Was unterscheidet Macs mit OS X von PCs mit Windows?

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1 Quo vadis, Schweizer Grossverlage? Was unterscheidet Macs mit OS X von PCs mit Windows? Und was steckt hinter der Meldung: «Verabschieden sich die Grossverlage von Apple?» Von Franz J. Preuss, Direktor und Inhaber SCS SOLID Computer AG, Spreitenbach Franz J. Preuss. Seit zwei Jahrzehnten wird unter den Computerbenutzern immer wieder von einem Glaubenskrieg zwischen Apple und Windows berichtet. Warum? Weil trotz vielen positiven Argumenten und selbst den besseren finanziellen Aspekten für Apple Windows an Marktanteilen zulegt und Apple stagniert. Nun bläst sogar seitens der Grossverlage Apple ein steifer Gegenwind ins Gesicht, obwohl selbst die beteiligten IT- Verantwortlichen von einer Entscheidung für die zweitbeste Lösung sprechen. Presseberichte machten mit Meldungen darauf aufmerksam, welche die Print- und Publishing-Gemeinde in der Schweiz aufschrecken liessen. Leider mit folgenden nicht der ganzen Wahrheit entsprechenden Headlines: «Schweizer Grossverlage verabschieden sich von Apple.» «Zürcher Medien ohne Mac.» «Apple verliert wichtige Schweizer Geschäftskunden.» Oder: «Alle lieben Macintosh und heiraten Windows.» Doch kaum einer der Grossverlage wird ganz auf Apple verzichten können beziehungsweise wollen. Dieser Bericht soll die «Glaubensdiskussion» in eine «Wissensdiskussion» wandeln. Glauben ist, mit Windows alles besser, günstiger, billiger und effizienter machen zu können. Wissen ist, dass mit Apple die Produktion seit Jahren unterbrechungs- und virenfrei läuft und alle Druckaufträge zum gewünschten Zeitpunkt zu Ende geführt werden. In den nachfolgenden Zeilen wird viel von Dingen die Rede sein, welche dem Leser eventuell unbekannt sind, zum Teil sogar fast unglaublich klingen. Was ist die Legitimation des Schreibenden? Er ist seit 1980 in der Schweizer Computerszene bei Soft- und Hardware-Herstellern sowie als Distributor tätig. Seine Firma, die SCS SOLID Computer AG, betätigt sich seit 1987 ausschliesslich als Distributor/General- und Exklusiv-Vertreter namhafter internationaler Hersteller. Die Produkte (HELIOS, Canto Cumulus, ES-Backup, RagTime, Asanté, ES-Backup, MediaSpider usw.) sind alle Systemhersteller-unabhängig und für den heterogenen (verschiedene Plattformen) Einsatz auf UNIX, Linux, Mac OS und Windows Server für Apple, Windows und Linux Clients/Benutzer ausgelegt. Die bisherigen mehr als 4000 Server-Installationen mit über Benutzern in der Schweiz sind in Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, öffentlichen Verwaltungen, Schulen, Universitäten und in der Druckindustrie anzutreffen. Diese Benutzer widerspiegeln rund Apple- und Windows- PC-Lizenzen, die hier in der Schweiz verkauft wurden. SCS SOLID Computer AG setzt seit 17 Jahren auf Apple-Workstations und unter anderem auch auf Apple-Server. Dabei hatten wir nicht ein einziges Mal mit Virenbefall und den damit verbundenen Systemunterbrüchen zu kämpfen. Alle in diesem Text aufgeführten Aussagen, Statistiken, Bewertungen und Markterhebungen basieren auf offiziellen Quellen. PCs, die Hardware und Windows als Betriebssystem Sehen wir uns die Hardware der PCs als erstes an. Ja, es gibt billigere PCs als Apple Macintosh zu kaufen. Die in PCs verwendeten Komponenten sind häufiger und schneller defekt, da es im PC- Markt alles gibt, von guter Hardware bis zu totalem Schrott, sehr kurzlebige Architekturen und längerfristig gepflegte. Selbst ein Grosseinkäufer muss bei der Evaluation nach den richtigen Systemen sehr viel Zeit investieren. Dieser Aufwand, besonders bei kleineren Unternehmen, entfällt bei Apple-Produkten. Weiterhin nicht unerheblich sind die Mehrkosten für Wartung und Pflege einer PC-Landschaft, welche in den 20

