Intelligente VerkehrsSysteme im Straßenverkehr

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1 Nationale IVS-Konferenz am 26. Februar 2012 in Berlin Intelligente VerkehrsSysteme im Straßenverkehr IVS in Städten und Ballungsräumen Status Quo und Lösungsansätze zur Einbindung in den nationalen IVS-Aktionsplan Hanfried Albrecht, OCA e.v.

2 IVS in Städten und Ballungsräumen Inhalt Nur kurz: Wer ist die OCA Verständnis von IVS IVS in Städten und Ballungsräumen: Status Quo Lösungsansätze zur Einbindung in den nationalen-ivs Aktionsplan Fazit 26. Februar 2013 OCA e.v

3 OCA e.v. Nur kurz: Wer ist die OCA?

4 OCA e.v. Profil ist der einzige städtische Verband in den deutschsprachigen Ländern der EU, der sich speziell mit IVS-Themen befasst wurde 1999 von 10 Städten im Rahmen der OCIT-Initiative der Deutschen Signalbaufirmen gegründet umfasst heute 38 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist auf nationaler Ebene aktiv: Mitwirkung bei der OCIT- sowie OTS/DATEXII-Standardisierung Entwicklung eigener Leitfäden und Empfehlungen für deren Einsatz Mitarbeit in nationalen IVS-Gremien und Arbeitskreisen (IVS-Beirat und FGSV) ist auf EU-Ebene aktiv: Urban ITS Expert Group: Mitarbeit an Leitfäden und Empfehlungen für den Einsatz von IVS in Städten Projekt POSSE: Verbreitung von Standards und Offenen Spezifikationen Kooperation mit anderen städtischen Verbänden in der EU (POLIS, UDG ) 26. Februar 2013 OCA e.v

5 OCA e.v. Mitglieder Gründungsmitglieder Frankfurt Hamburg Köln München Nürnberg Regensburg Wuppertal Weitere Mitglieder Aachen Berlin Bremen Detmold Dortmund Düsseldorf Essen Hamburg Port Authority Herford Land Hessen: ASV Frankfurt Kassel Krefeld Leverkusen Mönchengladbach Land NRW: NL Niederrhein Oldenburg Remscheid Rüsselsheim Saarbrücken Solingen Stuttgart Verbände Gründungsmitglieder Basel Lausanne Zürich Weitere Mitglieder Luzern Bern Mitglieder Graz Innsbruck Wien Mitglieder Deutscher Städtetag Bayerischer Städtetag 26. Februar 2013 OCA e.v

6 OCA e.v. Aktuelle Organisation OCA-Mitgliederversammlung Organe Vorstand Herr Lange, Berlin (Vorsitz) Herr Bauer, München Herr Bernhard, Zürich Herr Bielefeld, Frankfurt Herr Noll, Kassel OCA-Büro Verbandsgeschäftsführung Hanfried Albrecht Web-Seiten Arbeitsebene Nationale Ebene (D, AU,CH) AwK Outstations (Systeme der Feldebene) AwK Zentralen (Systeme der Zentralen-Ebene) AK OCIT / Durchgängige Versorgungskette AK Qualitäts- und Sicherheitsstandards EU-Ebene AwK IVS (Intelligente Verkehrs Systeme) 26. Februar 2013 OCA e.v

7 OCA e.v. Verständnis von IVS

8 Definition der Europäischen Kommission Fokus bisher: Fernverkehr Seit 2010: Auch Urban im Focus (Nodes) What do we want to achieve? Innovation will help to make transport more sustainable, which means efficient, clean, safe and seamless. New infrastructure cannot solve all transport problems of congestion and emissions. Intelligent Transport Systems (ITS) apply information and communication technologies to transport. Computers, electronics, satellites and sensors are playing an increasingly important role in our transport systems. The main innovation is the integration of existing technologies to create new services. ITS as such are instruments that can be used for different purposes under different conditions. ITS can be applied in every transport mode (road, rail, air, water) and services can be used by both passenger and freight transport. Quelle: 26. Februar 2013 OCA e.v

9 IVS-Aktionsplan Straße: Definition Fokus bisher: vor allem IV-Themen aber keine stadtspezifischen Themen Die rasante Entwicklung in der IKT-Informations- und Kommunikationstechnik eröffnen im Verkehrsbereich neue und nachhaltige Wertschöpfungspotentiale. Intelligente Verkehrssysteme (IVS) engl. Intelligent Transport Systems (ITS) verstehen sich als Anwendungen, bei denen Informations und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Realisierung der Erfassung, der Übermittlung, der Verarbeitung und des Austauschs verkehrsbezogener Daten und Informationen eingesetzt werden. Der Wortanteil Intelligenz von IVS steht dabei als Synonym für Informationen und Erkenntnisse, die durch das Sammeln und Auswerten von Daten gewonnen wurden und die es ihren Nutzern ermöglichen, sich sicherer und effizienter im Verkehrssystem zu verhalten. 26. Februar 2013 OCA e.v

