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1 intern Informationen für Mitglieder Nr. 5 I 2009 Strahlende Preisträger auf der Treppe von Schloss Waldthausen in der Nähe von Mainz. Fotos: John/DPRG <WETTBEWERB> Interne Kommunikation Witzig, frech und plakativ Auch Mitarbeiterzeitungen/-zeitschriften können sexy und trendy sein: Der inkom. Grand Prix, der DPRG-Medienpreis für Interne Kommunikation, zeichnete 22 Preisträger aus gab es viele neue Teilnehmer und einige Aufsteiger. Erstmals bewertet: Intranet-Auftritte. Die Würfel im inkom. Grand Prix 2009 sind gefallen. Der älteste Wettbewerb (seit 1995) für die Suche nach den besten Mitarbeiterzeitschriften und -zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeichnete jetzt 22 Preisträger aus. Wie die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) als Initiator dieses Medienpreises für die Interne Kommunikation mitteilt, habe es bei knapp 100 eingereichten Printpublikationen einen ersten, vier zweite und 17 dritte Plätze gegeben. Erstmals seien auch Intranet- Auftritte bewertet worden. Aus den 20 Einreichern wurden drei Sieger ermittelt und ein Sonderpreis (unter anderem für vorbildliche Barrierefreiheit) vergeben. Gewinner bei den Mitarbeiterzeitschriften/-zeitungen ist der Titel inside.mag des Medienkonzerns Axel Springer. Dieses Blatt sei so gemacht, wie sich die Jury eine moderne Mitarbeiterzeitschrift vorstelle: informativ, plakativ, frech, witzig. Das Druckwerk liefere den Beweis, dass auch Mitarbeiterpublikationen sexy und trendy sein können. Für ihr Intranet mit dem Namen skynet erhielt Fraport die höchste Auszeichnung. Jury-Mitglied Professor Gebhard Rusch hatte mit seinem Institut für Medienforschung an der Uni Siegen die Einreichungen für diese neue Wettbewerbskategorie unter die Lupe genommen. Das innerbetriebliche elektronische Medium des Flughafenbetreibers sei zwar optisch verbesserungsfähig, transportiere aber eine Fülle wichtiger Mitarbeiterinformationen. DPRG-LANDESGRUPPEN DPRG-ARBEITSKREISE DPRG PERSÖNLICH BILDUNG INTERNATIONAL NEUE MEDIEN Agenda HRPS: Die Welt in 140 Zeichen 2 Berlin/Brandenburg/Junioren/DRPR: Konzertierte Aktion 3 NRW: Konsumieren mit gutem Gefühl 5 Internationale PR: Teamgeist ist zentraler Erfolgsfaktor 5 Wertschöpfung: Controlling und Kommunikation an einem Strang 6 Kommunikationsverband übernimmt DPRG/IVC-Modell 7 Junioren BaWü: Kommunikation in Gang setzen 8 Junioren Düsseldorf: Neues Führungsduo 8 Neue Mitglieder in der DPRG 9 Thorsten Lützler im Global Alliance-Vorstand bestätigt 9 Peter Gerlach führt PZOK-Geschäfte 10 Neuer Chef bei Global Alliance 10 Investor-Relations: Klassiker neu aufgelegt 11 Impressum DPRG intern erscheint als -Newsletter kostenlos für alle Mitglieder der DPRG. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion DPRG 2009 Herausgeber Deutsche Public Relations Gesellschaft e.v. Redaktion Michael Kalthoff-Mahnke (verantwortlich) > Marienstraße 24 > Berlin > Telefon > Fax >

2 2 DPRG intern Nr. 5 I 2009 Fortsetzunng inkom. Grand Prix 2009 Platz eins im Print für den Axel Springer Verlag: DPRG-Präsident Ulrich Nies zeichnete Dr. Christina Afting für die herausragende Leistung aus. Platz eins für das Intranet: Juror Professor Gebhard Rusch (links) übergab den Preis an das Team der Internen Kommunikation von Cognis. Widerspruch zwischen Anspruch und Realität? Das Intranet hat laut DPRG heute wegen seiner Schnelligkeit zwar den Spitzenplatz in der Medien-Orchestrierung übernommen. Aber die Mitarbeiterzeitung/-zeitschrift erweise sich nach wie vor als das mit Abstand meistgenutzte Instrument der Internen Kommunikation, zumal es als verbindlicher und glaubwürdiger empfunden werde. Jury-Mitglied Hermann-Josef Berg, Freier Wirtschaftsjournalist: Ob das in der Regel farbig Gedruckte wirklich auch die aktuellen Themen in den Unternehmen, Behörden sowie anderen Einrichtungen und Organisationen widerspiegelt, steht auf einem anderen Blatt. Aber wie soll so etwas von einem Außenstehenden beurteilt werden. Es ist und bleibt daher die vorrangige Aufgabe der Redaktionen von Mitarbeitermedien, für die Glaubwürdigkeit der von ihnen verbreiteten Nachrichten zu sorgen. DPRG-Präsident Nies: Urteilstiefe wird weiter ausgebaut Bei aller Begeisterung über die Fortschritte in der Heftgestaltung (bessere Grafik, mehr Fotos) merkte die Jury an, dass die meisten Mitarbeiterzeitschriften und -zeitungen optisch noch Gewänder aus dem 20. Jahrhundert tragen würden. Bei den journalistischen Stilmitteln sei die Königsdisziplin Reportage noch ausbaufähig. Und auch die Überschriften könnten mehr Ehrgeiz der Redakteure vertragen, vor allem wenn sie dadurch die Bildbotschaften verstärken. Diesen und weiteren Kriterien will der inkom. Grand Prix in den nächsten Jahren mehr Aufmerksamkeiten schenken. DPRG-Präsident Ulrich Nies: Die Stärke