Award-Verleihung beim egovernment Summit

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1 Fachzeitschrift für Verwaltungsmodernisierung und digitale Infrastruktur ISSN Jahrgang Deutschland 9 C O M P U T I N G Nr. 1/ Dezember Zusammenarbeit Staatssekretär Johannes Hintersberger zum bayerischen egovernment-pakt. Software managen Techconsult gibt Tipps für den Umgang mit Anwendungen und Applikationen. Best Practices Ob Security, Projekte oder stimmige Zielgruppenportale: Unser SPEZIAL zeigt Praxisbeispiele. In dieser Ausgabe Politik & Verwaltung 4 Bilder, Eindrücke und Impressionen vom egovernment Summit auf dem Bonner Petersberg. 6 Die wichtigsten Themen und Ergebnisse des egovernment Summit. 7 Wie generiert man mit Open Innovation gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert? Eine Datenbank der Zeppelin- Uni soll die Frage beantworten. 8 Wie geht man im egovernment mit Internet-Bedrohungen um? Praxis & Innovation 10 Ein von der DZBW entwickeltes Einwohnermeldewesen ist nun auch in Thüringer Meldeämtern im Einsatz. 11 Die Fachhochschule Kaiserslautern hat sich für den Kampf gegen Spam-Mails gewappnet. 13 Die Online-Abwicklung von Fundsachen soll Behörden Zeit und Kosten sparen. 13 Die Stadt Ulm investiert in epartizipation. 14 Mirko Hüllemann von Heidelpay erklärt, wie Behörden das Thema epayment stemmen können. 15 Immer mehr Ämter und Verbände nutzen die Mindmapping- Methode, um Projekte zu visualisieren. 16 IDC prognostiziert die ITK- Trends für Heike Raab und Hans-Henning Lühr erhalten egovernment-auszeichnung Award-Verleihung beim egovernment Summit Die Macher des 7. egovernment Summit haben in diesem Jahr Staatssekretärin Heike Raab, CIO des Landes Rheinland-Pfalz, den Bremer CIO, Staatsrat Hans-Henning Lühr, und den Ersten Bürgermeister Ulms, Gunter Czisch, mit den begehrten egovernment Awards ausgezeichnet. Für uns bedeutet egovernment, schrittweise alle wesentlichen Verwaltungsleistungen online und barrierefrei und Antragsverfahren überwiegend elektronisch abzuwickeln Heike Raab CIO Rheinland-Pfalz Am 13. und 14. November 2014 trafen sich hochkarätige IT- Entscheider auf Bundes- und Landesebene zum 7. egovernment Summit in Bonn. Unter dem Kongressmotto Deutschland Digital Ziele, Wege, Perspektiven hatte die Vogel IT-Akademie wieder einen exklusiven Zirkel von egovernment- und Verwaltungsexperten aus Bund und Ländern zum Informationsaustausch geladen. Neben umfangreichen Vorträgen und Diskussionen wurden der egovernment Leadership Award, der egovernment Kommunikations Award und als Sonderpreis der Best Practice Award der Kommunen verliehen. Auch in diesem Jahr gingen die Preise an Persönlichkeiten, die durch ihren Einsatz die Umsetzung und die Entwicklung von egovernment in Deutschland entscheidend vorangetrieben haben. Den egovernment Leadership Award verlieh der Redaktionsbeirat der egovernment Computing in diesem Jahr der IT-Beauftragten des Landes Rheinland- Pfalz, Staatssekretärin Heike Raab. Heike Raab erhielt den Leadership Award 2014 für ihren Einsatz bei der Transformation öffentlicher IT in eine föderale Infrastruktur. Der Redaktionsbeirat der egovernment Computing hat mit der Auszeichnung das Engagement von Heike Raab in den Bereichen IT-Sicherheit und der Einführung der D 115 gewürdigt, aber Staatssekretärin Heike Raab und der Bremer Staatsrat Hans-Henning Lühr bei der Verleihung der egovernment Awards auch ihren Einsatz für die kommunalen Interessen bei der Einführung von egovernment, so Manfred Klein, Chefredakteur der Fachzeitschrift egovernment Computing. Dazu Heike Raab: Ich bedanke mich für die Auszeichnung. Modernisierung muss konkret dazu beitragen, die jeweilige öffentliche Aufgabe schneller, effektiver, kostengünstiger und bürgerfreundlicher erledigen zu können. Für uns bedeutet egovernment, schrittweise alle wesentlichen Verwaltungsleistungen online und barrierefrei bereitzustellen und Antragsverfahren überwiegend elektronisch abzuwickeln. Daran werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten. Mit dem egovernment Kommunikations Award wurde in diesem Jahr der Bremer Staatsrat im Finanzsenat Hans-Henning Lühr ausgezeichnet. egovernment Computing würdigte damit den Einsatz für ein länderübergreifendes egovernment: Henning Lühr ist der ideale Kommunikator, wenn es um die Vermittlung komplizierter IT-Themen geht. Ohne in den Fachjargon der Insider zu verfallen, kann er klar und allgemeinverständlich die Dinge auf den Punkt bringen, gratulierte Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert ihrem Staatsrat zur Auszeichnung. Er weiß, dass die Öffentliche Verwaltung ohne IT heute nicht mehr denkbar ist. Dazu Hans-Henning Lühr: Ich bedanke mich bei der egovernment Computing für die Auszeichnung. Ich freue mich sehr über den Preis und nehme ihn als Ansporn für meine weitere Tätigkeit. Mehr zum Thema auf Seite 6 Weitere Artikel zum Summit: [ specials/summit ] Adressfeld 55 x egovernment-wettbewerb Siegertypen gesucht Der Startschuss zum 14. egovernment-wettbewerb ist gefallen. Verwaltungen, Sozialversicherungen, Hochschulen, Forschungsinstitute und Ministerien sowie Institutionen der Gesundheitswirtschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich ab sofort mit ihren Konzepten bewerben. Ausgezeichnet werden richtungsweisende, digitale Projekte und Problemlösungen, die einen Beitrag zur Transformation der Verwaltung, des Gesundheits- oder des Bildungswesens leisten. Die Teilnehmerunterlagen stehen bis zum Bewerbungsschluss am 14. März 2015 zum Download bereit. Bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels hat sich der egovernment-wettbewerb, den die Unternehmensberatung Bearingpoint und der Technologieanbieter Cisco unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers Dr. Thomas de Maizière ausschreiben, zu einem wichtigen Baustein bei der Umsetzung der Digitalen Agenda entwickelt. Die Wettbewerber vergleichen sich in acht Kategorien, deren Sieger durch eine unabhängige Jury aus Verwaltungs-, IT-, ehealth- und e Education- Experten ermittelt werden, zu der auch die Redaktion der egovernment Computing gehört. Zusätzlich wird ein Publikumspreis auf Basis einer Online-Abstimmung durch die breite Öffentlichkeit vergeben. Hinzugekommen sind die Kategorien ecity 2015: Bestes digitales Gesamtangebot einer Kommune, Modernstes Personalprogramm 2015 sowie Agilste IT-Architektur. Bewerben Sie sich jetzt mit Ihren Projekten. mk

2 wünscht allen Lesern ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr Eine Veranstaltung der

3 egovernment Computing 1/2015 Politik & Verwaltung 4 Impressionen und Ergebnisse vom 7. egovernment Summit. 7 Seite 3 Open Innovation als Wirtschaftsmotor. Ein Forschungsprojekt der Zeppelin-Uni. Interview Wortweiser Schriftformerfordernisse verursachen Reibungsverluste Über die Erfolgschancen einer ebenenübergreifenden Zusammenarbeit, am Beispiel des bayerischen egovernment-pakts und der gemeinsamen Konsens-Software der Steuerverwaltung berichtet der bayerische Staatssekretär Johannnes Hintersberger im Interview mit egovernment Computing. Herr Hintersberger, mit der kürzlich beschlossenen Fortführung von Konsens und der Fortschreibung des bayerischen egovernment-paktes sind auf jeweils ganz unterschiedlichen Gebieten wichtige Schritte zu einem ebene n- übergreifenden egov ernment getroffen worden. Wie beurteilen Sie die Bedeutung eines verwaltungsübergreifenden Handelns im deutschen egovernment? Hintersberger: In Zeiten der Globalisierung und zunehmenden Digitalisierung aller Vorgänge des täglichen Lebens wird egovernment immer bedeutsamer. Nur mit einem verwaltungsübergreifenden Handeln können wir die hohen Anforderungen erfüllen, Synergien schöpfen und damit unsere endlichen Ressourcen schonen. Staat und Kommunen werden das Angebot an digitalen Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Wirtschaft ausbauen und zentral zugänglich machen. Das Bayern- Portal wird der zentrale Zugang zu staatlichen und kommunalen Online-Leistungen. Dies macht die angebotenen Leistungen schneller, einfacher und rund um die Uhr abrufbar. Wo gibt es Ihrer Meinung nach im verwaltungsübergreifenden egovernment noch Reibungsverluste, und wie ließen sich diese beheben? Hintersberger: Reibungsverluste treten vor allem dort auf, wo Medienbrüche einen digitalen Bearbeitungsprozess behindern. Im Bereich der verwaltungsinternen Arbeitsabläufe haben wir Medienbrüche inzwischen weitestgehend beseitigt, denken Sie etwa an Konsens oder den Datenaustausch zwischen Grundbuch- und Vermessungsämtern. Allerdings existieren noch zu viele Medienbrüche an der Schnittstelle zum Bürger und zwischen den unterschiedlichen Verwaltungsebenen. Ein Grund dafür sind meist Schriftformerfordernisse. Mit den Regelungen im bayerischen egovernment-gesetz, dem Einsatz etwa des neuen Personalausweises oder von D werden wir die Reibungsverluste beseitigen und den digitalen Kreislauf vom Antrag bis zum Bescheid schließen. Dies ist auch eine Zielsetzung der engen Zusammenarbeit mit den Kommunen, welche wir gemeinsam im egovernment-pakt vereinbart haben. Wodurch unterscheidet sich der aktuelle egovernment- Pakt von seinen Vorgängern? Hintersberger: Der Mitte November fortgeschriebene egovernment-pakt zwischen Freistaat und Kommunalen Spitzenverbänden stellt Weichen, um digitale Verwaltungsleistungen für Bürger und Wirtschaft in die Fläche zu bringen. Der Freistaat investiert künftig jährlich 2 Millionen Euro, um den Kommunen eine sichere technische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Über die neue Bayern- ID, die mit dem neuen Personalausweis verknüpft werden kann, kann sich der Nutzer im Internet ausweisen. Die direkte und sichere Kommunikation zwischen Behörde und Bürger wird über das Modul Mein Postfach gewährleistet. Bezahlt werden kann über ein sicheres, digitales Bezahlsystem. Freistaat und Kommunen gestalten mit dem egovernment-pakt Hand in Hand die digitale Zukunft. Wir arbeiten mit den Kommunen sehr eng zusammen. Das ist notwendig, weil hier das Gros der Verwaltungsleistungen für die Bürger angeboten wird. Nur so lässt sich der digitale Verwaltungskreislauf schließen. Die wichtigsten Ziele des egovernment-pakts sind der Aufbau eines einheitlichen Zugangs zu Verwaltungsdienstleistungen, die Bereitstellung von Basisdiensten für die Kommunen, die Nutzung von Geodaten und die Beteiligung der Kommunen am Projekt Geodateninfrastruktur Bayern (GDI-BY). Wie sollen diese Elemente die Umsetzung der egovernment-initiative Montgelas 3.0 voranbringen? Hintersberger: Mit Montgelas 3.0, der bayerischen egovernment- Strategie, setzen wir den Schulterschluss mit den Kommunen fort. Ziel ist ein Paradigmenwechsel vom Blatt zum Byte. Mit dem Bayern Portal liefern wir dazu die Technik, mit dem egovernment- Gesetz bereiten wir den rechtlichen Boden und mit dem egovernment- Pakt den gemeinsamen organisatorischen Rahmen mit den Kommunen. Ziel ist, dass alle Bürger und Unternehmen in Bayern unabhängig von ihrem Wohnort ein einheitliches digitales Serviceangebot nutzen können. Weshalb der Fokus auf Geodaten? Hintersberger: Montgelas 3.0 betrifft auch die Geodaten. Analoge Karten und andere raumbezogene Daten werden in die digitale Form umgesetzt und unterstützen staatliche und kommunale Behörden bei ihren Aufgaben. Ein Großteil der Daten liegt bei den Kommunen, wie zum Beispiel Bauleitpläne oder andere räumliche Planungen wie Schulsprengel. Die schrittweise Digitalisierung dieser Daten ist ein wesentliches Ziel des egovernment-pakts. Entscheidungen der Verwaltungen haben oft einen örtlichen Bezug. Denken Sie an die Vergabe von Parklizenzen, die Durchführung von Grünpflegemaßnahmen oder die Schulwegsicherung. Hier erlaubt die Verwendung von digitalen Geodaten eine wesentlich bessere Beurteilung des Sachverhalts und führt somit zu besseren Entscheidungen. Die Unterzeichner des egovernment-paktes: Bürgermeister Josef Pellkofer, 2. Stellv. Vorsitzender Bayerischer Städtetag, Landrat Herbert Eckstein, 2. Vizepräsident Bayerischer Landkreistag, Staatsminister Dr. Markus Söder, MdL, und Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, Präsident Bayerischer Gemeindetag, Hr. Norbert Hartl, 2. Vizepräsident Bayerischer Bezirkstag Quelle: BMI 2014 Mit dem egovernment-pakt haben Freistaat und bayerische Kommunen eine ganze Reihe von gemeinsamen Maßnahmen und Projekten beschlossen. Um welche Projekte handelt es sich dabei, und welche Ziele werden damit verfolgt? Hintersberger: Es handelt sich um eine Projektliste, die Kommunale Spitzenverbände und das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gemeinsam fortschreiben und an aktuelle Themen anpassen. Unter anderem geht es um Projekte zum Thema IT-Sicherheit, um schriftformersetzendes Scannen und verschiedene weitere Projekte im Bereich der Geodaten sowie natürlich auch um die Zusammenarbeit beim zentralen bayerischen egovernment-portal, dem Bayern Portal. Wie werden die Kommunen bei der Umsetzung des Paktes unterstützt? Hintersberger: Über die bereits erwähnte finanzielle Unterstützung hinaus gibt es eine weitreichende Zusammenarbeit in verschiedenen egovernment-pakt: Der egovernment-pakt zwischen dem Freistaat und seinen Kommunen wurde erstmals 2002 geschlossen und im Jahr 2009 zuletzt überarbeitet. Der neue egovernment-pakt ist eine Säule von Montgelas 3.0, der Digitalisierungsstrategie des Freistaats. Unter dem Motto vom Blatt zum Byte sollen alle Bürger und Unternehmen in Bayern orts- und zeitunabhängig ein einheitliches, digitales Serviceangebot nutzen können. Bereichen zwischen Freistaat und Kommunen. Ein zusätzlicher Service ist beispielsweise der Bayern Atlas. Über diesen stehen staatliche Informationen über Grund und Boden sowie zusätzliche Informationen wie Bebauungspläne oder Überschwemmungsgebiete rund um die Uhr bereit. Der Bayern Atlas ist mit Aufrufen täglich übrigens ein besonders stark nachgefragtes Angebot des Freistaats. Herr Hinterberger, sie haben auf dem egovernment Summit die Wichtigkeit der Einigung um Konsens betont. Wie wird es mit Konsens jetzt weitergehen? Hintersberger: In Konsens wird bereits in 15 Ländern eine einheitliche Steuersoftware und an den rund Finanzamtsarbeitsplätzen aller Länder eine einheitliche Benutzeroberfläche genutzt. Nun gilt es, die einheitliche Steuersoftware zu ergänzen und zu optimieren. Inwiefern kann Konsens zum Modell für eine weitere länderübergreifende Zusammenarbeit werden? Hintersberger: Die Länder haben mit Konsens die Möglichkeit einer gemeinsamen und erfolgreichen Realisierung von einheitlicher Software in allen Ländern nachgewiesen. Die in Konsens gewählte Vorgehensweise und die festgelegten Strukturen können als Grundlage für andere Verwaltungszweige mit ähnlicher Problemstellung dienen. Das Interview führte Manfred Klein Der Geprächspartner: Johannes Hintersberger, Staatssekretär im Bayerischen Finanzministerium Weitere Informationen: Den Vertragstext des aktuellen egovernment- Pakts (auch QR-Code) und den Link zum Bayern Portal finden Sie hier: [ egovernmentpakt.pdf] [ ]

4 Seite 4 egovernment Summit 2014 egovernment Computing 1/2015 Impressionen Eine Werkstatt für egovernment Auch in seinem siebten Jahr bewährte sich der egovernment Summit als Diskussions-und Arbeitsplattform für egovernment. Zahlreiche Referate, Keynotes, Umfragen und Studien sorgten für anregende und kritische Diskussionen rund um die Themen Digitale Agenda und Innovativer Staat. Fotos: Alexander Konrad Die Teilnehmer des egovernment Summit 2014 der auch in diesem Jahr wieder auf dem Bonner Petersberg stattfand Der Finanzminister und CIO des Landes Hessen, Dr. Thomas Schäfer, sprach zur Haushaltskonsolidierung Marianne Rohde, Leiterin der Geschäftstelle Niedersächsischer IT-Planungsrat, zur Lage von egovernment in Niedersachsen Auch in diesem Jahr lag die Moderation des egovernment Summit wieder in den bewährten Händen von Prof. Dr. Helmut Krcmar. Krcmar stellte auch die Studie Potenzialanalyse des E-Government-Gesetzes vor Erwin Schwärzer aus dem BMI forderte einen Rechtsrahmen für Cloud Computing Auf Augenhöhe: Holger Hille, T-Systems, und Jochen Michels, Fujitsu Technology Solutions GmbH

