DAS BUNDESERGAENZUNGSGESETZ ZUR ENTSCHAEDIGUNG FUER OFFER OER NATIONALSOZIALISTISCHEN VERFOLGUNG (BEG)

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1 DAS BUNDESERGAENZUNGSGESETZ ZUR ENTSCHAEDIGUNG FUER OFFER OER NATIONALSOZIALISTISCHEN VERFOLGUNG (BEG) Von K. Priedlander IJezcrnenl bfiin Uiiiti-il Rcstitiuion Offirt- (I.onrtoii) Weiche Bedeutung hat dieses (lesetz fucr die Entschaedit^ungsansprueche der Verfojgien des NationalHOzlulbmus, die {m Ausland wohnen? Bel Juden aus Deuischland haengt die Antwort davon ab, In welchem Telle Deulschluiid.o sle IhreR leizten WohnslU hatten. War dieaer in der briiischen Zotie, so eroeffnet das BEG erstmallg die Moeglichkeii, nach dem Inkrafttreten des CesetzeA am 1. Oktober 19S3 und nach Ausgabe der Anmeldeformulare Eolachaudlgungsanspruech'.; (im Gegensatz zu Rueckemlat- (ungsanspruechen) gelrend zu machen. Das gleiche gilt, in behr eingeschracnktem Umfang, wenn der letzte Wohnsltz sich In den sog«nann(en VertreibuRj;s;ebi«ten (jctzt In polnlscher oder russischer Hand) befand. L'anieber hinaus schaftt das Geaec/ neue Kategorlen von Anspruchsberechtlgten (Staatenlose und poluische Fluechtlinge und Nntionalverfolgie). Warbel aus Deutschlandstammenden Judea der letzie Wohnsltz in der unurilkunuchirn od«rfranzoesuch«nzoneotierinb^lin, so gelten die auf Grund der Kntschaedlgungsgeselze dleser Laender bereits eingerelcbten Anmeldungen welter und neue Anmeldungen sind Im allgemeinen entbehrlich. Da aber das BEG In einlgen Punkten fuer die Gescbaedigten dieser Zooen wekergehende Rechce gewaehrt als die Land^sgeeecze, so werden die Betelllgten In Rube prucfen koennen, ob eine Ergaeiuung der schwebenden Antraege gebolen isl. Falls die Antragstellung gunz vergessen war, lat eine Neuanmeldung moegllch. In kelnem Faile noetlgt das BEG zur Zuruecknabme oder Elnschraenkung von bereits unter den l.andesgeselzen eingerelchten Aniraegen. da diese bestchen bleiben. sowru sle zu Gunsien der Geschaedlgteo welter gehen als das BEG. ill dtt Prdxis bu'ibt also cine trlicblichf DiWcri-iiiUTUiig U'Sti-lu'ii, ubwuhl dds HKCi im I'rtnzip < inlidtliclir (jraiidlagt-ii (ucr dit- Enlsi-hai'digung d<t Opfer di's NatiuiiuisoziaJibiiiiis filer dan ^-samt<liiiiidesgvbii't uiid Wcst-lWrlin M-hafTcii will. Ziiin Wrstjfndtiis <i<-s (irsfurs ist t-in Abiiss UCIht die historisclu' Hntwii'kliing g<-bot<-n. Die «Tsten WiwltTgutmachmigsgesel/e wdrt-ti dif voii <len AUiii-rteii ftirr die amrrikanischi- Zone, di<^ britisclie Zone, die fraiuoi'sisrlu' /one und WVstberliii <Ttass<'n<?n Kuciker!.ta{tutigs4,'es«.'tzi-. Die se battel) znm Op'iistand die KufckgalH- li-ststeluwrit ("reg«-i!staende. <lie Wrfoljftcn d«-s Natioimisoziali^niusentzoKt'ii worden wan-n. Wenn fin Jude unter der Nazihrnsrhait dnrch die Verfol^fung (fezwungt-n wordt-ii war, sein liaus oder sein (lescliaeft zw verkaufen. so sotlliihni durch dios»- (lesetb: dip Muegliclikeit p-jjebon wi-rdm, di'.-w (iegi-nstaeiide wit-der ziirueckzuerlanseii. In dem Km-rkerslattungsgnrf'lz fuer die franzoesis>rhi* Zunc war die AiiweiiduiiK dt-s Kiieckcf' stattungsgfsrtzes auf <>cgensta<'nde beschrai-nkt, die iioch vorhandui waren ; die KueckfrstaUiingscosotzc fuer die ani<-rikaiiist'lie Zone, die britiiiclie Zon<' luid West-ii'Tliii enthi<-ili-n <-iit<- solelie aiisdrurcklirlip IVstiminung nichl. Spaetfi warden \'on dun I^-ii<i<-rn det ain<-rikaiiii>(lieii Zone gleichlautende Hntschaediguii^'.sgi-svtzi' erlaswii. Ks fulf^tuii die Laender der rranzim-sis( lien Zone mil von eiiiiin<li'r abweirhendi ii (resetzen. Scblies!.li<li erlicss \V<;st-U<-rlin ein 1'jitst'huedigtnifp.gi'si-tz. Fuer die britist'lie Zone sind allgeineine Khtsi'haediguiigSK<vl/e. (lie siili aurh auf Aiisgfwanderle U-zielieii, nirht erlassen. Eb ergab sicli albbald die SthwieriKkvit der AbKrenziiii^ der KmliuedigungbgcM-tze von den Knecker^laltungsgi-bi-lzi-n, da l«'ide Arten von {jesetzon Enlschacdigung fuer Scliadeii an Vemuogeii to "AJR lofonnalloa " Vol. VIII No ") (Seplemher 1953). Jssufd by ch«association of Jewish Refugees io Great Britain 8 Fairran Minsions. London, N.W.) {Tel. MAIda Vile 4096 T) Editor: Vt. iiomailock vorsaheii. liesoiidi-ru Schwierigkeiteii niaditen die I'aeile, in denuii das Reich I.ifts, Bankgutliabeu und Wert()a >ierde)x>ts eingezogeii liatte. Die Kii'litsprechung eiitwickcltt si<'li in der aineiikanischi'ii inxl brillsi bcn Zone und in \Vost-B''rlin duhin, dass cs al^i g<-nucgend angcst'lien wurde, wciin die enlzog«-nen (iogetisiaende zur Zeit di-r lintzielaiiig fi-ststellbar waren, was bet vifatfigerten l.ifts und einp-zogrncii Haiikgiitliabt-n und Wertpapii-rdepols iirnner der l ull war. Dii- Ansprueche batten sieh g<gcn den EiitzieliiT. d.h. das IVutsche Keich, zu richten. I>a das Keirb nirht inehr Ix'sfehl,»o koiintc li-diglich eine I'eststvllung der Kue< kgau'i)tli< bt fr(i)lg» ii, zu den-n Verwirklithung ein neues (irs«rtz zur Kegelung der rueckerslahmigsn-chlliohen \Vrbindii«tikeiten de» frui-ben-n Keich* no<>tig ist, Diesrs Kmtkerstattuiigs-Ergai-nzuiigsgewCz " ist uocii niciil fgangi-ii. Ansprueclie dieser Art werden oft als solrlie der s>igi-nannteii ' i)ritten Mass- " bezvidinet. Ill der (raiizofsiscben Zone koiuiten di<^: Schwu'iigkeiteii nicht aiiftri'leii, < 4 durt die Kueckerstattungsgi-setze aiiadruih klich auf iiui'h v'orliaiidene tiegeiiiitjendi' bem'lira<'nk( sind ui.-k ilev durcb Kntziehuiig von l.ifts, Kankguthaben und Wcrtpapieren entstandene \'erii]u>-gcnmrhadon witer die Entschaj-digungsgewtue <iit I.aender der fralitocsi«chrn Zonr laelll. Dieyn zur Zeit d<rt KK(i ih-.stelh-ndfii Kreblszusland muss nun >ith vor Augen halten, wenn man <lie Auwirkunijeii di-s BE<i rirlilig \'«-fst«-hen will. l-diiik'u verlaebrt da.'i HE(i in der WeiM-, da.->!i in der iiiuleituiig die ill der anierikaiiisihen Zone etlasmnen uelx'temsliniiiienden Knt M'liaethguiig^e.selM geaciidrit und in diesei veiaenderten Fa.S!>ung aut das gesaintc Bundi'sgebict und \\'ost-li*-rlin ausgi-di-hnt werden. \\'eitergch*i)de laiidesr<.t'htlii:iie l^timumnget! bll-ibcn hingegcn. wii- bclioii ausgefuehrt, in Kraft. Dies ist insbesondere fuer die au>. Ost lkriin Ausgewanderteii wii htig, da das H< rliner F.nts> haedigung»- C- v tz aurb dieseil Anspni<>dle zubilli^'t l^t inalericlle Iiibalt des ticseties ist in vier Absi hnilte p-glii'ilert: Allgf-meinc Vorst'briflfn hadenstatbeslaonde Uefriedigung der Emschaedignngsansprn'-cbr JtehotTdcii und Wrfalircii.,\m Elide des Oesctzes wtrden IVlx-rgangs- und Schlusslx-stimnnnigen gebrarht.

2 Page 2 Erster Abschnitt ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN Es ist zu bcacl.tcn, dass sich dicse allg'-mi'incii Hi\stiinii)uiif;cii an! alle Schadcnstatbj'staeiidc bezii'licti, w< iiii ihiv Aiiwi'iulung In-i dni Hnzplnen Tatbostacndcn nicht ausdrui'cklicli aiisgi'scliloss'ti ist. ANSPRUCH AUF ENTSCHAEDIGUNG Verfolgter und Verfolgung Anspruch auf Entschaodiguiig liat, wcr in dit Z<-it vom bis zutu H.fi.43 (Vi'rfolgun/»szi"it) wvgi'ii soiiiit d<'n Natiouaisozialisoius gerirhtetcn polit'schon Ucborzeuguiig, a\is Grucndoii drr Rasst*. des Glaubcns oder der Weltanscliauung (Vcvfolguiigsgrucinii') durch iiationalsozialistiscliu Massnahiiu-n v<-rfoigt wordcii ist uiid hicrdurch Schadcn an I-cl>en, Koi-rpcr, Gesundhcit, Fn-ihi'it, Eigcntum, Vermwgcn, odcr in seiiicm N-nifliitivn und wirlsrhalilicht-n Fortkommcn erlitti-ii hat. Der Verfolgung wegen politischer Uebt-rzcuguiig ist fine VVrfolgiinK gu'ichgcstpllt, die darauf boniht, dass der Verfolgte die Nazihcrrsrhaft aktiv unter Gefaehrdung st-incr Person Ijekat-mpft hat. Nationalsozialistischc! Gi^wcdtinassnalimrn sind.mossnahmen, diiauf Voranlassung odcr mit Billigimg i-iner Dieiiiistelk dis Ktichcs odt-r der NSDAP gegen d<'n Vprfolgt<'n gcrichlct worcu'n siiid. Diesc Regelung «ntspncht int wt-scntliihcn dvni bishcrigcn Kt-cht. Auf (inuid des Wortes " gogcn ihn gcrichtet " hat sich vin>' durili nichts gorechtfcrtigte Rcchtsprrchung i-ntwirkrlt, dii- am'h Ix'i verfolgtcn Juden den Nachweis ciner hosondrn-n Vt'rfolgiing vrrlangte und Vurliegen der " ajigcmeinen Judenvurfolgung " nicht als grnuegend ansali. Um dies^-r auf einer Vcrkeiiiiung der danialigen Verhacltnisic 'i)eruhendcn Auslt'gung <ii's licbctzi's onlg<'gi-nziitr>-ti'n. Ix'stimmt das Gesotz ausdruccklich : " Es wird vermutft, da-ss Vorfo!gung*maMn.ihincn gpgcn drn Verfolgtcn gfrichtet word<'n sind, wt-ini dii-ser zu ciihin I'crsonen kreis gchocrte, don in seiner Gcsamtheit die l>i'utsch>' Kegicmng odci die NSDAP durrh ihre MassnaJimen vom kulturellcn UIKI wirtsrhafthrhcn ].<'h<>n IX'Utsohlands au.szusrhh>'ss<'n ik-absirhtigte." Diose Vcmiutung muss inslx-sondcrc fut-r Juden gi'iten, die aus rassischcn Grucndeii verfolgt worden siiul. I'ntrr d>'n Einzi-ltatbestacnden ist unter Schad<-n an Vernioi-gi-n ausdruc-cklii li lioykott als I'ine Verfolgungsinassnahnic frwd<-hnt. Unter den allgcmeinen Vi-rsagungsgru'itdcn, (li<- das (icsctz auffuehrt, ist besonders zu irwaehncn, da-ss eine Kntsch»-diguiig Z'.i vcrsag<-n ist, wenn der Verfolgtv die freihritliche deniokratischc Grundordnung bekaenipft odcr wcnn er Missontlich odergrubfalitlaessig unrichtige oder irrcfuchrcnde Angalxfn tnachc. Kin mit der Veifulgung ziisaiunk-nhariigendcs Einversta< n<lnif des Verfolgtcn mit der schacdigcndcn Massnatimc stcht <lcm Anspriii li auf Entschaedigung nicht entgegen, z.h. Ausschi-id'-n des Angi-stcllten auf eigenen Wunsch. l.iquidicnuig ein<*s irt-scliaeft*. I'"ucr Schaden, der aurh ohne die Vj-rfolgung eingctretcn wacn', Vr-ird eine Entschaedigung nicht gcwaehrt. Auf die Entschaedigung naeh dcm HE(j sind Ixbtungcn anzur<i'}inen, die im Zuge der Entschii<-<hgiing fticr Opfcr <les Nalionalwizialismus gewachrt worden sind. Cieldrenten, dit- nach dcin zu h-isten sintl. wi-nieii vom Krst<-n des dcm Inkrafttrrten des KK<> folgi-nd<-n Kal<-iidermun.its..dsu <leni nrris, an in monatlich voraiis/.ahllurcn Iti-truegeii geu.ii'lirt. i<l^ zu (hcsmi' Zeitpunkt Wfr<len ilie l)ishi-rigi-n I.i-iMimgcn grwai'lirt. Umstellung Gcldansprucche fuer die Z«'it vor der \Vat-lirungsiinisl<'IIunK wcrden, soweit das <ies«'tz nklits abwcichend<-s bi-stir.inil, in Itcii hs mark ber»'chnet und im Vcrhaclliiis von J<i zu 2 in D.M nmgen'< hni t. Das gleichc UmstelUnigsverhac'ltnis gill auch fikt anzunhhni tnl'- Ij'istungcn. Anspruchtkonkurrenz Es wird anf <iie in der Kinleitung gemaclitrn Ausfuehnnigrn verwicsen, Uas (iesetz bestimmt, dass unter dem BEG nur Ansprucchc gi-ltcnil geniacht werd«'n koenneii, die nicht unter b«-s<)nden- Ncehtsvorschriften zur Wiedcrgutinachung nalionaisoziaii'itisch<'n I'nrccht* fallen. Als solclic Rechtsvorsilirilten wcrden ini Cicsctz aufgefuiiirt die Kuetkerstatliingsgesetzc, <ias Inlands- uml AiislandsUanitengesclz filer Angeliocrige <ies (K-ITenlUi In n Dieiisti s nnii dii' Wii'di'i^'Uimaclningsvorsclirittcn fuer Soziaiverj-ichcruiig und Kriegscpfervc-fsorgung, Hierinterr'ssierf U'sondersdasVerliai'ltniszu den Kuerkerstattnnj^sgcsclzcn. Es kaim liiernarh I'in S<'haden, derdurcli die HinzicIiutiK <incs Hankkontos o<!er Wi itiiapii.