Woran wollen wir den Erfolg von Inklusionsmaßnahmen ablesen?

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1 Woran wollen wir den Erfolg von Inklusionsmaßnahmen ablesen? Katrin Brenner Dezernentin für Jugend, Schule, Soziales, Senioren, Sport und Gesundheit - Stadt Iserlohn -

2 Inklusion UN-Behindertenrechtskonvention, welche am in Kraft getreten ist und am von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert wurde inklusives Gemeinwesen für alle Lebensbereiche 9. Schulrechtsänderungsgesetz Eltern können ihr Recht auf eine Regelschule einklagen

3 Wer ist wir? Mindestens 4 Schülerinnen und Schüler Eltern Pädagogen Schulträger (bestehend aus Politik und Schulverwaltung)

4 Elternbrille Erfolgreich ist Inklusion, wenn: mein Kind mit Behinderung in einer Regelschule ist und gut gefördert wird mein Kind ohne Behinderung trotz Mitschüler/ innen mit Behinderung gut gefördert wird man gar nicht merkt, dass behinderte Kinder dabei sind mein Kind hinterher weiß, wie man mit Behinderten umgeht

5 Kinderbrille Erfolgreich ist Inklusion, wenn: die Lehrerin alle Kinder gleich lieb hat mich der Behinderte nicht sofort haut oder schreit, bloß weil er etwas nicht kann wir nicht immer nur Rücksicht nehmen müssen mir jemand erklärt, was mit dem Behinderten los ist, man sieht das ja nicht immer das egal ist, ob eine/r behindert oder gesund ist

6 Lehrerbrille Erfolgreich ist Inklusion, wenn: ich eine Chance habe, wirklich zu unterrichten ich weiß, welches Kind welche Hilfestellung braucht ich alle Materialien habe, die die Kinder benötigen ich nicht alleine mit den Kindern bin Lernziele erreicht werden können

7 Schulträgerbrille Erfolgreich ist Inklusion, wenn: alle zufrieden sind und keine Beschwerden kommen das Land sich an den Kosten beteiligt und Standards vorgibt die eigene Kommune am Besten da steht möglichst wenig Kosten entstehen, aber alle Eventualitäten berücksichtigt wurden

8 Welche Inklusions- Um- oder Anbauten Maßnahmen? taktile Leitlinien, Aufzüge, Akkustikmassnahmen, Teppich, Waschräume... überall Pädagogisches Personal und inklusionstaugliche Materialien Integrationshelfer, zusätzliche Lehrerstunden, verschiedene Materialien für gleiche Themen unterschiedlicher Ausprägung

9 Verantwortung der Kommunen bei der Gestaltung der inklusiven Prozesse vor Ort besondere Funktion: Zuständigkeit neben der Schulträgerschaft u. a. auch für Kindertageseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, Sportstätten neues Verständnis von Behinderung ABER gesamtgesellschaftliche Aufgabe!

10 Welche Chance der Einflussnahme hatten Sie bislang? Wurden Sie an den bisherigen Planungen beteiligt? Wurden Sie nach Ihrer Meinung gefragt und hat man auf Sie gehört? Gibt es DIN Normen oder Standards über die Sie mit niemandem mehr diskutieren müssen? Kennen Sie die Arten der Behinderungen der Kinder für die Sie bauen oder umbauen sollen? Kennen Sie die Gelingensbedingungen? Gibt es politische Grundsatzbeschlüsse und haben Sie Geld?

11 Wollen wir überhaupt??? Inklusion als Hype Definition von Inklusion UN-Charta Komplexität der Thematik

12 Wer muss inkludiert werden? Aktion Mensch belegt: Fast zehn Prozent der Deutschen haben offiziell eine Behinderung - von einer wesentlich höheren Dunkelziffer ist auszugehen

13 Ziel Menschen mit Behinderung entscheiden selbst, woran sie und wie sie teilhaben möchten. Sie müssen sich nicht eingliedern, nicht Teil einer vorgegebenen Ordnung werden und sich daran anpassen. So soll langfristig das Ziel einer inklusiven Gesellschaft an der jeder Teil hat, unabhängig von Fähigkeiten, Herkunft, Geschlecht oder Alter erreicht werden.

14 LANGFRISTIGES Ziel Inklusion ist grundlegendes gesellschaftliches Problem, Exklusion war wesentlich einfacher Inklusion kann nicht verordnet und auf ein Datum fokussiert gefordert werden Barrierefreiheit der Bauordnung hat nicht viel mit Inklusionstauglichkeit zu tun

15 Barrierefrei 55 Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher baulicher Anlagen (1) Bauliche Anlagen, die öffentlich zugänglich sind, müssen in den dem allgemeinen Besucherverkehr dienenden Teilen von Menschen mit Behinderung, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern barrierefrei erreicht und ohne fremde Hilfe zweckentsprechend genutzt werden können.

16 So weit die Theorie Realität: jeder will Inklusion einschließlich der erforderlichen Barrierefreiheit ein inklusionsgerechter Um- oder Ausbau ist durchschnittlicher 15-20% teurer als der herkömmliche Bau es wird gespart!

17 Lösungen Nicht alle Schulen werden umgebaut die Anmeldungen müssen gelenkt und geleitet werden Zusammenarbeit von Schulaufsicht und Schulträger VOR Aufnahme der Kinder in die Schule Rechtzeitige Einbeziehung aller am Prozess beteiligter Personen

18 Woran wollen wir den Erfolg von Inklusionsmaßnahmen ablesen?

19 Ziel Bedarfsgerechte Beschulung aller Kinder einer Kommune Angebot von Entscheidungshilfen für Eltern, Schüler/innen und Pädagogen ausreichende Planungsphase für Auftraggeber und Auftragnehmer Fehlerfreundlichkeit und lösungsorientierte Kommunikationsstrategien

20 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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