UserGate Proxy & Firewall. Benutzerhandbuch

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1 UserGate Proxy & Firewall Benutzerhandbuch

2 INHALT EINFÜHRUNG Ein Proxyserver ist ein Computer, der zwischen Ihren PC und das Internet geschaltet ist. Alle Anfragen an das Internet laufen über diesen Server. Zunächst verbindet sich der Client mit dem Proxyserver und fordert Ressourcen (zum Beispiel eine Datei) an, die sich auf dem anderen Server befinden. Der Proxyserver stellt dann entweder die Verbindung zu dem angegebenen Server her und empfängt die Ressource, oder er gibt sie aus dem Cache zurück (falls der Proxy einen eigenen Cache hat). In einigen Situationen kann der Proxyserver die Anfrage des Clients oder die Antwort des Servers für bestimmte Zwecke modifizieren, zum Beispiel um den Zugriff auf bestimmte Ressourcen zu blockieren oder während des Antivirus-Scanvorgangs. UserGate Proxy & Firewall UserGate ist eine umfassende Lösung, die konzipiert wurde, um Anwender mit dem Internet zu verbinden, den Traffic zu steuern und den Zugriff zu beschränken. Sie umfasst integrierte Tools zur Sicherung des Netzwerks. UserGate ermöglicht die Tarifierung des Internetzugangs von Anwendern aufgrund von Traffic- Aufkommen und Online-Zeit. Administratoren können verschiedene Abrechnungspläne hinzufügen, dynamisch zwischen Tarifen wechseln und den Zugriff auf Internetressourcen kontrollieren. Integrierte Firewall- und Antivirus-Module sorgen für den Schutz von UserGate Server und für die Identifikation bösartiger Software im Traffic. UserGate besteht aus mehreren Modulen: dem Server, der Administrationskonsole (UserGate Administrator) und verschiedenen zusätzlichen Modulen. UserGate Server (usergate.exe-prozess) ist der Hauptteil, der Kern des Proxyservers, der seine funktionalen Fähigkeiten beherbergt. Der Server bietet Internetzugang, implementiert exakte Traffic-Berechnung, führt Online-Statistiken für Anwender aus, usw. Die UserGate Administrationskonsole ist ein Programm zur Steuerung des Servers. Die Administrationskonsole kommuniziert mit dem Server über das spezielle Protokoll TCP/IP, das auch die Remote-Administration des Servers erlaubt. UserGate umfasst vier weitere Module: UserGate Statistik, Webstatistikmodul, UserGate Authorization Client und ein Anwendungssteuerungs-Modul. 2

3 Systemvoraussetzungen Es wird empfohlen, UserGate Server auf einem Computer unter Windows 2000/XP/2003 zu installieren, der über ein Modem oder eine andere Verbindung mit dem Internet verbunden ist. Die Anforderungen an die Server-Hardware sind wie folgt: Netzwerkkonfiguration Minimale Anforderungen Empfohlene Kleines LAN: 2 bis 5 Anwender Mittelgroßes LAN: 5 bis 20 Anwender Großes LAN: über 20 Anwender Pentium 1000 MHz, 512 MB RAM, Windows 2000, 56k- Modem Pentium 1000 MHz, 512 MB RAM, Windows 2000, 56k- Modem Pentium 1000 MHz, 512 MB RAM, Windows 2000, ISDN- Verbindung Anforderungen Pentium 1000 MHz, 512 MB RAM, Windows 2000, DSL Pentium 1000 MHz, 1 GB RAM, Windows XP, Breitband- Internetverbindung Pentium 2000 MHz, 1 GB RAM, Windows 2003, Breitband- Internetverbindung UserGate Server Installation Der Installationsvorgang von UserGate besteht darin, die Installationsdatei auszuführen und die Optionen des Installationsassistenten auszuwählen. Beim ersten Start können Sie auch alle Installationsoptionen in der Standardeinstellung belassen. Während des Installationsvorgangs bietet Ihnen der Assistent an, UserGate als Systemdienst (UserGate Service) zu installieren und den allgemeinen Internetzugang automatisch zu deaktivieren, falls er aktiviert war. Nach der Installation sollten Sie Ihren Computer neu starten. 3

