Optionsscheine & Zertifikate

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1 Sonnabend, 23. Oktober 2010 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 205 B1 Optionsscheine & Zertifikate Neues Vertrauen durch Transparenz und Anlegeraufklärung Gezielte Maßnahmen ergreifen Täglich aktualisierte Informationen zur Bonität wichtiger Emittenten Produkte klassifiziert, Zertifikate-Indizes entwickelt Ohne Vertrauen können die Wirtschaft und insbesondere die Finanzmärkte nicht richtig funktionieren. In der Finanzkrise ist viel Vertrauen verloren gegangen, und es hat bei den Privatanlegern viele vermeidbare Enttäuschungen gegeben. Das lag nicht nur an falscher Beratung, die es in einigen Fällen zweifelsohne gegeben hat, sondern auch daran, dass die Anleger über die Funktionsweise sowie die Chancen und Risiken der erworbenen Produkte nicht hinreichend informiert waren. Die Herausforderung heißt jetzt, neues Vertrauen zu schaffen. Dies ist ein langer und steiniger Weg, zu dem es allerdings keine Alternative gibt. Hier helfen auch Appelle nicht weiter, sondern nur konkrete Initiativen für mehr Transparenz und gezielte Maßnahmen zur Anlegeraufklärung. Schon im Herbst 2008 hat der Deutsche Derivate Verband (DDV) deshalb eine langfristig angelegte Transparenz- Initiative gestartet. Der erste Schritt hierzu war die Veröffentlichung der Credit Spreads, die zusammen mit den Credit Ratings die Kreditwürdigkeit eines Emittenten widerspiegeln und somit auch bei der Auswahl eines Zertifikats eine wichtige Rolle spielen. Eine negative Entwicklung der Bonität eines Emittenten kann so frühzeitig erkannt werden. Der Verband aktualisiert deshalb diese Informationen zur Bonität für alle wichtigen Zertifikate-Emittenten täglich und stellt sie auf der DDV-Webseite allen Interessierten zur Verfügung. Die Produktklassifizierung war ein weiterer grundlegender Schritt der deutschen Zertifikatbranche, um das Produktuniversum der Anlagezertifikate und Hebelprodukte zu strukturieren, zu gliedern und damit transparenter zu machen. Im Rahmen der sogenannten Derivate Liga lässt sich jetzt jedes Produkt einer der elf Produktkategorien zuordnen. Dies bietet eine erste wichtige Orientierung für den Anleger, der ein Zertifikat sucht, das seiner Markterwartung und seiner Risikoneigung entspricht. Fachbegriffe etabliert Der Aufgabe des Verbands, Marktstandards zu setzen, ist der DDV inzwischen auch mit Blick auf die Fachbegriffe nachgekommen, die zur Erläuterung der Zertifikate und deren Funktionsweise erforderlich sind. Die Mitglieder des DDV und die Börsen Stuttgart und Frankfurt haben sich inzwischen auf Standards und Definitionen von zahlreichen Fachbegriffen geeinigt, die es dem Anleger erleichtern, sich in der Welt der Zertifikate zurechtzufinden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Transparenz-Initiative ist die monatliche Veröffentlichung von Zertifikate-Indizes für die beliebtesten Zertifikatekategorien. Die Zertifikatebranche stellt sich hier offensiv dem Wettbewerb, denn diese Indizes ermöglichen dem Anleger den direkten Leistungsvergleich mit anderen Finanzprodukten. Transparenz als wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Investition ist aber nicht nur für die Anleger von Bedeutung. Auch die politischen Entscheider fordern Transparenz ein, um damit die Anleger vor offensichtlichen Fehlinvestitionen besser zu schützen. Manche mag es überraschen: Hier ziehen Politik und Banken durchaus an einem Strang. Anlegerschutz, mehr Transparenz und Verständlichkeit der Produkte liegen im Eigeninteresse der Zertifikatebranche. Nur wenn die Anleger mit den gekauften Produkten zufrieden sind und wenn sie sich fair behandelt und gut beraten fühlen, werden sie auch künftig Zertifikate kaufen. In den Zielen sind wir uns also einig, nur der Weg dahin ist teilweise strittig. Während sich die einen nur auf Gesetze und Verordnungen verlassen, setzt unser Verband konsequent auf Selbstregulierung. Wir sind damit schneller, und die Ergebnisse sind im Zweifel besser, wie auch ein Blick auf die Produktinformationsblätter zeigt. EU-taugliche Beipackzettel Der DDV hat Produktinformationsblätter, kurz PIBs genannt, für die elf Zertifikatekategorien der Derivate Liga erarbeitet. Sie beschreiben auf drei Seiten alle wesentlichen Eigenschaften eines Finanzprodukts. der Europäischen Kommission Key Information Document (KID) bzw. Key Investor Information Document (KII) und von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner Beipackzettel genannt, helfen diese Kurzinformationen dem Anleger, aus der Flut der Finanzinformationen die für ihn entscheidungsrelevanten Fakten schnell zu erfassen. Die DDV-Produktinformationsblätter erfüllen nicht nur die Vorschriften des künftigen Anlegerschutzgesetzes, sondern Hartmut Knüppel Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Derivate Verbands (DDV) auch die sich abzeichnenden Richtlinien auf europäischer Ebene. Und der DDV geht über diese Vorgaben sogar noch hinaus. So haben die Mitglieder des DDV bei der Gestaltung ihrer Produktinformationsblätter zwei zusätzliche Optionen: zum einen die Veröffentlichung einer allgemeinen Risikokennzahl für das jeweilige Zertifikat, berechnet von einer unabhängigen Institution mit fünf Risikoeinstufungen von 1 = sicherheitsorientiert bis 5 = spekulativ, und zum anderen die allgemeine Bewertung des jeweiligen Zertifikats anhand eines Produktratings mit null bis fünf Sternen. Die allgemeine Risikokennzahl erlaubt es jedem Anleger, sofort zu erkennen, ob ein Produkt seiner individuellen Risikoneigung entspricht oder ob er lieber die Finger davon lassen sollte. In das Produktrating gehen die entscheidungsrelevanten Faktoren nämlich Kosten, Handelsqualität, Emittenten-Bonität und Informationsbereitstellung ein. Das Rating gibt dem Anleger eine schnelle Orientierung und eine gewichtige Entscheidungshilfe an die Hand. Zudem erfüllt es bereits heute die Funktion, die eine im Koalitionsvertrag angedachte unabhängige Stiftung für Finanzprodukte nach dem Vorbild der Stiftung Warentest erfüllen könnte. Auch diese Stiftung müsste erst ein entsprechendes Rating-Verfahren entwickeln. Die Forderung des Koalitionsvertrags, nach der kein Finanzmarktakteur und kein Finanzmarktprodukt unreguliert und unbeaufsichtigt bleiben soll, lässt sich mit Blick auf die Finanzprodukte sinnvollerweise nur mit Produktratings einlösen. Diese gibt es im Zertifikate- und Fondsbereich bereits. Die entsprechenden Gesellschaften für Produktratings müssten dann von der BaFin oder der Bundesbank zugelassen und beaufsichtigt werden. Während für den DDV das Jahr 2009 ganz im Zeichen der Transparenz stand, ist im Jahr 2010 noch der Themenschwerpunkt Aufklärung und Schulung der Anleger hinzugekommen. Dabei beschränkt sich der Verband nicht nur auf die Erstellung von Broschüren und Büchern oder auf das inzwischen umfangreiche Informationsangebot auf seiner Webseite. Der DDV hat eine Ausbildungsinitiative gestartet, in deren Zentrum die DDV-Online-Schulung steht. Das Lernprogramm, das der Verband auf seiner Webseite anbietet und auch als kostenlose CD zur Verfügung stellt, umfasst drei Module: Basisinformationen, Produktwissen und Spezialwissen. Vom interessierten Anfänger bis hin zum erfahrenen Selbstentscheider hat jeder Privatanleger jetzt die Möglichkeit, schnell und ohne viel Aufwand sein Wissen rund um Zertifikate zu erweitern und das Gelernte mit einem kurzen Test zu überprüfen. Einstieg erleichtern Der DDV will damit das Leitbild des sachkundigen und mündigen Anlegers mit Leben erfüllen, eines Anlegers, der in der Lage ist, selbst vernünftige Entscheidungen zu treffen und im Falle einer Beratung mit seinem Berater auf Augenhöhe zu diskutieren. Wir wissen aber auch, es gilt noch einige Hemmschwellen abzubauen, die manche davon abhalten, sich mit innovativen Finanzprodukten wie Zertifikaten näher zu beschäftigen. Der spielerische Charakter des Lernprogramms und auch der Anreiz, am Ende der Schulung nach richtiger Beantwortung aller Fragen eine kleine Urkunde zu erhalten, wird sicherlich für viele den Einstieg in die spannende und vielfältige Produktwelt der Anlagezertifikate und Hebelprodukte erheblich erleichtern. Währungspositionen breit diversifizieren Unterschiedliche Zertifikate-Strukturen unterstützen Investments Runter, rauf, runter so verlief im bisherigen Jahresverlauf der Wechselkurs des Euro in Dollar. rund 1,44 Dollar zu Jahresbeginn fiel der Ralph W. Stemper Head of Public Distribution Germany & Austria, Barclays Capital Aus dem Inhalt Neues Vertrauen durch Transparenz und Anlegeraufklärung Dr. Hartmut Knüppel Währungspositionen breit diversifizieren Ralph W. Stemper Erntezeit für Anleger Jochen Fischer B1 B1 B2 Passive Investmentprodukte besonders in Krisenzeiten populär Christian Reuss B3 Attraktivität als liquider Markt stärken Andreas Wolf B3 Trend zur Vorsicht allerdings mit Nuancen Dirk Heß Express-Zertifikate bieten attraktive Chancen Dieter Berners B4 B4 Euro bis zur Jahresmitte auf 1,20 Dollar und erholte sich dann wieder auf circa 1,30 Dollar. Die enormen Währungsschwankungen können Anlegerdepots durcheinanderwirbeln. Zumal in den meisten Aktien-, Anleihen- oder Rohstoffinvestments Währungsrisiken enthalten sind. Eine breitere Diversifizierung der Währungspositionen ist daher ratsam. Die vielfach bei Aktieninvestments kritisierte home bias ist bei Währungen häufig noch ausgeprägter. Darüber hinaus verdeutlichen die hohen Wertschwankungen, welche Renditemöglichkeiten die Währungsmärkte kurzfristig der Regional- zur internationalen Spezialbörse Christoph Lammersdorf B5 Web 2.0 wird den Markt erneut stark wandeln Matthias Kinttof B5 Die Produkte für den Privatanleger sollten einfach sein Ingmar Alde B6 Aktive Investoren sollten vor allem das Risiko managen Heiko Weyand B6 Vollautomatisch Zertifikate und Aktienanleihen maßschneidern Heiko Geiger B7 Barrieren sind Fluch und Segen zugleich für Zertifikate Christine Romar und Grégoire Toublanc B8 orientierten Anlegern bieten können. Die passenden Auszahlungsprofile für kurz- und mittelfristig orientierte Anlageziele finden Anleger in den unterschiedlichen Zertifikate-Strukturen. Die Gewichte in der Weltwirtschaft verschieben sich. Die Emerging Markets in Asien und Lateinamerika sind zu den Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft aufgestiegen. Länder wie Brasilien, Indien und China lassen die entwickelten Industrienationen hinter sich. So rechnen die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für 2010 mit Wachstumszahlen des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zwischen 7 und mehr als 10% für die drei aufstrebenden Volkswirtschaften. Zum Vergleich: Selbst die deutsche Wirtschaft, die in diesem Jahr so dynamisch wie lange nicht mehr wächst und mit einer von der EU-Kommission geschätzten Wachstumsrate von 3,4 % in 2010 die Entwicklung in Europa anschiebt, kann diesem Wachstumstempo nicht folgen. Stabile Staatsfinanzen Aber nicht nur bei den Wachstumszahlen punkten die aufstrebenden Volkswirtschaften. Sie sind vielfach besser durch die Finanzkrise gekommen und haben daher die Staatsausgaben weniger erhöht. Geringere Schuldenquoten und Haushaltsdefizite sowie eine straffere Geldpolitik als in den führenden Wirtschaftsräumen sind das Ergebnis. Die Schulden der fünf führenden Industrienationen Frankreich, Deutschland, Japan, USA und Großbritannien summieren sich durchschnittlich auf mehr als 90 % ihrer Wirtschaftsleistung. Die Analysten von Barclays Capital rechnen mit einem weiteren Anstieg dieses Anteils bis 2015 auf mehr als 110 %. Mexiko und Brasilien beispielsweise sind dagegen lediglich mit 45 bzw. 67 % ihres BIP verschuldet. China sogar nur mit 20 %. Bis 2015 erwarten die Ökonomen zudem einen weiteren Rückgang der Schuldenquote in diesen Staaten. Beispielsweise wird für Brasilien auch angesichts der hohen wirtschaftlichen Dynamik ein Rückgang auf 54 % der jährlichen Wirtschaftsleistung prognostiziert. Damit behalten die Länder fiskalpolitischen Handlungsspielraum, um das heimische Wirtschaftswachstum zu fördern. Sie sind im Unterschied zu vielen entwickelten Industrienationen in den kommenden Jahren nicht zu Ausgabenkürzungen gezwungen. Infolge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung kehren einige Emerging Markets zu einer Normalisierung der Geldpolitik zurück. In Brasilien beispielsweise wurden die Zinsen seit Jahresbeginn mehrfach erhöht, und die Ökonomen von Barclays Capital rechnen mit weiteren Zinsschritten in den nächsten Monaten. Die Inflationsentwicklung ist zudem stabil. Für Brasilien rechnet der Fortsetzung Seite B 2

