PPS - Linux-basierter Zugangsrouter und Firewall USB und lrp-pakete

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1 PPS - Linux-basierter Zugangsrouter und Firewall USB und lrp-pakete Gabriel Müller 6. Juli 2004 Inhaltsverzeichnis 1 USB auf einem laufenden Bering-System Benötigte Module Installation Benutzung Probleme Aufbau der lrp-pakete Vorbereitungen lrp-pakete editieren Vorbereitungen USB-Module kopieren USB-Memory-Sticks Ausblick

2 Nachfolgend einige Informationen über die Verwendung von USB unter Bering und einige interessante Beispiele zu diesem Thema. Die Beschreibung erklärt die Benutzung von sogennanten Mass-Storage-Devices, als USB-Sticks oder USB-Festplatten. Andere USB-Devices werden analog in Betrieb genommen, Treiber finden Sie im Verzeichnis /2.4.20/kernel/drivers/usb und.../drivers/scsi. 1 USB auf einem laufenden Bering-System 1.1 Benötigte Module Sie benötigen folgende Module: usbcore.o usb-uhci.o 1 scsi mod.o usb-storage.o sd mod.o 1.2 Installation Kopieren Sie die Module nach /lib/modules und editieren Sie die Datei /etc/modules (Die Reihenfolge, in welcher die Module geladen werden müssen, entspricht der Auflistung oben). Nun könne Sie die Module mit dem insmod-befehl laden (auch hier die obige Reihenfolge einhalten). Desweiteren werden die Module nach einem Neustart automatisch geladen, falls Sie die Datei /etc/modules korrekt editiert haben. 1.3 Benutzung Schliessen Sie ihr USB-Device am Beringsystem an. Sie können nun mit dem dmesg-befehl kontrollieren, ob ihr Device vom System erkannt wurde: Ausgabe von dmesg Attached scsi removable disk sda at scsi0, channel 0, id 0, lun 0 SCSI device sda: byte hdwr sectors 66 MB sda: Write Protect is off sda: sda1 1 Eventuell benötigen Sie statt usb-uhci.o usb-ohci.o 2

3 Wie Sie sehen können, wurde ihr Device als sda erkannt, und sda: sda1 besagt, das auf dem Device eine Partion ( sda1) vorhanden ist. Sie können diese Partition nun, wie gewohnt, auf einen Mountpoint mounten (falls sich auf dem Stick ein vom Kernel unterstütztes Filesystem befindet). Sollte auf dem Stick noch keine Partition vorhanden sein, so können sie mit fdisk und mkfs eine Partition anlegen und formatieren (fdisk /dev/sda und mkfs /dev/sda1 und/oder /dev/sda2 und/oder...). WICHTIG: Bevor Sie das Device entfernen, sollten Sie unbedingt das Device unmounten, ansonsten werden Daten eventuell nicht korrekt auf das Device geschrieben, und das Device kann beschädigt werden! 1.4 Probleme Sie können das USB-Device nicht mounten/ansprechen: Kontrollieren Sie die Ausgabe von dmesg: Ausgabe von dmesg hub.c: new USB device 00:07.2-1, assigned address 5 WARNING: USB Mass Storage data integrity not assured USB Mass Storage device found at 5 Keine Panik, entfernen Sie einfach das Modul sd mod mit dem Befehl rmmod und laden Sie es anschliessend neu (mit insmod). Kompatibilitäts-Probleme: Wenige Modelle von USB-Sticks können problematisch sein, ich hatte massive Probleme mit einem Modell von Apacer, welches ich nicht zum Laufen gebracht habe. Sie müssen in einem solchen Fall zu einem anderen Modell greifen. 2 Aufbau der lrp-pakete Sie werden nun an einem praktischen Beispiel sehen, wie die lrp-pakete aufgebaut sind, und wozu dieses Wissen nützlich sein kann. Für die nachfolgenden Schritte benötigen Sie ein Linux-System. Am Ende dieses Abschnitts sollten Sie in der Lage sein, Bering von einem USB-Memory-Stick zu booten, sofern ihr Mainboard dies unterstützt. 2.1 Vorbereitungen Der Kernel ihres Linux-Systems muss das minix-filesystem unterstützen. Haben Sie den minix-support als Modul kompiliert, so müssen Sie noch mit: 3

