Materialien zu einem Film von Abderrhamane Sissako

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1 Materialien zu einem Film von Abderrhamane Sissako

2 INHALTSVERZEICHNIS Zum Film Stab und Besetzung... 3 Festivals, Preise... 3 Unterrichtsfächer... 3 Pressestimmen... 4 Kurzinhalt... 5 Inhalt... 5 Biografie Abderrhamane Sissako... 6 Statement des Regisseurs... 6 Interview mit Abderrhamane Sissako... 7 Texte zum Film Walter Ruggle: Poesie als Hoffnung Film des Monats Programmkino.de critic.de kino.de Impressum: Herausgeber, Medieninhaber: Filmladen Filmverleih Mariahilferstraße 58/ Wien Tel: 01/ Redaktion und Layout: Michael Roth 2

3 ZUM FILM Stab und Besetzung Stab Regie... Abderrahmane Sissako Drehbuch... Abderrahmane Sissako, Kessen Tall Kamera... Sofian El Fani Montage... Nadia Ben Rachid Ausstattung... Sebastian Birchler Ton... Philippe Welsh Produzentin... Sylvie Pialat Besetzung Kidane... Ibrahim Ahmed Satima... Toulou Kiki Abdelkrim... Abel Jafri Hidayet... Ayberk Pekcan Fatou la chanteuse... Fatoumata Diawara Djihadiste... Hichem Yacoubi Zabou... Kettly Noël Mali 2014, 97 Minuten, OmU (französisch, englisch, arabisch, tamascheq) Filmfestival Cannes Preis der Ökumenischen Jury Jerusalem Film Festival Bester Film Festival International du Film Francophone Namur Bester Film, bestes Drehbuch, Preis der Jugendjury Chicago International Film Festival Silver Hugo, Grand Prix Abu Dhabi Film Festival Lobende Erwähnung der Jury Unterrichtsfächer Geografie Geschichte Sozialkunde Politisch Bildung Religion Ethik Philosophie 3

4 Pressestimmen "Der Film überzeugt in seiner sehr großen formalen Schönheit, seinem Humor und seiner Zurückhaltung. Er erhellt die Menschlichkeit, die in allen steckt, während er zugleich die Intoleranz kritisiert. Der Film denunziert in einer starken aber subtilen Form die Schrecken, die aus der extremistischen Vision einer Religion hervorgehen." (Ökumenische Jury, Filmfestival Cannes 2014) "Der Mauretanier Sissako präsentierte mit TIMUKTU eine ergreifende Anklage islamistischer Terrorherrschaft. Vor allem zeigt Sissako eines: wie ein Volk gegen seine Despoten aufbegehrt; wie ein Imam den Jihadisten die Stirn bietet; wie eine junge Frau singt, während sie für genau das ausgepeitscht wird; wie junge Leute dann eben ohne Leder Fußball spielen in der hinreißendsten Szene dieses Films, der eine so ergreifende wie wichtige Anklage des islamistischen Terrors ist. In seiner wütenden Verzweiflung ist es ein überaus poetisches, bildschönes Werk." (NZZ) "In einer der schönsten und beeindruckendsten Szenen des Films spielen Jugendliche Fußball ohne Ball, um so die Überwachung und die Schikanen der patrouillierenden Fundamentalisten zu überlisten. Doch Dummheit und Absurdität sind nicht immer nur lächerlich, und der Film zeigt auch Bestrafungen und Todesurteile, bis zum tragischen und aufwühlenden Schluss. Die schreckliche Steinigung, die zum Ausgangspunkt des Projekts geworden war, taucht wie ein Albtraum mitten im Film auf. Wieder einmal stellt Abderrahmane Sissako unter Beweis, dass er nicht nur einer der größten afrikanischen Filmemacher, sondern einer der ganz Großen überhaupt ist. Seine unverwechselbare Handschrift ist die berührende Art und Weise, Schönheit dort einzufangen, wo er sie findet: in den Gesichtern von Männern, Frauen und Kindern, in kurzen Augenblicken des Glücks, und in der vom Wahn der Menschheit unberührten Ruhe der Natur." (Arte) "Abderrahmane Sissakos TIMBUKTU handelt davon, wie Dschihadisten in einen Ort in der Wüste Malis einfallen, wie sie ihn besetzt halten, wie sie die lokale Bevölkerung mit ihren Regeln keine Zigaretten, keine Musik, kein Herumstehen in den Gassen, kein Fußball, außerehelicher Sex wird mit Steinigung bestraft konfrontieren, wie sie die Menschen unter Druck setzen und wie diese damit umgehen. Das Tolle daran ist, wie Sissako all dies nicht als das große Jenseits unserer Vorstellungskraft inszeniert, sondern als Alltag und Normalität. Und das heißt nicht, dass er die Härte und die Gewalttätigkeit der Situation ausspart oder bagatellisiert, im Gegenteil, er fängt sie von der ersten Szene an ein, aber auf eine lakonische Weise. (taz Berlin) 4