2 B2 Börsen-Zeitung Nr. 205 Sonderbeilage Sonnabend, 23. Oktober 2010 In vielen Depots haben Rohstoffe längst einen festen Platz. Die Möglichkeiten der Diversifikation, aber auch die Chance auf mittel- und langfristig steigende Preise haben Energieträger, Metalle und Landwirtschaftsgüter ins Blickfeld der Anleger gerückt. Wohin geht die Reise an den Rohstoffmärkten in den kommenden Monaten? Und welche Investmentmöglichkeiten bieten sich an? In den vergangenen Monaten ließ der Aktienmarkt einen klaren Trend vermissen. Da sich gute und schlechte Nachrichten oftmals die Waage hielten, zeigte beispielsweise Erntezeit für Anleger Rohstoffe haben in vielen Depots bereits einen festen Platz Kernproblem Rollperformance Währungsdifferenzen ausschalten Jochen Fischer Leiter Investmentstrategie Derivate bei Goldman Sachs International der Deutsche Aktienindex (Dax) einen Seitwärtstrend. Gleich mehrfach schien es, als könnte Deutschlands Leitindex die Marke von Punkten überwinden. Doch bisher folgte dem Herantasten an diese Kursmarke wenig später wieder eine Korrektur nach unten. Auch an den Rohstoffmärkten zeichnete sich im bisherigen Jahresverlauf ein sehr ambivalentes Bild ab, viele Rohstoffe entwickelten sich recht unterschiedlich. Zwar verteuerten sich die meisten Commodities in den zurück liegenden Monaten, was die reine Kursperformance angeht. Drei Viertel der im S & P Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) vertretenen Rohstoffe sind aktuell teurer als zu Jahresbeginn. Aufgrund von Rolleffekten befinden sich die meisten Indizes jedoch seit Jahresbeginn im Minus. Anleger hatten also wenig davon, dass auf Jahressicht die Rohstoffe bis auf eine Ausnahme heute höher notieren. Nur der Kakaopreis ist auf Zwölfmonatssicht gefallen. Dagegen verteuerten sich die Getreidesorten Chicago- und Kansas-Weizen sowie Mais erheblich. Auch mageres Schwein, Kaffee, Nickel und Gold legten deutlich zu. Trotz der Preisanstiege brachten Engagements am Rohstoffsektor in den vergangenen Monaten also nicht zwangsläufig Gewinne. Viele Anleger wissen bereits, dass ungünstige Wechselkursentwicklungen oder die Contango- Formation, die die über die Zeit steigenden Preise von Terminkontrakten widerspiegelt, die Wertentwicklung eines Investments belasten können. Abgesehen von Gold und einigen anderen Edelmetallen erwerben Investoren die Rohstoffe schließlich nicht physisch. Wer an einer bestimmten Preisentwicklung bei Energieträgern, Metallen oder auch Agrarprodukten partizipieren will, hat für gewöhnlich kein Interesse an einer tatsächlichen Lieferung von Rohöl, Kupfer oder Weizen. So erfolgt das Investment in der Regel über den Umweg an eine Terminbörse beispielsweise über die London Metal Exchange (LME) oder die Chicago Mercantile Exchange (CME), wo die Rohstoffe gehandelt werden. Das Kernproblem von Investments in Terminkontrakten ist die sogenannte Rollperformance. Sie kann die Rendite positiv, aber auch negativ beeinflussen. Wer beispielsweise ein Open-End-Zertifikat erwirbt, engagiert sich in einem Wertpapier mit prinzipiell unbegrenzter Laufzeit. Futurekontrakte auf Rohöl und andere Rohstoffe haben aber einen klar festgelegten Verfalltermin. So müssen sie vor dem Auslaufen des Terminkontrakts in einen neuen mit längerer Laufzeit getauscht werden. Je nachdem, ob der Folgekontrakt billiger oder teurer ist als der auslaufende, können Rollgewinne oder Rollverluste entstehen. Saisonale Effekte prägen Der Verlauf der Forwardkurve gibt Aufschluss über die Richtung des bevorstehenden Rollprozesses. Ist sie ansteigend, das heißt, dass die Kontrakte mit längeren Laufzeiten teurer sind, drohen Rollverluste. Denn der auslaufende Futurekontrakt muss dann gegen einen teureren ersetzt werden. In der Fachsprache wird diese Konstellation als Contango bezeichnet. Der andere Fall wäre eine invertierte Forwardkurve. Hier spricht man von einer Backwardation, das heißt, es winken Rollerträge, da der neue Terminkontrakt günstiger ist als der auslaufende. Aktuell zeigen die Forwardkurven der überwiegenden Mehrheit der Rohstoffe steigende Verläufe (Contango). Als eine der wenigen Ausnahmen befindet sich Baumwolle aktuell in einer Backwardation. Andere Rohstoffe sind darüber hinaus von saisonalen Effekten geprägt. Bei Erdgas und bleifreiem Benzin beispielsweise führen die Heiz- und Driving -Saison zu amplitudenhaften Formationen. Ein weiterer Einflussfaktor neben der Rollperformance ist der Wechselkurs. Die meisten Rohstoffe notieren in US-Dollar. Daher gehen hiesige Anleger ein Wechselkursrisiko ein. Sollte der Euro gegenüber dem Dollar aufwerten, entstehen Währungsverluste, die die Rendite schmälern. Im Gegenzug besteht natürlich auch die Chance auf Wechselkursgewinne, wenn der Dollar wie in der ersten Jahreshälfte gegenüber der Gemeinschaftswährung zulegt. Auf beide Fragen die der Rollrenditen und der Wechselkursschwankungen gibt es für Anleger zufriedenstellende Antworten. Währungsdifferenzen lassen sich mit Quanto- Produkten ausschalten. Damit ist die Gefahr von Wechselkursverlusten gebannt. Auf der anderen Seite geht freilich auch die Möglichkeit von Devisenerträgen verloren. Doch gerade für Investoren, die ein reines Rohstoffengagement suchen, eignen sich solche Produkte. Für die Währungssicherung erheben die Emittenten meist eine Quanto-Gebühr, deren Höhe von Marktfaktoren wie den Zinsniveaus, der Volatilität und der Korrelation zwischen Wechselkurs und Basiswert abhängt. Rollprozesse optimieren Fortsetzung von Seite B1 Rolleffekte lassen sich nicht gänzlich ausschalten. Allerdings gibt es Strategien, die auf eine Optimierung der Rollprozesse abzielen, wie etwa die A1-Strategie von Goldman Sachs. Sie basiert auf dem S & P GSCI Crude Oil Index und versucht, eine bessere Wertentwicklung als der eigentliche Index zu erzielen. Dabei soll die Mehrrendite nicht durch eine andere Gewichtung der im Index enthaltenen Rohstoffe erzielt werden, sondern durch veränderte Rollprozesse. Kommt es zu einem Contango mit mehr als 0,5 % Preisunterschied, so wird nicht wie bei Open-End-Produkten üblich in den nächstfälligen Kontrakt gerollt, sondern in den sechstnächsten. Durch diesen Prozess wird die negative Rollrendite aus der Contango-Situation verringert. Neben der A1-Strategie gibt es weitere rolloptimierte Methoden, u. a. für Erdgas, Industriemetalle oder im Agrarsektor. Agrarsektor im Fokus Bleibt die Frage, wohin die Rohstoffmärkte in den kommenden Monaten steuern könnten. Zuletzt stand vor allem der Agrarsektor im Fokus. Aus Sorge vor schlechten Ernten in Russland und Kanada verteuerten sich die Getreidepreise. In den vergangenen drei Monaten legten Chicago- und Kansas-Weizen jeweils um rund 60 % zu. Mais kletterte um etwa 40 %. Ob die Getreidesorten ihren Preisanstieg fortsetzen können, scheint allerdings fraglich. Ein Großteil der Kurszuwächse war schließlich auf wetterbedingt schlechte Ernteprognosen zurückzuführen. Allerdings sollte nicht übersehen werden, dass die globalen Lagerbestände derzeit vergleichsweise hoch sind. Dagegen finden sich im Energiesektor mehr Argumente für einen möglichen Preisaufschwung vor allem beim Rohöl. Im Sommer wurde der Rohölmarkt vor allem von zwei Dingen geprägt: Zum einen von recht hohen Lagerbeständen und zum anderen von der Sorge der Marktteilnehmer über eine mögliche Erholung der globalen Energienachfrage. Experten befürchteten, dass die Nachfrage nicht ausreichen würde, um die Vorräte wieder auf ein normales Niveau zu bringen. Gerade in den USA haben die Gesamtlagerbestände ein besonders hohes Niveau erreicht, und auch die spekulativen Long-Positionen notieren auf dem niedrigsten Stand seit IWF beispielsweise mit einer Inflationsrate von rund 5 % für 2010 und einer sich verlangsamenden Geldentwertung in den nächsten Jahren. Für Mexiko wird eine noch höhere Geldwertstabilität prognostiziert. Die starke wirtschaftliche Entwicklung, zunehmende Zinsunterschiede und gesunde Staatsfinanzen unterstützen die Entwicklung der Währungen ausgewählter Emerging Markets. Der mexikanische Peso hat so seit Anfang 2009 rund 9 % gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung zugelegt, während der brasilianische Real sogar um mehr als 30 % aufwertete. Neben den Emerging Markets sind auch einige kleinere entwickelte Volkswirtschaften schneller aus der Krise gekommen als die führenden Industrienationen. So haben Staaten wie Norwegen, Kanada, Australien und Neuseeland die Zügel in der Geldpolitik ebenfalls angezogen und die Zinsen in den vergangenen Monaten erhöht. Dies macht die Währungen besonders für Anleger interessant, die Inflationsszenarien beispielsweise nicht ausschließen. Im Unterschied zu den siebziger Jahren beugen die höheren nominalen Zinssätze in diesen Ländern inflationären Entwicklungen vor und bieten Anlegern damit eine attraktivere reale Verzinsung, was Kapital anzieht und damit die Wechselkurse stützt. Da die Staaten zudem über große Rohstoffvorkommen verfügen, können ihre Volkswirtschaften von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Damit bieten sie im Falle eines weltweiten Inflationsszenarios und in der Regel parallel steigender Rohstoffpreise Stabilität. Politische Einflüsse drohen Was bedeuten diese volkswirtschaftlichen Entwicklungen für Investoren? Vor allem sollten sie ihre Währungspositionen breit diversifizieren. So lässt sich das Depot gegen Verluste in Euro und US-Dollar absichern, deren Wechselkursentwicklung die Performance der wichtigsten Aktien-, Anleihe- und Rohstoffmärkte bestimmt. Das ständige Auf und Ab der einzelnen Wechselkurse verdeutlicht jedoch die hohe Volatilität der Devisenmärkte. Die Währungsmärkte unterliegen nicht zuletzt politischen Einflüssen, die sich vielfach schwer prognostizieren lassen. Beispielsweise können Regierungswechsel und damit eine mögliche Umkehr in der Haushaltspolitik zu erheblichen Wechselkursbewegungen führen. Zudem kann es immer wieder zu politischen Eingriffen in die Wechselkursentwicklung kommen. Zum Beispiel können Staaten ihre Exporte fördern, indem sie Währungsreserven verkaufen und damit die Wechselkurse drücken. Um diesen und anderen Unwägbarkeiten zu begegnen, bieten sich gerade für mittel- bis langfristig orientierte Investoren Zertifikate- Strukturen mit Teilabsicherung oder vollem Kapitalschutz an. Beispielsweise lässt sich mit Bonus-Zertifikaten auf Währungen verhindern, dass Kursrückgänge voll auf das Portfolio durchschlagen. Je nach Sicherheitspuffer können sie Herbst Einige Experten weisen jedoch darauf hin, dass der US- Markt mit seinen hohen Vorräten nicht repräsentativ für den globalen Öl-Markt ist, sondern vielmehr eine Art Ausreißer darstellt. De facto zeigt der jüngste Weekly Petroleum Status Report des US-Energieministeriums, dass die USA aktuell eventuell zum Netto-Exporteur von Petroleumprodukten geworden sind. Bei den Industriemetallen kam es gerade in den vergangenen drei Monaten zu erheblichen Kursgewinnen. Vor allem Blei und Zink verteuerten sich spürbar. In den kommenden Monaten dürften vor allem die Nachfrageerwartungen den Trend bestimmen. Die Erwartungen an das globale Wirtschaftswachstum und an die Nachfrage aus China dürften die Schlüsselfaktoren bleiben. Da beides zuletzt recht positiv war, fanden die Basismetalle Unterstützung. Es spricht nach Meinung unseres Research einiges dafür, dass die höheren Preise auch fundamental zu rechtfertigen sind. Gemischtes Bild Die Lage an den Rohstoffmärkten zeigt ein gemischtes Bild. Während die meisten Energieträger, Metalle und Agrarprodukte höher notieren als vor einem Jahr, spricht vieles dafür, dass sich die Rohstoffe insgesamt in den kommenden Monaten weiter unterschiedlich entwickeln werden. Die Konsequenz für Anleger könnte sein, dass sie nicht nur auf steigende Preise setzen, sondern unterschiedliche Strategien umsetzen sollten. Währungspositionen breit diversifizieren Weltweit unterschiedliches Ausmaß der Staatsverschuldung Erwartete Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Prozent führende Industrienationen im Schnitt Frankreich Deutschland Japan *) Großbritannien USA China Indien Korea Ungarn Polen Türkei Argentinien Brasilien Mexiko *) Nettoverschuldung für Japan angegeben Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), Fiscal Monitor; Barclays Capital Börsen-Zeitung den Anleger auch bei höheren Kursverlusten im Basiswert vor tatsächlichen Verlusten im Zertifikat schützen. Darüber hinaus erzielen sie durch den Bonus auch bei einer Seitwärtsentwicklung der Märkte ansprechende Renditen. Diese Renditechance bei richtungslosen Währungsmärkten ist ihnen dagegen bei Kapitalschutz-Zertifikaten verwehrt. Dafür genießen sie jedoch vollen Kapitalschutz zum Ende der Laufzeit und müssen keine Kursbarrieren beachten. Die unterschiedlichen Strukturen erlauben Investoren zudem, ihr Depot mit nur einem Wertpapier über mehrere Währungen zu diversifizieren. Wenn es bei der Anlage beispielsweise um US-Indizes geht, sollte man darüber nachdenken, ob ein Indexzertifikat mit Währungsabsicherung nicht eine sinnvolle Alternative ist. Zwar fallen für die Absicherung Kosten an, dafür ist aber die Bewegung der Währung irrelevant für die Rendite. Breites Produktangebot Kurzfristige Ausschläge an den Währungsmärkten lassen sich dagegen vor allem über Hebelpapiere, sogenannte Mini Futures, nutzen. Bei den Produkten ist lediglich ein Teil der Anlagesumme aufzubringen, um vollständig an der Entwicklung des Basiswertes teilzuhaben. Anleger investieren so mit einem Hebel in die Entwicklung des zugrunde liegenden Währungspaares. Aufgrund des gehebelten Investments erfordert dies nur einen geringen Kapitaleinsatz und ermöglicht auch bei kleinen Marktbewegungen ansprechende Renditen. Anlegern steht hierfür ein breites Angebot an Produkten auf vielfältige Währungen aus den Emerging Markets sowie den größeren und kleineren entwickelten Industrienationen zur Verfügung. Mit Short-Produkten auf den Wechselkurs des Euro in Währungen kleinerer entwickelter Volkswirtschaften können Anleger beispielsweise ihre Abhängigkeit von der europäischen Gemeinschaftswährung vermindern. Allerdings sollten Anleger beim Handel der Mini Futures Stop- Loss-Kurse zusätzlich zur in den Hebelprodukten eingebauten Verlustbegrenzung setzen, um bei überraschenden Kursentwicklungen keine hohen Verluste zu erleiden oder Gewinne rechtzeitig zu realisieren. Die Währungen insbesondere der Emerging Markets und der kleineren entwickelten Industrienationen bieten Anlegern vielfältige Chancen, um ihr Depot breiter aufzustellen oder kurzfristige Marktentwicklungen aktiv auszunutzen. Für beide Anlageziele finden sie dabei in den unterschiedlichen Zertifikate-Strukturen passende Produkte.

