Posten 2 So filmt man richtig

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1 Posten 2 So filmt man richtig 1/8 So filmt man richtig! Tipps und Tricks zur richtigen Kameraführung Fehler, die es zu vermeiden gilt Das Stativ

2 2/8 So filmt man richtig Aufgabenstellung 1. Lest die vorgegebenen Tipps und Tricks zum Umgang mit der Kamera. Versucht anschliessend, in einem Praxistest die Wirkung der Videosequenz nachzuvollziehen. Macht dies anhand der Angaben auf dem Arbeitsblatt. Material: - Gruppen-Videokamera inkl. Zubehör - Stativ (falls vorhanden) - Textblatt: Tipps und Tricks - Arbeitsblatt Zeit: h

3 3/8 Tipps und Tricks: So filmt man richtig! Die folgenden sechs Gebote sollte man sich zu Herzen nehmen, wenn man ein tolles Video drehen möchte: 1. Bitte nicht verwackeln! Ruhige Aufnahmen aus der freien Hand das heisst ohne Stativ sind gut möglich. Man muss die Kamera nur in beide Hände nehmen und sich wenn möglich mit dem Körper an einem festen Gegenstand (z. B. Wand) anlehnen oder abstützen. Natürlich ist es auch erlaubt, die Videokamera auf eine Unterlage zu stellen, um dadurch die nötige Ruhe im Bild zu erhalten. Wenn möglich mit Stativ filmen. Das Stativ muss gut auf dem Boden fixiert sein und darf nicht verrutschen oder wackeln. Ebenfalls muss der Sitz der Kamera auf dem Stativ gut überprüft werden. Meist wird die Kamera mit einem Schnapp-Mechanismus festgehalten: Achtet darauf, dass dieser Schnapphebel gut einrastet. Wenn kein Stativ verwendet werden kann, kann man beide Hände zum Stabilisieren der Kamera zu Hilfe nehmen. Falls eure Videokamera einen Bildstabilisator hat, so sollte dieser eingeschaltet sein. 2. Zoomen so wenig wie möglich Der Zoom von Videokameras ist ein scheinbar leicht zu bedienendes Element. Mit dem Zoom verändert man die Brennweite, damit eine andere Bildeinstellung zwischen den Aufnahmen gemacht werden kann genau wie bei Fotokameras. Er ist nur in Ausnahmefällen dazu da, den Bildausschnitt während der Aufnahme zu ändern. Dabei sieht man in vielen Hobby-Aufnahmen genau dies: Zoom in, Zoom out, Zoom in, Zoom out. Das wirkt willkürlich und schaukelig und sollte vermieden werden. Zoomtaste blockieren, um nicht in Versuchung zu geraten, diese zu oft zu verwenden. Zoomsequenzen genau planen wann ist es für den Film spannend oder sinnvoll, mit dem Zoom zu arbeiten?

4 4/8 3. Du sollst nicht herumirren! Viele Videofilmer fahren während der Aufnahme hin und her und wählen so neue Bildausschnitte. Solche Filmsequenzen wirken unprofessionell und sind schwierig nachzubearbeiten. Möchte man einen neuen Bildausschnitt wählen, so sollte man die Kamera abschalten, den neuen Ausschnitt wählen und mit der Aufnahme neu beginnen. Es macht Sinn, eine Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufzunehmen, um beim anschliessenden Schnitt des Films eine spannende Bildfolge zu erhalten. Der Profi spricht in diesem Fall von einer Bildkomposition. Bestimmt bei der Aufnahme einer Szene, aus welchem Winkel ihr die Kamera auf das Motiv richten möchtet. Nehmt eine Szene aus verschiedenen Richtungen und Winkeln auf, um beim Schneiden Alternativen zu haben. 4. Keine Gespräche während der Aufnahme! Wer während der Aufnahme spricht oder Geräusche verursacht, kann eine ganze Aufnahmefolge unbrauchbar machen. Die Nachbereitung gestaltet sich so sehr schwierig, da die einzelnen Tonspuren, die von einem Camcorder aufgenommen werden, fast nicht auseinandergehalten werden können. Das heisst: Das Gespräch der beiden Schauspieler wird durch das Räuspern des Kameramannes übertönt, was doch schade wäre. Wird eine Dokumentation gedreht, so wird die Erklärung der gefilmten Szene im Nachhinein oder von einem Reporter gesprochen, den man auch im Film zu sehen bekommt. Beginnt der Kameramann zu kommentieren, so ist dies nicht ideal. Denkt daran: Die Kamera übernimmt immer die Rolle des Betrachters, des Zuschauers und ist nicht Teil des Geschehens umso irritierender ist es, wenn sie plötzlich zu sprechen beginnt. Tipp: Die eingebauten Mikrofone sind nicht immer über alle Zweifel erhaben. Sie nehmen oft auch Nebengeräusche auf, die dann den wichtigen Text überdecken. Verwendet wenn möglich ein Zusatzmikrofon, das in der Nähe der Tonquelle positioniert werden kann.

