CODESYS OPC Server V3

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1 CODESYS OPC Server V3 Installation und Benutzung Version: 15.0 Template: templ_tecdoc_de_v1.0.docx Dateiname: CODESYS_OPC_Server_V3_Benutzerhandbuch.docx

2 INHALT Template: templ_tecdoc_de_v1.0.docx Seite 1 Übersicht über OPC 4 2 Übersicht CODESYS OPC Server V CODESYS Gateway V CODESYS Gateway V Installation des CODESYS OPC Servers V Installation und Registrierung 9 4 Benutzung des CODESYS OPC Servers V Konfiguration der Symbole im Programmiersystem V3-Interface V2.3-Interface 14 6 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig.exe Aufrufen von OPCConfig.exe Standardaufruf Eine bestimmte INI-Datei öffnen Menü-Befehle File Edit ? Settings for OPC Server Settings for <PLC> Settings for connection to <PLC> Simulation Interface SIMULATION SIMULATION Sonderfall GATEWAY Redundant Group OPCConfig-Konfiguration mit OPCConfig.ini 27 7 Konfiguration mit OPCServer.ini Konfiguration des CODESYS OPCServers V3 unter [Server] Konfiguration der Verbindung zu den Steuerungen Beispiel einer INI-Datei für das V3-Interface Beispiel einer INI-Datei für das V2.3-Interface Konfiguration von Redundant Group Information zum geänderten Logfilter Konfiguration der Simulation SIMULATION SIMULATION Ändern von Verzeichnis und Name von INI- und LOG-Datei 36

3 8 Verbindung zu OPC-Servern auf anderen Rechnern mittels DCOMCNFG.EXE 38 9 Fehlerdiagnose Mittel zur Fehlerdiagnose Kurz-Checkliste Fehlerfälle 40 Änderungshistorie 41 Template: templ_tecdoc_de_v1.0.docx

4 CODESYS Inspiring Automation Solutions 4/42 CODESYS OPC Server V3 Übersicht über OPC 1 Übersicht über OPC OPC 1 ist eine standardisierte Schnittstelle zum Zugriff auf Prozessdaten. Sie basiert auf dem Microsoft Standard COM/DCOM 2 und wurde für die Bedürfnisse des Datenzugriffs in der Automatisierung erweitert. Dort wird sie vorwiegend zum Lesen und Schreiben von Werten aus der Steuerung verwendet. OPC-Clients sind typischerweise Visualisierungen, Programme zur Betriebsdatenerfassung etc. OPC-Server werden typischerweise für SPS-Systeme und Feldbuskarten zur Verfügung gestellt. Der OPC-Server ist ein ausführbares Programm, das bei einem Verbindungsaufbau zwischen Client und Steuerung automatisch gestartet wird. Deshalb kann der OPC-Server den Client benachrichtigen, wenn sich ein Variablenwert oder status geändert hat. Der OPC-Server bietet alle Variablen (im OPC Items genannt) an, die in der Steuerung verfügbar sind (Item Pool oder Address Space). Verwaltet werden diese Items in einem Data Cache. Dies ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Item-Werte. Der direkte, nicht gecachte Zugriff auf die Items der Steuerung ist ebenfalls möglich. Zusätzlich kann die Alarm- und Event-Information von Items als weiterer Datentyp betrachtet werden. Zu diesem Zweck werden Items mit digital- und Grenzwertalarmen und Ereignissen verbunden. Dafür ist dringend empfohlen, das AeConfiguration-Tool zu verwenden. Das Tool befindet sich im Programm-Verzeichnis von CODESYS. Für eine ordnungsgemäße Verwendung ist die ebenfalls mitgelieferte Beschreibung AeConfigurator_UserGuide hilfreich. Die Items im OPC-Server können in so genannten Groups - Private und (nur für V2.3) Public organisiert werden. Die Private Groups können im Client nach Belieben aus einzelnen Items zusammengestellt werden, sie haben zunächst keinen Einfluss auf die Gruppierungen im OPC Server, können im Falle von V2.3 jedoch bei Bedarf zu Public Groups gemacht werden. Private Groups bieten sich beispielsweise an, um bestimmte Variablengruppen mit einem einzigen Kommando aktiv bzw. inaktiv setzen zu können, je nachdem ob auf sie zugegriffen werden soll oder nicht. Gruppierte Daten sollten vom OPC-Server konsistent, d.h. alle Variablen zu einem Zeitpunkt, gelesen werden. Zu beachten ist, dass dies bei Zielsystemen mit begrenzten Kommunikationspuffern nicht immer möglich ist! Aufgrund der Eigenschaften von DCOM kann auch auf einen OPC-Server zugegriffen werden, der auf einem anderen Rechner läuft. Ebenfalls ist es möglich, dass über OPC mehr als nur ein Client gleichzeitig auf die Datenquelle zugreift. Ein weiterer Vorteil, den OPC durch den Einsatz von COM gewinnt, ist die Verwendbarkeit von verschiedenen Sprachen (C++, Visual Basic, Delphi, Java). 1 OPC = OLE for Process Control; OLE = Object Linking and Embedding Für weitere Informationen siehe auch und 2 COM = Component Object Model (Basis für OLE); DCOM = Distributed Component Object Model

