Wohnungspolitische Fachtagung 26./

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1 Wohnungspolitische Fachtagung 26./ Armutsentwicklung in Hamburg (AGFW) 1

2 Gliederung 1. Armut in Hamburg 2. Wohnarmut 3. Was zu tun ist 2

3 AGFW Hamburg e.v. Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege = Zusammenschluss der 6 Spitzenverbände AWO, Caritasverband, Diakonisches Werk, DRK, Der Paritätische, Jüdische Gemeinde Aufgaben: Förderung des Austauschs, Abstimmung gemeinsamer Positionen, Außenvertretung Anwaltschaftliche Funktion 3

4 1. Armut in Hamburg 4

5 Hamburger Sozialbericht Die vorgelegten Studien zeigen, dass weite Teile der Hamburger Bevölkerung an Bildung und Arbeit teilhaben und ökonomisch abgesichert sind. (...) Die Bevölkerung wie auch der Lebensstandard in Hamburg wachsen; immer mehr Menschen haben Zugang zu höherwertiger Bildung gefunden und damit die Voraussetzungen für eine nachhaltige Teilhabe an Arbeit und Wohlstand erhalten. 5

6 Definition von Armut Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Armut Armutsgefährdungsquote: Anteil der Personen, deren Einkommen weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Bevölkerung beträgt Monatseinkommen von weniger als 869 Euro bei Einpersonen- Haushalt Quote für Hamburg 2012: 14,8 % Kaufkraftbereinigte Quote: 19 % 6

7 Was bedeutet Armut für die Betroffenen? Mangel an Geld nur ein Faktor Unterversorgung erstreckt sich über verschiedene Lebensbereiche Entbehrungen und mangelnde Teilhabe in Bereichen wie Gesundheit, Wohnen, Bildung etc. 7

8 Gruppen mit hohem Armutsrisiko Kinder Familien Alleinerziehende Menschen mit Migrationshintergrund Erwerbslose Prekär Beschäftigte 8

9 Reichtumsquote Hamburg ist die reichste Region Deutschlands Reichtumsquote: Personen, die über mehr als 200 % des mittleren Einkommens verfügen Quote für Hamburg: 11,3 % (bundesweit höchste Quote) Deutschlandweit: 8,1 % 9

10 Soziale Spaltung Gini-Koeffizient für Hamburg: 0,32 (2012) Bundesweit: 0,29 Höchster Koeffizient deutschlandweit Spitzenverdiener verdienen 6 x so viel wie Niedriglohnempfänger (651 Euro zu Euro) Soziale Spaltung ist in Hamburg stark ausgeprägt 10

11 2. Wohnarmut 11

12 Definition und Ursachen Fehlender Zugang zu angemessenem und günstigem Wohnraum Wohnungsmangel bei wachsender Bevölkerung Steigende Mieten 12

13 Wohnungsmangel Es fehlen ca Wohnungen Langjährige Versäumnisse im Wohnungsbau Zahl der Sozialwohnungen wird sich bis 2020 auf verringern (heute: ) 13

14 Mietbelastung Anteil des Einkommens, den arme Haushalte für die Miete aufwenden: 45 % Begüterte Haushalte: 17 % 14

15 Mietbelastung Nur 11 % aller Wohnungen sind mit einem durchschnittlichen Familieneinkommen finanzierbar Nur 4 % kommen für arme Familien in Frage Wohnfläche pro Person in armen Haushalten: 40 qm In begüterten Haushalten: 64 qm 15

16 Folgen von Wohnarmut Mangelhafte Wohnqualität Verdrängung in sozial schwache und/oder periphere Stadtteile Wohnungslosigkeit 16

17 Regionale Unterschiede Hamburg gehört zu den am stärksten segregierten Großstädten Anteil der Sozialleistungsempfänger...in Billstedt: 30 % aller Einwohner...in Othmarschen: < 2 % Hamburger Stadtteilprofile

18 3. Was zu tun ist 18

19 Sozialer Wohnungsbau Ziel: Wohnungen jährlich 2013 wurden 654 Sozialwohnungen gebaut Fast die Hälfte aller Hamburger hat Anspruch auf eine Sozialwohnung Sozialer Wohnungsbau allein reicht nicht aus 19

20 Geförderte Wohnungen Mietpreis- und Belegungsbindungen Jährlich fallen mehrere tausend Wohnungen aus der Bindung Programm zum Ankauf von Belegungsbindungen Finanzieller Anreiz für Vermieter: Alte Bindungen erhalten Neue Bindungen ankaufen Finanzielle Förderung erhöhen 20

21 Schlüsselakteur SAGA Ziel: Sozialwohnungen pro Jahr Neuvermietungen pro Jahr: Ein Drittel aller neu zu vermietenden Wohnungen muss an sozialwohnungsberechtigte Haushalte vergeben werden ( Flatrate-Vertrag ) Davon an vordringl. Wohnungssuchende Vermietungsvolumen an vordringlich Wohnungssuchende sollte verdoppelt werden 21

22 Kooperationsverträge 2005 haben sich SAGA GWG sowie 9 weitere Wohnungsunternehmen verpflichtet, jährlich insgesamt Wohnungen für wohnungslose Haushalte zur Verfügung zu stellen Verpflichtung wurde bislang nicht erfüllt Vertragliche Zusagen müssen eingehalten werden 22

23 Fazit Kombination aus verschiedenen Maßnahmen notwendig Bestandsaufnahme aller Instrumente Entwicklung eines Konzepts für eine bessere Wohnraumversorgung Neubau- und Bestandspolitik aus einem Guss 23

24 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (AGFW) Burchardstraße 19, Hamburg Tel

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