4 UserGate Registrierung UserGate Server läuft ohne Registrierung für 30 Tage im Testmodus, die Anzahl der gleichzeitig arbeitenden Anwender ist auf 5 beschränkt. Führen Sie zur Registrierung bitte UserGate Server aus, verbinden Sie die Administrationskonsole mit dem Server, öffnen Sie die Seite About und geben Sie Ihren Registrierungsnamen und -code in die Felder im Abschnitt Registrierung ein. Starten Sie UserGate Server neu. UserGate aktualisieren und entfernen Bevor Sie eine neue Version von UserGate installieren, sollten Sie die vorhergehende Version entfernen und vorher nötigenfalls die Dateien mit den Servereinstellungen (config.cfg, in dem Verzeichnis, in dem UserGate installiert wurde, im Folgenden %UserGate%) und den Statistiken (log.mdb im Verzeichnis %UserGate%) speichern. UserGate Server v.5 unterstützt das Einstellungsformat von UserGate v.4. Die Konvertierung des Einstellungsformats wird nach dem ersten Start des Servers ausgeführt. Rückwärts-Formatkompatibilität wird nicht unterstützt. Sie können UserGate Server über das Menü Start, Alle Programme, Programmzugriff oder über Software in der Systemsteuerung entfernen. Nach dem Entfernen bleiben einige Dateien im UserGate Verzeichnis zurück, wie etwa config.cfg (UserGate Server-Einstellungen), log.mdb (UserGate Statistikdatenbank) und einige andere. UserGate Lizenzierungsrichtlinie UserGate Server wurde für die Verbindung von LAN-Anwendern mit dem Internet konzipiert. Die maximale Anzahl von Anwendern, die gleichzeitig über UserGate im Internet arbeiten können, heißt Number of Sessions und ist durch den Registrierungsschlüssel definiert. Der Registrierungsschlüssel von UserGate v.5 ist ein eindeutiger Schlüssel, der vorherige Versionen von UserGate nicht unterstützt. Ohne Registrierung läuft UserGate Server 30 Tage lang im Testmodus mit einer Beschränkung auf 5 Sessions. Allerdings darf der Begriff Session nicht mit der Anzahl von Anwendern verwechselt werden, die Internetanwendungen oder -verbindungen gestartet haben. Im Allgemeinen ist die Anzahl der Verbindungen, die von Anwendern gestartet werden können, beliebig (vorausgesetzt, sie wurde nicht absichtlich eingeschränkt). Die in UserGate integrierte Antivirus-Software (Kaspersky, Panda) erfordert eine unabhängige Lizenzierung, z.b. erfordert Kaspersky Antivirus eine besondere Schlüsseldatei (*.key-datei), die sich im 4

5 Verzeichnis %UserGate%\kav befindet. Das UserGate Distribution-Kit enthält den 30-tägigen Testschlüssel für Kaspersky Antivirus; allerdings ist dieser Schlüssel nicht kompatibel mit anderen Schlüsseln für Produkte von Kaspersky Lab. Die Lizenz für Panda Antivirus wurde gemäß der Vereinbarung mit Panda Security in den Registrierungsschlüssel für UserGate Server integriert. Die Lizenz für das BrightCloud Modul, das zur Kategorisierung von Websites konzipiert wurde, ist auch in der Lizenz für UserGate integriert. Die Lizenzdauer für BrightCloud ist auf ein Jahr beschränkt. Nach Ablauf der Lizenzdauer steht der BrightCloud Online-Service nicht mehr zur Verfügung. UserGate Administrationsmodul Das UserGate Administrationsmodul ist eine Anwendung, die zur Steuerung lokaler oder entfernter UserGate Server konzipiert wurde. Um UserGate Administrator zu starten, führen Sie UserGate Server aus, indem Sie Start UserGate Server im Kontextmenü von UserGate Agent auswählen ( Element im Infobereich der Taskleiste). Sie können UserGate Administrator auch über das Menü Start, Programme ausführen, wenn das Modul auf dem anderen Computer installiert ist. Sie sollten das Administrationsmodul mit dem Server verbinden, um mit den Einstellungen zu arbeiten. Verbindungseinstellungen Beim ersten Start ist die Administrationskonsole unter Connections mit nur einer aktivierten Verbindung verfügbar. Dies ist die Serververbindung localhost für den Anwender Administrator ohne Verbindungskennwort. Um die Administrationskonsole mit dem Server zu verbinden, doppelklicken Sie auf die Zeile localhost Administrator, oder klicken Sie auf die Schaltfläche Connect im Bedienfeld. Sie können mit der Administrationskonsole mehrere Verbindungen erstellen. Es ist erforderlich, die folgenden Verbindungseinstellungen vorzunehmen: Server name Verbindungsname 5