5 Kurzinhalt Die von Mythen umwobene malische Stadt Timbuktu wird von Dschihadisten übernommen, die ihre Regeln der Bevölkerung aufzwingen wollen. Die Beduinen-Familie von Kidane lebt friedlich in ihrem Zelt, bis ein Zwist mit dem Fischer Amabou alles durcheinander bringt. Abderrahmane Sissako schafft es auf bewegende Weise, dem grassierenden Fundamentalismus auf sanfte Art ein zutiefst menschliches Filmgedicht entgegenzuhalten. Inhalt Die Straßen Timbuktus werden von einem Pickup durchpflügt, durch dessen Lautsprecher die Bevölkerung über die neuen Regeln informiert wird, die fortan herrschen. Aufgestellt von den Rebellen, die eben die Stadt eingenommen haben. Die neuen Gebote und Verbote werden auf Arabisch verkündet, dann auf Französisch übersetzt. Offensichtlich ist keiner der Rebellen aus der Region und der hiesigen Sprache mächtig. Die Regeln ihrerseits sind klar: Rauchverbot, Fußballverbot, Frauen haben sich von Kopf bis Fuß zu verhüllen und müssen Handschuhe tragen. Die Bevölkerung zieht sich aus den Straßen zurück, leistet aber Widerstand mit kleinen Gesten, die hin und wieder eine surrealistische Dimension annehmen, zum Beispiel, wenn die Heranwachsenden ohne Ball Fußball spielen. Gegenüber Zabou, der Verrückten aus dem Quartier, die uneingeschüchtert mit wirren Haaren durch die Straßen geistert, bleiben die Rebellen machtlos. Derweil lebt Kidane mit seiner Frau Satima und Tochter Leyla von den Unruhen scheinbar unbehelligt friedlich abseits des Dorfes in einem Zelt. Doch die Realität holt die Tuaregfamilie bald ein. Amadou, der Fischer, erträgt es nicht, wenn Kidanes Kühe im Fluss getränkt werden und seine Netze bedrohen. In einem Anfall von Wut tötet er GPS, das Lieblingstier der Familie. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der Kidane Amadou ungewollt tödlich verletzt. In der Folge wird er nach islamischen Recht verurteilt und mit der strengsten aller Strafen belegt: mit dem Tod, sofern es ihm nicht gelingt, von Amadous Familie die Begnadigung zu erkaufen. Die verlangte Summe, die der dschihadistische Richter willkürlich festlegt eine ganze Viehherde - liegt fern seiner Möglichkeiten. Abderrahmane Sissako erzählt in stillen Bildern und mit einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorheben. Der kopflosen Gewalt setzt er ein Filmpoem entgegen. 5

6 Biografie Abderrahmane Sissako Abderrahmane Sissako wurd am 13. Oktober 1961 in Mauretanien geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Mali. Anschließend lebte er 10 Jahre in Moskau, wo er am nationalen Filminstitut VGIK drehte. Sein Abschlussfilm 'Le Jeu" überzeugte bereits mit den klaren ästhetischen Entscheidungen des jungen Filmemachers. Auch "Oktober" hat Abderrahmane Sissako noch in Russland gedreht, bevor seine Reise ins westliche Europa weiterging und zurück nach Afrika. Wie später in "En attendant le bonheur" war das Exil das zentrale Thema. Für diesen reiste er in seine mauretanische Heimat zurück und drehte in Nouadhibou an der Küste, in einem Ort des Transits. Das beschauliche, in sich ruhende Hinschauen, die stille Poesie, die im Alltäglichen ruht, die Sanftheiten des Zwischenmenschlichen sollten auch seinen nächsten Film "Bamako" prägen, wo Sissako wieder ein ernstes Thema aufgriff, jenes des globalen Ungleichgewichts und der Ausbeutung der Zivilgesellschaft durch Weltbank und IWF. Abderrahmane Sissako lebt heute in Frankreich, wo er sein Werk fortsetzt, das sich immer wieder dadurch auszeichnet, dass er Fiktion und Dokumentarfilm, Politik und Poesie zusammenführt und so der Imaginärwelt der Sahelzone einen neuen Raum öffnet. Statement des Regisseurs Am 29 Juli 2012 fand in Aguelhok, einer kleinen Stadt im nördlichen Mali, das zu einem großen Teil besetzt ist, ein unsägliches Verbrechen statt, das von den Medien und somit dem Rest der Welt, einfach ignoriert wurde. Ein Paar in den Dreißigern, das mit zwei Kinder gesegnet war, wurde zu Tode gesteinigt Ihr Verbrechen: Sie waren nicht verheiratet. Die Szenen ihres Sterbens, die von ihren Folterern online gepostet wurden, sind grauenvoll. Die Frau stirbt vom ersten Stein, der sie trifft. Dem Mann entfährt ein heiserer Schrei, dann herrscht Stille. Kurz danach werden sie ausgebuddelt, nur um weiter entfernt vergraben zu werden. Aguelhok ist nicht Damaskus oder Teheran. Deshalb wird nichts darüber berichtet. Was ich niederschreibe ist unerträglich, ich weiß. Ich versuche keineswegs, über Schockgefühle einen Film zu promoten. Jetzt, wo ich davon weiß, muss ich in der Hoffnung darauf davon erzählen, dass nie wieder ein Kind später erfahren muss, dass seine Eltern sterben mussten, weil sie sich liebten. 6

7 Interview mit Abderrahmane Sissako Von welcher Idee ging dieses Projekt aus? Die Gründe, die man erfindet, um zu erklären, weshalb man einen Film gemacht hat, täuschen oft über die Wahrheit hinweg. Sie kommen uns entgegen, aber sie treffen den Kern der Sache nicht. Der Wunsch, Filme zu machen, ein bestimmtes Thema zu behandeln, ist viel komplexer. Warum entscheidet man sich zum Zeitpunkt X, etwas zu erzählen? Wenn man das Glück hat, Filme realisieren zu können, ein Empfinden und eine Sichtweise auf die Welt mitzuteilen, dann vergeudet man das nicht. Man achtet darauf, was man erzählt. Was bringt es, eine Geschichte zu erzählen, die jemand anders auch erzählen kann? Ich möchte nur das vermitteln, wozu ich auch geschaffen bin. Ich schaue mir gerne Filme an, die ich selber nicht machen könnte, ich schätze andere Themen, als diejenigen, die ich wählen würde. Mich kann eine Liebesgeschichte in einer Wohnung aus der Fassung bringen. Aber ich gehöre zu den Filmemachern, die aus einem fernen Land kommen, aus einem Staat, der nicht die finanziellen Mittel hat, um regelmäßig Kinofilme zu produzieren. Da kann es zehn Jahre dauern, bis wieder ein Film entsteht. Wenn man einen macht, muss er einen Sinn haben, eine universelle Bedeutung, er muss aufwecken und die ganze Menschheit betreffen. Ich habe das Verlangen, Geschichten zu erzählen, die man nicht erzählt, nicht oft genug. Was war das auslösende Moment fur TIMBUKTU? Die Steinigung bis zum Tod 2012 in Adjelhoc, einer kleinen Stadt in Mali: Ein Mann und eine Frau, die sich liebten und Kinder hatten, deren Verbrechen darin bestand, nicht vor Gott geheiratet zu haben. Ihre Tötung wurde über das Internet verbreitet. Und diese unsagbare Scheußlichkeit geschah vor der vollkommenen Gleichgültigkeit der Medien weltweit. Dieses Paar, von dem nicht mal die Namen bekannt sind, ist ein symbolisches Paar. Man interessiert sich wenig für ein Drama an einem entfernten Ort, aber dabei vergisst man, dass die Erde rund ist, dass das, was man für weit entfernt hält, in Wirklichkeit gar nicht so weit weg ist. Die Leute sagen sich: Das ist skandalös, warum spricht man nicht darüber? Aber sie wissen selber nicht, was tun. Ich gehöre zu den Menschen, die sich darüber beklagen, dass niemand diese skandalösen Tatsachen anprangert. Nur bin ich Künstler und Filmemacher und besteht meine Rolle darin, 7

