A.F.I.L.A. HOCHWASSER Inhalt. independent loss adjusters. ausgabe 1/2013

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1 ausgabe 1/2013 A.F.I.L.A. austrian federation of independent loss adjusters NEWS HOCHWASSER 2013 Linz Frühling 2013: Hochwasser an der Donaulände Die Experten der AFILA waren in den letzten Wochen als unabhängige Schadensabwickler viel in vom Hochwasser betroffenen Gebieten unterwegs. Je besser die Geschädigten alles belegen, desto einfacher ist die Abwicklung. Die Versicherungen zeigen sich verständig und unbürokratisch, wenn Schäden gut dokumentiert sind, berichtet AFILA-Präsident DI Martin Schörkhuber aus seiner Erfahrung. Ganz wichtig ist eine Fotodokumentation und diese sollte schon vor dem Aufräumen und Entsorgen beginnen. Hilfreich ist es dann, eine Inventarliste Inhalt zu erstellen, auf der alle Geräte und Schäden aufgelistet sind. Im Optimalfall sollte man auch angeben, wie hoch der Anschaffungswert dieser Editorial... Seite 2 Bauen & Sanieren im Zeichen des Hochwassers... Seite 2 Das Aus für lästige Graffiti... Seite 4 Am Weg zu einem nachhaltigen Österreich... Seite 6 OÖ stellt sich auf Klimawandel ein... Seite 6 A.F.I.L.A. Generalversammlung... Seite 6 News und Service... Seite 7 FUEDI - Generalversammlung Seite 8 Seminare / Termine... Seite 8 Dinge war oder überhaupt die Rechnung beifügen. Schadensabwicklung ist für die Loss Adjuster tägliches Geschäft, doch gerade bei so großen Katastrophen kommen auch sie menschlich an ihre Grenzen. Es ist jedes Mal aufs Neue schwierig zu sehen, wie Existenzen in Wasser und Schlamm versunken sind. Gerade wenn ich bei jungen Familien mit kleinen Kindern war, nimmt mich die Situation natürlich auch persönlich mit, erzählt Schörkhuber. Die Probleme Klimawandel und Naturkatastrophen begleiten die heimische Versicherungswirtschaft sehr intensiv. Es vergeht mittlerweile kaum mehr ein Jahr, in dem Österreich nicht von außergewöhnlichen Stürmen, Hagelschauern oder Hochwässern heimgesucht wird. Weltweit sind 90 % aller Naturkatastrophen der vergangenen 50 Jahre auf hydrometeorologische Ursachen (d.h. in Verbindung mit Wasser) zurückzuführen [Quelle: Centre for Research on the Epidemiology of Disasters]. Rund zwei Milliarden Euro Schaden hat das jüngste Hochwasser nach ersten Schätzungen in Österreich verursacht. Rund 500 Millionen Euro davon wären privat versicherbar gewesen, rund 300 Millionen Euro davon werden die Versicherungen auszahlen. Angesichts des ausufernden Schadensausmaßes ist wieder einmal das Thema Pflichtversicherung für Naturkatastrophen in den Vordergrund gerückt. Entsprechende und sinnvolle Konzepte gibt es seitens der Versicherungswirtschaft schon lange, werden von der Politik aber bis jetzt nicht aufgegriffen.

