BEHALA Telefon: (030)

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1 Geschäftsbericht 2014

2 BEHALA Telefon: (030) Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbh Westhafenstraße 1, Berlin Internet: Gegenstand des Unternehmens Der Betrieb von insbesondere öffentlichen Häfen, die Lagerei und der Umschlag von Waren und Gütern aller Art einschließlich der Wiederaufbereitung von Bauschutt und kontaminierten Böden, die Vermietung und Verpachtung von Immobilien, die Erbringung von Logistikleistungen und der Betrieb von Hafen- und Regionalbahnen u. a. für den Güterverkehr. Fachliche Zuständigkeit Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Nominalkapital ,00 davon Land Berlin 100,00% Unmittelbare Beteiligungsgesellschaften Firma und Sitz des Unternehmes Nominalkapital Mio. Beteiligung % B Plus Planungs-Aktiengesellschaft, Berlin 2,60 100,00 BPS, BEHALA Port Services GmbH, Berlin 0,03 100,00 IGB, Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbh, Berlin 0,73 49,80 Bezüge des Geschäftsführers Herrn Peter Stäblein Vergütungsbestandteil Betrag in Euro Geschäftsführervergütung ,00 Erfolgsabhängige Vergütung ,00 Summe ,00 Geldwerter Vorteil Pkw ,00 Risiko-Lebensversicherung 1.752,00 Pausch.-Steuer 369,67 Gesamtbezüge ,67 Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates der BEHALA Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit folgende Vergütung: Mitglied des Aufsichtsrates Betrag in Euro Frau Heidrun Rhode-Mühlenhoff (AR-Vorsitzende) 5.375,00 Frau Monika Randow (stellv. AR-Vorsitzende) 4.125,00 Herr Joachim Zimmermann 3.187,50 Frau Patricia Erb-Korn 3.187,50 Frau Marina Zessin* 3.187,50 Frau Gabriele Urban* 3.187,50 *) Vertreterin/Vertreter der Beschäftigten

3 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 Der Geschäftsbetrieb der BEHALA umfasst den Hafenbetrieb, die Lagerei und den Umschlag von Gütern und Waren, den Betrieb von Hafenbahnen sowie die Vermietung und Verpachtung von Immobilien. Die Gesellschaft befindet sich zu 100 % im Besitz des Landes Berlin. Die Gesellschaft hält in ihrem Eigentum Immobilien mit Hafenanlagen und Gebäuden sowie Lager- und Umschlagtechnik an den Standorten Westhafen, Hafen Neukölln, Südhafen Spandau, Nonnendammallee und Viktoriaspeicher. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR liegt um TEUR unter dem des Vorjahres (TEUR 7.058). Die wesentliche Ursache liegt in der Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge trotz Verkaufs einer weiteren nicht betriebsnotwendigen Immobilie im Osthafen. Der Verkaufsgewinn (einschl. Berücksichtigung Rückstellung für städtebauliche Maßnahmen) für diese Immobilie wurde in Höhe von EUR 4,5 Mio. realisiert. Die Umsätze haben sich von EUR 17,7 Mio. auf EUR 18,3 Mio. erhöht. Der Anstieg der Umsätze um EUR 0,6 Mio. resultiert u.a. aus den nunmehr ganzjährig wirksamen Mietumsätzen (330 T ) einer neu gebauten Halle B im Südhafen Spandau sowie dem Anstieg im Bahngeschäft (129 T ). Dem Gesellschafter wurde im Berichtsjahr ein Gewinn von EUR 9,6 Mio. ausgeschüttet. Die Investitionen und Bautätigkeiten für die Infrastruktur im Westhafen wurden planmäßig fortgesetzt. Das ehemalige Verwaltungsgebäude wurde etagenweise saniert. Diese Bauarbeiten werden im 1. Quartal 2015 abgeschlossen sein, die Aufwendungen werden die Plansumme nicht überschreiten. Die Bauarbeiten zur Umnutzung des Restteils der Halle 1 zur Vermietung werden voraussichtlich im Mai 2015 abgeschlossen. Die errichtete Umschlaganlage für Holzhackschnitzel der Vattenfall AG ist im Dezember 2014 vollständig fertiggestellt worden und in Betrieb gegangen. Die städtebaulichen Maßnahmen auf dem Gelände des ehemaligen Osthafens wurden im Berichtsjahr planmäßig fortgesetzt. Ertragslage a) Bereich Logistik Das Logistikgeschäft hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der angestiegenen Umsätze im Bahnbereich und des Schwerlast-Leichter-Transports verbessert. Der Lagereibereich hat dagegen einen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Die Logistikumsätze betragen rd. EUR 8,0 Mio. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 2 %. Die restlichen Logistikbereiche haben sich weiterhin stabil entwickelt, sodass der Bereich insgesamt, u.a. wegen Kostenminderungen, einen positiven Deckungsbeitrag I in Höhe von EUR 1,2 Mio. ausweist. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von über 100 %. Damit konnten erneut Umsatz sowie Deckungsbeitrag gesteigert werden.

