OSA. Koordination Südliches Afrika e.v. Wasser ein globales Gut? Vier Unterrichtseinheiten für Sek. I/II

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "OSA. Koordination Südliches Afrika e.v. Wasser ein globales Gut? Vier Unterrichtseinheiten für Sek. I/II"

Transkript

1 OSA Koordination Südliches Afrika e.v. Wasser ein globales Gut? Vier Unterrichtseinheiten für Sek. I/II

2 KOSA e.v. und Welthaus Bielefeld e.v. (Hrsg.) Wasser ein globales Gut? Vier Unterrichtseinheiten für Sek. I/II

3 Unterrichtseinheit I 3 Bitte kopieren Sie das Arbeitsblatt MI 1 für alle SchülerInnen und lassen Sie die Arbeitsaufgaben paarweise bearbeiten. Die hier angeführten Kriterien zur Beurteilung der Wassersituation eines Landes sollen an zwei konkreten Länderbeispielen durchgespielt werden. Das Arbeitsblatt MI 1 enthält statistische Angaben über Wasserdargebot, Wasserverbrauch und über den Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser und zu den Abwassersystemen in den beiden Ländern Mosambik und Libyen. Der Ländervergleich macht deutlich, dass die Wasserversorgung eines Landes nicht nur vom Wasserdargebot (der Menge des verfügbaren, sich erneuernden Süßwassers) abhängt. Wesentlich sind auch eine effiziente Nutzung und eine nachhaltige Wasserentnahme. 4 Das Arbeitsblatt enthält zahlreiche statistische Angaben und soll gleichzeitig den Umgang mit Statistiken die Deutung und Interpretation statistischer Parameter einüben. erneuerbares Süßwasserdargebot zwischen und Kubikmeter pro Kopf der Bevölkerung und Jahr. Von Wassermangel spricht man, wenn weniger als Kubikmeter Süßwasser zur Verfügung stehen. Im Jahre 2050 werden nach einer mittleren Schätzung 9,3 Mrd. Menschen auf unserem Globus sein. 42 % davon leben dann in Ländern mit Wasserknappheit oder Wassermangel. Im Jahre 2000 betrug dieser Prozentsatz gerade einmal 8 %. Umso wichtiger wäre es, die Wassernutzung dem heutigen Stand der Technik anzupassen und dafür zu sorgen, dass Wasser effizient genutzt wird. Viel Wasser geht verloren, weil Bewässerungssysteme den größten Teil des Wassers verdunsten lassen, weil Wasserleitungen viele Lecks aufweisen oder weil die Art der Bewässerung nur ungenügend an die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Für die Beurteilung der Wassersituation einzelner Länder ist schließlich auch die Nachhaltigkeit der Wassernutzung von Bedeutung. Nachhaltig ist die Wasserentnahme dann, wenn sie das erneuerbare Oberflächenwasser, die Zuflüsse der Gewässer und diejenigen Grundwasserreservoirs nutzt, die durch Regen wieder aufgefüllt werden. Einige Länder (z.b. China, aber auch die USA) verwenden in bestimmten Regionen für ihre Wasserversorgung in hohem Maße Grundwasservorräte, die in Jahrtausenden entstanden sind und sich nicht mehr regenerieren. Es ist absehbar, dass die Erschöpfung dieser Wasservorräte zu Krisen in der Landwirtschaft führen wird. Das gilt auch für viele Beispiele unangepasster Wassernutzung in der Landwirtschaft so vieler Länder. Falsche Bewässerung kann zu Versalzung und zur Erosion der Böden führen und ist damit ebenso wenig zukunftsfähig. 3. Ländervergleich: Mosambik und Libyen 3 + MI 1 Mosambik Das Land Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Trotz einiger wirtschaftlicher Verbesserungen in den letzten Jahren (nach dem jahrelangen Bürgerkrieg) ist die soziale Situation der Menschen noch immer sehr schlecht. Mosambik verzeichnet eine hohe Kindersterblichkeit (Arbeitsblatt MI 1, Ziffer 13). Unterernährung ist bei einem Großteil der Bevölkerung an der Tagesordnung (Ziffer 10). 4 Das Wasser-Potential des Landes ist erheblich (Ziffer 3). Mit rund Kubikmeter erneuerbarem Wasser (Gesamtmenge des zur Nutzung zugänglichen und auch erneuerbaren Süßwassers) pro Einwohner (Ziffer 5) gehört Mosambik nicht zu den Ländern mit Wasserknappheit oder gar Wassermangel. Doch die Nutzung dieses Wassers ist unzureichend. Nur 3 % der landwirtschaftlichen Fläche (Ziffer 9) werden als Bewässerungsland genutzt. Viel Potential bleibt hier ungenutzt. Die sichere Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser ist ebenfalls mangelhaft. 43 % der Menschen können ihr Menschenrecht auf sauberes Wasser nicht wahrnehmen (Ziffer 11). Noch mehr Menschen (57 % der Bevölkerung) sind nicht an eine Abwasserentsorgung angeschlossen (Ziffer 12). Beides sind wesentliche Faktoren für die hohe Kindersterblichkeit (197 Kinder von Lebendgeburten sterben bis zu ihrem 5. Geburtstag vgl. Ziffer 13). Fazit: Mosambik hat große, wenn auch regional unterschiedlich verteilte Wasserreserven; die Nutzung dieses Potentials ist aber wegen der Armut des Landes unzureichend. Eine Verbesserung der Wasserversorgung gehört zu den wichtigsten Entwicklungsprioritäten des Landes. Libyen Die arabische Republik Libyen gehört zu den reichsten Staaten des afrikanischen Kontinents dank der Erdöleinnahmen. Die soziale Situation der Menschen ist daher nicht von Hunger (Ziffer 10) oder absoluter Armut geprägt. Allerdings ist die relative Armut bestimmter Bevölkerungsgruppen unübersehbar. 28 % der Bevölkerung sind nur unzureichend mit Wasser versorgt (Ziffer 11). Libyen ist eines der wasserärmsten Länder der Erde (Ziffer 3). 95 % des Landes bestehen aus Wüste. Mit nur 113 Kubikmeter Wasserdargebot (Gesamtmenge des zur Nutzung zugänglichen und erneuerbaren Süßwassers) pro Einwohner (Ziffer 5) ist das Land sehr niederschlagsarm. Libyen nutzt dennoch in erheblichem Maße Wasser für die Landwirtschaft. Dieses wird aber weitgehend (rund 90 %) aus fossilen Grundwasserbecken entnommen, die sich im Laufe des Quartärs (vor rund 1 Mio. Jahren) gebildet haben. Diese Nutzung ist nicht nachhaltig, weil sich diese Wasservorräte nicht mehr erneuern. Der Grundwasserspiegel sinkt also beständig. Es wird geschätzt, dass Libyen 8mal mehr Wasser verbraucht als durch Niederschläge oder Zuflüsse erneuert wird (Ziffer 7). Außerdem dringt Meerwasser in die Grundwasserbecken und macht erhebliche Teile der Süßwasserbestände 10

4 Unterrichtseinheit I 3 Bitte kopieren Sie das Arbeitsblatt MI 1 für alle SchülerInnen und lassen Sie die Arbeitsaufgaben paarweise bearbeiten. Die hier angeführten Kriterien zur Beurteilung der Wassersituation eines Landes sollen an zwei konkreten Länderbeispielen durchgespielt werden. Das Arbeitsblatt MI 1 enthält statistische Angaben über Wasserdargebot, Wasserverbrauch und über den Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser und zu den Abwassersystemen in den beiden Ländern Mosambik und Libyen. Der Ländervergleich macht deutlich, dass die Wasserversorgung eines Landes nicht nur vom Wasserdargebot (der Menge des verfügbaren, sich erneuernden Süßwassers) abhängt. Wesentlich sind auch eine effiziente Nutzung und eine nachhaltige Wasserentnahme. 4 Das Arbeitsblatt enthält zahlreiche statistische Angaben und soll gleichzeitig den Umgang mit Statistiken die Deutung und Interpretation statistischer Parameter einüben. erneuerbares Süßwasserdargebot zwischen und Kubikmeter pro Kopf der Bevölkerung und Jahr. Von Wassermangel spricht man, wenn weniger als Kubikmeter Süßwasser zur Verfügung stehen. Im Jahre 2050 werden nach einer mittleren Schätzung 9,3 Mrd. Menschen auf unserem Globus sein. 42 % davon leben dann in Ländern mit Wasserknappheit oder Wassermangel. Im Jahre 2000 betrug dieser Prozentsatz gerade einmal 8 %. Umso wichtiger wäre es, die Wassernutzung dem heutigen Stand der Technik anzupassen und dafür zu sorgen, dass Wasser effizient genutzt wird. Viel Wasser geht verloren, weil Bewässerungssysteme den größten Teil des Wassers verdunsten lassen, weil Wasserleitungen viele Lecks aufweisen oder weil die Art der Bewässerung nur ungenügend an die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Für die Beurteilung der Wassersituation einzelner Länder ist schließlich auch die Nachhaltigkeit der Wassernutzung von Bedeutung. Nachhaltig ist die Wasserentnahme dann, wenn sie das erneuerbare Oberflächenwasser, die Zuflüsse der Gewässer und diejenigen Grundwasserreservoirs nutzt, die durch Regen wieder aufgefüllt werden. Einige Länder (z.b. China, aber auch die USA) verwenden in bestimmten Regionen für ihre Wasserversorgung in hohem Maße Grundwasservorräte, die in Jahrtausenden entstanden sind und sich nicht mehr regenerieren. Es ist absehbar, dass die Erschöpfung dieser Wasservorräte zu Krisen in der Landwirtschaft führen wird. Das gilt auch für viele Beispiele unangepasster Wassernutzung in der Landwirtschaft so vieler Länder. Falsche Bewässerung kann zu Versalzung und zur Erosion der Böden führen und ist damit ebenso wenig zukunftsfähig. 3. Ländervergleich: Mosambik und Libyen 3 + MI 1 Mosambik Das Land Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Trotz einiger wirtschaftlicher Verbesserungen in den letzten Jahren (nach dem jahrelangen Bürgerkrieg) ist die soziale Situation der Menschen noch immer sehr schlecht. Mosambik verzeichnet eine hohe Kindersterblichkeit (Arbeitsblatt MI 1, Ziffer 13). Unterernährung ist bei einem Großteil der Bevölkerung an der Tagesordnung (Ziffer 10). 4 Das Wasser-Potential des Landes ist erheblich (Ziffer 3). Mit rund Kubikmeter erneuerbarem Wasser (Gesamtmenge des zur Nutzung zugänglichen und auch erneuerbaren Süßwassers) pro Einwohner (Ziffer 5) gehört Mosambik nicht zu den Ländern mit Wasserknappheit oder gar Wassermangel. Doch die Nutzung dieses Wassers ist unzureichend. Nur 3 % der landwirtschaftlichen Fläche (Ziffer 9) werden als Bewässerungsland genutzt. Viel Potential bleibt hier ungenutzt. Die sichere Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser ist ebenfalls mangelhaft. 43 % der Menschen können ihr Menschenrecht auf sauberes Wasser nicht wahrnehmen (Ziffer 11). Noch mehr Menschen (57 % der Bevölkerung) sind nicht an eine Abwasserentsorgung angeschlossen (Ziffer 12). Beides sind wesentliche Faktoren für die hohe Kindersterblichkeit (197 Kinder von Lebendgeburten sterben bis zu ihrem 5. Geburtstag vgl. Ziffer 13). Fazit: Mosambik hat große, wenn auch regional unterschiedlich verteilte Wasserreserven; die Nutzung dieses Potentials ist aber wegen der Armut des Landes unzureichend. Eine Verbesserung der Wasserversorgung gehört zu den wichtigsten Entwicklungsprioritäten des Landes. Libyen Die arabische Republik Libyen gehört zu den reichsten Staaten des afrikanischen Kontinents dank der Erdöleinnahmen. Die soziale Situation der Menschen ist daher nicht von Hunger (Ziffer 10) oder absoluter Armut geprägt. Allerdings ist die relative Armut bestimmter Bevölkerungsgruppen unübersehbar. 28 % der Bevölkerung sind nur unzureichend mit Wasser versorgt (Ziffer 11). Libyen ist eines der wasserärmsten Länder der Erde (Ziffer 3). 95 % des Landes bestehen aus Wüste. Mit nur 113 Kubikmeter Wasserdargebot (Gesamtmenge des zur Nutzung zugänglichen und erneuerbaren Süßwassers) pro Einwohner (Ziffer 5) ist das Land sehr niederschlagsarm. Libyen nutzt dennoch in erheblichem Maße Wasser für die Landwirtschaft. Dieses wird aber weitgehend (rund 90 %) aus fossilen Grundwasserbecken entnommen, die sich im Laufe des Quartärs (vor rund 1 Mio. Jahren) gebildet haben. Diese Nutzung ist nicht nachhaltig, weil sich diese Wasservorräte nicht mehr erneuern. Der Grundwasserspiegel sinkt also beständig. Es wird geschätzt, dass Libyen 8mal mehr Wasser verbraucht als durch Niederschläge oder Zuflüsse erneuert wird (Ziffer 7). Außerdem dringt Meerwasser in die Grundwasserbecken und macht erhebliche Teile der Süßwasserbestände 10

5 Impressum Wasser ein globales Gut? Vier Unterrichtseinheiten für Sek. I/II Herausgeber: Koordination Südliches AfriKa (KOSA e.v.) und Welthaus Bielefeld e.v. August-Bebel-Str. 62 D Bielefeld Tel.: ++49-(0) /52 Fax: ++49-(0) Autoren: Georg Krämer und Monika Scheffler Redaktion: Monika Scheffler Druck: Druckerei Strothmann, Bielefeld Gestaltung: Preis: 5 EUR zuzgl. Versandkosten Wir danken der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) durch den ABP für die finanzielle Unterstützung des Projektes. KOSA Bielefeld, September 2004 ISBN:

6 Inhaltsverzeichnis Einführung Unterrichtseinheit I: Lebensmittel Wasser Zielgruppe: Klassen 8-10 Globale Probleme und Perspektiven rund um das Wasser Unterrichtsmaterialien zu Einheit I Unterrichtseinheit II: Wasser Menschenrecht oder Ware? Zielgruppe: Klassen Globale Perspektiven für ein öffentliches Gut Unterrichtsmaterialien zu Einheit II Unterrichtseinheit III: Globalisierungsgut Wasser Zielgruppe: Klassen Privatisierung, Globalisierung, GATS und weltweiter Widerstand Unterrichtsmaterialien zu Einheit III Unterrichtseinheit IV: Wasser für alle Zielgruppe: Klassen Politische und infrastrukturelle Perspektiven Unterrichtsmaterialien zu Einheit IV