-rdejwjts oiler diucj die \'i-rstei.'irnng eines l.iftvans <iufeli das fruelu'iv Heutsdic Kejcli ntstaihlcti ist, nidit auf (irund <ies BE(i gclteii.l g<-niai'ht werdi'n, da diesi'r Tatlx.'Stand, wie bereits aiuigofiielirt, unter die Kiieckerstattiingsge«'tze fuer die amerikanischc und hritisclie Zoni; und West Hc-rlin faellt. Die liestiinmung hat auch die I'ol^e, da.ss Son<leral>gabcn und KeichsHuchtstcuer nicht auf Grund des geltcnd geniacht werdrn kocnnen, wcim ihre Zahliing zugleich als rueckerslattungspflichtige " Entziehung " angesi'hen win!. I)ics<T Kcchtiziistand Ix'steht, trotzdem diese Abgalx-n unter St'haden an Eig-Jituni uml Vermoegcn aiisdruecklirh aufgefui hrt siml. Insoweit gelien also die Hestiniinungen des HE(i niir subsidiaer. (icgi'n diese Rebelling ist von fast alien Seiten Widerspnich erhoben worden. Ks ist <lringen<l zu hoffen, dass hicr vine Aenderung eintreten wird. Nach dit im (iesetz vi;rgtschenen Regelung mues.sen dii'jenigen. dciien zur Zeii der Entziehung ieststellbare (M'genslaende cnti^igen worilc sind, mit einer Hefriedigung iha-r An.-,prueche warten, bis das srhon irwachntc Kueckerstattungsergaenzungsgi-setz erganjifen ist. Wcnn ein Ogenstand in einem Gebiet Pntzi>gen wunlm ist, in dem kein kueckitstattungsgesetz U-nteht, z.b. in Osl-iierltn oder in der Ostzone, so warre die Folg'', dass dics<'r Anspruch auf (irumi d<'s HE(i gellend K' '^^^<'ht wenlen koennle, <la ja keine.mot'glicliki'it Ix'strht, ihn in einem Rw^ckerstattunjpverfahren geltend zii ma<-h>'n. Um dies ausziischlicssi'n. Ix-stimmt das (ies^'tz, dxss.\nspriurh<auch <i.inn auf (iru id df-s lieg nicht gi'ltend g< in.irht werrlen ko«'niien, wcnn die (iclti'tulm.iehung nur wegen d<-r raeumlifhen li'-srhraenkiing <ler Kue<keri.taltung?!gMotze nicht niot'glirh ist. Ein in <ler Ostzone <-ingez<)geiies Hankkcmto wlcr WVrtpapierdi'jwt, (KUT ein in <1>T Ostzone verai'iisserlcs Gruiidstucck kani; also auf (irund des HKii niiht als Schacien am VcrTnoenen geltcnd gcmacht werden. Aiispniirhc auf (irund d<-s l<e(i ko<'nncn auch dann niilit grlt.-nd gemarht wenlen. w<'nn der Tatbcs(and unter ein Kiw-ck'TSlatliiiiKsg<-sclz faellt und die.\nn)\-idefrist versaeuint worden ist. MaiU'hi- Grrichtv batten die Aiispnieclu' auf Scliadensersatz wegen entzi^gener, lueht inehr voiliandcnit, (iegen.stai-nde aljgrlehnl, weil MiUhe AiLspruecli'-' nach ihrvr.\nsicht nicht nach dein Kueckcrstattungsgesetz gelteikl gemacbt wi-rden koe*inen. Wenn dies in eiiu-r niclit ineiir anf(xh(bar<-n Entsclieiiiung g<-schehcn i.st, so sind die Kntschacdigungsorgane hi<-raii gi'huiiden; derartige Ansprui-clie sinii <talier ausnahnismeisc durch die Entschac-tligungsorgane zu ents»:hciden. ^ VVohnsllz- und Slicbtag4vorausMlzun(tcii I)h- liier aufgestrllti'ii (irundsaetze gelten fu't alle SrhadenstaliM-stai'iuli- mit AuM)ahni<' d<-r Kegeluiigcn fuit die lm-sond<-rcn Verfolgti'iigfupjx-n. Nur wcnn dies<' Voraiissi-lziingm vorlirgi-n. kofnnvn Anspru'-ch-- gelt<'ri<l gemarht w-rdi-n..vuspnu-che aul Knls<hai-digung U-sli'h<-n. w<-nu cl<r Vnfolgte I. am M-iuen Wcilinsitz <xli'r daiirnult'n.\uf>-ntlialt ini Mnndi'sgi'biei IMIIT in Wi-stlx ilin lialtc, J. vor dvni! I 47 vcrsiorlxn odi-r aiistji-wandi it, drjm)fti<it (Micr aiisgewicbcn wuxli'ii isi, alxt M'iniii I'lzten inlaeii I'lsi'lieii Wolinsitz oder ddii<-rnd<-n.\ufenthalt ini Hnndc^eliu't IMIIT in WotU-rlin liaitr, M(h in linem 1)1' I ag"'r ini Hinidesgehiet oder in \Vi-5tl>r-rlin anfhieli und naeli <lcni III.12.4(1 aus <l''m Run. d<-st;fln''t fxler Wi-siln-rlin aiisjp-wandi-tt ist. Daraul, d.iss die Jti'stmitmnig des H<-rlin<-r Knlwh.u'<li(;unKsRi'M-t/;<-s aufrerht I'rliallen ist. die auch den aus (Ktlx'thn.Xusgcwaiulerten Anspriicche gil>i, ist schon lililgcwiesen wordi n. Pas (^'-Si-tz itwa'hnt no<h Heimk<'hrcr. Wrtrirlx-ni' und Sowjeic zonentiucclitlinge. dir hier nichl von liitcri's.s<- siml, da sich die» Hestininiungen nur aul die jctzl ini liundes^ebii i nnd in West-l^'ilin Wohnenden l>ezieli<-n. Fui r Schadcn an (irundstueckcn wird von der \Volmsitzvorau.ssetzung al)gesehen. wenn <las (iruiuls(u<-ck nn hinidi'sgi'birt oder in WestlH-rlin gelrgcn ist.

3 GELTFNDMACHUNG UND UEBERTRAGUNG DES ENTSCHAEDIGUNGSANSPRUCHS Sohr koiiipliziert ist dir voni Htiergorlidicn Kecht aliweiclifndp Vrrcrblichkcit clos Ansprurhs grn-gflt. Es s(i liicr nur cini' kurzi^ UclxTsioht tic'lxt (lio an vrrsrhicilcnrii StrlU'ii di-s Gosi'tzrs t^iithaltcixii Hestiinmuiigi-n gcgi'txmi. Das Ciosi-tz stellt Jt'ii (iruiulsut/. auf: " Drr Ansprui H auf ICntscliaixtigiing ist VCTITIIUCII, sowht in iicwtn (iospt/. nirhts aiidtirfs Ix'stimmt ist." Fuor allc liinwlscli.kxh'ii situl bt'soiuu'ir Bcstiiiiniungoii gotroffcn. Dies ttgibt folgciitlc Kcgi-lung : J, \V«nn d<-r WrfolgtK naih dem )47 gestorhtn ist. g«-lii-n folj-rjidc Aiispriieclic auf di<- KrU'n utifx-schraciikt iicl>pr ; (a) Scliadpn :in Eigcnlum und WTmopRrn, (b) Kapitak-ntschaPdiffimg fuor I-<-l)cns.vhad('ii vor lir(,'jnn der Kentcnlfistungon. 2. W'ciin d<t Wrfolgtf toniem ^fsa>r6f» utt, gi-tipn diev Kntschai-tlipmgcn nicht ufbor, wenn dvr Erf^ wdcr drr Khpgatti' dcs Vrrfolgtcn ist, noch im Falle dor gcsetzlirhcn Krbfolgc zu den gcs<'tzlichi'n Erbcn d<t crstoh und zwcitrn Ontnung grho^ri-n wuenlc. 3. Iki Schtitien im hfni/lifhen F'trtkimmen gclnii die Ansprucche auf Kapilalt-m.-KhaPdigui^; unlxschrarnkt auf die ErbtMi uclxrr. wt-nn der Vcrfolgtc iiacli Inkrafttrctcn dw HEG stirbt. SCHADEN AM LEBEN Auspmch auf Ent&chawligung fuer Scliadi-n am Jx-lx'u Ixstelit. wenii der Verfolgte durch geij^-n ihn gericliti-te nation.ilsozialistis<-lie (icwaltmassiiahmen vorsaetzlieh oder leirhtfectig getoctet oder in den Tod getri<'ben worden ist. Wenn dirr Verfolgte wai'hn'ntl der IX-portation oder einer Frtiheitsi'ntzieliung IKI'T im uiimittelbaren Anschluss daran verstorlx-n ist, so wird vi-rmiitet. <iil<is er durih nationakozialistisihe (icwaltmas-snahmeii vorsaetzhrh oder leichtfcrtig getoctet oder in den Tod gotriebcn wortleii ist. Anspruch auf Entsrhaediguiig fuer Srhadt-ii am I/'lx'ii Ix-stdit auch. wenn der Verfolgte durch gegen ihn geriehtetc nati'iiial-sozijistischc (iewaltmassnahnen an si'inem KoerfxT oder an seiner (iesimdheit geschaodigt wurde un<l an den I-'olgen dti-^'r Schaedigung spaetcr grstorben ist. In diesi'm J-'allii n)u<-ss«-n die Antrugsteller nai'hwcisrn, daw der Toil durcji die Schaediguiig herbeigefuehrt ist. I'Ur di«u-n Nachw<-is wird in der Kegel ein aerztliches (iutarhten die CiruiKllagcbilden muesseii. / Voraussetzung ist, dxss der VerfolKle vor der rn'iheiim-ntfiehtnig oder Dcportierung suincn letzteii Wuhn&itz im Jiundes).'<'biet oder in Gro&s-H<Thn hatte, oder dav; fuer die ilinterhliebenen die ou'n erwai'hnu-n \S'otuisitzvorau.vsetzungen zutreffi-n. Es»t dies der einzige Full icn C><-si'tz, in deni neben clem Wolmsitz des Wrfolgten auch der Wohnsitz des Antragstellers linen Anspruch begniend<-t- I)ie EntschaediKung winl in Form einer Kente gi*waehrt. l uer die Zeit voni Tode des \'i-r/olgteii bis zur Kentengewaehrung winl eine Kapita)ents<'ha«'digung gewaehrt. die narh der Hoi'he <1<T f«*stg<'- si'tzten Rente zu bercchnen ist. Wenn es nicht zur Kentenfhitsi-tzung konimt (\Vie«ler%-iTheiratung der \S'itw<-. Err<-iiJ)ting d'-s IC. <Mler 24. l^'lx-nsjahres Ijei Wai^-n vor d<t Entsclx-idung). so ist nur die Ka])itaK'ntscha<-<ligung zu gewaehren. Dies ist zwar im Gesetz nicht au&dnirrkhch gesa^t. eigitit sii'h alxt zwingeiul aus dein Sinn <li'r gesetzlii hen Reg< lung- Die Geldn'nti' imil (he Kapitalentst ha<'digimg.' iiid voii d'-r Kinkonimen und Lohnsti uer im'frcit. I)i-r. \ns)>ruch auf die (ietdreiite ist weder uel*'i traglur noih ver<>rblich. Der Anspruch auf Kapital<-ntsrliaeiiigtmg geht auf dii' Hrben unbes<hraenkt iielx-r, wenn der Verfolgte narli li'-m I.I 47 gi'storben ist. 1st er vor dem gestorn ii, so geht der Ansprucli niir auf die Ehefrau und die Erl>en <ler ersteii und zweiten (irdnung (Kinder, Eltem und dereii Nachkonimen) uelier. Zweiter Abschnitt SCHADENSTATBESTAENDE Page 3 4. Aus den Bestimtnnnfi''n ueber die einzelntn SchadensarUn crgiht sich foigcndos: (a) Ansprliche auf (ieldn-nten wegen Schaden am Leben und Schadcn an Koerpor und Gcsundheit sind unvnrrblich ; (b) der Ansprwi-h auf lilntschat'diguiig fuer l-'reiheilsciilziehung ist nur vererblich, wrnn dci Verfolgte nacli (letn 8.A.11)45 gestorben ist und geht nur auf die Kinder, den Ehcgatten und die Kltcrn m-ber, wrnn dies billig erscheint; (c) l)ci Existenzschac-<lon guht der Anspruch. wenn der Verfolgte vor Iiikrafttrci^n des Bundesentschawligungsgeiictzcs gestorben ist. nut auf den Ehegatten. die Alikoemmlinge, Gi-schwister utid Eitern insoweit uelxt. als diesc linen Anspruch auf Unterhalt vi'rloren halk'n. Der Anspnich auf Entsohacdigun? kann, soweit seine Ucbortragung iiidit ausgeschlossi'n Lst, nur mit (ieiirhmigung der zuslaendigen Kiitschaedigungsbehoerde abgetreten, verpfacndet odor gepfacndct wrrden. Wenn eine juristische Person, einc Anslalt, ein nichtrechtsfae}iiger V<-rein oder nichtrochtsfaehig<> Osellschaft d«buci^erlichen Kechts oder dfs Handelsrcchts aufgeloest oder zur Auflonung gezwun^eti worden ist, so kanti der Anspruch von riner Nachfolgcorganisation geltend gemacht wcrden. Anspruchslx-rechligt sind ; 1. die Witwe bis zu iho-r Wiederverheiratung oder bis zu ihrem Tcxli-; 2. der Witwer bis zu si"in<'r \S':e<lerverheiratung o<ler bis zu f'iiiem Totle, wenn un<l soweit rr ausserstande ist. sirh selbst zii unterhaltni; :i. (d) Kinder bis ziuu lli. Leb<'nsjuhr, und wenn sie in Kenifsausbildung sind, bis zum 24. Ixbtjisjalir : fuer Kinder, die infcilgi- von Krankheit <KIIT Gebrwhen L*-nifsunfai'hig siml. Ijesteht keine Allersgrcnze ; (b) elternlosi' Enkel bis zur VoUenduitg des lu. Ixbeasjalirs, wenn sie zur Zeit des Todcs des Verfolgten vun diescni iiiientgi'ltlicli unterhalten worden sind. oder unterhalten worden wai-rcn, w»'nn rr noch lebte ; 4. \'«-iwandte aufsteigi'nder Linic (Eltem. Grus.