It s not easy being green. Wie umweltbewusst ist die Cloud wirklich?

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1 It s not easy being green Wie umweltbewusst ist die Cloud wirklich?

2 Inhalt Vorwort Was macht die Cloud so grün? Wie finden Anwender umweltfreundliche Anbieter? Alles auf Natur: Diese Organisationen und Zertifikate sind grün Greenwashing: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser Was bringt die Zukunft? Ein kritischer Blick auf Problemfelder Fazit: Der Anwender bestimmt die Zukunft mit Über cloud world Kontakt 16

3 Vorwort Werte Leser/innen und Cloud-Interessent/innen, 1971 eröffnete in Berlin der wohl erste Bioladen in Deutschland. "Peace Food" war seiner Zeit weit voraus, damals hätte wohl niemand gedacht, dass selbst ein gestandener Supermarkt nicht mehr ohne Bioprodukte auskommt. Doch heutzutage ist es nicht mehr verwunderlich, denn der Mensch lebt nicht mehr für sich allein, sondern sieht sich im globalen Geschehen als aktiver Part und weiß auch, dass seine Anfrage als Kunde sehr wohl die Herangehensweise der Industrie verändern kann. Auch deshalb erscheint Cloud Computing aktuell neben seinen Kostenersparnissen, Effizienz und Flexibilität perfekt für das digitale Morgen, denn die Cloud lagert Hardware aus und vermeidet Müll und Energieverbrauch. Doch ist sie wirklich so umweltbewusst, wie es gerne behauptet wird und was muss man tun, um das sicherzustellen? In diesem Leitfaden erfahren Sie, was die Cloud umweltbewusster macht, was sie aber auch in der Zukunft zu einem Risiko machen könnte, wenn wir nicht aufpassen. Wir werden Ihnen Hilfestellungen an die Hand geben, umwelt- und energieschonende Anbieter und Anwender heraus zu filtern und sich gezielt über neue Trends in Sachen Energieeffizienz zu informieren. Denn wie sagte schon der gegenwärtige König von Spanien, Felipe IV: " Reine Luft, saubere Böden und ungiftige Lebensmittel gehören zu den Menschenrechten. Ich freue mich auf Ihr Feedback und wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre. Mit freundlichen Grüßen, Juliane Waack Online-Editor cloud world Seite 3

4 Grüne Cloud 1. Was macht die Cloud so grün? Die Studien bestätigen es immer wieder, die Cloud ist umweltbewusst. Ob Google nun deklariert, dass gerade kleine Unternehmen bis zu 90% an Energie sparen können, wenn sie ihre Infrastrukturen auf die Cloud übersiedeln oder Pike Research prophezeit, dass die Umlagerung von Anwendungen auf Cloud- Rechenzentren bis 2020 den Energieverbrauch aller Rechenzentren um bis zu 38% verringern kann - die moderne Technologie scheint der Umwelt näher als je zuvor zu sein. Der Grund für diese optimistischen Ausblicke liegt in der Verteilung von Prozessen. Während interne Rechenzentren nicht immer vollständig ausgelastet sind und dennoch konstant Energie verbrauchen, ermöglichen es die Cloud, virtuelle Server (die bis zu 20x mehr Daten speichern und verarbeiten können) und sogenannte Server-Cluster, dass die Auslastung kontrollierter abläuft und damit diverses an Energie sparen kann. Virtuelle Server und Server-Cluster Virtuelle Server werden oftmals von mehreren Usern verwendet, sind aber je nach User abgesteckt, die Nutzer können daher unterschiedliche Browser verwenden und haben sozusagen ihre eigene Umgebung (sie können unter Umständen auch als Private Cloud fungieren). So kann ein Server natürlich vollends genutzt werden und erzielt im Bestfall auch die bereits genannten 20-fachen Leistungen im Vergleich zu einem (herkömmlichen) physischen Server. Natürlich steht auch hinter einem virtuellen Server einer (oder auch mehr) physische Server. Man kann sich die Leistung von Server- Clustern (die etwa auch für größere Virtual Server genutzt werden können) so vorstellen, wie eine Gruppe Arbeiter, die alle unregelmäßig beschäftigt sind. Einer hat den ganzen Tag zu tun, ein anderer muss nicht viel machen und wartet den ganzen Tag, wird aber dennoch voll bezahlt. Mit dem Konzept der Virtualisierung, bzw. mit dem Clustering von Servern wird derweil eingeschätzt, wie viele Arbeiter man aktuell braucht und diese erledigen dann gesammelt die Aufgaben der ganzen Gruppe und alle, die nicht gebraucht werden, können nachhause gehen und werden erst dann wieder benachrichtig, wenn wieder mehr Arbeit ansteht. Dadurch spart man in unserem Beispiel Geld, in der Infrastruktur jedoch auch ein hohes Maß an Energie und auch Kühlenergie, die oftmals bei dem diskutierten Energieverbrauch von Rechenzentren vergessen wird. Links: Seite 4