5 CODESYS Inspiring Automation Solutions 5/42 CODESYS OPC Server V3 Übersicht CODESYS OPC Server V3 2 Übersicht CODESYS OPC Server V3 Der CODESYS OPC Server V3 basiert auf dem PLCHandler von 3S-Smart Software Solutions GmbH. Dieses Kommunikationsmodul ermöglicht eine direkte Kommunikation zu allen CODESYS programmierbaren Steuerungen. Der CODESYS OPC Server V3 unterstützt dabei folgende OPC-Spezifikationen: OPC Common Definitions and Interfaces Version 1.0 Data Access Custom Interface Standard Version 1.0 Data Access Custom Interface Standard Version 2.05A Data Access Custom Interface Standard Version 3.0 Data Access Automation Interface Standard Version 2.0 Alarms and Events Custom Interface Version 1.10 Weitere Informationen zu Alarms and Events sind in AeConfigurator_UserGuide.pdf zu finden. Weiterhin wird das hierarchische Browsen (Auslesen der Variablen, die in der Steuerung verfügbar sind) der Items unterstützt. Die Kommunikation zwischen dem OPC-Server und der Steuerung kann auf verschiedene Arten erfolgen: Gateway V3 Gateway V2.3 ARTI ARTI3 SIMULATION SIMULATION3 Die Entscheidung, welches Interface zur Kommunikation verwendet werden soll, hängt von der verwendeten Steuerung ab und muss für die jeweilige Steuerung über die INI-Datei des OPC Servers (über den Parameter Interfacetype ) konfiguriert werden. Mit Hilfe des Tools OPCConfig kann die INI-Datei komfortabel erzeugt werden. Siehe Kap.6 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig. Der OPC-Server ist in der Lage, gleichzeitig mit V3- und V2.3-Steuerungen zu kommunizieren. Außerdem kann eine fehlende Steuerung simuliert werden. Dann wird, statt auf den Symbolvorrat der Steuerung zuzugreifen, eine Symboldatei mit Symbolvorrat dem OPC-Server zur Verfügung gestellt. (XML- Datei oder SDB-Datei).

6 CODESYS Inspiring Automation Solutions 6/42 CODESYS OPC Server V3 Übersicht CODESYS OPC Server V3 2.1 CODESYS Gateway V3 Grundsätzlich wird eine Symbol-/Itemliste im Programmiersystem erzeugt. In Symbolkonfiguration können Variablen für die Symbolliste ausgewählt werden. Diese Liste wird gemäß den Eintragungen in der Gerätebeschreibungsdatei entweder implizit oder als getrennte Kindapplikation übertragen. Danach kann der OPC-Server unabhängig von der Übertragungsmethode die Symbole browsen. Außerdem wird ein Symbolfile mit Erweiterung XML im Projektverzeichnis abgelegt. Steht dem Entwickler der Visualisierung (OPC-Client) keine SPS zur Verfügung, kann diese Datei zu Simulationszwecken verwendet werden. Die XML-Datei ist nach folgender Syntax benannt <Project name>.<device name>.<application name>.xml Die Kommunikation zwischen dem OPC-Server und einer CODESYS-V3-Steuerung erfolgt immer über den Gateway-V3-Server. Dieser ist im Unterschied zum Gateway-V2.3-Server jedoch nicht mehr an das Windows- Betriebsystem gebunden, und kann sich an einer beliebigen Stelle im Steuerungsnetzwerk Embedded Steuerungen sind davon ausgenommen befinden. In der folgenden Abbildung wird ein möglicher Aufbau eines V3 Steuerungsnetzwerkes gezeigt: PLC-V3-1 zeigt eine so genannte Stand-Alone-Applikation. Bei dieser Steuerung wird die Applikation sowie die Symbolinformation, hierauf gehen wir später ein, mit auf der Steuerung abgelegt. Anfragen bezüglich der Symbolinformation, der Werte und der Statusinformation werden von der Steuerung selbst übernommen. Etwas komplexer wird es, wenn man sich den Steuerungsverbund, gebildet aus den Steuerungen PLC V3 2 und PLC V3 3, ansieht. Es wird angenommen, bei der Steuerung PLC-V3-3 handelt es sich um eine Embedded-Steuerung, z.b. ein kleiner intelligenter Buskoppler, der aufgrund der eingeschränkten Ressourcen nicht in der Lage ist die Symbolinformation zu speichern. Die Werte der Embedded-Steuerung sollen aber dennoch dem OPC-Client zugänglich gemacht werden. Die Steuerung PLC-V3-2 implementiert zu diesem Zweck den Data-Server, über den die Steuerung PLC-V3-3 ihren Item-Pool PLC V3 3.Application zur Verfügung stellt. Der Gesamt-Item-Pool, bestehend aus Application und PLC3.Application, kann dann über die Symbolkonfiguration dem OPC-Server zur Verfügung gestellt werden.

