Tagungsband. Normen für Industrie 4.0 grundlegende Methoden und Konzepte. 19. Februar 2015 BMWi, Berlin

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Tagungsband. Normen für Industrie 4.0 grundlegende Methoden und Konzepte. 19. Februar 2015 BMWi, Berlin"

Transkript

1 Tagungsband Normen für Industrie 4.0 grundlegende Methoden und Konzepte 19. Februar 2015 BMWi, Berlin 1

2 1 Agenda 2 Motivation und Ziel 3 Einführung in den Tag Industrie 4.0 Ohne Normung geht es nicht - Roland Heidel, Siemens AG 4 Session 1 Abstracts Engineering und Referenzarchitektur Die Entwicklung von Industrie 4.0-Referenzmodellen und Referenzarchitektur aktueller Status Prof. Dr. Ulrich Epple, RWTH Aachen Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering-Repository Florian Himmler, evosoft GmbH Das Modell für die digitale Fabrik Udo Döbrich, Siemens AG MES Produktionsplanung und Unternehmensmodelle Max Weinmann, Emerson Dienste in der Cloud Standardisierungsinitiative USDL und TOSCA Dr. Regine Gernert, Projektträger DLR für BMWi 5 Session 2 Abstracts Semantik Semantik als Schlüssel zu I.40 Dr. Michael Hoffmeister, Festo AG & Co Merkmale für Industrie 4.0 Henning Uiterwyk, e.v. AutomationML als universelles Datenaustauschformat Björn Grimm, Daimler AG PROSTEP ivip-merkmale für Industrie 4.0 Dr. Steven Vettermann, PROSTEP ivip Integration von Industrie 4.0-Komponenten in der Produktion Prof. Dr. Christian Diedrich 6 Session 3 Abstracts Kommunikation Kommunikationsaspekte bei Industrie 4.0 Dr. Günter Hörcher OPC-UA - die serviceorientierte Schnittstelle für Industrie 4.0 Ingo Weber, Siemens AG M2M-Normung in der Telekommunikation Roland Hechwartner, Deutsche Telekom AG / T-Mobile International Austria Informationssicherheit in der Industrie 4.0 Dr. Wolfgang Klasen, Siemens AG 2

3 Agenda 09:00 Uhr Registrierung und Kaffee 09:30 Uhr Begrüßung Dr. Ulrich Sandl, BMWi, Leiter des Referats VIB5, Standardisierung und Urheberschutz in der IKT Prof. Dr. Ulrich Epple, Vorsitzender des Industrie 4.0 Steuerkreises Dr. Adolphs, Vorsitzender AG2 Plattform Industrie 4.0 Einführung in den Tag Industrie 4.0 Ohne Normung geht es nicht Roland Heidel, Siemens AG, IEC / TC 65 Chairman 10:05 Uhr Session 1 - Engineering und Referenzarchitektur Moderation: Dr. Bernhard Thies, VDE DKE, Sprecher der Geschäftsführung Die Entwicklung von Industrie 4.0-Referenzmodellen und Referenzarchitektur aktueller Status (Einführung) Prof. Dr. Ulrich Epple, RWTH Aachen, Leiter GMA-AK 7.21 Industrie 4.0 Blitzlicht: Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering- Repository Florian Himmler, evosoft GmbH Blitzlicht: Das Modell für die digitale Fabrik (IEC/TC65 WG 16) Udo Döbrich, Siemens AG, IEC/TC 65, WG 16 Digital Factory, Convenor Blitzlicht: MES Produktionsplanung und Unternehmensmodelle Max Weinmann, Emerson, Vorsitzender DKE AK : Unternehmensmodelle Exkurs: Dienste in der Cloud Standardisierungsinitiativen USDL und TOSCA Dr. Regine Gernert, Projektträger DLR für BMWi Podiumsdiskussion Session 1 Engineering und Referenzarchitektur Referenten der Session 1, Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum 12:10 Uhr Session 2 - Semantik Moderation: Roland Heidel, Siemens AG, IEC / TC 65 Chairman Semantik als Schlüssel zu I.40 (Einführung), Dr. Michael Hoffmeister, Festo AG & Co. 13:00 14:00 Uhr Bitzlicht: Merkmale für Industrie 4.0 Henning Uiterwyk, Leiter Geschäftsstelle e.v. Blitzlicht: AutomationML als universelles Datenaustauschformat Björn Grimm, Daimler AG Mittagspause 3

4 Agenda 14:00 Uhr Blitzlicht: PROSTEP ivip-merkmale für Industrie 4.0 Dr. Steven Vettermann, Geschäftsstellenleiter PROSTEP ivip Blitzlicht: Integration von Industrie 4.0-Komponenten in der Produktion Prof. Dr. Christian Diedrich, ifak - Institut für Automation und Kommunikation e.v. Podiumsdiskussion Session 2 Semantik Referenten der Session 2, Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum 15:00 Uhr Session 3 - Kommunikation Prof. Dr. Christian Diedrich Kommunikationsaspekte bei Industrie 4.0 (Einführung), Dr. Günter Hörcher, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Convenor IEC/TC 65/JWG 14 und IEC/SC 65C/WG 15, Leiter DIN/DKE AK Normungsroadmap Industrie 4.0 OPC-UA - die serviceorientierte Schnittstelle für Industrie 4.0 Ingo Weber, Siemens, Convenor IEC/SC 65E WG8 OPC Blitzlicht: M2M-Normung in der Telekommunikation Roland Hechwartner, Deutsche Telekom AG / T-Mobile International Austria GmbH Blitzlicht: Informationssicherheit in der Industrie 4.0 Dr. Wolfgang Klasen, Siemens AG Podiumsdiskussion Session 3 Kommunikation Referenten der Session 3, Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum 16:50 Uhr Zusammenfassung und Ausblick Dr. Ulrich Sandl, BMWi Prof. Dr. Ulrich Epple, RWTH Aachen 4

5 Motivation und Ziel Industrie 4.0 ist in aller Munde und wird branchenübergreifend nicht nur in Deutschland, sondern weltweit diskutiert. Kaum ein anderer Begriff wird derzeit häufiger mit neuen Technologien und grundlegenden Änderungen in Entwicklung, Produktion, Nutzung, Wartung und Recycling von Produkten und Produktionsanlagen in einer zunehmend vernetzten Welt in Verbindung gebracht. Nun müssen die Visionen in die Realität überführt werden - die PS auf die Straße gebracht werden. In diesem Zusammenhang werden Normen und Standards immer wieder in der Fachöffentlichkeit als grundlegende Bausteine bei der Realisierung der heutigen Visionen zu Industrie 4.0 genannt. Die Tagung soll der Fachöffentlichkeit, den Experten und Normungsgremien sowie dem Industrie 4.0-Forschungsumfeld die Möglichkeit bieten, sich einen Überblick über bereits existierende Normen zu Industrie 4.0 im Bereich der Automatisierungsund Informationstechnik zu verschaffen und sich hierzu auszutauschen. Die Referenten bieten einen kompakten und aktuellen Überblick über Normen des Industrie 4.0-relevanten Umfeld. Die drei Themenblöcke ordnen die vorgestellten Normen in eine Normungslandschaft. Die derzeit in Diskussion befindlichen Referenzmodelle und Architekturen werden ebenfalls einbezogen. Die Ausführungen ergänzt durch Fragen und Diskussionen können eine rasche Umsetzung von Industrie 4.0 bei ersten Referenzimplementierungen, z. B. in den geförderten Forschungsprojekten, unterstützen, insbesondere wenn sie in der Praxis auch in bestehende Systemlandschaften integriert werden. Ausgehend von allgemeinen Modellen und Konzepten wie der Entwicklung einer Referenzarchitektur sowie grundlegenden Engineering-Normen (Session 1) wird das Thema einer gemeinsamen, übergreifenden und Medienbrüche vermeidenden Semantik adressiert (Block 2). Anschließend wird konkreter auf Normen zur Kommunikation (Block 3) eingegangen. Abgeschlossen wird jede Session mit einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung der Referenten. Sie soll die Beiträge der Session untereinander vernetzen und diskutieren, aber auch Fragen und Diskussionsbeiträgen des Publikums Raum geben. Die Veranstaltung wird als Auftakt angesehen, da nicht alle relevanten Themen- und Normungsbereiche an einem Tag vorgestellt werden können. Im Ausblick werden weitere Themenfelder auch aus anderen Branchen angesprochen, die dann bei Interesse in Folgeveranstaltungen adressiert werden können. Darüber hinaus beleuchtet der Ausblick kurz die derzeitigen Industrie 4.0- Normungsaktivitäten in aller Kürze. 5

6 Industrie 4.0 Ohne Normung geht es nicht Telefon: / Eur. Ing. Roland Heidel Siemens AG, Automation & Drives Abteilungsleiter Standards&Regulations Roland Heidel begann nach dem Studium der Elektrotechnik im Jahr 1977 bei Siemens in der Abteilung zur Entwicklung industrieller Kommunikationssysteme. Er war technischer Projektleiter des Verbundprojekts Feldbus zur Realisierung des industriellen Feldkommunikationssystems PROFIBUS und Leiter mehrerer EU- Projekte zu Themen der industriellen Automatisierungstechnik, insbesondere auch im Umfeld des produktdatenbasierten Engineering. Er leitete die Vorfeldabteilung zum Thema Feldtechnik und ist heute als Abteilungsleiter Standards & Regulations für die Industrie- Divisionen der Siemens AG zuständig. Als Chairman im Normungsgremium TC65 Industrial-Process Measurement and Control der IEC ist er für eine Reihe von Industrie 4.0-relevanten Normen zuständig. Er ist Sprecher des ZVEI Spiegelgremiums 2 zu Industrie 4.0. Abstract: 1. Grundlegendes zum Inhalt Die Zukunftsinitiative Industrie 4.0 hat zum Ziel, Potenziale offensiv zu nutzen, die sich aus der massiven Nutzung von Internetmechanismen, der Integration technischer Prozesse mit Geschäftsprozessen, der Virtualisierung der realen Welt und der Möglichkeit intelligenter Produkte ergeben. Dazu ist in der industriellen Automation, ausgehend vom heutigen durch Normen repräsentierten Stand der Technik, auch die Entwicklung neuer Konzepte und Technologien erforderlich. Wenn sich künftig Maschinen weitgehend automatisch zu temporären Fertigungslinien zusammenfinden sollen, und das zu fertigende Teil sich aktiv an seiner Behandlung beteiligt, muss eine ganze Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. Neben einer zuverlässigen und sicheren Kommunikation ist eine computergerechte Beschreibung der Eigenschaften aller relevanten Bestandteile einer Anlage von besonderer Bedeutung. Die Übermittlung solcher Informationen erfordert neben einer genormten Datenübertragung eine gemeinsame, die Eigenschaften dieser Bestandteile beschreibende Semantik und zwar mindestens bezüglich Mechanik, Funktionalität, Örtlichkeit, Leistungsfähigkeit und geschäftlicher Rahmenbedingungen. Dies ist ein Normungsthema, dem sich IEC schon recht früh insbesondere in den Komitees IEC/SC3D und IEC/TC 65 zugewandt hat. Von herausragender Bedeutung ist dabei das Property Principle, d. h. die Beschreibung von Gegenständen mittels Merkmalen (properties). Gegenstände (Things) können dabei nicht nur physische Dinge, sondern auch Dienste, Programme und Ideen sein, solange sie mit einem Begriff eindeutig benennbar sind. 2. I40 Relevanz Auf Basis solcher Konzepte und bereits in Normen verfügbaren Technologien lässt sich eine sog. Industrie 4.0-Komponente (I4.0-Komponente) spezifizieren. Eine I4.0-Komponente ist dadurch gekennzeichnet, dass einem beliebigen Gegenstand eine Verwaltungsschale (Deputy) mit den für einen Rechner verwertbaren relevanten Informationen zugeordnet ist. 3. Anwendung in der Praxis Der Vortrag gibt einen Überblick über die potentiell zur Anwendung im Industrie 4.0-Umfeld anwendbaren Normen und zeigt die bei Industrie 4.0 vorhandenen Problemstellungen und Herausforderungen auf. Zu den sicher wichtigen Normen gehören IEC bzw. deren Schwesternorm ISO mit den grundsätzlichen Regeln zur Spezifikation von Merkmalen, IEC mit Regeln zur 6