dieses in der Branche renommierten Wettbewerbs ist die Urteilstiefe und diese Stärke werden wir weiter ausbauen! Weitere Informationen I Bildergalerie der Preisträger I <LANDESGRUPPEN> HESSEN/RHEINLAND-PFALZ/SAARLAND Die Welt in 140 Zeichen Wer die Berichterstattung über die Wahlen im Iran aufmerksam verfolgt hat, wird Twitter kaum noch als einen Dienst abtun können, über den Menschen überflüssige 140-Zeichen-Nachrichten mit nichtigen Neuigkeiten verbreiten. Bleibt auch die Frage der Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit der Nachrichten ungeklärt, so hat Twitter eines bewiesen: Der Dienst bietet eine Plattform zur freien Meinungsäußerung. Wie Unternehmen eine solche Plattform nutzen können oder wie sie sie bereits nutzen, war Thema bei der DPRG-Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland. Daniel Görs, Leiter des Arbeitskreises Digital Relations://Social Media der DPRG und Leiter Corporate Communications der Hamburger Agentur Immonet, und Kimmo Best, Leiter Externe Kommunikation der SEB, berichteten über ihre Erfahrungen mit Twitter als Instrument der Unternehmenskommunikation. Daniel Görs (rechts) und Kimmo Best brachten den Kolleginnen und Kollegen der Landesgruppe Hessen/Rheinland- Pfalz/Saarland das Zwitschern nahe. Görs twittert schwerpunktmäßig über drei Accounts über einen persönlichen, einen Immonet- und einen DPRG-Account. Er betonte, dass das Verständnis von PR, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikationsmanagement noch im Web 1.0 verhaftet sei auch in der DPRG. Hier könne der Arbeitskreis Social Media und Digital Relations wichtige Impulse zur Weiterentwicklung beisteuern. Wer sich für den Wandel von der klassischen Öffentlichkeitsarbeit hin zum digitalen Kommunikationsmanagement 2.0 interessiere und diesen Wandel der PR mitgestalten möchte, könne jederzeit im neuen Arbeitskreis mitwirken, betonte Görs. N e u e E - M a i l f ü r d e n M i t g l i e d e r s e r v i c e S i e e r r e i c h e n d e n D P R G - M i t g l i e d e r s e r v i c e a b s o f o r t u n t e r d er n e u e n E - M a i l m i t g l i e d e r s e r v i c d p r g. d e

3 DPRG intern Nr. 5 I Eine Umfrage unter deutschen Twitternden hat ergeben, dass der durchschnittliche Twitterer 32 Jahre alt, männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur) ist und in zwei Dritteln der Fälle einen eigenen Blog betreibt. Die Hälfte der deutschen Twittergemeinde stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und ist somit Zielgruppe der DPRG. Gerade beim Share of Voice und im Reputation Management geht es heute nicht mehr ohne Social Media, sagte Görs. Eine Kritik an der DPRG im Internet sei dann auch der Anlass gewesen, einen entsprechenden Twitter-Account zu aktivieren, um dort Position zu beziehen, wo, so Görs, sich die Meinungsführer tatsächlich austauschen: im Web 2.0. Seither twittere er für die DPRG und die PR-Profession. Das Google-Ranking habe sich schon einige Tage nach Beginn aktiven Twitterns verbessert. Wer bei Google nicht auf der ersten Seite erscheint, findet nicht statt, fasste Görs die Notwendigkeit, im Netz sichtbar zu sein, zusammen. Seine Empfehlung für den Umgang mit Twitter: Anmelden, starten, beobachten, zuhören, selbst testen, lernen und optimieren sichern Sie sich auf jeden Fall rechtzeitig Ihren Namen. Genau dies haben Kimmo Best und seine Kollegin Britta Wördenweber bereits getan und twittern für die Externe Kommunikation der SEB Bank. Schon vor den Aktivitäten auf Twitter sei die SEB durch Bannerwerbung und Suchmaschinenmarketing im Netz sichtbar gewesen, Twitter habe allerdings gänzlich neue Fragen aufgeworfen, so Best: Wer twittert? Und was schreiben wir? Sprechen wir für die Bank? Und was dürfen wir überhaupt sagen? Sobald der Account gesichert gewesen sei, hätten sie dafür gesorgt, dass er bekannt werde und dazu das Intranet, -Signaturen und das Internet genutzt. Best und Wördenweber twitterten, um die SEB bei neuen Zielgruppen als schwedische, unkomplizierte, moderne und sympathische Bank zu positionieren. Ihre Tweets hätten den Anspruch, den Lesern einen Mehrwert zu bieten der Twitter-Account diene nicht als neuer Vertriebskanal. Entsprechend werde auch nur dann getwittert, wenn es etwas zu sagen gebe. Die Zahl der Follower habe rasch zugenommen, was sie in ihrer Linie bestärkt habe. Mit den Followern in den Dialog zu kommen, ist nicht so einfach, berichtete Best. Die SEB werde weiter twittern, so Best, denn Twitter ist für uns ein kostenloses kommunikatives Versuchsfeld und es macht Spaß. Die Präsentationen der Veranstaltungen finden Sie auf Hier können sich Interessenten selbst ein Bild machen und in Kontakt treten: Zur Twitterumfrage: <LANDESGRUPPEN> BERLIN/BRANDENBURG/DRPR/DPRG-JUNIOREN Konzertierte Aktion Im Rahmen des zweiten Tags der politischen Kommunikation kurz: Seitensprünge 2009 präsentierten sich die DPRG-Junioren, DPRG-Landesgruppe Berlin-Brandenburg und der Deutsche Rat für Public Relations DRPR gemeinsam mit einem Stand im Bundespresseamt. Am Stand informierten unter anderem der Berliner DPRG-Landesgruppenvorsitzende Steffen Ritter und der Berliner- und Bundesjuniorensprecher Holger Marth über die Arbeit der DPRG. Bei Studenten und Junioren war das Thema Ein- und Aufstieg in der PR-Branche erwartungsgemäß am meisten nachgefragt. Nachmittags stellte sich Richard Gaul, Vorsitzender des DRPR, den Fragen der Interessierten zum Thema Ethik und Transparenz in Lobbying und politischer Kommunikation. Zufrieden mit dem Veranstaltungsverlauf: Steffen Ritter, Vorsitzender der Landesgruppe Berlin-Brandenburg, und seine Vorstandskollegin Dr. Maria Borgmann. Foto: Holger Marth

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5 DPRG intern Nr. 5 I <LANDESGRUPPEN> NRW UND JUNIOREN RHEINLAND Konsumieren mit gutem Gefühl Der gemeinnützige Verein TransFair mit Sitz in Köln will benachteiligten Produzenten in den Entwicklungsländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft ermöglichen und Ökologie, Bildung und Frauenförderung in den betroffenen Ländern nachhaltig entwickeln. Die Mitglieder der DPRG-Landesgruppe NRW sprachen kürzlich mit Geschäftsführer Dieter Overath und Pressesprecherin Claudia Brück über die engagierten Marketing- und PR-Aktivitäten des Vereins. Eingeladen hatten die Juniorensprecher Rheinland. Rund 1,6 Millionen Bauern und Arbeiter profitieren heute vom fairen Handel. Als unabhängige Siegel-Initiative handelt der Verein aber nicht selbst mit Produkten, sondern vergibt sein Fairtrade -Siegel für fair gehandelte Ware. Das Produktsortiment wird stetig erweitert und umfasst neben Nahrungsmitteln zum Beispiel auch Kleidung, Blumen und Sportbälle. Im Jahr 2008 erzielte Ware mit dem Fairtrade -Siegel einen Gesamtumsatz von 213 Millionen Euro, das sind 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Eine beneidenswerte Entwicklung, die vor allen Dingen durch professionelles Marketing und ambitionierte Pressearbeit möglich ist. Eine jährliche Presseresonanz von rund Zeitungsartikeln ist mit dafür verantwortlich, dass 58 Prozent der Bundesbürger das Fairtrade -Siegel kennen. Wie die DPRG-Gäste weiter erfuhren, will das 20-köpfige TransFair-Team mit vielen Projekten den Fairen Handel noch transparenter und erlebbarer machen. Authentizität und ein ganzheitlicher Anspruch stehen bei der Projektentwicklung und -umsetzung obenan. So wurde etwa am initiierten Banana-Day der Rekordversuch gestartet, innerhalb eines Aktionstages eine Million Bananen an die Frau beziehungsweise den Mann zu bringen. Aktuell wird nach Deutschlands Fairtrade-Towns gesucht. Hier zählt sowohl das Engagement der Bürger als auch der Konsumenten und Kommunen als öffentliche Beschaffer. Am Ende der Veranstaltung konnten sich die Gäste bei einer Fairtrade -Weinprobe selbst vom guten Geschmack und der Qualität der Produkte überzeugen. <ARBEITSKREISE> INTERNATIONALE PR Team ist zentraler Erfolgsfaktor Internationale Kommunikationsarbeit von methodischen Lösungsansätzen und dem Faktor Mensch Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von DPRG und Ketchum, Agentur für internationale Kommunikationsberatung, zum Thema Winning Teams Internationale Kommunikationsteams erfolgreich steuern diskutierten unter anderem Petra Sammer, Managing & Creative Director von Ketchum Deutschland, und Jürgen Schulze-Ferebee, Head of Corporate Communications KUKA Roboter, über die Herausforderungen effizienter Methodik internationaler Kommunikationsarbeit. Die rund 30 Teilnehmer aus Unternehmen und Agenturen waren sich einig: Key-Driver und Erfolgsfaktor internationaler Zusammenarbeit ist das Team. Kommunikationsarbeit braucht adäquate Inhalte, strukturelle Aufstellung ebenso wie interkulturelles Verständnis, der entscheidende Erfolgsfaktor ist aber das Zusammenspiel der Menschen. Dabei spielt die Qualität der Führung internationaler Teams eine ebenso wichtige Rolle wie das Beziehungsmanagement innerhalb der Gruppe. Eine mögliche Herangehensweise an die Aufstellung internationaler Teamstrukturen stellten Petra Sammer, Managing und Creative Director, und Sabine Schindler, Group Manager/ VP, Corporate Communications & Technology von Ketchum Deutschland in ihrem Vortrag Internationale Teamstrukturen - Anspruch und Wirklichkeit vor. Diese Methodik zur Aufstellung internationaler Teams geht von drei Bausteinen aus: Inhalte, Strukturen und das Team als solches. Was bei internationaler Kommunikationsarbeit viel zu oft vernachlässigt wird, ist die Leadership-Rolle, erklärt Petra Sammer, insbesondere virtuelle