8 dieses kollektive, aufständische Bewusstsein weiter zu vermitteln. Umso mehr, wenn es darum geht, was ich am besten kenne: um Afrika, den Kontinent, der an dieser Gleichgültigkeit leidet, deren Opfer die Länder sind, die von anderen «unterentwickelt» genannt werden. Timbuktu ist eine symbolhafte Stadt, und die Belastungsprobe, die ihr durch die Besetzung der Dschihadisten auferlegt wurde, ist ebenfalls symbolisch. In Bamako habe ich eine Westernszene mit Danny Glover gefilmt. Diese Sequenz wurde in Timbuktu gedreht, das damals ein außergewöhnlicher Ort war voller Toleranz und Austauschmöglichkeiten. Wir haben genau vor der Moschee gedreht, mit inszenierten Schüssen, die niemanden empörten. Von Zeit zu Zeit stoppten wir die Dreharbeiten, um die Menschen über den Platz gehen und beten zu lassen. Unsere künstlerischen Aktivitäten störten niemanden. Das ist der wahre Islam. Deshalb ist die Besetzung Timbuktus durch diese Menschen, die von anderswo herkamen, ebenfalls symbolträchtig. Gao durchlebte denselben Leidensweg, aber Timbuktu gehört der Mythologie an. Wir sind alle betroffen, wenn dieser Ort zu Schaden kommt. Die Besetzung der Stadt im 2012 dauerte ein Jahr lang. Ein Jahr, während dem eine gesamte Bevölkerung in Geiselhaft war. Ein Jahr, während dem die Medien sich viel mehr auf westliche Geiseln konzentrierten, die in diesem Teil der Welt gefangen genommen wurden! Und wie hat der Filmemacher während dieser Bewegung reagiert? Der Film wurde nicht nach, sondern während dieser Besetzung ausgedacht, während der französischen Militäroperation. Ich habe damals einen Ermittler losgeschickt, um Interviews zu machen, unter anderem auch mit Dschihadisten. Zu jener Zeit wurde ein Tuareg auf dem Platz von Timbuktu exekutiert, dessen Geschichte ich erzähle. In meinem Film versteckt sich die Steinigung des Paares, das auslösende Element, vor allem hinter der Exekution dieses Mannes. In beiden Fällen verletzen die Tötungen unsere Vorstellungen vom Leben, von der Liebe. Egal ob Tuareg, Berber, Araber oder Fulfulden, sie alle leben in Kargheit und schaffen doch alle ihre eigene Harmonie. Und dann kommen plötzlich diese Terroristen, die alles vernichten. Das, was diese Tuareg-Familie erlebt, erleben auch alle anderen Stämme: in wenigen Momenten kann alles, was man sich sein Leben lang aufgebaut hat, einreissen, man muss weggehen, fliehen aber wie, und wohin? 8

9 In TIMBUKTU fällt der Tuareg Kidane, ein Schäfer, den Dschihadisten zum Opfer. Damals sagte man, dass die Tuareg objektive Verbündete der Dschihadisten wären. Es gibt Tuareg bei den Dschihadisten, aber der Dschihad ist eine spanische Herberge: da gibt es Tuareg so wie Songhai, Bambaras und sogar Europäer, beispielsweise Franzosen oder Spanier lauter Ausgestoßene. Was sie verbündet, ist die Verzweiflung. Sie sind schutzlos und wissen nicht mehr, was tun, also sind sie dem ausgeliefert, was eine Solidarität schaffen kann. Die Jungen, die sich im Selbstmordattentat opfern, sterben, um dem Islam ihr Leben zu geben und ihrer Familie zu helfen. Ihre Geste gleicht einer Opfergabe. Und diese Verzweifelten werden manipuliert. Sie lassen sich überzeugen, man erzählt ihnen von den Menschen, die voller Mut gestorben sind und deren Geste ihre eigene Unfähigkeit, anderen zu helfen, wieder gut macht. Die Geschichte von Kidane, einem Viehzüchter und einem Fischer, erinnert an einen Western. Es kommt zudem eine wunderbare Totalaufnahme vor, nach der Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern, die eines Anthony Mann würdig ist! Meine Liebe zum Film rührt vom Western her. Ich habe stets diese Suche nach Gerechtigkeit geliebt. Mir gefällt die Art von Filmen, die von den Verantwortungsbereichen einer Gesellschaft reden. Und woran hängt das Schicksal eines Menschen? Eine Kuh, deren Beine sich in einem Fischernetz verwickeln, ein Schuss, der losgeht... Haben Sie sich von Beginn an für die Fiktion entschieden oder war der Dokumentarfilm eine Option? Ich habe das Projekt als Dokumentarfilm in Gang gesetzt. Für die Produzenten ist das beruhigender, weil es viel billiger ist. Aber ich wusste, dass ich mich schließlich nicht dafür entscheiden würde. Eine Doku war unmöglich: Es bestand keine Redefreiheit in Timbuktu. Mein Ermittler konnte sich einschleusen, weil er Mauretanier ist und von den Dschihadisten kontrolliert wurde und genau die Dschihadisten wollten interviewt werden. Da fürchtete ich, in eine Falle zu geraten. Ich misstraute der Art und Weise, wie ihre Worte aufgenommen würden, und ich wollte nicht ihr Sonderbeauftragter sein, sondern frei bleiben. Schon in diesem Abschnitt des Projekts fragte ich mich, wie ich die Steinigung des Paares zeigen sollte. Ich hatte mir sogar überlegt, wie ich sie im Animationsfilm darstellen könnte, um sie nicht zeigen zu müssen und eine Distanz zu schaffen. Wo wurde der Film gedreht? Als Timbuktu durch die französischen Truppen befreit wurde, war ich sofort zur Stelle. Ich wollte zuerst das Drehbuch nochmals überarbeiten aufgrund neuer Begegnungen. Mir wurde zum Beispiel geraten, diese Fischhändlerin zu besuchen, die gegen ihren Willen verschleiert war und sich dennoch traute, den Dschihadisten zu trotzen. Das hatte diese so überrascht, dass sie sie in Ruhe ließen. Diese Art von Charaktere kann man sich nicht vorstellen, währenddem man sein Drehbuch in Paris schreibt. Ich traf damals auch diese Mädchen, die man keusch als Zwangsverheiratete bezeichnet in Wirklichkeit sind es junge Mädchen, die vergewaltigt wurden. Genauso wie die nigerianischen Schülerinnen, die von Boko Haram entführt wurden. Die eine, 9

