Wo bleibt die Wirtschaft im Wirtschaftsinformatikunterricht?

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1 Wo bleibt die Wirtschaft im Wirtschaftsinformatikunterricht? Institut für Wirtschaftspädagogik WU-Wien Institut für Wirtschaftspädagogik 1

2 Inhalt: Wie wichtig ist das Fach? Analyse des Fachbereichs Lehrer/Unterrichtsmaterial Beurteilung bestehender Aufgabenstellungen Best Practice Beispiele EWIST Projekt Bildungsstandards Bildungsserver Burgenland Fächerübergreifendes Projekt H2Ö Manz Verlag Ausblick Institut für Wirtschaftspädagogik 2

3 Wichtigkeit des Faches? Arbeitsmarkt? Institut für Wirtschaftspädagogik 3 Vgl. Evaluationsprojekt Ausbildung an HAKs Lehrplan 94

4 Institut für Wirtschaftspädagogik Vgl. Evaluationsprojekt Ausbildung an HAKs Lehrplan 94 4

5 Problemfelder im Fachbereich? / 1 Unterschiedliche Auslegung des Rahmenlehrplans durch LehrerInnen und LehrbuchautorInnen Der Einfluss von externen EDV Zertifikaten (ECDL, Computerolymiade, ) Diskussion über Kompetenzmodell beim Fachbereich Wirtschaftsinformatik (Bildungsstandards) Unterschiedliche Lehrerfachgruppen mit unterschiedlichen Qualifikationen, die dieses Fach unterrichten Keine einheitlichen Ausbildungsstandards im Bereich Winf an den Universitäten Unterschiedliche Auffassung zu den Inhalten des Fachbereichs in der Scientific Community Institut für Wirtschaftspädagogik 5

6 Problemfelder im Fachbereich? / 2 Open Office vs. Microsoft Produkte Programmierung vs. Office Anwenderschulung VBA, Java, C++, C#, PHP, HTML, Javakara, Entscheidungsfunktionen in Applikationen? Sinnvolle Beispiele? Muss unbedingt jedes Untermenü eines Programms gelernt werden? Kaufm. Problemlösungs- und Transferkompetenz vs. Programmschulungen auf ECDL Niveau Wo liegt die Lösung? bei den LehrerInnen beim Unterrichtsmaterial Institut für Wirtschaftspädagogik 6

7 Teil 1: Lehrer Heterogene Lehrergruppen Wer unterrichtet Informatik? WirtschaftspädagogInnen IOM LehrerInnen Andere FachbereichslehrerInnen (Mathematik bis zu Religion) Mit oder ohne PH (PI) Lehrgang (HTL, HLWs) AbsolventInnen des Lehramts Informatik? Lösungsansatz: Mehr Kooperation in der Lehreraus- und Fortbildung Outputorientierung bei der Ausbildung Institut für Wirtschaftspädagogik 7

8 Teil 2: Problemstellung Was macht eine gute Problemstellung aus? Eine gute Aufgabenstellung ist dann gegeben, wenn die Frage problemhaltig ist, wenn sie den Schüler auf eine Schwierigkeit stößt, über die er nachdenken muss, um zu einer Lösung zu kommen. (vgl. Euler, Hahn) Institut für Wirtschaftspädagogik 8

9 Eine schlechte Problemstellung: Eine Frage oder Aufgabe ist nicht problemhaltig und damit nicht gut gestellt, wenn: die Schülerin die Lösung bereits komplett kennt und sich nur noch an sie erinnern muss. In solchen Fällen sprechen wir von Routineaufgaben oder auch Übungsaufgaben. Sie ist jedoch verfehlt, wenn es darum gehen soll, neue Probleme zu lösen und sich entsprechende Zusammenhänge und Erkenntnisse zu erschließen. (vgl. Euler/Hahn) Institut für Wirtschaftspädagogik 9

10 Bsp. für keine guten Problemstellungen Aufgabenstellungen beinhalten einfache Handlungsanweisungen ohne dass der Schüler mitdenken muss: Markieren Sie die beiden Zellbereiche A6 bis A13 und E6 bis E13. Erstellen Sie von diesen Daten ein 3-D-Säulendiagramm auf diesem Tabellenblatt. Löschen Sie die Legende im Diagramm. Formatieren Sie die Zelle E14 mit einem Tausendertrennpunkt und 2 Dezimalstellen. Formatieren Sie die Zelle E14 mit einer doppelten Rahmenlinie unten. Erstellen Sie auf dem Tabellenblatt Modul für den Bereich D6 bis D130 ein benutzerdefiniertes Zahlenformat, welches vor der vorhandenen Nummer den TextModul und ein Leerzeichen hinzufügt ( zb Modul 1 ). Quelle ECDL Core/Adv Mustertest Institut für Wirtschaftspädagogik 10

11 Lösungshinweise: Formeln! Berechnen Sie in der Zelle C8 die Einnahmen pro Tag mit der Formel: B8 mal C5. Verwenden Sie passende Zellbezüge und kopieren Sie die Formel in die darunter liegenden Zellen bis C14. Berechnen Sie in der Zelle B9 die Differenz bei der Besucheranzahl mit der Formel: Besucheranzahl in Woche 17 minus Besucheranzahl in Woche 16. Quelle ECDL Core Mustertest Institut für Wirtschaftspädagogik 11

12 Lösungshinweise: Name der Funktion! Erstellen Sie in dem Tabellenblatt Modul für den Bereich D6 bis D130 ein benutzerdefiniertes Zahlenformat, welches vor der vorhandenen Nummer den Text Modul und ein Leerzeichen hinzufügt. Wenden Sie auf dem Tabellenblatt Auswahl einen Spezialfilter an, sodass im Listenbereich ab der Zelle A5 nur Anmeldungen zu den Modulen 2, 4 und 6 angezeigt werden können. Quelle ECDL Core Mustertest Institut für Wirtschaftspädagogik 12