7 Einführung Wasser Wasser ein globales ein globales Gut? Gut? Sich in einem wasserreichen Land wie Deutschland mit dem Thema Wasser und seiner weltweiten Verfügbarkeit zu beschäftigen, ist nicht unmittelbar einsichtig. Erst eine Beschäftigung mit den globalen Zusammenhängen zeigt, dass das Wasserthema auch für unsere Zukunft lebenswichtig ist. Globales Lernen als kritische Auseinandersetzung sowohl mit Interdependenzen als auch mit Widersprüchen eröffnet hier Lernchancen, die über die Rekapitulation gängiger Wahrheiten weit hinausgehen. Weltweit haben rund 1,1 Milliarden Menschen fast jeder Fünfte keinen Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,4 Milliarden sind nicht an eine minimale Sanitärversorgung angeschlossen. Wassermangel und Wasserverschmutzung sind wesentliche Kennzeichen für Armut und Unterentwicklung. Die Folgen dieser Missstände für Leben und Gesundheit der Menschen sind verheerend. Wasserknappheit bedeutet auch geringere landwirtschaftliche Erträge, während andererseits unangepasste Bewässerung Versalzung und Erosion zur Folge haben kann und damit langfristig noch größeren Wassermangel. Zudem trifft auch der Überfluss an Wasser gerade die Armen hart. Überschwemmungen bedrohen Leben und Gesundheit vor allem der armen Bevölkerung, die wenig Mittel haben, sich vor den Fluten zu schützen. In unseren nördlichen Regionen ist Wasser zwar in überreichem Maße verfügbar, doch bereitet die Wasserverschmutzung Probleme. Wenig reflektiert wird auch, dass wir in beträchtlichem Maße Wasser aus anderen Ländern importieren. Mit den Einfuhren von Waren importieren wir aus den exportierenden Ländern einen Teil ihrer Wasservorräte, die diese für ihre Exportproduktion aufwenden. Deutschland gehört hierbei zu den zehn größten Importeuren von so genanntem virtuellen Wasser. Einfluss auf die langfristige Versorgung der Menschheit mit Wasser nehmen wir auch durch unseren Lebensstil und Energieverbrauch. Denn die fortschreitende Klimaerwärmung der Erde droht die Wasserversorgung der Menschen gerade in der Dritten Welt dramatisch zu verschlechtern. Die Verschiebung der Vegetationszonen bedroht die Lebensgrundlagen vieler Millionen Menschen. Das alles macht deutlich: Wasserprobleme sind komplexe Entwicklungsprobleme. Aus diesem Grunde sind einfache Lösungen nicht in Sicht; doch können technische, ökologisch angepasste Innovationen und ein verbessertes Wassermanagement die Situation verbessern. Notwendig ist eine umfassende Wasserpolitik, die alle Akteure und die Bevölkerung einbezieht. Dies setzt den politischen Willen der Verantwortlichen voraus, 4

8 Einführung Prioritäten zugunsten einer verbesserten Wasserversorgung gerade der Armen zu setzen. Im Jahre 2000 beschlossen die Vereinten Nationen so genannte Milleniumsziele, die auf eine Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 abzielen. Dazu zählt auch die Absicht, bis zu diesem Zeitpunkt die Zahl der Menschen ohne sicheren Trinkwasserzugang und ohne ausreichende Sanitärausstattung zu halbieren. Es sieht so aus, als würden diese Ziele verfehlt, wenn nicht die politischen und finanziellen Anstrengungen deutlich erhöht werden. Doch es gibt auch Entwicklungen, die hoffen lassen. So wird Wasser zunehmend als ein Menschenrecht anerkannt. Wasser ist eben keine normale Ware, sondern ein Gut, das jedem Menschen unabhängig von seiner Zahlungsfähigkeit gewährt werden sollte. Relativ neu ist auch eine Debatte auf internationaler Ebene über global public goods. Immer offensichtlicher lassen sich überlebenswichtige Güter ausmachen, die sich nur durch internationale gemeinsame Anstrengungen erhalten bzw. realisieren lassen. Globalisierung und Privatisierung im Wasserbereich sind seit einigen Jahren heiß umstrittene Themen. Nach wie vor setzen auch viele Entwicklungspolitiker, u. a. die deutsche Entwicklungsministerin, viele Hoffnungen in die Privatwirtschaft. Sie versprechen sich einen zusätzlichen Schub bei der Verwirklichung des Milleniumziels, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Globalisierungsgegner bekämpfen dagegen die Privatisierung des Wassers vehement: Das Menschenrecht auf Wasser sei bei privaten, auf Rendite und Gewinne ausgerichteten Firmen, in völlig falschen Händen. Auch dieser teils sehr überspitzt geführte Konflikt wird in der vorliegenden Sammlung von vier Unterrichtseinheiten rund um das Wasser aufgegriffen. Eine differenzierte Betrachtungsweise der Konfliktpunkte soll die Kritikfähigkeit der Schüler und Schülerinnen schärfen. Eine grundsätzliche Bemerkung muss an dieser Stelle noch gemacht werden: Die Versorgung der Menschen mit minimalen sanitären Anlagen ist im Grunde genauso wichtig wie der Zugang zu Trinkwasser. Hier ist die Größenordnung des Problems noch gigantischer: Rund 2,4 Mrd. Menschen waren im Jahre 2000 ohne ausreichende sanitäre Ausstattung und auch diese Zahl soll laut Millenium-Gipfel der Vereinten Nationen bis 2015 halbiert werden. Aus Platzgründen beschränken wir uns in diesen Unterrichtseinheiten aber weitgehend auf das Trinkwasserproblem. Die vorliegende Unterrichtseinheit ist Teil des Projektes Imagine Sauberes Trinkwasser für alle?, das die Koordination Südliches Afrika KOSA e.v. mit finanzieller Unterstützung der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung und des Evangelischen Entwicklungsdienstes durchführt. 5

9 Des Menschen Seele gleicht dem Wasser. Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es und wieder nieder zur Erde muss es ewig wechselnd aus Gesang der Geister über den Wassern von Johann Wolfgang von Goethe (1779) 6

10 Unterrichtseinheit I Globale Probleme und Perspektiven rund um das Wasser Lebensmittel Wasser Zielgruppe: Klassen 8/9 Gliederung I. Wie viel Wasser ist genug? 1. Wie viel Wasser braucht der Mensch? 2. Wie beurteile ich die Wassersituation eines Landes? 3. Ländervergleich Mosambik - Libyen II. Wasserprobleme 1. Wasser Fluch und Segen 2. Filmbeschreibung: Kampf ums Wasser 3. Wasserknappheit und Wassermangel 4. Wasserverschmutzung 5. Überschwemmungen und Starkniederschläge 6. Der Handel mit virtuellem Wasser III. Wege aus der Wasserkrise 1. Was können wir tun? 2. Königsweg Privatisierung? 3. Wassermanagement und technische Lösungen 7

11 Unterrichtseinheit I Lebensmittel Wasser Themenfelder und didaktischer Hintergrund Sich in einem regenreichen Land wie Deutschland, das nur rund ein Viertel des erneuerbaren Wasserdargebotes nutzt, mit dem Thema Wasser und seiner weltweiten Verfügbarkeit zu beschäftigen, bedarf der Begründung. Dass die globale Wasserfrage auch für unsere Zukunft höchst bedeutsam sein soll, ist nicht von vorneherein einsichtig und braucht die Bereitschaft zur selbstkritischen Reflexion, ohne die Globales Lernen nicht möglich ist. Weltweit haben rund 1,1 Milliarden Menschen mehr als jeder Fünfte keinen Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,4 Milliarden sind nicht an eine minimale Sanitärversorgung angeschlossen. Die Folgen dieser Missstände für Leben und Gesundheit der Menschen sind bekannt. So stirbt beispielsweise laut Unicef alle 15 Sekunden ein Kind an den Folgen unsauberen Trinkwassers. Wassermangel und Wasserverschmutzung sind wesentliche Indikatoren für Armut und verweisen auf die Verwobenheit sozialer, ökologischer und ökonomischer Dimensionen. Es sind vor allem die Armen, die auf unzureichende Brunnen und Zapfstellen zurückgreifen müssen und oft viel Geld an Händler und Zulieferer für ihre (unzureichende) Wasserversorgung bezahlen. Auch fehlende Abwasserentsorgung und Toiletten machen gerade die Armen und deren Kinder krank. Wasserknappheit bedeutet aber auch geringere landwirtschaftliche Erträge, während andererseits unangepasste Bewässerung Versalzung und Erosion zur Folge haben kann, vielleicht auch sinkende Grundwasserbestände und damit langfristig noch größeren Wassermangel. Zudem trifft auch der Überfluss an Wasser gerade die Armen hart. Starkniederschläge und Überschwemmungen bedrohen Leben und Gesundheit vor allem derjenigen, die wenig Mittel haben, sich vor derartigen Gefahren zu schützen. Bei uns dagegen ist Wasser in überreichem Maße verfügbar, sofern wir der Wasserverschmutzung Einhalt gebieten. Trotzdem importieren wir in beträchtlichem Maße Wasser aus anderen Ländern. Mit den Einfuhren von Weizen, Reis, Bananen, Orangensaft oder Jeans entnehmen wir den exportierenden Ländern einen Teil ihrer Wasservorräte, die diese für ihre Exportproduktion aufwenden. Deutschland gehört hierbei zu den 10 größten Wasserimporteuren. Auch dies ist Teil der Globalisierung. Einfluss auf das langfristige Wasserdargebot nehmen wir aber auch von einer ganz anderen Warte aus. Die fortschreitende Klimaerwärmung der Erde droht, die Wasserversorgung der Menschen gerade in der Dritten Welt dramatisch zu verschlechtern. Die Verschiebung der Vegetationszonen, längere Dürrezeiten, häufigere Starkniederschläge und andere Wetterextrema werden die Lebensbedingungen vieler Menschen verschlechtern oder zerstören, nicht zuletzt, weil sauberes Süßwasser knapper wird. So nehmen wir mit unserem Lebensstil und Energieverbrauch Einfluss auf die zukünftige globale Wasser-Situation. Das alles macht deutlich: Wasserprobleme sind komplexe Entwicklungsprobleme. Aus diesem Grunde sind einfache Lösungen nicht in Sicht, was nicht bedeutet, dass technische, ökologisch angepasste Innovationen und ein verbessertes Wassermanagement nicht die Situation verbessern können. Notwendig ist eine umfassende Wasserpolitik, die alle Akteure und die Bevölkerung einbezieht. Dies setzt den politischen Willen der Verantwortlichen voraus, Prioritäten zugunsten einer verbesserten Wasserversorgung gerade der Armen zu setzen. Für all dies sind Investitionen, d.h. viel Geld notwendig. Die hierfür erforderlichen Mittel aufzubringen, kann nur durch Privatisierung gelingen, behauptet ein Teil der Experten und Politiker. Andere kritisieren die Kommerzialisierung des Wassers und verweisen zu Recht darauf, dass sich Investitionen und Beteiligungen von Privaten auf diejenigen Bereiche konzentriert haben, die entsprechende Gewinne versprechen und eben nicht der Wasserversorgung der armen Bevölkerungsteile zugute kommen. So führt das Wasser-Thema direkt in die kontroversen Auseinandersetzungen über Globalisierung und Freihandel und über den Beitrag, den Wirtschaft, Politik oder Entwicklungszusammenarbeit hier leisten sollten. Im Jahre 2000 beschlossen die Vereinten Nationen sogenannte Milleniumsziele, die auf eine Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 abzielen. Dazu zählt auch die Absicht, bis zu diesem Zeitpunkt die Zahl der Menschen ohne sicheren Trinkwasserzugang und ohne ausreichende Sanitärausstattung zu halbieren. Es sieht so aus, als würden diese Ziele verfehlt, wenn nicht die poli- 8

12 Unterrichtseinheit I tischen und finanziellen Anstrengungen deutlich erhöht werden. Am Ende steht wieder einmal die Frage, ob wir Armutsbekämpfung und die hierfür notwendige Verbesserung der Wasserversorgung als Zukunftsaufgabe begreifen, die auch in unserem eigenen Interesse liegt. Niemand kann erwarten, dass wir auf Dauer in einer friedlichen Oase überleben werden, wenn um uns herum Armut und Verelendung weiter zunehmen und soziale, ökologische und ökonomische Verwerfungen auslösen. Jenseits aller ethischen Verpflichtung sollte eine Beschäftigung mit dem Lebensmittel Wasser auch dieses Eigeninteresse verdeutlichen. I. Wie viel Wasser ist genug? 1. Wie viel Wasser braucht der Mensch? Wie kann man entscheiden, wie viel Wasser jeder Mensch zum Leben braucht? Die Schwierigkeit, diese Frage zu beantworten, führt direkt in die weltweite Wasserproblematik, zeigt die Verwobenheit des Wasserthemas mit Fragen nach Armut, Entwicklungsstand und Umwelt. Zunächst kann man bei der Frage Wie viel Wasser ist genug? vom unmittelbaren Trinkwasserbedarf ausgehen. Täglich ca. 2 Liter Wasser sollte jeder Mensch trinken. Darüber hinaus brauchen wir aber auch Wasser zum Kochen und zur Körperreinigung, für das Säubern der Kleidung, der Wohnung und des Geschirrs oder auch für die Toilette. Wie viel Wasser dies im Einzelnen ist, hängt stark von den Lebensbedingungen der Menschen ab. 1 In Deutschland verfügt jeder Mensch im statistischen Durchschnitt über 127 Liter Wasser pro Tag (2001), das er in seinem Haushalt verbraucht. Davon werden nur ca. 4 Liter für das unmittelbare Trinken und das Kochen verwendet. In weiten Teilen Afrikas ist die Wasserversorgung der Menschen weitaus schlechter. Vor allem auf dem Land verfügen viele Afrikaner und Afrikanerinnen über weniger als 20 Liter pro Tag, mit dem sie ihren Trinkwasserbedarf decken müssen, aber auch das Kochen, Körper- und Kleiderreinigung bewerkstelligen sollen. Ein solches Angebot kann den Bedarf nicht decken. Die UN setzen Liter pro Mensch als das tägliche Minimum an, um ausreichend mit Wasser versorgt zu sein. 2. Wie beurteile ich die Wassersituation eines Landes? Die weltweite Wasserproblematik wird am häufigsten wie folgt beschrieben: Rund 1,1 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und mindestens 2,4 Mrd. Erdbewohner sind nicht an eine Abwasser-Entsorgung angeschlossen. Wasser kann aber nicht nur in den Kategorien des unmittelbaren Verbrauchs durch die Menschen gemessen werden. Zur Wassersituation eines Landes gehören eine Reihe von Faktoren, die zusammen jene Indikatoren liefern, die für die Beurteilung der Wassersituation von Bedeutung sind 2. Zunächst ist das Wasserdargebot des Landes von Bedeutung. Wie viel Vorkommen an erschließbarem Süßwasser ist überhaupt vorhanden? Hier gibt es natürlich enorme Schwankungen in den verschiedenen Regionen. Das Wasserdargebot in Grönland (bezogen auf die Einwohner) ist um mehr als eine Million mal höher als dasjenige in Kuwait, um zwei Extrempunkte zu benennen. Danach ist zu fragen, welche Menschen Zugang zu diesen Wasserquellen haben. In vielen Ländern der Dritten Welt sind gerade die Armen in den Slums (Favelas, Bariadas) nicht an das Leitungsnetz angeschlossen und auf dem Land müssen die Armen weite Wege zu unzureichenden Brunnen zurücklegen, um ihren Wasserbedarf zu stillen. Dieses Wasser ist dabei häufig auch von sehr schlechter Qualität. Verschmutztes, mit Bakterien und Parasiten verseuchtes Wasser ist die Ursache von Durchfall, Bilharziose und vielen anderen Krankheiten. Laut UN-Welt-Wasser-Entwicklungsbericht sterben jedes Jahr rund 2,2 Mio. Menschen an den Krankheitsfolgen verschmutzten Trinkwassers oder fehlender Abwassersysteme. Wasser wird nicht nur unmittelbar im Haushalt verwendet. Auch die Wassernutzung durch Landwirtschaft, Industrie oder Kraftwerke sind ein wichtiger Indikator für die Wasserversorgung eines Landes, für die Produktivität dieser Sektoren und ihre Zukunftsaussichten. In Zukunft wird die Zahl derjenigen Menschen deutlich zunehmen, die in Ländern mit Wasserknappheit oder mit Wassermangel leben. Für das Jahr 2050 sagen die UN voraus, dass jeder vierte Erdbewohner (= 2,2 Mrd. Menschen) in einem Lande leben wird, dass von Wasserknappheit gekennzeichnet ist. 1,674 Mrd. Menschen (18 %) werden sogar in Ländern mit Wassermangel leben. Wasserknappheit ist definiert als 1 Wie viel Wasser brauchst Du täglich? Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler raten, wie hoch ihr täglicher Wasserkonsum ist (127 l). Welche Mutmaßungen gibt es über die Verwendungszwecke? Baden/Duschen 45l Toilette 40l Wäsche 17l Geschirr 8l Wohnung 6l Garten 3l Trinken/Kochen 3l Sonstiges 5l Summe 127 Liter 2 Tafelbild Wie beurteile ich die Wassersituation eines Landes? Wasserdargebot des Landes: Wie viel Süß-Wasser gibt es? Zugang zu Wasser: Haben alle Menschen ausreichend Zugang zu Wasser? Wasserqualität: Ist eine saubere und sichere Trinkwasserversorgung gewährleistet? Abwasser: Ist die sanitäre Entsorgung des Abwassers sichergestellt? Wasser-Nutzung: Wie und in welchem Ausmaß nutzen Landwirtschaft, Industrie, Kraftwerke und Haushalte das Wasser? Stand der Technik: Wird das Wasser effektiv und sparsam genutzt? Nachhaltigkeit der Wassernutzung: Werden nur die erneuerbaren Wasservorräte genutzt? Werden die Umweltfolgen der Wassernutzung mitbedacht? 9