2 2 AFILA NEWS 1/2013 Editorial Kein Ereignis hat die letzten Wochen und Monate so dominiert, wie das verheerende Hochwasser in Österreich. Ich war beruflich selbst an so manchem Schauplatz. Den einzelnen tragischen Fällen kann man sich persönlich und menschlich nicht entziehen. Es macht mich immer schwer betroffen, wenn ich Hochwasser-Opfer sehe, deren Hab und Gut in den Fluten vernichtet wurde. Umso bewundernswerter finde ich es, wie Menschen und Nachbarn in den betroffenen Gebieten zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. Oft habe ich Aussagen gehört, wie Wir werden auch das wieder schaffen. oder Wir wollen uns nicht beschweren, es gibt Menschen, die hat es noch schlimmer erwischt. Solch eine Courage ist bewundernswert! Nicht zuletzt wegen des Hochwassers widmen wir uns in dieser Ausgabe der AFILA News noch einmal verstärkt den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Diese Angelegenheiten begleiten auch die Versicherungswirtschaft schon seit einigen Jahren und verlangen nach guten Konzepten, sowohl von der öffentlichen Hand als auch der Privatwirtschaft, und von uns allen noch mehr Sensibilität in puncto Umweltschutz. Ich wünsche Ihnen und uns allen einen schönen und vor allem auch klimatisch ausgeglichenen Sommer! Mit besten Grüßen, Ihr DI Martin Schörkhuber Vorsitzender BAUEN UND SANIEREN IM ZEICHEN DES HOCHWASSERS Angesichts der extremen Hochwasserlage sind viele der 122 ABAU-Baumeister (Österreichs größter Zusammenschluss von Baumeistern) im Einsatz. Es besteht nicht nur die Nachfrage nach Sanierungsmaßnahmen, sondern auch nach präventiven Maßnahmen. Häuslbauer sichern sich immer mehr für den Ernstfall ab. Hochwasserschutz beim Neubau Der beste Hochwasserschutz ist natürlich, ein Grundstück zu wählen, das erst gar nicht in einer Gefahrenzone liegt. Befragen Sie Nachbarn, erkundigen Sie sich auf der Gemeinde oder beim Land, und lassen Sie sich nicht von günstigeren Grundstückspreisen verleiten. In gefährdeten Gebieten muss man sich die Frage stellen, ob man überhaupt einen Keller anlegen soll. Bereits 60 bis 70 Prozent entscheiden sich in solchen Lagen dann dagegen und bringen ihre Haustechnik, den Fitness- oder den Hobbyraum in einem Nebengebäude oder einer größeren Garage unter. Ein Keller ist natürlich immer der erste Angriffspunkt bei einem Hochwasser, und hier vor allem Fenster und Türen. Man kann sich zumindest mit einem speziellen, absolut dichten Fenster behelfen (unbedingt vom Profi einbauen lassen!). Für Türen gibt es mobile Hochwasserschutzsysteme, die im Ernstfall schnell aufgebaut sind. Ratsam ist es auch, einen Pumpensumpf in den Keller einzubauen. Dies kann auch im Nachhinein passieren. Hierbei befindet sich eine Vertiefung im Kellerboden, wo das Wasser abgepumpt werden kann. Beachten Sie, dass diese Pumpe aber nur funktioniert, wenn auch Strom vorhanden ist. Dieser kann im Ernstfall aber schon einmal ausfallen, darum sollten sich gerade Gewerbetreibende auch ein Stromaggregat besorgen. Hat das Gebäude selbst ein zu geringes Gewicht, etwa im Holzriegelbau, kann es im Falle eines Hochwassers bei falscher Statik passieren, dass der Keller wie ein Schwimmkörper auftreibt. Zu empfehlen ist es generell, das Gebäudeniveau höher zu halten, denn auch ein schweres Gewitter ist ein Angriffspunkt für das Gemäuer. Nachträglicher Hochwasserschutz Auch bei einem schon bestehenden Gebäude kann man noch einige Schutzmaßnahmen anbringen, wie etwa einen Pumpensumpf im Keller oder eine Rückstausicherung in Abwasserkanälen und Gullyöffnungen. Elektrogeräte im Keller oder Erdgeschoss in einem Gebäude in exponierter Lage sollten auf Podesten stehen. Öl- und