5 Grüne Cloud Hardware-Reduzierung Für viele Unternehmen bietet eine Infrastruktur in der Cloud auch das Auslagern (bzw. komplette Vermeiden) der internen Infrastruktur. Es müssen keine eigenen lokalen Server oder Rechenzentren mehr gekauft und in Stand gehalten werden und geht man davon aus, dass die großen Cloud-Zentren aufgrund ihrer effektiven Arbeitsverteilung ein Vielfaches an kleinen Rechenzentren ersetzen können, wird dadurch neben der Energie auch ein großer Berg an Hardware gespart. Das natürlich nur in Hinblick auf die Hardware, die gar nicht erst gekauft wird. beachten. Finnland ist nicht umsonst einer der beliebtesten Standorte für gewaltige Rechenzentren, da das kalte Wetter dafür sorgt, dass die Server nicht derart stark künstlich gekühlt werden müssen als in heißeren Regionen. Hinzu kommen immer neue Anwendungen und Programme, die es sogar jedem einzelnen Rechner ermöglichen, die Stromzufuhr je nach Bedarf (und Aufgabe) anzupassen, so dass nicht alle Rechner auf Hochtouren laufen müssen. Ein Rechner etwa, der nur Daten lagert, aber aktuell nicht verarbeitet, kann seinen eigenen Stromverbrauch anders regulieren als ein Rechner, der gerade mit einer Datenverarbeitung beschäftigt ist. Bei der ausgelagerten Hardware gilt es derweil als Unternehmen zu beachten, dass man die alten Server und Rechner so umweltbewusst wie möglich entsorgt - gerade da gibt es übrigens auch auf industrieller Ebene leider noch viel Nachholbedarf ebenso wie bei der Entsorgung der bereits erwähnten Kühlmittel, doch dazu mehr im fünften Kapitel.! Strom sparen und gut nutzen Viele fortschrittliche Cloud-Anbieter setzen oftmals auf erneuerbare Energien oder vermeiden überschüssige Energiekosten, indem sie beispielsweise die Umgebung ihrer Rechenzentren für die Kühlung mit Seite 5

6 Grüne Cloud Backup-Generatoren ersetzen Zusätzlich - und das wird leider in vielen Fällen noch etwas vernachlässigt - wird an Methoden gearbeitet, die vielen von Diesel betriebenen Notfall-Generatoren zu ersetzen, bzw. durch erneuerbare Energien zu betreiben. Denn um die Ausfallquoten so niedrig wie möglich zu halten, laufen in vielen Rechenzentren riesige Generatoren durchgehend mit, um im Falle eines Stromausfalls die Energieversorgung zu übernehmen. Das spart natürlich keine Energie, sondern kostet zusätzlich Unmengen. Alternativen gibt es derweil bereits schon in vielen unterschiedlichen Formen, so wird stetig an Generatoren gearbeitet, die mit Wasser, Gas, Solarenergie, Wind oder sogar Magneten Strom generieren und so den Energieverbrauch (und die Umweltverschmutzung) um ein Vielfaches zu reduzieren. Diese ganzen Wege, Alternativen und Innovationen zum effektiven Sparen von Energie stimmen natürlich optimistisch, doch wie weiß man als Anwender, ob der Anbieter überhaupt derartige Maßnahmen unternimmt? Seite 6

7 über cloud world cloud world ag ist der zentrale und neutrale Marktplatz für Cloud-Produkte und - Dienstleistungen im deutschsprachigen Raum und wurde 2013 in Pfäffikon, Schweiz) gegründet. Mit den Top-Domains cloud.de /.ch /.at / *.li ist cloud world der Anlaufpunkt für Cloud-Interessenten, -Experten und -Anbieter, der das Thema Cloud im deutschsprachigen Raum vorantreibt und eine erfolgreiche Werbe- Plattform für Anbieter bietet, die wiederum Anwendern durch Transparenz und Neutralität Vertrauen schafft. Neben einem Directory, das SaaS-, PaaS- und IaaS-Produkte sowie cloudrelevante Services listet, bietet cloud world Informationen und Ratgeber rund um die Cloud an (Info-Center, Blog, Newsletter und kostenlose Leitfäden). Darüber hinaus können Anwender einzelne SaaS-Produkte in zielgruppenspezifischen Bundles zu attraktiven Kondition direkt über den Marktplatz beziehen. cloud world ist auch an den deutschen Standorten Berlin und Karlsruhe vertreten. Seite 15

8 Kontakt Ihre Ansprechpartner Juliane Waack Online-Editor Tel. Mobil Web Social Media Twitter: LinkedIn: Xing: +49 (0) (0) https://twitter.com/jules_mccloud https://de.linkedin.com/pub/juliane-waack/96/3ab/78 https://www.xing.com/profile/juliane_waack Wichtiger Hinweis Dieses Whitepaper wurde von cloud world nach bestem Gewissen und Wissen erstellt. Wir übernehmen jedoch keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Seite 16

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