6 DPRG intern Nr. 5 I Teams brauchen dialogische Kommunikation ebenso wie Möglichkeiten professionellen Austausches untereinander neben Anleitung, Motivation und Anerkennung durch die Führungskraft im internationalen Team. Das Team ist der zentrale Erfolgsfaktor. Man darf jedoch nicht den Fehler machen, interkulturelle Unterschiede als Ausrede zu verwenden, wenn es Schwierigkeiten gibt, ergänzt Sammer. Zur Analyse von Teamstrukturen und Teammitgliedern empfahl Sammer die von Ketchum erfolgreich eingesetzte Organisational Network Analysis, ein diagnostischer Prozess, bei dem das Zusammenspiel innerhalb informeller Netzwerke und Organisationen grafisch aufbereitet wird. Mithilfe der Ergebnisse können Aussagen getroffen werden über tatsächliche Entscheider, Meinungsmacher, oder beispielsweise auch über Kommunikatoren, die über alle Hierarchieebenen oder Landesgrenzen hinweg in ihren Netzwerken verknüpft sind. Eine weitere Methodik zur Analyse von Teams präsentierte Dr. Christine Freifrau von Münchhausen. Mithilfe der Farbtypologie können Verhaltensmuster in Teams besser verstanden werden: Diese Erkenntnis fördert die Individualität und stärkt damit die Effektivität des gesamten Teams. Als Vertreter von Unternehmensseite gab Jürgen Schulze-Ferebee, Head of Corporate Communications KUKA Roboter, ergänzend zu den Vorträgen einen praktischen Einblick, wie bei KUKA die internationale Zusammenarbeit erfolgreich und effizient umgesetzt wird. Sein Fazit: Persönliches Beziehungsmanagement ist zentrales Element erfolgreicher internationaler Kommunikationsarbeit, nur wenn man sich kennt, kann man Missverständnissen vorbeugen und adäquat und effizient kommunizieren. Kontakt I Thorsten Lützler, Leiter DPRG Arbeitskreis Internationale PR, <ARBEITSKREISE> WERTSCHÖPFUNG DURCH KOMMUNIKATION Controlling und Kommunikation ziehen an einem Strang Unter dem Motto The Changing Face of Media and its Impact on Communications Measurement diskutierten mehr als 160 Teilnehmer des internationalen First European Summit on Measurement in Berlin über die Zukunft von Kommunikations-Controlling und PR-Measurement. Organisiert wurde die Veranstaltung von AMEC (Association for Measurement and Evaluation of Communication) und dem IPR (Institute for Public Relations). Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) als Veranstaltungspartner setzte über ihren Arbeitskreis Wertschöpfung durch Kommunikation inhaltliche Akzente. Bei der ersten Tagung dieser Art außerhalb Großbritanniens und der USA ging es vor allem darum, die Herausforderungen, die der Medienwandel und die wirtschaftlichen Verwerfungen an die Kommunikation und insbesondere an deren Evaluation stellen, auf internationaler Ebene anzugehen. Präsentierten ihr Konzept mit großem Erfolg: von links Dr. Harald Jossé, Professor Ansgar Zerfaß, Dr. Christopher Storck, Robin Lautenbach und Ludwig Schönefeldt vom DPRG-Arbeitskreis Wertschöpfung durch Kommunikation. Neben Einblicken, wie Unternehmen und Organisationen wie Hoerbiger, Navigon, O2, Royal Dutch Shell, Severstal oder das Central Office of Information der britischen Regierung ihre Kommunikation evaluieren und planen, stellten zahlreiche Dienstleister ihre Messansätze zur Diskussion. Im Brennpunkt stand dabei das Social Media Measurement. Marshall Manson, verantwortlich für Digital Strategy bei Edelman, sprach sogar von einem neuen Paradigma der Organisationskommunikation mit Blick auf sowohl das Handeln wie das Messen. David B. Rockland, Managing Director Ketchum Global Research Network, beleuchtete den Nutzen beziehungsweise Nicht-Nutzen von Werbeäquivalenzwerten und warf die Frage auf, ob diese auf Social Media überhaupt anwendbar sind. Frank Ovaitt zog seine persönlichen "Measurement Learnings aus fünf Jahren IPR-Vorsitz. >>

7 DPRG intern Nr. 5 I Der Arbeitskreis Wertschöpfung durch Kommunikation setzte dadurch Akzente, dass er den Diskurs in Richtung Kommunikations-Management und -Controlling erweiterte. Ludwig Schönefeld von der Hoerbiger AG demonstrierte in einem Workshop, wie sich Unternehmenskommunikation mit der Balanced Scorecard steuern lässt. Dr. Harald Jossé von BrandControl stellte die von DPRG und Internationalem Controller Verein (ICV) gemeinsam definierten Wirkungsstufen der Kommunikation vor. Auf diesen erstmals von den beiden Berufsverbänden der Kommunikatoren und Controller gemeinsam standardisierten und als Leitlinie beschlossenen Bezugsrahmen nahm in der abschließenden Podiumsdiskussion auch Dr. Christopher Storck, Managing Director von Hering Schuppener und Vorsitzender des Arbeitskreises Bezug. Er skizzierte den Weg zur stakeholderorientierten Kommunikationssteuerung und erläuterte die Anforderungen, die sich daraus an die Wirkungsmessung ergeben. Ins gleiche Horn stieß Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Universität Leipzig und stellvertretender Arbeitskreisvorsitzender. Er vertrat gemeinsam mit Prof. Donald K. Wright, Boston University und Dr. Tom