4 Im Containerterminal im Westhafen wurde mit TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) ein neuer Umschlagrekord aufgestellt. Damit bleibt der in den vergangenen Jahren in Gang gesetzte Wachstumstrend erhalten. b) Bereich Immobilien Der Umsatz im Bereich Immobilien erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR auf TEUR Damit ist auch im Berichtsjahr ein stabiler Deckungsbeitrag erreicht; die positive Entwicklung hat sich fortgesetzt. Der Umsatzanstieg beruht unter anderem auf der Berücksichtigung der vollständigen ganzjährigen Mieterlöse für die neu gebaute Halle in Spandau (TEUR 330). Die Vermietungsaktivitäten auf dem Areal Viktoriaspeicher wurden intensiviert, nachdem sich der Verkauf an den Investor nicht realisieren ließ. c) Finanzergebnis Im Vorjahr wurde eine Wertberichtigung an der Beteiligung an der IGB Industriebahn- Gesellschaft Berlin mbh in Höhe von EUR 1,2 Mio. vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Wertberichtigungen vorgenommen, sodass sich das Finanzergebnis verbessert hat. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der BEHALA beträgt im Jahr 2014 EUR 95 Mio. Sie verminderte sich u.a. aufgrund der Gewinnausschüttung an den Gesellschafter gegenüber dem Vorjahr (EUR 102 Mio.) um rd. 7 %. Die immateriellen Vermögensgegenstände veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig. Das Sachanlagevermögen verminderte sich trotz getätigter Investitionen und unter Berücksichtigung vorgenommener Abschreibungen von EUR 77 Mio. auf EUR 74 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,1 Mio.) um EUR 0,2 Mio. vermindert. Die zum Bilanzstichtag vorgehaltenen liquiden Mittel betragen EUR 6,4 Mio. (i. Vj. EUR 11,3 Mio.). Der wesentliche Grund für die Abnahme der flüssigen Mittel liegt an dem Geldabgang für die Gewinnabführung sowie an getätigten Investitionen. Das Stammkapital (EUR 21,0 Mio.) ist unverändert zum Vorjahresstichtag. Das Eigenkapital ist aufgrund der Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 9,6 Mio. bei einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4,8 Mio. von EUR 35,4 Mio. auf EUR 30,5 Mio. gesunken. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (Eigenkapital zuzüglich 70 % des Sonderpostens mit Rücklagenanteil zur Bilanzsumme einschließlich Sonderposten aus Zuschüssen zum Anlagevermögen) beträgt 61,2 %. Die angestiegene Höhe der Rückstellungen von EUR 7,3 Mio. auf EUR 7,6 ist im Wesentlichen mit der Zuführung für städtebauliche Maßnahmen zu erklären, zur deren Durchführung im Zuge der erfolgten Grundstücksverkäufe die BEHALA verpflichtet ist. Pensionsrückstellungen wurden nach dem vorliegenden versicherungsmathematischen Gutachten gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen unter Berücksichtigung regulärer Tilgungen bzw. Sondertilgungen zum Stichtag EUR 7,6 Mio. Das im Laufe des Jahres bei der Tochtergesellschaft, der B Plus Planungs-Aktiengesellschaft, aufgenommene Darlehen wurde im Berichtsjahr zurückgezahlt, sodass insofern keine Darlehensverbindlichkeiten bestehen.

5 Investitionsmaßnahmen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von rd. EUR 3,1 Mio. getätigt. Die bereits in den Vorjahren begonnenen Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr fortgesetzt bzw. fertiggestellt. Die umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umnutzung der Restfläche der Halle 1 im Westhafen verlaufen planmäßig. Chancen der zukünftigen Entwicklung Die BEHALA wird im Jahr 2015 ihr Kerngeschäft Logistik weiter stärken. Im Massengutumschlag werden durch die nunmehr fertiggestellte Umschlaganlage für Holzhackschnitzel am ehemaligen Zementsilo im Westhafen Mehrmengen erwartet. Damit verbunden ist eine langfristige Steigerung des Umsatzpotenzials in diesem Bereich. Ein weiterer Fokus der Dienstleistungen wird auf den Bahnbereich gerichtet. Hier konnten in der Vergangenheit die Potenziale nicht ausreichend ausgelastet werden, sodass für 2015 eine Anpassung der Kapazitäten an die Marktanforderungen geplant ist. Das Augenmerk wird weiterhin auf der Verbesserung des Deckungsbeitrages liegen. Im Bereich Immobilien soll die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude, z. B. des Verwaltungsgebäudes, zu Umsatzzuwächsen führen. Bis Mitte 2015 wird die zweite Hälfte der Halle 1 umgebaut sein und dem Mieter zur Nutzung übergeben werden. Darüber hinaus werden im Südhafen Spandau auch in den Folgejahren weitere Instandsetzungs- und Ersatzinvestitionen ins Auge gefasst, um den Standort intensiver zu entwickeln und die Marktattraktivität zu steigern. Weiter sehen wir Chancen in der laufenden Nachfrage nach Archiv- und Lagerflächen, für die wir unsere Bestandsimmobilien im Westhafen anbieten. Risiken der künftigen Entwicklung Ein besonderes Augenmerk legt die BEHALA auf die Kontrolle bestehender Risiken. Es findet eine kontinuierliche Überwachung der Risikolage des Unternehmens statt. Bei Auftreten etwaiger Implikationen sondiert die Geschäftsführung den Sachverhalt und setzt die jeweils erforderlichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung beziehungsweise Risikovermeidung um. Das Risikokataster wird periodisch überprüft, aktualisiert und ggf. um weitere Positionen ergänzt. Die Ergebnisse werden im Risikobericht zusammengefasst und quartalsweise dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der bestehende Sanierungsbedarf wird im Rahmen der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen fortlaufend abgetragen. Risiken der Finanzierung werden aufgrund regelmäßig aktualisierter Liquiditätsplanungen überwacht. Finanzwirtschaftliche Risiken sind aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse, der hohen Eigenkapitalquote und der vorhandenen liquiden Mittel von untergeordneter Bedeutung. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Das Aufsichtsgremium wurde durch die Geschäftsführung über wichtige Vorgänge und Maßnahmen, welche die Geschäftstätigkeit der BEHALA betrafen, laufend und umfassend informiert.