2 Entgegen weit verbreiteten Nachrichten: Die Lust der Printmedien, sich von Apple zu lösen, ist vergleichsweise gering. meisten Fällen personell und finanziell doppelt so aufwändig sind. Selbst bei der Serverarchitektur schlagen die vorher erwähnten Punkte auf der PC-Seite negativ zu Buche. Firmen, welche auf einer 1-Server-Strategie aufgebaut waren, eventuell mit SUN, Apple oder einem anderen Hersteller, und dann auf Windows wechselten, benötigten in den meisten Fällen nur sechs Monate, bis der zweite, dritte und vierte PC-Server angeschafft werden musste. In Gesprächen mit diesen Firmen stellte sich immer wieder heraus, dass dies die einzige Überlebensstrategie für sie war. Dass die Kosten durch Mehrfachanschaffungen von Hard- und Software mit der gleichen Kadenz anstiegen, ist nur eine weitere Konsequenz. Ob die Ursache nun beim Computerverkäufer lag, welcher einen zu schmalbrüstig ausgelegten PC-Server verkauft hatte, oder beim Finanzchef des Unternehmens, welcher den Einkäufern diktierte, billiger einzukaufen, lassen wir offen. Denn immer billiger kann nicht gleichbedeutend sein mit zuverlässiger, ausfallsicherer und immer besser. Beispiele dieser vertrackten Situationen seien der Burda-Verlag in Deutschland sowie News International in England, doch die Liste könnte um Firmen aus aller Welt verlängert werden. Beide Firmen wechselten im Vertrauen auf Kostenreduktion bei der Hardwarebeschaffung, bei Unterhalt und Support und der Lösung von vermeintlichen Schnittstellenproblemen von den Apple-Arbeitsplatz-Computern zu PCs. Doch innerhalb weniger als einem Jahr mussten beide Unternehmen den einmal gefassten Entschluss rückgängig machen und mit erheblichen, unnötigen Mehrkosten zu Apple-Rechnern zurückkehren. Denn nach der Umstellung auf PCs waren wichtige Funktionen nicht mehr vorhanden oder nicht mehr berechenbar, dafür wurde für alles und jedes ein Spezialist erforderlich, der dann meistens noch von extern hinzugezogen werden musste. Bei zeitkritischen Produktionen wird so etwas für eine Firma zur Existenzfrage. Windows und die weite Welt Fast jeder ist bereit zu glauben, dass Windows in etwa das repräsentiert, was er von seinem Computer erwarten kann. Ist dem wirklich so? Warum sind aus dem Internet heruntergeladene Dateien teilweise unleserlich umbenannt? Wie kann eine Datei, die im Browser einen eindeutigen Namen hatte, später «MCF5ZG3J.GHT» oder ähnlich heissen? Warum werden Festplatten, CD-Laufwerke und ähnliche Geräte einfach umbenannt? Die Geräte ändern ihren Namen je nachdem, ob sie gerade an- oder ausgeschaltet sind. Wie 21