6 User name Benutzername zur Verbindung mit dem Server Server address Name der Domäne oder IP-Adresse von UserGate Server Port TCP-Port für die Verbindung mit dem Server (standardmäßig wird Port 2345 genutzt) Password Kennwort der Verbindung Always ask for password zur Verbindung mit UserGate Server immer nach Benutzernamen und Kennwort fragen Automatically connect to this server Administrationsmodul verbindet sich beim Start automatisch mit dem Server. Die Einstellungen der Administrationskonsole werden in der Datei console.xml gespeichert, die sich im Verzeichnis %UserGate%\Administrator\ befindet. Auf Seiten des UserGate Server werden Name und Kennwort der Verbindung in der Dateiconfig.cfg im Verzeichnis %UserGate% gespeichert. Einstellen des Verbindungskennworts Sie können Benutzernamen und Kennwort für die Verbindung mit UserGate Server im Bereich Administrator Settings auf der Seite General Settings einstellen. In diesem Bereich können Sie auch den TCP-Port zur Verbindung bestimmen. Damit die neuen Einstellungen wirksam werden, muss UserGate Server neu gestartet werden (über Restart UserGate Server im Menü des Agenten). Nach dem Neustart sollten Sie die Verbindungseinstellungen der Administrationskonsole ebenfalls ändern, andernfalls kann sich der Administrator nicht mehr mit dem Server verbinden. Kennwort für Statistikdatenbank einstellen Alle Anwenderstatistiken, z.b. Traffic, Onlinezeiten, besuchte Ressourcen, werden von UserGate Server aufgezeichnet und in einer Datenbank gespeichert. Der Zugriff auf die Datenbank erfolgt über den ODBC-Treiber, so dass UserGate Server mit verschiedenen Datenbankformaten arbeiten kann (MS Access, MS SQL, MySQL). Standardmäßig wird die MS Access-Datenbank log.mdb ohne Benutzernamen und -kennwort verwendet. Sie können unter General Settings Database Settings in der Administrationskonsole ein Kennwort einstellen. Falls die Standard-Statistikdatenbank (log.mdb) verwendet wird, sollten Sie UserGate Server nach Einstellen des Kennworts stoppen, dann die Datenbank 6

7 in MS Access im Burst-Modus öffnen und unter Tools Security Set database password ein Kennwort einstellen. Schnittstellen-Einstellungen Der Bereich Interfaces (Abb. 1) ist der Hauptbereich der UserGate Server-Einstellungen. Hier werden solch wichtige Funktionen definiert wie Genauigkeit der Traffic-Zählung, Regelerstellung für die Firewall, Beschränkungen der Internetkanalbreiten für den angegebenen Traffic, Beziehungseinstellung zwischen Netzwerken und die Sequenz der Anfragebearbeitung durch den NAT (Network Address Translation)-Treiber. Abbildung 1. Server-Schnittstellen-Einstellungen Im Bereich Interfaces werden alle verfügbaren Netzwerk-Server-Schnittstellen aufgelistet, einschließlich Dial-Up (VPN)-Verbindungen. Der UserGate Administrator sollte Typen für alle Netzwerkadapter definieren, z.b. sollte er für über das Internet verbundene Adapter den Typ WAN und für über das LAN verbundene Adapter den Typ LAN wählen. Der Typ für Dial-Up (VPN)-Verbindungen kann nicht manuell geändert werden. Für diese Verbindungsart definiert UserGate Server den Typ 7

