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1 Ausschussdrucksache 6/318 Landtag Mecklenburg-Vorpommern Schwerin, 4. November Wahlperiode Wirtschaftsausschuss Stellungnahme der AG Gesundheits- und Umweltpsychologie Institut für Psychologie - Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Gesetzentwurf der Volksinitiative gemäß Artikel 59 der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Änderung der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern (LBauO M-V) Gegen unkontrollierten Ausbau von Windenergie - Drucksache 6/4450 -

2 Abstand, Akzeptanz und Belästigung Prof. Dr. Gundula Hübner Dr. Johannes Pohl AG Gesundheits- und Umweltpsychologie Institut für Psychologie Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Sozialpsychology MSH Medical School Hamburg University of Applied Sciences and Medical University Schwerin, 5. November 2015

3 . widersprüchliche Ergebnisse zur Akzeptanz: Warren et al., 2005: < 5 km höhere, > 5 km geringere Swofford & Slattery, 2010: < 5 km geringere, > 5 km höhere Johannson & Laike, 2007: kein Zusammenhang. Datenlage für Deutschland und die Schweiz: vier vergleichbare Studien, 1999 bis 2014 > Anwohner, > 20 Standorte einbezogen Forschungslage zur Abstandsfrage. Studien aus den USA und Kanada

4 eigene Studien Windparks und befragte Anwohner Schattenwurf-Studie HK-Studie Geräusch-Studie Schweiz-Studie Anwohneranzahl Altersdurchschnitt 48 Jahre 51 Jahre 55 Jahre 52 Jahre Geschlecht w: 43 %, m: 57 % w: 43 %, m: 57 % w: 48 %, m: 52 % w: 53 %, m: 47 % Windparks pro Studie / WEA-Anzahl WEA-Gesamthöhe < 100 m m 150 m m WEA-Leistung / MW 2.0 MW MW Abstandsbereich Abstandsdurchschnitt m 660 m Fördermittelgeber Schleswig-Holstein (StUA Schleswig), Niedersachsen (Umweltministerium), Mecklenburg- Vorpommern (LUN), Bayern (LAU) m m BMU, Schleswig- Holstein (LLUR) m m m m DBU, wpd Schweizerisches Bundesamt für Energie, Bundesamt für Umwelt

5 . Zufallsauswahl + Aufrufe in Medien, Schneeballsystem. Fragebogenerhebungen; postalisch, Interviews. öffentliche Förderung, 1 x Kombination mit Windindustrie Auswahl der Befragungsteilnehmer. bis 8,5 km Abstand zur nächsten WEA. Zusammenarbeit mit Beschwerdeführern. Bedingung: alles ist öffentlich

6 2 Forschungsbeispiele Stress- und Umweltpsychologie Geräusch-Studie Schweiz-Studie (Pohl, Gabriel & Hübner, 2014; DBU) (Hübner & Löffler, 2013; BFE & BAFU, CH). 212 Teilnehmer, 55 Jahre 467, 52 Jahre Niedersachsen 7 Standorte 9 Enercon E-82, 2 MW, 150 m 1 bis 16 WEA, 1 MW. Fragebogen-Interviews, 450 Items 614 Items. Beschwerdebögen: 22 Items. Langzeitstudie, Befragungen in 2012 und Audiorekorder Emission-, Immissionmessungen. Intervention, Experiment

7 durchschnittliche Belästigungen Geräusche Schattenwurf-Studie HK-Studie Geräusch-Studie Schweiz-Studie Drehbewegung Rotorschatten Rotor-Lichtreflexionen Tages-HK Nacht-HK Landschaftsbild »gar nichtsehr«

8 Häufigkeit belästigter Anwohner durch WEA-Geräusche. mindestens mittelmäßig be. (2 4), keine Symptome 25 % 6 %. mindestens mittelmäßig be. (2 4), Symptome 10 % 5 %. keine Geräuschwahrnehmung 31 % 70 %. gar nicht belästigt (0) 18 % 14 %. wenig belästigt (1), keine Symptome 15 % 6 % Geräusch-Studie (2014) Schweiz-Studie (2013)

9 Prozentsatz stark durch WEA-Geräusche Belästigter nach Entfernung (m) Geräusch-Studie ab 1250 m Schweiz-Studie ab 230 m 25 % 20 % 15 % 10 % 5 % 0 n = 5 n = 6 n = 1 n = 3 n = 7 n = 5 n = 2 n = 7 n = 6 < > 2.000

10 . kein bedeutsamer Zusammenhang zwischen Abstand, Akzeptanz und Belästigung bei eingehaltenen Immisionschutzrichtlinen. bedeutsame Einflussfaktoren der Belästigung: Sicht Planungsprozess finanzielle Beteiligung Fazit. es gibt stark belästigte Anwohner

11 Mehr Abstand mehr Akzeptanz? ANALYSE Ein umweltpsychologischer Studienvergleich Link zur Publikation

12 vielen Dank! Forschungsberichte Information zu social acceptance, Task 28 International Energy Agency Kontakt

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