3 Sonnabend, 23. Oktober 2010 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 205 B3 Passive Investmentprodukte besonders in Krisenzeiten populär Relativer Preisvorteil im Vergleich zu aktiven Produkten Zentraler Baustein in der Vermögensanlage Die Verpackung bringt System in die Produktvielfalt Die zurückliegenden Jahre haben sich zur Ära der passiv gemanagten Produkte entwickelt. Passiv einen Markt abzubilden hat besonders in den Krisen des abgelaufenen Jahrzehnts an Popularität gewonnen. In der Dot.com-Baisse Anfang des Jahrtausends entdeckten die Anleger Zertifikate und Hebelprodukte, die ihnen die Möglichkeit boten, asymmetrische Chance-Risiko-Profile abzubilden, Renditen in seitwärts oder abwärts tendierenden Märkten zu generieren, die Depots vor fallenden Kursen zu schützen oder kleine Kursbewegungen in große Gewinne zu hebeln. Derzeit haben die Anleger in Deutschland rund 110 Mrd. Euro in Zertifikate und Hebelprodukte investiert. Während der Finanzkrise in den vergangenen drei Jahren entwickelte sich der Boom bei den sogenannten Exchange Traded Products mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten. Darunter fallen die börsengehandelten Indexfonds, strukturierte Fonds, die sogenannten Exchange Traded Funds (ETF), die börsengehandelten Rohstoffe von Experten Der Markt für Zertifikate und Optionsscheine in Deutschland ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Er nimmt in Bezug auf die Anzahl der Emittenten sowie die Angebotsbreite und -tiefe mit derzeit über wertpapierrechtlich begebenen und sammelverwahrten Produkten einen dauerhaften Spitzenplatz in Europa ein. Die Finanzkrise hat durch die hohe Volatilität der Märkte sogar zu einer bis dato unerreichten Emissionstätigkeit (siehe Grafik auf Seite B 4) geführt. Darüber hinaus wurden auch neue, für dieses Segment bisher unübliche Produkte wie z. B. besicherte Zertifikate aufgelegt. Diese Angebotsfülle, die den Emittenten ein den aktuellen Marktentwicklungen und jeweiligen Käuferwünschen angepasstes Produktdesign ermöglicht, konnte und kann nur durch eine sehr effiziente, flexible und leistungsfähige Verwahr- und Abwicklungsinfrastruktur erreicht werden. Dabei darf auch eine breite Palette an anderen Emissionswährungen als der Euro nicht fehlen. Diese Infrastruktur ist für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Finanzplatzes umso bedeutender, als Deutschland am wertpapierund depotrechtlichen Verbriefungserfordernis festhält im Gegensatz zu vielen anderen weitgehend dematerialisierten, d. h. ausschließlich auf Wertschriften oder Depotbuchungen basierenden, europäischen Wertpapiermärkten. Daran hat die Novellierung des deutschen Schuldverschreibungsgesetzes im Jahr 2009 nichts Grundsätzliches geändert. Zeit- und Kostendruck steigt Attraktivität als liquider Marktplatz stärken Erhöhter Automatisierungsgrad schafft Wachstum Andreas Wolf CEO Clearstream Banking Durch die steigenden Volumina bei den emittierenden Banken und der Clearstream Banking, dem deutschen Zentralverwahrer für Wertpapiere, steigt der Zeit- und Kostendruck. Er erreichte bereits im Jahr 2005 für die Beteiligten dauerhaft einen enormen Aufwand, der nicht mehr darstellbar war. Grund waren insbesondere die immer umfangreicher werdenden Emissionsbedingungen, die nach wie vor nach 5 des Depotgesetzes vorgelegt werden müssen, als Bestandteil der die jeweilige Emission physisch verbriefenden Wertpapierurkunde bei Begebung und Aufnahme in die Sammelverwahrung. Zudem mussten die zu begebenden Zertifikate und Hebelprodukte mittels Werttransport aus dem In- und Ausland zu Clearstream gebracht und dort weitgehend manuell bearbeitet werden. Diese Entwicklungen führten dazu, dass sich Clearstream und eine Reihe betroffener Emissionsbanken zu einem Projekt zusammenfanden, das die zügige Entwicklung eines für alle Seiten effizienten, flexiblen und möglichst hochgradig automatisierten Übermittlungs- und Begebungsprozesses für Zertifikate und Optionsscheine zum Ziel hatte. Das Konzept der Electronic Data Transmission (EDT) war geboren, das auch Ideen aus dem internationalen Anleihemarkt aufgriff und diese an die Erfordernisse des deutschen Marktes anpasste, der hohe STP-Raten gewohnt ist. Im Kern beruht der EDT-Service darauf, dass die Emittenten eine standardisierte MS- Excel-Tabelle mit den Wertpapierreferenzdaten der jeweiligen Emission ausfüllen und diese neben den Emissionsbedingungen über ein spezielles Internetportal von Clearstream hochladen. Die Übermittlung kann auch mittels CSV-Datei (Tabelle im Textformat) oder durch eine Host-to- Host -Verbindung erfolgen. So können beispielsweise beim Basisservice EDT Classic jederzeit bis zur aktuellen Schlusszeit um 15 Uhr MEZ am Geschäftstag vor dem vorgegebenen Valutatag ( T 1 ) bis zu einzelne Emissionen pro Hochladevorgang pro Emittent übermittelt werden. Clearstream prüft die elektronisch übermittelten Emissionsdaten inhaltlich, erstellt die flexibel valutierbare Globalurkunde in Vollmacht des Emittenten und schafft den entsprechenden Girosammelbestand zur Erteilung von Wertpapiergutschriften in ihrem zentralen Verwahr- und Abwicklungssystem. Es bedarf somit in Deutschland keiner sogenannten lead order, wie sie in anderen Märkten für Zertifikate und Hebelprodukte zur Valutierung eines neu begebenen Produkts üblich ist. Der Emittent kann zudem jederzeit während der gesamten Verwahrdauer des Wertpapiers das jeweils begebene Emissionsvolumen bei Rückkäufen entsprechend reduzieren und bei Verkäufen wieder erhöhen. Der Prozess der Begebung und Zulassung des Zertifikates oder Optionsscheines wird mit der Veröffentlichung der wertpapierbezogenen Referenzdaten durch Clearstream abgeschlossen. Seit Einführung im Sommer 2007 ist es durch die kontinuierliche Erweiterung von optionalen, jedoch miteinander flexibel kombinierbaren Servicekomponenten gelungen, mehr als 99 % der Emissionen im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine über EDT zu erfassen. Auf Wunsch der emittierenden Banken Fortsetzung Seite B 4 Exchange Traded Commodities (ETC) genannt und die Exchange Traded Notes (ETN). Das Anlegervermögen ist in Europa auf ein Volumen von 205,9 Mrd. Euro angewachsen. Nach Angaben des europäischen Fonds-Verbandes Efama haben Anleger in Europa ein Volumen von insgesamt 5,6 Bill. Euro in Fonds investiert. Daran haben die Exchange Traded Products einen Anteil von 3,8 %. Diese passiven Investmentprodukte haben sich heute zu einem zentralen Baustein in der Vermögensanlage entwickelt. Der Anleger kann durch diese Produkte relativ einfach und kostengünstig sein Anlageuniversum auch bei geringen Anlagebeträgen verbreitern. Die Marktrisiken können entsprechend der Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz gestreut und abgesichert werden. In der Krise hat sich gezeigt, dass die passiven Produkte gegenüber vielen aktiv gemanagten Fonds einen relativen Preisvorteil bieten. Die von den ETF erzielte Marktrendite, von Spezialisten Beta genannt, erwies sich gemessen an den Managementgebühren gegenüber aktiven Anlageprodukten als wesentlich preiswerter. Der Boom bei Zertifikaten und Indexfonds hat zu einer Vielfalt von Produktstrukturen und Produktnamen geführt. Neben strukturierten Produkten wie Zertifikaten tummeln sich Produktstrukturen wie Exchange Traded Commodities (ETC), Exchange Traded Notes (ETN), die neuerdings unter der Bezeichnung Exchange Traded Products (ETP) an verschiedenen Börsen zusammengefasst werden. Auch wenn diese Produktnamen verwirrend erscheinen, lässt sich eine sinnvolle Systematik durch die Definition des Wrapper, also der Umhüllung, in diese Strukturen bringen. 1. Besicherung Christian Reuss Vorstandsvorsitzender Scoach Europa Bei den Exchange Traded Funds handelt es sich um einen Fonds in Form eines Sondervermögens, der an der Börse gehandelt wird. Er enthält kein Bonitätsrisiko eines Emittenten. Im Falle eines Konkurses des Herausgebers ist das investierte Kapital grundsätzlich von der Konkursmasse getrennt und geschützt. Strukturierte Produkte wie Zertifikate sind rechtlich gesehen in der Regel Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten. Sie unterliegen grundsätzlich dem Emittentenrisiko. Auch ETC, ETN und die Schweizer ETT werden gewöhnlich in Form von Inhaberschuldverschreibungen aufgelegt. Dabei spielen gesetzliche Bestimmungen und Kostengründe eine wichtige Rolle. Bei den strukturierten Produkten und ETC, ETN sowie ETT kann das Anlegerkapital theoretisch durch die Hinterlegung von Anleihen oder Rohstoffen besichert werden, um das Emittentenrisiko zu minimieren. In der Schweiz werden solche Zertifikate mit Pfandhinterlegung COSI (Collateral Secured Instrument) genannt, was so viel wie pfandbesicherte Instrumente heißt und eine Innovation der SIX Group in Zusammenarbeit mit den Emittenten strukturierter Produkte ist. 2. Auszahlungsstruktur Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Auszahlungsstrukturen. Hier wird zwischen symmetrischen und asymmetrischen Payoffs unterschieden. So sind ETF, ETC, ETN und ETT in der Regel sogenannte Delta-1-Produkte, die den Basiswert mit einer mehr oder weniger großen Abweichung (Tracking Error) von der Benchmark abbilden. Gehebelte ( Leverage ) oder auch inverse Indexfonds eignen sich nur zum Day-Trading und nicht als Buyand-Hold-Produkte, weil sie wegen der sogenannten Pfadabhängigkeit nur auf täglicher Basis funktionieren. Strukturierte Produkte wie Zertifikate und Hebelprodukte können symmetrische und auch asymmetrische Auszahlungsstrukturen abbilden. Bonus-Zertifikate, Sprint-Zertifikate oder auch Kapitalschutzpapiere sind Beispiele für asymmetrische Chance-Risiko-Profile bzw. Pay-offs. Eine Nische nehmen die strukturierten Fonds ein, die das Beste aus zwei Welten miteinander kombinieren. Hierbei befindet sich eine Derivate- Struktur wie beispielsweise eine Bonusstruktur in der Hülle eines Fonds. 3. Handelsmodelle Auch der Handel gestaltet sich bei den passiven Produkten recht unterschiedlich. Bei strukturierten Produkten wie Zertifikaten und Hebelprodukten gibt es keinen liquiden Handel, wie man es von den Dax-Aktien gewohnt ist. In Deutschland werden die Produkte von einem Emittenten über die Börse angeboten, der im Rahmen eines Market Making fortlaufend An- und Verkaufskurse stellt. Ein Leerverkauf der Produkte ist nicht möglich, da die Eindeckung ebenfalls beim Emittenten erfolgen müsste. Folglich kann die Arbitrage im Markt für strukturierte Produkte nur einseitig erfolgen. Bei Indexfonds, den börsengehandelten Rohstoffen (ETC) und den ETN ermöglichen mehrere Market Maker einen liquiden Handel. Diese Produkte können in der Regel auch leerverkauft werden, da eine Eindeckung bei verschiedenen Marktteilnehmern möglich ist. 4. Zeitaspekte Die Auflage von ETF kann wegen des Genehmigungsprozesses einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Genehmigung, das börsliche Listing und die laufende Berichterstattung sind sehr aufwendig und teuer. Das ist bei den strukturierten Produkten anders. Die Banken können innerhalb von Stunden bzw. wenigen Tagen neue Produkte auflegen, was vom Spezialisten als Time-to-Market bezeichnet wird. Strukturierte Produkte können zudem eine begrenzte oder auch unbegrenzte Laufzeit haben. Die Genehmigung und das Listing an der Börse sind dabei außerordentlich preiswert. Daher gibt es in Deutschland mehr als Anlagezertifikate und Hebelprodukte. Mithilfe dieser vier Kriterien können Anleger die unterschiedlichen Produkte systematisch einordnen. Trotzdem gibt es fließende Übergänge. So bemühen sich die (pfand-)besicherten Zertifikate sowie die große Mehrzahl der ETC und ETN, den Ausfall eines Emittenten mit der Hinterlegung eines Pfands zu minimieren. Auch strukturierte Fonds bieten asymmetrische Auszahlungsstrukturen ohne Emittentenrisiko. Das Angebot an passiven Produkten erlaubt es dem Anleger, je nach Präferenz und Erwartungshaltung zur Umsetzung seiner Investmentidee die passende Verpackung zu nutzen. Es handelt sich also nur auf den ersten Blick um einen undurchdringlichen Produkt-Dschungel. Die Wahlmöglichkeit des passenden Wrappers gibt diesem Universum ein System.

