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1 Bildung und Lernen in der 2. Lebenshälfte Samstag, 29. Mai 2010 Brigitte Boothe Kredit geben und Kredit nehmen Lernen als emotionales Ereignis

2 Beziehungspraxis Lernen ist Beziehungspraxis Lernen entsteht in Beziehungen Lernen schafft Beziehungen Die Lernbeziehung ist eine kreditierende Beziehung

3 Lernen als Kreditierung Vincent van Gogh ( ) 1890) Erste Schritte (nach Millet), 1890

4 . Das Kind steht aufrecht, lernt laufen, erforscht aktiv seine Umgebung, hantiert mit den Dingen, die es erreichen kann, erprobt seinen Willen, erfährt elterlichen Gegenwillen, sieht, dass es klein ist im Vergleich zu den Eltern, aber nicht machtlos, nicht chancenlos. Es kann weggehen, wiederkommen (Mahler, Pine & Bergman 1978), sich von Vertrautem abwenden, Neuem zuwenden.

5 Beziehungspraxis Lehrende Investition und lernendes Potential spielen organisiert zusammen.

6 Herausforderung Resonanz Innovation

7 Herausforderung Resonanz - Innovation Die lernende Person unternimmt erste Schritte und wird dabei von der Mentorin behutsam gehalten. Sie bietet dem Kind eine Auffangstütze,, und zwar von hinten. So hat der Lernende freien Blick und freie Beweglichkeit nach vorn. Seine Unternehmung hat ein Ziel: : Es geht mit vorgestreckten Armen auf ein emotional bedeutsames Ziel zu, ein Ziel in Augenhöhe he.

8 Herausforderung Resonanz - Innovation Das Lernereignis ist eine festliche Inszenierung.. Das Bild zeigt menschliche Figuren, die Verbindung zueinander aufnehmen. Im Mittelpunkt steht eine Episode,, die drei Personen als grosses Ereignis gestalten. Dabei handeln sie mit vereinten Kräften. Ihr Engagement und die Verteilung ihrer Aufgaben im Rahmen der dargestellten Situation, in der Ida die ersten Schritte tut, sind wohlabgestimmt.

9 Lernen Ordnungen und Aussichten Vermittlung Kompetenz Profilierung Splendid isolation Privilegierung Verantwortung TRanszendierung

10 Vermittlung Joint Attention Gemeinsame Fokussierung des Blicks auf einen Gegenstand des Interesses

11 Vermittlung Anbetung der Könige, K Oberrhein 1430/40 Augustinermuseum Freiburg i. Br.

12 Exploration Maria mit Christuskind im Fenster, Oberrhein Augustinermuseum Freiburg i. Br.

13 Kompetenz 1. Die Kommunikation des Wissens 2. Kompetenz Regie - Kontrolle 3. Machtproben

14 Kompetenz Vincent van Gogh ( ) 1890) Erste Schritte (nach Millet), 1890

15 Regie Henri Rousseau ( ). 1910). Pour fêter le bébéb Kunstmuseum Winterthur

16 Lernen im BündnisB Carl Spitzweg ( ). 1855). Die Jugendfreunde, 1855 München, Städtische Galerie im Lenbachhaus Folien

17 Profilierung 1. Die Kommunikation der Bewertung 2. Konkurrenz 3. Selbstdarstellung 4. Imponieren

18 Lernen als Profilierung Knabe in Husarenuniform, 1750/60 (deutsch) Augustinermuseum Freiburg i. Br.

19 Lernen alsprofilierung Man Ray ( ) 1976) Fashion Study, 1930

20 Splendid isolation 1. Selbstkommunikation 2. Rückzug 3. Sammlung

21 Lernen im Alleinsein Geertgen tot Sint Jans (ca ) 1490) Johannes in der Einöde

22 Privilegierung 1. Soziale Intelligenz 2. Marginalisierungstoleranz 3. Charme

23 Soziale Intellegenz Verkündigung, Oberrhein 1420/30 Augustinermuseum Freiburg i.br.

24 Verantwortung 1. Die Kommunikation der Legitimation 2. Dialog des Gewissens 3. Moralische Intelligenz 4. Andere als Partner des reflexiven Gesprächs

25 Verantwortung Vincent van Gogh ( ). 1890). Der Postbote Roulin, 1888 Kunstmuseum Winterthur

26 Transzendierung 1. Witz 2. Staunen 3. Imagination 4. Hingabe

27 Witz Immanuel Kant: Der "Witz" (ingenium) ist das Vermögen, "zum Besonderen das Allgemeine auszudenken". Während W die Urteilskraft auf "Bemerkung der Unterschiede unter dem Mannigfaltigen, zum Teil Identischen" geht, richtet sich der Witz auf die "Identität t des Mannigfaltigen, zum Teil Verschiedenen", Anthr. 1. T. 44 (IV 113); vgl. Scharfsinn. Der "produktive Witz" ist entweder der "vergleichende" oder der "vernünftelnde" nftelnde" Witz. "Der Witz paart (assimiliert) heterogene Vorstellungen, die oft nach dem Gesetze der Einbildungskraft (der Assoziation) weit auseinander liegen, und ist ein eigentümliches Verähnlichungsverm hnlichungsvermögen, gen, welches dem Verstande (als dem Vermögen der Erkenntnis des Allgemeinen), sofern er die Gegenstände nde unter Gattungen bringt, angehört. Er bedarf nachher der Urteilskraft, um das Besondere unter dem Allgemeinen zu bestimmen und das Denkungsvermögen gen zum Erkennen anzuwenden", ibid. 54 (IV 140); vgl. N 458 ff.

28 Aus Alice im Wunderland Der Hutmacher riß verblüfft die Augen auf, sagte aber nur: "Warum gleicht ein Rabe einem Schreibpult?" Na, jetzt wird's lustig! dachte Alice. Die raten Rätsel, R und das macht Spaß.. "Ich glaub', das krieg' ich 'raus", sagte sie. "Willst du damit sagen, daß du eine Antwort darauf finden kannst?" fragte der Märzhase. M "Genau!" antwortete Alice. "Dann solltest du sagen, was du meinst", bemerkte der Märzhase. M "Natürlich", antwortete Alice hastig. "Wenigstens... wenigstens mein' ich, was ich sage.. Das ist dasselbe, weißt t du." "Das ist durchaus nicht dasselbe", widersprach der Hutmacher. "Du könntest k dann ebensogut sagen:,ich sehe, was ich esse!' sei dasselbe wie:,ich esse, was ich sehe.'" "Du könntest k schließlich lich ebensogut sagen:,mir gefällt, was ich kriege!', sei dasselbe wie:,ich kriege, was mir gefällt!'" fuhr der Märzhase M fort. "Du könntest k ebensogut sagen:,ich atme, wenn ich, schlafe!' sei dasselbe wie:,ich schlafe, wenn ich atme!'" ergänzte die Haselmaus, die offenbar im Schlaf reden konnte. "Und mit dir ist es auch dasselbe!" schloß der Hutmacher. Damit brach die Unterhaltung ab, während w sich Alice vergeblich über Raben und Schreibpulte den Kopf zerbrach.

29 Transzendierung Giovanni Segantini ( ). 1899). Zur Frühmesse St. Moritz t

30 Chancen und Risiken Selbstvertrauen Agency Anerkennung Produktives Allseinsein Heiterkeit Verwandlung Selbstunsicherheit Kompetenzverlust Missachtung Trostlosigkeit Dysphorie Moralisches Elend Verfall und Verdorren

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