5 egovernment Computing 1/2015 Seite 5 egovernment Summit 2014 Eberhard Wurster, Ministerialdirigent in Baden-Württemberg, nahm Stellung zu einem egovernment-gesetz im Ländle Michael Richter, CIO des Landes Sachsen-Anhalt und Staatssekretär im Finanzministerium, zur Situation in seinem Land Der saarländische CIO, Dr. Hanno Thewes, untersuchte, ob die Digitale Agenda egovernment in den Ländern beschleunige Bürgermeister der Stadt Bensheim, Thorsten Hermann, und Franz-Reinhard Habbel, der Sprecher des DStGB Peter Batt, MinDirig. im BMI, erläuterte die Ziele, die die Bundesregierung mit der Digitalen Agenda verbindet Dr. Kay Ruge vom Deutschen Landkreistag befand in seinem Impulsstatement, bei egovernment sei es für die Kommunen höchste Zeit zum Handeln Mario Fuhrmann, VMware, und Michael Bartsch, T-Systems, diskutieren die Sicherheit von egovernment Staatssekretärin Heike Raab, CIO von Rheinland- Pfalz, präsentierte Überlegungen zum Einsatz der Handy-Signatur auch in Deutschland Auch in den Pausen wurde rege diskutiert. Hier Dr. Gerhard Gündermann (2. v. l.), Vizepräsident des Julius-Kühn-Instituts, im Gespräch mit anderen Teilnehmern

6 Seite 6 egovernment Summit 2014 egovernment Computing 1/2015 Umfrage von egovernment Computing Verwaltungen setzen auf die Digitale Agenda 84 Prozent der Verwaltungen halten die Digitale Agenda für sehr wichtig, so das Ergebnis einer Umfrage von egovernment Computing, das auf dem egovernment Summit vorgestellt wurde. Beklagt wurde jedoch das Fehlen von Zielvorgaben. Die Schwerpunkte des diesjährigen egovernment Summit waren in dieser oder jener Form durch die verschiedenen egovernment- Initiativen sowohl des Bundes als auch der Länder geprägt. So erklärte die Schirmherrin des egovernment Summit, die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, in Ihrem Grußwort: Mit der im August verabschiedeten Digitalen Agenda hat die Bundesregierung ihren Weg zur Digitalisierung Deutschlands für die kommenden Jahre aufgezeigt. Mit der Umsetzung der Agenda wollen wir für unser Land und seine Menschen den größtmöglichen Nutzen aus der Digitalisierung ziehen. Wir rücken die Chancen in den Vordergrund, ohne die Risiken zu verschweigen. Und weiter: Wir wollen die digitale Transformation der Öffentlichen Verwaltung weiter vorantreiben. Zentrales Element im Handlungsfeld Innovativer Staat der Digitalen Agenda ist hierbei das Regierungsprogramm Digitale Verwaltung Das Programm bündelt die Maßnahmen der Bundesverwaltung zur Umsetzung des E-Government-Gesetzes des Bundes und ergänzt es um zweckmäßige Maßnahmen, die den Zugang der Bürgerinnen und Bürger zur Verwaltung erleichtert und deren Mitarbeiter entlastet. Rogall-Grothe abschließend: Die Bundesregierung sieht die Umsetzung der Digitalen Agenda als Prozess. Es ist zugleich ein Angebot an alle gesellschaftlichen Gruppen, bei der Beantwortung der offenen Fragen mitzuwirken. Deshalb freue ich mich sehr, dass der diesjährige egovernment Summit einen klaren Schwerpunkt auf das Thema gelegt hat. Digitale Agenda als zentrales Moment Folgerichtig nahm die Diskussion der Digitalen Agenda breiten Raum auf dem egovernment Summit ein. Eine von egovernment Computing durchgeführte Umfrage zeigte, dass viele Verwaltungen die Wichtigkeit der Digitalen Agenda erkannt haben. So hielten 84 Prozent der Befragten die Digitale Agenda für sehr wichtig beziehungsweise für wichtig. Vorgestellt wurde die Studie vom Geschäftsführer unseres Hauses, Werner Nieberle. Auffallend bei den Ergebnissen der Umfrage war die Tatsache, dass die Teilnehmer befragt, welche Elemente sie für besonders wichtig hielten keinen der genannten Punkte besonders hervorhoben. Nahezu gleichauf wurde die Wichtigkeit folgender Elemente der Agenda genannt: W Digitale Infrastruktur, Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft, W Innovativer Staat, Digitale Wirtschaft und Arbeiten, W Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien sowie W die Europäische und internationale Dimension der Digitalen Agenda. Einhellig fiel das Urteil in der Umfrage auch bei der Frage aus, um welche Faktoren die Digitale Agenda ergänzt werden müsste, wenn sie ein Erfolg werden solle. Der Preisträger des Best Practice Award für Kommunen, der erste Bürgermeister der Stadt Ulm, Gunter Czisch (m.), Laudator Franz-Reinhard Habbel (r.) und Dr. Herbert Zinell Foto: Alexander Konrad Vermisst wurden unter anderem eine Selbstverpflichtung von Verwaltungseinheiten zu konkreten Realisierungsprojekten und belastbare Aussage zur Finanzierung künftiger Maßnahmen. Ganz allgemein wurden von den Teilnehmern konkrete Planungen, Meilensteine, Ziele und messbare Kennzahlen vermisst, an denen sich am Ende der Legislaturperiode der Erfolg oder Misserfolg der Digitalen Agenda messen ließe. Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt auf dem egovernment Summit war der Umsetzungsgrad der verschiedenen egovernment- Gesetze. egovernment-gesetze in den Ländern Eine kleine Zusammenstellung der aktuellen Situation wurde ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf dem Summit erarbeitet und diskutiert. So werden in Bayern derzeit Eckpunkte für einen Referentenentwurf erarbeitet, der im laufenden Jahr vorgelegt werden soll. Parallel wird ein Normenscreening zur Prüfung digitalisierungshindernder Formvorschriften durchgeführt. Berlin plant ein egovg für die Berliner Verwaltung. Allerdings soll dieses nicht für die mittelbare Landesverwaltung gültig sein. In Mecklenburg-Vorpommern wird an einem Landes-eGovG gearbeitet. Dieses befindet sich zurzeit in einem ersten internen Entwurf. Im Rahmen des kooperativen egovernments wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Landes und der Kommunen sowie externer Beratung gebildet. Sachsen und Schleswig-Holstein verfügen über eigene egovernment-gesetze beziehungsweise ein entsprechendes Äquivalent. NRW plant ein eigenes egovg. Das Landesverwaltungsverfahrensgesetz wurde an die egovg-regelungen angepasst. Das Saarland plant ebenfalls ein eigenes egovg. Umgesetzt werden müssen die egovernment-gesetze jedoch in den Kommunen. egovernment Computing hat daher auf dem egovernment Summit den Sonderpreis Best Practice Award der Kommunen vergeben. Ausgezeichnet wurde der erste Bürgermeister der Stadt Ulm, Gunter Czisch, für das Projekt Digitale Räume am Beispiel von Ulm 2.0 Heimat im digitalen urbanen Raum?. Dazu der Laudator Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städteund Gemeindebunds (DStGB): Das Internet wird die Rolle der Kommunen stärken und das Verhältnis von Bürger und Verwaltung einschneidend verändern. Diese Veränderung demokratisch und bürgerfreundlich zu gestalten, kann nur gelingen, wenn Kommunen sich schon heute mit den Auswirkungen der digitalen Bürgergesellschaft kritisch befassen. Das Engagement von Gunter Czich ist daher nicht hoch genug zu bewerten. mk Angelika Gifford Geschäftsführerin bei HP Horst Robertz Geschäftsführer bei VMware Holger Hille verantwortlich für den Public Sector bei T-Systems Sven Mulder Countrymanager bei CAtechnologies Klaus Rumsauer Generalmanager bei Dell Deutschland Jochen Michels Geschäftsführer bei Fujitsu Technology Solutions Rolf Sahre Vorstandsvorsitzender bei der Mach AG Marc Reinhardt Senior Vicepresident bei Capgemini Kontakt: Vogel IT-Akademi e, Daniela Schilling August-Wessels-Straße 27, Augsburg Tel. 0821/ , Fax 0821/ Anmeldung für den egoverment Summit 2015: Exklusivpartner Jessica Krist Tel: 0821/ Mi t freundlicher Unterstützung

7 egovernment Computing 1/2015 Seite 7 Verwaltungswissenschaften Open Innovation So entsteht Mehrwert für die Gesellschaft Wie kann das Prinzip der offenen Innovation gesellschaftlichen Mehrwert schaffen? Wie können Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und von den Impulsen verschiedener Akteure profitieren? Ein internationales Forschungsprojekt will diese Fragen nun beantworten. Staat und Verwaltung verändern sich. Sie öffnen sich und werden zunehmend transparenter und bürgernäher. Neue Großprojekte werden immer häufiger inklusive einer Teilnahme der Bürger geplant, selbst wenn zunächst droht, dass die Verfahren dadurch verlängert werden. Im sich öffnenden Staat wandelt sich die Interaktion zwischen dem Staat und seinen Bürgern. Bürger werden mehr und mehr in die öffentliche Aufgabenwahrnehmung miteinbezogen. Sie machen auch von sich aus mit und bringen sich in ihre Kommune ein. Per App melden sie störende Schlaglöcher oder ausgefallene Straßenlaternen, sodass Mängel rasch behoben werden können. Anregungen und konstruktive Vorschläge für Verbesserungen durch die Bürger werden zunehmend über offene Veranstaltungen, aber auch digitale soziale Netzwerke eingebracht. Und gerade in den Bereichen Bildung, Kunst, Kultur, Sport und Erholung finden sich viele engagierte Akteure, die mit ihren Impulsen einen wesentlichen Beitrag für die Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Kommunen leisten können. An Ideen, Wünschen und Vorschlägen von ganz unterschiedlichen Akteuren mangelt es kaum. Doch wie kann die Innovationskraft aller gesellschaftlicher Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft nachhaltig freigesetzt und konstruktiv genutzt werden? Wie können diese Akteure mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien zusammenarbeiten, um sich gemeinsam den gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen? Welche IT- Werkzeuge, Software-Programme, Webportale, Plattformen und mobile Apps stehen dafür heute schon zur Verfügung? Diesen Fragen widmete sich das Forschungsprojekt esociety Bodensee Gefördert wurde das Forschungsprojekt von der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). In einem grenzüberschreitenden Forschungsteam arbeiteten die Projektpartner der Zeppelin Universität rund um Prof. Dr. Jörn von Lucke (Projektleitung) und Mag. Celina Raffl (Projektkoordination und -durchführung) mit Dr. Oliver Müller und Prof. Dr. Jan vom Brocke von der Universität Liechtenstein sowie Dr. Hans-Dieter Zimmermann von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in St. Gallen (FHS St. Gallen) zusammen. Unterstützt wurden sie dabei von bis zu sieben wissenschaftlichen Hilfs kräften. Ein Werkzeugkasten für Open Innovation Im Zuge des Projekts wurden Werkzeuge für Open Innovation in acht Kategorien erhoben. So kann etwa nach dem Grad der gewünschten Interaktion oder anderen Kriterien unterschieden werden. Erfasst wurden Werkzeuge zur Sammlung und Bewertung von Ideen und Vorschlägen. Hierzu zählen Software, Cloud-Plattformen und mobile Apps zum Ideenmanagement, zum kooperativen Mindmapping und Brainstorming. In der zweiten Kategorie finden sich Werkzeuge, die das Sammeln von Problemen, Anliegen und Beschwerden erleichtern. Dazu zählen etwa Mängelmelder aller Art. Drittens wurden Angebote erfasst, die das gemeinsame Lösen konkreter Probleme erleichtern. In diesem Zusammenhang sind Kollaborationsplattformen, Expertengemeinschaften, Ehrenamtsportale und Freiwilligenbörsen zu erwähnen. Weiterhin wurden Werkzeuge zur gemeinsamen Gestaltung von Objekten und Artefakten zusammengetragen. Im Prinzip geht es dabei um die kreative Gestaltung von Inhalten, Beiträgen und Logos. Hierzu zählen Ideenplattformen, Designplattformen und Designwettbewerbe. Zur fünften Gruppe gehören Werkzeuge, die den Innovationsprozess organisieren und diesen professionell unterstützen, von der Ideenfindung über die Bewertung und Selektion der Ideen bis zur Umsetzung. Die nächste Kategorie umfasst Plattformen zur Speicherung von offenen Daten, öffentlichen Informationen und Quelle: Coloures-pic - Fotolia.com freier Software. Hierbei geht es um Register, Datenkataloge, Datenbanken, Datenportale, kollaborative Textverarbeitungen, Dokumentensafes, kollaborative Geoinformationssysteme, Software-Repositories und Open- Source-Portale, die auch im Kontext von Big Data, Linked Data und Open Data eingesetzt werden können. In der siebten Kategorie Zukunftsfragen werden Werkzeuge zur gemeinsamen Erstellung von Prognosen oder Trends zusammengefasst, etwa Foresight- Prozesse und das Social Forecasting, bei denen das Wissen einer Gruppe genutzt wird, um künftige Entscheidungen und Ereignisse gedanklich vorwegzunehmen und Organisationen in ihren strategischen Entwicklungen zu unterstützen. Darüber hinaus sind in der Tosit-Datenbank auch die gängigen Web-2.0-Plattformen erfasst, die sich durch einfache Erweiterungen oder gezieltem Im Zentrum des Projektes steht die Frage, wie offene Innovation zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in der Vierländer-Region Bodensee beitragen kann. Offene gesellschaftliche Innovation beschreibt dabei die Anwendung des in der Betriebswirtschaft gängigen Ansatzes der offenen Innovation in Staat und Gesellschaft mit dem Ziel, gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Spezieller Software, Plattformen oder mobilen Applikationen kommt im Kontext offener Innovation auch im betriebswirtschaftlichen Kontext ein wichtiger Stellenwert zu. Bestimmte Anwendungen ermöglichen die Zusammenarbeit von Akteuren zur Organisation, Koordination und gemeinsamen Lösung spezieller Aufgaben in großen, verteilten Gruppen. Und in Politik und Verwaltung lassen sich zudem eine Reihe an Formaten ausmachen, die die Bürger zum Kommentieren und Mitmachen einladen. Dazu zählen etwa Bürgerforen, Anhörungen oder Zukunftskonferenzen. Doch eröffnen sich durch das Internet hier auch neuartige Ansätze, die es den unterschiedlichen Akteuren erlauben, sich einfach und mit relativ geringen Einstiegsbarrieren mit Ideen und Vorschlägen einzubringen und mit ihren Impulsen einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Mehrwert zu leisten. Offene Innovation für Politik und Verwaltung Kurz erläutert 1 Einsatz auch zu Durchführung von offenen gesellschaftlichen Innovationsprozessen eignen. Denkbar wären hierbei Foto- oder Kurzfilmwettbewerbe über entsprechende Bild- oder Videoplattformen (etwa Flickr, Pinterest oder Youtube). Add-ons und Plugins über Facebook ermöglichen Wettbewerbe und unterstützen Organisatoren in der Evaluierung der Einreichungen. Celina Raffl, Projektkoordinatorin des Forschungsprojektes esociety Bodensee 2020, fasst das Ziel des Werkzeugkatalogs zusammen: Die Tosit kann interessierten Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft als wichtige Anregung für die Umsetzung innovativer Projekte dienen. Gerade die Verknüpfung mit tatsächlich durchgeführten Projekten soll dabei inspirieren. Nun stehen die Ergebnisse in der Tosit-Datenbank frei und kostenlos zur Verfügung und warten darauf, genutzt zu werden. Dass im betriebswirtschaftlichen Kontext bereits erkannt wurde, welches Potenzial darin steckt, (künftige) Nutzer und Kunden in den Innovationsprozess einzubeziehen, ist unter dem Schlagwort Open Innovation hinlänglich erforscht. Doch welche Möglichkeiten eröffnet so ein Ansatz für Politik und Verwaltung und damit auch für die Bürger? Diskutiert wird dies etwa im Kontext von Citizensourcing. In Anlehnung an den Begriff Crowdsourcing, der das Auslagern von spezifischen Aufgaben an eine unbekannte Masse an freiwilligen Akteuren (die Crowd ) bezeichnet und damit auf die Weisheit der Vielen setzt, geht es beim Citizensourcing um das Einbeziehen der Weisheit der Bürger in die gemeinsame öffentliche Aufgabenerledigung. Es wird dabei also ganz bewusst auf Impulse und das Innovationspotenzial unterschiedlicher Akteure und auf externe Wissensressourcen gesetzt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden zunächst relevante Stakeholder in der Bodensee-Region identifiziert. Dazu zählen Entscheidungsträger, engagierte Bürger, die als Treiber innovative Projekte initiieren und voranbringen, sowie neben Politik und der öffentlichen Verwaltung auch Organisationen wie etwa Kultur- und Sportvereine, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und (regionale) Unternehmen. Zusätzlich wurden eigene Pilotprojekte angestoßen und Leuchtturmprojekte in der Bodensee-Region erhoben und analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der strukturierten Erfassung und systematischen Evaluation der Werkzeuge, die offene gesellschaftliche Innovation befördern können. Im Kontext offener Innovation stehen eine Fülle an Plattformen, Software und Applikationen zur Verfügung. Doch welche davon eignen sich für die Realisierung innovativer Projekte in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft? Und für welche Aufgaben davon gilt dies ganz besonders? Die Ergebnisse dieser Recherchen wurden zusammengefasst und in einem frei zugänglichen Katalog, der Tosit (The Open Societal Innovation Toolbox) bereitgestellt. Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen so einen einfachen und strukturierten Zugang auf die Fülle vorhandener Angebote haben, auf die sie für die Umsetzung innovativer Vorhaben zurückzugreifen können. Insgesamt wurden rund 200 Werkzeuge in verschiedenen Kategorien erhoben, die nach verschiedenen Klassen und Kategorien gefiltert werden können, etwa nach dem Grad der gewünschten Interaktion oder dem Fortschrittsstand innerhalb eines Vorhabens. Schließlich variiert das Einsatzspektrum für die Werkzeug. Die Autoren: Mag. Celina Raffl & Prof. Dr. Jörn von Lucke The Open Government Institute TOGI (www.togi.zu.de) Lehrstuhl für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik an der Zeppelin Universität gemeinnützige GmbH, Friedrichshafen (www.zu.de) Hintergründe zum Forschungsprojekt: [ ] [ ]