8 automatisch PPP-Schnittstelle. Um einen Benutzernamen und Kennwort für eine Dial-Up (VPN)- Verbindung einzugeben, doppelklicken sie auf die entsprechende Schnittstelle. Eine WAN- oder PPP- Schnittstelle, die sich oben auf der Liste der Schnittstellen findet, wird automatisch zur primären Internetverbindung. Verbindungs-Ausfallsicherung Falls mehrere Internetverbindungen bestehen, wird die Option Connection Failover in den Servereinstellungen verfügbar. Diese Option erlaubt, UserGate Server automatisch auf alternative Internetverbindungen zu wechseln, wenn im primären Kanal keine Verbindung besteht. Um die Option Connection Failover zu verwenden, sollten Sie Folgendes angeben (Abb. 2): die primäre Internetverbindung, eine oder mehrere Reserve-Verbindungskanäle und eine Liste von Kontroll- Host-IP-Adressen. UserGate führt die Verfügbarkeitsprüfung der Kontroll-Hosts mit Hilfe von ICMP- Echoanfragen (Ping-Befehlen) durch. Die Abfrage dauert standardmäßig 30 Sekunden. Dieser Wert kann manuell geändert werden, während der Parameter Timeout die Angabe der Reaktionszeit bestimmt. Wenn mehrere Kontroll-Hosts in den Connection Failover -Einstellungen angegeben werden, prüft sie UserGate Server nacheinander. Wenn keiner der angegebenen Kontroll-Hosts reagiert, so interpretiert UserGate Server dies als Ausfall der primären Internetverbindung. Daher wird empfohlen, dass Sie mehrere sehr stabile Internet-Hosts als Kontroll-Hosts bestimmen. Abbildung 2. Einstellungen der Verbindungs-Ausfallsicherung. 8

9 Als Reserveverbindung kann UserGate Server entweder eine Ethernet-Verbindung (dedizierter Kanal, WAN-Schnittstelle) oder eine Dial-Up (VPN)-Verbindung (PPP-Schnittstelle) wählen. Falls der WAN-Adapter als Reserveverbindung ausgewählt wird, wird der Servicebetrieb des Proxys durch das Betriebssystem des Servers gesteuert (Dead-Gateway-Detection-Algorithmus). Network-Address- Translation (NAT)-Regeln mit der automatischen ausgehenden WAN-Schnittstellenauswahl nutzen die Reserveverbindung automatisch. Nach dem Wechsel der Reserve-Internetverbindung überprüft UserGate Server regelmäßig die Verfügbarkeit des primären Kanals und wechselt, falls möglich, die Anwender auf die primäre Internetverbindung zurück. Anwender und Gruppen Um Zugang zum Internet bieten zu können, müssen in UserGate zunächst Anwender angelegt werden. Um die Administration möglichst einfach und komfortabel zu gestalten, können sie Anwendergruppen nach geographischen Kriterien oder nach Zugriffsrechten erstellen. Am besten werden Anwender nach Zugriffsrechten in Gruppen zusammengefasst, weil so das Trafficmanagement viel einfacher wird. Standardmäßig ist in UserGate nur eine Gruppe verfügbar, die Gruppe default. Um einen neuen Anwender zu erstellen, wählen Sie Add new user oder klicken Sie auf die Schaltfläche Add im Bedienfeld der Seite Users and Groups. Die folgenden Angaben für Anwender sind obligatorisch (Abb. 3): Name, Autorisierungstyp, Autorisierungsparameter (IP-Adresse, Benutzername und Kennwort usw.), Gruppe und Tarif. Standardmäßig gehören alle Anwender zur Gruppe default. Jeder Anwender muss einen eindeutigen Namen haben. Zusätzlich können sie das Zugriffniveau des Anwenders in der Webstatistik managen, eine interne Telefonnummer für H323 definieren, NAT-Regeln, Regeln für das Trafficmanagement oder für das Modul Anwendungs-Firewall aktivieren. 9

10 Abbildung 3. UserGate Anwenderprofil Außer dem Abrechnungsplan, der neu definiert werden kann, erbt der Anwender alle Parameter der Gruppe, zu der er gehört. Der im Anwenderprofil spezifizierte Abrechnungsplan wird für alle abzurechnenden Verbindungen verwendet (Sie können einen leeren Tarif verwenden, falls die Internetverbindung nicht abzurechnen ist). Methoden der Benutzerautorisierung Internetzugang wird nur denjenigen Anwendern gewährt, die erfolgreich von UserGate Server autorisiert wurden. UserGate unterstützt die folgenden Methoden der Autorisierung: Autorisierung über IP-Adresse (oder IP-Adressbereich) Autorisierung über IP- und MAC-Kombination Autorisierung über MAC-Adresse HTTP-Autorisierung Autorisierung über Benutzernamen und Kennwort Autorisierung über Windows-Anmeldung Autorisierung über Active Directory 10