10 OCA e.v. IVS in Städten und Ballungsräumen Status Quo

11 In deutschen Städten haben sowohl im IV als auch im ÖPNV eine lange Tradition sind technisch hoch entwickelt, weisen einen hohen Integrationsgrad auf und sind weit verbreitet werden über die Einführung der kooperativem Systeme (ab 2015) nochmal einen Innovationsschub erfahren Berlin 1925 Quelle: OCA - OTS-Systemmodell für den IV Quelle: MRK-Methodik für den ÖPNV 26. Februar 2013 OCA e.v

12 in europäischen Städten sind dokumentiert in den Dokumenten der Urban ITS Expert Group: Empfehlungen für ITS- Schlüsselanwendungen Verkehrsmanagement (inkl. Logistik) Multimodale Information Smart Ticketing (für den ÖV) Identifizierung des Bedarfs für Standardisierungen für ITS in Städten Sammlung sog. Best Practises in Urban ITS in Europa Quelle: _for_urban_areas_en.htm 31. Januar 2013 OCA e.v

13 in Städten sind jedoch aus Nutzersicht in der Regel räumlich und zeitlich nicht durchgängig nicht nahtlos und selten inter-modal Wo liegen die Ursachen? Selten im technischen Bereich sondern vielmehr in mangelnder hoheitsübergreifender Kooperation der Akteure einhergehend mit fehlender Bereitschaft zur Anpassung tradierter Rollenverständnisse im fehlenden Verständnis von durch Kooperation erzielbarem Nutzen (Wertschöpfung durch Verbund) in der unzureichenden Etablierung tragfähiger Konzepte und Rahmenbedingungen für die Kooperation und Kollaboration der Akteure gilt sowohl für Akteure der öffentlichen Hand als auch für Private Mehrwert / Zusatznutzen IVS-Dienste Verbund IVS-Dienst Spezifischer Nutzen Kooperation Vernetzung IVS-Dienst Spezifischer Nutzen IVS-Dienst Spezifischer Nutzen 26. Februar 2013 OCA e.v

14 OCA e.v. IVS in Städten und Ballungsräumen Lösungsansätze zur Einbindung in den nationalen-ivs Aktionsplan (am Beispiel Multi-modale Information )

15 Multi-modale Information Vision: ist die umfassende und lückenlose Information über alle möglichen Verkehrsträger (modes of transport), also: Auto, ÖPNV, Bahn, Fahrrad, Fußgänger, car sharing, car pooling. Nutzen eröffnet dem Nutzer die Möglichkeit zur Kombination aller Verkehrsträger, um von A nach B zu gelangen. stellt für den Nutzer einen Anreiz dar, um sein tägliches Mobilitätsverhalten zu verändern (von ausschließlich mit dem Auto zu nicht ausschließlich mit dem Auto ). hat lt. Schätzungen ein Potential für den Modal Shift von ca. 5%. (Quelle: Urban ITS-Expert Group) 31. Januar 2013 OCA e.v

16 Multi-modale Information: die Technische Herausforderung Bereitstellung von Informationen und Erkenntnisse für den Verkehrsteilnehmer für ein sicheres und effizientes Verhalten auf dem Weg von A nach B Von A nach B? Austausch von Daten und Informationen Einsatz von IKT Erfassung, Übermittlung, Verarbeitung von Daten und Informationen Erfassung, Übermittlung, Verarbeitung von Daten und Informationen Erfassung, Übermittlung, Verarbeitung von Daten und Informationen 26. Februar 2013 OCA e.v

17 Multi-modale Dienste die organisatoriche Herausforderung müssen von der Öffentlichen Hand getragen werden wenn es kein sich selbst tragendes Geschäftsmodell gibt. die Realisierung kann durch die Organe der öffentlichen Hand selbst oder auch durch Private, die mittels Ausschreibung ausgewählt werden, erfolgen sollten von Privaten erbracht werden: wenn es ein überlebensfähiges Geschäftsmodell gibt. um Private zu solchen Diensten zu animieren, sollten Daten oder Dienste der Öffentlichen Hand kostenlos bereitgestellt werden, allerdings auch versehen mit dem Anspruch an die Qualität der Daten, um so kommerzielle Dienste zu fördern. die Bereitstellung der Daten sollte an die Bedingung geknüpft werden, dass ihre Nutzung mit der Mobilitätspolitik der Öffentlichen Hand konsistent ist (Quelle: Urban ITS-Expert Group) 31. Januar 2013 OCA e.v