7 Spezifikation von Produktmerkmalen der Mess- und Regeltechnik, mehrere ISO bzw. IEC-Normen zur eindeutigen Identifikation von Gegenständen und deren Merkmale u.v.m. Die genannten Normen werden heute z. B. in den Merkmalsdatensätzen der Version 9.0 von im IEC Common Data Dictionary CDD u.a. eingesetzt. Als Lösung für die serviceorientierte Architektur (SOA) kommt die Norm IEC (OPC UA) infrage. 4. Kritische Anwendungen (Grenzen im Einsatz) Um mit diesen Informationen eine komplette virtuelle Darstellung einer automatisierungstechnischen Anlage erstellen zu können, müssen alle relevanten Gegenstände mit ihren Merkmalen beschrieben sein. Dies erfordert noch einige Anstrengungen, wobei es heute nicht mehr darum geht, die Regeln zur Spezifikation der Merkmale zu definieren, sondern diese gemäß IEC bzw. ISO anzuwenden. 5. Aktuelle Entwicklung Primäres Ziel ist die Nutzung der genannten Normen in der I4.0-Komponente, deren grundsätzliche Struktur im Vortrag beschrieben wird. Die Arbeiten zum Dokument über die I4.0-Komponente stehen kurz vor dem Abschluss. 7

8 Session 1 - Engineering und Referenzarchitektur Die Entwicklung von Industrie 4.0-Referenzmodellen und Referenzarchitektur aktueller Status Prof. Dr.-Ing. Ulrich Epple Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik Universität Stuttgart, Mitarbeiter im Ressort Prozessleittechnik in der Bayer AG, Geschäftsführer der Gesellschaft für Prozesstechnik GmbH, seit 1995 Leiter des Lehrstuhls für Prozessleittechnik, RWTH Aachen. Hauptarbeitsgebiete: Modellbildung in der Leittechnik, formale Beschreibungsmethoden, Anwendung modellgetriebener Verfahren in der Prozessautomatisierung. Assistenzsysteme zur Unterstützung von Ingenieurprozessen. Gremienleitung: DKE FB9, DIN/DKE-Steuerungsgruppe I4.0, GMA FA7.21. RWTH Aachen, Lehrstuhl für Prozessleittechnik, Turmstraße 46, Aachen, Tel. +49 (0) Abstract Die Entwicklung von Industrie 4.0-Referenzmodellen und Referenzarchitektur aktueller Status. Referenzmodelle und Referenzarchitekturen ermöglichen eine systematische Beschreibung der begrifflichen und konzeptionellen Zusammenhänge in einem System. Im letzten Jahr wurden in den Arbeitsgruppen der Plattform Industrie 4.0 (AG2), der GMA (FA7.21) und des ZVEI (SG2) die Entwicklung von den Referenzmodellen, denen in Industrie 4.0 eine wichtige Rolle zugedacht wird, gemeinsam vorangetrieben. In der Zwischenzeit liegen für eine Reihe von Modellen abgestimmte und belastbare Arbeitsstände vor. In Bild 1 sind einige der entwickelten Referenzmodelle aufgelistet. Bild 1: Referenzmodelle Diese Modelle adressieren konzeptionelle Brennpunkte eines Industrie 4.0-Systems: Die Modellierung der Assets mit ihrem Life-cycle, die Integration der Entwicklungsprozesse, die flexible Gestaltung von Wertschöpfungsketten, die Gestaltung einer komponenten- und dienstorientierten Systemplattform und die Beschreibung der Prozesssteuerungsprozeduren. Zusätzlich zu den Referenzmodellen wurde eine Referenzarchitektur als Ordnungsrahmen festgelegt. In Bild 2 ist diese als RAMI 4.0 (Reference Architectural Model Industrie 4.0) bezeichnete Referenzarchitektur dargestellt. In diese lassen sich die 8

9 Referenzmodelle und Festlegungen systematisch einordnen. Bild 2: Das Reference Architectural Model Industrie 4.0 Referenzmodelle sind die Grundlage jeder technischen Verständigung und konsistenten Entwicklung. Ein Referenzmodell lässt sich durch folgende Eigenschaften charakterisieren: Es beschreibt einen allgemeinen Sachverhalt, es spielt in den Systemen eines Anwendungsbereichs eine wichtige Rolle, es ist konsistent und es ist explizit beschrieben und veröffentlicht. Die Bedeutung der Standardisierung und Normung wichtiger Referenzmodelle ist offensichtlich. Durch die konsensbasierte Standardisierung und Normung werden aus vielen möglichen Referenzmodellen die Referenzmodelle ausgezeichnet, die in der Fachwelt als relevant und als am geeignetsten angesehen werden. Die Standardisierung und Normung von Referenzmodellen schafft daher nicht nur eine verlässliche Entwicklungsgrundlage für die Anwendung, sie gibt auch Orientierung auf das, was in der Fachwelt als relevant angesehen wird und was nicht. Dies ist gerade in einem so unübersichtlichen Umfeld wie Industrie 4.0 ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Standardisierung und Normung. In den nächsten Monaten müssen zunächst die erzielten Ergebnisse in geeigneter Form veröffentlicht und erläutert werden. Dies ist eine aufwändige Aufgabe. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass transparent gemacht wird, wie die unterschiedlichen Referenzmodelle zusammenpassen und was sie für die Praxis bedeuten. Parallel dazu ist zu entscheiden, in welcher Form diese Festlegungen in die bestehende Standardund Normenlandschaft eingebracht werden können. Dabei ist auch zu überlegen, wie sich IKT- Standards in Zukunft besser in die bewährten konsensbasierten Normungsprozesse integrieren lassen. 9

10 Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering- Repository Florian Himmler evosoft GmbH Consultant Seit 12/2009: Diplom Wirtschaftsinformatiker Seit 01/2010: Consultant (Engineering, Digitale Fabrik, Datenmanagement) Seit 07/2011: Promotion im Bereich Engineering in der Digitalen Fabrik Abstract: Bedingt durch die Globalisierung des Marktes, dem wachsenden Innovationsdruck sowie der steigenden Individualität und Dynamik der Märkte, sehen sich produzierende Unternehmen heute mit der zentralen Herausforderung konfrontiert, sowohl die Effizienz als auch die Qualität ihrer Engineering-Prozesse zu erhöhen. Um dieses Ziel langfristig erreichen zu können, ist die Umsetzung interdisziplinärer Engineering- Prozesse auf Basis integrierter Systemlandschaften notwendig. Dies wird aktuell jedoch durch eine Reihe von Problemfeldern erschwert: Die Zusammenarbeit der am Engineering-Prozess beteiligten Disziplinen (z.b. Mechanik, Elektrik, Software) ist meist nur unzureichend und führt sehr häufig zu unvollständigen und inkonsistenten Informationsflüssen. Die Systemlandschaften im Engineering-Umfeld sind häufig sehr heterogen, bei gleichzeitig geringem Integrationsgrad zwischen den Software-Tools. Dies führt zu redundanter Datenhaltung, Dateninkonsistenzen sowie hohen Entwicklungskosten im Falle von Änderungen. In diesem Beitrag wird ein Ansatz skizziert, wie die Effizienz im Anlagen-Engineering unter Verwendung einer zentralen Datenplattform als Engineering-Repository und unter Anwendung funktionsorientierter Standardisierungsstrategien gesteigert werden kann. Hierdurch lassen sich folgende Effekte erzielen: Verkürzung der Prozessdurchlaufzeiten im Engineering durch weitgehende Parallelisierung der Tätigkeiten. Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit durch Verwendung technologischer Objekte. Verbesserung der Datenqualität bei gleichzeitiger Verringerung der Datenredundanz durch Verwendung eines gemeinsamen Engineering-Repository. Verringerung der Aufwände im Falle von Änderungen in der Engineering-Toollandschaft durch Verwendung standardisierter Schnittstellen. 10

11 Das Modell für die digitale Fabrik Dipl.Inf. Udo Döbrich Siemens AG, Process Industries&Drives Key Experte Standards&Regulations Als Liaison-Officer ist er unter anderem für die Zusammenarbeit zwischen IEC/TC 65 und IEC/SC 3D und die Überführung der Produktmerkmale in die IEC Data Base zuständig. In dieser Aufgabe ist er u.a. Convenor für das Normungsprojekt IEC Digitale Fabrik. Herr Döbrich (61) ist im Bereich Process Industries&Drives bei Siemens Key Experte für Standards&Regulations. Telefon: Er leitet in verschiedenen Normungsgremien die Themen zu eprozessen, Anlagenengineering, verteilten Anwendungen, Systemaspekten, Beschreibungsmethodiken und die Digitalisierung der Automatisierungstechnik. 1. Grundlegendes zum Inhalt: Die IEC Digitale Fabrik enthält ein Modell für die Virtuelle Beschreibung einer Reallen Anlage (beliebige Installation). Es werden Geräte, Software als auch Kommunikationsanschaltungen (im Modell als Assets bezeichnet) in einer gemeinsame Zentrale Datenbasis (im Modell als Data Base Repository genannt) integriert. Dieses IEC Data Base Repository ist unabhängig von den bearbeitenden Softwarewerkzeugen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Die Geräte bzw. Assets, die in das Data Base Repository eingebracht werden, müssen mit Hilfe von Eigenschaften formal beschrieben werden. Hierzu wird die IEC verwendet. Diese enthält neben der Identifizierung von Code (für Computer), die zugeordnete bevorzugte Benennung (Mensch) und die zugeordnete semantisch eindeutige Definition in einem Template. Die Daten von elektrischen Geräten sind digital im IEC Common Data Dictionary (IEC CDD) genormt hinterlegt. Dort sind Sensoren, Aktoren, Niederspannungsschaltgeräte und elektr. Bauteile spezifiziert. Die ISO (nicht elektrische Geräte) benutzt das Beschreibungsmodel ISO , das mit der IEC identisch ist. Auch Konsortien wie z.b. nutzen das IEC Datenmodell. Das bedeutet, alle in definierten Geräte können im IEC Data Base Repository verwendet werden. Eine Sammlung von elektronisch beschriebenen Geräten ist jedoch nur die Voraussetzung für eine Anlagenbeschreibung nach IEC Die Eigenschaften der Geräte werden klassifiziert nach funktionalen, konstruktiven Ortsinformationen, Performanceinformationen und Businessinformationen. Dies ist nur für die relevanten Informationen notwendig. Die Beziehungen der einzelnen elektronisch beschriebenen Geräte untereinander (im Modell Relationships) sind ebenfalls Bestandteil des Data Base Repository und damit auch Bestandteil der virtuellen Anlage. Das Modell erlaubt sowohl Gerätebeziehungen als auch Eigenschaftsbeziehungen. In einer virtuellen Anlage werden auch die installationsspezifischen Informationen abgelegt. Hierbei handelt es sich unter anderem um installationsspezifische Namen, Sicherheitskreise (Safety), Security Informationen, Explosionsschutz und Lebenszyklusinformationen. Die Informationen werden mittels eines Header zusätzlich zur Gerätebeschreibung Body hinzuge- 11

