel für die Phantasievorstellung beim Neurotiker freizulegen: Jedes Mal, wenn es ihm gelingt, mit sich selbst eins zu sein, ver-

17 doppelt sich sein Sexualpartner; wenn sein Liebesleben zur Einheit gelangt, taucht daraufhin ein narzisstisches Double auf, das per Prokura an seiner Stelle lebt. Zwei weitere Texte vervollständigen den berühmten Vortrag, der dem Band seinen Titel gibt: ein Vortrag über die religiöse Funktion des Symbols, Anlass für einen zwerchfellerschütternden Dialog mit Mircea Eliade; eine Lévi- Strauss gestellte Frage über die Beziehung der Mythen mit der konkreten Struktur der primitiven Gesell schaften. (Jacques-Alain Miller) Ellen Lang-Langer Trennung und Verlust Fallstudien zur Depression in Kindheit und Jugend Brandes & Apsel, 360 S., 37,10 Die Kinder und Jugendlichen in den Fallstudien erfuhren Verlust durch den Tod eines Elternteils, durch Adoption und Heimunterbringung, durch die Scheidung der Eltern und durch eine zeitweilige Trennung von einem Eltern - teil. Das Spektrum der Erkrankungen umfasst Entwicklungsstörungen mit vorwiegend neurotischen Anteilen bis hin zu solchen mit traumatischen und psychotischen Anteilen. Eveline List Psychoanalyse Geschichte, Theorien, Anwendungen UTB, 300 S., Abb., 26,70 Hervorragend gegliedert, höchst anspruchsvoll, aber sehr gut verständlich führt dieses äußerst beachtenswerte Buch in Geschichte, Theorien und Methoden der Psychoanalyse ein. Dabei wird ebenso ausführlich auf kulturelle Aspekte wie auch auf soziale und gesellschaftspolitische Anwendungsgebiete der Psychoanalyse eingegangen. Leserfreundlich mit vielen Erklärungen, Grafiken und Querverweisen aufbereitet, wird ein umfassender und hervorragender Überblick ermöglicht. Zahlreiche Kurzbiografien berühmter Analytiker runden das Buch ab. (Verlag) Inhalt (ohne Unterteilungen): Einleitung / Was kann dieses Buch vermitteln? / Was ist Psychoanalyse? / Die elementare psychoanalytische Einstellung // KAPITEL: I *Geschichte der Psychoanalyse / II *Überlegungen zur Wissenschafts theorie der Psychoanalyse / III *Grundlagen psychoanalytischer Theorien / IV * Schulen der Psychoanalyse / V *Entwicklungspsychologie / VI *Sozial psychologie / VII *Klinische Psycho analyse / VIII *Anwendungsgebiete. Renate Maschwitz u.a. (Hg.) Die Kunst der Mehrstimmigkeit Gruppenanalyse als Modell für die Zivilisierung von Konflikten Psychosozial, 300 S., 30,80 Die psychoanalytisches und soziologisches Wissen verknüpfende Gruppen - analyse nach S.H. Foulkes ist eine eigenständige Methode zur Betrachtung von Gruppenphänomenen. In dem vorliegenden Buch schreiben erfahrene GruppenanalytikerInnen aus unterschied lichen Arbeitskontexten über das Potenzial, das der Gruppenanalyse innewohnt. Die AutorInnen gehören dem Seminar für Gruppenanalyse Zürich an. Dankwart Mattke / L. Reddemann u.a. Keine Angst vor Gruppen! Gruppenpsychotherapie in Praxis und Forschung Klett, 330 S., 30,80 Wer sich als Psychotherapeutin oder Psychothera peut der Herausforderung stellt, mit Gruppen zu arbeiten, wird in diesem Buch alle wichtigen Instrumente beschrieben finden; zudem typische Schwierigkeiten und Fallstricke, welche die Dynamik einer Gruppe bereithält. Je ein ausführliches Kapitel ist der Gruppenarbeit mit Trauma-Patienten und der Gruppentherapieforschung gewidmet. Stavros Mentzos Lehrbuch der Psychodynamik Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen Vandenhoeck, 300 S., Abb., 41,10 Für den Psychiater und Psychoanalytiker Stavros Mentzos genügt eine deskriptive Herangehensweise an die Diagnostik psychischer Störungen nicht er blickt hinter die Erscheinungsbilder und erforscht die zugrunde liegenden psychodynamischen Prozesse. In seinem Gegenentwurf zum medizinischen