Wissenschaftsjahr 2006

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1 Wissenschaftsjahr 2006 Menschen verbinden dank Informatik

2 Liebe Leserinnen, liebe Leser, Informatik ist überall: Wie kaum eine andere Wissenschaft durchdringt sie nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Auch und gerade dort, wo es keiner sieht versteckt in Telefonzentralen, Handys, Autos und Haushaltsgeräten, lenkt, reguliert, misst und warnt sie. Die Informatik ist das Herz der modernen Informationsgesellschaft. Eine der faszinierendsten Eigenschaften der Informatik ist, dass Innovationen sich in einem enorm hohen Tempo vollziehen: Was vor zehn Jahren noch undenkbar war, ist heute schon Realität. Rechner und Produkte werden ständig kleiner, intelligenter und leistungsfähiger. Davon profitieren wir täglich. Das Wissenschaftsjahr 2006 steht im Zeichen der Informatik. Es startet nach dem Einsteinjahr 2005 in Berlin und ist das mittlerweile siebte in der Reihe der Wissenschaftsjahre, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert hat. Das Informatikjahr wird gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog und der Gesellschaft für Informatik sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur durchgeführt. Die leitende Idee auch dieses Wissenschaftsjahres ist es, auf informative, spannende und unterhaltsame Weise einer breiten Öffentlichkeit Inhalte, Prozesse und Umsetzung von Wissenschaft nahe zu bringen. Das Informatikjahr will Lust auf Zukunft machen, eine lebendige Wissenschaft zeigen und vor allem junge Menschen über die zahlreichen Berufschancen der Informatik informieren. Nur ein Land, in dem sich viele Menschen jung und alt, männlich und weiblich mit Informatik auseinander setzen, hat im Informationsjahrtausend eine Chance im globalen Wettbewerb. In vielen bundesweiten Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerten und Wettbewerben kann man die Informatik entdecken und kennen lernen. Ein Höhepunkt des nächsten Jahres findet parallel zur Fußballweltmeisterschaft statt: das größte Robotik- Turnier, die 10. Weltmeisterschaft der Fußball- Roboter. Die vorliegende Broschüre gibt eine Vorschau auf das vielfältige Veranstaltungsprogramm und führt Ihnen die Themenvielfalt des Wissenschaftsjahres 2006 vor. Das Informatikjahr ist ein Jahr zum Mitmachen, Vordenken und Nachfragen! Wir freuen uns auf Sie und Ihren Beitrag im Informatikjahr! Dr. Annette Schavan Bundesministerium für Bildung und Forschung 2 3

3 Menschen ansprechen dank Informatik

4 Millionen Hörbücher für Sehbehinderte durch sprechende Textscanner. Inhaltsverzeichnis Eine junge Wissenschaft im Profil 6 Informatik Motor für den Wirtschaftsstandort Deutschland 7 Schwerpunktthemen im Informatikjahr 8 Informatik und Mobilität 9 Informatik und Sicherheit 10 Informatik und Kommunikation 11 Informatik und Gesundheit 12 Informatik und Sport 13 Informatik und Wohnen 14 Informatik und Kultur & Entertainment 15 Die Akteure im Informatikjahr 16 Veranstaltungen im Informatikjahr eine Auswahl 20 Aktiv werden im Informatikjahr 22 Impressum / Ansprechpartner 23

5 dank Informatik Menschen informieren

6 Eine junge Wissenschaft im Profil 6 7 Die Informatik als systematische, automatisierte Verarbeitung von Information hat weit zurückreichende Wurzeln, auch wenn ihre eigentliche Geburtsstunde erst mit der Entwicklung des Rechenautomaten Z3 durch Konrad Zuse im Jahre 1941 datiert wird. Ihr Name entstand sogar erst nach Die Informatik ist nicht nur eine Ingenieur- und Anwendungswissenschaft, sondern auch eine Grundlagen- und Systemwissenschaft mit experimentellen Elementen. Deutschland ist ein Kernland der Informatikforschung. Viele Innovationen sind hier entstanden. In den 50er Jahren wurde z. B. die Datenstruktur des Stapelspeichers entdeckt, ohne die keine automatische Verarbeitung moderner Programmiersprachen denkbar wäre. Kompressionstechniken wie das im Fraunhofer- Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickelte MP3-Format und Kommunikationsstandards wie GPRS, sind aktuelle Beispiele. Informatikforschung findet an zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen statt: Rund zwanzig Fraunhofer-Institute sind in den Verbünden für IKT und Mikrosystemtechnik zusammengeschlossen. Neben Instituten der Helmholtz-Gemeinschaft und zwei Max-Planck-Instituten forschen im Informatikbereich auch eine Reihe einzelner Institute wie das Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken, das Technikzentrum Informatik in Bremen, das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam oder das OFFIS in Oldenburg. Die oft publizierten Probleme bei ambitionierten Großprojekten wie der LKW-Maut oder der Gesundheitskarte sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland und Europa gerade in diesem Bereich, der Verbindung komplexer Systemtechnik durch neue Softwaretechnologien, eine international führende Stellung einnehmen. Informatikforschung findet darüber hinaus an zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen statt. Kurz nach der Jahrtausendwende hat die Zahl der Computerprozessoren die Zahl der Menschen auf der Erde überholt. Heute gibt es bereits fast dreimal so viele Prozessoren wie Menschen die meisten unsichtbar eingebettet in Geräte und Infrastrukturen unserer Arbeits- und Lebenswelt. Eine der wichtigsten Herausforderungen wird darin bestehen, die immer stärker wachsende Zahl miteinander vernetzter und eingebetteter Systeme nicht nur zu Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft zu nutzen, sondern für die Menschen sicher, zuverlässig und beherrschbar zu gestalten. Intensive interdisziplinäre Grundlagen- und Anwendungsforschung ist hierfür notwendig. Damit wird auch ein weiteres wichtiges Ziel verfolgt: die Überwindung der digitalen Spaltung. Großen Teilen der Welt, aber auch vielen Menschen in unserer Gesellschaft, werden aus unterschiedlichen Gründen (Bildung, Kosten etc.) die Chancen der Informationsgesellschaft vorenthalten. Schließlich sei die Zukunftsaufgabe E-Science genannt: In den Geowissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften, Nanotechnologien, um nur die wichtigsten zu nennen, werden die traditionellen Experimente in zunehmendem Maße durch computergestützte Simulationsprozesse abgelöst.