<ieltern), dcren l^-t)ensunterhalt gaiiz oder ueberwiegend im Z<-itpunkt seini-s TocU-s durch den Verfolgten bestritten wurde. oder wi-nn «-r lebt«-, von ilmi bestritten wwrde, auf die Dauer der H<-duerftigkeit, Die Kenten werden auf (irund der Versoi^ungsbezuege eines vergleii lilwrx-n Ik-ainten fcstgi-sctxt. Die wirtschaftliche Strllung ist nacji dem Durchschnittsi'iiikommen dcs Verfolgten in den letztun 3 J.ihren vnr seinem Tode zu beiirteilen, wolx'i einc Minderung seines liinkomnvns d>ir< h dii' vor.iusgegangeii'' Verfolgmig aussi-r 1^-tracht bl''ibi. Die Hundc-sregiemng ist U-rerhtigt, (lurch Keehtsvcionhiung eine Hi'soldirngsuHnTsirht aufzu-stellen, di»' die (irundlage fuer die Hingruppierung bildct. Es smd alm'r folg<'nde miinatliche Mindi'stlx'tr.iege fi-stgesutzt: flit r <lie Witwe D.M 2iN),- fuer den Witwer je nach dem tirade seiner»<-.luerftigk< it D.M («( fiier die Vollw.lise DM IIM).- fiier die ersti- uml zweitr llritbwdi»i-, wenn keme W itwenrente K<-wai'hct wird je DM 75,- wi^nn eine Witwenrente gi'waehrt wird )e DM.V>.- fuer <lie dntte und ji'de folgende Hailm-aise je D.M."M).-.\uf diew l.eistuiigen werden VersorgiingsN.-zuege giid laufende U-istungi'n, die nicht iiiisschliesslich auf eigenen l^-istungen des Verfolgten U'riiln-n. angerechnet, wie z.h. Witwi-nversorgungsrente aiif tvnin<l des Bundesversorgungsgirsetzes und der Sotialversicherungsg«'setze.

4 P*g«4 SCHADEN AN KOERPER UND GESUNDHEIT HIT Vorfolgtc H.it Aiispruch auf KnfsrbacHigung, wonii er (lurch ({fgoii ihii gericht<'tc n.ilionalsozialistische (irwnltmassnahmoii an scineth Koorpcr mlit an scinrr Clcsuiidhpit nicht unorhcblidi grschaedigt wiirdo. Als Entscliiirdipiiig wir<l grli-ist^'l : 1. fin Hoilverfahron nach M;issgalM.' drr Ix'amtonnvhtlK-lii'n Vorschriftcn uebor dip Unfallfuersorgft : J. im Falle und IIKT die Diiurr einor IWintraMiliRiinK dcr Krwrrl>sfarhigk(>it um mindpstcns ;W)% vom Inkrafttrrtcii <1<'S nii(i (l.lo.ris) an fine (.tcldronle ; fuer die 7.cU vor d'-ni I.IO.W sind die bisheriki'n (ipsetze niassgi'bemi : 3. fuer die Zcit zwischen BepintracrhtigrinR dor Krwi'rbsfaehigkoit utid dom Bcginn der Gcldrente eiiic atif (inm<i <irr pstk<^t7.trn Rente zii liorechnendc Kapitalentsfhaedigung. B<-zupglich drr lji'l>ertragbarkeit. der Vprerblichkeif UIKI dc-r i^teuprfreiheit gilt das ontor " Srhaden am Lcben " g-.'sagtc. Die Kente wird durch Vprgleich niit d/'m OienstPinkonimpn pinns vrvgloichbarcn Beajnien ermittell und jc nach der Heschrarnkung drr Erwerbsfaehigkeit in HundcrtsaPtzcn dipses Einkonrniens fpslgpsf-tzt. Die Hundertsaetzo betragpn zwischen 15 und 70%. Es sind folgrndr monatlichen MindestrentPn fpstrewtzt : Hei I'iner Erwprbsniindpi-ung von 30 bis 39% DM 10(1.- 40bis4fl?«DM 12.V- SObls.Wrt PM 1«).- H()bisfifl% DM his 79% DM»)(i.- vnnw)%.in DM 2»i.- Wptin der Verfolgte am das W. l.pbpnsjahr vollendet hahc iind er um rnindestens.'k) ;, prwerbsbeschraenkt ist, so hctraekt dif Mindestrente DM 2.'»0.-. J^ei weiblichen Verfolgten tiitt anstrltf de> H."). das 0*1- U-bensjalir. Der Mindi'stsatz kann initersrhritten werden, wcnn der VerWgte es unterlapsst, einem ikiii nach seinen.wiajen Verhaeltnisseii und seinen koer[*tlichpn und geistigen I-'arhigkeiten zuiniitbaren Hrwerh nachzugphen SCHADEN AN FREIHEIT Der \'erfolgte hat Anspnirh auf Entschaedigimg fiier I-n-iheitvni ziehimg. gleichgueltig. ob diese innerhalb odpr anwrhalb <les Bun desgebiefs stattgcfilnden liaf..ms ('"reiheitspntzielning sind insbesondere anzus"-hen : polizpiliilk oder niilitaerische Hall, Inhaflnahme durch die NSDAI', I'nter siichungshaft, Straftiaft, Knnzenlrationslagerhalt. <»hetfoeinwp sung *ind Ziiweisung zii einer Wehrmachfsslrafeinhetl. Der Freihcit.spntwehung wird Zwangsarbeit gleichgeachiet. M>fpni der Vprfolgte dabei unter haftaehnlichen Hedingungen gelehl hat. Der Freiheitsenttiehung wird aurh gleichgeachiet. wnn der Verlolgte im Keichsgebiet nach dem Stande vom imter haflaphnliohen und niens<'henunwuerdigen IVdinprnpen in der Illecalitaet peleht hat. Zu diesen Hesliniinungen ist {o)gen<it-s zti sagen Kach den Entschaedigungsgesetwn in den I.aendem der Vmerikani schen Zone stand den vor dem Ausgpwandert''n kein.\nsprucli anf Haltentschaedigunc zu. Diese I'ngererhtigkeit ist durrh das BECi beseitigt worrlen. Das Berliner Entschai-digungscesetz besrhraenkt die Knifj lt.»e<li- Rung fuer illegales Ix-ben nicht auf lias Iruehere KeichsRebiet. Diesi' weitergehende Kegelunfi ist aulrerht erhalien. I'nler Zwangsarbeit unter haflaebniichou BedmgiinKen wird aiu h Zwangsarlx'it in X'crbindiing niit dem Tragen de* judenstems zu verstehrii sein, wie dies durch ein l>eson<leres bayerisches (ieselz ben-its anerkannt i<l. Das (iesetz triflt k<-in<- aumlnvrkliche Rcgelung, inwirwrit die Haft in von auslaendischen Kegicnmgen einptichteten (ihettos und Konzentralionslaegeni als i-'reiheitsentziehimg im Sinne des anzusi'hen ist (z.h,. (rhetto Shanghai, die franzoesis<-hen, ung.irischen tmd italienisclien I-aeger), Die Entscheidung win! wie bisher davon abhaecigen, ob dirse I.aegc-r aul Veraiila&sung <ler Naziregierung od<'r der Gestapo cingoriclitet woruen sind. B< im Ghetto Shanghai ist dies durch die B<'rlin«T EntschaedigungslH-hoerde und verschiedme Urtcile anerkamit. Bezui'glirh der Hafi <lur<h I'iii MrafurtPil l»estimint clas Geiu-i/,. dass rin Aiispruch nur dann besteht. wenn die Verurteilung im W'iederaufnahmeverfahren oder iiach Rechtsvorsclirilten, di«die Wiedergutmachung nationali>ozialistiscli<-n Uniechts zum (iegen stand halien, aufgehoben oder geaendert worden ist. Osetzo /,ui Wiedergutmachung nationalsozialistisdien Unrechts in der Stral rechtspflegc sind sowohl itn Bundesgebiet wii' in Bi-rlin ergriiigen. Die Fristen dieser Gesetze fuer eine Anfr^stcllung siml bereits abgelaiifen. Das ne<l bestiniint daher, dass diesc Fristeii nru in l.duf gesetzt werden, und Antraege auf (irund dieser Osi'tze koennen bis zum 1-10.(2 Jahre nach Inkrafttreten des HK(«) gestellt werd<'n. Die Hntschaedigung wird als Kapitalenlsch;iedigunc geleistet. Sic l>etraegt DM ISO.- fuer jeden volkn Monat dpr Halt/rit. Melireri- Haftzeiten werden zusaminengerechnet. Der Ansprueh aul Hntschaedigung ist nicht uelk-rhagbar. Er ist nicht vererblich, wenn der Verlolgte vor liem K.-'i.l.'i g>-sl<«!x>n ist. Ist der Verlolgte nach d<'m 8.5.4"> gestorben, s<j geht d''i Ansprueh im Krbwege nur auf den Khegatten. die Kinder und die Kltern des VVrlolgten uebit, wenn die Vererbung des Ansprin h-- wegen des Zusammenhangs des Ttxles des Verfolgti'ti mit der \'erfolgung oder wegen der B<'duerftigkeit der Erlx-n billig erscheint. Die Haftentschaedigung ist von der Kinkommen-Lohn-und Krbschafts-steuer t)efn'it. SCHADEN AN EIGENTUM UND VERMOEGEN Schaden an Klftentum Der Verlolgte hat Ansprueh auf Entsc.haedigung fvier Schaden an Eigentum. wenn eine ihm im ZHtpunkt der Schae<lipuig gchoerige Sache im keichsgi'biet nach rlem Stande vom 31.l2.l9.t7 ztrstoert. verunstaltet oder der Pluenderune pn'isgerehcn wtirdi-. Der Ver folgte hat auch Ansprueh aul Entschaedigung, wi-nn er. um Verfol gungsmas-snahmen zu entgehen, ins Ansland gellohen t)der au-sgewan dert ist und hiern'i pine iliin gehoen-nd'- Sache im Stich las-si-ii masste,.ms PreLSgal>e oder I'luenderung ist i-s insbesondere an/us«'h''ii. wenn dem Verlolgten gehoen-nde Sacln'n von Personen, die obngkeitliche B<'fugnis.se ausuebten ckler sich anmas.sten, an ein< Menschenmenge verteilt wurden. luid wenu der Verfolgte s'-in't Frriheit unter solchen Umstaenden beraiibt wurde, diss seine Saclien nhne eine die Interessen des V'-rfolgten wahrenile.aulsicht blieben. Wenn einer juedi.schen Nai hfolgi'organisation (Jewish Ki'stitution Successor Organisation oder Jewish Trust Cor;*)ralion) ein Ansprueh auf Kiieekgabe des veninstalteten (legenstandes auf (irund der Kueckerstaitungsgesi'tre zasteht (verbrannte Synag<>gi'n, luiispr wpgi-n versaeumter.\nmeldung durch <he H<'rethligtrii), s<> *teht ihr auch der Anspnieh anf Entsrhae<ljgung zu. Hat der V'erfolgtr dureh die oben genannten Ma.ssn.itunen srinen UaiLsrat nngebuesst. so kann er anstelle der Kntschae<iigung eme I'auschalabtmdung verlangen. Diev* betra<'gt uingererlmet I zu I in DM dis l fache seines Reineinkommens im Jahre hoechstens jertoch DM.'>.000,-. Schaden an Vermoei^en Die Bestinimungen hierueber regeln den allgeinein'-n Schaden an Vermoegen und den Schaden, cler durch Sonderal>gaben. Keiehsfluchtsteuer, Oldstrafen, Buwn und Kosten, und Transferverlust»*ntstanden ist. Zum richtigen Vetstaendnis dievr B< «timmiuigen muss aul die.illgemeinen.\usfuehrung'-n ih'l>er.anspmchskonkurn-n* verwiesen ^ erden. Hier sei nur kurz wi«lerh"lt : Der Gesetzgelier hat den (irundsatz aufgt-steilt, dass Tatl)e>taende. die unter die Kueck-»T*tattungsgesetze fallen, nicht auf Griim! des HEG gi-ltend gemacht werden kornnen. IlieraiLs folgt, da.ss die Einzi'-hiing von Lifts. Bankguthaben und WertjwpieriJepots nieht.lul Gniml des BE<'i geltend gemacht werden kann. Ebens<> kann eine EntschaedigtinK fuer Sonderaligaben, wenn die Zahhtiig durch llingabe von Wert [wpieren oder -.taatliche Kinziehimg von Bankguthalx-n '*lrr Wertpapierdeiyits erfolgt ist. mcht im BE(i geltend g» ina< lit wer<len Die hierdurch gochaffene K'-clitsimsicherlieit und Itechlsverweigerung wird da<hirch noch schlimmer gemaeht, dilss die Uei htsprc-ehung ilaniel >r, was unter die Kueckerstattungsgesi'tze faellt. in den einzelnen l.aendern gan/ verschii-«len ist, sodass die angcstrebte Hechtsvereinheitlichung <loch nicht erreicht wird. In emzclnen l.aendern, Ix'sonders in Bayeni. geht die bibherigo I'ra.xis so weit, dass Enlst ha'-digungsansiprmi he wegen VerT>ioegi'ns.schaeden, einsehliesslich Sonderahgab<-n uml Keiclisflui htsteuer, nur in den seltensten.\usnahmen zur IHriedigiing gelangen.