13 Unterrichtseinheit I 3 Bitte kopieren Sie das Arbeitsblatt MI 1 für alle SchülerInnen und lassen Sie die Arbeitsaufgaben paarweise bearbeiten. Die hier angeführten Kriterien zur Beurteilung der Wassersituation eines Landes sollen an zwei konkreten Länderbeispielen durchgespielt werden. Das Arbeitsblatt MI 1 enthält statistische Angaben über Wasserdargebot, Wasserverbrauch und über den Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser und zu den Abwassersystemen in den beiden Ländern Mosambik und Libyen. Der Ländervergleich macht deutlich, dass die Wasserversorgung eines Landes nicht nur vom Wasserdargebot (der Menge des verfügbaren, sich erneuernden Süßwassers) abhängt. Wesentlich sind auch eine effiziente Nutzung und eine nachhaltige Wasserentnahme. 4 Das Arbeitsblatt enthält zahlreiche statistische Angaben und soll gleichzeitig den Umgang mit Statistiken die Deutung und Interpretation statistischer Parameter einüben. erneuerbares Süßwasserdargebot zwischen und Kubikmeter pro Kopf der Bevölkerung und Jahr. Von Wassermangel spricht man, wenn weniger als Kubikmeter Süßwasser zur Verfügung stehen. Im Jahre 2050 werden nach einer mittleren Schätzung 9,3 Mrd. Menschen auf unserem Globus sein. 42 % davon leben dann in Ländern mit Wasserknappheit oder Wassermangel. Im Jahre 2000 betrug dieser Prozentsatz gerade einmal 8 %. Umso wichtiger wäre es, die Wassernutzung dem heutigen Stand der Technik anzupassen und dafür zu sorgen, dass Wasser effizient genutzt wird. Viel Wasser geht verloren, weil Bewässerungssysteme den größten Teil des Wassers verdunsten lassen, weil Wasserleitungen viele Lecks aufweisen oder weil die Art der Bewässerung nur ungenügend an die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Für die Beurteilung der Wassersituation einzelner Länder ist schließlich auch die Nachhaltigkeit der Wassernutzung von Bedeutung. Nachhaltig ist die Wasserentnahme dann, wenn sie das erneuerbare Oberflächenwasser, die Zuflüsse der Gewässer und diejenigen Grundwasserreservoirs nutzt, die durch Regen wieder aufgefüllt werden. Einige Länder (z.b. China, aber auch die USA) verwenden in bestimmten Regionen für ihre Wasserversorgung in hohem Maße Grundwasservorräte, die in Jahrtausenden entstanden sind und sich nicht mehr regenerieren. Es ist absehbar, dass die Erschöpfung dieser Wasservorräte zu Krisen in der Landwirtschaft führen wird. Das gilt auch für viele Beispiele unangepasster Wassernutzung in der Landwirtschaft so vieler Länder. Falsche Bewässerung kann zu Versalzung und zur Erosion der Böden führen und ist damit ebenso wenig zukunftsfähig. 3. Ländervergleich: Mosambik und Libyen 3 + MI 1 Mosambik Das Land Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Trotz einiger wirtschaftlicher Verbesserungen in den letzten Jahren (nach dem jahrelangen Bürgerkrieg) ist die soziale Situation der Menschen noch immer sehr schlecht. Mosambik verzeichnet eine hohe Kindersterblichkeit (Arbeitsblatt MI 1, Ziffer 13). Unterernährung ist bei einem Großteil der Bevölkerung an der Tagesordnung (Ziffer 10). 4 Das Wasser-Potential des Landes ist erheblich (Ziffer 3). Mit rund Kubikmeter erneuerbarem Wasser (Gesamtmenge des zur Nutzung zugänglichen und auch erneuerbaren Süßwassers) pro Einwohner (Ziffer 5) gehört Mosambik nicht zu den Ländern mit Wasserknappheit oder gar Wassermangel. Doch die Nutzung dieses Wassers ist unzureichend. Nur 3 % der landwirtschaftlichen Fläche (Ziffer 9) werden als Bewässerungsland genutzt. Viel Potential bleibt hier ungenutzt. Die sichere Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser ist ebenfalls mangelhaft. 43 % der Menschen können ihr Menschenrecht auf sauberes Wasser nicht wahrnehmen (Ziffer 11). Noch mehr Menschen (57 % der Bevölkerung) sind nicht an eine Abwasserentsorgung angeschlossen (Ziffer 12). Beides sind wesentliche Faktoren für die hohe Kindersterblichkeit (197 Kinder von Lebendgeburten sterben bis zu ihrem 5. Geburtstag vgl. Ziffer 13). Fazit: Mosambik hat große, wenn auch regional unterschiedlich verteilte Wasserreserven; die Nutzung dieses Potentials ist aber wegen der Armut des Landes unzureichend. Eine Verbesserung der Wasserversorgung gehört zu den wichtigsten Entwicklungsprioritäten des Landes. Libyen Die arabische Republik Libyen gehört zu den reichsten Staaten des afrikanischen Kontinents dank der Erdöleinnahmen. Die soziale Situation der Menschen ist daher nicht von Hunger (Ziffer 10) oder absoluter Armut geprägt. Allerdings ist die relative Armut bestimmter Bevölkerungsgruppen unübersehbar. 28 % der Bevölkerung sind nur unzureichend mit Wasser versorgt (Ziffer 11). Libyen ist eines der wasserärmsten Länder der Erde (Ziffer 3). 95 % des Landes bestehen aus Wüste. Mit nur 113 Kubikmeter Wasserdargebot (Gesamtmenge des zur Nutzung zugänglichen und erneuerbaren Süßwassers) pro Einwohner (Ziffer 5) ist das Land sehr niederschlagsarm. Libyen nutzt dennoch in erheblichem Maße Wasser für die Landwirtschaft. Dieses wird aber weitgehend (rund 90 %) aus fossilen Grundwasserbecken entnommen, die sich im Laufe des Quartärs (vor rund 1 Mio. Jahren) gebildet haben. Diese Nutzung ist nicht nachhaltig, weil sich diese Wasservorräte nicht mehr erneuern. Der Grundwasserspiegel sinkt also beständig. Es wird geschätzt, dass Libyen 8mal mehr Wasser verbraucht als durch Niederschläge oder Zuflüsse erneuert wird (Ziffer 7). Außerdem dringt Meerwasser in die Grundwasserbecken und macht erhebliche Teile der Süßwasserbestände 10

14 Unterrichtseinheit I unbrauchbar. Die nicht-nachhaltige Nutzung der Süßwasserbestände gefährdet in erheblichem Maße die zukünftige Versorgung des Landes und seiner Menschen. Das geringe Wasserdargebot macht mehr Investitionen in die Wiederaufbereitung des Wassers notwendig z.b. in Technologien zur Entsalzung von Meerwasser. Fazit: Wann sind ein Land und seine Menschen ausreichend mit Wasser versorgt? Was ist eine nachhaltige Nutzung des Wassers? Die Antwort bedarf der Einbeziehung vieler Faktoren und macht damit schon deutlich, dass in vielen verschiedenen Bereichen angesetzt werden muss, wenn die Wasserversorgung verbessert werden soll. II. Wasserprobleme 1. Wasser Fluch und Segen 5 + MI 2 Wasser ist Leben aber gleichzeitig kann Wasser auch Leben bedrohen. Zu wenig zu viel zu schmutzig die Gefährdungen sind nicht nur theoretischer Natur. Wie einerseits Wasserknappheit und Wassermangel Lebensmöglichkeiten beschränken oder sogar zum Tode führen, so ist andererseits ein Wasserüberfluss etwa durch Überschwemmungen lebensbedrohlich. Hinzu kommen die schlimmen Folgen der Wasserverschmutzung. Alle 15 Sekunden stirbt ein Kind laut Unicef an Wasser-bedingten Krankheitsfolgen, das sind mehr als 2 Millionen Kinder im Jahr. Während diese Folgen weitgehend in der sogenannten Dritten Welt auftreten, ist die Gewalt des Wassers etwa durch Überschwemmungen oder Starkniederschläge auch bei uns zu beobachten. Die Häufigkeit dieser extremen Wetterphänomene wird zunehmen, als Folge der menschengemachten Klimaveränderungen Filmbeschreibung Der Kampf ums Wasser Film Kampf ums Wasser (A Guerra da Água). Dokumentarspielfilm, 31 Min., Mosambik 1999 (mit deutschen Untertiteln). Gestaltung: Licínio Azevedo. Zielgruppe: Ab Klasse 8/9. 7 Beschreibung: Der Dokumentarspielfilm zeigt den alltäglichen Einsatz von Frauen in Mosambik für einen Eimer Wasser, für das Überleben ihrer Familien. Die Kamera begleitet die Frauen auf dem langen Weg zum Brunnen. Fällt die Pumpe dort aus, weil sie defekt oder weil der Brunnen leer ist, müssen die Frauen weiterziehen zum nächsten Brunnen, wo sie sich erneut in eine lange Schlange wartender Frauen einreihen müssen. Bei der Wasservergabe leiden die Frauen unter der Willkür von Männern, welche die Brunnen verwalten und entscheiden, wann und für wen es Wasser gibt. Manchmal muss am Brunnen übernachtet werden, damit der vordere Platz in der Reihe nicht verloren geht und am nächsten Morgen die Chance auf einen Eimer Wasser besteht. Und wenn der Weg zurück bei Dunkelheit zurückgelegt werden muss, lauern im Busch Gefahren durch Schlangen oder Skorpione. 5 Das Schaubild MI 2 Wasserprobleme kann auf Folie gezogen oder als Arbeitsblatt kopiert werden. Eventuell ist auch eine Nutzung als Tafelbild sinnvoll. Nähere Hintergründe zu den drei hier dargestellten Problembereichen können Sie den Ziffern 3 5 dieses Kapitels entnehmen. 6 Die SchülerInnen können auch nach den ambivalenten Eigenschaften von Wasser für das Leben befragt werden Wasser als Lebenselexier und als Lebensbedrohung. 7 Der Film Kampf ums Wasser ist als VHS-Video ausleihbar bei vielen evangelischen Medienzentralen und bei einigen katholischen Diözesanfilmstellen. Anschriften und Telfonnummern finden Sie im Internet: (unter Übersichtskarte). Unter Datenbank muss der Film eingegeben werden. Dort finden Sie auch Details zum Film. 11