11 vereinfachte Version der Autorisierung über Active Directory Damit die letzten vier Methoden funktionieren, müssen Sie den UserGate Authorization Client auf der Workstation des Anwenders installieren. Das entsprechende MSI-Paket (AuthClientInstall.msi) befindet sich im Verzeichnis %UserGate%\tools und kann automatisch über Active Directory- Gruppenrichtlinientools installiert werden. Falls die Autorisierung über Active Directory verwendet wird, erhält UserGate Server die Autorisierungsparameter (Benutzername und Kennwort) vom Authorization Client, der auf der Workstation des Anwenders gestartet wird, und überprüft diese über den Domänencontroller. Wenn UserGate Server auf einem Computer installiert ist, der nicht zur Active Directory-Domäne gehört, sollte die vereinfachte Version der Active Directory-Autorisierung verwendet werden. In diesem Fall vergleicht UserGate Server Benutzernamen und Domänennamen, die er vom Authorization Client erhalten hat, mit den entsprechenden Feldern des Benutzerprofils, ohne den Domänencontroller abzufragen. Unterstützung von Terminal-Anwendern Neben der Unterstützung grundlegender HTTP-Autorisierung unterstützt UserGate Server auch HTTP-Autorisierung für Terminal-Anwender. Sie können die entsprechende Option unter General Settings der Administrationskonsole aktivieren (Abb. 4). Diese Autorisierungsmethode erlaubt es Terminal-Anwendern, sich über ihre individuellen UserGate Konten mit dem Internet zu verbinden, über eine Abfrage der Autorisierungsinformationen (Benutzername/Kennwort) für jede Verbindung. 11

12 Abbildung 4. Unterstützung von Terminal-Anwendern Der Modus HTTP-Autorisierung für Terminal-Anwender kann verwendet werden, wenn es notwendig wird, verschiedene Netzwerkanwendungen zur Verfügung zu stellen, die von einem einzelnen Computer unter verschiedenen UserGate Konten laufen. Wenn das der Fall ist, sollten Sie die geeignete Proxyserver (HTTP, Socks 5)-Adresse, Port und Autorisierungsparameter (Benutzername/Kennwort) für jede Netzwerkanwendung eingeben. HTTP-Autorisierung mit transparentem Proxy verwenden UserGate v.5 verfügt nun auch über transparente Proxy-HTTP-Autorisierung. Wenn der Browser der Anwender-Workstation nicht so eingestellt ist, dass ein Proxyserver verwendet wird, aber der UserGate HTTP-Proxy transparente Modus aktiviert ist, werden alle Anfragen von unautorisierten Anwendern an eine Autorisierungsseite weitergeleitet, auf der sie ihren Benutzernamen und ihr Kennwort eingeben können. Nach der Autorisierung sollte diese Seite nicht geschlossen werden. Die Autorisierungsseite wird regelmäßig über ein spezielles Skript aktualisiert, das die Anwendersitzung im aktiven Modus unterstützt, der alle UserGate Dienste bietet, einschließlich NAT. Um die Anwendersitzung zu beenden, klicken Sie auf die Schaltfläche Logout auf der Autorisierungsseite. Wichtiger Hinweis! Diese Autorisierungsmethode unterstützt keine Terminal-Anwender. 12

13 Authorization Client verwenden Der UserGate Authorization Client ist eine Netzwerkanwendung, die auf Winsock-Level arbeitet, sich mit dem von UserGate Server vordefinierten UDP-Port verbindet (standardmäßig auf 5456) und Anwender-Autorisierungsparameter sendet Autorisierungstyp, Benutzernamen, Kennwort usw. In den Einstellungen zum Authorization Client werden die IP-Adresse des Clients, der UserGate Server-Port, die Autorisierungsmethode und -Parameter (Benutzername/Kennwort) entsprechend des Anwenderprofils angezeigt. Beim ersten Start durchsucht der UserGate Authorization Client den Zweig der Registry HKCU\Software\Policies\Entensys\Auth client, um Einstellungen aus den Active Directory- Domänengruppenrichtlinien zu finden. Wenn in der Registry keine Einstellungen gefunden werden, müssen Sie die Adresse von UserGate Server manuell in die dritte Bookmark (von oben) des Authorization Client eingeben. Klicken Sie nach der Definition der Serveradresse auf die Schaltfläche Apply und gehen sie zur zweiten Bookmark, wo die Autorisierungsparameter angezeigt werden. Diese Parameter werden in den Zweig der Registry HKCU\Software\Entensys\Auth client geschrieben, nachdem die Einstellungen gespeichert wurden. Abbildung 5. Authorization Client Einstellungen Der UserGate Authorization Client zeigt Informationen an über empfangene und gesendete Byte- Mengen, Onlinezeiten und -kosten der Anwender. Außerdem enthält der Authorization Client einen Link auf die persönliche Seite des Anwenders. Sie können die Oberfläche des Authorization Client ändern, indem sie die *.xml-vorlage bearbeiten, die sich im übergeordneten Verzeichnis des Clients befindet. 13

