Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0

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1 Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 BSI-Checkliste zur Internet-Sicherheit (ISi-Check) Version 1.0

2 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 Vervielfältigung und Verbreitung Bitte beachten Sie, dass das Werk einschließlich aller Teile urheberrechtlich geschützt ist. Erlaubt sind die Vervielfältigung und Verbreitung zu nicht-kommerziellen Zwecken, insbesondere zu Zwecken der Ausbildung, Schulung, Information oder hausinternen Bekanntmachung, sofern sie unter Hinweis auf die ISi-Reihe des BSI als Quelle erfolgen. Dies ist ein Werk der ISi-Reihe. Ein vollständiges Verzeichnis der erschienenen Bände findet man auf den Internet-Seiten des BSI. oder Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ISi-Projektgruppe Postfach Bonn Tel. +49 (0) Internet: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

3 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Funktion der Checkliste Benutzung der Checklisten Konzeption Auswahl sicherer Komponenten Konfiguration Server Betrieb Literaturverzeichnis...19 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 3

4 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

5 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe 1 Einleitung Die vorliegende Checkliste richtet sich vornehmlich an Administratoren und Sicherheitsrevisoren, die sich mit der Einrichtung, dem Betrieb und der Überprüfung von Lotus Domino Servern befassen. 1.1 Funktion der Checkliste Die Checklisten fasst die relevanten Empfehlungen der BSI-Studie Sicherer Betrieb von - Servern [ISi-Mail-Server] in kompakter Form zusammen. Sie dienen als Anwendungshilfe, anhand derer die Umsetzung der in der Studie beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen im Detail überprüft werden kann. Die Kontrollfragen dieser Checkliste beschränken sich auf produktspezifische Empfehlungen für den -Server Lotus Domino 8.0 (im weiteren Dokument als Lotus Domino bezeichnet) im Kontext des ISi-Mail-Server-Moduls. Die zur Zeit der Entstehung dieser Studie verfügbare stabile Version von Lotus Domino 8.0 diente als Basis für die folgende Checkliste. Es handelte sich dabei um Lotus Domino in englischer Sprache. Allgemeine Grundschutzmaßnahmen, die nicht spezifisch für die Verwendung von Domino sind, werden von den Fragen nicht erfasst. Solche grundlegenden Empfehlungen sind in der allgemeinen Checkliste (ISi-Check zu ISi-Mail-Client) und den BSI-IT-Grundschutzkatalogen [ITGSK] zu entnehmen. Die IT-Grundschutzkataloge bilden das notwendige Fundament für ISi-Check. Auch Prüffragen, die bereits durch die Checkliste zur BSI Studie Sichere Anbindung lokaler Netze an das Internet [ISi-LANA] abgedeckt wurden, werden hier nicht wiederholt. Die Checklisten wenden sich vornehmlich an IT-Fachleute. Die Anwendung von ISi-Check setzt vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet der IP-Netze, der Administration von Betriebssystemen und der IT-Sicherheit voraus. Die Kontrollfragen ersetzen nicht ein genaues Verständnis der technischen und organisatorischen Zusammenhänge die Konfiguration sowie dem Betrieb einer - Server-Architektur: Nur ein kundiger Spezialist ist in der Lage, die Prüfaspekte in ihrem Kontext richtig zu werten und die korrekte und sinnvolle Umsetzung der abgefragten Empfehlungen im Einklang mit den allgemeinen Grundschutzmaßnahmen zu beurteilen. Der Zweck der Kontrollfragen besteht also vor allem darin, dem Anwender bei der Konfiguration einer -Server-Architektur auf Basis von Lotus Domino 8.0 die jeweils erforderlichen Maßnahmen und die dabei verfügbaren Umsetzungsvarianten übersichtlich vor Augen zu führen. Die Checklisten sollen gewährleisten, dass kein wichtiger Aspekt vergessen wird. 1.2 Benutzung der Checklisten Der ISi-Reihe liegt ein übergreifender Ablaufplan zugrunde, der im Einführungsdokument [ISi-E] beschrieben ist. Die Checklisten des ISi-Mail-Moduls haben darin ihren vorbestimmten Platz. Vor Anwendung der Checklisten muss sich der Anwender mit dem Ablaufplan [ISi-E] und mit den Inhalten der ISi-Mail-Server Studie vertraut machen. Um die Kontrollfragen zu den verschiedenen Prüfaspekten zu verstehen und zur rechten Zeit anzuwenden, ist die genaue Kenntnis dieser Dokumente erforderlich. Die Checklisten fragen die relevanten Sicherheitsempfehlungen der Studie ab, ohne diese zu begründen oder deren Umsetzung näher zu erläutern. Anwender, die den Sinn einer Kontrollfrage nicht verstehen oder nicht in der Lage sind, eine Kontrollfrage sicher zu beantworten, können ver- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 5