15 Unterrichtseinheit I 8 Aktion Wassermarsch Was es bedeutet, täglich zwei Kilometer mit einem 10 Liter Eimer unterwegs zu sein, um den Wasserbedarf zu decken kann man durch die Aktion Wassermarsch erfahrbar machen. Die SchülerInnen legen möglichst an einem heißen Sommertag einen 1 km langen Weg zurück, der z.b. durch die Fußgängerzone der Stadt führt. Auf dem Kopf tragen sie einen 10 Liter Eimer mit Wasser (mit einem Handtuch polstern). Das Wasser wird in zwei Bottiche geschüttet, die in ca. 1 km Entfernung aufgebaut sind. Der eine Bottich trägt die Aufschrift 20 Liter Tagesverbrauch in Afrika (Land), der zweite ist mit einem Schild versehen 127 Liter Tagesverbrauch in Deutschland. Die Wasserträger werden von SchülerInnen begleitet, die Zettel an die Passanten verteilen, über die Hintergründe informieren und ggfs. für ein Wasserprojekt sammeln. Über die Aktion sollten die Presse informiert werden. Die Erfahrungen können später im Klassengespräch ausgetauscht werden Liter pro Tag Viele Menschen in den ländlichen Gebieten weiter Teile von Afrika oder auch von Asien müssen mit rund 20 Litern Wasser am Tag auskommen. Wie viel oder wie wenig dies ist, kann man ebenfalls am eigenen Leib erfahren. Zwei Eimer (á 10 Liter) werden morgens abgefüllt und dann kein weiteres Wasser mehr entnommen. Mit dieser Wassermenge muss dann jeder und jede versuchen, seinen Durst zu stillen (sonstige Getränke gibt es Währenddessen versucht der Mann, durch Ausgraben von Wurzeln ein wenig Lebenssaft zu gewinnen. 8 Kommentar: Der Film verzichtet auf Kommentierung und Erklärungen und dokumentiert lediglich die alltäglich Mühsal des Wasserholens. Die Frauen spielen ihr eigenes Leben. Gerade durch diese Dokumentation ohne Erklärungen, Anklagen oder Beschwichtigungen beeindruckt der Film. Themen des Films: Wassermangel; Unzureichende technische Ausstattung der Brunnen; Willkür bei der Wasserverteilung; Besondere Belastung der Frauen; Leben der Kinder weitgehend auf sich allein gestellt. 3. Wasserknappheit und Wassermangel MI 3 Rund 1,1 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das bedeutet, dass sie in maximal einem Kilometer Entfernung keinen sauberen Wasseranschluss, Brunnen, Quelle oder Regenwassersammler finden, aus dem sie mindestens täglich 20 Liter (pro Kopf) sauberen Trinkwassers entnehmen können. 9 Ähnlich gravierend ist die Tatsache, dass rund 2,4 Mrd. Menschen (4 von 10) nicht an ausreichende sanitäre Abwassersysteme angeschlossen sind. Hinter diesen Zahlen verbergen sich lebensgefährdende und lebensbelastende Zustände, wie sie auch im o.a. Film deutlich werden. Das Arbeitsblatt MI 3 will eine Beschäftigung mit einzelnen Aspekten des Wassermangels anstoßen und kombiniert diese mit mathematischen Aufgaben (Umrechnungen, Dreisatz, Prozentrechnung). Lösungen des Arbeitsblattes MI 3 1 Zuordnung zu den einzelnen Kategorien: Land Erneuerbares Wasserdargebot pro Einwohner/ Jahr Kategorie China 2259 m 3 I Deutschland 1878 m 3 I Libyen 113 m 3 III Mosambik m 3 I Rep. Südafrika 1154 m 3 II 2 Berechnungsweg Die km 2 Wasser ergeben umgerechnet Milliarden m 2 ; diese geteilt durch 6,1 Mrd. Menschen macht eine Menge von 2295 m 2 pro Jahr oder auch Liter. Diese Zahl dividiert durch 365 Tage ergibt 6288 Liter, die jedem Erdbewohner pro Tag (statistisch) an Süßwasser zur Verfügung stehen. Statistisch stehen jedem Erdbewohner pro Tag 6288 Liter Wasser zur Verfügung. 3 Berechnungsweg 100 Liter Wochenbedarf der Familie ergibt 10 Wasserwege á 2 Kilometer (Hin- und Rückweg) pro Woche. Im Jahr (x 52) ist dies eine Wegstrecke von 1040 Kilometern. Die Frau legt allein für das Wasserholen eine Wegstrecke von 1040 km im Jahr zurück. 4 Berechnungsweg: Im Jahre 2015 werden ca. 7,197 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Wenn bis dahin maximal nur noch 9 % der Weltbevölkerung ohne sicheren Trinkwasseranschluss leben sollen, würde dies eine Anzahl von 647 Mio. Menschen bedeuten. Im Jahre 2000 lag die Anzahl der Menschen ohne sichere Trinkwasserversorgung noch bei 1094 Mio. Gemäß der Zielvorgabe dürften 2015 nur noch maximal 647 Mio. Menschen ohne sichere Trinkwasserversorgung sein. 4. Wasserverschmutzung Der mangelhafte Zugang zu sauberem Trinkwasser und fehlende Abwasserentsorgung sind die Ursache für viele Erkrankungen und Todesfälle in den Ländern der Dritten Welt. Der Weltwasserentwicklungsbericht der UN (2003) gibt an, dass mindestens 2,2 Millionen Menschen jedes Jahr an den Folgen der durch diese beiden Mängel verursachten Krankheiten sterben. Der Verlust an Lebensjahren liegt bei mehr als 82 Millionen Jahren (diese Kennziffer berechnet, wie viele Lebensjahre durch den frühzeitigen Tod gemessen an der durchschnittlichen Lebenserwartung verloren gehen). Schon die hohe Zahl (82 Mill. Jahre/2,2 Mill. Menschen) deutet darauf hin, dass sehr viele Kinder hiervon betroffen sind: Laut Unicef sind es mehr als 1 Million Kinder. 12

16 Unterrichtseinheit I Krankheiten durch Wasserverschmutzung verursacht Bakterien Durchfall, Typhus, Cholera Viren Gelbfieber, Denguefieber Parasiten Malaria, Amöbenruhr Würmer Bilharziose, Guinea-Wurm, Flussblindheit chemische Stoffe Arsen-Vergiftung Alle diese mit Wasser in Beziehung stehenden Krankheiten verursachen namenloses Leid. Zumal die meisten Menschen ohne ärztliche Hilfe und Medikamente auskommen müssen. In den meisten armen Ländern hat vor allem die Landbevölkerung kaum Zugang zu einschlägigen Medikamenten und auch die Prioritäten medizinischer Forschung sind auf die Krankheiten des weißen, kaufkräftigen Teils der Menschheitsfamilie ausgerichtet. 10 Wesentlich ist jedoch, dass die Voraussetzungen für ein gesundes Leben fehlen: Sauberes Wasser und funktionierende Sanitärversorgung. Exemplarisch für die Erkrankungen durch unsauberes Wasser steht der Durchfall (Diarrhöe). Sie ist die häufigste Todesursache bei Kindern in der Dritten Welt. Diese Allerweltskrankheit verursacht den Tod von rund einer Million Kindern im Jahr (Unicef) vornehmlich in Afrika und in Asien jede Minute sterben daran zwei Kinder. Sie sterben durch Flüssigkeitsverlust (Austrocknung) oder durch den Verlust an Nährstoffen (Auszehrung). Sicher gibt es Therapien (nicht unbedingt nur Medikamente), die den Flüssigkeitsverlust stoppen und die weitere Auszehrung verhindern könnten (etwa die Gabe eines Salz-Zucker-Getränkes). Auch dafür muss jedoch sauberes Wasser (ausreichend) zur Verfügung stehen, damit ständige Re-Infekte verhindert werden. 11 Auch ein Hygienebewusstsein ist wichtig. Wie die Übertragung von Durchfall-Bazillen verhindert werden kann, soll der Bevölkerung u.a. durch einfache Plakate nähergebracht werden. MI 4 Das Arbeitsblatt MI 4 ( Durchfall tötet ) zeigt ein Plakat der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Es verweist zunächst auf die verschiedenen Infektionswege, durch die Durchfall-Bakterien in den Mund gelangen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die menschlichen Exkremente, deren Bazillen weitergegeben werden durch schmutzige Finger, durch Fliegen, durch Verunreinigung von Nahrungsmitteln auf den Feldern oder dadurch, dass Kot in Wasserressourcen gerät, aus denen Menschen ihr Trinkwasser schöpfen. Der Bau von Toiletten kann Leben retten, denn wenn die Exkremente einfach auf dem Feld hinterlassen werden, ist die Infektionsgefahr am größten. Die traditionelle Grubentoilette verhindert zwar eine Verschmutzung der Nahrungsmittel auf dem Felde oder des Wassers, kann aber die Übertragung durch Fliegen nicht verhindern. Das Wasserklo (Spültoilette) macht die Fäkalien für Fliegen und Insekten unzugänglich, verbraucht aber andererseits viel Wasser. Und ohne ausreichendes Wasser für Hygiene die Chance, sich die Finger nach der Toilette gründlich zu reinigen sind auch die aufwendigeren Toiletten wenig effektiv im Kampf gegen den Durchfall. 5. Überschwemmungen und Starkniederschläge Gefahren, die vom Wasser ausgehen, drohen den Menschen aber auch jenseits von Wassermangel oder Wasserverschmutzung. Auch zu viel Wasser kann lebensgefährlich sein. In den Jahren 1990 bis 2001 zählten die Vereinten Nationen mindestens Katastrophen (disasters), die mit Wasser zu tun hatten. Hierzu gehören Überschwemmungen (50 % der Fälle), aber auch Epidemien, Erdrutsche und Lawinen u.a.m. Die meisten dieser Katastrophen ereigneten sich in Asien und Afrika und auch hier sind es vor allem die Armen, die sich kaum schützen können und den Gefahren weitgehend schutzlos ausgeliefert sind. Überflutungen und Hochwasser haben verschiedene Ursachen. Wasser ist immer dann bedrohlich, wenn es in zu großen Mengen auf unangepasste Systeme trifft. Unangepasste Landwirtschaft oder Bebauung, Flussbegradigungen, Bodenversiegelung, Abholzung von Wäldern, die vorher als Wasserspeicher dienten alle diese Faktoren tragen dazu bei, dass fruchtbares Land zerstört und weggeschwemmt wird (Erosion), Ernten zerstört werden und Menschen und Tiere durch Ertrinken umkommen. Eine Ursache für die deutlich gestiegene Häufigkeit derartiger Schadensereignisse so die meisten Wissenschaftler liegt jedoch im Klimawandel. Weil das Klima der Erde sich erwärmt, verstärken sich Windströmungen, verändern sich Wolkenbildung und Niederschläge. Im Ergebnis häufen sich sowohl längere Trockenzeiten einerseits als auch Stark-Niederschläge andererseits (Wetterextrema). 12 nicht), das Essen zu kochen, sich mindestens zweimal am Tag zu waschen und mindestens zwei Kleidungsstücke zu reinigen. Die Erfahrungen sollten in einer Tagebuchnotiz aufgeschrieben und später besprochen werden. 10 Die durch schlechtes Trinkwasser bzw. durch mangelnde Sanitäreinrichtungen übertragenden Krankheiten sind hier nur kurz aufgelistet (darunter auch die Malaria, die stehende Gewässer nicht unbedingt verschmutztes Wasser als Brutstätte benötigt. 11 Ob und ggfs. welche der einzelnen Krankheiten Sie im Unterricht näher ansprechen wollen, wäre zu entscheiden. Sie finden ausführlichere Informationen zu den einzelnen Krankheiten u.a. im Internet: diseasefact/en/ deutsch/pdf/wasserkrankheiten.pdf 12 Die UNO warnt: Der Verbrauch von zu viel Energie führt zu Klima veränderun gen und zu Überschwemmungen! Zum Einstieg in das Thema Überschwemmungen können Sie den o.a. Warnhinweis abschreiben oder kopieren und (mit Tesafilm) auf Lichtschalter, Steckdosen, Autotanks etc. aufkleben. Lassen Sie die SchülerInnen kommentieren, 13

17 Unterrichtseinheit I wie sie derartige Warnhinweise persönlich beurteilen, ob sie diese für sachlich gerechtfertigt halten und ob Sie glauben, dass derartige Warnhinweise Wirkung erzielen. 13 Das Arbeitsblatt MI 5 kann auf Folie kopiert und dann in der Klasse gezeigt werden oder als Kopie eingesetzt werden. Eine ausführliche Darstellung von Treibhauseffekt und Klimawandel kann an dieser Stelle nicht erfolgen. Es ist hier ausreichend, wenn der grobe Wirkzusammenhang verstanden ist. 14 Die Kategorie des virtuellen Wassers ist sicher weithin unbekannt, öffnet aber den Blick für die Tatsache, dass der internationale Handel ein wichtiger Faktor ist für die Wassersituation in vielen Ländern. 15 Wie viel Wasser verbirgt sich hinter den einzelnen Produkten? Stellen Sie z.b. eine Flasche Orangensaft (1 Liter) auf das Pult und lassen Sie die SchülerInnen raten, wie viel Wasser notwendig war, um diesen Liter O-Saft herzustellen. Fragen Sie, für welche Zwecke Wasser bei der Orangensaftproduktion benötigt wird. Bewässerung der Bäume Waschen der Früchte Herstellung des Konzentrats Verdünnen des Konzentrats bei der Endherstellung in Deutschland. Die Stark-Niederschläge können oft von Böden oder Gewässern nicht mehr aufgenommen werden. Fruchtbares Land wird überschwemmt und zerstört, Menschen und Tiere sind in Gefahr. Im Februar 2000 verloren im Südlichen Afrika durch eine Jahrhundertflut mehr als Menschen ihr Leben; Menschen wurden obdachlos; der ökonomische Schaden betrug mindestens 660 Millionen Dollar. MI 5 Das Arbeitsblatt MI 5 (Autofahren verursacht Überschwemmungen) zeigt den Zusammenhang zwischen derartigen Überschwemmungen in fernen Ländern und unserem Lebensstil auf. 13 Denn es sind die reichen Länder des Nordens, die für mehr als die Hälfte der Treibhausgase verantwortlich sind, obwohl in ihnen nur ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt. Die Behauptung Autofahren verursacht Überschwemmungen weist auf diesen Zusammenhang hin und bringt ihn auf eine knappe Formel. Weil Nordamerika und Europa durch Energieverbrauch inkl. Verkehr ganz wesentlich zum sogenannten Treibhauseffekt beitragen, sind wir indirekt mitverantwortlich für Wetterextrema und Überschwemmungen, die als Folge der Erderwärmung häufiger auftreten. Sicher ist dieser Zusammenhang nur vermittelt richtig, weil mehrere Faktoren für das Zustandekommen von Überschwemmungen von Bedeutung sind. Die Einsicht aber, dass unsere Lebensweise (z.b. unser Energieverbrauch) derartige globale Auswirkungen hat, ist von großer Bedeutung und soll hier im Vordergrund stehen. Ausführlicher zum Thema Klimawandel/ Treibhauseffekt: U. Graf: Der Treibhauseffekt. Sind wir auf dem Weg in eine Klimakatastrophe? 175 S. Bremen 2001 (Unterrichtsmaterialien mit didaktischen Hinweisen und Kopiervorlagen, eher für Oberstufe). Kostenloser Bezug über die Bundeszentrale für politische Bildung. Schaubilder aus Atlas der Weltverwicklungen, Wuppertal Bezug: Welthaus Bielefeld. Buch Herausforderung Klimawandel, BMBF Kostenlos als download unter Bei der Münchener Rückversicherung kann ein leicht verständlich formuliertes Papier zum globalen Klimawandel geeignet für die Oberstufe herunter geladen werden. 6. Der Handel mit virtuellem Wasser Die Wassersituation eines Landes wird nicht unwesentlich bestimmt vom Wasserverbrauch derjenigen Produkte, die ausgeführt oder eingeführt werden. Denn quasi unsichtbar hinter dem Export von Nahrungsmitteln, landwirtschaftlichen Gütern, aber auch von Industrieprodukten steht eine oft nicht unerhebliche Aufwendung von Wasser, das zur Herstellung dieser Produkte notwendig war. Diese Menge Wasser wird gleichsam exportiert während andererseits durch die Importe von Produkten, deren Erstellung sehr wasseraufwendig ist, die eigenen Wasservorräte geschont werden können. 14 Wissenschaftler (vor allem Tony Allan, London und A.Y. Hoekstra, Delft) haben diese Kategorie des virtuelles Wasser eingeführt. Sie plädieren dafür, den zunächst nicht sichtbaren Wasserverbrauch für Export- und Importprodukte zu berechnen, damit Handelsentscheidungen getroffen werden, die das aufgewendete Wasser nicht als unsichtbaren Faktor ignorieren. Die Wasseraufwendung für die Herstellung von Produkten ist häufig erheblich. Das Augenmerk soll hier auf Nahrungsmitteln liegen. Doch auch bei Industrieprodukten werden große Mengen Wasser verbraucht. So werden z.b. zur Herstellung eines Autos ca Liter Wasser aufgewendet. 15 Bei den Nahrungsmitteln gibt es natürlich Pflanzen mit eher hohem und solche mit eher niedrigem Wasserbedarf. Hinzu kommt, dass in verschiedenen Regionen mit unterschiedlichen Anbau- und Bewässerungsmethoden und abhängig von den Jahreszeiten der Wasserbedarf sehr stark differiert. So sind die Zahlen über das virtuelle Wasser in den verschiedenen Produkten lediglich Durchschnittszahlen, die zudem noch je nach Quellen differieren. Nach einer neueren Statistik (vgl. die Zahlen im Arbeitsblatt MI 6) muss gerade bei Reis oder Weizen erheblicher Wasseraufwand einrechnet werden. Für die Produktion von einem Kilogramm Reis sind ca Liter Wasser notwendig; bei einem Kilogramm Weizen kommen diese Berechnungen auf Liter. Noch wasseraufwendiger ist die Produktion von Fleisch. Für ein Kilogramm Rindfleisch berechnen A.Y. Hoekstra Liter Wasser. Auch beim Wasser gilt also wie bei der Energie, dass ein hoher Fleischkonsum eine erhebliche ökologische Belastung unseres Globus verursacht. Die 22 Liter für einen Liter O-Saft sind im Vergleich dazu geradezu bescheiden. 14