Klassifikationssystem ICD-10 spielen intrapsychische Konflikte und ihre Verarbeitungsmodi die zentrale Rolle. Grundlegende Annahme ist, dass psychische Symptome nicht nur defizitäre Ausfallserscheinungen darstellen, sondern gleichzeitig als dynamische Gebilde mit einer eigenen Funktion zu begreifen sind. So bringt beispielsweise selbstverletzendes Verhalten den Betreffenden zunächst emotionale Entlastung. Das Lehrbuch enthält psychodynamische Erklärungen zu den verschiedenen Störungsbildern. Stavros Mentzos / Alois Münch (Hg.) Gegenübertragung Arbeitsprozesse in der psychoanalytischen Psychosentherapie Vandenhoeck, 100 S., 19,50 Behandlungsmodifikationen für psychotische Patienten. Eindrückliche klinische Beispiele aus dem ambulanten und stationären Bereich machen mit den schwierigen Arbeits- und Gegenüber - tragungsprozessen in der analytischen Psychosentherapie vertraut. Beiträge von: Elmar Kraus, München / Christian Maier, Bonn / Stavros Mentzos, Frankfurt a. M. / Alois Münch, Frankfurt a. M. / Michael Putzke, Gießen / Elisabeth Troje, Frankfurt a. M. / Hildegard Wollenweber, Wiesbaden. 17

18 Guido Meyer Konzepte der Angst in der Psychoanalyse Band 2: Halbband Brandes & Apsel, 400 S., 30,80 In diesem zweiten Halbband von Band 2 werden vorwiegend die Beiträge zur Angst aus der postkleinianischen Psycho analyse und von denjenigen Vertretern der Psychoanalyse vorgestellt, die versuchen, die ich-psychologischen Erweiterungen mit verschiedenen objektbeziehungstheoretischen An sätzen zu einer umfassenden Theorie zu verbinden. Schwerpunkte sind die Theorien von Karl König, Wilfred R. Bion, Donald Meltzer, Ronald Britton, Otto F. Kern - berg und Ralph R. Greenson. Es folgt ein Ausblick auf die heutige Aus einander - setzung mit Angst in der Psychoanalyse. Katharina Rothe Das (Nicht-)Sprechen über die Judenvernichtung Psychosozial, 294 S., 30,50 Psychische Weiterwirkung des Holo - caust in mehreren Generationen nichtjüdischer Deutscher. Franz-M. Staemmler Das Geheimnis des Anderen Empathie in der Psychotherapie Wie Therapeuten und Klienten einander verstehen Klett, 320 S., 33,90 Stichwort: Spiegelneuronen, Empathie etc. Von Rogers oder Kohut als Allheilmittel gelobt, von Perls als Ausdruck unklarer Abgrenzung verdammt... Der Autor entwickelt in seinem Buch in nachvollziehbaren Schritten und anhand anschaulicher Beispiele ein neues Empathiekonzept: Es beruht auf einem dialogischen Verständnis von Therapie, in dem die Klienten als aktive und gleichfalls empathische Mitwirkende gesehen werden. Es versteht Empathie als ein Phänomen, das nicht nur im Kopf der Beteiligten stattfindet, sondern tief im Körper verwurzelt ist, wie insbesondere die Entdeckung der Spiegelneuronen gezeigt hat. 18 Bernhard Strauss / A. Thomas u.a. (Hg.) Bindung, Sexualität und Persönlichkeitsentwicklung Zum Verständnis sex. Störungen aus d. Sicht interper. Theorien Kohlhammer, 300 S., 39,10 Das Buch verbindet drei theoretische Felder: die Bindungstheorie, die inter - per sonale Theorie der Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung und klinische Theorien der sexuellen Ent wicklung. Neben einer Einführung in die theoretischen Gebiete werden anhand zweier Falldarstellungen Möglichkeiten der unterschiedlichen Betrachtungsweisen demonstriert. John D. Sutherland Die Entwicklung des Selbst Im Spannungsfeld von innerer Realität und sozialer Wirklichkeit Psychosozial, 330 S., 33,90 Mit diesem Buch wird erstmals ein Werk von Sutherland ins Deutsche übertragen. John D. Sutherland gehört zu der einflussreichen psychoanalytischen Gruppe um W.R.D. Fairbairn, dessen umfassende Objektbeziehungstheorie als Kopernikanische Wende innerhalb der psychoanalytischen Theorie der