E-Learning im Rahmen universitärer (Weiter)Bildung

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1 Arbeitskreis Dienstleistungen FES / ver.di "Wissensintensive Dienstleistungen - konkret" E-Learning im Rahmen universitärer (Weiter)Bildung Folie 1

2 Leitfrage 1» Was sind aus Ihrer Sicht entscheidende Veränderungen / Umstrukturierungen, die in den letzten Jahren bei den Dienstleistungen und bei der Dienstleistungsarbeit, um die es in dem entsprechenden Anwendungsbeispiel geht, zu bewältigen waren? Folie 2

3 Leitfrage 1: Entscheidende Veränderungen und Umstrukturierungen» Aktionsfelder» Hochschulische Präsenzlehre» Universitäre Weiterbildung (Fernstudium)» Ursachen und Anlässe für Veränderungen seit Ende der 1990er Jahre» Technische Möglichkeiten» Pädagogisch-Didaktischer Mehrwert (von Instructional Design bis Connectivism )» Flexibilisierung von Studienprozessen (Bates 2011, Schulmeister 2006) 2000)» Internationaler Wettbewerb: (Weiter)Bildungsmarkt, Wissenschaftsstandort (vgl. BMBF, NMB» Kontinuierlich ansteigende Nachfrage von Fernlehrangeboten Folie 3

4 Leitfrage 1: Entscheidende Veränderungen und Umstrukturierungen Folie 4

5 E-Learning im Hochschulkontext Folie 5

6 Leitfrage 1: Entscheidende Veränderungen und Umstrukturierungen Aspekte der Veränderung:» Strukturelle Veränderungen an Hochschulen: E-Learning-Support (technisch, didaktisch) als institutionelle Erfordernis» Neue Rollen von Hochschulmitarbeitern und veränderte Tätigkeitsprofile im Zwischenbereich von Administration und akademischer Tätigkeit ( Third Space, Whitchurch 2008) :» Beratung» Mitgestaltung und Management von Bildungsprozessen» Schnittstellen mit Hochschulakteuren aus verschiedenen Bereichen (Haug, Gaiser 2010)» Interaktionsrahmen Studierende / Lehrende Folie 6

7 Beispiel Präsenzlehre: E-Learning Beratung Administration E-Learning-Support Gestaltung, Umsetzung Betreuung Präsenzveranstaltung Hochschuldozent Studierende Digitaler Lehr-Lernraum (z. B. LMS): Lehrmaterialien, Kommunikations- und Kooperationsanlässe, organisatorische Aspekte Folie 7

8 Leitfrage 2» Welche Rolle spielen im Zusammenhang mit den unter 1. genannten Dienstleistungskontexten und den hier anstehenden Veränderungen bzw. Umstrukturierungen die Anforderungen an den Umgang mit bzw. das Generieren von Wissen? Folie 9

9 Leitfrage 2: Anforderung an Umgang mit bzw. Generieren von Wissen» Ausgangskontext Hochschullehre: Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden» Vermittlung, Aufbereitung und Didaktisierung von wissenschaftlichem (Fach)wissen» Tradierte didaktische Settings: Vorlesung, Seminar etc.» Tradierte Formen der Wissensüberprüfung: Klausur, Seminararbeit» Fernlehrbereich: Zwischeninstanzen als Teil der Organisationslogik Service-Seiten, Fernstudium, TU KL Folie 10

10 Leitfrage 2: Anforderung an Umgang mit bzw. Generieren von Wissen E-Learning-Settings (Fern- und Präsenzlehre):» Stärkere Vorstrukturierung von Lehr- und Kommunikationsprozessen in digitalen Lehr-/Lernräumen:» technisch bedingt (Software)» didaktisch bedingt (Abstimmung von Online- und Präsenzphasen)» Ggf. Verlagerung des Verhältnis von vorproduziertem Wissensinput (online) und Interaktionsformen in Präsenzveranstaltungen (z. B Inverted Classroom )» Verstärkte Kooperation mit technischem Personal und Third Space -Akteuren: E- Learning-Beratung, Online-Studiengangsbetreuung, Systemadiminstratoren (z. B. im Bereich E-Assessment)» Wissensintensivierung bei Lehrenden im Bereich des didaktischen und technischen Handlungswissens Folie 11

11 Leitfrage 2: Anforderung an Umgang mit bzw. Generieren von Wissen Sonderfälle: komplexere multimediale Anwendungen, webbasierte Trainings und adaptive Lernsysteme» Starke Verlagerung von didaktischen Prozessen ins Backoffice» Didaktisch Aufbereitung des fachlichen Wissens» Mediendidaktische Umsetzung» Design» Programmierung (z. B. Anwendung semantischer Technologien)» Experten Know-How für jeden Bearbeitungsschritt» Definierte Rollen im Erstellungsprozess» Hoher Produktionsaufwand Folie 12

12 Leitfrage 3» Welche Auswirkungen hat die Art und Weise, wie Wissen spezifiziert, arbeitsteilig organisiert und in betriebliche Ablaufprozesse eingebaut wird, auf die Dienstleistung und die sie tragenden Arbeitsprozesse insgesamt? Gemeint sind Vor- und Nachteile für die Verbraucher aber auch Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Folie 13

13 Leitfrage 3: Auswirkungen auf die Dienstleistung Kompetenzen und Anforderungen an Dienstleister und Nutzer:» Anforderungen an Qualifikationen von Lehrenden: Medienkompetenz, didaktisches und technisches Know-How» Heterogenes Kompetenzprofil von Mitarbeitern im E-Learning-Support im Schnittstellenbereich von Didaktik und Technik, Koordination und Organisationsentwicklung (Haug, Gaiser 2010)» Heterogene Medienkompetenz (Net Generation?) und Nutzungsgewohnheiten bzw. -erwartungen der Studierenden (Schulmeister 2009, Arnold/Weber 2013)» Hoher Grad der Service-Orientierung und Kundenerwartung im Fernstudienbereich» Kommunikative Betreuung und Unterstützung als zentrales Service-Element» Niedrigschwellige Zugriffsmöglichkeiten auf Online-Dienste und -Ressourcen Folie 14

14 Leitfrage 3: Auswirkungen auf die Dienstleistung Herausforderungen:» Institutionelle Verankerung und Einbeziehung des E-Learning-Supports im loosely coupled system Hochschule (Weick 1976)» Rationalisierungsdebatten: (Selbst)Abschaffung der Lehrpersonen durch Mediatisierung und Online-Verfügbarmachung des Wissens? (s. MOOC- Diskussion)» Hochschulische Lehre und offene Online-Bildungsformate Folie 15

15 Fragen und Diskussion Folie 16

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