12 fügt. Gewerke werden mit Hilfe von View Elementen modelliert und erlauben die Gewerke übergreifende Darstellung der im Data Base Repository enthaltenen Geräte. Das Modell erlaubt die rekursive Schachtelung von virtuellen Beschreibungen. Die Digitale Fabrik ist in seinen Grundzügen bereits im IEC TR definiert. Das IEC Projekt Digitale Fabrik ist im Status CD. 2. I40 Relevanz Die Lösungen von IEC und Industrie 4.0 sind sehr ähnlich. Die Idee eine Fabrikanlage mit Hilfe von Daten zu beschreiben, die einzelnen Objekte zu verbinden und die anlagenspezifischen Informationen einzubringen ist in beiden Lösungen identisch. Die Unabhängigkeit von Werkzeugen wird auch bei beiden Ansätzen gleicher Maßen unterstützt. Auf Basis der genannten und anderer Technologien lässt sich eine sog. I40-Komponente spezifizieren. Eine I40-Komponente ist dadurch gekennzeichnet, dass einem beliebigen Gegenstand eine Verwaltungsschale mit den für einen Rechner verwertbaren relevanten Informationen zugeordnet ist. 3. Anwendung in der Praxis Dabei kann eine Reihe von Normen als Wegbereiter dieser Lösung betrachtet werden. Hierzu gehören die IEC bzw. die Schwesternorm ISO mit ihren Regeln zur Spezifikation von Merkmalen, die IEC mit Regeln zur Spezifikation von Produkten der Mess- und Regeltechnik, mehrere ISO bzw. IEC-Normen zur eindeutigen Identifikation von Merkmalen u.v.m. Die genannten Normen werden heute schon eingesetzt, z.b. in Datensätzen der Version 9.0 von im IEC Common Data Dictionary CDD u.a. 4. Kritische Anwendungen (Grenzen im Einsatz) Um mit diesen Informationen eine komplette virtuelle Darstellung einer relevanten automatisierungstechnischen Anlage erstellen zu können, müssen alle relevanten Gegenstände mit ihren Merkmalen beschrieben sein. Dies erfordert noch einige Anstrengungen, wobei es heute nicht mehr darum geht die Regeln zur Spezifikation der Merkmale zu definieren, sondern diese gemäß IEC bzw. ISO anzuwenden. 5. Aktuelle Entwicklung Das IEC Dokument ist in Arbeit und hat den Stand des Committee Drafts (CD) erreicht. Verbindung zu relevanten Normen: Projektnummer/Ausgabe: IEC / Ed.1 Titel: Industrial-process measurement, control and automation Reference model for representation of production facilities (Digital Factory) Erscheinungsjahr: erster Entwurf (CD) April

13 MES Produktionsplanung und Unternehmensmodelle Abstract: Max Weinmann Emerson Process Management Vorsitzender des DKE Arbeitskreises AK : Unternehmensmodelle Studium der Fachrichtung Maschinenbau, mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik, an der Universität Stuttgart. 30 Jahre Erfahrung in der Automatisierung von Anlagen in der Prozessindustrie. Heute als Sen. Consultant / Deputy Director Operations bei Emerson Process Management, Deutschland tätig. Darüber hinaus langjährige Mitarbeit im ZVEI AG MES und seit 2012 Vorsitzender des DKE Arbeitskreises AK : Unternehmensmodelle. Im Jahr 1999 veröffentlichte Bill Gates sein Buch the Speed of Thought. Darin heißt es So wie jedes menschliche Wesen, hat auch ein Unternehmen einen internen Kommunikationsmechanismus, ein Nervensystem, um seine Aktionen zu koordinieren. Welches Nervensystem erfordert Industrie 4.0 und welche Grundlagen liefert die Norm IEC Integration von Unternehmensführungs- und Leitsystemen zu dessen Bestimmung? 13

14 Dienste in der Cloud Standardisierungsinitiative USDL und TOSCA Dr.-Ing. Regine Gernert Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.v. Internationalisierung und Vernetzung Frau Dr. Regine Gernert unterstützt mit ihrer Arbeitsgruppe in Berlin die EU- und Internationalisierungsstrategie des Referates Entwicklung konvergenter Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Neben dem Monitoring internationaler Entwicklungen und der Anbahnung von Kooperationen zählt dazu auch die Mitgestaltung von Rahmenbedingungen, die zum Beispiel durch Standards gesetzt werden. Frau Gernert war zuvor von 2006 bis 2013 als Projektleiterin für Forschungsfördermaßnahmen im Bereich IKT im BMWi tätig. Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft im In- und Ausland gehörte dabei auch schon zu wichtigen Tätigkeitsfeldern. Seit 1999 gestaltet sie bereits IKT-Förderprogramme und -Projekte beim Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.v. aktiv mit, vor allem zum Nutzen der in Deutschland starken IKT-Anwendungsbranchen wie Automobil- und Maschinenbau oder Medizin- und Medientechnik. Frau Gernert hat Informatik studiert und promovierte an der TU Berlin zum Dr.-Ing. im Bereich Industrielle Informationstechnik. Abstract: Die Nutzung des Internet nimmt stetig zu. Gleichzeitig entsteht damit das Problem der Informationsüberflutung. So stieg zum Beispiel die Anzahl der.de - Domains in den letzten Jahren kontinuierlich linear an. Derzeit sind fast 16 Mio. Domains registriert. Auch die Anzahl der angebotenen Dienste nimmt stetig zu. Beispielweise enthält der App-Store für ios derzeit ca. 1,2 Mio. Angebote. Neue Wege zur Unterstützung des Menschen bei der Auswertung der Informationen werden benötigt. So wird erwartet, dass zum Beispiel durch die semantische Beschreibung von Daten und Dienste also gemäß ihrem Sinnzusammenhang zukünftig bessere Auswertungen möglich werden. Die Organisation World Wide Web Consortium (W3C) ist bekannt für die Forcierung des Einsatzes semantischer Technologien bei der zukünftigen Gestaltung des World Wide Web. Das W3C unterstützte eine Standardisierungsaktivität zur Beschreibung von Web-Services - eine universelle Beschreibungssprache für Web-Services. Unter der Bezeichnung Unified Service Description Language (USDL) wurde ein Standardisierungsvorschlag zur Vereinheitlichung der Beschreibung von Diensten entwickelt, der neben den technischen und operativen Merkmalen auch Informationen über Geschäftsprozesse beinhaltet. So können Dienste im Internet eindeutig identifiziert, leicht miteinander verknüpft und einfacher kombiniert werden. Letztendlich wird damit die kommerzielle Handelbarkeit angestrebt. USDL baut maßgeblich auf den Forschungsergebnissen der BMWi Forschungsförderung zum Internet der Dienste auf. Das W3C hat dem Antrag der Forschungspartner SAP AG, Siemens AG, Empolis GmbH und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz e.v. (DFKI) zur Gründung einer so genannten Incubator Group stattgegeben. Die Incubator Group ist ein wertvolles Instrument des W3C. Das W3C bietet damit Unterstützung in technischer Hinsicht und im Globalisierungsprozess. Die Standardisierung über das W3C führt zu einer Offenlegung des Standards (royalty free). Die Standardisierung ist generell eine wichtige Verwertungsstrategie für öffentlich geförderte Ergebnisse aus Forschungsprogrammen. Die Arbeit in der Incubator Group wurde mit der Empfehlung für die Weiterentwicklung des Standar- 14

15 disierungsvorschlages zur Beschreibung von Diensten im Semantic Web beendet, insbesondere im Bereich Linked Data. Insgesamt 15 Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich an dieser Entwicklung beteiligt. Die Sprache wird zurzeit im europäischen PPP Future Internet weiterentwickelt und ist unter Linked USDL als Open Source verfügbar (http://linked-usdl.org/). Industrielle Anwendungen gibt es derzeit beispielsweise im Bereich Logistik. Kritisch ist bisher die Anwendungsbreite zu sehen, vor allem auch vor dem Hintergrund der veränderten Schwerpunktsetzung vieler Unternehmen hin zum Cloud Computing. Nach den Prognosen der Analysten wird der Markt mit webbasierten Diensten (software as a service) insgesamt in den kommenden Jahren deutlich zulegen. Bis zum Jahr 2025 dürften die Umsätze mit Standardsoftware aus der Cloud auf etwa 11 Mrd. Euro ansteigen das entspricht dann einem Anteil von 90 Prozent aller Ausgaben für Standardsoftware in Deutschland. Im Forschungsprogramm Trusted Cloud des BMWi arbeiteten mehrere Projekte mit USDL (TRESOR, Value4Cloud, Cloud Cycle). Beispielsweise ist das Ziel von Cloud Cycle, ein flexibles Cloud-Ökosystem aus Anbietern, Nutzern und Dienstleistern zu schaffen. Mit einem neuen Standardisierungsvorschlag wird das Format von Cloud-Anwendungen vereinheitlicht, um einen Vendor Lock-In zu vermeiden. Der Kunde soll die Wahl zwischen verschiedenen Softwareherstellern und Cloud-Betreibern haben, welche die Software ausführen können. Mit einer standardisierten Ausführung von Cloud-Diensten wird die Wiederverwendbarkeit der Lösungen verbessert und die Umsetzung von Sicherheitsstandards vereinfacht. Die Standardisierungsinitiative nennt sich TOSCA und ist eine Topology and Orchestration Specification for Cloud Applications (TOSCA). TOSCA ist ein bei OASIS vorgeschlagener Standard, welcher die formale Beschreibung von Cloud Anwendungen erlaubt. Mit der so standardisierten Beschreibung können Cloud-Anwendungen installiert, verwaltet und überwacht werden kann. Cloud-Anwendungen werden dadurch portabel und können, nachdem sie in TOSCA modelliert wurden, bei verschiedenen Cloud-Betreibern installiert werden, sofern in deren Infrastruktur TOSCA vorhanden ist. Im Projekt Cloud Cycle wurden egovernment-dienste prototypisch erprobt. Der Standard selbst ist aber anwendungsunabhängig und daher auch für den Industriebereich interessant. Da TOSCA erst Ende 2013 (http://docs.oasis-open.org/tosca/tosca/v1.0/tosca-v1.0.html ) erschienen ist, ist die Prognose für deren Durchsetzung noch kritisch zu sehen. Immerhin haben 70 Mitglieder dafür votiert. Interessant ist aber, dass auch in der parallel entstanden Open TOSCA-Version eine hohe Entwicklungsdynamik zu erkennen ist (http://www.iaas.uni-stuttgart.de/opentosca/ ). 15