Watson, Bournemouth University, die wissenschaftliche Perspektive. Zerfaß und seine Mitstreiter stellten die Ergebnisse der anlässlich des Summits durchgeführten Studie Global Survey on Communications Measurement 2009 vor, die Praxis und Entwicklungstrends der Wertschöpfung durch Kommunikation im internationalen Vergleich untersucht hat. Professor Zerfaß nutzte darüber hinaus die Präsentation erster Ergebnisse des European Communication Monitor 2009, um den Einfluss von Kommunikationsprozessen auf die Wertschöpfung von Unternehmen anhand von Wirkungsstufen, konkreten Messbereichen und Messgrößen zu verdeutlichen. Die in Berlin laut gewordene Forderung der Measurement Community nach einheitlichen Kenngrößen relativierte er mit Verweis auf die spezifischen Anforderungen an die Kommunikationssteuerung, die branchen-, strategie- und umweltbedingt für jedes Unternehmen anders ausfallen, Die Vorzüge des gemeinsamen Ansatzes von DPRG und ICV wurden dadurch noch einmal betont. Weitere Informationen I WERTSCHÖPFUNG DURCH KOMMUNIKATION Erfolg ist messbar Der Kommunikationsverband schließt sich dem Modell des Werbe- und PR-Controllings von DPRG und IVC an. Unternehmen erwarten gerade in Krisen transparente Informationen über die Effizienz von Werbe- und PR-Maßnahmen. Der Kommunikationsverband will mit seiner Entscheidung zur Fachmesse Mediabudget 2009 ein weiteres Zeichen für mehr Professionalität in der Kommunikation setzen und schließt sich dem Modell zur Messung der Wertschöpfung von Unternehmskommunikation an, welches von DPRG und IVC ausgearbeitet wurde. In einem Gespräch informierte das Präsidiumsmitglied des Kommunikationsverbands Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer von Brand Control und Lehrbeauftragter für Marketing und Controlling an der International School of Management in Dortmund sowie Mitglied im DPRG Arbeitskreis Wertschöpfung durch Kommunikation, über die Entwicklung hin zum Kommunikations-Controlling. In den letzten zwei Jahren seien gewaltige methodische Fortschritte bei der Messung sogenannter intangible assets (Immaterieller Werte) gemacht worden. Jetzt sei der Punkt erreicht, an dem die Verantwortlichen für Unternehmens- und Marketingkommunikation die Messung von Kommunikation aktiv vorantreiben würden. Und das werde Auswirkungen auf Werbe- und PR-Agenturen haben. Weitere Informationen I

8 DPRG intern Nr. 5 I <ARBEITSKREISE> JUNIOREN BADEN-WÜRTTEMBERG Kommunikation in Gang setzen Erfolgreicher Auftakt der neuen Juniorenreihe kommunikation + karriere in Baden-Württemberg. Was erwartet mich an einem Probetag? Welche Qualifikationen und Kompetenzen muss ich mitbringen? Wie sieht ein gutes Volontariat oder Traineeship aus? Nicht nur in Zeiten der Krise sehen sich PR- Neulinge und Young Professionals vielen Fragen rund um den Einstieg und die eigene Entwicklung in der PR-Branche gegenüber. Die neue Junioren-Veranstaltungsreihe kommunikation+karriere will Antworten auf diese Fragen geben und zugleich den Austausch zwischen Arbeitgebern und Nachwuchs anstoßen. Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe: Katrin Möller, geschäftsführende Gesellschafterin bei RA&P (rechts), Helena Stehle, Juniorensprecherin Baden-Württemberg (Mitte). Wir wollen die Kommunikation zwischen beiden Gruppen in Gang setzen, abseits der finalen Bewerbungssituation, die für beide Seiten immer auch eine Ausnahmesituation darstellt, erläutert Helena Stehle, Juniorensprecherin in Baden-Württemberg, das neue Konzept. Unternehmen und Agenturen lernen dadurch qualifizierten Nachwuchs, die Junioren dagegen mögliche Arbeitgeber und deren Profile und Erwartungen kennen. Beide Seiten profitieren von dieser Begegnung. Halbjährliche Besuche bei Unternehmen, Agenturen und anderen PR- Arbeitgebern bieten künftig die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Kontakte zu knüpfen und das jeweilige Gegenüber kennen zu lernen. Zum erfolgreichen Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe lud die Stuttgarter PR- und Eventagentur RA&P Marketingkommunikation GmbH gemeinsam mit den DPRG-Junioren in ihre Räumlichkeiten. Rund 25 Studierende und Young Professionals folgten im Juni der Einladung zur teilnehmerbeschränkten Veranstaltung nach Stuttgart-Bad Cannstatt. Katrin Möllers, geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur, gab den Junioren zunächst einen kurzweiligen Einblick in die Arbeit bei RA&P und stellte das hauseigene Volontariat vor. Gemeinsam mit ihrem Volontärsteam demonstrierte sie, welche Aufgaben Volontäre bei RA&P erwarten und welche Verantwortung diese in der Agentur übernehmen. So verantwortet der Nachwuchs bei RA&P als eigenständige Task Force die Kommunikationsarbeit für die Agentur von der Planung bis zur Umsetzung. Am Beispiel einer realen Aufgabenstellung, die Bewerber während eines Probetages bei