14 Wichtiger Hinweis! Der Authorization Client unterstützt keine Terminal-Anwender. UserGate Dienste - Einstellungen DHCP-Einstellungen Der Dienst DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) erlaubt die automatisierte Lieferung von Netzwerkeinstellungen an LAN-Clients. Im DHCP-Servernetzwerk können Sie für alle Netzwerkgeräte eine IP-Adresse, Gateway, DNS, WINS-Adresse usw. dynamisch einstellen. Um den DHCP-Server einzuschalten, verwenden Sie den Menüpunkt Services DHCP Server Add interface in der UserGate Administrationskonsole oder klicken Sie auf die Schaltfläche Add im Bedienfeld. Wählen Sie in dem erscheinenden Dialogfenster die Netzwerkschnittstelle aus, unter der der DHCP-Server ausgeführt wird. Für eine minimale DHCP-Serverkonfiguration reicht es aus, die folgenden Parameter einzustellen: IP-Adressbereich (Address Pull) der Bereich der Adressen, die der Server an LAN-Clients übergibt; Netzwerkmaske und Mietdauer. Maximale Pull-Größe in UserGate darf 4000 Adressen nicht überschreiten. Sie können einige IP-Adressen vom Adress-Pull ausschließen, falls erforderlich (Schaltfläche Exclude ). Sie können einem bestimmten Netzwerkgerät auch eine permanente IP-Adresse zuweisen, indem Sie ein Attachment im Bereich Reservation erstellen. Die Permanenz der IP-Adresse während des Mietempfangs und der Verlängerung erfolgt durch das Netzwerkgerät-MAC-Adress-Attachment. Um ein neues Attachment zu erstellen, reicht es aus, die IP- Adresse einzugeben, die MAC-Adresse wird durch einen Klick auf die entsprechende Schaltfläche automatisch definiert. 14

15 Abbildung 6. DHCP-Server-Einstellungen Der UserGate DHCP-Server unterstützt den Import von Windows DHCP-Server-Einstellungen. Sie sollten vorher die Windows DHCP-Einstellungen in einer Datei speichern: Rufen Sie dazu die Befehlszeile auf (Start Ausführen cmd) und geben Sie ein netsh dhcp server IP dump > file_name, wobei IP die IP-Adresse Ihres DHCP-Servers ist. Gelieferte IP-Adressen werden im unteren Teil des Dialogfensters der Administrationskonsole angezeigt (Abb. 7), zusammen mit der Client-Information (Name der Workstation, MAC-Adresse) und Informationen zur Mietdauer. Sie können die gelieferte IP-Adresse freigeben, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken, oder über den Menüpunkt Remove Client im Popup-Menü. Abbildung 7. Entfernen der gelieferten Adresse 15