18 Unterrichtseinheit I Quelle für die Berechnungen des virtuellen Wassers in verschiedenen Nahrungsmitteln: A.Y. Hoekstra: Virtual water trade between nations: a global mechanism affecting regional water systems (2003). Die Berechnungen zum O-Saft sind von 1993 und stammen aus dem Wuppertal-Institut. Die Aufstellung der Länderlisten (Wasser-Importeure vs. Exporteure) ist der Homepage der UN zum internationalen Süßwasserjahr 2003 entnommen und wurde von A.Y. Hoekstra und P.Q. Hung berechnet. Bedenklich ist dieser virtuelle Wasserhandel dann, wenn die virtuelle Wasser-Bilanz deutlich macht, dass ein Land mit Wasserknappheit oder gar Wassermangel durch seine Exporte sein Wasserproblem noch verschärft. So ist Syrien, das zu den wasserärmsten Ländern gehört, wegen seiner Baumwollexporte unter den Top 30 der Netto-Wasserexporteure. In Indien und in Brasilien beide unter den Top 10 der Netto-Wasserexporteure (vgl. Schülerarbeitsblatt MI 6 7) gibt es zumindest regional oder auch saisonal Wasserknappheiten und dennoch exportieren beide Länder viel virtuelles Wasser. Auch sollte die Tatsache bewertet werden, dass das wasserreiche Deutschland auf Platz 9 der Wasser-Nettoimporteure steht. Hier müsste im Detail (z.b. bei den Orangensaftimporten aus Brasilien) untersucht werden, ob dieser Handel nicht zu Wasserproblemen (beispielsweise in Brasiliens Orangen-Region des Bundesstaates Sao Paulo) führt und von daher kritisch zu bewerten wäre. Sicher ist aber, dass wir uns über derartige ökologische Rucksäcke unserer Konsumwaren nur selten im Klaren sind. 16 Das Wissen um die virtuelle Wasser-Handelsbilanz könnte die Basis für eine internationale Zusammenarbeit sein. Mit der Aufstellung einer Handelsbilanz über virtuelles Wasser wäre die Grundlage für eine internationale Politik gelegt, die über den Handel Wasser-Engpässe in anderen Ländern zu lindern versucht. So kann ein Land sich ganz bewusst für Weizen-Importe (Beispiel Ägypten) entscheiden, weil der eigene Anbau von Weizen die knappen Wasservorräte allzu sehr strapazieren würde. Ebenso wäre denkbar, dass Dürreperioden durch die Ausweitung des Importvolumens von wasserintensiven Produkten in ihren Auswirkungen begrenzt werden könnten. Sri Lanka hat eine solche Dürrezeit gezielt durch derartige Nahrungsmittelimporte überbrückt. Aller Voraussicht nach wird der Handel mit virtuellem Wasser in Zukunft zunehmen. Schon heute fließen 26 % des Wassers, das weltweit für den Anbau von Nahrungsmitteln verwendet wird, in diesen virtuellen Außenhandel. Ausführlicheres zum Thema virtuelles Wasser finden Sie im Internet. Siehe z.b.: Chr. Studer: Wasser im Essen, Zollikofen 2003 (http://www.infoagrar.ch/wassersymposium/images/referat_studer.pdf. III. Wege aus der Wasserkrise 1. Was können wir tun? MI 7 Im Sinne der Didaktik des Globalen Lernens ist es sinnvoll, die Frage ehrlich zu stellen, ob wir etwas für die Verbesserung der Wassersituation in den Ländern des Südens tun können und welche Reichweite unsere Handlungen haben können. Das Arbeitsblatt MI 7 listet einige Handlungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang auf. 17 Die Reichweite aller vorgeschlagenen Maßnahmen ist begrenzt ist. Die Vorschläge A (eigenen Wasserverbrauch senken) und D (Tankschiffe mit Wasser schicken) sind kaum geeignet, die Wasserprobleme in der Dritten Welt zu lindern. Ein reduzierter Verbrauch bei uns führt nicht dazu, dass an anderen Orten der Welt mehr Wasser zur Verfügung steht. Tankschiffe können die benötigten Volumina selbstverständlich nicht bereitstellen und eine Wasserversorgung per Tankschiff wäre weder finanzierbar noch für den größten Teil der Menschheit (jenseits der Küstenstaaten) machbar. Mehr positive Wirkung wäre da schon von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit zu erwarten, die auf eine direkte Verbesserung der Wasserversorgung (Vorschlag C) oder auf entsprechende Beratungs- und Bildungsprogramme (Vorschlag B) abzielen. Allerdings sind auch diese Vorschläge ambivalent. Das durch die Entwicklungszusammenarbeit forcierte Anlegen von neuen Brunnen kann wie die Erfahrungen im Sahel zeigen zu einem nichtnachhaltigen Wasserverbrauch (Erschöpfung der Grundwasserbestände, Überweidung durch zuviel Vieh, Erosion und Versalzung durch unangepasste Bewässerung) führen. Beratungsprogramme für die Bauern können nur dann nützlich sein, wenn auch ein Zugang zu Wasser und eine entsprechende Ausstattung zur Verfügung stehen. Unrealistisch weil kaum finanzierbar ist ferner der Vorschlag E, alle Menschen in der Welt an Was- 16 Entscheidend ist hier nicht die Vermittlung von Detailwissen. Vielmehr sollen die SchülerInnen begreifen, in welch hohem Maße Güter unseres täglichen Konsums ökologische Belastungen in sich bergen: Durch den aufgewendeten Wasserverbrauch, durch Energieverbrauch u.a.m. Diese ökologischen Rucksäcke genau zu berechnen ist schwer, aber dass sie existieren sollte uns allen klar sein. Ausführlicher hierzu das Wuppertal-Institut (http: //www.wupperinst.org) und die Unterrichtsmaterialien MIPS für Kids. 17 Das Arbeitsblatt MI 7 ist für die Kleingruppenarbeit konzipiert. In der Kleingruppe sollte das Pro und Kontra der einzelnen Vorschläge diskutiert werden. Die SchülerInnen sollen Sinn und Unsinn der vorgeschlagenen Maßnahmen, aber auch deren Reichweite reflektieren. Das Aufstellen einer Rangfolge dient lediglich dem Zweck, diesen Reflexionsprozess zu unterstützen. 15

19 Unterrichtseinheit I 18 Nähere Einzelheiten zum Themenfeld Privatisierung des Wassers werden in Unterrichtseinheit III (Oberstufe) in dieser Broschüre behandelt. An dieser Stelle sollen nur einige grundlegende Konfliktfelder angesprochen werden. Nur am Rande sei vermerkt, dass Privatisierung ein weiteres Feld öffentlicher und privater Kooperation meinen kann. Zwischenstufen können von einer ausschließlichen Regierungsverwaltung bis zu einem vollständigen Verkauf an Private reichen. 19 Beim Beantworten des Arbeitsblattes MI 8 geht es nicht um richtige oder falsche Antworten, sondern um das Gegenüber von kontroversen Positionen, die allesamt eine gewisse Berechtigung haben. Vielleicht kann eine solche kontroverse Diskussion an dieser Stelle geübt werden. serleitungssysteme anzuschließen. Die Erschließungskosten gerade in den ländlichen Gebieten würden alle nationalen wie internationalen Geldgeber überfordern. Hier sind dezentrale (auch kollektive) Versorgungssysteme wie öffentliche, sichere Zapfstellen eine realistischere Perspektive. Ein Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung können aber jene Vorschläge sein, die auf den ersten Blick nichts mit dem Thema Wasser zu tun zu haben scheinen. So könnte ein Schuldenerlass (Vorschlag F) den finanziellen Spielraum für die Länder der Dritten Welt erhöhen, ihre Gelder für eine Verbesserung der Wasserversorgung gerade des ärmeren Teils der Bevölkerung auszugeben. Es ist allerdings keineswegs garantiert, dass ein Schuldenerlass ohne Auflagen positive Folgen für die Bevölkerungen der betroffenen Schuldnerländer hätten. Aus diesem Grund versucht die Weltbank, aber auch Geberländer, den Schuldenerlass mit Auflagen zu einem Armutsbekämpfungsprogramm zu verbinden. Die Einsparung von Treibhausgasemissionen hier bei uns (Vorschlag H) bremst den sogenannten Treibhauseffekt, der zu Starkniederschlägen, Überschwemmungen und vermehrten Dürren führen wird. Wie im Teil II.5 dieser Unterrichtseinheit ausgeführt, wäre also eine Reduzierung der Treibhausgase durchaus ein positiver Beitrag für die ökologische Stabilität und damit auch für die Wasserversorgung auf der Erde. Bleibt als letzter Vorschlag (G) die Priva ti sierung der Wasserversorgung, ein heftig umstrittener Plan, der in der internationalen Politik diskutiert wird. Die Bereitstellung zusätzlicher Gelder, die den Regierungen häufig fehlen, durch private Firmen ist dabei die Triebfeder der Befürwortung. Kritiker verweisen aber zu Recht darauf, dass die bisherigen Erfahrungen kaum hoffen lassen, dass ausgerechnet private Firmen die Wasserversorgung der an Kaufkraft armen Bevölkerungsteile übernehmen wird. Näheres dazu wird im nächsten Teil der Unterrichtseinheit (III.2) ausgeführt. 2. Königsweg Privatisierung? Zu den am heftigsten geführten Debatten über die Globalisierung gehört die Frage, ob es sinnvoll ist, wichtige Dienstleistungen wie Wasser- oder Energieversorgung zu privatisieren. 18 Eine internationale vertragliche Vereinbarung (GATS General agreement on trade in services) soll im Rahmen der WTO (world trade organisation) diesen Bereich regeln. Geht es nach dem Willen der USA oder der EU, so soll die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen voranschreiten, der globale Wettbewerb eröffnet werden. Die ersten Erfahrungen zeigen aber, dass die Gewinne weit hinter den Erwartungen zurückblieben und dass eine Privatisierung der Wasserversorgung gerade in armen Regionen kaum lukrativ ist. MI 8 Soll die Wasserversorgung privatisiert werden? Das fragt das Arbeitsblatt MI 8 und bietet für eine Beantwortung kontroverse Wahlmöglichkeiten an. 19 Am Anfang sollte zunächst die Feststellung stehen, (Aussagen 1 ) dass die öffentliche Wasserversorgung in vielen Teilen der Welt heute unzureichend ist und dass gerade die Armen diese oft nicht nutzen können. Stattdessen zahlen die Ärmsten die relativ höchsten Preise an Händler und private Zulieferer (vgl. World Development Report 2004). Insofern kann niemand mit dem Status quo zufrieden sein. Ob allerdings die Übernahme der Wasserversorgung durch private Firmen hier weiterhilft, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden. Entweder kommen nur kaufkräftige Verbraucher als Kunden der Privaten in Frage oder aber die öffentliche Hand muss subventionieren, damit auch die Ärmsten in die Wasserversorgung einbezogen werden. Auch sollte bedacht werden, dass kostenloses Wasser wahrscheinlich weniger effizient genutzt wird. Insofern macht Preiswahrheit Sinn. Auf der anderen Seite wären sozialverträgliche Wasserpreise unabdingbar, damit Wasser nicht den ärmeren Bevölkerungsgruppen vorenthalten wird. Dass Städte, Provinz- oder Landesregierungen in vielen Ländern oft nicht das notwendige Geld haben, die erforderlichen Investitionen im Wassersektor zu tätigen, kann kaum bezweifelt werden (Aussagen 2 ). Doch wenn das zusätzliche Feld von den Privaten kommen soll, bleibt es bei dem Problem, dass bestimmte Länder oder auch bestimmte Gebiete als Investitionsanreiz für Private kaum in Frage kommen. Wettbewerb unter privaten Firmen könnte dazu beitragen, dass die Preise niedrig bleiben und Investitionen kostengünstig getätigt werden. Auch dies wäre (vgl. Aussagen 3 ) ein Argument für eine Privatisierung der Wasserversorgung. Entscheidend ist aber, ob ein solcher Wettbewerb sich organisieren lässt. Auch müssen für die Qualität der Versorgung verbindliche Standards politisch vorgegeben werden können. Dies ist immer dann schwierig, wenn der Staat zu schwach ist, derartige Auflagen durchzusetzen, oder wenn Korruption und Vetternwirtschaft diese Funktionsteilung aufheben (vgl. Aussagen 4 ). 16