13 Ein gutes Winf Beispiel soll: Ein betriebswirtschaftliches/technisches Problem behandeln und lösen Keine Lösungshinweise beinhalten Komplex sein (nicht eine Aneinanderreihung von Arbeitsanweisungen) Selbständig lösbar sein Gelerntes zur Anwendung bringen (Transfer) Mehrere Lösungswege zulassen (Nachfolgende Diskussion über die Effizienz des Lösungswegs ist erwünscht!) Institut für Wirtschaftspädagogik 13

14 Beispiel: Kundensupport Transfer- und Problemlösungskompetenz Beispiel ist erstellt worden im Rahmen des EWIST Projekts Auftraggeber: MR Sperl, MR Kempel Ziel des Projekts: Automatisierte Elektronische Rückmeldung bei Wirtschaftsinformatik Beispielen. Institut für Wirtschaftspädagogik 14

15 Kundensupport: telefonische Auftragsannahme Input für Lerner: via Folien oder mittels mp3 Institut für Wirtschaftspädagogik 15

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17 Institut für Wirtschaftspädagogik 17

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23 Institut für Wirtschaftspädagogik Angabe Excel: Fachliche Inhalte: Arbeiten mit mehreren Registerblättern Wennfunktion (verschachtelt) Formatierungen Ev. Sverweis Mit vorgegebenen Raster kein Problem sogar für 1. Klasse Ohne vorgegebenen Raster Problem: wie soll begonnen werden - Transferproblem 23

24 Bildungstandards: Beispiel Mietauto Herr Schwarzl hat sich am um 10:00 Uhr einen Opel Astra Caravan bei einem Kilometerstand von ausgeborgt. Er hat den Wagen am um 18:30 Uhr zurückgebracht, der Kilometerstand bei der Rückgabe betrug Frau Rechberger hat sich am einen Wagen der Gruppe E um 13:00 Uhr ausgeborgt und hat den Wagen am selben Tag um 16:45 Uhr wieder zurückgegeben. Der Kilometerstand betrug beim Ausleihen , bei der Rückgabe Institut für Wirtschaftspädagogik 24

25 Lösungsvorschläge inkl. Raster: Institut für Wirtschaftspädagogik 25

26 Beispiel Vernetzung BW Winf Betriebswirtschaftliches Problem: ABC Analyse Zusätzlich zu Winf Aufgaben auch BW Aufgaben Inputfolien zu BW und Winf Lösungen zu BW und Winf Quelle Diplomarbeit: Scherrer 2008 Institut für Wirtschaftspädagogik 26

27 Beispiel Prozentrechnen Die Formel wird bei ECDL vorgegeben Ist das sinnvoll? Kann damit Excel effizient genutzt werden? Was wird gemessen? (Validität) Best Practice: Bildungsserver Burgenland https://learn.bildungsserver.com/ Im Content Pool stehen unter anderem 200 Online Fragen zu Prozentrechnung zur Verfügung Schüler lösen die Beispiele selbstständig Automatisiertes Feedback (inkl. Learntracking) Kein Erstellungs- und Korrekturaufwand für Lehrer Institut für Wirtschaftspädagogik 27

28 Beispiel Prozentrechnung via LMS Burgenland Institut für Wirtschaftspädagogik 28

29 Lösungen inkl Musterlösung des LMS Burgenland Institut für Wirtschaftspädagogik 29

30 Institut für Wirtschaftspädagogik 30

31 H2Ö Musterunternehmen für Schulbücher Musterunternehmen mit allen Firmendaten wird vom Verlag zur Verfügung gestellt In den Schulbüchern schlüpft der Schüler in die Mitarbeiter-Rolle des Unternehmens und muss Aufgaben lösen Unternehmen soll in mehreren Schulbüchern vorkommen (BW, RW, Winf, IOM) Institut für Wirtschaftspädagogik 31

32 Neue Winf Reihe: Manzverlag Bsp. Winf mehr betriebswirtschaftl. Aufgabenstellungen weniger Technik Institut für Wirtschaftspädagogik 32

33 Problemorientierter Einstieg Thema: Benutzerdefinierte Formatierung in Excel Einstiegsbsp.: 1. Problem beim Rechnen 2. Benutzerdefinierte Formatierung löst das Problem 3. SchülerIn erkennt den Sinn 4. Tritt das Problem wieder auf so weiß die SchülerIn was zu tun ist Institut für Wirtschaftspädagogik 33

34 Institut für Wirtschaftspädagogik Verstärkte BW Inhalte im Winf Buch: In den Büchern sind Beispiele zu folgenden BW Inhalten vorgesehen: ABC Analyse Börse ATX Werte Abschreibungen Einfache Bilanzkennzahlen Break-Even-Point Human Ressource Finanzmathematik Kreditvergleich Jahresverzinsung bei Skonto Mahnplan Marktwachstum- Marktanteil-Matrix Aufbau- und Ablauforganisation Institut für Wirtschaftspädagogik 34

35 Summery: Ziel: Höhere Vernetzungskompetenz im Fachbereich Wirtschaftsinformatik zu erreichen Lehrerausbildung: Mehr inhaltliche Kommunikation der Wipaed Lehrstühle Lehrer: Welche Unterrichtsbeispiele werden eingesetzt? Verlage: Sinnvollere Beispiele, die Transfer und Vernetzung ermöglichen (COOL, BW Fallstudien) Bildungsstandards: Gemeinsame Kernbasis? Winf wieder bei Wipaed LehrerInnnen Institut für Wirtschaftspädagogik 35

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