7 Menschen mitreißen dank Informatik Informatik Motor für den Wirtschaftsstandort Deutschland Informatik ist allgegenwärtig. Nicht nur im Alltag der Menschen, auch in der Wirtschaft. Fast alle Branchen nutzen die Rechenkapazitäten unzähliger Computer. Büros und Fabriken sind voll von Hard- und Software. Mehr als die Hälfte der Industrieproduktion und mehr als 80 Prozent der deutschen Exporte hängen von der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ab. Informatik schafft Arbeitsplätze. Ein Viertel aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft und ein Fünftel aller Patentanmeldungen entfallen auf die Informatik. In Deutschland werden die Informations- und Kommunikationstechnologien im Jahr 2006 ca. 140 Milliarden Euro umsetzen. Die IKT-Branche liegt mittlerweile vor Fahrzeugbau und Maschinenbau und trägt ein Drittel des erwarteten Wirtschaftswachstums. Die Bundesregierung fördert im IKT-Bereich mit großem Engagement die Entwicklung neuer Technologien und den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte. Im Informatikjahr wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Wissenschaft und der Wirtschaft eine neues IKT-Förderprogramm erstellen. IT-Sicherheit und Robotik werden einige der neuen Schwerpunkte sein. Eine weltweit führende Stellung nimmt auch die wirtschaftsinformatische Forschung zur integrierten Unternehmenssoftware ein, aus der auch Weltmarktführer wie SAP entstanden sind. Eine wichtige Rolle spielt die Robotik. Erst der hohe Grad an Automatisierung macht die deutsche Wirtschaft fit für den globalen Wettbewerb. Deutsche Forscherinnen und Forscher haben auf diesem Gebiet einen exzellenten Ruf. Sie arbeiten erfolgreich daran, die Automaten aus Stahl und Kunststoff immer leistungsstärker zu machen. Sie sichern damit die Zukunft des Technologie- und Wirtschaftsstandortes Deutschland.

8 Millionen Möglichkeiten, mit den Liebsten verbunden zu sein durch Mobiltelefone. Schwerpunktthemen im Informatikjahr Informatik kommt vielen Menschen abstrakt vor, macht manchmal vielleicht sogar Angst, weil die großen Fortschritte für uns alle häufig mit Problemen und Nachteilen verknüpft scheinen. Das Informatikjahr möchte am Beispiel wichtiger Anwendungen die Neugier auf Informatik und das Interesse am digitalen Fortschritt in unserer Gesellschaft wecken. Anhand der Themen Mobilität Sicherheit Kommunikation Gesundheit Sport Wohnen Kultur & Entertainment soll gezeigt werden, wo und wie die Informatik in unserem Alltag bereits allgegenwärtig ist. In diesen Bereichen wirkt und arbeitet die Informatik oft so unsichtbar, dass ihre innovativen Grundlagen wenig Beachtung finden. Dabei lässt sich gerade hier anschaulich zeigen, dass und wie dank Informatik unser Alltag revolutioniert wird. Im Wissenschaftsjahr 2006 werden aber nicht nur die aktuellen Anwendungen der Informatik nachvollziehbar gemacht, sondern wir wollen auch den Blick in die Zukunft richten. Dabei wird es in allen Schwerpunktthemen auch und insbesondere um die Auswirkungen der Informatik auf Bildung und Ausbildung gehen müssen. Die Herausforderungen der Informationsgesellschaft sind nur mit verstärkten Anstrengungen im Bildungsbereich zu bewältigen. Wie wird die Informatik unser Leben in Zukunft beeinflussen? Wie soll die Informatik für die Gestaltung unserer Zukunft eingesetzt werden? Die Zukunftsstadt Metropolis, das automatische Fotolabor, das elliptische Kino, der geldwechselnde Warenautomat, das Raumfahrtprojekt all das ist nur ein kleiner Teil der technischen Ideen, die der Erfindung des Computers vorausgingen. Konrad Zuse, Erfinder des ersten Computers