16 Session 2 - Semantik Semantik als Schlüssel zu I.40 Dr. Michael Hoffmeister Festo AG & Co. KG Mitglied SG1, SG2 des ZVEI, Obmann des VDMA Einheitsblatts Portfolio-Management Software - Studium der Informatik an der Technischen Universität Karlsruhe (KIT) - Arbeit als freiberuflicher Entwickler von Echtzeitsystemen - Forscher und Projektleiter am Fraunhofer-Institut IPA in Stuttgart - Consultant für die Industrie in großen IT-Projekten im Bereich Fabrikbetrieb, Maschinenintegration und Big-Data (SPC, APC) - Forschung im Bereich intelligente Maschinen, Semantischen Technologien, Big-Data und Integration von heterogenen Automatisierungssystemen - Seit 2012: Verantwortung für das Portfoliomanagement für Software-Tools des Komponentenherstellers Festo. Sein heutiges berufliches Interesse liegt auf Engineering-Plattformen für mechatronische Systeme Abstract: 1. Grundlegendes zum Inhalt: Dieser Vortrag gibt einen Überblick über Ergebnisse der Arbeitsgruppe SG2 des ZVEI im Rahmen der Verbandsplattform Industrie 4.0. Diese liegen in Form des Positionspapiers "Referenzmodell Industrie 4.0 Komponente" vor, welches von den entsprechenden Gruppen AG2 der Plattform Industrie 4.0 und GMA 7.21 des VDI/ VDE übernommen wurden. Dazu werden die Verbindungen zu den Arbeiten der GMA 7.21 aufgezeigt und weiterführende Festlegungen erläutert. Das vorgestellte Referenzmodell dient als Orientierungshilfe für Hersteller/ Systemintegratoren/ Betreiber, die individuelle Industrie 4.0-Komponenten ausprägen und mit Leben füllen wollen. Die dargestellten Festlegungen beziehen sich auf die Abgrenzung einer Industrie 4.0-Komponente, welche strategischen Elemente in einer Maschine oder Anlage sie verwirklichen könnte, wie eine Organisation in Repositories einer Digitalen Fabrik geschehen könnte und wie die Sichtbarkeit für externe Fabriksysteme beschaffen sein könnte. Weiterhin zeigt der Vortrag auf, welche weiteren Referenzmodelle entwickelt werden könnten und wie diese synergistisch in Bezug gesetzt werden könnten. Auf die notwendige Vernetzung von Standards wird eingegangen. Zum Schluss zeigen die Ausführungen, wie das vorgestellte Positionspapiers "Referenzmodell Industrie 4.0 Komponente" weiterentwickelt werden könnte, um erforderliche und sinnvolle Daten, Informationen und Wissensbestandteile in einer individuellen Industrie 4.0-Komponente zu organisieren und zu vernetzten. 2. I40-Relevanz: Die vorgestellte "Industrie 4.0 Komponente" bildet einen wichtigen Baustein für die Organisation von Daten und Funktionen in der Industrie 4.0. Die vorgestellten Ansätze können auf weitere wichtige Bausteine übertragen werden. Der Vortrag zeigt, wie Referenzmodelle in der Industrie

17 miteinander in Bezug gesetzt werden können. 3. Anwendung in der Praxis: Die vorgestellten Definitionen sind grundlegend und ermöglichen ein breites Spektrum von Anwendungen in der Praxis. 4. Grenzen im Einsatz: Das vorgestellte Positionspapier enthält zunächst nur einige wenige Festlegungen, die allerdings von hoher Relevanz sind. Weitere Festlegungen, und damit weitere Versionen des Positionspapiers, müssen folgen, bevor Anwender in der Praxis Industrie 4.0-Komponenten realisieren können. 5. Aktuelle Entwicklungen: Die nächsten Entwicklungsschritte der Industrie 4.0 benötigen eine Antwort auf die Frage, welche Daten, Informationen und Wissensbestandteile von einer Industrie 4.0 Komponente bereitgestellt werden sollten. Dazu müssen relevante Normen und Standards für jeweilige Teilbereiche dieser Daten, Informationen und Wissensbestandteile identifiziert werden. Eine semantische Beschreibung muss geschaffen werden, welche es erlaubt, die bereitgestellten Daten und Funktionen auch von außen zu nutzen. 17

18 Merkmale für Industrie 4.0 Henning Uiterwyk, Dipl.- Ing. (FH) e.v. General Manager e.v. Ausbildung/Studium 1992 bis 1998: Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik Fachhochschule Köln Deutz Beruflicher Werdegang 1998 bis 1999: SMS-DEMAG AG, Düsseldorf, Projektierung Stranggusstechnik 1999 bis 2002: Freiberuflicher Softwareentwickler (u.a. für Audi/VW in Brasilien, Delphi Deutschland GmbH, SMS-DEMAG AG, Ortlinghaus-Werke GmbH, VHV-Versicherungen) 2003 bis 2008: Geschäftsführender Gesellschafter, PRACMA Ltd. Software und Beratung, Köln, (tätig u. a. für NZWL Neue Zahnradwerke Leipzig, Johnson & Johnson Health Care, Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG, ) 2009 bis 2012: Technischer Leiter e.v. Derzeitige Tätigkeit: 2012 bis heute: General Manager e.v. Abstract: liefert die Sprache der Industrie 4.0. Im Jahr 2000 wurde der e.v. von einem Konsortium gegründet. Ziel des Vereins: Die Etablierung eines Standards zum sicheren, elektronischen Machine-to-Machine-Austausch (M2M) von Produktdaten und -eigenschaften über Merkmale, Werte und Einheiten. Die Industrie 4.0 erfordert einen durchgängigen, reibungslosen und fehlerfreien M2M- Informationsaustausch. Produkte werden zu smarten Produkten, indem all ihre möglichen Eigenschaften in einem universell akzeptierten, informationstechnischen Backbone gespeichert sind. Das Backbone ist das Gehirn der digitalen Fabrik und die Grundlage für automatisierte, sich selbst steuernde intelligente Fertigungsabläufe. Jedes Produkt kommuniziert Informationen über seine Fertigung an die jeweiligen Maschinen autonom und elektronisch. Die in der Industrie 4.0 realisierte Machine-to-Machine-Kommunikation erfordert einen fehlerfreien und reibungslosen Datenaustausch. Neben der eineindeutigen Identifikation aller Merkmale ist die konsensuale Semantik der zentrale Key Enabler für ausgerollte Industrie 4.0-Prozesse. Als Sprache der Industrie 4.0 liefert der aktuell (Ende 2014) bereits über Merkmale, die sowohl kommerzielle als auch technische Produkteigenschaften beschreiben können. 18

19 Aber: Die benötigten Merkmale zum M2M-Austausch für Prozesse dieser Informationen existieren zurzeit noch nicht jedenfalls nicht flächendeckend. An diesem Punkt greift die Praxiserfahrung der Denn: lebt einen klar definierten und transparenten Workflow zur Weiterentwicklung des Standards. So entwickelt seit vielen Jahren im Konsens mit zahlreichen Industrieunternehmen erfolgreich Klassen und Merkmale, die technische Produkteigenschaften abbilden. Die Weiterentwicklung des erfolgt auf Basis klarer Normvorgaben. Grundlage ist die ISO 22274:2013 Systems to manage terminology, knowledge and content Concept-related aspects for developing and internationalizing classification systems. Eine IT-basierte Abbildung des Entwicklungsprozesses garantiert hohe Qualität und eine lückenlose Nachverfolgbarkeit aller Modifikationen. Die Themen Semantik und Merkmalsentwicklung gehören in die Gesamtbetrachtung aller Überlegungen zur Industrie 4.0. Denn: Vor dem Hintergrund, dass Produkte und Fertigungsanlagen selbst konsequenter, technischer Weiterentwicklung unterliegen, sind auch konsequent neue Merkmale gefragt. Ein Problem, das über sogenannte Release Update Files (RUF) löst, die regelmäßig distribuiert werden. Vor dem Hintergrund entstehender Industrie 4.0-Prozesse ist künftig der Beweis anzutreten, dass die RUFs auch den Anforderungen der digitalen Fabrik genügen. Verbindung zu relevanten Normen: ISO 22274:2013 Systems to manage terminology, knowledge and content Concept-related aspects for developing and internationalizing classification systems ISO :2010 Industrial automation systems and integration -- Parts library ISO :2009: Exchange of characteristic data IEC Industrial-process measurement and control Data structures and elements in process equipment catalogues IEC Low-voltage switchgear and controlgear Product data and properties for information exchange IEC Standard data element types with associated classification scheme for electric components 19