5 5/8 5. Achtung Sonne! Scherenschnitte in allen Ehren, aber ist es nicht erstrebenswert, wenn die Person im Bild zu erkennen ist? Grosse Lichtunterschiede im Bild sind selbst für Profis nur mit Tricks bzw. grossen Scheinwerfern zu meistern und sollten vermieden werden. Am einfachsten geht das, wenn man darauf achtet, sich mit dem Rücken oder der Seite zur Sonne zu platzieren. Genauso ungünstig ist es, bei schlechten Lichtverhältnissen zu drehen. Die Kamera hellt das Bild zwar digital auf, aber das Resultat ist alles andere als berauschend. Testet immer zuerst den Standort eurer Szene und schaut euch die Wirkung des Bildausschnitts auf eurem Monitor an. Möchtet ihr mit der Kamera einen Schwenk durchführen? Achtet darauf, dass währenddessen eine ähnliche Lichtsituation besteht. Die Sensoren der Kamera müssen sich immer wieder auf neue Lichtsituationen einstellen. Das führt zu Verzögerungen der Bildschärfe, der Helligkeit und der Farbgebung. Verwendet externe Lichtquellen (Scheinwerfer oder Lampen), um der Szene genügend Licht zu geben. 6. Lieber kurz und interessant als lang(weilig)! Moderne Filme und Videoclips leben von schnellen Sequenzen und vielfältigen Bildwechseln. Wer zu lange dieselbe Bildeinstellung zeigt, lässt den Film eher langweilig wirken. Beispiel: Während ein Schauspieler spricht, muss die Kamera nicht dauernd an seinen Lippen hängen. Es kann sehr spannend sein, auch das Gesicht des Gesprächspartners zu zeigen. Durch einen solchen Schnitt bleibt man zwar von der Story her in einem Fluss, erreicht aber durch den Wechsel der Perspektive mehr Abwechslung und Dynamik! Die Bild- und Szenenwahl und die damit angestrebte Wirkung muss sich der Regisseur eurer Gruppe sehr gut überlegen. Schnelle Schnitte und viele Wechsel können je nach Thema des Films spannend und dynamisch wirken. Sie können aber auch einen nervösen, unruhigen Eindruck erwecken.

6 6/8 Arbeitsblatt So filmt man richtig Ihr habt die sechs Gebote des richtigen Filmens und die dazugehörenden Tipps gelesen. Versucht nun, jedes der sechs beschriebenen Probleme und die passenden Tipps in der Praxis nachzuvollziehen. Geht folgendermassen vor: 1. Filmt eine Sequenz so, wie man es eigentlich nicht tun sollte. 2. Filmt dieselbe Sequenz, indem ihr euch an die Tipps und Tricks haltet. 3. Vergleicht die beiden Sequenzen: Was habt ihr festgestellt? 4. Notiert eure Erkenntnisse in den untenstehenden Kreisen. Zoom? verwackelt? Ton? Aufnahmewinkel Gegenlicht? kurz?

7 7/8 Filmanalyse Beachtet bei einer Sequenz aus einer Fernsendung oder einer Dokumentation, wie die Profis professionell filmen. Schaut euch in eurer Gruppe die folgende Sequenz von der Internetseite an: Strom Scouts Elektrisierende Stimmung Achtet dabei auf die folgenden Punkte und ergänzt die geforderten Informationen: Wie lange dauert die Filmsequenz? Wie viele Schnitte weist die Filmsequenz auf? Welche unterschiedlichen Bildausschnitte wurden vom Strom Scout /der Reporterin ausgewählt? Schreibt die einzelnen Bildstichworte in die Kästchen Sänger nahe Wie oft wurde gezoomt? Wie oft wurde die Kamera während der Aufnahme bewegt?

8 02/ Projektwoche Video, Film und Strom Lösungsblatt 8/8 Filmanalyse/Lösung Die Sequenz dauert 1.10 Minuten Wie viele Schnitte weist diese kurze Filmsequenz auf? 14 Schnitte Welche unterschiedlichen Bildausschnitte wurden vom Strom Scout / der Reporterin ausgewählt. Schreibt die einzelnen Bildstichworte in die Kästchen Sänger nahe Logo Open Air Rapper mit rotem T-Shirt Bühne in der Nacht/Hände bewegen sich Videowand rechts der Bühne Scheinwerfer blinken am Tag Band gesamt Hände bewegen sich am Tag Stress und zwei weitere Sänger Bühne mit Licht/Band weit weg Interview 2 Publikum am Tag Interview 1 Scheinwerfer blinken in der Nacht Gesamtbühne Wie oft wurde gezoomt? Wie oft wurde die Kamera während der Aufnahme bewegt? 1 Zoom (auf Videowand) 2 aktive Schwenker (1 x von der Bühnendecke nach unten/1 x über das Publikum hinweg)

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