Wie schreibt man eine Seminararbeit?

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1 Wie schreibt man eine Seminararbeit? Eine kurze Einführung LS. Prof. Schulze,

2 Vorgehensweise Literatur bearbeiten Grobgliederung Feingliederung (Argumentationskette in Stichpunkten) Zwischenbericht Verfassen der Arbeit: Zuerst Hauptteil und ggf. Anhang Erst dann Einleitung und Schluss Suche nach Fehlern (Logische Fehler? Rechtschreibung? Layout? Freunde, Verwandte...) Abgabe (rechtzeitig!!!!!) LS. Prof. Schulze 2

3 1. Schritt: Literatur Literatur bearbeiten Einstiegsliteratur lesen und die Fragestellung der Arbeit allgemein einordnen (Was ist das Interessante an dem Thema? In welchem Bezug steht es zu anderen Seminarthemen?) Alle angegebenen Artikel lesen, Aussagen grob nachvollziehen Den Bezug zwischen den Artikeln und der Fragestelung finden Sich für Schwerpunkte entscheiden (Welche Modelle/empirische Studien werden den Rückgrat der Arbeit bilden?) Nach weiterer relevanter Literatur suchen, lesen Alle ausgewählten Teile sehr gründlich aufarbeiten (alles nachrechnen und nachvollziehen!) LS. Prof. Schulze 3

4 Wie liest man richtig? Beim ersten mal? (Grundidee des Papers!) Titel und Abstract Einleitung und Schluss Hauptteil Beim zweiten, dritten, vierten,... mal? (Details) Unterstreichen und Notizen machen Ggf. Zitate auswählen Technik nachvollziehen LS. Prof. Schulze 4

5 Wo findet man Literatur? Stichwort/Artikelrecherche: ReDi: (Passwort) Alphabetische Datenbankliste EconLit Suche nach Zeitschriften: Elektronische Zeitschriften: EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek), erreichbar von der UB Seite Zeitschriften im Druck: suchen nach Zeitschriftennamen im Online-Katalog, mit Sucheinschränkung auf Zeitschriften/Serien Suche im Internet: Datenbanken für Working Papers: IDEAS, EconPapers Google (nicht zu allgemein suchen!) LS. Prof. Schulze 5

6 Wo findet man Literatur? Die UB bietet Übungskurse zur Literaturrecherche: 3. und 10. Mai, 6. und 13. Mai, 25. Juni Informationen unter: LS. Prof. Schulze 6

7 2. Schritt: Gliederung Grobgliederung der Arbeit Zuerst nachdenken, organisieren, usw., erst dann aufschreiben! Sehr genau überlegen, was will ich aussagen? Feingliederung der Arbeit Die ganze Argumentationskette in Stichpunkten zusammenfassen (Absätze planen!) Literaturquellen zu den unterschiedlichen Stichpunkten zuordnen (welche Idee, Argument, etc. von wem stammt...) LS. Prof. Schulze 7

8 Gliederung der Arbeit Theoretisch: - Annahmen des Modells - Herleitung/Entwicklung des Modells - Resultate - Vergleich, kritische Würdigung Einleitung: Was ist die Fragestellung der Arbeit und warum ist sie interessant? In welchen Schritten gehe ich vor? (Mein Ansatz) Hauptteil: Empirisch: - Auf welcher Theorie/Idee beruht die Studie? - Welche Daten wurden benutzt? - Schätzmodell - Ergebnisse (Tabelle und Interpretation) - Vergleich, kritische Würdigung Schluss: Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse Kurze Zusammenfassung der Hauptkritikpunkte LS. Prof. Schulze 8

9 3. Schritt: Zwischenbericht Grobgliederung Aufbau der Argumentation: Stichworte mit den wichtigsten Literaturquellen max. 3-4 Seiten Abgabe (rechtzeitig!!!) Kurze Präsentation der Gliederung (auf Folie) LS. Prof. Schulze 9

10 4. Schritt: Verfassen der Arbeit Ist die Argumentation logisch? (Fragestellung beachten!!!) Habe ich die Literatur wirklich verstanden? Schreiben: Hauptteil, erst dann Einleitung und Schluss Max Seiten Schriftgröße 12, 1 ½ Zeilenabstand Korrekturrand LS. Prof. Schulze 10

11 4. Schritt: Verfassen der Arbeit Achten auf: Zitate und Datenquellen Literaturverzeichnis Tabellen und Abbildungen Anhang Seiten nummerieren! Fußnoten Arbeit zwei Tage liegen lassen, noch einmal durcharbeiten (Argumentation, Fehler), Freunden oder Verwandten zum lesen geben LS. Prof. Schulze 11