9 Menschen bewegen dank Informatik Informatik und Mobilität Die Zeiten, in denen Kundenberater mit Katalogen, Broschüren und viel Papier ausgerüstet ihre Kunden besuchten, sind vorbei. Heute bringen Berater, Ingenieure oder Reparaturdienste mobile Rechner mit, die vor Ort per Funk Datenverbindungen mit dem Firmennetzwerk aufbauen. Finanzdienstleister, Versicherungen, Logistik- und Transportunternehmen investieren deshalb in die technische Ausstattung des mobilen Außendienstes. Datenkommunikation per Funk wird die Mobilität in Europa grundlegend verändern. Nicht nur Außendienst-Mitarbeiter werden dank drahtloser Funkverbindung mit einem größeren Netz verbunden sein, auch die Industrie bedient sich mobiler Technologien in Produktion und Entwicklung: Autos werden beispielsweise künftig in der Lage sein, über Hochleistungs-Mobilfunknetze selbständig mit zentralen Computersystemen zu kommunizieren. Somit weiß das Auto, wie es Staus umgehen kann, wo Benzin auf der geplanten Strecke am billigsten ist und vieles mehr. Was für das Auto gilt, trifft auch auf viele andere Bereiche zu: Schiffe, Waggons, Container, Kartons und sogar einzelne Verpackungen in Logistik- oder Warenlagern werden in der Lage sein, über drahtlose Datenverbindungen mit Zentralrechnern zu kommunizieren. Dazu werden Produkte mit Miniatursendern und Temperatur-, Druck- und Feuchtigkeitssensoren versehen, die ihre Daten an ein zentrales Computersystem senden. So wird es möglich sein, auf dem Bildschirm zu kontrollieren, ob Tiefkühlprodukte im Containerschiff die richtige Temperatur behalten oder ob Teepackungen im Flugzeug bei der richtigen Luftfeuchtigkeit gelagert sind. Wenn die mobile Datenkommunikation einmal dem entsprechen soll, was das Mobiltelefon bereits heute für uns Menschen ist ein selbstverständliches und überall nutzbares, einfach zu bedienendes und zuverlässiges Gerät, dann ist zukünftig mehr als nur Technik gefragt. Es braucht vor allem neue Ideen, damit die Informatik dazu beitragen kann, in der Welt der Mobilität Ressourcen zu sparen und Leistung zu steigern.

10 Informatik und Sicherheit Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit werden gegenwärtig 90 Prozent aller Geschäfte zwischen Unternehmen per E-Commerce, also über das Internet, abgewickelt. Informatik und Informationstechnologie-Systeme werden immer mehr zum Rückgrat der Unternehmen. Mehr Technik erfordert auch mehr Sicherheit. Die neuen Sicherheitsanforderungen werden oft erst im zweiten Schritt bedacht. Auch wenn die Bedeutung des Themas rechtzeitig erkannt wird, ist es in der Praxis meist schwierig, ein angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Die Gründe dafür sind vielfältig: fehlende Ressourcen, knappe Budgets und nicht zuletzt die steigende Komplexität der Informationstechnologie- Systeme. Trotzdem stehen Stabilität und Konkurrenzfähigkeit ganzer Wirtschaftsstandorte auf dem Spiel. Das Thema Sicherheit wird aus diesem Grund einen Themenschwerpunkt im Informatikjahr bilden. Die Dringlichkeit der digitalen Sicherheit ist nicht nur für Flughäfen, Großunternehmen, Online-Shops oder mittelständische Unternehmen offensichtlich. Auch im privaten Bereich kommt ihr eine immer größere Bedeutung zu. Unternehmen, Verwaltungen und Bürger nutzen über das Internet gemeinsam Dienste, mit deren Hilfe vertrauliche Dokumente erstellt und überprüft werden. Was nützt es, wenn alle Türen im Haus sicher verriegelt sind, aber jeder Passant unbemerkt das drahtlose WLAN mitnutzen kann, sich Viren auf den Rechner schleichen und Spams das -Postfach sprengen? Mit zunehmender Verbreitung der Informationstechnologie wird auch unser Verständnis von Sicherheit hinterfragt beziehungsweise neu definiert. Den erhöhten Sicherheitsanforderungen zum Schutz vor Online-Betrügern und unerwünschten digitalen Zugriffen stehen gesellschaftliche Bedenken gegenüber. Aktuelles und prominentes Beispiel hierfür ist die Einführung biometrischer Verfahren zum Schutz vor Terrorismus und Kriminalität. Über diese Verfahren wird eine digitale Überwachung möglich, die auch zu Missbrauch von personengebundenen und persönlichen Daten führen kann. Es wird zukünftig darum gehen, ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen den Sicherheitsanforderungen und Bedürfnissen der Gesellschaft und dem Schutz von Persönlichkeitsrechten zu finden. Sicherheit ist kein Produkt, Sicherheit ist vor allem eine Vertrauensfrage. Sie ist das Zusammenspiel aus Technik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie fordert von allen Beteiligten Voraussicht, Um- und Weiterdenken. Die beste Allianz für Sicherheit im Informationszeitalter ist eine gut informierte Öffentlichkeit, der sowohl die Chancen als auch die Risiken bekannt sind. Die natürliche Neugierde der Konkurrenz ist auf einmal schachmatt gesetzt durch eine Maschine, mit der Sie all Ihre Dokumente vollständig geheim halten können. Arthur Scherbius, Erfinder der Enigma - Chiffriermaschine 10 11