10 19 Jahre alt, traute sich, mir zu erzählen, wie sie jeden Abend vier Männer ankommen sah, deren Gesichter sie nicht erkennen konnte. Ich habe mich von diesen Zeugenaussagen leiten lassen, stets darauf achtend, die Einfachheit zu behalten und nicht zu viel daraus zu machen. Was bringt es, noch was draufzugeben, wenn die Realität so schon unerträglich ist? Die Leute, die ich traf, sprachen von selbst wenig davon, sie wollten lieber über etwas anderes sprechen. Ich hatte vor, gleich dort vor Ort zu drehen. Leider gab es dann dieses Selbstmordattentat vor der Militärgarnison. Drei Typen im Allradauto gingen ins Restaurant essen, bevor sie sich gleich dort in die Luft sprengen ließen. Sie töteten zwei Fuhrmänner, die gerade vorbeifuhren, und die bestimmt dieselben Probleme hatten wie sie. Es wurde extrem riskant, ein Team nach Timbuktu zu bringen, und so entschied ich mich, die Dreharbeiten einiger Szenen nach Mauretanien zu verlegen, wo ich ähnliche Städte, wie Oualata, suchte. Die Schwierigkeit bestand darin, Menschen aus Ethnien dabeizuhaben, die in Timbuktu lebten, aber nicht in Mauretanien: Songhai, Tuareg, Bambara, Fulfulden. Dann war da noch eine Herausforderung: Wir arbeiteten in der Ungewissheit, in einer großen Verwundbarkeit. Wir drehten sechs Wochen lang, in einem spannungsreichen Umfeld. Unser Drehort wurde zu einer gefährlichen Zone. Ich hatte Franzosen in meinem technischen Team. Wir wurden durch die mauretanische Armee geschützt, mit einem starken Engagement des Staates. Es half nicht viel, dass mir jeden Tag gesagt wurde, niemand würde mitgenommen werden, dass die Situation unter Kontrolle war: Wir waren nicht sicher vor einem Selbstmordattentat. Wie haben Sie Ihre Schauspieler ausgesucht? Die meisten von ihnen sind Laien, und das war nicht einfach. Am Tag beispielsweise, als ich die Szene von Kidanes Verurteilung drehte, brachte mir mein Assistent einen Mann, der die Rolle des Richters über nehmen sollte, und mir wurde bald klar, dass er nicht passend dafür war. Ich sagte also einem Regieassistenten, dass er die Rolle des Richters übernehmen müsse. Er hatte kaum Zeit, die Rolle einzustudieren und sich sein Kostüm überzuwerfen, doch er erwies sich als eine unglaubliche Kraft. Für Kidane, den Tuareg, konnte ich nicht im Theater einen Schauspieler suchen gehen: Es gibt ihn nicht. Also trieb ich einen Typen nach einem Foto auf, einen Musiker, der in Madrid lebt, mit dem ich lediglich ein telefonisches Gespräch hatte. Als er ankam, vertraute ich ihm sofort, ich liess ihn nicht mal proben und er war fantastisch! 10