4 B4 Börsen-Zeitung Nr. 205 Sonderbeilage Sonnabend, 23. Oktober 2010 Trend zur Vorsicht allerdings mit Nuancen Anlegerverhalten ist defensiver geworden Konservative Produkte haben klar Vorrang bei Beraterkunden Bonus-Zertifikate im Fokus der Selbstentscheider Dirk Heß Seit Mitte 2009 befinden sich die Leitzinsen in den USA und dem Euroraum unverändert auf Tiefstniveau. Daneben versorgen die Zentralbanken die Märkte nach wie vor in großem Umfang mit Liquidität. Den internationalen Aktienmärkten verhalfen neben einer sich global aufhellenden Konjunktur unter anderem diese Rahmenbedingungen zu ansehnlichen Kursgewinnen. Im laufenden Jahr hingegen flüchten viele Anleger, etwa infolge der Schuldenkrise von Griechenland, in die vermeintlich sicheren Häfen. Gefragt Fortsetzung von Seite B 3 können dabei unterschiedliche Geschäftsmodelle für die Emissionstätigkeit abgebildet werden. Im Jahr 2010 wurden pro Tag durchschnittlich der genannten Produkte für den deutschen und andere europäische Märkte über Clearstream begeben. Der bisherige Tagesrekord von ca Emissionen wurde zum Höhepunkt der Finanzkrise erreicht. Da zuweilen die Einordnung als Zertifikat, Anleihe mit Zertifikatscharakter oder schlichte Anleihe den verschiedenen Erwägungen der am Emissionsprozess Beteiligten gerecht werden muss, die sich u. a. auf abwicklungstechnische Aspekte beziehen, wurde der Service EDT im April 2010 auf einige derzeit gefragte Anleihetypen wie etwa Equity Linked Notes (ELN) erweitert. Effizient von Anfang bis Ende Head of Public Distribution Deutschland/ Österreich, Citigroup Global Markets Deutschland Die Finanzmarktkrise hat die Geldund Kapitalmärkte erschüttert. Zwar scheint der gröbste Schock über die Turbulenzen aus dem Krisenherbst 2008 überwunden, doch ganz verdaut haben die Anleger die Ereignisse noch nicht. Darauf lassen zumindest Umfragen zum Anlegerverhalten schließen. Die Risikobereitschaft der privaten Investoren ist deutlich gesunken obwohl sich die Aktienmärkte von ihren Tiefständen deutlich erholt haben und zahlreiche Rohstoffe sogar auf neuen historischen Rekordständen notieren. Der Trend zur Vorsicht ist auch im Zertifikate-Geschäft zu beobachten. Verstärkt setzen die Zertifikate-Anleger seit der Krise auf Produkte, die Schutz und Sicherheit bieten. Interessanterweise gibt es aber graduelle Unterschiede. Besonders stark wird dieser Aspekt sichtbar, wenn man die privaten Anleger, die am Zertifikate-Markt aktiv sind, in zwei Gruppen einteilt: den Beratungskunden und den Selbstentscheider. Der Beratungskunde trifft Anlageentscheidungen wie der Name Dieter Berners Zertifikate-Experte, Landesbank Baden-Württemberg Die Effizienz hört nicht bei der Begebung von Zertifikaten und Optionsscheinen auf; sie betrifft den gesamten Lebenszyklus dieser Produkte. Auch bei deren Endfälligkeit schon impliziert zumeist auf Basis eines Beratungsgesprächs mit seinem Anlage- oder Vermögensberater. Er kauft Zertifikate also über den Berater. Der Selbstentscheider informiert sich dagegen eigenständig und trifft auf Basis der gesammelten Information seine Anlageentscheidungen. Vom Risikotyp her ist sind Gold oder Staatsanleihen mit hervorragender Bonität, wie beispielsweise deutsche, schweizerische oder amerikanische Staatsanleihen. Die hohe Nachfrage nach diesen Titeln sorgt allerdings für weiter rückläufige Renditen. Bundestitel rentieren aktuell bei etwa 1,1 % p. a. für eine vierjährige Laufzeit. Vor allem in den USA sind zwar erste Maßnahmen zu einer etwas restriktiveren Zinspolitik erfolgt, insgesamt werden die Notenbanken angesichts der geringen Inflationsgefahr und der nach wie vor unsicheren Konjunkturentwicklung ihre expansive Politik wohl vorerst beibehalten. Der eine oder andere Markteilnehmer sieht sogar Japanische Verhältnisse am Horizont, d. h. ein dauerhaft niedriges Zinsniveau bei einer schwachen Konjunktur. Für den Aktienmarkt würde dies im besten Fall eine Stagnation bedeuten. Aus fundamentalen Gesichtspunkten besitzen die Aktienmärkte aktuell allerdings durchaus Auf- der Beratungskunde konservativer als der Selbstentscheider. Schon vor der Finanzmarktkrise gehörten Kapitalschutz-Zertifikate zu seiner bevorzugten Produktgattung. Kapitalschutzprodukte versprechen einen hohen Grad an Sicherheit, da sie am Laufzeitende zu mindestens 100% des Nennwerts zurückgezahlt werden. Darüber hinaus bieten sie die Chance, bis zu einem gewissen Grad an steigenden Kursen eines Basiswerts (zum Beispiel eines Aktienindex) zu partizipieren. Alternativ können sie aber auch mit einem Kupon ausgestattet sein, dessen Zahlung beziehungsweise dessen Höhe von der Entwicklung eines bestimmten Basiswerts abhängt. Die Finanzmarktkrise sowie die anhaltende Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung lässt Beratungskunden noch stärker zu kapitalgarantierten Produkten greifen. Mittlerweile stecken fast zwei Drittel aller in strukturierten Produkten investierten Gelder laut Statistik des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) in solchen Anlagen. Zum Vergleich: Im Januar 2008 lag dieser Anteil bei lediglich 32 %. Bemerkenswert ist, dass vor allem Kapitalschutzprodukte, die mit einem Kupon ausgestattet sind (auch als strukturierte Anleihen bezeichnet), stark hinzugewonnen haben. Rund 42 % des gesamten am Zertifikate-Markt investierten Volumens entfällt mittlerweile auf diese Variante. Dass gerade strukturierte Anleihen bei Beratungskunden so gut ankommen, ist kein Zufall. Denn dieser Anlegertyp scheint der weiteren Entwicklung an den Aktien- und Rohstoffmärkten besonders zu misstrauen. Entsprechend uninteressant sind für ihn Partizipationsanlagen, selbst wenn sie mit Kapitalschutz ausgestattet sind. Ein weiterer Punkt ist die Unzufriedenheit über die historisch niedrigen Zinsen. Kapitalschutz-Produkte mit Kupon bieten dagegen Erträge, die deutlich über dem Marktzins liegen. Sie werden daher als rentablere Alternative zu Bundesanleihen oder Bankanlagen wahrgenommen. Sehr gute Argumente Kapitalschutz am Laufzeitende, ansehnliche Kupons sowie eine relativ einfache Funktionsweise das sind starke Argumente im Beratungsgespräch. So überraschte es nicht, dass insbesondere strukturierte Anleihen seit der Krise verstärkt den Kunden angeboten werden. Der Trend dürfte anhalten, da sich zum einen an der gedämpften Risikobereitschaft sobald nichts ändern sollte und zum anderen auch eine Zinswende nicht absehbar ist. Ein weiterer Punkt: Die Finanzmarktkrise hat auch bei den Anlage- und Vermögensberatern für einen Paradigmenwechsel gesorgt. Konservative Produkte haben seither wärtspotenzial. Die Wirtschaft hat wieder Fuß gefasst, die Unternehmensgewinne steigen und die Bewertung erscheint moderat. Daneben bieten zur Zeit historisch niedrige Geldmarktzinsen (12-Monats-Euribor bei ca. 1,4 %) und tiefe Anleiherenditen sicherer Staatstitel keine attraktiven Investmentlösungen. Interessante Alternative Für Anleger, die auf der Suche nach einer höheren Rendite sind, allerdings das Verlustrisiko einer Einszu-Eins-Partizipation am Aktienmarkt scheuen bzw. nur von moderat steigenden oder seitwärts tendierenden Märkten ausgehen, sind Express-Zertifikate eine interessante Alternative. Diese strukturierten Produkte besitzen gegenüber der Direktanlage ein gemindertes Aktienkursrisiko und gleichzeitig höhere Renditechancen als etwa eine Tages- oder Festgeldanlage. Express-Zertifikate gehören neben den Klassikern Bonus-, Discount-Zertifikate und Aktien-Anleihen im Aktienbereich zu den etablierten Strukturen auf dem Zertifikatemarkt. Ein Blick auf das vom Deutschen Derivate Verband Attraktivität als liquider Marktplatz stärken klar Vorrang. Darunter werden Kuponprodukte aktienbezogenen Produkten vorgezogen. Bei beiden Gruppen ist also das Anlageverhalten in den vergangenen zwei Jahren defensiver geworden. Allerdings auf einem anderen Level. Kapitalschutz stand bei der Gruppe der Selbstentscheider jedoch noch nie so sehr im Vordergrund. Gefragt waren bei Selbstentscheidern stattdessen Zertifikate, mit denen sich Anlagestrategien individuell umsetzen ließen. Zu den bevorzugten Instrumenten zählten insbesondere Bonus- und Discount-Zertifikate. Auch heute noch stehen diese beiden Produktgruppen bei Selbstentscheidern hoch im Kurs. Was sich jedoch geändert hat, sind die Ausstattungsstrukturen. Besonders gut zu beobachten ist das bei den Bonus-Zertifikaten. Diese Produkte sind mit einer Barriere ausgestattet. Wird diese nicht gerissen, erhält der Anleger am Laufzeitende das Produkt zuzüglich eines Bonusbetrags zurückgezahlt. Bei klassischen Bonus- Zertifikaten kann es aber auch mehr sein, da sie an steigenden Kursen des Basiswerts unbegrenzt partizipieren. Während diese Variante bis zur Finanzmarktkrise die klar dominierende war, sind es heute dagegen sogenannte Bonus-Cap-Zertifikate. Bei dieser Variante sind die Gewinnchancen auf einen Cap (Höchstbetrag) begrenzt. Sie bieten aber in der Regel höhere Bonusrenditen als vergleichbare Bonus-Produkte ohne Cap. Die Wachablösung im Bereich der Bonus-Zertifikate kommt nicht von ungefähr. Denn scheinbar ist der durchschnittliche Selbstentscheider hinsichtlich der Markterwartung skeptischer geworden. Auf eine nach (DDV) veröffentlichte Marktvolumen zeigt allerdings eine etwas rückläufige Tendenz. Betrug der Marktanteil von Express-Zertifikaten per Ende Juni 2009 noch 10,8 %, so fiel dieser ein Jahr später auf 8,5 %. Doch wie funktionieren die Produkte genau, und warum könnte sich eine Investition im aktuellen Umfeld lohnen? Ein typisches Express-Zertifikat bietet die Chance auf eine attraktive Rendite, kombiniert mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Auszahlung. Am Beispiel eines fiktiven Zertifikats auf eine beliebige Aktie, die zu Beginn der Laufzeit 100 Euro kostet, soll der Mechanismus verdeutlicht werden. Nach einem Jahr erhält der Anleger eine vorzeitige Rückzahlung von 110 % (inklusive 10 % Bonus), sofern der Basiswert, d. h. die Aktie, auf oder über dem relevanten Auszahlungslevel von 100 Euro (= 100 % des Startwerts des Basiswerts) notiert. Liegt der Aktienkurs aber unter dem Startwert, läuft das Papier weiter. Nach einem weiteren Jahr wird erneut geprüft, ob die Aktie auf oder über 100 Euro notiert. Ist das der Fall, erhält der Anleger eine Rückzahlung in Höhe von sei es durch regulären Verfall oder durch Über- oder Unterschreiten eines Limits bietet Clearstream den Emittenten und ihren Zahlstellen seit Juni 2006 mit dem Service Automatic Redemption Process (ARP) eine vollautomatische Schnittstelle an. Dadurch können die teilnehmenden Banken über eine einfach gehaltene CSV-Datei hinsichtlich Zeit und Umfang unbegrenzt Mitteilungen über Endfälligkeiten von girosammelverwahrten Produkten an Clearstream senden. Diese Informationen werden sofort veröffentlicht und fließen direkt in die Verarbeitungssysteme von Clearstream zur Abrechnung ein. In Hoch-Zeiten kurz vor Jahresende wurden dadurch bereits über Endfälligkeiten pro Tag verarbeitet. Rückzahlung können in Euro, Fremdwährung und /oder im entsprechenden Basispapier ( underlying ) vorgenommen werden. Es ist auch möglich, den wertlosen Verfall eines Papiers zu melden. Im März 2010 wurde dieser Service ebenfalls auf Anleihen, Aktienanleihen und Anleihen mit zertifikatsähnlicher Struktur erweitert. Wie zuvor bei Zertifikaten und Optionsscheinen deutet sich auch hier durch den erhöhten Automatisierungsgrad zwischen den Marktteilnehmern ein deutliches Marktwachstum an. Durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten und ein im EU-Vergleich sehr attraktives Preisniveau für die gesamten abwicklungsseitige Bearbeitung durch Clearstream von aktuell rund 10 Euro ist es gelungen, die Attraktivität Deutschlands als liquider Marktplatz für Zertifikate und Optionsscheine nachhaltig zu stärken. Der kontinuierliche Dialog zwischen Emittenten, Zahlstellen und Clearstream sichert Qualität und erweitert die Flexibilität, etwa durch die für 2011 geplante Einführung einer XML-Schnittstelle für den Service EDT, die Aufnahme neuer Produkttypen oder die Anbindung neuer Zielmärkte an die bestehende Infrastruktur. oben offene Teilnahme an steigenden Kursen wird zugunsten von höheren Bonusrenditen verzichtet. Und um diese einzufahren, reicht es schon aus, wenn sich der Basiswert seitwärts bewegt. Selbst fallende Kurse wären kein Beinbruch, solange nur die Barriere nicht gerissen wird. Barrieren liegen nun tiefer Apropos Barriere: Vor der Krise gaben sich Käufer von Bonus-Zertifikaten häufig mit Sicherheitspuffern von bis zu 20 % zufrieden. Aber als Ende 2008 und in den folgenden Monaten bei mehr als der Hälfte der Bonuszertifikate die Barrieren gerissen wurden, hat sich auch diese Denkweise verändert. Die Barrieren liegen nun deutlich tiefer. Belegt wird dies durch den Scoach-Bonus-Index, eine Benchmark für Bonus-Zertifikate auf den Euro Stoxx 50. Wie die jüngste Analyse zeigt, belief sich im September der durchschnittlich gewichtete Sicherheitspuffer auf rund 40 %. Aber auch bei Discount-Zertifikaten legen beide Anlegergruppen nun mehr Wert auf die Defensive. Statt auf Produkte zu setzen, bei denen der Cap (deutlich) über dem aktuellen Basiswertkurs liegt, werden jetzt Discount-Papiere mit tiefen Caps und hohen Abschlägen bevorzugt. Das geht zwar zu Lasten der maximalen Rendite, aber dafür ist die Verlustgefahr bei Kursrückschlägen des Basiswerts geringer und die Rendite somit sicherer. Gleichzeitig dürfte der Basiswert am Laufzeitende bis zum Cap gefallen sein, um trotzdem die maximale Rendite einzufahren. Der Sicherheitsgedanke kommt aber nicht nur durch höhere Risikopuffer zum Ausdruck, sondern auch durch kürzere Laufzeiten. Endfälligkeiten von bis zu vier Jahren sind quasi passé. Stattdessen greifen Selbstentscheider zu Bonus- oder Discount-Papieren mit überschaubaren und deshalb kalkulierbareren (Rest)Laufzeiten. Bei Bonuspapieren liegt die Präferenz nunmehr auf Produkten, die in 12 bis 18 Monaten fällig sind. Noch kurzfristiger werden Discount- Zertifikate eingesetzt. Unterjährige Laufzeiten sind keine Seltenheit. Außerdem ist zu beobachten, dass Selbstentscheider bei der Produktwahl zunehmend die Charttechnik heranziehen. Ist zum Beispiel das Aufwärtspotenzial einer Aktie durch eine starke Widerstandlinie beeinträchtigt, so dient eben dieses Widerstandsniveau als Lage für den Cap bei Discount-Zertifikaten. Bei Bonus-Zertifikaten wird wiederum darauf geachtet, dass sich die Barriere möglichst unterhalb einer signifikanten Unterstützungslinie befindet, um so die Wahrscheinlichkeit eines Schwellenbruchs zu reduzieren. Die Finanzmarktkrise hat die Zertifikate-Anleger sensibilisiert. Sicherheit geht vor, lautet das Motto. Beim Beratungskunden kommt dies durch den gesteigerten Wunsch nach Kapitalschutzprodukten zum Ausdruck. Der Selbstentscheider bleibt zwar Bonus- und Discount-Produkten treu, achtet bei deren Ausstattung aber verstärkt darauf, dass gewisse Sicherheitsstandards nicht unterschritten werden. Vor allem aber sieht man, dass sich gerade erfahrene Anleger dem Zertifikat als solches nicht verschließen und es weiterhin als cleveres und kostengünstiges Investmentvehikel für individuelle Bedürfnisse schätzen. Express-Zertifikate bieten attraktive Chancen Besonders im Niedrigzinsumfeld und bei Seitwärtsmärkten stark Leicht verständliche und transparente Produktgruppe Vielzahl an Varianten erhältlich 120 %. Anderenfalls ist das Produkt nach drei Jahren fällig. Notiert die Aktie am finalen Bewertungstag auf oder über ihrem Startwert, erhält der Anleger eine Rückzahlung von 130 %. Die Bonuszahlung steigt also proportional zum Laufzeitjahr. Liegt der Kurs der Aktie zwar unter dem Startwert, aber auf oder über der Barriere von beispielsweise 75 % des Startwerts, erfolgt die Rückzahlung des angelegten Kapitals (abzüglich eines eventuellen Agios). Schließt der Basiswert bei Fälligkeit unter der Schwelle von 75 Euro, besteht volles Verlustrisiko und der Anleger ist gleich gestellt wie bei einer Aktieninvestition. Wenn die Aktie also weniger als 25 % fällt, aber auch weniger als 30 % steigt, fährt der Anleger bei Fälligkeit mit dem Express- Zertifikat besser als mit dem direkten Kauf der Aktie. Ihre Stärken spielen klassische Express-Zertifikate also in moderat steigenden oder bei seitwärts tendierenden Märkten aus. Nicht berücksichtigt bei diesem Vergleich sind eventuelle Dividendenzahlungen des Basiswerts. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass zukünftig erwartete Dividendenausschüttungen einen positiven Effekt auf die Konditionen eines Express-Zertifikats haben, da diese bei der Preisstellung berücksichtigt werden. Ein klassisches Express-Zertifikat auf den wichtigsten Aktienindex im Euroraum, den Euro Stoxx 50, würde aktuell bei einer Laufzeit von drei Jahren, (vorzeitigen) Auszahlungslevels von 100 % und einer Barriere bei 70 % des Startwerts eine Jahresprämie von etwa 14 % aufweisen. Wie bei allen Zertifikaten bzw. strukturierten Produkten trägt der Anleger auch hier das Emittentenrisiko. Neben dem klassischen Express-Zertifikat, welches einen positiven Ertrag ermöglicht, wenn der Basiswert an einem der Beobachtungstermine zumindest sein Ausgangsniveau erreicht, existiert eine Vielzahl von Produktvarianten am Markt. Eine aktuell sehr beliebte Alternative, die selbst bei einem Kursrückgang des Basiswerts einen positiven Ertrag erzielen kann, ist das sogenannte Deep-Express-Zertifikat. Diese Produkte können neben einer tiefen Barriere (beispielsweise 50 % vom Startwert) bei Fälligkeit im Zeitablauf mit fallenden vorzeitigen Auszahlungslevels ausgestattet sein. Für eine vorzeitige Rückzahlung muss der Basiswert etwa am ersten Beobachtungstermin lediglich auf oder über 90 % und im zweiten Jahr auf oder über 80 % seines Startwerts notieren. Wie bei der klassischen Variante auch steigt die Bonuszahlung (beispielsweise 7 %) proportional zum Laufzeitjahr. Die Besonderheit dieser Variante liegt in der tiefen Barriere im letzten Laufzeitjahr, die dann gleichzeitig als Auszahlungslevel für die Bonuszahlung dient. Sollte das Produkt also nicht vorzeitig gekündigt worden sein und der Basiswert am Bewertungstag über 50 % seines Startwerts notieren, so erhält der Anleger 121 % (= 100 % + 3 x 7 %) ausbezahlt. Andernfalls trägt er auch hier das volle Aktienrisiko. An diesem Auszahlungsprofil wird deutlich, dass diese Variante insbesondere für eher vorsichtige Anleger interessant ist. Dieses erhöhte Maß an Sicherheit schlägt sich natürlich in den Produktkonditionen d. h. explizit in der Höhe des Bonus je Laufzeitjahr nieder. Ein Deep-Express-Zertifikat auf den Euro Stoxx 50 würde beispielsweise aktuell bei einer Laufzeit von drei Jahren, (vorzeitigen) Auszahlungslevels von 90 % und 80 % und einer Barriere von 50 % des Startwerts eine Jahresprämie von etwa 7% aufweisen, d. h. also eine etwa 50 % niedrigere Jahresprämie im Vergleich zur klassischen Variante. Ein Blick in die Historie, der natürlich nur bedingt einen Rückschluss auf zukünftige Entwicklungen zulässt, bestätigt den defensiven Charakter dieser Struktur. September 1997 bis September 2007 hätte ein Investment in ein Deep-Express-Zertifikat mit der beschriebenen Struktur lediglich in etwa 6 % der Fälle zu einem Verlust geführt. In etwa 70 % der Fälle wäre die Auszahlung bereits im ersten Auszahlungsjahr erfolgt, und in 22 % der Fälle wäre die Auszahlung in der dritte Periode zum Höchstbetrag erfolgt. Flexibel bei der Laufzeit Bei Express-Zertifikaten handelt es sich also um eine leicht verständliche und transparente Produktgruppe. Bei der Deep-Variante besteht zudem durch die tiefe Barriere eine gute Chance, sogar bei einem leicht rückläufigen Basiswertkurs die Höchstauszahlung zu erhalten. Daneben besitzen die Produkte durch die Möglichkeit einer vorzeitigen Auszahlung zu attraktiven Konditionen eine zusätzliche Flexibilität bezüglich ihrer Laufzeit. Durch den teilweisen Schutz vor Kursverlusten bis zur definierten Schwelle ist mit Express-Zertifikaten in der Regel eine höhere Rendite als bei Produkten mit vollständigem Kapitalschutz möglich.