8 Seite 8 Strategie egovernment Computing 1/2015 Innovationen steuern Fazit Das Internet-Dilemma Mit The Innovator s Dilemma überschreibt Clayton M. Christensen sein vielbeachtetes Buch im Jahre Sein Fazit: Etablierte Unternehmen bleiben bei Innovationswellen solange an der Spitze, wie es sich um evolutionäre Technologieschübe handelt. Verfestigte Organisationsstrukturen und Wertesysteme verhindern jedoch Weitsicht und Beweglichkeit, wenn es darum geht, neue, oder wie Christensen es nennt, disruptive, technologische Entwicklungspfade rechtzeitig zu erkennen. Die Ähnlichkeiten mit Politik und Verwaltung in unserer Gesellschaft sind nicht zufällig. Bewährte Verwaltungsstrukturen und Entscheidungshierarchien, der Tunnelblick von Politikern auf die Zufriedenheit ihrer Wählerklientel, gepaart mit Wahrnehmungsdefiziten gegenüber technologischen Umwälzungen, haben aus unserer politischen Elite Follower gemacht, wo doch wirtschaftspolitische Führerschaft nötig wäre. Das Ergebnis: Eine Hightech-Strategie, die im Absichtsvollen bleibt sowie der Entwurf eines IT-Sicherheitsgesetzes, das der nationalen Sicherheitsbehörde bei der Verteidigung des Cyber-Raums allem Anschein nach vor allem den Status einer Meldestelle zuweist. Gewiss, das Internet trägt einen Januskopf. Cyber-Kriminalität und Cyber-Krieg verursachen weltweit Schäden in Milliardenhöhe, und mit Big Data in den Händen von Internet-Monopolisten ist das Internet längst auch zu einem Marktplatz der Privatsphäre verkommen. Die damit einhergehenden Gefahren zu unterschätzen, wäre geradezu unverantwortlich. Ein Cyber- Angriff auf kritische Infrastrukturen, wie die Energieversorgung, Transportsysteme oder unser Gesundheitswesen, würde nicht nur unsere Ersparnisse bedrohen. Und der aus einer Cyber-Paranoia staatlicher Institutionen geborene Versuch der Totalüberwachung schürt Misstrauen und macht die Bürger a priori zu Verdächtigen. Daraus aber den Schluss zu ziehen, die Lösung könnte nur eine Entnetzung oder ein Rückzug hinter befestigte Stadtmauern sein, ist angesichts einer globalisierten Welt, deren Wesenszug Kommunikation und Kollaboration ist, bestenfalls naiv. Ein wirklich sicheres IT-System ist nur ein abgeschaltetes, besser noch, ein unbrauchbares. Der Januskopf des Internets Andererseits ist unsere Welt ohne das Internet kaum mehr vorstellbar. Arbeits- und Dienstleistungen sind heute global verfügbar, Beschaffungsmärkte für materielle und immaterielle Güter weltweit verteilt und im Sekundentakt über das Internet abrufbar. Aus Verkäufermärkten werden immer häufiger Käufermärkte. Und wer von uns möchte schon darauf verzichten, online einzukaufen, Reisen zu buchen oder auch nur sich mit Freunden live auszutauschen. Ganz Quelle: fotogestoeber - Fotolia.com zu schweigen von den neuen Möglichkeiten für den öffentlichen Diskurs, der weltweiten Teilhabe an politischer Meinungs- und Willensbildung sowie der Solidarität und Unterstützung von Opfern staatlicher Willkür oder Naturkatastrophen. Dank des Internets haben Bürger und NGOs leichteren Zugang zu Informationen und können in Kontakt mit der Öffentlichkeit treten. Von der Wettbewerbsfähigkeit digitaler Wertschöpfungsketten sind aber nicht nur die Privatwirtschaft, sondern auch die Wirtschaftskraft und die Wettbewerbsfähigkeit von Staaten betroffen. Diese konkurrieren untereinander zunehmend durch die Bereitstellung ubiquitärer Standortfaktoren. Umso erstaunlicher ist die Gelassenheit, mit der unsere politisch Verantwortlichen auf die technologischen Herausforderungen reagieren, Verantwortung diversifizieren, anstatt ihnen konzentriert entgegenzutreten digitale Souveränität buchstabiert sich anders! Das Dilemma, in das uns das Internet stürzt, besteht darin, dass die berechtigte Begeisterung und Hoffnung mit begründeten sowie unbegründeten Bedenken und Ängsten zusammentreffen. Beschreibungen dystopischer digitaler Gesellschaften haben Konjunktur. Aber weder das befürchtete Orwell sche Universum noch die vorherrschende Asymmetrie der Netzwerkökonomie sind alternativlos. Hilflos dagegen erscheinen zuweilen unsere aktuellen Verteidigungsstrategien. Nicht nur, dass sie nahezu ausnahmslos post mortem, als Reaktionen auf bereits ausgeführte Angriffe, stattfinden. In der Regel verwenden sie zudem Natürlich wird es auch künftig keine Silverbullets geben, die uns gegen alle nur denkbaren Angriffe aus dem Cyber-Raum schützen, so wie auch eine noch so ausgefeilte Elektronik Unfälle auf den Straßen nicht verhindern kann. Das Angriffsrisiko präemptiv mindern aber könnte eine herausfordernde Aufgabe für ein nationales Cyber-Zentrum sein, das sich vor allem der digitalen Sicherheitsvorsorge verschreibt, die dafür erforderlichen Ressourcen generiert und bündelt, und nicht nur Buchhalter über erfolgte Attacken aus dem Internet und alle zwei Jahre stattfindende Audits sein will. Zwei Jahre sind im Internet ein geradezu biblischer Zeitraum. Wirklich Neues, so Clayton M. Christensen in The Innovator s Dilemma, lässt sich nicht auf traditionelle Weise managen. Um nachhaltig erfolgreich zu sein, muss auch die Organisation selbst entwickelt werden. Das sollte man bedenken, wenn man von Sicherheit als Prozess spricht. Instrumentarium und Begrifflichkeit mittelalterlicher Stadtbefestigungen. Das semantische Meisterstück aber verschleiert den Blick auf die Tatsache, dass die digitalen Brandmauern lediglich darauf spezialisiert sind, nur einen definierten Datenstrom passieren zu lassen. Die Brandmauer ist also nur so gut wie ihre Konfiguration. Einem Angreifer genügt es, zu beobachten, welchen Datenverkehr die Firewall akzeptiert, um sich entsprechend zu verkleiden. Ein weiteres Missverständnis ist die Idee, man könne IT-Infrastrukturen gegen Cyber-Attacken verteidigen, indem man den Datenverkehr der zu schützenden Systeme überwacht. Die Erkennung von Angriffen basiert in der Regel auf einer syntaktischen und semantischen Datenanalyse. Doch selbst im Erfolgsfall braucht es meist beim Verteidiger deutlich mehr Rechenkapazität, um mögliche Angriffsmuster rechtzeitig zu erkennen, als für den Angreifer, die Taktik des Angriffs zu verändern. Ebenso wenig hilfreich ist der nicht nur in Deutschland zu beobachtende Versuch, sich mit einer großen nationalen Mauer vor den kriminellen Internetnomaden zu schützen. Deutsche Datenautobahnen sollen helfen, dass die deutschen IT-Systeme und digitalen Infrastrukturen zu den sichersten weltweit werden. Der Cyber- Raum indes kennt keine geographischen Grenzen. Ein Schelm also, wer hinter solchen Ansätzen wirtschaftliche Interessen vermutet. Davon abgesehen, weder dem chinesischen Kaiserreich noch der DDR hat es auf Dauer geholfen, wohl aber wirtschaftlich geschadet. Industrie 4.0 als nationaler Alleingang hat in einer globalisierten Welt wenig Aussicht auf Erfolg. Erfolgreiche Verteidigung Was wir brauchen ist ein neues Situationsbewusstsein für eine proaktive und ganzheitliche Sicherheitsvorsorge durch integrierte Verteidigungssysteme, die vor allem die Gelegenheiten der Angreifer und unsere Fähigkeiten, auf Angriffe angemessen zu reagieren, in den Blick nimmt. Die Gelegenheit, Cyber-Attacken zu reduzieren, beginnt damit, dass Sicherheit bereits in der Konzeption und über alle Schichten angelegt und mit geeigneten Mitteln evaluiert wird. Nach wie vor aber wird Sicherheit-by-Design zwar immer wieder gefordert, aber viel zu wenig gelebt. Nach wie streifen Sicherheitsexperten im Nachhinein durch die IT-Systeme auf der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Wie sonst ist es zu erklären, das uns der so genannte Buffer Over-flow immer wieder überrascht. An methodischen Werkzeugen für Sicherheit-by- Design auch komplexer Systeme mangelt es nicht. Man muss sie nur nutzen und darf den Aufwand nicht scheuen. Sicherheit später dazuzukaufen, taugt kurzfristig bestenfalls als Geschäftsmodell von Anbietern fokussierter IT-Sicherheitsprodukte. Sicherheit aber ist ein Prozess und kein Produkt. Gelegenheiten, um Cyber-Attacken zu reduzieren, bietet auch die vor allem in der Cloud genutzte Virtualisierung physischer Ressourcen. Virtuelle Umgebungen erleichtern die komplette Verschiebung virtueller Ressourcen im multidimensionalen Cyber-Raum. Virtuelle Clients, die den kompletten Arbeitsplatz eines Nutzers über das Netzwerk in einer eigenen virtuellen Maschine bereithalten und die dynamische Vergabe von IP-Adressen (auch unter dem Begriff IP- Hopping bekannt) mithilfe Software-definierter Netzwerke, könnten helfen, ein Überspringen zu verhindern und Angriffsziele zu verschleiern. Zusätzlich ließe sich sogar das für eine Sitzung verwendete kryptographische Material bei jedem neuen Login ändern. Eine souveräne Verteidigungsstrategie im Cyber-Raum sollte sich natürlich nicht darauf beschränken, die zu verteidigenden Strukturen zu überwachen. Statt nur passiv die zu verteidigenden Systeme zu überwachen, ist es effektiver, wenn wir über Instrumente verfügen, mit denen die Angreifer selbst überwacht werden können. Gerade für ein System mit dynamischen Cyber-Koordinaten sollte es ein Leichtes sein, festzustellen, ob ein ankommendes Paket gültige Adressen enthält. Ein solches Paket kann einfach abgewiesen werden, es könnte aber auch mit dem Ziel einer aktiven Verteidigung verarbeitet werden. Zumindest ließe sich der letzte Startpunkt eines solchen Angriffs ermitteln. Vorstellbar wäre darüber hinaus, dass der Verteidiger einen Angriff umdreht. Das System würde in diesem Fall eine Antwort zurücksenden, die ihrerseits eine Schadsoftware enthält, mit der das System des Angreifers penetriert werden kann. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 9. September 2014 berichtete, arbeiten die USA und China längst über ein digitales Frühwarnsystem hinaus an einem digitalem Abwehrschirm gegen Cyber-Attacken. Der Autor: Dr. Wolf Zimmer, CSC Weitere Informationen: Analysen zur strategischen Gestaltung des Informationszeitalters: [ ]