11 Genau das macht die Zerbrechlichkeit des Filmemachens aus und ist sein Wunder. Am Ende filmten wir die Szenen vom Tod des Fischers. 20 Kilometer von Kifa entfernt, bei der einzigen Wasserfläche, die wir finden konnten, die nicht ausgetrocknet war. Der Fischer musste Songhai oder Bozo sprechen, eine Sprache, in der er sich mit dem Tuareg Viehzüchter verständigen konnte. In Timbuktu sprechen die Menschen mindestens drei Sprachen. Deshalb zeige ich, dass sich die Dschihadisten mit Übersetzer fortbewegen. Mein Assistent zeigte mir ein Foto des Fischers, der ausgewählt wurde: Er überzeugte mich nicht. Diese Person muss sterben, er taucht nur relativ kurz auf, doch sollte er etwas auslösen, damit man ihn aus irgendeinem Grund ins Herz schließt. Er brauchte Charisma. Ich bereitete mich darauf vor zu improvisieren, mir den Tod des Fischers ohne den Fischer vorzustellen. Das Bühnenbild war bereit. Und da sah ich zwischen den Pirogen einen Mann. Er kam aus Timbuktu und erzählte mir, dass er vor den Dschihadisten geflohen, dass er seit einem Jahr auf der Flucht sei. Er sprach Songhai, Bambara, Tamascheq (die Sprache der Tuareg). Die Fischerei war seine Leidenschaft, er verstand meine Absicht auf Anhieb und war bereit alles zu tun, was ich von ihm verlangte. Schon wieder ein Wunder: Er ist perfekt. Beim Filmen ist der Filmemacher nur ein Fährmann. Seine Arbeit ist einsam, aber sie profitiert von einem kollektiven Unterbewusstsein. Diese Magie fasziniert mich vorausgesetzt, dass sie aussergewöhnlich bleibt und sich nicht als Prinzip aufstellt. Wie sind Sie auf Layla gestoßen, das Mädchen der Tuareg-Familie? In meinem Drehbuch hatte ich geschrieben: Satima lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter Toya, drei Jahre alt. Eines Tages ging ich nach Mbera, in ein Lager mit malischen und mauretanischen Flüchtlingen rund Personen, um dort meine Tuareg-Figuren zu suchen. Diejenige, die Satima spielen würde, hatte ich bereits ausgewählt: Toulou Kiki, eine Sängerin, die in Montreuil lebt. Aber ich suchte noch das kleine Mädchen von drei Jahren, das von ihrer richtigen Mutter auf das Filmset begleitet werden sollte. Jedes Mal, wenn ich in ein Zelt hineinkam, sass da ein Mädchen, das sich bemühte, in meinem Blickfeld zu sein: Es war zwölf Jahre alt und entsprach nicht dem, was ich geplant hatte, aber sie folgte mir überallhin. Ich machte ein Foto einer Mutter mit ihrer Tochter, und sie schaffte es, am Rand des Bildes zu sein. In dem Moment, als wir fortgehen wollten, saß ich in meinem Auto und sie kam, um sich zu verabschieden. Mein Assistent sagte mir: "Abderrahmane, dieses Mädchen muss im Film mitspielen!" Ich schaute in die Augen des Kindes, es lachte, ich lachte und fuhr weg. Etwas später rief ich meinen Ansprechpartner im Tuareglager an und sagte ihm, er solle die Familie von Layla Walet Mohamed kontaktieren: Toya würde nicht 3, sondern 12 Jahre alt sein. Spielen auch Profis mit? Es gibt Abel Jafri, den Dschihadisten, der nicht fahren kann; Hichem Yacoubi, den tanzenden Dschihadisten; Zikra Oualet Moussa, die Fischhändlerin, und Kettly Noël, eine haitianische Choreografin, die seit über 15 Jahren in Bamako lebt, wo sie eine Tanzschule eröffnet hat. Zabou, die Rolle, die sie darstellt, gibt es wirklich: Sie lebt in Gao, eine ehemalige Tänzerin des Crazy Horse in den 60er Jahren, die verrückt worden ist. Sie kleidet sich so wie im Film, trägt immer einen Hahn auf der Schulter und spricht sehr gut französisch. Als die Dschihadisten in Gao waren, war sie die Einzige, die singen, tanzen und rauchen konnte und ihnen sagte, dass 11

12 sie Blödmänner seien. Anders gesagt: Das Verbotene ist erlaubt, wenn die Person verrückt ist. Sie ist die Verkörperung der Frauen, die den Kampf getragen haben, die sich wagen, zu trotzen. Als sie den Weg der Dschihadisten blockiert, die Arme im Kreuz, erinnert das an Tian'anmen. Absolut! Und mit ihr sprach ich auch Haiti an, diese andere Katastrophe: Diese Frau hat sich tatsächlich in Timbuktu niedergelassen, weit weg von ihrer Insel, mehrere Jahre vor dem Erdbeben. Und dann, durch eine merkwürdige Tragödie des Schicksals, findet sie sich plötzlich in einem weiteren Beben wieder! In allen Gesellschaften sind Frauen stärker als Männer. Das merkt man eher in den Krisensituationen, aber sie sind es, die alles zusammenhalten. Die Frau ist fähig, sich geißeln zu lassen und gleichzeitig zu singen. Die Fischhändlerin trägt den Schleier, den man ihr aufgezwungen hat, aber sie ist fähig, sich aufzurichten. Männer neigen eher dazu, klein beizugeben. Zum Tode verdammt, akzeptiert Kidane sein Schicksal mit Fatalismus, aber er sorgt sich um das Schicksal seiner Tochter. Das Mädchen verkörpert die extreme Zerbrechlichkeit. Es ist die Gazelle, die man zu Beginn rennen sieht, ist die Schönheit, die Harmonie, die verletzt und traumatisiert wird. Im Angesicht seines Todes muss Kidane sie beschützen, sie retten. Ich zeige, dass er auch an seine Frau denkt, aber seine Tochter verkörpert die Zukunft. Ich bin überzeugt, dass Herve Gourdel, der im September in Algerien geköpft wurde, nicht geweint hat, nicht geschrien, gar nichts. Ich bin sicher, dass seine Gedanken einzig und allein ins Persönliche abschweifen konnten: zu seiner Frau, seinen Kindern. Der Film beharrt auf diesem grundsätzlichen Punkt: Was keine Macht jemals töten kann, ist die Liebe. Einen Mann kann man töten, aber nicht die Liebe, die er gegenüber seiner Tochter, seiner Frau empfindet. Das ist fundamental und es ist der Schlüssel des Sieges über die Barbarei. So trotzt man dem Extremismus. Sie haben nicht das letzte Wort. Gewinnen wird die Schönheit, die Würde. Der Film beeindruckt in seiner formalen Schönheit, seiner Poesie, seiner Zartheit, seinen Metaphern und der Ruhe. Warum war es in Ihren Augen notwendig, Ihre Denunzierung mit einem metaphysischen Heiligenschein zu versehen? Ich glaube, dass man harmonisch bleiben muss, wenn man den Schrecken hervorruft, und dass es entscheidend ist, mit dem Publikum zu kommunizieren, dem Ausstattungsfilm den Rücken zuzudrehen, um sich auf die gleiche Höhe mit dem Publikum zu begeben, es einzuladen, den Film zu machen, ihn gemeinsam mit uns zu erfinden. 12