3 soll man da seine Daten wieder finden? Heissen die Geräte A, B, C, D usw., weil Windows nicht weiss, ob es sich um eine Festplatte, ein DVD-Laufwerk handelt? Das weiss der Computer doch schon, bevor Windows startet. Sind das alles Features, die grundsätzlich aus technischen Gründen so sein müssen? Windows-Benutzer kennen sicherlich diese Meldung: Die Wahrheit ist, es stimmt nicht, wie untenstehende Verzeichnisliste unter Linux beweist: Windows könnte von den in diesen Dateien auf einem Linux-Server liegenden Verzeichnis nur «MeinText.txt», «meintext.txt», «MEINTEXT.TXT» und «meintext.txt.txt.txt» speichern. Allerdings wären die ersten drei aus Sicht von Windows die gleiche Datei. Die zuletzt abgespeicherte würde wahrscheinlich gewinnen. «meintext.txt. txt.txt» ist unter Windows ein kritischer Name, weil die Datei eventuell nicht sauber von den ersten drei unterschieden wird. Im Grunde bleibt also nur eine Datei übrig, man weiss aber nicht, welche davon, und da sie alle einen verschiedenen Inhalt haben könnten, müsste man wohl telefonisch mit dem Urheber klären, ob diese nun die Richtige ist. Das Verzeichnis enthält aber zehn Dateien mit eventuell unterschiedlichem Inhalt. Machen Sie folgenden Test. Sichern Sie unter Windows XP eine Datei mit dem Namen «daten.txt». Im Folder wird nur «daten» als Fileeintrag erscheinen, oder das File erscheint, wie bei uns geschehen, unter dem Namen «daten.doc», aber nicht immer! Nun speichern Sie eine andere Datei mit dem Namen «daten», und Sie werden die Meldung «Dieses File besteht bereits» erhalten. Dann benennen Sie das File auf «daten.txt.txt» und speichern es. Im Folder erscheinen nun die Dateien «daten» und «daten.txt»! Welches nun... war welches? Man könnte sich jetzt sagen, dass das ja alles nicht so schlimm sei und fast gar nicht auffällt, solange alle Windows verwenden. Das wäre ein Trugschluss. Chinesisches Windows, russisches Windows und Schweizer Windows sind nämlich nicht kompatibel untereinander, und das hat nichts mit den verwendeten Schriftzeichen (Fonts) zu tun, sondern eher mit dem nicht verwendeten Unicode unter Windows und den 8-Bit-Zeichensätzen. In einer vernetzten Welt bedeutet das, dass Dateien automatisch umbenannt werden oder manuell (!) umbenannt werden müssen und dass Sender und Empfänger plötzlich nicht mehr über das Gleiche sprechen. Schlimmer noch, sogar die Inhalte sind nicht sicher. Man könnte jetzt natürlich alle «kleinlichen» UNIX-Computer und auch Apple unter Mac OS 10.3, die da so «kleinkariert» zwischen Gross- und Kleinschreibung unterscheiden, exotische Sprachen sprechen und sogar noch Eigentümer von Daten kennen, aus den Firmen verbannen. Aber wäre es nicht auch eine armselige Welt, in der alle nur noch Windows verwenden? Zum Beispiel würde dann niemand wissen, dass Dateinamen auch ein «?» enthalten dürfen. Apple und die weite Welt In einigen Zeitungsartikeln war zu lesen, die Entscheidung der Schweizer Grossverlage, weg von Apple zu wollen, hätte auch Gründe wie: «Weil unternehmerische Software, beispielsweise von SAP und Oracle, nicht für das Macintosh-Betriebssystem erhältlich ist, sind die Firmen gezwungen, auf Windows umzusatteln.» Das ist falsch, denn Apple hat ein SAP GUI (Graphical User Interface), welches auch von SAP offiziell unterstützt wird. Es wird nicht nur in der Schweiz bei der Migros Genossenschaft Zürich, sondern auch bei Apple intern und weltweit eingesetzt. Ein weiteres Argument waren die Kosten für einen erneuten Mac-OS-X-bedingten, kostenpflichtigen Upgrade auf QuarkExpress 6.X. Auch falsch, denn der Preis ist für Apple und Windows gleich. Doch auf Apple laufen alle bestehenden Extentions auch aus den Quark-Versionen 4.x und 5.x. Für die Windows-Plattform sind diese Extentions nicht vorhanden (weil nie dafür entwickelt) und müssen, wenn überhaupt möglich, noch an Quark 6.X angepasst werden. Selbst für Applikationen, bei denen es kein Pendant auf der Apple-Plattform gibt, ist ein Mac OS X Client (Citrix Metaframe) kostenlos erhältlich. Dieser unterstützt Printer Mapping, 128-Bit-Verschlüsselung und Zugriff auf lokale Daten einwandfrei. Auch die Windows-Gemeinde wird von Mac OS X mit einem MS Exchange Client unterstützt. Dieser erlaubt Exchange-Server-Zugriffe für , Kalender, Events, Kontakte und unterstützt auch noch das Palm Sync. MS Remote Desktop, welches ebenfalls kostenlos ist, erlaubt jedem Mac OS X Client, sich an einem beliebigen Windows-PC oder -Server anzumelden, um dort die installierten Applikationen zu verwenden. Was Apple so «sexy» macht Einen Apple zu bedienen, heisst, einschalten, und alles funktioniert. Bluescreens und eingefrorene Rechner, selbst installierende Dialer (welche die Internetverbindungsgebühren ins Unermessliche treiben) und Viren gibt es nicht. Die ausfallsichere Betriebssystem-Stabilität bei Mac OS X ist bestimmt all jenen bekannt, welche mit Unix-Servern arbeiten, da auch Mac OS X auf der bewährten Stabilität der BSD-Unix aufbaut. Innovationen kommen mehr und öfter von Apple. So etwa das Finder Interface, die Netzwerkfähigkeit, die automatische Konfiguration, Quarz Imaging, ColorSync, QuickTime, Fire Wire oder die Implementation von Unix-Applikationen (Apache und andere), welche bestens funktionieren und sogar mitgeliefert werden. Oder auch die Umsetzung neuer Standards wie USB. Als erster Computerhersteller führte Apple USB ein und brachte damit diese Schnittstelle von 0 auf 100. Dies sind typische Merkmale eines offenen Betriebssystemes, welches auf Standards aufbaut. Innovationen sind auch Farbe auf dem Schreibtisch, weg von den anonymen Computer-beigen Klötzen, oder auch 23- und 30-Zoll- Monitore. Ausfallsichere und langlebigere Hardware. Dieses wurde auch in der «PC World»-Studie im November 2002, in der Apple den 1. Rang belegte, ermittelt. Geringere Kosten durch weniger Ausfälle und durch hohe Verfügbarkeit. Dazu eine Meldung aus dem «ITReseller» vom mit den aktuellen Daten aus dem Jahre 2003: «Die amerikanische Zeitschrift Consumer Reports veröffentlichte die diesjährige Studie zur Kundenzufriedenheit mit dem Desktop- PC-Support. Die Erhebung bescheinigt Apple mit einem Resultat von 74 Punkten den besten PC-Support. Insgesamt wurden die PC-Hersteller auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet. Auf dem zweiten Platz kommt heuer mit 62 Punkten Dell zu liegen, gefolgt 22

4 von Gateway (61 Punkte). Auffallend ist Dells Entwicklung in den letzten Jahren: Während der Direktanbieter 2001 mit 74 Punkten noch eine ebenso gute Bewertung erhielt wie Apple 2004, verschlechterte sich der Dell-Support in den Folgejahren regelmässig. Trotz der stetig sinkenden Werte liegt Dell allerdings nach wie vor deutlich über dem mageren Resultat von 54 Punkten, das Hewlett-Packard einfahren musste. (IW)» Viel wird über die «höheren» Anschaffungskosten eines Apple berichtet, doch wird dabei auch berücksichtigt, dass ein Apple mehr als zweimal länger im Einsatz bleibt als ein Windows-PC? Cost of Ownership und Return of Investment, in welchen sowohl diese und weitere Berechnungen der Unterhaltskosten, Ausfallzeiten sowie erforderliche Manpower zu Grunde gelegt werden, geben