menschlichen Persönlichkeit gepriesen wird. Die Tradition, in der Sutherland steht, geht von Fairbairn aus und reicht über D.W. Winnicott, Michael Balint und Harry Guntrip bis hin zu Daniel Stern und Otto Kernberg. Manfred Thielen (Hg.) Körper Gefühl Denken Körperpsychotherapie und Selbstregulation Psychosozial, 430 S., Abb., 41,10 Wie sich die Selbstregulation von Gefühlen entwickelt und wie es dabei zu Störungen kommt, damit setzen sich in den letzten Jahren Säuglings-, Emotionsund Hirnforschung zunehmend auseinander. In der Körperpsychotherapie ist Selbstregulation schon ein altes Thema: als Regulation der Gefühle, aber auch der körperlichen Prozesse, die mit dem seelischen Erleben einhergehen. Hans-Otto Thomashoff Versuchung des Bösen So entkommen wir der Aggressions spirale Kösel, 260 S., 20,60 Michael Turnheim Mit der Vernunft schlafen diaphanes, 224 S., 20,50 Turnheim stellt in seinem neuen Buch folgende Diagnose an den Anfangs - punkt: Die Psychoanalyse als Praxis und in ihrer Theorie ist in Auflösung begriffen. Das Phantasma ihrer Einheit ist gefallen, fällt immer noch. Doch er erzählt damit keine Verfallsgeschichte, im Gegenteil. Anhand von Lektüren, die ihn von Freud über Lacan zur eingehenden Befragung des Beitrags Jacques Derridas zur Psycho analyse führen, fragt Turnheim, wie der gegenwärtige Stand und Zu stand der Psychoanalytiker und der Psycho - analyse wieder angeschlossen werden kann an die Spaltung der Szene, welche die Psychoanalyse selbst schreibt: die Spaltung zwischen der seit jeher vollzogenen Setzung eines metaphysischen Bezugs zu Normen, zum Vater und zum Monotheismus einerseits, sowie der Zersetzung, Auf schiebung, Subversion dieses Bezugs, der sich in der Immanenz des Sprechens und Erlebens der Subjekte artikuliert, andererseits. Brigitte Verlic u.a. (Hg.) Zeichen der Psyche Psychoanalytische Perspektiven zur Kunst Turia + Kant, 190 S., Abb., 29,- Im vorliegenden Band versuchen PsychoanalytikerInnen und Kunst theoretiker - Innen die Schnittstellen von Psycho ana - lyse und Kunst auszuloten. Es schreiben u.a.: Brigitte Verlic, Adam Budak: Vor wort / August Ruhs: Zum Verstehen eines Bildes braucht es einen Stuhl (Paul Klee). Bemerkungen zur psychoanalytischen Werk betrachtung in der bildenden Kunst. / Elisabeth Schlebrügge: Sphinxe, Chimären, Sirenen. Notizen zum Ver - hältnis von Psychoanalyse und Kunst. / Reimut Reiche: Wie stellen sich Psycho - analytiker vor, was geschieht, wenn ein Kunstwerk entsteht? / Robert Pfaller: Die Buchstäblichkeit der Leidenschaften. Franz Wellendorf / Thomas Wesle (Hg.) Über die (Un)Möglichkeit zu trauern Klett, 400 S., Abb., 33,90 Was ermöglicht Trauer, was verhindert sie? Wie können individuelle Verlusterfahrungen im Alltag und im therapeutischen Prozess behandelt werden? Und was bewirkt kollektive Trauer in Kunst, Kultur und Gesellschaft? Inhalt: Die theoretische Konzeptualisierung von Trauer und Melancholie bei Sigmund Freud und Melanie Klein; Die Fähigkeit zur trauernden Verarbeitung als Voraussetzung für seelisches Wachstum und Entwicklung; Frühe Störungen als Folge früher Verlusterfahrungen und mangelnder empathischer Erfahrungen; Trauerprozesse als Grundlage analytischer Arbeit; Die Ausformung von Trauerarbeit und der Umgang mit pathologischer Trauer im therapeutischen Prozess; Trauerprozesse im Rahmen der Verarbeitung kollektiver Verlusterfahrungen; Trauer und Verlust in Kunst, Literatur und Film. Alenka Zupancic Warum Psychoanalyse? Aus d. Engl. v. L. Banki u. F. Ensslin diaphanes, 108 S., 15,30 Weil Psychoanalyse zum Sprechen bringt, was den ideologischen Gegen satz von Körper und Verstand, welche die gesellschaftliche und ökonomische Ordnung für sich braucht, zerbrechen lässt.