13 Die Steinigungsszene ist eine moralische Lektion des Blicks. Eine Parallelmontage versetzt die Aufmerksamkeit auf einen Dschihadisten, der zu tanzen beginnt, wie ein Mitglied der Gruppe um Maurice Béjart. Zunächst müssen Sie wissen, dass dieser Schauspieler wirklich ein Tänzer ist. Ich hätte diese Szene nicht gedreht, wenn er das nicht gewesen wäre. Für mich ist das die filmische Schreibweise: vom Anderen anzunehmen, was er zu bieten hat. Warum dieser Tanz? Weil er eine Harmonie mit ins Spiel bringt. Wie zeigt man einen Stein, der auf den Kopf einer Frau fällt und sie tötet, wenn man nicht zwischendurch aufatmen kann? Auf der einen Seite erlaubt mir dieser Tanz, die notwendige Distanz zu der schrecklichen Szene zu bewahren; auf der anderen Seite zeigt sie, dass ein Dschihadist einer ist wie wir, dass in jeder Person gute und schlechte Seiten stecken. Dieser Dschihadist tanzt, weil er womöglich Lust hat, aufzustehen, weil er sich bewusst ist, dass etwas nicht richtig funktioniert. Am Anfang der Szene hebt er seinen Gürtel und nimmt seine Waffe ab, bevor er zu tanzen beginnt. Ich möchte den menschlichen Teil zeigen, der auch im Barbarischen steckt. Man muss sie suchen, diese Menschlichkeit, denn wenn man sie nicht zeigt, verliert man einen Teil seiner eigenen Menschlichkeit. Sie zeigen Dschihadisten wie lächerliche Wesen, Menschen mit gebrochenen Armen, Versager, Faulenzer, Heuchler, die heimlich rauchen, Triebe haben. Ich zeige aber auch, dass sie sehr taktvoll sein können: sie geben ihre Brillen und Medikamente den europäischen Geiseln und bieten ihnen Tee an. Einen Augenblick später werden sie sie zwar vielleicht köpfen, aber ich wollte sie nicht schreiend filmen. Ich zeige auch, dass sie steinigen können, ein Paar töten, eine junge Frau geißeln, die sich mit ihrem Gesang schuldig gemacht hat. Aber in der ganzen Gruppe gibt es immer auch alle möglichen Individuen den Gemeinen, den Intellektuellen, den Rapper. Die Figur des Rappers liegt mir sehr am Herzen, dieser junge Mann, der einer Gehirnwäsche unterzogen wurde und der denkt, solange er Musik mache, lebe er in Sünde. Wir haben vom Mörder der US-Geisel James Foley gehört, dass er wahrscheinlich ein ehemaliger Rapper aus London war. Sie filmen diese hervorragende Szene des Fußballmatches ohne Ball. Bedeutet das, dass die Vorstellungskraft stärker ist als ein Verbot? 13

14 Aber klar, die Vorstellungskraft ist die letzte Waffe, die den Menschen bleibt, die soeben alle ihre Bezugspunkte verloren haben. Sie erhält sie am Leben, weil niemand etwas gegen sie tun kann. Die letzte Hoffnung. Und wenn ich an diese Szene denke, so hatte ich sie mir genau so vorgestellt wie im Film. Sie hat dann auch eine Di macht, insbesondere auch dank der Arbeit des Musikkomponisten. Zudem illustriert die Szene die Rolle der Musik im Film, mit dem Klick jedes Mal, wenn jemand gegen den imaginären Ball tritt. Rauchverbot, Spielverbot, Musikverbot. Frauen müssen Handschuhe zu tragen. Sie drehen die Vorschriften ins Lächerliche. Ist der Humor auch eine Waffe? Er bietet mir die Möglichkeit, den Dialog aufrechtzuerhalten, denn ein Film ist eine Unterhaltung; er muss flüssig sein und alles, was dem Zuschauer hilft, ist willkommen. 14

15 Walter Ruggle: Poesie als Hoffnung Der gebürtige Mauretanier Abderrahmane Sissako ist in Bamako (Mali) aufgewachsen und hat dort zuletzt im Hof seines Vaterhauses den Spielfilm "Bamako" gedreht. Darin begegnet er der Ausbeutung von IWF und Weltbank in Form eines Gerichts, das mitten im Lebensalltag abgehalten wird und dadurch stärker wirkt als seitenlange Abhandlungen über die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Ursprünglich wollte er danach einen Essayfilm über die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus in der Gegend der mythenumwobenen Stadt Timbuktu gestalten, doch nachdem er vor Ort die Steinigung eines ehebrecherischen Paares durch die Extremisten erlebt hatte, entschied er sich dafür, einen Spielfilm zu drehen. Und was für einen! Was kann der Künstler in Zeiten, in denen die Menschlichkeit fundamental in Frage gestellt wird durch mordende Horden und zerstörende Kulturlose? Es ist die Frage, die auch der Russe Andrei Tarkowski in dem im Mittelalter angesiedelten Spielfilm "Andrei Rubljow"" gestellt hatte. Sissako hat den islamistischen Fundamentalismus erlebt und reagiert auf das Wüten einer Minderheit mit einem Film, der den Alltag vor Augen führt, uns gleichzeitig eine Geschichte erzählt, die zeigt, dass auch der friedlichste Alltag nicht einfach nur friedlich ist. Zwist ist eine menschliche Schwäche, die oft genug tragisch endet. Die Täter in seinem Film kommen von überall her und sprechen keine gemeinsame Sprache. So wenig sie einander verstehen, so wenig wissen sie, was die Regeln sollen, die sie den Menschen in Timbuktu aufzwingen. Für diese ist es nicht nachvollziehbar, warum sie nicht mehr rauchen, musizieren oder fußballspielen sollen, warum die Fischverkäuferin auf dem Markt Handschuhe tragen muss, warum die Moschee als Ort des Gebets und der Besinnung mit Waffen betreten wird. Zu den Glanzpunkten dieses federleicht wirkenden Films über die Tragödie religiösen Fundamentalismus' gehört ein Fußballspiel ohne Ball. Abderrahmane Sissako erzählt in stillen Bildern und einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorheben. Keine Schwarzweiß-Malerei, dafür eine Betrachtung voller Poesie, die er der kopflosen Gewalt entgegensetzt. 15