5 Gfgfn diesfi I'ligcrechtigkeit ist Widerspnich erhoben woidpii, da h<'i einer 'iolch''ii ReBfluiif? diii Bi'Iroffeiicn auf die Befrii'digunR bis zuin E'lass <i>'s KuockoistattuiiKs-lirRat-niungsgesctzes wartcii inik'sstcn iiml in numchvn Fat'lU'ii <'iiw Kntschat'dijoing frhnlteii wuerdrn, die untcr dcni Uinst' llwiigssatz 10; J bleibl. Dor (ie.-m'tzgcber hat diescn Kinwcndungen nur iiisowc;t Utrclmuiig gclragni, als boi di-n Hcstiimnungi'ii ucber SondcrabgalK'ii g<'sagt ist, dass im Hntschaedigungsverfahrun dio Differonz zwisclini dit im Kucckcrstaltungsvcrfahn-ii I'rLiiigti'ii Kntsc.liucdigiing iind d't im HE(j vorgcsclic-iu-n liiitsdia<-digung v^'rlangt werdc^n kiiiiii ; es muss angenommi'ii werdi-n, wcnii cs im (Irsctx audi nicht auwiniwklirli ^csagt ist, dass dor (ifsctzgctkt die? UHchsfiiirlitsleurr ei>cnlalls in dicsc Bestiinniuiig riiib» zi<-ln'n wolltc. da dicsc ja fwr Judi-n als oiiir Sonderabgabc an7.us''hcn ist. I>ie Hestininiung ist ub*'r so laiigiwfrtlos, als dio IMrifdigiiiig dor An.ipru''i:br bis zuin lirlass dos Rurckcrstattungs-Ergaonzuagsgosctzcs warton inu.ss. Aus-scrdoni ist nirht t-inzilsj-hoti. weshalb dies' Hi'stiiniiiung auf SoiuitTabgalwii und Koichsfluclitslouor boscbracnkt ist. Ks muss vi-rlangl wcrdcii, dass sic auf den gi'sanitoii Scliaden an Vcnno-gon ausgedfbnt wird. Dann'bt'r hinaiis muss gofordert wordrn, dws alle im Osolz aus- <ii-uecklicli ett</achntcnschadcnstalbestaen<'e(sotid<."rabgaben, Kt'ichsfluchtsteuer, <>eldstrafi'n, Husscn und Kostcn. und Transiervcrlustl im Enlschacdigungsvcrfahrrti gcltcnd geniaoht wi-nlt'ii koonncn und im Eiitschacdigimcsvprfahn'n zu bt-frictiiwii sind, audi womi gloidizeitig eino (ifltendinachung aiif (irurd d<t Ku<^kprslaHutigsgevtz** moogtidi waero. Die Hcfri<vligung kann natucrlirli nur nnmal prfol^n. AI.LGEMEINEK SCHADEN AN VEKMOEGEN I)pr Vorfolgte, der an SPiiion: ini K''irhsgobict riach dom Standivoni 3I bclcgcnou VonniK-geii schwcr gcsdiaedigt wiirdc, hat Anspiuch a>if lviitscha<'digimg. liiner solclien Sehaedigung steht eino l)csondors schwon' Scha<'digung glcich, dio durdi Sijndeniiassnahincii horbcigcfuehrt word<'n ist, Als Schaouigungdurth SoiKlormassnahmon ist insbosondore Hoykott anzusobcn. Hat einc Auswandoning zu einom bi-whwuts schwefii Transforverlust g<-fuohrt, so ist auch luer dio.wmi Scliadcii Kiitwhaodigung zu Icistcn, wenn dor W'rfolgto ails \'<Tlolg\ingsRnionilon in drr Vrrfolgiuigszint goi«x'tigt war, ;iu.szuwan<lfni- Was als " bosondrrs srhwei-er " Transfervorlust anzilvhon ist, ist oinsjwrilon nidit 7U iirborwhcn. Die Entv:hao<UgUNg fmr Srhadcn an Higcntuni luid fut <loii allgemoinen Schadon an Vormoogon darf (uor don oinzhnrn Ver- {olgton DM 75.(NtO.- nirht uoborsloigi-n. Diow llooi listsummr gilt nicht Inor dio juo< i.schon Nachfolgoorgamsationon. IVi Koligions grmfinm-hafton odor karitativon Vtroiidguiigin kaim die liixthsi summo uelxtsdirihen wordon. SONDERABGAHES Dfr Wrfolgto liat Ansprueh aiil Ents< haodigiuig fikt ontncht''tr Sondenbgabon, die ihni duidi VorfolgunKsmasisniihineii <»der dur< h Rpchtsvorsehriften. di«aus Vorfolgungsgruonden erlassen wurd'n, auferlegt word<-n sind. ALs Sonderabgabc- ist ausdruo. klirb auch dor sosrnanntc Ueimoinkaufsvertrag und dio AbgaVio an dio (iolddiskontbank fuor Umzugsgvit bezeirhnoi. AiLssi-nloin sind natuorlich die Judcnvermoogonsal^al*' und di'-.nuswandororabgab'- an <lit; luodiseho Gemoindo SondorabRabi'n. Auf dioso Sondoral)gab(-n kocnnon niorkstaondigo Stoun-m ixlor orffmtlifho Abgaben. dio nicht zu don Sond<Tab(;at>on goh«>oron, angerochnot wordi-n, auoh wonn sio l)or«-ils vorjaohrt sind. Euor die Sondi-rabgab«-n ist koino HoPchstgri nz<- fi-stg<-s< t/.(. RElCHSrLLXUTSTEUER Dor Voifolicto hat.\nsi>ni«li auf Hnts<-ii.io.ligunB (nor K-'i'hflufhtstouor, wenn or aus VVrlolguiigsKi ni n<lon gi-tio tigl war, iii ilci Vorlolgimgsw'it ausiuwandeni, Steuerbetraego bis ru KM -j- rdon In /ii i' IVbor RM.W.OOI) liinausgohonde H-'traogo wordon un Vorh.ioltnis von 10 z" I umgorodmot. liioriuor wird oino Kntsdiaochguiig his zum HoochstN-trage von»).l"»odm g.'lojstot. Stohon dom \orfolgtcn andoro Anspruorhc wegon Schaden an Kig<ntum und Vemiocgon und wogcn Schaden im bitufiirhfu «dor witts«-haftl»-hon Fortkommen zu, so wordon diosi- Loistimgon bis zum lloochstlv'tragi' von DM auf die DM angi-n-din- t. Die Hoerhstentscha'-'digung fuor Roiehsfluchtsteiior tx-lriu-gt also DM Pa^e i GEI.DSTKAFEN, HUSSEN UND KOSTEN DiosP sind zu orstaiten. wonn das Urtoil auf Grund dor Hestimmungi-n uebor dio Wiodorgulniaohung nationals«)zia]istischen Un rochts in vlor Strafn-ohtspflogo aufgoholx'ii ist. Die h'riston fuer Stollung von Antraogon aul Grund dios<-r Gosotzo sinii bis zum l,l0.r>,') (2 Jahro nach Inkraftlioton drs HTXi) v<'rlaongort- In gowlssi'm Umfango wordon auch aussorgi-ncliiudio Koston orstattot. SCHADEN IM BERUFLICHEN UND WIRTSCHAFTLIGHEN FORTKOMMEN I'ntcr dii s"-n Tifol fallon selbstaoniligo l}< rufo, private Dionstvor )iac-unis.sc, oononllidior Dionst, Schadon in cior Ausbildung, Vcr siohonings- und Vc-rsjirgung'wdiaodon. l)it Vi-rfolgle hat Ansprm h auf Entschai'diguiig, wc im cr im Zugo oinot ini Roiohsgobiot nadi dcm Stando voni ;I1.12.1'I37 bogonnonon Vorfolgimy in soinom Ix-ruflidion und wirtsrhaftlii lion Fortkomnion nicht nur geruigfuogig tx-narhtoihgt wurd<". Di-r Ansprueh bostoht insbo.-iondoro dann, wonn die l^-nai liioiligung in Anwcndung von Ausnahniogosotzon, die sich gcgon \'ctfolgt'' nchtoton, erfolgt ist. Di" Entschai'<Uguiig fyrstoht in oinor Kapitalontsrhaodigung odor in oinor Route. Dor.^ufwa^d an Kapitaiontscbaodigiuig zu (iunston dos Verfolgten darf insgosanit DM nicht uebersteigen, Wonn dor VVrfolgto narh Inkrafltroton des HEG gostorben ist, also naoh dom I.10.,W, so goht dor Anspnioh auf Kapitalentsrhaedigung unbeschraonkt auf dio Eriwn nobor, Wonn dor Vorfolgto vor diesom Z>'itpimkt gostorbcn ist, so geht dio»t.ansprueh nur auf den Khogatton, dio Abkoeminbngo, (K^hwistor und Eltcrn insowoit ucbor, als dioso oinen Schadon in IWug auf Untorhalt, Versorgung odor.\usslattung orlitten halxn. IVr.^nspnioh auf Rento ist wodor Tiobertragbar noch \-ererl/lich Dor Ar''>pruoh fu<'r S<-ha<lon in dor Au-sbildung ist nirht vorerblich. Selbstaendiiie Berufe Dor Vorfolgte hat Ansprarh auf Entschaedigung, wonii or aus si'iner sclbslaondigt-n Erworlwtaetigkoit, oiiischlios-slich land- imd f<.rst«-irsrhaftliclior odor gowtrblichor Taotigkeit. \ordraoiigt oil<-r in iliht Ausuobung wosi-ntlirh bosohraenkt wordon ist. Wer srinc Taotigkeit ini Hundosg<-l)icl imlor Wosl-B<-rlin wiodor aufnohmon wiil, orhaelt Erioiohtorungon in dor I'omi von Darlohon bis zu DM mi.ixlo. und unlor U-sondorori I'msta'-ndon woitoro DM unter W<'gfall odor Krloirhtorimg von I'ruefung-'n. Kr orhaolt fuer dio nn-okliokond'' Z»-i( bis ziir Wiodoraufnahmo < or Taotigkeit eine linlsrhaodigung. Es «ird vomiutol, ihiss or s<-ino I'aotigkoit am wiodor aiifgonomnu-n hat. l-'ui-r im.xitsland Ij'lynilc- gill lolgondi's Deni in vinor si>u«taon<lig''n Krworbstaotigkoit jjj'schaodigten \'«-ifolgton wird fuor dio Z<-it dor \'erdra<-ngun^ aus odit der IV schraonkung in s«-inor b<'ruflirhon Taotigkeit euio Kntst-haodigung gowaohrt. Dio Knls<haodigung bostoht in oinor Kapilalonlsohao<li gung wior in oinor Ronte. Dio Entsrhs'iligung wird nirht uobor don Z«>itpunkt hinaus gowaohrt, in dom dor Vorfolgte s«-ino fniohoro Taotigkoil in vollom L'mfange aufgenommon hat. <«dor in ilom or sich oim-m andorcn IVruf zugvwandt hat. dor ihni oino ausn-ichondo IxU-nsgnindlage biotot..ms ausr*-irhond ist oino l.obensgnmdlago anztisi-hon. dio dem Wrfolglon und si-inon mit ihm in haoaslirhor Goinoinschaft lehondon unlerhaltshireditigten J-.imilienangi'hoorigon narhhaltig oino Ixbenshaltung ormooglicht, die IVrsonon tnit gtoiohor (xior aohnlichor ( nifsausbildimg in dor Rogi l habon. IVr Zoitraum, fuor don dio KapitalontS'h.ifdigunK gowaohrt wonieti kann, on<let spaolostons niit Vollondung <los 70. I.olx'nsjahrs di-s Vorfolglon od>-r im Z<-itpunkt dos Eintritts dor Xrh'-itsunfaohig koit. Arboitstinfaohigkoit liogt vor, wonn dor Vorfolgte uni mm<loslons K<"" m '- inor Arb<-itsfaehi({koit bevhraenkt isi. Als Kapitnloutsrhaodigung orhaolt d-t ViTfolgto d-'n ll-'ti.ig. dcr don N'c rsorgimgsbitilogon ontspriolit, die.-mom \''rgloi< likiron H<-an.ten (uor dio Z»'it von vinor Entlassung bi< /ur Wio<loroinstol lung ziigrstandon haoilon, wenn or im Z«'itpunkt somor EntlassuiiR in clou Kuhostand vorv izt wordon waon-, mindostons an-r 2.:* dor vorgloiohtwren l<'tztoii Ihonstbi'zuogr. \'<)ii dor s<i orrerhneteii Entschaodiguiigssummo ist die Suninio di-s diirob andorwoitigo Verwortung dor Arlxitskraft d«-s Vorfolgton orziolien Kinkommons ahzuziohm. sowoit di<-sr ziisammi'n mit dor Summo der Vorsorgungsbeziu'go dio Sumrno dor Dionstlwzuogo oities vergli'irhl>an-n lii-amten uol)«-n»teigt..\iistille diosor komplizi'-rton K<-nrhnung kann dii: Bundesregiormig <luroh Reolitsvorordtuing TaN-lli n aiifstollen und (uor das anrechnungsfaohigo Einkommeii I'aus< hsaolzo leslsotzon.