11 Informatik und Kommunikation In der Kommunikation wird der Wandel zur digitalen Gesellschaft besonders deutlich. Unterschiedliche Medien wie Telefon, Fernsehen, Radio, CDs, Bücher und Zeitungen werden zunehmend digital bereitgestellt und immer häufiger auch digital genutzt. Es zeichnet sich ab, dass diese Digitalisierung zur Verschmelzung der Mediengattungen führt und die klassische Trennung von Medien sukzessive aufgehoben wird. Neue Funknetzwerke wie UMTS sorgen dafür, dass Mobilgeräte mit einem Digitalnetzwerk verbunden werden können. Diese Netzwerke gewährleisten eine hohe Übertragungsqualität und sind auch für Musik und Film geeignet. Wie schnell die Digitalisierung akzeptiert wird, zeigt das Mobiltelefon, das mit Foto- und Musikfunktionalität herkömmliche Modelle in rasantem Tempo ersetzt hat. Der Marktzuwachs bei MP3-Playern lag 2005 bei 170 Prozent, und immer mehr dieser mobilen Musikanlagen sind auch für das mobile Telefonieren geeignet. Auch im Bereich der Massenkommunikation ist ein deutlicher Trend zur Digitalisierung sichtbar: Während sich vor einem Jahr noch ein Viertel der Konsumenten einen Röhrenfernseher anschafften, sind jetzt digitale Flachbildschirme gefragt. Vor allem in der Telekommunikation ist eine große Dynamik deutlich zu spüren. Das Erstaunliche dabei ist, dass die Entwicklung von Software inzwischen eine bedeutend größere Rolle spielt als die von Hardware. Innovative Software lenkt die Weiterleitung von Gesprächen, sorgt für bessere Bild- und Sprachqualität und steuert immer mehr Aufgaben in den Kommunikationsnetzwerken, nicht zuletzt bei Mobiltelefonen, Notebooks und kleinen tragbaren Computern im Taschenformat, den so genannten Personal Digital Assistants (PDAs). Wie verändert diese Konvergenz der Medien die Kommunikation zwischen Individuen, und wie verändert sie die Kommunikation in der Gesellschaft? Mit dem Internet verschmelzen Öffentliches und Privates zunehmend: Technisch ist heute das Ausstrahlen von Radio- und Fernsehsendungen auch für Privatpersonen möglich. Das vergrößert nicht nur die Reichweite der Stimme des Einzelnen, sondern verändert auch den Charakter der klassischen Massenmedien. Form und Inhalt der Sprache wandeln sich. Die Sprache wird sich mit den neuen Medien verändern. An einem neuen Internetstandard wird heute schon gearbeitet: Er soll mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten, gezieltere Informationsübermittlung sichern und mehr noch als das heutige Internet auf Videound Echtzeit-Übertragungen zugeschnitten sein. Die Erfindung aller Art elektronischer Maschinen, vor allem die des elektronischen Computers, haben unser Bild von der Maschine von einem Umformer und Übermittler von Kraft zu einem Vermittler von Information verändert." Joseph Weizenbaum, Erfinder des ersten Programms zur Simulation natürlicher Sprache, namens ELIZA Menschen verbinden dank Informatik

12 Informatik und Gesundheit Nur noch 1/1000-Sekunde zwischen Sieg und Niederlage durch digitale Zeitmessung im Sport. Kaum ist der Mensch geboren, begrüßt ihn die Informatik. Digitale Messgeräte kontrollieren seine Herzund Nervenfunktionen und bei Bedarf wird das neue Leben von Sensoren und intelligenter Technik überwacht und unterstützt. Bereits vor der Geburt können digitale Frühdiagnosesysteme Risiken aufdecken. Es gibt nur wenige Bereiche, in denen der Einsatz von Informatik eine bedeutendere Rolle spielt als bei der Gesundheit. Die computergestützte Diagnose gehört heute zur Routine: von der digitalen Echographie, die Einblicke in die Gebärmutter ermöglicht, über die digitale Radiologie, mit der der Zahnarzt tagtäglich arbeitet, bis hin zur vollständig automatisierten Computertomographie, die uns sogar Bilder des denkenden Gehirns liefert. Auch bei unserem Verständnis der biologischen Grundbausteine aller Lebensformen der DNA hat die Informatik neue Horizonte eröffnet. Dank der Bioinformatik können Computer Sequenzinformationen darstellen und analysieren sowie die entsprechenden Proteinstrukturen nachbilden. Mit Hilfe der Bioinformatik können die Ursachen für genetisch bedingte Krankheiten gefunden, die Struktur neuer Viren entschlüsselt und neue Medikamente in immer kürzeren Zeitspannen entwickelt werden. In der Prothetik hat die Informatik in weniger als einem Vierteljahrhundert neue Realitäten geschaffen. Pionierarbeit wurde auf dem Gebiet der Mikrochirurgie geleistet: Heutzutage werden bei Schwerhörigkeit routinemäßig Sensoren ins Ohr implantiert, die an einen winzigen Mikroprozessor angeschlossen sind. Akustische Signale werden digital verarbeitet, so dass Patienten wieder in der Lage sind, Sprache und Hintergrundgeräusche voneinander zu unterscheiden. Medizinern ist es möglich, das menschliche Nervensystem mit elektronischen Computerchips zu verbinden. Ziel ist es, zukünftig fehlende Sinnesorgane zu ersetzen oder mechanische Prothesen zu steuern und mit dem Körper zu verbinden. Dank Informatik werden völlig neue Perspektiven eröffnet: In der Neuroprothetik wird es möglich sein, körpereigene Signale in elektronische Signale zu verwandeln und so etwa eine künstliche Hand zu steuern. Was mit dem Herzschrittmacher schon heute weit entwickelt ist, wird durch Informatik eine neue Dimension bekommen: Die Vision eines Gehirnschrittmachers, mit dem sich Krankheiten wie Epilepsie auch ohne Medikamente behandeln lassen, rückt näher. Das menschliche Nervensystem ist eine Rechenmaschine, die es schafft, ihre komplizierte Arbeit auf einem relativ niedrigen Stand der Präzision auszuführen. John von Neumann, Erfinder der modernen Computer-Architektur

