Personal und Organisation

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1 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Personal und Organisation 03 Wachsende Aufgaben erfordern moderate Personalzunahme Die inführung eines Schichtdienstes wegen der im Jahr zuvor auf Uhr verlängerten Handelszeit, die Steigerung der Skontren auf über und die Zunahme der mittenten auf 29 führten zu einem weiteren Personalaufbau im Handel. Dieser erfolgte vor allem durch die Übernahme der meisten Praktikanten in ein festes Anstellungsverhältnis. in weiterer Personalaufbau im Handel wird auch bei wieder anziehendem Geschäft nicht erforderlich sein. Produktivitäts- und ffizienzsteigerungen durch weitere Verbesserungen unserer DV-Systeme werden für entsprechende Kapazitätsreserven sorgen. Während der Handel im Jahresdurchschnitt 17 Personen mehr beschäftigte, waren in der Administration lediglich fünf neue Stellen im Backoffice, in der DV und im Controlling zu besetzen. Abb. 30 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Angaben inkl. Vorstand und Praktikanten Quelle: eigene Berechnungen In der neuen Berichtsperiode ist die Neueinstellung von zwei DV-Programmierern, einer Vorstandsassistenz, einer Sekretärin und eines Mitarbeiters im internationalen Geschäft vorgesehen. Personalentwicklung mit unverändert hohem Stellenwert Für Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen wurden im Berichtszeitraum ohne Reise- und Verpflegungskosten T2 110 aufgewendet. Die in 2000 geschaffene Möglichkeit, die Händlerprüfung in Stuttgart abzulegen, wurde genutzt, um das Qualifikationsniveau im Handel weiter zu erhöhen. Das Ziel für 2002 ist, dass alle im Handel eingesetzten Mitarbeiter die Händlerprüfung ablegen. Weitere Mittel flossen in in URX-Prüfungen, externe Seminare und finanzielle Unterstützung für freiwillige Qualifikationsmaßnahmen in der Freizeit. Die externen Lehrgänge und Seminare wurden durch interne Weiterbildungsmaßnahmen ergänzt. Auch hier lag der Schwerpunkt auf den Handelsthemen. Aber auch aktuelle rechtliche und geschäftliche ntwicklungen standen zur Diskussion. Veränderungen in der Vorstandsbesetzung Dieter Lendle, ehemals Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit und Investor Relations verließ am zum nde der Hauptversammlung auf eigenen Wunsch das Unternehmen. r stand der UWAX Broker AG und der boerse-stuttgart AG als selbständiger Berater weiterhin zur Verfügung. Seine Ressortzuständigkeiten wurden bis zum Jahresende von Thomas Krotz übernommen. Im November wurde Thomas Rosenmayer zum neuen Vorstandsmitglied, zuständig für das Ressort Informationstechnologie, bestellt. Davor war er als Leiter des DV-Bereichs verantwortlich für die erfolgreiche Realisierung zahlreicher IT-Systeme in der Handelsunterstützung, der Risikoüberwachung und insbesondere unseres elektronischen Limit- Kontroll-Systems sowie dessen Weiterentwicklung zum jetzt im insatz befindlichen LUPOX 2.0. Zuletzt war er federführend für die technische ntwicklung und Umsetzung der neuen Handelsplattform T.I.Q.S. (Trading Information and Quote System) in einem Joint Venture mit der Börse Stuttgart verantwortlich. Die igenentwicklung von IT-Produkten war und ist für die UWAX Broker AG einer der entscheidenden rfolgsfaktoren. Um der strategischen Bedeutung des Bereiches Informationstechnologie für die Gesellschaft Rechnung zu tragen, übernahm Thomas Rosenmayer als Vorstand die Verantwortung für dieses Ressort. Damit sicherte sich die Gesellschaft die notwendige Fachkompetenz und die notwendige Flexibilität für die zukünftig wachsenden Aufgaben in diesem Bereich. Die übrige Ressortverteilung blieb von der rweiterung des Vorstands auf vier Mitglieder unberührt. Zuvor hatte der Aufsichtsrat der UWAX Broker AG in seiner Sitzung vom beschlossen, mit Wirkung zum Thomas Munz, damals Vorstandsvorsitzender der SWG Wertpapierhandels AG, zum Vorstandsvorsitzenden der UWAX Broker AG, sowie Thomas Buß, damals ordentliches Mitglied des Vorstands der SWG Wertpapierhandels AG, zum ordentlichen Vorstandsmitglied der UWAX Broker AG zu bestellen. Thomas Munz, der die beeindruckende ntwicklung der Stuttgarter Börse zur beliebtesten Börse für Privatanleger in Deutschland maßgeblich mitbestimmt hat, wird das Ressort Strategie verantworten, während Thomas Buß für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit und das Geschäftsfeld Internationales Geschäft verantwortlich zeichnen wird. Zur effizienten und einheitlichen Außendarstellung des Unternehmens wird der Bereich Investor Relations in dieses Ressort eingegliedert. Die ntscheidung über die Vorstandsberufungen spiegelt die von der UWAX Broker AG gelebte Managementschule operativ tätiger Vorstände wider. Die Vorstandserweiterung und die Umstrukturierung der Ressortverantwortlichkeiten dient der Verwirklichung der strategischen Ziele und Schwerpunkte der Gesellschaft

2 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Zufriedenstellende Kennzahlen trotz rückläufigen Geschäfts IT-ntwicklung 03 Personalentwicklung Beschäftigte im Jahresdurchschnitt davon im Handel Personalaufwand insgesamt davon fixer Personalaufwand davon variabler Personalaufwand Personalintensität (Personalaufwand in % vom Rohertrag) Personalaufwand in % aller Aufwendungen rtrag je Beschäftigter Personalaufwand je Beschäftigter rgebnis vor Steuern je Beschäftigter Durchschnittliche Geschäfte pro Tag Abb. 31 ntwicklung der Produktivität Logarithmische Skala. Angaben inkl. Vorstand und Praktikanten Quelle: eigene Berechnungen Personen Personen T T % T % % % T T T Anzahl ,5 41 2,5 16,2 61,7 606,6 98,2 447, , ,3 25,0 60,0 462,5 115,5 270, Veränderung 106% 79% 142% 1% -58% 5.746% 2.313% 54% -3% -24% 18% -40% -- Der Personalaufwand blieb trotz des Personalwachstums nahezu konstant. Der durch den niedrigeren Gewinnausweis verursachte Rückgang der variablen Bezüge um 22 % auf T hat den Anstieg der fixen Aufwendungen nahezu kompensiert. Dass das rgebnis je Mitarbeiter stärker zurückging als die Zahl der täglich getätigten Geschäfte ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil des Personalwachstums in den administrativen Bereichen erfolgte. rfreulich ist, dass sich die wichtigen ffizienzkennzahlen Personalaufwand in % vom Rohertrag und Personalaufwand in % aller Aufwendungen nur moderat verschlechtert haben , ,2 19,0 46,6 471,7 89,3 280, Veränderung Veränderung absolut in % Tabelle 12 Zahlen kaufmännisch gerundet Kennzahlen im Personalbereich 54% 20% 19% 2% -15% 31% 10% -24% -22% 2% -23% 4% 62% , ,5 23,1 45,9 288,2 65,6 145, , ,7 4,1-0,7-183,6-23,7-134,8-4,580 41% 57% 3% 50% 45% -22% -24% 21% -2% -39% -27% -48% -23% Kontinuierliche Weiterentwicklung der technischen Handelsunterstützung Das bedeutendste Projekt, das in igenregie verwirklicht wurde, war die Weiterentwicklung unseres erfolgreichen Limit-Kontroll-Systems zu LUPOX 2.0. LUPOX ist inzwischen die Basis für eine Vielzahl von Anwendungen, die weit über die reine Limitüberwachung hinausgehen. Die Weiterentwicklung hatte zum einen das Ziel, den Handelsablauf durch verbesserte Routinen effizienter zu gestalten. Zum anderen können die Händler die durch die sinkenden manuellen Abläufe freiwerdende Kapazität für noch strengere Plausibilitätskontrollen und ein weiter verbessertes Management ihrer offenen Positionen nutzen. Letztlich erforderte und erfordert der extrem hohe und weiter steigende Geschäftsumfang eine ständige Verbesserung von LUPOX. s gilt, derzeit über Wertpapiere effizient und ohne Qualitätseinbußen zu handeln und zu verwalten. Pro Handelstag ergeben sich weit mehr als 10 Millionen Quoteänderungen durch die Market Maker, die von LUPOX in chtzeit verarbeitet werden. Dem stehen in Spitzenzeiten bis zu echte Geschäftsabschlüsse an einem Börsentag gegenüber. Dadurch sind die Systembelastungen enorm hoch. Da auf dem Markt nach wie vor kein System erhältlich ist, das unsere Anforderungen in zufriedenstellender Weise abdeckt, werden wir auch in Zukunft größere Summen in die technische Unterstützung unseres Handels investieren. Für 2002 sind der Ausbau der bestehenden und die ntwicklung weiterer Funktionalitäten geplant. rhebliche finanzielle und personelle Anstrengungen erforderte die gemeinsam mit der boerse-stuttgart AG betriebene ntwicklung der Handelsplattform T.I.Q.S., die im Beteiligungen ausführlich beschrieben wird. Für 2002 steht die Inbetriebnahme des Systems im Vordergrund. in weiteres wichtiges ntwicklungsprojekt war, als Vorstufe für T.I.Q.S., die Realisierung der direkten Quoteversorgung durch die mittenten. Die schnellere und bessere Kursdatenversorgung verbessert die Qualität der von uns für die Umsetzung des Best-Price -Prinzips verwendeten mittentenkurse. Gleichzeitig wird die mittentenbindung an die UWAX Broker AG durch die Zurverfügungstellung des Kommunikationssystems auf Selbstkostenbasis verstärkt und die Abhängigkeit von Drittanbietern beseitigt. Bis zum Jahresende wurden 10 mittenten angebunden. Für 2002 ist der Anschluss weiterer mittenten anvisiert. Im Dezember erfolgte ein Relaunch unserer Internetseite Die verstärkte Fokussierung auf Aspekte der Investor Relations und der Darstellung des Unternehmens in der Öffentlichkeit erforderte ein komplettes Neudesign des Internetauftritts. Für die spätere Darstellung im Internetportal der Börse Stuttgart wurde die ntwicklung einer Szenarioanalyse zur Berechnung von Optionsscheinkennzahlen angestoßen. Das Programm wird die Auswahl eines Optionsscheins unter Berücksichtigung bestimmter Bewertungskriterien erleichtern. Im internen Gebrauch wird die Szenarioanalyse die Realtime-Berechnung der Optionsscheinkennzahlen erleichtern und somit den Händlern eine weitere wichtige ntscheidungshilfe liefern. Zur ffizienzsteigerung wird auch die erfolgte Automatisierung verschiedener Statistiken beitragen, die für den Handel und das Risikocontrolling notwendig sind

