Zensus 2011: Migration und Religion Personen mit Migrationshintergrund. Main- Tauber- Kreis. Hohenlohekreis. Schwäbisch Hall.

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1 statistik Ausgabe 2013 Zensus 2011: Migration und Religion In Deutschland fand zum Stichtag 9. Mai 2011 der Zensus 2011, eine Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung statt. Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in einem Land, in einer oder einer Gemeinde leben, wie sie wohnen in den - und Landkreisen Baden-Württembergs am 9. Mai 2011 Anteile unter bis unter bis unter bis unter und mehr Rastatt Karlsruhe Baden- Baden Pforzheim Mannheim Heidelberg Rhein- Neckar- LKR Karlsruhe Enzkreis Calw Ludwigsburg Böblingen Neckar- Odenwald- Stuttgart Esslingen Main- Tauber- Hohenlohekreis LKR Heilbronn Heilbronn Rems-Murr- Schwäbisch Hall Göppingen Ostalbkreis Heidenheim und arbeiten. Die vorliegende Veröffentlichung präsentiert wichtige Ergebnisse zu den Themen Migration und Religion. Erste Erkenntnisse lassen sich aus der Betrachtung der auf ebene gewinnen. Der relative Anteil dieser Personengruppe fällt in den - und Landkreisen Baden-Württembergs deutlich heterogener aus als zu erwarten war. Ein Zusammenhang zwischen urbanen Gebie ten und einem generell höheren Anteil dort leben der lässt sich für Baden- Württemberg nicht flächendeckend feststellen. Bestes Beispiel hierfür liefert der Anteil von im Landkreis Tuttlingen (38,3 %) einem eher ländlich geprägten Raum. i. Br. Ortenaukreis Emmendingen Schwarzwald- Baar- Breisgau-Hochschwarzwald Freudenstadt Rottweil Tuttlingen Tübingen Reutlingen Sigmaringen Zollernalbkreis Alb- Ulm Donau- Biberach Die hier veröffentlichten Ergebnisse zu den Themen Migration und Religion basieren auf einer Hochrechnung der Stichprobenbefunde. Lörrach Waldshut Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Landesinformationssystem Konstanz Bodenseekreis Bodensee Ravensburg S Kartengrundlage GfK GeoMarketing GmbH Karte erstellt mit RegioGraph Zur Vermeidung der Vermittlung einer Scheingenauigkeit wurden die Ergebnisse vor Veröffentlichung auf volle zehn Personen gerundet.

2 in den - und Landkreisen in Baden-Württemberg am 9. Mai 2011 nach Staatsangehörigkeit Deutsche mit Ausländer/-innen Baden-Württemberg Stuttgart, Landeshauptstadt (freie ) Böblingen () Esslingen () Göppingen () Ludwigsburg () Rems-Murr- () Heilbronn, (freie ) Heilbronn, Landkreis () Hohenlohekreis () Schwäbisch Hall () Main-Tauber- () Heidenheim () Ostalbkreis () Baden-Baden, (freie ) Karlsruhe, (freie ) Karlsruhe, Landkreis () Rastatt () Heidelberg, (freie ) Mannheim, (freie ) Neckar-Odenwald- () Rhein-Neckar- () Pforzheim, (freie ) Calw () Enzkreis () Freudenstadt () im Breisgau, (freie ) Breisgau-Hochschwarzwald () Emmendingen () Ortenaukreis () Rottweil () Schwarzwald-Baar- () Tuttlingen () Konstanz () Lörrach () Waldshut () Reutlingen () Tübingen () Zollernalbkreis () Ulm, (freie ) Alb-Donau- () Biberach () Bodenseekreis () Ravensburg () Sigmaringen () 58,2 44,2 55,6 52,1 56,5 52,5 52,0 54,7 62,9 77,4 76,8 77,1 64,7 69,3 54,0 55,4 61,3 62,4 49,8 47,2 71,8 57,6 65,0 60,4 58,5 65,4 53,6 62,9 65,7 69,6 70,0 63,0 69,5 59,4 53,1 54,7 58,6 55,3 65,1 54,2 59,8 70,0 61,6 68,1 74,0 41,8 55,8 44,4 47,9 43,5 47,5 48,0 45,3 37,1 22,6 23,2 22,9 35,3 30,7 46,0 44,6 38,7 37,6 50,2 52,8 28,2 42,4 35,0 39,6 41,5 34,6 46,4 37,1 34,3 30,4 30,0 37,0 30,5 40,6 46,9 45,3 41,4 44,7 34,9 45,8 40,2 30,0 38,4 31,9 26,0 Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