20 AutomationML als universelles Datenaustauschformat Björn Grimm Daimler AG Obmann DKE AK AutomationML Convenor SC65 E WG 9 AutomationML Kurzer Werdegang: Bis 2003: Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität Karlsruhe (TH) : Entwicklung und Integration von Fertigungstechnologien Seit 2006: Einführung und Weiterentwicklung von Engineering-Werkzeugen sowie neuen Produktionskonzepten, unter anderem Virtuelle Inbetriebnahme und AutomationML Abstract: Über die Smart Factory findet das Internet der Dinge Eingang in die Produktionsanlagen der Fabrik diese Dinge sind unter anderem die Komponenten, aus denen die Fabrik und die Produktionsanlagen aufgebaut sind. Bei der Planung von Anlagen sind für die verschiedenen Engineering-Disziplinen unterschiedliche Aspekte und Relationen der Komponenten und Produktionsanlagen wichtig, zum Beispiel Anschlüsse und Verbindungen, Mechanik und Platzierung, Dokumentation oder auch Bestellinformationen. Die Beschreibung und Bearbeitung der Aspekte und Relationen findet in unterschiedlichen, für die Disziplinen spezifischen Software-Werkzeugen statt. Der Datenaustausch zwischen den Software-Werkzeugen geschieht teilweise manuell, teilweise mit Hilfe von individuell umgesetzten Schnittstellen. Dadurch entsteht ein großer Aufwand für die Pflege der vielen Schnittstellen sowie bei der Einbindung neuer Werkzeuge. AutomationML beschreibt das Datenformat, das die verschiedenen Aspekte über den kompletten Engineering-Prozess auf eine durchgängige Art und Weise abbildet. Durch das durchgängige Format können weitere Werkzeuge einfacher an den Prozess angebunden werden, manuelle Mehrfacheingaben werden eliminiert und die Zahl der zu pflegenden Schnittstellen reduziert sich. Damit bildet AutomationML das verbindende Datenformat für die Beschreibung der Komponenten und der Fabrik im Rahmen von Industrie 4.0 und der damit verbundenen Engineering-Prozesse. AutomationML bildet die verschiedenen Aspekte ab, indem es vorhandene Standards nutzt und miteinander verbindet. Die einzelnen Aspekte werden in separaten Teilen des Standards definiert. Der erste Teil, der inzwischen als IEC standardisiert ist, beschäftigt sich mit der Architektur des Formats, der zweite Teil steht kurz vor der Veröffentlichung und beschreibt Semantiken. Weitere Teile zu den Themen Geometrie und Kinematik, Logik, Kommunikation sowie Fertigungsprozesse befinden sich ebenfalls auf dem Weg der Standardisierung bzw. in Entwicklung. Erste Schnittstellen auf Basis von AutomationML sind bereits in der breiten Anwendung, zum Beispiel zwischen der Roboter-Simulation und der virtuellen Inbetriebnahme. Weitere Schnittstellen befinden sich in der Umsetzung. Eine aktuelle Herausforderung bei der Einführung von AutomationML ist die Vermeidung von Dialekten durch die unterschiedliche Interpretation des Standards oder die Ausweitung auf noch nicht fertig spezifizierte Umfänge. Da sich AutomationML auf die Festlegung von wenigen Semantiken beschränkt, um doppelte Definitionen zu vermeiden, wird an der Verknüpfung mit Semantik- Standards wie zum Beispiel mit gearbeitet. Eine weitere große Herausforderung ist die Motivation der Software-Hersteller, sich an dem Integrationsprozess zu beteiligen und Schnittstellen 20

Integration von Industrie 4.0-Komponenten in der Produktion

Integration von Industrie 4.0-Komponenten in der Produktion Integration von Industrie 4.0-n in der Produktion Normen für Industrie 4.0 - grundlegende Methoden und Konzepte 19. Februar 2015 BMWi Berlin Prof. Christian Diedrich Institut für Automation und Kommunikation

Mehr

Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering-Repository

Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering-Repository Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering-Repository evosoft GmbH 2014 Paralleles Engineering in einem gemeinsamen Engineering-Repository unrestricted 1 Agenda evosoft GmbH Herausforderungen

Mehr

acatech DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN Cloud Computing und der Weg in die digitale Gesellschaft

acatech DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN Cloud Computing und der Weg in die digitale Gesellschaft acatech DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN Cloud Computing und der Weg in die digitale Gesellschaft Henning Kagermann Fachtagung Future Business Clouds Berlin, 6. Juni 2013 Zwei konvergente Technologieentwicklungen

Mehr

Kommunikationsaspekte bei Industrie 4.0

Kommunikationsaspekte bei Industrie 4.0 Kommunikationsaspekte bei Industrie 4.0 Dr. Günter Hörcher Leiter Forschungsstrategie, Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA Leiter des DIN / DKE Arbeitskreises zur Normungsroadmap

Mehr

Industrie 4.0 und der Mittelstand

Industrie 4.0 und der Mittelstand a.tent.o-zeltsysteme 16. September 2015 Classic Remise Düsseldorf Industrie 4.0 und der Mittelstand Fraunhofer Seite 1 INDUSTRIE 4.0 FÜR DEN MITTELSTAND Dipl.-Ing. H.-G. Pater Industrie 4.0 : ERP und KMU

Mehr

Industrie 4.0 - Intelligente Vernetzung für die Produktion von morgen. Jörg Nolte Robotation Academy Hannover PHOENIX CONTACT Deutschland GmbH

Industrie 4.0 - Intelligente Vernetzung für die Produktion von morgen. Jörg Nolte Robotation Academy Hannover PHOENIX CONTACT Deutschland GmbH Industrie 4.0 - Intelligente Vernetzung für die Produktion von morgen Jörg Nolte Robotation Academy Hannover PHOENIX CONTACT Deutschland GmbH PHOENIX CONTACT Stammsitz Blomberg Bad Pyrmont 2 / Jörg Nolte

Mehr

IT-Security in der Automation

IT-Security in der Automation Einladung/Programm Expertenforum IT-Security in der Automation 16. September 2008 Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit Zum Inhalt Durch den Einsatz von Informationstechnologien und ethernetbasierten

Mehr

Maschinen und Apparate im PROLIST-Engineering-Workflow. (Machines and apparatuses in the PROLIST engineering workflow)

Maschinen und Apparate im PROLIST-Engineering-Workflow. (Machines and apparatuses in the PROLIST engineering workflow) Automation 2012 Kurzfassung Maschinen und Apparate im PROLIST-Engineering-Workflow (Machines and apparatuses in the PROLIST engineering workflow) Dr.-Ing. Peter Zgorzelski, Bayer Technology Services GmbH,

Mehr

Standards zu Kennzahlen / Monitoring für die Sicherung der effizienten Produktion

Standards zu Kennzahlen / Monitoring für die Sicherung der effizienten Produktion Standards zu Kennzahlen / Monitoring für die Sicherung der effizienten Produktion Dr. Martin Zelm Deutsches Forum für Interoperabilität e.v. http://www.dfi-ev.de Xinnovations Konferenz 2010 Berlin, 13.-16.

Mehr

Prozesskette Funktionsdaten und Funktionsmodelle

Prozesskette Funktionsdaten und Funktionsmodelle Prozesskette Funktionsdaten und Funktionsmodelle Stuttgart, 11. Februar 2015 D. Ruschmeier 2/15 Wesentliche Eingangsparameter für die funktional-basierten Berechnungsverfahren sind: Anforderungs-, Modellbeschreibungen

Mehr

Applikationen für Industrie 4.0 Mit IT Powered Automation zu Industrie 4.0

Applikationen für Industrie 4.0 Mit IT Powered Automation zu Industrie 4.0 Applikationen für Industrie 4.0 Mit IT Powered Automation zu Industrie 4.0 Frank Knafla PHOENIX CONTACT Electronics GmbH & Co.KG PHOENIX CONTACT Überblick Phoenix Contact Gruppe 2012 mehr als 13.000 Mitarbeiter

Mehr

Internet of Things wesentlicher Teil der Industrie 4.0 Strategie

Internet of Things wesentlicher Teil der Industrie 4.0 Strategie Products & Systems Processes & Software DI Werner Schöfberger, Leiter Business Unit Process Automation; Siemens AG Österreich Internet of Things wesentlicher Teil der Industrie 4.0 Strategie Inhalt Herausforderungen

Mehr

Industrie 4.0 Grundlagen und Überblick mainproject am 15.07.2014

Industrie 4.0 Grundlagen und Überblick mainproject am 15.07.2014 Grundlagen und Überblick mainproject am 15.07.2014 Gliederung 2 1. Vorstellung 2. Initiatoren und Ziel 3. Die Geschichte der Industrie 4. Technologische Grundlage 5. Folgen und Potenziale für die Industrie

Mehr

Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Wirklichkeit

Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Wirklichkeit Eckard Eberle, CEO Industrial Automation Systems Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Wirklichkeit siemens.com/answers Industrie 4.0 Was ist das? Der zeitliche Ablauf der industriellen Revolution

Mehr

Migrationsstrategien für Industrie 4.0

Migrationsstrategien für Industrie 4.0 Industrie 4.0 IT als Innovationstreiber von Maschinenbau und Automatisierung Migrationsstrategien für Industrie 4.0 Dr.-Ing. Gunther Kegel Vorsitzender der Geschäftsführung Pepperl+Fuchs, Mannheim Mittelständisches

Mehr

Industrie 4.0 fit für die Produktion von Morgen

Industrie 4.0 fit für die Produktion von Morgen Industrie 4.0 fit für die Produktion von Morgen Andreas Schreiber Agenda Industrie 4.0 Kurzüberblick Die Bedeutung für die Produktionstechnik Potenziale und Herausforderungen Fazit 1 Umsetzungsempfehlungen

Mehr

Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement DHBW Mosbach Lohrtalweg 10 74821 Mosbach

Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement DHBW Mosbach Lohrtalweg 10 74821 Mosbach Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement DHBW Mosbach Lohrtalweg 10 74821 Mosbach Prof. Dr. Wolfgang Funk Prof. Dr. Stephan Hähre Prof. Dr. Christian Kuhn fim@dhbw-mosbach.de 15:00 15:10

Mehr

Industrie 4.0 - die intelligente Fabrik der Zukunft

Industrie 4.0 - die intelligente Fabrik der Zukunft www.smartfactory-kl.de Industrie 4.0 - die intelligente Fabrik der Zukunft Prof.Dr. Detlef Zühlke Direktor Innovative Fabrik Systeme IFS Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI GmbH

Mehr

Integrated Engineering

Integrated Engineering Integrated Engineering Workshop 1 Herausfordungen und Lösungen zur Feldgeräteintegration in Planungs-/Wartungstools Christian Kleindienst, Produktmanager Prozessinstrumente, Siemens Karlsruhe Wartungstools

Mehr

Mit smarten Fabriken zur vierten industriellen Revolution

Mit smarten Fabriken zur vierten industriellen Revolution www.smartfactory kl.de Mit smarten Fabriken zur vierten industriellen Revolution Prof. Dr. Ing. Dr. h.c. Detlef Zühlke Direktor Innovative Fabrik Systeme IFS Deutsches Forschungszentrum für Künstliche

Mehr

Große Systeme, große Lösungen, große Anforderungen an Interoperabilität und Konformität - Die Anstrengungen in den BMWi/BMU-Förderprogrammen E-Energy

Große Systeme, große Lösungen, große Anforderungen an Interoperabilität und Konformität - Die Anstrengungen in den BMWi/BMU-Förderprogrammen E-Energy Große Systeme, große Lösungen, große Anforderungen an Interoperabilität und Konformität - Die Anstrengungen in den BMWi/BMU-Förderprogrammen E-Energy und IKT für Elektromobilität Informatik 2011, FOCUS.ICT

Mehr

Chancen und Herausforderungen durch Digitalisierung

Chancen und Herausforderungen durch Digitalisierung Chancen und Herausforderungen durch Digitalisierung Prof. Dr. Henning Kagermann CONNECTED LIVING CONFERENCE Berlin, 4. September 2013 0 CONNECTED LIVING CONFERENCE, 4. September 2013 Vor welcher Aufgabe

Mehr

Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Realität

Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Realität Produkte & Systeme Prozesse & Software Tools Josef Schindler, Industrial Automation Systems Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Realität Herausforderungen: Wandel in der Produktion schneller als

Mehr

Umfrage Automation (in the) Cloud?