5 Sonnabend, 23. Oktober 2010 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 205 B5 der Regional- zur internationalen Spezialbörse Kreativ im Interesse der privaten Anleger Transparenz und Sicherheit der Anlage stehen im Vordergrund Weitere Erlösquellen erschließen Das Internet hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Zertifikatemarkt in die Dimensionen gewachsen ist, die er heute aufweist. Durch Web 2.0 wird sich der Markt erneut erheblich wandeln. Die Banken müssen sich diesen Herausforderungen stellen. Die zunehmende Allgegenwart des Internets hat in den vergangenen 15 Jahren den Alltag vieler Menschen mit einer Geschwindigkeit verändert wie kein anderes Medium zuvor. Dies gilt für das Berufliche ebenso wie für das Private, und nicht zuletzt gilt es auch für das Bankgeschäft von heute. Dabei war und ist das Netz ein wesentlicher Entwicklungshelfer für einige heute sehr relevante Finanzprodukte. Zu diesen zählen für Privatanleger insbesondere auch Zertifikate und Optionsscheine. Nachteile werden geringer Privatanleger können ihre Wertpapiere heute online sehr viel schneller handeln als früher. Sie erhalten über das Netz wesentlich mehr Finanzinformationen als über die traditionellen Quellen. Und sie haben ihren Informations- und Geschwindigkeitsnachteil gegenüber Finanzprofis zunehmend reduziert. Ohne diese Voraussetzungen wären weder der Zertifikatemarkt noch der Optionsscheinhandel in die Dimensionen gewachsen, die sie heute aufweisen. In der Vor-Internetzeit waren nur wenige hundert Optionsscheine am Markt und noch deutlich weniger Zertifikate. Aktuell sind es rund Zertifikate und etwas mehr als Warrants. Dabei unterscheiden sich die Präferenzen der Privatanleger naturgemäß sehr deutlich. Rund 80% von ihnen sind traditionelle Beratungskunden, also Kunden, die bei ihren Anlageentscheidungen die Hilfe eines (Bank-)Beraters suchen. Viele dieser Beratungskunden nutzen Zertifikate als konservative Investments für den Vermögensaufbau und den Vermögensschutz. Entsprechend investieren sie häufig in Garantiezertifikate. Tradingaspekte, Index- und vor allem Discountzertifikate spielen für sie eine sehr untergeordnete Rolle. Die übrigen 20 % der Privatanleger sind Selbstentscheider. Sie greifen bei ihren Wertpapiergeschäften also nicht oder nur selten auf die Hilfe eines (Bank-)Beraters zurück. Globalisierung und Digitalisierung haben die Kapitalmärkte erheblich verändert hierzulande und weltweit. In den strategischen Überlegungen der institutionellen Anleger gewinnt Asien mit seinen enormen Wachstumspotenzialen zunehmendes Gewicht. Und wo es um globale Strategien geht, braucht man auch Finanzinstrumente, die global eingeführt und funktionstüchtig sind. Die heutigen großen Börsen verfolgen grenzüberschreitende, internationale Strategien. Dabei wollen sie insbesondere dafür sorgen, dass die großen Finanzinstitute den Service bekommen, den sie brauchen. Das bedeutet, auf Marktveränderungen stets mit höchster Geschwindigkeit reagieren, um mit den passenden Produkten handeln zu können. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist zwangsläufig das Interesse des privaten Anlegers. Der wird heute eher lokal bedient von seiner lokalen Bank in seiner Region oder seinem Land. Dazu gehören Produkte, die von Banken in besonderer Weise für die lokalen Märkte entwickelt werden. Hier hat die Börse Stuttgart ihren Fokus auch noch in den nächsten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Wir als Börse Stuttgart wollen zugleich dafür sorgen, dass dem privaten Anleger alle Möglichkeiten offen stehen, die sonst nur die institutionellen Investoren nutzen können. Das soll nicht heißen, dass die Börse Stuttgart auf der Produktseite mit den Weltbörsen konkurrieren wollte. Vielmehr ist es unsere Absicht, abgeleitet von den globalen Investment-Ideen initiativ zu werden, um die Emission von Produkten zu fördern, die ganz besonders für den Privatanleger geeignet sind d. h. Transparenz und Sicherheit der Anlage. Dazu müssen auch die Größenordnungen zu dem kleineren Ordervolumen der Privatanleger passen; ähnliches gilt für die geringere Handelshäufigkeit. Gleicher Zugang für alle Diese Strategie steht in vollem Einklang mit dem gesetzlichen Auftrag der Börse. Das Börsengesetz gibt uns vor, dass wir einen gleichwertigen Web 2.0 wird den Markt erneut stark wandeln Bankenplattformen müssen sich weiterentwickeln Matthias Kinttof Abteilungsleiter Retailvertrieb, DZ Bank Auch für sie haben konservative Zertifikate eine große Bedeutung. Gleichzeitig halten die Selbstentscheider aber auch relevante Anteile etwa an Bonus-, Discount- und Indexzertifikaten. Die risikobereiteste Gruppe unter den Selbstentscheidern wiederum bilden die Kunden der Online-Broker. Diese investieren mehrheitlich in Hebel-, Discount- und Indexzertifikate und benutzen die Papiere insbesondere zum Traden. Dabei halten sie die einzelnen Zertifikate im Durchschnitt weniger als einen Monat im Depot. Das unterschiedliche Anlageverhalten dieser Gruppen korrespondiert mit ihrem Informationsverhalten. So ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DZ Bank zwar, dass immerhin 75 % aller deutschen Privatanleger noch Tageszeitungen als Informationsquelle zum Thema Geldanlage nutzen. Dagegen informiert sich nur knapp die Hälfte auch über das Internet. Für die Selbstentscheider aber ist das Internet die wichtigste Quelle für Finanzinformationen. Die Steinbeis Hochschule Berlin ermittelte, dass zwar noch rund 55 % von ihnen auch Tageszeitungen für Finanzinformationen nutzen, aber über zwei Drittel der Selbstentscheider greifen auf Internet-Finanzportale zu. Mehr als die Hälfte nutzt Websites von Produktanbietern, kaum weniger Webangebote der Online-Broker, über ein Drittel Online-Foren, und immerhin nahezu 20 % informieren sich über soziale Netzwerke. Noch deutlicher wird die Dominanz des Internets als Informationsmedium, wenn man ausschließlich die Kunden von Online-Brokern betrachtet. So recherchieren beispielsweise alle Kunden der Online-Broker, die Zertifikate kaufen, über diese vorab im Netz, ermittelte die Steinbeis Hochschule. Dagegen nutzt lediglich etwas mehr als ein Viertel dieser Gruppe auch die Printmedien als Informationsquelle. Umfassende Informationen Warum das Internet für die Selbstentscheider so wichtig ist, liegt auf der Hand: Es bietet ihnen aktuell und umfassend die Informationen, die sie für ihre Zertifikate-Geschäfte benötigen; beispielsweise die Kennzahlen der Produkte, Kurse oder auch Informationen zum Emittenten. Printmedien sind hier außen vor. Dieses unterschiedliche Informationsverhalten müssen gerade auch die Produktanbieter berücksichtigen. Sie können damit punkten, wenn sie ihre Informationsangebote im Internet sowohl auf die Interessen der Selbstentscheider als auch auf die der Beratungskunden ausrichten. Die DZ Bank hat auch des- Fortsetzung Seite B 7 Zugang für alle Marktteilnehmer ermöglichen müssen. Und es gibt uns auch vor, dass wir dafür sorgen, dass unser Handel transparent ist. Gerade für den privaten Anleger ist die Transparenzfrage unmittelbar mit der Flut neuer Produkte verbunden, denn auch die internationale Finanzkrise mit dem Lehman-Debakel hat die Innovationsfreude nur vorübergehend getrübt. Ob Derivate, Zertifikate oder ETF der Anleger möchte auch diese wie gewohnt kaufen und verkaufen können. Diese Nische ist von den großen Aktienbörsen vernachlässigt worden, wir haben sie besetzt. Als natürliche Konsequenz stellt der Aktienhandel für die Börse Stuttgart nicht mehr das dominierende Element dar. Im Mittelpunkt stehen zunehmend eher andere Segmente wie Zertifikate, Anleihen, ETF und Fonds, die immer größere Umsätze generieren und damit letztendlich auch viel mehr private Anleger glücklich machen. Daneben hat die Börse Stuttgart das sogenannte Stuttgarter Marktmodell eingeführt. Hierzu gab es damals keine realistische Alternative. Wenn wir wie andere Börsen einfach so weiter gemacht hätten, nämlich sich im Wesentlichen auf den Wertpapierhandel zu beschränken, dann wären wir längst in ein Stadium völliger Bedeutungslosigkeit gegenüber den Haupthandelsmärkten gefallen. Durch diesen Schachzug haben wir dem ehemaligen Makler eine neue Funktion zugewiesen, nämlich die des Quality-Liquidity-Providers (QLP), was an anderen Börsenplätzen nicht passiert ist. Der Erfolg gab und gibt uns recht. Wir haben uns im Laufe der Zeit von einer Regionalbörse zu einer internationalen Spezialbörse entwickelt. Rückblickend gibt es keine Zweifel: Die Entscheidung einer Vereinigung von Börse und Maklern ist der Trigger gewesen, der Auslöser für die Erfolgsgeschichte Stuttgarts in den zurückliegenden zehn Jahren. An anderen Plätzen, so auch in Frankfurt selbst, herrschte schon damals die von der Christoph Lammersdorf Vorsitzender der Geschäftsführung, Boerse Stuttgart Holding elektronischen Vernetzung geprägte Auffassung vor, dass man Makler mit einem offenen Orderbuch im Xetra-Handel nicht mehr brauche. Aber es geht auch anders, und es geht sehr erfolgreich, wie unser Modell längst gezeigt hat und auch heute noch eindrucksvoll beweist. Über das Traditionelle hinaus Meine feste Zuversicht basiert auf dieser Weiterentwicklung der traditionellen Börse, die im Grunde nur die Transaktionserlöse als Erlösquelle hat. Stuttgart bietet u. a. mit seiner Spezialistenfunktion noch eine Zusatzdienstleistung an, bei der die Spezialisten, die sogenannten QLPs (Quality-Liquidity-Provider), die Euwax und die Baader Bank ins Risiko gehen und damit die Börse dort eine Erlösquelle besitzt, die andere Börsen nicht haben. Der Spezialist, und das ist in Stuttgart sozusagen perfektioniert worden, hat die Aufgabe, einen Käufer und einen Verkäufer zusammenzubringen. Das ist relativ leicht, wenn es sich z. B. um Dax-Werte oder um die Top-Tech-Dax-Werte handelt, weil in solchen stark beachteten Werten immer Nachfrager und Anbieter vorhanden sind. Anders verhält es sich beispielsweise bei einer Unternehmensanleihe morgens früh um 10 Uhr dem kaufwilligen Kunden stehen in diesem Papier nicht unbedingt fünf verschiedene Verkäufer mit verschiedenen Preisen mit der entsprechenden Menge am Markt gegenüber. In diesem Moment wird der Spezialist gerade bei uns besonders gefordert und übernimmt als zusätzliche Aufgabe diese hatte er auch früher auf dem Parkett wahrgenommen, den Käufer dieser Anleihe aus seinem Buch heraus zu bedienen, wenn es an ausreichenden Verkäufern fehlt. Der Spezialist hat hier also eine zeitliche Lücke bis zu dem Zeitpunkt zu überbrücken, zu dem er sich wieder eindecken kann. Das heißt, der Anleger bekommt seine Order wunschgemäß sofort ausgeführt, und die Aufgabe des Spezialisten besteht darin, sich das Material anschließend zu beschaffen. Konsequenter Ausbau Ein weiteres wichtiges Standbein ist der konsequente Ausbau der Handelsmöglichkeiten sowie der Dienstleistungspalette, mit dem deutlichen Fokus auf den Interessen des Privatanlegers. Zu den Neueinführungen der vergangenen Monate gehören unter anderem: Start neuer Ordertypen für private Anleger (Stop Limit Order, Trailing Stop Order und One Cancels Other Order). Erfolgreiche Einführung des neuen Anleihen-Mittelstandssegments Bondm. Erweiterung des Privatanleger- Service durch die Smartphone-Applikation Börse Stuttgart Mobil. Expansion des bei den Nutzern sehr beliebten Internet-Fernsehens Börse Stuttgart TV. Zudem werden wir unsere jetzt schon weit reichenden Aufklärungsund Bildungsinitiativen noch verstärken. Denn mein Credo lautet Bildung ist der beste Anlegerschutz. Dazu gehört auch eine Bewusstseinsbildung über die Rolle und Verantwortung der einzelnen Partner des Privatanlegers. Leider haben sich viele Redensarten im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert, die gerade den Nicht-Profis einen völlig falschen Eindruck von den Zusammenhängen vermitteln. Allein der Satz Ich habe mein Geld an der Börse verloren ist nicht richtig. Vielmehr müsste es heißen Ich habe mein Geld mit Aktien verloren. Um in der Wortwahl zu bleiben: Hätte der Anleger sein Geld an der Börse verloren wir hätten es gefunden und würden es ihm wieder zurückgeben. Die Börse Stuttgart hat ihr Modell in den zurückliegenden Jahren erfolgreich im Markt etabliert und wird es kontinuierlich weiterentwickeln. Eine große und großartige Aufgabe gerade weil wir für die Privatanleger da sind.