3 1/2013 AFILA NEWS 3 Pelletstanks müssen gegen ein Aufschwimmen unbedingt gut abgesichert und im Ernstfall am besten sogar geleert sein. Wer dem Wasser bereits im Garten Einhalt gebieten möchte, kann von einem Profi einen Zaun mit einem höheren Stahlbetonsockel errichten lassen. Sanierung von Hochwasserschäden Das Wichtigste nach der Katastrophe ist, den Schlamm schnell aus dem Gebäude zu bringen. Wird er hart, lässt er sich schwer entfernen und Geruch und Farbe lagern sich in den Mauern ab. Erst danach kommt die langwierige und oft sehr teure Sanierung. Bei ganz schlimm betroffenen Gebäuden droht ein Abbruch. So oder so muss bei großen Schäden das Haus quasi in den Rohbau zurück versetzt werden. Der Putz wird abgeschlagen, um dann mit der Entfeuchtung zu beginnen. Ein 30 Zentimeter Ziegelmauerwerk kann immerhin pro Quadratmeter zwischen 80 und 100 Liter Wasser aufnehmen. Vorsicht ist geboten, wenn man bei kleinerem Umfang selbst entfeuchtet. Ist das Mauerwerk nicht wirklich gut ausgetrocknet und wird nachher womöglich luftdicht verputzt, bleibt die Feuchtigkeit eingeschlossen und kommt oft, zum Beispiel im Boden, wieder heraus. Die Folgeschäden durch unsachgemäße Reparaturen sind hoch und nicht selten. Vor Inbetriebnahme sollte man unbedingt die Heiz- und Stromanlagen professionell begutachten lassen. Nicht alle Schäden sind sichtbar. Gerade wenn Öltanks im Frühling nicht mehr voll sind, können durch den Auftrieb Leitungen abgerissen oder angeknackst sein. HOCHWASSER: HILFREICHE TIPPS ZU SCHUTZ UND SANIERUNG - eine Zusammenfassung Präventiv Keller: Beim Neubau in exponierten Lagen überlegen, ob wirklich ein Keller benötigt wird. Der beste Werkstoff ist Beton und ein Fenster sollte ein absolut dichtes Spezialfenster sein. Eine vorhandene Außentür kann durch einen mobilen Hochwasserschutz im Ernstfall abgeschottet werden. Auch im Nachhinein kann ein Pumpensumpf zum Abpumpen des Wassers eingebaut werden. Denken Sie daran, dass dieser nur betrieben werden kann, wenn auch noch Strom vorhanden ist, ansonsten an ein Stromaggregat denken. Bei einem Neubau ist es ratsam, das Hausniveau höher zu gestalten. Heizung, Strom: Elektrogeräte sollten auf Podesten stehen. Heizgeräte unbedingt gegen ein eventuelles Aufschwimmen durch den Wasserdruck sichern. Garten und Türen: Türen können mit einem mobilen Hochwasserschutz abgeschlossen werden. Wer das Wasser schon im Garten abhalten möchte, kann sich einen höheren Stahlbetonsockel als Zaun machen lassen. Sanierung Zuallererst den Schlamm wegräumen, bevor er hart wird. Mauern gut entfeuchten, wenn möglich durch eine professionelle Firma. Durchnässte Dämmmaterialien herausnehmen. Niemals neuen Putz auftragen, bevor die Mauern nicht absolut trocken sind. Wo der Estrich unter Wasser war, ist auch die darunter befindliche Mineralwolle kaputt. Estrich und Mineralwolle müssen entfernt werden. Da auch bei an sich austrocknenden Bodenaufbauten von einer bleibenden Geruchsbelästigung ausgegangen werden muss, sollten überschwemmte Böden komplett ausgetauscht werden. Heizung und Elektrik vor Inbetriebnahme unbedingt von einem Profi begutachten lassen.

4 4 AFILA NEWS 1/2013 Das Aus für lästige Graffiti Frage: Herr Resch, Graffiti findet man mittlerweile überall: an öffentlichen Gebäuden, Bushaltestellen, Elektrokästen, Brückenköpfen die Liste ist endlos. Darunter leidet aber bestimmt nicht nur die Optik? Wolfgang Resch: Nein, leider nicht. Auch die Bausubstanz kommt meist zu Schaden. Den Sprayern steht heute eine Vielzahl an Materialien zur Verfügung, die mittlerweile jeder Witterung trotzen und sogar UV-beständig sind. Welche Schäden können dabei genau entstehen? Mibag-Geschäftsführer Ing. Wolfgang Resch Für die einen ist es Ausdruck und Kunst, für die anderen einfach Sachbeschädigung. Die Firma Mibag ist österreichischer Marktführer im Bereich Brand- und Wasserschadensanierung und hat nun auch für schnelle und wirksame Entfernung von lästigen Graffitis eine professionelle Lösung. Interview mit Mibag-Geschäftsführer Ing. Wolfgang Resch vorher/nachher Wolfgang Resch: Durch bestimmte chemische Zusätze wird die Oberfläche beschädigt, wie z.b. Rissbildungen, Ablösen von Putzen oder Fassadenfarben. Welche Möglichkeiten zur Entfernung von Graffiti gibt es? Wolfgang Resch: Nicht nur die