18 Multi-modale Dienste verlangen die Kooperation und Kollaboration zahlreicher öffentlicher und privater Akteure mit ganz unterschiedlichen Rollenverständnissen und Geschäftsmodellen stellen hohe Anforderungen Die eigentliche an die Herausforderung: Informations-Logistik (Organisation, Steuerung, Bereitstellung Wertschöpfungsketten und Optimierung und von Informationsströmen) Geschäftsmodelle für Verbund-Dienste! erfordern Aktualität und Qualität der Daten Wann und wo die öffentliche Hand, und Informationen wann und wo Private? die Kosten werden im Gegensatz zum Nutzen oft als Wer zu hoch ergreift wahrgenommen die Initiative, wer moderiert, Lösungsansatz wer finanziert den Anschub? Denken in Wertschöpfungsketten, d.h. in Rollen, Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen Privater (ist nur seinem Geschäftsmodell verpflichtet) Konfliktpotential Öffentliche Verwaltung (ist ihren politischen Vorgaben verpflichtet) Konzessionär (ist den politischen Vorgaben und seinem Geschäftsmodell verpflichtet) 26. Februar 2013 OCA e.v

19 IVS-Wertschöpfungskette (Modell) Inhalte-Anbieter (Content Provider) erstes Glied in der Wertschöpfungskette und Quelle, in Regel auch Eigentümer (Content Owner) der in den Diensten verwendeten Daten Dienst-Betreiber (Service Operator) sammelt und verfeinert Rohdaten der Inhalte-Anbieter zu verwertbaren Mehrwert-Informationen (Kommunikations-)Netzwerk-Betreiber (Network Provider) muss zuverlässige und flexible Kommunikationskanäle für die nahtlose Verbindung von Endbenutzern, Fahrzeugen, Straßeninfrastruktur und Dienstzentren bereitstellen Dienst-Anbieter (Service Provider) realisiert und ist direkte Schnittstelle zum Endbenutzer End-Kunde ist Kunde des Dienst-Anbieters nutzt Informationen für private oder geschäftliche Zwecke Inhalteanbieter Dienstbetreiber Dienstanbieter Endkunde Kommunkationsnetzwerkbetreiber (Quelle: EasyWay) 26. Februar 2013 OCA e.v

20 Gestaltungsgegenstände von IVS-Wertschöpfungsketten (Architektur) Rollen und Geschäftsmodelle Aufgaben und Ziele, Nutzenkategorien für den Kunden Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle, (Organisationsformen, Rollenkonzepte, Schlüsselressourcen, und partnerschaften, Schlüsselaktivitäten, ) Informationslogistikkonzepte (hoheitsübergreifende Organisation und Management der Kommunikations- und Distributionskanäle) Regeln und Rahmenbedingungen wirtschaftlich, finanziell rechtlich und normativ Informations- und Kommunikationstechnologien Informationsstrukturen, Datenschnittstellen IT-Dienste IT-Infrastrukturen (Quelle: Projekt ÖV-ITS-Architektur für Deutschland) 26. Februar 2013 OCA e.v

21 IVS-Aktionsplan Straße: Positionierung der Maßnahmen Private Projekt 2.4: Entwicklung einer ÖV-IVS-Rahmenarchitektur Akteure Bund, (Land) Kommune 1.1, 1.2* 1.3* 1.4* ,2 3,3 IV Das Denken in Wertschöpfungsketten, Geschäftsmodellen und Prozessen sollte mehr in den Fokus der IVS- Diskussion rücken 2.8 und auf alle Bereiche von IVS ausgedehnt werden *) kann auch für ÖPNV genutzt werden Verkehrsträger 2.5, , 2.2, ÖV 2.4 Befasst sich mit Wertschöpfungsketten im ÖV und deren Informationslogistik 26. Februar 2013 OCA e.v

22 Fazit IVS leisten einen Beitrag zur Schaffung eines nachhaltigen Personen- und Gütertransports fördern Innovation durch Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnik schaffen neue (Mobilitäts)-Dienste durch Integration vorhandener Technologien sind intelligent wenn die Erfassung, Übermittlung, Verarbeitung und Austausch verkehrsbezogener Daten und Informationen zu neuem Kundennutzen führt IVS in Städten haben sowohl im IV als auch im ÖPNV eine lange Tradition, sind technisch mit hohen Integrationsgrad weit entwickelt und verbreitet sind aus Nutzersicht selten räumlich/zeitlich durchgängig, nahtlos oder inter-modal Multimodale IVS in Städten scheitern bisher vor allem an fehlenden Konzepten für Wertschöpfungsketten für den Verbund von Akteuren der Öffentliche Hand und Privaten Das Denken in Wertschöpfungsketten, Geschäftsmodellen und Prozessen muss in den IVS-Fokus rücken und auf alle Bereiche von IVS ausgedehnt werden 26. Februar 2013 OCA e.v

23 Vielen Dank fürs Zuhören.

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