7 CODESYS Inspiring Automation Solutions 7/42 CODESYS OPC Server V3 Übersicht CODESYS OPC Server V3 Anfragen bezüglich der Symbol- und Statusinformation, die die Steuerung PLC3 betreffen, werden direkt von der Steuerung PLC V3 2 beantwortet. Die Daten werden über den Data-Server zyklisch von der Steuerung PLC3 gelesen und dann zum OPC-Server bzw. OPC-Client übertragen. Aus den in der Symbolkonfiguration definierten Variablen wird eine Symbolliste erstellt. Diese wird normalerweise beim Download der Steuerungs-Applikation implizit auf die Steuerung übertragen. Die Steuerung kann aber auch so konfiguriert werden, dass eine separate Kind-Applikation mit der Symbolinformation auf die Steuerung übertragen wird. Diese wird dann separat behandelt. Die Syntax der Symbol-Applikation lautet in diesem Fall: <Application name>. Symbols Wurde die Symbolkonfiguration beispielsweise für die Applikation Application definiert, so wird beim Laden der Applikation gleichzeitig die Symbolinformation als Application. Symbols auf die Steuerung geladen: Die Symbolapplikation muss als normale Applikation angesehen werden, auch hinsichtlich der maximalen Anzahl an Applikationen auf einer Steuerung. Gleichzeitig mit dem Download der Applikation wird die Symbolliste in eine Symboldatei (XML-Format) exportiert und im Projektverzeichnis abgelegt. Die XML-Datei wird nach folgender Syntax benannt: <Project name>.<device name>.<application name>.xml Steht dem Entwickler der Visualisierung (OPC-Client) keine Steuerung zur Verfügung, so kann eine Symboldatei zur Simulation verwendet werden.

8 CODESYS Inspiring Automation Solutions 8/42 CODESYS OPC Server V3 Übersicht CODESYS OPC Server V3 2.2 CODESYS Gateway V2.3 Bitte beachten: Die Symboldatei ist die Grundlage für den Datenaustausch über den CODESYS Gateway V2.3. Wird aus dem Programmiersystem CODESYS V2.3 ein Projekt auf die Steuerung geladen, kann gleichzeitig eine Symboldatei (*.sym oder *.sdb) erzeugt und im Gateway oder auf der Steuerung abgelegt werden. Die Symboldatei enthält die sogenannten Items. Ein Item (Datenobjekt) entspricht exakt einer Variablen im Steuerungsprogramm. Über diese Items können die Variablenwerte auf der Steuerung angesprochen werden. (Mehr Informationen zur Symboldatei siehe in Dokument symbolfile_d.pdf!) Der OPC-Server fordert den Inhalt der Symboldatei vom Gateway an und erstellt daraus eine Item-Liste. Da der Inhalt der Item-Liste dadurch festgelegt wird, welche Variablen in der Steuerung zur Verfügung stehen, kann sie nicht vom OPC-Client beeinflusst werden. Der OPC-Server liest jeweils die für ein Projekt zuletzt über den Gateway-Kanal geladene Symboldatei. Items verschiedener Projekte, also verschiedene Steuerungsprogramme, können gleichzeitig angesprochen werden, wenn die Symboldateien über denselben Gateway-Kanal erzeugt wurden.