Umfrage Automation (in the) Cloud? Umfrage Automation (in the) Cloud? 00110101011001010 10100101000010100 10010010010010111 10110101101100101 01010010101001000 10101001000100010 0% 20% 40% 60% 80% Foto: Ernsting/LAIF Ergebnisse der Umfrage

Mehr

Sie automatisieren die Welt von morgen Wir sorgen für die optimale Verbindung Let s connect. Gerätehersteller

Sie automatisieren die Welt von morgen Wir sorgen für die optimale Verbindung Let s connect. Gerätehersteller Sie automatisieren die Welt von morgen Wir sorgen für die optimale Verbindung Let s connect. Gerätehersteller Wie verändert der Megatrend Urbanisierung die industrielle Welt? Maschinenbau 3,9 Industrie

Mehr

Herausforderungen an IT-Normung und IT-Standardisierung im Wettbewerb des Marktes

Herausforderungen an IT-Normung und IT-Standardisierung im Wettbewerb des Marktes Herausforderungen an IT-Normung und IT-Standardisierung im Wettbewerb des Marktes aus Sicht der nationalen Standardisierung Mario Wendt Vorsitzender Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen

Mehr

Industrie 4.0 Frei verwendbar / Siemens AG 2015. Alle Rechte vorbehalten.

Industrie 4.0 Frei verwendbar / Siemens AG 2015. Alle Rechte vorbehalten. Mario Fürst, Siemens Schweiz AG Industrie 4.0 Das Internet revolutioniert die Geschäftswelt Seite 2 Industrie 4.0 ist eine Initiative der deutschen Industrie, die von der deutschen Bundesregierung unterstützt

Mehr

ecl@ss ADVANCED Klassifikationssysteme im Engineering Dipl.-Ing. Henning Uiterwyk, Deputy General Manager ecl@ss www.eclass.eu

ecl@ss ADVANCED Klassifikationssysteme im Engineering Dipl.-Ing. Henning Uiterwyk, Deputy General Manager ecl@ss www.eclass.eu ecl@ss ADVANCED Klassifikationssysteme im Engineering Dipl.-Ing. Henning Uiterwyk, Deputy General Manager ecl@ss Der ecl@ss e.v. Auf dem CADENAS Industry Forum 2012 Seite 2 Der ecl@ss e.v. in Summe über

Mehr

Middleware in der Automatisierungstechnik

Middleware in der Automatisierungstechnik Fak. Elektrotechnik & Informationstechnik Institut für Automatisierungstechnik Professur für Prozessleittechnik Middleware in der Automatisierungstechnik Leon Urbas Sprecher GMA FA 5.16 Middleware in der

Mehr

INDUSTRIE 4.0 AUS SICHT EINES IKT-INSTITUTS. Dr.-Ing. Mike Heidrich BICCnet OpenLabs am Fraunhofer ESK, München, 17.

INDUSTRIE 4.0 AUS SICHT EINES IKT-INSTITUTS. Dr.-Ing. Mike Heidrich BICCnet OpenLabs am Fraunhofer ESK, München, 17. INDUSTRIE 4.0 AUS SICHT EINES IKT-INSTITUTS Dr.-Ing. Mike Heidrich BICCnet OpenLabs am Fraunhofer ESK, München, 17. September 2014 Inhalt des Vortrages Einleitung Innovationen durch Informations- und Kommunikationstechnik

Mehr

Industrie 4.0 Ein Konzept für die Implementierung der Echtzeit-Kommunikation in Produktionssteuerung und Materialfluss

Industrie 4.0 Ein Konzept für die Implementierung der Echtzeit-Kommunikation in Produktionssteuerung und Materialfluss Industrie 4.0 Ein Konzept für die Implementierung der Echtzeit-Kommunikation in Produktionssteuerung und Materialfluss Vortrag auf dem Seminar ebusiness-lotse in Karlsruhe 24. Oktober 2013 Wolf-Ruediger

Mehr

Sensorik 4.0 auf dem Weg zu Industrie 4.0. www.pepperl-fuchs.com

Sensorik 4.0 auf dem Weg zu Industrie 4.0. www.pepperl-fuchs.com Sensorik 4.0 auf dem Weg zu Industrie 4.0 www.pepperl-fuchs.com Agenda Das Unternehmen Sensorik in der Welt der Industrieautomation Sensorik 4.0, auf dem Weg zu Industrie 4.0 www.pepperl-fuchs.com 2 Ein

Mehr

Industrie 4.0 durchgängig vom Sensor bis zum ERP-System, ein neuer Ansatz

Industrie 4.0 durchgängig vom Sensor bis zum ERP-System, ein neuer Ansatz Industrie 4.0 durchgängig vom Sensor bis zum ERP-System, ein neuer Ansatz Ausgangslage: Der klassische Ansatz der Automatisierung-Pyramide hat bisher nicht zu einer standardisierten und durchgängigen Vernetzung

Mehr

Industriearbeitskreis Virtuelle Techniken im Sondermaschinenbau mit Kick-Off des Cross-Cluster Industrie 4.0 Virtuelle Inbetriebnahme

Industriearbeitskreis Virtuelle Techniken im Sondermaschinenbau mit Kick-Off des Cross-Cluster Industrie 4.0 Virtuelle Inbetriebnahme Quelle: Optima packaging group GmbH Industriearbeitskreis Virtuelle Techniken im Sondermaschinenbau mit Kick-Off des Cross-Cluster Industrie 4.0 Virtuelle Inbetriebnahme Packaging Valley e.v., Schwäbisch

Mehr

Axel Haller, Symposium 25-26 März 2010 Engineering Workflow: Potential und Praxis bei der Integration von Verfahrenstechnik und Automation

Axel Haller, Symposium 25-26 März 2010 Engineering Workflow: Potential und Praxis bei der Integration von Verfahrenstechnik und Automation Axel Haller, Symposium 25-26 März 2010 Engineering Workflow: Potential und Praxis bei der Integration von Verfahrenstechnik und Automation March 25, 2010 Slide 1 Agenda Die Problematik Das Lösungsmittel

Mehr

Aufbruch in die Digitale Wirtschaft: Wertschöpfungskonzepte und Sicherheitsperspektiven

Aufbruch in die Digitale Wirtschaft: Wertschöpfungskonzepte und Sicherheitsperspektiven acatech DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN Aufbruch in die Digitale Wirtschaft: Wertschöpfungskonzepte und Sicherheitsperspektiven Henning Kagermann WELT-Konferenz Wirtschaft_digital Berlin, 12.

Mehr

Übersicht. Normung von Software in der Medizin. Vorstellung der DKE. Vorstellung der Normungsgremien. Normen im Bereich Software.

Übersicht. Normung von Software in der Medizin. Vorstellung der DKE. Vorstellung der Normungsgremien. Normen im Bereich Software. Normung von Software in der Medizin Übersicht Vorstellung der DKE Vorstellung der Normungsgremien Normen im Bereich Software Zukunftstrends 20.09.2013/1 Vorstellung der DKE Gemeinnütziger Verband ohne

Mehr

Matthias Schmich Siemens Industry Software Kaiserslautern, 7. Oktober 2015. Trends und Entwicklungsperspektiven der Digitalisierung

Matthias Schmich Siemens Industry Software Kaiserslautern, 7. Oktober 2015. Trends und Entwicklungsperspektiven der Digitalisierung Matthias Schmich Siemens Industry Software Kaiserslautern, 7. Oktober 2015 Trends und Entwicklungsperspektiven der Digitalisierung Realize innovation. Eine kleine Zeitreise 1 9 7 3 1 9 8 5 2 0 1 5 Im Jahre

Mehr

Welcome to PHOENIX CONTACT

Welcome to PHOENIX CONTACT Welcome to PHOENIX CONTACT Zukunftsforum Automation&Robotik Inspiring Innovations- Trends und Entwicklungen aktiv mitgestalten Roland Bent Geschäftsführer Phoenix Contact GmbH & Co. KG PHOENIX CONTACT

Mehr

Integration von Engineering Prozessen in die digitale Wertschöpfungskette. Josef Schmelter

Integration von Engineering Prozessen in die digitale Wertschöpfungskette. Josef Schmelter Integration von Engineering Prozessen in die digitale Wertschöpfungskette Josef Schmelter Agenda Kurzvorstellung Product Information Management ecl@ss 7.0 die neue Struktur Datenbereitstellung für CAE

Mehr

Industrie 4.0 Next Level!

Industrie 4.0 Next Level! Industrie 4.0 Next Level! XI. Forschungs- und Technologieforum Intelligente Produktion: Industrie 4.0; 08. Mai 2014; Gotha Agenda 1. Einführung 2. Zeitstrahl 3. Plattform Industrie 4.0 - Ziele der Plattform

Mehr

Industry 4.0 smarte Maschinen, smarte Industrie. Basel, 20. Oktober 2015 dieter.fischer@fhnw.ch IBE - Institut für Business Engineering der fhnw

Industry 4.0 smarte Maschinen, smarte Industrie. Basel, 20. Oktober 2015 dieter.fischer@fhnw.ch IBE - Institut für Business Engineering der fhnw Industry 4.0 smarte Maschinen, smarte Industrie Basel, 20. Oktober 2015 dieter.fischer@fhnw.ch IBE Institut für Business Engineering der fhnw Inhalt meines Beitrages Ziel: Ist Industry 4.0 nur ein «smarter»

Mehr

Industrie 4.0 Herausforderungen in der Prozessindustrie

Industrie 4.0 Herausforderungen in der Prozessindustrie Industrie 4.0 Herausforderungen in der Prozessindustrie Dipl.-Ing. Werner Schöfberger Leiter Verticals Process Automation Siemens AG Österreich ITC Roadshow @ Ried: IT in der Industrie: Beyond Smart Production

Mehr

Security in der industriellen Automatisierung im aktuellen Kontext

Security in der industriellen Automatisierung im aktuellen Kontext Anna Palmin, Dr. Pierre Kobes /18 November 2014, KommA 2014 Security in der industriellen Automatisierung im aktuellen Kontext Restricted Siemens AG 20XX All rights reserved. siemens.com/answers Security

Mehr

Big Data/ Industrie 4.0 Auswirkung auf die Messtechnik. 16.07.2015 Jochen Seidler

Big Data/ Industrie 4.0 Auswirkung auf die Messtechnik. 16.07.2015 Jochen Seidler Big Data/ Industrie 4.0 Auswirkung auf die Messtechnik 16.07.2015 Jochen Seidler Die Entwicklung zur Industrie 4.0 4. Industrielle Revolution auf Basis von Cyber-Physical Systems Industrie 4.0 2. Industrielle

Mehr

Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Wirklichkeit

Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Wirklichkeit Dr. Kurt Hofstädter, Head of Sector Industry CEE Industrie 4.0 Eine Vision auf dem Weg zur Wirklichkeit Siemens AG 2013. Alle Rechte vorbehalten. siemens.com/answers Zeitungsartikel Page Page 3 3 20XX-XX-XX

Mehr

Die formalisierte Prozessbeschreibung Werkzeugunterstützung und Workflow

Die formalisierte Prozessbeschreibung Werkzeugunterstützung und Workflow Folie 1 Die formalisierte Prozessbeschreibung Werkzeugunterstützung und Workflow BMBF-gefördertes Forschungsprojekt FKZ: 17 17 X06 P1 E1 B0 P2 O1 T1 Dipl.-Ing. Dipl.-Inform. Alexander Ulrich Verbundprojekt