16 Die freigegebene IP wird nach einer bestimmten Frist wieder zum Pull gestellt. Die Option zur IP- Freigabe kann nützlich sein, falls eine Workstation früher eine IP-Adresse erhalten hat und nicht länger online ist. Proxy-Diensteinstellungen Es sind mehrere Proxyserver in UserGate Server enthalten HTTP-Proxy (unterstützt FTP über HTTP-Modus und HTTPS) und FTP-Proxy, SOCKS4, SOCKS5, POP3 und SMTP, SIP und H323. Die Proxyserver-Einstellungen befinden sich im Bereich Services Proxy Settings der Administrationskonsole. Die wichtigsten Einstellungen sind die Folgenden: Schnittstelle (Abb. 8) und die Nummer des Ports, an dem der Proxy empfängt, während er auf Anwenderanfragen wartet. Abbildung 8. Primäre Proxyserver-Einstellungen Wenn die Schnittstelle in den Proxy-Einstellungen nicht ausgewählt ist, empfängt der Server an allen verfügbaren Schnittstellen. Standardmäßig ist nur der HTTP-Proxy, mit Empfang an 8080 TCP-Port bei allen Schnittstellen, in UserGate Server aktiviert. Damit der Browser über den Proxy funktioniert, sollten Sie die Proxyadresse und den Port im entsprechenden Einstellungsdialog eingeben. Um den Proxy einzustellen, gehen Sie im Internet Explorer zu Extras Internetoptionen Verbindungen LAN-Einstellungen. Wenn Sie mit dem HTTP-Proxy arbeiten, müssen Sie Gateway und DNS in den TCP/IP-Verbindungsoptionen an der Workstation des Anwenders nicht definieren, da dies der HTTP-Proxy automatisch vornimmt. Für jeden Proxyserver ist eine Kaskadenverbindung zum höheren Proxymodus verfügbar. Unterstützung von IP-Telefonieprotokollen (SIP, H323) 16

17 UserGate v.5 unterstützt die Protokolle SIP und H323, was den Einsatz von UserGate Server als VoIP-Gateway für Software-IP-Telefone und auch für herkömmliche IP-Telefone ermöglicht. Eine SIP-Proxy-Option mit Verbindungs-Bedingungssteuerung (State Full Proxy) wurde hinzugefügt. Ein SIP-Proxy kann in UserGate unter Services Proxy settings aktiviert werden. Er funktioniert immer im transparenten Modus und empfängt an den Ports 5060 TCP und 5060 UDP. Informationen über den Verbindungsstatus (Registrierung, Anruf, warten usw.), Name (oder Nummer) des Teilnehmers, Anrufdauer und die Anzahl gesendeter und empfangener Bytes finden sich im Abschnitt Sessions der Administrationskonsole. Die gleichen Informationen werden in der UserGate Statistikdatenbank gespeichert. Für die SIP-Proxy-Verwendung sollten Sie die UserGate Server IP als Standard-Gateway im Abschnitt TCP/IP-Optionen der Workstation des Anwenders angeben, ebenso wie die DNS-Server- Adresse. Das Setup der Client-Seite wird anhand des Beispiels des Software-Telefons SJPhone und des Providers Sipnet illustriert. Führen Sie SJPhone aus, wählen Sie Options im Kontextmenü und erstellen Sie ein neues Profil. Geben Sie einen Profilnamen ein (Abb. 9), zum Beispiel sipnet.de, geben Sie als Profiltyp Call through SIP Proxy an. Abbildung 9. Erstellung eines SJPhone-Profils Sie sollten im Dialogfeld Profile Options die Proxyserver-Adresse Ihres VoIP-Providers definieren. Wenn Sie den Dialog schließen, sollten Sie die Daten zur Autorisierung auf dem Server Ihres VoIP-Providers (Benutzername und Kennwort) eingeben. 17

18 Abbildung 10. SJPhone-Profil-Einstellungen Mit Hilfe der integrierten Unterstützung des Protokolls H323 können Sie UserGate Server als Gatekeeper verwenden. In den H323-Einstellungen sollten Sie die Schnittstelle angeben, über die alle Client-Anfragen laufen, die Port-Nummer und die H323-Gateway-Adresse und den Port. Für die Autorisierung am UserGate Gatekeeper sollte der Anwender seinen Benutzernamen (der Benutzername in UserGate), sein Kennwort (die IP-Adresse seiner Workstation) und seine Telefonnummer (zu finden in den Benutzereinstellungen von UserGate) angeben. UserGate Mail-Proxy UserGate Mail-Proxys sind konzipiert, um die Protokolle POP3 und SMTP zu unterstützen und um den Mail-Traffic auf Viren zu scannen. Wenn POP3- und SMTP-Proxy im transparenten Modus verwendet werden, ist der Mailclient auf der Workstation des Anwenders genauso einzurichten wie der direkte Internetzugang. Falls der UserGate POP3-Proxy in einem nicht-transparenten Modus verwendet wird, sollten Sie die IP-Adresse und den Port der UserGate Workstation angeben, die dem POP3-Proxy entspricht, als eine POP3-Adresse in den Client-Einstellungen der Anwender-Workstation. Außerdem sollten Sie den Benutzernamen für Remote-POP3-Serverautorisierung im folgenden Format angeben: e- Zum Beispiel: Wenn die -Adresse des Anwenders lautet, sollten Sie als Benutzernamen für den UserGate POP3- Proxy eingeben. Solch ein Format ist notwendig, damit UserGate die Remote-POP-Serveradresse erkennt. Wenn der UserGate SMTP-Proxy in einem nicht-transparenten Modus verwendet wird, sollten Sie die IP-Adresse und den Port des SMTP-Servers in den Proxy-Einstellungen angeben. In diesem Fall 18