9 CODESYS Inspiring Automation Solutions 9/42 CODESYS OPC Server V3 Installation des CODESYS OPC Servers V3 3 Installation des CODESYS OPC Servers V3 Der CODESYS OPC Server V3 wird als Setup ausgeliefert. Alle für die OPC-Kommunikation benötigten Dateien werden installiert und der OPC-Server automatisch als COM-Server registriert. Hinweis: Um den CODESYS OPC Server V3 auf einem Windows Vista System zu verwenden, wird dringend empfohlen, den OPC-Client im Windows XP SP2 Kompatibilitätsmodus und mit erweiterten Administratorrechten zu starten, um eine laufende Aktualisierung der Werte zu erhalten. 3.1 Installation und Registrierung Darüber hinaus besteht die Möglichkeit den OPC-Server manuell entweder als COM-Server oder als Service zu registrieren bzw. zu deinstallieren. 13 Gleichzeitige Installation und Registrierung Mit dem Befehl WinCODESYSOPC /RegServer wird der Server als COM-Server registriert. Dabei wird als Pfad immer die aktuelle Position der WinCODESYSOPC.exe benutzt. Der Aufruf darf also nur von einem lokalen Pfad aus erfolgen. 2. Registrierung als Service Mit dem Befehl WinCODESYSOPC /Service wird die WinCODESYSOPC.exe als Systemdienst installiert. Einmal gestartet bleibt der Dienst gestartet, bis das System beendet wird. Die Kommunikation zu den konfigurierten PLCs bleibt aufrechterhalten. Auch hier wird der Dienst in der aktuellen Position installiert. 3. Deinstallieren des OPC-Servers Mit dem Befehl WinCODESYSOPC /UnRegServer werden alle Einträge des OPC Servers aus der Registrierung gelöscht. Die installierten Dateien werden nicht entfernt. Einstellungen in der Registrierung sind zu finden unter: Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\3S- Smart Software Solutions GmbH\CODESYSOPC. Einträge sind AEConfigPath, INIFileName und LOGFileName. Die Werte von INIFileName und LOGFileName können auch Namen und Pfad zusammen enthalten. Der Name der INI-Datei ist OPCServer.ini sein. Siehe dazu auch Kapitel 7.8 Ändern von Verzeichnis und Name von INI- und LOG-Datei.

10 CODESYS Inspiring Automation Solutions 10/42 CODESYS OPC Server V3 Installation des CODESYS OPC Servers V3 Hinweis: Wenn eine Label-Version von CODESYS verwendet wird, ist zu beachten, dass nicht nur der Produktname (in der Abbildung oben CODESYSOPC) geändert wurde, sondern dass auch der Herstellername (in der Abbildung oben 3S-Smart Software Solutions GmbH ) und dessen untergeordnete Einträge angepasst worden sind.