6 B6 Börsen-Zeitung Nr. 205 Sonderbeilage Sonnabend, 23. Oktober 2010 Die Produkte für den Privatanleger sollten einfach sein Funktionsweise der Zertifikate muss klar werden Spekulationsprodukte führen Nischendasein Nachfrage nach höheren Renditen verstärkt sich wieder Ingmar Alde Abteilungsleiter Sales Sparkassen Retail, BayernLB Der im vergangenen Jahrzehnt boomende Zertifikatemarkt brachte eine ungeheure Vielzahl von Finanzinnovationen hervor. Auf der einen Seite konnte die so entstandene Produktvielfalt für Privatanleger durchaus als vorteilhaft betrachtet werden: Sie erhielten die Möglichkeit, das eigene Portfolio in jeder Marktphase so zu strukturieren, wie es Wünschen und Bedürfnissen hinsichtlich Rendite und Risiko entsprach. Jedoch sorgte auf der anderen Seite die Komplexität des Marktes für eine erhebliche Unübersichtlichkeit. Letztendlich mussten Investoren Enttäuschungen hinnehmen, die sie nicht im Geringsten erwartet hatten. Die Folge war ein dramatischer Vertrauensverlust in die Produktgattung Zertifikate. Nun müssen die Emittenten umdenken, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Bevor der Zertifikatemarkt seinen Siegeszug antrat, konnten Privatanleger nur zwischen Festgeld, Sparbrief oder Kasse bzw. Aktien und Anleihen wählen; oder sie legten sich Edelmetalle in den persönlichen Safe. Darüber hinaus eint diese Produkte hinsichtlich ihrer Rendite eine gemeinsame, gravierende Einschränkung: Sie entwickeln sich nur bei steigenden Märkten positiv. Ein Privatanleger hatte keine Möglichkeit, auch bei fallenden Märkten Geld zu verdienen. Eine Absicherung gegen Rückschläge konnte nur erfolgen, indem Bestände an bereits vorhandenen Wertpapieren verkauft wurden. Eine graduelle Abstufung durch eine defensivere Ausrichtung des Portfolios gab es nicht. Hinzu kommt, dass es für Privatanleger kaum möglich war, in andere Assetklassen zu diversifizieren. Eine Investition in Rohstoffe war schlicht nicht realisierbar, vom eigenen Öltank zur Reservehaltung einmal abgesehen. In den Jahren 2000 bis 2007 begann sich das Angebot auf dem Zertifikatemarkt entsprechend zu wandeln, bis es schließlich eine extensive Vielfalt an Zertifikaten gab: Absicherungsstrategien gegen fallende Märkte wurden mit sogenannten Reverse-Zertifikaten möglich; einfache Optionsstrategien in Form von Aktienanleihen oder Discountzertifikaten erlaubten die Generierung von Zusatzerträgen oft genug war den Anlegern gar nicht bewusst, dass sie damit auch in Derivate investierten. Die Spekulation auf steigende oder fallende Rohstoffe wurde mit den verschiedensten Basketzertifikaten ein Kinderspiel, an dem sich viele Privatanleger rege beteiligten. In der Folgezeit wurden Zertifikate jedoch komplexer. Zum einen trieb der Ideenwettbewerb immer stärkere Blüten, um am Markt überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Zum anderen führten die Marktbedingungen niedrige Zinsen, niedrige Volatilitäten, hoher Renditehunger dazu, dass die Konstruktionen komplexer wurden. So sollten Bedürfnisse der Anleger, aber auch von Emittenten und Vertriebspartnern, befriedigt werden. Diese Entwicklung brachte jedoch den entscheidenden Nachteil mit sich: Kein Investor konnte mehr beurteilen oder vorausahnen, wie sich ein Produkt unter verschiedenen Marktszenarien entwickeln würde. Als zahlreiche der hochkomplexen Produktinnovationen vor allem während der Finanzkrise im Oktober 2008 nicht mehr hielten, was sie versprachen, resultierte dies in einem dramatischen Vertrauensverlust in die gesamte Produktgattung Zertifikate. Dieser Vertrauensverlust war also nicht allein das Ergebnis der Insolvenz von Lehman Brothers. Dennoch darf jetzt nicht grundsätzlich der Nutzen von Zertifikaten für Privatanleger in Frage gestellt werden. Ganz im Gegenteil. Die Frage, wofür ein Anleger Zertifikate einsetzen sollte Spekulation? Diversifikation? bleibt selbstverständlich eine individuelle Entscheidung. Aber dies setzt voraus, dass ein Investor die Verantwortung für seine Entscheidung trägt. Diese Verantwortung kann auch nicht an einen Berater abgegeben werden. Entscheidend ist: Privatanleger müssen sich darüber im Klaren sein, in welche Produkte sie ihr Geld investieren. Keine Alleskönner Es sind gerade die einfachen Produkte, die sehr aktiv gehandelt werden, gerade die Produkte, die vor ca. 15 Jahren den Zertifikatemarkt aus der Taufe gehoben haben. Hier ist es die zentrale Aufgabe des Beraters, den Kunden über Vorund Nachteile sowie die wesentlichen Produkteigenschaften zu informieren. Dies unterstützt den Kunden darin, sich intensiv mit den Produkten auseinanderzusetzen. Das bedeutet aber letztlich auch, dass der Kunde eine Einschätzung gewinnen muss, wie sich ein solches Produkt unter bestimmten Marktszenarien verhält. Um dies zu ermöglichen, sollte ein Produkt einfach konstruiert sein. Denn nur so hat ein Berater auch die Chance, die Funktionsweise eines Produktes zu erklären und dem Anleger alle entscheidungsrelevanten Informationen zu vermitteln. Dazu gehört schließlich auch die Ehrlichkeit zu akzeptieren, dass Zertifikate keine Alleskönner sind. Das Zertifikat, das in jeder Marktsituation gewinnt, kann es nicht geben und dies muss auch den Investoren klar sein bzw. klar gesagt werden. Heute ist das weit überwiegende Volumen des Zertifikatemarkts in sogenannten Anlageprodukten investiert, nämlich 99 %. Lediglich 1 % liegen in Optionsscheinen und Knockout-Produkten. Reine Spekulationsprodukte führen ein Nischendasein. Das bedeutet aber auch, dass Investoren aktuell ihren Fokus auf eine langfristige und risikobewusste Vermögensbildung richten. Zertifikate werden offenbar überwiegend zur Diversifikation eingesetzt. Es gibt bereits vielversprechende Ansätze, Diversifikationseffekte von Zertifikaten in Portfolien empirisch zu beweisen. Wichtig dabei ist vor allem, diese Effekte ex ante prognostizieren zu können. Es nützt schließlich nichts, wenn Anleger am Ende feststellen, dass ihre Markteinschätzung zwar zutreffend war, die Anlageprodukte jedoch leider falsch reagierten. Ein klassisches Beispiel hierfür sind sogenannte worst-of -Strukturen, bei denen Anleger die Wertentwicklung der schlechtesten Aktie in einem Aktienkorb ausgezahlt bekommt. Da kann sich der gesamte Korb hervorragend entwickelt haben ist ein fauler Apfel darunter, zählt dieser. Bei einem Korb von z. B. zehn Aktien ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich eine davon schlecht entwickelt, selbst wenn es alles sogenannte Blue Chips sind. Die Mitgliedschaft in einem großen Index immunisiert nicht gegen Betrug (siehe Enron) oder Bankrott (z. B. General Motors). Annähernd alle Emittenten, die heute am Markt sind, haben in der Vergangenheit derartige Produkte emittiert, sicher meist in der Überzeugung, dass die Idee funktionieren wird. Leider wurden auch sie eines Besseren belehrt. Back to the basics Solche Produktkonstruktionen waren unmittelbar nach der ersten Schockwelle der Finanzkrise nicht mehr zu sehen. Auch jetzt noch spielen diese Produkte keine nennenswerte Rolle. Jedoch hat der Markt bewiesen, dass Zertifikate eine sinnvolle Rolle im Portfolio eines Privatanlegers spielen können. Es sind gerade die einfachen Produkte, die sehr aktiv gehandelt werden, gerade die Produkte, die vor ca. 15 Jahren den Zertifikatemarkt aus der Taufe gehoben haben. Exemplarisch sind hier die bewährten Aktienanleihen bzw. Discountzertifikate genannt, die sich in ihren Funktionsweisen stark ähneln. Beide eignen sich hervorragend dazu, ein Portfolio defensiver auszurichten, besser, als dies mit den dahinterliegenden Aktien der Fall wäre. Schließlich verfügen diese Zertifikatearten über einen Risikopuffer, der gerade in fallenden Märkten Verluste abfedern kann. Diesen Risikopuffer bezahlt ein Anleger mit dem Verzicht auf Rendite in steigenden Märkten. Aufgrund der enormen Vielzahl von Emissionen gerade bei diesen Zertifikategattungen kann ein Investor dabei genau sein präferiertes Chance-Risiko-Profil realisieren. Gleiches gilt für die zurzeit sehr gefragten Garantiezertifikate. Auch sie eignen sich zum langfristigen Vermögensaufbau. Anlegern muss jedoch bewusst sein, dass mit diesen Produkten keine hohen Renditen erzielt werden können. Denn der einfache Zusammenhang hohe Renditen gehen einher mit hohem Risiko gilt noch immer. Und diese Regel kann auch keine noch so abstruse Produktkonstruktion, resultierend aus dem Streben nach immer höheren Gewinnen bzw. Renditen, außer Kraft setzen. Emittenten müssen lernen, mit diesen neuen Marktbedingungen umzugehen. Denn eine geringe Produktkomplexität bedeutet zwangsläufig einen (weiteren) Rückgang der Margen. Vertriebspartner müssen sich an niedrigere Provisionen gewöhnen, und das bei ständig steigenden Anforderungen an die Beratung. Der Lernprozess wird jedoch beiderseits, also beim Anbieter wie beim Endkunden, durchlaufen werden müssen. Anleger haben in den vergangenen zwei Jahren erfahren, dass höhere Renditen fast zwangsläufig mit höheren Risiken einhergehen. Gerade im jetzigen Niedrigzinsumfeld ist jedoch bereits wieder eine verstärkte Nachfrage nach höheren Renditen spürbar. Berater werden also sehr stark darauf abstellen müssen, Anleger über diese Zusammenhänge aufzuklären, ohne Ängste zu schüren. Nur wenn beide Seiten ihre Verantwortung wahrnehmen, der Berater für seine Aufklärungspflicht, der Anleger für seine Anlageentscheidung, kann in dieser Beziehung das nötige Vertrauen zurückgewonnen werden. Der Handel mit Hebelprodukten ist im Prinzip ganz einfach private Anleger sollten per saldo mehr Gewinne erzielen als Verluste erleiden. Diesen Allgemeinplatz kann man auch als Ziel interpretieren und dann in zwei Dimensionen des Handelsalltags konkretisieren. Einerseits können Anleger ihre Verluste konsequent begrenzen; dazu gehört zwingend, die Risiken aktiv zu steuern und im Griff zu behalten. Das vermeidet Fehler, und wer zu oft Fehler macht oder aus seinen Fehlern nichts lernt, verliert schnell sein Kapital. Erfolgreich handeln heißt daher vor allem: im Geschäft bleiben. Die Verluste begrenzen. Und sich von dem Gedanken verabschieden, mit einem Trade ein Vermögen verdienen zu können. Andererseits sollte das Agieren auf der Gewinnseite derart optimiert werden, dass Gewinntrades nicht wieder zu Verlusttrades werden. Dabei spielt die Häufigkeit der Gewinntrades nicht unbedingt eine Rolle. Insofern lautet die Botschaft dieses Beitrages, dass sich aktive Investoren vor allem mit dem Management der Risiken befassen sollten. Für jeden Anleger, der sich entschieden hat mit Hebelprodukten zu handeln, sind die Vorbereitungen elementar. Denn eine eigene Handelsstrategie ist Gold wert. Nur so lässt sich mit kühlem Kopf und systematisch agieren. Idealerweise wird Aktive Investoren sollten vor allem das Risiko managen Vorbereitungen sind beim Handel mit Hebelprodukten elementar Mit kühlem Kopf systematisch und diszipliniert agieren Heiko Weyand Direktor Marketing Retail Products bei HSBC Trinkaus &Burkhardt eine solche Handelsstrategie schwarz auf weiß ausformuliert. Das hat den Vorteil, dass Anleger sich selbst einen fest definierten Handlungsrahmen schaffen, der diszipliniertes Handeln ermöglicht und selbst gemachte Fehler gnadenlos aufzeigt. Besonders in hektischen Marktphasen sind solche Regeln als Wegweiser nützlich. Doch Disziplin ist nicht nur in Zeiten fallender Kurse eine Tugend. Insbesondere infolge vermehrter Erfolge und steigender Gewinne sollte Disziplin und die Reflexion der Erfolgstrades ein treuer Begleiter sein. Wichtig für den Aufbau einer solchen Handelsstrategie ist, sich zunächst zu entscheiden, wie viel Kapital für die spekulative Geldanlage im Vergleich zum langfristigen Investment bereitgestellt wird. Zweitens ist zu definieren, wie viel Risiko pro Tradingposition eingegangen werden soll: Die einschlägige Literatur nennt oft rund 1 % des Tradingkapitals je Engagement als Risiko zu definieren, manchmal auch 2 %. Darüber hinaus können Anleger das Gesamtrisiko in Prozent des Gesamtkapitals bestimmen. Wer also 2 % je Trade riskieren möchte und sein Gesamtrisiko bei 10 % begrenzt, der darf insgesamt nur fünf Positionen eingehen. Drittens ist festzulegen, in welchem Markt man aktiv sein möchte und wie die Marktmeinung exakt aussieht. Zu dieser Vorgehensweise gehört dann selbstverständlich ein Plan B, der mögliche Verluste immer dann begrenzt, wenn die umgesetzte Marktmeinung nicht aufgeht. Unter dem sogenannten Money Management versteht man alle Methoden zur Steuerung des Kapitaleinsatzes, der Positionsgröße und damit der Risikokontrolle. Insofern ist es wichtiger, das Risiko zu kontrollieren, als sich stur auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu konzentrieren. Entscheidend für das Management eines Engagements ist eben die Erkenntnis, dass die Risikokontrolle nach dem Kauf eines Wertpapiers die einzige Möglichkeit ist, auf sich verändernde Märkte zu reagieren. Die Stellräder für die Steuerung der Position stellen somit Klassiker wie Stop-Loss-Orders dar, ganz gleich, ob auf der Gewinn- oder Verlustseite. Sind diese grundlegenden Dinge in einer Handelsstrategie definiert, geht es als nächstes um die Vorbereitung zum (ersten) Trade. Wer gemäß seiner Markteinschätzung einige passende Produkte gefunden hat, sollte die Stammdaten direkt auf der Webseite des jeweiligen Emittenten überprüfen. Denn immer wieder gibt es Fälle, in denen unabhängige Websites andere (falsche) Stammdaten zu einem Wertpapier darstellen als der Emittent selbst. Bei der hohen Anzahl bestehender Produkte können auch