Anschluss an Weltspiel herstellen: Ungleichheiten / Ungerechtigkeiten in der Welt

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1 Anlage B Input zu Globalisierung Methode Aktivvortrag Stichworte auf Karten, parallel Visualisierung einige Folien zwischendurch kurze Arbeit in Murmelgruppen zu Schaubildern 1. Einleitung Anschluss an Weltspiel herstellen: Ungleichheiten / Ungerechtigkeiten in der Welt - Wie kommt es eigentlich dazu? - Hilft Globalisierung dabei, diese Ungleichheiten abzubauen oder eher nicht? zudem evtl. Rückgriff auf die Mind Map und Aktivitäten vom ersten Tag noch mal roten Faden herstellen (Was haben wir bisher gemacht) und Grundsätzliches klären: - Es wurde untersucht, woher Produkte kommen, wo und unter welchen Bedingungen sie produziert werden Was hat das mit Globalisierung zu tun? Warum sind die Löhne anderswo niedriger? Warum wird weltweit an einem Produkt gearbeitet? 1

2 2. Verschiedene Dimensionen von Globalisierung (erste Spalte der Tabelle) Beantwortung der Fragen: Was macht Globalisierung aus? Wieso kann man sagen, wir leben in einer globalen Welt? (Markiertes vorher auf Metaplankarten schreiben) 3. Global heißt nicht gleich! (rechte Seite der Tabelle) Hinweis darauf, dass unterschiedliche Chancen/Risiken, Gewinner/Verlierer zunächst in 6 Murmelgruppen anhand von verschiedenen Graphiken, diese dann kurz vorstellen (Graphiken als Kopie und als Folie), danach auch zu den anderen Punkten etwas ergänzen Dimensionen Welthandel - meist gemeinter Aspekt von Globalisierung - internationaler Handel in den letzten Jahrzehnten wächst schneller als Weltproduktion - einerseits Exporte, Importe, andererseits interne Arbeitsteilung (Weltkartenspiel) Umweltprobleme - Ozonloch, Waldsterben, Treibhauseffekt, Wasserverschmutzung, Ölverschmutzung sind global (betreffen nicht nur die Region, wo verursacht etc.) Transport, Verkehr Güter- und Personenverkehr nimmt zu, geringe Transportkosten, immer schneller Tourismus in BRD nach 2. Weltkrieg Beginn von Reisen nach Italien, heute normal, in andere Länder zu fliegen im Urlaub Internet, andere Kommunikationsmittel - damit auch Verbreitung von Wissen und Information, Zusammenarbeit etc. - Internetnutzer 1996 ca. 30 Mio., 2002 mehr als 600 Mio. jeden Tag 7 Mio. mehr, 2,5 Milliarden Websites Warum doch nicht so global? - Preis für damit verbundenes Wirtschaftswachstum sind ökonomische, soziale und ökologische Ungleichgewichte - Handel v. a. zwischen Asien, Westeuropa und Nordamerika - einige Regionen sind stärker an Umweltverschmutzung beteiligt - einige Regionen (oft im Süden) leiden stärker unter z. B. Klimaveränderung, Naturkatastrophen, Anstieg des Meeresspiegels etc. - Konzentration auf Nordamerika, Europa, Japan, China - Touristen kommen v. a. aus Industrieländern - einige Reiseländer (positive und negative Folgen von Tourismus...) - bleibt kleinem Teil der Menschen vorbehalten - v. a. im Norden 2

3 Krankheiten Epidemien können viel leichter übertragen werden Bsp. SARS Flugreisen Migration -schon immer Menschen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zeigt soziale Ungleichheiten - heute praktisch alle Länder der Erde Zielländer - heute vielleicht mehr Wissen über Leben anderswo, Mobilität für Menschen nicht so groß wie für Kapital Kultur wir kennen Stars aus anderen Ländern, diese wiederum in großen Teilen der Welt bekannt (Musik, Film, Fußball weltweite Stars) Sprache Englisch wird scheinbar zu einer Art Weltsprache Politik - internationale Politik in Organisationen wie der EU, WTO, UNO hat großen Einfluss (schränkt auch Nationalstaaten ein) - internationale Eingriffe/ Kriege - Gesundheitssystem verschieden gut - oft keine Medikamente bei tropischen Krankheiten (keine Forschung dazu) - in armen Ländern sterben Menschen früher - Aufnahmeregionen sind die reicheren Länder - jede Region hat auch weiter ihre eigene Kultur - meistgesprochene Sprache auf der Welt ist Chinesisch mit fast 900 Mio. Sprechern, danach Spanisch mit 360 Mio., dann Englisch mit 320 Mio. (Atlas der Global:S.15) - das bedeutet allerdings nicht, dass die anderen Sprachen aussterben) Achtung - Macht der einzelnen Staaten in den Organisationen ist verschieden für zweiten Teil (Murmelgruppen) gibt es Graphiken zu: Umwelt, Bsp Süßwasser (Atlas Glob 61) Krankheiten, S. 63 Transport, Verkehr, S. 13 Tourismus, S. 18 Internet, S. 10, 11 unten Welthandel, S. 22 3