3 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 Venture Capital und Beteiligungen VC-ngagements mit uneinheitlicher Performance Bytesteps AG: Im Wertpapierbestand der UWAX Broker AG befinden sich Inhaber-Stückaktien der Bytesteps AG mit einem rechnerischen Nennwert von 2 1,00. Unser Anteil am Grundkapital reduzierte sich von 12,5 % auf 10 % nach einer vertraglich vereinbarten Rückveräußerung von 2,5 % der Anteile an Bytesteps zur Umsetzung eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms. Der Geschäftsgegenstand liegt unverändert in der Programmierung und im Vertrieb betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. Die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum entsprach aufgrund zurückhaltender Investitionsbereitschaft am nde der Interneteuphorie nicht dem Business Plan von Bytesteps. Dies hat dazu geführt, dass der Business Case für die Produktinnovation THINXX verändert werden musste. THINXX wurde nicht mehr als eigenständiges Produkt am Markt angeboten, sondern in das ganzheitliche Softwareangebot eingebunden. Der den neuen Marktverhältnissen angepasste Businessplan stellt für 2002 das rreichen der Gewinnschwelle in Aussicht. Die gute Auftragslage zum Jahresende lässt den neuen Businessplan realistisch erscheinen. Bytesteps AG Realtime Technology AG Tabelle 13 VC-Bestand am Sitz Stuttgart München Dennoch haben wir vorsichtshalber eine Wertberichtigung in Höhe von T2 342 oder 25 % unseres ngagements vorgenommen. Realtime Technology AG (RTT): Die UWAX Broker AG hält unverändert 2,78 % am gezeichneten Kapital. Das entspricht auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Geschäftsgegenstand ist nach wie vor die ntwicklung und der Vertrieb moderner chtzeitvisualisierungstechnologien. Während die Umsatzentwicklung in der Branche mit -4 % für und -8 % für 2002 negative Vorzeichen aufwies, entwickelten sich die Umsätze von RTT im Berichtszeitraum gegen den Branchentrend erfreulich. Bezogen auf den Businessplan zum Zeitpunkt des Internet-IPO im Oktober 2000 lag die Umsatzentwicklung nach den ersten neun Monaten des Jahres über Plan und 55 % über dem Vorjahreswert. Die kumulierte Wertschöpfung befand sich per sogar mit 116 % im Plus. Das rgebnis nach Steuern wies T2 24 aus, der Cash Flow T Zwischenzeitlich zählen zum Kundenstamm von RTT alle namhaften Automobilhersteller sowie bedeutende Unternehmen in der Flugzeugbranche wie z.b. Airbus Deutschland (ADS) und im Maschinenbau wie z.b. Demag rgotech. Nennkapital am in ,00 Anteile am ,0% 2,78% Anteile am ,5% 2,78% Strategischer Beteiligungsbestand ausgeweitet T.I.Q.S. GmbH & Co. KG: Unter dem Markennamen T.I.Q.S., der für Trading Information and Quote System steht, entwickelt und vermarktet die UWAX Broker AG zusammen mit der boerse-stuttgart AG seit Januar ein elektronisches, virtuelles und rund um die Uhr einsatzfähiges Handelssystem für Instrumente und Produkte des Kapitalmarktes. Die bis heute weltweit einmalige Besonderheit besteht darin, dass börsliche und außerbörsliche Kurse direkt miteinander verglichen werden können. Sie ist somit die ideale technische rgänzung für das anlegerfreundliche, hybride Marktmodell I.Q.S. der Börse Stuttgart. In der Anfangsphase steht das System für den Handel mit Optionsscheinen und Zertifikaten zur Verfügung. Die Funktionalitäten werden dann sukzessive auf andere Wertpapiere ausgedehnt. Hauptziele des Projekts sind die Stärkung des Finanzplatzes Stuttgart und die weitere Verbesserung der Qualität im Börsenhandel. Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen. In der ersten Stufe wird ein einheitliches, direktes Kommunikationssystem zwischen den Börsenhändlern und den mittenten für eine verbesserte und schnellere Kursversorgung sorgen. Die Qualitäts-, ffizienz- und Kostenvorteile durch eine auch bei den mittenten einheitliche Applikation kommen letztlich allen Markteilnehmern und vor allem den Privatanlegern zu Gute. Die Softwareentwicklung der ersten Stufe wird planmäßig im Januar 2002 abgeschlossen werden. Danach wird schrittweise die Anbindung der mittenten realisiert, wobei das Tempo der Umsetzung unterschiedlich ist. s wird letztlich von den internen Abläufen der mittenten bestimmt. Im April 2002 wird mit der OTC-Funktionalität auch die zweite ntwicklungsstufe vollendet sein. Interessierten Geschäfts- und Direktbanken wird die Möglichkeit eröffnet, per Internet ihren Kunden den Online-Zugang zu T.I.Q.S. zu ermöglichen. Die Anleger werden in einem System sofort und direkt börsliche Kurstaxen mit den außerbörslichen mittentenquotes vergleichen können. Je nach Präferenz können sie dann ihre Order an die Börse Stuttgart routen oder ein außerbörsliches Direktgeschäft abschließen. Um die in dieser Form neue und mutige Transparenz publik zu machen, werden durch flankierende Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit die Vorteile von T.I.Q.S. sowohl Anlegern als auch Banken erläutert. Der Anlegerschutz wird erheblich ausgeweitet und zum Teil sogar auf den OTC- Handel ausgedehnt. Denn einerseits wird die totale Preistransparenz, die bisher bereits durch unser Marktmodell bei Börsenpreisen gegeben war, auch im außerbörslichen Handel geschaffen. Andererseits profitieren Anleger, die sich aufgrund der freien Wahlmöglichkeit in T.I.Q.S. für ein Direktgeschäft mit dem mittenten entscheiden, auch von einem einheitlichen, den Anleger schützenden Regelwerk. Denn es werden nur mittenten auf T.I.Q.S. zugelassen, die dieses Regelwerk unterzeichnen. Bis zum Jahresende haben 14 mittenten einen Letter of Intent unterzeichnet. Das entspricht einer Marktabdeckung von über 90 %. Mehrere Online-Broker haben ernsthaftes Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Rechtlich wurde das Joint Venture durch die neu gegründete boerse-stuttgart AG UWAX Broker AG OHG getragen. Im Dezember wurde das Unternehmen umgewandelt und der intrag der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG in das Handelsregister beantragt. Die neue Gesellschaft wird mit einem Festkapital von 2 2 Mio. ausgestattet. 49 % der Kommanditanteile werden von der UWAX Broker AG gehalten. Komplementärin ist die T.I.Q.S. Verwaltungs-GmbH, an der die UWAX Broker AG ebenfalls mit 49 % beteiligt ist. Mit der technischen ntwicklung wurde die IBM Deutschland GmbH beauftragt