6 Nachtragsbericht Wesentliche Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung wären, sind bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes nicht eingetreten. Die Gesellschaft hat 2015 ein Grundstück, das nicht mehr zum Betrieb notwendig war, veräußert. Ausblick/Prognosebericht Mit Beschluss vom 10. Dezember 2014 stimmte der Aufsichtsrat der BEHALA dem Wirtschaftsplan für das kommende Geschäftsjahr zu. Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2015 ohne Berücksichtigung von Immobilienverkäufen ein positives Jahresergebnis von rd. EUR 2,0 Mio. Die kontinuierlich stabile Entwicklung soll auch in den Folgejahren beibehalten werden. Die Geschäfts-führung rechnet daher ebenfalls für das Jahr 2016 mit einem positiven Ergebnis. Zur nachhaltigen Sicherung der positiven Deckungsbeiträge im Bereich Logistik wird eine Verstärkung und Ausweitung des bereits etablierten Umschlags von Massengütern und Containern angestrebt. Ebenso werden die Leistungen der BEHALA im Bereich Immobilien auf die Steigerung des Umsatzes unter Beibehaltung der anteiligen Deckungsbeiträge gerichtet sein. Das übergeordnete Ziel besteht darin, die Kostenstruktur und die Ertragslage weiterhin nachhaltig zu verbessern. Sonstiges Diesem Lagebericht ist als Anlage die Entsprechenserklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex beigefügt. Berlin, den 27. Februar 2015 Peter Stäblein, Geschäftsführer der BEHALA - Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbh

7 Bilanz in Mio Bilanzsumme 94,89 102,46 94,18 Anlagevermögen 86,92 89,04 87,61 - Sachanlagen 74,43 76,55 73,96 - Finanzanlagen 12,22 12,22 13,37 Umlaufvermögen 7,79 13,20 6,35 Eigenkapital 30,51 35,37 28,31 - Rücklagen 0,79 0,79 0,79 Sonderposten mit Rücklage-Anteil 8,84 9,25 9,66 Fremdkapital 18,02 20,36 20,48 - Rückstellungen 7,65 7,32 6,27 - Verbindlichkeiten 10,37 13,04 14,21 Sonderposten Anlagevermögen 21,35 22,79 23,48 GuV in Mio Gesamterträge 26,12 31,84 25,05 - Umsatz 18,33 17,69 16,59 - Zuführungen 0,00 0,00 0,00 - Übrige Erträge 7,79 14,15 8,46 Gesamtaufwendungen 21,34 24,78 18,92 - Personal 5,85 5,56 5,72 - Abschreibungen (inkl. AfA auf Finanzanlagen) 4,82 5,70 3,82 - Zinsaufwand 0,49 0,62 0,69 - Übrige Aufwendungen 10,18 12,90 8,69 EBITDA 12,38 16,21 11,10 EBT 7,15 10,28 6,62 Jahresergebnis 4,78 7,06 6,13 Gewinnabführung 0,00 9,00 0,00 Anteil aus öffentlichen Haushalten 1,78 1,71 1,48 Beschäftigte Beschäftigte Auszubildene Allgemeine Daten Pro-Kopf-Umsatz in T Eigenkapitalquote in % 32,15 34,52 30,06 Eigenkapitalrentabilität in % 23,43 29,06 23,38 Umsatzrentabilität in % 39,01 58,11 39,90 Zinslastquote in % 2,67 3,50 4,16 Personalkostenquote in % 31,91 31,43 34,48 Investitionen in Mio. 3,10 7,78 10,73 Forderungsausfall in T Spezifische Daten Freilagerflächen vermietet in m² Freilagerflächen eigenbewirtschaftet in m² Freilagerflächen Reserve in m² Gedeckter Lagerraum in m² Gütereingang (einschl. Kundenbewegungen) in t - Schifffahrt Eisenbahn Lkw Güterausgang (einschl. Kundenbewegungen in t - Schifffahrt Eisenbahn Lkw

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