RA&P bearbeiten, brachte Katrin Möllers den Teilnehmern anschließend konkrete Tipps rund um die Bewerbung in der PR-Branche nahe. Authentisch bleiben, die eigenen Stärken und Erwartungen kennen und echtes Interesse zeigen, das sind für sie dabei wichtige Kriterien bei Vorstellungsgesprächen und Probetagen. Die anschließende Diskussionsrunde und den gemeinsamen Imbiss nutzten alle Teilnehmer intensiv, um sich über weitere Fragen zu Einstieg und Karriere in der Kommunikationsbranche auszutauschen. Die nächste kommunikation + karriere -Veranstaltung findet im Herbst 2009 statt. Weitere Informationen gibt es bei Helena Stehle oder im -Newsletter der Landesgruppe Baden-Württemberg. Dieser kann per an angefordert werden. <ARBEITSKREISE> Die Neuen am Rhein: Verena Kämpgen (links) und Fanny Hor. JUNIOREN DÜSSELDORF Neues Führungsduo bei Düsseldorfer Junioren Die DPRG-Junioren in Düsseldorf haben ein neues Sprecherteam: Verena Kämpgen als Sprecherin und Fanny Hor als stellvertretenden Sprecherin werden die Interessen der DPRG-Junioren im Rheinland vertreten. Beide übernehmen nach gut zweieinhalb Jahren die Aufgaben von Oliver Kirch und Nicole Henkel. Die DPRG-Junioren stärker zu positionieren, haben sich Verena Kämpgen und Fanny Hor auf die Fahne geschrieben. Dabei steht die regelmäßige Organisation von Junioren-Veranstaltungen bei Unternehmen und Agenturen in Düsseldorf im Vordergrund. Bei den monatlichen Stammtischen kooperieren wir weiterhin mit der düsseldorfer networking nite. Diese wird unter anderem von Verena Kämpgen mit organisiert. Wichtige Projekte in den kommenden Monaten sind darüber hinaus der Aufbau eines Mentoring-Programms sowie die Kooperation mit Hochschulen.

9 DPRG intern Nr. 5 I Verena Kämpgen ist Beraterin bei JP KOM GmbH in Düsseldorf. Bereits seit 2007 engagiert sie sich in der PR-Nachwuchsarbeit: Sie ist Mit-Organisatorin der Düsseldorfer networking nite (www.networkingnite.de), einer Plattform für den interdisziplinären Austausch von jungen PR-Schaffenden. Fanny Hor ist Junior Beraterin bei HERING SCHUPPENER Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH. Neben ihrer neuen Funktion in der DPRG engagiert sie sich für den Aufbau eines regelmäßigen Stammtisches für Journalisten und PR-Experten im Raum Düsseldorf. Kontakt I <DPRG PERSÖNLICH> NEUE MITGLIEDER Herzlich willkommen in der DPRG Dana Arp, Berlin I Nadine Karbach, Mainz I Ute Laumann, Osnabrück I Nina Maria Marth, Königswinter I Meta Communication International, Frankfurt am Main I Benedict Rehbein, pioneer pr, Leipzig I Ursula Schmees, Schmees. text PR und mehr, Münster I Heiko Scholz, Barmenia Versicherungen, Wuppertal I Katharina Severitt, Dresden I Janine Desiree Simmann, Datteln I Tobias Spaeing, Leipzig I Christine Stahlschmidt, Leipzig I Katharina Terheggen, Convista Consulting, Köln I Joachim Thommes, Thommes Kommunikation, Gießen I Birgit Wehinger, c/o Can, Berlin I Alexander Witt, pioneer pr, Leipzig I Anna-Maria Zahn, Potsdam I Karsten Zingsheim, Köln VORSTAND GLOBAL ALLIANCE Internationale Vernetzung im Blick Thorsten Lützler wurde für weitere zwei Jahre im Vorstand der Global Alliance for PR and Communications Management bestätigt. Der Leiter des DPRG-Arbeitskreises Internationale PR war bereits in der Vergangenheit in internationalen Gremien für seinen deutschen Verband aktiv. Die Global Alliance vertritt die Interessen von über 60 Landesverbänden und somit von weit über PR-Experten aus aller Welt. Bei der gleichen Versammlung wurde auch John Paluszek, Senior Berater bei Ketchum New York, zum neuen Präsidenten gewählt. Der Amerikaner war zuvor Verbindungsmann zwischen dem PR-Weltverband und den United Nations. Ich freue mich, dass die DPRG somit auch unter dem neuen Präsidenten in diesem globalen Dachverband aktiv bleiben kann. Die deutsche PR-Industrie ist weltweit angesehen, muss aber noch präsenter werden. Da ist es von großer Bedeutung, international vernetzt zu sein, sagte Lützler nach seiner Wahl. Im Anschluss an die zweitägigen Gespräche der Global Alliance nahmen die Vertreter aus aller Welt an der kanadischen PR-Konferenz On the Edge teil. Dort referierte Lützler als Vertreter der DPRG über die Nutzung von Social Media in deutschen Unternehmen vor. Kontakt I Thorsten Lützler, T 0049 (0) , Links: Global Alliance vergibt Stipendien Die Global Alliance for Public Relations and Communication Management vergibt vier Stipendien an Studenten, die an der Università della Svizzera italiana (USI) am Master of Science in Communication Management (MScom) Program teilnehmen. Mehr dazu unter globalalliancepr.org/content/1/361/global-alliance-makes-four-scholarships-for-the-executivemscom-program-available/