4 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 boerse-stuttgart.de AG: Der Gegenstand des gegründeten Unternehmens liegt in der Verbreitung von Informationen und Unternehmensmitteilungen über elektronische Medien und das Internet sowie dem Betrieb bzw. der rbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Finanzportalen. Das operative Hauptziel liegt in der Stärkung des Börsenhandels durch ein modernes Marketinginstrument. Als führende Privatanlegerbörse in Deutschland braucht die Börse Stuttgart eine professionelle Präsenz im Internet. Umgesetzt wurde diese durch eine Darstellung der Website der Börse Stuttgart als Finanzportal. Als direkte Folge soll sich eine rhöhung der Transaktionsvolumina bei den Maklern, mindestens aber die Festigung deren Marktanteile ergeben. Darüber hinaus will das Portal einen Beitrag zur weiteren Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen Banken, mittenten und (Privat-) Anlegern leisten. Als beste Features weist die neue Seite Realtimekurse der Börse Stuttgart, einen Optionsscheinrechner, einen ausführlichen Nachrichtenteil, das Fortbildungsangebot der IC elearning AG sowie aktuelle Infos über die an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse tätigen Makler auf. Am Grundkapital, bestehend aus Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2 1,00, ist die boerse-stuttgart AG mehrheitlich beteiligt. Die UWAX Broker AG hält als zweitgrößter Aktionär 17,97 %. Die übrigen Anteile werden von den anderen Maklern der Börse Stuttgart sowie Alt- und Kleinaktionären gehalten. Für die UWAX Broker AG ist dies keine Beteiligung unter Renditegesichtspunkten. Unser Kapitalbeitrag soll vielmehr unsere Verbundenheit zur Börse Stuttgart dokumentieren. Das Marketingziel wurde mit zuletzt zwei Millionen Page Impressions pro Monat erreicht. Dennoch wurde unter kaufmännischen Gesichtspunkten eine Wertberichtigung von 25 % unseres ngagements in Höhe von T2 157 vorgenommen. Die rträge aus anteiligen Schlussnotengebühren reichten nicht aus, um die Aufwendungen zu decken. Investment Coach elearning AG: Unsere Beteiligung am Grundkapital des Anbieters virtueller Fortbildungsprogramme im Finanzbereich blieb mit 9,55 % oder Inhaber-Stückaktien unverändert. Allerdings wurde das ngagement mehrfach und zuletzt im dritten Quartal auf den Nennwert von T2 191 wertberichtigt. Insgesamt betrugen die Wertberichtigungen T Die Wertberichtungen wurden durch eine Änderung des Business Case erforderlich. Aufgrund der geplatzten Interneteuphorie und der ungünstigen Marktentwicklung im Börsenumfeld bestand bei den Privatanlegern als wichtigster Zielgruppe kein Interesse nach gebührenpflichtigen elearning-produkten. Das Geschäftsmodell ist aber zukunftsfähig, so dass der Businessplan neu erstellt und an weiteren, neuen Zielgruppen ausgerichtet wurde. Dazu gehören Bildungseinrichtungen wie die vbb, die für zahlreiche Banken in Deutschland interne Aus- und Fortbildungsprogramme organisiert. An einer Zusammenarbeit mit IC elearning hat die vbb ernsthaftes Interesse bekundet. Hierzu war eine Neukonzeption bzw. Umprogrammierung der IT notwendig. Die Arbeiten wurden im November abgeschlossen. Für die künftigen Marktziele stehen nun produktivere und flexiblere Softwarelösungen zur Verfügung. Grundsätzlich sind wir von der Richtigkeit unseres ngagements trotz der Wertberichtigungen überzeugt. Die von uns angestrebte rweiterung unserer Dienstleistung im Handel erfordert ein qualifiziertes Bildungsangebot für Privatanleger. Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG: Der Aufsichtsrat der UWAX Broker AG hat in seiner Beschlussfassung vom dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, die nicht börsennotierte SWG Wertpapierhandels AG, Stuttgart, unter der aufschiebenden Bedingung des Wegfalls der Beschränkungen des 34a BörsG (wie im Referentenentwurf des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes vorgesehen) frühestens zum zu übernehmen. Die Aktionäre der SWG Wertpapierhandels AG werden ihre Aktien im Wege der inbringung gegen Gewährung von neuen Aktien der UWAX Broker AG sowie einer baren Zuzahlung an die UWAX Broker AG übertragen. Die UWAX Broker AG wird hierzu die rmächtigung der Hauptversammlung vom zur rhöhung des Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Sacheinlagen (genehmigtes Kapital II) nutzen. Höhe und Zusammensetzung des Kaufpreises wurden in Abhängigkeit des Jahresergebnisses vereinbart. Die SWG Wertpapierhandels AG, die durch den Zusammenschluss aller Kursmaklergesellschaften der Stuttgarter Börse im Jahr 2000 entstanden ist, baute ihr Produktportfolio in den letzten Jahren kontinuierlich aus. Die Gesellschaft war zum verantwortlich für die Skontroführung in 276 Aktien, darunter die wichtigsten DAX-Werte, in festverzinslichen Wertpapieren, das sind alle an der Stuttgarter Börse notierten Rentenpapiere, und in 49 sonstigen Wertpapieren, darunter originäre Optionsscheine und xchange Traded Funds. Das Unternehmen arbeitet seit seiner Gründung profitabel auch im diesjährigen, für Maklerunternehmen schwierigen Börsenumfeld. 72

5 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Risikobericht Marktrisiko 03 Das Kerngeschäft der UWAX Broker AG ist die Skontroführung in Covered Warrants, Zertifikaten, klassischen Optionsscheinen und Aktien. Des weiteren wurden die igenhandelsaktivitäten, die im September 2000 wieder aufgenommen wurden, fortgeführt. Das Risikomanagement nimmt in der UWAX Broker AG zur Sicherung der Geschäftstätigkeit einen hohen Stellenwert ein. Die Identifikation, Messung, Steuerung und Kontrolle der Risiken sind in der UWAX Broker AG organisatorisch so geregelt, dass eine lückenlose inhaltung der vom Gesamtvorstand verabschiedeten Richtlinien gewährleistet ist. Das Risikomanagementsystem der UWAX Broker AG ist so ausgestaltet, dass es den aufsichts- und aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Darüber hinaus werden die für Finanzdienstleister noch nicht geltenden MaH (Mindestanforderungen an Handelsgeschäfte) des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen berücksichtigt. Nachfolgend werden die von der UWAX Broker AG für das Unternehmen definierten Risiken dargestellt und die getroffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung beschrieben. Risiko künftiger ntwicklungen (Fortbestandsrisiko) Alle größeren und bereichsübergreifenden Risiken werden in einer als Frühwarnsystem konzipierten Risk Map erfasst. Sie werden mit intrittswahrscheinlichkeiten versehen, nach Prioritäten gegliedert und laufend kontrolliert. Bestandsgefährdende ntwicklungen oder wesentliche Planabweichungen werden so frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Für 2002 ist zusätzlich an die inführung einer Balanced Scorecard gedacht, die Soft Facts bei den Chancen- und Risikofaktoren bewertbar macht. Die wesentlichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, liegen neben den nachfolgenden, sich aus dem Markt oder dem organisatorischen Umfeld ergebenden Risiken, vor allem in der grundsätzlichen Fehleinschätzung künftiger Marktchancen durch das Management oder in schwerwiegenden operativen Managementfehlern. Die langjährige Markterfahrung des Vorstands und eine genaue Beobachtung aktueller Marktentwicklungen durch unsere Marktforschung minimieren die unternehmerischen Risiken. Interne Bestimmungen zur Corporate Governance orientieren sich an den aktuellen mpfehlungen aus Regierungs- und Fachkreisen und stellen eine qualifizierte Aufgabenerfüllung des Vorstands sicher. in besonderes strategisches Risiko könnte derzeit eventuell durch die vierte Novelle des Finanzmarktförderungsgesetzes entstehen, die aller Voraussicht nach 2002 in Kraft treten wird. Das Gesetz sieht unter anderem die Abschaffung der amtlichen Kursmakler und die inführung nur noch zweier öffentlich-rechtlicher Börsensegmente sowie insgesamt verschärfte Publizitäts- und Überwachungsfunktionen vor. Die Änderungen werden die UWAX Broker AG nicht negativ berühren. Im Gegenteil. Die von ihr maßgeblich mitgestalteten Regelwerke an der Börse Stuttgart und die internen Vorschriften nehmen die zu erwartenden höheren Anforderungen vorweg. Außerdem hat die Gesellschaft sich bietende Chancen aus der Gesetzesnovelle für die Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG, die einen Zusammenschluss der amtlichen Makler in Stuttgart darstellt, strategisch für sich zu nutzen gewusst. Unter Marktrisiko verstehen wir zum einen die Gefahr der Verlustentstehung in der Skontroführung und im igenhandel durch sich verändernde Marktpreise wie z.b. Wertpapierkurse, Zinsen, Wechselkurse usw. Dies gilt sowohl für fallende Preise bei Longpositionen als auch für steigende Preise bei Shortpositionen. Zur Risikobegrenzung hat die UWAX Broker AG für die Handelsbereiche Skontroführung und igenhandel Handels- und GuV-Limite vorgegeben, welche die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen ergänzen. Durch unsere eigenentwickelten Softwareanwendungen ist eine mehrstufige Überwachung aller Risikopositionen aus der Handelstätigkeit in chtzeit möglich. Gleichzeitig erfolgt ein Abgleich der Risikopositionen mit den vorgegebenen Handels- und GuV-Limiten. Der insatz dieser Systeme hat sich in der Vergangenheit bewährt. Durch den auch im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch in sehr volatilen Marktphasen störungsfreien Betrieb ist die Gesellschaft auch für die Zukunft gut gerüstet. Mindestens einmal täglich wird der Vorstand anhand eines Risikoreports über die aktuelle GuV- Lage und die Auslastung der Limite informiert. Die ntwicklungen im Marktumfeld werden ebenfalls laufend beobachtet. Fallende Kurse vernichten Liquidität, was zu sinkenden Wertpapierumsätzen bei den Maklern führen kann. Hohe Volatilitäten begünstigen wiederum das Optionsscheingeschäft. ine positive makroökonomische Wirtschaftsentwicklung steigert die inkommen und begünstigt die Anlagefreudigkeit der Privatanleger. in Rückgang der Wachstumsraten kann zum entgegengesetzten rgebnis führen. Weitere Marktrisiken ergeben sich aus dem Wettbewerb. Bei dem stark servicebasierten Marktmodell der UWAX Broker AG können sich Risiken aus einer sinkenden Handelsqualität bzw. einer steigenden Banken- oder Anlegerunzufriedenheit ergeben. Außerdem erfordert der zunehmende Wettbewerb durch außerbörsliche Systeme eine unermüdliche Innovationskraft, die im Börsenhandel erhebliche Investitionen in die Technik oder in neue Marktmodelle erforderlich machen kann. ine zeitnahe Marktforschung versetzt die UWAX Broker AG in die Lage, veränderte Marktund Wettbewerbsbedingungen schnell zu erkennen und zu analysieren. ventuell erforderliche Maßnahmen oder Planänderungen werden zeitnah durchgeführt und kommuniziert. Die kontinuierliche Verbesserung der Handelsbedingungen ist ein zentraler Aspekt der Unternehmensphilosophie. Hybride Marktmodelle wie das an der Börse Stuttgart und von der UWAX Broker AG maßgeblich mitentwickelte I.Q.S. werden von Fachkreisen als die derzeit beste Alternative für private Anleger eingeschätzt