16 Film des Monats Kidane lebt friedlich mit seiner Frau Satima, seiner Tochter Toya und dem Hirtenjungen Issan in den Dünen nicht weit von Timbuktu, das in die Hände religiöser Fundamentalisten gefallen ist. In der Stadt erdulden die Menschen ohnmächtig das Terrorregime, das ihnen Musik, Zigaretten und Fußballspielen verbietet und mit drakonischen Strafen droht. Eine Sängerin wird ausgepeitscht, ein Paar wegen moralischer Vergehen grausam gesteinigt. Doch die Menschen wehren sich: Der örtliche Imam weist die selbst ernannten Gotteskrieger aus der Moschee, weil in ihr keine Waffen getragen werden dürfen. Eine Gruppe Jugendlicher spielt Fußball ohne Ball, und auch die Musik kann nicht zum Verstummen gebracht werden. Als Kidane den Fischer Amadou im Streit unbeabsichtigt tötet, weil dieser seine Lieblingskuh erschossen hat, muss auch er sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen. Die Liebe zu seiner Familie und die Motive seiner Tat finden im gnadenlosen Gerichtsverfahren kein Gehör. In poetischen Bildern vom Leben in der Sahara setzt der Film dem Drama der Gewalt und des Terrors eine andere Welt entgegen. Die Menschen in Timbuktu und Umgebung sind einerseits Opfer grausamer Fundamentalisten, andererseits von einer unbeugsamen Würde, die sie auch dann nicht verlieren, wenn sie mit dem Tod bedroht werden. Die Schönheit der Wüste, die Liebe von Kidane und Satima, die Fürsorge des Vaters für die Tochter und die kreativen Zeichen des Widerstandes der Menschen von Timbuktu werden in sanfte und berührende Bilder gefasst, in denen die Hoffnung auf Überwindung der schockierenden und grausamen Gewalt lebendig ist. Die Sprache der Bilder selbst wird zu einer Form des Widerstandes. Wo fundamentalistische Herrschaft das Leben zu ersticken droht, da wird die Phantasie zu einer Quelle, die das Recht und die Vielfalt des Lebens verteidigt. Prägnante Dialoge und das ausdrucksvolle Mienenspiel der Schauspieler machen Timbuktu zu einem eindrücklichen Dokument der Auseinanderstzung zwischen regionalen Kulturen und bewaffnetem Terror. 16

17 Programmkino.de Gewiss kein gefälliges Thema gleichwohl ein überwältigender Film! Fanatische Fundamentalisten, Gräueltaten selbsternannter "Gotteskrieger" in Afrika da hatten viele bei der Premiere in Cannes obligatorisches Pflichtprogramm erwartet. Dann die große Überraschung: Dieses Drama um eine bescheidene Hirten-Familie in den Fängen der religiösen Eiferer eroberte die Herzen im Sturm. Die grandios poetische Bildsprache, die anrührenden Figuren sowie eine wunderbar unprätentiöse, märchenhafte Erzählweise offenbaren regelrechte Klassiker-Qualitäten. Ein Meisterwerk über Würde, Widerstand und Toleranz! Der in Mali aufgewachsene Regisseur Abderrahmane Sissako ließ sich für sein Drama von einer Schreckensmeldung aus seiner einstigen Heimat inspirieren, wo ein Elternpaar nach Scharia- Recht gesteinigt wurde, weil es nicht verheiratet war eine ähnliche Szene ist sekundenkurz im Film zu sehen. Die reale Zerstörung von UNESCO-Welterbe im Mai 2012 durch die militanten Machthaber in Mali wird gleichfalls reflektiert, indem die Söldnertruppen im Film uralte Statuen blindwütig zerschießen. Sissako gibt den Fanatikern durchaus menschliche Züge, mit bisweilen grotesken Effekten. Die Milizionäre, die den Jungs das Ballspiel verbieten, unterhalten sich eifrig über die Qualitäten von Zidane und Messi. Einem zur Video-Beichte gezwungen Rapper will der ambitionierte Dschihadisten-Regisseur erst noch Schauspielunterricht geben, derweil ein anderer Verbots-Vollstrecker privat dem heimlichen Rauchen frönt oder einen ekstatischen Tanz aufführt. Neben der souverän erzählten, bewegenden Geschichte überzeugt das Drama durch seine visuelle Poesie. Sei es, in den ausdrucksstarken Gesichtern seiner würdevollen, resoluten Helden. Oder in jenen Panoramabildern der Wüste: Ob im beschaulichen Nomadenzelt oder jenem Fluss, an dessen Ufer der Hirte den verhängnisvollen Schuss abgibt: Kameramann Sofian El Fani findet, wie schon in 'Blau ist eine warme Farbe', eindrucksvolle Bilder von erlesener Schönheit. 17