die Kosten der Produkte verglichen werden. So weichen bei Knock-out-Produkten unterschiedlicher Anbieter beispielsweise die Finanzierungskosten und -margen stark voneinander ab, so dass bei einer Haltedauer von mehreren Tagen und Wochen beträchtliche Renditenachteile entstehen können. Diese sind umso höher, je länger Investoren ein Knock-out- Produkt halten. Stop-Loss-Limit setzen Im Sinne eines Money Managements ist es also zunächst wichtig, mögliche Verluste durch Stop-Loss- Kurse zu begrenzen und das Tradingkapital zu schützen. Dies gilt insbesondere für Hebelprodukte, die keine Stop-Loss-Schwelle besitzen. Erfolgreiche Trader definieren daher vor dem Erwerb, bis zu welchem Punkt sie bereit sind, Verluste zu tragen, und setzen direkt beim Erwerb ein entsprechendes Stop-Loss-Limit. Der Wert des Limits kann zum Beispiel bei Turbo-Optionsscheinen mit und ohne begrenzter Laufzeit nach folgender Formel näherungsweise bestimmt werden: neuer Innerer Wert plus altes Aufgeld. Allerdings wird mit dieser Formel nur ein ungefährer Geldkurs ermittelt. Die Formel gilt nicht für die Berechnung eines exakten neuen Geldkurses, da sich das Aufgeld bei außerordentlichen Kursbewegungen auch verändern kann. Übrigens kann ein Verkaufslimit auch für ein Erreichen einer Kursmarke auf der Gewinnerseite definiert werden. Unter ständiger Beobachtung Nach dem Kauf eines Knock-out- Produkts sollten Anleger dieses sowie den Basiswert auf jeden Fall ständig beobachten. Dazu gehört auch, während der Haltedauer die Nachrichten zum jeweiligen Basiswert zu verfolgen, um so die Gültigkeit der eigenen Marktmeinung hinterfragen zu können. Emittenten wie z. B. HSBC Trinkaus bieten auf ihrer Webseite eine Watchlist an, in der aktive Anleger ihre Wertpapiere aufführen können. Die Watchlist informiert sie über SMS, sobald bestimmte Kursmarken erstmalig erreicht worden sind. Damit werden Trader kostenlos auf sehr komfortable Weise über relevante Kursbewegungen informiert. Entwickelt sich der Basiswert in der erwarteten Richtung, ist es sinnvoll, die Stop-Kurse regelmäßig nachzuziehen. Beliebte Anhaltspunkte für die Festlegung der Stopps im Basiswert bieten Instrumente aus der Technischen Analyse: beispielsweise zyklische Tiefs einer zurückliegenden Zeitperiode oder charttechnische Widerstände. Mittlerweile existieren im außerbörslichen Handel oder auch im börslichen Handel bei comdirect noch intelligentere Limit- Funktionen. Bei Trailing-Stop-Loss- Orders wird sofern z. B. der Kurs eines Calls steigt das ursprünglich definierte Stop-Loss-Limit automatisch nach oben nachgezogen und verharrt ansonsten auf seinem Niveau. Entwickelt sich der Basiswert dann nicht in der erwarteten Richtung und berührt den Limitkurs, wird die Limitorder zur Marketorder und dann ausgeführt. Gerade bei Hebelprodukten gelten einige besondere Regeln. So ist es umso wichtiger, den Basiswert und das gehandelte Wertpapier im Verlaufe des Engagements dauerhaft zu beobachten. So sind die Handelszeiten und die Knock-out-Zeiten eines Hebelproduktes wichtig. Denn Knock-out-Ereignisse können grundsätzlich während der gesamten Handelszeit des Basiswertes eintreten. Für Dax-Werte ist das zwischen 9 und 17:30 Uhr. Außerbörslich können Produkte auf diese Aktien sogar darüber hinaus, nämlich von 8 bis 22 Uhr gehandelt werden. Allerdings gibt es Basiswerte, die nahezu rund um die Uhr gehandelt werden, was bedeutet, dass sie auch rund um die Uhr und außerhalb der Handelszeiten des Emittenten ausknocken können. Beispiele dafür sind Währungspaare wie z.b. Euro / Dollar und Rohstoffe wie z. B. Rohöl- oder Gold-Futures. Eine Besonderheit stellen X-Turbos dar, denn für sie gilt vor- und nachbörslich von 8 bis 9 Uhr und von ca. 17:45 bis 22 Uhr der X-Dax als maßgeblich für das Schwellenereignis, während der Börsenhandelszeit aber der Xetra-Dax. Vor Fälligkeit verkaufen Aktive Anleger sollten auch die Möglichkeit eines vorzeitigen Verkaufs der Produkte mit einbeziehen anstatt sie fällig werden zu lassen. Für diese Entscheidung können Anleger die Höhe des Aufgeldes von Hebelprodukten den für einen vorzeitigen Verkauf anfallenden Transaktionskosten gegenüberstellen. So werden Turbo-Optionsscheine bei Fälligkeit oftmals automatisch ausgeübt; Anleger erhalten dann den inneren Wert auf ihr Depot ausgezahlt. Dabei fallen üblicherweise keine Transaktionskosten der Depotbank an. Das Aufgeld geht Anlegern dann also bei Fälligkeit verloren, da ja nur der innere Wert ausgezahlt wird. Vor diesem Hintergrund kann es sich für Anleger lohnen, Hebelprodukte auch unmittelbar vor Fälligkeit zu verkaufen. Dadurch erhalten Anleger inneren Wert und Aufgeld zurück, müssen dafür allerdings die Transaktionskosten tragen, die ihnen ihre Depotbank in Rechnung stellt. Dies lässt sich in einem Beispiel veranschaulichen: Angenommen, ein Turbo-Optionsschein auf den Dax mit einem Basiskurs von Punkten hat zwei Tage vor Fälligkeit bei einem Dax-Stand von Punkten einen Geldkurs von 2,32 Euro. Zur Fälligkeit würde der Insbesondere infolge vermehrter Erfolge und steigender Gewinne sollte Disziplin und die Reflexion der Erfolgstrades ein treuer Begleiter sein. Anleger bei unverändertem Dax- Stand den inneren Wert in Höhe von 2,10 Euro erhalten (( ) x 0,01). Verkauft der Anleger hingegen den Schein vor Fälligkeit, erhält er 2,32 Euro. Folglich müsste der Dax zur Fälligkeit also 22 Punkte höher notieren, um einen identischen Betrag zu realisieren. Allerdings kommen dem Anleger die 2,32 Euro aufgrund der Transaktionskosten nicht vollständig zugute. Diese Überlegungen sind nur sinnvoll, wenn sie rechtzeitig geschehen und der letzte Handelstag nicht verpasst wird. Anleger, die ein Hebelprodukt bis kurz vor Fälligkeit halten und dann erst verkaufen wollen, sollten sich mindestens zwei Wochen vor Fälligkeit über den letzen Handelstag und die Uhrzeit informieren, bis zu der das Produkt veräußert werden kann.

7 Sonnabend, 23. Oktober 2010 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 205 B7 Vollautomatisch Zertifikate und Aktienanleihen massschneidern Customizing und Servicequalität als Differenzierungsmerkmal Markterwartungen punktgenau umsetzen Einfache und transparente Kostenstruktur Trotz Immobilien- und Finanzkrise und anhaltender Verunsicherung bei Investoren sind Zertifikate und Aktienanleihen inzwischen feste Bestandteile bei vielen vermögenden Privatkunden. Vor allem Vermögensverwalter und professionelle Anleger schätzen die hohe Flexibilität dieser Finanzinstrumente im Portfoliokontext. Begleitet wird das aktuelle Marktumfeld von anhaltend historisch tiefen Zinsen. Berater und Anleger suchen dringend nach Alternativen, um diesem Niedrigzinsumfeld entfliehen zu können. Zertifikate und Aktienanleihen bieten sich hierfür an, da sie für individuelle Chance-Risiko-Profile attraktive Renditen über dem risikolosen Zinsniveau bieten können. Mit Discount- Zertifikaten und Aktienanleihen auf ausgewählte Unternehmen können Anleger in der aktuellen Marktphase interessante Seitwärtsrenditen und Kupons generieren. Ausgehend von einer fundierten Aktien-Analyse und Marktmeinung kommen Zertifikate und Aktienanleihen häufig zum Einsatz, da sie Anlegern erlauben, Basispreis und Anlagehorizont individuell zu wählen und somit ein besseres Chance-Risikoprofil abzubilden als mit einem Direktinvestment in die Aktie. Hohe Innovationskraft, rege Emissionstätigkeit und ein rasches Reagieren auf Marktbewegungen decken ein breites Spektrum an Kundenbedürfnissen ab, aber nicht je- Web Fortsetzung von Seite B 5 halb 2009 mit Eniteo.de ein Derivate-Portal gestartet, das ein sehr breites Informationsspektrum für beide Zielgruppen abdeckt. Eniteo.de und auch andere Portale sind allerdings nur ein erster Schritt, um dem zukünftigen Informations- und Orderverhalten der Anleger gerecht zu werden. Dabei ist zwar damit zu rechnen, dass die Art der Informationsbeschaffung beider Gruppen sich immer mehr angleichen wird und auch die traditionellen Anleger noch stärker als bisher das Internet nutzen werden. Die Anlagepräferenzen werden sich aber weiterhin unterscheiden. Folgerichtig wird das künftige Web-2.0-Bankingangebot für die Selbstentscheider deutlich anders ausfallen als für die breite Masse der Anleger. Davon werden insbesondere auch die aktuell bis zu Heavy Trader unter den Privatanlegern profitieren, die es in Deutschland gibt. Handeln wie die Profis Die Selbstentscheider werden künftig die Möglichkeit erhalten, Wertpapiere über professionelle Handelsplattformen unter ähnlichen Bedingungen zu handeln wie institutionelle Trader. Dies impliziert einen kompletten Marktüberblick, eine sekundenschnelle, kostengünstige Orderausführung und den Zugang zu Research auf institutionellem Niveau. An solchen Plattformen arbeiten mehrere Anbieter, darunter auch die DZ Bank. Selbstentscheider können über ein Portal dann alle börsennotierten Wertpapiere handeln und darüber hinaus OTC auch DZ-Bank- Produkte. Für alle anderen Privatanleger werden sich neutrale Full-Service- Plattformen herauskristallisieren. Diese werden alles bieten, was Investoren für eine umfassende Information benötigten. Dazu zählen auch Social Communities mit konkreten Tipps anderer Privatanleger oder Blogs. Gerade der Meinungsaustausch unter den Anlegern wird dabei umso wichtiger, je stärker die derzeit junge Generation in das Thema Wertpapierinvestment hineinwächst. Schon heute wickeln die Unter-30-Jährigen einen großen Teil ihrer privaten Kommunikation wie selbstverständlich über Facebook & Co. ab. Und schon bald dürfte dies auch für geschäftliche und finanzielle Kommunikation dieser und aller nachfolgenden Generationen gelten. Als Folge daraus werden die Social-Community-Plattformen zu wesentlichen Gatekeepern beim Thema Finanzinformationen. Im positiven Fall werden sie damit Besucherströme auf einzelne Produkte oder Finanzplattformen lenken, im negativen werden sie diese davon fernhalten. des. Denn Anlagebedürfnisse, Markterwartungen, Risikoprofile und Renditeerwartungen sind so individuell wie die Anleger selbst. Der Markt für Vermögensverwaltung und Private- Banking-Dienstleistungen ist hart umkämpft. Auf vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren zugeschnittene Anlagelösungen werden immer gefragter. Neben der Beratungsleistung selbst werden Prozessqualität und Serviceleistungen immer wichtiger. Zahlreiche Berater setzen hier gezielt an und versuchen, sich über herausragende Serviceleistungen vom Mitbewerb abzugrenzen. Interaktive Handelsplattform Kundenberater haben mit Hilfe von elektronischen Plattformen die Möglichkeit, für ihre Kunden selbst maßgeschneiderte Produkte zu entwerfen, online zu simulieren und zu handeln. Um diesen vielfältigen Bedürfnissen der Anleger gerecht zu werden, können Kundenberater nun selbst die Zügel in die Hand nehmen und für ihre Kunden maßgeschneiderte Produkte entwerfen. Die Bank tobel Europe AG bietet mit deritrade eine solche interaktive Handelsplattform an. Diesem Tool liegen eine Vielzahl an Basiswerten, Anlageklassen und Strukturen zugrunde. Finden statt Suchen lautet der Ansatz dieser Plattform. Manchmal ist weniger mehr. Der Zertifikatemarkt in Deutschland mit seinen Die klassischen Bankenplattformen werden an Bedeutung verlieren, es sei denn, es gelingt ihnen, sich selbst als neutrale Informationsanbieter und Händler zu positionieren. Dies muss den Banken ebenso klar sein wie die Tatsache, dass sich das Thema Finanzen weg vom heimischen PC in den öffentlichen Raum verlagern wird. Je mehr die Menschen über Smart Phones oder auch ipads ins Internet gehen, desto stärker werden sie über diese Geräte auch Finanzinformationen abrufen und Wertpapiere handeln. Im Zusammenhang mit all dem stellt sich auch die Frage neu, über welche Wege die klassischen Kunden Wertpapierkäufe tätigen. Höchstwahrscheinlich wird sich das Ordervolumen zumindest teilweise auf neutrale Plattformen verlagern. Und zwar selbst dann, wenn diese von klassischen Informationsanbietern wie z. B. Zeitungen betrieben werden. Warum beispielsweise sollten nicht die Nutzer eines Zeitungsportals über einen Link in Artikeln oder Musterdepots direkt ein Wertpapier kaufen können? Die Akzeptanz der Kunden dafür wäre vermutlich da. Wie die Entwicklung konkret verlaufen könnte, macht die Reisebranche vor. Dort existieren bereits Plattformen, auf denen neutrale Informationen, Social Communities, Reiseverkauf und diverse Extra-Dienste einträchtig nebeneinander existieren. Wer will, kann hier jedes noch so kleine Detail abfragen, ehe er dann tatsächlich eine Reise bucht. Die klassischen Bankenplattformen werden dagegen an Bedeutung verlieren, es sei denn, es gelingt ihnen, sich selbst als neutrale Informationsanbieter und Händler zu positionieren. Schon allein aus Wettbewerbsgründen müssten sie sich dafür auch für Konkurrenten öffnen. Die Entwicklung, die vor 16 Jahren begonnen hat, wird damit weitergehen. Fest steht dabei, dass sich das Wertpapiergeschäft der Zukunft grundlegend von dem heutigen unterscheiden wird. Erfolgreich werden nur die Anbieter und die Informationsprovider sein, die die Kundenwünsche am besten antizipieren und ihr Online-Geschäftsmodell konsequent am Kundennutzen ausrichten. Dafür sind bei allen Playern vor allem zwei Dinge nötig: die Bereitschaft um- und die Bereitschaft weiterzudenken. knapp Produkten überfordert viele Kunden. Oftmals ist es einfacher und transparenter für Berater, selbständig Produkte zu identifizieren, die ihrem Chance-/Risikoprofil entsprechen. Die Emittenten von strukturierten Produkten sind