4 # modprobe minix das entsprechnende Modul laden. Sollten Sie den minix-support gar nicht mit einkompiliert haben, so müssen Sie ihren Kernel neu kompilieren. Alternativ können Sie aber auch eine Knoppix-CD oder ähnliches verwenden. Desweiteren benötigen Sie noch einen Mountpoint. Ich werde im folgenden /mnt/bering verwenden. Analog muss ihr Kernel auch noch das msdos-filesystem unterstützen. Desweiteren benötigen Sie noch Syslinux (Version 2.2 oder neuer), fdisk und ihr System muss selbst USB unterstützen. Besorgen Sie sich nun das Bering-Image (aus dem Internet oder...) (mit Endung.img). 2.2 lrp-pakete editieren Vorbereitungen Mounten Sie das Image: # mount -t msdos -o loop /<Pfad zum Image> /mnt/bering Dieser Befehl mountet das Disketten-Image von Bering (virtuell) auf /mnt/bering. Sie ersparen sich so, das Image mit dd auf eine Diskette zu schreiben, und diese Diskette anschliessend zu mounten, um dann auf die lrp-pakete zugreifen zu können. Das ganze funktioniert übrigens auch mit anderen Images, z.b. mit solchen von CDs etc. Wechseln Sie nun in das Verzeichnis /mnt/bering. Sie werden dort den Inhalt der Bering-Diskette (also alle lrp-pakete) finden (und natürlich auch die anderen Files). Informationen über die lrp-pakete Die lrp-pakete sind in Wirklichkeit.tar.gz-Files. Sie können dies üeberprüfen, indem Sie ein beliebiges File xyz.lrp (initrd.lrp bildet eine Ausnahme, später mehr dazu) in ein anderes Verzeichnis kopieren, z.b. emph/mnt/test und dort umbenennen nach xyz.tar.gz (z.b. mit dem Befehl mv). Nun können Sie das File entpacken: 1. Variante # gunzip xyz.tar.gz # tar xvf xyz.tar oder einfacher mit: 4

5 2. Variante # tar xzvf xyz.tar.gz 2 Die bequemen Leute unter Ihnen können auch wie folgt vorgehen, um zu sehen, welche Files in einem lrp-paket entahlten sind: 1. Variante # gunzip xyz.tar.gz # tar tvf xyz.tar oder: 2. Variante # tar tvzf xyz.lrp 3 Sie könnten nun Änderungen an einem lrp-file vornehmen, z.b. beim modules.lrp die USB-Treiber nach /mnt/test/lib/modules kopieren und diese auch gleich unter /mnt/test/etc/modules eintragen. Haben Sie ihre Änderungen abgeschlossen, können Sie nun wieder ein lrp-paket erstellen: 1. Variante # cd /mnt/test # tar cvf xyz.tar * # gzip xyz.tar # mv xyz.tar.gz /mnt/bering/xyz.lrp oder: 2. Variante # cd /mnt/test # tar czvf /mnt/bering/xyz.lrp * 4 Nun zum initrd.lrp: Dieses lrp besteht aus einem komprimierten Verzeichnis im minix-file-system- Format und muss deshalb anders behandelt werden. Erzeugen eines Verzeichnisses zum Mounten von initrd: # mkdir /mnt/initrd_files Editieren von initrd.lrp - 1. Möglichkeit: 2 Befehl funktioniert nicht überall, so z.b. nicht auf Tardis 3 unter manchen Systemen wieder nicht möglich 4 wieder nicht auf allen Systemen möglich 5