6 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 tiefende Informationen in der Studie nachschlagen. IT-Fachleute, die mit der Studie bereits vertraut sind, sollten die Kontrollfragen in der Regel jedoch ohne Rückgriff auf die Studie bearbeiten können. Format der Kontrollfragen Alle Kontrollfragen sind so formuliert, dass die erwartete Antwort ein JA ist. Zusammenhängende Kontrollfragen sind soweit sinnvoll hierarchisch unter einer übergeordneten Frage gruppiert. Die übergeordnete Frage fasst dabei die untergeordneten Kontrollfragen so zusammen, dass ein Bejahen aller untergeordneten Kontrollfragen ein JA bei der übergeordneten Kontrollfrage impliziert. Bei hierarchischen Kontrollfragen ist es dem Anwender freigestellt, nur die übergeordnete Frage zu beantworten, soweit er mit dem genannten Prüfaspekt ausreichend vertraut ist oder die Kontrollfrage im lokalen Kontext nur eine geringe Relevanz hat. Die untergeordneten Fragen dienen der genaueren Aufschlüsselung des übergeordneten Prüfkriteriums für den Fall, dass sich der Anwender unschlüssig ist, ob die betreffende Vorgabe in ausreichendem Maße umgesetzt ist. Die hierarchische Struktur der Checklisten soll dazu beitragen, die Kontrollfragen effizient abzuarbeiten und unwichtige oder offensichtliche Prüfaspekte schnell zu übergehen. Iterative Vorgehensweise Die Schachtelung der Kontrollfragen ermöglicht auch eine iterative Vorgehensweise. Dabei beantwortet der Anwender im ersten Schritt nur die übergeordneten Fragen, um sich so einen schnellen Überblick über potenzielle Umsetzungsmängel zu verschaffen. Prüfkomplexe, deren übergeordnete Frage im ersten Schritt nicht eindeutig beantwortet werden konnte oder verneint wurde, werden im zweiten Schritt priorisiert und nach ihrer Dringlichkeit der Reihe nach in voller Tiefe abgearbeitet. Normaler und hoher Schutzbedarf Alle Kontrollfragen, die nicht besonders gekennzeichnet sind, beziehen sich auf obligatorische Anforderungen bei normalem Schutzbedarf. Diese müssen bei hohem Schutzbedarf natürlich auch berücksichtigt werden. Soweit für hohen Schutzbedarf besondere Anforderungen zu erfüllen sind, ist der entsprechenden Kontrollfrage ein [hoher Schutzbedarf] zur Kennzeichnung vorangestellt. Bezieht sich die Frage auf einen bestimmten Sicherheits-Grundwert mit hohem Schutzbedarf, so lautet die Kennzeichnung entsprechend dem Grundwert zum Beispiel [hohe Verfügbarkeit]. Anwender, die nur einen normalen Schutzbedarf haben, können alle so gekennzeichneten Fragen außer Acht lassen. Varianten Mitunter stehen bei der Umsetzung einer Empfehlung verschiedene Realisierungsvarianten zur Wahl. In solchen Fällen leitet eine übergeordnete Frage den Prüfaspekt ein. Darunter ist je eine Kontrollfrage für jede der möglichen Umsetzungsvarianten angegeben. Die Fragen sind durch ein oder miteinander verknüpft. Um das übergeordnete Prüfkriterium zu erfüllen, muss also mindestens eine der untergeordneten Kontrollfragen bejaht werden. Befinden sich unter den zur Wahl stehenden Kontrollfragen auch Fragen mit der Kennzeichnung [hoher Schutzbedarf], so muss mindestens eine der so gekennzeichneten Varianten bejaht werden, um das übergeordnete Prüfkriterium auch bei hohem Schutzbedarf zu erfüllen. 6 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