Sprayer-Szene hat sich weiterentwickelt. Auch die Methoden zur Entfernung von Graffiti sind mittlerweile viel fortgeschrittener. Hierbei ist jedoch Fachwissen gefragt! Mibag bietet seinen Kunden das technische Know-How sowie innovatives Werkzeug, um Graffiti restlos zu entfernen. Um welches Werkzeug handelt es sich dabei? Wolfgang Resch: Je nach Oberfläche bieten wir unterschiedliche Wege zur Graffiti-Entfernung an. Bei porösem Material, empfindlichen Oberflächen oder Steinwänden verwenden wir weiterhin das bewährte Sandstrahlgerät. Für gemalte Fassaden, Glasflächen, Metall, Verkehrsschilder, Kunststoffflächen, lackierte bzw. pulverbeschichtete Oberflächen oder Plexiglas wird eine chemische Entfernung eingesetzt. Worin unterscheiden sich diese beiden Methoden? Wolfgang Resch: Das Sandstrahlgerät kommt ohne Lösungsmittel aus und ist somit für die Umwelt verträglich. Vor allem bei Bäumen oder porösen Wänden lassen sich damit sehr gute und schnelle Erfolge erzielen. Bei anderen Oberflächen eignet sich das chemische Mittel besser, welches nach der Behandlung rückstandsfrei entfernt und fachgerecht entsorgt wird. Bei dieser Variante kommt es vor allem auf das fachliche Wissen an, das die Mibag Mitarbeiter mitbringen. Kann man sich vor Graffiti schützen? Wolfgang Resch: Ja, Mibag bietet dafür einen besonderen Graffiti-Schutz. Die Oberfläche

5 1/2013 AFILA NEWS 5 wird dabei mit einem speziellen Mittel eingelassen. Dieses verhindert das Gröbste bzw. lassen sich damit Graffiti besonders leicht entfernen. Vorsorgen zahlt sich auf alle Fälle aus. Neben Graffiti sind auch Ölflecke eine sehr hartnäckige Angelegenheit. Was kann man in so einem Fall tun? Wolfgang Resch: Wenn z.b. das Auto Öl verliert oder aus aktuellem Anlass durch Hochwasser beschädigte Öltanks auslaufen, kommt es auch hier auf die richtige Bearbeitung an! Mit unseren speziellen Mitteln bekommen wir auch diese unliebsamen Flecken restlos weg. Vielen Dank für das Interview! Wer unerwünschte Graffiti oder andere Verschmutzungen loswerden möchte, holt sich am besten gleich heute professionelle Hilfe von Mibag. Der Ärger aus der Spraydose kann von den Experten ohne großen Aufwand schnell und restlos entfernt werden. Mibag ist österreichischer Marktführer im Bereich Brand- und Wasserschadensanierung sowie Mauerabdichtung. Weitere Standorte befinden sich in Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Mehr Informationen finden Sie unter Tel: , Mail: WER DEN SCHADEN HAT... NOTRUF... BRAUCHT SICH UM PROFESSIONELLE HILFE NICHT ZU SORGEN. Mibag beschäftigt sich mit der Lösung von allen Problemen, die mit der Sanierung von Brand- und Wasserschäden samt Wiederherstellungs- und Instandsetzungsarbeiten für Privat- und Geschäftskunden zusammenhängen. Alles aus einer Hand ermöglicht eine effiziente Arbeitsausführung ohne Reibungsverluste, mit bester dination und eindeutigen Terminkoor- Verantwortlichkeiten. Standorte in ganz Österreich garantieren ein rasches Handeln denn Zeit ist Geld! NUMMER STUNDEN ERREICHBAR! UNSERE LEISTUNGEN: - Sofortmaßnahmen - Ursachensuche und Behebung - Abbruch und Entsorgung - Instandsetzung / Wiederherstellung - Reinigung / Dekontaminierung - EDV-Sanierung und Datenrettung - Maschinen- und Anlagensanierung - Technische Trocknung Sierning - Linz - Wien - St. Pölten - Salzburg - Graz - Villach - Innsbruck Dresden - Chemnitz - Leipzig - Erfurt Prag - Brünn - Liberec Bratislava