4 Kleines Extra zu Welthandel (evtl. an anderer Stelle) (auch dazu Karten schreiben) Es treten zwar verschiedene Phänomene auf, die als Globalisierung zu bezeichnen wären. Meist wird jedoch nur die wirtschaftliche Globalisierung gemeint. Wirtschaftliche Globalisierung heißt (u. a.), dass der Welthandel gestiegen ist. Das bedeutet, dass Importe und Exporte sich in den letzten Jahrzehnten stark erhöht haben (und zwar stärker als das Wirtschaftswachstum). (Graphik) Wie konnte es dazu kommen? - Transport-, Kommunikationskosten gesunken - Abbau von Zöllen (Freihandelsideologie) - Geld mobiler (modernes Bankensystem) Das bedeutet: - Produkte, die überall in der Welt gleich aussehen - konsumieren Produkte aus anderen Ländern bzw. Produkte, die in verschiedenen Ländern hergestellt wurden und um den Globus gewandert sind - Konzerne, die weltweit agieren - Abwanderung von Unternehmen - Arbeitsplatzkonkurrenz mit Menschen aus anderen Ländern Nicht die gesamte Welt ist in der gleichen Art und Weise in den Welthandel eingebunden: - mehr Handel zwischen den Ländern des Nordens, Afrika z.b. fast gar nicht beteiligt (Graphik.S.22) - Arbeitsteilung (scheinbar nach Produktions-, Kostenvorteilen) o allerdings so, dass im Süden Rohstoffe oder arbeitsintensive Produktionsschritte (Billiglohn, Graphik Atlas Glob Arbeitskosten. S.75) o Rohstoffpreise niedrig (arme Länder bleiben arm; Graphik Atlas der Weltverwicklungen, S. 74, 76) Es gibt also Gewinner und Verlierer der Globalisierung. (nicht nur international, sondern auch in den einzelnen Ländern selbst immer größere soziale Ungleichheit) Ungleichheit (Wohlstand, Bildung, Gesundheit, etc. wie auch schon in den Murmelgruppen angedeutet) Ist das alles neu? Es ist allerdings nicht so, dass Welthandel / Globalisierung etwas neues wäre: - seit 1492 Handel mit Amerika (Edelmetalle Jahrhundert, Kakao etc, Ausbeutung) - Asien (16. Jh. Gewürze, 17. Jh. Textilien, Seide, 18. Jh. Tee) - Sklaven aus Afrika nach Amerika (18. Jh.) - Zucker Änderung der Lebensgewohnheiten (neue Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Tomaten, Tabak, Gewürze, Porzellan) 4

5 Krankheiten (Indigene Bevölkerung in Amerika mit Masern, Mumps etc. infiziert keine Abwehr; Millionen Menschen gestorben) Sprache (Spanisch, Englisch, Französisch in den Kolonien durchgesetzt) - Vor dem 1. Weltkrieg Globalisierungsschub: viele Importe und Exporte, enge Vernetzung - Niedergang mit Weltwirtschaftskrise/Zwischenkriegszeit; danach Protektionismus, Zölle etc. - seit 1990er wieder Globalisierungsschub 5

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Export in Mrd. US-Dollar nicht zuzuordnen 2,2 3,5 4,5 3,7 2,0 9,7 4,3 4,5 6,4 4,4 14,9 12,5 16,8 50,9 43,5 Anteile am Weltwarenexport in Prozent, 1948 bis 2007 Prozent 100 90 80 59 84 157 579 1.838 3.675 7.375 13.619 Export in Mrd. US-Dollar nicht zuzuordnen 2,2 3,5 4,5 3,7 2,0 4,9 2,7 7,3 3,2 4,1 6,5 6,8 5,7

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