6 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 Die niedrige Differenzenquote von durchschnittlich 0,26 % bei den von uns vermittelten Geschäften beweist den hohen Qualitätsstandard unseres Handels. Darüber hinaus beantwortet ein qualifiziertes Beschwerdemanagement jede einzelne Anfrage. Adressausfallrisiko Das Adressausfallrisiko beschreibt zum einen das Risiko des vollständigen oder teilweisen Ausfalls einer Gegenpartei und zum anderen das Abwicklungsrisiko mit der Clearingstelle. Beides kann zur Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte führen. Für jeden mittenten und Kontrahenten werden interne Kreditlinien festgelegt, die über das Limitüberwachungssystem der Gesellschaft realtime überwacht werden. Bei der Überschreitung von Limiten werden über den zuständigen Vorstand, der zeitnah vom Risikocontrolling informiert wird, entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Abwicklungsrisiko ist bei der UWAX Broker AG zu vernachlässigen, da alle von der Gesellschaft eingegangenen Verpflichtungen über die Clearingstelle Zug um Zug abgewickelt werden. Liquiditätsrisiko in Liquiditätsrisiko besteht in zweifacher Hinsicht zum einen in einer unzureichenden Marktliquidität einzelner Finanzinstrumente und zum anderen in einem allgemeinen Finanzierungsrisiko. Kennzeichnend für das Risiko der unzureichenden Marktliquidität ist, dass Handelspositionen aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder wegen Marktstörungen nicht ohne weiteres zu fairen Marktpreisen oder zu nahe bei den fairen Marktpreisen liegenden Werten eingedeckt bzw. glattgestellt werden können. Für ein Geschäft können dann kaum Kontrahenten oder nur Kontrahenten mit sehr schlechten Preisen gefunden werden. Die Gesellschaft trägt diesem Umstand dadurch Rechnung, dass jeder Händler die ihm eingeräumten GuV- und Volumenlimite, welche die Buchverluste und die Größe der offenen Positionen auf ein vertretbares Maß begrenzen, einhalten muss. Im igenhandel beschränkt sich die UWAX Broker AG ausschließlich auf Geschäfte in ausreichend marktliquiden Finanzinstrumenten. Das allgemeine Finanzierungsrisiko besteht darin, dass die UWAX Broker AG ihren Zahlungsverpflichtungen aufgrund eines liquiditätsmäßigen ngpasses nicht nachkommen kann oder dass die vorhandenen Aktiva nicht oder nur mit hohen Verlusten zu Zahlungszwecken verwendet werden können. Die Liquiditätslage der UWAX Broker AG ist konstant gut. Finanzielle ngpässe sind bisher nicht aufgetreten und auch für das kommende Geschäftsjahr nicht zu erwarten. Dennoch wird die finanzielle Situation des Unternehmens einer fortlaufenden Überwachung unterzogen, so dass Liquiditätsengpässe frühzeitig erkannt und rechtzeitige Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Außerdem unterliegt die Gesellschaft dem Grundsatz II der Grundsätze über das igenkapital und die Liquidität der Institute des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen und ist zur regelmäßigen Überwachung ihrer Liquidität durch die rmittlung entsprechender Kennzahlen verpflichtet. Wir rechnen diese Kennzahlen täglich. Seit der Grundsatz II auch für Finanzdienstleistungsinstitute Gültigkeit besitzt (Juli 2000), hat die UWAX Broker AG die erforderliche Mindestliquidität immer weit übertroffen. Rechtsrisiko Die rechtlichen Risiken, welche im Zusammenhang mit Vertragswerken und Ansprüchen unserer Gesellschaft gegen Dritte, durch Gegenansprüche von Dritten oder durch Änderungen gesetzlicher Bestimmungen entstehen können, erfassen und überwachen wir zunächst in unserem internen Risikomanagementsystem. Betriebs- und Organisationsrisiko Das Betriebs- und Organisationsrisiko bezieht sich auf die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die eingesetzten DV-Systeme. Für die Gesellschaft war es wichtig zu erkennen, dass dieses Risiko in erster Linie auf menschlichem Versagen, Systemversagen sowie auf unzulänglichen Verfahren bzw. internen Kontrollen basiert. In diesem Zusammenhang wurde daher im Berichtszeitraum und auch für die Zukunft Sorge für eine fortschreitende Qualifikation der Mitarbeiter getragen. Alle Mitarbeiter des Unternehmens wurden auf die arbeits- und strafrechtlichen Folgen unerlaubter Handlungen ( Compliance ) hingewiesen. Durch Notfallpläne und eine IT-Sicherheitskonzeption ist die Fortführung des Geschäftsbetriebes bei Systemausfällen sichergestellt. Durch die interne Revision ist eine objektive Beurteilung, insbesondere unter Berücksichtigung aller relevanten Risikoaspekte, gewährleistet. Zur weiteren Absicherung hat die UWAX Broker AG alle üblichen oder aus Unternehmenssicht notwendigen Versicherungen abgeschlossen. ine Zunahme der Organisationsrisiken durch die Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG ist nicht zu befürchten. Bis zum Inkrafttreten des vierten Finanzmarktförderungsgesetzes steht genügend Zeit zur Verfügung, die Integration der neuen Gesellschaft sorgfältig vorzubereiten. s wurden zwei Projektteams gebildet, welche die Zusammenführung aller Bereiche im Handel und der Administration prüfen und planen. Unsere Reaktionsmöglichkeiten analysieren wir anhand einschlägiger Informationsmedien. Durch den insatz von Fachberatern, die wir gegebenenfalls zur Durchsetzung unserer Interessen heranziehen, sind wir in der Lage, den rechtlichen Risiken abschließend entgegenzuwirken. Überwachung der Handelsgeschäfte Die UWAX Broker AG muss jederzeit in der Lage sein, eventuell eintretende Verluste aus Handelsgeschäften abdecken zu können. Hierzu wird aufgrund der aktuellen und erwarteten wirtschaftlichen und finanziellen Situation und unter Berücksichtigung der maximalen täglichen Verlustlimite aus dem igenhandel und aus der Skontroführung 76 77

7 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] ein täglich maximal zu verkraftendes Verlustrisiko (Risikodeckungskapital) ermittelt. Die Risiken und rgebnisse aus den Handelsaktivitäten werden täglich vom Risikocontrolling ermittelt, mit der Obergrenze für das Risikopotenzial abgeglichen und dem Gesamtvorstand berichtet. Wird die Obergrenze für das Risikopotenzial überschritten, ist unverzüglich der Gesamtvorstand zu unterrichten. Die Verlustlimite werden durch den Gesamtvorstand festgelegt. Hierbei handelt es sich um teilweise delegationsfähige Volumen- und GuV-Limite des Handelsbestandes, sowie ein Gesamtinstitutsrisikolimit. Werden diese Limite überschritten, so hat das Risikocontrolling das für den Handel zuständige Vorstandsmitglied zu informieren und Vorschläge für das weitere Vorgehen zu unterbreiten. Über die Limitüberschreitung und die getroffene ntscheidung sind der Gesamtvorstand vom Risikocontrolling zu unterrichten. Sonstige Angaben Besondere Vorgänge, die erst nach dem eingetreten sind, gab es nicht. Die UWAX Broker AG unterhält keine Zweigniederlassungen. Finanzbericht 03 Satzung Zustimmungsvorbehalte durch Satzung und Aufsichtsrat für Geschäfte von grundlegender Bedeutung Abstimmung strategischer Ausrichtung mit Aufsichtsrat Monatliche Berichterstattung über den Geschäftsverlauf Risk Map Strategisches Risikocontrolling Überwachung des unternehmerischen Gesamtrisikos Risikoreport Geschäftsordnung des Vorstands Geschäftsverteilungsplan Zustimmungspflichtige Geschäfte Unternehmensplanung Berichterstattung Monatsbericht des Vorstands Instrumente des Risikomanagements in der UWAX Broker AG Tägliche Überwachung der Handelsrisiken GuV- und Limitüberwachung Revisionsberichte Regelmäßige Untersuchung aller Unternehmenseinheiten Regelmäßige, zeitnahe und umfassende Information des Aufsichtsrats durch den Vorstand Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage, Risikomanagement Begründung von Zielabweichungen Wettbewerbsanalyse Halbjährliche Analyse der deutschen Maklerbranche Marktforschungsbericht Monatliche Analyse des Marktumfelds und des Wettbewerbs Abb. 32 Risikomanagementinstrumentarien der UWAX Broker AG 78 79