6 6 AFILA NEWS 1/2013 Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Österreich Nachhaltigkeit - gemeint ist damit der langfristig angelegte und verantwortungsbewusste Umgang mit einer Ressource. Ursprünglich kommt der Terminus aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass man dem Wald nur so viel Holz entnimmt, wie im gleichen Zeitraum nachwächst. Mittlerweile wird Nachhaltigkeit fast inflationär benutzt, auch in der Werbung; am häufigsten bringt man ihn aber immer noch mit dem Umweltschutz in Verbindung. Die österreichische Bundesregierung hat in mehreren Initiativen Förderungen für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften angelegt; diese gelten für Kommunen, Betriebe und Einzelpersonen. Das klima:aktiv mobil-programm etwa wurde soeben bis 2020 verlängert. Es bietet auch konkrete finanzielle Anreize für Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr. Der Verkehrssektor zählt zu den Hauptverursachern für Treibhausgasemissionen in Österreich. Der größte Anteil geht dabei auf das Konto des PKW-Verkehrs. Unter können Interessierte nachlesen, welche Förderungen es für umweltschonende Maßnahmen im Verkehr gibt. Bei Betrieben gehört dazu zum Beispiel die Anschaffung von Elektrofahrzeugen oder die Errichtung von Fahrradabstell-Anlagen. Ein weiteres positives Beispiel ist das Jobticket: Mit diesem können Betriebe freiwillig den Beschäftigten die Fahrkarte für den Öffentlichen Verkehr zwischen Wohnung und Arbeit zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung stellen, ohne dass Lohnsteuer, Lohnnebenkosten oder Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Die Arbeitgeber können die Kosten als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. (Ober)österreich stellt sich auf Klima-Wandel ein Als erstes Bundesland erarbeitet Oberösterreich eine Anpassungsstrategie an den Klimawandel, die noch im Sommer der Landesregierung vorgelegt wird. Erstellt wird sie auf Basis des vom Umweltbundesamt durchgeführten Projektes FAMOUS. Generell muss sich Österreich auf trockenere Sommer und feuchtere Winter einstellen. Die Sommer werden auch nördlich der Alpen regenärmer - Trockenheit und gelegentliche Dürre (so wie man sie in der Steiermark bereits kennt) werden zum Thema in den nächsten Jahrzehnten. Wenn es regnet, werden die Regengüsse intensiver ausfallen. Kleinräumige Überflutungen und Murenaktivitäten werden daher in den nächsten 100 Jahren zunehmen. Für die Erstellung der oberösterreichischen Klimawandelanpassungsstrategie wurden die Sektoren Tourismus, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz, Gesundheit, Verkehr, Gebäude, Katastrophenmanagement, Energie, Wasserwirtschaft und auch das Versicherungswesen genauer analysiert. Die Erfahrungen von Oberösterreich kommen auch den anderen Bundesländern zugute, die ebenfalls die Ausarbeitung von Klimawandel-Anpassungsstrategien planen bzw. teilweise schon begonnen haben. Generalversammlung im Zeichen des Hauptbahnhofs Wien Anlässlich der AFILA-Generalversammlung am wurde der Wiener Hauptbahnhof besichtigt. Die neue zentrale Drehscheibe des transeuropäischen Schienennetzes wird erstmals Züge aus allen Himmelsrichtungen an einem Bahnhof verknüpfen. Im Dezember 2012 erfolgte bereits eine Teilinbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs, 2015 soll der gesamte Bahnhof fertiggestellt sein, 2019 soll das Stadtviertel finalisiert sein. Ein beeindruckendes Projekt!, war der einhellige Tenor anlässlich der Besichtigung. Mit einem Neujahrsempfang endete die diesjährige AFILA-Generalversammlung. Visualisierung: ÖBB/Stadt Wien Impressum Medieninhaber und Herausgeber: AFILA Austrian Federation of Independent Loss Adjusters, Hummelgasse 50, A-1130 Wien, Tel. +43 (0) , Fax +43 (0) , Internet: Vorsitzender: DI Martin Schörkhuber, Zuständigkeit: Bundespolizeidirektion Wien, Büro für Vereins-, Versammlungsund Medienrechtsangelegenheiten, ZVR-Zahl: Layout und grafische Gestaltung: Atikon Medien Gesellschaft mbh, Kornstraße 4, 4060 Leonding. Fotos: AFILA; Sterkl,Schörkhuber & Partner, Mibag. Grundlegende Richtung: Dieses Magazin enthält Informationen über Ereignisse und Entwicklungen in der AFILA Austrian Federation of Independent Loss Adjusters sowie unpolitische News aus verschiedenen Lebensbereichen Haftungsausschluss: Es wird darauf hingewiesen, dass alle Angaben in dieser Zeitschrift trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen und die Firma von Haftung ausgeschlossen ist. Für Detailinformationen kontaktieren Sie bitte unsere Berater.