7 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe 2 Konzeption Die Konzeptionsphase der sicheren Grundarchitektur erfolgt vor der Auswahl der sicheren Komponenten sowie vor der Konfiguration und dem Betrieb des -Servers. Da dieser Abschnitt bereits abgeschlossen sein sollte, bevor der -Server konfiguriert wird, behandelt diese Checkliste die Konzeption nicht erneut. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 7

8 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino Auswahl sicherer Komponenten Die Konzeptionsphase der sicheren Grundarchitektur erfolgt vor der Auswahl der sicheren Komponenten bzw. der Konfiguration und des Betriebs der Infrastruktur bzw. des Mail-Dienstes. Da dieser Abschnitt bereits abgeschlossen sein sollte, bevor der -Server konfiguriert wird, behandelt diese Checkliste die Auswahl nicht erneut. 8 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

9 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe 4 Konfiguration Nach der Beschaffung der benötigten Komponenten erfolgt deren Konfiguration durch die Administratoren. Der folgende Abschnitt enthält die für eine sichere Konfiguration zu berücksichtigenden Punkte. Diese Checkliste beschreibt die Konfiguration eines Lotus Domino 8.0-Servers im Einsatz als interner -Server. Diese Checkliste gilt unter der Annahme, dass der Lotus Domino 8.0-Server nicht direkt aus dem Internet erreichbar ist, indem er von einem SMTP-Proxy in einem Sicherheits- Gateway geschützt wird (siehe [ISi-Mail-Server]). Konfigurationsempfehlungen für ein SMTP- Proxy und die Absicherung eines derartigen Servers werden hier nicht erörtert. Der interne -Server kommuniziert einerseits mit -Clients und andererseits mit dem SMTP-Proxy im Sicherheits-Gateway. Für die Kommunikation des -Servers mit den - Clients gelten teilweise andere Konfigurationsvorgaben als für die Kommunikation mit dem SMTP- Proxy. Dies muss in der Einrichtung des -Servers berücksichtigt werden. Soweit unterschiedliche Konfigurationsvorgaben gelten, ist aus der Formulierung der Checkliste jeweils ersichtlich, ob die Vorgabe die Kommunikation des -Servers mit dem -Client oder dem SMTP- Proxy betrifft. Die Reihenfolge der Menüpunkte in den Fragen entspricht genau der Bedienungsreihenfolge in der Administrationsoberfläche des -Servers. Die einzelnen Menü-Optionen bzw. -Ebenen sind dabei durch einen Rechtspfeil voneinander getrennt. Optionen, die bereits in den Standardeinstellungen auf einen sicheren Wert vorkonfiguriert sind, werden von der Checkliste nicht immer explizit abgefragt. Bei bereits bestehenden Systemen sollte daher vor Anwendung der Checkliste die Konfiguration auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt werden. Die zur Zeit der Entstehung dieser Studie verfügbare stabile Version von Lotus Domino 8.0 diente als Basis für die folgende Checkliste. Es handelte sich dabei um Lotus Domino in englischer Sprache Server Für den -Server Lotus Domino sind folgende Prüfaspekte zu berücksichtigen: Ist der -Server auf einem dedizierten System installiert? Wurde für das verwendete System eine systematische und strukturierte Sicherheitsanalyse durchgeführt? Sind nicht benutzte Dienste ausgeschaltet? Ist zwischen Betriebssystem und Postfächern eine logische und/oder eine physische Trennung konfiguriert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Files Datenbank-Pfad für die Mailbox Database mail sollte nicht auf die (Betriebs)Systempartition verweisen.) Sind die erlaubten -Domänen konfiguriert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Domains Add Domains Basics Domain Type: Global Domain. Im Feld Global domain name kann die Domäne konfiguriert werden, für die s angenommen werden soll.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 9

