Projektexposé. 2.6 Verantwortlicher Projektleiter: ObstdhmfD MMag. Dr. Reinhard Slanic, MSc MBA

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1 Projektexposé 1.Titel Datum/Version /Version X/ Thema (voller Titel) Mentale Stärke der Berufsoffiziersanwärterinnen und Berufsoffiziersanwärter am FH-BaStg MilFü in verschiedenen Handlungssituationen im Rahmen der Grundausbildung. 1.2 Arbeitstitel Mentale Stärke der BOA (501002) 2. Projekteinbringer 2.1 Name: ObstdhmfD MMag. Dr. Reinhard Slanic, MSc MBA 2.2 Dienststelle: Inst 1/TherMilAk/BMLVS 2.3 Telefonnummer: Adresse: 2.5 Kurzbeschreibung der vorhandenen wissenschaftlichen Kapazitäten: Haupt- und nebenberufliches Lehr- und Forschungspersonal des FH-BaStg MilFü mit Referenzniveaus 7 und Verantwortlicher Projektleiter: ObstdhmfD MMag. Dr. Reinhard Slanic, MSc MBA 3. Projektvorhaben 3.1 Beschreibung des Vorhabens Kurzbeschreibung Das Theresianische Führungsmodell (TFM) fordert physische UND mentale Stärke als Grundlage eines gesunden Selbstwertgefühls (Selbstwirksamkeit und Wert der Person). Die Entwicklung einer den Aufgabenvollzug adäquaten körperlichen Leistungsfähigkeit einschließlich eines ausgeprägten Gesundheitsbewusstseins ist die eine Komponente. Die andere Komponente bildet die mentale Stärke als eine Methode zur positiven Lebensgestaltung. Sie trägt dazu bei, initiativ nach geeigneten Vorstellungen zu suchen und diese Gedanken in reales Verhalten und Handeln umzusetzen. Je intensiver die Gedanken sind, umso einfacher wird es, sie Realität werden zu lassen. Eine wichtige Bedeutung hat das UND. Dieses verbindet die beiden Komponenten, welches auf die Reflexionsfähigkeit der beiden verweist und gleichsam als Motor der Entwicklung fungiert. Im vorliegenden Projekt wird die mentale Belastung/Beanspruchung der Berufsoffiziersanwärter am Vorbereitungssemester, beim Aufnahmeverfahren, in der Fallschirmsprungausbildung erhoben/gemessen und in den Modulen 1.1 und 3.1 am FH-BaStg MilFü durch die Studierenden mit den zuständigen Mitgliedern des Lehr- und Forschungspersonal auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen und der empirischen Sozialforschung erarbeitet und bearbeitet bzw. reflektiert Umfassende wissenschaftliche Beschreibung des Vorhabens Forschungsgegenstand Mentale Stärke beruht auf der tiefen Überzeugung, es drauf zu haben, egal wie schlecht es in einer Handlungssituation um einen steht. Folgende Definition liegt dem Projekt zugrunde: Mentale Stärke ist die Fähigkeit sich, ungeachtet der Handlungssituationen, an seiner individuellen oberen Leistungsgrenze zu bewegen. Da das Verhalten in verschiedenen Handlungssituationen durch die Führungsverantwortung eine zusätzliche Belastung/Beanspruchung für die Führungskraft darstellt, bedarf es mentaler Stärke, um diese Bedingungen quasi zu neutralisieren und somit in einen optimalen Leistungszustand zu gelangen. Der wissenschaftliche Fokus richtet sich dabei auf die drei Konstrukte Selbstwirksamkeit emotionale Stabilität und Beanspruchung Selbstwirksamkeit bezeichnet die eigene Erwartung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen selbst erfolgreich ausführen zu können. Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas zu bewirken und auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat demnach eine hohe Selbstwirksamkeit.