20 Unterrichtseinheit I Insgesamt bleiben Zweifel, ob die neuen Abhängigkeiten (von internationalen Wasserkonzernen) das Risiko einer Privatisierung gerade für Entwicklungsländer kalkulierbar machen. 3. Wassermanagement und technische Lösungen Die Wasserversorgung in der Welt hängt nicht nur an der Frage nach den Eigentumsverhältnissen oder nach den politischen Machtverhältnissen. Es geht auch darum, die gegebenen Möglichkeiten besser zu nutzen als bisher. Die Wassersituation könnte deutlich verbessert werden, wenn ein intelligentes Wassermanagement für einen effizienten Umgang mit der begrenzten Ressource Wasser sorgte und wenn die technischen Potentiale für einen sparsameren Wasserverbrauch genutzt würden. Besseres Wassermanagement und technische Verbesserungen stehen deshalb auch auf der Agenda für das Recht auf Wasser. An erster Stelle steht die Forderung nach einem verbesserten Wasser-Management. Damit sind umfassend alle Maßnahmen gemeint, die den Verbrauch oder die Verschmutzung des Wassers beeinflussen können. Wassermanagement setzt im politisch-administrativen wie auch im technischen Bereich an. MI 9 Das Arbeitsblatt MI 9 enthält eine (leicht veränderte) Stellenausschreibung für Wassermanagement in Marokko. Wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese Ausschreibung näher ansehen, werden wesentliche Dimensionen von Wassermanagement deutlich. 20 Was Wassermanagement erreichen soll: Reduzierung des Wasserverbrauchs (z.b. durch Verringerung der Lecks; Verwendung von Brauchwasser in der Industrie;); Beachtung der Kosten bei allen Investitionen und Maßnahmen im Wasserbereich; Kontrolle des Verbrauchs bei allen Nutzern; Anreize zum Einsparen für Haushalte und für Großverbraucher. Schutz der Ökosysteme vor falscher Bewässerung und vor Schmutzwasser. Wassermanagement zielt also darauf ab, den gesamten Wasserkreislauf zu kontrollieren und positiv zu beeinflussen. Dabei gilt es, die verschiedenen Akteure (Zentralregierung, Regionalregierungen, Gemeinden, lokale Bevölkerungsgruppen sowie private Firmen) einzubinden und sie in sinnvoller Weise kooperieren zu lassen. Mehr Effizienz bei der Wassernutzung ist aber ohne Kosten- und Verbrauchsberechnungen nicht zu erwarten. Daher steht am Anfang des Wassermanagements der Abschied von der Verheißung, Wasser sei ein kostenloses Gut. Tatsächlich ist Wasser in weiten Teilen der Welt eine begrenzte, wertvolle Ressource, mit der sparsam zu wirtschaften ist. Dieses Sparsamkeitssignal kann durch den Preis zum Ausdruck kommen. Die Höhe der Verbraucherpreise wäre allerdings zu diskutieren. Technische Verbesserungen, welche die Wasserproduktivität verbessern, sind sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie und in den Haushalten geboten. In der Landwirtschaft (ca. 70 % des Wassers werden hier verbraucht) verdunstet mindestens die Hälfte des eingesetzten Wassers, bevor es die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Hier würde etwa der Einsatz der Tropfbewässerungsmethode (im Vergleich zur üblicherweise angewandten offenen Bewässerung, bei der die Pflanzen von oben mit Wasser begossen werden) erhebliche Verbesserungen erbringen. MI 10 Bei der Tropfbewässerung (drip irrigation) wird ein Leitungsnetz auf der Boden-Oberfläche oder auch in cm Tiefe unter der Oberfläche installiert, aus dem tröpfchenweise Wasser abgegeben wird. Arbeitsblatt MI 10 erläutert diese Methode, durch die das Wasser direkt die Pflanzenwurzeln erreicht, so dass es erheblich effizienter genutzt wird. In Israel wird die Methode der Tröpfchenbewässerung angewendet. Innerhalb von 15 Jahren konnte Israel den spezifischen Wasserverbrauch für bestimmte Pflanzen um bis zu 60 % senken (Kartoffeln: -60 %; Äpfel: - 55 %, Baumwolle: -29 % jeweils im Zeitraum 1970 bis 1984 (Quelle: Schwarz, Israel Sector Water Study, 1991). Die Einsparpotentiale dieser Präzisionsbewässerung sind also erheblich. 21 Eine effizientere Nutzung ist aber häufig auch beim industriellen Verbrauch möglich. So könnte für viele industrielle Zwecke (vor allem zur Kühlung) Brauchwasser statt aufbereiteten Trinkwassers genutzt werden. Außerdem lassen sich viele Fertigungsmethoden auf weniger wasserintensiven Verbrauch umstellen. Auch dies setzt allerdings eine entsprechende Kostenkalkulation voraus, bei der das Wasser nicht (fast) umsonst zu haben ist. Letztlich ist auch in den Haushalten ein Einsparpotential vorhanden. Dieses Potential ist in der Dritten Welt weniger in der spezifischen Einsparung beim Verbrauch von Wasser für Körperpflege, Reinigung oder Haushaltsgeräte zu suchen als in einer Minderung der Verluste, die durch undichte Wasserleitungen entstehen. Verschiedene Schätzungen geben an, dass rund die Hälfte des Wassers aus den städtischen Leitungsnetzen in der Dritten Welt dank undichter Stellen versickert (UN: Water for people, 2003) Das Arbeitsblatt MI 9 macht deutlich, dass die politische Einbindung der Wasserversorgung (Aufbau eines Verbandes, Kooperation mit Regierung und örtlicher Bevölkerung) einen hohen Stellenwert hat. Diese strategische Organisation der Wasserversorgung ist ganz wesentlich für ein erfolgreiches Wassermanagement. Das Arbeitsblatt sollte in Kleingruppenarbeit behandelt werden. 21 Ein Experiment zu den Vorteilen einer Präzisionsbewässerung: Stellen Sie zwei (verschiedenfarbige) Primeln in die Klasse. Für jede Blume steht ein Liter Wasser zur Verfügung. Die eine Blume wird konventionell von oben bewässert; bei der anderen Blume sollte die Erde über den Wurzeln freigelegt werden. Das Wasser wird dann mit einer Tropfpinzette (Nasentropfen) direkt auf die Wurzeln gegeben. Testen Sie, wie viel länger die Pflanze B mit der gleichen Wassermenge überleben kann. 22 Zu den Perspektiven für eine globale Verbesserung der Wasserversorgung vgl. auch die anderen drei Einheiten dieses Unterrichtsmaterials. 17

Virtuelles Wasser. In dieser Bilanz gehört Deutschland zu den Top-Ten der Nettoimporteure von virtuellem Wasser.

Virtuelles Wasser. In dieser Bilanz gehört Deutschland zu den Top-Ten der Nettoimporteure von virtuellem Wasser. Virtuelles Wasser Virtuelles Wasser Ob in Lebensmitteln, Autos, Rosen oder Getreide Wasser verbirgt sich in fast allen Produkten. Den Wert, der angibt, wie viel Wasser nötig ist, um diese Produkte herzustellen,

Mehr

Hunger und die globale Entwicklung Wie isst die Welt heute und morgen? Ringvorlesung Konflikte der Gegenwart und Zukunft

Hunger und die globale Entwicklung Wie isst die Welt heute und morgen? Ringvorlesung Konflikte der Gegenwart und Zukunft Hunger und die globale Entwicklung Wie isst die Welt heute und morgen? Ringvorlesung Konflikte der Gegenwart und Zukunft Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär Welthungerhilfe - 2014 Welthunger-Index nach

Mehr

Auswirkungen eines Tsunamis auf die Bevölkerung

Auswirkungen eines Tsunamis auf die Bevölkerung Auswirkungen eines Tsunamis auf die Bevölkerung (Tsunami= japanisch: Große Welle im Hafen ) Am 26. Dezember 2004 haben in Südostasien(Thailand, Sri Lanka, Indien etc.) zwei Tsunamis (Riesenwellen) das

Mehr

Mensch und Klima Arbeitsblatt

Mensch und Klima Arbeitsblatt Lehrerinformation 1/6 Arbeitsauftrag Ziel Welchen Einfluss hat der Mensch auf das Klima? Die SuS erarbeiten die Bedeutung der einzelnen Einflussfaktoren anhand von Texten. Sie überlegen sich, welchen Einfluss

Mehr

Insbesondere Befragte ab 60 Jahren würden am ehesten für die Welternährung bzw. die Bekämpfung des Welthungers spenden.

Insbesondere Befragte ab 60 Jahren würden am ehesten für die Welternährung bzw. die Bekämpfung des Welthungers spenden. Welternährung Datenbasis: 1.007 Befragte Erhebungszeitraum: 11. bis 15. August 2014 statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte Auftraggeber: K+S Aktiengesellschaft Angenommen, sie hätten eine Milliarde

Mehr

Wertvoller Rohstoff W A S S E R

Wertvoller Rohstoff W A S S E R Wertvoller Rohstoff W A S S E R Für die meisten von uns ist sauberes Wasser selbstverständlich und im Überfluss vorhanden. Es steht jederzeit billig und in hochwertiger Qualität zur Verfügung. Der tägliche

Mehr

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen Die EU und die einzelnen Mitglieds-Staaten bezahlen viel für die Unterstützung von ärmeren Ländern. Sie bezahlen mehr als die Hälfte des Geldes, das alle

Mehr

Wasserwirtschaft in Deutschland. Wasserversorgung Abwasserbeseitigung

Wasserwirtschaft in Deutschland. Wasserversorgung Abwasserbeseitigung Wasserwirtschaft in Deutschland Wasserversorgung Abwasserbeseitigung Öffentliche Abwasserbeseitigung in Zahlen (211) Abwasserbehandlungsanlagen: knapp 1. Behandelte Abwassermenge: 1,1 Mrd. m 3 (5,2 Mrd.

Mehr

Die Patenschaft der Volksschule Allershausen mit dem Kinderkrankenhaus San Gabriel in La Paz, Bolivien.

Die Patenschaft der Volksschule Allershausen mit dem Kinderkrankenhaus San Gabriel in La Paz, Bolivien. Die Patenschaft der Volksschule Allershausen mit dem Kinderkrankenhaus San Gabriel in La Paz, Bolivien. Die Patenschaft der Schülerinnen und Schüler der Volksschule Allershausen für die kleinen Patientinnen

Mehr

Quiz über die ganze Unterrichtseinheit

Quiz über die ganze Unterrichtseinheit Anleitung LP Quiz Arbeitsauftrag: Quiz über die ganze Unterrichtseinheit Ziel: Material: Die Sch werden in Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 wählt sich ein Fragegebiet aus und bestimmt, ob sie die einfache

Mehr

Inhalt Methode Medien/ Materialien

Inhalt Methode Medien/ Materialien Erik Müller Klima- und Energiepolitik im globalen System/D & E, Heft 61, 2011 Methodisch- didaktischer Kommentar Der Klimawandel lässt sich klassisch in den Kategorien PROBLEM- LÖSUNG darstellen. 1. Doppelstunde:

Mehr

Biodiversität Posten 1, Erdgeschoss 3 Lehrerinformation

Biodiversität Posten 1, Erdgeschoss 3 Lehrerinformation Lehrerinformation 1/6 Arbeitsauftrag Die SuS erleben am Ausstellungs-Beispiel die Vielfalt in der Natur. Sie erkunden die Ausstellung. Ziel Die SuS kennen Beispiele von und welch wichtige Bedeutung ein

Mehr

Light for tomorrow e.v. - Gemeinsam für eine bessere Zukunft!

Light for tomorrow e.v. - Gemeinsam für eine bessere Zukunft! Light for tomorrow e.v. - Gemeinsam für eine bessere Zukunft! I. Selbstverständnis und Vorstellung des Vereins: Light for tomorrow e.v. setzt sich für die Kinder dieser Welt ein, die in Krisengebieten

Mehr

Der Wasserfußabdruck von biotischen Rohstoffen und mögliche Konsequenzen für den Wasserstress in den Anbauregionen

Der Wasserfußabdruck von biotischen Rohstoffen und mögliche Konsequenzen für den Wasserstress in den Anbauregionen Der Wasserfußabdruck von biotischen Rohstoffen und mögliche Konsequenzen für den Wasserstress in den Anbauregionen Dr.-Ing. Markus Berger Berlin, 03. November 2014 Technische Universität Berlin Institut

Mehr

I N F O R M A T I O N

I N F O R M A T I O N I N F O R M A T I O N zur mit Landesrat Rudi Anschober und Dr. David Pfarrhofer (market-institut) am 16. Dezember 2008 zum Thema "Aktuelle market-meinungsumfrage Die große OÖ Klimaumfrage: Oberösterreicherinnen

Mehr

Wasser als Menschenrecht in der ecuadorianischen Verfassung und die Umsetzung dieses Menschenrechts in Ecuador

Wasser als Menschenrecht in der ecuadorianischen Verfassung und die Umsetzung dieses Menschenrechts in Ecuador Wasser als Menschenrecht in der ecuadorianischen Verfassung und die Umsetzung dieses Menschenrechts in Ecuador Symposium Das Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung

Mehr

Kampf ums Wasser A guerra da água

Kampf ums Wasser A guerra da água Wasser Kampf ums Wasser A guerra da água Kampf ums Wasser A guerra da água Dokufiktion, ab 15 Jahren Buch und Regie: Licinio Azevedo Produktion: João ribeiro, Ebano Multimedia, Mosambik 1996/99 Kamera:

Mehr

Informations-Heft in Leichter Sprache: Hunger auf der ganzen Welt. Viele Menschen bekommen davon eine Behinderung.

Informations-Heft in Leichter Sprache: Hunger auf der ganzen Welt. Viele Menschen bekommen davon eine Behinderung. Informations-Heft in Leichter Sprache: Hunger auf der ganzen Welt. Viele Menschen bekommen davon eine Behinderung. Inhalts-Verzeichnis Vor-Wort Seite 4 1. Hunger auf der Welt Seite 8 2. Warum müssen Menschen

Mehr

Wasser Posten 5, 2. Obergeschoss 5 Lehrerinformation

Wasser Posten 5, 2. Obergeschoss 5 Lehrerinformation Lehrerinformation 1/6 Arbeitsauftrag Sauberes ist bei uns eine Selbstverständlichkeit und jederzeit verfügbar. Was aber wissen wir über das? Die SuS betrachten die Ausstellung und lösen ein quiz. Ziel

Mehr

Lynx Zimbabwehilfe e.v. ein Land zwei Welten

Lynx Zimbabwehilfe e.v. ein Land zwei Welten Lynx Zimbabwehilfe e.v. ein Land zwei Welten 1 Was verbinden wir mit Zimbabwe? Seit über 30 Jahren betreibt die Graphit Kropfmühl AG in Zimbabwe Graphitbergbau und Aufbereitung. In dieser Zeit wurde unser

Mehr

Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut

Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut Ökumenischer Rat Christlicher Kirchen Brasiliens CONIC Katholische Bischofskonferenz Brasiliens CNBB Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK Gemeinsamer Text 1 Ökumenische Erklärung zum Wasser als

Mehr

Arbeitsblatt 1.2. Rohstoffe als Energieträger Die Bilder zeigen bekannte und wichtige Rohstoffe. Klebe auf diesen Seiten die passenden Texte ein.