Mehr

Efficient Production Management / Industry 4.0 Smart IT Solutions for Manufacturing Efficiency

Efficient Production Management / Industry 4.0 Smart IT Solutions for Manufacturing Efficiency Peter Lindlau pol Solutions GmbH www.pol-it.de peter.lindlau@pol-it.de Telefon +49 89 55 26 57-0 Efficient Production Management / Industry 4.0 Smart IT Solutions for Manufacturing Efficiency Das Internet

Mehr

COMOS Enterprise Server

COMOS Enterprise Server COMOS Enterprise Server White Paper Weltweite Anwendungsvernetzung mit serviceorientierter Architektur August 2010 Zusammenfassung Interoperabilität ist heutzutage für die effiziente Planung und den Betrieb

Mehr

Ihr Weg zu Industrie 4.0 führt über. Entwicklung 4.0. Feynsinn beraten.realisieren.schulen - 1 - FEYNSINN

Ihr Weg zu Industrie 4.0 führt über. Entwicklung 4.0. Feynsinn beraten.realisieren.schulen - 1 - FEYNSINN Ihr Weg zu Industrie 4.0 führt über Entwicklung 4.0 Feynsinn beraten.realisieren.schulen - 1 - FEYNSINN Betrifft mich Industrie 4.0 schon heute? Es ist noch ein langer Weg bis zur Einführung von Industrie

Mehr

Industrie xxx 4.0. xxx. Chance für den Mittelstand. Prof. Dr. Ing. Dr. h.c. Detlef Zühlke

Industrie xxx 4.0. xxx. Chance für den Mittelstand. Prof. Dr. Ing. Dr. h.c. Detlef Zühlke Industrie xxx 4.0 Chance für den Mittelstand Prof. Dr. Ing. Dr. h.c. Detlef Zühlke xxx Direktor Innovative Fabriksysteme IFS Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI Kaiserslautern

Mehr

Fachtagung Safety in Transportation Leitfaden für die IT Sicherheit auf Grundlage IEC 62443

Fachtagung Safety in Transportation Leitfaden für die IT Sicherheit auf Grundlage IEC 62443 Fachtagung Safety in Transportation Leitfaden für die IT Sicherheit auf Grundlage IEC 62443 DKE UK 351.3.7 Hans-Hermann Bock 1 Braunschweig, 06.11.2013 Anwendungsbereich der Vornorm (1) Diese Vornorm ist

Mehr

Normungsaktivitäten Nationale und internationale MES-Initiativen

Normungsaktivitäten Nationale und internationale MES-Initiativen 3. MES-Tagung, HMI 2011 MES in der Praxis Normungsaktivitäten Nationale und internationale MES-Initiativen Dr.-Ing. Robert Patzke MFP GmbH, Wunstorf Hannover Messe MES-Tagung HMI, 6. April 2011 Industrie

Mehr

Multi-Agent Systems. Agentensysteme. Industry 4.0 Machine Learning. Energy and Smart Grids

Multi-Agent Systems. Agentensysteme. Industry 4.0 Machine Learning. Energy and Smart Grids Multi-Agent Systems VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) Fachausschuss 5.15 Agentensysteme Industry 4.0 Machine Learning Material Handling Energy Management Production Control Operations

Mehr

Automation and Drives. Component based Automation. Neu bei TIA: Component based Automation

Automation and Drives. Component based Automation. Neu bei TIA: Component based Automation and Drives Neu bei TIA: Component based and Drives A&D AS SM 5, 07/2002 2 Der Wandel in der stechnologie Steuerungs-Plattformen PLC PC PLC Intelligent Field Devices PC PLC 1990 2000 2010 and Drives Kommunikation

Mehr

TC65: Industrial-process measurement, control and automation

TC65: Industrial-process measurement, control and automation TC 65 TC65: Industrial-process measurement, control and automation Industrie 4.0: Ohne Normung geht es nicht 19.2.2015 Roland HEIDEL, Chairman IEC TC 65 Wie bringt man Dinge (Things) zusammen? Ein Ding

Mehr

Flexibles Management einer dezentralen Automatisierungsverbundanlage als Beispiel für Industrie 4.0

Flexibles Management einer dezentralen Automatisierungsverbundanlage als Beispiel für Industrie 4.0 Aspekte der Systemmodellierung und dezentralen Architektur Flexibles Management einer dezentralen Automatisierungsverbundanlage als Beispiel für Industrie 4.0 Industrie 4.0 Demonstration Juli 2014 Prof.

Mehr

IEC 80001 - Anwendung des Risiko Managements für IT-Netzwerke mit medizischen Geräten

IEC 80001 - Anwendung des Risiko Managements für IT-Netzwerke mit medizischen Geräten IEC 80001 - Anwendung des Risiko Managements für IT-Netzwerke mit medizischen Geräten Application of Risk Management for IT-networks incorporating Medical Devices Copyright Siemens AG 2008. All rights

Mehr

GÜTERTRANSPORT VISION ROADMAP NUTZFAHRZEUGE 2030

GÜTERTRANSPORT VISION ROADMAP NUTZFAHRZEUGE 2030 GÜTERTRANSPORT VISION ROADMAP NUTZFAHRZEUGE 2030 Intelligente Nutzfahrzeuge und verlässliche Nutzfahrzeugverbünde Ralf Kalmar Geschäftsfeldmanager, Fraunhofer IESE Nutzfahrzeug-Roadmap Bisher existierte

Mehr

DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE

DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE DKE Sicht für eine zukünftige Normungsplattform Präsentation im Rahmen der Friends of Standardization Veranstaltung

Mehr

Service Management leicht gemacht!

Service Management leicht gemacht! 1 4. FIT-ÖV - 01. Juli 2009 in Aachen Service Management leicht gemacht! Integration, Steuerung und Bewertung von Servicepartnern in der ÖV Dipl.-Inf. Michael H. Bender BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH SolveDirect

Mehr

Entwicklung eines Konzeptes zur Spezifikation standardisierter Leistungsparameter im Rahmen einer industrialisierten Software-Bereitstellung

Entwicklung eines Konzeptes zur Spezifikation standardisierter Leistungsparameter im Rahmen einer industrialisierten Software-Bereitstellung Berliner Schriften zu modernen Integrationsarchitekturen herausgegeben von Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Schmietendorf Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, FB Band 11 Florian Muhß Entwicklung eines

Mehr

Integration von Mechatronik- und Softwaresystemen durch Virtualisierung von PLM-System-Komponenten

Integration von Mechatronik- und Softwaresystemen durch Virtualisierung von PLM-System-Komponenten Integration von Mechatronik- und Softwaresystemen durch 3DEXPERIENCE Customer Forum 26./27. Juni 2013 Mannheim Michael Hopf, Diplôme d'ingénieur - Master Degree, Doktorand KIT Universität des Landes Baden-Württemberg

Mehr

Arbeiten 4.0. Cyber-physikalische Systeme revolutionieren unsere Arbeitswelten und Leitmärkte. Margit Noll Corporate Strategy

Arbeiten 4.0. Cyber-physikalische Systeme revolutionieren unsere Arbeitswelten und Leitmärkte. Margit Noll Corporate Strategy Arbeiten 4.0 Cyber-physikalische Systeme revolutionieren unsere Arbeitswelten und Leitmärkte Margit Noll Corporate Strategy Cyber-physische Systeme bezeichnet den Verbund informatischer, softwaretechnischer

Mehr

Erfahrene Berater in einer starken Gruppe

Erfahrene Berater in einer starken Gruppe Company Profile Erfahrene Berater in einer starken Gruppe GOPA IT Gründung 1998 Erfahrene Berater aus namhaften IT Unternehmen kommen 2004 bei GOPA IT zusammen. Durchschnitt > 15 Jahre IT/SAP Erfahrung

Mehr

Das Internet der Dinge und Dienste neue Aufgaben für Verbände

Das Internet der Dinge und Dienste neue Aufgaben für Verbände Industrie 4.0 ein Paradigmenwechsel in der Wertschöpfung Wien, 3. April 2014 Das Internet der Dinge und Dienste neue Aufgaben für Verbände Dr. Klaus Mittelbach Vorsitzender der Geschäftsführung Industrie

Mehr

Standardisierung im Kontext von PLM- und ERP-Prozessen

Standardisierung im Kontext von PLM- und ERP-Prozessen Standardisierung im Kontext von PLM- und ERP-Prozessen Möglichkeiten und Erfahrungen Udo Buschbeck Direktor PLM Beratung udo.buschbeck@tesis.de TESIS PLMware GmbH Baierbrunner Str. 15 D-81379 München Tel:

Mehr

Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement DHBW Mosbach Lohrtalweg 10 74821 Mosbach

Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement DHBW Mosbach Lohrtalweg 10 74821 Mosbach Kompetenzzentrum Fertigungs- und Informationsmanagement DHBW Mosbach Lohrtalweg 10 74821 Mosbach Prof. Dr. Wolfgang Funk Prof. Dr. Stephan Hähre Prof. Dr. Christian Kuhn fim@dhbw-mosbach.de 15:00 15:10

Mehr

Wie schafft der deutsche Mittelstand den digitalen Wandel?

Wie schafft der deutsche Mittelstand den digitalen Wandel? Wie schafft der deutsche Mittelstand den digitalen Wandel? Überblick, Bestandsaufnahme und Perspektiven Prof. Dr. Christian Schalles Duale Hochschule Baden-Württemberg Person Prof. Dr. Christian Schalles

Mehr

Die Cloud wird die Automation verändern

Die Cloud wird die Automation verändern Die Cloud wird die Automation verändern Dr.-Ing. Kurt D. Bettenhausen Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) Statement zum VDI-Pressegespräch anlässlich des Kongresses

Mehr

Industrie 4.0 22.07.2014

Industrie 4.0 22.07.2014 Industrie 4.0 Georg Weissmüller 22.07.2014 Senior Consultant Fertigungsindustrie Agenda Überblick Industrie 4.0/Anwendungsfälle Intelligenter Service Augmented Reality Diskussion 2014 SAP AG or an SAP

Mehr

Forschungsprojekt OSAMI Teilprojekt: Entwicklung eines telemedizinischen Trainingssystems

Forschungsprojekt OSAMI Teilprojekt: Entwicklung eines telemedizinischen Trainingssystems Forschungsprojekt OSAMI Teilprojekt: Entwicklung eines telemedizinischen Trainingssystems Schüchtermann-Klinik, Abteilung für Rehabilitation Bad Rothenfelde, November 2008 Erläuterungen Erläuterungen zu

Mehr

efficiency software Tiefer eintauchen Cideon integriert PDM-Lösungen

efficiency software Tiefer eintauchen Cideon integriert PDM-Lösungen software 4 Ausgabe 01 2015 efficiency Das Engineering- Magazin von EPLAN und Cideon flexibler Standard Tiefer eintauchen Cideon integriert PDM-Lösungen Mit Eplan Experience alle Möglichkeiten der Eplan

Mehr

Die intelligente Produktion von morgen Mit IT-powered Automation zu Industrie 4.0