7 1/2013 AFILA NEWS 7 Geld Kredite vergleichen und Geld sparen Eine Kreditaufnahme hat wesentliche Folgen für die künftige Finanzplanung. Da der Kredit meist über mehrere Jahre läuft, sollte der Kreditgeber verlässlich und günstig sein. Meist wendet man sich mit dem Kreditwunsch an die Hausbank. Selten ist diese jedoch der günstigste Anbieter am Markt. Ein Kreditvergleich ist durchaus sinnvoll und spart unnötige Kosten. Angebote einholen Lassen Sie sich von mehreren Kreditgebern kostenlos ein Angebot erstellen. Oft versuchen Kreditinstitute mit günstigen Einstiegszinssätzen, niedrigen Bearbeitungsgebühren oder Zinsgarantien zu locken. Auf Dauer kann dies jedoch teurer kommen, als ein den aktuellen Kreditzinsen angepasster Zinssatz. Vergleichen Sie die Angebote hinsichtlich des Effektivzinssatzes über die gesamte Laufzeit des Kredits. Berücksichtigen Sie beim Angebotsvergleich, ob Sie einen Kreditvermittler mitzahlen müssen und sonstige Kreditgebühren und Kosten, die berechnet werden. Stellen Sie auch die Banken hinsichtlich der von ihnen verlangten Sicherheiten gegenüber. Je weniger diese fordern, desto besser. Verschweigen Sie das Vorhandensein von Sicherheiten jedoch nicht, da dies die Kreditzinsen deutlich senken kann. Gibt es Unklarheiten bei den Angeboten, sprechen Sie mit einem Berater Ihres Vertrauens, bevor Sie etwas unterzeichnen. Recht Was tun bei Krankheit? Viele Arbeitnehmer verzichten oftmals auf den Krankenstand, weil sie Angst vor den beruflichen Folgen haben. Es kursieren viele Unsicherheiten, was diesbezüglich die Rechte und Pflichten eines Mitarbeiters sind. Verpflichtungen im Krankenstand Sie sind krank und arbeitsunfähig. Teilen Sie Ihr Befinden noch vor eigentlichem Dienstbeginn Ihrem Arbeitgeber mit und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf. Ihr Arbeitgeber hat ein Recht auf eine Krankenstandsbestätigung, in der Beginn, Ursache und voraussichtliche Dauer des Krankenstandes angeführt sind. Ansonsten droht der Verlust des Lohnes für die Dauer der Säumnis. Einen fristlosen Entlassungsgrund stellt dies jedoch nicht dar. Bereits ab einem eintägigen Krankenstand ist ein Nachweis zu erbringen. In manchen Firmen sind jedoch abweichende Zeiten vereinbart. Ob Sie im Krankenstand Bettruhe einhalten müssen oder Ausgang haben, entscheidet der Arzt. Wichtig ist jedenfalls, dass Sie Ihre Gesundheit nicht gefährden und darum bemüht sind, dass Sie so rasch als möglich gesund werden. Entgegen manchen Mythen darf Sie der Arbeitgeber im Krankenstand kündigen! Grundsätzlich erspart sich der Arbeitgeber dadurch aber nichts, da er den Krankenstand meist dennoch bezahlen muss. Oft werden Mitarbeitern deshalb einvernehmliche Lösungen angeboten, denn so können diese der Zahlungspflicht entgehen. Steuern Familienbeihilfe bei Schulbesuch im Ausland Anspruch auf Familienbeihilfe haben Kinder, die in Österreich einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Volljährige Kinder haben bis zur Vollendung des 24. Lebensjahrs einen Anspruch darauf, wenn sie: Für einen Beruf ausgebildet oder in einem erlernten Beruf in einer Fachschule fortgebildet werden, wenn ihnen durch den Schulbesuch die Ausübung ihres Berufes nicht möglich ist. Grundsätzlich beträgt die Familienbeihilfe je nach Alter des Kindes zwischen 105,40 und 152,70 Euro. Mit steigender Anzahl der Kinder erhöht sich auch der Gesamtbetrag der Beihilfe. Schulbesuch im Ausland Wenn ein noch nicht volljähriges Kind eine Schule im Ausland besucht, darf die Dauer des Auslandsaufenthaltes fünf Monate nicht überschreiten, damit weiterhin Familienbeihilfe gewährt wird. Nicht entscheidend ist, ob das Kind beabsichtigt, nach der Schulausbildung wieder nach Österreich zurückzukommen. Besteht kein Anspruch, kann eine Rückzahlung der Beihilfe angefordert werden. Im folgenden Fall kam es zu solch einer Rückzahlung: Ein Kind besuchte nach der Matura einen zweimonatigen Sprachkurs in Frankreich. Hier besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe, weil der Sprachkurs für sich allein keine Berufsausbildung darstellt und ebenso keine Voraussetzung für das danach begonnene Studium war.