bestrebt, dem Anlageberater mit einer umfassenden Produktpalette und mit geeigneten Hilfsmitteln für die Auswahl des Heiko Geiger Leiter Public Distribution Deutschland bei Bank tobel Europe richtigen Produktes die Aufgabe zu vereinfachen. Und genau hier kommt deritrade ins Spiel: Der Anlageberater wählt nicht aus einer beschränkten Auswahl Produkte aus, sondern setzt bei dieser elektronischen Plattform die Parameter des Produktes wie zum Beispiel Basiswert, Laufzeit, Marge, Höhe des Kapitalschutzes etc. gleich selber fest. Auf diese Weise gelingt es dem Berater, die Markterwartungen gezielt umzusetzen und das Risikoprofil individuell auf seinen Kunden anzupassen. Die Plattform ist aber auch ein hilfreiches Instrument, um dem Kunden einfach und in Echtzeit aufzuzeigen, welchen Einfluss welcher Parameter auf die Renditemöglichkeit, aber auch auf das Risiko hat. Arbeitet der Berater zum Beispiel mit einer Aktienanleihe, so erkennt er sofort, wie z. B. die Kupon- Zahlung variiert, wenn er etwa die Höhe der Barriere verändert, oder welche Laufzeit er wählen muss, wenn ein bestimmtes Renditeziel erreicht werden soll. Sind die richtigen Parameter gesetzt, verfügt der Anlageberater mit einem Klick über ein Angebot in Form eines Termsheets. Der Berater kann dieses Termsheet ins Beratungsgespräch integrieren und dem Kunden anhand seines eigenen Produktes weitere Erklärungen und Informationen abgeben. Ein solcher Beratungsprozess fördert beim Privatkunden mitunter auch die Verständlichkeit der Funktionsweise dieser Produkte und hilft sowohl Chancen als auch Risiken der jeweiligen Anlagelösung richtig zu beurteilen. Den Anleger in den Gestaltungsprozess zu integrieren, erhöht auch die Transparenz und das Verständnis für das Finanzinstrument. Entscheidet sich der Anleger dann für das simulierte Produkt, reicht in der Regel ein weiterer Mausklick, und die Aktienanleihe wird verbrieft. Dazu gehört die automatische Generierung eines Termsheets, die Zuweisung einer WKN und das automatische Handeln der Aktienanleihe. Für jedes emittierte Zertifikat und Aktienanleihe wird täglich auf der Webseite der Bank ein aktualisiertes Factsheet erstellt, welches während der Laufzeit über aktuelle Parameter, verbleibende Chancen und Risiken informiert. Die Konditionen des konstruierten Produktes schließen alle Kosten und Gebühren für den Kunden ein. Bei der Eingabe der gewünschten Produktkonstellation werden neben den Marktparametern weitere Informationen angefragt. So gibt der Berater zum Beispiel ein, welches anfängliche Anlagevolumen er beabsichtigt, in das Produkt zu investieren, und welche Marge er im Preis Die Automatisierung bei der Erstellung von strukturierten Produkten wird weiter voranschreiten und wird gerade für Emittenten, welche sich im Geschäft mit Privatbanken und Vermögensverwaltern behaupten wollen, entscheidend sein. abgebildet haben möchte. Alle diese Elemente haben natürlich einen Einfluss auf den Preis und damit auf die Produktkonditionen. Weil der Berater diese aber selber steuern kann, hat der Kunde den Vorteil, dass die Kostenstruktur einfach und transparent nachvollziehbar ist. Der Kundenberater hat jederzeit die Möglichkeit online zu simulieren und zu vergleichen. So wird die Transparenz bei der Preisstellung gefördert und trägt zum besseren Produktverständnis seitens der Anleger sowie zu einer höheren Kundenzufriedenheit bei. Auch die Echtzeit-Dokumentation in Form tagesaktueller Factsheets erhöht die Serviceleistungen des Kundenberaters und sorgt für zusätzliche Transparenz. Ist das Produkt einmal emittiert, beginnt der Sekundärmarkt, welche die meisten Anbieter analog dem Sekundärmarkt für öffentliche Produkte gestalten. Die Handelbarkeit ist somit gewährleistet. Die Zukunft ist elektronisch Die Automatisierung bei der Erstellung von strukturierten Produkten wird weiter voranschreiten und wird gerade für Emittenten, welche sich im Geschäft mit Privatbanken und Vermögensverwaltern behaupten wollen, entscheidend sein. Das Angebot wird laufend durch neue Produktstrukturen und Basiswerte erweitert. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Services um das Strukturierungstool herum. Volatilitätsübersichten, Sektortabellen, innovative Suchmöglichkeiten und Watchlisten runden das Angebot ab und erhöhen den Servicelevel für den Berater und den Privatkunden. Anlageberater erhalten somit ein professionelles Hilfsmittel, welches ihnen die tägliche Arbeit bei der Produktsuche enorm erleichtert. Eine elektronische Plattform ist eine Form von Dienstleistung, die auf der einen Seite weitreichende Investitionen in die Infrastruktur voraussetzt, auf der anderen Seite aber entscheidende Vorteile im Wettbewerb bringen kann. Bis heute gibt es nicht mal eine Handvoll Anbieter im deutschen Markt, welche solche Plattformen anbieten.

8 B8 Börsen-Zeitung Nr. 205 Sonderbeilage Sonnabend, 23. Oktober 2010 Anlage-Zertifikate haben wieder den Weg in die Depots der Anleger gefunden. Insbesondere Bonus-Zertifikate werden in den letzten Wochen verstärkt nachgefragt. Obwohl die Finanzkrise gezeigt hat, dass die Risiken nicht nur theoretischer Natur sind. Die Anlage in Zertifikaten hat in den vergangenen Jahren sehr rasch an Popularität gewonnen. Zu Recht. Schließlich helfen die derivativen Anlageprodukte, Portfolios sinnvoll zu diversifizieren, und erlauben auch Privatanlegern, mehr und mehr in Bereiche des Kapitalmarktes vorzudringen, die lange Zeit nur den Profis offenstanden. Aktuelle Zahlen des Deutschen Derivate Verbands (DDV) verdeutlichen sehr gut, dass der Zertifikatemarkt fast wieder zu seiner alten Größe zurückgefunden hat. 16 Mitglieder des DDV konnten allein im Juli dieses Jahres für Deutschland ein Open Interest von 96,20 Mrd. Euro für den Bereich Zertifikate melden. Beliebte Produkte Entscheidenden Anteil an dem Siegeszug hatten vor Ausbruch der Finanzkrise die seit 2003 erhältlichen Bonus- und Teilschutz-Zertifikate. Barrieren sind Fluch und Segen zugleich für Zertifikate Ansprechende Risikoprofile im Vergleich zu Direktinvestments Verständliche Funktionsweise Attraktives Auszahlungsprofil Christine Romar... Head of Privalto Deutschland und Österreich BNP Paribas Sie gehörten neben den Discount- Zertifikaten zu den beliebtesten Produkten und machten gut 20 % des investierten Gesamtvolumens (18,17 Mrd. Euro) aus. Aktuell ist der Anteil der Bonus-Zertifikate deutlich geringer (5,2 Mrd. Euro, das entspricht einem Marktanteil von 5,4 %). Jedoch kann man in den letzten Monaten einen deutlichen Anstieg in den Umsätzen vermerken. Das liegt zum einen an den ansprechenden Risikoprofilen, die sie im Vergleich zu einem Direktinvestment bieten. Denn bei keinem anderen Produkt ist man mit einem derart großen Sicherheitspolster zur ungeteilten Partizipation an steigenden Kursen berechtigt. Zum anderen ist die einfach verständliche Funktionsweise neben dem attraktiven Auszahlungsprofil mit Sicherheit einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Bonus-Zertifikaten. Die heftigen Kursrückgänge seit Ausbruch der Finanzkrise und damit verbunden einem der härtesten Stresstests der vergangenen Jahrzehnte an den Finanzmärkten haben die Investoren unsanft an die Wichtigkeit von Schutzmechanismen bei der Geldanlage erinnert. Aufgrund der starken Entwicklung seit 2003 wurde dieser Aspekt nur allzu gerne verdrängt. Obwohl in der Praxis der absoluten Höhe des Puffers durchaus ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zukommt, wurde bis dato auf die Qualität der unterschiedlichen Puffer zu wenig geachtet. Wenngleich sie es sind, die gerade am Laufzeitende einen gravierenden Unterschied bei der Auszahlung ausmachen können. Die Anleger erlagen dem systematischen Bias, dass wohl keiner der großen Dax-Konzerne 30, 40 oder gar 50 % an Wert verlieren könnte. Und so versperrte die Chance auf mögliche Traumrenditen und Prosperität nicht selten die nüchterne Sicht auf die Dinge. Die Maxime Sicherheit vor hohem Gewinn wurde ins Gegenteil verkehrt, und so wurde aus dem in der Wissenschaft gerne zum homo oeconomicus stilisierten Menschen der homo ludens der spielende Mensch. Dass dies besonders an der Börse häufig schiefgeht, wusste schon André Kostolany, der sagte: An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil. Als Katastrophe empfunden So kam es dann auch. Immerhin die Hälfte der Dax-, MDax- und TecDax-Unternehmen notierte während des Januar-Crashs 2009 um...und Grégoire Toublanc Head of Retail Listed Products, BNP Paribas 30 % unter dem Kurs des Vorjahres. Ergo, ein Großteil der Risikopuffer war mit einem Schlag pulverisiert. Im Umkehrschluss bedeutet dies für den Zertifikate-Inhaber, dass alle Boni verloren sind und die Anlage ab diesem Zeitpunkt einem Delta 1 - bzw. Direktinvestment abzüglich der Dividenden entspricht. Das wiederum steht konträr zu der intendierten Anlage- und Risikostrategie. Ein weiterer Punkt kommt hinzu: Der Barrierebruch mit seinen Folgen wird von Anlegern meist als finanzielle oder gar persönliche Katastrophe empfunden. Obwohl ein Direktinvestment keinen großen Performance-Unterschied gemacht hätte, neigen die Anleger dazu, Zertifikate per se zu verurteilen und nicht mehr als Anlageinstrument zu nutzen. Folglich muss es das Anliegen der Emittenten sein, das Vertrauen in die Produkte zu stärken und gerade der Ausgestaltung und Auswahl der Risikopuffer eine tragende Rolle bei der Produktentstehung zukommen zu lassen. Wie man auf veränderte Marktbedingungen speziell in diesem Bereich reagieren kann, zeigen die aktuellen Produkte von BNP Paribas. Deutlich wird dabei, welche außerordentliche Relevanz der Barrierenbetrachtung zukommt. In der Vergangenheit wurde die Barriere kontinuierlich betrachtet, wobei jeder intraday festgestellte Kurs relevant war. So konnte bis dato ein Produkt den Anspruch auf die Bonuszahlungen verlieren, wenn der Kurs nur an einem einzigen Tag oder im Extremfall auch nur für wenige Sekunden die Barriere berührt oder unterschritten hat. So ähnlich lief es vor kurzem für Besitzer von Zertifikaten auf die Daimler AG. Seit dem Hoch vom 25. Oktober 2007 verlor der Automobilkonzern mehr als die Hälfte seines Wertes. Die Aktie unterschritt dabei an nur zwei Handelstagen jeweils kurz die für einige Bonus-Produkte relevante Schwelle von 36 Euro, nur um direkt im Anschluss wieder bis auf 43,80 Euro zu steigen. Ohne Zweifel sehr ärgerlich. Ebenso ernüchternd wäre es gewesen, wenn man ein Multi-Bonus-Zertifkat auf den fiktiven Korb bestehend aus Daimler, Volkswagen und Kali + Salz besessen hätte. Dann nämlich erkennt man die Grausamkeit des Worst of -Mechanismus und der geringen Korrelation der Basket-Werte. Im gleichen Zeitraum, in dem Daimler 55 % verlor, gewannen VW 17 % und K + S sensationelle 152 % an Wert. Da man bei einem Barrierenbruch long auf die schlechteste Aktie ist, hätte man nichts von den Wertzuwächsen der beiden anderen Aktientitel und läge aktuell gut 50 % im Minus. Darüber hinaus ergibt sich durch die Struktur ein zusätzliches Risiko, nämlich, dass Daimler deutlich an Wert gewinnt, dafür aber einer der beiden anderen Titel abstürzt. Die Antworten auf die aktuellen Marktanforderungen sind so vielgestaltig wie die Probleme selbst. Folgende Ansätze existieren: 1. Die Gültigkeit der Barrieren Es ist möglich, Zertifikate mit einer Barriere auszustatten, die lediglich am Laufzeitende aktiv ist. Das heißt, allein der Schlusskurs am Bewertungstag entscheidet, ob der Bonus gezahlt wird. Diese Art der Barrierengestaltung verbirgt sich hinter dem Kürzel PlusPro, welches seit einiger Zeit die Produkttitel schmückt. Eine weitere Möglichkeit ist die Variante Partial. Dabei erfolgt die Barrierenbetrachtung ausschließlich während eines fest definierten Zeitraums von wenigen Wochen am Ende der Laufzeit. 2. Best Trigger bzw. Best of Eine ebenso neue wie sinnvolle Anpassung ist dieser Mechanismus. Hier entscheidet der Basiswert mit der besten Performance im Vergleich zu seinem Startkurs über die Auszahlung der Bonusbeträge und eine mögliche vorzeitige Rückzahlung. 3. Sammel-Mechanismus Hierbei erfolgt die Barrierenbetrachtung zwar kontinuierlich, doch zählt sprichwörtlich jeder Tag. Denn: An jedem Tag, an dem keine Barrierenverletzung auf Schlusskursbasis vorliegt, wird anteilig der Bonus angesammelt. So gefährden selbst Barrierenverletzungen nicht die Auszahlung des bereits gesammelten Kupons. Beispiel: Verletzt die Aktie der Eon AG die Barriere an 25 von 250 Handelstagen, so erhält der Anleger am Ende 90 % des vorher maximal in Aussicht gestellten Kupons. 4. Memory-Mechanismus Wie der Name erahnen lässt, speichert dieser Mechanismus sprichwörtlich alles. Schließlich können die entfallenen Bonuszahlungen an einem der folgenden Beobachtungstage zusätzlich ausgezahlt werden, wenn an diesem sämtliche Schlusskurse wieder über der jeweiligen Barriere notieren. Kein Bonus ist demnach unwiederbringlich verloren, und der Anleger kann sich folglich auch nach einer ausgedehnten Durststrecke unter Umständen noch über den maximalen Bonusbetrag freuen. Letztlich geht es um die Kunst des Möglichen. Emittenten wie BNP Paribas haben sich schnell auf den Anspruch der Anleger eingestellt und bieten mit neuen und sinnvollen Barrieremechanismen Sicherheit vor Gewinn. Gemäß der Regel There is no free lunch wird dieses überzeugende Mehr an Sicherheit, Chance und Flexibilität allerdings durch etwas geringere Renditen finanziert. Dass dies sich aber unbestritten lohnt, zeigen die vergangenen Monate.

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