Apple ganz eindeutig die besseren Noten. Haben Sie schon einmal etwas von Virenbefall oder Sicherheitslöchern bei Apple gehört? Gemessen an der Gesamtmenge der existierenden Viren ist die Apple-Plattform eine der sichersten. Die gleiche Studie belegt auch, dass bei Millionen von untersuchten Dateien 99,8% davon Windows-Viren waren, welche, auch auf einem Apple empfangen, diesem nichts anhaben können. Am 12. Februar war im «Tages-Anzeiger» zu lesen: «Im Windows klafft ein Loch», welches sich von Windows NT 4.0 über Windows 2000 bis Windows XP erstreckt. Doch das Perfide an dieser Geschichte ist, dass dieses Sicherheitsloch seit Juli 2003 bekannt gewesen ist und somit den Virenschreibern und Hackern volle sechs Monate Zeit gab, in Windows-Computer auch von Stromkraftwerken und der Wasserversorgung einzudringen. Waren da nicht 2003 einige schwerwiegende Stromausfälle in verschiedenen Ländern der Welt? Der neueste MS-Office Update bescherte den Anwendern eine neue Überraschung, denn plötzlich liefen danach einige Antivirus-Programme nicht mehr. An wie vielen Antivirus-Software-Herstellern ist eigentlich Microsoft direkt oder indirekt zu wie viel Prozent beteiligt? Wie einbruchsicher ist Apple Mac OS? Software-Schwachstellen, welche 2002 bekannt wurden, betrafen Microsoft Windows zu 44%, Linux zu 19%, Sun Solaris zu 7% und... Mac OS zu 1,9%. Was sind sichere Betriebssysteme? Die sichersten Betriebssysteme sind diese, welche ihre Protokolle und Sicherheitsverfahren offen legen und publik machen. Das machen Apple, SUN, Linux und andere. Microsoft legt als Monopolist nichts offen und sagt seinen Kunden: «Windows ist sicher, glaubt uns das.» Diese Monopolstellung und die weltweit bekämpfte Verkoppelung von Betriebssystem mit Anwendungen/Applikationen ist nicht nur ein hervorragendes Microsoft-Marketing, sondern lässt auch gute, innovative und bessere Produkte wie Lotus Notes, Star Office, WordPerfect, RagTime und andere kaum zur Geltung oder in die Gunst der Benutzer kommen. Innovation und gute Produkte werden somit im Keim erstickt. Hier noch eine Meldung eines Microsoft-autorisierten Distributors, welche uns am 23. Februar 2004 erreichte (Transtec Info): «Veraltete Unternehmens-PCs: Gefahr für Unternehmensdaten. Heute sind Unternehmensdaten und vertrauliche Informationen aufgrund der Verletzbarkeit auf der Ebene der Client-PCs in Gefahr. Unternehmens-PCs mit älteren Betriebssystemen beginnen dauerhafte Sicherheitslücken zu entwickeln, da Microsoft den Support auslaufen lässt selbst wenn Sie diese Betriebssysteme gewissenhaft ausbessern, sobald Fehler identifiziert werden. Daher sollten Unternehmen Massnahmen ergreifen, sich selbst zu schützen. Den besten Schutz erhalten Sie, indem Sie veraltete Unternehmenssysteme ersetzen.» Erhöhen solche Meldungen das Sicherheitsgefühl des Anwenders oder gar des Produktionsleiters eines Grossverlages? Lebensdauer: Ein Mac steht im Durchschnitt (weltweit) während mehr als 4 Jahren im Einsatz. Ein PC muss bereits nach rund 2 Jahren ersetzt werden. Ein Apple amortisiert sich 2,5-mal so schnell wie ein Windows-PC. Weitere Vorteile von Apple Integrierte Personal Firewall, welche nicht separat gekauft werden muss. Unterstützung aller möglichen Fonts (Schriftarten), auch PC True Type. Unicode-Unterstützung, was Usern erlaubt, Sonderzeichen in Dateinamen zu verwenden und uneingeschränkt mit