Computermuseum Hoyerswerda. Zu Besuch bei der Ausstellung zur Geschichte der Rechentechnik

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1 Computermuseum Hoyerswerda Zu Besuch bei der Ausstellung zur Geschichte der Rechentechnik

2 Ausstellungsverlauf Die Einleitung beginnt mit einem Videofilm unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Jens-Uwe Röhl, der auch anschließend die Führung durch das Museum übernimmt. Dabei informiert er die Besucher und beantwortet alle anfallende Fragen. So finden Sie in der Ausstellung die ganze Chronik des Erfinders und Malers, Konrad Zuses.

3 Prof. Dr. h. c. mult. Konrad Zuse ( ) 1995)

4 Anfänge nge Er hatte die Idee, eine Maschine zu erfinden die ihm bei der Berechnung statischer, sich immer wiederholender Grundformel, die Routine abnehmen sollte. Den ersten Computer mit Relais, baute der ehemalige Bauingenieur bei seinen Eltern zuhause im Wohnzimmer in den Jahren 1936 bis Die einzelnen Relais baute er selber, indem er die Spulen selber wickelte und die Kontakte aus Blechen ausschnitt, was eine gewaltige Fleißarbeit war. In der damaligen Zeit erkannte man aber noch nicht die Möglichkeiten dieser Technologie. Auch das Militär zeigte damals kein Interesse.

5 Entwicklung und Folgen Hervorragende deutsche Computerpioniere halfen mit die Welt zu verändern. Hier ist besonders Konrad Zuse hervorzuheben, denn er stellte 1941 den ersten voll funktionsfähigen programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechner in binärer Gleitpunktrechnung vor. Und noch heute arbeiten die Computer im Wesentlichen nach Zuses Konstruktionsprinzip. Er wird deshalb auch der Vater des Computers" genannt. Befasst man sich mit dem Lebensweg von Konrad Zuse, so wird man feststellen, dass dieser überaus kreative Geist mit seiner Fähigkeit, ganzheitlich zu denken, der Menschheit auch viele andere Erfindungen schenkte.

6 Biographie Zum Beispiel mit dem Spezialmodell S1 den ersten Prozessrechner der Welt, mit dem Plankalkül" die erste algorithmische Programmiersprache, oder seine philosophischen Denkansätze zum Universum, als denkender Computer. Der Antrieb für diese Leistungen resultiert deutlich daraus, dass Konrad Zuse bewährtes Wissen immer wieder in Frage gestellt hat. Erfolgreiche Erfinder fallen häufig durch ausgeprägte künstlerische Aktivitäten auf. Bei Konrad Zuse ist es vor allem die Malerei, mit deren Hilfe er auch Visionäres gestaltet und ein umfangreiches Werk hinterlassen hat.

7 Wie die Idee des Museums entstand: Ende 1993 gab es im Verein Seniorenakademie Hoyerswerda erste Gedanken und Gespräche zum Thema Computermuseum. Schließlich war ja der Erfinder des Computers, Konrad Zuse, auch einmal Bürger der Stadt Hoyerswerda. Grund genug, um ihn in dieser Stadt in geeigneter Form zu würdigen und eine Stätte zu schaffen, die an seine bahnbrechenden Leistungen für die Menschheit erinnert. Ein Jahr später erscheint in der Lausitzer Rundschau der Artikel: Wer will Zuses alte Rechner haben?.

8 Die Einweihung fand dann am 19. September 1995 statt Konrad Zuse, begleitet von seinen engsten Freunden und Honoratioren der Stadt Hoyerswerda, besuchte diese Ausstellung und verlieh ihr seinen Namen. Er regte an, ein ausgedientes Exemplar des ersten industriell gefertigten Röhrenrechners in Deutschland die Zuse Z 22 als Exponat an die Computerausstellung nach Hoyerswerda zu vergeben. Das war die Geburtsstunde des Konrad-Zuse- Computermuseums in Hoyerswerda.

9 Nach der Einweihung, schrieb Konrad Zuse folgendes in das Gästebuch: G Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen (Goethe, Faust) Konrad Zuse am Er verstarb am 18. Dezember 1995 in Hünfeld im Alter von 85 Jahren.

10 Haben Sie Interesse? Konrad-Zuse-Computermuseum im LAUTECH-Gebäude Industriegelände Str. E, Nr Hoyerswerda Tel. : (03571) Fax : (03571) Öffnungszeiten Di-Do 09:00-15:00 Uhr So 15:00-17:00 Uhr Führungen sind nur nach telefonischer Absprache möglich.

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