11 CODESYS Inspiring Automation Solutions 11/42 CODESYS OPC Server V3 Benutzung des CODESYS OPC Servers V3 4 Benutzung des CODESYS OPC Servers V3 Um eine Kommunikation von PLC über OPC-Server bis zum OPC-Client zu erhalten, sind folgende Schritte notwendig: 1. Die Applikation auf der Steuerung enthält Symbole (also Items) mittels Symbolkonfiguration. Siehe Kap. 5 Konfiguration der Symbole im Programmiersystem. 2. Mittels OPCServer.ini erhält der OPC-Server alle notwendigen Einstellungen zum Verbindungsaufbau. Name und Pfad der OPC-Server ini-datei ist OPCServer.ini im Installationsverzeichnis. Wie diese Standardeinstellung geändert warden kann, ist in Kap. 7.8 Ändern von Verzeichnis und Name von Konfigurations- und LOG-Datei beschrieben. Zum Erzeugen der INI-Datei siehe Kap.6 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig. 3. Der gewünschte OPC-Client kann nach Anwahl von Server CODESYS.OPC.DA die konfigurierten Symbole browsen. Nach der Installation des OPC-Servers ist dieser beim OPC-Client (z.b. Visualisierung) in der Auswahllist der Server zu finden. Der Name des OPC-Servers lautet CODESYS.OPC.DA. Sobald ein Client eine Verbindung aufbaut, wird der OPC-Server vom Betriebssystem automatisch gestartet. Im Taskmanager erscheint der Prozess WinCODESYSOPC.exe. Sind alle Verbindungen zum OPC-Server beendet, wird automatisch der OPC-Server beendet. Der OPC-Server erscheint nicht als Icon in der Taskleiste sondern wird als Prozess im Windows Task Manager aufgeführt. Für jede konfigurierte Steuerung generiert der CODESYS OPC Server V3 die Statusvariablen CommState und CommStateOK. CommState kann von einem OPC Client ausgewertet werden und folgende Zustände einnehmen: STATE_TERMINATE = -1 STATE_PLC_NOT_CONNECTED = 0 STATE_PLC_CONNECTED = 1 STATE_NO_SYMBOLS = 2 STATE_SYMBOLS_LOADED = 3 STATE_RUNNING = 4 STATE_DISCONNECT = 5 STATE_NO_CONFIGURATION = 6 Bei CommStateOK handelt es sich um eine boolsche Variable, die im Zustand TRUE anzeigt, dass der OPC-Server kommunizieren kann. Aus dem Präfix der Variablen kann man den Namen der zugehörigen Steuerung entnehmen. Ist die Variable im Zustand FALSE, ist momentan keine Kommunikation möglich. Dies ist zum Beispiel während eines Downloads der Fall. In redundanten Gruppen wird für jede Steuerung in der Gruppe die Statusvariablen generiert. Um diese unterscheiden zu können werden die Namen entsprechend folgender Syntax erzeugt: CommStateOK<PLCName> CommState<PLCName> Beispiel: OPCServer.ini: [RedGroup:0] Name=MyGroup NumPLCs=2 DefaultPLC=0 PLCName0=SPWinV3 PLCName1=SPWinV3R Daraus ergeben sich folgende Status-Variablen: CommStateOKSPWinV3

12 CODESYS Inspiring Automation Solutions 12/42 CODESYS OPC Server V3 Benutzung des CODESYS OPC Servers V3 CommStateSPWinV3 CommStateOKSPWinV3R CommStateSPWinV3R

13 CODESYS Inspiring Automation Solutions 13/42 CODESYS OPC Server V3 Konfiguration der Symbole im Programmiersystem 5 Konfiguration der Symbole im Programmiersystem 5.1 V3-Interface Schritt 1: Symbolkonfiguration hinzufügen Selektieren Sie das Applikation-Objekt im Gerätebaum und fügen Sie die Symbolkonfiguration ein (Projekt -> Objekt hinzufügen -> Symbolkonfiguration). Schritt 2: Symbole konfigurieren Durch einen Doppelklick auf die Symbolkonfiguration wird der oben angezeigte Dialog geöffnet. Um den gerade verfügbaren Variablen-Pool zu erhalten, klicken Sie zunächst auf die Aktualisieren-Schaltfläche. Im linken Teil des Editor-Fensters werden dann alle in der Applikation zur Verfügung stehenden Variablen angezeigt. Dabei werden nur diejenigen Variablen angezeigt, auf die in der Applikation lesend oder schreibend zugegriffen wird. Um nun eine im linken Baum ausgewählte Variable oder einen Knoten im rechten Baum hinzuzufügen, verwenden Sie die Einzelpfeil-Schaltfläche > zwischen den beiden Fenstern. Das Zugriffsrecht für ein ausgewähltes Item kann im rechten Fenster verändert werden, indem mit der Maus auf das Symbol in der Spalte Zugriffsrechte geklickt wird. Jeder Mausklick schaltet zum nächsten der folgenden möglichen Symbole und dem dadurch repräsentierten Recht weiter: read+write (Schreib- und Lesezugriff), write-only (nur Schreibzugriff), read-only (nur Lesezugriff). Hinweis: Bei Arrays und Strukturen werden sowohl die Sammeleinträge als auch deren Einzelkomponenten implizit generiert. Wenn die Symbolkonfiguration im Online-Modus geändert wird, kann die geänderte Applikation mit Hilfe der Schaltfläche Download auf die Steuerung geladen werden.