9 egovernment Computing 1/2015 Praxis & Innovation 11 Die Fachhochschule Kaiserslautern hat eine Anti- Spam- Lösung beschafft. 14 Wie Öffentliche Verwaltungen das Thema epayment stemmen können. Seite 9 Studie von Techconsult Software Asset Management nur ein Verwaltungsakt? Noch immer gehen viele Entscheider in Anwenderunternehmen in Deutschland davon aus, dass Lizenz- und Software Asset Management insbesondere eine Organisations- und Verwaltungsaufgabe seien. Dies ergab eine Studie von Techconsult. Dennoch sind gut 37 Prozent der Befragten der Meinung, dass wichtige beziehungsweise strategische IT-Projekte durch Software-Asset-Management-Aktivitäten ermöglicht werden. Außerdem schaffe Software Asset Management ein modernes und dynamisches Umfeld, um Software- und Cloud-Lösungen optimal einzusetzen. Techconsult sieht zwei wichtige Gründe für die Beschäftigung der Öffentlichen Verwaltung mit dem Thema Software Asset Management: W Das ganzheitliche Management von eingesetzter Software und beschafften (Cloud) Services ist deshalb von Belang, da hierdurch die Vorgaben der Geschäftsführung und die Anforderungen der Anwender an die Unternehmens- IT erst erfüllt werden können. Die Zuverlässigkeit der IT-Abteilung wird gesteigert und die Betriebssicherheit im Sinne der Aufrechterhaltung der Betriebsprozesse sichergestellt. W Die Softwareanbieter werden die Anzahl an Audits und Plausibilitätsprüfungen in den kommenden Monaten und Jahren stark erhöhen. Bei einzelnen Anbietern ist diese Tendenz bereits seit einiger Zeit sichtbar. Hierdurch wird aus dem eher abstrakten Risiko der Fehllizenzierung mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen ein reales Bedrohungsszenario. Software Asset Management ist aktives Risikomanagement und Grundlage für die Einhaltung von Compliance- Anforderungen. Fehllizenzierungen Öffentliche Verwaltungen, die sich umfassend und aktiv mit dem Management der eingesetzten und benötigten Software beschäftigen, sind in der Lage, nutzungsfähige und agile IT-Infrastrukturen aufzubauen. Diese Dynamik wird von IT-Leitern und CIOs im Zeitalter von Cloud Computing, mobilen Geräten und Industrie 4.0 benötigt. Rund zwei Drittel der Befragten erfassen und inventarisieren die beschafften Softwarelizenzen systematisch. Je größer das Unternehmen, umso eher wurde auf einen solchen standardisierten Prozess zurückgegriffen. Auch hat sich herausgestellt, dass bei zentraler Beschaffung und Verteilung von Software die systematische Inventarisierung besser funktioniert. Zudem gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem wahrgenommenen Aufwand und der Beschäftigung mit Lizenz- beziehungsweise Software Asset Management. Je intensiver sich die Verantwortlichen mit dem Thema beschäftigen, umso geringer wird der Aufwand eingeschätzt. Gleiches gilt für die korrekte Lizenzierung. Gründe für die, laut Studie, teils dramatischen Fehllizenzierungen gibt es zahlreiche: Zu viele Geräte, zu wenig Zeit, mangelnde Kenntnisse, unzureichende Kommunikation oder interne Probleme sind nur ein Teil der erwähnten Probleme. Grundsätzlich ließen sich zwei Muster für Fehllizenzierung erkennen: mangelnde Kompetenzen und Prozesse sowie Komplexität der Lizenzbestimmung über die unterschiedlichen Hersteller hinweg. Konsequenzen einer Fehllizenzierung sind wirtschaftlicher und rechtlicher Art. Auch eine fehlende Flexibilität bei der Bereitstellung von Software wird als Risiko genannt. Bei der Identifizierung von Fehllizenzierungen im Rahmen eines offiziellen Audits kann es durchaus um die Existenz gehen. Immerhin wurde bei rund einem Drittel der Befragten in den letzten drei Jahren von Softwareherstellern beziehungsweise auf deren Veranlassung ein Audit durchgeführt. Empfehlungen W Lizenzmanagement und Software Asset Management ist Chefsache. Das heißt natürlich nicht, dass sich der CIO oder IT-Leiter im Tagesgeschäft mit den Einzelheiten auseinandersetzen soll oder muss. Vielmehr muss das IT-Management die Leitplanken vorgeben und die richtigen Mitarbeiter auswählen. W Ein Budget für Software Asset Management ist einzuplanen. Es wird empfohlen, dezidierte Budgets für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter bereitzustellen. Auch Budgets für Beratung und Prozessoptimierung, die für die Einbindung externer Dienstleister notwendig sind, sind gegebenenfalls zu berücksichtigen. Bei Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern sollte das Äquivalent von drei bis fünf Prozent der Ausgaben für Software veranschlagt werden. Bei Unternehmen mit Lizenzaus- gaben von etwa fünf Millionen Euro pro Jahr sollten es, je nach Organisationsform, noch 1 bis 2,5 Prozent sein. W Software Asset Management ist Teamarbeit. Stellen Sie für die Konzeption, Planung und Umsetzung ein interdisziplinäres Team zusammen. Hierzu gehören, neben der IT, dem Einkauf und der Geschäftsleitung, Verantwortliche der Bereiche Personal und des Betriebsrats. Beachten Sie bei der Entwicklung von Prozessen auch die Anforderungen der Anwender und binden Sie die Fachbereiche mit ein. Definieren Sie Zyklen für die Überprüfung und Anpassung von Prozessen. W Gehen Sie davon aus, dass Sie in den kommenden 18 Monaten von mindestens einem Software- meryll - Fotolia.com lieferanten eine Anfrage auf eine Plausibilitätsprüfung der eingesetzten Software oder eine Audit-Anfrage bekommen. Bereiten Sie sich auf diesen Fall vor. Gegebenenfalls, indem Sie eine solche Prüfung erproben. Führen Sie Stichproben durch. Sollten die entsprechenden Kompetenzen nicht vorhanden sein, so sprechen Sie mit Kollegen in anderen Unternehmen oder greifen auf die Hilfe eines externen Dienstleisters zurück. W Der Nutzen eines umfassend aufgesetzten Software Asset Management stellt das Einhalten der Compliance in Sachen Lizenzierung sicher und entlastet damit Business- wie IT-Verantwortliche vor unangenehmen Rechtsfolgen, aber auch Imageschäden, die sich zum Wettbewerbsnachteil entwickeln können. Pflichten zur Sicherstellung der Compliance und zur Abwendung von wirtschaftlichem Schaden ergeben sich unter anderm aus 91, 93 AktG sowie 43 GmbHG. Aber auch die Softwarehersteller definieren in ihren Verträgen Grundsätze und Maßnahmen zum Umgang mit der Software. Hierzu lassen sie sich regelmäßig umfassende Kontrollrechte einräumen. Vorrangige Ziele von Compliance sind neben Risikominimierung Effizienz- und Effektivitätssteigerung. W Es wird empfohlen, qualifizierte Dienstleister in die Planungen einzubeziehen. Gleichfalls wird empfohlen zu prüfen, ob der gesamte Bereich des Software Asset Managements ausgelagert werden kann. Hohe Priorität Ganzheitliches Management von Software-Lizenzen hat Auswirkungen auf ein reibungsloses Tagesgeschäft für die Anwender und die IT-Abteilung. Aber auch aus strategischer Sicht ist ein solches ganzheitliches Management relevant. Es müsste ein Thema mit sehr hoher Priorität sein. Ist es aber nicht. Software Asset Management wird laut Techconsult nur erfolgreich sein, wenn die unterschiedlichen Rollen in Unternehmen und Behörde beteiligt sind. Es zeigt sich in der Praxis, dass das gute Zusammenspiel zwischen Einkauf, IT- Mitarbeitern und IT-Management erfolgsentscheidend ist. Die unterschiedlichen Kompetenzen ergänzen sich. So bringt der (IT-)Einkauf Fachwissen über Beschaffungsmodalitäten und Lizenzierungsmodelle in das Team ein. Gemeinsam mit dem Einkauf kann das IT-Management Prozesse gestalten, die durch Feedback der IT- Mitarbeiter optimiert werden. Öffentliche Verwaltung In der Öffentlichen Verwaltung haben die IT-Leiter und RZ-/Infrastrukturverantwortlichen beim Thema Software Asset Management das Sagen. Die operative Bedeutung des Software Asset Managements wird in der Öffentlichen Verwaltung im Vergleich zu privatwirtschaftlichen Unternehmen niedriger eingeschätzt. Nur 47 Prozent der Befragten sind der Meinung, Software Asset Management habe im Tagesgeschäft einen wichtigen respektive hohen Stellenwert. 64 Prozent aller Befragten erfassen und inventarisieren ihre Software systematisch. 51 Prozent aller in diesem Segment Befragten setzen hierbei auf Lizenz- und Software-Management- Tools. Behörden hatten in den letzten 18 Monaten kaum mit Audits zu rechnen. Bei lediglich vier Prozent der öffentlichen Verwaltungen wurde von den Herstellern ein Audit durchgeführt. Lediglich drei Prozent der Befragten halten ein Audit in den kommenden 18 Monaten für sehr wahrscheinlich. Techconsult zufolge sehen die Softwareanbieter in Sachen Audit allerdings keine Unterschiede zwischen Unternehmen und dem Öffentlichen Sektor. iz Software-Verwaltung: Neben der Planung sollten Behörden auch die Bereiche Beschaffung, Verwaltung und Ausmusterung von Anwendungen und Applikationen nicht aus den Augen verlieren. [ ]

10 Seite 10 Best Practices egovernment Computing 1/2015 Anwenderbericht Modernes Einwohnermeldewesen nun auch in Thüringen im Einsatz Das in enger Zusammenarbeit mit Kommunen als Nutzer, des Datenverarbeitungsverbunds (DVV) als Rechenzentrumspartner und der Datenzentrale (DZBW) als Softwarehaus entwickelte Fachverfahren für das Einwohnermeldewesen, KM-Ewo, wurde nun auch im Freistaat Thüringen erfolgreich eingeführt. Seit Jahresbeginn arbeiteten bereits rund Mitarbeiter in mehr als eintausend Kommunen in Baden-Württemberg mit dem vollständig neu entwickelten System. Seit dem Sommer wird KM- Ewo auch in rund einhundert Kommunen in Thüringen erfolgreich genutzt. Umstieg nach bewährtem Fahrplan Nach zwei Jahren der Planung begann im Januar die heiße Phase mit einem Paralleltest von KM- Ewo und dem bestehenden System. Im April und Mai wurden in zwei Pilotphasen die ersten Kommunen umgestellt und die Abläufe bei der Migration optimiert. Quasi nebenbei fand als besondere Aufgabe für die Pilotkommunen zudem die Europawahl statt. Der Parallelbetrieb stellte für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung dar. Das komplett mit modernsten Softwaretechniken entwickelte KM- Ewo brachte im Vergleich zum bisherigen System eine vollkommen neue Technologiebasis mit. Der Schlüssel zum Erfolg lag auch hier in der engagierten Zusammenarbeit der Projektpartner. Um es mit den Worten eines RZ-Mitarbeiters zu sagen, waren Durchhaltevermögen und Pragmatismus gefragt bei einem Projekt dieser Komplexität sicher kein Einzelfall. Im Juni wurden dann in drei Tranchen die noch verbliebenen Kommunen umgestellt. Seit Juli laufen alle beteiligten Einwohnermeldeämter im Produktivbetrieb mit dem neuen Verfahren der DZBW, das als das modernste Einwohnermeldewesen Deutschlands gilt. Naturgemäß läuft eine Softwareumstellung dieser Größe nicht ohne kleinere Fehler und Pannen ab. Insgesamt erfolgte die Umstellung jedoch weitgehend reibungslos, da die Migrationsverfahren bereits in Baden-Württemberg erprobt waren und so nur an die speziellen Anforderungen in Thüringen angepasst werden mussten. Motivierte Mitarbeiter Die engagierten Benutzer der neuen Software in den Meldeämtern trugen mit ihrer hohen Motivation an ihren Arbeits- und Auskunftsplätzen wesentlich zum Erfolg bei. Nach drei Monaten Regelbetrieb konnte konstatiert Flexibel. Das von der Datenzentrale Baden-Württemberg entwickelte Einwohnermeldewesen DZ-Kommunalmaster Einwohner, kurz KM-Ewo, ist nun auch in Thüringer Meldeämtern in Betrieb. werden, dass KM-Ewo in den Thüringer Kommunen gut angenommen wird und bereits viele Verbesserungen in der täglichen Arbeit gebracht hat. Durch ihren Einsatz haben sich die Verwaltungsmitarbeiter quasi selbst belohnt: Das neue Meldewesen erleichtert ihre tägliche Arbeit enorm. Vor allem die bessere Übersicht über die Daten und Prozesse begeistert die Nutzer. Die Bedienbarkeit wird von den Verwaltungsmitarbeitern im Freistaat auch für Neueinsteiger als intuitiv und schnell beherrschbar empfunden. Dadurch konnten die Einarbeitungs- und Trainingszeiten Die Einführung von KM-Ewo in Thüringen hat wieder einmal gezeigt, dass der Nutzen moderner Verwaltungssoftware die Mühen der Systemumstellung mehr als rechtfertigt stark verkürzt werden. Per Mausklick kann ein Sachbearbeiter nun jederzeit nachvollziehen, welche Schritte bisher konkret in einem Verwaltungsvorgang erfolgt sind. Er sieht auf einen Blick, welche Punkte noch offen sind, welche benachbarten Verfahren angestoßen wurden und wie deren aktueller Status ist. Auch welche Nachrichten an andere Behörden geschickt wurden, Quelle: JiSign - Fotolia.com ist unmittelbar erkennbar. Somit ist der Sachbearbeiter jederzeit im Bilde und auskunftsfähig, wenn sich ein Bürger nach seinem Vorgang erkundigt. Bereits in der Begrüßungsmaske sieht der Sachbearbeiter sofort die ihn betreffenden offenen Verwaltungsvorgänge, die dann einfach übernommen und abgearbeitet werden können. Mit KM-Ewo wurde auch eine neue Verarbeitungsweise von Verwaltungsnachrichten eingeführt. Andere Kommunen oder Ämter können mit dem Standard XÖV offene Vorgänge übermitteln, die dann einfach in das System übernommen werden können. Verschlüsselte Daten Beispielsweise wird dieses Verfahren für den Zuzug genutzt. Dabei erhält die Zuzugsgemeinde auf elektronischem Weg sicher verschlüsselt die Daten eines Bürgers aus der entsprechenden Wegzugsgemeinde. Informationen wie Name oder Geburtsdatum müssen dann nicht mehr manuell eingegeben und auf Zahlendreher und Tippfehler überprüft werden, sondern können einfach per Mausklick übernommen werden. So kann sich der Sachbearbeiter auf die Ergänzungen für Sonderfälle und angelagerten Verfahren wie Passänderung oder zweiter Wohnsitz konzentrieren, die auch Fall-abschließend in einem Durchgang bearbeitet werden können. Für viele Standardfälle kann die Verarbeitung vollständig automatisiert erfolgen. Das entlastet nicht nur die Sachbearbeiter von lästigen Routinevorgängen und sorgt so für mehr Effizienz und Geschwindigkeit, sondern vermeidet auch manuelle Fehler. Als weiteren Vorteil loben die Thüringer Verwaltungsmitarbeiter die komfortablen Möglichkeiten zur Datenauswertung. Das System verfügt über eine Vielzahl an vorgefertigten Auswertungsschablonen, die einfach angepasst und ergänzt werden können. Die Bandbreite reicht hier von einfachen Abfragen (zum Beispiel: Welche Bürger feiern im nächsten Monat einen runden Geburtstag? ) bis zu komplexen Auswertungen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Raumordnungsdaten ( Wie viele schulpflichtige Kinder wohnen in welchem Stadtbezirk? ). Die Ergebnisse können wahlweise im System verarbeitet, für den zentralen oder lokalen Druck aufbereitet oder zur Weiterverarbeitung, beispielsweise nach Excel, exportiert werden. Flexible Bausteine Technisch gesehen ist das neue Einwohnermeldewesen auf Flexibilität ausgelegt: In einer serviceorientierten Architektur (SOA) sind alle Prozessschritte in flexibel miteinander kombinierbare Bausteine gefasst worden. Damit können dem Anwender nicht nur die erforderlichen Arbeitsschritte in offener Reihenfolge angeboten, sondern auch Arbeitsschritte aus benachbarten Verfahren leicht eingebunden werden. Wird es notwendig, Änderungen vorzunehmen, beispielsweise das Auswahlfeld Geschlecht um unbestimmt zu ergänzen, erfolgt dies einmal zentral und wird dann in alle abhängigen Prozesse übernommen. Gleiches gilt für Teilprozesse wie beispielsweise die Namensänderung: Einmal definiert, kann der Prozess an allen relevanten Stellen aufgerufen werden. So punktet das neue Einwohnermeldewesen mit der Integration von Pass-/ Ausweisregistern und des Wählerverzeichnisses sowie der Kopplung mit ergänzenden Verfahren wie beispielsweise der Raumordnung. Zugriffsrechte regeln Diese Flexibilität setzt sich auch im organisatorischen Bereich fort. Kommunen können sich auf kommende gesetzliche Vorgaben und Anforderungen vorbereiten, indem sie bereits heute Organisationseinheiten (Mitarbeiter, Abteilungen, Standorte, Verantwortlichkeiten) im KM-Ewo leicht pflegbar festlegen und strukturieren. Damit lassen sich nicht nur die Zugriffsrechte klar regeln, sondern damit wird auch die Grundlage für vertiefende Kennzahlen und Statistiken, beispielsweise für den Produkthaushalt, geschaffen. Mühen haben sich gelohnt Die Einführung von KM-Ewo in Thüringen hat wieder einmal gezeigt, dass der Nutzen moderner Verwaltungssoftware die Mühen der Systemumstellung mehr als rechtfertigt. In den Prozessen des Meldewesens kann die Effizienz durch Automatisierung von Routineaufgaben deutlich gesteigert werden. Neuen Anforderungen im Detail oder im Großen, wie beispielsweise der Einführung von Produkthaushalten, kann flexibel begegnet werden. Als Ergebnis schafft das neue Meldewesen mehr Bürgernähe durch schnellere Prozesse, bessere Auskunftsangebote und Online- Möglichkeiten. So nutzten bei der Landtagswahl viele Bürger das neue System, um online ihre Briefwahlunterlagen anzufordern. Kommunales Interesse Die Projektpartner sind gut gerüstet, weitere Kommunen mit dem modernen Einwohnermeldewesen auszustatten. Es liegen bereits einige Anfragen von weiteren Städten und Gemeinden in Thüringen vor. Der Autor: Rainer Kremser, Geschäftsbereichsleiter Produkte Kommunen bei der Datenzentrale Baden-Württemberg Infos zu KM-Ewo bei der Datenzentrale: [ ]

11 egovernment Computing 1/2015 Seite 11 Best Practice Spamfilter an der FH Kaiserslautern Hochschulreife Leistung Die Erkennungsrate ist nur eines von vielen Kriterien, die über die Qualität einer Anti-Spam-Lösung entscheiden. Ähnlich schwer wiegen je nach Szenario die Zahl der False Positives, der Preis oder, wie bei der Fachhochschule Kaiserslautern, die Integrationsoptionen der Lösung. Quelle: apops - Fotolia.com Um einen reibungslosen Informationsaustausch in Forschung und Lehre sicherzustellen, nutzt die Fachhochschule (FH) Kaiserslautern schon seit Jahren zentral gemanagte Spamfilter, die die über Postfächer der Studenten, Professoren und Verwaltungsmitarbeiter weitgehend spamfrei halten. Lange Zeit setzte das IT-Team dabei auf die Kombination aus der Linux-basierten Open-Source-Lösung ClamAV und dem Open- Source-Filter SpamAssassin. Als 2012 aber mehrere Spamwellen mit neuartigen, professionell gestalteten Phishing-Mails über die Postfächer der Hochschule schwappten, stieß die Lösung an ihre Grenzen. Die Erkennungsraten fielen ab, eine Reihe fingierter Bank-Nachrichten wurde zugestellt. Nachdem das Problem auch nach einer Anpassung der Filterregeln bestehen blieb, sondierte Administrator Markus Helfrich den Markt und wurde über ein Exchange- Forum auf NoSpamProxy aufmerksam: Der Ansatz, Spam bereits während der Übertragung zu stoppen, sah schon auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. Zumal für uns als Bildungseinrichtung, die auf lückenlose Rechtssicherheit angewiesen ist und bei monatlich eingehenden s auch die Archivressourcen gut einteilen muss. Hinzu kommt, dass die Lösung sehr gut zu unserer vorhandenen Exchange-Architektur passte das versprach eine reibungslose Integration. der Benutzerdaten zu vermeiden. Um eine zuverlässige Spam-Erkennung zu garantieren, kombiniert die Lösung einen breiten Mix von in Reihe geschalteten Filtern, die vom Benutzer granular gewichtet werden können. Wir starteten mit der Default-Filter-Gewichtung in den Echtbetrieb, und die Ausgangskonfiguration erwies sich als äußerst alltagstauglich, berichtet Helfrich. In den Folgemonaten haben wir die Performance der Lösung aber sehr genau überwacht und die Filtereinstellungen auf der Basis des Monitorings kontinuierlich an unsere konkreten Anforderungen angepasst. Die Erkennungsrate liege nun bei 99,5 Prozent. False Positives gebe es so gut wie keine. rehm. ganz klar. Der Autor: Stefan Cink, Produktmanager bei Net at Work Links Exchange-Forum / Net at Work: [ ] [ ] Synchronisation Nach einer kurzen Testphase entschied sich die FH, NoSpam- Proxy als neuen Spamfilter einzusetzen. Die gemeinsam mit den Experten von Net at Work durchgeführte Installation verlief unproblematisch. Das Mail Gateway wurde redundant auf zwei virtuellen Maschinen in der bestehenden Vmware-ESX-Umgebung der FH installiert und war auf Anhieb einsatzbereit. Auch der Import der Benutzerkonten ging zügig vonstatten, die Benutzer-Accounts ließen sich auf Knopfdruck aus dem vorhandenen Active Directory importieren. Damit die Benutzerdatenbank von NoSpamProxy durchgehend aktuell bleibt, werden die AD- und Anti-Spam-User alle zwei Stunden abgeglichen und synchronisiert. Gerade in den hektischen Wochen rund um den Semesterwechsel bedeutet die automatische Aktualisierung für die FH eine nachhaltige Arbeitserleichterung und hilft, Fehler beim manuellen Einpflegen WAN / Dezember 2014 Fachinformationen und Arbeitshilfen Arbeits- und Tarifrecht Beamtenrecht Haushaltsrecht Bau- und Umweltrecht Jetzt neu entdecken!