10 DPRG intern Nr. 5 I <BILDUNG> Der neue und der alte Geschäftsführer: (links) Dr. Peter Gerlach und Dr. Holger Sievert (rechts). PZOK Gerlach führt PZOK-Geschäfte Die Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft GmbH (PZOK) vollzog kürzlich ihren Stabswechsel in der Geschäftsführung. Der scheidende Geschäftsführer Holger Sievert übergab symbolisch den Staffelstab an seinen Nachfolger Peter Gerlach. Die PZOK steht für Qualität in der Aus- und Weiterbildung, unterstrich Gerlach. Sie ist verantwortlich für mehr als drei Viertel aller Prüfungen zum PR-Berater in Deutschland. Erst dieser Tage habe sich mit der Evangelischen Medienakademie ein zwölfter Bildungsträger für die Kooperation mit der PZOK entschieden. Es sei erklärtes Ziel, dem PR-Nachwuchs in Deutschland im Sinne einer bestmöglichen Qualifikation ein einheitliches Prüfungssystem mit zertifizierten Bildungsträgern anzubieten. Gerlach: Daher stehen die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA), die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) und der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) fest hinter der PZOK. Vor diesem Hintergrund freue er sich sehr auf die neue Aufgabe und sei zuversichtlich, die gute Arbeit seines Vorgängers erfolgreich fortzusetzen. Peter Gerlach ist hauptberuflich Geschäftsführer der Duisburger Healthcare-Agentur Media Concept. Als bisheriger PZOK-Prüfer sowie Ausbildungsbeauftragter der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) und Dozent an kommunikationswissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland, USA und Kanada ist er mit der Materie bestens vertraut. <INTERNATIONAL> GLOBAL ALLIANCE Global Intelligence für alle Der Welt-PR-Verband Global Alliance wählte John Paluszek, Senior Berater bei Ketchum New York, auf der jüngsten Generalversammlung in Vancouver (Kanada) zum neuen Präsidenten. Welchen Veränderungen und Aufgaben sich der neue Vorsitzende in der Zukunft stellen will, darüber sprach er mit Amanda Jane Succi von FERPI, dem italienischen Partnerverband der DPRG. Paluszek setzt klare Prioritäten für die kommenden zwei Jahre: Mit Networking-Teams und einem erweiterten Dienstleistungsangebot für Mitglieder will er künftig dem weltweiten Wandel im PR-Bereich und der Kommunikationsbranche begegnen. Im Zuge der gegenseitigen Zusammenarbeit, so Paluszek, müsse es zuallererst darum gehen, durch Austausch von Informationen, Erfahrungswerten sowie der von den Verbänden erarbeiteten Inhalte voneinander zu lernen. Ziel sei eine Global Intelligence als Dienstleistungsangebot für PR-Spezialisten aller Verbände, die unter dem Dach der GA zusammenlaufen. In einem ersten Schritt solle regelmäßiger Kontakt und interaktives Feedback zu einer optimalen Vernetzung der GA Mitgliedsverbände beitragen. Darüber hinaus sieht Paluszek einen gesteigerten Bedarf an der Erweiterung des Dienstleistungsangebotes, das GA seinen Mitgliedern regelmäßig bereitstellt. Es gebe keine Organisation weltweit, die nicht direkt oder indirekt durch Probleme und Krisen aus anderen Teilen der Welt beeinflusst werde. Jeder PR-Spezialist solle sich daher die Konsequenzen dieser Entwicklungen bewusst machen und in der Lage sein, diesen auch unter professionellen Gesichtspunkten zu begegnen. Gerade in Zeiten wie diesen, gehöre PR zum festen Bestandteil regionaler, wie auch globaler Zusammenhänge. Um der Lebendigkeit des Berufsstandes PR und Öffentlichkeitsarbeit Rechnung zu tragen, sei es zudem von besonderer Bedeutung, sich der wiederkehrenden Fragestellungen der Verbände anzunehmen, sich auf Schlüsselthemen wie Transparenz, vertrauensbildende Maßnahmen, Interne Kommunikation oder neue Dialogformen zu konzentrieren. Eine weitere Zielsetzung müsse darin bestehen, dass PR-Spezialisten insbesondere an den Schnittstellen der einzelnen Organisationen aktiv werden. Die GA sieht ihre Aufgabe auch in Zukunft darin, PR-Spezialisten aller Nationen bei der Bewältigung dieser neuen Herausforderungen zu unterstützen. Weitere Überlegungen gelten der Schaffung neuer Strukturen, wie beispielsweise dem Franchise Modell, also der GA als eine international agierende Kommunikationsgesellschaft. Darüber hinaus gehe es um die stetige Weiterentwicklung des GA-Brandings. Ziel muss es