6 Pafte 6 WViin die durrh rechtskraoftigf Entsjhcirtijng fpstgcsftztc Kapitaii'nts«.hAf(}jgiing hoerigon dos Ooffnitlichrji Dionstos im Kahmru dos BE(» koiiir DM 2fl.tKK> nirht crn-icht, so kann di-r nionalliclu- anderc Stellung oinivhmcn als dir urbrigon (icschaodigten. Entschfiodigungsbctrag solangc fortgi'zahlt wordcn. his dii; Hoechst- RtTiizc crreiclit ist. al)"r nicht upimt das 7(). l^lm-nsjahr od't don l''intritt dor Arb<ntsutifa<'hiKk<'it hinaus. OtT Vi'rfoigte kann anstollc cincr KapitalciitsrhacdiBUHK rims'ititt fruchpron I.clM'nsstdlung nir.prochcnil'- angcmossciu' Kcnto Fuer <lir aus Ost fj^r/in Ausgrwanderten gcltrn die [icstimmungen drs Berliner Grsetzcs writer, da die woitcrgehcnden Bcstimniungrn di's Landesro':hts aufrocht erhalten sind. Dir GescKaedigten edialten cine Kapitalrntschaedigung- Massgcbend fuer dio Bororhnung d''r Entschaedigung sind die drm GescUaedigten warlili'ii. Als crhadt dor Gcsclu<\ligU' 2,3 dor Vcisorgungs- ziistoliontien Vcrwjrgungsbezuogo, mindestons abet Ix'ztu'f?"' fines vfrglciohbaroi Bpamton, au-r Iwchstnis rioodm iiionatlich. Jiat dfr Vcrfolgtc die Rontc gt-waclit, so <rrhaelt cr fui'r dio zururc:kliogond<^ Zcit einc Kntschac^ligung in dor Hwlic drr koiitenbfzuege <'incs Jahrrs. l-'utr die KentP und <liosc oinjaehrigc der U'tzti'n Dionstbczuogo. Sind VorsorgungslM-zflgc rntzogon, s*) sind dieso von dor Entziohmig ab narlizuzahlrn. Fuor die Zeit vor der Waohrungsninstoliung erfolgt rine Umsteiiung von ID zu 'i. Entsrhaodigung ist koinn Anrx'thnung von Arlx-itsoinkommrn Auf die Entschaedigung sind imter Umstaendrn anzurechnrn dir \'orgi'm'heii. fuer das Jabr vom 1.4.5)) bis zjm ^ auf (irund dor I)as Walilnrht kann bei mi Auslaml IrlK-ndcn bis 6 Moa.ite nadi Zustollung drr Fnfschridung uobor I->st;to lung drr Kntscliacdigung Beamtengosetzi! gi'waehrte Entschaedig'mg und siets d'e fuer drn Zeitraum vor Hem l,4.r>0 gowaohrten Vrrsorgungsb".uoge und ausgrurtit w<»rd('i». I>ie Wahl ist rndguoltig. Zuwendungen dei oofjenllichrn Hand. Beat htriiswcrt ist, dass di't Anspruch auf oino Rente im Ogensatz zii dem auf Kapitalontschaodigung nur cntlahit, wonn dor Vcrfolgtr winr fruohon? i-rbcnsstellung wioder aufgcnomtnon hat, abcr nirht aiirh, wpitn cr sich rinem ar»dcrcn lionife ziigowandt hat, dor ihtti eino aiisn-ichrnde I^berisgnindJagc bii-tet. Private Dlenstverhaeltnisae l>r Vcrfolgte, der in seincm prnaten Dienst otlet Arl)ciUv»Thacltnis Aus.«icrdem ist oin Einkopvmen durch andrrwi'itigc Verwcrtung drr Arbeitskraft in g^wissem Umfang anzurrchnen. Diese Anrerhung rrfolgt nach dem Grundsatz, dass der lierwhtigte zu^ammen mit seincm Arbcilseinkommen nicht mohr erhalnit soli, als da.* lotzto I>iensteinkommrn. Bei der W'itwo tritt anstellc dos vollen lotzton Diensteinkotnmens 75% und bei Waison 4<)% des Diensteinkommons. Schaden in der Auabildung durch Enttassung, vorzeiligrs AusscheiJen odor diirch Ks war bishrr zweilethaft, ob dicser Schadcn von don bish<tigon Vorvtfung in fine crhobtich geringor rntlohntc Bi-schai'ftigung Knlsrhaodigimgsgos(;tzcn mitumfassl war. Das (iosrtz kla>'rt dioso gewhat-di^l wordon ist, hat Anspruch auf ZweifoLsfragc und Ix-stimmt, dass als Schaden im boruflirhen Forikommeu auch der Srhadon gilt, den dcr Vrrfolgtc in :«-iner b<tuflirhon I. VSicdrreinstolluiig. k sci dcnn, dass or 6.1 Jahre a]t i»t ourr arboitiunfaehig i»t, oder vorbcrullichen Ausbtldtuig durch Aus.«chTuss vun der crstn-bten i. oinr Entschaoaiguiig. Aasbildung oder durch drren erzwungene Unterbrrchung crlitlcn hat. Duroh dio SN'ortc " \'orzoitigos AusM:hciden " worcli^n auch dii- Die gesetzlirhen Bestiinmungen haben den Zwcck, dem Verfolgtrn Fai'llo rrfasst, in dcnrn <lor juo<lischo AngrslvUtv infolgc dcr all^emoinon Rpg<'n die Judon gcrirhtotrn Wrfolgungsinassnahmrn soino Ausbitdung nachholen will, so rrhaelt er oinen Zuschuss bis zu die Nai'hholung sriner Ausbildung zu orloichtem. Wenn er si'ini' Slollung aulg<'bon musstc, odor in dciion das Aus.->c'h'-idon orfolgt ist. DM 5.(XWi und nach Ek'<'ndigimg»«iner Au«bil<lung zur Erieichterung woit dor juedischc Arboitgi'lxT srincu ik'triob schlk'ssen odor vvrafiis siines Existenzaufbaus ein i)arir hn bis zu DM U).i«*), Wenn or dio wni musste. Ausbildung bereits aus eigonen Mitteln vollondet hat, so erhaou rr Dor Aiisprucii auf \\i<'<l«-ioinstollung riilitot!>ich gogcn di-n den ZuschusK, don er orbalton haetio, narbgozalilt. Arb<'i(goUT. I>i'r Anspruch auf Kntschai'digung richtot sidi gogon Wenn der Verfotgle «lio.ausbildung N'i Inkralllretoii des MEG das l^iid, soda<» dio nach drn bis)irrig«-n l.andc!«gi-s>'tzon notwondigo am I.10.5.H nicht n.ichgeholt hal, so orhatu er oire einmalig<- Inajispruchnahnie dor privalon Arboitgobor sidi inwifotii ontlw-hiliih Entschaedigung 1)M 'V.INIII. nijcht. Veralch«runfta- und Vernorftunftsachaeden Sowoit naih bishorigoni Koclit Ausprmtho g<-gon don Arbi-itgt-lwr gorichtet odor von ilim hon-ils orfurllt smd. muss liii-rlxi M'iii VEKS]CHKKI'N(;SVEKHAEI.TNISSK AUSSERHAI.B DEK hcwondon Ix-halti'ti. Dies ist im (i<-m'tz nirht ausdruoklich gt-sagt, SOZIAI.VKKSICHEKING orgiht sich abor aas dom Grundgrdankrn.dass cine Srhlechtorstfllung Das Gosetz regi-lt dio Enlsrhai-digung fuer Jj-lx-ns- und Kontmi vnhindrrt wonion solll)io vrrsirhomngen. Zu den Ixbensversirhorungen gohiwren au< li Entschaedigung wird als Kapitalontschaedigung odor als Kento gowaohrt. >'"uor die Bort-rhnung dor Entsrhaetligung ^Iton die glrichon Bestinitnungon wio luor sollhtaendigo H<Tulr. Aui dio Entschaodigung sind anzurrrhnon ArbcitM-inkominon. Erworbslos-nuntcrstuetzung und Zuwon<lungeii des fruchcrt-n Arboitgcbors- Dor Vorfolgto kann anstouo drr KaiNtalontschanJigung oino Kenlo waohloii, wonn or im Zritpunkt seinor Entschliovsung das Hft. Lrbeasjahr vollrndot hat odor rruorbsunfachig ist. Hoi I'ram-n triti anstoltidos 60. das 6<l. Ij-lK'nsjahr. Hoi drr Boinossung dcr Kont«; ist das l.fu-nsallor dos Vorfolgton und dio ihm zustrhrndo Kapitatontsrha<-digung aiigvniossen zu ik-rurclsii htigi'n. Das Walilrocl't kann wio bri d<*n soll>staon<ligen iiorufrn bis ti Monate nach Zi'stcllung.\usHl<lungs-, Aassti'uer- und Sierbegi'ldversicliorungen. Dio Horchstgrenzr dor Ent.schaodigung ist DM iu.inni. Wonn dir Lo>)ensversichrniitg erne KapiUlloistung zum t'tegi-nstand hattr, so orharit dor Versirhertc di«- I^LMungen. die ilim nach den allgrinoinen L'mst<-llungsgnmds;ieizon zitslehen wuordon. Auf diom- Ix-istungon smd ctwaigo ihm bi-reils gezahue Kueckkaufsbetraep' und nicht gozahlte I'raoinien anzunthnon. KeirhMnarkbctraegiwerdon 10 zu 1 umgestollt. Zinsrn werdrn nicht borechiu-t. Aastelli' dieser Entschaedigung kann (k-r irrsihaedigte den Kurrkkaufswort waehk-n, drr sich im Zi'ilpunkI der srhaedigrnden Einwirkung dor Verfolgungsnias-snahmrn auf das N'erwhenmgswrhaeltnis ergobon haette. Nichtgi'zahlfr I'raemion wonlen nkht anger<rhnot. Dor d<-s IV'schoidos ausgouobt wordon. Es isl auth bior ondpultig. mi.ausland leliendo (losrhai-digli- kaim die Waltl bis H Monatc n.u li fm (iogcnsatz zu drn Ik-stinimungi-n urb<-r srllmtaondig*; ik-rulo Zustrllung dor Enlsclioidung UOIMT dw- Ent.srhaodigung orklu-ron. rnlhalton dio l'(eslimmuiigon uolwr dio Konto krino Ho«rhsfgrrn/f und g<-waol)n'n aussit dor Konto krino Enliicluu-digung von I jahi Dir Wahl isit ondgucltig. Sow«'it die Ij'lK-nsxrniiclioiung oiuo KotUo zum 0<-gon.stand hatto, Dio H*ind<'AroBiorung ist a>icli hier durch K<-cJilsv<'rortluung sind dio Ronton narh don.illgrmoinon rmstotiung<igrundsa'-tz<'n zu crinai-chtigt, Talx-il'.-n aufzustollrn und I'auschsavtzr zu bestimntrn. zahlen. Ruockstaoiidigo Rrnlon siiid ui oinor Suinmo unwrzinst OeRcntilcher Dlensi nachzuzahlon. Ronton bis zu oinrm Monatslx-trago V<in ID DM sind Dio EntvliaiHligung fu't Angi'hoorigo dos 0< Hontlichrn Dion>ios zu kapitalisioren. isl ini BE(» lodiglich fuor die J^it vor dom grrq?olt, d.i fori. \uf drn Widrrnif oin<r H«'ziiRsl»rri-(hlig«ng odor don Vorzicht dio Zeit ab ) oino Kogolung durrh das lniandsbramtongi*wtz oines vorfolgion liizugslx n-* htigton lindon du- B<-stnnmungi-u uolwr voni Il.ri.Ai und da^ AasiandsU'anitongcrirtz vom IK.;).52 orfolgt ist. Anfivhiiuig li'izlwi'ligor VrrluoKungon unil Erl>v lultsaasm htagungoii DIT orfa-sbte I'rrsononkrois ist drr gl«-irho wio in dii-srn (iowtzon. AnwviKlung. Dio Anfothlung ist l*i mi.\usland Ixlietidon g»'gi'n V'orauswlzung ist alxr, da.ss dor Hcrechtiglr dir W'ohnsitzvoraussctzungon d<-s UE<> orfuollt, d.h. sowoit <ii<- ini AusJand Icbt-ndon ueu-r dor zu.staondig«n Eiitv ha«-<ligimksl»i h<)rnl>- hts zum l. ii..v'. {2 Jahn- iiaili Inkrafttroton lu-s BE<>) al>zug<'l>on. ipschaodigton in I'rago kor.imi'n, dass rr vor dcr Aawanderung semen U-lzten Wohitsitz im iiundiiigobiot oder VS'ost-Horlin gchabt hat. Hiornach kocnnon iin (rogonsatz zu don Hi'stinimungon d<t beidoii Boamtcngesetn; tlio aus dom Obiot <lor jotzigon Ausgewanderton Ansprwcho fuer die rueckliogrndo Zeit nicht geltend machcd. Dcr Gesetzgeber begruendet dies damit, dau die Ange- St^ZIAI.VERSlCHEKUNG l^nd KKIEGSrM'FKKVEkSORtlUN". Diese Ix-idon <'iobiele worden durch brsonrion- Gosrtzi- gen-gelt. Fuer di- Sozialvordchrnmg ist da.s I'remd- iind Auslandsnntongos«tz und fuor die Kriogsopfc nrreorgung das tk-sotz uo»>er dio Wiedei^iutmachung nationalsoziahslim-hrn Unrrcht# in der Kriegsopfer\crs<>rgung fuor B.'rechtigtc im.\uslaiid ergangrn.