10 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 Ist gewährleistet, dass nur authentisierte Benutzer s verschicken dürfen? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Restrictions and Controls SMTP Inbound Controls Inbound Relay Enforcement Exceptions for authenticated users Allow all authenticated users to relay.) Ist eine Authentifizierung des SMTP-Proxys basierend auf einer IP-Adresse konfiguriert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Restrictions and Controls SMTP Inbound Controls Inbound Connection Controls Allow connections only from the following SMTP internet host names/ip addresses.) Werden Speichergrenzwerte (Quotas) für Postfächer genutzt? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Files <Mail Datenbank Name> Database Quotas Set database quota to [aktiviert] und Set warning threshold to [aktiviert]. Siehe Abbildung 4.1.) Abbildung 4.1: Speichergrenzwerte Ist eine Warnung konfiguriert, wenn ein Postfach die Speichergrenzwerte überschreitet? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Restrictions and Controls Delivery Controls Quota Controls: Siehe Abbildung 4.2.) 10 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

11 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe Abbildung 4.2: Warnmeldungen bei Überschreitung der Speichergrenzwerte Ist die Ausgabe von Versionsinformationen der eingesetzten Software über die verwendeten Protokolle SMTP, POP und IMAP ausgeschaltet? Ist das SMTP-Banner angepasst? (In notes.ini wird dazu folgende Variable konfiguriert: SMTPGREETING= Neue Banner Text.) Ist das POP3-Banner angepasst? (In NOTES.INI wird dazu folgende Variable konfiguriert: POP3Greeting= Neue Banner Text.) Ist das IMAP4-Banner angepasst? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration IMAP Advanced IMAP server greeting: [Banner Text] und IMAP SSL greeting: [Banner Text] und IMAP SSL redirect greeting: [Banner Text].) Ist das automatische Antworten (z. B. Out-of-Office-Reply) an externe Empfänger ausgeschaltet? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration MIME Conversion Options General Return receipts [disabled] und IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Server Configuration <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Advanced... Commands and Extensions Inbound SMTP Commands and Extensions DSN extension [disabled] und Outbound SMTP Commands and Extensions Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 11

12 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 DSN extension [disabled].) Ist nur authentisierten Benutzern erlaubt, s an eine Verteilergruppe zu senden? (IBM Domain Administrator <Domain Name> People & Groups Groups <Group Name> Document Properties Security All readers and above [deaktiviert]. Siehe Abbildung 4.3.) Abbildung 4.3: Verteilergruppe Ist für die Kommunikation mit -Clients auf dem internen -Server SMTP, IMAP und POP3 über TLS konfiguriert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Server All Server Documents <Server Name> Edit Server Ports Internet Ports... Mail SSL port status [enabled] für die Protokolle IMAP, POP und SMTP (inbound). Siehe Abbildung 4.4.) 12 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

13 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe Abbildung 4.4: SSL Ist beim Einsatz von S/MIME und dem Hinzufügen eines -Disclaimers der -Server derart konfiguriert, dass die Integrität der digitalen Signatur und/oder der Verschlüsselung gewährleistet ist? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit configuration Router/SMTP Message Disclaimers Message disclaimers: [Enabled]. Danach Add disclaimer to S/MIME signed or encrypted messages: auf [disabled] setzen.) Ist für die Überprüfung der Gültigkeit einer S/MIME-Nachricht, die Benutzung von OCSP konfiguriert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Policies Tools Create Settings Security Keys and Certificates On-line Certificate Status Protocol (OCSP) Enable OCSP checking [aktiviert]. Siehe Abbildung 4.5.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 13

14 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 Abbildung 4.5: OCSP Ist eine maximale Größe für s konfiguriert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Restrictions and Controls Restrictions Maximum message size:. Siehe Abbildung 4.6.) 14 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

15 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe Abbildung 4.6: Nachrichtengröße Sind gefährliche und nicht benutzte SMTP-Befehle, wie z. B. VRFY und EXPN, deaktiviert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Advanced.. Commands and Extensions. Siehe Abbildung 4.7.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 15

16 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 Abbildung 4.7: SMTP-Befehle 16 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