12 Media IT-MARKETING IM PUBLIC SECTOR Die Schwerpunkte 2015 Investitionssummen & Entscheidungskompetenz Der kommende egovernment-sonderteil zum Thema 52% der egovernment- Computing-Leser entscheiden über ein Investitionsvolumen von Euro und mehr. 20% und mehr 15% Unter Leser von egovernment Computing Quelle: LAC BUSINESS Leser der egovernment Computing 32% bis % bis Tätigkeitsbereich Ausgabe 2/2015 Erscheinungstermin 26. Januar 2015 Anlieferung 12. Januar /2015 Big Data 68% der egovernment- Computing-Leserschaft ist hochqualifiziert in ihrem Arbeitsbereich und arbeitet in höherer Stellung. Quelle: LAC BUSINESS Leser der egovernment Computing Berufliche Stellung Leserschaftsanteil Leitende Angestellte 30% Beamte Höherer/Geh. Dienst 20% Hochqualifizierte Angestellte 18% Qualifizierte Angestellte 22% Ausführende Angestellte 5% Selbstständige 5% 3/2015 Public Sector Parc 4/2015 ehealth 5/2015 Fachanwendungen 6/2015 Cloud Computing 7/2015 Verwaltungsmanagement 8/2015 IT-Security 9/2015 Mobility Entscheidungsfindung Die Leser von egovernment Computing sind aktive Entscheider, wenn es um die Anschaffung von IT im Public Sector geht. Sie sind bei Ent scheidungen von der Bedarfsfest stellung bis zur Kaufgenehmigung eingebunden. Quelle: LAC BUSINESS Leser der egovernment Computing Entscheidungsvorgang Leserschaftsanteil Bedarfsfeststellung 71% Festlegung der Produkt-/ 66% Leistungsmerkmale Empfehlung, was gekauft 68% werden soll Empfehlung, wo gekauft 61% werden soll Endgültige Entscheidung, 50% was gekauft werden soll Endgültige Entscheidung, 37% wo gekauft werden soll Kaufgenehmigung 33% 10/2015 DMS & Output Management 11/2015 Storage 12/2015 Bürgerservices & Digitales Rathaus 1/2016 Best Practice Media-Hotline Abo-Hotline

13 egovernment Computing 1/2015 Technik Seite 13 Suchanfragen zeit- und kosteneffizient bearbeiten Online-Verwaltung von Fundsachen Das klassische Fundbüro war gestern. Jedenfalls nach Auffassung der Neoconsulting GmbH. Eine Online-Abwicklung von Verlustgütern und Fundanfragen soll den Behörden künftig eine zeit- und kostensparende Alternative bieten. Ein Online-Angebot soll Städten, Vereinen und anderen öffentlichen Einrichtungen künftig die Verwaltung von Fundsachen und Suchanfragen erleichtern. Die Internet- Plattform Zentrales Fundbüro Foto: Zentrales Fundbüro Auf der Online-Plattform Zentrales Fundbüro können verlorene Gegenstände deutschlandweit selbstständig gefunden werden sowie die neu entwickelte Lösung namens Zentraler Fundbüro Manager sollen Erfassung, Verwaltung und Beantwortung entsprechender Anfragen schneller abwickeln. Die Anfragen der Bürger müssen laut Entwickler Neoconsulting dann nicht länger von Hand bearbeitet werden, weil sie direkt über das Online-Fundbüro eingehen. Das System vergleicht die Anfrage mit den über Einträgen des Zentralen Fundbüros einer Datenbank, die unter anderem über 700 kommunale Fundbüros abfragt und informiert den Sucher anschließend automatisch. Abgegebene Gegenstände werden dabei standardisiert erfasst. Die relevanten Informationen werden laut Anbieter abgefragt und über eine Karte erreichbar gemacht. Behörden sollen dadurch ihre Personal- und Lagerkosten senken. Gleichzeitig dürfte es natürlich die Chance erhöhen, dass der verlorene Gegenstand wieder nach Hause findet. Gehen besonders wertvolle Dinge verloren, die nicht online sichtbar Foto: Graphicriver Öffentliche Einrichtungen können mit der Plattform kosteneffizient Fundsachen verwalten und Suchanfragen abwickeln sein sollen, kann eine interne Suche aktiviert werden. Geldfunde erscheinen dadurch nicht in der Online-Darstellung, sodass die verwaltende Behörde die Möglichkeit hat, den Eigentümer ausschließlich anhand von Kriterien, welche nur dieser wissen kann, zu identifizieren. Wir wollen das Google für Verlorenes und Gefundenes werden, macht Markus Schaarschmidt, Geschäftsführer der Neosulting GmbH und Entwickler des Zentralen Fundbüros, sein Ziel klar. Mit unserer umfangreichen Datenbank und den intuitiv zu bedienenden Systemen bieten wir eine individualisierbare Lösung für Unternehmen, Behörden und Einrichtungen jeder Art, von dem alle Seiten profitieren. Und was passiert, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungspflicht verstreicht? Dann erhält der Administrator einen Hinweis vom Systen zur Wiedervorlage. Erfolgreich bearbeitete Anfragen werden automatisch archiviert, wobei ID-Nummern für jede einzelne Fundsache vergeben werden. Laut Neoconsulting kann das System mittels Desktop-Rechner ebenso gepflegt werden wie via Tablet oder Smartphone. Die Administration erfolgt dabei über den Internet Browser oder über eine entsprechende App (www.app. zentralesfundbuero.de). su Cloud-Lösung: Der Zentrale Fundbüro Manager ist als Online-Lösung ohne Installation nutzbar und an die Internet-Plattform Zentrales Fundbüro angebunden. Homepage: [ ] Open-Source-Lösung OpenDoors Stadt Ulm will Politik der offenen Tür praktizieren Institutionen und Kommunen, die schnell und kostengünstig mit ihren Bürgern in Kontakt treten wollen, können dies über die Open-Source-Partizipationslösung OpenDoors tun. Die Stadt Ulm hat dieses Projekt nun auf der Veranstaltung Stadt und Netz in Berlin vorgestellt. Mit OpenDoors auf Basis der Microsoft-Cloud-Plattform Azure können Kommunen in den direkten Dialog mit ihren Bürgern treten, um ihnen Mitsprache zu einem frühen Zeitpunkt, beispielsweise an öffentlichen Bauprojekten, zu ermöglichen und um alle Fragen rund um solche Großprojekte beantworten zu können. Entwickelt wurde die Lösung von dem Berliner Unternehmen Zebralog. Eigenschaften OpenDoors soll skalierbar, agil und sicher sowie kostengünstig in der Expansion sein und nach der Installation in der Azure-Cloud innerhalb von wenigen Minuten für den Dialog mit den Bürgern zur Verfügung stehen. Nach Projektende soll sich die Umfrage zudem ohne zusätzliche Kosten auch wieder herunterfahren lassen. Bürger können OpenDoors nutzen, um bei öffentlich relevanten Die epartizipationslösung OpenDoors bietet einen einfachen Einstieg in die Bürgerbeteiligung Themen mitzureden. Das Partizipations-Tool soll Fragen thematisch sortieren, häufig diskutierte Themen in Heatmaps darstellen und das einfache Teilen von Informationen in den sozialen Netzwerken ermöglichen. Zudem soll die Bedienung für mobile Endgeräte Foto: Matthias Buehner - Fotolia.com optimiert sein, sodass die Bürger auch mit jedem Smartphone und internetfähigen Tablet auf die epartizipations-plattform zugreifen können. Auch die Administration des Portals soll simpel sein: Design und Redaktionsbereich lassen sich nach Auskunft des Herstellers leicht anpassen und pflegen, und ein Cockpit hilft bei der Moderation und der Beantwortung der Bürgerfragen. Praxisbeispiel Ulm Die Stadt Ulm hat bereits positive Erfahrungen mit OpenDoors und der Beteiligung ihrer Bürger an wichtigen kommunalen Projekten gemacht. Von Ende September bis Ende Oktober dieses Jahres konnten die Ulmer Bürger darüber diskutieren, wie die bisher von der Bundeswehr genutzte Hindenburg- Kaserne in ein zivil genutztes Wohn- und Kulturzentrum umgewandelt werden kann. Mit der OpenDoors -Lösung konnten die Bürger Ulms über das Endgerät ihrer Wahl Fragen stellen und Vorschläge für die Umgestaltung einreichen. Für uns ist die Teilhabe der Bürger keine taktische Frage, sondern ein grundlegendes Prinzip, sagt Ulms Erster Bürgermeister Gunter Czisch. Wir beziehen die Ulmer Bürger direkt in die Planung und Umsetzung unserer Projekte mit ein, sorgen für Transparenz und schaffen die Möglichkeit für sie, tatsächlich mitzuwirken. iz Wann OpenDoors? Eine der vielen Einsatzmöglichkeiten ist laut Zebralog die bedarfsorientierte Information der Bürger über Vorhaben und Entscheidungen von großer Tragweite. Mehr unter: [ ] AKTUELL Deutsche Cloud-Provider sind heiß begehrt Dem Urteil eines amerikanischen Bundesgerichts zufolge sind US-Internetunternehmen selbst dann zur Datenherausgabe verpflichtet, wenn sich die Server des speichernden Unternehmens nicht in den Vereinigten Staaten befinden. Große US-Serviceanbieter suchen daher nach Lösungen, um ihr Angebot auch dem sensiblen deutschen Mittelstand schmackhaft zu machen. Grundsätzlich kommen zwei Szenarien in Frage: Entweder ein ausländisches Unternehmen findet einen deutschen Partner und beteiligt sich an dessen Geschäft, oder die ausländische Organisation verleiht seine Lösung an einen Infrastruktur-Betreiber, der diese in seinem Namen anbietet. Daher beobachte man mit Spannung, wie sich die Kooperation zwischen Salesforce und T-Systems entwickeln werde, so Götz Piwinger, Gründer von German Cloud: Wenn dieses Beispiel Schule macht, kommt vermutlich eine Welle von US-Anbietern auf deutsche Provider zu. ewg

14 Seite 14 Technik & Dienstleistung egovernment Computing 1/2015 Abwicklung elektronischer Zahlungen Im Einklang mit dem egovernment-gesetz Im Gespräch erklärt Mirko Hüllemann, Geschäftsführer der Heidelberger Payment GmbH, wie öffentliche Einrichtungen das Thema epayment stemmen können. Welche Dienstleistungen bietet Heidelpay an? Hüllemann: Als Zahlungsinstitut, das durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassen und beaufsichtigt ist, bietet Heidelpay seinen Kunden aus einer Hand sämtliche Dienstleistungen für die Abwicklung elektronischer Zahlungen. Dazu gehört unter anderem die Anbindung und Abwicklung aller gängigen internationalen Zahlungsarten wie Vorkasse, ELV, Kreditkarte, Giropay, Sofortüberweisung und Paypal. Zudem stellen wir eine umfangreiche und individuell konfigurierbare Risk Suite zur Verfügung, einschließlich der notwendigen Beratung, damit jeder Kunde die für sich optimalen Einstellungen findet. Optional führen wir für unsere Kunden auch zusätzliche Service-Leistungen durch, wie etwa Kontoführung, Verarbeitung von Zahlungsdateien, Erstellung von Reportings und andere Dienste. Heidelpay garantiert als zugelassenes Zahlungsinstitut die Sicherheit der verwalteten Kundengelder. Diese sind wie bei Banken und Kreditinstituten besonders gesichert und werden auf Treuhandkonten verwaltet. Gerade im öffentlichen Sektor ist eine solche zusätzliche Sicherheitsmaßnahme von großer Bedeutung. Daneben können Kunden über Heidelpay alle Arten von Zahlungsdateien einreichen, die wir dann für sie verarbeiten, ohne dass weitere Bankgebühren anfallen. Das gilt Foto: Heidelpay Das egovernment-gesetz fordert eine bürgerfreundliche Verwaltung mit digitalen Angeboten für Auszahlungen und Einzüge und auch bei großen Datensätzen. Behörden können außerdem das Rechnungs- und Mahnwesen an Heidelpay auslagern. Dafür bieten wir ihnen auch den Service an, vollständig individualisierbare Templates für Rechnungen und Mahnungen bei uns zu hinterlegen. Welche Projekte haben Sie bereits mit Behörden abgewickelt? Hüllemann: Wir haben bereits erfolgreich Projekte mit der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) und der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) umgesetzt. Bei beiden Projekten war das Ziel, ein einfaches Verfahren inklusive der Zahlung von Gebühren anzubieten und die Prozesse komplett online abzuwickeln. Die von den Behörden eingesetzten Zahlarten waren bei beiden Projekten Kreditkarte und Lastschrift. Wie bei allen Zahlverfahren im Internet werden dabei höchst sensible Personendaten ausgetauscht. Deshalb war der Datenschutz ein wichtiges Thema. Dem Nutzer sollte die Sicherheit gegeben und damit das Vertrauen vermittelt werden, dass er das Angebot ohne Bedenken annehmen kann. Im Gegensatz zu vielen unserer Projekte im Onlinehandel hat keine der beiden Behörden ein Standard- Shopsystem eingesetzt. Die Anbindung an unsere Systeme war trotzdem kein Problem, da Heidelpay für diese Fälle eine Schnittstelle bereitstellt, die eine schnelle und unkomplizierte Integration in individuell entwickelte Systemen ermöglicht. Beide Behörden konnten durch die Einführung der Online-Bezahlverfahren die Bezahlprozesse deutlich vereinfachen und auch die Bearbeitungszeit senken. Sie präsentieren sich in der Wahrnehmung der Bürger damit als moderne und bürgernahe Dienstleister und steigern die Akzeptanz für ihre Angebote. Inwiefern hat das egovernment-gesetz Einfluss? Hüllemann: Das Gesetz soll die gesamte Administration digitalisieren und einfachere und vor allem nutzerfreundlichere Amtswege schaffen. Da Behördengänge aufgrund der eigenen Arbeitszeiten für viele Menschen aber schwierig sind, ist das Gesetz ein wichtiger Schritt, um ein echtes und dringendes Problem vieler Menschen zu lösen. Durch die Online-Abwicklung vereinfachen Kommunen ihre Verwaltungsprozesse, sparen Personal und reduzieren neben Bearbeitungszeiten auch ihre Kosten. Gerade der Bereich epayment bringt dabei für Behörden viele neue Herausforderungen mit sich. Mit digitalen Wegweisern und ähnlichen Angeboten sind viele Ämter bereits im Netz vertreten allerdings bieten sie ihren Bürgern nur selten die Möglichkeit, den kompletten Prozess samt Bezahlung online abzuwickeln. Dies ist allerdings eine Kernforderung des Gesetzes: Behörden müssen wenigstens eine elektronische Zahlungsart anbieten. Die Zusammenarbeit mit einem epayment-dienstleister lohnt sich dabei für Behörden besonders. Nicht nur, weil epayment-prozesse für sie oft Neuland sind, sondern weil sie damit Kosten und Implementierungsaufwand sparen, den Forderungen des Gesetzes schneller nachkommen und den Nutzern einen komfortablen, leicht zu bedienenden und sicheren Zahlungsprozess anbieten können. Worauf müssen Öffentliche Verwaltungen in diesem Zusammenhang achten? Hüllemann: Vor allem Öffentliche Verwaltungen müssen besonderes Augenmerk auf die Sicherheitsaspekte legen. Der Schutz sensibler Kundendaten und die Sicherung der Kundengelder stehen an erster Stelle. Daneben sollten Behörden auch genau überlegen, welche Zahlungsmethoden sie ihren Bürgern anbieten. Das Gesetz soll ja am Ende eine Vereinfachung für die Bürger bringen. Deshalb sollten vor allem Zahlungswege gewählt werden, die die Nutzer kennen und mit denen sie bereits vertraut sind. In Deutschland gehören sowohl Sofortüberweisung als auch Kreditkarte und das Lastschriftverfahren zu den beliebtesten Zahlungsmethoden. Ein von der BaFin zugelassenes und beaufsichtigtes Zahlungsinstitut bietet hier die höchste Sicherheit für Kundendaten und -gelder. Das Interview führte Susanne Ehneß Gesprächspartner: Mirko Hüllemann Mehr zu Heidelpay: Als von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassenes Zahlungsinstitut darf Heidelpay für den Zahlungsverkehr von Onlinehändlern europaweit Treuhandkonten einrichten. Gemäß Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz hat man sich verpflichtet, abgerechnete Kundengelder ebenso zu sichern, wie dies nach dem Kreditwesengesetz lizenzierte Banken tun. Aktuelle Online-Artikel zum Thema: [ epayment-aktuell ] Lehrer-Schüler-Kommunikation Die vernetzte Schule Acht von zehn Schülern stehen mit ihren Lehrern auch online in Kontakt über , soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste. Der Branchenverband Bitkom begrüßt diese Entwicklung und fordert eine flächendeckende Ausbreitung. Quelle: Robert Kneschke - Fotolia.com Die schulische Vermittlung von Medienkompetenz wird künftig wohl auch soziale Netzwerke und Messenger umfassen müssen Der moderne Alltag ist ohne Online-Kommunikation schier nicht mehr vorstellbar. Knifflig wird es aber, wenn der Austausch zwischen Schülern und Lehrern passiert. Die Grenzen zwischen dienstlicher und privater Kommunikation sind hier fließend. Eine Bitkom-Umfrage bestätigt nun den Trend: 80 Prozent der befragten Schüler stehen mit ihren Lehrern online in Kontakt. W Soziale Netzwerke: Jeder zehnte Schüler ist über ein soziales Netzwerk wie Facebook oder Google plus mit Lehrern verbunden, wobei die älteren Schüler ab 17 Jahren mit 14 Prozent deutlich häufiger netzwerken als die jüngeren (9 Prozent). W Messenger: Auf Dienste wie Whatsapp oder imessage setzen 31 Prozent der Älteren, aber 38 Prozent der 14- bis 16-Jährigen. W Am häufigsten wird für den Austausch mit Lehrern auf die zurückgegriffen: Rund zwei Drittel (63 Prozent) aller Schüler tauschen mit ihren Lehrern elektronische Post aus, wobei die Älteren (66 Prozent) etwas häufiger mailen als die Jüngeren (62 Prozent). Der Branchenverband begrüßt diese Entwicklung. Die Online-Kommunikation ist inzwischen aus dem Alltag von Schülern und Lehrern nicht mehr wegzudenken und wird natürlich auch rund um die Schule genutzt, kommentiert Bitkom- Vizepräsident Achim Berg. Eine direkte Schüler-Lehrer-Kommunikation über das Internet sollte allerdings nicht nur dem Engagement einzelner Lehrer überlassen werden, sondern flächendeckend in den Schulen als Standard genutzt werden, fordert Berg. Diese Forderung dürfte kaum umsetzbar sein, regeln die einzelnen Bundesländer doch bislang selbstständig, inwieweit Lehrer soziale Netzwerke überhaupt zur Kommunikation mit ihren Schülern nutzen dürfen. su Regelung in den Bundesländern: Wie die Facebook-Nutzung durch Lehrer in den einzelnen Bundesländern geregelt ist, lesen Sie in unserem Online-Artikel: [ vernetzte-schule ]