18 critic.de Der islamische Fundamentalismus hat ein widersprüchliches Verhältnis zur Vergangenheit. Einerseits beharren seine Anhänger auf der wörtlichen Auslegung des Korans und verschließen sich jeglicher gesellschaftlicher Modernisierung, andererseits bringen sie der (Kunst-)Geschichte ihres Landes keinerlei Wertschätzung entgegen. Alles, was der eigenen Ideologie zuwiderläuft, wird zerstört. Man denke nur an die riesigen Buddhastatuen aus dem 6. Jahrhundert, die 2001 im afghanischen Bamyian von religiösen Fanatikern gesprengt wurden. Der mauretanische Regisseur Abderrahmane Sissako ('Bamako') widmet sich in seinem neuen Film diesem Barbarentum im Namen der Religion. Gleich in der Eröffnungssequenz inszeniert er eine Gruppe von Terroristen wie einen Haufen ungezogener Kinder. Aus Langeweile schießen sie mit ihren Maschinengewehren auf afrikanische Kultgegenstände, vertreiben sich also letztlich die Zeit damit, ihre eigene Tradition zu zerstören. Die Fundamentalisten zeigt Sissako anders, als man das gewohnt ist. Er will das Bild des bedrohlichen Terroristen nicht ein weiteres Mal reproduzieren und dadurch verstärken. Er will diesen Leuten nicht zugestehen, furchteinflößend zu sein. Stattdessen zeichnet er sie als unbeholfene Trottel, die mit Gewalt Regeln durchsetzen, an die sie sich selbst nicht halten. Sie rauchen heimlich, machen sich an verheiratete Frauen ran oder schauen Fußball. Auf humorvolle Weise entlarvt der Film einen Jihad, von dem letztlich niemand etwas hat. Terroristen als Idioten zu zeigen, wäre ein Einfaches gewesen. Wenn es aber beispielsweise einem ehemaligen Rapper, der vor der Kamera seine alte Profession verteufeln soll, an Überzeugungskraft fehlt, führt der Film keine Person vor, sondern eine starre Ideologie. In Szenen wie diesen offenbart sich Sissakos genauer Blick für das Absurde im Alltäglichen. Ganz der Harmlosigkeit möchte er die Terroristen aber nicht überlassen. Mit brutalen Bildern wie dem eines gesteinigten Paares setzt er einen scharfen Kontrast zur Komik und erinnert daran, dass es sich hier eben nicht nur um ein Filmszenario handelt, sondern auch um eine soziale Wirklichkeit. Der Mauretanier Sissako steht für ein Weltkino, das sich nicht auf Sentimentalität und Exotik verlässt, sondern erzählerische Wagnisse eingeht. Immer wieder tauchen am Rande kurze Momente auf, die sich nicht in ein dramaturgisches Korsett zwängen lassen. Was etwa aus dem weißen Mann wird, den die Terroristen am Anfang des Films als Geisel nehmen oder der Fischverkäuferin, die auswandern will, bleibt offen. Sissako gelang ein beeindruckender Film voller Ungeschliffenheiten. Ein wenig erinnert TIM- BUKTU an eine seiner Protagonistinnen, eine verrückte Frau, die wie in einer Parallelwelt vor der Besatzung lebt, sich von den Fundamentalisten nichts sagen lässt und sich selbst in Anlehnung an das Erdbeben, das Haiti im Jahr 2010 heimsuchte als Riss im Boden bezeichnet. Wie sie leistet auch der Film Widerstand. Er lehnt sich gegen jene Geschichten auf, die uns immer wieder auf sehr eindimensionale Weise von der Unterdrückung durch Religion erzählen. Sissako zersplittert nicht nur seine Handlung, er lehnt sich auch immer wieder gegen die erschlagende Wirkung von Gefühlen auf. Er provoziert Emotionen zwar, bricht sie aber zugleich durch eine gestörte Kommunikation, die sich in einem Sprachengewirr aus Arabisch, Tamasheq, Bambara, Französisch und Englisch niederschlägt. Kein Wunder, dass die filmische Welt aus den Fugen gerät, wenn sich nicht einmal die Terroristen untereinander verständigen können. 18

19 kino.de Es gibt Filme, deren Kraft ist fast unfassbar. Deren Bilder und Töne den Zuschauer nicht nur in eine andere Welt führen, sondern ihn auch spüren lassen, wie es ist, in dieser zu leben. Regisseur Abderrahmane Sissako öffnet den Blick für ein Land, das nur wenige auf dem Schirm haben, das aber ein Mikrokosmos dessen ist, was man global immer häufiger beobachten kann. Der Hirte Kidane (Ibrahim Ahmed) führt ein friedliches Leben mit seiner Frau Satima (Toulou Kiki) und der gemeinsamen Tochter. Doch Mali ist ein Land, das gerade zerrissen wird. Dschihadisten sind auf dem Vormarsch, zerstören die Reliquien alter Kultur und erlassen neue Gesetze streng nach der Schariah. Musizieren und Tanzen ist verboten, Frauen müssen verhüllt sein und die Religionswächter wachen über allem. Kidane merkt anfangs nichts davon, er lebt mit seiner Familie in Abgeschiedenheit, aber als ein Streit mit einem Fischer tödlich endet, setzt dies eine Ereignisspirale in Gang, nach der nichts mehr sein wird, wie es war. TIMBUKTU ist ein simpel gestalteter, aber eindringlich wirkender Film, der sich nicht darauf kapriziert, den Wahn der Gotteskrieger durch eine Schwarzweißzeichnung zu thematisieren, sondern die Widersprüche in ihrem Handeln aufzeigt. Es ist eine Gruppe an Dschihadisten, die kaum etwas eint, noch nicht einmal eine gemeinsame Sprache, die aber alle glauben zu wissen, wie die Gesellschaft zu leben hat und sich dabei selbst in Eigenanspruch und Umsetzung verheddern. So clever wie kaum ein anderer Film zeigt TIMBUKTU den Irrglauben dieser Menschen, die brutal vorgehen, aber letzten Endes selbst so verloren in sich sind, dass sie niemals erkennen können, wie sehr sie sich selbst widersprechen. Der Film kommt fast ohne Gewalttaten aus. Er zeigt das Leben, den Alltag, in einem fundamentalistisch geprägten Land, und lebt von einer ständig vorhandenen Spannung, weil man in einer solchen Gesellschaft sehr schnell zum Opfer religiöser Eiferer werden kann. Es gibt Momente, die nur schwer anzusehen sind, die auch die Sinnlosigkeit und Grausamkeit dieses Systems zeigen. Zugleich gibt es aber auch Momente, in denen den Fundamentalisten der Spiegel vorgehalten wird. Religion muss nicht nur auf diese eine, absolute Form ausgelegt werden. Sie kann und muss mehr sein, wenn sie in dieser Welt irgendeine Bedeutung haben soll, die darüber hinausgeht, einer Gruppe von Menschen macht über den Großteil der anderen zu geben. Das alles packt Sissako in wunderschöne und poetische Bilder. Er rahmt seine Geschichte zudem ein, mit der Jagd auf einer Antilope am Anfang, der die Jagd auf einen Menschen am Ende vorwegnimmt. TIMBUKTU ist großes, die Seele berührendes Kino. 19

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