2 Die emotionale Labilität wird auch als Neurotizismus bezeichnet und ist einer der 5 Faktoren, die man zu den Grunddimensionen der menschlichen Persönlichkeit zählt. Im Englischen spricht man von den Big Five. Menschen, die man als emotional labil beschreibt, geraten schnell aus dem seelischen Gleichgewicht und brauchen lange, um sich wieder zu beruhigen. Sie können ihre Emotionen nur schlecht kontrollieren und Misserfolge nur schwer verkraften. Sie sind ängstlich, angespannt, gereizt, empfindlich und nervös. Häufig geht die Nervosität mit körperlichen Beschwerden einher. Der Gegenpol ist die emotionale Stabilität. Emotional stabile Menschen können ihre Emotionen gut kontrollieren und sind ausgeglichen. Stresssituationen können sie gut bewältigen und sich davon schnell wieder erholen. Bei schwerer körperlicher Tätigkeit eignet sich besonders die Herzfrequenz als Beobachtungsparameter, da durch die erhöhte Muskelaktivität mehr Sauerstoff verbraucht wird. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, sauerstoffreiches Blut zu den Organen zu transportieren. Die Herzfrequenz steigt auch bei sehr starker mentaler Beanspruchung. Vorliegendes Projekt ist im Rahmen der Systematik der Wissenschaftszweige der Angewandten Psychologie (501002) unter Einbindung der Allgemeinen Soziologie (504001) und der Sportwissenschaft (303028) zugeordnet. Forschungsfrage(n) Wie stark ausgeprägt ist das Vertrauen in sich selbst und den eigenen Kompetenzen, um schwierige Situationen bewältigen zu können? (Selbstwirksamkeit) Wie äußern sich Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Verletzlichkeit und Frohsinn im Umgang mit Unbekanntem in Handlungssituationen? (Emotionale Stabilität) Welche mentale Beanspruchung in verschiedenen Handlungssituationen lassen sich durch die Intensität des Herz-Kreislaufsystem ableiten? (Beanspruchung) Forschungsziel(e) Die individuelle mentale Stärke in ausgewählten Handlungssituationen im Rahmen des Theresianischen Führungsmodells erkennen, wissenschaftlich fundamentiert analysieren und folgernd optimieren. (erheben, aufbereiten, auswerten, interpretieren, reflektieren) Methodik Untersuchungspläne: Feldforschung und Einzelfallanalysen Quantitative und Qualitative Analyse: Erheben, Aufbereiten, Auswerten Qualitative Methoden: Teilnehmende Beobachtung durch Selbst- und Fremdeinschätzung mit Protokollierung (i. F. Interview) Quantitative Methoden: Pulsmessung und Pulsdiagramm (i. F. Fragebogen, Leistungs-EKG, Biofeedback, Blutmessung, Oculus Rift) Stand der Forschung Untersuchungen zeigen, dass Personen mit einem starken Glauben an die eigene Kompetenz größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen und Depressionen und mehr Erfolge in Ausbildung und Berufsleben aufweisen. Die eigenen physiologischen Reaktionen auf eine neue Anforderungssituation sind oft Grundlage unserer Situations- und Selbstwirksamkeitsbewertung. Beispielsweise gehen Herzklopfen, Schweißausbrüche, Händezittern, Frösteln, Übelkeit oft mit emotionalen Reaktionen wie Anspannung oder Angst einher. Diese Anzeichen ließen sich leicht als Schwäche interpretieren und Selbstzweifel aufkommen. Ein Abbau von Stressreaktionen könne Menschen helfen, entspannter an Herausforderungen heranzugehen und sie so besser zu meistern. Begründung der Anwendung der theoretischen Konzeption(en) Theoretischer Hintergrund dieses Projekts ist die Self-Efficacy-Theory (Selbst-Wirksamkeits-Theorie): Der Mensch ist im Unterschied zu einer Maschine nicht nur physisch definiert, sondern ob die antrainierte Leistung zum Zeitpunkt X wiederholt werden kann, hängt vor allem davon ab, inwieweit wir davon überzeugt sind, diese Leistung zu beherrschen.