8 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Ausblick Wahrscheinlichkeit eines synchronen Aufschwungs als Reaktion auf den synchronen Abschwung der Weltwirtschaft erhöhen. Marktentwicklung UWAX Broker AG erwartet DAX-Anstieg auf etwa 6000 Punkte 03 rste Anzeichen einer Konjunkturerholung lassen die Finanzmärkte hoffen Dass sich uropa nicht von der schlechten wirtschaftlichen Situation der USA abkoppeln konnte, führen xperten vor allem auf die rigiden strukturellen Barrieren in den einzelnen Ländern zurück. Die Abhängigkeit uropas von den Vereinigten Staaten als Konjunkturlokomotive besteht trotz des sich entwickelnden einheitlichen Binnenmarktes noch immer. Für die erhoffte konjunkturelle rholung in uropa ist somit eine positive wirtschaftliche ntwicklung in den USA von großer Bedeutung. Abb. 33 BIP-Wachstum der wichtigsten Wirtschaftsregionen * geschätzte Werte Quelle: OCD ntscheidend für einen wirtschaftlichen Aufschwung in den USA für das kommende Jahr wird daher sein, ob die gegenwärtige expansive Geldpolitik der Federal Reserve Bank wie in den vergangenen rezessiven Phasen nachhaltig positive ffekte auf die amerikanische Wirtschaft haben kann und wie schnell ein weiterer Abbau von Überkapazitäten zu einem günstigeren Investitionsklima für die Unternehmen führen wird. Auch von der fiskalpolitischen Seite erhofft man sich durch das Konjunkturpaket von Präsident Bush eine zusätzliche wirtschaftlichen Belebung. Als belastende Faktoren könnten sich hingegen die ansteigende Arbeitslosigkeit in den USA und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf den Konsum, der mit zwei Dritteln den größten Anteil zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, herausstellen. Für uropa sind die Wirtschaftprognosen 2002 verhalten optimistisch. Die uropäische Zentralbank (ZB) sieht zum Jahreswechsel keine unmittelbaren Inflationsgefahren. Sie geht daher von Preissteigerungen unterhalb von 2 % für das kommende Jahr aus. Für den Außenhandel dürfte sich der anhaltend niedrige uro-wechselkurs weiterhin als günstig erweisen, da dieser europäische Güter auf den Weltmärkten wettbewerbsfähiger macht. Nachdem die uro-leitzinsen bereits in mehreren Schritten auf 3,25 % gesenkt wurden, erwarten xperten für das Jahr 2002 weitere Zinssenkungen. Ferner dürfte die inführung des uros als Zahlungsmittel die Konsolidierung des europäischen Binnenmarktes weiter vorantreiben. In Deutschland dürften sich im kommenden Jahr die weiteren Steuersenkungen für die privaten Haushalte und die Unternehmenssteuerreform insbesondere der steuerfreie Verkauf von Betei- ligungen an Kapitalgesellschaften für die Betriebe trotz rhöhung der Ökosteuer und Anhebung der Verbrauchssteuern positiv auswirken. Als weiter hinderlich für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland werden jedoch die hohe Arbeitslosigkeit, der Reformstau und ungelöste Strukturschwächen angesehen. Überzogene Lohnrunden könnten den Aufschwung ebenfalls gefährden. Alles in allem gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute von einer leichten rholung im kommenden Jahr aus. Die Bandbreite der Wirtschaftswachstumsprognosen reicht von 0,6 % bis 1,5 %. Alle Werte liegen unter dem Durchschnitt der uro- Zone. Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen und deutlich die Vier-Millionen-Schwelle übersteigen. Das staatliche Budgetdefizit könnte sich leicht auf ca. 2,5 % verringern. Positiv ist in jedem Fall das erwartete Absinken der Inflation auf etwa 1,5 %. Für die realen Konsumausgaben wird ein Wachstum zwischen 0,8 % und 1,8 % prognostiziert. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Aussichten für einen weltweiten Konjunkturaufschwung trotz der bestehenden wirtschaftlichen Probleme gut sind. Insgesamt überwiegt bei den Konjunkturforschern die Meinung, dass die aufeinander abgestimmten geld- und fiskalpolitischen Instrumente der großen Wirtschaftsnationen die Wie die uneinheitlichen, insgesamt aber leicht verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die für die Wertpapiermärkte so wichtigen Vertrauensindikatoren beeinflussen werden, bleibt abzuwarten. Für das kommende Jahr ist die Analystenzunft in zwei Lager getrennt, so dass die Prognosen recht unterschiedlich ausfallen. So erwarten die Optimisten einen baldigen wirtschaftlichen Aufschwung und sehen die Trendwende auf den Finanzmärkten bereits erfolgt. Die Pessimisten verwerfen diese inschätzung mit dem Hinweis auf die gegenwärtig immer noch schwierige wirtschaftliche Situation mit uneinheitlichen Signalen für die künftige ntwicklung. Positive influssfaktoren für eine Kurserholung auf den Kapitalmärkten im kommenden Jahr könnten sich aus einer weltpolitischen Beruhigung, einem Ölpreis im unteren OPC-Rahmen, niedrigen Zinsen, deutlich sinkenden Inflationsraten, einer ausreichenden Bereitstellung von Liquidität durch die Notenbanken und einer stimulierenden Wirkung der Konjunkturprogramme ergeben. rste Anzeichen für eine rgebnisverbesserung bei vielen Unternehmen wegen schlankerer Kostenstrukturen und immer noch viel angestaute Liquidität bei den Anlegern lassen deutliches Kurspotenzial erkennen. Ausgehend von der alten Regel, dass die Kapitalmärkte der realwirtschaftlichen ntwicklung um sechs Monate vorauseilen, macht sich bei vielen Analysten für das kommende Jahr Zuversicht breit. inige xperten sehen daher 2002 als das Jahr der Aktie und behaupten, dass die Aktienmärkte die Talsohle schon weitgehend durchschritten haben. Auf der anderen Seite scheint die alte Regel Zinsen runter = Aktien rauf momentan außer Kraft gesetzt, da die Unternehmen nach dem Aufbau von Überkapazitäten im Verlauf der 90er 80 81

9 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 Jahre zunächst einmal damit beschäftigt sind, dieses Überangebot abzubauen. In der Folge nimmt die Bereitschaft zu investieren trotz niedriger Zinsen nicht zu. Des Weiteren werden immer noch mehr negative als positive Unternehmensnachrichten gemeldet. Die entscheidende Variable für eine nachhaltige Kurserholung, da ist sich die Fachwelt einig, ist eine spürbare rhöhung der Unternehmensgewinne. Dies würde einen größeren multiplikativen ffekt auf die Volkswirtschaften auslösen als jede Leitzinssenkung. Trotz widersprüchlicher Meinungen wird von den meisten Wirtschaftsexperten die Trendwende der Konjunktur für das zweite Halbjahr 2002 erwartet. ine Verbesserung der wichtigsten Vertrauensund Frühindikatoren dürfte demnach im zweiten Quartal zu beobachten sein. Der Vorstand der UWAX Broker AG schließt sich der überwiegenden Meinung in Fachkreisen an und erwartet einen spürbaren Aufschwung an den Börsen im zweiten Quartal Für das kommende Jahr erwartet er einen Anstieg des DAX um 15-20% auf ca Punkte. Sollten sich die Hoffnungen auf verbesserte Fundamentaldaten nicht bewahrheiten und die unsichere politische Weltlage andauern, wird sich die Anlegerzurückhaltung wieder verstärken. Dennoch ist ein Fallen der Kurse auf die Tiefstniveaus vom September unwahrscheinlich. reignisse, die zu einer noch größeren psychologischen Beeinträchtigung der Märkte führen können, sind aus heutiger Sicht kaum denkbar. Auch die ntwicklung mittelfristig bedeutsamer Rahmenbedingungen dürfte dazu führen, dass es mit der Aktienkultur in Deutschland weiter aufwärts geht. Diese litt in den vergangenen zwei Jahren trotz anhaltender Baisse an den Kapitalmärkten kaum. Die Nachfrage nach Aktien und strukturierten Anlageprodukten wie Investmentzertifikaten und Optionsscheinen ist weiterhin vorhanden. s ist zu erwarten, dass sich die Kapitalmarktorientierung der Deutschen in den kommenden Jahren weiter verbreiten wird. Der demographische Wandel, die damit einhergehende Notwendigkeit, mit eigenen Mitteln für das Alter vorzusorgen, und nicht zuletzt die durch die Riester-Rentenreform parallel zum klassischen Umlageverfahren ergänzende inführung des Anwartschaftsdeckungsverfahrens dürften dieser Tendenz einen zusätzlichen Auftrieb verleihen. Schätzungen aus Fachkreisen prognostizieren bis 2010 ein verdoppeltes Verhältnis von Gesamtmarktkapitalisierung zu Bruttoinlandsprodukt und damit eine Annäherung an das USA-Niveau. Von diesen ntwicklungen wird die UWAX Broker AG vorteilhaft partizipieren können. mpirisch gesehen hat eine erhöhte Nachfrage nach Aktien am Kassamarkt auch positive Auswirkungen auf die Umsatztätigkeit an den Termin- bzw. Optionsscheinmärkten. Branchenentwicklung Gute Zukunftschancen für den Parketthandel Die Meinung einiger Branchenbeobachter, dass Parkettbörsen und skontroführende Makler ihre Daseinsberechtigung in naher Zukunft verlieren werden, teilt die UWAX Broker AG nicht. Faire Preise, eine schnelle, aber kontrollierte Orderausführung, die Gewährleistung ausreichend liquider Orderbücher und gleicher Marktzugangsbedingungen sowie eine neutrale Überwachungsinstanz werden die entscheidenden Kriterien für die Orderpräferenzen der Privatanleger bleiben. Die dafür erforderliche, qualitativ hochwertige Dienstleistung kann auf absehbare Zeit nur von Menschen erbracht werden, die von einer innovativen Technik unterstützt werden. Auch an das oft proklamierte nde der Regionalbörsen glauben wir nicht, da letztlich nicht Größe, sondern Qualität mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ausschlaggebend sind. Sinnvoll sind dagegen verstärkte nationale und internationale Kooperationen, um auch große Investitionen bezahlbar zu machen. Die Tendenz zu schrumpfenden Spreads und damit geringeren Maklermargen durch erhöhte Kurstransparenz, zunehmende Professionalität der Privatanleger und Preiswettbewerb durch außerbörsliche Handelssysteme stellen für die UWAX Broker AG keine große Gefahr dar. Unserer Unternehmensphilosophie entsprechend haben wir noch nie eine Geschäftspolitik der hohen Margen betrieben und unsere Marktüberlegenheit nicht ausgenutzt. Im Gegenteil, unsere Handelsprinzipien Anlegerschutz, Transparenz und Handelsqualität wurden in einem Regelwerk fixiert und führen schon seit Jahren zu engen Spreads, hohen Umsätzen und hoher Liquidität an der UWAX. Verbesserte Aussichten für deutsche Maklerbranche bei gleichzeitig wachsenden Herausforderungen Trotz der Markterholung im letzten Quartal gibt es keinen Anlass für uphorie. Zu groß sind die fundamentalökonomischen Unwägbarkeiten, zu unsicher die weltpolitische Lage und die psychologische Verfassung der Marktteilnehmer. Dennoch schließen wir uns der Meinung der meisten xperten an und gehen von verbesserten Rahmenbedingungen für die Geschäftsentwicklung der Wertpapierhandelsunternehmen aus. Wir sind der Ansicht, dass die Branche ihren Tiefpunkt durchschritten hat und 2002 bessere rgebnisse als im Vorjahr vorlegen wird. Allerdings wird sich der Wettbewerb sowohl unter den Wertpapierhandelshäusern als auch unter den Börsen, vor allem den Regionalbörsen, verschärfen. Die zunehmende Globalisierung und fortschreitende Deregulierung der Märkte, die inführung des uro, technischer Fortschritt, höhere Ansprüche der Marktteilnehmer (auch der Privatanleger) und Kostendruck werden in naher Zukunft die Schlagzahl vorgeben. ine weiter anhaltende Konsolidierung der am Kapitalmarkt beteiligten Akteure wird die logische Folge sein. Branchenspezifische Faktoren werden den Konsolidierungsdruck in 2002 verstärken. Viele Maklerunternehmen sind durch die Verluste im abgelaufenen Jahr geschwächt. Insolvenzen sind nicht ausgeschlossen. Die neuen Geschäftsfelder werden auch in 2002 keinen nennenswerten rgebnisbeitrag leisten. Letztlich machen die niedrigen Marktkapitalisierungen Fusionen oder Übernahmen sowohl aus Kostengründen als auch unter strategischen Gesichtspunkten wahrscheinlich. Die richtigen Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft werden sowohl auf der Kunden- als auch der Kostenseite gesucht. Die bereits im Berichtszeitraum zu beobachtenden Ini