19 DENK-BEWEGUNG DENK-BEWEGUNG Alain Badiou Logiken der Welten diaphanes, 650 S., 39,90 Rund fünfzehn Jahre arbeitete Alain Badiou an Logiken der Welten, der Fortsetzung seines Werks Das Sein und das Ereignis. Konstruiert werden muss eine Logik des Erscheinens, eine Phänomenologie. Eben darauf zielt das vorliegende Buch: auf eine Große Logik, die, indem sie von der Ordnung der Welten Rechenschaft gibt, das Denken der Wahrheiten als Ausnahmen von dieser Ordnung autorisiert. Der gegenwärtige Materialismus meint, dass es nur Körper und Sprachen gibt. Die materialistische Dialektik, die hier bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wird, behauptet dagegen: Ja, es gibt nur Körper und Sprachen, außer dass es Wahrheiten gibt. Nur im Zeichen dieses außer dass ist noch ein Leben möglich, das nicht unwürdig wäre. Ein Leben, in dem sich das demokratische Individuum in jene Überschreitung seiner eigenen Existenz inkorporiert, die man Subjekt nennt. Alain Badiou Das Konzept des Modells Einführung in eine materialistische Epistemologie der Mathematik Turia + Kant, 156 S., 17,- Claudia Bahmer Weltkunst Formpsychologie und Kulturanthropologie in Malraux Schriften Kadmos, 317 S., 28,30 Seit langem gehört André Malraux Konzept eines imaginären Museums zum kunstwissenschaftlichen Begriffsinventar. Gleichwohl handelt es sich dabei nur um einen Ausschnitt aus den umfangreichen, bislang kaum erschlossenen Kunstschriften des französischen Autors, Abenteurers und Kulturpolitikers. Diese werden hier untersucht: ihre Anschlussfähigkeit an zeitgenössische Theoriemodelle sowie die Entwicklung des für Malraux zentralen Ge dan - kens einer transkulturellen Weltkunst. Hendrik Blumentrath (Hg.) Techniken der Übereinkunft Zur Medialität des Politischen Kadmos, 171 S., 20,50 Diplomatie und Unterredung stehen in Walter Benjamins Text Zur Kritik der Gewalt exemplarisch für das, was er Techniken der Übereinkunft nennt: Techniken, die nicht in der Zweck-Mittel- Relation rechtserhaltender oder -setzender Gewalt aufgehen, sondern als reine Mittel das Augenmerk auf ihre eigene Medialität lenken. Benjamins Frage nach mittelbaren Lösungen, nach einem Weg über Sachen, bildet den gemeinsamen Bezugspunkt der Beiträge dieses Bandes. Norbert Bolz Diskurs über die Ungleichheit Ein Anti-Rousseau Fink, 207 S., 17,40 Die Linke hat wieder Konjunktur. Sie spricht nicht mehr von Klassenge sell - schaft, sondern von der Neuen Ungleich heit. Bolz Provokation: Wer alle integrieren will, muss auf die Gleichheit aller verzichten! Egalitarismus ist eine Anleitung zum Unglücklichsein. Wir können das gute Leben, das uns die moderne Gesellschaft ermöglicht, nicht leben, solange wir noch an Rousseau glauben. Die größte Gefahr für die moderne Welt geht nicht von denen aus, die asozial sind, sondern von denen, die zu sozial sind. Es gibt keine gerechte Gesellschaft. Christina v. Braun / D. Dornhof u.a. (Hg.) Das Unbewusste Über das Verhältnis von Wissen und Geschlecht transcript, 380 S., 34,80 Die Suche nach dem Geheimnis des Weib lichen ist bereits im historischen Vorfeld der Psychoanalyse eng mit der wissenschaftlichen Annäherung an das Unbewusste verknüpft. Zwar hat sich die moderne Wissensordnung gerade in der Ausgrenzung des weiblich codierten Anderen konstituiert. Die Ausschluss - dynamiken besitzen jedoch auch eine produktive Kehrseite: Ähnlich wie das Weibliche als Katalysator für die künstlerische Einbildungskraft fungiert, wirkt symbolische