14 CODESYS Inspiring Automation Solutions 14/42 CODESYS OPC Server V3 Konfiguration der Symbole im Programmiersystem Schritt 3: Einloggen Hinweil: Anweisungen zur Konfiguration der SPS anhand der Gerätebeschreibungsdatei, die das Verhalten der Symbolkonfiguration betreffen, kann man im Dokument CODESYSControlV3_Manual.pdf Kapitel Symbol Configuration finden. Mit Kommandieren von Login wird die Applikation übersetzt und geladen. Ist die Steuerung so konfiguriert, dass die Symbole innerhalb der Applikation (Standardmethode) herruntergeladen werden, passiert folgendes: Die Applikation mit der impliziten Symbolinformation wird erzeugt und auf die SPS geladen. Die Symboldatei wird zusätzlich im Projektverzeichnis geladen. Ist die Steuerung so konfiguriert, dass die Symbole sich in einer eigenen Kindapplikation befinden, passiert folgendes Die Namenssyntax der Symbolapplikation lautet: <Applicationsname>. Symbols Die Applikation wird mit der Kindapplikation erzeugt und auf die SPS geladen. Zusätzlich wird die Symboldatei im Projektverzeichnis gespeichert. Die Symbolapplikation muss als normale Applikation betrachtet werden, die auch zählt, wenn man die maximale Anzahl der Applikationen auf einer Steuerung berechnet. 5.2 V2.3-Interface Schritt 1: Symboleinträge erzeugen anwählen Damit das Symbolfile bei jedem Übersetzen automatisch generiert wird, muss zunächst die Option Symboleinträge erzeugen (Projekt -> Optionen -> Symbolkonfiguration) aktiviert werden.

15 CODESYS Inspiring Automation Solutions 15/42 CODESYS OPC Server V3 Konfiguration der Symbole im Programmiersystem Schritt 2: Symbolfile konfigurieren Im Dialog Objektattribute setzen (Projekt -> Optionen -> Symbolkonfiguration -> Symbolfile konfigurieren ) können im Strukturbaum des Projekts die Objekte/Variablen markiert werden, für die die Symboloptionen gesetzt werden sollen. Die Mehrfachselektion von Objekten ist möglich (Taste <Umschalt> + <Strg>). Wird, wie im Dialog gezeigt, das Objekt OPC_Variablen markiert, so gelten die dort vorgenommenen Einstellungen für alle Kindobjekte. Folgende Optionen werden unterstützt: Variablen des Objekts ausgeben: Die Variable wird in das Symbolfile ausgegeben. Sammeleinträge ausgeben: Für Strukturen und Arrays wird ein Eintrag zum Zugriff auf die Gesamtvariable erzeugt. Voraussetzung: Die Option Variablen des Objekts ausgeben ist aktiviert. Strukturkomponenten ausgeben: Bei der Verwendung von Strukturen wird für jedes Element ein eigener Symboleintrag erzeugt. Voraussetzung: Die Option Variablen des Objekts ausgeben ist aktiviert. Feldkomponenten ausgeben: Bei der Verwendung von Arrays wird für jedes Element ein eigener Symboleintrag erzeugt. Voraussetzung: Die Option Variablen des Objekts ausgeben ist aktiviert. Schreibzugriff: Die Variablen des Objektes dürfen vom OPC-Server verändert werden. Hinweis: Diese Version des OPC-Servers kann nur auf Items von Basistypen zugreifen. Deshalb muss für jedes Objekt Strukturkomponenten ausgeben und Feldkomponenten ausgeben aktiv sein.

16 CODESYS Inspiring Automation Solutions 16/42 CODESYS OPC Server V3 Konfiguration der Symbole im Programmiersystem Hinweis: Es wird empfohlen, nur die wirklich benötigten Variablen/Objekte für den OPC-Zugriff zur Verfügung zu stellen. Schritt 3: Übersetzen Beim Übersetzen des Projekts wird das Symbolfile (*.sdb) erzeugt und im Projektverzeichnis abgelegt. Schritt 4: Einloggen Wird das Projekt mit Online -> Einloggen zur Steuerung übertragen, so kann das Symbolfile ebenfalls mit zur Steuerung übertragen werden. Dazu muss in den Zielsystemeinstellungen die Option Symboldatei senden aktiviert werden. Hinweis: Hinweis: Es wird empfohlen das Symbolfile auf der Steuerung abzulegen. Damit ist gewährleistet, dass der OPC-Server immer Zugriff auf die Symbole hat. Auch dann, wenn der Download der Symboldatei über einen anderen als den vom OPC-Server verwendeten Gateway-Server erfolgte. Handelt es sich bei der verwendeten Steuerung um eine Embedded-Steuerung, so ist die Übertragung des Symbolfiles nicht möglich. Bitte informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Steuerungshersteller. In diesem Fall ist eine Verbindung mit dem OPC-Server nur über das Gateway, über das auch der Programmdownload erfolgte möglich. Das Symbolfile wird dann beim Gateway abgelegt. Schritt 5: Konfiguration des OPC-Servers Die Konfiguration des OPC-Servers kann über das Werkzeug OPCConfig erfolgen und in der Datei OPC.ini gespeichert werden. Siehe hierzu Kap. 6.