Die intelligente Produktion von morgen Mit IT-powered Automation zu Industrie 4.0 Die intelligente Produktion von morgen Mit IT-powered Automation zu Industrie 4.0 Mit IT-powered Automation zu Industrie 4.0 Die intelligente Produktion von morgen soll vom Engineering bis zum Betrieb

Mehr

Automatisierungsarchitekturen für das Smart Grid Am Beispiel der OPC UA und der IEC 61970. Dr.-Ing. Mathias Uslar, Sebastian Rohjans

Automatisierungsarchitekturen für das Smart Grid Am Beispiel der OPC UA und der IEC 61970. Dr.-Ing. Mathias Uslar, Sebastian Rohjans Automatisierungsarchitekturen für das Smart Grid Am Beispiel der OPC UA und der IEC 61970 Dr.-Ing. Mathias Uslar, Sebastian Rohjans 2 OPC Foundation Vision: OPC-Technologien sollen überall dort zur Interoperabilitäts-Basis

Mehr

Spezialisierungskatalog

Spezialisierungskatalog Spezialisierungskatalog Inhaltsverzeichnis: 1. Friedrich Schiller Universität 2. TU Ilmenau 3. FH Erfurt 4. FH Jena 5. FH Nordhausen 6. FH Schmalkalden 7. BA Gera 8. BA Eisenach 1. Friedrich-Schiller-Universität

Mehr

Status quo Know-how Kontext Industrial IT-Security beim VDMA

Status quo Know-how Kontext Industrial IT-Security beim VDMA Status quo Know-how how-schutz im Kontext Industrial IT-Security beim VDMA Augsburg, 2014-02-19 Peter Mnich VICCON GmbH Ottostr. 1 76275 Ettlingen VICCON GmbH Büro Potsdam David-Gilly-Str. 1 14469 Potsdam

Mehr

Einsatz von CPS und Bedeutung von Big Data in der Produktionspraxis

Einsatz von CPS und Bedeutung von Big Data in der Produktionspraxis Einsatz von CPS und Bedeutung von Big Data in der Produktionspraxis Von der Vision von Industrie 4.0 zur Umsetzung konkreter Projekte am Campus-Cluster Logistik Prof. Dr.-Ing. Volker Stich 05.06.2014,

Mehr

CLOUDCYCLE Ferner integriert der Broker neue Konzepte zur geographischen Eingrenzung der Nutzung von Cloud-Diensten und assoziierter Daten.

CLOUDCYCLE Ferner integriert der Broker neue Konzepte zur geographischen Eingrenzung der Nutzung von Cloud-Diensten und assoziierter Daten. TRusted Ecosystem for Standardized and Open cloud-based Resources Das Vorhaben hat den Aufbau eines Cloud-Ecosystems zum Ziel, welches exemplarisch für den Anwendungsbereich der Patientenversorgung im

Mehr

Effizientes Änderungsmanagement in Outsourcing- Projekten

Effizientes Änderungsmanagement in Outsourcing- Projekten Effizientes Änderungsmanagement in Outsourcing- Projekten Dr. Henning Sternkicker Rational Software IBM Deutschland GmbH Sittarder Straße 31 52078 Aachen henning.sternkicker@de.ibm.com Abstract: Es werden

Mehr

Presse-Information Seite: 1 / 5

Presse-Information Seite: 1 / 5 Seite: 1 / 5 Weidmüller Industrie 4.0 Vorausdenken für eine neue Generation smarter Fabriken. Smart Factory : Geräte kommunizieren und handeln autonom in intelligenten und vernetzten Fertigungsprozessen.

Mehr

Workflowmanagement. Business Process Management

Workflowmanagement. Business Process Management Workflowmanagement Business Process Management Workflowmanagement Workflowmanagement Steigern Sie die Effizienz und Sicherheit Ihrer betrieblichen Abläufe Unternehmen mit gezielter Optimierung ihrer Geschäftsaktivitäten

Mehr

Der offene Industrial Ethernet Standard. für die Automation. Antriebstechnik mit PROFINET. Dipl. Ing. Manfred Gaul

Der offene Industrial Ethernet Standard. für die Automation. Antriebstechnik mit PROFINET. Dipl. Ing. Manfred Gaul Antriebstechnik mit Der offene Industrial Ethernet Standard Dipl. Ing. Manfred Gaul Marketing and Engineering Manager Software Tools and Industrial Communication SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG für die Automation

Mehr

Komplexität der Information - Ausgangslage

Komplexität der Information - Ausgangslage Intuition, verlässliche Information, intelligente Entscheidung ein Reisebericht Stephan Wietheger Sales InfoSphere/Information Management Komplexität der Information - Ausgangslage Liefern von verlässlicher

Mehr

Integrating Architecture Apps for the Enterprise

Integrating Architecture Apps for the Enterprise Integrating Architecture Apps for the Enterprise Ein einheitliches Modulsystem für verteilte Unternehmensanwendungen Motivation und Grundkonzept Inhalt Problem Ursache Herausforderung Grundgedanke Architektur

Mehr

Zuverlässigkeit für Automation und Leittechnik

Zuverlässigkeit für Automation und Leittechnik Zuverlässigkeit für Automation und Leittechnik 2 Stabilität und Sicherheit hat einen Namen Die ACG Autcomp Grischa AG entwickelt innovative Lösungen für unterschiedlichste und individuelle Anforderungsprofile

Mehr

Intelligenz und Vernetzung in der Fertigung

Intelligenz und Vernetzung in der Fertigung CHANCEN DURCH VERTIKALE INTEGRATION UND VERNETZTE PRODUKTIONSSYSTEME Intelligenz und Vernetzung in der Fertigung Perspektiven aus der Forschung Prof. Dr.-Ing. Michael Weyrich Universitäten Stuttgart und

Mehr

DDM9000 : Kurz und bündig

DDM9000 : Kurz und bündig LTE Consulting GmbH Ihr Partner für InformationsLogistik DDM9000 : Kurz und bündig Kennen Sie das? Langes Suchen nach Unterlagen, aktuellen Dokumenten und anderen Informationen Wo sind wichtige, aktuelle

Mehr

Dipl. Inf. Ali M. Akbarian

Dipl. Inf. Ali M. Akbarian Dipl. Inf. Ali M. Akbarian 2012 Einführung Globalisierung, Innovation und Kundenzufriedenheit sind auch in Zukunft die wichtigsten Herausforderungen der Unternehmen. Diese Herausforderungen verlangen:

Mehr

Weiterentwicklung der EN 50128 (VDE 0831-128) 128) Umsetzung im Bahnbereich

Weiterentwicklung der EN 50128 (VDE 0831-128) 128) Umsetzung im Bahnbereich Weiterentwicklung der EN 50128 (VDE 0831-128) 128) Umsetzung im Bahnbereich Andreas Armbrecht Siemens AG Darmstadt, 01. 02. Dezember 2009 Business Unit Rail Automation Systeme der Eisenbahnautomatisierung

Mehr

DRIVE LIKE A VIRTUAL DEVELOPER Die Poleposition für Ihre Softwareentwicklung

DRIVE LIKE A VIRTUAL DEVELOPER Die Poleposition für Ihre Softwareentwicklung DRIVE LIKE A VIRTUAL DEVELOPER Die Poleposition für Ihre Softwareentwicklung Was für ein Tempo! Das Rad dreht sich rasant schnell: Die heutigen Anforderungen an Softwareentwicklung sind hoch und werden

Mehr

24. September 2015 Motorworld Region Stuttgart. Industrie 4.0 und der Mittelstand

24. September 2015 Motorworld Region Stuttgart. Industrie 4.0 und der Mittelstand 24. September 2015 Motorworld Region Stuttgart Industrie 4.0 und der Mittelstand INDUSTRIE 4.0 FÜR DEN MITTELSTAND Dipl.-Ing. H.-G. Pater Industrie 4.0 : ERP und KMU Industrie 4.0 : Referenzarchitekturmodell

Mehr

3D Dentalscanner. AIT Austrian Institute of Technology Safety & Security Department. Manfred Gruber. Head of Business Unit

3D Dentalscanner. AIT Austrian Institute of Technology Safety & Security Department. Manfred Gruber. Head of Business Unit 3D Dentalscanner AIT Austrian Institute of Technology Safety & Security Department Manfred Gruber Head of Business Unit Safe and Autonomous Systems AIT Austrian Institute of Technology Größte außeruniversitäre

Mehr

Use Cases REQEDIT CLIENT. Mai 2014. DER INNOVATIVE TOOLHERSTELLER www.reqteam.com

Use Cases REQEDIT CLIENT. Mai 2014. DER INNOVATIVE TOOLHERSTELLER www.reqteam.com Use Cases REQEDIT CLIENT Mai 2014 Übersicht 1. Einführung Anforderungsmanagement 2. Einführung Anforderungsmanagementtools und Austauschformate 3. Warum ReqEdit? 4. Use Cases - kleinere und mittlere Unternehmen

Mehr

Kommunikation im Internet der Dinge Sicherheit, Performance, Management,...

Kommunikation im Internet der Dinge Sicherheit, Performance, Management,... Software Factory www.sf.com Kommunikation im Internet der Dinge Sicherheit, Performance, Management,... Thomas Trägler Agenda Software Factory Kurzvorstellung Sicherheit (Security) und Industrie 4.0 Kommunikationsszenarien

Mehr

Einführung in die OPC-Technik

Einführung in die OPC-Technik Einführung in die OPC-Technik Was ist OPC? OPC, als Standartschnittstelle der Zukunft, steht für OLE for Process Control,und basiert auf dem Komponentenmodel der Firma Microsoft,dem Hersteller des Betriebssystems

Mehr

Product Lifecycle Management

Product Lifecycle Management Product Lifecycle Management Interoperabilität in der Produktentstehung Xinnovations 2009 Humboldt-Universität zu Berlin, 14.09.2009 Ulrich Ahle Inhalt 1 Herausforderung 2 Die Antwort 3 Kundennutzen 4

Mehr

SAP Solution Manager effizient und individuell implementieren und integrieren

SAP Solution Manager effizient und individuell implementieren und integrieren SAP Solution Manager effizient und individuell implementieren und integrieren SNP Business Landscape Management SNP The Transformation Company SNP Business Landscape Management SNP Business Landscape Management

Mehr

Zukunftsbild Industrie 4.0 im Mittelstand

Zukunftsbild Industrie 4.0 im Mittelstand Gördes, Rhöse & Collegen Consulting Zukunftsbild Industrie 4.0 im Mittelstand Stand: Juni 2015 Seite 1 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Gördes, Rhöse & Collegen Consulting 1 Einleitung 2 Die Geschichte

Mehr

Presse-Information Seite: 1 / 5

Presse-Information Seite: 1 / 5 Seite: 1 / 5 Weidmüller gibt Antworten zu Industrie 4.0 während der Hannover Messe auf seinem Messestand in Halle 11, Stand B 60 vom 08.04.2013 bis 12.04.2013. Weidmüller Industrie 4.0 Weiterdenken für

Mehr