7 BESONDERE VERFOLGTENGRUPPEN Die bisljtt crotrterton B.-stii.imungi-n bezuhen sich auf diejenigen Vprfolgtfn, dii- die ini Gcs< t. aulgi-atellteii Wohnsitz- iind Sticli- (ag\-oraussi'tzungi-ii ciliw llrii. liinc grossc An7alil von Wr/olgteii ciluellcii (lie Voraussctzungrii jcdoch nicht, woil sii- vor dit Vcrfolgiing ki'inen Wolinsitz im Bunciosgeblot und lierlin hattcn, odfr sich am nicht int-hr in eincm DP, C.^uniJ im Bundfsgfbicl aufgchulti'ti hattfii. Das (jewtz hat dahor drt-i neiio Vorfolgtciigiupptn geschaffcn, dcncn <'S, ohnc dass die Wohnsitz- uiid Stichtagvoraiissc-t/uiigtii vorliegcn, Aiisprucchp. wi'im aiich in orhcblich gvringt'r<'ni Uinfaiigi-. z»ibill>gt. Es sind di<'s(i) VVrfolgti'aus den ViTtrcibuiigsgi'bictfn. (2) Staatenlosi- und ixjlitisch"- I'liu'chtliiigi', (3) Nafionalvcrfolgtc. I'ucr die aus dit Ostzoni- Ausgewaiidcrt'-n trifit das (^i.'setz kcin<' Kegclung. Dieso koenix-ii also Ansprufchc nur geltend machcn. sowfit sie unter die besondfie Verfolgttngiupj*- der Staatrniosi-n und politischcn Fluccbtlingc falk-n. Verfoliite aus den Vertrelbungsgebieten Das (iesstz «-rkfiint als Entschafdigiingsbrrcrhtigte an ; Verfolgf deutschcr Staatsatigfhoerigkcit oder doiitschit Volkszugchocrigkfii. <lip Vcrtriebfiip im Sinne dfs Paragraph ) 1 d<s L«tciia^kichsgcsftzcs sind. Dies bcdentet, dass. sowi-it die vor <'.em Krii-ge Aus gfwandcrton in I ragf kommt-n, folgcnde Vorausivtxungfii erfui llt scin mucsst'n : 1. Es muss sich um dcutsche Staatsangf iiocrigi- oder dfulsche Volkszugi'hoerij^i' handfin, die ibrcn NS'ohnsiU in den drutschen Clebieten v*sflich der Od<T/N<»issp-I.inif oder in den <lt«f.'ten ausserhull) drr Crenzcn d«deutsrhen Reirhrs hatten. 2, Die BetrefTj'ndfn mucssi'n die miter (1) gi-naiintcn (iebirlo nach dt-m 3().1.33 wt-gcn ilin<'i) drohciulor tiefahr oder g>-geii sie veruebt<t natioiiakozi;distischcr <irwa]tinassii;ilinu-ii uu( Grund der uolitisclu-n Ufborz<-uguiig. <lcr Rasw, dfs Glaiibens Oder <ler Wcltanst hsuuii^ vcrlass' ii und ihrt n Wohnsiti! aussi-rhalb des D<'utscli<".i Ki'iclis gi-noinnu-n habi-n. In dicsen Personinkn-is dvr VVriolgten aus dt-n Vcrtreibiuigsgvbieten fallen soniii dii- aus den Iruehercn dculschen <>vbit;l«;n oestlich (lit Oder/'Ncissi' Linic Ausgewaiidcrten, wozu zuin Beispic-I Verfolgtc aus Stettin. Kocnigsberg, lueslau gihotren. Der licgriff der dt-utschen VoikszugeliM'rigkeit muss dahiii ausgc-logt werden, dass auch dii-ji-nigi-n eingi'srhlosscn w«riden, die deni deutschi-n Sprach- oder Kulturkreis ang<-hoert<'n. was ixi den aus <lit Tsriiecboslnwakci ausgcwanderten Judvn in di-r Kegel der Fait war. Vcrfulgte ans den Vertreibungsgebieten orhalten Eiitschai'digung fucr Schadt-n an Kuerper und (iesundheit und Frciheit nach den allgcineincii Hcstinimungi-n <l(-4 KE(>. Ebenso erhalten nach den all^mi'inen Kestinimungen die Hinterblivbcnen eine Entsrhaedigung luer Schad<-n am I^ben. i'vmer hat der Verfolgte Anspruch auf Fnlschaedigjing fuer SondiTabgaben und KeichsHuchtsteucr. Dieser Anspruch ist jedoch ini L'mfang boschraenkt : Die Hoechstentst tiaedigung betraegt insgi-sanit KM ino.ooo und wird umgi-stellt im Verhaeltnis I<H> zu H.IV. Der Hoechstentschaedigungsbetrag b«-traegt also DMSTW*.-. Der Anspruch ist wedur lu'lx'iiragbar noch ven'rblich, I>r Urnstellungssatz ist aus den Ik-stimmungen des Lastenausgleichsge«elzes uebvr Spargutbal>en entnoouih-n. Die gezahlte Sonderabgabe Lit so behamh it. ab ob sk als S ^guthaben ang<-legt worden waere. Nach Fertig&tellung di-s Ki-gierungscntwurfs sind diesc Bestimniungen des J.astenausgleichsgesi-tzes durrh das Altsparergesctr dahin gea«-ii<lert word<-ii, dass die allgemeine L'mwfrtuiig aiif erhoht worden ist. F^s ist daher *u hoflen, da-w die l{<-stimmung ueber die Umwertung auf noch geai-nd«-rt werden wird. Der Gesrhaedigte hat auch Anspruch au/ F.ntscha<-digung fuer Schaden im beruflichen Fortkonmien, soweit dieser S<hadeti zur Kolgr hatts, da.ss die sonst aus tigenen Mitlein gewiehrte Altersvmorgii.ig nicht oder nirht ausrrichend moeglich ist. Die Berechnung erfolgt in der W'eise, dass <ter lietrag der Finkuenlle in Ansatz gebraclit wird, der fuer si-ine Altersvcrsorgung haette zurucckgele^ werden koennen. Auf Gnnid dics»-s Hetrages ist der Vergjeich mil den Vereorgungsbezueg«'n eines B«-amten vonunehinen. Die (Joechstgrenze ist KM, umgenihnct im Verhaeltnis von KK' zu «,«. also DM Hat der Verfolgte das 65. I^bensjahr jieljerschritten oder ist er infolge Krankheil oder G«-bn-chen dauemd erwerbsunfaehig und reichen die Entschaediguiig< ii fuer Schaden an UU-n, Koi-rp^r und Pdj* ^ Gesundheit wler Frciheit, Sonderal>gal>en, Reichsfluchlsteiier in Verbiudung niit sciiien sonstigen Einkuenften zur llcstrtitung seines I^bi-nsunterhaltes nicht aus. so kann er anstelle einor Kapitalentsi:ha«'digung ein<! Kcutc waehlen. Dii' Konte wird nach den «ler Kapitalentschai'digung zugninde gelegten Versorgiingsbezuegen errechnet. Hei Fraucn tritt anstelle des 65. das <H). I^ lx-nsjahr. DdS Wdhlrcclit kaim bei ini Ausland l-ebenden bis zu C Monaten nach Zustelliing der Entscheidung ueber die Kntschaedigung ausgenebt werden. Die Walil ist endgu<'llig. Die Vererbun'.^ eriolgt nach den allgemein-'n liestinnnungen der Vereibung bei l^haden in) IxTUllicheii unil wirtschaftliclien Forlkoiiimen. Siaatenloae und polltlsche Fluechtlinfte Verfolgte. denen die bisher dargestellten weitergehenden Bcstimmungen nicht zu Gtbot-r atchen und die bei Inkrafttreten des BE(» ( ) Staatenlos<! oder politische Fluechtlinge sind und von keinem Staat oder keiner zwischenstmtlichen t)rganisation wegen des erlittenen Schadens durch Z>iwcndungen laufi-nd l>etreut werd<-n oder durch Kapitalablindung betreut word'-n sind {z.b. Ansiedlung durth die IKO), eihalten UMter der Vojaussetzung, dass ihnen durch Verlolgungsmassnahmen di>- Freibeit entzogen worden war, fuer tlw 1-iviheitseiitziehung und luer Schaden an Koerper und Gesundheit Entschai-digung. Der Anspruch steht»'>ch dem Verfolgten zu. der als StaatenlosiT und politischer Flue'Jitking nach Beendigung der Verfolgung eine neue Staatsangeho«'ilgkeit erworben hat. Die Hinterbliftx'nen «-in?s solchi*n Verfolgten erhalten als Schaden iun Uben eine Hinterblieb<-nenrente. wenn dem Verfolgten die I'reiheit rntzogeii war und entweder liei dem Verfolgten oder U-i den Hinterbliebenen die vorstehentl erwaehnten Vorau.ssetzungi-n vorliegen. Wenn <ler Verfolgte Ix'i Inkrafttreten des BE(i fl.10,53) Angehoeriger eines Staates ist. der von der Bundesrepublik Deutschhiuc! Ersatz luer F'ingliederungskosten erhaelt, so werden nur Knfscha<-<ligung fuer Freiheitsi-ntziehuiig und Hinterbliebenenrenten gewathrt. I'nter dij-se B<*stinimung fallen die nach Israi'l ausgi-wanderten Verfolgten. da iler Staal Israel fuer ihre FingliedenniK eini idlgemeine Entschaedigung erhalten hat, Fuer die Ikrechnung der Entscha'-diguog gi-lteii die allgenieinen Bestimmungen mit lolgender Massgalx- : Die Kntschaeiligung im-traegt b<-i VcrfiJgten, die b<.-i Inkrafttreten di's BEG noch nirht das «l. Uta-nsjahr vollendet halx-n. 75%. b. " Verfolgten. die in dies. in Zeitpunkt das 60. I-eb<-nsjahr ueberschritten haun. der allgemeinen Saetze. Massgebi-nd bt bei Hinterblielx'nennnite nur das Alter des Hinterbliebenen. Die Entschaedigung und die Hinlerbliebenenrentc werden erst vom 1.1.4U ab gewaehrt. Der Anspruch auf Entschaedigung ist wi-d. r u.-lxrlragbar not h vererblich. Keichen die dem Vertolgten oder seinen Hinterbheb*nen zuerkannten Entschaedigungsleiitungen in Verbindung mit ihrem Vermoegen und ihren sonstigen Flinkucnften zur Bestreitung des l^bensunterhalts nicht aus. so win! ihnen aus dem Haertefomls. von dem spaeter noch ges wochen werden wird. eine angemessene Ausglrichsleistung gewaehrt. Als politische Fluechtlinge sind diejenigen anzavhen. <lie au.s Laendem oestjich der Oder-Neissc l.inie verwhlepjjt worden sind, da ihnen eine Kuc^kkehr in diese Uender nirht ziigi mutet werden kann. Nach dem WortUut des (iesetzos koennen auch diejenigi-n. die ihr«-n letzten Wohnsiti in d<t Ostion«' hatten tind von dort aas in eiii Konzentrationslager gebracht woolen sind. z.h. Theresienstadt, Atispnieche ^Itend machen. wenn sie zur Zeit der Hi'freiuiig staaten los waren. Dies ist fuer diejenigen wichtig, die vor dem aus einern Dl' Camp ausgewanditt sind und ilaher nirlit tinter die all genieinen Beslinimungen fallen. Naiionalverfolftte Personen, die unter der nationalsozialistisclien (lewaltherrsrhaft aus Gruend«-n ihrer Nationalitact unter Missachtung der.mensthenrechte \-erfolgt wurden (z.b. prjlnische oder ukrainisi he WideretamUkaempfer) und bei Inkrafttreten des BE<i ( ) Fluechtlinge im Sinne der Genfer Conv«-ntion vom 2'*.7.5l sind. h«l*'n Anspruch auf Entschaedigung fuer Schaden an Koerper und Gestnidheit. soweit ihnen ein dauemder Gesundheitsschaden zugefue^ wonlen ist. Die Erwerbsfachigkeit d<-s Verfolgten muss zur Zeit der Entscheidung lun mindestens 54)% gemindert sein. Die EntschaedigunR besteht i:» einer (ieldrente von 100 bis 2<M) DM monfitlich, je nach dem Grade dei Erwerbsbesrhraenkung.