17 CODESYS Inspiring Automation Solutions 17/42 CODESYS OPC Server V3 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig.exe 6 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig.exe Für die Verbindung zwischen OPC-Client und den Steuerung(en) (PLC) sind Konfigurationseinstellungen in der Datei OPCServer.ini definiert. Man beachte, dass der Default-Pfad der INI-Datei vom verwendeten Betriebssystem abhängt. Die Datei ist in den Vorgängerversionen von Windows-Vista im Installationsverzeichnis des OPC-Servers zu finden (standardmäßig unter C:\Program Files\3S CODESYS\CODESYS OPC Server V3 ). Bei allen nachfolgenden Windows-Betriebssystemen liegt die Datei standardmäßig unter C:\ProgramData\CODESYSOPC Man beachte auch, dass der OPC-Server eine Datei erwartet, wie sie in der Registry definiert ist. Das heißt, dass standardmäßig der Name der INI-Datei C:\ProgramData\CODESYSOPC\OPCServer.ini lautet. Wie diese Standarddefinition geändert werden kann ist in Kap. 7.8 Ändern von Verzeichnis und Name von Konfigurationsund LOG-Datei beschrieben. Nur diese Datei wird vom CODESYS OPC-Server für das Aufbauen einer Verbindung verwendet. Dateien mit anderen Namen werden ignoriert. OPCServer.ini kann zwar direkt editiert werden, aber es ist viel komfortabler, sie mit dem Konfigurations-Tool OPCConfig zu bearbeiten, welches im Installationsverzeichnis liegt (standardmäßig hier: C:\Program Files\3S CODESYS\CODESYS OPC Server V3 ). 6.1 Aufrufen von OPCConfig.exe Standardaufruf Der Aufruf von OPCConfig.exe öffnet das Tool OPCConfig mit der registrierten INI-Datei Eine bestimmte INI-Datei öffnen OPCConfig kann mit einem Kommandozeilenparameter aufgerufen werden, um eine bestimmte ini-datei zu öffnen. Wenn der Name der ini-datei nicht im gleichen Verzeichnis wie OPCConfig.exe zu finden ist, muss das Tool mit dem vollen Pfad im Argument <file name> aufgerufen werden. Syntax: <path of OPCConfig>\OPCConfig.exe /open <file name> Beispiel: Der folgende Befehl öffnet die Datei MySpecialConf.ini : C:\Program Files\3S CODESYS\CODESYS OPC Server V3\OPCConfig.exe /open MyOPCServer.ini Hinweis: Der OPC-Server verwendet eine spezielle Datei nicht für das Aufbauen der Verbindung, wenn diese nicht registriert und deswegen nicht die aktive INI-Datei ist.

18 CODESYS Inspiring Automation Solutions 18/42 CODESYS OPC Server V3 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig.exe 6.2 Menü-Befehle File Dieses Menü bietet Befehle zum Laden und Speichern der Konfigurationsdateien in und aus dem Konfigurations-Tool: Befehl Open <Ctrl>+<O> New <Ctrl>+<N> Save <Ctrl>+<S> Save as <n> recently opened ini-files Exit Beschreibung Zur Bearbeitung einer bereits erstellten Konfiguration. Der Standarddialog zum Öffnen einer Datei erscheint, wo Sie eine bereits existierende INI-Konfigurationsdatei auswählen können. Der Filter wird automatisch auf OPCConfig-Files *.ini gesetzt. Die in der Datei beschriebene Konfiguration wird in den Konfigurator geladen Zum Erstellen einer neuen Konfiguration. Wenn bereits eine Konfiguration geöffnet ist, wird gefragt, ob diese vor dem Schließen gespeichert werden soll. Danach werden die Standardeinstellungen angezeigt, wie nach dem Start des Tools. Speichert die aktuelle Konfiguration in die gerade geladene INI- Datei. Achtung, die Änderungen an einer Konfiguration werden nicht wirksam, wenn die INI-Datei nicht die aktive ist. Speichert die aktuelle Konfiguration in eine Datei, die im Standarddialog zum Speichern einer Datei angegeben werden kann. Achtung, die Änderungen an einer Konfiguration werden erst wirksam, wenn sie in die entsprechende Konfigurationsdatei gespeichert wurden. Liste der INI-Dateien, die seit dem letzten Starten des OPCConfig bearbeitet wurden. Daraus kann eine beliebige ausgewählt werden, um sie erneut in das Tool zu laden. Das OPCConfig-Tool wird beendet. Wenn Änderungen an der gerade geladenen Konfiguration noch nicht gespeichert wurden, wird jetzt gefragt, ob das getan werden soll.