8 8 AFILA NEWS 1/2013 FUEDI-Generalversammlung 2013 FUEDI, the European Federation of Loss Adjusting Experts, ist ein Zusammenschluss der europäischen Sachverständigen und fördert den unabhängigen, unparteiischen Beruf der Schadensregulierung. Eines der Ziele der Organisation ist es, das hohe Bildungslevel des Berufsstands zu erhalten, zu pflegen und die laufende Aus- und Weiterbildung von Sachverständigen zu fördern. AFILA-Präsident DI Martin Schörkhuber ist der Österreich-Abgesandte der FUEDI und vertritt bei den regelmäßigen Zusammenkünften die Interessen der heimischen Sachverständigen. Anlässlich der FUEDI Generalversammlung am 23./24. Mai 2013 in Neapel referierte DI Schörkhuber zum Thema Weiterbildung und präsentierte Aktuelles aus der Insurance Mediation Directive IMD 2. Weiterer Themenschwerpunkt der europäischen Zusammenkunft war die Normierung von Sachverständigenleistungen. International wie auch europäisch wird eine Standardisierung gefordert, die neben technischen Norminhalten auch Leistungsbilder, Qualifikationen, Betriebs- und Verfahrensprozesse der Sachverständigen erfassen soll. AFILA-Präsident Schörkhuber ist Teil des Expertengremiums und nutzt die Möglichkeit, die Richtlinien aktiv mitzugestalten. Ende 2013 wird es einen ersten Entwurf von CEN/TC 405 geben. Wir halten Sie diesbezüglich am Laufenden. Seminare / Termine AFILA Heuriger Termin: 17. September 2013 Ort: Esterhazykeller, Haarhof 1, 1010 Wien FERMA Risk Management Forum 2013 Living and working in a riskier world Termin: 29. September Oktober 2013 Ort: Maastricht Der Amts-Sachverständige Rechtsrichtige Abfassung von Gutachten neueste Judikatur Praxistipps Vortragender: RA Dr. Martin Attlmayr, LL.M. Nächster Termin: Freitag, 29. November 2013 in Wien Compliance & Human Factors Vortragende: HR Mag. Maximilian Edelbacher Christian Felsenreich, BA pth, MSc Nächster Termin: Donnerstag, 28. November 2013 in Wien IUMI Termin: September 2013 Ort: London Haftung der Sachverständigen inkl. Haftpflichtversicherung Vortragende: Prok. Mag. Dr. Harald Lunzer Dr. Harald Krammer Termin: Montag, 2. Dezember 2013 in Wien Das schlüssige Gutachten Sachverständigenarbeit auf höchstem Niveau Vortragender: Univ.-Lekt. VR Mag. Dr. Reinhard Kaun Nächster Termin: Dienstag, 24. September 2013 in Wien Superädifikat, Baurecht, Zinshausbewertung inkl. Musterbeispielen Vortragender: Bmstr. KommR Ing. Hubert Schöbinger Termin: Mittwoch, 30. Oktober 2013 in Wien

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