11 DPRG intern Nr. 5 I sein, das gegenseitige Verständnis von PR zu verbessern. Dazu braucht es eine starke, glaubwürdige Marke mit globaler Strahlkraft. Die Ausführungen von John Paluszek, der fest an den positiven Wandel glaubt, den die GA in den nächsten Jahren erfahren wird, quittierten die Mitglieder mit großem Wohlwollen und reger Beteiligung. Diverse Umstrukturierungen werden die Global Alliance künftig in die Lage versetzen, sich in zunehmendem Maße als hervorragende Referenz für Profis aus den Bereichen Kommunikation und Public Relations zu positionieren. Nur im Dialog, durch Ideenaustausch und eine Aufgabenvielfalt, die den typischen Besonderheiten der regionalen Unterschiede Rechnung trägt, werde die GA zu einem greifbaren Bezugspunkt, der den vielen Öffentlichkeitsarbeitern und PR Profis überall auf der Welt Orientierung bieten kann. Äußerst ambitionierte, jedoch sicherlich erreichbare Ziele, wenn jeder einzelne Partnerverband mit echter und aktiver Beteiligung an deren Umsetzung teilhat. Über die Global Alliance Die Global Alliance for Public Relations and Communications Management (GA) ist die globale Dachorganisation für 77 nationale PR-Verbände aus 40 Ländern. Insgesamt vertritt die GA damit die Interessen von rund Einzelpersonen aus der PR-Branche. Die DPRG ist seit vielen Jahren Mitglied der Global Alliance und seit zwei Jahren im Vorstand vertreten. So können deutsche PR-Themen entsprechend international eingebracht werden. Es bestehen weitere enge Kooperationen über den DPRG-Arbeitskreis Internationale PR. Weitere Informationen I REZENSION Klassiker neu aufgelegt Die Finanzkrise hat gezeigt, wie wichtig vorbildliche Investor Relations sind. Sinnigerweise gehören Investor Relations (IR) zu den Gewinnern der Finanzkrise. Eine im November 2008 veröffentlichte Untersuchung brachte zu Tage, dass mehr als ein Drittel der befragten IR-Manager einen deutlichen Budgetzuwachs verzeichnen. Auch die IR-Agenturen verzeichneten ein Ausgabenplus ihrer Kunden. Woraus bestehen aber Investor Relations, und was zeichnet gute IR-Arbeit aus? Klar ist, dass herkömmliche Definitionen nach dem viel zitierten Motto Beziehungspflege zu tatsächlichen oder potenziellen Aktionären aus heutiger Sicht zu kurz greifen. Wenn das so ist: Woran sollte sich die Zielgruppe bestehend nicht nur aus IR-Spezialisten und Finanzvorständen, sondern auch aus Beratern, Agenturen für Unternehmenskommunikation, Hochschullehrern und Studierenden nun fachlich orientieren? Die einfache Antwort lautet: an Standardwerken wie dem Praxishandbuch Investor Relations, das nun in zweiter Auflage bei Gabler erschienen ist (das Vorgängerwerk derselben Herausgeber erlebte ebenfalls zwei Auflagen unter dem Titel "Die Praxis der Investor Relations"). Das Buch ist ein Klassiker der Finanzkommunikation. Wie kein anderes Grundlagenwerk verbindet es die finanzwirtschaftliche Perspektive mit Erkenntnissen der Kommunikationsdisziplin. Bezeichnend für den Aufwand, den die beiden Herausgeber Klaus Rainer Kirchhoff und Manfred Piwinger betreiben, ist die Tatsache, dass in der neuen Auflage fast kein Stein auf dem anderen geblieben ist. Beinahe alle Beiträge aus der Vorauflage wurden neu geschrieben oder komplett überarbeitet und aktualisiert. Hinzu gekommen sind zahlreiche neue Beiträge. Das Ende April 2009 veröffentlichte Werk enthält Kapitel über neue technikgetriebene Entwicklungen wie XBRL und Online-Relations. Die Herausgeber verfolgen insgesamt einen breit gefächerten Ansatz, ablesbar an der Tatsache, dass das Buch auf verwandte Themen wie Corporate Governance, Risikotransparenz, Vertrauensaufbau und immaterielle

12 DPRG intern Nr. 5 I Vermögenswerte eingeht. Dies ist nicht nur legitim, sondern auch wünschenswert, denn IR ist eng vernetzt mit Bereichen wie Risikocontrolling, Compliance und Governance. Für die hohe fachliche Qualität stehen namhafte Herausgeber und Autoren alle mit langjähriger, vielfach internationaler Erfahrung auf dem Gebiet der Finanzkommunikation. Das Buch enthält den aktuellen Stand des Fachwissens. Gegliedert ist es in fünf Teile: am Anfang stehen die Grundlagen der IR-Arbeit, gefolgt von betriebswirtschaftlichen Fragen, danach kommen Abschnitte über die Vorbereitung und Nachbetreuung des Börsengangs. Der letzte Teil des Buches zeigt die Außensicht ( Anforderungen an die IR aus Sicht der Adressaten ). Gerade dieser Teil dieses Standardwerks ist besonders anregend, denn zu den latenten Gefahren der IR-Arbeit gehören die Innensicht, die ausschließliche Fokussierung auf Profis und vor allem die Sucht nach Beschönigung der Lage des Unternehmens. Da ist es wohltuend, aus der Sicht von Finanzjournalisten, Finanzanalysten und Privatanlegern zu erfahren, was geschätzt wird und was nicht. Ein besonderes Verdienst des Buches liegt in der Betonung des Langfristcharakters von Investor Relations. Denn die Betreuung von Investoren und die Entwicklung der Equity Story nach der Börsennotierung ist letztlich noch wichtiger als vor dem Gang an die Börse. Insgesamt überzeugt das Praxishandbuch Investor Relations weniger durch stilistische Höhenflüge als durch solide Praxisinformationen über eine Kommunikationsdisziplin mit bemerkenswerten Zukunftsperspektiven. Wer sich ob in seinem Studium oder professionell mit Finanzkommunikation befasst, kommt jedenfalls an diesem Buch nicht vorbei. Kaevan Gazdar Bibliographie I Klaus Rainer Kirchhoff und Manfred Piwinger (Hrsg.): Praxishandbuch Investor Relations. Gabler Verlag, Seiten, 69,90.

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