17 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe 5 Betrieb Die Anforderungen für einen sicheren Betrieb der Komponenten für ein sicheres Bereitstellen von -Servern werden auch zu einem großen Teil durch die BSI IT-Grundschutz-Kataloge [ITGSK] abgedeckt. Für den sicheren Betrieb sind neben technischen auch organisatorische Tätigkeiten wichtig. Die folgenden Kontrollfragen sollen noch einmal explizit hervorgehoben werden. Allgemein Sind dedizierte Benutzergruppen für die Domino-Administration eingerichtet? Ist die Rolle Manager eingerichtet? Ist die Rolle Designer eingerichtet? Ist die Rolle Editor eingerichtet? Ist die Rolle Author eingerichtet? Ist die Rolle Reader eingerichtet? Ist die Rolle Dispositor eingerichtet? Ist ein Virenschutzprogramm im Einsatz und wird dieses betrieben wie in den M 4.33 Einsatz eines Viren-Suchprogramms bei Datenträgeraustausch und Datenübertragung [ITGSK] beschrieben? Ist für jede Datenbank ein Zugriffskonzept vorhanden? (Siehe M 4.120: Konfiguration von Zugriffslisten auf Lotus Notes Datenbanken.) Sind alle Systemdatenbanken mit restriktiven Zugriffsberechtigungen geschützt? (Beispielsweise names.nsf, admin4.nsf, catalog.nsf, log.nsf, event4.nsf, domcfg.nsf, domlog.nsf, setup.nsf, homepage.nsf, certlog.nsf). Wenn eine gruppenbasierte Zugriffskontrolle eingesetzt wird, sind alle Benutzer aus der Zugriffsliste entfernt worden und nur die relevanten Gruppen konfiguriert? Sind auf den produktiven Datenbanken keine "Designer"-Rechte vergeben worden? Hat der ACL-Eintrag "-Default-" kein Zugriff auf Datenbanken ("No Access")? Enthält jede ACL den Eintrag "-Anonymous-"? Sind auch die Zugriffsrechte für Server konfiguriert? Ist die Zuteilung der Rollen im Rahmen der Zugriffsplanung berücksichtigt worden? Wenn ein Webbrowser für die Administration der Domino Server benutzt wird, ist dieser Zugriff abgesichert? Ist jeder Zugriff, der eine Authentisierung benötigt, mit SSL geschützt? Werden Browser eingesetzt, die das SSL-Protokoll mit starker Verschlüsselung beherrschen? Sind auf Datenbankebene Zugriffsbeschränkungen eingerichtet worden? Ist für jede Datenbank ein administrativer Server bestimmt, der den für die Datenbank verantwortlichen Lotus Domino "adminp"-prozess ausführt und die Verwaltung der Datenbank übernimmt? Ist die Datenbank und deren Inhalte (Skripte, Agenten, Ansichten usw.) signiert? (Dazu sollte Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 17

18 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 eine spezielle Notes-ID verwendet werden.) Überwachung und Protokollierung Generelle Empfehlungen zu Logging-Einstellungen können an dieser Stelle nicht gemacht werden, da die Art und der Umfang der zu protokollierenden Informationen stark vom jeweiligen Einsatzszenario und dem verwendeten Überwachungskonzept abhängt. Folgende allgemeine Empfehlungen können umgesetzt werden: Ist ein Überwachungskonzept vorhanden? Sind wichtige Protokolldatenbanken angelegt (wie z. B. certlog.nsf)? Ist eine ausreichende Granularität der Protokolleinträge konfiguriert? Sind auf die Protokolldateien restriktive Zugriffsrechte vergeben worden? Sind in der Event-Datenbank (events4.nsf) Überwachungsregeln definiert, damit Aktionen gemäß Überwachungskonzept bei bestimmten (sicherheitsrelevanten) Ereignissen ausgelöst werden? Ist die Größe der Protokolldateien der Serverbelastung angepasst? Ist eine Nachrichtenverfolgung aktiviert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit configuration Router/SMTP Message Tracking Message tracking: [enabled].) Ist Subject Logging aktiviert? (IBM Domain Administrator <Domain Name> Configuration Messaging Configurations <Server Name> Edit Configuration Router/SMTP Message Tracking Log message subjects: [Yes].) 18 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

19 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Lotus Domino 8.0 ISi-Reihe 6 Literaturverzeichnis [ISi-Mail-Server] [ITGSK] [ISi-LANA] [ISi-E] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BSI-Sctandards zur Internet-Sicherheit: Sicherer Betrieb von -Servern, 2009, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), IT Grundschutzkataloge, Stand 2008, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BSI-Standards zur Internet-Sicherheit: Sichere Anbindung lokaler Netze an das Internet, 2007, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BSI-Standards zur Internet-Sicherheit: Einführung, Grundlagen, Vorgehensweise, in Bearbeitung, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 19

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