3 Neuheitsgrad der Forschungsarbeit ( Value added ) Die Untersuchung ist fokussiert auf die Entwicklung mentaler Stärke angehender Führungskräfte im Rahmen der angewandten Forschung am FH-BaStg MilFü. Unter Anwendung von Methoden der empirischen Sozialforschung sollen durch den Forschungsprozess die Umsetzbarkeit des TFMs, die individuelle Kompetenzentwicklung und die institutionelle Qualitätsoptimierung weiterentwickelt werden. Mögliche Bedarfsträger/Anwender (Ansprechpersonen) Studierende bzw. Berufsoffiziersanwärterinnen/Berufsoffiziersanwärter sowie Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonals am FH-BaStg MilFü. Bildungsinstitutionen auf Hochschulniveau, die sich mit der Führungsausildung auseinandersetzen. Führungskräfte in einer militärischen und/oder zivilen berufsspezifischen Handlungssituation. Angabe der wichtigsten problembezogenen Fachliteratur Amler, W. & Bernatzky, P. & Knörzer, W. (2008). Integratives Mentaltraining im Sport. 2. Aufl. Meyer & Meyer Sport. Bandura, A. (1997). Self Efficacy. The exercise of control. Palgrave Macmillan. New York. Draksal, M. & Bender, C. (2010). Das Lexikon der Mentaltechniken: Die besten Methoden von A bis Z. 2., überarb. u. erw. Neuaufl. Draksal Fachverlag. Fasching, W. (2010). Du schaffst was du willst. 5. Aufl. Colorama. Hüther, G. (2014). Die Macht der inneren Bilder. Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern. 8. Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht. Immenroth, M. & Joest, K. (2004). Psychologie des Ärgers., Ursachen und Folgen für Gesundheit und Leistung. Kohlhammer. Kogler, A. (2006). Die Kunst der Höchstleistung. Sportpsychologie, Coaching, Selbstmanagement. Springer. Loehr, J. E. (2012). Die neue mentale Stärke. Sportliche Bestleistung durch mentale, emotionale und physische Konditionierung. 7.Aufl. blv. Mayer, J. & Hermann, H-D. (2011). Mentales Training: Grundlagen und Anwendung in Sport, Rehabilitation, Arbeit und Wirtschaft. 2., vollst. überarb. Aufl. Springer. Schwarzer, R., & Luszczynska, A. (2007). Self-Efficacy. In M. Gerrard & K.D. McCaul (Eds.) Health Behavior Constructs: Theory, Measurement, and Research. National Cancer Institute Website: Schweer, M.K. (2012): Psychologie im Leistungssport: Ein Ratgeber für die Praxis mit Beiträgen prominenter Athletinnen und Athleten. Peter Lang. Frankfurt. Seligman, M.E.P. (2002). Pessimisten küßt man nicht. Optimismus kann man lernen. Droemer Knaur. Weber, H. & Rammsayer, T. (2012). Differentielle Psychologie - Persönlichkeitsforschung. Hogrefe. Göttingen u.a. S Zeyringer, J. (2010). Der neue Treppenläufer. Wie man sich und andere motiviert. Haufe-Lexware Geplanter Beginn WS 2014/ Geplante Dauer des Vorhabens in Monaten 30 Monate (Ende 3. Semester 2017) mit anschließender Publikation (6 Monate) Detaillierte Darstellung des Arbeits- und Zeitplanes Feldforschung, Einzelfallanalysen und Handlungsforschung u.a. in den Handlungssituationen im Vorbereitungssemester und im Aufnahmeverfahren (2015), in der Fallschirmsprungausbildung (2014 und 2015) und in der Alpinausbildung (2015) sowie die wissenschaftlich fundamentierte Auseinandersetzung in den Modulen 1.1, 2.1 und 3.1 am FH-BaStg MilFü. 3.2 Beabsichtigte Auswertung der Ergebnisse Studierende und Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonals am FH-BaStg MilFü