Weiblichkeit, uneingestanden oder nicht, als Motor wissenschaftlicher Wissensproduktion. Solchen Dynamiken des Unbewussten in der Wissens- und Geschlechterordnung will der Band auf die Spur kommen. Rudolf Burger Jenseits der Linie Ausgewählte philosophische Erzählungen Sonderzahl, 388 S., 25,- Ruth Pauli, Rudolf Bretschneider und Michael Scharang haben mich ermutigt, diese Auswahl aus meinen Schriften zusammenzustellen und zu meinem sieb zigsten Geburtstag zu veröffentlichen. Ohne ihren drängenden Zuspruch hätte es diesen Band nicht gegeben, und auch nicht ohne den Großmut meines frühen Verlegers Dieter Bandhauer, der mich auf im Wortsinn vergriffene Titel zurückgreifen ließ. (R.B. im Vorwort) Judith Butler Krieg und Affekt diaphanes, 64 S., 6,- In zwei Essays und einem Interview be - schäftigt sich Judith Butler mit der Rolle der Medien und besonders der US- Kriegsberichterstattung in den gegenwärtig geführten Kriegen. Lars Distelhorst Judith Butler UTB, 128 S., 10,20 Judith Butler, eine der bekanntesten USamerikanischen Intellektuellen und Querdenkerin der feministischen Wissenschaft, hat die Gender Studies nachhaltig beeinflusst. Diese schillernde Persönlichkeit und ihre vielfältigen provokanten Theoriepositionen stellt Distelhorst (Politikwissenschaftler) in diesem UTB vor. Massimo De Carolis Das Leben im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit diaphanes, 256 S., 20,50 Gentechnik und Kognitionswissenschaften, Molekularbiologie und Life Sciences dominieren heute zu weiten Teilen die Forschungslandschaft. Dem italienischen Philosophen Massimo De Carolis ist es darum zu tun, den ewigen 19

20 Kommunikationsmangel zwischen Philosophie und Wissenschaft aufzuheben und mit einem reduktiven Technikbegriff aufzuräumen. Sein Buch entwickelt eine revidierte Theorie der Technisierung. Georges Didi-Huberman Der Mensch, der in der Farbe ging diaphanes, 108 S., 13,50 Es ist eine Wüste. Der Mensch geht im sengenden Gelb des Sandes, und dieses Gelb hat für ihn keine Grenzen mehr. Vom Gang des Volkes Israel durch die Wüste über die Kirchen des Mittelalters in Italien, Frankreich und England bis hin zur Gegenwartskunst eines James Turrell verfolgt Georges Didi-Huberman seine Titelgestalt eines gehenden Menschen, der sich im absolut verlassenen Raum der reinen Farbe und nichts sonst gegenüber sieht. Das Motiv des Abwesenden durchzieht den gesamten Text, so etwa das Bilderverbot und das Sich-Entziehen Gottes während des Exodus, oder die Unähnlichkeit als zentrales Moment der mittelalterlichen Kunst, in der Licht und Farbe die Kirchen durchfluten. Hierin der Bezug zu den Lichtinstallationen von James Turell. Knut Ebeling / Stephan Günzel (Hg.) Archivologie Theorien des Archivs in Philosophie, Medien und Künsten Kadmos, 250 S., 23,50 Jörn Etzold Die melancholische Revolution des Guy-Ernest Debord diaphanes, 400 S., 24,- Jörn Etzold sieht in Debords Gesten Artikulationen des Politischen im Angesicht einer unhintergehbaren Verschränkung von Politik, Ökonomie und Ästhetik. Debord hat dieser Verschränkung den Namen Gesellschaft des Spektakels gegeben. Sichtbar wird Guy Debord als melancholischer Allegoriker, der die Welt zu entschlüsseln versucht und doch ihre Unlesbarkeit eingestehen muss, der einen heroischen Krieg gegen den spektakulären Kapitalismus führen will und dem doch nur Filmbilder und Buchstaben bleiben. Paul Feyerabend Naturphilosophie Hgg. v. H. Heit u. E. Oberheim Suhrkamp, 300 S., 25,50 