12 Zitate/Quellen Wichtigste Regel: jede Übernahme von Ideen/Argumenten anderer Autoren muss als solche gekennzeichnet werden (und nicht nur wenn wortwörtlich zitiert wird) Wenn Ihr Euch auf irgendwelche Daten/Zahlen, usw. bezieht, immer mit Quellen belegen! LS. Prof. Schulze 12

13 Zitate/Quellen Am einfachsten ist es im Text und in Kurzform zu zitieren: wie Bagwell und Staiger (1995, S. 132) zeigen, oder Vollständiges Argument (Bagwell und Staiger, 2002). Wenn unsicher, schaut Euch die Zitierweisen der angegebenen Einstiegsliteratur an! Es gibt keine goldene Regel, Hauptsache: konsistent! LS. Prof. Schulze 13

14 Fußnoten Durchnummeriert Zusätzliche Bemerkungen, Ausführungen, die nicht mehr in den Haupttext passen, gehören in die Fußnote Innerhalb einer Fußnote kann auch zitiert werden, z.b.: Zusätzliches Argument (Bagwell und Staiger, 2002). oder Vgl. Bagwell und Staiger (2002, S. 132) Bitte beachten: die Arbeit muss auch ohne das Lesen der Fußnoten verständlich sein LS. Prof. Schulze 14

15 Formeln, Tabellen, Grafiken Durchnummerieren (z.b.: Tabelle 1, Abbildung 3, usw.) und mit geeigneten Titeln versehen Formeleditor benutzen (!), z.b.: p w p E w * x ( w w ) ( w w ) x p( τ, p ), p = E y p( τ, p ), p ( * * w w ) ( * * w w p ( τ, p ), p = M p ( τ, p ), p ) M y ( w w) ( w w p( τ, p ), p = M p * ( τ *, p p ) E ), y y (1) (2) die Formeln immer auch erklären! LS. Prof. Schulze 15

16 In den Anhang kommen: Anhang Einzelne Herleitungen/Beweise, die zum Verständnis des Textes nicht zwingend notwendig sind (Ergebnisse hingegen immer im Text!) Tabellen mit der Bezeichnung der Variablen, deskriptive Statistiken, usw. Im Text immer wenn nötig, auf den Anhang verweisen! z.b. in der Fußnote: Siehe Anhang A., Tabelle 3. oder Vgl. Anhang B., Gleichungen (8)-(11) LS. Prof. Schulze 16

17 Literaturverzeichnis Nur die im Text zitierte (und wirklich bearbeitete) Literatur ins Literaturverzeichnis reinnehmen Alphabetisch nach Nachnahmen geordnet, danach nach Veröffentlichungszeitpunkt Vollständige Literaturangaben!!!: Wählt Euch eine der angegebenen Literaturquellen aus, und macht es genauso wie der ausgewählte Artikel (oder z.b. so, wie es in dem Literaturverzeichnis für das Seminar steht...) Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, ein Literaturverzeichnis zu gestalten, Hauptsache: vollständig und konsistent LS. Prof. Schulze 17

18 5. Schritt: Vortrag Ziel des Vortrages ist es, Euren Kommilitonen das Thema zu erläutern nicht nur uns! die anderen müssen aus Eurem Vortrag nachvollziehen können, worum es geht! Folgendes muss klar präsentiert werden: Die Fragestellung, die wichtigsten Schritte Eurer Argumentation (z.b.: die wichtigsten Schritte der Herleitung des Hauptmodells und die Ergebnisse) Es ist auch möglich nur einen Teil der Arbeit im Detail zu besprechen (z.b.: nur ein Modell und auf das andere Modell zu verweisen) LS. Prof. Schulze 18

19 5. Schritt: Vortrag Vortragstechnik: Folien benutzen (auch PowerPoint Präsentation möglich) Ca. 30 Minuten Vortrag, 15 Minuten Diskussion Vor dem eigentlichen Termin den Vortrag üben (auf die Zeit und Anzahl der Folien achten) LS. Prof. Schulze 19

20 6. Noch Fragen? Wir (Assistenten) helfen sehr gerne weiter, wenn Ihr... zu Sprechstundenzeiten kommt (Kis-Katos: Mi ; Perino: Mi ), oder Termine telefonisch (2344 u. 2346) oder per vereinbart, bevor Ihr fragt, immer zuerst selber nachdenkt/nachlest: Lehrbücher, Vorlesungsskripten und Ähnliches können beim ersten Verständnis technischer Fragen (was sind t-werte und was besagt Shepard s Lemma???) ungemein nützlich sein!!! LS. Prof. Schulze 20

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