4 3.3 Folgenabschätzung (etwa in politischer, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Sicht) 4. Personen, die das Vorhaben führen 4.1 Projektleiter (Name, Dienststelle, Funktion, Tel., ) ObstdhmfD MMag. Dr. Reinhard Slanic, MSc MBA Fachliche Eignung (Angaben zur Ausbildung, Praxis, bisher durchgeführte wissenschaftliche Arbeiten, Publikationen, Vorträge) siehe Kompetenzportfolio Aufgaben im Rahmen des Projektes (bezogen auf den Arbeits- und Zeitplan) Forschungsprozess leiten und Expertisen erstellen. 4.2 Projektmitarbeiter Fachliche Eignung (Angaben zur Ausbildung, Praxis, bisher durchgeführte wissenschaftliche Arbeiten, Publikationen, Vorträge) Mag. Andrea Telsnig-Ebner, Verantwortliche Modul 1.1 und Psychologin (siehe ObstdhmfD MMag. Dr. Alexander Kastner, Verantwortlicher Modul 3.1, Pädagoge und Psychologe (siehe Obst Ewald Lichtenauer, MEd. MBA, Verantwortlicher Modul 2.1, HLO Pädagogik (siehe ObstdhmfD Mag. Horst Stocker, RefLtr Körperausbildung und Sportwissenschaftler (siehe Mag. Christina Lechner, nblfp und Sportpsychologin (Werksverträge) Loredana Floriana Dramaliev, Lic. (MSc), Psychologin, (Werksverträge) Aufgaben im Rahmen des Projektes (bezogen auf den Arbeits- und Zeitplan) Forschungsprozess umsetzen sowie Studierende in der empirischen Sozialforschung und Entwicklung der mentalen Stärke coachen. 4.3 Wissenschaftliche Einrichtungen, die für die Arbeiten herangezogen werden (Name, Anschrift, Begründung, Aufgaben) 5. Kooperationen 5.1 Einrichtung, Stellen, Personen mit denen kooperiert wird (Name, Anschrift, Begründung, Aufgaben, Kooperationsinhalte, Dauer) FH-Oberösterreich Studienbetriebs GmbH, 4232 Hagenberg/Austria Studiengang Software Engineering Softwareentwicklung für Oculus Rift durch die Studierenden des Stg Software Engineering und Studierende des FH-BaStg Militärische Führung im Rahmen eines Studienprojektes. Gemeinsam soll eine virtuelle Welt konstruiert werden in der sich eine Führungskraft, mithilfe der Hardware Oculus Rift, in einen Bewusstseinszustand überführen lässt, bei dem sich die Wahrnehmung der eigenen Person in einer berufsspezifischen Handlungssituation verstärkt. Dabei soll die Identifikation mit dem Selbst inbezug auf Selbstwirksamkeit (z.b. Vertrauen), auf emotionale Stabilität (z.b. Umgang mit Angst) oder auf mentale Beanspruchung (z.b. Entscheidungsfindung) erhöht werden. Dieses Studienprojekt, mit Beginn März 2015, ist mit einem Jahr veranschlagt. 6. Kosten - Plan 6.1 Gesamtkosten ,- 6.2 Personalkosten Die Dauer des Gesamtprojektes beträgt 36 Monate. Je hb LFP sind 12 Wo (4 Wo/J) = 480 Std für die Vorbereitung und Durchführung der Feldforschung sowie Erstellen von Expertisen und das Verfassen einer Publikation veranschlagt. Die Handlungsforschung, als praxisverändernde Umsetzung der Ergebnisse, findet im Rahmen der Lehre statt und ist dieser zuzuordnen. Personalfremdkosten im Rahmen des Studienprojektes fallen keine an.

5 Detaillierung: ObstdhmfD MMag. Dr. Reinhard Slanic, MSc MBA: ,- Mag. Andrea Telsnig-Ebner: 9.700,- ObstdhmfD MMag. Dr. Alexander Kastner: ,- Obst Ewald Lichtenauer, MEd. MBA: ,- ObstdhmfD Mag. Horst Stocker: ,- Mag. Christina Lechner: 3.000,- (Arbeitsverträge) Loredana Floriana Dramaliev, Lic. (MSc): 3.000,- (Arbeitsverträge) 6.3 Sachkosten 2000,- im Rahmen des Studienprojektes mit der FH-Oberösterreich 6.4 Sonstige Kosten Kosten für die Blutmessung sind noch offen. 7. Finanzierungsmodelle: Grundlage ohne Ergänzungen: e/projektexpose_.dot

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