19 sollten Sie die IP-Adresse und den Port von UserGate Server, entsprechend dem SMTP-Proxy als eine SMTP-Serveradresse in den Einstellungen des Mailclients der Anwender-Workstation eingeben. Wenn zum Senden von Mail Autorisierung erforderlich ist, geben Sie bitte den Benutzernamen und das Kennwort ein, entsprechend dem SMTP-Server, der in den UserGate SMTP-Proxy-Einstellungen gezeigt wird. Verwenden eines transparenten Modus Die Option Transparent Mode in den Proxyserver-Einstellungen wird aktiviert, wenn UserGate Server zusammen mit einem NAT-Treiber installiert wird. Im transparenten Modus empfängt der UserGate NAT-Treiber an konventionellen Ports der Netzwerkschnittstellen: 80 TCP für HTTP, 21 TCP für FTP, 110 und 25 TCP für POP3 und SMTP auf den Netzwerkschnittstellen der Workstation und sendet Anfragen an den entsprechenden UserGate Proxy. Wenn dieser Modus in Netzwerkanwendungen des Anwenders verwendet wird, ist die Angabe von Proxyserver-Adresse und Port nicht erforderlich, wodurch die nötige Arbeitszeit für Administratoren für die Bereitstellung des Internetzugang über das LAN beträchtlich reduziert wird. Allerdings sollten Sie UserGate Server als Gateway angeben und die Adresse des DNS-Servers in den Einstellungen der LAN-Workstations eingeben. Cascade-Proxy UserGate Server kann entweder mit direkter Internetverbindung oder über den höheren Proxy funktionieren. Solche höheren Proxy Server werden im Menüpunkt Service Cascade Proxy gezeigt. UserGate unterstützt die folgenden Cascade-Proxy-Typen: HTTP, HTTPS, Socks4 und Socks5. In den Cascade-Proxy-Einstellungen werden die konventionellen Parameter, Adresse und Port, gezeigt. Wenn der höhere Proxy die Autorisierung unterstützt, können Sie die entsprechenden Benutzerinformationen in den Einstellungen angeben. Alle erstellten Cascade-Proxies sind in den UserGate Proxyserver- Einstellungen verfügbar. Ports-Funktion UserGate unterstützt auch die Option Port Mapping. Falls Regeln zum Port-Mapping bestehen, leitet UserGate Server Anfragen von Anwendern von einem bestimmten Port der Netzwerkschnittstelle 19

20 der UserGate Workstation auf die angegebene Adresse und den Port um. Die Option Port Mapping ist für TCP- und UDP-Protokolle aktiviert und erfordert nicht die Installation des UserGate NAT-Treibers. Abbildung 11. Definition von UserGate Ports Wichtiger Hinweis! Wenn die Port-Definition verwendet wird, um Zugriff auf unternehmensinterne Ressourcen bereitzustellen, sollten Sie den Specified User als einen Autorisierungs-Parameter verwenden. Cache-Einstellungen Ein Proxyserver dient vor allem zum Caching von Netzwerkressourcen, er reduziert die Internet- Verbindungslast und beschleunigt den Zugriff auf meistbesuchte Ressourcen. Der UserGate Proxy implementiert das Caching von HTTP- und FTP-Traffic. Dokumente im Cache werden dann im lokalen Verzeichnis %UserGate%\Cache abgelegt. In den Cache-Einstellungen sollten Sie die Größe des Caches begrenzen und die Speicherzeit der Dokumente angeben. Sie können auch das Caching dynamischer Seiten und das Traffic-Zählen aus dem Cache aktivieren. Wenn die Option Count Traffic from Cache aktiviert ist, wird nicht nur der externe (Internet-) Traffic des Anwenders gezählt, sondern auch der aus dem Cache empfangene Traffic. Antivirus-Scannen 20

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