13 Informatik und Sport Das Wissenschaftsjahr 2006 steht auch im Zeichen des Sports. Im Jahr der Fußballweltmeisterschaft ist in Deutschland auch die Informationstechnologie immer am Ball. Noch vor zehn Jahren waren Fernsehkameras zu groß und zu schwer, um mitten im Geschehen zu sein. Elektronische Sensoren, die einen Eindruck von der Geschwindigkeit eines Speers oder vom Puls eines Rennradfahrers vermitteln, waren so unhandlich, dass sie für die Sportler Ballast darstellten. Die Miniaturisierung in der Elektronik führt dazu, dass sich die Darstellung eines Sportereignisses in den Massenmedien deutlich verändert. Digitale, hoch auflösende Minikameras können immer näher am Geschehen sein. Es gibt schon Kameras, die wie ein schwebendes Auge den Ball verfolgen können gelenkt von einer Software, die den günstigsten Blickwinkel für Fernsehbilder berechnet. In den Ball und in die Kleidung der Sportler können Sensoren eingebaut werden, die deren Position zu jeder Zeit an Computersysteme übermitteln. Die Systeme befinden sich noch in der Testphase und werden zur FIFA-Weltmeisterschaft 2006 noch nicht im Einsatz sein. Aber technisch ist es heute schon möglich, den Ball mit einem Positionssensor auszustatten, der einem zentralen Rechner automatisch übermittelt, ob der Ball die Torlinie passiert hat. Das System kann danach drahtlos ein akustisches Signal an den Kopfhörer des Schiedsrichters senden, so dass es in Zukunft keine Wembley-Tore mehr geben wird. Außerdem wird sich die Sportberichterstattung in den elektronischen Medien so ändern, dass die Übertragung des aktuellen Wettkampfgeschehens ergänzt wird: Dank Informatik können sportwissenschaftliche Forschungsergebnisse oder fundiertere Echtzeit-Analysen zum sportlichen Geschehen geliefert werden. Mittels grafisch aufbereiteter Simulationsmodelle und des Einsatzes moderner Videotechniken lassen sich die Übertragungen für die Zuschauer attraktiver gestalten. In vielen Leistungssportarten ist auch jenseits der Berichterstattung eine beträchtliche Menge Informatik zu finden, zum Beispiel bei Fehlstart-Analysen in der Leichtathletik, Auswertungen von Fußballspielen und Computeranalysen als Fußball-Trainingsinstrument. Computersimulationen helfen zudem, durch die genaue Berechnung des Energiestoffwechsels der Muskulatur eines Leistungssportlers Unfälle zu vermeiden. Menschen aktivieren dank Informatik

14 Menschen unterstützen dank Informatik Informatik und Wohnen Dank Informatik verbraucht der Kühlschrank weniger Strom, die Waschmaschine geht sparsamer mit Wasser um und ist zudem häufig noch benutzerfreundlicher als herkömmliche Geräte. Im privaten Alltag hat die Informatik längst Einzug gehalten: Sogar in Haushalten ohne Computer befinden sich durchschnittlich 40 Mikrochips. Sie sind in elektrischen Zahnbürsten, Waschmaschinen, digitalen Kameras, Fernsehern, Radios und Rauchmeldern versteckt. Eine neue Herausforderung der Informatik ist es, diese unterschiedlichen Geräte im Haushalt miteinander kommunizieren zu lassen und aufeinander abzustimmen. Der Ansatz dafür ist schon vorhanden: Haushaltsgeräte sind mit einer universalen oft drahtlosen Kommunikationsschnittstelle ausgerüstet, die eine Konvergenz, eine Verbindung der unterschiedlichen Systeme, ermöglicht. Damit entfällt die Notwendigkeit für zahllose Fernbedienungen und die Wohnung denkt in Zukunft mit : Die Heizung reduziert automatisch die Temperatur, wenn der Backofen angeschaltet ist oder das Bügeleisen schaltet sich aus, sobald die Bewohner das Haus verlassen. Eine Konvergenz zwischen bisher unterschiedlichen Systemen bietet Vorteile für Bedienungs- und Wohnkomfort, die Schonung von Ressourcen und für die Sicherheit im Haus. Dazu müssen neuartige Sensoren und Mensch- Computer-Interaktionen entwickelt und erprobt werden. Die menschliche Sprache ist dabei ein Schlüssel zum Verständnis, aber auch optische Arten der Interaktion werden erfunden und erprobt. Informatik und Informationstechnologie werden dabei zunehmend stärker in klassische Haushaltsbranchen hineinwachsen. Aber Technik allein ist nicht genug: Auch die Normierung muss stimmen. Ohne neue Industriestanstandards und Kooperationen zwischen den Herstellern wird das Haus der Zukunft nicht zu realisieren sein. Das wird jedoch in Europa nicht zum Hindernis werden, denn in der Standardisierung ist Europa führend. Fast alle grundlegenden Standards für das World Wide Web wurden in Europa entwickelt. Wir sind dabei, eine neue Denkart zu entwickeln über Computer in der Welt, bei der das natürliche Umfeld des Menschen mitberücksichtigt wird und somit die Rechner im Hintergrund verschwinden können. Mark Weiser, ehemaliger Direktor des Xerox Palo Alto Research Center