10 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 tiativen zur Verbesserung der Handelsbedingungen für Privatanleger werden fortgeführt. Gleichzeitig wird nach Lösungen gesucht, den Handel schneller, sicherer und kostensparender durchzuführen. Verstärkte Kooperationen zwischen Maklern, Börsen, Finanzinstituten und Softwareanbietern stellen eine sinnvolle Alternative dar, die auch von uns favorisiert wird. Positiv werten wir die ersten Anzeichen für ein grenzüberschreitendes Clearing in uropa. Die hohen grenzüberschreitenden Abwicklungskosten im europäischen Wertpapierhandel machen den Handel mit ausländischen Wertpapieren vor allem für Privatanleger derzeit zu teuer. Darüber hinaus wird durch fehlende einheitliche Abwicklungsregeln eine Ordererteilung an ausländische Börsen behindert. Zum Jahresende hin geriet die europäische Abwicklungslandschaft durch die Partnersuche eines großen Clearinghauses, der Clearstream, jedoch in Bewegung. s besteht die Hoffnung, dass in den nächsten Jahren grenzüberschreitende Wertpapiergeschäfte in uropa vereinfacht und günstiger werden mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Geschäftsaussichten der Wertpapierhändler. UWAX Broker AG will Branchenführerschaft verteidigen Das schwierige Marktumfeld erschwert nicht nur die Prognosen für das neue Geschäftsjahr, sondern auch die Gratwanderung zwischen xpansionszwang und unternehmerischer ffizienz. Trotz ihrer wirtschaftlichen Probleme aufgrund fehlgeschlagener Diversifizierungsversuche müssen die deutschen Makler an Größe gewinnen oder sich auf eine profitable Nische konzentrieren. Die UWAX Broker AG sieht gute Chancen, auch in 2002 bessere Zahlen als der Wettbewerb vorzulegen. Die meisten Wertpapierhandelsunternehmen dürften zwar größtenteils die Verlustzone verlassen, wenn die erhoffte Markterholung eintritt. Doch verfügt die UWAX Broker AG über die besten Startchancen, da sie wirtschaftlich gestärkt ihre Strategie des kontrollierten Wachstum weiterverfolgen kann. Wir haben bewiesen, dass wir uns auch bei äußerst schwierigen Verhältnissen auf unser Marktmodell verlassen und sehr gute rgebnisse erzielen können. Den Angriffen des Wettbewerbs sehen wir selbstbewusst entgegen, da dieser Marktanteile kaum durch bessere Handelsbedingungen, sondern eher durch Preissubvention erlangen kann. Das wiederum ist zumindest in 2002 wegen der schlechten Liquiditätslage der meisten Makler unwahrscheinlich. Dennoch lassen wir in der Aufmerksamkeit nicht nach. Marktforschung und Wettbewerbsanalyse spielen auch im neuen Jahr eine zentrale Rolle. Ihre Weichen für die Zukunft hat die UWAX Broker AG mit der Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG und der ntwicklung von T.I.Q.S., der zukunftsweisenden Gemeinschaftsentwicklung mit der Börse Stuttgart, gestellt. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft auch in einer sich verändernden Börsenlandschaft über ein sehr gutes Marktkonzept, interessante strategische Alternativen und über gesunde finanzielle Verhältnisse. Wir sind überzeugt, dass die UWAX Broker AG auch dann wieder zu den Branchenbesten gehören wird, wenn die Börsenflaute wider rwarten noch lange anhalten sollte. Unternehmensziele Strategische Ziele In den nächsten Jahren wollen wir uns weiter für die kontinuierliche Verbesserung unserer Dienstleistung für Privatanleger einsetzen, die Marktführerschaft im Kerngeschäft festigen, unsere Internationalisierungs- und Diversifikationsanstrengungen fortsetzen und dadurch kontrolliert weiterwachsen. Unter kontrolliertem Wachstum versteht die UWAX Broker AG die konsequente Ausnutzung sich bietender Marktchancen, ohne den Blick für das unternehmerisch Machbare aus den Augen zu verlieren. Die Beibehaltung unserer traditionell hohen rtragskraft und wirtschaftlichen ffizienz steht bei allen expansiven Überlegungen im Vordergrund. Kontrolliertes Wachstum erfordert zunächst die Sicherung des Wettbewerbsvorsprungs im Kerngeschäft, das bei uns die Skontroführung für Optionsscheine darstellt. Dies wollen wir durch die ständige Weiterentwicklung unseres kundenfreundlichen Marktmodells und die Aufrechterhaltung unserer technischen Innovationskraft sicherstellen. Die Vorteile unserer Handelsregeln erfordern in der Praxis den bestmöglichen technologischen ntwicklungsstand. Das bedeutet für uns, auch in Zukunft an der stetigen Verbesserung und rweiterung von LUPOX zu arbeiten. Zum anderen erhoffen wir uns von der erfolgreichen Markteinführung der neu entwickelten Handelsplattform T.I.Q.S. (Trading Information and Quote System) einen großen Sprung nach vorne. T.I.Q.S. wird im Beteiligungen ausführlich erläutert. An zweiter Stelle steht der Ausbau bestehender Geschäftsfelder. Insbesondere im Zertifikatehandel, aber auch im Aktienhandel, sehen wir gute Chancen für die Wiederholung unserer rfolgsgeschichte aus dem Optionsscheinhandel. Mittelfristig hohe Wachstumsraten versprechen wir uns insbesondere vom neuen Marktmodell der Börse Stuttgart I.Q.S. (Intelligent Quote System) als Weiterentwicklung des etablierten und erfolgreichen UWAX-Marktmodells. Die Vorteile des hybriden Marktmodells I.Q.S. für die Privatanleger bieten gute Voraussetzungen für eine Zunahme des Geschäftsvolumens in allen Handelssegmenten. Darüber hinaus nutzen wir günstige Gelegenheiten für den instieg in neue Geschäftsfelder und Marktgebiete. So wurde die ntscheidung zur Übernahme der auch in profitablen SWG Wertpapierhandels AG zu einem sehr günstigsten Zeitpunkt gefällt. Die Chancen aus der sich abzeichnenden Gesetzesnovelle zum vierten Finanzmarktförderungsgesetz wurden frühzeitig erkannt. Im Jahr 2002 steht für die UWAX Broker AG der Vollzug der Integration der Handelssegmente und vor allem der neuen Kollegen im Vordergrund. Mittelfristig wollen wir uns zu einem diversifizierten Finanzdienstleister entwickeln. Wir können uns dabei durchaus, günstige Rahmenbedingungen vorausgesetzt, auch ein Wachstum in Geschäftsfelder vorstellen, welche die Skontroführung und den Wertpapierhandel nur am Rande tangieren. Dabei wollen wir die Fehler vieler Wettbewerber vermeiden. Gerade in unserer Branche mussten viele Makler die leidvolle rfahrung machen, dass unkontrolliertes Wachstum sehr schnell zu tiefroten Zahlen führen kann. Insbesondere die überteuerten und meist wenig erfolgreichen Diversifizierungsanstrengungen in das Investment Banking und das Asset Management haben im abgelaufenen Geschäftsjahr vielen Unternehmen die Bilanzen verhagelt. Besonderen Wert legt die UWAX Broker AG auch bei ihrer künftigen ntwicklung auf Partnerschaft. Auch wenn, wie im Optionsscheinhandel, eine dominierende Marktstellung erreicht wurde, wird 84 85

11 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 diese weder mittenten noch Anlegern oder anderen Partnern wie zum Beispiel Geschäfts- oder Direktbanken gegenüber ausgenutzt. Die Vision eines grenzüberschreitenden Handels versuchen wir durch internationale Kooperationen und Allianzen zu verwirklichen. Wir intensivieren die Kontakte zu bedeutenden ausländischen Börsen, Banken und Wertpapierhändlern. Trotz hoher rechtlicher und administrativer Hürden wollen wir unsere Dienstleistung und unser sehr erfolgreiches Marktmodell in andere Märkte exportieren bzw. ausländischen Anlegern die Möglichkeit eröffnen, ihre Orders nach Stuttgart zu routen. Unternehmerische Ziele für 2002 Der kurz- bis mittelfristige Ausblick der UWAX Broker AG fällt trotz der erfreulichen Geschäftsentwicklung in traditionell vorsichtig aus. Wie erläutert, ist der Vorstand, was die Marktentwicklung 2002 anbetrifft, verhalten optimistisch. Allerdings ist unser Marktumfeld nach wie vor von großer Unsicherheit geprägt. Der Jahresplanung 2002 wurden deshalb konservative Prämissen zu Grunde gelegt. Wenn diese zutreffen, werden das Vorsteuerergebnis um ca. 15 % und der Jahresüberschuss um ca. 6 % über den Vorjahreswerten liegen. Mit einem starken Umsatzwachstum rechnen wir nicht, wohl aber mit der Zunahme des Wettbewerbsdrucks im Optionsscheinhandel. inen Anstieg des Rohertrags auf T (+7 %) würden wir als ein gutes rgebnis erachten. Das Zinsergebnis wird, bedingt durch niedrigere Zinsen und hohe Liquiditätsabflüsse durch Investitionen, deutlich geringer ausfallen. Die Aufwandsplanung erfolgte nach dem Gegenstromprinzip. Die Zielvorgabe einer Aufwandssteigerung im einstelligen Prozentbereich wurde durch eine entsprechende Anpassung der inzelbudgets in der Planung sogar unterschritten. Den größten Aufwandsposten werden auch in 2002 mit einem Anteil von 54 % die Personalaufwendungen darstellen. Diese werden um ca. 16 % steigen. Der Anstieg ergibt sich aus einem Zuwachs der variablen Vergütungen, der wiederum auf der rgebnissteigerung beruht. Weitere große Kostenblöcke sind: Gebühren für Börseninformationsdienste Raumkosten. Hier ergibt sich durch den Umzug in ein neues Gebäude, in dem ein größere Fläche angemietet wurde, ein starker Zuwachs. Kosten für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit inführungs- und Wartungsgebühren für neu eingeführte Software Abschreibungen auf Sachanlagen, verursacht durch vergleichsweise hohe Investitionen in Hard- und Software in 2002 Die UWAX Broker AG will auch im neuen Geschäftsjahr eine unverändert solide Bilanz und hohe Liquiditätsausstattung sowie eine weiterhin überdurchschnittliche Rentabilität präsentieren. Des Weiteren will die Gesellschaft unter Beibehaltung ihrer ffizienz die Produktivität steigern. Wichtige Planzahlen 2002 im Überblick rträge: T (+7 %) Aufwendungen: T (-2 %) rgebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: T (+15 %) Jahresüberschuss T (+6 %) rgebnis je Aktie 2 2,05 (+6 %) igenkapital-quote mindestens 80 % igenkapitalrendite vor Steuern 38 % (+0 %) Rohertragsrendite 54 % (+6 %) Beschäftigte: 81 (+7 %) rgebnis vor Steuern je Beschäftigter: T2 157 (+8 %) Cost-Income-Ratio 46 % (-8 %) Personalintensität (= Personalaufwand/Rohertrag): 25 % (+9 %) Insgesamt steht die Planung 2002 im Zeichen unverändert schwieriger Marktbedingungen. ine moderate Verbesserung der rgebnislage über das hohe Niveau der beiden Vorjahre hinaus wird vom Vorstand als realistische Zielvorstellung gesehen. In den genannten Planzahlen wurden der laut Planung 2002 positive rgebnisbeitrag der SWG Wertpapierhandels AG und Kapitalverwässerungen aus eventuellen Kapitalerhöhungen nicht berücksichtigt