Japan, Russland, China und Thailand Dateien austauschen zu können. Im Betriebssystem sind elf Sprachen kostenfrei integriert, mit denen der Benutzer mit seinem System und eventuell sogar mit seinen Arbeitskollegen irgendwo auf dieser Welt kommunizieren kann. Erinnern Sie sich noch an Windows und Russisch, Chinesisch, Indisch, Japanisch, Deutsch usw.? Stabiles Betriebssystem, langlebige Hardware: Apple hat sich im Prepress-Bereich bewährt. Die Apple-Plattform basiert auf Standards, welche auch anderen Herstellern wie Adobe, Macromedia, Quark, HELI- OS, Opix, MediaSpider, CANTO Cumulus und vielen anderen erlaubt, Produkte und Anpassungen kostengünstig, stabil und sicher zu entwickeln. Mac OS X ist die beste Java-Plattform unter den Anbietern. Java ist bereits heute und wird auch in Zukunft bei Applikations-Entwicklungen ein nicht zu unterschätzender «Pusher» sein. Microsoft verschmäht Java und verschliesst sich und seinen Kunden die Innovationen sowie die Verwendung der in Massen erscheinenden Applikationen. Es existieren heute für Windows etwa zehnmal mehr Applikationen, doch mehr als 90% der wichtigsten Programme gibt es auch für Mac OS X, und sie funktionieren ausgezeichnet. Im Betriebssystem sind viele Applika- 23

5 KONTAKT SCHWEIZER MEDIENUNTERNEHMEN UND DIE VERWENDUNG VON WINDOWS, UM MIT DER WEITEN WELT ZU KOMMUNIZIEREN Man braucht nicht Vermutungen aufzustellen, sondern kann die in den betreffenden Medienunternehmen diesbezüglich eingesetzte Technik ein wenig überprüfen. Das Ergebnis vom überrascht eigentlich nicht: liefert ein Zope (Phyton 1.5.2) Server auf Linux liefert ein Apache-Webserver auf SUN Solaris liefert Apache , ApacheJServ auf Linux liefert Apache , mod_perl 1.27 auf Linux liefert dieselbe Maschine. Es gibt aber auch Ausnahmen: liefert Microsoft IIS 5.0 auf Windows Das kann man jederzeit überprüfen auf Hier haben die meisten Medienunternehmen wirklich Geld und Personalaufwand gespart. Denn die meisten Internet-Service- Provider verwenden nur Windows, wenn sie unbedingt müssen. tionen enthalten, welche das Installieren und Benutzen eines Apple-Computers erleichtert und nicht das Portemonnaie. Die Liste ist so lang, dass selbst Microsoft einige dieser Programme auf die Windows-Plattform angepasst hat. Schlusswort zu «Verabschieden sich die Schweizer Grossverlage von Apple?» In Gesprächen mit Betroffenen wurde mir berichtet, dass in einigen Fällen die Redaktionen eventuell zu Windows wechseln werden. Produktion und Druckerei wehren sich vehement gegen diese Entscheidung, denn sie können heute zu ihren Lösungen stehen und sind zufrieden damit. Für die Ungewissheit und die Ausfälle, welche ein Wechsel auf Windows bringt, möchte heute niemand garantieren müssen. Wo bleibt die viel gerühmte Schweizer Eigenständigkeit, der Wille, nicht immer mit dem Strom zu schwimmen, dem Besseren den Vorzug zu geben, die Bereitschaft, den eventuell nicht so populären Weg zu gehen, nicht mit den Wölfen zu heulen (um letztlich nicht von den selbigen gefressen zu werden)? Geht die schöne, farbige, facettenreiche, bisher qualitativ hoch stehende Druckindustrie in der Schweiz den gleichen Weg wie der Schweizer Tourismus? Oder ist es heute so, wie mir ein IT-Leiter sagte: «In der Informatik gewinnt halt leider nicht immer das SCS SOLID COMPUTER AG Fachgebiet: Distributor und Exklusiv-Vertreter von HELIOS Software GmbH, sowie 12 