15 Informatik und Kultur & Entertainment Der Innovationszyklus der Informationsgesellschaft wird auch in der Kultur und im Entertainment ständig kürzer. Was im einen Moment noch ein UKW-Radio ist, kann im nächsten Moment GPS-Signale empfangen oder als MP3-Player fungieren. Die Technik dieses digitalen Chamäleons wird eine der wichtigsten Revolutionen in der Unterhaltungselektronik der nächsten Jahre sein. Abgesehen von den spannenden technischen Herausforderungen, die einen immer schnelleren Fortschritt mit sich bringen, muss man sich aber auch fragen, wie sinnvoll die Entwicklung einer Technik ist, die, heute gekauft, morgen bereits veraltet sein wird. Wohin führt die Verkürzung des Innovationszyklus? Eine Bibel hält mehr als ein halbes Jahrtausend, ein Gemälde ist auch nach hunderten von Jahren noch schön, Familienfotos sind über ein Jahrhundert haltbar aber wie viele Jahre wird eine CD-ROM oder eine DVD noch lesbar sein? Die Nutzbarkeit digitaler Medien zu bewahren, ist eine immense Herausforderung. Nationalbibliotheken, Forschungsinstitute und Computerfirmen weltweit fangen gerade erst an, Entwicklungsgelder zu investieren, um das digitale Kulturgut zu erhalten. Auch hier gilt also: Dank Informatik können wir die Voraussetzungen schaffen, unser gesellschaftliches Wissen auch in hunderten von Jahren noch zu nutzen. Auch Kultur und Kunst stellen sich den neuen Möglichkeiten der Informatik. So sind insbesondere im Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Kunst vielfältige Herausforderungen entstanden Videokunst, Musik und bildende Kunst reagieren darauf mit innovativen Formaten. Informatik kann auch tote Gegenstände in Museen virtuell wieder beleben oder sogar interaktiv erfahrbar machen. So können japanische Beethoven-Fans dank Informatik das digitale Beethovenhaus in Bonn im Internet besuchen, musikinteressierte Museumsbesucher in Wien erproben interaktiv die Schwierigkeiten, die Wiener Philharmoniker gekonnt zu dirigieren. Techniken der virtuellen und erweiterten Realität füllen für Schülerinnen und Schüler antike oder mittelalterliche Ausgrabungsstätten wieder mit Leben oder demonstrieren interaktiv die Funktionsweise früherer technischer Geräte. Selbst beim Wiederaufbau zerstörter Kulturschätze kann die Informatik helfen, wie etwa der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche oder die Rekonstruktion der berühmten Buddhastatuen in Afghanistan zeigt

16 Die Akteure im Informatikjahr Zahlreiche Institutionen und Einrichtungen tragen mit ihrem Engagement zum Erfolg des Informatikjahres bei. Die Akteure haben das siebte Wissenschafts-jahr über ein Jahr lang geplant und vorbereitet. Sie sind gleichzeitig mit eigenen Veranstaltungen in die Durchführung des Informatikjahres eingebunden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) richtet gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog seit dem Jahr 2000 die Wissen-schaftsjahre aus. Ziel ist es, die Wissenschaft für alle zugänglich zu machen, das Interesse der Öffentlichkeit an Wissenschaft zu verstärken und junge Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern und zum Mitmachen anzuregen. In jedem Wissenschaftsjahr steht eine Wissenschaftsdisziplin im Mittelpunkt: 2000 Jahr der Physik, 2001 Jahr der Lebenswissenschaften, 2002 Jahr der Geowissenschaften, 2003 Jahr der Chemie und 2004 Jahr der Technik wurde Albert Einstein gefeiert. Wissenschaft im Dialog (WiD), 1999 von den führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des BMBF gegründet, fördert den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit. Zentrales Element der Arbeit von Wissenschaft im Dialog ist der Wissenschaftssommer ein großes Wissenschaftsfestival, das jährlich an wechselnden Orten in Deutschland stattfindet. Im Informatikjahr ist der Wissenschaftssommer mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Veranstaltungsangebote in München zu Gast. Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) ist im Informatikjahr 2006 ein herausgehobener Partner. Die GI ist mit rund Mitgliedern die größte Informatikfachvertretung im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1969 gegründet, um die Informatik als Wissenschaft zu fördern. Die GI unterstützt die fachliche und berufliche Arbeit von Informatikerinnen und Informatikern, gibt Fachpublikationen heraus, wirkt mit im Vorfeld politischer Planung und Gesetzgebung zur Forschungs-, Bildungsund Technologiepolitik, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, richtet Informatik-Wettbewerbe aus und führt fachliche Kommunikationsforen durch. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.v. (BITKOM) vertritt Unternehmen mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und Beschäftigten. Hierzu zählen Produzenten von Endgeräten und Infrastruktursystemen sowie Anbieter von Software, Dienstleistungen und neuen Medien. Aufgabenfelder des BITKOM sind Ordnungs-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik. Der Bundeswettbewerb Informatik (BWINF) besteht seit 1980 und wird von der Gesellschaft für Informatik gemeinsam mit der Fraunhofer-Gruppe Informationsund Kommunikationstechnik jährlich durchgeführt. Der BWINF wendet sich an Jugendliche bis 21 Jahre. Ziel des Wettbewerbs ist es, Interesse an der Informatik zu wecken und zu intensiver Beschäftigung mit ihren Inhalten und Methoden sowie den Perspektiven ihrer Anwendung anzuregen.