3 Jeder Vierte mit Es zeigt sich, dass die landesweit höchsten Anteile an für die kreise Pforzheim (46,6 %), Heilbronn (46,1%) und Stuttgart (38,6 %) zu erkennen sind. Die niedrigsten Anteile werden dagegen im Landkreis Emmendingen (14,8 %), im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (17,0 %) und im Main Tauber- (17,1 %) nachgewiesen. Als werden im Rahmen des Zensus 2011 neben Ausländer/-innen auch Deutsche bezeichnet, die nach 1955 zugewandert sind oder mindestens ein nach 1955 zugewandertes Elternteil haben. in den Großstädten Baden-Württembergs am 9. Mai 2011 nach Altersklassen Stuttgart, Landeshauptstadt Baden- Württemberg Heilbronn, Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim, im Breisgau, Reutlingen, Ulm, 16,4 13,3 27,2 20,8 22,4 22,8 18,4 32,7 16,5 9,6 13,5 15,0 29,9 18,2 23,4 21,9 19,8 35,0 15,0 8,3 15,3 10,9 25,7 21,3 26,7 25,3 17,8 33,2 14,2 9,5 13,8 16,8 28,0 19,9 21,5 17,4 22,6 33,7 16,1 10,3 12,4 23,4 26,5 17,6 20,2 19,0 27,5 31,7 13,5 8,3 12,0 15,6 26,6 19,9 26,0 20,0 20,1 33,7 16,2 9,9 13,6 13,6 23,8 20,1 28,9 24,1 18,2 31,3 16,9 9,5 13,6 19,9 26,8 18,5 21,2 21,4 27,0 30,4 13,4 7,8 15,6 14,3 27,0 20,4 22,7 19,4 18,1 32,2 19,0 11,3 13,8 17,7 27,9 19,3 21,3 20, ,7 17,5 10,9 Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

4 Von den gut 2,6 Mill. im Südwesten besitzen etwas über 1,5 Mill. die deutsche Staatsbürgerschaft, knapp 1,1 Mill. unter ihnen sind Ausländerinnen und Ausländer, wovon annähernd die Hälfte seit über 20 Jahren in Baden-Württemberg lebt. Die Migranten/-innen sind im Schnitt etwas jünger als die. In den unteren Altersklassen überwiegen die, wohingegen die 50-Jährigen und Älteren stärker durch die repräsentiert sind. Im Vergleich der Großstädte Baden-Württembergs fällt besonders der hohe Anteil an unter 18-Jährigen auf. In den Städten Heilbronn und Pforzheim werden hier die höchsten Werte erreicht, wobei in beiden Städten auch die Spitzenanteile an über 65-Jährigen ohne festgestellt wurden. in Baden-Württemberg am 9. Mai 2011 nach Geschlecht und Aufenthalt in Jahren Männlich Weiblich Unter 5 Unter 5 20 und mehr 50,7 10,4 10, und mehr 48,4 10,4 11, , , , , Statistisches Landesamt Baden-Württemberg in Baden-Württemberg am 9. Mai 2011 nach Altersklassen und Aufenthalt in Jahren ,1 2,4 15,0 1,8 4,4 23,0 3,0 8,3 5,6 13,9 16, ,8 12,4 29,1 32,3 25,3 10,7 62,7 58,4 48,9 27,3 39,7 20,9 18,8 Unter und mehr Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