Arbeitsblatt 1.2. Rohstoffe als Energieträger Die Bilder zeigen bekannte und wichtige Rohstoffe. Klebe auf diesen Seiten die passenden Texte ein. Arbeitsblatt 1.1 Rohstoffe als Energieträger In den Sprechblasen stellen sich verschiedene Rohstoffe vor. Ergänze deren Nachnamen, schneide die Texte dann aus und klebe sie zu den passenden Bildern auf

Mehr

Indikatoren zur Ressourcenschonung: Anforderungen aus Sicht der Umweltverbände. Dr. Benjamin Bongardt 02.03.2015

Indikatoren zur Ressourcenschonung: Anforderungen aus Sicht der Umweltverbände. Dr. Benjamin Bongardt 02.03.2015 Indikatoren zur Ressourcenschonung: Anforderungen aus Sicht der Umweltverbände Dr. Benjamin Bongardt 02.03.2015 ZIEL von Ressourceneffizienz zu Ressourcenschonung 2 Ziel: geringere weltweite Materialentnahme

Mehr

ALEMÃO. TEXT 1 Der Klimawandel Die Welt verändert sich. In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur um durchschnittlich 1 Grad gestiegen

ALEMÃO. TEXT 1 Der Klimawandel Die Welt verändert sich. In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur um durchschnittlich 1 Grad gestiegen ALEMÃO TEXT 1 Der Klimawandel Die Welt verändert sich +0,4 +0,2 +0,0 0,2 0,4 1900 1920 1940 1960 1980 2000 In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur um durchschnittlich 1 Grad gestiegen In den letzten

Mehr

Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio.

Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio. Weniger Fleisch. Dafür besseres. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt: Gesund sind rund 15 Kilo Fleisch im Jahr. Deutschland liegt bei 90 Kilo. Massenhaft billiges Fleisch ist ohne Tierquälerei

Mehr

Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe Hilfe zur Anleitung LP Arbeitsauftrag: Fünf Schwerpunkte bei der Hilfe zur Ziel: Material: 1. Die Sch überlegen sich in Zweiergruppen, wie sie als Entwicklungszusammenarbeitsteam aus der Schweiz den beiden

Mehr

WASSER FÜR TETE L ETANG

WASSER FÜR TETE L ETANG WASSER FÜR TETE L ETANG Benedikt Heudorfer, Lukas Kleine, Matthias Breitwieser, Michael Rauer, Phillip Bendix, Robin Grab, Sarah Röttinger 17.06.2015 ÜBERSICHT Ingenieure ohne Grenzen Haiti Wasser für

Mehr

Erneuerbare Energien in Entwicklungsländern. Ferienakademie 2010 Von Ann-Kathrin Müller

Erneuerbare Energien in Entwicklungsländern. Ferienakademie 2010 Von Ann-Kathrin Müller Erneuerbare Energien in Entwicklungsländern Ferienakademie 2010 Von Ann-Kathrin Müller Wenn alle Menschen so leben würden wie wir, würden wir fünf Erden brauchen! Quelle: www.lindauferienwohnung.org 2

Mehr

Virtuelles Wasser: Rundgang durch ein Zuhause

Virtuelles Wasser: Rundgang durch ein Zuhause Einleitung Was ist virtuelles Wasser Jede Berlinerin oder jeder Berliner benutzt am Tag rund 112 l Wasser z. B. zum Duschen, Kochen, Putzen, Wäschewaschen und für die Toilette. Noch viel mehr Wasser aber

Mehr

6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto

6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto 6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto Quelle Photon, 4/2007 6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto Quelle Photon, 4/2007 6. Ausblick: Mobilität per Elektroauto Vergleich Jahresertrag Regenerativer Energie

Mehr

Datenblatt Entwicklungspolitik

Datenblatt Entwicklungspolitik Datenblatt Entwicklungspolitik Herausgeber: Welthaus Bielefeld www.welthaus.de Neueste statistische Daten für Unterricht und andere Zwecke Datum der Aktualisierung: 6.11.2015 - II 2015 1-2-2015 ---------------------------------------------------------------------------------------------

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einsatz von IT - Übungsbuch Informatik 2: 9. bis 12.

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einsatz von IT - Übungsbuch Informatik 2: 9. bis 12. Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Einsatz von IT - Übungsbuch Informatik 2: 9. bis 12. Klasse Das komplette Material finden Sie hier: Download bei School-Scout.de Liebe

Mehr

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache Wir sind die Partei DIE LINKE Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit geschrieben in Leichter Sprache 1 Herausgeber: Bundes-Geschäfts-Führung von der Partei DIE LINKE Kleine Alexanderstraße 28 10178

Mehr

Datenblatt Entwicklungspolitik

Datenblatt Entwicklungspolitik Datenblatt Entwicklungspolitik Herausgeber: Welthaus Bielefeld www.welthaus.de Neueste statistische Daten für Unterricht und andere Zwecke Datum der Aktualisierung: April 2013 - I 2013 1-1-2013 ---------------------------------------------------------------------------------------------

Mehr

5. Was ist Strom? 6. Wenn Strom fließt, bewegen sich. a)... Protonen vom Nordpol zum Südpol. b)... Neutronen von einem Swimmingpool zum anderen.

5. Was ist Strom? 6. Wenn Strom fließt, bewegen sich. a)... Protonen vom Nordpol zum Südpol. b)... Neutronen von einem Swimmingpool zum anderen. 1. Was ist Energie? 2. Wie wird Energie gemessen? a) In Gramm b) In Joule c) In Metern 3. Wozu benötigt man Energie? Nenne drei Beispiele. 4. Ein Apfel hat ungefähr die Energie von 200 kj (kj = Kilojoule);

Mehr

Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland

Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland Studie im Auftrag der NABU Bundesgeschäftsstelle - Kurzfassung - Henning Wilts, Nadja von Gries, Bettina Rademacher,

Mehr

Dieser Fragebogen dient lediglich der Information, welche Fragen in der Umfrage gestellt werden. Ausfüllen kann man den Fragebogen unter:

Dieser Fragebogen dient lediglich der Information, welche Fragen in der Umfrage gestellt werden. Ausfüllen kann man den Fragebogen unter: Dieser Fragebogen dient lediglich der Information, welche Fragen in der Umfrage gestellt werden. Ausfüllen kann man den Fragebogen unter: https://www.soscisurvey.de/anlegerpraeferenzen Die Studie "Ermittlung

Mehr

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Nach Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Arbeitgeber 12.541 [4,3%] private Haushalte,

Mehr

UMDENKEN VON DER NATUR LERNEN VORBEREITENDE UNTERRICHTSMATERIALIEN Niveau A2

UMDENKEN VON DER NATUR LERNEN VORBEREITENDE UNTERRICHTSMATERIALIEN Niveau A2 AUFGABE 1: VIER ELEMENTE a) Nach einer alten Lehre besteht alles in unserer Welt aus vier Elementen: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Ordne die Texte jeweils einem Elemente zu. Schneide die Texte aus und klebe

Mehr

Armut - ein Weltproblem

Armut - ein Weltproblem Armut - ein Weltproblem Armut ist das zentrale Merkmal von Entwicklungsproblemen. Armutsbekämpfung ist folglich die zentrale Entwicklungsaufgabe. Ohne durchgreifende Minderung der Armut in der Welt, vor

Mehr

Nachhaltiges Wasser-Management für Hotels und Ferienanlagen. Vakuumtechnologie Fest installierte Wasser-Management-Systeme

Nachhaltiges Wasser-Management für Hotels und Ferienanlagen. Vakuumtechnologie Fest installierte Wasser-Management-Systeme Nachhaltiges Wasser-Management für Hotels und Ferienanlagen Vakuumtechnologie Fest installierte Wasser-Management-Systeme Wo immer sich Ihre Anlagen befinden, wir sorgen für einen effizienten Ressourcenverbrauch

Mehr

Energiepreise und Unternehmensentwicklung in Baden-Württemberg

Energiepreise und Unternehmensentwicklung in Baden-Württemberg Energiepreise und Unternehmensentwicklung in Baden-Württemberg Auswertung einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern Heilbronn-Franken, Hochrhein-Bodensee, Karlsruhe und Ostwürttemberg im Herbst 8

Mehr

Patenschaften. Weiterführende Ideen. Zusätzliche Informationen. Arbeitsauftrag: Was sind Patenschaften? Wie werden sie eingesetzt?

Patenschaften. Weiterführende Ideen. Zusätzliche Informationen. Arbeitsauftrag: Was sind Patenschaften? Wie werden sie eingesetzt? 08 Anleitung LP Arbeitsauftrag: Was sind? Wie werden sie eingesetzt? Ziel: Material: Die Sch lesen den Text über die konzentriert durch. Sie legen das Blatt auf die Seite und lösen das dazugehörige Multiple-Choice-Blatt.

Mehr

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan Schillerstr. 59 10 627 Berlin E-Mail: info@berlin-institut.org Tel.: 030-22 32 48 45 Fax: 030-22 32 48 46 www.berlin-institut.org Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China,

Mehr

Klimawandel-Anpassung

Klimawandel-Anpassung Klimawandel-Anpassung Ein Fallbeispiel Andreas Zahner Klima in der Krise Last Exit Copenhagen 11. November 2009 Community Based Adaptation Ausgangspunkte CARE Arbeitsprinzipien: Selbsthilfe stärken (Empowerment),

Mehr

Jeder virtuelle Baum ist ein realer Baum!

Jeder virtuelle Baum ist ein realer Baum! Jeder virtuelle Baum ist ein realer Baum! Ob als Marketingaktion, nachhaltiges Werbegeschenk, KlimaNEUTRAL oder einfach nur etwas Gutes tun. In jedem Fall ist es mit Trees Of Life weltweit einzigartig!

Mehr

Thema Zu viel oder zu wenig Wasser

Thema Zu viel oder zu wenig Wasser EPA / Sataporn Thongma Thema Zu viel oder zu wenig Wasser 4 s Zielsetzung: Die Schüler/innen werden sich ihrer eigenen privilegierten Position bezüglich der Verfügbarkeit von sauberem Wasser bewusst und

Mehr

Auswertung des Fragebogens zum CO2-Fußabdruck

Auswertung des Fragebogens zum CO2-Fußabdruck Auswertung des Fragebogens zum CO2-Fußabdruck Um Ähnlichkeiten und Unterschiede im CO2-Verbrauch zwischen unseren Ländern zu untersuchen, haben wir eine Online-Umfrage zum CO2- Fußabdruck durchgeführt.

Mehr

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa ZUSAMMENFASSUNG FÜR DEUTSCHLAND Durchgeführt von der unabhängigen Strategieberatung Opinium in Zusammenarbeit mit der Europäischen

Mehr

Hightech Medizin zwischen Ethos und Markt

Hightech Medizin zwischen Ethos und Markt Hightech Medizin zwischen Ethos und Markt Reflektionen aus der Basisgesundheitsperspektive Dr. Andreas Wulf, medico international Gliederung Recht auf Gesundheit Technisch-medizinische Lösungen für sozial

Mehr

9. Arbeit, Energie und Leistung

9. Arbeit, Energie und Leistung 9.1 Einleitung Beispiel 1: Gilles und Daniel fertigen beide ein U-Stück in der gleichen Qualität und Präzision. Daniel benötigt dazu 40 Stunden, Gilles dagegen nur 32 Stunden. a) er von den beiden hat

Mehr

Die Reise durch deinen Wassertag

Die Reise durch deinen Wassertag Die Reise durch deinen Wassertag Lerne deinen Tag mit Wasser ganz neu kennen. Jede der Seifenblasen entführt dich zu einem anderen Moment deines Wassertags. Bestimmt hast du im Badezimmer schon mal ordentlich

Mehr

Biogas eine natürliche und endlos verfügbare Energiequelle

Biogas eine natürliche und endlos verfügbare Energiequelle Biogas eine natürliche und endlos verfügbare Energiequelle Mit Biogas können Sie sich als Kundin oder Kunde der IBAarau Erdgas AG noch stärker für die Umwelt engagieren. Sie können frei entscheiden, ob

Mehr

Krautwisch - kulinarisch

Krautwisch - kulinarisch Krautwisch - kulinarisch Infos zum Workshop Zusammengestellt von Margot Klein Vorstandsmitglied der kfd-trier 1 Krautwisch oder Krautbuschen Traditionell in der Zeit um den kath. Feiertag Maria Himmelfahrt

Mehr

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 Fairtrade als Erlebnis Um die 1000 Schülerinnen und Schüler haben am 5. Oktober 2009 das

Mehr

Das Youth Future Manifest

Das Youth Future Manifest Das Youth Future Manifest 1. Fassung, 18. September 2010 Präambel In den vergangenen drei Tagen haben wir, 120 Jugendliche aus Ländern aller Kontinente, uns mit dem Zustand unserer Welt befasst und erkannt,

Mehr

Auf einen Blick Nachhaltigkeit bei The Coca-Cola Company weltweit

Auf einen Blick Nachhaltigkeit bei The Coca-Cola Company weltweit Kontakt: Stefanie Effner Pressestelle T +49(0) 30 22 606 9800 F +49(0) 30 22 606 9110 presse@coca-cola-gmbh.de www.coca-cola-deutschland.de Auf einen Blick Nachhaltigkeit bei The Coca-Cola Company weltweit

Mehr

Schrank, Thermometer Haar-Föhn, Uhr / Stoppuhr 1 Glas oder Becher mit einem Eiswürfel Lösungsblätter

Schrank, Thermometer Haar-Föhn, Uhr / Stoppuhr 1 Glas oder Becher mit einem Eiswürfel Lösungsblätter Lehrerkommentar MST Ziele Arbeitsauftrag Material Sozialform Zeit Lehrplan: Aus den verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen grundlegende Begriffe kennen (Atmosphäre, Treibhaus-Effekt, Kohlendioxid,

Mehr

Ist der Klimawandel menschengemacht?

Ist der Klimawandel menschengemacht? 1 Eidgenössische Technische Hochschule Zürich Swiss Federal Institute of Technology Ist der Klimawandel menschengemacht? Christoph Schär Institut für Atmosphäre und Klima, ETH Zürich http://www.iac.ethz.ch/people/schaer

Mehr

Quellen für unsere Ausarbeitung und die Texte auf unserer Homepage ( www.team025.jimdo.de)

Quellen für unsere Ausarbeitung und die Texte auf unserer Homepage ( www.team025.jimdo.de) Quellen für unsere Ausarbeitung und die Texte auf unserer Homepage ( www.team025.jimdo.de) Teil 1 Natalie Hamm: E-Learning Die neue Lernmethode des 21. Jahrhunderts!? CiL, RWTH Aachen, Dipl.-Inform. Anna

Mehr

Die Rolle der Agrarpolitik zwischen Welternährungssicherung und Förderung der heimischen Landwirtschaft

Die Rolle der Agrarpolitik zwischen Welternährungssicherung und Förderung der heimischen Landwirtschaft Hohebucher Agrargespräch 2009: Bauern zwischen Hunger und Überfluss - Die Rolle der heimischen Landwirtschaft im Weltagrarhandel Die Rolle der Agrarpolitik zwischen Welternährungssicherung und Förderung

Mehr

für Afrika Be Responsible! Let s Make A Move! Take Action!

für Afrika Be Responsible! Let s Make A Move! Take Action! Bewegen Sie mit uns die Welt! Fahrrad - Patenschaften für Afrika Be Responsible! Take Action! Let s Make A Move! Der Überblick Make A Move ist eine Kampagne des European Institute For Sustainable Transport.