6 # mv /mnt/bering/initrd.lrp /mnt/initrd.gz # gunzip /mnt/initrd.gz # mount -t minix -o loop /mnt/initrd /mnt/initrd_files # cd /mnt/initrd_files Ver\"anderungen vornehmen. # cd /mnt # umount /mnt/initrd_files # gzip /mnt/initrd # mv /mnt/initrd.gz /mnt/bering/initrd.lrp Editieren von initrd.lrp - 2. Möglichkeit # mv /mnt/bering/initrd.lrp /mnt/ # zcat /mnt/initrd.lrp > /mnt/initrd.bin # mount -t minix -o loop initrd.bin /mnt/initrd_files # cd /mnt/initrd_files Ver\"anderungen vornehmen. # cd /mnt # umount /mnt/initrd_files # gzip /mnt/initrd # mv /mnt/initrd.gz /mnt/bering/initrd.lrp HINWEIS: Sie werden unter Umständen Probleme haben, das initrd.lrp- Paket nach /mnt/bering zurück zu kopieren. Dies liegt daran, dass das gemountete Verzeichnis lediglich 1,6MB gross ist, und das initrd.lrp- Paket durch die zusätzlichen USB-Module grösser geworden ist. Sie können diese Platznot beheben, indem Sie im Verzeichnis /mnt/bering einige nicht / noch nicht benutzte Pakete löschen (z.b. pump.lrp, dhcpd.lrp, weblet.lrp, dnscache.lrp) USB-Module kopieren Nach diesen Erklärungen über die lrp-pakete nun zurück zur Praxis. Damit Sie am Ende erfolgreich vom USB-Stick booten können, gehen Sie wie folgt vor: 1. Schliessen Sie ihren USB-Memory-Stick an ihrem System an. Erzeugen Sie nun mit fdisk eine Partition, analog zu den Beschreibungen im Basemanual (Typ:e,als bootbar kennzeichnen und Änderungen schreiben). 2. Formatieren Sie nun die Partition (auf Linux-Systemen heisst der Befehl meistens nicht mkfs wie auf Bering, sondern mkfs.msdos oder ähnlich). 6

7 3. Schreiben Sie einen Bootloader mit Hilfe von Syslinux auf den USB- Stick. 4. Nun modifizieren Sie das initrd.lrp-paket wie oben beschrieben, damit dieses USB-Devices unterstüzt. Sie sollten hier sorgfälltig arbeiten, da Sie sonst später die Prozedur wiederholen müssen. Hinweis: Es ist leider nicht möglich, im initrd.lrp-paket sowohl USB-, als auch IDE-Treiber unterzubringen. 5. Kopieren Sie nun das modifizierte initrd.lrp auf die bootfähige Partition des Memory-Sticks. Kopieren Sie auch die anderen lrp-pakete auf den Stick (Sie sollten dabei unbedingt die Option -i verwenden, um nicht die bereits auf dem Meomory-Stick vorhandenen Syslinux- Dateien zu überschreiben). 6. Editieren Sie mit einem Editor ihrer Wahl die Datei syslinux.cfg auf dem Memory-Stick und ändern sie die zwei Einträge /dev/fd0u1680 ab zu /dev/sda1 (falls sich die Bering-Software auf der 1. Partition auf dem USB-Stick befindet). 7. Unmounten Sie nun den Memory-Stick. Sie können nun mit diesem Memorystick einen beliegigen PC booten, welcher USB-Boot unterstützt. 8. Wenn Sie ihr Bering-System einmal mit dem USB-Stick gebootet haben, können Sie den Stick (nach Beendigung des Bootprozess) ohne Probleme abziehen, solange dieser nicht von Ihnen gemountet wurde (ansonsten erst noch unmounten). Sie können den Stick dazu benutzen, weitere Pakete auf dem Bering-System zu installieren. 2.3 USB-Memory-Sticks Wie bereits vorher erwähnt, kann es mit einigen, wenigen USB-Sticks Probleme geben, weil diese nicht/nicht korrekt vom Bering-System erkannt werden. Falls nun ein USB-Memory-Stick vom Bering-System erkannt wird, heisst das nicht, dass man von diesem auch booten kann! Ich hatte einen Stick der Firma MBO, welcher sich zwar unter Bering problemlos mounten liess, von dem man aber Bering nicht booten konnte. Die Ursache hierfür liegt darin, dass USB-Boot noch nicht wirklich ausgereift ist, und es auch am Mainboard liegen kann, dass manche USB-Sticks nicht zum booten verwendet werden können. Gute Erfahrungen habe ich mit einen Stick von Acer (USB 2.0 / 128MB) sowie mit einem Stick von Verbatim (USB 1.1 / 64MB) gemacht. 2.4 Ausblick Es gibt nun viele Möglichkeinten, wie Sie ihr Bering alternativ installieren/booten. So könnten Sie z.b. auch die IDE-Treiber in das initrd.lrp-paket 7

8 kopieren, dann das modifizierte Image auf eine Diskette schreiben, und dann mit dieser Diskette, welche nun bereits Festplatten-Treiber enthält, booten. Wenn Sie dann noch einige (momentan) unnötige lrp-pakete mit fdisk.lrp und mkfs.lrp ersetzt haben, benötigen Sie keine 2. Diskette mehr, um Bering auf einer Festplatte zu instlallieren 8

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