12 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Ausblick auf die einzelnen Geschäftsbereiche 03 Handel insgesamt leicht verbessert Für das Jahr 2002 erwartet der Vorstand ein rgebnis aus Wertpapierhandel von T , was einem Wachstum von 14 % entspricht. Das Wachstum soll durch ein verbessertes rgebnis im Aktienhandel und vor allem im igenhandel generiert werden. Tendenziell wird sich das rtragsverhältnis zwischen Courtage und Aufgabegewinnen bei etwa 50 % einpendeln. Dies erscheint angesichts der kontinuierlich steigenden Händlerqualifikation und der laufend verbesserten technischen Unterstützung realistisch. Trotz zunehmenden Wettbewerbs durch außerbörsliche Systeme erwarten wir für 2002 keinen Druck auf die Courtagesätze. Die Courtage macht nur einen sehr geringen Teil der Transaktionsspesen bei Wertpapiergeschäften aus. Wir schließen uns der Meinung vieler Analysten nicht an, dass die börsliche Dienstleistung generell vor dem Aus steht. Der rfolg der UWAX beweist das Gegenteil. Als ebenfalls realistisch sehen wir einen Anstieg der Skontren um etwa 32 % auf über an, was aber nicht automatisch mit einem Geschäftswachstum desselben Ausmaßes gleichzusetzen ist. Insbesondere im Optionsscheinhandel konzentrieren sich die Umsätze oft auf wenige, besonders lebhaft gehandelte, Werte. Die Schlussnoten werden sich mit etwa 4 Mio. ebenso wie die Umsätze mit ca Mrd. knapp über dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das Ziel für die Differenzenquote liegt bei 0,20 %. Die Verbesserung um 23 % soll durch die kontinuierlich steigende Handelsqualität erreicht werden. Diese wiederum wird zum einen durch die Lernkurve, zum anderen durch weitere Fortbildungsmaßnahmen sicher gestellt. Der Personalbestand im Handel soll planmäßig nicht erhöht werden. Verstärkter Wettbewerb im Optionsscheinhandel Die UWAX Broker AG ist überzeugt, dass die Parameter, die ihren rfolg in Deutschland ermöglicht haben, auch international überzeugen können. Insbesondere die Marktführerschaft im Optionsscheinhandel wollen wir auch international ausbauen. Um dieses zu erreichen, stehen wir im Gespräch mit zahlreichen, noch nicht an der UWAX zugelassenen mittenten im In- und Ausland. Das Ziel ist das lückenlose Listing aller Optionsscheine und Zertifikate beziehungsweise deren mittenten in diesem Marktsegment. Heute sind bereits 29 mittenten an der UWAX zugelassen. Darunter befinden sich alle bedeutenden deutschen und internationalen Häuser. In 2002 wollen fünf weitere mittenten die Zulassung an der UWAX beantragen. Die Anzahl der Skontren wird auf (+32 %) weiter steigen. Demgegenüber rechnen wir wegen des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und tendenziell sinkenden Volatilitäten mit nachgebenden Umsätzen und rträgen in diesem Handelssegment. Der bereits in zu beobachtende Trend zu Indexprodukten wird anhalten. s werden verstärkt Scheine mit kurzer Laufzeit bevorzugt. Unser Hauptziel ist die Verteidigung der Marktführerschaft mit einem Umsatzmarktanteil von durchschnittlich 80 %. Starkes Wachstum im Zertifikatehandel Innovative Produktpaletten werden zu einem Marktwachstum von % führen. Das Ziel der UWAX Broker AG für 2002 ist die Steigerung des Umsatzmarktanteils auf durchschnittlich 35 %. Mittelfristig wollen wir die Nr. 1 im deutschen Zertifikatehandel werden. rreichen wollen wir dies durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel mit Roadshows, Seminaren oder Messen. Wir wollen das Anlegerbewusstsein dahingehend schärfen, dass im Zertifikatehandel an der UWAX die gleichen anlegerfreundlichen Qualitätskriterien gelten wie im Optionsscheinhandel. Wir peilen für das neue Jahr etwa Skontren (+57 %) und einen verdoppelten Umsatz von ca. 2 2,5 Mrd. an. Vom Optionsschein- und Zertifikatehandel, dessen rträge bei uns buchhalterisch gemeinsam erfasst und ausgewiesen werden, erwarten wir ein rgebnis in etwa auf Vorjahresniveau. Bei entsprechender Markterholung verbessertes rgebnis im Aktienhandel Im Vordergrund steht auch in 2002 die weitere Verbesserung der Handelsbedingungen im Sinne des nde 2000 neu eingeführten Marktmodells I.Q.S. Von den konkreten Vorteilen für die Anleger versprechen wir uns mittelfristig eine signifikante rhöhung des Marktanteils. Das rgebnis soll um etwa ein Drittel steigen und mindestens 5 % zum rgebnis aus Wertpapierhandel beitragen. Die rgebnissteigerung wird dabei vor allem durch ein verbessertes Differenzenergebnis realisiert. igenhandel mit positivem rgebnisbeitrag Nach dem enttäuschenden Resultat im Berichtszeitraum erwarten wir uns von diesem Segment wieder deutlich positive rgebnisse. Da der rfolg der Aktivitäten noch viel mehr als in der Skontroführung von der, letztlich nicht vorherzusehenden, Marktentwicklung abhängt, wollen wir keine exakte Prognose für dieses Geschäftsfeld abgeben

13 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] 03 Auswirkungen der Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG UWAX Broker AG wird zum Komplettanbieter in der Skontroführung Mit der Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG nutzt die UWAX Broker AG die sich aus der vierten Novelle des Finanzmarktförderungsgesetzes und der aktuellen Branchensituation bietenden Möglichkeiten frühzeitig, um die Diversifikation im Bereich der Skontroführung entscheidend zu erweitern. Für die UWAX Broker AG als führendes Maklerhaus im Optionsschein- und Zertifikathandel in Deutschland und als bisheriger Spezialist im Bereich Skontroführung in Auslandsaktien, ist die Produktpalette der SWG Wertpapierhandels AG eine ideale rgänzung. Unsere bekannte und erfolgreiche Handelsphilosophie, ausgerichtet auf den privaten Anleger, kann durch die Übernahme auch im Bereich des Renten- und des börslichen Fondshandels sowie bei den wichtigsten deutschen Aktienwerten umgesetzt werden. Wir können damit die bestmögliche Dienstleistung für den privaten Anleger in allen börslichen Handels- und Produktbereichen anbieten. in attraktives Marktpotenzial sehen wir im Segment xchange Traded Funds (TFs). Diese Anlageform stößt auf wachsendes Interesse der Privatanleger, die derzeit noch nur rund 20 % der Umsätze tätigen. Des Weiteren ist Deutschland der umsatzstärkste Markt in uropa. Mit dem Schritt zum Komplettanbieter im Bereich Skontroführung diversifizieren wir zum einen unsere rtragsbasis, zum anderen unsere Risikostruktur. Die Abhängigkeit vom Optionsscheinhandel und damit von der dominierenden Marktposition in diesem Segment wird verringert. Zusätzlich wird unsere Position sowohl am Finanzplatz Stuttgart als auch im Wettbewerb gesichert und gestärkt. Durch die Übernahme entsteht eines der größten deutschen skontroführenden Maklerunternehmen. Da sich unsere Aktivitäten auch in Zukunft auf den Börsenplatz Stuttgart konzentrieren wir werden künftig etwa 80 % der Schlussnoten der Baden- Württembergischen Wertpapierbörse generieren, wird dieser in seiner größer werdenden Bedeutung unterstützt. Die langjährige, erfolgreiche Partnerschaft mit der Börse Stuttgart wird weiter gefestigt. ventuell werden sich bereits 2002 positive Synergien im Handel bemerkbar machen. So können wir Optionsscheinemittenten eine Hedgemöglichkeit für Aktien bei der UWAX Broker AG durch die rhöhung der Zahl unsere Aktienskontren anbieten. Zusätzlich eröffnet das Serviceangebot aus einer Hand weitere Geschäftsgelegenheiten. Die sowohl auf der rtrags- als auf der Aufwandsseite vorhandenen Synergien werden zu einem konsolidierten rgebnisausweis führen, der über den genannten Planzahlen der Muttergesellschaft liegt. Die hohe Rentabilität der UWAX Broker AG wird, sofern die ebenfalls nach konservativen Kriterien aufgestellte Planung der SWG Wertpapierhandels AG für das Jahr 2002 erfüllt wird, durch die Übernahme nicht beeinträchtigt. Wenn die Vorteile von I.Q.S. für Privatanleger von dieser Anlegergruppe wie vorgesehen erkannt werden, wird die SWG wegen ihrer starken Stellung im Aktienhandel überproportional profitieren. Insgesamt gesehen ist die Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG durch die UWAX Broker AG der erste große Schritt in Richtung eines breit aufgestellten Finanzdienstleisters. rhebliche Synergien und rtragspotenziale Beträchtliche Synergien sind wegen der identischen Geschäftsgrundlage im administrativen Bereich und in der Informationstechnologie, vor allem in der DV-ntwicklung, zu erwarten. Vorteilhaft wirkt sich die Übernahme außerdem auf die Verbreiterung der Know-how-Basis bei den einzelnen Händlern aus. Die Gesellschaft wird so in die Lage versetzt, noch flexibler auf Veränderungen in den einzelnen Marktsegmenten zu reagieren