19 CODESYS Inspiring Automation Solutions 19/42 CODESYS OPC Server V3 CODESYS OPC-Server Konfiguration mit OPCConfig.exe Edit Dieses Menü bietet Befehle zum Bearbeiten des Konfigurationsbaums im linken Teil des Konfigurators. Befehl New Redundancygroup <Ctrl>+<G> Append PLC <Ctrl>+<O> Delete PLC <Ctrl>+<D> Rename PLC <Ctrl>+<R> Reset PLC <Ctrl>+<Z> Beschreibung Eine Redundant Group wird unterhalb des Server-Eintrags eingehängt. Wenn bereits PLCs oder Redundant-Groups im Baum vorhanden sind, wird die neue Redundant-Group am Ende angehängt. Standardmäßig erhält der neue Eintrag den Namen Redundant<n>, wobei n zur fortlaufenden Nummerierung dient, die mit 1 beginnt. Zum Umbenennen des Eintrags muss er im Baum markiert und Befehl Edit/Rename PLC gewählt werden, oder er muss über einen Mausklick auf den Eintrag editierbar gemacht werden. Ein PLC Eintrag wird unterhalb von Server eingefügt. Eine neue Steuerung (PLC) wird immer am Ende des bestehenden Baums angehängt. Standardmäßig wird ein neuer Eintrag PLC<n> genannt, wobei n zur fortlaufenden Nummerierung dient, die mit 1 beginnt. Zum Umbenennen des Eintrags muss er im Baum markiert und Befehl Edit/Rename PLC gewählt werden, oder er muss über einen Mausklick auf den Eintrag editierbar gemacht werden. Der gerade ausgewählte PLC-Eintrag wird aus dem Baum gelöscht. Der gerade ausgewählte PLC-Eintrag kann umbenannt werden. Noch nicht verfügbar! Die Einstellungen für den gerade ausgewählten PLC-Eintrag werden auf die Standardwerte, die in den PLC Default Setting definiert sind, zurückgesetzt ? Dieser Befehl öffnet eine Meldungsbox mit Informationen zu Version, Copyright und Hersteller des Konfigurationswerkzeugs Settings for OPC Server Dieser Dialog erscheint, wenn der oberste Eintrag Server im Konfigurationsbaum ausgewählt is. Er enthält die folgenden Einstellungen: - Update Rate (ms): Standardeinstellung: 200 Aktualisierungsrate des OPC-Servers in Millisekunden. Dies ist die Zykluszeit, gemäß der alle Variablenwerte von der Steuerung gelesen werden. Die Daten werden in den Cash geschrieben, mit dem der Client gemäß einer separat definierten Aktualisierungsrate kommuniziert. Hinweis: Mit der Statusinformation stellt der Server auch den Parameter Bandwidth Usage bereit, der das Verhältnis der aktuellen Aktualisierungsrate zur konfigurierten in Prozent angibt. - Sync Init : Standardeinstellung: nicht aktiviert Ist diese Option aktiviert, wird die eine synchrone Verbindung initialisiert. - Writes produce data change calls: siehe Kap. 7.1, Eintrag ReadCyclesAfterWrite : - Use Colon as PLC-name separator: siehe Kap. 7.1, Eintrag UseColonAsPlcDivider - Suppress callbacks on add/remove: siehe Kap. 7.1, Eintrag GroupUpdateBehaviour Logging - Enable Logging (Defaultevents): Defaulteinstellung: nicht aktiviert Wenn die Option aktiviert ist, werden Aktionen und Fehler auf dem OPC-Server in eine LOG-Datei geschrieben. Die Datei wird im Installationsverzeichnis unter dem Namen OPCServer.log gespeichert. Nach einem Beenden des OPC-Servers kann die LOG-Datei ausgewertet werden. Die Meldungen

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