15 egovernment Computing 1/2015 Seite 15 Technik Mindmapping im Governance-Sektor Alles im Blick mit der Mindmapping-Methode Behörden und öffentliche Einrichtungen sind weitaus innovativer als ihr Ruf. Derzeit hält die innovative Mindmapping-Methode Einzug, mit der sich beliebige Aufgabenstellungen übersichtlich visualisieren und bearbeiten lassen. Zahlreiche Ämter, Verbände und öffentliche Organisationen arbeiten bereits mit den Gedankenlandkarten ein Geheimtipp, der sich immer mehr zum beliebten Trend mausert. Der banale Grund: Mindmapping erleichtert komplexe Arbeitsabläufe oder Projekte und verfügt zudem noch über einen großen Spaßfaktor. Das liegt daran, dass sich jeder Anwender seine Map sprich Gedankenlandkarte nach seinen persönlichen Vorstellungen gestalten kann. Ganz intuitiv werden zu einem beliebigen Thema beispielsweise Ideen, Aufgaben oder Termine gesammelt und strukturiert. Benötigte Office-Dokumente können mit wenigen Klicks eingebunden oder verlinkt werden. So entsteht bei der Arbeit an einer Map ganz von alleine ein gewisser Spaßfaktor, wenn die Map-Software ganz einfach zu bedienen ist und die Ergebnisse unmittelbar sichtbar werden. Wer beispielsweise vor der Aufgabe steht, ein neues Betriebssystem in einer Behörde auszurollen, hat entweder das Glück, auf Erfahrungen zurückgreifen zu können oder er fängt bei null an. Hier ist eine Software, bei der im Brainstormingmodus zunächst einmal alle Ideen unstrukturiert gesammelt werden können, hilfreich. Strukturieren Ich kann nur sagen, dass ich diese Methode immer wieder nutze, um meine Gedanken und Ideen zu strukturieren, sagt Burghard Metje, IT-Leiter der schleswig-holsteinischen Gemeinde Halstenbek. Zu seinen Aufgaben gehört es, sich darum zu kümmern, dass die PC- Arbeitsplätze der Rathaus-Mitarbeiter optimal ausgestattet und funktionsbereit sind, dass er auch anderen öffentlichen Einrichtungen bei IT-Fragen zur Seite steht, aber auch, dass er langjährige Großprojekte (zum Beispiel Bau und Ausstattung eines Gymnasiums) plant und umsetzt. Und all das macht Metje seit Jahren erfolgreich mit der Software Mind- Manager. Ähnlich geht es Henry Sachse von den Dresdner Verkehrsbetrieben: Er stand beispielsweise vor der Aufgabenstellung, ein Intranet auf Basis von Sharepoint einzuführen. Dank der strukturierten Vorgehensweise bleibt das große Ganze immer im Blick, auch wenn man ins Detail geht. Das softwaregestützte Mindmapping hat uns geholfen, in dem Projekt zu agieren statt zu reagieren. Und das ist Gold wert, freut sich der DV-Koordinator der Dresdner Verkehrsbetriebe AG. Im Grunde gibt es kaum eine Fragestellung, bei der man Mindmapping nicht einsetzen kann, schließlich erlaubt die Mapstruktur maximale Flexibilität und schafft es gleichzeitig, komplexe Sachverhalte und stark miteinander verwobene Strukturen übersichtlich darzustellen. Startet man ein Projekt nach dieser Methode, trägt man in einem ersten Schritt alles in einer zentralen Map zusammen. Mit MindManager kann man beispielsweise alles in einem Brainstormingmodus völlig unstrukturiert aufschreiben und dann mit Drag&Drop, also einfachen Verschiebungen mit der Maus, sortieren. Dafür werden in der Map für die verschiedenen Themen Äste angelegt, denen wiederum Zusatzinformationen wie Dokumente, Websites oder Kontakte als Anhang oder Hyperlink angefügt werden können. Visualisieren Sind alle wesentlichen Informationen gesammelt, werden die verschiedenen Aufgaben einzelnen Personen zugeordnet und mit einer Deadline versehen. Auch Abhängigkeiten zwischen diversen Aufgaben oder Komponenten wie dem Budget oder dem Ressourcen- Management können in der Map visualisiert werden. Damit man immer alles im Überblick hat, können komplexe Projekte auch nach bestimmten Stichwörtern oder Zuständigkeiten gefiltert werden. So ist es auch sehr einfach, beispielsweise jedem Einzelnen seine Aufgaben zuzuweisen und Ideen in konkrete Aufgaben und Projekte umzuwandeln. Wer will, kann diese sogar aus der Map heraus Quelle: momanuma - Fotolia.com präsentieren; eine attraktive Möglichkeit, die in der Regel für mehr Aufmerksamkeit sorgt als die altbewährten Powerpoint-Präsentationen; ausprobieren lohnt sich also. Bei Verfassungsschutz und Polizei im Einsatz Den Präsentationsmodus schätzt man nicht nur bei deutschen Einrichtungen, sondern auch im benachbarten Ausland beispielsweise beim Österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz. Mit Mindmapping gelingt es uns, Prozesse, Gedanken und jeden Aspekt unserer Medienarbeit in eine überschaubare und verständliche Form zu bringen. Dies ist gerade bei freiwilliger Arbeit sehr wichtig. Thomas Schwarz, Arbeitsgruppe Medien & Kommunikation der Freiwilligen Feuerwehren Hamburgs Hier setzt man bei der Erarbeitung und Umsetzung verschiedener Präventionsmaßnahmen im Bereich des Staatschutzes auf die Mindmapping-Methode, um operative Falldarstellungen zu besprechen oder strategische Analysen umzusetzen. Wenn wir unsere Ergebnisse dann der Staatsanwaltschaft präsentieren, kann diese die Zusammenhänge und Risiken viel schneller und besser einschätzen und die notwendigen Maßnahmen veranlassen, heißt es beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Auch bei der Polizei in der Schweizer Hauptstadt ist man begeistert: Ich bin ein absolut überzeugter Mindmapper, denn die Methode lässt sich in vielen Bereichen hervorragend einsetzen, erklärt Peter Schneeberger, Dienstchef des Bereichs Technik bei der Kantonspolizei Bern. Schneeberger und Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern wenden die Methode beim Erstellen von Täterprofilen, Spurenvergleichen, Telefonkontrollen, Hausdurchsuchungen oder auch bei der Organisation von großen Polizeieinsätzen an. So lassen sich komplexe Zusammenhängen sehr plausibel und übersichtlich darstellen, erklärt der Polizist. Seitdem die Mitarbeiter der Kantonspolizei die Visualisierungsund Steuerungssoftware einsetzen, hat sich vieles verändert. Die übersichtliche Mapstruktur unterstützt die Mitarbeiter dabei, die Umstände eines Einsatzes schnell zu erfassen, zu analysieren und die erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Fazit Methode Mindmapping beschreibt eine von Tony Buzan geprägte Technik, mit der man komplexe Themen übersichtlich visualisieren kann. Sie eignet sich für Brainstormings, für die Projektarbeit und zur Dokumentation. Das Prinzip freier Assoziation soll dabei helfen, Gedanken frei zu entfalten und die Fähigkeiten des Gehirns optimal zu nutzen. Das Ergebnis einer solchen Arbeit nennt man Mindmap, also Gedankenlandkarte. Die Struktur dieser Landkarten ähnelt dabei stark dem Ablauf neurobiologischer Prozesse im menschlichen Gehirn, sodass Mindmaps viel schneller und nachhaltiger Ein- und Überblick in beliebige Sachverhalte geben als beispielsweise Textdokumente. Mindmaps haben im öffentlichen Sektor immer mehr Anwender und Fans. Wir können bei unseren ÖV- Veranstaltungen beobachten, dass sich Mindmapping immer mehr durchsetzt und sich von einem Geheimtipp zu einem ernstzunehmenden Trend entwickelt, stellt Jörg Steiss, Regional VP DACH, Eastern Europe & Nordics von Mindjet, fest. Zumal neben den Erfolgsfaktoren auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt beim spielerischen Erstellen von Zweigen, kreativen Einsatz von Icons und individuellen Gestalten von Map-Vorlagen. Die Autorin: Annette Großer, Manager Marketing DACH & Eastern Europe bei Mindjet Die Mindmapping-Software: Nach Einführung der Methode in den 70er- Jahren kam in den 90er-Jahren die erste Mindmapping-Software auf den Markt. Heute gibt es verschiedenste Anbieter, einer davon ist Mindjet. [ ] AKTUELL Bayern Atlas als App Für iphone- und Android- Nutzer gibt es jetzt die kostenfreie Bayern-Atlas - App zum Download. Sie soll die Kartengrundlagen aus der Web-Anwendung mit vielen hilfreichen Funktionen ergänzen und der Navigation und Orientierung dienen. In der entsprechenden Internetanwendung können sich die Bürger schon länger die detaillierten Karten und Luftbilder der Bayerischen Vermessungsverwaltung kostenfrei am Computer ansehen. Die App ermöglicht nun zusätzlich die Aufzeichnung und Archivierung von Tracks. Zuhause geplante Touren lassen sich in die App importieren und zur Navigation nutzen. Für eine schnelle Orientierung kann die Karte über GPS positioniert werden. Wer die topographischen Karten auch ohne Internetverbindung auf seinem Smartphone nutzen möchte, kann die Kartendaten zur Offline-Nutzung in zwei verschiedenen Größen (M = 500 km² für 0,89 Euro, L = 2000 km² für 2,69 Euro) erwerben. Einmal gekauft, werden die Daten auf dem Gerät gespeichert. Ein erneutes Herunterladen ist kostenfrei. iz Polizeirevier online Quelle: Bayr. Vermessung Das elektronische Polizeirevier Sachsen-Anhalt ist nun wieder online. Nach einem Hackerangriff auf das Landesportal der Polizei war das Web-Angebot monatelang offline. Nun haben die Bürger wieder die Möglichkeit, online Anzeige zu erstatten, Hinweise zu geben oder Fragen zu stellen. Im Gegenzug nutzt die Landespolizei den Internetauftritt für Fahndungs- und Suchmeldungen sowie Präventionstipps. Auch eine Online-Bewerbung für den Polizeidienst ist möglich. Das Online-Revier wurde Anfang 2005 gestartet. Allein im ersten Halbjahr nutzten über Bürger das Angebot. su sachsen-anhalt.de