8 Pat* 8 Dritter Abschnitt BEFRIEDIGUNG DER ENTSCHAEDIGUNGSANSPRUECHE ENTSCHAEDIGUNGSLAST UND RANGFOLGE DER ANSPRUECHE Abschiiilt ivgelt zunaoclist die Vertciliiiig dcr Ewischen Bund und Lat-ndern uiid l>08timtnt daiin di<' Rangfolgc d<-r Anspruechc. Das Gesetz stellt den Gnindsatz auf, dass die Entscliaodigimg IjMclileunigt erfolgen iniiss mid dass alle Ansprufrh<- spactosteiis i>is 7.um Ablauf dt-s Kcrhnungsjalirfs ]iw2 belrt<-<ligt sein inusssen, iiatucrlicli mit Ausnahme dcr wii'di'rkchn-nden I.cistutigfn. die noch t.flx.'r di<:s>;n 2^itpiinkt hinaus zu salilen sind. Dieser Onmdsatz der " bcschleunigtoii Entsdia< (ligung " i$t alxt bei den wichtigcn Anspniechcn fuer Srhadcn im bcnifliclii-n l-'ortkommi-n iind fuer Vermoegensschaden (lurch Soiidcrabgabcii und Keichsfliichtsteucr dadurch crheblich entwerlet, dass der Schaden im berufliclipn Fortkominen auch boi uelht BOjaihiigen imd bei Beduerftigfn nicht unter die sofort 2U Ufricdjgendeii Fordcningen au/genomini*n ist und dass, wie schon aiisgefuchrt. nach dcr jefzigeii Fassung des (iesetzes Sk>nd/>rabgab<'ii i'n<l Kciohsftiichtsteuer in grossem Umfange im Entwhaedigungsvcr/ahrcn nirht bcfrifdigl werden koennen, sondcrn erst aul (jriind d<"i ziikiii-nftigcn Ktierkerstattungs-Ergaenzungsgesi^tn's. Das (.iesptz stellt eine Kangfolgi* aiif, nach iler die 1^-is(ung<>n zu U-friedigen sind. Ein Aufruf dit nach der kangfolgc lu bcfriedigondi-n Anspnieclic erfolgt jaehrlich durcli die Bundi'srogicrung <lurrli Kechtsverordnung. Die Kangfolge ist folgi'ndi;: Sojorl befriedigl werdon : 1. Anspruerho, die ln-i Inkraftlrclen diesi-s (M-M'IZOS reditskraeftig fcstgestellt iiiid narh I>islii'rigi'iii Kerht /iir IV Iriedigung aufp<'ruf<'ii sind, 2. Anspnieclie auf l>iirr}iiu(-hruiig cini-s M<'ilvi-rl.(lir<-iis fiirr Schaeden an K<XTJXT und (»i-sundlii-it, :i. Anspnieclie auf wii'derkehrende l^'i>.tutt(!i'n, 4. Anspnuvlie von H<-rechtigten. die das «Ml. l.el>ei*sj:ilir volleridet hau'n oder Ix-duerftig oder durrh Krankheif <Kler Obrechen in ihrer Krw'Tlisfaehigkeii urn mindemuis,*>( % gi-mindert sind, (a) aul Entsclra<-digujig (net Kntrifhun^ dit Freiheit bis 21UI1 Uoechstl>efragc voti DM *<>fem die liereohtigten nicht Ix-reits Hn(srlia<-<tigungsl<-istun^en nach ZifT. 1 odi r 3 erhalten. (bj auf Entscliuedigung fuer Schai-di ii an F>gentnii> und Vermwgen bis zuni HoeohstU-lragc von, DM ^.(XNIsufeni <)ie Ben-chtigten nirht Ureits Kntscliaedigiuigsleistungen naeh Nr 1. :< iider 4 (H) erhaiten. fi. A<i&pru<-rhe aul Entsi'liaedigiuig fuer Scha>'den in der Ausbildung, init Ausnahme der Entschai-<iiKUng (iier s<-)bst iiacligehulte oder nirht nucligeliulte Aubliildun^. Ini uebrigen werdeii Anspruechc uuf (>eklleistnnt!i-n in fulgi>n<ler KauKfuI^c aufgerulen und U-frirdigt: J. Anspru' che von llen-c)itigten. di<- d;is IH». l^ Uiisjidir voljeiidel liaben oder Ix-duerltig odi-r durch Krai)khr-ii oder durdi (iebrechen in ihrer Fiwer)>sta<-liiltkeit inn inind>^1ens ft")";, gr-niindert sind, (u) aul Enlschavdigung luer S<'hae«k-n ini imturtiehen und wiitmhaftlichen Fortkoninirn l>iszinn Hi<rrhs( betra^e von DM ID.UIMI.-, (I>) aul den K<-sll>elraK dit EntM^li.iedi){unK luer l-n-i hi-itsentzieliung, (e) auf FlntM:hae<liKiuig luer S(hai'<li-n an Ki^'i'titiun und Vi-rnioegen bis zuni JietraKi- von DM 6,(**).-, sofem <lie li«t«-<iuigten nicht U-n-its Knts<-haediguiigiJeistungi-n nudiabscitz2nr4brrhaltrnhaben. (d) auf Entscha<'digung fuer Schaeden an l^ben, Konur und liesundheit. 2. Ansprueche auf Entschaedigung fuer Schaeden an l^beit, Koerper und Gesundlieit. 3. Ansprueche auf Entschaedigung fuer F'reiliciisentzichung. 4. Ansprufche auf Entschaedigung fuer Verl'ist des Hausrats, 0. Anspruche auf Entsehui-digung fuer Schaeden an Eigentum *ind Vermot'g'-n bis zinn Hoe«iinibetrage von DM «. Anspriv'cho auf Entsdiaedigung fuer Schaeden im Ivmtliciu-" und wirfschaftlichen Fortkomnien, 7. Anspru:he auf Kntsdiai'digung Juer Sdiaedeii ail Eigi'titutn mid Vcnnoegen. Auch abgeschen von den b-ireits hetvorgehobenon Maengehi ist diese Kcgelung einer starreii Kangfolge gecignet, zugrossen Ungeredi tigkeiten 7,u fuehren. Sic sleht auch ini Widerspnjcii zu d<'r iin liaager Abkommen entlialtenen Verpflichtung der Hundesn-gierung, Mitlel bereitzusteljen, durch du' die Anspruedie der nidit besoiiders im-vorzugten (jruppen schon in den ersten Jahren nach Inkrafttreten (ii's (iesetzes weitgehend beruecksichtigt werden kih-nnen. I^ei Beurteilung dieser Rcgeluiig ist (emer zu berufcksichligen. dass einzelne I.aender einen grossen Teil der Anspruechc bereils auf gerufen lialx-n. Es sollte dajier einc Kegelung dahin erfolgi n, daw, snweit Ansprucclie aufgeruf«-n sind. es hierbi-i verbleibt. Da eine grosse Zalil ncuer Ansprudisl>erechtigter duroh tias Cicsetz Ansprucche steuon wird, muss Vorsorge getrotfen werden, dass die >>ereits angemeldeten Ansprueche nidit auf laengure Z«it blockierl werden. Dies ist ohn-- H'.eintraeehtiguiig der neu**n An sprueeh«' rnfjeglirh. HAERTEAUSGLEICH Das Gesetz hat einen Ix-sondert^n Haertefonds guschatf<-n. Au-^ diesi'in kann (ieschaedigten, fuer die i-'unds niit besonderer ZwetktM^tnnmung nicht anderweitig \'orgem'hen sind, ein Ausgh'X'li gi-- waeiift werien. Einc Ausgl(Mchsle«tung kann iiur gewachrt wer<u'n, weniider \'i r- lolgtr die Wohnsilz- und Stichtagvurau.^-tzung>-n erinellt. Ohiudiese Vorausftetzuiigen koennen niir die Sondergruppen der Stautcn lom-n und poutlscheii l''luerhtling<- und diejenigen, die nath dvni ihr<-n \Vohn>>itz im Humlesgebiet <Mier in ({ertin genoinnn ii h.iben, Ix-ruecksiditigt werden. Von den K!leispieli-n. die das (iest't/ gibl, isl hitvi>rzuliel*ii. dass Verfalgte luer Schaden an Kue MT und tirsimdheit Aiisgleidi vrhalten koennen, wenn di<-ser Sdiaden nach deni (>e>»-tz Jiieht gellend grmacht weiden kann. Mierdureh k^nnte virten gdiolfet> werden. die den durrh dir allgenn-ine Vi-rfolgung erlitlenen li<' Mindheitssi'haden nicht auf eine Ix'stnnrile Verf(j giin ;sma!vsnahni< zuruwkfuehren kix'nnen. Aus dem Slaertelunds koennen Keihil(<-n zum [.cbensnntrrhall, zur lb-5ihahung von Hansrat, zuni Existenzaulhati o<ier znr itenils.(u^ Ixldung, sowiv zu Ifrilverfahm: gegeun wrrdi n. Aus dein Haerlelonds kix-inien auch anerkannten karilativi-n Orgjnisationen.Mitlvl gewaehrt werden. wenn di<-<t zur Krriditung oder Unterhallnng wohltjitiger Kinrichtunic-n zu <>nnsten d<-r Verlolgten nutwendig erscheint. Wann es zur liildung dies<-s ilaerlefunds konmien wird tnul wann e«imieglich s«'in wird, enlflpnrhi-n<k Aniraegi- 7:n steueii. ist enislweili-n nicht zu uelx'fsehen. ivit/i Conipliinenfs CHISWELL WIRE (X). LTD.,A, -A, SANDOWN ROAD. WATFORD. HERTS.