weiteren Herstellern in der Schweiz Adresse: Pfadackerstrasse 6 CH-8957 Spreitenbach Tel Gegründet: 1987 Online: Bessere.» Bestimmt Doping wie im Sport nun auch in der Informatik, was oder wer der bessere ist? Hier noch eine andere Stimme zum Thema Microsoft und Windows: «Unsere Branche lebt von Innovationen. Und wo sind die in den vergangenen Jahren hergekommen? Bestimmt nicht von Microsoft!» Wilken-Geschäftsführer Dr. Andreas Lied ist ein Mann der klaren Worte. «Überspitzt formuliert: Das System von Microsoft ist praktisch tot», sagt der 41-jährige studierte Physiker. «Wir kennen das doch alle aus dem Büro und von zu Hause: Der Rechner spinnt, es wird rumgedoktort, bis es wieder geht. Am Ende weiss keiner, wo genau der Microsoft-Fehler eigentlich lag», erzürnt sich Dr. Lied. Warum wenden die genannten Verlage in ihren eigenen Publikationen bei der Berichterstattung über Apple nicht die Skala der 256 Graustufen an, sondern zeichnen selbst hier ein irreführendes Schwarzweissbild? Denn keiner der Grossverlage wird komplett oder gar sofort auf Apple verzichten können. Wie viele Messer haben Sie in Ihrer Küche? Nur ein einziges für alle Aufgaben? Statt gegeneinander ein positiv kontrolliertes Miteinander, denn auch ein Windows-PC hat seine Berechtigung, doch eben nicht wie in Amerika: One size fits all. Doch da die Schweiz ja ein Land der KMUs ist und diese auch die Innovationen stärker vorantreiben, wird dieser Entscheid, wenn er nicht mehr revidiert wird, die kleinen und mittleren Verlage und Druckereien mit Apple stärken und die grossen ohne Apple nicht nur finanziell schwächen. Die IT- Landschaft von Ringier, TA-Media, NZZ usw. ist nicht mit der eines kleinen oder mittleren Betriebes oder gar eines kreativen Ateliers zu vergleichen. Gerade in kleineren und mittleren Firmen können die Anwender alle Apple-Trümpfe ausspielen und die (Auftrags-)Nase vor den Grossen haben. Eine persönliche Anmerkung zu einer ausschliesslichen Verwendung von Windows-PCs. Microsoft und Intel sind schon seit Jahren die Initianten des so häufig gesehenen Schwindel erzeugenden und Geld verpuffenden Schaukel- Syndroms. Hier eine kurze Beschreibung der Symptome dazu: Intel bringt einen neuen, schnelleren Prozessor. Eine neue Maschine wird gekauft, die Schaukel schwingt nach hinten. Microsoft bringt ein neues Betriebssystem, welches den Prozessor auch ausnutzen kann. Ein Betriebssystem- Update muss gekauft werden, die Schaukel schwingt nach vorne. Die meistverkaufte Software unter Windows MS Office kommt für das neue Betriebssystem heraus. Die Software muss gekauft oder kostenpflichtig upgedatet werden, die Schaukel schwingt wieder nach hinten. Sie als Benutzer (auf der Schaukel) denken, endlich sei Ruhe, und Sie könnten von der Schaukel herunter, um wieder festen Boden unter den Füssen zu spüren. Doch die diversen Sicherheitsupdates, der Servicepack 1, 2 und weitere sowie die Patches lassen Sie auch nicht zur Ruhe kommen. Dann kommt ein neuer Prozessor mit noch mehr Leistung, und die Schaukel schwingt wieder nach vorne. Microsoft bringt ein neues Betriebssystem. Dann kommen Ihre «lebenswichtigen» Applikationen (Office) in den neuen Versionen heraus. Die Sicherheitsupdates, die Servicepacks und Pflicht-Patches... Manchmal frage ich dann: «Schaukeln Sie, lieber Kunde, wirklich so gerne?» 24

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