Mehr

Fragebogen Klasse 6 bis 8 WASsERLEBEN 2015 Seite 1. Stand 5.2b/ 407. Frage Wenn man von virtuellem Wasser in einem Brötchen spricht, meint man

Fragebogen Klasse 6 bis 8 WASsERLEBEN 2015 Seite 1. Stand 5.2b/ 407. Frage Wenn man von virtuellem Wasser in einem Brötchen spricht, meint man Fragebogen Klasse 6 bis 8 WASsERLEBEN 2015 Seite 1 arche nova e.v. Stand 5.2b/ 407 Was ist virtuelles Wasser? Frage Wenn man von virtuellem Wasser in einem Brötchen spricht, meint man Was hat virtuelles

Mehr

10 Sachen, die man nach einer Katastrophe nicht spenden sollte

10 Sachen, die man nach einer Katastrophe nicht spenden sollte 10 Sachen, die man nach einer Katastrophe nicht spenden sollte Übersetzung eines Beitrags in www.money.howstuffworks.com Originaltitel: 10 Worst Things to Donate After a Disaster by Dave Ross Sie denken

Mehr

1 Extreme Armut. 1.1 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, von weniger als einem Dollar am Tag. Wo in der Welt herrscht die größte Armut?

1 Extreme Armut. 1.1 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, von weniger als einem Dollar am Tag. Wo in der Welt herrscht die größte Armut? 1 Extreme Armut 1.1 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, von weniger als einem Dollar am Tag. Wo in der Welt herrscht die größte Armut? A. Hauptsächlich in Afrika und Asien. B. Hauptsächlich in

Mehr

Fairer Handel Was ist das? Was macht MISEREOR? Was macht die GEPA? Was kann ich tun?

Fairer Handel Was ist das? Was macht MISEREOR? Was macht die GEPA? Was kann ich tun? Fairer Handel Was ist das? Was macht MISEREOR? Was macht die GEPA? Was kann ich tun? Was ist Fairer Handel? Was ist Fairer Handel? Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz

Mehr

Klimaschutz geht uns alle an!

Klimaschutz geht uns alle an! Bayerisches Staatsministerium für Klimaschutz geht uns alle an! Bildquelle: NASA; zusammengesetztes Satellitenbild aus ca. 800 km Höhe Die Lichtpunkte zeigen dicht besiedelte Flächen. Im Klartext heißt

Mehr

Eine Krise unter vielen?!? Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Philippinen

Eine Krise unter vielen?!? Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Philippinen Eine Krise unter vielen?!? Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Philippinen by: Michael Reckordt, philippinenbüro Eine Krise unter vielen?!? Nahrungsmittelkrise Armutskrise Weltwirtschaftskrise

Mehr

DIE ROHstOFF-EXPEDItIOn. EntDEcKE, Was In (D)EInEm HanDy steckt!

DIE ROHstOFF-EXPEDItIOn. EntDEcKE, Was In (D)EInEm HanDy steckt! DIE ROHstOFF-EXPEDItIOn EntDEcKE, Was In (D)EInEm HanDy steckt! HanDys, REssOuRcEn und KOnsumvERHaLtEn Es gehört in die Hosentasche wie Schlüssel und Portemonnaie. Es verbindet mit Freunden und der Familie.

Mehr

Fachkräfte sichern. Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung

Fachkräfte sichern. Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung Fachkräfte sichern Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit 1119 Berlin www.bmwi.de Redaktion

Mehr

Klimasystem. Das Klima der Erde und wie es entsteht: Definition Klima

Klimasystem. Das Klima der Erde und wie es entsteht: Definition Klima Das Klima der Erde und wie es entsteht: Definition Klima Unter dem Begriff Klima verstehen wir die Gesamtheit der typischen Witterungsabläufe an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Region über

Mehr

die Karten, die Lebensmittel und die Wasserflasche. Das war schon zuviel: Er würde das Zelt, das Teegeschirr, den Kochtopf und den Sattel

die Karten, die Lebensmittel und die Wasserflasche. Das war schon zuviel: Er würde das Zelt, das Teegeschirr, den Kochtopf und den Sattel die Karten, die Lebensmittel und die Wasserflasche. Das war schon zuviel: Er würde das Zelt, das Teegeschirr, den Kochtopf und den Sattel zurücklassen müssen. Er schob die drei Koffer zusammen, band die

Mehr

Workshop Bioenergie Protokoll

Workshop Bioenergie Protokoll Fünfter Wissenschaftsdialog 9. bis 11. Oktober 2006 in Engelberg, Schweiz Workshop Bioenergie Protokoll Referent: Thomas Nussbaumer Berichterstatter: Lea Pessina, Roman Kern Tagesordnung 1. Grenzen 2.

Mehr

Essen für den Klimaschutz

Essen für den Klimaschutz Was hat das Essen mit dem Klimaschutz zu tun? Der Anteil der Ernährung am Gesamtausstoß von Treibhausgasen in Deutschland beträgt etwa 20 % und teilt sich wie folgt auf:* Verarbeitung (Industrie/Handwerk)

Mehr

Wasserpolitik und Institutionen des Wassermanagement in der Türkei - Status quo und Anpassungsbedarf -

Wasserpolitik und Institutionen des Wassermanagement in der Türkei - Status quo und Anpassungsbedarf - Wasserpolitik und Institutionen des Wassermanagement in der Türkei - Status quo und Anpassungsbedarf - Waltina Scheumann Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, TU Berlin Kritische Regionen

Mehr

Der globale Hunger nach Rohstoffen und seine Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Biodiversität Was kann die IZ tun?

Der globale Hunger nach Rohstoffen und seine Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Biodiversität Was kann die IZ tun? Der globale Hunger nach Rohstoffen und seine Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Biodiversität Was kann die IZ tun? FATA - Lernwerkstatt 26. August 2014 Seite 1 FATA-Lernwerkstatt Rohstoffe Inhalte & Ablauf

Mehr

MONITORING REPORT August 2010

MONITORING REPORT August 2010 MONITORING REPORT August 2010 EINLEITUNG Der Monitoring Report August 2010 fasst sämtliche thematisch relevanten Zeitungsberichte des vergangenen Monats zusammen. Sie stammen sowohl aus Schweizer als auch

Mehr

JOIN THE MOVEMENT WASSER

JOIN THE MOVEMENT WASSER JOIN THE MOVEMENT GLOBALE ZUSAMMENARBEIT IM BEREICH WASSER Die UNO hat 2013 zum Internationalen Jahr der Zusammenarbeit im Bereich Wasser erklärt. Das Potential für eine vermehrte Zusammenarbeit und für

Mehr

WICHTIG!: Speichern Sie die Backup Datei außerhalb Safe and itunes. Für weitere Infos schauen Sie bitte unter Safe Backup erstellen.

WICHTIG!: Speichern Sie die Backup Datei außerhalb Safe and itunes. Für weitere Infos schauen Sie bitte unter Safe Backup erstellen. Safe Anleitung Safe erlaubt Ihnen Ihre sensiblen Daten zu organisieren und zu speichern. Sie können beliebige Kategorien zur Organisation Ihrer Daten erstellen. Wir bieten Ihnen vordefinierte Vorlagen

Mehr

Weltreise 2.0. oder: welche Wege führen in eine bessere Welt? zum ESRI-Sommercamp-Wettbewerb 2015

Weltreise 2.0. oder: welche Wege führen in eine bessere Welt? zum ESRI-Sommercamp-Wettbewerb 2015 Weltreise 2.0 oder: welche Wege führen in eine bessere Welt? Beitrag der Geo-AG des Freiburg-Seminars zum ESRI-Sommercamp-Wettbewerb 2015 Die Gruppe besteht aus Schülerinnen und Schülern verschiedener

Mehr

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel Unser Marktstand Unsere Gruppe hat am Mittwoch, 27.9, in der 2. Aktionswoche der fairen Wochen, den Stand auf den Marktplatz zum Zentrum für Umwelt und Mobilität aufgebaut und dekoriert. Wir dekorierten

Mehr

SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg

SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg SPD-Stadtratsfraktion, Goldbacher Straße 31, 63739 Aschaffenburg Telefon:0175/402 99 88 Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Giegerich Aschaffenburg, 31.3.2015 Oberbürgermeister

Mehr

Wasseraufbereitung in Slums

Wasseraufbereitung in Slums Bamako / Mali Wasseraufbereitung in Slums Association pour la Réhabilitation de Gliederung des Referats 1.) Einleitung: Bamako, Mali 2.) Hauptteil: AREM Abwassertanks in Bamako 2.1) Problem: Wasseraufbereitung

Mehr

Informationsblatt: Biodiesel in Deutschland

Informationsblatt: Biodiesel in Deutschland Kurzübersicht Informationsblatt: Biodiesel in Deutschland Biodiesel hat einen Marktanteil von ca. 6% am deutschen Dieselkraftstoffmarkt. Produktion in Deutschland: 2,6 Mio. t/jahr; Kapazität 4,8 Mio. t/jahr.

Mehr

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Jesaja 66,13 Jahreslosung 2016 Auslegung von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der EKD Gott spricht: Ich

Mehr

Klein, fein und gemein Mikroben sind überall

Klein, fein und gemein Mikroben sind überall Klein, fein und gemein Mikroben sind überall vorgestellt von Ursula Obst Silke-Mareike Marten Kerstin Matthies Shigella dysenteriae Wir setzen einen Hefeteig an Die Mikroben werden Euch so vorgestellt:

Mehr

Steigende Dividende nach gutem Ergebnis Eckzahlen für das Geschäftsjahr 2014

Steigende Dividende nach gutem Ergebnis Eckzahlen für das Geschäftsjahr 2014 Steigende Dividende nach gutem Ergebnis 5. Februar 2015 Jörg Schneider 1 Munich Re (Gruppe) Wesentliche Kennzahlen Q4 2014 Gutes Ergebnis für 2014: 3,2 Mrd. Dividende steigt auf 7,75 je Aktie Munich Re

Mehr

8 Mediennutzung. 8.1 Medienausstattung

8 Mediennutzung. 8.1 Medienausstattung 8 Mediennutzung Im ersten Teil dieses Kapitels wird dargestellt, ob die befragten Kinder Zugang zu Computern, Internet, Mobil-, Smartphone oder Tablet haben und wie oft sie das Internet nutzen. Daran anschließend

Mehr

II. Die Rede im Internet: Seite 1 von 5. Bundespräsidialamt 11010 Berlin 030 2000-2021/-1926 presse@bpra.bund.de. www.bundespraesident.

II. Die Rede im Internet: Seite 1 von 5. Bundespräsidialamt 11010 Berlin 030 2000-2021/-1926 presse@bpra.bund.de. www.bundespraesident. Die Rede im Internet: www.bundespraesident.de Seite 1 von 5 Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler bei der Verleihung des Afrikapreises der Deutschen Afrika-Stiftung an Dr. Paul Fokam und John Githongo

Mehr

Behindert ist, wer behindert wird

Behindert ist, wer behindert wird Behindert ist, wer behindert wird Alle Menschen müssen lernen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt sind Auf der ganzen Welt leben sehr viele Menschen mit Behinderungen: über 1 Milliarde Menschen

Mehr

SAIN bietet: Die Gründung einer praxisorientierten Schule für nachhaltige Landwirtschaft ausgestattet mit einem Team von leistungsfähigen Technikern

SAIN bietet: Die Gründung einer praxisorientierten Schule für nachhaltige Landwirtschaft ausgestattet mit einem Team von leistungsfähigen Technikern SAIN (Solidarité Agricole Integrée) Produktionszentrum Entwicklung von nachhaltiger und integrierter Landwirtschaft B.P. 21 Adjohoun République du Benin Tél. (229) 27 31 54 Adjohoun SAIN (Solidarité Agricole

Mehr

!!!Sparen sie Energie und damit Geld!!!

!!!Sparen sie Energie und damit Geld!!! !Verbrauch! Vergleichen sie ihren Stromverbrauch mit den Angabe unten und sie sehen wie stark ihr Stromverbrauch ist: 1 Person Haushalt: 750 1790 3150 2 Personen Haushalt: 1450 3030 5750!!!Sparen sie Energie

Mehr

Grüne Zahlen, die sich für Sie und die Umwelt auszahlen. Die Ökobilanz des Mercedes-Benz Original-Tauschgetriebes NAG2.

Grüne Zahlen, die sich für Sie und die Umwelt auszahlen. Die Ökobilanz des Mercedes-Benz Original-Tauschgetriebes NAG2. Grüne Zahlen, die sich für Sie und die Umwelt auszahlen. Die Ökobilanz des Mercedes-Benz Original-Tauschgetriebes NAG2. Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Jeder Tausch spart Energie ein, verringert CO2

Mehr

Rede des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck zu TOP 36 a+b

Rede des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck zu TOP 36 a+b Rede des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck zu TOP 36 a+b TOP 36a) Entwurf eines Gesetzes zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher

Mehr

Lehrerinformation: Bilderrätsel Handy

Lehrerinformation: Bilderrätsel Handy Lehrerinformation: Bilderrätsel Handy Geeignet für Grundschule und SEK I Einzelarbeit mit Auswertung im Plenum Arbeitsmaterialien: DIN-A4 Blatt Bilderrätsel Handy: Fotos DIN-A4 Blatt Bilderrätsel Handy:

Mehr

Nachhaltiges Rohstoff- Management in der Produktion Rolle der Zertifizierung

Nachhaltiges Rohstoff- Management in der Produktion Rolle der Zertifizierung Nachhaltiges Rohstoff- Management in der Produktion Rolle der Zertifizierung Dr. Bettina Rechenberg Abteilungsleitung III 2 Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung, Stoffkreisläufe FSC - ein Siegel

Mehr

Nahrung für alle aber wie?

Nahrung für alle aber wie? Nahrung für alle aber wie? Alexander Müller Institute for Advanced Sustainability Studies e.v. (IASS) München, 21. Januar 2014 Institute for Advanced Sustainability Studies e.v. 1 Source FAO, SOFI 2013

Mehr

»Gemeinsam sind wir stark« ffinso. Partnerschaft mit Mönchengladbach. Eine-Welt-Forum Mönchengladbach e.v.

»Gemeinsam sind wir stark« ffinso. Partnerschaft mit Mönchengladbach. Eine-Welt-Forum Mönchengladbach e.v. »«ffinso Partnerschaft mit Mönchengladbach Eine-Welt-Forum Mönchengladbach e.v. Mönchengladbach in der Einen Welt Partnerschaft mit Offinso in Ghana Im Jahr 2000 beschlossen 189 Staatsund Regierungschefs

Mehr

Alterung in verschiedenen Weltregionen

Alterung in verschiedenen Weltregionen Alterung in verschiedenen Weltregionen Schillerstr. 59 10 627 Berlin E-Mail: info@berlin-institut.org Tel.: 030-22 32 48 45 Fax: 030-22 32 48 46 www.berlin-institut.org von Margret Karsch In fast allen

Mehr