17 Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft zur Förderung der Forschung an Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstitutionen in Deutschland. Die DFG dient der Wissenschaft durch die finanzielle Unterstützung von Forschungsvorhaben und durch die Förderung der Zusammenarbeit unter den Forschern. Die DFG setzt wichtige Impulse für die internationale Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, holt junge Talente nach Deutschland und berät Parlamente und Behörden in wissenschaftlichen Fragen bei politischen Entscheidungsprozessen. Der Fakultätentag Informatik vertritt die gemeinsamen Belange seiner Mitglieder im Hinblick auf eine Förderung der Zusammenarbeit in allen wissenschaftlichen Fragen und die Koordinierung der Ausbildung im Bereich Informatik. Mitglieder sind Fakultäten oder Fachbereiche von Universitäten und ihnen gleichgestellte Hochschulen, die Informatiker ausbilden, promovieren und habilitieren. Der Fakultätentag Informatik ist einer der 16 bei der Hochschulrektorenkonferenz akkreditierten Fakultätentage der deutschen Universitäten. Die Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) ist der größte Institutsverbund innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. In den 17 Mitgliedsinstituten der IuK-Gruppe arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die enge Vernetzung der Institute ermöglicht gezielte, branchenspezifische und ganzheitliche Lösungen aus der anwendungsorientierten Forschung: IT-Lösungen, Technologieberatung sowie Vorlaufforschung für neue Produkte und Dienstleistungen. Durch internationale Forschungsprogramme sind die Institute weltweit mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen vernetzt. Partner Abaton-Kino, Hamburg Adolf Grimme Institut Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg Automotive & Drive Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit BMW Forschung und Technik Börsenverein des Deutschen Buchhandels Bundesministerium des Innern Bundesministerium der Justiz Carl Zeiss Carpe Diem Kids Academy Charamel Cisco Systems Deutschland Computerwoche conject Daimler Chrysler Forschungszentrum DeTeWe Deutscher Bildungsserver Deutsche Telekom Deutscher LandFrauenverband Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY Deutsches Historisches Museum Berlin Deutsches Technikmuseum Berlin Diensteistungsgesellschaft für Informatik dpa Picture-Alliance EADS Deutschland ebay EINSTIEG Essener Lichtspieltheater Europäische Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz EuroScience ProOstsee Fachbereichstag Informatik Fachinformationszentrum Karlsruhe Fachverband Aussenwerbung famity.de Feierabend Online Dienste für Senioren Filmhaus Nürnberg Filmkunst- & Programmkinos Gütersloh Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Gemeindetag Baden-Württemberg Girls Day-Mädchen-Zukunftstag GTZ AgenZ Hasso-Plattner-Institut IDIAP IHK Rostock Informationsforum RFID Informationssysteme für computerintegrierte Automatisierung Informationstechnik Museumsufer F./a.M. Inspector Systems Rainer Hitzel 16 17

18 Die IG Metall wurde 1891 gegründet. Heute sind in der IG Metall rund 2,4 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metallindustrie, des Metallhandwerks, der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Holz- und Kunststoffindustrie sowie der Informations- und Kommunikationsindustrie zusammengeschlossen. Die IG Metall vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Betrieb und Gesellschaft. Die Leistungen reichen von der Arbeitsrechtsberatung bis zu Veranstaltungsreihen zu verschiedenen Themen. Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft. Sie besteht aus einem Netzwerk von 200 Unternehmen und Organisationen aller Branchen, die gemeinsam mehr als eine Million Menschen beschäftigen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, durch bessere Bildung, Qualifikation und Innovationsfähigkeit wirtschaftliches Wachstum zu stimulieren und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern. Dafür setzt sich die Initiative gemeinsam mit politischen Partnern bei praxisorientierten und interdisziplinären Projekten ein. Alle Maßnahmen von D21 besitzen einen engen Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit (TeDiC) bündelt strategische Projekte zur Chancengleichheit in IT, Technik und Naturwissenschaft. Die Arbeit des Vereins gliedert sich in drei Kompetenzfelder: Digitale Integration, Bildung, Weiterbildung und Beruf und Hochschule, Wissenschaft und Forschung. Zu den Aktivitäten des Vereins zählen Projekte wie Frauen ans Netz und Online-Kompetenz für die Generation 50plus, die Koordination des bundesweiten Girls Day, das Bundesausbildungsprojekt idee_it sowie der Hochschulwettbewerb Get the Best. Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) ist eine unabhängige gemeinnützige Forschungsorganisation. Sie wurde 1948 gegründet. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält derzeit 78 Institute und Forschungseinrichtungen in Deutschland; drei Institute und mehrere Außenstellen befinden sich im Ausland wurde das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken eröffnet. In den Instituten und Forschungseinrichtungen sind rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beschäftigt. Im Rahmen der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung arbeiten darüber hinaus rund Doktoranden, Postdoktoranden, Gastwissenschaftler und studentische Hilfskräfte in den Instituten der Max-Planck-Gesellschaft. Die RoboCup-Weltmeisterschaften 2006 werden von der Hanseatischen Veranstaltungsgesellschaft mbh und dem Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationalkomitee RoboCup veranstaltet. Das Ziel von RoboCupJunior einer weltweiten, projektorientierten Bildungsinitiative für junge Menschen besteht darin, Teams von Kindern und Jugendlichen zur kreativen Arbeit in Robotik- Projekten anzuregen und technische Fertigkeiten in zukunftsorientierten Disziplinen zu fördern. Bei den jährlichen RoboCup-Weltmeisterschaften finden auch die Weltmeisterschaften des RoboCupJunior in den Disziplinen Soccer, Dance und Rescue statt. Für die RoboCup-Weltmeisterschaften 2006 in Bremen werden Junior-Teilnehmer aus aller Welt erwartet. Der Verein der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (VDE) ist mit Mitgliedern, davon Unternehmen, einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. VDE- Tätigkeitsfelder sind der Technik-Wissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung in den Schlüsseltechnologien Elektro- und Informationstechnik. Der VDE engagiert sich für ein besseres Innovationsklima und eine moderne Ingenieurausbildung. Die VDE-Technologiegebiete sind die Informationstechnik, Mikro- und Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik, Nanotechnik und Automation.