5 Bei der Frage nach dem bisherigen Aufenthalt in Jahren zeigt sich, dass die Dauer des Aufenthalts mit dem Lebensalter zunimmt. Die Zuwanderung während der letzten 5 Jahre wirkt dem Demografischen Wandel entgegen. Mehr als 81,5 % der Migranten sind weni ger als 5 Jahre in Deutschland und unter 30 Jahre alt. Top 10 der Herkunftsländer von in Baden-Württemberg am 9. Mai ,7 % ,1 % 8,7 % 7,9 % 7,6 % 6,8 % ,2 % 3,3 % 2,2 % 1,9 % 0 Türkei Italien Kasachstan Russische Föderation Polen Rumänien Kroatien Griechenland Österreich Frankreich Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Personen in Tsd Top 6 der Herkunftsländer von in den Großstädten Baden-Württembergs am 9. Mai 2011 Türkei Italien Griechenland Kroatien Polen Rumänien Russische Föderation Kasachstan Frankreich Vereinigte Staaten Iran 0 Stuttgart, Landeshauptstadt Heilbronn, Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim, im Breisgau, Reutlingen, Ulm, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Stuttgart, Landeshauptstadt Heilbronn, Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim, im Breisgau, Reutlingen, Ulm, Summe Einwohnerzahl Türkei Rumänien Italien Polen Russische Föderation Kasachstan Kroatien Griechenland Frankreich Vereinigte Staaten Iran Summe Bei einer zu geringen Fallzahl kann es zu Sperrungen einzelner Werte kommen.

6 In der Tendenz sind Männer mit schon länger in Baden-Württemberg als Frauen. Auffällig hoch ist der Anteil von fast 25,3 %, bei der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen mit einem Aufenthalt von 20 Jahren und mehr. Für die Großstädte des Landes kann der mit Abstand größte Anteil an Katholiken/-innen bei den 65-Jährigen und Älteren in und Ulm feststieg dieser Bevölkerungsgruppe. Am häufigsten wurden die Türkei, Italien oder Kasachstan als Herkunftsland angegeben. Aus den Ländern der EU-27 sind insgesamt 39,0 % zugewandert. Weitere 38,5 % kamen aus anderen Staaten, wobei Kroatien aufgrund des Stichtags noch nicht der EU-27 zugeordnet wurde. Die übrigen, rund 22,5 % der Bürgerinnen und Bürger mit gaben ein Herkunftsland außerhalb der Europäischen Union an. Über zwei Drittel der Bevölkerung sind evangelisch oder katholisch Knapp 71,8 % aller Bewohnerinnen und Bewohner des Landes sind Mitglied der großen christlichen Religionsgesellschaften. Fast 8,1 % der Personen haben angegeben sonstigen christlichen Glaubensrichtungen der evangelischen Freikirche oder der Orthodoxen Kirche anzugehören. Rund 1,55 Mill. Baden-Würt tembergerinnen und Baden-Württemberger sind dagegen einem sonstigen Glauben bzw. keinem Glauben zuzurechnen. Nach ersten Auswertungen bekennen sich somit gut 28,2 % aller Einwohnerinnen und Einwohner Baden- Württembergs zu anderen bzw. zu keiner öffentlich rechtlichen Religionsgemeinschaft. Darunter befinden sich gut 5,3 %,die den Islam als Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung angegeben haben. Die Frage zum Glaubensbekenntnis war als einzige Frage auf freiwilliger Basis auszufüllen. Insofern erreichen die Ergebnisse nicht die Qualität der Pflichtfragen. Etwa 44 % der Auskunftspflichtigen, welche diese Frage beantworten sollten, haben freiwillige Auskunft diesbezüglich gegeben. Bei den 56 %, die nicht geantwortet haben, wurde eine gleiche Antwortverteilung unterstellt. Auf Basis weiterer methodischer Untersuchungen werden zu einem späteren Zeitpunkt detailliertere Ergebnisse veröffentlicht. Die Betrachtung der Herkunftsländer überrascht mit dem hohen Anteil von mehr als 6,8 % an Rumäninnen und Rumänen. Durch die EU-Osterweiterung kam es in den letzten Jahren zu einem Angestellt werden. Der höchste Anteil an evangelischen Kirchgängern ist für diese Altersgruppe in den Städten Heilbronn und Reutlingen auszumachen. Die Analyse der Religionszugehörigkeit nach Altersklassen und Geschlecht zeigt hingegen ein ausgewogenes Bild. Insgesamt haben sich am häufigsten die Personen im Alter von 65 und mehr Jahren zu einer Religion bekannt. Allerdings überwiegen die evangelischer Zugehörigkeit nur in dieser Altersklasse gegenüber den Katholiken/ -innen. Bei einer tiefergehenden Analyse der Religionsfrage, aufgeteilt auf die Regierungsbezirke Baden- Württembergs, lässt sich ein höherer Anteil der Römisch-Katholischen Kirche in drei der vier Regierungsbezirken feststellen. Personen nach Religionszugehörigkeit und Glaubensbekenntnis in Baden-Württemberg am 9. Mai 2011 Islam Evangelische Freikirche oder Orthodoxe Kirche 8,1 Sonstige, keine 14,9 Evangelische Kirche 34,2 5,3 37,6 Römisch-katholische Kirche Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