14 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Investitionen und technologische ntwicklung Internationales Geschäft 03 Im Vergleich zum Vorjahr höhere Investitionen Die fortlaufende Optimierung der Handelsqualität erfordert hohe Investitionen in die Technik, die nach unserem Verständnis die menschliche Dienstleistung nicht ersetzen, sondern im Sinne einer schnellen, qualitativ hochwertigen Orderausführung und frühzeitigen Limitüberwachung optimal ergänzen soll. Mit ihren innovativen igenentwicklungen zur elektronischen Limitüberwachung hat die UWAX Broker AG in der Vergangenheit ihre Technologieführerschaft unter Beweis gestellt. Um den gewonnenen Wettbewerbsvorsprung auszubauen, werden auch in Zukunft erhebliche Investitionen in die kontinuierliche Verbesserung der Handelsqualität für Privatanleger und mittenten gleichermaßen erforderlich sein. Dazu gehören vor allem Investitionen in die DV-ntwicklung und neue Hardware, aber auch in die stetige Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation. Die größten Ressourcen werden auch in 2002 in die ntwicklung und Implementierung des neuen Handelssystems T.I.Q.S und in die weitere Optimierung von LUPOX investiert. Um ohne Personalwachstum die durch die Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG entstehenden zusätzlichen Aufgaben in der Verwaltung zu bewältigen, werden 2002 zum Zwecke der Rationalisierung der Arbeitsabläufe moderne Softwaresysteme in der Buchhaltung, im Controlling und im Meldewesen angeschafft. Für neue Informationssysteme von Reuters sind ebenfalls größere Investitionen erforderlich. Der Umzug der Börse Stuttgart und ihrer Makler in ein neues Gebäude erfordert vergleichsweise hohe, allerdings einmalige Investitionen in die neue Büroausstattung und in die Telekommunikationsanlage. Insgesamt sind für das Jahr 2002 Investitionen bis maximal T2 809 geplant. Die Abschreibungen werden insgesamt maximal T2 438 betragen. xport unseres erfolgreichen Marktmodells Um ihre Vision eines grenzüberschreitenden Handels zu verwirklichen, wird die UWAX Broker AG in 2002 zunächst ihre internationalen Marktforschungsaktivitäten verstärken. Wir werden untersuchen, ob und in wie weit Möglichkeiten bestehen, trotz sehr unterschiedlicher internationaler Regularien unser Marktmodell im Ausland zu platzieren oder ausländischen Anlegern ein Orderrouting nach Stuttgart anzubieten. Danach werden konkrete Anstrengungen unternommen, bereits bestehende Kontakte zu intensivieren und neue Kontakte aufzubauen. Der Fokus wird zunächst auf den europäischen Märkten liegen. Hier wollen wir die Marktführerschaft im börslichen Parketthandel für Optionsscheine ausbauen. Die internationale Weiterentwicklung unseres Marktmodells soll in partnerschaftlicher Weise durch Kooperation mit anderen Börsen und Maklern erfolgen. Sinnvolle Kooperationsmodelle könnten durchaus zu einer gegenseitigen Kapitalbeteiligung führen. Das grundsätzlich auch bei jeder ausländischen Börse einsetzbare Handelssystem T.I.Q.S. spielt bei den strategischen Überlegungen eine wichtige Rolle. Im Vordergrund steht zunächst die Anbindung möglichst vieler, auch internationaler mittenten

15 [ LAGBRICHT DR UWAX BROKR AG] Zusammenfassung 03 Die Aussichten, dass das neue Börsenjahr besser verläuft als das vergangene, stehen gut. Dennoch besteht wegen der konjunkturellen und weltpolitischen Unsicherheiten kein Grund zur uphorie. Die Planung der UWAX Broker AG für 2002 erfolgte daher unter konservativen Prämissen. Im Kampf um Marktanteile hat die UWAX Broker AG eine sehr gute Ausgangsposition. Sie geht gestärkt aus der Börsen- und Branchenkrise der vergangenen zwei Jahre hervor, während die meisten Wettbewerber mit hohen Verlusten in und internen Problemen zu kämpfen haben. ine Gewinnsteigerung von 6 % auf T oder 2 2,05 je Aktie erscheint deshalb realistisch. Die Übernahme der SWG Wertpapierhandels AG erfolgt zum richtigen Zeitpunkt und verbessert wegen der idealen Diversifikation im Handel die Ausgangslage zusätzlich. Die ntwicklung der börslichen Handelsplattform T.I.Q.S. ist ein weltweit bisher einmaliger, mutiger Schritt in eine neue Ära des technologisch unterstützten, qualitativ hochwertigen Wertpapierhandels. Mittelfristig werden wir neue Wachstumschancen gezielt und unternehmerisch sinnvoll nutzen. ine kalkulierbare und kontinuierliche igenkapitalrendite für unsere Aktionäre steht dabei im Mittelpunkt. Stuttgart, den 30. Januar 2002 UWAX Broker AG Der Vorstand Thomas Buß Thomas Krotz Thomas Munz Ralf Nachbauer Thomas Rosenmayer Harald Schnabel 94

16 ... the spirit of trading Fairn ess Fairness

17 [ BILANZ FÜR DAS GSCHÄFTSJAHR ] Bilanz zum 31. Dezember der UWAX Broker AG, Stuttgart Vorjahr Vorjahr AKTIVA Anhang T PASSIVA Anhang T 01. Barreserve 01. Sonstige Verbindlichkeiten , )Kassenbestand 2.266, Rückstellungen Forderungen an Kreditinstitute 04 a) Steuerrückstellungen a) täglich fällig , b) andere Rückstellungen , b) andere Forderungen , , Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere , igenkapital a) gezeichnetes Kapital bedingtes Kapital b) Kapitalrücklage c) Gewinnrücklagen 04. Beteiligungen , ca) Rücklage für eigene Anteile cb) andere Gewinnrücklagen , , Anteile an verbundenen Unternehmen d) Bilanzgewinn , , Immaterielle Anlagewerte , Sachanlagen , igene Aktien oder Anteile ,00 0 rechnerischer Wert Z Sonstige Vermögensgegenstände , Rechnungsabgrenzungsposten , , ,

18 [ NTWICKLUNG DS ANLAGVRMÖGNS FÜR DAS GSCHÄFTSJAHR ] ntwicklung des Anlagevermögens Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge Beteiligungen , , , , , , , Anteile an verbundenen Unternehmen Immaterielle Anlagewerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten , , , , , , , , Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung , , , , , ,94 593, , , ,00 Geringwertige Wirtschaftsgüter , , , ,17 Geleistete Anzahlungen , , , , , , , , , , , , ,00 Gesamt , , , , , , , , , ,

19 [ GWINN- UND VRLUSTRCHNUNG [ ANHANG] FÜR DAS GSCHÄFTSJAHR ] Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember der UWAX Broker AG, Stuttgart Anhang Vorjahr T Anhang Vorjahr T 01. Zinserträge aus a) Kredit- und Geldmarktgeschäften b) festverzinslichen Wertpapieren und , Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen , Schuldbuchforderungen , Sonstige betriebliche Aufwendungen , Zinsaufwendungen , , Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere 03. Laufende rträge aus -) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ,17 61 sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft** , Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 04. Provisionserträge davon -) Courtageerträge , , Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere , Provisionsaufwendungen davon , rgebnis der normalen Geschäftstätigkeit , ) Courtageaufwendungen , , Steuern vom inkommen und vom rtrag , a. rtrag aus Finanzgeschäften , davon aa) Wertpapiere ab) Futures , , Sonstige Steuern , , ac) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften , Jahresüberschuss , b. Aufwand aus Finanzgeschäften , davon ba) Wertpapiere* bb) Futures , , Gewinnvortrag aus dem Vorjahr , bc) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften , , ntnahmen aus Gewinnrücklagen 07. Sonstige betriebliche rträge , ) aus anderen Gewinnrücklagen , instellungen in andere Gewinnrücklagen 08. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand aa) Löhne und Gehälter ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für , a) in die Rücklage für eigene Anteile b) in andere Gewinnrücklagen , , Altersversorgung und für Unterstützung , , b) andere Verwaltungsaufwendungen , , Bilanzgewinn , * Inklusive Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbuchs ** Inklusive Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagebuchs

20 [ ANHANG] rläuterungen zum Jahresabschluss zum Jahresabschluss Die aktivierten Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis und die direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Lieferantenskonti werden abgesetzt. 1. Anwendung der Vorschriften Die UWAX Broker AG, Stuttgart, ist als amtlich notierte Aktiengesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der UWAX Broker AG, Stuttgart, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie nach der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Umlaufvermögen Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie eigene Aktien oder Anteile werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren Stichtagskurs bilanziert. Wertaufholungen werden bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig Allgemeine Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbuchs wurden bis zum gemeinsam mit den Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagebuchs unter Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) dargestellt. Seit dem werden diese als Aufwand aus Finanzgeschäften unter der Position Wertpapiere ausgewiesen. Rückstellungen Rückstellungen sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die Höhe der Verpflichtung vorhersehbar und deren intritt wahrscheinlich ist. igenkapital Die Rücklage für eigene Anteile wird mit dem Börsenpreis der zurückgekauften eigenen Aktien bewertet. Zum Zwecke der besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Fremdwährungsposten werden zum Tageskurs umgerechnet. Anlagevermögen Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Nutzungsdauer des Anlagevermögens Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen 3 Jahre 3 10 Jahre Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von 2 409,03 (DM 80) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt

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