16 Seite 16 Markt egovernment Computing 1/2015 Prognosen für die ITK-Branche IDC wagt den Blick in die Glaskugel Die International Data Corporation (IDC) stellt die zehn wichtigsten Trends für die Informations- und Telekommunikationstechnologiebranche für 2015 vor. Treibende Kraft hinter den Vorhersagen ist der verstärkte Umstieg der Branche auf die dritte Plattform als Grundlage für mehr Innovation und Wachstum. Die Marktforscher von IDC sagen zehn Trends voraus, die die ITK- Branche im kommenden Jahr beeinflussen. Im Mittelpunkt steht dabei die dritte Plattform. Die technischen Grundlagen der dritten Plattform sind Mobile Computing, Cloud-Dienste, Big Data und Analytics sowie soziale Netze. IDC hatte die dritte Plattform erstmals 2007 identifiziert und damals prognostiziert, dass sie wahrscheinlich ein neuer Nukleus für das Wachstum des ITK-Marktes werden wird, sagt Frank Gens, Senior Vice President und Chief Analyst bei IDC. Die dritte Plattform wird 2015 ein Drittel der weltweiten ITK-Ausgaben und 100 Prozent des Ausgabenzuwachses auf sich vereinen. Die Branche tritt nun in eine besonders kritische Phase der neuen Ära ein: die Innovationsphase. Innerhalb der kommenden Jahre erwarten wir, dass die Innovationen und der erzeugte Mehrwert auf der Grundlage der dritten Plattform geradezu explodieren werden. Diese Phase wird durch eine neue Welle von Basistechnologien, den Innovationsverstärkern, beflügelt werden. Diese werden die Möglichkeiten und Anwendungen der dritten Plattform über alle Branchen hinweg drastisch erweitern. 1. Ausgaben Die weltweiten Ausgaben für ITK werden 2015 um 3,8 Prozent auf über 3,8 Billionen Dollar ansteigen. Fast der komplette Zuwachs wird sich auf die Technologien der dritten Plattform konzentrieren, während die zweite Plattform zum Ende des Jahres voraussichtlich in die Rezession rutscht. Regional betrachtet, erwartet IDC in den so genannten Emerging Markets ein Wachstum von 7,1 Prozent auf Jahresbasis, während sich die gesättigten Märkte mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent begnügen müssen. 2. TK-Dienste Im Bereich Telekommunikationsdienste wird sich Wireless Data als größtes (536 Milliarden Dollar) und am schnellsten wachsendes (13 Prozent) Stück des Ausgabenkuchens präsentieren. Die Carrier werden sich sputen, Plattform- und API-basierende Dienste zu entwickeln, die Mehrwerte bieten und die Netze für Entwickler interessant machen, um nicht zu Infrastrukturanbietern marginalisiert zu werden. Auch werden sie versuchen, sich den Over the Top (OTT)-Cloud-Anbietern also Service-Provider mit extrem hohen Datenvolumina durch innovative Performance und Modelle zur Umsatzaufteilung anzunähern. 3. Mobility, Apps & Wearables Mobile Endgeräte und Apps befinden sich auch 2015 im Aufwind, Quelle: Warakorn - Fotolia.com allerdings nicht so rasant wie in den vergangenen Jahren. Die Verkäufe von Smartphones und Tablets werden ein Volumen von 484 Milliarden Dollar erreichen und damit 40 Prozent des Wachstums bei den IT-Ausgaben ohne Telekommunikationsdienste verantworten. Die chinesischen Hersteller erreichen einen signifikanten Anteil am Weltmarkt. Im Bereich Wearables erwartet IDC viele Innovationen, jedoch mit enttäuschenden Stückzahlen. Die Download-Zahlen bei mobilen Apps werden ab 2015 zurückgehen, allerdings verdoppelt sich die Entwicklung mobiler Unternehmensanwendungen. 4. Cloud Cloud-Dienste bleiben auch 2015 eines der Aktivitätszentren. Die Ausgaben für das umfassende Cloud-Ökosystem liegen demnach bei 118 Milliarden Dollar. Die Nutzung von Cloud-basierenden Infrastrukturen as a Service (IaaS) wird lebhaft ansteigen (36 Prozent), da der Marktführer Amazon von allen Seiten durch den Versuch Amazoning the Amazon der Mitbewerber unter Druck gerät. Auch verschärft sich der Wettbewerb zwischen den Anbietern von Platforms as a Service (PaaS). Zwischen den Anbietern wird ein Kampf um Entwickler und deren Apps losbrechen; die Anbieter von Software as a Service (SaaS) beschleunigen die Adaption von PaaS und Cloud-Marktplätzen. Bei der Cloud erwarten wir zudem neue Die ITK-Branche tritt laut den Marktforschern von IDC nun in eine besonders kritische Phase ein Partnerschaften zwischen unterschiedlichen Bettgenossen zur Ausweitung der Marktchancen, etwa zwischen Facebook und Microsoft und/oder IBM, ergänzt Gens. Auch eine Partnerschaft zwischen Amazon und HP ist denkbar. 5. Big Data Im Bereich Big Data und Analytics wird es 2015 wichtige Entwicklungen geben. Die weltweiten Ausgaben für Software, Hardware und Dienstleistungen im Big-Data-Umfeld steigen auf 125 Milliarden Dollar. Die Auswertung so genannter Rich Media (Video, Audio und Bilder) beginnt, sich zur wichtigen Triebfeder von Big-Data-Projekten zu entwickeln. Auch wird die Bedeutung der Big-Data-Wertschöpfungskette zunehmen, etwa in Form von Data as a Service. Hier kommen die Angebote der Cloud-Plattform- und Analytics- Dienstleister zum Tragen, die ihren Kunden aufgewertete Informationen aus kommerziellen oder frei verfügbaren Datenquellen bereitstellen. Daneben sieht IDC wichtige Neuerungen bei Analytics im Umfeld des kognitiven/maschinellen Lernens sowie des Internets der Dinge. 6. Internet der Dinge In der Ära der dritten Plattform ist das Internet der Dinge einer der wichtigsten Innovationstreiber für Wachstum und Expansion des Wertbeitrags der IT. Die Erfindung immer intelligenterer und vernetzter Dinge beflügelt die Entwicklung tausender neuer Lösungen auf Basis der dritten Plattform. Ein Drittel der Ausgaben für das Internet der Dinge wird sich 2015 auf intelligente Embedded-Geräte außerhalb der ITK-Branche konzentrieren. Unterstützt wird diese Entwicklung durch Partnerschaften zwischen führenden IT-Unternehmen, die den Markt für Branchenlösungen voranbringen wollen. Vorausschauende Wartung wird sich beim Internet der Dinge zur wichtigen Lösungskategorie entwickeln. 7. Rechenzentren Die Rechenzentren werden sich in der Ära der dritten Plattform grundlegend verändern. Der Großteil der reinen Rechen- und Speicherkapazität wird auf von Cloud- Dienstleistern betriebene Hyperscale-Rechenzentren verlagert, die für Cloud, Mobile und Big Data optimiert sind. Dieser Wechsel wird einen Trend hin zu Cloud First - Innovationen bei der Hardware in Gang setzen und eine stärkere Konsolidierung am Markt bei den Anbietern von Servern, Storage, Software und Netzwerken zur Folge haben. Für 2015 erwartet IDC zwei oder drei große Zusammenschlüsse, Übernahmen oder Umstrukturierungen bei den führenden IT- Anbietern. 8. Die dritte Plattform Die dritte Plattform verändert nicht nur die IT-Branche. Alle Branchen weltweit sind davon betroffen. IDC erwartet, dass es durch die Entwicklungen im Bereich der dritten Plattform 2015 zu einigen Verwerfungen in manchen Industriezweigen kommen wird. Ein Beispiel dafür sind die Netze für alternative Bezahlmethoden in der Finanzbranche. Auch die Expansion des Internets der Dinge bei kommunaler Sicherheit, bei öffentlichem Dienst und Verkehr sowie die Nutzung von Location-based-Services im Handel sind hier zu nennen. Die Zahl der Branchenplattformen, also der von den Branchenführern entwickelten spezialisierten Cloudbasierenden Daten- und Service- Plattformen, wird schnell steigen und sich 2015 spielend verdoppeln. 9. Sicherheit und Dokumentendruck Neben dem Internet der Dinge und kognitivem/maschinellen Lernen werden 2015 zwei weitere Innovationsverstärker wichtige Triebfedern des Wachstums. Zum einen werden Sicherheitslösungen, die für die dritte Plattform optimiert sind, die Cloud-Sicherheit unterstützen an den Rändern etwa mit Fazit Es wäre eine grobe Untertreibung, das Jahr 2015 als ausschlaggebend für die ITK-Branche zu bezeichnen, meint Frank Gens von IDC. Die dritte Plattform wird endlich in großem Umfang genutzt werden. Damit einher gehen zahlreiche Konsolidierungen und Ausfälle bei den Anbietern. Weitere Folgen werden ungewöhnliche Partnerschaften sein, harte Kämpfe um die Entwickler und ihre Apps, umfassendere Angebote bei kognitivem/maschinellem Lernen und beim Internet der Dinge, ein wachsender Fokus auf die Daten-Wertschöpfungskette sowie ein rasant wachsender Einfluss Chinas. biometrischer Sicherheit bei mobilen Endgeräten und im Kern zum Beispiel durch Verschlüsselung, die zum Standard wird. Vorausschauende Bedrohungserkennung (Threat Intelligence) wird sich zu einer zentralen Kategorie im Bereich Data as a Service entwickeln, mit einer rasant wachsenden Zahl von Unternehmen, die maßgeschneiderte Informationen zur Threat Intelligence beziehen. Zum anderen werden sich die Hersteller im Bereich des konventionellen Dokumentendrucks sichtbar dem 3D-Druck zuwenden. Sie suchen eine gute Ausgangsbasis für den für 2016 erwarteten Kampf um die kommerziellen und industriellen Märkte. 10. Einfluss von China Der chinesische Einfluss auf den weltweiten ITK-Markt wird sich 2015 immens verstärken. Die chinesischen IT-Ausgaben verantworten 43 Prozent des gesamten Branchenwachstums, ein Drittel aller Smartphone-Käufe und rund ein Drittel aller Online-Shopper gehen auf das Konto Chinas. Durch den riesigen Heimatmarkt gewinnen die führenden chinesischen Cloudund ecommerce-anbieter (Alibaba bei ecommerce, Tencent bei sozialen Netzen, Baidu bei den Suchmaschinen) auch international an Bedeutung. Analog dazu werden die chinesischen Smartphone-Hersteller mit ihren eigenen Marken über ein Drittel des weltweiten Markts für sich reklamieren. Der Autor: Heidi Schuster Marktforschung: Weitere Prognosen zum ITK-Markt finden Sie auf unserer Internetseite: [ ] Link zu IDC: [ ]

17 egovernment Computing 1/2015 Seite 17 Veranstaltung Learntec 2015 Praxis und Trends des digitalen Lernens Lernen mit IT: Unter diesem Motto findet im Januar zum 23. Mal die Learntec statt. Die elearning-branche trifft sich dann in Karlsruhe, um sich an drei Messetagen über die aktuellen Trends zu informieren. Foto: Messe Karlsruhe Google Glass bietet eine neue Perspektive für den Wissenszugang Die elearning-branche kann auf ein drei Jahre anhaltendes zweistelliges Wachstum zurückblicken. Im Jahr 2013 betrug es 13,5 Prozent und führte zu einem Branchenumsatz von rund 600 Millionen Euro. Dies sind Ergebnisse des soeben vom MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung vorgelegten elearning-wirtschaftsrankings Die Messe Learntec ist eine wichtige internationale Plattform für IT-gestütztes Lernen. Hier werden Entwicklungen, Trends und Erkenntnisse der elearning-branche vorgestellt und diskutiert. Die Messe deckt die Themen Bildungsmanagement, Content, Hardware, Tools und Technologien, Training und Coaching, Wissensmanagement, epublishing sowie Anwendungen für Schulen ab. Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress- GmbH: Die Bundesregierung möchte Deutschland bis 2017 zum digitalen Wachstumsland Nummer eins in Europa machen. Welche Impulse dafür aus der digitalen Bildungswirtschaft kommen, zeigt die Learntec, unabhängig davon, ob es sich um Bildungsprojekte in Unternehmen handelt oder um Innovationen für die digitale Schulbildung. W Doch auch in den Schulen ist die Entwicklung einer digitalen Lernkultur nötig. Dem trägt die Messe mit Rechnung. Zur Eröffnung berichtet Dr. Thilo Klingebiel über die Vernetzung der deutschen Foto: Messe Karlsruhe Um das digitale Lernen zu ermöglichen, darf die richtige Hardware-Ausstattung nicht fehlen Auslandsschulen. Auf einer Sonderfläche, um die sich Messestände mit Angeboten zur Schule der Zukunft gruppieren, sprechen 40 Referenten zu Potenzial und Anwendung digitaler Bildungsszenarien. Hier geht es unter anderem um die Fragestellungen: W Wie funktioniert digitale Schule? W Welche neuen Formen des Lernens und Unterrichtens entstehen durch digitale Lehrmaterialien, und was muss dabei beachtet werden? W Wie sehen optimales Lernen und die Vermittlung von Medienkompetenz aus? Zusätzlich finden Workshops auf dem Stand (F80) Die ganze Welt der Schul-IT statt. Auch 2015 wird das Regierungspräsidium Karlsruhe das Forum mit diversen Fortbildungsprogrammen unterstützen. Kongress Der Learntec-Kongress bietet einen Ausblick der Branche und stellt erfolgreich umgesetzte Bildungsprojekte aus der Wirtschaft vor. Das Kongress-Motto Mensch und Innovation prägt viele Programmsektionen, etwa zur Lerner-Motivation, der Personalisierung von Lernangeboten und dem Lerntransfer. Die Kongress-Sektionen zu New APIs, Learning Analytics, Big Data und adaptivem Lernen greifen aktuelle technische Innovationen auf. In engem Zusammenhang damit stehen der Programmtrack zur Datensicherheit und die Podiumsdiskussion des Datenschutzbeauftragten des Baden-Württembergischen Innenministeriums, Jörg Klingbeil, und Erika Mann (Facebook). Am ersten Tag finden die Keynotes für alle Messebesucher und Kongressteilnehmer frei zugänglich im Trendforum in Halle 1 statt. An den anderen beiden Tagen werden die Keynotes exklusiv für Kongressteilnehmer im Konferenzsaal gehalten. Bei den Specials geht es unter anderem um Rechtsfragen beim elearning. iz Termine und Anmeldung: LEARNTEC bis 29. Januar 2015, Messe Karlsruhe Messeallee Rheinstetten Tel. 0721/ Öffnungszeiten: 27. und 28. Januar, 9 bis 18 Uhr 29. Januar, 9 bis 17 Uhr Eintrittspreise: Fachmesse Dauerkarte: 54 Euro (inkl. MwSt.) Fachmesse Tageskarte: 32 Euro (inkl. MwSt.) Kongress Dauerkarte (inkl. Eintritt Fachmesse:): 665 Euro (zzgl. MwSt.) Kongress Tageskarte (inkl. Eintritt Fachmesse): 410 Euro (zzgl. MwSt.) [ ] 16. Kongress mit Fachausstellung egovernment stabil.mobil.agil Congress Center Leipzig 2. und 3. Juni 2015 Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.v. Das sind unsere Themen: FRÜHBUCHER RABATT BIS Mobiles und agiles egovernment E-Akte und Prozesse ehealth und Verwaltung IT-Sicherheit und Datenschutz Digitale Dokumente im Verwaltungsnetz dbb Innovationspreis Online finden Sie eine aktuelle Übersicht über wichtige Veranstaltungen unter:

18 C O M P U T I N G Lösungspartner KOMPLETT-DIENSTLEISTER Der Marktführer für kommunale Software: Die AKDB und ihre Partner bieten Entwicklung, Pflege und Vertrieb qualifizierter Lösungen für alle Bereiche der Kommunalverwaltung. Hauptthemen unter anderem: egovernment, Cloud Computing und mobile Lösungen. Die AKDB agiert als moderner RZ- Dienstleister, ist Datendrehscheibe und Zentrum für Beratung und Schulung. Governikus KG Ansprechpartner: Stefan Rauner Am Fallturm 9 Die Governikus KG ist ein Bremen führender Anbieter von IT- Tel. 0421/ Lösungen für den gesamten Fax 0421/ Zyklus elektronischer Kommunikation von der Authentisierung com über den sicheren Datentransport bis hin zur Beweissicherung elektronischer Daten. Gesetzeskonformität, Sicherheit und Innovation stehen für das in Deutschland und EU agierende Unternehmen im Vordergrund.. Die MACH AG ist in Deutschland für den Public Sector einer der führenden Anbieter von Software und Beratung für Verwaltungs-managemen t in den Bereichen Finanzen, Personal, Prozess und Reporting. Als Full-Service-Anbieter mit 25-jähriger AKDB Ansprechpartner: Hans-Peter Mayer, Marketing/Vertriebskoordination Hansastraße 12-16, München Tel. 089/ Fax 089/ Informationsverarbeitung Baden-Franken Ansprechpartner: Jürgen Abelshauser, Die Kommunale Informationsverarbeitung Leiter Marketing und Baden-Franken (KIVBF) ist Gesamtlösungsanbieter für Städte, Gemeinden und Land- Mannheimer Straße 27 Vertrieb kreise in Baden-Württemberg. Das Portfolio Heidelberg enthält u.a. Lösungen für das Finanz-, Personal-, Ordnungs-, und Meldewesen, deren Tel / nachhaltiger Mehrwert durch die zugehörigen Service- und Support-Dienstleistungen gewährleistet wird. KIVBF ist nah am Kunden und nah am Bedarf. MACH AG Ansprechpartner: Tobias Adam Wielandstraße Lübeck Tel. 0451/ Fax 0451/ Erfahrung liefert MACH auch alle begleitenden Dienstleistungen: IT-Management, Organisationsberatung, Projektbegleitung, Schulung und Support. mps ) Finanzen ) eservices ) Bau- & Friedhof ) mps public solutions gmbh Ansprechpartner: Das Finanzmanagement Gerhard Sisterhenn mpsnf für Doppik und Kameralistik Maria Trost 21 hilft Kommunen, Ressourcen effektiv Koblenz einzusetzen. Fachverfahren für Einwohnermeldeämter, Servicebetriebe, Feuer- Fax 0261/ Tel. 0261/ wehren und Gemeindwerke sowie die Friedhofs-verwaltung ergänzen das Portfolio ebenso wie Lösungen zur Steue- solutions.de rung von Behördenprozessen und Realisierung von E-Government. Software, Support und Beratung kommen bei mps aus einer Hand. ARCHIV, E-AKTE, WORKFLOW, DMS, LANGZEITARCHIVIERUNG OTS Informationstechnologie AG Mehr als 20 Jahre Erfahrung in Ansprechpartner: produktiv unterstützten Prozessen Dipl. Ing. Peter Lechner sprechen für unser Produktpaket Betriebsstr Schlüsselfertige Offenberg Prozessoptimierung Tel. 0991/ Konfigurationsmöglichkeit Fax 0991/ für Fachakten + Effektive lizenzfreie Fachanwendungsintegrationen + Innovative Technologie für das egovernment KOMMUNALER GESAMTABSCHLUSS IDL hat sich auf moderne Lösungen für Finanzwesen und Controlling spezialisiert und den Fokus auf ganzheitliches Corporate Performance Management zu den Themen Planung, Reporting, Konsolidierung und Business Intelligence gelegt. Seit über 20 Jahren setzen Kommunen auf IDL im Bereich des kommunalen Finanzmanagements und des Kommunalen Gesamtabschlusses. SOFTWAREENTWICKLUNG ÖV Die DZBW zählt zu den bundesweit führenden Softwareentwicklungsund Beratungsunternehmen für den öffentlichen Sektor: Personal- und Finanzmanagement auf Basis von SAP ERP moderne Fachverfahren im Ordnungsrecht egovernment- Suite Cloud-Computing Prozessoptimierung Software as a Service (SaaS) Beratung und Umsetzung individueller Anforderungen VIRTUALISIERUNG VMware (NYSE: VMW) ist als Weltmarktführer für Virtualisierungslösungen vom Desktop bis zum Rechenzentrum der Transmitter von Cloud IDL GmbH Mitte Ansprechpartner: Harald Frühwacht Tannenwaldstraße Schmitten Tel / kommunen Datenzentrale Baden- Württemberg (DZBW) Ansprechpartner: Werner Schmid, Leiter Vertrieb & Marketing Krailenshaldenstraße Stuttgart Tel. 0711/ Fax 0711/ VMware Global Inc. Freisingerstr. 3, Unterschleißheim Tel. 089/ www. vmware.de Computing für Unternehmen jeder Größe. Kunden vertrauen VMware, um Investitionen und laufende Ausgaben einzusparen, Business Continuity zu garantieren, ein höheres Sicherheitsniveau zu erreichen und ökologische Ziele wie Energieeinsparung umzusetzen. Mit mehr als Kunden, über Partnern und einem Umsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar in 2008 ist VMware eine der am schnellsten wachsenden Softwarefirmen weltweit. ARCHIV, DMS UND WORKFLOW Verwaltungsweite ECM -Lösungen für die Öffentliche Verwaltung auf der führenden Plattform d.3.- Archivierung, Dokumentenmanagement und Workflow. Zertifiziert nach DOMEA 2.0. Integrationen in kommunale Fachverfahren. Schriftgutverwaltung, Aktenplan, automatisierte Eingangsrechnungsbearbeitung, -Archivierung, Elektronische Signatur, Virtuelle Poststelle, ProGOV, egovernment uvm. Interessiert? Hier können Sie sich in die Liste der Lösungspartner eintragen lassen: codia Software GmbH Tel. 0821/ oder -182 Ansprechpartner: Mechthild Bruns Nödiker Straße Meppen Tel / Fax 05931/ IMPRESSUM egovernment Computing die Fachzeitschrift der Vogel IT-Medien GmbH August-Wessels-Straße 27, Augsburg Tel. 0821/2177-0, Fax 0821/ vogel-it.de Handelsregister Augsburg HRB Ressort Politik Ltg. Manfred Klein / mk (verantwortlich, -133) Ressort Praxis Ltg. Susanne Ehneß /su (verantwortlich, -180) Ira Zahorsky / iz (-310), Chefredaktion/CvD Manfred Klein / mk (-133) Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe Reinula Böcker, Stefan Cink, Annette Großer, Jürgen Höfling, Rainer Kremser, Mona Mülder, Mag. Celina Raffl, Heidi Schuster, Elke Witmer- Goßner (ewg), Prof. Dr. Jörn von Lucke, Dr. Wolf Zimmer, Daniela Schilling / ds, Anzeigenleitung Harald Czelnai (verantwortlich für den Anzeigenteil, -212), Fax 0821/ Mediaberatung Sandra Schüller (-182) Anzeigendisposition Mihaela Mikolic (-204) Grafik & Layout Michael Büchner, Bernhard Manhard (Eigenanzeigen) EBV: Carin Böhm Anzeigen-Layout: Michael Büchner Leserservice/Mitgliederbetreuung: Sabine Assum (-194, Fax -228) Fragen zur Abo-/ Beitragsrechnung: Petra Hecht, DataM Services GmbH, Würzburg Tel.: 0931/ (Fax -497), Geschäftsführer Werner Nieberle Redaktionsbeirat Jon Abele, BearingPoint Dirk Arendt, OpenLimit Jochen Baier, Berater Johannes Bleker, DiBa AG Prof. Dr. Friedhelm Gehrmann, Steinbeis University Berlin, Institute for Government Prof. Dr. Walter Gora, Vorstand Valora AG Franz-Reinhard Habbel, Deutscher Städte- und Gemeindebund Eva Habermann, KDVZ Citkomm Dr. Friedrich Ludwig Hausmann, K&L Gates LLP Prof. Dr. Dirk Heckmann, Ordinarius für Internet- und Sicherheitsrecht, Passau Utz Helmuth, Booz & Co. Willi Kaczorowski, Berater Matthias Kammer, DIVSI Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Dr. Stephan Klein, bremen online services GmbH Stefan Kondmann, Vodafone Thomas Langkabel, Microsoft Dr. Manfred Mayer, Messe München GmbH Marc Monich, Mach AG Jochen Michels, Fujitsu Technology Solutions GmbH Dr. Philipp S. Müller, CSC Edda Peters, subreport Dr. Alfred Reichwein, KGST Marc Reinhardt, Capgemini Wolfgang Schulz, PDV-Systeme GmbH Erwin Schwärzer, Bundesinnenministerium Herbert Pick, SAP Markus Tofote, IBM Dr. Michael Tschichholz, Fraunhofer egoverment Zentrum, FOKUS Holger Wosnitza, Materna Erscheinungsweise: 12 Ausgaben jährlich Abonnement Preis des Jahresabonnements: 108,- inkl. MwSt. und Versand Druck Vogel Druck und Medienservice GmbH, Leibnizstr. 5, Höchberg Haftung Für den Fall, dass Beiträge oder Informationen unzutreffend oder fehlerhaft sind, haftet der Verlag nur beim Nachweis grober Fahr lässigkeit. Für Beiträge, die namentlich gekennzeichnet sind, ist der jeweilige Autor verantwortlich. Redaktionelle Beiträge, die zur Veröffentlichung in egovernment Computing bestimmt sind, können auch auf allen Websites der Vogel Medien Gruppe verwendet werden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sie können nur zurückgesandt werden, wenn Rückporto beiliegt. Copyright Vogel IT-Medien GmbH Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, digitale Verwendung jeder Art, Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion. Fotokopieren veröffentlichter Beiträge ist gestattet zu innerbetrieblichen Zwecken, wenn auf jedes Blatt eine Wertmarke der Verwertungsgesellschaft Wort, Abt. Wissenschaft, in München, Goethe-straße 49, nach dem jeweils geltenden Tarif aufgeklebt wird. Nachdruck und elektronische Nutzung Wenn Sie Beiträge dieser Zeitschrift für eigene Veröffentlichung wie Sonderdrucke, Websites, sonstige elektronische Medien oder Kundenzeitschriften nutzen möchten, erhalten Sie Information sowie die erforderlichen Rechte über: Tel. 0931/ Verbreitete Auflage Exemplare, (IVW III/2014) Die Artikel dieser Publika tion sind in elektronischer Form über das Daten banka ngeb o t der G B I z u b ez i eh en : Mitgliedschaft Urheberrechte der Bilder dieser Ausgabe egovernment Computing ist die Zeitung für IT-gestützte Verwaltung von Kommune und Staat. Sie informiert IT-Entscheider in Bund, Land, Kommune und in den Öffentlichen Einrichtungen über alle fachlich relevanten Bereiche der digitalen Informationsverarbeitung im Public Sector. Das Onlineportal Computing.de stellt maßgeschneiderte Services für IT- Entscheider der Öffentlichen Hand dar und bietet ein umfangreiches, exklusives Webangebot mit hohem Nutzwert. Das Stammhaus Vogel IT-Medien, Augsburg, ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Vogel Business Media. Der führende deutsche Fachinformationsanbieter mit rund 100 Fachzeitschriften und 60 Webseiten sowie zahlreichen internationalen Aktivitäten hat seinen Hauptsitz in Würzburg. Die wichtigsten Angebote des Verlages sind IT-BUSINESS, egovernment Computing, BigData-Insider.de, IP-Insider.de, CloudComputing-Insider.de, Security-Insider.de, Storage-Insider.de, DataCenter-Insider.de

19 Spezial Verlagssonderveröffentlichung C O M P U T I N G Best Practices Workflow- Optimierung Prozessmanagement Partnerships Personalverwaltung Cloud Computing Meldewesen Open Government Data Quelle: igor - Fotolia.com

20 Seite 20 Best Practices egovernment Computing 1/2015 Stadtwerke setzen auf Multi-OS-EMM-System Durchblick im Endgeräte-Dschungel Die Stadtwerke Unna beliefern derzeit Kunden in der Einwohner-Stadt östlich von Dortmund mit Energie. Das Unternehmen, das zu 76 Prozent den Wirtschaftsbetrieben der Stadt Unna GmbH und zu 24 Prozent der Rheinland Westfalen Energiepartner GmbH gehört, nutzt für sein Tagesgeschäft Smartphones und Tablets. Energiedienstleistungen sind ein komplexes Geschäft, technisch wie ökonomisch. Die Komplexität reicht von einem vernünftigen Energiemix bei der Erzeugung über eine sinnvolle Tarif- und Angebotsgestaltung für die Kunden bis hin zu der gesetzlich gebotenen gesellschaftsrechtlichen Trennung von Netz, Vertrieb und Erzeugung. Darüber hinaus haben Energieversorger traditionsgemäß viele technische Einrichtungen im Feld beispielsweise Verteilerkästen in den Stadtvierteln und Zähler für die einzelnen Verbraucher. Hier sind Smartphones und Tablets gut geeignet, um Zählerstände, Steuerungsinformationen und Vertragsdetails zu erfassen, zu verwalten und zu kommunizieren. Direkt vor Ort, mit hohem Durchsatz und mandantensicher. Mobile Endgeräte Die Stadtwerke Unna haben eine größere Anzahl mobiler Endgeräte im Einsatz. Alle diese Smartphones und auch einige Tablets müssen registriert und gemanagt werden. Für die IT-Verantwortlichen der Stadtwerke ist es wichtig, dass sie zu jeder Zeit genau nachvollziehen können, W welche und wie viele mobile Endgeräte im Einsatz sind, W welchem Benutzer welche Mobilgeräte zugeordnet sind und W welche Mobilgeräte sich über ActiveSync mit dem Unternehmensnetz verbinden. Mit der Anbindung der mobilen Endgeräte an die bestehende IT- Infrastruktur sollen die Mitarbeiter von überall her einen sicheren Zugriff auf jene geschäftlichen Daten haben, die für sie relevant sind und für die sie infolgedessen eine Zugriffsberechtigung haben. Außerdem müssen Apps auf die mobilen Geräte sicher verteilt und auf ihnen ebenso sicher verwaltet werden können. Ebenso sollten der laufende Betrieb und die Betreuung des kompletten Endgeräte- Pools für die IT-Abteilung möglichst aufwandsarm und ressourcenschonend sein. Konsolidierung Bei den Stadtwerken Unna war im Laufe der Jahre ein mobiler Geräte-Dschungel entstanden. Im Rahmen der Einführung eines zentralen Enterprise-Mobility- Management-Systems (EMM) sollte eine Konsolidierung stattfinden. Das heißt: Altgeräte wie etwa Foto: Stadtwerke Unna Blackberrys oder Nokia-Symbian- Geräte wollte man nicht mehr anbinden, sondern zügig erst einmal durch neue Apple-Geräte unter ios7 ersetzen. Darüber hinaus wollten sich die Stadtwerke Unna GmbH für die Zukunft wappnen. Daher war die Option, beispielsweise auch für Android-Geräte gerüstet zu sein, sehr wichtig. Die Innovationszyklen in der Mobile IT sind so kurz, dass man hier niemals nie sagen kann und für technologische Neuerungen von der Infrastruktur her bereit sein muss, erklärt Thomas Hönig-Heinemann, Abteilungsleiter IuK-Netzwerk bei den Stadtwerken. Die logische Folgerung aus dieser Prämisse war die Suche nach einer Enterprise-Mobility-Management-Lösung, die die verschiedenen mobilen Betriebssysteme am Markt unter einer einheitlichen Oberfläche verwalten kann und gleichzeitig absolut Business-tauglich ist. Nach Sondierung des Marktes und einigen Teststellungen fiel die Entscheidung auf das EMM-System von Mobile Iron. Mark Goßmann, IT-Spezialist bei den Stadtwerken, ergänzt die Einschätzung von Thomas Hönig-Heinemann: Der Apple Configurator ermöglicht lediglich ein vereinfachtes Ausrollen und das Management von Apple-Geräten in kleineren Unternehmen, die zudem keine großen Ansprüche bezüglich der Leistungsmerkmale haben; desgleichen sind die Möglichkeiten, die der Microsoft Exchange Server per ActiveSync mitbringt, in ihrem Funktionsumfang nicht ausreichend und allenfalls dann zu handhaben, wenn es nur um wenige Endgeräte geht. Die Stadtwerke Unna GmbH benötigte aber eine größere und vor allem auch skalierbare EMM-Lösung. Goßmann nennt im Einzelnen folgende Gründe: W Zentrale Verwaltung und Steuerung der Geräte, zum Beispiel Update over the Air oder Rechteverwaltung, Die Stadtwerke Unna liefern jährlich 305 Millionen Kilowattstunden Strom und 741 Millionen Kilowattstunden Erdgas aus W Übersicht über Geräte, User, Seriennummern, Sicherheits- Policys, Apps, W gesicherter und verschlüsselter Zugriff auf interne Ressourcen wie Intranet, Dokumente oder sonstige Daten, W Absichern der Geräte gemäß den hohen Sicherheitsanforderungen der Stadtwerke Unna. Hönig-Heinemann und Goßmann machen damit deutlich, dass trotz der Weiterentwicklung von Apple ios7 in Richtung Business-Tauglichkeit ein Enterprise-Mobility- Management-System keineswegs überflüssig wird. Programmierarbeit Dazu muss man wissen, dass Features wie Open-In-Management, Per-App-VPN und Managed App Configuration in ios7 keine ausprogrammierten Module sind, sondern im Wesentlichen Anwendungsprogrammierschnittstellen, also APIs, an die ein Programmierer andocken kann. Wer also auf ein EMM-System verzichten will, muss erst einmal einige Programmierarbeit leisten. Das wäre aber sowohl technologisch als auch ökonomisch wenig sinnvoll. Wohlbehütet Gleichwohl sind die rund 40 neuen Business-APIs in Apple ios7 ein Riesenfortschritt, der nicht nur den Kunden, sondern auch EMM- Herstellern wie Mobile Iron und dessen Implementierungspartnern das Leben erleichtert. Markus Pradella, EMM-Spezialist beim Netzwerkdienstleister und Systemintegrator K&K Networks, der das EMM-System bei der Stadtwerke Unna GmbH nicht nur implementiert hat, sondern auch kontinuierlich betreut, beschreibt das Zusammenspiel von ios7-business-apis und einem EMM-System wie Mobile Iron: Ein Feature wie das Open-In-Management in ios7 beispielsweise erweitert das MDM-Protokoll von Apple durch neue Parameter. Auf deren Basis kann der EMM-Hersteller dann eine Funktion implementieren, die festlegt, dass Dokumente immer nur mit spezifischen von der IT festgelegten Apps auf dem iphone geöffnet werden können, sprich: die Unternehmens-Dokumente nur von autorisierten Unternehmens- Apps und die privaten Dokumente nur von privaten Apps. Die Stadtwerke nutzen derzeit das Modul für die Verwaltung der -anhänge. Daten und Dokumente werden in einem gesicherten App-Container aufgerufen und können nicht mit anderen Apps außerhalb des Containers kommunizieren. So wird verhindert, dass Daten ungewollt kopiert oder weiterverschickt werden, beschreibt Thomas Hönig- Heinemann die Abläufe und fügt hinzu: Die Stadtwerke Unna GmbH hat damit sozusagen eine sichere Unternehmens-Dropbox installiert. Zudem verwendet die Lösung Richtlinien, Benutzer, Rollen, Gruppen und Berechtigungen, die bereits in der erweiterten Mobilverwaltung von Mobile Iron festgelegt wurden. So konnten wir zentral definieren, welcher Mitarbeiter Dokumente in den vorgegebenen Apps auf seinem Gerät öffnen und ablegen darf, sagt Mark Goßmann. Markus Pradella, der mit Goßmann als Partner bei der Implementierung der EMM-Plattform eng zusammenarbeitete, erläutert auch die Konsequenzen eines Mitarbeiter-Verhaltens, das nicht richtlinienkonform ist: Sollte ein Mitarbeiter oder Gerät gegen die Firmenrichtlinien verstoßen, können wir unternehmenseigene Dokumente löschen und die Öffnenin-Funktion sowie die Zwischenablage-Funktion (ausschneiden/ kopieren/einfügen) für Unternehmensinhalte auf dem betreffenden Gerät sperren. Ebenfalls in einem App-Container gesichert ist der mobile Browser der exklusives, browserbasiertes Tunneln ermöglicht. Im Gegensatz zu einem normalen VPN ist der Tunnel exklusiv nur für diese App. Damit kann die IT-Abteilung den Zugriff auf diejenigen internen webbasierten Ressourcen beschränken, für die der jeweilige Benutzer auf Grundlage seiner Gruppenzugehörigkeit im Unternehmensverzeichnis oder anderer Nutzer- und Gerätemerkmale berechtigt ist. Da die Stadtwerke Unna GmbH berechtigten Nutzern auch einen webbasierten Zugriff auf die Online-Planauskunft für die einzelnen Stadtregionen erlaubt, ist ein leistungsfähiger mobiler Browser doppelt wichtig. Derzeit sind noch drei weitere Module in den Ulmer Stadtwerken im Einsatz, um W Business-Apps in einen geschützten Container zu packen, W eine sichere, verschlüsselte Übertragung von geschäftlichen Daten zwischen Unternehmensnetz und einer containergeschützten Business-App zu ermöglichen, W intelligente Tunnelfunktionen für Dienste wie und PIM- Daten zur Verfügung zu stellen. Alle Module werden durch die Advanced Management Platform gesteuert, die darüber hinaus auch als Schnittstelle zwischen Domänencontrollern und als Zertifizierungsstelle fungiert. Diese beantragt die Zertifikate beispielsweise für die Anmeldung am Exchange Server automatisch über das Simple Certificate Enrollment Protocol (SCEP). Die Zertifikate werden heruntergeladen, innerhalb des automatischen Workflows auf die mobilen Endgeräte ausgerollt und mit Konfigurationen und den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens verknüpft. Trotz der Funktionsvielfalt des EMM-Systems ist dieses leicht und intuitiv zu bedienen, lobt Thomas Hönig-Heinemann. Der Autor: Jürgen Höfling Tablet im Extremtest: Wenn Mitarbeiter der Stadtwerke mit ihrem Tablet unterwegs sind, darf dieses nicht empfindlich sein. In unserer Bilderstrecke sehen Sie, was ein Tablet alles aushält: [ ] Homepage von Mobile Iron: [ ]

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