19 Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ist mit Mitgliedern der größte Verein für Techniker in Europa. Er versteht sich als Dienstleister und als Interessenvertretung von Ingenieuren. Als gemeinnütziger Verein vertritt er die berufs- und gesellschaftspolitischen Interessen seiner Mitglieder. Der VDI pflegt und entwickelt ein lebendiges Netzwerk auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) ist eine internationale Kulturinstitution, die sich mit den Entwicklungen der Informationstechnologien beschäftigt. In seiner Arbeit vereint das ZKM Produktion und Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen, Vermittlung und Dokumentation. Mit dem Museum für Neue Kunst, dem Medienmuseum, dem Institut für Bildmedien, dem Institut für Musik und Akustik und den jüngeren Abteilungen: Institut für Grundlagenforschung, Institut für Medien und Wirtschaft sowie dem Filminstitut verfügt das ZKM über vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von interdisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen. Medienpartner und Partner Neben den Akteuren wird das Informatikjahr unterstützt von zahlreichen Medienpartnern und Partnern, die im Folgenden und im roten Balken auf dieser und der vorherigen Doppelseite aufgelistet sind. Darüber hinaus engagieren sich im Informatikjahr zahlreiche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Medienpartner ARD digital CHIP Computer Zeitung c't magazin für computertechnik Der Tagesspiegel Deutsche Welle Deutschlandfunk Die Welt / Welt am Sonntag Geolino ix Magazin für professionelle Informationstechnik Junge Wissenschaft karriere das junge Job- und Wirtschaftsmagazin life + science Mitteldeutscher Rundfunk N24 netzeitung.de PC-WELT Phoenix Technology Review Telepolis UNICUM Westdeutsche Allgemeine Zeitung WILANTIS Das Wissensradio Partner InMach Intelligente Maschinen internationales literaturfestival berlin it-statements.de Kino 46 Bremen Kinobetriebe Muckli Kommunales Kino Stuttgart KUKA Roboter Kunst- und Ausstellungshalle der BRD L4-Institut für Digitale Kommunikation Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim Loewe metaio Metropol Düsseldorfer Filmkunstkinos Microsoft Deutschland MTV Networks Museum für Kommunikation Berlin Netzwerk F.I.T Baden-Württemberg neofonie neo.studio Architekten n-tv Off Kinobetriebs Gesellschaft, Köln Oracle Education Foundation OTLO VR Systeme Paul van Dyk Philips Planetarium Nürnberg Regionaler Industrieclub Informatik Aachen rhenag Rheinische Energie S&T Kinokunst, Osnabrück SAP Scandlines Deutschland Schulen ans Netz Science on Stage Deutschland sd&m, software design & management Semperoper Dresden Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Berlin Siemens Sikom Software Stadt Karlsruhe Stiftung Digitale Chancen Stiftung Lesen T-Systems Nova timebandits films Trägerkreis Frieden Einstein weiterdenken Transplantationszentrum Klinikum Augsburg Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Verband Deutscher Zoodirektoren Viisage Technology VIVA Media Volkswagen Yorck-Kinos, Berlin zeise kinos, Hamburg Zentrum für Graphische Datenverarbeitung 18 19

20 Menschen faszinieren dank Informatik Veranstaltungen im Informatikjahr eine Auswahl Bundesweite Veranstaltungsreihe Zukunft entwickeln Februar bis Mai und September bis November 2006, bundesweit. Die Gesellschaft für Informatik und die Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik der Fraunhofer-Gesellschaft führen gemeinsam regionale Veranstaltungen zur Informatik durch. Hier treffen IT-Unternehmen auf Forschungseinrichtungen, Universitäten, Verbände und Verwaltungen, diskutieren kontroverse Themen der Informatik und stellen sich einer regionalen Standortdebatte. Eine Besonderheit der Reihe: Jeweils vormittags bieten die regionalen Veranstalter spezielle Angebote für Schülerinnen und Schüler. Das Informatikjahr auf der CeBIT 9. bis 15. März 2006 in Hannover Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt auf seinem Messestand Spitzenforschung und Innovationen aus dem Bereich der Mensch-Technik- Interaktion wie die Entwicklung und Steuerung von Robotern vor. Der vom Verein Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit organisierte Kongress Weibliche Führungskräfte in IT-Unternehmen als Erfolgsfaktor präsentiert das Arbeitsfeld Informatik und Informationstechnik als attraktiven Arbeitsbereich für junge Leute, insbesondere für junge Frauen. Vom Azubi zum Master Karriereentwicklung IT Im Frühjahr 2006 in Berlin Kongress und Wettbewerb des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM). Es sollen Karrierechancen und -wege im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik aufgezeigt, die neue Durchlässigkeit der Bildungssysteme und darauf aufbauende Personalentwicklungsmodelle dargestellt und die Kooperation mit den Anwenderbranchen gestärkt werden. Kampagne und Jugendwettbewerb Einstieg Informatik Ab Frühjahr 2006, bundesweit Einstieg Informatik ist eine Initiative des Bundeswettbewerbs Informatik und des Fakultätentags Informatik. Mit spannenden Vorführungen, in Workshops und Diskussionen wird jungen Menschen gezeigt, dass die Informatik keine Zauberei, sondern erlernbar und faszinierend ist. Im April startet der neue Jugendwettbewerb, der nahezu keine Informatik- Vorkenntnisse voraussetzt. In einer virtuellen Welt können die Teilnehmer Aufgaben lösen, Neues lernen und eigene Ideen beitragen. Kunst Computer Werke 12. bis 21. Mai 2006 in Karlsruhe Die Ausstellung des Zentrums für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe und des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation verbindet digitale Medienkunst mit aktuellen Forschungsergebnissen: Partner aus Forschung und Entwicklung führen in wissenschaftliche Aspekte der Informatik ein und Medienkunstexponate werden gezeigt. Ergänzt wird die Werkschau unter anderem durch die Verleihung des digital sparks -Medienpreises.

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