7 Personen in den Großstädten Baden-Württembergs am 9. Mai 2011 nach Religionszugehörigkeit und Altersklassen Römisch-katholische Kirche 33,8 Evangelische Kirche 32,4 Sonstige, keine, ohne Angabe 33,7 Baden- Württemberg 36,5 35,2 38,4 42,5 29,5 34,3 32,2 42,0 29,2 35,4 29,3 15,5 Stuttgart, Landeshauptstadt (freie ) 23,5 25,9 24,6 26,6 27,4 26,3 28,5 26,0 28,0 45,7 50,3 45,6 49,4 45,4 26,9 Heilbronn, (freie ) 19,9 20,5 21,8 26,9 27,7 30,1 30,9 37,5 39,4 52,7 50,0 41,9 47,3 33,7 19,6 Karlsruhe, (freie ) 27,9 33,6 30,1 35,9 39,1 30,8 27,1 31,3 29,0 41,3 41,3 35,1 42,8 35,1 19,7 Heidelberg, (freie ) 23,6 32,4 27,2 29,9 32,2 31,3 31,2 32,5 32,7 47,0 45,1 35,1 41,6 37,4 20,7 Mannheim, (freie ) 26,7 30,7 30,3 34,1 37,5 22,3 22,1 28,6 29,1 37,6 51,0 40,7 47,6 36,7 24,9 Pforzheim, (freie ) 22,1 30,7 28,4 29,7 30,4 29,5 29,5 34,1 37,5 51,2 48,4 35,2 42,1 32,9 18,5 im Breisgau, (freie ) 33,6 39,1 36,9 36,6 50,9 23,4 22,9 25,6 28,9 31,6 43,0 32,1 40,2 37,8 17,6 Reutlingen, (: Reutlingen) 19,8 23,5 22,4 29,4 27,9 46,3 40,5 38,6 36,2 53,8 33,9 36,0 39,0 34,4 18,2 Ulm, (freie ) 29,4 33,7 31,1 39,1 44,5 30,6 29,6 25,6 24,5 38,9 39,9 36,6 43,3 36,4 16,7 Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

8 Anzahl Personen in Baden-Württemberg am 9. Mai 2011 nach Religionszugehörigkeit, Altersklassen und Geschlecht Sonstige, keine, unbekannt Evangelische Kirche Römisch-Katholische Kirche weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich unter Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Personen in den Regierungsbezirken Baden-Württembergs am 9. Mai 2011 nach Religionszugehörigkeit und Glaubensbekenntnis 14,9 5,3 8,1 15,8 6,6 9,5 15,7 5,4 7,8 14,5 3,2 6,8 12,3 4,4 6,7 Sonstige, keine, unbekannt Islam Evangelische Freikirchen oder Orthodoxe Kirche 34,2 39,5 34,5 27,7 29,6 Evangelische Kirche 37,6 28,6 36,6 47,8 46,9 Römisch-Katholische Kirche Baden- Württemberg Regierungsbezirk Stuttgart Regierungsbezirk Karlsruhe Regierungsbezirk Regierungsbezirk Tübingen Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Lediglich im Regierungsbezirk Stuttgart überwiegt die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche. Auch der Anteil aller sonstigen erfassten Glaubensrichtungen fällt für diesen Regierungsbezirk stärker aus als für Karlsruhe, oder Tübingen. Prinzipiell lässt sich ein Nord-Süd-Gefälle zwischen Karlsruhe und Stuttgart zu und Tübingen erkennen. Die Römisch-Katholische Kirche ist im Süden des Landes mit annähernd 50 % deutlich stärker vertreten als in den Regierungsbezirken Stuttgart und Karlsruhe. Dafür nimmt der Anteil der Muslime mit gut 6,6 % für Stuttgart den höchsten Wert an. Detailliertere Auswertungen zu verschiedenen Themen sind ab August in der Publikation Zensus Kompakt enthalten sowie schon jetzt online in der Zensusdatenbank ( Weitere Informationen: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Böblinger Straße 68, Stuttgart Telefon: 0711/ (Fachauskünfte) 0711/ (Vertrieb) Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

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