Das Manuskript des Buches galt lange als verschollen. Durch einen Zufall wurde nun im Archiv der Universität Konstanz ein Typoskript gefunden, das den ersten Band des geplanten Projektes umfasst. Feyerabend untersucht die 20 Bedeutung der Mythen für die Frühzeit der Naturphilosophie und den Übergang von Homers Aggregatuniversum zu Parmenides' Einheitsdenken. Fokus seiner Überlegungen ist der aus seiner Sicht verheerende Aufstieg des Rationalismus in der griechischen Antike und die damit einhergehende Trennung des Menschen von der Natur. Insa Härtel Symbolische Ordnungen umschreiben Autorität, Autorschaft und Handlungsmacht transcript, 344 S., 33,80 Das Autoritätsgefüge scheint im Wandel begriffen. Anhand von Fallstudien aus Theorie und Kunst zeigt die kulturwissenschaftliche Studie, dass sich diese postulierte Bewegung kaum als Befreiung oder, umgekehrt, als Desaster fassen lässt... Byung-Chul Han Duft der Zeit Ein philosophischer Essay zur Kunst des Verweilens transcript, 128 S., 16,30 Es geht nicht um Beschleunigung. Die heutige Zeitkrise hängt nicht zuletzt mit der Verabsolutierung der vita activa zusammen. Sie führt zu einem Imperativ der Arbeit, der den Menschen zu einem arbeitenden Tier (animal laborans) degradiert. Die Hyperaktivität des Alltags nimmt dem menschlichen Leben jegliche Kraft zum Verweilen und zur Kontemplation. Dadurch wird die Erfahrung erfüllter Zeit unmöglich. Sigrid Hauser Kafkas Raum im Zeitalter seiner digitalen Überwachbarkeit Löcker, 280 S., 29,80 Zuletzt erschien von Sigrid Hauser ein Buch über die Therme Vals, die Ikone der schweizerischen und internationalen Architektur. Erstmals wurde der Bau in einer eigenen Monografie mit Texten von Sigrid Hauser und Peter Zumthor, zahlreichen Abbildungen, Skizzen und Plänen von Peter Zumthor sowie neu aufgenommenen Fotografien von Hélène Binet dokumentiert. Der Titel ihres neuen Buches verweist auf den berühmten Titel von Walter Benjamin. Es stellt Kafkas Werk in eine neue Beziehung zu unserer globalisierten Welt. Der architektonische Raum in seiner Literatur bildet den Rahmen und den Hintergrund dieser Beziehung. Begriffe, die unser aktuelles Gesellschaftssystem definieren, strukturieren den Inhalt in alphabetischer Ordnung sie werden als Protagonisten der Überwachung thematisiert. Anselm Haverkamp / Dirk Mende (Hg.) Metaphorologie Zur Praxis von Theorie Suhrkamp, 350 S., 13,40 Metaphorologie ist eine am sprachlichen Phänomen der Metapher orientierte Methode, die nicht allein auf eine Theorie metaphorischer Sprache abzielt, sondern auch die Praxis der Theoriebildung untersucht. Hans Blumenberg hat diese Methode zunächst für die begriffsgeschichtliche Analyse der Philosophiegeschichte und das in ihr mitbegriffene praktische Bewusstsein jeder Lebensund Alltagswelt entworfen. Klaus Heinrich Der Staub und das Denken Reden und kleine Schriften 4 Stroemfeld, 100 S., 15,30 Sophokles hat das Wort Staub (konis) zur Metapher für den Schrecken der Selbstzerstörung gemacht darum der Titel. Im ersten Essay über Goethes Distanzierung von der politischen tik seiner Zeit (Stichwort: Wahlverwandtschaften); im zweiten Essay über die Faszination der Sophokleischen Antigone nach dem Krieg; der dritte Essay heißt Festhalten an Freud. Eine Heine-Freud-Miniatur zur noch immer aktuellen Rolle des Aufklärers Freuds. Richard Heinrich Wahrheit UTB, 128 S., 10,20 Der Band über Wahrheit ist um zwei

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