9 Vierter Abschnitt BEHOERDEN UND VERFAHREN KNTSOHAEDIGUNGSORGANE l-.iiis.!iu>-digunt<sorgaiu' sind diu EntschwdiguiigsbelicK'rd ii der l.aiiiiii'i iiiid dk- Eiitschaediguiigsgcrichti;. l ull diesc Ixidcn gdtuii folgendi' (lemelnsame Vorschriften 1 )!< hiiiwha.'ilikuiigsorgane entschciden u.'lxir di'- Aiisprmvhe nat h ilc jii liecr. l><is Eiitschaedigungsverfalii'cr mil besondorer B<-- >clii. iini({uiig dunthzuiuehren. Aiispnit^chi- von Bfrschtigtin. dk m l«r OU Jahif alt od«r budutrftig sind, oder duroh Kraiikhdt u-id (if bn clieii um mindesti'iis 50% in der Erwerbslaehigktit beschrat nkt ^.ind, solli^n nut Vorranj^ vor allrn andercn Anspruechen behaixlelt wtrdcli. Das Verfahp;n vor di;n Entschaedigurgsbehuerden und tienchten ist gebuehren- nni! ajslaf^nfnn. Bi-i offenhur tr.utwilligen Antracfcn kajin em Kostrnvorichtus eihoben werd<>n. BEWEISERLEICHTERUKG I)kf Eiitscbaedigungsor^ane haben den Sachvtrl.alt von Avnts weptii f.i klaert-n, Wenn der Etewek fuei bi-slimiutf Tatsachvti nicht volutappidig erbracht werdeii kann. insbesondcn- w<-il l.'tkuiidon vorloren gt-gangen odcr Zeugtn verslorben oder nirht auffiiidbar sind, so kocnncn die Entschaedigungsorgane diese Tatsachen tiiiter Wucrdigiing auer L'mstacndr zu Gunsten des BerPchtigteit fui'r lestgcstcut erachten. EKLEICHTERTEK EKBNACHWEIS WVnti i-iii Verfoi^er svinen k-utrii Aufonihait in Ucutachland od<-r in finem von Deutschlaiid oder sclnen Verbuendotcn bfhi'rrschtfii oder bfsetztcn Cebiet gchabt hat und verschollt n ist. so wird vcrmut< t, dass er ai.i gcstorbi-n ist. Die Entscliaedigungsbehoorden sollen \'0n der Vorlage vims Erb- AcliciDS iiur dann al^hen, wenn die rbb<'rcch(igung audi ohnc die Vorlagc eincs Erbscheins einwandfrei nachwi'isbar ist. Wmii die Eiitschaedigwigsorgane eim-n Erbschein verl.ing<-i>. i>o hat da:i Nachlassgericht einen solchen Erbschein zu viteilen. Die Erteilung tie# Erbsiheins ist gebuehrenfrei. ENTSCHAEDIGUNGSBEHOERDEN We Eiitschaedigung5bi?ho*rrt»-n werdcti von den l.andpsr'git'ningen < ingerichtet und sind fuer dir Anmeldujig ^ustaendig. U^rtlich zusuendig sind die Entscbat-digungsbi-horrdi-n des i.andes, 1. in deni der VerioJgle aiii I, I A'l seini.-ii odft daarrnden Aufenthalt hatte, oder. wenn er dits«n Tag niclu inehr erlebt hat. im Z^itpwnkt seines Todes gehabt hat. oder in wclchcm sich dci Verfolgtc in einem DP Canip im Bundejgebiet odcr Berlin am aufgehalten hat, 2. m dcm er nach d<?m 1.1.4" erstmalg seinen WohnsiU genommen hat. 3. aus dem er vor dem ausgfaanderl isl. Wenn das Uosetz dies auch nichl jusdruecklith sagt. so muiison doih unter diese Bestiminung nicht nur di>- Ausgewjinl. rten, sondem audi die Depoitierten und AusficwirwiKn (aii'-n. b»-i Hiiiterbliebcncn ist der \\'ohnsilz oder dauenide Au/enthalt -ks Hinterbliebenen rnassgebend. wenn sich aus deiii Wohnsiw des Veifolgten keine Zustaendigkeit ergibt. \Senn sich aus den WohnsiU- und Stichtagsvorauss.-tzuiigen d.s trt schaedigten keine Zustaendi<{keit ergibt. so ist bei {".rundstueckc-n das Land zustaendig, in dcm das Grundstueck gel.-gen isl. In alien dnderen l-aellen sind die Entscha.-digungsbi-hoerden des Uindes Nordrhfin-Westfalen fuer Kerechtigte mit Wohnsiu in luropa.-iseluii LaeniJ. rn und des Landes Kheinland Pfalz luer Ikrechtigte nnt Wohnsitz in au.ssereuropaeischen I-andem zustaendig. Dies giit hauptsaechlich fu< r die " Ix-soniJeren Verfolgtengrupiwn Antrat und AnmeldefrUl Die ivntm-liaedigung wird nur auf.\nlrag grwaehit. IW Antrag ist gi-gen das zustacndige Laiid zu richten. DCT.\nspruth auf Entscbaedigung ist von iiu Inland wohnenden Bercclitiglfti binnea 1 Jahr, imd von im Ausland woliuei.den Berechtigten I'innin 2 Jahien nacli Inkraittreten des BEG (d.h. bis zum anzumeltlen. Die Anmel lffrist wird auch durch Annieldung bi'i einer unzustaendigen Behoerdo gewahrt. Wenn der berechtigte ohne Verscliuiden verhindcrt war, die Anmeldefrist einruhalten, wird ilim aul Antnig Wiede^insetzung in den vorigen Stand gewaehrt. Fuer die Aiiinelduiig ist zwir im Geseti keine besondere Form vorgeschnebcii. Di-r Antrag soil Fersonalien, Anxabe des Anspruchs niit Bi'weismat>-rial, Angabe anderer Wiedergutmachungsanspriieche und.\iigab<r erhaltener I.eisfungcn enthaltcn. Es isi aber arin^end davor ;H unrnen, Antrae^e eifnureichen, eke amtiiche Formulare ausgc(;ebe«siw, i/ii die Er/ahriing in deh Laendtrn geieigl hat, dass die liehoerden in dei i-'ormularen zusiieizlicke Anjordtrungen steiurt, die tm Geseit keine (,rundlage haben. Einer Neuanmeldung von Attlnugen auf EtUschaeai^unn, die sckon iuf Grund biskeriger Recklsvorschriflen angemelda sind, biidarj «nur, wenn der Antrag nach bisher geilendem Recht rechiskrae/lig abgcviesen teorden isi. tintschelduaft l>ie Entschawligumpht'hoerden enttcheiden durv^h Bestheid. Teil* l>esrheide -und ziilai-ssig. Vergleiche sind nnr unter der VoraM- >etzuiig zulaessig, dass ueber den Anspnich di.'m (jrunde nach entschie<len ijt. Ist eine K>-nte zuerkaimt oder abgekhnt worden. so kann em neiier Boscheid erlassen werden. wenn sich die luer die Entscheidung ntassgcbenden Verbai'ltnisse weseatlich geaendert haben und liitrduroh euic neuf Entscheidur^g u-ber Gcwaehnuig, Erhc^hung, Mindcrung oder Enlziehung der Rente notwendig gewordi-n ist. ENTSCHAEDIGUNGSGERICHTE Rechtamlttcl Entsrhui-disuitgsgerichte sind: das l.an^encbt (Entschaedigungl^uinKT) das Oborlande^erkht (Entschiedigungssenat) <ler Hunck-sgerichlshol. Vor^'irlie siiid zulaessig. lnrk fh.db tim-r I-rist von» Montten, und. wenn der Klaeger ira \usland wohnt. binnen eiaer Frist von 6 Monaten kaun gegen den ii. ;<h«ul der Em3cJia«digunnsU.ho«r(lp beim tustaemligon Undgericht Klagi- i rholien wrrden. Kla^v U'lnj Undgericht kann.inch eihoben werden, wenn die FntvliaetliKougsbehocrde biimen i Jahr nach Entgtng des Antiage# o'in<> zufeii l>enden Gninil teii.e Entschrtdung ueber den Anttv Antragstelk-re getrofien hat. <ler ueber flo Jihie alt oder baduerjtig wjer um mehr als M% in d«r Erw^rbUaehigb-it behindert ist. Cegcn <U# Urteil des I^dgcrichts findet ohne Ruecksicht auf lien Strt-iiwfrt die Bcrufung an das Obcrlande^richt statt. Gegen das Urteil d«-s Obi rlandeseerichts findet Revwoo an den Hiiiidi-sg. ridjt»hof statl. wenn das OberUndesccncht d»e»e lulae^. Die Revision kann nidit darauf gestuet*t werden. dass landesrechtlithe Vorschriften verktzt sind. Wese Bestimmung findet aul die durcli die SfJilussbestinimungen anfrcchl erhaltenen yorschnftot des Unde«recht» Anwemluiig. die fturr den VerJoWteu weitt igehende Anspriieche vot*hen ak das BEG. z.b. aul die aus Ost-Berlin A u s g i - w. i n d e r t e n,.... Im \. rfahren w.r deia Undgericht bwteht kein Anwalmwa^. In dem Verfahirii vor den Oberlandesgerichten bcsu'ht luer den V'erfolkttn Auwaltszwang. Vor <kni Bundeagcrkhtshof Usteht unemgesclraenkter Anwaltszwang. ParteieD koeimen wch aber durch einen beim OberUndesgericht zugelassenen Anwalt vertreten lasscn. HART SON A I'OSIPA^VV MUCHA.NT BANKERS DAsMwoub Hou**. 09 OL[> BSOAO StRiiT, E.C.I Til. : LONDON WAU. It'll I.TD. BLOCKED GERMAN MARKS AND AUSTRIAN SHILLINGS ENQUIRIES INVITED

10 Pat* 10 UEBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN Es ist schoii darauf hingewiescn wordeii. daas, soweit das bishcrijfi' 1-andesrecht weitergi-hendc entscliaikligungsri'ilitlicln' Ausprut'cht gewaehrt, es hierbei zu Ciunsten der nach l)isherik>;iii Laiidosnvht Anspruchsberechtigtcn sein Bewi'nden i:at mit dtr Ma.ssgatx', liass sich die verfahrensmaessigt: BehantUung uiul die IJefrie<iignnK dii-snt Anspiueche nach dem BEG riclifn. Als vfrfahr^nsijiai'ssige Vorschrilt ist die AnmcUlefrist dcs BE<1 fuir dii- Ausgcwandi-rU'ii aus Ost-Berlin masskt'l>t"nd ; vtrsaeunite Anineidungi-n kopiiik'ii also noch nachgeholt wcnlcn. Rciiten und Vorschusslfistungi'H WfnU-ii solan««.' von den liislut zustacndigcn Stellcii wi'iferrcwa<'lirt. bis tli.' I.cislmiRrii iiarli dc-m BEG b<-\virkt wi-rdcn. Ist dn Antrag bfi Inktafttretfn des BEG b^i oin't narh di-m KEG unzustai-iidigen Landesbehocrdo anhu>'hgig, so bk-ibl das Land sowohl fuer Ansprutt:hf narh drm BE<i als nach dem l>isl»'rigfn Landesrecht zustaendig. Stand dm Berechtigten nach bislicrigi'm K<-cht fine EiitMliacdiguiig in gitingcrer Hoehe als nach dem BEG 2u, und i&t dic-s<- Entscliar digung durch rechtskraeftige Entschoidiing UriMts ftstt^csetzt, so kann der Berechtigte Ncufestsetr.ung bcantrag<'ii, wriiti ik'r Mt-hrbetrag 5% der fuer diesen Schadfii zuerkannteii Kiitschavdiguiig uebersteigt. Kcntfii werdi-ji ohtu- Hufcksicht aiif di<- Hihwliunf? iieii frslfjcsi'i/i. Kim- Ncn/rstsflzuiig fui-r rlie Z<'it v»r Iiikrafttri't''t) <I<'S MKti tii' I' t iiioht stall. Dif Fntst:h<'idnng erfolgt <itirdi dii- /iistanulik"' Knls^ lllu-tli ^llllk^ f>fho<'r(l<'..sie iiiifrrlirgt d«-r Nachprii>-fung di's Vorsitz>'n<li'ii di'i I'jilsj-tiai'iiiguiigskamim-r Ix'iiii l.aiidg'tirht, der diirili unatiferlitban-n Bi'srhluss enisilieidtl. Siixl Eiitschaedigungsanspruechi- iiicht diircli l-'jitsclividuuf^, smutitn auf andere Wrist, inslx sond^ ^^^ <lurcli Vvrgleich, Vcr/.ii'lit o<l<'r Abfindung Rm-gclt wordi-n, so kann der U<Tcchtigt«' bis /iitii Ahlaiil d(.t Atmu-ldelrist di<' KL-gclung durlli Erklaerun^ g<'gi-nueb< r <ii-r zustaendigl'n HiitschacdigungsLK-horrdc- anfccliten. Die An f(m-hlung kaiiii nur darauf g<-sini-tzt wcrdeij, da-ss dcni Kea-cliliylen iiadi deti Vonu'hriftcn dcs BE(i Aiisprucchc ails Sfhadciist.illKfstacnden zustfhrn, au( lirund di-rer cr naih bishcri^ein Kecht Anspniechi' iiit'ht K<-lti-nil inachcn koniite. Dit-ses Anfi-chtungsmlit st<-h( ilini nicht zu, wenii er auf etwaige kut'nfligi! Kechlsanspiuochc v<'rzichtct liat ixler fuei sotch<- Anspruw;he abgi fundcn wordeii isi. Bczui'gtii'h der Ostzon<- sagt das OscI/ ant Schlu.ss, das.s I'lt:- W!-ilerg('h>.-Md<- Kt-gi-liing fuer VerloJgte, die cine i*-rtlichi: Hezii'huiit; zu di'utschen <K-bieli-n ausm-rhalb dis GfllungslK'tviclis dcs fihg habun, bis 7ur Wiedervert-ijilguitg Dcutschlaiids vurbi-halti-n bicibi. Dip# sind die Bcstimmungen des narh vielwi Kaeinpfen und Wrhaiidlungt'ii crlasscncii Bund<'s<-nts(-hardiginigsgesi-(2t.-s, Vieleii l)erechtigtfn Fordeningen hat das Gw^tz nicht Kprhninig (^etr.irpn. Die juedist hen Organisatiunei), iiubi'sond'.'n- auch dev " COIIIKII OL Jews from Germany werden alios tun. iim Ix i dor aiich voni Hund. -rat fuer notwendig rrklarrten Novelle die Hcwilif^ung dii-m-r Hiu rti ii zu erreichen. THE PALI MALL DEPOSIT I FORWARDING COMPANY LIMITED 10, St. Alban's Street, Naymarket, S.W.1. Ttltphont: WHItehall 454S PELTOURS AH developments cooceming Rectitaboa aai Compim*»Uoa are reported in the Monthly " AJR INFORMATION " which jg sent free of charge to every member of the AJR. There/ore non-members should ; join in ifwir OUTI inurtat. Write for the name of vour nearest stockist to. CORSETS SiLHOUCTTE LTD PARK LANE. W.l is at your disposal for ail infonnaiion concvrning packing, removal and shipment of houadiold furniture and effects to or from this country, and for all information in connection with travel of every kind. l-'utthet copi«oi tbi* Suppkmciit tu " A K Infurnuliun " iii-ky b< unlcred I rum tbc " Aawcutioo ol Jewult Hi-tagrn 8 Fatriax MantioD*, London, N.W.S (1/- ikt copy plu> io«a([v to cni.i<me<i}. Printed by Lui(Wy ft Sons Ltd.. EaMuii Buildings, Lxindoii. N',W,I.

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